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Die Erfindung betrifft eine Weiterausbildung des Spannbündels nach Patent AT 407 766 B.
Die bekannten Spannbündel aus Litzen sind einzeln mit einem Kunststoffmantel, z. B. aus Poly- äthylen, versehen und dann gebündelt. Derartige Bündel haben den Nachteil, dass sie verhältnismässig sehr dick sind.
Das erfindungsgemässe Spannbündel geht vom Oberbegriff des Patentanspruches 1 nach dem Stammpatent aus, in welchem vorgeschlagen wurde, die Litzen gemeinsam mit einem vorzugsweise weichen Kunststoff zu ummanteln. Vor dieser Ummantelung, vorzugsweise in einem Extruder, ist es möglich, die Litzen mit einem korrosionsschützenden und bzw. oder gleitfähigem Material, z. B. Fett, und bzw. oder einem galvanischen Überzug und bzw. oder einem dünnen Überzug aus hartem Kunststoff zu versehen. Beim Aufbringen der Kunststoffmasse liegen die Litzen häufig in der Weise, dass der Kunststoff auch zwischen die Litzen eindringen kann, worauf das Bündel zusammengedrückt wird, um den erwünschten kleinen Durchmesser zu erhalten. Hiebei kann es vorkommen, dass die Ummantelung nicht die gewünschte genaue Umrissform annimmt.
Dieser Gefahr wird durch die Massnahme nach dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 begegnet. Bei dieser Ummantelung kann sich die zweite Ummantelung mit der ersten Ummantelung homogen verbinden, sodass eine einstückige Ummantelung entsteht.
Ein herstellungstechnischer Vorteil ergibt sich durch die Massnahme nach Anspruch 2.
Bei derartigen Bündeln können auch Schwierigkeiten bezüglich der Eigenschaften beim Biegen oder Aufrollen auftreten.
Durch die Massnahme nach Anspruch 3 wird eine zusätzliche Aufgabe der Erfindung gelöst, welche darin besteht, die Spannbündel mit ausreichend schützender Ummantelung zu versehen, die sich auf hinlänglich kleine Dimensionen aufrollen lassen.
Durch die Massnahme nach Anspruch 4 wird ein verstärkter Schutz der Litzen durch die Umhüllung erzielt, insbesondere im Falle von zu starken Biegungen, die zu übermässiger Belastung und damit zu Beschädigungen der Ummantelung führen können, oder aber, wenn das Bündel nicht auf so kleine Dimensionen aufgerollt werden kann, wie es z. B. für Transportzwecke notwendig wäre.
Durch die Massnahme nach Anspruch 5 kann sich das Bündel mit der inneren Ummantelung beim Spannen desselben gegenüber der äusseren Ummantelung bewegen.
Die Erfindung wird nun anhand der folgenden Beschreibung und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, in welcher ein Querschnitt durch ein Spannbündei aus Litzen gemäss der Erfindung dargestellt ist. Hiebei ist nur der Querschnitt einer Litze ausgeführt, während die anderen Litzen lediglich durch einen Kreis angedeutet sind.
1 sind die einzelnen parallel zueinander verlaufenden Litzen eines Litzenbündels, die vor der Ummantelung trocken sein können, aber auch einen Überzug 4 aus korrosionsschützendem Material, z. B. Fett, einem harten Kunststoff, einem galvanischen Überzug oder aus einem Gleitmittel erhalten können. Das Bündel parallel verlaufender Litzen 1 ist im vorliegenden Falle durch eine zweischichtige Ummantelung, bzw. durch zwei konzentrische Mäntel 3,5 umschlossen. Die Ummantelung erfolgt vorzugsweise in zwei Etappen mit zwei Extrudern.
Hiebei ist es zweckmässig, vorerst den Raum zwischen den Litzen 1 zu füllen und zwar in der Weise, dass der Abstand der Litzen grösser als im Endzustand ist, wobei der Kunststoff auch in den Raum zwischen der inneren Litze und den sie umgebenden Litzen eindringt, worauf die Litzen zusammengequetscht werden, sodass ein möglichst kleiner Durchmesser des ummantelten Bündels erzielt wird.
In einer zweiten Stufe wird die äussere Kunststoffummantelung 5 aufgebracht, sodass ein rundes ummanteltes Bündel entsteht.
Die beiden Kunststoffe können, je nach gewünschter Eigenschaft des ummantelten Bündels, beliebig gewählt werden. So besteht die Möglichkeit, beide Mäntel aus gleichem Kunststoff oder die innere Ummantelung 3 aus weicherem Kunststoff als die äussere Ummantelung 5 herzustellen. Dieser Vorgang wird vorzugsweise durch aufeinanderfolgende Extrusionen zweier hintereinander geschalteter Extruder durchgeführt. Selbstverständlich kann im Rahmen der Erfindung die innere Ummantelung aus einem härteren Kunststoff als die äussere Ummantelung ausgeführt sein.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann zwischen den beiden Ummantelungen 3 und 5 oder besser zwischen der äusseren Ummantelung 5 und einer weiteren konzentrischen Ummantelung ein Gleitmittel eingeschlossen sein, wodurch die Möglichkeit besteht, dass sich beim Spannen des Bündels das Bündel mit der inneren Ummantelung gegenüber der äusseren Ummantelung bewegen kann. Auch diese Art der Ummantelung kann in einem Extrusionsverfahren erfol-
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gen.
Im Rahmen der Erfindung können die Spannbündel beliebige andere als kreisrunde Querschnittsform haben. So können flache Querschnitte mit nebeneinanderliegenden Litzen oder dreiecksförmige Spannbündel mit pyramidenartig aufliegenden Litzen hergestellt werden, wie beispielsweise im Stammpatent AT 407 766 B beschrieben ist.
Im Rahmen der Erfindung ist die Anzahl und die Querschnittsform der übereinanderliegenden Ummantelungen sowie die Anzahl der Schichten von Gleitmitteln zwischen je zwei Ummantelngen nicht begrenzt.
Die erfindungsgemässen Bündel werden beispielsweise für die Vorspannung von Tragwerken mit aussen- oder innenliegender Anordnung der Bündel, für Bodenanker oder als Schrägkabel, z. B. bei Hängebrücken, angewendet. Sie haben u. a. auch den Vorteil, dass sie sich jedem gewünschten Verlauf anpassen können.
PATENTANSPRÜCHE : 1. SpannbOndei aus mehreren parallel zueinander verlaufenden und gemeinsam von einem
Kunststoffmantel (3) eng umschlossenen, einzeln mit einem gleitfähigen Material (4) über- zogenen Spanngliedern, wobei Material des Mantels (3) unter Bildung von Längsstegen (7) auch zwischen die Spannglieder eingedrungen ist, wobei die Spannglieder als Litzen (1) ausgebildet sind und der Mantel (3) diese Litzen (1) unter Freilassung von deren äusse- ren, im Querschnitt zwickelförmigen Oberflächenstrukturen eng umschliesst nach Patent
AT 407 766 B, dadurch gekennzeichnet, dass die Litzen (1) mit mehreren übereinander an- geordneten Ummantelungen aus Kunststoff versehen sind.