AT396358B - Verfahren und anlage zur umweltschonenden entsorgung von erhoehte alkalitaet aufweisenden abwaessern, insbesondere aus der betonbereitung - Google Patents

Verfahren und anlage zur umweltschonenden entsorgung von erhoehte alkalitaet aufweisenden abwaessern, insbesondere aus der betonbereitung Download PDF

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Description

AT396 358 B
Es ist bekannt, daß in Anlagen zur Bereitung von Beton, insbesondere auch bei der Herstellung von Transportbeton, verschiedene Arten von Rückständen anfallen, von denen die wesentlichen genannt seien: Rückstände bei der Grobreinigung der Mischeinrichtung, insbesondere Fahrmischertrommel, die vor allem durch Restbeton gebildet sind, weiters überschüssiger Beton, der auf der Baustelle nicht mehr gebraucht wird (Rückbeton) und Abwässer als Folge von Reinigungsvorgängen, wie z. B. Spülwässer und Wasser aus der Reinigung der Mischtrommeln, Betonrinnen, Pumpen, Schläuche u. dgl. Während Rest- und Rückbeton zur Herstellung des "Anmachwassers” verwendet werden - 40 bis 50 % des gesamten Anmachwassers sind mit Recyclingwasser gebildet ·, besteht ein Problem bei den hochalkalischen Abwässern, die bei der End- bzw. Feinreinigung anfallen, pH-Werte im Bereich um 12,0 aufweisen können und mit kleineren Sand- und Zementresten verunreinigt sind, jedoch aus Umweltschutzgründen nicht in die Kanalisation oder Gewässer abgeleitet werden sollten oder dürfen. Fließen nämlich derartige Abwässer unkontrolliert ab, können sie in der Kanalisation oder im Grundwasser Probleme bringen. Die übrigen Rückstände, also mit Zement oder Sand mit Wasseranteilen, werden in Sondermülldeponien gebracht, was in steigendem Maße zu Folgekosten führt.
Bei der Suche nach Lösungen für dieses Problem wurde versucht, die beschriebenen alkalischen Abwässer einer konventionellen Säureneutralisation, z. B. mit Salz- oder Schwefelsäure, zu unterwerfen, um die pH-Werte auf unter 8,5 zu bringen. Allerdings weisen derart behandelte Wässer dann zu hohe Salzgehalte auf, was wieder zu Problemen bei deren Entsorgung führt.
In einigen Patentschriften, z. B. DE-A 30 11 377 oder JP 55 07 0337, wird für eine Neutralisation stark alkalischer Abwässer bzw. Abwässer aus Betonwerken C02-Gas vorgeschlagen. Die C02-Neutralisation hat gegenüber der Mineralsäure-Neutralisation den Vorteil, daß eine Übersäuerung der zu neutralisierenden Abwässer ausgeschlossen ist Es ist zwar in Abhängigkeit vom C02-Druck möglich, pH-Werte von 7 oder darunter zu erreichen, wobei diese Werte aber nach einer Einleitung der Abwässer in ein Kanalisationssystem infolge Gleichgewichtsherstellung wieder über 8,5 ansteigen können, da allmählicher Ausgleich der Partialdrücke von C(>2 im Wasser und CO2 der Atmosphäre stattfindet. Wird eine C02-Neutralisation bei alkalischen Abwässern mit einem insbesondere hohen Ca-Gehalt, wie insbesondere bei Abwässern aus Betonwerken angewandt, kann es aus diesem Grund zu einer verzögerten Ausscheidung des Kalzits (CaCOß) in der Kanalisation oder in Gewässern kommen, wenn das metastabile Gleichgewicht mit pH 7 wieder zum stabilen Gleichgewicht mit erhöhtem pH-Wert zurückkehrt.
Den bei einer pH-Absenkung auftretenden Problemen konnte auch durch die z. B. in der JP-PS 62 258793 beschriebene zweistufige Neutralisation mit Salzsäure bzw. Schwefelsäure und nachträgliche C02*Einleitung nicht beigekommen werden, da neben erhöhter CaS04-Konzentration das Problem des nachträglichen Ansteigens des pH-Wertes nicht beseitigt werden konnte.
Ziel der Erfindung ist daher die Entwicklung eines kostengünstigen und hohen Mengendurchsätzen gerecht werdenden Verfahrens zur Neutralisation von kalziumhältigen, hohe Alkalität aufweisenden Ab- bzw. Waschwässern, insbesondere aus der Betonanlagen-Reinigung, das die Möglichkeit schafft, das damit erzielte neutralisierte Wasser gar nicht mehr in die Umwelt freizusetzen und es, so wie Sand und Kies, wiederzuverwenden und auf diese Weise einen praktisch abwasser- und sonderabfallfreien Betrieb zu garantieren.
Es wurde gefunden, daß der Reihenfolge der Schritte in einem zweistufigen Verfahren, das mit Mineralsäure und gasförmigen CO2 die pH-Wertabsenkung und Neutralisation herbeiführt, eine ganz wesentliche Bedeutung zukommt.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur umweltschonenden Entsorgung von Erdalkali, insbesondere Calcium und erhöhte Alkalität aufweisenden Abwässern, insbesondere aus einer Betonbereitung bzw. -Verarbeitung, vorzugsweise von Ab- bzw. Waschwässern aus Reinigungsvorgängen an und in Beton-Bereitungs- und Förderanlagen, wobei die genannten Wässer zur Absenkung ihrer Alkalität einer Behandlung mit einer anorganischen Säure, insbesondere Schwefelsäure, und Kohlendioxid unterzogen werden, dessen Charakteristik im wesentlichen darin besteht, daß in einer - ersten Stufe durch Einbringen von CO2 der pH-Wert der Ab- bzw. Waschwässer auf einen für eine Ausfällung und Abscheidung von Erdalkali-Carbonaten, insbesondere Calciumcarbonat, optimalen Wert von 8,5 bis 10 abgesenkt wird, daß weiters in einer - zweiten Stufe durch Einbringen von H2SO4 eine End-pH-Werteinstellung auf Werte von 6,5 bis 7,5 vorgenommen wird, und daß in einer - dritten Stufe die in der genannten Reihenfolge behandelten, insbesondere neutralisierten, Abwässer als Anmachwasser in eine Betonbereitung eingebracht, insbesondere in eine solche recycliert weiden.
Mit der neuen, im Vergleich zum Stand der Technik praktisch bloß mit einer Vertauschung der Schritte innerhalb eines Zweistufen-Neutralisationsprozesses arbeitenden Methode, konnten, wie sich überraschend zeigte, sowohl das Problem der durch gelöstes, von einer Basis-Neutralisation mit Schwefelsäure stammendes CaS04 bewirkten hohen Salzkonzentration als auch jenes der infolge nachträglichen C02-Partialdruckausgleichs wieder -2-
AT 396 358 B ansteigenden pH-Werte in neutralisierend behandelten Abwässern beseitigt werden. Dabei werden Wässer erhalten, die durchaus den geforderten Qualitätskriterien für Beton-Anmachwasser entsprechen, so daß, im Gegensatz zu bisher, einer umweltfreundlichen Recyclierung in den Betonbereitungsprozeß keine Bedenken und sachlichen Gründe mehr entgegenstehen.
Zu den Anwendungsmöglichkeiten des neuen Verfahrens seien nur beispielsweise ebenfalls hochkalziumhaltige Ab- und Waschwässer aus der Mörtel-, Kalk-, Putz- und Estrichproduktion und -bereitung genannt
Wesentlich zur hohen Alkalität der Abwässer tragen die hauptsächlich in Form von Ca(OH)2 vorliegenden Calcium-Ionen, sowie Kalium- und Natriumionen aus Aluminaten und/oder Silikaten der Klinkermineralien des Zements bei. Die genannten Ab- und Waschwässer fallen z. B. im Transportbeton-Betrieb bei den Zwischenreinigungen zwischen den einzelnen Lieferfahrten, bei der Außenwäsche der Mischtrommeln und sonstigen Anlagen und schließlich beim Reinwaschen aller Maschinen und Geräte am Ende eines Betriebstages an. Sie werden während des Tages zentral gesammelt und dann dem erfindungsgemäßen Regenerations-Prozeß unterworfen. Die praktische Arbeitsweise und im täglichen Betrieb bewährte Zyklen der einzelnen Stufen und Zwischenstufen der Recyclierungs-Behandlung gemäß der Erfindung werden später im Zuge der Beschreibung einer konkreten Aufführungsform einer nach dem neuen Verfahren arbeitenden Anlage anhand der Zeichnung näher erläutert werden.
Bei Einhaltung der für die erste Stufe mittels CO2 zu erreichenden pH-Werte kann eine Optimierung der Kalzit-Fällung sowohl im Hinblick auf die Kristallisationsdynamik, welche die Absetzzeit wesentlich verkürzen kann, als auch auf eine möglichst große Ausbeuterate, welche letztlich die Salzkonzentration im Recyclier-Wasser weiter absenkt, erreicht werden.
Die Einbringung des gasförmigen CO2 kann, wie sich zeigte, besonders effektiv mittels einer Mischstrecke innerhalb einer externen Umlaufschleife erfolgen, in welcher zu neutralisierendes Wasser aus einem Fäll- und Neutralisationsbehälter entnommen, der Mischstrecke zugeführt und als C02*beladenes Wasser in den Behälter zurückgeführt wird. In diesem Behälter erfolgt auch das Absetzenlassen des mit dem CO2 ausgefällten Calcits.
Besonders günstige Ergebnisse bringt das neue Verfahren bei der Aufarbeitung von Waschwässern aus mobilen Betonbereitungsanlagen, wobei diese Wässer Gehalte an Calcium bzw. Calciumäquivalenten im Bereich bis zu etwa 750 mg/1 und/oder pH-Werte von im Bereich von 10,5 bis 13 aufweisen.
Es hat sich gezeigt, daß besonders reine, in der Eignung als Anmachwasser für Frischbeton noch gesteigerte Recyclierwässer erreichbar sind, wenn in der ersten Stufe durch Kohlendioxid-Behandlung ausgefällte Erdalkalicarbonate, insbesondere Calciumcarbonat, vor Einbringung der Ab- bzw. Waschwässer in die zweite Stufe von denselben abgetrennt, und bevorzugt in eine Betonbereitung als Zuschlag bzw. Additiv eingebracht, insbesondere in eine solche recycliert werden bzw. wird. Damit ist weiters der Vorteil gegeben, das sich als leicht abtrennbar erweisende Calciumcarbonat ganz gezielt und nicht zusammen mit dem recyclierten Anmachwasser dem Frischbeton als Inertzuschlag zuzusetzen.
Besonders die Qualität und Reinheit des recyclierten Wassers anhebend ist es weiters, wenn die Ab- bzw. Waschwässer vor Eintritt in die erste Stufe von zumindest wesentlichen Teilen ihrer Gehalte an als Feststoffe vorliegenden Betonkomponenten, Zuschlägen und/oder Additiven abgetrennt weiden.
Es hat sich gezeigt, daß ein "sanftes" Vorgehen bei der C02-Zugabe neben Einsparungseffekten hohe Effektivität erbringt, wenn nur für einen innigen Phasenkontakt mit Waschwasser aus allen Zonen des C02*Be-handlungsbehälters Sorge getragen wird.
So ist es von besonderem Vorteil, wenn in der ersten Stufe Kohlendioxid mit einem über dem jeweils herrschenden Atmosphärendruck liegenden Druck von bloß 5 bis 25 mbar bezogen auf 15 °C, in die Abwässer eingebracht wird. Damit wird eine abrupte pH-Absenkung mit den daraus resultierenden Betriebsschwankungen vermieden.
Durch chargenweises Zusetzen des CO2 kann die Effizienz von dessen Eintrag in die alkalischen Wässer gesteigert werden.
Eine optimale Ausnutzung der Fällung bei für die Abtrennung von den neutralisierten Abwässern günstigen, den Absetzvorgang fördernden Kristallitgrößen und -formen läßt sich erreichen, wenn in der ersten Stufe die Verweilzeit der Abwässer in der C02-Behandlung auf 0,5 bis 3 h, insbesondere auf 1,5 bis 2,5 h, gehalten wird.
Wenn weiters in der ersten Stufe die Zeitdauer für das Absetzenlassen der aus den Abwässern ausfallenden Carbonate auf 0,5 bis 3 h, insbesondere auf 1,5 bis 2 h, gehalten wird, kann eine den Trennvorgang wesentlich fördernde Dichte des ausgefallenen Calzit-Schlammes mit geringem Absetzvolumen erzielt werden.
Den beschriebenen Vorteilen bzw. deren Erreichung als dienlich hat es sich weiters erwiesen, wenn in der ersten Stufe die Konzentration des in den Abwässern gelöst zurückbleibenden Ca-Carbonate auf Werte von kleiner als 1 mmol/1 eingestellt wird. Damit sind nur mehr geringe Restmengen an Calcium gelöst vorhanden, was schließlich auch die benötigten Mengen an Mineralsäuren in der zweiten Stufe und damit die Salzkonzentration im recyclierten Wasser weiter senkt.
Wenn weiters in vorteilhafter Weise so vorgegangen wird, daß in der ersten Stufe die Einbringung von Kohlendioxid in die Abwässer nach Erreichung eines pH-Wertes von 9 bis 9,5 abgeschlossen wird, werden der -3-
AT396 358 B
Verbrauch an CO2 minimiert und ein pH-Anstieg nach Beendigung von dessen Zufuhr vermieden.
Was die Konzentration der in der zweiten Stufe zugegebenen Mineralsäure betrifft, hat sich eine solche im Bereich von 0,1 bis 1 mol/1 besonders bewährt. Für die Eigenschaften der erfindungsgemäß entalkalisierten Wässer als Anmachwasser günstig ist es, wenn in der zweiten Stufe der pH auf Werte im Bereich von etwa 7 eingestellt wird.
Weiters kann auch eine für Anmachwässer kritische Bedingung besonders problemlos eingehalten werden, wenn in der zweiten Stufe die Sulfat-Konzentration auf Werte(n) von kleiner als 250 mg/1, insbesondere von kleiner als 100 mg/1, gehalten bzw. eingestellt wird.
Schließlich ist neben dem Verfahren weiterer wesentlicher Gegenstand der Erfindung eine vorteilhaft konzipierte Anlage zu dessen Durchführung mit untereinander durch Förderleitungen verbundenen Reaktions-Behältern, wobei mindestens ein Behälter zur Sammlung und Speicherung der erhöhte Alkalität aufweisenden Abwässer, insbesondere Ab- bzw. Waschwässer aus einer Betonbereitung, mindestens ein Behälter mit Einrichtungen zum Rühren und zur dosierbaren Einbringung von Kohlendioxid und mindestens ein Behälter mit Einrichtungen zum Rühren und zur dosierbaren Einbringung von Schwefelsäure vorgesehen sind, die dadurch gekennzeichnet sind, daß der mit einer Beton-Bereitungsanlage bzw. deren Wascheinrichtung verbundene, eine Einrichtung zur Ausbringung von Feststoff-Anteilen aufweisende Behälter zur Sammlung und Speicherung der Ab- bzw. Waschwässer, über eine Förderleitung, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Einrichtung zur Abtrennung von Feststoffanteilen, mit einem Absetz-Behälter mit einer Einrichtung zur Einbringung von Kohlendioxid und einer Einrichtung zur Ausbringung ausgefällter Carbonate verbunden ist, welcher Behälter seinerseits über Förderleitungen mit einem Behälter zur Einbringung von Schwefelsäure verbunden ist, welcher seinerseits mittels Rückführleitung für neutralisiertes Abwasser mit der Beton-Bereitungsanlage verbunden ist
Wenn der C02-Neutralisationsbehälter eine von ihm ausgehende und in ihn rückmündende vom zu neutralisierenden Ab- bzw. Waschwasser durchströmbare Leitungsschleife mit C02*Zumischstrecke aufweist, sind besonders günstige Fällzeiten und intensiver Kohlendioxid-Wasser-Kontakt gewährleistet.
Im Rahmen einer derartigen Anlage ist es im Sinne eines Voll-Recyclings besonders günstig, wenn die Phasen-Trenneinrichtungen zur Abtrennung von Feststoffanteilen ausgangsseitig über Förderleitungen zur Rückführung von Feststoffanteilen mit der Beton-Bereitungsanlage verbunden sind.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert, wobei die Fig. 1 das Schema einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren betriebenen Regenerations-Anlage für alkalische, aus einer Betonbereitung kommende Ab- bzw. Waschwässer und Fig. 2 ein Ablaufschema für deren konkreten, aufWaschwässer einer mobilen Betonbereitung abgestimmten Betrieb zeigen.
Bei der Betonbereitungs-Abwasser-Regenerationsanlage gemäß Fig. 1 ist vorgesehen, daß aus einer z. B. Vorratsbehälter für Zemente und Zuschläge, mobile Betonmischer und einen Waschplatz umfassenden Betonbereitungsanlage (100) die während eines Betriebstages anfallenden Ab- und Waschwässer z. B. mit einem pH-Wert von 12, über eine Abwassersammelleitung (101) in einen - mit einem Förderband (4) zur Recyclierung von Feststoffen, wie Sand, feinteilige Kiese, Betonrückstände u. dgl. z. B. in einer Menge von etwa 350 kg/Tag in die Betonmischer der Anlage (100) ausgestatteten - Sammelbehälter (1), z. B. mit einem Fassungsvermögen von 30 bis 35 m^ eingebracht werden, von wo sie nach entsprechender Verweilzeit zur Abtrennung der Festbestandteile, bevorzugt nach Beendigung des Fahrmischbetriebes und der Endreinigung, mittels Pumpe (120) über Leitung (12) in einen mit Absetzkonus und Rühreinrichtung (21) ausgestatteten Neutralisations-Behälter (2) gefördert werden. Dieser ist mit einer Kohlendioxid-Einbringungs- und Mischschleife (25) ausgestattet, mittels welcher das alkalische, calciumionenhältige Abwasser aus dem Behälter (2) entnommen, einer über Leitung (51) von der C02*Flaschen-Station (5) mit CO2 zur pH-Wertabsenkung belieferten Mischstrecke (52) der Schleife (25) zugeführt und mittels Pumpe mit CO2 beladen in den Behälter (2) rückgefördert wird.
Der im Behälter (2) bei der C02-Behandlung in einer Menge von etwa 3 kg pro Betriebstag gebildete Calcit sammelt sich im konischen Unterteil und kann bei entsprechender Absetzdichte über Leitung (28) einer Trennzentrifuge (8) zugeführt werden, von wo aus die Feststoffanteile über Leitung (108) in die Fahrmischer der Anlage (100) als Zuschläge recycliert werden und abgetrennte wässerige Phase über Leitung (83) zur Vereinigung mit dem vomeutralisierten Abwasser aus dem Behälter (2) in dessen mit Pumpe (230) ausgestattete Abführungsleitung (23) eingebracht wird. Der Zentrifuge können auch Feststoff-Feinanteile aus dem Sammelbehälter (1) über Leitung (17) mit Pumpe (170), Absetzbehälter (7) (mit Rückführleitung (127) für wässerige Phase in die Förderleitung (12)) und schließlich Leitung (78) zugeführt werden, die dort mit den abgeschiedenen Calcit aus Behälter (2) vereinigt werden. Die schließlich von Feststoffen im wesentlichen befreiten Wässer gelangen schließlich über Leitung (23) in den Säure-Neutralisationsbehälter (3) mit Rührwerk (31), in welchen über Leitung (61) aus einer Säurestation (6) Schwefelsäure im jeweils benötigten Ausmaß zugeführt wird, wo der pH-Wert auf Werte im Bereich um 7 abgesenkt wird und stabil bleibt. Das nun Anmachwasser-Qualität aufweisende, aufgearbeitete Wasser kann nun über Leitung (30) mittels Pumpe (300) als Anmachwasser in die Betonbereitung (100), also z. B. in die Trommeln der Fahrmischer, eingebracht werden. -4-

Claims (18)

  1. AT 396 358 B Wie aus dem Schema ersichtlich, ist eine Ausbringung irgendwelcher Anteile der Abwässer in die Umwelt völlig vermieden. Das Schema der Fig. 2 zeigt beispielhaft den zeitlichen Ablauf der einzelnen Schritte und Stufen eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden, in der in Fig. 1 schematisch gezeigten Anlage durchgeführten Abwasser-Recyclings während eines Betriebstages, wobei die Stufen 1 bis 8 auf der Ordinate und deren jeweilige Zeitdauer in Stunden in Richtung der Abszisse aufgetragen sind. Es bedeuten dort: Stufe 1: Waschwässer werden im Behälter (1) gesammelt Stufe 2: Beruhigungszeit für Behälter (1) (Sand und Schwebstoffe setzen sich ab). Stufe 3: Waschwasser wird in den Neutralisations-Behälter (2) umgepumpt Stufe 4: CO^Neutralisation; Calzit-Bildung. Stufe 5: Beruhigungszeit für Neutralisations-Behälter (2) (Calzit setzt sich ab). Stufe 6: Wasser wird vom Behälter (2) in den Säureneutralisations-Behälter (3) umgepumpt Stufe 7: I^SO^Neutralisation Stufe 8: Wasser wird vom Behälter (3) im Betrieb der Anlage (100) verbraucht PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur umweltschonenden Entsorgung von Erdalkali, insbesondere Calcium, und erhöhte Alkalität aufweisenden Abwässern, insbesondere aus einer Betonbereitung bzw. -Verarbeitung, vorzugsweise von Ab- bzw. Waschwässern aus Reinigungsvorgängen an und in Beton-Bereitungs- und -Förderanlagen, wobei die genannten Wässer zur Absenkung ihrer Alkalität einer Behandlung mit einer anorganischen Säure, insbesondere Schwefelsäure, und Kohlendioxid unterzogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß in einer - ersten Stufe durch Einbringen von CO2 der pH-Wert der Ab- bzw. Waschwässer auf einen für eine Ausfällung und Abscheidung von Erdalkali-Carbonaten, insbesondere Calciumcarbonat, optimalen Wert von 8,5 bis 10 abgesenkt wird, daß weiters in einer - zweiten Stufe durch Einbringen von H2SO4 eine End-pH-Werteinstellung auf Werte von 6,5 bis 7,5 vorgenommen wird, und daß in einer • dritten Stufe die in der genannten Reihenfolge behandelten, insbesondere neutralisierten, Abwässer als Anmachwasser in eine Betonbereitung eingebracht, insbesondere in eine solche recycliert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Ab- bzw. Waschwässer aus mobilen Beton-Bereitungs- und -transportanlagen der genannten Zweistufen-Behandlung unterworfen und recycliert werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Ab- bzw. Waschwässer mit Calcium bzw. Ca-Äquivalent-Gehalten von bis zu 750 mg/1 der genannten Zweistufen-Behandlung unterworfen und recycliert werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Ab- bzw. Waschwässer mit pH-Werten zwischen 13,0 und 10,5 der genannten Zweistufen-Behandlung unterworfen und recycliert werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe durch Kohlendioxid-Behandlung ausgefällte Erdalkalicarbonate, insbesondere Calciumcarbonat, vor Einbringung der Ab-bzw. Waschwässer in die zweite Stufe von denselben abgetrennt, und bevorzugt in eine Betonbereitung als Zuschlag bzw. Additiv eingebracht, insbesondere in eine solche recycliert werden bzw. wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ab- bzw. Waschwässer vor Eintritt in die erste Stufe von zumindest wesentlichen Teilen ihrer Gehalte an als Feststoffe vorliegenden Betonkomponenten, Zuschlägen und/oder Additiven abgetrennt werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe Kohlendioxid mit einem Druck von 5 bis 25 mbar, bezogen auf 15 °C, in die Abwässer eingebracht wird. -5- AT 396 358 B
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe das Kohlendioxid in Portionen bzw. chargenweise in die Abwässer eingebracht wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe die Verweilzeit der Abwässer in der CO^-Behandlung auf 0,5 bis 3 h, insbesondere auf 1,5 bis 2,5 h, gehalten wird
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe die Zeitdauer für das Absetzenlassen der aus den Abwässern ausfallenden Carbonate auf 0,5 bis 3 h, insbesondere auf 1,5 bis 2 h, gehalten wird
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe die Konzentration der in den Abwässern gelösten Carbonate auf Werte von kleiner als 1 mmol/1 eingestellt wird.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Stufe die Einbringung von Kohlendioxid in die Abwässer nach Erreichung eines pH-Wertes von 9 bis 9,5 abgeschlossen wird
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten Stufe Schwefelsäure mit einer Konzentration von 0,1 bis 1 mol/1 eingesetzt wird.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten Stufe der pH-Wert der Abwässer mit Schwefelsäure auf Werte um 7 eingestellt wird.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten Stufe die Sulfat-Konzentration auf Werte(n) von kleiner als 250 mg/1, insbesondere von kleiner als 100 mg/1, gehalten bzw. eingestellt wird.
  16. 16. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15 mit untereinander durch Förderleitungen verbundenen Reaktions-Behältern, wobei mindestens ein Behälter zur Sammlung und Speicherung der erhöhte Alkalität aufweisenden Abwässer, insbesondere Ab- bzw. Waschwässer aus einer Betonbereitung, mindestens ein Behälter mit Einrichtungen zum Rühren und zur dosierbaren Einbringung von Kohlendioxid und zumindest ein Behälter mit Einrichtungen zum Rühren und zur dosierbaren Einbringung von Schwefelsäure vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einer Beton-Bereitungsanlage (100) bzw. deren Wascheinrichtung verbundene, eine Einrichtung (4) zur Ausbringung von Feststoff-Anteilen aufweisende Behälter (1) zur Sammlung und Speicherung der Ab- bzw. Waschwässer, über eine Förderleitung (12), gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Einrichtung (7) zur Abtrennung von Feststoffanteilen, mit einem Absetz-Behälter (2) mit einer Einrichtung (5, 51, 52, 25) zur Einbringung von Kohlendioxid und einer Einrichtung (28, 8, 108) zur Ausbringung ausgefällter Carbonate verbunden ist, welcher Behälter (2) seinerseits über Förderleitungen (23, 83) mit einem Behälter (3) zur Einbringung von Schwefelsäure verbunden ist, welcher seinerseits mittels Rückführleitung (30) für neutralisiertes Abwasser mit der Beton-Bereitungsanlage (100) verbunden ist.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der C02-Neutralisationsbehälter (2) eine von ihm ausgehende und in ihn rückmündende vom zu neutralisierenden Ab- bzw. Waschwasser durchströmbare Leitungsschleife (25) mit C02*Zumischstrecke (52) aufweist.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Trenneinrichtungen (7 und 8) zur Abtrennung von Feststoffanteilen ausgangsseitig über Förderleitungen (78,108) zur Rückführung von Feststoffanteilen mit der Beton-Bereitungsanlage (100) verbunden sind. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -6-
AT37792A 1992-02-28 1992-02-28 Verfahren und anlage zur umweltschonenden entsorgung von erhoehte alkalitaet aufweisenden abwaessern, insbesondere aus der betonbereitung AT396358B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0945175A1 (de) * 1998-03-21 1999-09-29 Gerd W. Felgener Verfahren zum Konditionieren von kohlenstoffhaltigen Adsorbentien
DE102024108192A1 (de) * 2024-03-21 2025-09-25 Felix Baur Verfahren und Mischung zur stofflichen Wiederverwertung von Beton

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