AT394664B - Elektro-schuettschichtfilter-anlage - Google Patents

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Description

AT 394 664 B
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben von Elektro-Schüttschichtfilter-Anlagen zur Abscheidung von Staubpartikeln oder Aerosolen aus Gasen, umfassend das Einleiten der Rohgase in eine Rohgassammelkammer und anschließend in einen im Inneren eines rohrförmigen Filterbettes mit senkrechter Achse liegenden Rohgasraum, Ionisieren der Staubpartikel und Aerosole mittels mindestens einer länglichen und parallel zur Achse des Rohgasraumes liegenden Elektrode im Rohgasraum, Durchleiten des Rohgases mit den ionisierten Staubpartikel und Aerosolen durch das rohrförmige Filterbett aus Schüttgut, vorzugsweise Steinchen, das mittels einer Bettelektrode polarisiert wird, Ausleiten des gereinigten Gases und Reinigen des Schüttgutes mit anschließender Rückführung des Schüttgutes ins Filterbett, sowie eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens, umfassend eine Rohgassammelkammer, ein rohrförmiges bewegtes Filterbett aus Schüttgut, vorzugsweise Steinchen, welches einen im wesentlichen zylindrischen Rohgasraum begrenzt und mittels einer Bettelektrode polarisiert wird, wobei die Längsachse des Filterbettes senkrecht steht, zumindest eine längliche Ionisierungselektrode, welche parallel und in unmittelbarer Nähe der Achse des Filterbettes liegt, sowie Sammel-, Reinigungs- und Rückführeinrichtungen für das Schüttgut
Eine daartige Anlage ist z. B. aus der US-PS 4 308 036 oder der US-PS 4.374 652 (beide: Zahedi et al.) bekannt Dabei wird der zu reinigende Abgasstrom seitlich in eine das Filterbett ringförmig umgebende Rohgassammelkammer im unteren Baeich der Anlage eingeleitet, wo er das rohrförmige Filterbett aus polarisierten Steinchen das erste Mal von außen kommend senkrecht zu dessen Achse passiert und in den Rohgasraum im Inneren des Filterbettes gelangt In der Mitte dieses Rohgasraumes ist eine Elektrode in Form eines Drahtes, der die Staubteilchen durch hohe negative Spannung ionisiert, sodaß sie beim zweiten Durchgang durch das Filterbett, dieses Mal im oberen Teil da Anlage, an den positiven Seiten da Steinchen abgeschieden werden. Die Steinchen werden durch eine, mit Durchlässen für das Abgas versehene, rohrförmige Bettelektrode in der Mitte des Filterbettes polarisiert, wodurch die erwähnte Anlagerung da ionisierten Staubteilchen vaursacht wird, aba auch eine gegenseitige Anziehung der Steinchen und damit eine erhöhte Abscheide- bzw. Filterwirkung auch schon im unteren Anlagenteil, für die noch neutralen Staubteilchen, bewirkt wird.
Nach dem Austrag der mit Staub beladenen Teilchen werdai diese durch einen Vibrator in Bewegung versetzt und mit Spülluft versorgt, während sie gleichzeitig über ein Sieb geleitet werden, durch welches die nun freigesetzten Staubteilchen in einen Lagerbehälta gelangen, während die gereinigten Steinchen in das Filterbett riick-transportiert waden.
Neuere Anlagen leiten den Abgasstrom von oben direkt in den Rohgasraum, wobei das Filterbett noch nicht durchströmt wird, aber durch das Vorbeileiten an Platten mit Stachelelektroden eine Ionisierung stattfindet. Danach findet die Durchströmung des Filterbettes statt, welches analog zum oben beschriebenen Aufbau ausgeführt ist.
Auch die Reinigung der Steinchen unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen Ausführung, da sie mittels eines Pralltopfes durchgefuhrt wird, in welchen die Steinchen durch ein Niederdruck-Pneumatiksystem eingeblasen werden. Vom besagten Pralltopf, der über dem oberen Rand des Filterbettes angeordnet ist, werden die, durch Anprall an einer Prallplatte vom anhaftenden Staub gereinigten Steinchen in das Filterbett rückgeführt, während der Staubanteil aus dem Pralltopf abgesaugt und in Lageibehälter eingebracht wird.
Die Ionisationselektroden werden periodisch mit Preßluft vom angelagerten Staub gereinigt
Wie praktische Erfahrungen gezeigt haben, weisen jedoch beide angeführten Systeme Nachteile auf.
Bei der Ionisierung der Staubteilchen vor Eintritt in den Rohgasraum kann es besonders bei Anlagen großer Kapazität mit großen Rohgasräumen Vorkommen, daß ein gewisser Anteil des Staubes während des Durchlaufens des doch relativ langen Rohgasraumes wieder deionisiert wird, was zu einem Rückgang der Abscheideleistung führt. Überdies behindern die quer zur Gasströmung ausgerichteten Elektroden die Srömung und führen zu ungünstigen Turbulenzen im oberen Abschnitt des Rohgasraumes. Andererseits führt die eingangs beschriebene Ausführung mit seitlichem Rohgaseintritt zu ungünstiger Umströmung der Elektrode mit daraus resultierender schlechterer Ionisierung. Die Staubteilchen können bei der nicht gelenkten Strömung gemäß dem Vorhalt, besonders bei Anlagen mit großen Rohgasräumen, aufgrund möglicher langer Durchlaufzeiten ohne genügende Nähe zur Ionisierungselektrode wieder deionisiert werden, was zu einem Rückgang der Abscheideleistung führt
Weiters können beim Verfahren nach der US-PS 4.374 652 Staubteilchen beim ersten Durchgang durch das Filterbett von der Bettelektrode ionisiert und anschließend diese Ionisierung von der eigentlichen Ionisierungselektrode wieder neutralisiert werden, wodurch die Staubteilchen neutral in den oberen Filterbettabschnitt gelangen und daher die Abscheideleistung weiter vermindert wird. Weiters führt deren Reinigung mittels eines Vibrators im Bereich der oberen Befestigung zu großen Belastungen derselben als auch des Isolators.
Bei dem Verfahren gemäß US-PS 4 544 382 werden die Staubteilchen im Gas durch eine Raumladungswolke anstatt Drahtelektroden im Innenraum des hohlen Füterbettes ionisiert und anschließend durch das polarisierte Filterbett geleitet Die Polarisierung erfolgt durch Anlagen entgegengesetzter Spannung an Teile der Filterbettbegrenzung. Überdies wird auch hier das Abgas vor der Ionisierung durch das Filterbett geleitet, welches dabei allerdings noch nicht polarisiert ist, und es ist auch keine Ausrichtung der Gasströmung durch Leitelemente wie in der obigen Anmeldung vorgesehen. Dadurch können Staubteilchen ebenfalls außerhalb des Einflußbereiches der Ionisierung bleiben.
Schließlich ist in der DE-OS 29 42 233 eine Filteranlage beschrieben, in welcher ein Abgasstrom, ohne ihn zu ionisieren, durch ein Filterbett geleitet wird, welches mit einer Bettelektrode versehen ist. Hier fehlt das Ioni- -2-
AT 394 664 B sieien der Staubteilchen im Abgas, wodurch die Abscheideleistung nicht die Werte der zuvor beschriebenen Anlagen erreicht.
Die Aufgabe der Erfindung war daher, ein Verfahren zu finden, bei dem die angeführten Nachteile nicht auftre-ten und welches eine gleichmäßig hohe Abscheidungsleistung über die gesamte Filterbettlänge aufweist Dazu muß eine effektive Ionisierung über den gesamten Bereich des Rohgasraumes erfolgen und die Rohgasströmung den gesamten Rohgasraum möglichst gleichmäßig durchsetzen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, die Ionisierung über einen großen Bereich des Rohgasraumes durchzuführen und damit eine möglichst vollständige Ionisierung der Staubpartikel zu erzielen.
Die Aufgabe wird bei dem eingangs erwähnten Verfahren dadurch gelöst daß der Rohgasstrom aus der oberhalb des aktiven Abschnittes des Filterbettes liegenden Rohgassammelkamm» durch ein oder mehrere Leitelemente zur Mitte des Rohgasraumes gerichtet direkt in diesen eingeleitet und im wesentlichen mittig und axial abwärts gerichtet entlang der mindestens einen Elektrode durch den Rohgasraum geführt wird, und die Ionisierung im wesentlichen über die gesamte Länge des Rohgasraumes »folgt
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ionisierung durch mehrere Elektrodendrähte, die um die Achse des Rohgasraumes gleichverteilt und radial davon beabstandet angeordnet sind, erfolgt Die Erfindung umfaßt aber auch eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß die Rohgassammelkammer oberhalb des zylindrischen Rohgasraumes angeordnet und mit zumindest einem nach unten in diesen Raum gerichteten Auslaß versehen ist und daß sich die Ionisierungselektrode im wesentlichen über die gesamte Länge des Rohgasraumes »streckt
Die nachfolgende Beschreibung soll die Erfindung, d»en weitere Merkmale und Vorteile, unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näh»- erläutern.
Dabei zeigt die Fig. 1 die gesamte Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage gemäß der Erfindung, Fig. 2a eine Seitenansicht des Elektrodenkorbes mit angebaut»n Kugelvibrator und Fig. 2b das untere Verbindungselement in der Draufsicht, entlang des Schnittes (2b-2b) in Fig. 2a. Fig. 3 zeigt den Pralltopf des pneumatischen Prallreinigungssystems nach der erfindungsgemäßen Ausführung.
Das Arbeitsprinzip der in Fig. 1 dargestellten Anlage entspricht in etwa demjenigen der in der Einleitung beschriebenen Elektro-Schüttschichtfilter-Anlagen. Das mit Staubteilchen verschmutzte Rohgas wird durch ein Zuleitungsrohr (1) in d»i Rohgasraum (2) der Anlage eingebracht. Dabei werd»i die Staubteilchen durch eine Elektrode (3), an die eine hohe negative Spannung, vorzugsweise zwischen 30 und 110 kV, angelegt wird, ionisiert Anschließend passiert das Rohgas mit den ionisierten Staubteilch»! das Schüttschichtfilterbett (4). Die Partikel, vorzugsweise kleine Steine, dieses Filterbettes (4), werden durch eine rohrförmige, mit Durchlässen versehene Bettelektrode (5), welche in der Mitte des im wesentlichen rohrförmigen Filterbettes angeordnet ist, durch Anlegen einer hohen positiven Spannung polarisiert. An den positiv polarisierten Seiten der Sternchen lagern sich die Staubpartikel, die ja negativ ionisiert sind an und werden so aus dem Gasstrom ausgefiltert. Der austretende Reingasstrom wird schließlich in einer Reingaskammer (6) aufgefangen und ins Freie abgeführt Die Partikel des Filterbettes (4) sind in ständiger Bewegung von oben nach unten und werden kontinuierlich durch den Filterbettkonus (7) ausgetragen. An dessen Ende sitzt ein beweglich angebrachter aber staubdichter Trichter (8), der von einem oder mehreren Vibromotoren bzw. Druckluft-Kugelvibratoren (nicht dargestellt) in Vibrationen versetzt wird. Dadurch werden die Sternchen in Vibration und auch in Drehung gegeneinander gebracht, wodurch sie mit ihren Oberflächen aneinander reiben und somit einen Teil der angelagerten Staubteilchen freisetzen, bzw. die Bindung zwischen Sternchen und Staub lockern. Weiters wird durch das Vibrieren ein Verstopfen der Ausfallöffnung vermieden. Durch einen am Trichterauslauf (8) angebrachten Schieber kann die Auslaßöffnung beliebig bemessen und damit die Austragsleistung genau definiert werden. Danach werden die Schüttgutteilchen mit den Staubpartikeln durch Niederdruckluft im pneumatischen Prallreinigungssystem (9), (11) zu derem Herzstück, dem Pralltopf (10) mit Sichter, transportiert (s. dazu auch Fig. 3). Die Sternchen werden durch das Steigrohr (11) gegen die Prallplatte (12), vorzugsweise aus Gummi angefertigt, geschleudert und dadurch erfolgt die vollständige Trennung der Haftung zwischen den Filtersteinchen und dem angelagerten Staub. Beide Anteile fallen dann abwärts und in den Ringspalt zwischen dem Steigrohr (11) und dem unteren Abschnitt des Pralltopfes (10). Während die schwereren Sternchen weiter abwärts in den Sammeltopf (13) fallen, werden die leichteren Staubteüchen und kleine Späne in einen, den unteren Abschnitt des Pralltopfes (10) umschließend»!, Sichter (14) gesaugt Ein Absaugventilator (nicht dargestellt) erzeugt die dazu nötige Luftströmung von etwa 10 m/s. Durch das Anschlußstück (15) werden die Staubteilchen schließlich über eine weitere Leitung und ein Schlauch-Gewebefilter (16) (Fig. 1) in einen Staubcontainer (17) transportiert Die gereinigten Schüttgutteilchen werden aus dem Sammeltopf (13) ins Filterbett (4) rückgeführt
Diese Ausführung des pneumatischen PraUreinigungssystems hat d»i Vorteil, daß keine Sternchen mitabge-saugt werden können, die nachgeschaltete Anlag»iteüe, insbesondere das Gewebefilter, beschädigen könnten.
Andererseits erfolgt durch die Einführung der Vortrennung zwischen Sternchen und Staub am Trichter (8) mit seinen Vibromotoren eine effektivere Reinigung der Filterbett-Teilchen, was eine Verbesserung der Abscheideleistung und geringeren Emeuerungsbedarf bedeutet
Ein wesentlicher Punkt der Erfindung ist auch die vollständige Ionisierung der Staubteilchen entlang der gesamten Länge des Filterbettes (4). Dazu erstreckt sich die Ionisierungselektrode (3) über die gesamte Länge des Rohgasraumes (2) und damit auch des Schüttgutfilterbettes (4). -3-

Claims (15)

  1. AT 394 664 B Eine bevorzugte Ausführungsform der Ionisierungselektrode ist in den Fig. 2a und 2b dargestellt Dabei ist diese als Elektrodenkorb mit einer Mehrzahl von Einzelelektroden (31), vorzugsweise sechs Stangen oder Drähten, ausgefuhrt, welche an ihrem unteren Ende durch ein Verbindungsstück (32), das vorzugsweise sternförmig ist, verbunden sind. Durch diese Elektrodenform wird zusätzlich in radialer Richtung ein größerer Bereich des Rohgasraumes (2) erfaßt, sodaß nahezu alle Staubteilchen und solche, die nahe dem äußeren Umfang des Rohgasraumes entlang abwärts transportiert werden, dem ionisierenden Feld ausgesetzt sind. Weiters wird die Strecke, welche die Staubpartikel von der Stelle ihrer Ionisierung bis zum Erreichen des Filterbettes (4) zurücklegen müssen, durch die beschriebene Elektrodenform gegenüber anderen Ausführungen, z. B. einem einzelnen Draht in der Mitte des Rohgasraumes, noch weiter verkürzt. Das bedeutet, daß auch bei größeren Anlagen und bzw. oder großem Abgasdurchsatz nahezu alle Staubteilchen das Filterbett in ionisierter Form erreichen und daher eine hohe Filterwirkung «zielt wird. Die oberen Enden der Einzelelektroden (31) sind über Verbindungsstücke (33) mit der Tragestruktur verbunden. Diese wird durch ein zentrales Hohlrohr (34), welches am Isolator (35) montiert ist, gebildet. Im oberen Bereich dieses Hohlrohres (34), z. B. im Bereich zwischen der Verbindungsstelle mit dem Isolator (35) und den Federstahlelementen (33), führt ein Druckluftanschluß (36) in das Rohr, und im unteren Bereich führt ein weiterer Druckluftanschluß (37) zu einem handelsüblichen Kugelvibrator (38). Dieser Kugelvibrator (38) wird periodisch durch Zuleitung von Druckluft zum Schwingen gebracht und versetzt dadurch das untere Verbindungselement (32) und in weiterer Folge die Elektroden (31) in Schwingungen. Das führt zu einem Brechen und Ablösen der Schmutzschicht, die sich an den Elektrodendrähten angelagert hat, und stellt wieder die volle Ionisierfähigkeit her. Die Zuleitung der Druckluft in das zentrale Hohlrohr (34) kann aber auch durch eine im Inneren des Isolators (35) geführte Leitung erfolgen. Eine andere Reinigungsmethode sieht vor, daß ein oder mehrere ringförmige Elemente entlang des Elektrodenkorbes vorgesehen sind, welche scharfkantige Durchführungsöffnungen aufweis«), durch die die Längsdrähte (31) geführt sind. Durch Auf- und Abbewegen dieser Elemente werden Ablag«ungen auf den Drähten abgeschabt und die Elektrode auf diese Weise gereinigt Durch die vorzugsweise Verwendung von Federstahlleisten zur Herstellung der oberen Verbindungselemente (33) wird zusätzlich eine günstigere Schwingungsform erzielt und die Verbindung des Hohlrohres zum Isolator sowie der Isolator selbst so weit wie möglich bezüglich der Vibrationen geschont Das erlaubt eine einfachere Bauweise und verringerten Wartungsaufwand dies« empfindlichen Teile. Von großer Bedeutung ist auch die optimale Umströmung der Elektrode (3) durch das Rohgas. Gemäß einem wesentlichen Merkmal der Erfindung ist daher vorgesehen, das Rohgas von oben und im wesentlichen axial mittig und abwärtsgerichtet durch den Rohgasraum und damit entlang des Elektrodenkorbes zu leiten. Um diese Aufgabe zu erfüllen, ist vorzugsweise die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform der Anlage vorgesehen. Im Anschluß an das Zuleitungsrohr (1) ist eine obere Rohgassammelkammer (20) mit zumindest einem nach unten in den Rohgasraum (2) weisenden Auslaß (20*) angeordnet. In diese Kammer (20) mündet gemäß einem zusätzlichen Merkmal vorzugsweise auch ein Sperrluftkanal (21), d« sich nach unten, gegen den Rohgasraum (2), öffnet In ihm ist der Isolator (35) montiert, der die Ionisierungselektrode (3) trägt. Ein Ventilator (22) erzeugt in diesem Sperrluftkanal eine Strömung aus reiner Luft, die den Isolator (35) umfließt und anschließend in den Rohgasraum (2) strömt Dadurch wird der Isolator gekühlt und von Staubablagerungen weitgehend freigehalten. Überdies v«stärkt diese Reinluftströmung die Bewegung des Rohgasstromes. Den Ausgang (20*) der Rohgassammelkammer (20) bildet vorzugsweise ein Konusring (23), der dazu dient, dem Rohgasstrom die zuvor beschriebene Richtung zu geben, wobei er auch im wesentlichen in Form einer konischen Strömung in den Rohgasraum (2) eintritt Dies führt zu einer vorteilhaften Umströmung und auch Durchströmung des erfindungsgemäßen Elektrodenkorbes. Dieser Vorteil besteht selbstverständlich auch bei anderen Ausführungen der Ionisierungselektroden, wenn diese innerhalb des Rohgasraumes angeordnet sind. Weiters sind alternative Ausführungen des Auslasses (20’) zum erwähnten Konusring (23) möglich. So könnte der selbe Effekt durch eine Mehrzahl von Düsen od« ähnlichen Öffnungen, welche zum Beispiel in gleicher Entfernung zur Mittelachse entlang des unteren Umfanges der Rohgassammelkammer (20) gleich verteilt und zur Mittelachse des Rohgasraumes ausgerichtet sind, erzielt werden. Hierbei werden mindestens zwei, aus der Unterseite der Rohgassammelkammer (20) und an deren Unterseite gleichverteilte Teilströme in dem Rohgasraum (2) erzeugt. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Betreiben einer Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage zur Abscheidung von Staubpartikeln oder Aerosolen aus Gasen, umfassend das Einleiten der Rohgase in eine Rohgassammelkammer und anschließend in einen im Inneren eines rohrförmigen Filterbettes mit senkrechter Achse liegenden Rohgasraum, Ionisieren der -4- AT 394 664 B Staubpartikel und Aerosole mittels mindestens einer länglichen und parallel zur Achse des Rohgasraumes liegenden Elektrode im Rohgasraum, Durchleiten des Rohgases mit den ionisierten Staubpartikel und Aerosolen durch das rohrförmige Filterbett aus Schüttgut, vorzugsweise Sternchen, das mittels einer Bettelektrode polarisiert wird, Ausleiten des gereinigten Gases und Reinigen des Schüttgutes mit anschließender Rückführung des Schüttgutes ins Filterbett, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohgasstrom aus der oberhalb des aktiven Abschnittes des Filterbettes liegenden Rohgassammelkammer durch ein oder mehrere Leitelemente zur Mitte des Rohgasraumes gerichtet direkt in diesen eingeleitet und im wesentlichen mittig und axial abwärts gerichtet entlang der mindestens einen Elektrode durch den Rohgasraum geführt wird und die Ionisierung im wesentlichen über die gesamte Länge des Rohgasraumes erfolgt
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohgasstrom im wesentlichen in Form einer konischen Strömung in den Rohgasraum eintritt
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohgasstrom in Form von mindestens zwei, aus der Unterseite der Rohgassammelkammer austretenden und an deren Unterseite gleichverteilten Teilströme in den Rohgasraum eintritt
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Rohgasstromes durch eine in den Rohgasraum gerichtete Reinluftströmung verstärkt wird, welche gleichzeitig den Ionisierungselektrodenisolator von Staubablagerungen freihält und kühlt
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisierung durch mehrere Elektrodendrähte, die um die Achse des Rohgasraumes gleichverteilt und radial davon beabstandet angeordnet sind, erfolgt
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisierungselektrode periodisch durch vibrationsinduzierte Schwingungen von Ablagerungen gereinigt wird, wobei der die Vibration hervorrufende Bauteil am unteren Ende des ionisierenden Bauteils angebracht ist
  7. 7. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, umfassend eine Rohgassammelkammer, ein rohrförmiges bewegtes Filterbett aus Schüttgut vorzugsweise Sternchen, welches einen im wesentlichen zylindrischen Rohgasraum begrenzt und mittels einer Bettelektrode polarisiert wird, wobei die Längsachse des Filterbettes senkrecht steht zumindest eine längliche Ionisierungselektrode, welche parallel und in unmittelbarer Nähe der Achse des Filterbettes liegt sowie Sammel-, Reinigungs- und Rückführeinrichtungen für das Schüttgut, dadurch gekennzeichnet daß die Rohgassammelkammer (20) oberhalb des zylindrischen Rohgasraumes (2) angeordnet und mit zumindest einem nach unten in diesen Raum (2) gerichteten Auslaß (20') versehen ist, und daß sich die Ionisierungselektrode (3) im wesendichen über die gesamte Länge des Rohgasraumes (2) erstreckt.
  8. 8. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Leitelement in Form eines zur Mitte des Rohgasraumes (2) weisenden Konusringes (23) am unteren Ende der Rohgassammelkammer (20) vorgesehen ist.
  9. 9. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet daß Leitelemente in Form von mindestens zwei, an der Unterseite der Rohgassammelkammer (20) gleichverteilter, zur Mitte des Rohgasraumes (2) weisender, Düsenanordnungen vorgesehen sind.
  10. 10. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein senkrecht nach unten in den Rohgasraum (2) weisender Sperrluftkanal (21) vorgesehen ist der von einer Reinluftströmung durchströmt wird und der knapp oberhalb der besagten Leitelemente, z. B. des Konusringes (23), in die Rohgassammelkammer mündet, wobei der Ionisierungselektroden-Isolator (35) im Sperrluftkanal (21) aufgehängt ist
  11. 11. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisierungselektrode (9) im Rohgasraum (2) als Elektrodenkorb mit mehreren, vorzugsweise sechs, mindestens jedoch zwei, Längsdrähten (31) ausgebildet ist und sich im wesentlichen üb»* die gesamte Länge des Filterbettes erstreckt
  12. 12. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Längsdrähte (31) des Elektrodenkorbes am unteren Ende durch ein sternförmiges Verbindungselement (32) verbunden sind, an dem ein handelsüblicher Druckluft-Kugelvibrator (38) angebracht ist
  13. 13. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftzuführungsleitung im Inneren des Isolators (35) verläuft -5- AT 394 664 B
  14. 14. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisierungselektrode (3) unter Verwendung von Federstahlelementen (33) mit der Aufhängestruktur verbunden ist.
  15. 15. Elektro-Schüttschichtfilter-Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere 5 ringförmige Elemente entlang des Elektrodenkorbes vorgesehen sind, welche scharfkantige Durchführungsöffnun- gen aufweisen, durch die die Längsdrähte (31) geführt sind, und die durch Auf- und Abbewegen entlang der Längsdrähte (31) diese durch Abschaben der Ablagerangen reinigen. 10 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -6-
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