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Die Erfindung betrifft einen Trockenzylinder für Papiermaschinen, welcher durch in seinem Innenraum kondensierenden Dampf beheizbar ist, wobei zur Ableitung des Kondensats aus auf der Umfangswand des Zylinders ausgebildeten Nuten, welche sich zwischen Rippen befinden, Ableitrohre vorgesehen sind, welche entlang dieser Umfangswand verlaufen und von welchen zur Umfangswand Schöpfrohre führen.
Trockenzylinder mit Ableit- bzw. Schöpfrohren sind z. B. aus der DE-AS 1137938 bzw. der US-PS Nr. 3, 492, 741 bekannt. Bei dem aus der erstgenannten Druckschrift bekannten Trockenzylinder sind nur feste Schöpfrohre vorgesehen. Bei dem aus der zweitgenannten Druckschrift bekannten Trockenzylinder sind bewegliche Schöpfrohre zusätzlich zu festen Schöpfrohren angeordnet, deren Enden gegenüber dem Ableitrohr nicht beweglich sind. Was die beweglichen Schöpfrohre betrifft, so sind ihnen nockenförmige verstellbare Anschläge zugeordnet, mit deren Hilfe die Entfernung ihrer Mündung von der Innenfläche der Umfangswand des Zylinders eingestellt werden kann.
Normalerweise sind jedoch die Schöpfrohre am Ableitrohr fest angeordnet, wobei ihre Mündungen in Abständen von der Innenwand angeordnet sein sollen, welche die Grösse der an der Innenwand verbleibenden Kondensatschicht bestimmen.
Nun hat es sich gezeigt, dass bei modernen, aus hochwertigem Material hergestellten und dimensionsmässig optimierten Trockenzylindern dünne Umfangswände bestehen, welche während des Betriebes durch den Innendruck und durch Wärmedehnungen bedeutend defomiert werden.
Eine Deformation in der entgegengesetzten Richtung wird im Betrieb durch auf die Zylinder einwirkende Anpresswalzen hersvorgerufen. Die Deformationen, welche sich in der Grössenordnung von 5 mm bewegen können, beeinflussen bei allen bekannten Trockenzylindern den Abstand der
Schöpfrohre von der Innenwand, wodurch wegen der veränderlichen Grösse der Kondensatschicht die Trockenleistung des Zylinders und seine Wandtemperaturen beeinflusst werden.
Die Erfindung hat die Schaffung eines Trockenzylinders zum Ziel, bei welchem dieser neuartigen Erkenntnis Rechnung getragen wird und gewährleistet ist, dass sich die Mündungen der Schöpfrohre bei allen Betriebszuständen immer in einem gegebenen Abstand von der Innenwand des Zylinders bzw. insbesondere bei Rippenzylindern vom Boden der Rippennuten befin- den.
Dieses Ziel wird bei dem eingangs näher bezeichneten Trockenzylinder erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass mindestens ein Teil der Schöpfrohre in am Ableitrohr befestigten Büchsen beweglich geführt ist, wobei jedes Schöpfrohr durch eine Feder mit seinem Ende gegen den Boden der Nut drückbar ist und mindestens einen Distanzvorsprung aufweist, dessen Höhe dem gewünschten Abstand der Mündung des Schöpfrohres vom Boden der Nut entspricht. Damit können sich somit beim erfindungsgemässen Trockenzylinder die Schöpfrohre entsprechend den Deformationen der Umfangswand des Trockenzylinders gemeinsam mit dieser bewegen und halten damit immer eine konstante Dicke der verbleibenden Kondensatschicht ein.
Es kann jede bisher erforderliche Einstellung oder Nachstellung entfallen, wobei gleichzeitig bessere Betriebsverhältnisse, nämlich eine genauere Einhaltung der Kondensatschicht, möglich sind.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungbeispieles erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Trockenzylinder, bei welchem die Erfindung angewendet wird, in Ansicht mit Teilschnitt und Fig. 2 einen Ausschnitt aus der Fig. 1 in grösserem Massstab.
In der Fig. 1 ist ein Trockenzylinder --1-- dargestellt, welcher Zapfen --2 und 3-- aufweist, mit deren Hilfe er in einem Rahmen --4- gelagert ist. Die Zapfen --2 und 3-- sind in bekannter Weise mit Rohren --5 und 6- versehen, von denen das eine zur Zufuhr von Frischdampf, das andere zur Ableitung einer Mischung von Kondensat mit Dampf dient. Derartige Trockenzylinder sind z. B. aus der US-PS Nr. 3, 942, 741, der US-PS Nr. 2, 576, 036 oder der DE-AS 2537193 bekannt.
Wie noch aus der Fig. 1 hervorgeht, sind im Innenraum des Trockenzylinders-l- entlang der Innenfläche der Umfangswand --7-- des Zylinders verlaufende Ableitrohre --8-vorgesehen, von welchen zur Umfangswand --7-- Schöpfrohre --10-- führen.
Wie aus der Fig. Z hervorgeht, sind in den Ableitrohren --8-- Büchsen --11-- eingeschraubt, in welchen die Schöpfrohre --10-- gleitend geführt sind. An ihren äusseren Enden sind die Büchsen --11-- mit Abschlussdeckeln-12-- versehen, welche ebenfalls zur Führung der Schöpfrohre
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- dienen. Entsprechend der Darstellung in der Fig. 2 ist das Schöpfrohr --10-- mit einem Flansch --13-- versehen, auf welchem eine Schraubenfeder --14-- abgestützt ist, welche das Schöpfrohr --10-- gegen die Zylinderwand --7-- drückt. Zwischen der Büchse --11-- und dem Schöpfrohr --10-- befindet sich eine eingeschlossene Dichtung --15--, welche z.
B. als O-Ring ausgebildet sein kann. An seinem Ende ist das Schöpfrohr --10-- mit einer Mündung M und mit Distanzvorsprüngen --10. -- versehen.
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den Bewegungen der Umfangswand --7-- des Trockenzylinders, wobei sich seine Mündung M immer im gleichen Abstand S von der Innenfläche der Umfangswand befindet. Beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 handelt es sich bei dieser Fläche um den Boden einer Nut N, welche sich zwischen Rippen R eines Zylinders mit Innenrippen befindet. Es versteht sich, dass das dargestellte Schöpfrohr auch bei einem Zylinder mit glatter Innenfläche verwendet werden kann, welche durch eine gestrichelte Linie G angedeutet ist.
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The invention relates to a drying cylinder for paper machines, which can be heated by steam condensing in its interior, with discharge pipes being provided to drain the condensate from grooves formed on the peripheral wall of the cylinder, which are located between ribs, which run along this peripheral wall and from which Lead scoop pipes to the peripheral wall.
Drying cylinders with discharge or scoop pipes are e.g. B. from DE-AS 1137938 or US-PS No. 3, 492, 741 known. In the drying cylinder known from the first-mentioned publication, only fixed scoop pipes are provided. In the drying cylinder known from the second publication, movable scoop pipes are arranged in addition to fixed scoop pipes, the ends of which are not movable relative to the discharge pipe. As for the movable scoop pipes, they are assigned cam-shaped adjustable stops, with the aid of which the distance of their mouth from the inner surface of the peripheral wall of the cylinder can be adjusted.
Normally, however, the scoop pipes are fixedly arranged on the discharge pipe, their mouths being to be arranged at distances from the inner wall which determine the size of the condensate layer remaining on the inner wall.
It has now been shown that there are thin peripheral walls in modern drying cylinders made of high quality material and dimensionally optimized, which are significantly deformed during operation by the internal pressure and thermal expansion.
A deformation in the opposite direction is caused in operation by pressure rollers acting on the cylinders. The deformations, which can be of the order of 5 mm, influence the distance of the in all known drying cylinders
Scoop pipes from the inner wall, which affects the drying performance of the cylinder and its wall temperatures due to the variable size of the condensate layer.
The aim of the invention is to create a drying cylinder in which this novel knowledge is taken into account and it is ensured that the mouths of the scoop pipes are always at a given distance from the inner wall of the cylinder or, in particular in the case of finned cylinders, from the bottom of the finned grooves are located.
This goal is achieved according to the invention in the drying cylinder described in the introduction in that at least some of the scoop pipes are movably guided in bushings fastened to the discharge pipe, each scoop pipe being able to be pressed with its end against the bottom of the groove and having at least one spacing projection, whose height corresponds to the desired distance between the mouth of the scoop tube and the bottom of the groove. In the drying cylinder according to the invention, the scoop pipes can thus move together with the drying cylinder in accordance with the deformations of the peripheral wall and thus always maintain a constant thickness of the remaining condensate layer.
Any adjustment or readjustment that was previously required can be dispensed with, and at the same time better operating conditions, namely more precise maintenance of the condensate layer, are possible.
The invention is explained with reference to an exemplary embodiment shown schematically in the drawings. 1 shows a drying cylinder, in which the invention is applied, in a view with partial section, and FIG. 2 shows a detail from FIG. 1 on a larger scale.
In Fig. 1 a drying cylinder --1-- is shown, which has pins --2 and 3--, with the help of which it is mounted in a frame --4-. The pins --2 and 3-- are provided in a known manner with pipes --5 and 6-, one of which is used to supply live steam, the other to discharge a mixture of condensate and steam. Such drying cylinders are e.g. B. from US-PS No. 3, 942, 741, US-PS No. 2, 576, 036 or DE-AS 2537193 known.
As can also be seen from FIG. 1, in the interior of the drying cylinder-1- there are discharge pipes --8 - running along the inner surface of the peripheral wall --7-- of the cylinder, from which to the peripheral wall --7-- scoop pipes --10 -- to lead.
As can be seen from Fig. Z, --8-- bushings --11-- are screwed into the discharge pipes, in which the scoop pipes --10-- are slidably guided. At their outer ends, the bushings --11-- are provided with end covers-12--, which also guide the scoop pipes
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- serve. 2, the scoop tube --10-- is provided with a flange --13--, on which a coil spring --14-- is supported, which the scoop tube --10-- against the cylinder wall - -7-- presses. Between the bushing --11-- and the scoop tube --10-- there is an enclosed seal --15--, which e.g.
B. can be designed as an O-ring. At its end, the scoop tube is --10-- with a mouth M and with distance projections --10. -- Mistake.
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the movements of the peripheral wall --7-- of the drying cylinder, its mouth M always being at the same distance S from the inner surface of the peripheral wall. In the exemplary embodiment according to FIG. 2, this surface is the bottom of a groove N, which is located between ribs R of a cylinder with inner ribs. It goes without saying that the scoop tube shown can also be used in a cylinder with a smooth inner surface, which is indicated by a dashed line G.