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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verarbeitung von Schlachtabfällen, insbesondere von Därmen.
Bisher hat man Schlachtabfälle (vor allem auch mit Exkrementen gefüllte geschlossene Mägen und Därme) entsorgt und dazu diese Schlachtabfälle samt den darin verbliebenen Eingeweideinhalten (Exkrementen) zu den Entsorgungsstellen (Verarbeitungsbetrieben) transportieren müssen. Dies stellte sowohl eine in diesem Ausmass nicht notwendige Geruchsbelästigung als auch ein enormes Volumsproblem (Aufgasung) dar.
Um die Entsorgung der Schlachtabfälle effizienter gestalten zu können, schlägt die Erfindung eine Einrichtung zur Verarbeitung von Schlachtabfällen, insbesondere von Därmen vor, die gekennzeichnet ist durch eine in einem Gehäuse angeordnete, angetriebene Schnecke zum Fördern der Schlachtabfälle und wenigstens ein vom Gehäuse aus zumindest zeitweise in den Transportgang des Fördergutes ragendes Schneideelement zum Zerschneiden und Aufschlitzen der von der Schnecke geförderten Schlachtabfälle.
Mit einer derartigen Einrichtung ist es möglich, die Schlachtabfälle, insbesondere Därme zu fördern, aufzuschlitzen und auszupressen. Man kann daher in den Schlachtabfällen enthaltene Flüssigkeiten und Exkremente von den festeren Stoffen trennen und eine gesonderte Entsorgung der getrennten Teile vornehmen (Aufblähungen werden vermieden). Beispielsweise ist es denkbar, die in den Därmen enthaltenen Exkremente über Kläranlagen oder direkt als Dünger zu entsorgen. Es ist dann nur mehr nötig, die im Gewicht und Volumen wesentlich geringeren Darmwände zu transportieren und zu entsorgen.
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In der erfindungsgemässen Einrichtung werden die Schlachtabfälle zwangsweise an wenigstens einem Schneideelement vorbeigefördert bzw. durch dieses durchgefördert, das die Schlachtabfälle aufschlitzt und zerschneidet. Durch die Schneckenförderung (günstigerweise unterstützt durch eine anschliessende konische (trichterartige) Verengung) kommt auch eine Presswirkung zustande, die die Schlachtabfälle auspresst.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Figurenbeschreibung näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung in einer Seitenansicht, die Fig. 2 zeigt die Schnecke im Bereich des Schneideelementes, die Fig. 3 zeigt die Schnecke im Bereich eines weiteren Elementes zum Verhindern des Mitdrehens des Fördergutes, die Fig. 4 und 5 zeigen weitere Details.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Einrichtung ist einem rohrförmigen Gehäuse 1 eine Schnecke 2 drehbar gelagert, die über einen in der Drehzahl variablen Elektromotor 3 angetrieben ist. Über die Einstellung der Drehzahl des Antriebsmotors 3 und damit der Schnecke lässt sich die Einrichtung an verschiedene Typen von Schlachtabfällen rasch und einfach anpassen.
Die Schnecke 2 weist einen Schneckenkern 2a und eine Schneckenwendel 2b auf, die einen Schneckengang 2c zum
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Fig. 1 dargestellte Einrichtung im Gehäuse eine trichterförmige Einfüllöffnung 4 auf, in der die Schlachtabfälle gemäss dem Pfeil 5 eingefüllt werden können. Über
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die Einfüllöffnung 4 ist eine einfache Zufuhr der Schlachtabfälle in den Schneckengang 2c der Schnecke 2 möglich (im Einlaufbereich ist günstigerweise eine Schutzvorrichtung vorgesehen, die das Zugreifen in den Gefahrenbereich der Schnecke verhindert). Die Schlachtabfälle werden nun von der Schnecke 2 schräg nach oben gefördert und passieren dabei wenigstens ein Schneideelement (Messer) 6, das in den Schneckengang 2c der Schnecke 2 ragt und die Schlachtabfälle zerschneidet und aufschlitzt.
Das Schneideelement kann alternativ oder zusätzlich auch im Einzugsbereich der Schnecke (Schneideelement 6'in Fig. 1) oder nach dem Schneckenaustritt (Schneideelement 6" in Fig. 5) angeordnet sein.
Durch die bei der Schneckenförderung entstehende Presswirkung wird flüssige und halbflüssige Substanz aus den Schlachtabfällen ausgepresst. Im Gehäuse 1 sind öffnun- gen 7 vorgesehen, die in eine Sammelleitung 8 münden.
Über Rillen oder die öffnungen 7 und die Sammelleitung 8 kann ausgepresste Flüssigkeit abfliessen und aus dem Auslassstutzen 9 entsorgt werden. Die zerschnittenen und aufgeschlitzten Schlachtabfälle, insbesondere Därme, treten oben gemäss dem Pfeil 10 aus der Einrichtung aus.
Das schrag nach oben gerichtete Ansteigen der Schnecke 2 weist zahlreiche Vorteile auf. Einmal liegt das austrittsseitige Ende höher, sodass die ausgegebenen, aufgeschlitzten und ausgepressten Schlachtabfälle leicht in Transportbehalter geladen werden können. Das eintrittsseitige Ende liegt andererseits nieder, was die Auf-
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die Abfuhr der ausgepressten Flüssigkeit leicht unter dem Einfluss der Schwerkraft erfolgen. Die Einrichtung ist ausserdem mobil. Sie ist auf einem Fahrgestell (mit
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Rädern 11) aufgebaut, mit dem sie als Ganzes verfahrbar ist.
Wie die Fig. 2 zeigt, ist das Schneideelement 6 bei diesem Ausführungsbeispiel im Betrieb starr mit dem Gehäuse 1 verbunden und die Schneckenwendel 2b ist im Bereich des Schneideelementes 6 unterbrochen, damit die Schnecke 2 nicht mit dem Schneideelement 6 kollidiert.
Eine alternative nicht dargestellte Ausführungsform bestünde darin, das Schneideelement 6 schwenkbar am Gehäuse zu lagern, sodass es der vorbeilaufenden Schneckenwendel 2b ausweichen kann. über eine Feder kann ein solches Schneideelement dann in den Schneckengang 2c gedrückt werden, wenn gerade keine Schneckenwendel vorbeiläuft. Auch ist es möglich, insbesondere bei grösseren Einrichtungen, mehrere Schneideelemente, die in den Schneckengang ragen, vorzusehen.
Durch die Reibung der Schlachtabfälle an der Innenseite des rohrförmigen Gehäuses 1 werden diese bereits am Mitdrehen mit der Schnecke 2 gehindert und ein Fördern ist möglich. Ein wirkungsvolleres Verhindern des Mitdrehens des Fördergutes (Schlachtabfälle) sowie eine wesentliche Erhöhung der Förderleistung des Gerätes kann durch zumindest ein zusätzliches Element 12 erfolgen, das am Gehäuse 1 gelagert ist und in den Schneckengang 2c eingreift. Ein solches Element ist in Fig. 3 dargestellt. Dort ist dieses Element 12 als Zahnscheibe ausgebildet, deren Zähne in den Schneckengang eingreifen. Das Element 12 der Fig. 3 ist um gehäusefeste Achse 13 drehbar gelagert, womit sich das als Zahnscheibe ausgebildete Element angetrieben durch die Schnecke 2 mitbewegt und fortlaufend Zähne der Zahnscheibe 12 in den Schneckengang 2c eingreifen.
Dadurch, dass sich das Element 12 (Zahnscheibe) in Umfangsrichtung der Schnecke nicht mit dieser mitdreht,
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hält es das Fördergut darin vom Mitdrehen ab, womit ein zuverlässiges Fördern der Schlachtabfälle in der Längsrichtung der Schnecke sichergestellt ist. Die Ränder der Zahnscheibe 12, die nicht mit der Schneckenwendel in Reibung treten, können messerartig ausgebildet bzw. geschliffen sein. Damit kann die Zahnscheibe 12 nicht nur ein Mitdrehen des Fördergutes verhindern, sondern auch eine Schneidfunktion ausüben.
Um das Auspressen der aufgeschnittenen Schlachtabfälle zu verbessern, kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die zwischen Aussendurchmesser und Kerndurchmesser der Schnecke 2 gemessene Schneckentiefe t1 bzw. t2 zum austrittsseitigen Ende der Schnecke 2 hin (Pfeilrichtung 14 in Fig. 4) abnimmt. Auch die Steigung und Ganghöhe der Schnecke kann sich in diesem Bereich verändern.
Dies kann durch Verminderung des Aussendurchmessers oder durch Vergrösserung des Kerndurchmessers der Schnecke erreicht werden. Durch diese Massnahme, insbesondere die Verringerung der Schneckentiefe von t2 auf t1 kann das Auspressen von Flüssigkeit aus den Schlachtabfällen verbessert werden.
Zum selben Zweck kann an das Gehäuse 1 ein sich trichterförmig verjüngender Austrittsabschnitt l'ange- schlossen sein, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist. In die- sem Austrittsabschnitt l'können weitere Schneideele- mente 6" angeordnet sein.
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The invention relates to a device for processing slaughter waste, in particular intestines.
So far, slaughterhouse waste (especially closed stomachs and intestines filled with excrement) has been disposed of and for this purpose this slaughterhouse waste, including the contents of the viscera (excrement) remaining in it, had to be transported to the disposal points (processing plants). This represented both an odor nuisance that was not necessary to this extent and an enormous volume problem (gassing).
In order to make the disposal of the slaughterhouse waste more efficient, the invention proposes a device for processing slaughterhouse waste, in particular intestines, which is characterized by a driven screw arranged in a housing for conveying the slaughterhouse waste and at least one from the housing at least temporarily cutting element protruding the transport path of the conveyed material for cutting and slitting the slaughtering waste conveyed by the screw.
With such a device, it is possible to convey, slit and squeeze the slaughterhouse waste, in particular intestines. Liquids and excrement contained in slaughterhouse waste can therefore be separated from the more solid substances and the separated parts can be disposed of separately (bloating is avoided). For example, it is conceivable to dispose of the excrement contained in the intestines via sewage treatment plants or directly as fertilizer. It is then only necessary to transport and dispose of the intestinal walls, which are much smaller in weight and volume.
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In the device according to the invention, the slaughter waste is forcibly conveyed past or passed through at least one cutting element, which slices and cuts the slaughter waste. The screw conveyor (favorably supported by a subsequent conical (funnel-like) constriction) also creates a pressing effect that squeezes out the slaughterhouse waste.
Further advantages and details of the invention are explained in more detail with reference to the description of the figures below.
1 shows an embodiment of the device according to the invention in a side view, FIG. 2 shows the screw in the area of the cutting element, FIG. 3 shows the screw in the area of a further element for preventing the conveyed material from rotating, FIGS. 4 and 5 show further details.
In the device shown in FIG. 1, a screw 2 is rotatably mounted in a tubular housing 1 and is driven by an electric motor 3 which is variable in speed. By adjusting the speed of the drive motor 3 and thus the auger, the device can be quickly and easily adapted to different types of slaughtering waste.
The worm 2 has a worm core 2a and a worm helix 2b which form a worm gear 2c
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Fig. 1 shown device in the housing a funnel-shaped filling opening 4, in which the slaughterhouse waste can be filled according to the arrow 5. over
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the filling opening 4 enables the slaughter waste to be fed easily into the screw flight 2c of the screw 2 (a protective device is advantageously provided in the inlet area, which prevents access to the dangerous area of the screw). The slaughter waste is now conveyed diagonally upwards by the screw 2 and thereby pass at least one cutting element (knife) 6 which protrudes into the screw flight 2c of the screw 2 and cuts and slices the slaughter waste.
As an alternative or in addition, the cutting element can also be arranged in the feed region of the screw (cutting element 6 ′ in FIG. 1) or after the screw exit (cutting element 6 ″ in FIG. 5).
Due to the pressing effect created during screw conveying, liquid and semi-liquid substances are pressed out of the slaughterhouse waste. Openings 7 are provided in the housing 1 and open into a manifold 8.
Squeezed liquid can flow out via grooves or the openings 7 and the collecting line 8 and be disposed of from the outlet connection 9. The cut and slashed slaughterhouse waste, in particular intestines, emerges from the device according to arrow 10 above.
The inclined upward rise of the screw 2 has numerous advantages. On the one hand, the end on the exit side is higher, so that the discharged, slit and pressed slaughtering waste can easily be loaded into transport containers. On the other hand, the entry-side end lies down, which
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the discharge of the squeezed liquid is easily done under the influence of gravity. The facility is also mobile. It is on a chassis (with
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Wheels 11) with which it can be moved as a whole.
As shown in FIG. 2, the cutting element 6 in this embodiment is rigidly connected to the housing 1 during operation and the screw helix 2b is interrupted in the area of the cutting element 6 so that the screw 2 does not collide with the cutting element 6.
An alternative embodiment, not shown, would be to pivotally mount the cutting element 6 on the housing so that it can avoid the screw spiral 2b passing by. Such a cutting element can then be pressed into the worm thread 2c by means of a spring when no worm helix is currently passing by. It is also possible, particularly in the case of larger facilities, to provide a plurality of cutting elements which protrude into the worm gear.
Due to the friction of the slaughterhouse waste on the inside of the tubular housing 1, it is prevented from rotating with the screw 2 and conveying is possible. A more effective prevention of the rotating of the material to be conveyed (slaughterhouse waste) and a substantial increase in the conveying capacity of the device can be achieved by at least one additional element 12 which is mounted on the housing 1 and engages in the worm gear 2c. Such an element is shown in FIG. 3. There, this element 12 is designed as a toothed disc, the teeth of which engage in the worm gear. The element 12 of FIG. 3 is rotatably mounted about the axis 13 fixed to the housing, so that the element designed as a toothed disk is driven by the worm 2 and continuously engages teeth of the toothed disk 12 in the worm gear 2c.
Because the element 12 (toothed disk) does not rotate with the worm in the circumferential direction,
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it keeps the material being conveyed from rotating, thereby ensuring reliable conveyance of the slaughterhouse waste in the longitudinal direction of the screw. The edges of the toothed disc 12, which do not come into friction with the screw helix, can be knife-shaped or ground. In this way, the toothed disk 12 can not only prevent the conveyed material from rotating, but also perform a cutting function.
In order to improve the pressing out of the sliced waste from slaughter, it can preferably be provided that the screw depth t1 or t2 measured between the outside diameter and the core diameter of the screw 2 decreases towards the outlet-side end of the screw 2 (arrow direction 14 in FIG. 4). The pitch and pitch of the worm can also change in this area.
This can be achieved by reducing the outside diameter or by increasing the core diameter of the screw. This measure, in particular the reduction of the screw depth from t2 to t1, improves the squeezing out of liquid from the slaughterhouse waste.
For the same purpose, a funnel-shaped outlet section 1 ′ can be connected to the housing 1, as shown in FIG. 5. Further cutting elements 6 ″ can be arranged in this outlet section 1 ′.