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Selbstbohrendes Befestigungselement
Die Erfindung betrifft ein selbstbohrendes Befestigungselement für den Einsatz in Mauerwerk,
Beton od. dgl., das an seinem einen vorderen Ende kegelförmig erweitert und zur Bildung einer
Bohrschneide mit einander gegenüberliegenden Abflachungen versehen ist, wobei vom andern hinteren
Ende des Befestigungselementes her auf die kegelförmige Erweiterung eine einen dieser Erweiterung entsprechenden Innenkegel aufweisende Spreizhülse aufschiebbar ist, nach Patent Nr. 279129.
Mit Befestigungselementen dieser Art ist es möglich, das sie aufnehmende Bohrloch im Mauerwerk mit dem Element selbst zu bohren. Nachdem das Bohrloch auf diese Weise gebohrt worden ist, verbleibt das Befestigungselement in dem Bohrloch und zur Fertigstellung seiner Verankerung im Mauerwerk wird vom hinteren Ende des Elementes her die Spreizhülse auf die kegelförmige Erweiterung aufgepresst.
Das Befestigungselement ist zu seinem vorderen Ende hin kegelförmig erweitert ; in umgekehrter Richtung gesehen verjüngt es sich vom vorderen Ende her.
Durch diese Verjüngung wäre an sich ein Abfluss des Bohrmaterials möglich. Es hat sich nun aber gezeigt, dass eine Verankerung mit hohen Auszugskräften dann erreicht werden kann, wenn die kegelförmige Erweiterung oder, in umgekehrter Richtung gesehen, Verjüngung einen verhältnismässig kleinen Wert aufweist. Es entsteht nämlich dabei ein hohes Mass an Selbsthemmung und die Hülse kann in ihrer Wandstärke verhältnismässig dünn gehalten werden, was ihr Aufspreizvermögen erleichtert.
Durch das verhältnismässig geringe Mass der Erweiterung kommt es nun aber vor, dass das Bohrmaterial nicht mehr ohne weiteres abgeführt werden kann. Insbesondere wenn beim Bohren harte, grössere Gesteinspartikel gebrochen werden, besteht die Gefahr, dass diese nicht abgeführt werden und sich zwischen Befestigungselement und Bohrlochwandung festsetzen. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass ein Aufpressen der Spreizhülse unmöglich wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Befestigungselement so zu verbessern, dass die geschilderten Nachteile nicht mehr auftreten.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Befestigungselement mit von den Abflachungen ausgehenden, sich schraubenlinienförmig um das Element zu seinem hinteren Ende hin windenden Nuten versehen ist.
Diese Nuten gewährleisten nun in jedem Fall das Abführen des Bohrmaterials auch dann, wenn grössere Gesteinspartikel anfallen. Zwar erfährt das Befestigungselement durch die Nuten eine Schwächung des Querschnittes und damit eine Schwächung der Festigkeit. Es hat sich jedoch überraschenderweise gezeigt, dass die Festigkeit des Elementes selbst mit Nuten so hoch oder höher liegt, als die Auszugsfestigkeit des verankerten Elementes.
Das in der Zeichnung als Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellte Befestigungselement - ist an seinem einen vorderen Ende --2-- kegelförmig erweitert. Zur Bildung der
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Bohrschneide --3-- sind an diesem Ende zwei einander gegenüberliegende Abflachungen-4angeordnet, die sich zum Ende--2--hin einander nähern. Der Schaft--5--des Befestigungselementes--1--ist mit einem Gewinde-6-versehen. Am andern, hinteren Ende - ist ein Ansatz --8-- vorgesehen, der zur Aufnahme des Elementes in einem nicht dargestellten Bohrmaschinenfutter geeignet ist. Der Ansatz ist durch die Querschnittsverringerung --9-- nach dem Erstellen des Bohrloches abbrechbar.
Von den Abflachungen --4-- gehen sich schraubenlinienförmig zum hinteren Ende--7--hin windende Nuten --10-- aus, die zur Abfuhr des beim Bohren anfallenden Bohrmaterials dienen. Nach dem Erstellen des Bohrloches ist vom hinteren Ende-7-her eine (nicht dargestellte) Spreizhülse über den schaft --5-- auf das kegelförmig erweiterte vordere Ende -2-- aufpressbar.