AT280070B - Sicherheitseinrichtung für Fahrzeugpassagiere - Google Patents

Sicherheitseinrichtung für Fahrzeugpassagiere

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AT280070B
AT280070B AT1027066A AT1027066A AT280070B AT 280070 B AT280070 B AT 280070B AT 1027066 A AT1027066 A AT 1027066A AT 1027066 A AT1027066 A AT 1027066A AT 280070 B AT280070 B AT 280070B
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gas
pressure container
baffle plate
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protective bellows
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AT1027066A
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Yasusaburo Kobori
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Yasusaburo Kobori
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Description


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  Sicherheitseinrichtung für Fahrzeugpassagiere 
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   Es sind bereits Einrichtungen dieser Art bekanntgeworden, bei welchen das aus dem Hochdruckbehälter kommende Gas in eine an den Stutzen eines aufblasbaren Balges angeschlossene Kammer strömt, in welcher das Gas von einer der Eintrittsöffnung gegenüberliegenden Wand der Kammer gegen einen perforierten Kammerboden abgelenkt wird und durch diesen in den zum Balg führenden Stutzen strömt. Diese Einrichtung ist mit hohem Geschwindigkeitsverlust des Gases verbunden, demzufolge sie kein fur den Schutzbedarf ausreichend rasches Aufblasen des Schutzbalges zustande bringen kann. 



   Es ist Zweck der Erfindung, eine Sicherheitseinrichtung für Passagiere vorzusehen, welche aufblasbare Schutzbälge aufweist, die augenblicklich mit Hochdruckgas aufgeblasen werden können und so ihre schützende Stellung zwischen den Passagieren oder Gegenständen und festen Teilen des Fahrzeuges einnehmen. 



   Um dies zu erreichen, wird eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, bei welcher erfmdungsgemäss im Abstand von der Austrittsöffnung des Hochdruckbehälters im Inneren des Schutzbalges eine gasundurchlässige Prallplatte vorgesehen ist, so dass der aus dem Hochdruckbehälter kommende Gasstrom vorerst an der Ebene der Prallplatte unter einem im wesentlichen rechten Winkel anstosst und dann in den Schutzbalg eintritt. 



   Weitere Merkmale und Vorteile der Erfmdung werden in der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen erläutert, in welchen Fig. 1 eine Darstellung ist, die in vereinfachter Weise die wesentliche Anordnung einer erfindungsgemässen Vorrichtung zeigt ; Fig. 2 ist ein Längsschnitt, welcher ein Ausführungsbeispiel der Gaserzeugungseinheit der erfmdungsgemässen Einrichtung zeigt, 
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3Erfindung verwendet wird, Fig. 6 ist ein Querschnitt entlang der Linie A-A in   Fig. 5, Fig. 7   ist ein teilweiser Längsschnitt, welcher schematisch einen Automobil-Fahrzeugkörper zeigt, der mit der erfindungsgemässen Einrichtung versehen ist, und Fig. 8 und 9 sind teilweise Schnitte ähnlich Fig. 7 und zeigen einige der Schutzbälge in aufgeblasenem Zustand, nach einem   Zusammenstoss.   



   Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen soll die Erfindung nunmehr im einzelnen beschrieben werden. In   Fig. 1 bezeichnet-1-eine stossempfindliche   elektrische Auslöseeinrichtung,--2-einen Gaserzeuger, der unter hohem Druck stehendes Gas durch Verdampfen eines nicht entflammbaren, gaserzeugenden Materials produziert,   und-3-ist   ein aufblasbarer Schutzbalg, der mit dem   Hochdruckgaserzeuger-2-verbunden   ist. Der   Schutzbalg --3-- ist   normalerweise leer und zusammengefaltet, wie mit vollen Linien gezeigt ist, und wird im Falle eines Zusammenstosses 
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 sind Leitungsdrähte, welche die zuvor bezeichneten Teile miteinander verbinden. 



   In Fig. 2 ist schematisch und rein beispielshalber die Ausbildung des Hochdruckgaserzeugers   - -2-- dargestellt.   Das   Bezugszeichen --7-- weist   auf ein nicht entflammbares Material hin, wie etwa Dichlor-Difluor-Methan ("Freon 12"), flüssiges Propan, festen Äthylalkohol od. dgl., welches in einem dicht verschlossenen   Behälter --8-- enthalten   ist. Am   Boden --9-- dieses Behälters   ist eine   Sprengkapsel --10-- angeordnet. Diese   Sprengkapsel enthält in ihrer   Zündpatrone --11-- einen     Initial-Sprengsatz-12--, z. B. Schwarzpulver od. dgl.,   und ein Paar von Elektroden-13-, zwischen welchen ein   Widerstandsdraht --13'-- vorgesehen   ist.

   Die   Elektroden --13-- sind   mit den Leitungsdrähten --5 und 6-- verbunden. Schwarzpulver ist ein Explosivstoff, welcher aus pulverisiertem Kaliumnitrat KN03, Schwefel S und Holzkohle C besteht. Die Menge des verwendeten Schwarzpulvers beträgt etwa 18 g. Der dicht verschlossene   Behälter --8-- ist   in einen   Hochdruckbehälter --14-- eingesetzt   und eine stossaufnehmende Prallplatte --15-- ist oberhalb der Offnung des   Behälters --14-- angeordnet   zum Zwecke, gegen die Wirkung des Gases während dessen plötzlichem Freiwerden aus dem   Behälter --8-- abzuschirmen.   In diesem Falle ist die 
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 Enden mit der   Prallplatte --15-- fest   verbunden sind.

   Weiters ist der aufblasbare Schutzbalg-3mittels   Schrauben --16-- od. dgl.   am Teil --14b-- des Hochdruckbehälters --14-- in luftdichter Weise befestigt. 



   Nach Explosion des Initial-Sprengsatzes-12-infolge eines Stromflusses durch den   Widerstandsdraht --13'-- wird   das im dicht verschlossenen   Behälter --8-- enthaltene   gaserzeugende Material sehr rasch verdampft, um Hochdruckgas zu produzieren, wobei durch die Kraft 

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 dieses Gases ein   Diaphragma --8'-- durchbrochen   wird. Das Hochdruckgas geht durch das zerstörte Diaphragma --8'-- hindruch, schlägt gegen die   Prallplatte --15-- und   dehnt sich sofort in den   Schutzbalg --3-- aus,   wie durch den Pfeil-a-verdeutlicht, und bläst diesen Schutzbalg auf. Die Reaktion des Gases auf den Hochdruckbehälter --14-- infolge des plötzlichen Austretens des Gases wird durch das Auftreffen des Gases auf die Prallplatte --15-- abgefangen.

   Das Gas tritt demnach in den   Schutzbalg --3-- über,   um diesen aufzublasen. Das   Bezugszeichen --17-- bezeichnet   einen mit Gewinde versehenen Verschlussstopfen zum Verschliessen der Öffnung, durch welche das nicht entflammbare, gasproduzierende   Material --7-- in   den dichten Behälter --8-- eingebracht werden kann   ;-18-ist   eine Abdeckung. 



   Gemäss der Erfindung ist ein   Ablass-oder Hilfsventil-33-an   einer geeigneten Stelle des Schutzbalges --3-- vorgesehen, z.b. in der Mitte des Oberteiles des   Balges-3-,   wie in   Fig. l   gezeigt ist. Dieses   Hilfsventil --33-- ist   so ausgebildet, dass sein   Abschlussteil --34-- durch   den Druck des Gases aufgestossen wird, wenn der Druck des Gases im Inneren des Balges --3-- während des Aufblasens dieses   Balges --3-- einen   vorgegebenen Wert überschreitet, so dass der Innendruck des   Balges --3-- verringert   wird. 



   Im Falle eines Zusammenstosses eines fahrenden Automobils ist die Verzögerung des menschlichen Körpers oder von im Wagen vorhandenen Gegenständen, die hiedurch gegen den   Balg --3-- drücken,   üblicherweise in der Grössenordnung eines Mehrfachen von g oder, in besonderen Fällen, sogar etwas über 10 g (g-die Erdbeschleunigung), so dass wenn der menschliche Körper gegen den Schutzbalg - geschleudert wird, der Druck im Inneren dieses Balges plötzlich ansteigt und hiedurch die dämpfende Wirkung desselben herabzusetzen bestrebt ist. Durch die Anordnung des Ablassventils --33-- am Balg --3-- sinkt aber der Innendruck des   Balges --3-- rapide   auf den normalen atmosphärischen Druck ab. 



   Mit einer solchen Anordnung kann ein stossauffangendes Kissen vorgesehen werden, welches in der Praxis voll wirksam ist. Darüber hinaus kann der Balg mit Leichtigkeit zusammengefaltet werden, wobei der Vorteil des Ablassventils hinzukommt. Es ist klar, dass das Ablassventil in der Art eines Sicherheitsventils ausgebildet werden kann, welches bei einem einen vorbestimmten Wert überschreitenden Druck wirksam wird. 



   Beim Hantieren mit dem Initial-Sprengsatz ist die grösste Vorsicht beim Zusammensetzen des   Hochdruckgaserzeugers--2--geboten. Fig. 3   zeigt schematisch eine abgeänderte Ausführung eines Hochdruckgaserzeugers-2--, wobei der   Initial-Sprengsatz-12--,   wie Schwarzpulver, in der Zündpatrone --11-- enthalten ist und wobei eine dünne   Abschlussplatte --100-- am   Boden der 
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   --11-- angeordnetDieser erste Verschluss-oder Gewindestöpsel-102-ist seinerseits in eine Öffnung grösseren Durchmessers im Hochdruckbehälter --14-- hineingeschraubt. Weiters hat dieser erste Stöpsel --102-- in seiner Mitte eine   Durchbrechung --105-- und   ein zentraler Fortsatz eines zweiten Verschlussstöpsels --108-- ist in den mit Gewinde versehenen   Endteil --107-- der   mittigen 
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    --105-- eingeschraubt. Leitungsdrähte --5Fortsatz --109-- des   zweiten Stöpsels --108-- hindurch und sind durch ein Isolierstück --113-- aus Kunststoff od.dgl. isoliert; die inneren Enden dieser   Drähte--5   und 6-sind an eine   Sprengkapsel --106-- über   einen spulenartig aufgewickelten   Abschnitt --114-- hinreichender   Länge angeschlossen.

   Die Bezugszeichen-110 und   110'--beziehen   sich auf Dichtungsringe aus entsprechendem Material. Mit --8a-- ist ein Ring zum luftdichten Niederhalten des Diaphragmas - auf dem offenen Ende des Behälters --14-- bezeichnet, Innerhalb der Sprengkapsel --106-- sind ein   Heizwiderstand --111-- und   ein Zündsatz --112-- vorgesehen, wobei beide Enden des   Widerstandes --111-- an   die Leitungsdrähte --5 und 6-- angeschlossen sind. An Stelle des Widerstandes kann auch eine Funkenstrecke mit zwei einander gegenüberliegenden Elektroden vorgesehen sein. 



   Die eben erwähnten Teile werden im Hochdruckgaserzeuger in der folgenden Weise angeordnet : Zuerst wird die   Sprengkapsel --106-- in   die zentrale   Durchbrechung --105-- des   ersten Gewindestöpsels --102-- eingeschoben und sodann wird der zweite   Stöpsel --108-- in   den ersten Stöpsel --102-- eingeschraubt. In diesem Falle ist es erwünscht, dass der aufgewickelte Teil   - -114-- der Leitungsdrähte genügend   lang gemacht ist, um das Anbringen des zweiten   Stöpsels   --108-- nicht zu behindern. Daraufhin wird die Basis--101--der Patrone--11--auf den ersten Stöpsel --102-- aufgeschraubt und nun wird dieser erste Stöpsel in das eine Ende des Hochdruckbehälters --14-- eingeschraubt.

   Während dieses Montagevorganges ist die Sprengkapsel 

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   - 106-in keiner Weise   einer Reibung ausgesetzt und demnach ist die Gefahr einer Explosion der Sprengkapsel--106--vermieden. 



   Infolge der oben beschriebenen Anordnung kann die   Zündpatrone-H-,   versehen mit der Initial-Ladung und der Sprengkapsel --106--, für sich gelagert werden bis zu jenem Zeitpunkt, in welchem sie mit dem Hochdruckbehälter --14-- vereinigt werden soll. Damit ist jede Gefahr einer zufälligen Explosion ausserhalb des Hochdruckbehälters vermieden. 



   Mit dem Fliessen eines elektrischen Stromes durch die Leitungsdrähte--5 und 6-wird der   Widerstand --11-- erhitzt   und die erzeugte Wärme zündet den   Zündsatz-112--,   der in der 
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 erzeugen. 



   In Fig. 4 ist eine andere Ausführungsform des   Hochdruckgaserzeugers-2-vereinfacht   dargestellt, wobei ein Hilfsbehälter-14'-, der ein Hochdruckgas erzeugendes Material enthält, im   Hochdruckbehälter --14-- angeordnet   ist. Die Verwendung eines solchen   Hilfsbehälters-14'--   erleichtert die Handhabung des Hochdruckbehälters ; insbesondere ist es, statt den Hochdruckbehälter - mit einem Hochdruckgas erzeugenden Material unmittelbar von einem Gasbehälter her zu füllen, nur erforderlich, den   Hilfsbehalter--14'--,   welcher schon vorher mit Hochdruckgas erzeugendem Material gefüllt worden ist, im Bedarfsfalle in den Hochdruckbehälter --14-einzusetzen.

   Weiters ist die zylindrische   Basis--101--in   die Innenwand eines   Kragens --14a-- des   Hochdruckbehälters --14-- eingeschraubt, um hiedurch die   Zündpatrone --11-- zu   halten. Der zweite   Stopsel-108-,   welcher den ersten   Stöpsel --102-- hält,   ist auf die Aussenseite des Kragens --14a-- aufgeschraubt, so dass die Sprengkapsel --106-- am Hochdruckbehälter --14-mit der   Zündpatrone --11-- für   sich befestigt ist.

   In dieser Figur sind Teile, die solchen in Fig. 3 entsprechen, mit denselben Bezugszeichen versehen ; eine besondere Beschreibung dieser Teile wird zur Vermeidung von Wiederholungen nicht gegeben. 
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 leitende   Masse --19-- von   einer elastischen, ebenfalls leitenden   Stange --20-- getragen,   welche andemends an einer leitfähigen Grundplatte --21-- starr befestigt ist; ein leitfähiger Ring-22ist an der Innenseite des   Gehäuses--23--,   die   Masse --19-- umgebend,   angeordnet.

   Zwischen dem 
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 Anordnung wird im Falle eines Zusammenstosses die   Masse --19-- aus   ihrer normalen, mittig gehaltenen Lage durch die plötzliche Krafteinwirkung infolge des Zusammenstosses herausgebracht und kommt in unmittelbare Berührung mit dem leitenden Ring-22-, wodurch sie den elektrischen Stromkreis mit den Anschlüssen --25 und   26--schliesst.   Zum Verhüten einer unerwünschten Funktion der Auslöseeinrichtung --1-- infolge verhältnismässig geringer Stösse oder synchroner Schwingungen des nachgiebig gehaltenen Massensystems ist eine seichte Ausnehmung an der Oberseite eines   Fortsatzes-27-der Masse-19-zur   Aufnahme einer   Kugel --28-- vorgesehen   und diese   Kugel --28-- ist mittels   einer Feder in die Ausnehmung gedrückt,

   um so die Bewegungen der   Masse-19-zu   verhindern. Die Kugel ist drehbar in einem   Gehäuse --29-- gehalten,   das an der Innenseite im Oberteil des Gehäuses --23-- befestigt ist. Die Kugel ist mittels einer Schraubenfeder --30-- nach unten gedrückt, u. zw. mit einer entsprechenden Kraft, um zu sichern, dass die Masse - unter normalen Umständen, wie etwa durch geringe Stösse oder infolge einer synchronen Schwingung des Systems, welches die Masse --19-- einschliesst, wie solche Schwingungen während der Fahrt des Fahrzeuges entstehen können, nicht aus der Ruhelage und in Berührung mit dem leitenden   Ring --22-- gebracht   werden kann.

   Weiters sind die Grösse der   Masse --19-- und   die 
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 nur auf Stösse anspricht, die einen bestimmten Wert überschreiten und welche eine Beschleunigung (Verzögerung) von beispielsweise 10 g auf die Masse einwirken lassen, während diese Einrichtung gegenüber geringeren Stössen, wie etwa plötzlichem Bremsen bei geringeren Geschwindigkeiten, unempfindlich ist. 

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   Das soeben erläuterte Ausführungsbeispiel verwendet einen ungeteilten leitenden Ring. Es ist aber möglich, die Auslöseeinrichtung für sich getrennt auf Stösse ansprechen zu lassen, die von vorne und von hinten oder von rechts und von links kommen, u. zw. durch die Anordnung eines leitenden Ringes, der aus zwei, vier oder mehreren leitenden Segmenten besteht, deren jedes mit einem Anschluss versehen ist. 



   Fig. 7 zeigt ein Automobil, in welchem die erfindungsgemässe Einrichtung angeordnet ist, wobei   Schutzbälge --3, 3', 3".... -- in   entleertem Zustand am Armaturenbrett, an der Lehne des Vordersitzes, am Lenkrad usw. befestigt sind, während ein   Gaserzeuger --2-- und   eine stossempfmdliche   Auslöseeinrichtung --1-- (nicht   gezeigt) an passenden Stellen vorgesehen sind. Die Schutzbälge sind üblicherweise aus einem weichen, aber luftdichten Material, wie Vinylchlorid, Gummi od. dgl., hergestellt und sind normalerweise entleert und zusammengefaltet, wie in der Figur gezeigt ist. 



   In Fig. 8 sind die Schutzbälge-3, 3', 3"-- in aufgeblasenem Zustand gezeigt. Passagiere oder Gegenstände im Automobil sind gegen Stösse durch die dämpfende Wirkung der aufgeblasenen Bälge im Falle eines Frontalzusammenstosses geschützt. 



   Fig. 9 zeigt ähnliche   Schutzbälge --3a   und   3b--,   welche Passagiere oder Gegenstände im Automobil vor Stössen schützen, die von hinten kommen, wie etwa im Falle eines Zusammenstosses von rückwärts (Auffahren eines andern Fahrzeuges). Beim Eintreten eines solchen   Auffahr-Zusammenstosses   werden die   Bälge --3a   und   3b-aufgeblasen,   um ihre Schutzstellung einzunehmen und um so Verletzungen durch Anstossen zu vermeiden. Die   Schutzbälge --3, 3', 3", 3a   und   3b-können   auch an irgendwelchen andern Stellen, wie an den Seitenfenstern, am Dach usw., angebracht werden. 



   Im folgenden wird eine Erläuterung der Arbeitsweise der erfindungsgemässen Sicherheitseinrichtung gegeben. Wenn ein fahrendes Fahrzeug, das mit dieser Einrichtung versehen ist, mit einem andern zusammenstösst, so überwindet die Wucht der   Masse --19-- die   von der federbelasteten Kugel ausgeübte Haltekraft, mit dem Ergebnis, dass die   Masse-19-aus   ihrer Lage gedrängt wird und gegen den leitenden   Ring --22-- stösst,   wodurch sie den zuvor beschriebenen Stromkreis schliesst. 



  Mit dem Fliessen eines elektrischen Stromes durch die   Elektroden --13-- wird   der Initial-Sprengsatz - erhitzt, um die Explosion der   Sprengkapsel --106-- zu   bewirken. Dies führt also zur Explosion des   Initial-Sprengsatzes-12-und   durch die hiebei entstandene Hitze wird das nicht entflammbare gaserzeugende   Material --7-- plötzlich   verdampft, womit eine grosse Menge von Hochdruckgas entsteht. Das erzeugte Hochdruckgas wird in die Schutzbälge-3, 3', 3"....-- gebracht, um diese aufzublasen, bevor noch die Passagiere oder Gegenstände gegen harte Teile des Fahrzeuges geschleudert werden, so dass Verletzungen der Passagiere oder Beschädigungen der Gegenstände wirksam vermieden werden können.

   Weiters ist die Reaktion infolge des plötzlichen Freiwerdens des Hochdruckgases aus dem   Hochdruckbehälter --14-- beseitigt   durch die   Prallplatte-15- ;   der Gasstrom kann dadurch nicht unmittelbar auf den Balg auftreffen, so dass dieser durch den Hochdruckgasstrom nicht beschädigt werden kann. 



   Gemäss den Ergebnissen von durchgeführten Zusammenstoss-Versuchen, bei welchen   Dichloridfluormethan   und Schwarzpulver als Hochdruckgaserzeugungsmaterial bzw. als InitialSprengsatz verwendet wurden, waren die Bälge in 0, 008 bis 0, 017 sec nach dem Zeitpunkt des Zusammenstosses voll gefüllt. Diese Zeit ist um einiges kürzer als die eingangs erwähnte Zeitspanne von 0, 0435 sec. Damit ergibt sich, dass die Schutzbälge sicher gefüllt sind, um Schutzkissen zu bilden, bevor Passagiere oder Gegenstände durch die Wucht des Zusammenstosses gegen die Windschutzscheibe, die Sitze usw. geschleudert werden. 



   Wenn auch diese Erfindung in Verbindung mit einem Automobil beschrieben worden ist, so können die Wesensmerkmale der Erfindung als Sicherheitseinrichtung auch an verschiedenen andern Fahrzeugen, wie Flugzeugen, Schiffen usw., vorgesehen werden. 



   Es ist klar, dass verschiedene Abänderungen und Modifikationen vorgenommen werden können, ohne vom Wesen des Gegenstandes der Erfindung abgehen zu müssen. 



   Die Erfindung ist jedoch nur durch den Schutzumfang der Patentansprüche beschränkt. 

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Claims (1)

  1. PATENT AN S PROCHE : 1. Sicherheitseinrichtung für Fahrzeugpassagiere, bestehend aus einer stossempfindlichen Auslöseeinrichtung, die auf einen plötzlichen Stoss, der dem Fahrzeug mitgeteilt wird, anspricht, einem Hochdruckbehälter, der ein nicht entflammbares, gaserzeugendes Material, z. B.
    Dichlor-Difluor- Methan, flüssiges Propan, festen Äthylalkohol und einen Erhitzungsbehälter mit Sprengstoff und <Desc/Clms Page number 6> Zündeinrichtung enthält, einem Schutzbalg, der an eine öffnung des Hochdruckbehälters angeschlossen ist, und einem elektrischen Stromkreis, welcher die stossempfindliche Auslöseeinrichtung, die Zündeinrichtung und eine Stromquelle verbindet, wobei die stossempfindliche Auslöseeinrichtung infolge eines Zusammenstosses des Fahrzeuges oder eines plötzlichen, eine vorbestimmte Grösse EMI6.1 einer grossen Menge von Hochdruckgas zündet, welches dem Schutzbalg zugeführt wird, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass in Abstand von der Austrittsöffnung des Hochdruckbehälters (24) im Inneren des Schutzbalges (3) eine gasundurchlässige Prallplatte (15) vorgesehen ist,
    so dass der aus dem Hochdruckbehälter kommende Gasstrom vorerst an der Ebene der Prallplatte (15) unter einem im wesentlichen rechten Winkel anstosst und dann in den Schutzbalg (3) eintritt.
    2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, d gekennzeichnet, dass die Prallplatte (15) im wesentlichen parallel zur Ebene der öffnung des Hochdruckbehälters (14) verläuft und an diesem über ein Verbindungsrohr (15a) befestigt ist, wobei im Rohrmantel Öffnungen für den Durchtritt des von der Prallplatte abgelenkten Gasstromes vorgesehen sind.
AT1027066A 1965-11-06 1966-11-07 Sicherheitseinrichtung für Fahrzeugpassagiere AT280070B (de)

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