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Die Erfindung betrifft eine Kommissionieranlage mit zumindest einem Schnelldrehautomat, der zumindest ein Artikelregal mit nebeneinander angeordneten, im wesentlichen senkrechten, vorzugsweise leicht geneigten, von vorne zugänglichen Artikelschächten aufweist, in denen zu kommissionierende Artikel gelagert werden können, wobei ein dem Artikelregal zugeordnetes verfahrbares Regalbediengerät bei jedem Artikelschacht positionierbar ist und Artikel in den Artikelschacht einlagert.
Bisher werden Füllschächte von Kommissionierautomaten vorwiegend von Hand mit neuen Artikeln beschickt. Der Vorgang ist vergleichsweise kosten-und zeitaufwendig. Um Kosten und Zeit zu sparen, sieht eine bekannte Kommissioniereinrichtung ein automatisches Einlagern mittels eines Regalbediengerätes gemäss DE 297 03 230 vor, mit dessen Hilfe Artikel vom unteren Füllschachtende in einen gegenüber der Horizontalen geneigten Füllschacht eingeschoben werden können. Für senkrechte oder quasi-senkrechte Füllschächte ist diese Art der Füllschachtbeschickung nicht geeignet, da dann das gesamte Stapelgewicht im Füllschacht auflastet und dann der bereits vorhandene Stapel nach oben geschoben werden müsste.
Für senkrechte oder nahezu senkrechte von vorne zugängliche Füllschächte wird zweckmässigerweise weiterhin der Füll- schacht von oben beschickt. Um dies per Automat zweckmässig durchführen zu können, ist gemäss EP 0 794 135 vorgesehen, nicht nur einen Einzel-Artikel, sondern gleich einen ganzen Artikelstapel gleichzeitig per Automat einzulagern. Der Artikelstapel wird dabei in einem speziellen kastenartigen Magazin mit Längsschlitz in einer Längsseitenwand gehandhabt.
Das Magazin erfüllt den Zweck, dass der Artikelstapel konsistent zusammengehalten wird, und zwar von der Einlagerungsstelle am Wareneingang bis zum Beschickungsvorgang selbst.
Das Magazin ist der Form des Artikels bzw. der Mehrzahl der
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gestapelten Artikel angepasst. Nach einem Beschickungsvorgang im Schnelldrehautomaten wird das leere Magazin für ein erneutes Befüllen mit Artikeln zum Wareneingang zurückgeführt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Kommissionieranlage der eingangs genannten Art, welche mit Hilfe einfacher Mittel ein wirkungsvolles Einlagern von Artikeln in den Schnelldrehautomaten und gegebenenfalls ein zweckmässiges Bereitstellen von einzulagernden Artikeln ermöglicht.
Gelöst wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Mittel.
Vorteilhaft weitergebildet wird der Erfindungsgegenstand durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 26.
Wesen der Erfindung ist, dass das raumbewegliche Regalbediengerät eine Artikelhandhabe-Einheit besitzt, die sorten- bzw. dimensionsgleiche Artikel stapelweise magazinlos einlagert, wobei ein einzulagernder Artikelstapel ohne separates Artikelstapel-Magazin oder-Behältnis durch das Regalbediengerät gleichzeitig gehandhabt wird und die Artikelhandhabe-Einheit eine bodenseitige Artikelstapel-Aufnahme, einen verstellbaren Artikelstapel-Längsschieber, einen verstellbaren Artikelstapel-Querschieber und eine insbesondere eine Reihe von Federfingern aufweisende verstellbare Artikelstapel-Längsklemmplatte aufweist, welche parallel zur und gegenüber der ArtikelstapelAufnahme liegt und im eingeklemmten Zustand einen direkt aufgenommenen Artikelstapel durch die Artikel- stapel-Längsklemmeplatte, insbesondere durch deren Federfinger,
in Stapelquerrichtung gegen die Artikelstapel-Aufnahme drückt.
Anstelle der Federfinger können auch andere Klemm-Mittel vorgesehen sein, welche ein örtliches Festklemmen jedes
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einzelnen Artikels im Artikelstapel besorgen, z. B. eine nachgiebige, rückstellelastische Klemmleiste.
Vorzugsweise ist das Regalbediengerät über ein Führungs- bzw Schienensystem mit oder ohne Weichen von und zu zumindest einem Vorratsregal verfahrbar und bei einem ausgewählten seitlichen Ende eines Schachts des Vorratsregals, insbesondere eines Winkelblechs, positionierbar, wobei in jedem ausgewählten Schacht ein einziger zu handhabender Artikelstapel angeordnet ist bzw. werden kann und der Artikelstapel durch Verschieben in Stapelrichtung auf eine ausgerichtete Artikelaufnahme der Artikelhandhabe-Einheit gelangt, oder umgekehrt von der Artikelaufnahme in den ausgewählten Schacht gelangt.
Gegebenenfalls können in einem einzigen Schacht bei kleinen Produkten auch zwei dann parallele Artikelstapel eingelagert werden ("Mehrfachlastaufnahme").
Das Vorratsregal kann ein Übervorratsregal sein, welches dem Schnelldrehautomaten zugeordnet ist und sich vorzugsweise in der Nähe des Artikelregals des Schnelldrehautomaten befindet.
Das Vorratsregal kann aber auch ein Zwischenpuffer sein, welcher dem Wareneingang zugeordnet ist und sich vorzugsweise in der Nähe der Auspackstation befindet, an welcher die Artikelstapel aus einem Überkarton ausgepackt und zusammengestellt werden.
Bevorzugt sind sowohl ein oder mehrere übervorratsregale als auch ein oder mehrere Zwischenpuffer je nach Grösse der Kommissionieranlage und örtliche Raumbedingungen vorhanden, wie auch mehrere Schnelldrehautomaten vorhanden sein können.
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Die erfindungsgemässe Kommissionieranlage lässt sich also in weiten Grenzen beliebig gestalten und insbesondere auch in der Zukunft ohne Schwierigkeiten erweitern.
Die ausgepackten Artikelstapel werden zweckmässigerweise auf einer Artikelstapel-Ablage zusammengestellt, welche die Form eines Teiles zumindest einer Regalebene des Vorratsregals aufweist, insbesondere Winkelbleche sind, wobei das Regalbediengerät für eine Artikelstapelübernahme durch Verschieben auch zur Artikelstapel-Ablage über das Schienenbzw. Führungssystem verfahrbar und bei dieser ArtikelstapelAblage, insbesondere bei einem seitlichen Ende eines Winkelblechs, positionierbar ist.
Für eine Positionierung zum Regalbediengerät kann auch die Artikelstapel-Ablage verschieblich, insbesondere auf einem Förderband oder auf einer Rutsche verschieblich, und/oder um eine Vertikalachse um vorzugsweise 900 oder 1800 drehbar sein.
Die Artikelstapel-Ablage kann auch ein höhenverstellbares Regal mit herausziehbaren Schubladen sein, welche manuell oder automatisch bedienbar sein können.
Für ein Verstellen der Artikelstapel-Ablage kann gegebenenfalls ein Hand-oder Fussschalter von einer Bedienungsperson betätigt werden.
Die Kommissionieranlage lässt sich vollautomatisch auch so konzeptionieren, dass wareneingangsseitig ein Auspackautomat mit einem Greifarm vorgesehen ist, welcher jeweils einen vorzugsweise horizontalen Artikelstapel aus einem geöffneten Überkarton ergreift und auf der Artikelstapel-Ablage ablegt.
Auch das Öffnen und Anliefern des Überkartons kann gegebenen-
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falls per Maschine erfolgen.
Ein besonderes zweckmässig gestaltetes Vorratsregal besitzt in ein oder mehreren übereinander angeordneten Ebenen jeweils nebeneinander angeordnete Winkelbleche.
Jedes Winkelblech kann horizontal verlaufen, ist jedoch in besonders hervorzuhebender Weise doppelt geneigt dergestalt, dass eine im Querschnitt rechtwinklige und in Längsrichtung schräge Rinne ausbildet ist, wobei die Winkelwurzel in jedem Längsquerschnitt der Rinne an tiefster Stelle liegt und beide Winkelschenkelflächen Anschlagflächen für einen aufgenommenen Artikelstapel sind, und ferner am tiefsten Rinnenende ein lösbarer, vorzugsweise niederdrückbarer Artikelanschlag vorgesehen ist.
Der lösbare Artikelanschlag kann nicht nur fremdbetätigt, sondern eigenbetätigt sein, z. B. durch einen Magneten. Auch kann der Artikelanschlag starr sein. In diesem Fall werden bei einer Verschiebung eines Artikelstapels die Artikel mit einer geeigneten Vorrichtung darübergehoben.
In einer Erfindungsvariante beträgt die Neigung der Rinne in Längsrichtung ca. 200 und die Neigung der Rinnenbasisfläche in Querrichtung ca 150. Je schräger die Rinnenneigung in Längsrichtung, desto grösser die eigenständige Rutschfähigkeit des auflastenden Artikelstapels in der Rinne. Es hat sich gezeigt, dass im praktischen Betrieb bei vorgenannten Neigungsgrössen ein Artikelstapel mit Vorteil hinter-bzw. oberseitig mit einem Rollwagen stabil gehalten wird und zufriedenstellend in der Rinne rutscht, wenn eine Artikelstapel-Verlagerung im System der Kommissionieranlage vorgenommen wird. Die Querneigung von 150 fixiert einen Artikelstapel immer in der Winkelwurzel der Rinne.
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Es kann also eine Längsfixierungshilfe in der Rinne vorgesehen sein, welcher den Artikelstapel gegen den Artikelanschlag drückt.
Die Längsfixierungshilfe ist zweckmässigerweise der Rollwagen, ein längsverstellbarer angetriebener Artikelanschlag oder ein federvorgespannter Artikelanschlag.
Es sei hervorgehoben, dass in der vorgenannten winkligen doppelt geneigten Rinne unterschiedliche Artikelgrössen als Stapel in der Winkelwurzel fixiert gehalten werden können. Es genügt kubische Form. Mithin kann ein einziges Winkelblech für unterschiedliche Artikel verwendet werden, ohne dass die Gesamtanlage umgebaut werden muss.
Das Vorratsregal kann auch ein platzsparendes Doppelregal sein, welches Rücken an Rücken angeordnet ist.
Zweckmässigerweise besitzt die Artikelhandhabe-Einheit des Regalbediengeräts einen Andockzapfen, welcher in eine entsprechende Aussparung bei einem ausgewählten Schacht eines Vorratsregals als Zentrierungshilfe in Eingriff bringbar ist.
Auch kann die Artikelhandhabe-Einheit einen Anschlag, insbesondere ein Röllchen besitzen, welcher bzw. welches mit dem Artikelstapel-Anschlag eines Schachts für ein Lösen bzw.
Niederdrücken des Artikelstapel-Anschlags in Eingriff bringbar ist, wobei der Anschlag der Artikelhandhabe-Einheit auch der verstellbare Längsschieber selbst sein kann.
Eine Kommissionieranlage, welche ohne gesonderte Magazine für einzulagernde Artikelstapel auskommt, kennzeichnet sich insbesondere dadurch, dass die Artikelstapel-Aufnahme des Regalbediengeräts, die Schacht- bzw. Winkelblechausbildung des
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Übervorratsregals, des Zwischenpuffers und der ArtikelstapelAblage beim Wareneingang hinsichtlich Länge, Breite und gegebenenfalls Neigung (Längsneigung, Querneigung) gleich ausgebildet sind.
Die Winkelblechausführung des Übervorratsregals kann aber auch unterschiedlich gross ausgebildet sein. Vorzugsweise bestimmt man möglichst wenig Klassen, um unterschiedlich grosse Artikel möglichst dicht einlagern zu können, wobei die Artikelstapel-Aufnahme des Regalbediengeräts immer gleich bleibt (entsprechend der grössten Rasterung).
Eine besonders zweckmässige Erfindungsvariante eines Regal- bediengeräts sieht vor, die Artikelhandhabe-Einheit über eine Schwenkachse auf einem Schlitten zu befestigen, welcher auf einer Querschiene mit einer Neigung der Schachttiefe bzw. Schachtlängsrichtung des Vorratsregals, insbesondere ca. 200, querverschieblich ist, wobei die Querschiene fest auf einem vertikal verschieblichen Hubschlitten des Regalbediengeräts befestigt ist.
Die Querschiene kann auch als Teleskop ausgeführt sein, dergestalt, dass sie in einer feststehenden Teleskopiereinheit verfahren werden kann.
Der besondere Vorteil dieser Variante ist, dass man mit wenig Achsen für eine Positionierung der Artikelhandhabe-Einheit auskommt (schachtparallele Achse inklusive zwei elektrische Zylinder für die Anlenkung). Auch benötigt man nur zwei Schieber (Längs-und Querschieber).
Eine andere nicht minder zweckmässige Ausgestaltung eines Regalbediengeräts kennzeichnet sich dadurch, dass die Artikelhandhabe-Einheit zweigeteilt ist und eine separate höhenverstellbare Artikelstapel-Aufnahmeeinheit mit mehreren Winkel-
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blechen nach Art, Lage und Grösse der Artikelstapel-Aufnahme bzw.
des Vorratsregals aufweist, welche zumindest einen eigenen verstellbaren zweiten Artikelstapel-Längsschieber besitzt, wobei durch die Artikelstapel-Aufnahmeeinheit mehrere Artikelstapel vom Zwischenpuffer oder von der ArtikelstapelAufnahme zum Übervorratsregal förderbar sowie ein-und auslagerbar sind, sowie eine separate höhenverstellbare Artikelregal-Beschickungseinheit aufweist, welche ihrerseits zweigeteilt ist und zum einen eine höhenverstellbaren Einzel-Artikelstapel-Aufnahme mit dem Artikelstapel-Längsschieber und einem weiteren Artikelstapel-Querschieber und zum anderen eine raumbewegliche Greifereinheit mit der bodenseitigen Artikelstapel-Aufnahme, der Artikelstapel-Längsklemmplatte und dem verstellbaren Artikelstapel-Querschieber besitzt, wobei durch die Artikelregal-Beschickungseinheit ein einziger ausgewählter Artikelstapel vom Vorratsregal (Übervorratsregal,
Zwischenpuffer) oder von der Artikelstapel-Ablage des Wareneingangs zum Schnelldrehautomaten förderbar und dort in einen ausgewählten im wesentlichen senkrechten Schacht des Artikelregals einlagerbar ist.
Für ein Einlagern des Artikelstapels in den Schnelldrehautomaten ist dann zweckmässigerweise der Artikelstapel durch die Einzel-Artikelstapel-Aufnahme vom Vorratsregal in Stapellängsrichtung durch Verschieben mit dem Artikelstapel-Längsschieber entnehmbar und zum Schneldrehautomaten förderbar und nach einem Umsetzen bzw. Querverschieben des Artikelstapels vom der Einzel-Artikelstapel-Aufnahme durch den weiteren Artikelstapel-Querschieber auf die bodenseitige Artikelstapel-Aufnahme der ausgerichteten Greifereinheit (oder durch direkte Übernahme durch die Greifereinheit) und nach einem Festklemmen des gesamten Artikelstapels in Stapelquerrichtung durch die Federfinger-Längsklemmplatte beim ausgewählten Schacht des Schnelldrehautomaten durch Bewegen der Greifereinheit positionierbar und einlagerbar ist.
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Hinsichtlich der Einzelartikel-Stapelaufnahme vom Vorratsregal sei erwähnt, dass auch, wie bei der Artikelstapel-Aufnahme, mehrere Einzelstapel am Regalbediengerät gepuffert werden können, und dadurch eine Spielzeitverkürzung möglich ist.
Die Greifereinheit ist bevorzugt über eine Drehachse an einem höhenverstellbaren Hubschlitten befestigt, welcher seinerseits an einer bodenseitig um zwei zueinander senkrechte Achsen angelenkte Vertikalstange des Regalbediengeräts höhenverschieblich ist.
Die Vertikalstange weist zweckmässigerweise eine kürzere Länge auf als die Vertikalstange, an welcher die Einzel-Artikelstapel-Aufnahme und die Artikelstapel-Aufnahmeeinheit höhenverschieblich sind. Der Grund hierfür ist, dass die Höhe eines Übervorratregales ca. 5, 5m betragen kann, während die Höhe des Schnelldrehautomaten in der Regel bei etwa 2, 5m liegt.
Die 2, 5m lange Achse kann auch Bestandteil der Hauptachse sein und in Form einer Tandemachse mit dieser verbunden sein.
Der besondere Vorteil der zweiten Ausführungsvariante ist, dass die Schnelldrehautomat-Befüllungseinheit eine ausreichend lange (ca. 2, 5m) schachtparallele Linearachse besitzt, durch die ein Verschieben der Greifereinheit längs des Schachtes erleichtert wird. Die eigentliche Vertikalachse oder-Stange des Regalbediengeräts trägt nur die Aufnahmeeinheit (mehrere Artikelstapel auf der einen Seiteeinen einzigen Artikelstapel auf der anderen Seite), welche für hohe Vorratsregale (im Bereich von ca. 5, 5m) ebenfalls geeignet ist.
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Auch auf der anderen Seite sind mehrere Artikelstapel zum Zwischenpuffern denkbar. Die Artikelstapelaufnahmeeinheit kann auch um eine vertikale Achse um 180 drehbar sein, um doppelseitige Regale bedienen zu können.
Bei der zweiten Ausführungsvariante kann es vorteilhaft sein, für das Wareneinlagern und Beschicken zwei getrennte Geräte zu verwenden, da die Vorgänge unterschiedliche Prioritäten haben können und somit mit einer geringeren Anzahl an Geräten auszukommen ist.
Bei jeder der beiden vorgenannten grundsätzlichen Ausführungsvarianten der Artikelhandhabe-Einheit ist es vorteilhaft, wenn das unmittelbare Einlagern in einen (Vertikal-) Schacht eines Schnelldrehautomaten unter Klemmschluss des Artikelstapels durch die Längsklemmplatte bei gleichzeitigem Ausschieben durch den Artikelstapel-Querschieber der Artikelstapel-Handhabeeinheit des Regalbediengeräts erfolgt. Der einzulagernde (nahezu oder exakt in Vertikalrichtung positionierte) Artikelstapel wird dann so lange geklemmt gehalten, bis er im Artikelregal auf einer Unterlage (d. h. auf einem bereits eingelagerten Artikel oder auf dem Schachtboden) auflastet.
Vorzugsweise wird die Klemmkraft beim Ausschieben produktspezifisch verringert. Insbesondere bei kurzen Artikel kann ein zusätzliches Bodenblech verwendet werden, welches mit der Klemmplatte eine Einheit bildet und die Artikel beim Einlagern so lange führt, dass sie nicht abknicken können.
Durch die Erfindung kann mithin komplett auf gesonderte Artikelstapel-Magazine (im Gegensatz zum eingangs genannten Stand der Technik) verzichtet werden. Derartige Magazine brauchen mithin weder produziert, noch einem besonderen Ar-
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tikelstapel angepasst, noch innerhalb des Systems der Kommissionieranlage befördert, insbesondere vom Schnelldrehautomaten zum normalerweise weit entfernten Wareneingang als Leergut zurückgefördert zu werden. Die Kommissionieranlage gestattet eine günstige Arbeitsplatzgestaltung beim Wareneingang. Dort können, sowie ein Lastkraftwagen die Überkartons mit den Artikeln anliefert (z. B. den Tageskommissionierbedarf an Artikeln), die Kartons schnell und effektiv kurzzeitig von mehreren Personen gleichzeitig ausgepackt und die Artikelstapel zusammengestellt werden, etwa in einer Frühschicht.
Gleichwohl besorgen das oder die Regalbediengeräte (normalerweise über den Arbeitstag hinweg) die Verteilung und die Einlagerung der Artikel stapelweise an benötigter Stelle im Schnelldrehautomaten oder an optimierter Stelle innerhalb des Systems der Anlage unter Ausnützung von Vorratsregalen in Form von Übervorratsregal (en) und/oder Zwischenpuffer (n), die nahezu beliebig für eine Erweiterung oder Änderung der Kommissionieranlage ergänzt oder umgestellt werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher be-
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Fig. 1 eine Kommissionieranlage mit Schnelldrehautomaten, schienengebundenen Regalbediengeräten, Übervorrats- regalen, Zwischenpuffer und Auspackstation in einer schematischen Draufsicht, Fig. 2 eine Artikelhandhabe-Einheit eines Regalbedienge- r ts des Schnelldrehautomaten in einer schemati- schen perspektivischen Ansicht gemäss einer ersten
Ausführungsvariante, Fig. 3 ein Regalbediengerät des Schnelldrehautomaten mit
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Artikelhandhabe-Einheit in einer schematischen perspektivischen Ansicht gemäss einer zweiten Aus- führungsvariante, Fig. 4 eine Kommissionieranlage im Bereich der Auspack- station in einer schematischen Draufsicht ähnlich
Figur 1, Fig.
5 einen Schnelldrehautomat, ein Übervorratsregal und ein Regalbediengerät in der dazwischenliegenden
Regalgasse schematisch in einer Stirnansicht, Fig. 6 einen Teil des Übervorratsregals nach Fig. 5 ge- sehen in einer schematischen Seitenansicht von der
Regalgasse, Fig. 7 eine Auspackstation mit Zwischenpuffer und dazwi- schen angeordnetem Regalbediengerät in einer schema- tischen Vertikalansicht ähnlich Fig. 5, Fig. 8 die Auspackstation nach Fig. 7 gesehen schematisch von oben, Fig. 9 die Artikelhandhabe-Einheit nach Fig. 2 perspekti- visch im Bereich der Artikelstapel-Aufnahme, Fig. 10,11, 12 und 13 den Andockvorgang der Artikelhandhabe-
Einheit nach Fig. 9 an ein Übervorratsregal in vier
Ablaufstellungen schematisch in vertikalen Teil- schnitten, Fig. 14 die Artikelhandhabe-Einheit nach Fig.
13 unmittelbar nach Aufnahme des Artikelstapels in einer perspekti- vischen Ansicht,
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Fig. 15 die Artikelhandhabe-Einheit nach Fig. 14 unmittelbar nach einem Klemmen des Artikelstapels durch Querver- schiebung einer Längsklemmplatte, Fig. 16,17 und 18 Zwischenstellungen der Artikelhandhabe-
Einheit nach Fig. 14 für ein Positionieren bei einem leicht schrägen Vertikalschacht eines Schnelldreh- automaten nach Fig. 2, Fig. 19 das Regalbediengerät nach Fig. 3 in einer Artikel- stapel-Verschiebestellung, und Fig. 20 eine Auspackstation mit Zwischenpuffer in einer schematischen Vertikalansicht ähnlich Fig. 7, und Fig. 21 die Auspackstation nach Fig. 20 in einer schemati- schen Draufsicht.
In Fig. 1 ist schematisch in Draufsicht eine Kommissionieranlage 1 mit drei Schnelldrehautomaten 2, vier Übervorratsregalen 15 und fünf Arbeitsplätzen am Wareneingang E mit Artikelstapel-Ablagen und Zwischenpuffer 16 gezeigt, wobei über ein Führungs- bzw. Schienensystem 13 vier Regalbediengeräte 5 zwischen den einzelnen Bereichen verfahrbar sind.
Eine weitere Variante des Systems ist bezüglich des Wareneingangs E in Fig. 4 gezeigt.
Jeder Schnelldrehautomat 2 weist mehrere Artikelregale 3 mit nebeneinander angeordneten, im wesentlichen senkrechten, vorzugsweise leicht geneigten, von vorne zugänglichen Artikelschächten 4 gemäss Fig. 2 auf, in denen zu kommissionierende Artikel eingelagert werden können, und zwar mit Hilfe des Regalbediengeräts 5, welches bei jedem Artikelschacht 4 des Schnelldrehautomaten positionierbar ist.
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Jedes Regalbediengerät 5, beispielsweise gemäss den beiden grundsätzlichen Varianten nach den Fig. 2 und 3, besitzt eine Artikelhandhabe-Einheit 6, die sorten- bzw. dimensionsgleiche Artikel stapelweise magazinlos einlagern kann, wobei ein einzulagernder Artikelstapel 7 ohne separates Artikelstapel-Magazin oder-Behältnis durch das Regalbediengerät gleichzeitig gehandhabt wird und die Artikelhandhabe-Einheit 6 eine bodenseitige Artikelstapel-Aufnahme 8, einen verstellbaren Artikelstapel-Längsschieber 9, einen verstellbaren Artikelstapel-Querschieber 10 und eine eine Reihe von Federfinger 11 aufweisende verstellbare Artikelstapel-Längsklemmplatte 12 besitzt, welche parallel zur und gegenüber der Artikelstapel-Aufnahme 8 liegt und im eingeklemmten Zustand einen aufgenommenen Artikelstapel 7 durch die Federfinger in Stapelquerrichtung Q gegen die Artikelstapel-Aufnahme drückt.
Die "bodenseitige" Artikelstapel-Aufnahme 7, welche normalerweise unten in der Artikelhandhabe-Einheit 6 liegt, kann auch eine nicht-bodenseitige, z. B. seitliche vertikale Lage einnehmen, insbesondere dann, wenn ein festgeklemmter Artikelstapel bei einem (Vertikal-) Schacht des Schnelldrehautomaten positioniert wird.
Jedes Vorratsregal, sowohl Übervorratsregal 15 als auch der Zwischenpuffer 16, besitzt den gleichen Grundaufbau in Form eines Stativs 40 mit vier Stehern und mehreren Regalebenen in Form von neben einander angeordneten doppelt geneigten Winkelblechen 14, wie dies insbesondere den Fig. 5,6 und 7 zu entnehmen ist.
Entsprechend ist auch die Artikelstapel-Ablage 18 beim Wareneingang E konzipiert, wobei diese nur in einer einzigen Regalebene liegt und zwei Ablagen 18 Rücken an Rücken angeordnet sein können, wie dies insbesondere den Fig. 7 und 8 zu
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entnehmen ist.
Ein doppelt geneigtes Winkelblech 14 bildet eine im Querschnitt rechtwinklige und in Längsrichtung schräge Rinne, wobei die Winkelwurzel in jedem Längsquerschnitt der Rinne an
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niederdrückbarer Artikelanschlag 20 vorgesehen ist, wie dies insbesondere in Fig. 12 gezeigt ist.
Die Neigung a der Rinne in Längsrichtung beträgt 190. Die Neigung b der Rinnenbasisfläche in Querrichtung 150.
Ein in der Rinne aufgenommener Artikelstapel 7 kann eine Längsfixierungshilfe aufweisen, insbesonderen einen Rollwagen 21 nach Fig. 10, welcher den Artikelstapel gegen den Artikelanschlag 20 drückt.
Wie ein doppelt geneigtes Winkelblech, so ist auch die bodenseitige Artikelstapel-Aufnahme 8 der Artikelhandhabe-Einheit des Regalbediengeräts geneigt, und zwar in der Grundstellung bei einem Transport eines Artikelstapels von Regal zu Regal und bei einer Verschiebung eines Artikelstapels in Stapelrichtung von Regal zu Regal, nicht bei einem Positionieren und Einlagern bei einem ausgewählten (Vertikal-) Schacht 4 eines Schnelldrehautomaten, beispielsweise gemäss Fig. 2. In letztgenannter Stellung ist der Artikelstapel geklemmt gehalten, und zwar durch die Längklemmplatte 12, deren Federfinger 11 den in der Aufnahme 8 aufgenommenen Artikelstapel gegen die Artikelstapel-Aufnahme 8 drückt.
Jedes Regalbediengerät 5 ist also über das Führungs- bzw.
Schienensystem 13 von und zu zumindest einem Vorratsregal verfahrbar und bei einem ausgewählten seitlichen Ende A eines
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Schachts des Vorratsregals, nämlich bei einem Winkelblech 14 stirnseitig positionierbar ist.
Mit besonderem Bezug auf die Fig. 10,11, 12 und 13 gelangt bei jedem ausgewählten Winkelblech ein einziger zu handhabender Artikelstapel 7 durch Verschieben in Stapelrichtung S auf eine ausgerichtete Artikelaufnahme 8 der Artikelhandhabe-Einheit gelangen, und umgekehrt.
Anstelle eines einzigen Artikelstapels können, insbesondere bei kleinen Artikeln, zwei parallel liegende Artikelsäulen oder -stapel in einem Regalschacht zu liegen kommen.
Das Regalbediengerät nach Fig. 2 ist besitzt eine Artikelhandhabe-Einheit 6, welche über eine Schwenkachse 24 auf einem Schlitten 25 befestigt ist, wobei die Querschiene 26 fest oder teleskopierbar auf einem vertikal verschieblichen Hubschlitten 27 des Regalbediengeräts 5 befestigt ist.
Im Betrieb fährt das Regalbediengerät beispielsweise zu dem Schacht im Übervorratsregal mit dem zu entnehmenden Artikelstapel. Die Positionierung in X- und Y-Richtung erfolgt über eine entsprechende optische oder induktive Sensorik. Durch eine Lernfahrt des Regalbediengeräts und seiner Wiederholbarkeit wird vorab grobpositioniert und dann über einen Kegel mit einer entsprechenden Bohrung am Winkelblech der Regalseite feinpositioniert.
Als zweite Bewegung beginnt die Zustellfahrt der Beschickungseinheit über die Zustellachse bzw. Querschiene 26, welche in Richtung der gedachten Verlängerung des Übervorratsregals verfährt.
Gemäss Fig. 10,11 und 12 ist diese Bewegung in mehrere Funktionen geteilt :
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Zuerst wird der Anschlag 20 des Übervorratsregals durch die Linearbewegung über Röllchen 23 an der Beschickungseinheit nach unten gedrückt. Gleichzeitig wird der zu entnehmende Artikelsstapel 7 im Übervorratsregal vom Schieber 9 der Beschickungseinheit gestützt. Während dieser Bewegung erfolgt auch ein exaktes Positionieren der Beschickungseinheit am Übervorratsregal über eine Kegelbohrung-Zentrierung 22, um eine möglichst homogene Gleitfläche zwischen Übervorratsregal-Blech und Beschickungseinheit-Rutschblech zu erzielen.
Der Kegel 22 fährt auch entweder teleskopartig oder über eine eigene Achse mit einer höheren Geschwindigkeit als der Querschieber aus, so dass sich keine Bauteilkollision beim Beschicken des Schachts des Schnelldrehautomaten ergibt.
Gemäss Fig. 13 erfolgt nach Abschluss des Andockvorgangs das Entnehmen des Artikelstapels 7. Durch Verfahren des Schiebers 9 rutscht der Artikelstapel auf das Rutschblech der Beschickungseinheit. Kontinuierlich fährt dabei der Stützwagen 21 am Ende des Artikelstapels 7 im Übervorratsreagal nach, um die Integrität des Artikelstapels zu gewährleisten.
Gemäss Fig. 14 gilt dieser Vorgang als abgeschlossen, wenn der letzte Artikel der Säule bzw. des Stapels auf die Beschickungseinheit geschoben wurde. Der Stützwagen 21 bringt bis zu dieser Position ständig seine Kraft auf den Stapel ein, um ein Kippen oder Zurückbleiben der letzten Artikel zu verhindern.
Gemäss Fig. 15 wird, nachdem sich der Artikelstapel vollständig auf der Beschickungseinheit befindet, der Artikelstapel mittels der Klemmvorrichtung in Form der Längsklemmplatte 12 in seiner Lage fixiert.
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Beim Verfahren der Beschickungseinheit kommt es, entgegen der Andocksituation, zum Heraufbewegen des Anschlags 20 durch eine Gleitbewegung an dem zuvor beschriebenen Röllchen. In diesem Bereich fährt der Stützwagen weiter mit der Artikelsäule bzw. dem Artikelstapel mit und wird nach einem Verfahrweg von ca. 20-30mm vom bereits heraufgeklappten Anschlag im Übervorratsregal sicher gehalten. Beim Entnehmen einer Produktsäule stützt sich der am Stützwagen montierte Rechen entsprechend am letzten Produkt ab und wird gesichert vom auffahrenden Anschlag gehalten (Durchtauchen des Rechens durch das Anschlagblech).
Gemäss Fig. 16 und 17 wird danach die Beschickungseinheit mittels der Zustellachse oder Querschiene 26 und Schlitten 25 in die Mittelposition verschoben. Hier erfolgt das Schwenken mit der Schwenkachse 24 in eine Lage, in der der Artikelstapel 7 parallel zum Schnelldrehautomatenschacht 4 steht. Durch geeignete Wahl einer räumlich geneigten Schwenkachse 24 ist es möglich, den Artikelstapel 7 aus dem doppelt geneigten Winkelblech des Übervorratsregals parallel zu dem doppelt geneigten Schnelldrehautomaten-Schacht 4 mit nur einer Schwenkbewegung zu drehen.
Gemäss Fig. 18 fährt als nächstes das Regalbediengerät zu dem zu befüllenden Schnelldrehautomaten-Schacht. Hier erfolgt wieder eine genaue Positionierung in X-, Y- und Z-Richtung.
Danach wird die Beschickungseinheit mittels der Zustellachse oder Querschiene 26 zum Schacht 4 des Schnelldrehautomaten 2 zugestellt, mittels optischer oder induktiver Sensorik feinpositioniert und in den Schacht 4 des Schnelldrehautomaten eingeführt. Die Beschickungseinheit senkt sich in Schachtrichtung ab, bis der Artikelstapel 7 auf den obersten im Schacht befindlichen Artikel aufsetzt. Dieses Absenken erfolgt durch eine koordinierte Bewegung von RegalbediengerätFahrachse, Hubtisch 27 und Querschiene 26 bzw. Schlitten 25.
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Es ist auch eine zusätzliche Linearachse parallel zu den Schächten des Schnelldrehautomaten denkbar.
Gemäss Fig. 2 schiebt der Querschieber 12 den Artikelstapel 7 durch die Klemmung in den Schacht 4 des Schnelldrehautomaten.
Die Klemmvorrichtung wird gelöst, und die Beschickungseinheit mittels Querschiene/Schlitten aus dem Schacht 4 gezogen und in die Mittelposition gefahren.
Mit Bezug auf Fig. 4, welche ein gegenüber Fig. 1 anders angeordnetes Übervorratsregal 15 aufweist, kann beim Wareneingang E ein Überkarton von einer Palette 41 von einer Person auf einem Arbeitstisch ausgepackt werden, und es können Artikelstapel, beispielsweise von einer Länge von ca. 600mm, zusammengestellt sowie auf einer Ablage 16,18 angeordnet werden.
Dieser"Wareneingangspuffer"16, 18 stellt sich folgendermassen dar : In zwei Ebenen sind jeweils ca. fünf Speicherschächte vorhanden, wobei, um ergonomisch arbeiten zu können, jeweils ein freier Speicherschacht in die Position P geschoben wird. Nach dem Abschieben wird ein Fusstaster betätigt, damit automatisch der nächste freie Schacht des Wareneingangspuffers in die richtige Position gefahren wird. Auch können alternativ die Schächte auf einem Förderband transportiert werden, wobei auch hier jeweils ein freier Schacht in die Position P gefahren wird. Die Artikel werden sortenrein in die Schächte des Wareneingangspuffers manuell oder automatisch befördert.
Zu diesen Wareneingangsplätzen korrespondiert ein Übervorratsregal 15, dass so auslegt ist, dass in etwa ein Tagesbedarf an Artikeleingängen zwischengepuffert wird, wobei die Länge so gross ist, dass eine bestimmte Anzahl von umlaufenden Regal-
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bediengeräten oft genug an den Wareneingangsplätzen vorbeikommen, um die entsprechend gefüllten Kanäle wieder zu entleeren und umzulagern. Die Auslagerung vom Wareneingangspuffer auf das Regalbediengerät 5 erfolgt in gleicher Weise wie aus dem Übervorratsregal.
Es sind jedoch noch andere Ausführungsmöglichkeiten einer Ablage 18 am Wareneingang E denkbar.
Insbesondere kann gemäss Fig. 7 und 8 vorgesehen sein, die aus einem Überkarton 17 ausgepackten Artikelstapel 7 auf einer Doppel-Ablage 18 abzulegen, wobei die Artikelstapel-Ablage 18 um eine Vertikalachse 19 um 1800 drehbar ist, um die abzutransportierenden Artikelstapel 7 in Richtung Regalbediengerät 5 auszurichten und um gleichermassen die Doppel-Ablage 18 auf der anderen Seite befüllen zu können.
Das Regalbediengerät 5 gemäss Fig. 7 kann (nach einer 1800-Dre- hung der Artikelhandhabe-Einheit 6 um eine Vertikalachse gedreht und in Vertikalrichtung nach unten verstellt werden, um den Artikelstapel 7 durch Verschiebung zu übernehmen. Längsneigung a und Querneigung b der Ablage und der Aufnahme 8 sind gleich. Beide Vorrichtungen sind exakt zueinander in Längsrichtung ausgerichtet, so dass ein Verschieben des Artikelstapels unter Ausnützung des Gefälles mit Unterstützung des Rollwagens stattfinden kann. Der Längsschieber 9 dient hierbei zum einen dazu, den Artikelanschlag bei A der Ablage zu lösen, und ferner dazu, den Artikelstapel beim Zurückfahren "zu bremsen", bis der Artikelstapel vollständig auf der Aufnahme 8 der Artikelhandhabe-Einheit des Regalbediengeräts aufgenommen ist. Dann dient der Schieber als Artikelanschlag.
Der Artikelanschlag A kann auch durch das Zustellen der Beschickungseinheit gelöst werden. Der Längsschieber selbst besitzt dann einen Rechen, der durch den Artikelanschlag
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durchtauchen kann. Dieser Rechen bewegt beim Andocken die Produktsäule ca. 20mm nach hinten, um daraufhin die Artikelsäule unter Ausnutzung der Schwerkraft kontrolliert durch den Querschieber aufzunehmen.
Eine weitere Auspackstation gemäss Fig. 20 und 21 stellt sich folgendermassen dar : Die Artikelstapel-Ablage 18 umfasst ein vertikal verschiebbares Regal mit horizontal beweglichen Schubladen 50, welche manuell in den Bereich E einer Bedienungsperson herausgezogen werden können. Das vertikal verschiebbare Regal fährt hierbei mit einer freien Ebene auf Arbeitsplatzniveau. Manuell wird die leere Schublade 50 gemäss Zeichnung nach rechts gezogen, worauf man z. B. drei Kanäle in Form von doppelt geneigten Winkelblechen mit jeweils einem Artikelstapel 7 befüllen und oberseitig gemäss Zeichnung rechts jeden Artikelstapel mit einem Rollwagen stabilisieren kann. Danach wird die befüllte Schublade in das Regal zurückgestellt.
Per Hand-oder Fusstaster wird dann das Regal in der Höhe (oder seitlich) verstellt, dergestalt, dass die nächste freie Schublade auf Arbeitsniveau gelangt. Das Aus- und Einfahren der Schubladen sowie die Regalverstellung in Höhen- und/oder in Seitenrichtung kann insgesamt auch automatisch erfolgen.
Für Vollautomatisierung des Wareneingangs kann auch vorgesehen sein, dass die aus einem Überkarton als Schüttgut ausgeschütteten Artikel maschinell ausgerichtet, von einer Lesestation gelesen, für eine Chargenkontrolle kontrolliert, dann durch eine geeignete Maschine zu Säulen geordnet und in den Zwischenpuffer gefördert werden.
Die in den Fig. 3 und 19 veranschaulichte Erfindungsvariante eines Regalbediengeräts ist hinsichtlich der ArtikelhandhabeEinheit 6 zweigeteilt, nämlich in eine separate höhenverstell-
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bare Artikelstapel-Aufnahmeeinheit 28 mit mehreren Winkelblechen 14 nach Art, Lage und Grösse der Artikelstapel-Aufnahme 8 bzw.
des Vorratsregals, welche zumindest einen eigenen verstellbaren zweiten Artikelstapel-Längsschieber 29 besitzt, wobei durch die Artikelstapel-Aufnahmeeinheit 28 mehrere Artikelstapel 7 vom Zwischenpuffer 16 oder von der Artikelstapel-Aufnahme zum Übervorratsregal 15 förderbar sowie ein-und auslagerbar sind, und in eine separate höhenverstellbare Artikelregal-Beschickungseinheit 30, welche ihrerseits zweigeteilt ist und zum einen eine höhenverstellbare Einzel-Artikelstapel-Aufnahme 8'mit dem Artikelstapel-Längsschieber 9 und einem weiteren Artikelstapel-Querschieber 31 und zum anderen eine raumbewegliche Greifereinheit 32 mit der bodenseitigen Artikelstapel-Aufnahme 8', der Artikelstapel-Längsklemmplatte 121 und dem verstellbaren Artikelstapel-Querschieber 10 besitzt,
wobei durch die Artikelregal-Beschickungseinheit 30 ein einziger ausgewählter Artikelstapel 7' (bei kurzen Artikeln gegebenenfalls zwei oder mehrere parallele Artikelstapel) vom Vorratsregal (Übervorratsregal 15, Zwischenpuffer 16) oder von der Artikelstapel-Ablage 18 des Wareneingangs E zum Schnelldrehautomaten 2 förderbar und dort in einen ausgewählten im wesentlichen senkrechten Schacht des Artikelregals einlagerbar ist.
Für ein Einlagern des Artikelstapels in den Schnelldrehautomaten 2 ist der Artikelstapel 7 durch die Einzel-ArtikelstapelAufnahme 8'vom Vorratsregal in Stapellängsrichtung durch Verschieben mit dem ArtikelstapelLängsschieber 9 entnehmbar und zum Schnelldrehautomaten 2 förderbar und nach einem Umsetzen bzw. Querverschieben V des Artikelstapels 7 vom der Einzel-Artikelstapel-Aufnahme 81 durch den weiteren Artikelstapel-Querschieber 31 auf die bodenseitige ArtikelstapelAufnahme 8'der ausgerichteten Greifereinheit 32 und nach einem Festklemmen des gesamten Artikelstapels in Stapelquerrichtung Q durch die Federfinger-Längsklemmplatte 12 beim
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ausgewählten Schacht des Schnelldrehautomaten 2 durch Bewegen der Greifereinheit positionierbar und einlagerbar ist.
Die Greifereinheit 32 ist über eine Drehachse 33 an einen höhenverstellbaren Hubschlitten 34 befestigt, welcher seinerseits an einer bodenseitig um zwei zueinander senkrechte Achsen C, D angelenkte Vertikalstange 35 des Regalbediengeräts 5 höhenverschieblich ist.
Die Vertikalstange 35 weist eine kürzere Länge auf als die Vertikalstange 36, an welcher die Einzel-Artikelstapel-Aufnahme 81 und die Artikelstapel-Aufnahmeeinheit 28 höhenverschieblich sind.
Gemäss den Figuren 3 und 19 kann also das kombinierte Wareneinlagerungs-Beschickungsgerät aus dem Wareneingang mit Hilfe der Wareneingangseinheit Artikelsäulen 7 aus schräggestellten, zum Gerät hin geneigten Regalen entnehmen. Der Stapel wird durch den positionierten Schieber geführt. Dieser Schieber bringt am Einlagerungsort die Ware auch in das Regal ein. Der Schieber ist verfahrbar über mehrere Artikelstapel bzw. Produktstangen auf der Wareneinlagerungseinheit. Die Wareneinlagerungseinheit und die Beschickungseinheit sind auf der Achse 36 senkrecht verfahrbar bis zu einer Höhe von ca.
5, 5m. Das Gerät selbst ist schienengebunden, kurvengängig und direkt an den Regalzeilen geführt und kann insbesondere über gesteuerte Weichen in Kurzschlüssen bzw. kurzen Kreisen gefahren werden, dergestalt, dass der gesamte Lagerbereich abgedeckt werden kann. Durch Erhöhung der Anzahl der Regalbediengeräte kann die gesamte Anlage erweitert werden.
Die Beschickungseinheit besteht im wesentlichen aus zwei Komponenten : Der Entnahme aus dem Regal mittels Schieber und der Beschickung mit einer schwenkbaren Achse 35. Die zu beschickende Höhe bei Schnelldrehautomaten ist ca. 2, 5m, d. h. die
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Beschickungseinrichtung muss nicht unbedingt bis zum höchsten Regalboden zur Übernahme der Ware fahren. Dies wird durch die Entnahmeeinheit und Abschieben der entnommenen Ware in den Greifer 32 durchgeführt.
Die Auslagerungseinheit positioniert am entsprechenden Regalschacht, löst eine Bremse und übernimmt durch Zurückfahren des Schiebers 9 den Stapel 7 auf die schräge Ebene. Dann fährt diese Einheit in den Bereich der Beschickungseinheit, die vor den Artikelstapel gemäss Fig. 19 positioniert wird.
Dieser Artikelstapel wird mit dem Schieber 31 in den Greifer 32 geschoben, der hintere Anschlag wird durch die verschiebbare Platte bzw. den Querschieber 10 hergestellt. Durch diesen Anschlag wird erreicht, dass die Artikelvorderkante bei der Beschickung immer an gleicher Stelle ist, was die Posi- tionierung in den Kanalschacht wesentlich vereinfacht.
Nach Übernahme des Artikelstapels schliesst sich der Greifer und schwenkt in Richtung Schnelldrehautomat. Die Achse 35 ist in zwei Richtungen C, D neigbar, d. h. durch Neigen dieser Achse kann sich das Gerät exakt auf die Neigung des Schnelldrehautomaten 2 einstellen, auch wenn er doppelt geneigt ist, d. h. sowohl in Richtung Gasse als auch senkrecht zur Gasse.
Dies bringt eine wesentliche Vereinfachung beim Aufsetzen des gegriffenen Artikelstapels auf den schon vorhandenen Artikel, da dann die Bewegung der Achse nur noch einfach linear und somit leicht durchführbar ist.
Der Greifer 32 ist an einer einfach rotatorischen Achse 33 befestigt. Beim Beschicken sind koordinierte Bewegungen im Sinne einer Bahnsteuerung nicht notwendig. Durch die Möglichkeit, die Achse 35, gelagert durch ein Kugelgelenk, am unteren Teil in zwei Richtungen C, D zu schwenken, kann sich das Gerät auf jeden vorhandenen oder zukünftigen Automat einstellen und auch im Mischbetrieb fahren, d. h. in einer Zeile Auto-
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maten mit senkrechten oder schrägen Schächten beschicken.
Wenn auch doppelt geneigte Winkelbleche als Unterlage bzw.
Ablage von Stapeln besonders vorteilhaft sind, versteht es sich, dass auch eine Einfach-Neigung von Winkelblechen oder eine Horizontalanordnung möglich ist, wenn entsprechende Antriebe und Fixierungshilfen für den Artikelstapel vorgesehen sind.
Es sei noch angemerkt, dass in den Unteransprüchen enthaltene selbständig schutzfähige Merkmale trotz der vorgenommenen formalen Rückbeziehung auf den Hauptanspruch entsprechenden eigenständigen Schutz haben sollen. Im übrigen fallen sämtliche in den gesamten Anmeldungsunterlagen enthaltenen erfinderischen Merkmale in den Schutzumfang der Erfindung.