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Verfahren zum Herstellen von Verbundbaukörpern
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Verbundbaukörpem unter Verwendung je eines auf entsprechende Aussenform vorgeformten Wabenkemes und damit zu verbindenden, dessen gleichgerichtete Durchgänge abschliessenden, zueinander nicht parallelen, relativ flach nach aussen gewölbten Schalenteilen. Solche Wabenkeme werden vielfach durch Auseinanderziehen von vorgefalteten und an Faltkanten verklebten Kunststoff-oder Metall-Lamellen aus einer kompakten Ausgangsform gewonnen und bilden dabei parallel aneinandergefügte, sechskantige Hohlprismen.
Anderseits sind heute auch wabenähnliche Strukturen bekannt, die aus parallel nebeneinander geschweissten oder verleimten dünnwandigen Kunststoffröhrchen bestehen, oder es werden wabenähnliche Strukturen durch Aneinanderleimen von gewellten Folien gewonnen. Als Schalenteile werden meistens Bleche oder Folien verwendet, die mit den angrenzenden offenen Flächen der Wabenkeme bzw. mit den Zellwandrändern verklebt werden. Es hat sich nun gezeigt, dass es nicht einfach und vor allem zeitraubend und teuer ist, Wabenkeme so zu formen, dass nach der Verklebung mit der Schale oder den Schalenteilen die gewünschte Aussenform des Baukörpers masshaltig entsteht und dass möglichst alle Zellwandränder mit der Schale verklebt werden können.
Dieser übelstand kann in vielen Anwendungsfällen schon leicht dadurch behoben werden, dass der Verbundbaukörper aus mindestens zwei Teilen mit je einer Schalenfläche und je einem damit verbundenen Honigwabenkernteil gefertigt wird, deren zum Anliegen an je einer entsprechenden Gegenfläche unter Einklebung einer die beiden Teile vereinigenden Zwischenwand bestimmte, offene Begrenzungsflächen geometrisch einfacher als die Schalenflächen geformt sind. Man kann dann in jeder Schalenhälfte je eine oder mehrere ebene oder zylindrisch gerundete Wabenkernplatten einpressen und einkleben und die offenen Grenzflächen der Wabenkernteile z. B. zu ebenen Grenzflächen beschneiden, z. B. überfräsen.
Die zum Verbinden der Wabenkernteile vorgesehenen Zwischenwände können als einfache Bleche, als massive Platten oder als zusammengesetzte Wandkörper ausgebildet sein. Zur Herstellung von aerodynamischen Stabilisierungs-oder Leitwerkflügeln können die Zwischenwände auch als Platten ausgebildet sein, welche sich unter Verwendung von Ergänzungsteilen mit den Schalenteilen zu einer baulichen, formstabilen Tragplatte verbinden lassen und beispielsweise einstückig mit einem vorstehenden Trägerorgan verbunden sind, durch welche der betreffende Flügel mit der Zelle eines Flugkörpers verbunden werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens und Ausführungsbeispiele entsprechend hergestellter Zellstruktur-Baukörper sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 Querschnitte durch Wabenkernteile und eine Halbform zur Herstellung einer Hälfte eines aerodynamischen Flügels ; Fig. 2 eine Draufsicht auf die Halbform gemäss Fig. 1 ; Fig. 3 einen der Fig. 1 entsprechenden Querschnitt durch einen fertig gepressten Halbflügel vor dem Bearbeiten der offenen Grenzfläche des Wabenkemteiles ; Fig. 4 ein Schaubild eines Flugkörper-Flügels, geschnitten ; Fig. 5 einen vergrösserten Ausschnitt aus dem
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Querschnitt des Flügels nach Fig. 4.
Gemäss den Fig. 1 und 2 wird in eine Halbform, deren Körper mit-l-bezeichnet ist und Luftabsaugkanäle --10-- enthält, ein vorgeformtes Schalenblech-2--, welches die eine
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Eine aushärtbare Schicht --20-- von Klebstoff, vorzugsweise Epoxyharz, wird auf der hohlgewölbten Seite der Schale --2-- aufgetragen. Anschliessend werden Abschnitte--3a, 3b, 3c- von ebenen Wabenkernplatten eingelegt und eingepresst. Nach dem Aushärten der Klebstoffschicht - -20--, was in einem Ofen bewirkt werden kann, entsteht ein Halbflügel nach Fig. 3. Er wird noch in der Form belassen und die gekrümmte, obere Grenzfläche des entstandenen Wabenkernteiles-3-- wird in der strichpunktiert eingezeichneten Ebene E-E eben überfräst.
Unter Benutzung einer ebenen Zwischenwand-4--, deren Ränder in geeignet profilierte Ergänzungsteile-5 und 6-eingeklebt sind, und von zwei Halbflügeln nach Fig. 3, lässt sich ein aerodynamischer Flügel--7-- nach den Fig. 4 und 5 durch Klebeverbindungen herstellen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von Verbundbaukörpern unter Verwendung je eines auf entsprechende Aussenform vorgeformten Wabenkemes und von damit zu verbindenden, dessen gleichgerichtete Durchgänge abschliessenden, zueinander nicht parallelen, relativ flach nach aussen
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Honigwabenkernteile (3) mit je einem einseitig abdeckenden Schalenteil (2) verbunden werden, worauf die gegenüber den Schalenflächen geometrisch einfacher geformten offenen Begrenzungsflächen der Wabenkerne unter Einlage einer Zwischenwand (4) mit dieser verklebt und dadurch miteinander verbunden werden.
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