<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Konservierung von Holz
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Erfindungzunahme sehr stark anstieg und bei Anwendung einer hinreichenden Temperatur, um dem Holz zur Verdampfung des Dimethyläthers genügend Wärme zuzuführen, die Drücke im Behandlungszylinder über die empfohlenen und zulässigen Werte anstieg und das Holz durch den Druck zerstört wurde. Darüber hinaus ist das im Holz gelöste Wasser in Dimethyläther beträchtlich löslich und dieses kann ohne Fraktionierung von Dimethyläther nicht getrennt werden. Dadurch wird Konservierungsmittel aus dem Lösungsmittel herausgenommen, was einen beträchtlichen Verlust verursacht.
Das Verfahren ist für das Imprägnieren von Weichhölzern besonders wertvoll. Die schwierig zu durchdringenden Weichhölzer, von denen die Douglas-Tanne eine bekannte Art ist, werden als Gymnospermen der Ordnung Coniferalen klassifiziert. Die Coniferalen ergeben Nutzholz auf technischer Basis. Sie sind im allgemeinen als Coniferen, Immergrün- oder Weichhölzer bekannt und bilden den Ursprung des Stabholzes in der Holzindustrie. Zum leichteren Verständnis wird der Ausdruck "Weichholz"im folgenden jene Bäume umfassen, die der Ordnung der Coniferalen angehören.
Stangen für Telephon-, Telegraphen-und Stromleitungen aus der Douglas-Tanne sind in vielen Gebieten aufgestellt worden. Diese Stangen wurden zur Verlängerung ihrer Gebrauchsdauer mit Konservierungsmittel behandelt. Da jedoch die Douglas-Tanne eine schwer zu durchdringende Holzart ist, war die Eindringungstiefe von Konservierungsmitteln auf das Splintholz der Stange beschränkt. Der grösste Teil der Stange, das Kernholz, blieb nackt und gegen den Angriff von Pilzen und Insekten und gegen Zerfall ungeschützt.
Die verschiedene Holzstruktur (Splintholz und Kernholz) der Weichhölzer ist ein direktes Ergebnis der besonderen Wachstumsart der Bäume, aus denen Stangen und Nutzholz hergestellt werden.
Während des Frühstadiums der Weichhölzer ist das gebildete Holz physiologisch aktiv und stellt das Splintholz dar. Bei zunehmendem Durchmesser des Stammes werden aussen neue Splintholzschichten angelegt, während der innere Teil früher oder später nur noch eine mechanische Funktion ausübt und Änderungen unterworfen ist, die daraus Kernholz machen. Die jährlich entstehenden Splintholzschichten bewirken die Saftleitung und dienen teilweise der Nahrungsspeicherung. Das gebildete und sich weiter bildende Kernholz stellt ein totes Gewebe dar, dessen Hauptfunktion eine mechanische Stütze ist und das an den Lebensabläufen des Baumes keinen Anteil mehr nimmt.
Sobald die Kernholzbildung in einem Baum eingeleitet ist, schreitet seine Bildung nach aussen fort, während unter der Rinde eine Splintholzschicht ist, die die erforderliche Saftleitung gewährleistet. Grosse Bäume enthalten gewöhnlich nur dünne Splintholzschichten, welche die dickere und tiefere Kernholzschicht umgeben.
Während der Kernholzbildung entstehen verschiedene organische Verbindungen, die möglicherweise durch den Tod von Parenchym entstehen, und im Kern des toten Gewebes des Baumes eingeschlossen werden. Substanzen dieser Art treten in die Zellwände ein und können sich bei reichlicher Anzahl auch in den Höhlungen, meist in Form amorpher Abscheidungen ablagern. Dies ist wegen der Struktur des Kernholzes von Bedeutung, da bei Weichhölzern bis jetzt das Kernholz nicht mit Konservierungsmitteln durchdrungen werden konnte. Die Penetration von Kernholz erfolgt tatsächlich nur an Stellen, die Trocknungsrissen benachbart liegen.
Die Verwendung von Weichholzstangen, wie z. B. Douglas-Tannenstangen, deren Splintholzschicht mit einem Konservierungsmittel, wie Pentachlorphenol imprägniert ist, ist dadurch beschränkt, dass im nicht imprägnierten Kernholz Insekten, Pilze und Organismen, die einen Abbau verursachen können, vorhanden sein können. Dies erfolgt trotz einer höheren Widerstandsfähigkeit des Kernholzes gegen einen solchen Angriff im Vergleich zum Splintholz.
Bei Abwesenheit schützender Konservierungsmittel kann das Kernholz durch Trockenrisse bei oder nahe der Grundlinie angegriffen werden. Die Risse entstehen gewöhnlich während des Trocknens oder während des Stehens.
Risse in unbehandeltem Kernholz nach der Behandlung und Aufstellung, die in Stangen oder Bauholz mit imprägniertem Splintholz entstehen, waren bis jetzt ein ernstes Problem, obwohl das schützende Splintholz von Insekten oder Organismen, die einen Zerfall verursachen, nicht durchdrungen werden kann. Geht der Riss durch das schützende Splintholz hindurch, ist das nicht konservierte Kernholz dem Angriff von Insekten, Pilzen und andern schädlichen Organismen völlig ausgesetzt. Die Risse bilden längs der Stange Kanäle, durch die Wasser und Pilzsporen in das Innere dringen können.
Neben der natürlichen Rissbildung sind äussere Verletzungen, Bolzenlöcher und Löcher beim Zu- sammenbau eine Gefahr für das unbehandelte Kernholz, da sich in diesen Wasser sammelt. Die Verdampfung wird besonders durch Anwesenheit von Bolzen verlangsamt. Nicht behandeltes Holz kann lange Zeit nass bleiben, wodurch eine für das Wachstum schädlicher Organismen geeignete Umgebung entsteht.
<Desc/Clms Page number 3>
Das Verfahren kann auch gefahrlos und feuersicher auf das Vortrocknen von grünem und teilweise getrocknetem Holz angewendet werden.
Bei der Holzkonservierung wird üblicherweise vor, während und nach der Imprägnierung des Holzes mit einem Konservierungsmittel auch das Holz getrocknet. Ein übliches Verfahren zur Trocknung des Holzes ist die Lufttrocknung, bei der Holz auf einem Holzplatz gelagert und die natürliche Trocknung durch Verdampfen des Wassers abgewartet wird.
Bekanntlich enthält grünes Bauholz Wasser in zwei verschiedenen Zuständen. Ein Teil ist im Holz in freiem Zustand vorhanden, während der andere im Zellulosematerial tatsächlich gebunden ist und die Holzfasern gesättigt hat. Das im erfindungsgemässen Verfahren angewendete Lösungsmittel verdampft nicht nur selbst aus dem Holz, sondern bewirkt auch eine mechanische Kraft, die das im grünen oder teilweise getrockneten Holz enthaltene Wasser entfernt und so eine Vortrocknung bewirkt.
Beim erfindungsgemässen Verfahren wird das Holz in eine Lösung von Pentachlorphenol in einem aliphatischen Kohlenwasserstofflösungsmittel eingetaucht, welches (a) tiefer siedet als Wasser bei Atmosphärendruck und (b) bei Umgebungstemperaturen und erhöhtem Druck leicht verflüssigt werden kann. Dieses Lösungsmittel enthält noch ein Hilfslösungsmittel, welches das Pentachlorphenol in Lösung zu bringen hilft und (a) zu weniger als 10% in Wasser löslich ist und (b) eine 25% igue Löslichkeit für das darin zu lösende Pentachlorphenol aufweist und (c) im Lösungsmittel, das als Träger für das Pentachlorphenol angewendet wird, löslich ist.
Die Lösungsmittel für die Holzimprägniermittel werden im Hinblick darauf ausgewählt, dass sie hinreichend hoch erhitzt werden können, um genügend Wärme aufzuspeichern und in das Holz tragen zu können, ohne dass eine Temperatur von 930 C und ein Dampfdruck von 14 kg/cm2 überschritten werden und dass die bei der Verarbeitung eingebrachte Lösungsmittelmenge beim Anlegen eines Vakuums auf den Zylinder, der das Holz enthält, von selbst verdampft.
Bei Anwendung von Lösungsmitteln mit relativ hohen Siedepunkten bei Atmosphärendruck ist es zweckmässig, für die Behandlung ein"empty cell"-Verfahren anzuwenden, um die Injizierung zu vermindern und nach Beendigung der Druckphase ein"Kickback"des Konservierungsmittels zu bewirken.
Auf diese Weise wird die Menge des Lösungsmittels, das selbst verdampfen muss, vermindert. Das bei einem solchen"empty cell"-Verfahren angewendete unlösliche, nicht kondensierbare Gas kann Luft und vorzugsweise auf Grund der Brennbarkeit der meisten angewendeten Lösungsmittel Stickstoff oder ein anderes nicht brennbares Gas sein. Ein solches "empty cell"-Verfahren kann auch für die Behandlung angewendet werden, wenn die Dampfdruckeigenschaften des verwendeten Lösungsmittels zu einem "full cell"-Verfahren führen.
Wegen ihrer erwünschten Dampfdruckeigenschaften, Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit, werden Lösungsmittel, wie verflüssigte Petroleumgase, verflüssigtes Propan, Butan, Isobutan usw. besonders empfohlen. Ein Hilfslösungsmittel, welches mit dem Trägermittel mischbar ist, wird zur Einführung des Imprägniermittels in das Lösungsmittel in den erforderlichen Anteilen für die Behandlung des Holzes angewendet.
Die Löslichkeitseigenschaften des Lösungsmittels für das Pentachlorphenol sind äusserst wichtig für die Penetration und Zurückhaltung des Imprägniermittels im Holz. Ist das Pentachlorphenol nicht in einem solchen Ausmass löslich, in dem das Trägerlösungsmittel das Pentachlorphenol in hinreichender Menge und Tiefe in das Holz einbringen kann, werden die erwünschten Konservierungseigenschaften des imprägnierten Holzes mangelhaft sein. In dieser Hinsicht sind die erfindungsgemäss anwendbaren aliphatischen Kohlenwasserstoffe nicht in der Lage, für die richtige Imprägnierung von Holz genügend Pentachlorphenol zu lösen. Es ist daher wensetlich, dass beim Auflösen des Pentachlorphenols in den aliphatischen Kohlenwasserstofflösungsmitteln ein Hilfslösungsmittel zugegen ist.
Auch die Auswahl der Hilfslösungsmittel ist kritisch und hängt von der Löslichkeit des Hilfslösungsmittels in Wasser, der Löslichkeit des Konservierungsmittels im Hilfslösungsmittel und der Löslichkeit des Hilfslösungsmittels im Trägerlösungsmittel ab. Ist das Hilfslösungsmittel zu mehr als le10 in Wasser löslich, wird es mit dem freien Wasser des Holzes reagieren, d. h. es wird mit dem Wasser mehr in Lösung gehen als mit dem verflüssigten Petroleumgasträger.
Wenn dies eintritt, geht ein Teil des Pentachlorphenols oder eines andern Konservierungsmittels, welches im Hilfslösungsmittel gelöst worden war,
EMI3.1
Konservierungsmittels, wäre eine übermässige Menge Hilfslösungsmittel erforderlich, um das Pentachlorphenol in Lösung zu bringen, wodurch das Verfahren unwirtschaftlich wird und gleichzeitig die Wirksamkeit und Fähigkeit des Trägerlösungsmittels, das Konservierungsmittel in das Holz zu bringen,
<Desc/Clms Page number 4>
vermindert wird. Es ist auch wesentlich, dass das Hilfslösungsmittel im aliphatischen Kohlenwasserstoffträger löslich ist, so dass die gesamte Menge Konservierungsmittel, die im Hilfslösungsmittel gelöst ist, auch im primären Trägerlösungsmittel enthalten ist.
Hilfslösungsmittel, die für das erfindungsgemässe Verfahren erfolgreich angewendet werden können, sind z. B. Toluol, Benzol, Nitrobenzol, Di- und Trichlorbenzole, Alkylbenzole, Hydroxybenzole, Xylol, Äthyläther, Isopropyläther, Vinyläthyläther, Dibutyläther, Dibutylketon, Diisobutylketon, Methylisobutylketon, Benzonitril, Dekalin, Tetralin, Butyraldehyd und Isobutyraldehyd.
Die zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens angewendete Imprägnierlösung enthält z. B. eine etwa 2-61oigne und vorzugsweise 51oigne Lösung von Pentachlorphenol in verflüssigtem Petroleumgas und Isopropyläther als Hilfslösungsmittel. Lösungen mit weniger als etwa 2 Gew.-% Pentachlorphenol gewähren nicht in allen Fällen eine hinreichende Zurückhaltung des Konservierungsmittels im behandelten Holz. Zum Beispiel schreibt die American Wood-Preservers Association vor, dass Sperrholz mindestens 4, 8 kg/m zurückhalten soll. Unter Anwendung der erfindungsgemässen Konzentrationsbereiche werden diese minimalen Anforderungen leicht erreicht. Das in der Lösung angewendete Hilfslösungsmittel sollte etwa 2-8'%'der gesamten Lösung ausmachen.
Bei Anwendung von weniger als 2 Hilfslösungsmittel kann im Trägerlösungsmittel zur Erzielung einer entsprechenden Behandlung nicht genügend Pentachlorphenol gelöst werden. Mehr als 80 Hilfslösungsmittel bewirken keinen wesentlichen Vorteil, sondern führen zu unwirtschaftlicheren Verfahren.
EMI4.1
Butan und Isobutan angewendet werden. Auf diese Weise wird der tatsächliche Dampfdruck der Lösung erhöht und man erhält den für die Behandlung von Holz oder andern Gegenständen erforderlichen Druck.
Werden Lösungsmittel, wie Pentan oder Isopentan verwendet oder soll sehr viel injiziert werden, kann äusserer Druck, wie mittels Druckpumpen oder Gaskompressoren zu Hilfe genommen werden.
Da das Lösungsmittel leicht verdampft, während das Holz noch im Behandlungszylinder ist, treten bei der späteren Verwendung des Holzes keine Ausblühungen auf, wodurch die Behandlung des Holzes dauerhafter ist als in andern leichten Lösungsmittelansätzen.
Den Ansätzen können auch wasserabstossende Chemikalien, die in Kohlenwasserstoffen löslich sind, wie z. B. Wachs oder Paraffin, zugesetzt werden.
Zusammenfassend ergeben sich folgende Vorteile der Erfindung :
Das behandelte Produkt wird vom flüssigen Träger und von Geruchsstoffen sofort befreit.
Die Behandlung bewirkt keine Verwindung, Kanal- oder Rissbildung.
Sie bewirkt keine Strukturveränderung, so dass auch schon ganz oder teilweise bearbeitetes Holz behandelt werden kann.
Lagerraum und-zeit für das behandelte Holz werden vermindert, so dass frisch behandeltes Holz, sobald es am Arbeitsplatz eingetroffen ist, verarbeitet werden kann.
Besonders Trocknen an der Luft oder im Ofen zur Entfernung des Lösungsmittels ist nicht erforderlich.
Die Behandlung kann innerhalb eines minimalen Zeitraumes durchgeführt werden. Die äusserst niedrige Viskosität des verflüssigten Petroleumgases und der Umstand, dass keine längere Vor- oder Nachbehandlung erforderlich ist, erniedrigt die Kosten durch Erhöhung des Durchsatzes.
Die Tatsache, dass der Lösungsmittelträger wieder gewonnen und verwendet werden kann, erniedrigt die Kosten.
Erfindungsgemäss behandeltes Holz hält das Konservierungsmittel dauernd fest, wodurch seine Gebrauchsdauer erhöht wird.
Es tritt keine Festigkeitsverminderung des Holzes auf Grund hoher Temperatur auf.
Während des erfindungsgemässen Verfahrens wird Pentachlorphenol, das im Flüssiggas und Hilfslösungsmittel gelöst ist, mittels des im beschriebenen Behandlungszyklus auftretenden Druckes, tief in die Holzfasern eingebracht. Nach Aufheben des Druckes verdampft das Flüssiggas rasch, wobei kristallines Pentachlorphenol innerhalb der Holzfasern zurückgehalten wird. Schliesslich werden mittels Vakuum die verflüssigten Dämpfe zurückgewonnen und das imprägnierte Holz hinterbleibt frei von Lösungsmitteln.
Das neuartige, erfindungsgemässe Verfahren hat wegen der vollständigen Austreibung des Lösungmittels nach der Einbringung des Konservierungsmittel in das Holz die bemerkenswerte Eigenschaft, dass das Konservierungsmittel dauernd zurückgehalten wird. Diese Eigenschaft ist wichtig, um das behandelte Holz während seiner Gebrauchsdauer gegen Zerfall und Insektenangriff wirkungsvoll zu schützen.
<Desc/Clms Page number 5>
Versuche zur Erforschung der Dauerhaftigkeit von Holzbehandlungen wurden unter Anwendung von leichten Lösungsmittelträgern durchgeführt und ergaben, dass bei Auflösung von Pentachlorphenol in den üblichen niedrig siedenden Petroleumlösungsmitteln innerhalb eines Zeitraumes Ausblühungen und Auslaugungen auftreten, wodurch die Wirksamkeitsdauer des Konservierungsmittels vermindert wird.
Das Konservierungsmittel im Holz, welches mittels niedrig siedender Petroleumlösungsmittel imprägniert wurde, wird vom Lösungsmittel aus dem Holz herausgetragen, wodurch eine Ortsverlagerung des Pentachlorphenol bewirkt wird. In einem Bericht der"American Wood Preserving Ass. [1953]" mit dem Titel "Recovery of solvents from wood pressure treated with oil borne preservatives and its effects on paintability" schliesst Dr. M. S. Hudson, dass die Gegenwart von Lösungsmitteln die Wanderung und den Verlust an Pentachlorphenol verursacht und dass ohne jedem vorhandenen Lösungsmittel die Konservierungsmittel festgehalten bleiben. Da im erfindungsgemäss imprägnierten Holz kein Lösungsmittel zum Verdampfen vorhanden ist, kann eine Ortsveränderung des Konservierungsmittels nicht erfolgen.
Zur Messung für das Verbleiben von kristallinem Pentachlorphenol, das nach dem erfindungsgemässen Verfahren im Holz abgelagert wurde, wurde ein Stück einer vollständig imprägnierten Stange aus southernGelbkiefer zu Sägemehl vermahlen. Das Sägemehl wurde dann in eine trockene Petri-Schale gegeben und in einem Ofen 70 Tage auf 650 C erhitzt. Die Analyse des Weichholzes vor und nach diesem Erhitzen ergab, dass weniger als HJ1 ! o Pentachlorphenol verlorengingen. Da der Dampfdruck von Pentachlorphenol bei 650 C hundertmal grösser ist als bei Raumtemperatur, würde es bei einem ähnlichen Versuch, der bei 20 C durchgeführt wird, 20 Jahre dauern, bis ein vergleichbarer Verlust an Pentachlorphenol eintritt.
Zur Imprägnierung von Holz kann entweder das"füll cell"-oder"empty cell"-Verfahren angewendet werden. Es ist jedoch oft erwünscht, ein "empty cell"-Verfahren anzuwenden, da hiebei ein Teil des Lösungsmittels durch Expansion der nicht kondensierbaren Gase aus dem Holz entfernt wird, so dass weniger Wärme zur Verdampfung des übrigen Lösungsmittels erforderlich ist. Da beim "empty cell"Verfahren ein Inertgas und geeignete Drücke angewendet werden, wird die Zurückhaltung von Flüssiggas im Holz vermindert und so eine vollständige Verdampfung des restlichen Flüssiggases im Holz durch die im Holz gespeicherte Wärme bewirkt.
Als nicht kondensierbares Gas kann Druckluft verwendet werden, wegen der im allgemeinen brennbaren Eigenschaften der Lösungsmittel wird jedoch ein Inertgas, wie Stickstoff, bevorzugt. Bevor die Behandlungslösung in den Zylinder gebracht wird, wird dieser mit einem Inertgas, wie Stickstoff, beschickt. Auf diese Weise wird innerhalb des Holzes unter der verflüssigten Petroleumgaslösung ein Inertgaspolster gebildet. Nach Beendigung der Injektionsphase des Behandlungszyklus dehnt sich das komprimierte Inertgas in den Zellen aus und drückt einen Teil der Behandlungslösung aus dem Holz heraus.
Die im Holz zurückgehaltene Lösungsmittelmenge wird so vermindert und die zur Wiedergewinnung des verflüssigten Petroleumgases erforderliche Zeit ebenfalls. Dieses "empty cell"-Verfahren erlaubt auch, die Zurückhaltung der Giftsubstanz ohne Änderung seiner Konzentration im verflüssigten Petroleumgas zu variieren. Für das Verfahren geeignete Temperaturen reichen bis 930 C, die entsprechenden Drücke bis 14 kg/cm2. Ansonsten sind die für das Verfahren geeigneten Temperaturen und Drücke nur durch die Vorschriften für die Holzbehandlung beschränkt, wie z. B. die "Federal Specification TT -W -571 g".
Im besonderen wird die folgende Reihe von Stufen als die beste Art betrachtet, das erfindungsgemässe Verfahren einfach, wirtschaftlich und praktisch durchzuführen :
Für das "full cell"-Verfahrenwird das zu imprägnierende Holz in einen hermetisch abgeschlossenen Zylinder gebracht. Die Luft im Zylinder wird durch Evakuieren entfernt, so dass der Sauerstoffgehalt untel 3j liegt, um den Explosionsbereich nicht zu erreichen. Hiefür werden gewöhnlich etwa 3 - 5 min benötigt. Darauf bewirkt das Vakuum die Entfernung aller nicht kondensierbarer Gase aus den Holzzellen, wodurch das Eindringen von möglichst viel Konservierungsmittel in das Holz ermöglicht wird.
In den Zylinder wird eine Lösung, enthaltend das Lösungsmittel, Hilfslösungsmittel und Konservierungsmittel, eingebracht, indem zuerst der Druck des Lösungsmittels usw. der Lösung in einem Druck-Vorratsbehälter mit dem Vakuum im Behandlungszylinder ausgeglichen wird. Der Zylinder wird mittels Schwerkraft oder Pumpe mit weiterer Konservierungsmittellösung gefüllt. Der Druck wird dann mittels der der Lösung zugeführten Wärme erhöht, bis das Holz oder ein anderes Material mit dem Flüssiggas usw. imprägniert ist. Erforderlichenfalls kann während der Verarbeitung weitere Lösung in den Zylinder gepumpt werden.
Hat das Holz genügend Imprägniermittel aufgenommen, wird die Flüssigkeit vom Zylinder in den Druck-Lagertank zurückgeführt, wobei der im Zylinder vorhandene Dampfdruck zu dieser Überführung ausgenutzt wird. Zur Entfernung der im Zylinder befindlichen Dämpfe wird eine Dampfpumpe
<Desc/Clms Page number 6>
angewendet. Bei Verminderung des Dampfdruckes im Zylinder verdampft das im Holz enthaltene Lösungsmittel und diese Dämpfe werden auf ähnliche Weise dem Lagertank zugeführt. Nachdem die im behandelten Holz enthaltenen Gase verdampfen, kondensiert und in den Druck-Lagertank gebracht wurden, wird im Behandlungshylinder zur Entfernung der letzten Kohlenwasserstoffspuren ein Vakuum erzeugt, worauf der Zylinder mit einem Inertgas gespült wird, um den Gehalt an Kohlenwasserstoffdampf auf weniger als 41a zu vermindern.
Der Zylinder wird dann geöffnet und das Holz daraus entfernt.
Beim"emptycell"-Verfahren, welches mit einem unbrennbaren Gas arbeitet, wird das Holz in einem hermetisch abgeschlossenen Zylinder eingeschlossen, die Luft evakuiert und bei relativ niedrigem Druck (z. B. 3, 5 kg/cmz) ein Inertgas, wie Stickstoff, eingeführt und in das Holz gedrückt. Nun wird das Holz mit der Lösung imprägniert, wobei man einen Inertgaspolster innerhalb des Holzes und unterhalb der Lösung erhält. Nach Beendigung der Imprägnierung wird das flüssige Lösungsmittel in den DruckLagertank zurückgeführt.
Die im Holz während der Behandlung zurückbleibende Lösungsmittelmenge wird vermindert, wodurch die Wiedergewinnung beschleunigt wird und der Zylinder früher geöffnet werden kann. Dieses "empty cell"-Verfahren erlaubt auch die Zurückhaltung des Giftstoffes usw. ohne Änderung der Konzentration im Pentachlorphenol zu variieren.
Neben den allgemeinen oben angegebenen Zielen weist die Erfindung noch andere Ziele auf, wie andere Verbesserungen und Vorteile, wie sie aus der weiteren Beschreibung und den Ansprüchen ersehen werden können.
In der Zeichnung, die einen Teil der Beschreibung darstellt, wird ein Fliessbild der günstigsten Ausführungsart des erfindungsgemässen Verfahrens unter Anwendung von Pentachlorphenol gezeigt :
Herstellung der Behandlungslösung :
Um die erforderliche Menge Pentachlorphenol in die verflüssigten Petroleumgase für die Behandlungslösung einzubringen, wird ein Hilfslösungsmittel angewendet. Pentachlorphenol (Penta) wird in Säcken (nicht gezeigt) erhalten und bei 10 in das Penta-Mischgefäss 11 geleert. Das Hilfslösungsmittel wird in den Fässern 12 geliefert, die mittels der Rohre 13 mit der Flüssigkeitspumpe 14 verbunden sind. Mittels Pumpe 14 wird das Hilfslösungsmittel von den Fässern 12 durch die Leitungen 13 und 16 und den Bypass 17 um das Penta-Mischgefäss 11 in den Mischtank 15 für das Hilfslösungsmittel und Penta gebracht.
Nachdem eine hinreichende Menge Hilfslösungsmittel von den Fässern 12 in den Mischtank 15 gebracht worden ist, werden die Ventile 18 in der Leitung 13 zwischen den Fässern 12 und der Pumpe 14 geschlossen. Das Ventil 19 in der Leitung 20 zwischen dem Mischtank 15 und Pumpe 14 wird dann geöffnet, Ventil 21 in Leitung 17 geschlossen, die Ventile 22 und 23 in den Leitungen 24 und 25 werden geöffnet und das Hilfslösungsmittel wird durch die Leitung 20 vom Mischtank 15, zur Pumpe 14 und zurück zum Mischtank 15 durch die Leitungen 16 und 24 zum Penta-Mischgefäss 11 und durch die Leitung 25 zum Mischtank 15 im Kreislauf geführt. Die Penta-Kristalle im Tank 11 werden auf diese Weise im Hilfslösungsmittel aus dem Tank 15 gelöst, bis eine 35-40loge Lösung von Penta im Hilfslösungsmittel erhalten wird.
Die Pumpe 14 wird dann abgeschaltet und die Ventile 22,21, 19 in Leitung 24,17 und 20 geschlossen. Die Lösung des Penta im Hilfslösungsmittel verbleibt dann im Mischtank 15.
Lösungsmittel, wie verflüssigtes Petroleumgas wird bei 26 aus Tankwagen in das LösungsmittelVorratsgefäss 27 und das Lösungsmittel-Penta-Lagergefäss 28 gebracht. Beim letzten Schritt der Herstellung der Behandlungslösung wird dieHilfslösungsmittel-Pentalösung aus dem Mischtank 15 dem Lösungsmittel aus den Gefässen 27 und 28 zugegeben, wobei eine Lösung mit den erforderlichen Gehalten an Hilfslösungsmittel, Penta und verflüssigtem Petroleumgas oder Lösungsmittelträger erhalten wird. Bei einem typischen Beispiel für das "full cell"-Verfahren wird ein Gemisch aus 5% Isopropyl- äther, 3% Penta und 9zozo verflüssigtes Petroleumgas verwendet.
Bei einem typischen Beispiel für das "empty cell"-Verfahren wird eine Mischung aus 8% Isopropyläther, 51o Penta und 87% verflüssigtes Petroleumgas angewendet. Dies erreicht man durch Zuführen von Inertgas, wie Stickstoff aus der Leitung 29 zum Mischtank 15, um dessen Druck gegenüber dem Druck im Lagertank 28 etwas zu erhöhen. Dann wird das Ventil 30 in Leitung 31, das Ventil 32 in Leitung 33, das Ventil 36 in Leitung 37 und das Ventil 34 in Leitung 35 geöffnet und die Pumpe 14 in Betrieb genommen. Dadurch wird das verflüssigte Petroleumgas aus dem Tank 28 über die Pumpe 14 und zurück durch die Leitungen 35,37 und wieder zum Tank 28 im Umlauf gebracht.
Während dieses Umlaufes wird an der Saugseite der Pumpe 14 die Isopropyläther-Pentamischung aus dem Tank 15
<Desc/Clms Page number 7>
zugeführt. Um dies zu erreichen, wird das Ventil 19 in der Leitung 20 zur Pumpe 14 etwas geöffnet. Ist die erforderliche Menge der Isopropyläther-Pentamischung aus dem Mischtank 15 zugeführt, wird das Ventil 19 geschlossen. Die Pumpe 14 setzt den Kreislauf der Mischung durch den Tank 28 fort, bis eine einheitliche Mischung aus verflüssigtem Petroleumgas-Pentalösung erhalten wird, worauf die Pumpe 14 abgestellt und die Ventile 34,36, 30 und 32 geschlossen werden.
Eine typische Behandlungslösung kann aus 921o Butan, 30/0 Pentachlorphenol und 51o Isopropyläther hergestellt werden.
Je nach der gewünschten oder geforderten zurückgehaltenen Menge kann die Konzentration an Pentachlorphenol in der Behandlungslösung variiert werden.
"Full cell"-Verfahren :
Der Zylinder 38 wird mit Holz beschickt, seine Tür 39 geschlossen und abgedichtet. Alle Ventile zum Zylinder 38 werden geschlossen mit Ausnahme des Ventils in der Leitung 40 zwischen dem Zylinder 38 und dem Ejektor 41. Dann wird dem Ejektor 41 über Leitung 42 und Ventil 43 Dampf zugeführt und der Zylinder 38 auf 660 mm Hg evakuiert. Dadurch wird Luft aus dem Zylinder 38 und dem darin befindlichen Holz entfernt. Nach einer Inertgasspülung kann die Behandlungslösung dem Zylinder zugeführt werden. Die Ventile 30 und 32 in den Leitungen 31 und 33 zwischen dem Vorratsbehälter 28 und der Pumpe 14 werden geöffnet. Die Ventile 44 in Leitung 45 zwischen der Leitung 16 von Pumpe 14 und dem Behandlungszylinder 38 werden geöffnet. Pumpe 14 wird in Betrieb genommen und die Behandlungslösung dem Zylinder 38 zugeführt.
Gleichzeitig wird die Dampfzufuhr zum Ejektor 41 unterbrochen und das Ventil 40 in Leitung 44 zum Ejektor, geschlossen. Die Behandlungslösung wird so lange dem Zylinder 38 zugeführt, bis das darin befindliche Holz mit der Lösung bedeckt ist. Alle Ventile, 30,32, 44 zwischen Tank 48, Pumpe 14 und dem Behandlungszylinder 38 werden dann geschlossen. In der nächsten Stufe wird der Druck im Zylinder 38 auf etwa 10, 5 kg/cm erhöht. Dies erreicht man durch Dampfzufuhr aus Leitung 45 über Ventil 46 in die Dampfschlange 47 des Zylinders 38. Die Temperatur der Lösung wird auf 710 C erhöht, wobei der Dampfdruck der Lösung etwa 10,5 kg/cm beträgt. Der Druck im Zylinder 38 wird automatisch durch einen schreibenden Druckregler 48 kontrolliert, der die Dampfzufuhr zu den Heizschlangen 47 im Zylinder 38 regelt.
Dieser Druck wird hinreichend lange aufrecht erhalten, z. B. 2-3 h, um die Imprägnierung des Holzes 48 mit der Behandlungslösung zu erreichen.
Nach Beendigung des Druckzyklus wird die Behandlungslösung vom Zylinder 38 besser in den Lösungsmittel-Pentachlorphenoltank 49 als in den Lösungsmittel-Pentachlorphenol-Lagertank 28 zurückgeführt. Diese Überführung erfolgt durch Öffnen des Ventils 50 in Leitung 51 zwischen dem Zylinder 38 und dem Kühler 52, des Ventils 53 in Leitung 54, des Ventils 55 in Leitung 56 zwischen dem Kühler 52 und der Leitung 35, die über die Leitung 57 und das zu öffnende Ventil 58 zum Tank 49 führt. Diese Überführung kann ohne Anwendung der Pumpe 14 erfolgen, da der Druck im Zylinder 38 um etwa 7 kg/cm2 höher ist als der Druck im Tank 49.
Wenn die flüssige Behandlungslösung zum Tank 49 geht, wird sie im Kühler 52 gekühlt. Diese Kühlung vermindert den Dampfdruck und begünstigt so die Überführung. Die nach Beendigung der Flüssigkeitsüberführung im Zylinder 38 verbleibende Behandlungslösung wird mittels Pumpe 14 in den Tank 49 gebracht. Nach Beendigung der Flüssigkeitsüberführung wird die Dampfleitung 46 zu den Heizschlangen 47 des Zylinders 38 und das Ventil 64 in Leitung 54 zwischen Kühler und Tank geschlossen. Im Zylinder 38 verbleibt eine beträchtliche Lösungsmittelmenge, zum Teil als Flüssigkeit im Holz und zum Teil als Dampf um das Holz herum. Dieses Lösungsmittel wird mittels Dampfpumpe 59 wiedergewonnen.
Diese Dampfpumpe entfernt den Lösungsmitteldampf aus dem
Zylinder und komprimiert ihn auf 10, 5 kg/cmz. Man erreicht dies durch Öffnen des Ventils 60 in der Leitung 61. Von der Dampfpumpe 59 geht das komprimierte Gas durch die Leitung 62 und die Ventile 63 und 69 zum Kühler 52. Von da gehen die kondensierbaren Gase durch die Leitung 54 und Ventil 64 zum Sammelgefäss 65. Nicht kondensierbare Gase gehen über die Leitung 66 und den Druckregler 67 ins Freie. Das im Behälter 65 aufgefangene Kondensat geht über den Flüssigkeitstandregler 68 über die Leitungen 56,35 und 57 zum Aufbewahrungstank 49.
Sobald der Druck im Zylinder 38 durch das Arbeiten der Dampfpumpe 59 vermindert ist, beginnt das vom Holz aufgenommene flüssige Lösungsmittel zu verdampfen und aus dem Holz auszutreten. Dies wird dadurch beschleunigt, dass das Holz, das während der Behandlung durch die Schlangen 47 erwärmt wurde, die für die Verdampfung des Flüssiggases erforderliche Wärmemenge abgibt. Liefert die Dampfpumpe 59 aus dem Zylinder 38 kein Lösungsmittel mehr, werden die Ventile 60 und 69
<Desc/Clms Page number 8>
in den Leitungen 61 und 62 geschlossen. Letzte Lösungsmittelspuren im Zylinder werden mittels Ejektor 41 entfernt. Ventil 40 in Leitung 44 wird geöffnet und dem Ejektor 41 durch die Leitung 42 Dampf zugeführt. Im Zylinder 38 wird schliesslich etwa eine halbe Stunde ein Vakuum von 660 mm Hg aufrecht erhalten. Hiebei wird das restliche Flüssiggas entfernt.
Nach der Vakuumperiode wird vor dem Abschalten des Ejektors 41 der Zylinder 38 über die Leitung 70 aus dem Inertgasbehälter 72 mit Inertgas gespült. Dadurch werden die letzten Spuren Lösungsmittel völlig entfernt. Dann wird der Ejektor 41 abgeschaltet und das Vakuum mit Inertgas aus dem Behälter 72 aufgehoben. Die Zylindertür 39 wird geöffnet und das Holz herausgenommen.
Die gebrauchte, im Tank 49 befindliche Behandlungslösung wird nun gemessen und analysiert.
Aus dem Gehalt dieser Lösung an Pentachlorphenol kann die vom Holz zurückgehaltene Menge ermittelt werden. Das von der Behandlungslösung entweder aus dem Zylinder 38 oder aus dem Holz aufgenommene Wasser wird über das Wasserablassventil 75 des Tanks 49 abgelassen. Durch Zugabe von Pentachlorphenol im Hilfslösungsmittel aus dem Mischtank 15 wird der Pentachlorphenolgehalt auf 3110 eingestellt. Ventil 73 in Leitung 74 und Ventil 32 in Leitung 33 zwischen Tank 49 und der Flüssigkeitspumpe 14 werden geöffnet. Die Ventile 34 und 58 in den Leitungen 35 und 57 zwischen der Pumpe 14 und dem Tank 49 werden ebenfalls geöffnet. Die Pumpe 14 wird dann in Betrieb genommen und die Lösung im Kreislauf geführt. Dann wird das Ventil 19 in Leitung 20 geöffnet und die erforderliche Menge Hilfslösungsmittel-Pentachlorphenol aus dem Mischtank 15 dem System zugeführt.
Ventil 19 in Leitung 20 wird dann geschlossen. Die Pumpe 14 pumpt das Gemisch aus dem Tank 49 weiter um, bis eine gleichförmige Lösung vorhanden ist. Dann wird Ventil 58 in Leitung 57 geschlossen und Ventil 36 in Leitung 37 geöffnet. Auf diese Weise wird die eingestellte Behandlungslösung dem Lösungsmittel-Pentachlorphenol-Vorratstank 28 zugeführt und ist für die Behandlung der nächsten Charge bereit.
"Empty cell"-Verfahren :
Das "empty cell"-Verfahren wird dann angewendet, wenn Holz verarbeitet werden soll, in dem eine geringere Menge Konservierungsmittel zurückgehalten werden soll. Es ist identisch mit dem "full cell"-Verfahren mit der Ausnahme, dass nach dem Anfangsvakuum auf das Holz mittels Inertgas ein Druck von 1, 4 bis 2, 1 kg/cmz ausgeübt wird. Andere Gasdrücke können je nach dem erwünschten Endergebnis ebenfalls angewendet werden. Ohne diesen Druck im Tank 72 zu verändern, wird die Behandlungslösung aus dem Lagertank 28 in den Zylinder 38 gebracht. Die weitere Behandlung erfolgt wie beim oben beschriebenen"füll cell"-Verfahren.
Die folgenden Beispiele wurden entsprechend der vorangehenden Verfahrensbeschreibung durchgeführt.
Beispiel l : Southem-Gelbkieferproben wurden mit Lösungen aus verflüssigtem Petroleumgas, Isopropyläther und Pentachlorphenol nach dem "empty cell"-Verfahren behandelt. Die Behandlung wurde etwa 2 h bei 9, 8-10, 5 kg/cm durchgeführt. Die Proben enthielten sowohl Splint- als auch Kernholz. Es trat keine erkennbare Schwellung, Verziehung, Rissbildung oder Verdrehung des Holzes auf. Das behandelte Holz war rein und trocken.
Beispiel 2 : Einige Platten (2, 54X 15, 2 X 61 cm) aus Southern-Gelbkiefer, Zuckerkiefer und
EMI8.1
konnte keine Quellung, Verziehen oder Strukturveränderung festgestellt werden. Die Durchdringung war einheitlich.
Beispiel 3 : Proben aus Southern-Gelbkiefer (1, 9X 1, 9X 102 cm) und aus Douglas-Tanne (5, 1 X 10, 2 X 122 cm) wurden wie in Beispiel 2 behandelt. Die Prüfung der Proben ergab eine gleichförmige Durchdringung ohne erkennbare Strukturveränderung, Quellung oder Rissbildung.
Beispiel 4 : Ein Stück aus einer Southern-Gelbkiefer (2, 5X 2. 5X 23 cm) wurde nach dem "empty-cell"-VerfahrenmiteinerLösungvon5Gew.-% Pentachlorphenol in Butan und Methylisobutylketon behandelt. Durch Erhitzen der Behandlungslösung wurde 3 h ein Druck von l1, 4kg/cr2 angewendet. Die dem Zylinder entnommene Probe war rein und trocken.
Der Verfahrensverlauf und die für das Verfahren erforderliche Apparatur entspricht im allgemeinen dem Fliessbild der Zeichnung.
Be is pie 1 5 : Je 6 Proben von Southern-Gelbkiefer, Douglas-Tanne und Rotulme wurden mit einer 5% gen Lösung von Pentachlorphenol in Isobutan und Äthyläther als Hilfslösungsmittel behandelt. Die
<Desc/Clms Page number 9>
EMI9.1
EMI9.2
<tb>
<tb> Kiefer <SEP> 29, <SEP> 8 <SEP> kg <SEP> Pentachlorphenol/m3 <SEP>
<tb> Tanne <SEP> ll, <SEP> 5 <SEP> kg <SEP> Pentachlorphenol/m3.
<tb> Ulme <SEP> 21, <SEP> 3 <SEP> kg <SEP> Pentachlophenol/m3.
<tb>
EMI9.3
s pie 1 6 : Weitereenthielt, behandelt. Die Oberflächen der Holzproben waren nach der Behandlung stark wasserabweisend.
Beispiel 7 : Je6 Proben von Southern-Gelbkiefer, Douglas-Tanne und Rotulme wurden mit einer 5%igen Lösung von Pentachlorphenol in Isobutan und Isopropyläther als Hilfslösungsmittel behandelt. Die Lösung enthielt 8 Gew.-Teile Isopropyläther. Unter Anwendung eines "full cell"-Verfahrens wurde 3 h ein Druck von 5,3 kg/cm2 angewendet. Die so behandelten Proben enthielten folgende Mengen Pentachlorphenol :
EMI9.4
<tb>
<tb> Kiefer <SEP> 6,9 <SEP> kg <SEP> Pentachlorphenol/m3
<tb> Tanne <SEP> 8,0 <SEP> kg <SEP> Pentachlorphenol/m3
<tb> Ulme <SEP> 17,3 <SEP> kg <SEP> Pentachlorphenol/m3.
<tb>
EMI9.5
gende Mengen an Pentachlorphenol :
EMI9.6
<tb>
<tb> Kiefer <SEP> 7,4 <SEP> kg <SEP> Pentachlorphenol/m3
<tb> Tanne <SEP> 4,0 <SEP> kg <SEP> Pentachlorphenol/me
<tb> Ulme <SEP> 9,6 <SEP> kg <SEP> Pentachlorphenol/m3.
<tb>
EMI9.7
gende Mengen Kupfer als Kupferchinolinat :
EMI9.8
<tb>
<tb> Kiefer <SEP> 0,48 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m3
<tb> Tanne <SEP> 0,64 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m3
<tb> Ulme <SEP> 0,96 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m3.
<tb>
Beispiel 10 : Je 6 Proben von Southern-Gelbkiefer, Douglas-Tanne und Rotulme wurden mit einer 5%igen Lösung von Kupferchinolinat in Isobutan und Butylchlorid als Hilfslösungsmittel behandelt.
EMI9.9
gen Kupfer als Kupferchinolinat :
EMI9.10
<tb>
<tb> Kiefer <SEP> 0. <SEP> 48 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m
<tb> Tanne <SEP> 0,64 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m
<tb> Ulme <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m'.
<tb>
Beispiel 11 : Je 6 Proben von Southern-Gelbkiefer, Douglas-Tanne und Rotulme wurden mit einer 5%igen Lösung von Kupferchinolinat in Isobutan und Vinyläthyläther als Hilfslösungsmittel behandelt. Die fertige Lösung enthielt 5 Gew.-Teile Vinyläthyläther. Unter Anwendung eines "full cell"Verfahrens wurde 3 h ein Druck von 5, 3 kg/cmz angewendet. Die so behandelten Proben enthielten folgende Mengen Kupfer als Kupferchinolinat :
<Desc/Clms Page number 10>
EMI10.1
<tb>
<tb> Kiefer <SEP> 0, <SEP> 64 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m"
<tb> Tanne <SEP> 0,64 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m3
<tb> Ulme <SEP> 1, <SEP> 6 <SEP> kg <SEP> Kupfer/m3. <SEP>
<tb>
Beispiel 12 : Eine Probe von Southern-Gelbkiefer wurde mit einer 50 ; 0igen Lösung von Kupferchinolinat in Isobutan und Methylisobutylketon als Hilfslösungsmittel behandelt. Die fertige Lösung enthielt 5 Gew. -Teile Methylisobutylketon. Unter Anwendung eines"full cell"-Verfahrens wurde 3 h ein Druck von 5, 3 kg/cm2 angewendet. In den so behandelten Proben wurden die Zurückhaltung des
Kupferchinolinats bestimmt. Es wurden Werte von mehr als 0, 64 kg Kupfer/m3 erhalten.
Einige der obigen Holzproben wurden nach der Imprägnierung mit Pentachlorphenol nach dem er- findungsgemäf3en Verfahren auf die Wirksamkeit dieser Behandlung hinsichtlich Widerstandsfähigkeit gegen Pilze, Anstrichfähigkeit und Festigkeit untersucht.
Zum Beispiel wurde Ulmenholz nach dem Verfahren von Beispiel 1 behandelt und der Einwirkung von üblichen Haushaltspilzen ausgesetzt. Unbehandelte Vergleichsproben begünstigten das Pilzwachs- tum, während die mit Pentachlorphenol behandelten Proben das Wachstum hemmten.
Verschiedene Proben von Douglas-Tannen und der Southern-Gelbkiefer wurden 24 h nach der Ent- fernung der Proben aus den Behandlungszylindern mit einem Grundanstrich und einer Schicht von "Sherwin Williams Outside White" versehen. Es erfolgte keine Flecken- oder Blasenbildung. Die Proben wurden dann der Witterung ausgesetzt, wobei sich nach 24 Monaten bei einem noch immer ausgezeich- neten Anstrichfilm keine Blasen oder Flecken zeigten.
Es wurde auch die Festigkeit des erfindungsgemäss behandelten Holzes geprüft, wobei sich ergab, dass zwischen den Festigkeiten behandelter und unbehandelter Proben am gleichen Querschnitt keine erkennbaren Unterschiede bestehen. Zur Auswertung der Festigkeitsversuche an behandeltem und un- behandeltem Holz wurde wie folgt verfahren : Zusammenpassende Proben von Southern-Gelbkiefer wurden ausgewählt und zu Probestücken für den Zähigkeitstest (15, 9 X 15, 9 X 254 mm) und den Scher- festigkeitstest (50, 8 x 50, 8 x 63, 5 mm) zugeschnitten. Die Hälfte der Proben wurden als unbehandelte
Vergleichsproben verwendet, während die andern mit einer Lösung von 3, 3% Pentachlorphenol in ver- flüssigtem Petroleumgas und Diäthyläther behandelt wurden.
Nachdem zunächst eine halbe Stunde eva- kuiert wurde, wurde 1 h lang ein Druck von 10,5 kg/cm2 aufrecht erhalten und schliesslich eine halbe
Stunde evakuiert.
Die Versuchsblöcke nahmen durchschnittlich etwa 7, 2 kg Pentachlorphenol/m3 auf. Die Durch- schnittsergebnisse waren wie folgt :
Tabelle 1 :
EMI10.2
<tb>
<tb> Probenzahl <SEP> Festigkeitswerte
<tb> unbehandelt <SEP> behandelt
<tb> Scherfestigkeitstest <SEP> 22 <SEP> 123 <SEP> kg/cm <SEP> 121 <SEP> kg/cm <SEP>
<tb> Zähigkeitstest <SEP> 38 <SEP> 91 <SEP> cm. <SEP> kg <SEP> 99 <SEP> cm. <SEP> kg <SEP>
<tb>
Der Scherfestigkeitstest wurde unter Anwendung von "Black gum" wiederholt.
Die Behandlung erfolgte wie oben, nur dauerte die Druckperiode 1, 5 h. Die durchschnittlichen Ergebnisse waren wie folgt :
Tabelle 2 :
EMI10.3
<tb>
<tb> Probenzahl <SEP> Festigkeitswerte
<tb> unbehandelt <SEP> behandelt
<tb> Scherfestigkeitstest <SEP> 30 <SEP> 119 <SEP> kg/cm2 <SEP> 126 <SEP> kg/cm2
<tb>
Im vorangehenden wurde ein neuartiges Verfahren zur Imprägnierung von Holz mit Pentachlorphenol beschrieben. Dabei wird ein Lösungsmittel angewendet, das bei den Verfahrenstemperaturen und Atmosphärendruck normalerweise gasförmig ist und bei den Verfahrenstemperaturen
<Desc/Clms Page number 11>
unter überatmosphärischen Drücken leicht verflüssigt werden kann.
Weiters wurde ein Hilfslösungsmittel angewendet, das weniger als loto in Wasser löslich ist, mehr als 25'10 Pentachlorphenol löst und im primären Lösungsmittelträger für das Konservierungsmittel löslich ist. Bei Anwendung dieses neuartigen Verfahrens kann Holz mit Pentachlorphenol imprägniert werden, ohne dass die Dimensionen oder das Oberflächengefüge des Holzes geändert wird. Das so behandelte Holz kann sofort mit einem dauerhaften Anstrich versehen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Konservierung von Holz, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz in eine Lösung von Pentachlorphenol in Propan, n-Butan, Isobutan, Pentan oder deren Mischungen eingetaucht wird, welches zusätzlich zur leichteren Auflösung des Pentachlorphenols in an sich bekannter Weise ein Hilfslösungsmittel enthält, welches (a) zu weniger als 10% yin Wasser löslich ist, (b) 25% Pentachlorphenol auflösen kann und (c) im Lösungsmittel, welches als Träger für das Pentachlorphenol angewendet wird, löslich ist.
EMI11.1