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Medizinische Binde
Es ist bekannt, dass die Verwendung von Tierfellen, insbesondere Katzenfellen bei gewissen Erkran- kungen, wie z. B. Rheuma, schmerzlindernd ist. Es ist jedoch schwierig, oder ausgeschlossen, gewisse erkrankte Körperstellen mit solchen Fellen zu bedecken, ohne die Bewegungsfreiheit des Trägers stark zu behindern. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn es sich um rheumatische Erkrankungen am Oberarm oder Knie u. dgl. handelt.
Es ist Zweck der Erfindung, diesem Übelstand abzuhelfen. Die Erfindung bezieht sich auf eine medizinische Binde, vorzugsweise zur Behandlung von Körperstellen, mit aus Kräuselgarnen bestehender
Kette und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Schussgarn ganz oder teilweise aus tierischer Wolle oder
Tierhaaren besteht.
Auf diese Weise werden die Vorteile der Felle mit denen der elastischen Binden vereinigt. Das Tragen der Binde ist angenehm und ohne besondere Trageinrichtungen möglich. Die Anlage der Binde an der Haut ist besser, als bei Fellen und ausserdem sind die Binden luftdurchlässiger, so dass sich auch dadurch eine angenehmere Benutzung der Binde gegenüber den Fellen ergibt.
Durch die Erfindung wird zum ersten Male eine elastische Binde geschaffen, die sich zur Wärmebehandlung von Körperstellen eignet. Zwar ist es bereits bekannt, elastische Kunststoffaden mit Fäden aus tierischer Wolle zu verweben, doch wurden solche Gewebe entweder als Verband oder als Bekleidungsstoffe verwendet, wobei andere Eigenschaften der tierischen Faserkomponenten ausgenützt werden als bei der Erfindung. Die bekannten Gewebe konnten daher keine Anregung für das erfindungsgemässe Band geben.
Wie Versuche gezeigt haben, ergaben die erfindungsgemässen Binden ausserordentlich zufriedenstellende Ergebnisse. Dies ist für den Fachmann überraschend, da anzunehmen war, dass der feste Halt der Haare im Fell eine Voraussetzung der guten Wirkung ist. Der überraschende Effekt der neuen Binden durfte auf die Benutzung von Kräuselgarnen als Kettfäden zurückgehen, die bei der Bewegung des Trägers eine geringe Verschiebung zwischen Binde und Haut zulässt und daher die Wolle bzw. die Haare des Schussgarnes voll zur Wirkung kommen lässt.
Als Kettgarne eignen sich hochgedrehte Kräuselgarne handelsüblicher Art. Die Einstellung der Kette kann zwischen 10 und 30 Fäden je cm schwanken, vorzugsweise beträgt sie 15-18 Fäden je cm.
Als Material für die Kettgarne haben sich Polyamide und Polyester besonders bewährt. Es kommen aber auch andere vollsynthetische Fasern und Fäden in Betracht.
Als Schussgarne eignen sich zunächst alle Gespinste aus tierischer Wolle und Tierhaaren, wobei auch Gemische aus Wolle und Haaren möglich sind, wie z. B. Schafwolle und Kamelhaar oder Schafwolle und Katzenhaare. Es können aber auch ein Faden aus Wolle und ein Faden aus Haaren durch leichtes Verzwir- nen zu einem geeigneten Schussgarn vereinigt werden. Gute Ergebnisse wurden mit Garnen mit der englischen Wollgarn-Nummer 28/2 und einem mittleren Drehungskoeffizienten erzielt. Es können aber auch Garne der englischen Wollgarn-Nummer 5/1-20/1 Verwendung finden.
Eine beispielsweise Binde wurde gebildet aus 70/2 Kräuselgarne Marke"Helanca"in der Kette und ein Garn aus Schurwolle 28/2 englische Wollnummer als Schuss.
Die Bindung zwischen Kette und Schuss kann beliebig gewählt werden, doch genügt eine einfache offene Bindung.
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Medical bandage
It is known that the use of animal skins, in particular cat skins, for certain diseases, such as e.g. B. rheumatism, is pain reliever. However, it is difficult, or impossible, to cover certain diseased parts of the body with such furs without severely restricting the freedom of movement of the wearer. This is the case, for example, when it comes to rheumatic diseases of the upper arm or knee and the like. Like. Acts.
It is the purpose of the invention to remedy this drawback. The invention relates to a medical bandage, preferably for the treatment of parts of the body, comprising crimped yarns
Warp and is characterized in that the weft yarn is wholly or partially made of animal wool or
Animal hair.
In this way the advantages of skins are combined with those of elastic bandages. The bandage can be worn comfortably and without special carrying devices. The application of the bandage to the skin is better than with pelts and, in addition, the bandages are more permeable to air, so that this also results in a more comfortable use of the bandage compared to the pelts.
The invention provides for the first time an elastic bandage which is suitable for the heat treatment of parts of the body. Although it is already known to interweave elastic synthetic threads with threads made of animal wool, such fabrics have been used either as bandages or as clothing materials, with other properties of the animal fiber components being used than in the invention. The known fabrics could therefore not provide any stimulus for the tape according to the invention.
As tests have shown, the sanitary napkins according to the invention gave extremely satisfactory results. This is surprising for the person skilled in the art, since it was to be assumed that the firm hold of the hair in the fur is a prerequisite for good effect. The surprising effect of the new sanitary napkins can be traced back to the use of crimped yarns as warp threads, which allow a slight shift between the sanitary napkin and the skin when the wearer moves and therefore allows the wool or hair of the weft yarn to come into its own.
Highly twisted crimped yarns of a commercial type are suitable as warp yarns. The setting of the warp can vary between 10 and 30 threads per cm, preferably it is 15-18 threads per cm.
Polyamides and polyester have proven particularly useful as materials for the warp yarns. However, other fully synthetic fibers and threads can also be used.
As weft yarns, all webs of animal wool and hair are initially suitable, mixtures of wool and hair are also possible, such as. B. Sheep wool and camel hair or sheep wool and cat hair. However, a thread made of wool and a thread made of hair can also be combined to form a suitable weft yarn by twisting them lightly. Good results have been obtained with yarns with the English wool yarn number 28/2 and a medium twist coefficient. However, yarns of the English wool yarn number 5 / 1-20 / 1 can also be used.
For example, a bandage was formed from 70/2 crimped yarns brand "Helanca" in the warp and a yarn made from new wool 28/2 English wool number as weft.
The binding between warp and weft can be chosen as desired, but a simple open binding is sufficient.