AT232124B - Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel - Google Patents
Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder LeiterbündelInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel Die Erfindung bezieht sich auf die Isolation elektrischer Leiterbündel, wie sie vor allem bei Hoch- spannungsmaschinen verarbeitet werden. Es sind verschiedene Verfahren dafür bekannt. Man hat z. B. die elektrischen Leiterbündel mit trok- kenem Bandmaterial mehrlagig umwickelt und die dabei gebildeten und verbleibenden Hohlräume nach- träglich mit lösungsmittelhaltigem Lack ausgefüllt, indem man die Leiterbündel in entsprechend dimensionierte Lackwannen eintauchte. Nach Aufkommen brauchbarer lösungsmittelfreier, bei normaler oder mässig erhöhter Temperatur genügend flüssiger Harze ist auch vorgeschlagen worden, bei dem genannten Verfahren lösungsmittelfreie Harze an Stelle der Lacke zu verwenden, wobei mit oder ohne Vakuum gearbeitet werden kann. Meistens ist jedoch der Einsatz des Vakuums unumgänglich, da sonst das verhältnismässig viskose Harz nicht alle Hohlräume der Isolationswicklung ausfüllt. Ausserdem haftet diesem Verfahren, besonders im Falle räumlich komplizierter Gestalt der Leiterbündel, der Nachteil an, dass grosse Harzmengen in den Eintauchwannen zur Vergügung stehen müssen, die in übermässig hohem Verhältnis zu den zum Imprägnieren benötigten Menge stehen. Nach dem Herausnehmen der in der Wanne imprägnierten Leiterbündel müssen diese noch in Formen gepresst und das Harz zur Aushärtung gebracht werden. Eine Möglichkeit zur Verbesserung bzw. Vereinfachung der Herstellung harzimprägnierter elektrischer Leiterbündel besteht darin, die fertig umwickelten Leiterbündel in vakuumdichte Formen einzulegen, die den Abmessungen und der Gestalt der Leiterbündel genau angepasst sind, und darin das Impräg- nieren und die endgültige Formgebung in einem Zuge zu bewerkstelligen. Diese Arbeitsweise ist aber im wesentlichen auf einfache Leiterstabformen beschränkt, da sonst die Herstellung der vakuumdichten Formen zu aufwendig wird. Ausserdem ist in der Schweizer Patentschrift Nr. 342276 ein Verfahren beschrieben, nach welchem ein Mica-Kunstharz-Folium, das wenigstens eine in auspolymerisiertem Kunstharz gebundene Glimmerbahn enthält, um einen elektrischen Leiter gewickelt und der Wickel durch ein polymerisierbares Vinyl-Monomer oder eine flüssige, zu Kunstharz härtbare Masse verkittet wird. Im Unterschied dazu hat das Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel mittels Bandbewicklung und Kunstharztränkung gemäss der Erfindung das Kennzeichen, dass die Leiterbündel mit Bandmaterial auf Basis von Glasseide, Glimmer und ungehärtetem Kunstharz als Bindemittel umwickelt werden, dass jede Bandmateriallage unter Erwärmung und Erweichung des Kunstharzes angebügelt und anschliesslich mit ebenfalls lösungsmittelfreiem Kunstharz bei Raumtemperatur durch Pinseln, Spritzen oder Streichen bedeckt wird dass die mit der gewünschten Anzahl von derartig aufgebrachten Bandlagen versehenen Leiterbündel in passende Pressformen eingeigt werden und dass schliesslich unter Einwirkung des Pressdruckes auf die Leiterbündel sowohl das als Bindemittel des Bandmaterials vorhandene Kunstharz als auch das lagenweise während des Umwickeln aufgebrachte, als Imprägniermittel dienende Kunstharz bei erhöhter Temperatur zur Aushärtung gebracht werden. Auf diese Weise wird eine homogener und festere Verbindung der verwendeten Wickellagen und Kunstharzanteile erzielt als sie mittels Verkittung nach der Schweizer Patentschrift Nr. 342276 erreicht werden kann. Zweckmässig verwendet man als Bindemittelharz und als Imprägnierharz Epoxydharze gleicher Basis mitAnhydridhärtern, wobei die Harze so eingestellt sind, dass das Bindemittelharz langsamer als das Im- <Desc/Clms Page number 2> prägnierharz aushärtet. Beim Anbügeln jeder Bandlage wird stets nur eine kurzzeitige, örtlich begrenzte Erwärmung und damit Herabsetzung der Viskosität des Harzes hervorgerufen. So werden beim Bügeln die Glimmerteilchen nicht beschädigt. Erfindungsgemäss ist zweckmässig das Anbügeln so vorzunehmen, dass es von der Mitte der Leiter bzw. Leiterbündel nach den Enden zu fortschreitet und so die noch vorhandenen Lufteinschlüsse ausgetrieben werden. Dadurch, dass das Imprägnierharz bei Raumtemperatur auf die Bandmateriallagen aufgebracht wird, hat es eine lange Topfzeit, was gegenüber dem Wannenimprägnierverfahren, bei welchem das Impra- gnierharz auf höherer Temperatur gehalten werden muss und die Topfzeit entsprechend begrenzt ist, als erheblicher Vorteil angesehen werden kann. Ausserdem wird der Nachteil des Wannenimprägnierverfahrens, dass verhältnismässig grosse Imprägnierharzmengen zur Verfügung stehen müssen, bei dem Verfahren gemäss der Erfindung vermieden. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel mittels Bandbewicklung und Kunstharztränkung, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbündel mit Bandmaterial auf Basis von Glasseide, Glimmer und ungehärtetem Kunstharz als Bindemittel umwickelt werden, dass jede Bandmateriallage unter Erwärmung und Erweichung des Kunstharzes angebügelt und anschliessend mit ebenfalls lösungsmittelfreiem Kunstharz bei Raumtemperatur durch Pinseln, Spritzen oder Streichen bedeckt wird, dass die mit der gewünschten Anzahl von derartig aufgebrachten Bandlagen versehenen Leiterbündel in passende Pressformen eingelegt werden und dass schliesslich unter Einwirkung des Pressdruckes auf die Leiterbündel sowohl das als Bindemittel des Bandmaterials vorhandene Kunstharz als auch das lagenweise während des Umwikkelns aufgebrachte als Imprägniermittel dienende Kunstharz bei erhöhter Temperatur zur Aushärtung gebracht werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittelharz und als Imprägnierharz zwei Harze auf gleicher Basis verwendet werden, die so eingestellt sind, dass das erstere langsamer als das letztere aushärtet.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Epoxydharze gleicher Basis mit Anhydridhärtern verwendet werden.
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|---|---|---|---|
| DE232124X | 1961-04-28 |
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| AT325462A AT232124B (de) | 1961-04-28 | 1962-04-19 | Verfahren zur Isolation elektrischer Leiter oder Leiterbündel |
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| AT (1) | AT232124B (de) |
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1962
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