AT231582B - Saug- und Filteranordnung an Verbrennungskraftmotoren in Fahrzeugen für den Einsatz zur Radioaktivitätsbestimmung der Luft - Google Patents

Saug- und Filteranordnung an Verbrennungskraftmotoren in Fahrzeugen für den Einsatz zur Radioaktivitätsbestimmung der Luft

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AT231582B
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  Saug- und Filteranordnung an Verbrennungskraftmotoren in Fahrzeugen für den Einsatz zur   Radioaktivitätsbestimmung   der Luft 
Für die Überwachung der Radioaktivität der Luft sind zwei Verfahren in Anwendung : Die Sammlung der in der Atmosphäre suspendierten Teilchen auf Staubhaftplatten oder aber die Filtrierung der Luft und damit die Anreicherung der Feststoffteilchen. Bei dem letzteren Verfahren werden zwei verschiedenarti- ge Filter verwendet, u. zw. das   Faserfilter   oder das elektrostatische Filter. Nützt man beim ersteren den
Sperreffekt einer Filterschicht sowie   Trägheits-undDiffusionswirkung   des Teilchens selbst aus, so bedient man sich beim elektrostatischen Filter einer im Hochspannungsfeld auftretenden Koronaentladung und des dabei erzeugten elektrischen Windes, der die Teilchen zur Abscheidung zwingt.

   In beiden Fällen muss eine relativ grosse Luftmenge das Filter durchströmen, um in vernünftigen Zeitspannen eine gut messbare Anreicherung der suspendierten radioaktiven Teilchen zu erreichen. Zu diesem Zweck wird in den bisher bekanntgewordenen Ausführungen die Luft über besondere Gebläse oder Vakuumpumpen angesaugt. 



   Für die Luftkontrolle in Katastrophenfällen oder bei Einwirkung atomarer Waffen ist es von besonderem Wert, innerhalb kürzester Frist Angaben über die im betreffenden Luftraum herrschende, biologisch gefährliche Aktivität machen und gegebenenfalls   entsprechepde   Schutzmassnahmen ergreifen zu können. 



  Besondere Bedeutung kommt solchen Bestimmungen im Gelände zu, also im mobilen Einsatz auf Fahrzeugen. 



   Erfindungsgemäss wird für solche, nach dem Filterverfahren arbeitende Messanlagen die Führung des vom Explosionsraum des Motors angesaugten Luftstromes so eingerichtet, dass parallel zu dem üblichen der Luftreinigung dienenden Filter ein die Messstrecke bildendes, der Aerosolanreicherung dienendes Faser-oder elektrostatisches Filter mit einer Messeinrichtung zur Registrierung der durch dieses Filter strömenden Luftmengen angeordnet ist. Im Hinblick auf einen möglichst gleichbleibenden Wirkungsgrad der Filteranlage sind starke Änderungen der Durchströmgeschwindigkeit zu vermeiden.

   Dies wird in der gegenständlichen Anordnung durch eine Regeleinrichtung erreicht, welche den Messkanal für die Ansaugluft erst nach Erreichen einer bestimmten unteren Grenze der Luftgeschwindigkeit öffnet und dann den vom Motor angesaugten Luftstrom so aufteilt, dass im Messkanal eine annähernd konstante Luftgeschwindigkeit herrscht. 



   Der durch eine solcheAnordnung erzielte Vorteil ist ein mehrfacher. Einmal wird die Anreicherungszeit sehr stark verkürzt. Beispielsweise sinkt diese bei Ansaugung durch einen Motor von 1000   cms   auf etwa ein Viertel im Vergleich zu den bisher   bekanntgewordenen Vorrichtungen. Weiters   ist damit zugleich die Einsparung einer besonderen, leistungsstarken   Luitförderell1nchtwlg   verbunden, was die Störanfälligkeit, Wartung und Anschaffungskosten der Gesamtanlage erheblich verringert. Schliesslich ermöglicht eine   rasche Aerosolanreicherung   eine messtechnisch bessere Erfassung bzw. Trennung der künstlichen gegenüber   dennatürlichenAktivitäten (J. H. Spaa/HealthPhysics,   4, Oct.   1960, S. 25-31, Pergamon Press).   



   In der Zeichnung ist die grundsätzliche Anordnung ersichtlich. Die in den Zylinder des Explosionsmotors 1 gesaugte Aussenluft gelangt über zwei getrennte Kanäle zu diesem. In dem einen Ansaugkanal durchströmt die Luft ein normales Luftreinigungsfilter 4, während im andern Kanal 3 die Luft eine Filtervorrichtung 5 zur Aerosolanreicherung durchsetzt, der zweckmässigerweise zum Schutz ein Grobfilter 6 vorgeschaltet ist. 



   Im Ansaugweg des Kanals 3 befindet sich ein   weiteresFühlorgan   7 für die Durchströmgeschwindigkeit, das auf eine Steuerklappe 8 so einwirkt, dass im Messkanal annähernd gleichbleibende Luftgeschwin- 

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   digkeit herrscht,   sobald diese einen gewissen Mindestwert erreicht hat. Erst bei Überschreitung dieses Wertes wird der Kanal geöffnet, was beispielsweise mit der gleichen Regeleinrichtung 7,8 erfolgt, wobei der Steuervorgang vom Geschwindigkeitsfühler 7 (der auch die Registriereinrichtung 9 betätigt) oder vom Motor in Abhängigkeit der Drehzahl ausgelöst werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Saug- und Filteranordnung an Verbrennungskraftmotoren in Fahrzeugen für den Einsatz zur Radioaktivitätsbestimmung der Luft, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem üblichen der Luftreinigung dienendenFilter (4) ein die Messstrecke bildendes, der Aerosolanreicherung dienendes Faser- oder elektrostatisches Filter (5) mit einer Messeinrichtung (7, 9) zur Registrierung der durch dieses Filter strömenden Luftmengen angeordnet ist und eine Regeleinrichtung (8) vorgesehen ist, welche den vom Explosionsraum des Motors (1) angesaugten Luftstrom so aufteilt, dass im Messkanal eine annähernd konstante Luftgeschwindigkeit herrscht.
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