AT218640B - Verfahren zur Herstellung von Drehanoden für Röntgenröhren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Drehanoden für Röntgenröhren

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AT218640B AT771657A AT771657A AT218640B AT 218640 B AT218640 B AT 218640B AT 771657 A AT771657 A AT 771657A AT 771657 A AT771657 A AT 771657A AT 218640 B AT218640 B AT 218640B
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Plansee Metallwerk
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  Verfahren zur Herstellung von Drehanoden für Röntgenröhren 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Drehanoden für Röntgenröhren, deren oberer Anodenteil aus Wolfram und deren unterer Anodenteil aus Molybdän besteht. Es sind bereits Anoden bekannt, die aus zwei Scheiben zusammengesetzt sind, wobei die der Kathode zunächstliegende Scheibe aus Wolfram und die andere aus Molybdän bzw. Kupfer besteht. Die Herstellung des Berührungskontaktes zwischen   den beiden Scheiben, der wegen der Wärmeübertragung notwendig ist, erfordert eine überaus   kostspielige Bearbeitung der Scheiben aus Wolfram bzw. Molybdän, gleichgültig, nach welchem Verfahren die Scheiben hergestellt sind.

   Ferner wurden auch schon Anoden aus Wolfram im Pulverpressverfahren hergestellt, bei dem   aus Wolframpulver Stäbe gepresst, gesintert   und zu Platinen gewalzt wurden. Aus diesen Platinen wurden die scheibenartigen Anoden durch Stanzen oder Drehen herausgearbeitet, worauf sie   noch durch einen Prägevor-   gang ihre endgültige Form erhielten. Das Sintern der gepressten Wolframstäbe im direkten Stromdurchgang, das Auswalzen der Sinterlinge und das Ausarbeiten der Ronden, stellte jeweils nicht nur einen komplizierten Arbeitsvorgang dar, sondern es ergab sich hiebei durch Materialfehler ein beachtlicher Ausschuss an Fertigmaterial wie auch ein unvermeidbarer hoher Prozentsatz des Ausgangsstoffes an Abfallmaterial. 



   Durch das vorliegende Verfahren werden die erwähnten Nachteile weitgehend behoben und unter Einsparung von Arbeitsvorgängen und Material in kurzer Zeit Drehanoden in bisher nicht erreichter Qualität erzeugt. 



   Die Erfindung besteht im Wesen darin, dass vorgeformte und gesinterte Rohlinge durch Formschmieden miteinander verbunden werden, wobei der untere Teil der Anode mit einer möglichst grossen Oberfläche, z. B. rippenförmig ausgebildet, und gegebenenfalls gleichzeitig in der Mitte der Unterseite eine nabenartige Erhöhung vorgesehen wird. 



   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird die umständliche Bearbeitung zur Herstellung des Berührungskontaktes zwischen den Scheiben vermieden, da ein Pressling hergestellt wird, dessen obere Schicht aus Wolfram und die untere Schicht aus Molybdän besteht und durch das gemeinsame Vorsintern und Formschmieden zwischen den beiden Schichten ein inniger Kontakt entsteht, wie er durch kein anderes Verfahren erreicht werden kann. 



   Eine weitere Vereinfachung der Herstellung wird dadurch   erzielt, dass im gleichen Arbeitsgang, u. zw.   beim Schmieden auch die rippenförmig ausgebildete untere   Oberfläche   der Anode und gegebenenfalls auch die Nabe geformt werden. 



   Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der obere Teil der Anode aus einer ringförmigen Scheibe aus Wolfram bestehen, deren Innenraum beim Gesenkschmieden mit Molybdän ausgefüllt ist. 



   Die Erfindung   sei an Hand der Zeichnung erläutert, in der einige   Ausführungsbeispiele dargestellt sind. 



  Die Fig.   l - 3   zeigen die Herstellung einer Wolframanode, die Fig.   4-9   weitere Beispiele von Wolframanoden mit Teilen aus Molybdän. 



   Nach dem Vorsintern der gepressten Wolframronde bei einer Temperatur   von etwa 11000   wird durch weiteres Zwischenglühen und Formschmieden im Gesenk der Vorsinterling zunächst in die Form der Fig. l gebracht und erhält nach dem Hochsintem bei einer Temperatur von über 20000, wobei der Sinterling eine Dichte von etwa 17, 6-18 erreicht, durch weiteres Formschmieden bei über 10000 in einem zweiten Gesenk die mit Rippen versehene Pilzhutform nach Fig. 2. Nach einer zweiten Herstellungsweise kann der Vorsinterung sogleich die Hochsinterung folgen und der   Sinterling   im Gesenk in die Endform geschmiedet werden. Nach Abdrehen der Ränder, Schleifen der Oberfläche und Herstellung der Bohrung bekommt die 

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 in Fig. 3 dargestellte Drehanode ihre endgültige Gestalt. 



   Wenn die   Unterseite der Anoden aus Molybdän bestehen soll, wird   ein Pressling nach Fig. 4 hergestellt, dessen obere'Schicht 1 aus Wolfram und die untere Schicht 2 aus Molybdän besteht. Nach dem oben geschilderten Arbeitsgang erhält man nun die in Fig. 5 dargestellte Form, deren obere Fläche aus Wolfram und die untere Fläche einschliesslich der Rippen aus Molybdän besteht. 



   Bei einer weiteren Ausführungsform wird, wie in Fig. 6 dargestellt, eine Nabe 4 aus Molybdän auf den Wolframpressling 3 aufgepresst. Die fertige Anode zeigt Fig. 7 mit der Verteilung des Wolframs und Molybdäns. Die Halterung der Anode erfolgt durch ein in der   vorgesinterten Molybdännabe   geschnittenes Gewinde, wobei es sich erübrigt, die Wolframauflage zu durchbohren. Zu gleichem Zweck kann nach Fig. d in die Bohrung einer ringförmigen Scheibe 5 aus Wolfram eine Nabe 6 aus Molybdän eingesetzt werden. 



  Die aus diesem Formstück geschmiedete Anode veranschaulicht Fig. 9. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Drehanoden für Röntgenröhren, deren oberer Anodenteil aus Wolfram und deren unterer Anodenteil aus Molybdän besteht, dadurch gekennzeichnet, dass vorgeformte und gesinterte   Rohlingedurch   Formschmieden miteinander verbunden werden, wobei der untere Teil der Anode mit einer möglichst grossen Oberfläche, z. B. rippenförmig ausgebildet, und gegebenenfalls gleichzeitig in der Mitte der Unterseite eine nabenartige Erhöhung vorgesehen wird.

Claims (1)

  1. 2. Anode nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil der Anode aus einer ringförmigen Scheibe aus Wolfram besteht, deren Innenraum beim Gesenkschmieden mit Molybdän ausgefüllt ist.
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