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Radioempfangsanlage in Fahrzeugen
Die Erfindung richtet sich auf Radioempfangsanlagen für Fahrzeuge, welche grundsätzlich in zwei Ausführungen bekannt sind ; entweder ist das Empfangsgerät fix im Fahrzeug eingebaut oder es kann auch herausgenommen werden und so als Mehrzweckgerät z. B. im Heim aufgestellt oder auf Ausflügen, in der Eisenbahn usw. mobil verwendet werden.
Insbesondere richtet sich die Erfindung auf die Verwendung eines solchen Mehrzweckgerätes, wie es heute als transistorisierter Kleinempfänger mit eingebauter Ferritantenne überall in grosser Zahl in Verwendung steht. Nimmt man aber einen solchen Kleinempfänger mit in ein Kraftfahrzeug, so stelltman einen sehr unbefriedigenden Empfang fest, was auf zwei Ursachen zurückzuführen ist : die metallene Karosserie des Fahrzeuges wirkt abschirmend und die Eingangsspannung wechselt unaufhörlich, wenn das Fahrzeug und damitdie Ferritantenne des Empfängers während der Fahrt die Richtung ändert. Es ist darum schon vorgeschlagen worden, Kleinempfänger irgendwie auf der Windschutzscheibe zu befestigen, um der Abschirmung durch die Karosserie zu entgehen.
In diesem Falle bleibt aber noch immer die erwähnte schwankende Empfangslautstärke, wenn das Fahrzeug während der Fahrt die Richtung wechselt.
Demgegenüber hat ein in das Fahrzeug fix eingebauter Empfänger bekanntlich den Vorteil, dass dem schwankenden Empfang bei Richtungswechsel des Fahrzeugs und der Abschirmwirkung der Karosserie dadurch entgegengewirkt wird, dass mit dem Empfängereingang eine ausserhalb der Karosserie monterte Antenne galvanisch verbunden ist, die nicht richtungsempfindlich ist.
Die Erfindung bezweckt, die Vorteile einer fix eingebauten Empfangsanlage mit denen zu verbinden, die man bei Verwendung des eigentlichen Empfängers als Mehrzweckgerät hat. Es wird dabei als bekannt vorausgesetzt, dass man eben zu diesem Zweck ein mobiles Empfangsgerät z. B. in das Armaturenbrett eines Fahrzeuges einschiebt und es dann mit der vorhandenen Antenne und mit dem Chassis des Fahrzeuges, als Erdung, verbindet. Hiezu müssen jedoch an dem Empfänger Verbindungsmöglichkeiten für den Anschluss von Antenne und Erdung vorgesehen sein.
Da dafür keine Normung vorgesehen ist, werden wohl in jedem einzelnen Falle konstruktive Adaptierungen für Steckverbindungen oder Schalter nötig sein ; vor allem sind aber auch im einfachsten Falle nach der durchgeführten Adaptierung bestimmte Handgriffe nötig, um die Betriebsbereitschaft der Empfangsanlage zu gewährleisten.
Gegenstand der Erfindung ist nun, einen mobilen Mehrzweckempfänger bei der Verwendung in einem Fahrzeug so in Betrieb zu setzen, dass er die Empfangsenergie aus der im Fahrzeug eingebauten Antennenanlage erhält, ohne dass besondere Drahtverbindungen hergestellt, Kontakte betätigt oder sonst besondere Handgriffe geleistet werden müssen. Es können zur Ausübung der Erfindung auch Empfänger verschiedener Konstruktion bzw. Abmessungen verwendet werden. wenn nur der Bedingung entsprochen wird, dass der Eingangskreis des Empfängers beim Einschieben in die Öffnung beispielsweise des Armaturenbretts des Fahrzeuges in die Nähe einer im Antennenkreis angeordneten Kopplungsspule kommt. Diese dient der Übertragung der Empfangsenergie auf den Eingangskreis des eingeschobenen Mehrzweckempfängers.
Demgemäss ist aus dem in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiel zu erkennen, dass im Fahrzeug einerseits nach Fig. 1 im Kreis der fix eingebauten Antennenanlage mit Antenne 3 und Masse 4 eine Kopplungsspule 2 angeordnet ist. Sie ist in dem durch den Ausschnitt 1 im Armaturenbrett 5 gegebenen Raum auf der, in Fahrtrichtung gesehen, vorderen Wand montiert. Schiebt man den Empfänger 8 in den erwähnten Raum ein, so ergibt sich-von oben gesehen-nach Fig. 3 eine solche Anordnung, dass sich jetzt die Eingangsspule 7 des Empfängers8 in der Nähe der Antennenspule 2 befindet. Damit ist die Übertragung der Empfangsenergie von der Antenne auf den Emfänger gesichert.
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Vorteilhafterweise ist dabei die Antennenspule 2 auf einem Femitstab, z. B. von 5 cm Länge, gewikkelt. Dies korrespondiert mit der in den heute üblichen Mehrzweckempfängem in der Regel verwendeten Eingangsspule 7, die ebenfalls auf einen Ferritstab, von z. B. 10 cm Länge, gewickelt ist. Versuche haben gezeigt, dass das Streufeld der Antennenspule gross ist so gross, dass die Entfernung zur Eingangsspule des Empfängers keineswegs kritisch ist. Diese Entfernung beträgt in der Regel mehrere Zentimeter ; z. B. 4 bis 5 cm.
EMI2.1
Antennenspule 2.
Wie man sieht, ist beim Einschieben des Empfängers in den Ausschnitt des Armaturenbretts keinerlei separater Handgriff nötig, um die Betriebsbereitschaft der ganzen Empfangsanlage herzustellen.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung wurde schematisch der Empfänger in der heute konventionellen Form eines Parallelepipeds gezeichnet. An diese Form ist die Erfindung keineswegs gebunden, wenn nur die Anordnung so getroffen wird, dass beim Einschieben des Empfängers seine Eingangsspule mit der Antennenspule auf einige Zentimeter angenähert wird. Auch der Einbau des Empfängers in ein Armaturenbrett dient nur als Beispiel zur Erläuterung der Erfindung.