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Trennstelle für Hoch- und Höchstspannungs-Leistungsschalter
Die Erhöhung der Abschaltleistung bei Hochspannungsschaltgeräten führt insbesondere bei Druckluftschaltern dazu, dass mehrere Unterbrechungsstellen (Trennstellen) hintereinander geschaltet werden, wodurch die Abschaltleistung einer Trennstelle verringert bzw. die Gesamtschaltleistung des Schalters erhöht wird.
Wird dieser Weg beschritten, so ist es erforderlich, dass die Trennstellen eines Schalters gleichzeitig schalten und in der"EIN"-Stellung mit dem erforderlichen Kontaktdruck auf dem Gegenkontakt aufruhen, in der"AUS"-Stellung jedoch sicher festgehalten werden und auch durch zufällige Erschütterungen. oder sonstige Umwelteinflüsse nicht in die"EIN"-Stellung gelangen können.
Eswurdenvielfach Verriegelungs- und Halteeinrichtungen für derartige Leistungsschaltertrennstellen angegeben, doch haftet allen diesen Einrichtungen der Nachteil an, dass-da es sich meist um Klinkenwerke handelt-das richtige Funktionieren von einer gewissen Bewegungsgeschwindigkeit des festzusetzenden Konstruktionsteiles abhängt.
Zur Vermeidung von Klinkenwerken wurde beispielsweise durch die franz. Patentschrift Nr. l. 091. 162, ein Schalter bekannt, bei dem die Verriegelung der Schaltstange in der "EIN" und in der "AUS"-Stellung durch ein und dieselbe überihre Totpunktlage kippende Druckfeder erfolgt.
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lich zu machen. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass diese Feder unmittelbar an dem durch den Schaltstift getragenen Arbeitskolben angreift.
An Hand der schematischen Zeichnung wird nun ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes beschrieben, wobei noch weitere Erfindungsmerkmale hervortreten.
Ein Schaltstift 1 ist mit einem Kolben 2, der in einem Zylinder 3 axial beweglich angeordnet ist, verbunden. Der Kolben 2 besitzt kugelförmige oder ähnlich gestaltete Ausnehmungen 4, in denen Kugeln 5, Rollen od. dgl. liegen, die von den Federn 6 abgestützt werden. Die Federn sind um den Festpunkt 7 in einer wulstförmigen oder in wenigstens zwei beliebig geformten Ausbuchtungen 3'des Zylinders schwenkbar. Der Schaltstift 1 ist im eingeschalteten Zustand durch die Feder 6 fest auf den Gegenkontakt 8 gedrückt. Der Kontaktdruck wird daher von den Federn 6 erzeugt.
Zur Führung der im vorliegenden Falle verwendeten Schraubenfedern kann eine Teleskopanordnung 13 vorgesehen sein, deren Enden in dem Festpunkt 7 bzw. in der Rolle 5 liegen. I
Wird nun Luft oder ein anderes Betätigungsmedium durch die vordere Öffnung 9 geblasen, so läuft der Kolben 2 zurück, drückt dabei die Feder 6 zusammen, diese kippt nach einer gewissen Rücklaufstrecke über ihren Totpunkt und schleudert den Kolben nunmehr in seine hintere Endlage.
Kontaktdruck und KippgeschjiHssdigkeit können durch Veränderung der Federspannung bzw. in gewissen Grenzen eingestellt werden.
Um das Auflaufen beim Ausschalten etwas abzudämpfen, ist eine Dämpfungseinrichtung 10 (Federoder pneumatische Einrichtung) vorgesehen. Die Feder 6, die im"EIN"-Zustand der Trennstelle den Kontaktdruck erzeugt hat, hält nunmehr im"AUS"-Zustand den Kolben 2 in seiner Endlage fest.
Das Einschalten der Trennstelle erfolgt durch Einblasen von Luft oder einem andern Medium durch die Öffnung 11 hinter den Kolben, wodurch dieser in die"EIN"-Stellung gedrückt wird. Die Luft, welche
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durch die Öffnung 9 zum Ausschalten Verwendung findet, wird gleichzeitig als Löschluft verwendet, u. zw. dadurch, dass ein Teil des Luftstromes zur Düsenöffnung 12 geleitet wird.
Es ist klar, dass bei Anwendung von nur einer Feder besondere Massnahmen zur leichten Gleitbarkeit der Schubstange bzw. des Kolbens getroffen sein müssen. Dies kann erübrigt werden, wenn wenigstens zwei über den Umfang gleichmässig verteilte Federn vorgesehen werden, welche dann in einer wulstförmigen oder wenigstens zwei beliebig geformten Ausbuchtungen des Druckzylinders untergebracht sein können.
Eine vorteilhafte Ausbildung lässt sich auch dadurch herbeiführen, dass der Gegenkontakt 8 ebenfalls mit einem Kniehebelmechanismus der oben beschriebenen Art ausgerüstet wird, wodurch es gelingt, die Trenngeschwindigkeit zu verdoppeln. Im übrigen ist die Erfindung keinesfalls nur bei Leistungsschaltern anwendbar, sondern sie kann z. B. auch bei Trennschaltern Verwendung finden.