AT163265B - Tiefbohranlage für turmloses Tiefbohren - Google Patents

Tiefbohranlage für turmloses Tiefbohren

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AT163265B
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Victor Ing Rothe
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Victor Ing Rothe
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  Tiefbohranlage für turmloses Tiefbohren 
 EMI1.1 
 
Halte-und Vorschubvorrichtung 16 und dem mit dem Motor auswechselbar verbundenen Bohr- werkzeug 3. Die Halte-und Vorschubvorrichtung besitzt Klemmen 20 zum automatischen Festklemmen des Gerätes im Mantelrohr in unmittelbarer Nähe der Bohrlochsohle, Zentrierfedem 7 an den Seitenwänden und federnde Führungsrollen 10 in verstellbaren Hülsen 11 an den Stimflächen, ferner am motorseitigen Ende, wie in
Fig.

   3 dargestellt, eine gegen äusseren Überdruck durch eine Stopfbüchse 25, 26 abgedichtete Kammer 21 mit den Führungsnuten 22, in welcher Kammer sich die aus dem genuteten Gewindezapfen   23,   dem in den Führungsnuten 22 längsbeweglichen, durch Gleitkeile 22 a gegen Verdrehung gesicherten, mit einem Muttergewinde versehenen Führungsstück 24 und den Wechselkontakten 27 und 28 bestehende einstellbare Vorschub-und Schaltvorrichtung, eine Verteilerdose 18 und eingebaute, mit den Wechselkontakten 27 in Verbindung stehende Thermometer, Flüssigkeits-und Gasdruckmesser zur jeweiligen Angabe von Temperatur und Druck im Bohrloch und automatischen Stillsetzung des Bohrgerätes bei kritischen Temperatur-und Druckverhältnissen, sowie ein Schutzdrahtsieb gegen Stichflammen bei 17 befinden. 



   Die verschiedenen Bohrwerkzeuge 3 werden mittels eines Bohrfutters 4 auf der Antriebswelle 2 des Elektromotors befestigt und durch eine eingebaute verstellbare Rutschkupplung 5,   Ja, J6   das Bohrgerät bei Überbeanspruchungen des Bohrers (Festklemmen in den Verlagerungen) geschützt.
Für Trockenbohrungen verwendete Bohrer tragen zur Kühlung Flüssigkeitsbehälter   6,   die mit Ventilen versehen sind, um die Bohrer beim Bohren selbsttätig zu kühlen. 



   Die in Fig. 4,7 und 8 schematisch dargestellte fahrbare Rohrhalte-und Bewegungsvorrichtung besteht aus durch Anker-und Befestigungsschrauben 48 gegeneinander verstellbaren mit Dosen-und Neigungslibellen versehenen Grundund Fussplatten 44 und 43 mit Lagern 49 für Achsen 50 zum Strassentransport auf Rädern, und aufmontierten Ständer 51 für den Ständerkran, dem mit linksgängigem Innengewinde versehenen Fussstück 37, in welchem die mit linksgängigem 

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Aussengewinde und rechtsgängigem Innengewinde versehene Hebeschraube 38 und in dieser die hohle, zur Aufnahme und Führung der Rohre dienende, mit rechtsgängigem Aussengewinde und Klem- men 40 versehene Innenschraube 39 drehbar ist, wodurch den Futterrohren gleichzeitig eine dre- hende und fortschreitende Bewegung vermittelt werden kann, und an den Schrauben angebrachte
Zeigerscheiben 45, 47,

   die das Ablesen der
Bewegung der Rohre in auf-oder absteigender
Richtung an der auf der feststehenden Rohr- haltevorrichtung 40,   41,   42 angebrachten Ein- teilung 46 ermöglichen. 



   In der in Fig. 7 und 8 schematisch dargestellten gesamten Bohranlage ist auch die Ein-und Aus- fahranlage für das Bohrgerät ersichtlich, welche eine elektrisch betätigte Seilwinde für das Ein-und
Ausfahren des Bohrgerätes und den in Fig. 5 und 6 dargestellten Ständerkran umfasst. Dieser besteht aus einem in den Ständer 51 gelagerten
Seelenrohr 52 mit Seilrolle 55 und einem auf- geschobenen, drehbaren Mantelrohr 53 mit meh- reren gegeneinander versetzten Auslegern 54 mit schwenkbarem Haltearm mit Gegengewicht 54 a und Sperrklinke mit Handgriff 54 b. Am Seil- rollenlager 52 a des Seelenrohres 52 befindet sich ein gabelförmiger, mit Anschlagpuffern 52 d versehener Fang-und Auslösehebel 52 b, der eine Kontaktnase 52 c und einen Sperrzahn 52 e hat, und ein Kontakt   52 f zur   automatischen
Betätigung der Kabelwinde. 



   Zur Verbindung des zum Einsatz gelangenden
Bohrgerätes mit dem Kabel 53 a dient die in
Fig. 12 dargestellte kraftschlüssige Kabelkupplung, die aus den flüssigkeits-und gasdichten Teilen 74,   75 mit zugehörigen   Kontakten 76 und Dichtung 79 sowie den schnell lösbaren Spannklauen 77 mit den Exzenterhebeln 78 besteht. 



   Die Wirkungsweise der Bohranlage ist folgende :
Das zum Einsatz gelangende Bohrgerät steht, an dem kombinierten Trag-und Stromzuleitungskabel auf dem schwenkbaren Haltearm 54 a hängend, über dem Bohrloch Fig. 5,7. Wird nun durch   Betätigung   des Handgriffes 54 b die
Sperrklinke gelöst, so dreht sich der Haltearm 54 a abwärts. Gleichzeitig erhält der Windenmotor über den Kontakt 54 c Strom und treibt die Winde im Sinne des Senkens an, während das
Gegengewicht des Haltearmes 54 a in den Sperrzahn 52 e des Fang-und Auslöschhebels 52 b einklinkt. 



   Ist das Bohrgerät an der Bohrlochsohle angelangt, so schiebt sich die Vorschub-und Haltevorrichtung Fig. 1, 3, auf den Zapfen 23 mit Führungsstück 24 auf, stösst hiebei auf die Wechselkontakte   28,   wodurch einerseits die Kabelwinde zum Stillstand gebracht und anderseits der Motor in Betrieb gesetzt wird, nachdem die Haltevorrichtung durch Entspannung des Kabels zur Wirkung gelangt ist. Ist die am Zapfen 23 durch Führungsstück 24 eingestellte Bohrtiefe erreicht, so betätigt das Führungsstück 24 den Wechselkontakt 27, der Bohrmotor wird abgeschaltet und der Windenmotor eingeschaltet, das Bohrgerät fährt aus, die Kabelkupplung 74 stösst an den Federpuffer 52 an, hebt den Fang-und Auslösehebel 52 b, wodurch der 
 EMI2.1 
 Kabelkupplung 75 erfasstund durch die Sperrklinke   54 b fixiert   wird.

   Gleichzeitig wird der Strom durch die Kontakte 52c und   52 f unterbrochen,   so dass die Kabelwinde stillgesetzt wird. Die Kabelkupplung kann nunmehr gelöst und das Bohrgerät abgeschwenkt werden, wobei gleichzeitig das nächste Bohrgerät über die Bohrung gelangt und auf vorbeschriebene Weise eingelassen werden kann. 



   Es werden vornehmlich gruppenweise drei Bohrgeräte gleicher Grösse und Beschaffenheit, aber mit verschiedenen Bohrwerkzeugen unmittelbar nacheinander zur Arbeit verwendet, wobei für den ersten Bohrgang Kernbohrwerkzeuge, für die anderen der Sachlage entsprechende Ausweiter und Schmandlöffler verwendet werden. Ist der gewünschte Bohrlochdurchmesser erreicht, so werden die Bohrrohre mit der Innenschraube 39 der Rohrhalte-und Bewegungsvorrichtung Fig. 4 um die erbohrte Tiefe abgesenkt. Muss bei einer erbohrten Tiefe die Rohrkolonne gewechselt werden, die einen kleineren Durchmesser hat als die in Verwendung gestandene   Gerätegrappe,   so wird die Gerätegruppe mit nächstkleinerem Durchmesser eingesetzt. 



   Mit den Bohrmotoren können bei Verwendung der vorgesehenen Spezialwerkzeuge unmittelbar Rohre in-und ausserhalb des Bohrloches perforiert und geschnitten bzw. seitliche Bohrkerne gewonnen werden. 



   Die kombinierte und mechanische   perforer-   und Kernvorrichtung, Fig. 10, ermöglicht es, gleichzeitig mehrere Löcher in den Bohrrohren herzustellen oder seitliche Kerne zu erbohren. 



  Das wird dadurch erreicht, dass am Elektromotor 1 ein Gehäuse 59 befestigt wird, in welchem radial 
 EMI2.2 
 welle 2 angetrieben werden. Der Vorschub und das Zurückführen der Bohrer in die Ausgangsstellung erfolgt durch das Doppelkonusstück   63,   das, durch das Kegelrad 62 in Längsnuten bewegt, sich auf die Schraube 64 aufschraubt, und durch die Rückstellfeder 65. 



   Die Rohrschneidevorrichtung Fig. 9 ermöglicht ein Schneiden der Rohre in einer Kreislinie an beliebiger Stelle. Sie besteht aus einem auf die Bohrwelle 2 aufgesetzten zylindrischen Gehäuse   57,   in welchem radial unter Fliehkraftwirkung stehende Abstechmesser 58 gelagert sind. 



   Das in Fig. 11 schematisch dargestellte Stossbohrwerkzeug für schlagendes Bohren ergibt bei einer Umdrehung der Motorwelle mehrere Meisselschläge. Es besteht aus einem mit dem Elektromotor kuppelbaren Gehäuse   68,   in welchem die Nasenbolzen 70 zur Befestigung der Bohrer 72 mit Nasen 73 und Federn 71 in Lagern 69 geführt werden, und dem auf der Bohrwelle 2 aufgesetzten 

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 EMI3.1 


Claims (1)

  1. gekennzeichnet, dass deren Bohrer für Trockenbohrungen Behälter mit Kühlflüssigkeit besitzen, durch welche beim Bohren die Bohrer selbsttätig gekühlt werden.
    6. Fahrbare Rohrhalte-und Bewegungsvorrichtung für Tiefbohranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus durch Anker-und Befestigungsschrauben gegeneinander verstellbaren Grund-und Fussplatten mit aufmontiertem Ständer für einen besonderen Kran und einem Fussstück mit Innengewinde besteht, in welchem eine mit Aussen-und Innengewinde versehene Hebeschraube und in dieser eine hohle, zur Aufnahme und Führung der Rohre dienenden Innenschraube mit Aussengewinde drehbar ist, wodurch dem Futterrohr gleichzeitig eine drehende und fortschreitende Bewegung vermittelt werden kann, während ein an den Schrauben befindlicher Zeiger das Ablesen der Bewegung des Rohres in auf-oder absteigender Richtung an der auf der feststehenden Rohrhaltevorrichtung (40, 41, 42) angebrachten Einteilung ermöglicht (Fig. 4).
    7. Ein-und Ausfahranlage für Tiefbohranlage nach den Ansprüchen 1 bis 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung der Seil- (Kabel) winde durch das jeweils arbeitende Bohrgerät selbst besorgt wird, wozu im Bohrgerät Steuerkontakte (27, 28) und am Ständerkran ein mit der Gerätehaltevorrichtung (54 a) zwangläufig betätigtes Schaltorgan (54 b) vorgesehen sind.
    8. Ständerkran für Tiefbohranlage nach den Ansprüchen 1 bis 3 und 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum selbsttätigen Festhalten und Führen der verschiedenen Bohrgeräte einer Gruppe ein abnehmbares Rohr (Seelenrohr 52) vorgesehen ist, welches oben eine Seilrolle für das als Tragseil ausgebildete elektrische Kabel sowie Fang-und Kontakteinrichtungen (52 b, 52 d, 52 e, 52 f) zum Verhindern des Überwindens trägt und von einem in verschiedenen Stellungen feststellbaren Mantelrohr (53) umgeben ist, an welchem mehrere Ausleger (54) für die verschiedenen Geräte einer Gruppe angebracht sind, so dass die in Bereitschaft befindlichen Geräte nach Bedarf durch einfaches Schwenken des Mantelrohres (53)
    über das Bohrloch gebracht und nach Umkuppeln des Kabels (53 a) in dasselbe abgesenkt werden können.
    9. Kombinierte mechanische Perforier-und Kernvorrichtung für gleichzeitige Herstellung mehrerer Löcher oder gleichzeitige Gewinnung mehrerer orientierter Kerne für Tiefbohranlage nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschub der Werkzeuge und das Zurückführen derselben in die Ausgangsstellung durch eine doppelt konische Führung (63), die durch das Getriebe und ein Schraubengewinde (64) betätigt wird, erfolgt (Fig. 8).
    10. Rohrschneidevorrichtung für Tiefbohranlage nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschub der in einem mit dem Motor kuppelbaren zylindrischen Gehäuse <Desc/Clms Page number 4> untergebrachten, in radialen Führungen geführten Abstechmessern durch eine auf Fliehkraftwirkung beruhende Einrichtung erfolgt, wobei eine Ausgleichsvorrichtung für gleichförmige Wirkung der diametral angeordneten Messer sorgt.
    11. Schnellschlaggerät für Tiefbohranlage nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere unter Federwirkung stehende Bohrmeissel in einem am Elektromotor des Bohrgerätes kuppelbaren Zylindergehäuse gelagert sind und durch einen an der Welle des Elektromotors angebrachten, mit Führungskurven versehenen Zylinder betätigt werden, so dass jeder Meissel bei einer Umdrehung der Motorwelle mehrere Schläge ausführt.
AT163265D 1945-10-27 1945-10-27 Tiefbohranlage für turmloses Tiefbohren AT163265B (de)

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