AT153237B - Flugzeugtragflügel. - Google Patents

Flugzeugtragflügel.

Info

Publication number
AT153237B
AT153237B AT153237DA AT153237B AT 153237 B AT153237 B AT 153237B AT 153237D A AT153237D A AT 153237DA AT 153237 B AT153237 B AT 153237B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
wing
nose
profile
root
curvature
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Willy Dipl Ing Messerschmitt
Original Assignee
Willy Dipl Ing Messerschmitt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Willy Dipl Ing Messerschmitt filed Critical Willy Dipl Ing Messerschmitt
Application granted granted Critical
Publication of AT153237B publication Critical patent/AT153237B/de

Links

Landscapes

  • Toys (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Flugzeugtragfugel.   



   Bei Flugzeugflügeln tritt im überzogenen Fluge die Gefahr eines plötzlichen Kippens um die   Flugzeuglängsachse   auf, die anschliessend zu dem   gefürchteten   Trudelzustand führt. Flugzeuge, die mit dieser unangenehmen Eigenschaft behaftet sind, sind nicht nur stets eine Gefahr für unkundige Piloten, sondein gestatten auch nicht, die auf Grund des an sich vorhandenen Höchstauftriebes mögliche geringste Landegeschwindigkeit zu erreichen, denn schon eine geringe Überschreitung des dem   Höchst-   auftrieb zugeordneten Anstellwinkels hat den Verlust der Querstabilität zur Folge. 



   Man hat diese Nachteile durch verschiedene Mittel mit mehr oder weniger Erfolg beseitigt. 



  Man hat die Flügel an den Aussenenden mit Profilen ausgebildet, deren Verhältnis von Grösstdicke zu Tiefe grösser ist als das der Flügelprofile an der Flügelwulzel. Damit hat man von dem Umstand Gebrauch gemacht, dass prozentual dickere Profile einen grösseren zulässigen   Anstellwinkelbereich   haben als dünne. Das verbreitetste Mittel ist wohl das Verwinden oder   Schränken   der Flügel, derart, dass an der Flügelwurzel die Profile einen grösseren geometrischen Anstellwinkel haben als an den Flügelenden.

   Unter diesen geschränkten Flügeln gibt es auch solche, bei denen sich die dickste Stelle des Flügelprofils stets im ersten Drittel der Flügeltiefe befindet, es nimmt jedoch der Krütnmungshalbmesser der Nase des Profils (Schnittes) - bei annähernd gleicher Flügeldicke in verschiedenen Schnitten-nach der Flügelwurzel hin zu. 



   Alle diese bekannten Mittel zur Erhaltung der Querstabilität im überzogenen Fluge haben das gemeinsame Bestreben, den Flügel so zu gestalten, dass die Aussenenden den kritischen Anstellwinkel später erreichen als die Flügelwurzel. Die bekannten Mittel erzielen die Querstabilität mit mehr oder weniger Erfolg, in jedem Falle aber unter Inkaufnahme aerodynamischer Nachteile, Verteuerung der Herstellung   und/oder   Erschwerung der Wartbarkeit. 



   Der Flugzeugtragflügel gemäss der Erfindung gehört zu jenen Flügeln, deren freies Ende den kritischen Anstellwinkel später erreicht als die Wurzel und die in etwa einem Drittel der Flügeltiefe am dicksten sind, und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Krümmungshalbmessers der Nase des Flügelquerschnittes zur grössten   Flügeldicke   in den   Flügelquerschnitten   im Bereiche des freien Flügelende grösser ist als in den   Flügelquei schnitten   im Bereiche der Flügelwurzel. Die Erfindung umfasst ferner eine abgeänderte Form dieses Flügels, bei der die Nasen der   Flügelquerschnitte   von der Flügelwurzel bis etwa zur Mitte der Flügelspannweite Unstetigkeiten, wie Leisten, Riefen, Stufen, Spitzen oder Rauhigkeiten, aufweisen. 



   Die Veränderungen, denen die Flügelnase längs der Spannweite gemäss der Erfindung unterworfen ist, bewirken, dass die Strömung an den Flügelaussenenden bei grossen Anstellwinkeln noch anliegt, wenn die Strömung an der Flügelwurzel bereits abgerissen ist, und liegen im Staupunkt, also in einem Bereich des Profils, in dem im Schnellflug die Strömungsgeschwindigkeit gleich Null ist. Das hat zur Folge, dass der Widerstand im Schnellflug von den Massnahmen gemäss der Erfindung nicht beeinflusst wird. Bei grossen Anstellwinkeln rückt der Staupunkt weiter nach hinten auf die Druckseite, und es tritt an dem vordersten Teil der Profilnase, an dem gemäss der Erfindung die Veränderungen vorgenommen sind, eine besonders hohe Strömungsgeschwindigkeit auf.

   Da vom Staupunkt bei grossen Anstellwinkeln bis zum vordersten Punkt des Profils immerhin nur ein geringer Abstand ist, ist die Grenzschicht an dem vordersten Teil der Profilnase noch laminar. Bekanntlich ist die laminare Grenzschicht in weit geringerem Masse als die turbulente Grenzschicht fähig, das Ablösen der Strömung zu verhindern. Die gemäss der Erfindung vorgenommenen Veränderungen der Profilnase zielen darauf 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ab, im Bereich der   Flügelwurzel   die Strömung an der Flügelnase in dieser laminaren Grenzschicht so zu beeinflussen, dass die Strömung zuerst in dem Bereich der Flügelwurzel abreisst, während an den Aussenenden der Flügel die Strömung noch anliegt. 



   Es sei erwähnt, dass in den   Anfängen   der Fliegerei bereits der Vorschlag gemacht worden ist, das Flügelprofil derart längs der Spannweite zu verändern, dass die dickste Stelle im Bereich der Flügelenden unmittelbar an der Nase liegt, gegen den Rumpf zu jedoch in etwa der Hälfte der Flächentiefe, wodurch sich an der Flügelwurzel eine spitze, an den Enden des Flügels eine stark gerundete Nase ergibt. Diese veralteten Flügel können mit dem Flügel nach der Erfindung nicht verglichen werden, da ihre dicksten Stellen nicht durchwegs im ersten Drittel der Flügeltiefe gelegen sind.

   Sie mussten nach heutigen Erkenntnissen sehr schlechte aerodynamische Eigenschaften haben, während der Flügel gemäss der Erfindung nachweislich unverändert gute Leistungen aufweist, weil die dickste Stelle des Profils stets in dem günstigsten Teil, also etwa in einem Drittel der Flügeltiefe, liegt ; Auch liegen die Unstetigkeiten, Rauhigkeiten oder geringen   Krümmungsradien   beim Flügel gemäss der Erfindung im Staupunkt des   Schnellfluges,   also dort, wo bekanntlich die Strömungsgeschwindigkeit und damit der Widerstand Null ist. 



   Das mit den Mitteln der Erfindung an den rumpfnahen Teilen des Flügels erzielte frühere Ablösen der Strömung ist vorteilhafter als das mit Hilfe der bisher bekannten Mittel erzielte. Denn erfahrungsgemäss fällt nach dem Eintreten der Strömungsablösung der Auftrieb bei zunehmendem Anstellwinkel an Profilen mit gemäss der Erfindung geänderten Nasen nur mässig ab. Daraus ergeben sich günstige Trudeleigenschaften, und der Abfall des Höchstauftriebes ist so gering, dass es bisher nicht gelungen ist, ihn zu messen. 



   In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele dargestellt.   Fig. l   sei beispielsweise ein   Flügelschnitt,   der dem Flügel gemäss der Erfindung zugrunde gelegt ist. Die Form der Flügelnase wird gemäss der Erfindung längs der Spannweite Veränderungen unterworfen. Im Bereich der Flügelenden ist der Krümmungsradius der Flügelnase gross, und das Profil hat einen Umriss, der mit vollen Linien in Fig. 1 dargestellt ist. Bis zur   Flügelmitte nimmt   der Krümmungsradius der Nase des Flügelschnittes ab und kann unter Umständen Null werden, so dass ein Profil mit einer Spitze an der Flügelnase entsteht, wie mit punktierte Linien in Fig. 1 dargestellt. Die dazwischenliegenden Flügelschnitte weisen Nasen von mittlerem Krümmungsradius auf, wie mit gestrichelten Linien dargestellt. 



   Vielfach werden die Flügelprofile längs der Spannweite nicht nur ähnlich im Verhältnis zur Flügeltiefe verkleinert (Trapez-oder elliptische Flügel), sondern es wird auch die prozentuale Dicke verändert, beispielsweise nach den Flügelende zu verkleinert. Dabei verwandelt sich nach geometrischen Gesetzen der Krümmungskreis des dünnen Profils in eine hochstehende Ellipse. Gemäss der Erfindung wird der Krümmungshalbmesser der Nase bei solchen Flügeln, d. h. bei Flügeln mit sich ändernder prozentualer Dicke, längs der Spannweite derart verändert, dass, bezogen auf das oder die auf gleiche prozentuale Dicke umgeformten Ausgangsprofile gemäss Fig. 1, der oben gegebenen Kennzeichnung der Erfindung entsprochen wird, also der Krümmungshalbmesser an den Flügelenden gross, im Bereich der Flügelwurzel klein ist. 



   In den Fig. 2-8 sind Ausführungsformen von Unstetigkeiten an der Flügelnase dargestellt, die zu gleichen und ähnlichen Folgen führen. Gemäss Fig. 2-5 sind Leisten an der Nase von normalen   Flügelschnitten   angebracht, die gemäss Fig. 2 eine Dreiecksform, gemäss Fig. 3 eine Trapezform, gemäss Fig. 4 eine doppelte Dreiecksform und gemäss Fig. 5 einen gerundeten Vorsprung an die Profilnase anfügen. Es lassen sich auf diese Weise die verschiedenartigsten Unstetigkeiten an der Flügelnase hervorrufen und durch Flugversuche derart verändern, bis das Optimum der Wirkung erzielt wird.
Insbesondere lässt sich auf diese Weise die Grösse der mit Unstetigkeiten versehenen Spannweite ermitteln, bei der die beste gewünschte Wirkung eintritt.

   Diese beste Wirkung wird dann eintreten, wenn gemäss der Erfindung der vorderste Teil der Nase des Flügelschnittes im mittleren Bereich der
Spannweite über eine Länge von etwa der halben Spannweite eine oder mehrere Unstetigkeiten oder Rauhigkeiten aufweist. 



   Gemäss Fig. 6 ist eine Rauhigkeit a an der Flügelnase angebracht und gemäss Fig. 7 und 8 Unstetigkeiten durch Riefen (Fig. 7) und Stufen (Fig. 8). 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Flugzeugtragflügel, dessen freies Ende den kritischen Anstellwinkel später erreicht als die Wurzel und der in etwa einem Drittel der Flügeltiefe am dicksten ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Krümmungshalbmessers der Nase des   Flügelquerschnittes   zur grössten Flügeldicke   in.   den Flügelquerschnitten im Bereiche des freien Flügelendes grösser ist als in den Flügelquerschnitten im Bereiche der Flügelwurzel.

Claims (1)

  1. 2. Abgeänderte Form des Flugzeugtragflügels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nasen der Flügelquerschnitte von der Flügelwurzel bis etwa zur Mitte der Flügelspannweite Unstetigkeiten, wie Leisten, Riefen, Stufen oder Rauhigkeiten, aufweisen.
AT153237D 1934-04-14 1934-08-13 Flugzeugtragflügel. AT153237B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE153237X 1934-04-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT153237B true AT153237B (de) 1938-04-25

Family

ID=5675597

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT153237D AT153237B (de) 1934-04-14 1934-08-13 Flugzeugtragflügel.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT153237B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2959161B1 (de) Rotorblatt einer windenergieanlage
DE102008052858B9 (de) Profil eines Rotorblatts und Rotorblatt einer Windenergieanlage
DE10117721B4 (de) Flügelspitzenverlängerung für einen Flügel
DE102009019542A1 (de) Nicht-planares Flügelendstück für Tragflügel von Flugzeugen sowie Tragflügel mit einem solchen Flügelendstück
DE2712717A1 (de) Ueberkritisches tragfluegelprofil
DE69115636T2 (de) Rotorblätter eines Drehflügelflugzeuges
DE102019113548A1 (de) Tragwerkstruktur für ein Fluggerät und Fluggerät mit einer solchen
DE60304513T2 (de) Flügelprofil und -aufbau
EP0076936B1 (de) Profile, insbesondere Tragflügelprofile für Luftfahrzeuge
DE1923215A1 (de) Propellerblatt
DE102005017825A1 (de) System und Verfahren zum Reduzieren von Randwirbeln
DE60300441T2 (de) Hinterkante eines Tragflächenprofils mit laminarer Strömung
DE2309404C2 (de) Laufschaufel für Turbotriebwerksverdichter
AT153237B (de) Flugzeugtragflügel.
DE635568C (de) Flugzeugtragfluegel
DE748739C (de) Schwanzloses Flugzeug mit vor der Tragflaeche, quer zur Flugrichtung am Rumpfbug angeordnetem Leitwerk oder Vorfluegel
DE69826136T2 (de) Stromlinienförmiges propellerblatt
DE2944743C2 (de) Tragflügel für ein schnellfliegendes Flugzeug
DE385928C (de) Eindecker
DE412810C (de) Flugzeugfluegel
DE3208970A1 (de) Tragfluegel fuer flugzeuge mit kurzstart- und kurzlandeeigenschaften
DE102017128164B4 (de) Flugzeug
DE2909245C2 (de) Quertriebskörper, insbesondere Flugzeugtragflügel
DE3909993A1 (de) Mehrgliedriger fluegel insbesondere als schiffssegel
DE605663C (de) Verfahren und Einrichtung zur Erhaltung der Auftriebskraft von Flugzeugtragfluegeln und anderen Quertriebskoerpern beim UEberschreiten des kritischen Anstellwinkels