AT149977B - Verfahren zur Gewinnung von Magnesium aus Magnesiumoxyd. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Magnesium aus Magnesiumoxyd.

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  Verfahren zur Gewinnung von Magnesium aus Magnesiumoxyd. 



   Die thermische Reduktion von Magnesiumoxyden oder solche enthaltenden Rohstoffen mittels Aluminium, Silizium u. dgl. unter Abdestillieren des Magnesiums ist bekannt. Die   grosstechnische     Durchführung   derartiger Verfahren bereitet vor allem erhebliche apparative Schwierigkeiten mit Rücksicht auf die Wärmezufuhr, die notwendigen hohen Temperaturen, die Aggresivität der Rohstoffe usw. 



   Diese Nachteile werden vermieden und ein   überraschend   glatter und günstiger Reaktionverlauf gewährleistet, wenn man gemäss der Erfindung auf Magnesiumoxyd bzw. solches enthaltende Rohstoffe, z. B. Dolomit,   Abfallschlache   metallurgischer Prozesse u. dgl., im   Schosse   einer Schmelze unter vermindertem Druck Stoffe, die schwerflüchtige Oxyde bilden, z. B. Aluminium, Silizium, Kalzium u. dgl. oder solche Legierungen oder Verbindungen, einwirken lässt. Das Magnesium ver-   flüchtig   sich dabei und kann in hoher Reinheit und mit günstiger Ausbeute in fester oder flüssiger Form niedergeschlagen werden. Die Schmelze besteht z.

   B. aus Oxyden, wie Kalziumoxyd, Aluminiumoxyd u. dgl., ferner Fluoriden u. dgl., bekannten Flussmitteln, wie Flussspat, Bauxit, Ton usw. ; es ist dabei nicht ausgeschlossen, dass die Stoffe sich mit den schwerflüchtigen Oxyden verbinden. Zweckmässig wird getrachtet, durch entsprechende Wahl des Ansatzes für die Schmelze und gegebenenfalls auch durch weitere Zusätze während der Reaktion den Schmelzpunkt des Reaktionsgemisches möglichst niedrig zu halten. Dies besitzt unter anderem den Vorteil, dass man als Material für das Reaktiongefäss und/oder die Elektroden, Kohle bzw. Graphit verwenden kann. 



   Die notwendige Wärme kann dem Reaktionsgefäss von aussen zugeführt werden, z. B. mittels Strahlung, durch elektrische Widerstands-oder Induktionsheizung usw. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, das Bad durch elektrische Widerstandsheizung desselben zu erwärmen. Man führt hiezu dem Bad z. B. durch eingebaute Elektroden aus Kohle oder Graphit Wechselstrom passender Stromstärke und Spannung zu und regelt die Leitfähigkeit des Bades durch entsprechende Zusätze, wie Flussspat, Bauxit, Ton u. dgl. 



   Das Verfahren lässt sich auch im ununterbrochenen Arbeitsgang ausüben, wobei zur gegebenen Zeit jeweils fortlaufend die Reaktionsteilnehmer und Zusatzstoffe zugegeben und   unerwünschte   Bestandteile abgezogen, abgegossen bzw. ausgetragen werden. 



   Zur Ausübung des Verfahrens lässt man   zweckmässig   den   Atmosphärendruck   nicht vom Reaktionsgefäss aufnehmen, sondern ordnet dieses in einem gasdichten, druckfesten, zweckmässig kühlbaren Behälter aus Metall, z. B. aus Eisen, an. Man kann das Reaktionsgefäss auch bewegen und ihm eine hiezu geeignete Gestalt verleihen. 



   Beispiel : In einem gasdichten Behälter befindet sich das mit Kohle ausgekleidete Reaktiongefäss, in welches zwei mit Wechselstrom gespeiste Kohleelektroden hineinragen. Der Ansatz besitzt folgende Zusammensetzung : 6-5 kg einer Aluminium-Silizium-Legierung (41% Aluminium, 37% Silizium, Rest Eisen), 4'5   leg einer Kalzium-Silizium-Legierung (30% Kalzium, 54% Silizium,   Rest Eisen),   7-8 kg   Kalziumoxyd, 26 kg Magnesiumoxyd und 11 kg Kalziumfluorid. 



   Der Ansatz wird mittels Widerstandsheizung niedergeschmolzen und es destilliert bei einem Druck von 10-40   MM   praktisch völlig reines Magnesium mit guter Ausbeute in eine angeschlossene gekühlte Vorlage. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von Magnesium aus Magnesiumoxyd bzw. Magnesiumoxyd enthaltenden Rohstoffen durch Reduktion mit Stoffen, die schwerflüchtige Oxyde bilden, wie z. B. Aluminium, Silizium, Kalzium, deren Legierungen oder Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man diese auf das   Magnesiumoxid   bzw. auf solches enthaltende Rohstoffe in einer durch elektrische Widerstandsheizung erhitzten Schmelze bei vermindertem Drucke einwirken lässt, wobei diese selbst als Widerstand dienende Schmelze bekannte Flussmittel, z. B. Kalziumoxyd, Flussspat u. dgl., enthält und der Schmelzpunkt des Bades so niedrig gehalten wird, dass mit der Schmelze in   Berührung   kommende Kohle oder Graphit nicht angegriffen wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Reaktionsgefässes und (oder) der Elektrode Kohlenstoff enthält. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT149977D 1935-05-22 1936-02-13 Verfahren zur Gewinnung von Magnesium aus Magnesiumoxyd. AT149977B (de)

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