AT12634U1 - Zoomfernrohr, insbesondere ein monokulares oder binokulares zoomfernrohr - Google Patents
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Abstract
Bei einem Zielfernrohr (1) mit einem zwischen Objektiv (4) und Okular (6) liegenden Vergrößerungswechsler (7), der zwei Linsengruppen (8a, 8b) mit daran befestigten Führungselementen (10a, 10b), die in eine Geradführungsnut (12) in einem Geradführungsrohr (11) und in zwei Kurvennuten (14a, 14b) in einem Kurvenrohr (13) eingreifen, aufweist, hat das Kurvenrohr (13) einen Durchmesser D = 40 mm, mindestens ein Führungselement (10a, 10b) ist als Nutenstein (15a, 15b) ausgebildet, der beidseitig eine ebene Kontaktfläche (K) mit der Geradführungsnut (12) von 2 mm2 bis 10 mm2 hat, und die Drehung des Kurvenrohrs (15) um einen Drehwinkel a = 1° bewirkt über mindestens eine Kurvennut (14a, 14b) die Verschiebung mindestens eines Nutensteins (15a, 15b) in der Geradführungsnut (12) um mindestens 0,3 mm.
Description
österreichisches Patentamt AT 12 634 Ul 2012-09-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Zoomfernrohr, insbesondere ein monokulares oder binokulares Zoomfernrohr.
[0002] Aus DE 19940736 ist ein Zoomobjektiv bekannt, das mit einer Führungshülse in einem Führungsrohr arbeitet. Mittels Führungshülsen werden in der Optik Kräfte auf gefasste Linsen übertragen, so dass diese Bewegungen längs ihrer optischen Achse ausführen können. Die Führungshülsen aus DE 19940736 sind zylinderförmig ausgebildet. Nachteilig hieran ist, dass es zwischen zylinderförmiger Führungshülse und ebener Seitenwand des Nutenrohres eine linienförmige Kontaktfläche vorliegt. Dadurch entstehen hohe Kontaktkräfte, die zu einer Beschädigung der Nut, insbesondere in Form von Dellen führen können. Je nach Steigung der Kurven ändert sich die Kraft an der Kontaktstelle zwischen Führungshülse und Führungsrohr. Bei steilen Kurven ergeben sich aus der Geometrie große Kontaktkräfte, und damit erhöht sich die Gefahr der Beschädigung der Nut und des Abriebs.
[0003] Es ist nun die Aufgabe der Erfindung, die Gefahr von Beschädigungen der Führungselemente und/oder der Nut zu reduzieren.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Zoomfernrohr nach Anspruch 1 gelöst.
[0005] Zur Betätigung des Vergrößerungswechslers ist an dem Gehäuse ein Betätigungselement, insbesondere ein Drehring, vorgesehen. Ein Drehen dieses Betätigungselements durch den Benutzer bewirkt die Umwandlung einer Drehbewegung des Kurvenrohrs in eine Längsbewegung der für den Vergrößerungswechsel zuständigen Linsengruppen. Die Kraft, die dabei als Drehung eingeleitet wird, wirkt derart auf den Nutenstein, dass dieser sich auf der seitlichen Wand der Geradführungsnut abstützt. Die dabei übertragenen Drehmomente können bis 40 Ncm, in einigen Fällen auch mehr betragen. Bereits eine Übertragung eines Drehmoments von > 10 Ncm kann bei Verwendung einer zylinderförmigen Führungshülse zu Problemen in Form von Abrieb und Dellen auf der Geradführungsnut führen. Der Nutenstein bietet eine größere Fläche zur Kraftübertragung und kann somit die Flächenpressung im Vergleich zu einer zylinderförmigen Führungshülse reduzieren.
[0006] Daher wird durch die Verteilung der Kräfte auf eine Nutensteinfläche eine Beschädigung der Geradführungsnut und/oder des Nutensteins vermindert.
[0007] Auch der Abrieb der Gleitoberfläche des Geradführungsrohres kann vermindert werden. Bei Verwendung von Führungshülsen können beispielsweise Flächenpressungen von 4 bis 50 N/mm2 auftreten. Bei der Verwendung von Nutensteinen werden diese Flächenpressungen deutlich herabgesetzt, z.B. auf maximal 5 N/mm2, bevorzugt auf kleiner 3,5 N/mm2.
[0008] Mittels des Vergrößerungswechslers sind die Abstände der beiden Linsengruppen zueinander und zur Bildebene durch Axialverschiebung veränderlich.
[0009] Die Gleitoberflächen des Vergrößerungswechslers, sind mit einer streulichtmindernden Beschichtung, insbesondere einem Kepla-Coat, beschichtet. In einer bevorzugten Ausführungsform kann das gesamte Geradführungsrohr beschichtet sein.
[0010] Die Erfindung ist insbesondere bei hochvergrößernden Spektiven einsetzbar. Derartige Spektive können beispielsweise Vergrößerungen von 15fach bis 45fach, 15fach bis 60fach oder 15fach bis 80fach aufweisen.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Zoomfernrohr kann der definierte Teilbereich der Drehung des Kurvenrohrs > 40%, insbesondere > 90%, des Gesamtumfangswinkels zumindest einer Kurvennut umfassen. Der definierte Teilbereich kann in einer Ausführungsform auch 100% des Gesamtumfangswinkels entsprechen.
[0012] Der Nutenstein kann derart ausgebildet sein, dass er zwei erste gegenüberliegende und zueinander parallele ebene Flächen aufweist, die beim Einsatz in der Geradführungsnut eben an der Wandung der Geradführungsnut anliegen. Darüber hinaus kann der Nutenstein in dem 1 /12 österreichisches Patentamt AT12 634U1 2012-09-15
Bereich, indem er in eine Kurvennut eingreift, als Zylinder ausgebildet sein, so dass dort zur Wandung der Kurvennut eine Kraftübertragung über einen linienförmigen Kontakt erfolgt.
[0013] Alternativ ist vorstellbar, dass der Nutenstein in dem Bereich, in dem er in eine Kurvennut eingreift, zwei weitere gegenüberliegende und zueinander parallele ebene Flächen aufweist, die auch im Kurvenrohr eine flächige Kraftübertragung ermöglichen. Dies ist insbesondere dort vorteilhaft, wo der Steigungswinkel ß der Kurvennut konstant ist. Die ersten ebenen Flächen sind dann zu den zweiten ebenen Flächen um einen definierten Winkel verdreht angeordnet.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0015] Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und den beigefügten Zeichnungen.
[0016] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen: [0018] Figur 1 [0019] Figur 2 [0020] Figur 3a [0021] Figur 3b [0022] Figur 3c [0023] Figur 3d [0024] Figur 3e [0025] Figur 4a [0026] Figur 4b [0027] Figur 4c [0028] Figur 4d [0029] Figur 4e ein erfindungsgemäßes monokulares Zoomfernrohr, eine beispielhafte Berechnung des Steigungswinkels, eine Führungshülse nach dem Stand der Technik, eine Linsenfassung mit Führungshülse nach dem Stand der Technik, ein Führungsrohr mit Linsenfassung und Führungshülse nach dem Stand der Technik, ein Kurvenrohr, Führungsrohr mit Linsenfassung und eine Führungshülse nach dem Stand der Technik, lineare Kontaktkräfte zwischen Führungsrohr und einer Führungshülse nach dem Stand der Technik, einen Nutenstein, eine Linsenfassung mit Nutenstein, ein Führungsrohr mit Linsenfassung und Nutenstein, ein Kurvenrohr, Führungsrohr mit Linsenfassung und einen Nutenstein, und flächige Kontaktkräfte zwischen Führungsrohr und einem Nutenstein.
[0030] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Zoomfernrohr 1. Das Gehäuse 2 ist hierbei im Wesentlichen als Tubus ausgebildet. Im ersten Endbereich 3 des Gehäuses ist dieses aufgeweitet, um ein Objektiv 4 aufzunehmen. Im zweiten Endbereich 5 ist ein Okular 6 angeordnet. Das Objektiv 4 legt die optische Achse A fest. Das Okular 6 weist mit dem Objektiv 4 eine gemeinsame optische Achse A auf. Alternativ kann das Okular 6 auch als schräger Einblick ausgebildet sein. Die optische Achse A fällt im vorliegenden Beispiel mit der mechanischen Achse des zylinderförmigen Tubus zusammen.
[0031] In dem Gehäuse 2 ist zwischen dem Objektiv 4 und dem Okular 6 ein Vergrößerungswechsler 7 angeordnet. Der Vergrößerungswechsler 7 ist mit dem Objektiv 4 auf einer gemeinsamen optischen Achse A zur Verschiebung zweier gefasster Linsengruppen 8a, 8b entlang der optischen Achse A angeordnet.
[0032] Der Vergrößerungswechsler 7 umfasst zwei gefasste Linsengruppen 8a, 8b mit jeweils einem an jeder gefassten Linsengruppe 8a, 8b befestigten Nutenstein 15a, 15b. Des Weiteren umfasst der Vergrößerungswechsler 7 ein starr am tubusförmigen Gehäuse 2 gelagertes Ge- 2/12 österreichisches Patentamt AT12 634U1 2012-09-15 radführungsrohr 11 mit einer parallel zur optischen Achse A verlaufenden Geradführungsnut 12 zur Sicherung der beiden gefassten Linsengruppen 8a, 8b gegen Verdrehung um die optische Achse. Zudem umfasst der Vergrößerungswechsler 7 ein um die optische Achse A drehbar gelagertes Kurvenrohr 13 mit einer ersten Kurvennut 14a und einer zweiten Kurvennut 14b zur Steuerung der Verschiebeweite der beiden gefassten Linsengruppen 8a, 8b.
[0033] Das Geradführungsrohr 11 umschließt zumindest teilweise die beiden gefassten Linsengruppen 8a, 8b konzentrisch. Das Kurvenrohr 13 umschließt zumindest teilweise das Geradführungsrohr 11 konzentrisch. Das erste Führungselement 10a greift durch die Geradführungsnut 12 hindurch in die erste Kurvennut 14a und das zweite Führungselement 10b durch die Geradführungsnut 12 hindurch in die zweite Kurvennut 14b ein.
[0034] Das Kurvenrohr 13 weist einen Durchmesser D > 40 mm, insbesonders > 45 mm auf. Die beiden Führungselemente 10a, 10b sind im Bereich der Geradführungsnut 12 derart als Nutenstein 15 ausgebildet, dass zwischen Geradführungsnut 12 und dem jeweiligen Nutenstein 15a, 15b an jeweils gegenüberliegenden Seiten des Nutensteins 15a, 15b eine ebene Kontaktfläche K mit der jeweiligen ebenen Seitenwand der Geradführungsnut 12 von jeweils K = 2 mm2 bis 10 mm2 entsteht.
[0035] Zumindest eine Kurvennut ist derart ausgebildet, dass durch eine Drehung des Kurvenrohrs 13 um einen Drehwinkel α = 10 um die mechanische Achse A zumindest für einen definierten Teilbereich der Drehung des Kurvenrohrs 13 eine Verschiebung zumindest eines Nutensteins 15a, 15b in der Geradführungsnut 12 um mindestens 0,3 mm, insbesondere mindestens 0,5 mm bewirkbar ist.
[0036] Die Fokussierlinse 17 kann auf der optischen Achse verschiebbar ausgebildet sein. Zur vereinfachten Darstellung wurde dies nicht in der Zeichnung dargestellt.
[0037] Die erste Linsengruppe 8a umfasst mindestens eine Linse samt der zugehörigen ersten Linsenfassung 9a. Die zweite Linsengruppe 8b umfasst mindestens eine Linse samt der zugehörigen zweiten Linsenfassung 9b.
[0038] Als Mittel zur Drehung des Kurvenrohres 13 kann insbesondere ein Drehring 18 vorgesehen sein.
[0039] Figur 2 zeigt beispielsweise die Berechnung des Steigungswinkels ß für ein Kurvenrohr 13.
[0040] Unter Steilheit der Kurve wird der im Folgenden erläuterte Steigungswinkel ß verstanden. Bezogen auf eine fiktive Linie auf der Außenfläche des Kurvenrohrs 13, die parallel zur optischen Achse A verläuft und die die Kurvennut 14 an beliebigem Punkt schneidet, wird der Winkel ß zwischen Linie und Kurvennut betrachtet. Die Steilheit der Kurve zeigt sich durch das Ausmaß, in dem sich der Nutenstein entlang der Geradführungsnut verschiebt, wenn ein Benutzer das Kurvenrohr um einen definierten Winkel dreht. Die Drehung des Kurvenrohrs kann mit Hilfe eines Drehrings bewirkt werden.
[0041] Das Kurvenrohr 13 hat bei einem exemplarischen Außendurchmesser von 45,6 mm einen Umfang von 143,25 mm. Der Umfangsweg bei einem Umfangswinkel α = 1° Drehung entspricht 143,25 mm / 360° = 0,397 mm. Daraus ergibt sich bei einer Bewegung des Nutensteins um beispielsweise 0,557 mm in der Geradführungsnut 12 des Geradführungsrohrs 11 ein Steigungswinkel ß = 54,45°. Die Kurvennut 14 kann beispielsweise eine Drehung um 128° ermöglichen.
[0042] Bei Verwendung von Führungshülsen können hohe Flächenpressungen von beispielsweise 4,3 bis 34 N/mm2 auftreten. Durch Einsatz eines Nutensteins können diese Flächenpressungen beispielsweise auf 1,95 und 3,41 N/mm2 herabgesetzt werden.
[0043] Bei Zoomfernrohren mit hohen Vergrößerungen von beispielsweise 15fach bis 80fach können sehr hohe Steigungswinkel ß der Kurvennuten 14a und 14 b vorgesehen sein. Die Kurvennuten erstrecken sich beispielsweise ab einem Umfangswinkel α von > 120°. In einer Ausführungsform kann sich eine Kurvennut beispielsweise über einen Umfangswinkel α von 3/12 österreichisches Patentamt AT12 634U1 2012-09-15 150° erstrecken.
[0044] Bei einer Kurvennut mit einem definierten Gesamtumfangswinkel agesamt> beispielsweise Qgesamt = 120° kann für einen definierten Bereich der Drehung des Kurvenrohrs αΤθΜ, beispielsweise ctTeii = 40° ein Steigungswinkel von ßTen ^ 50° vorgesehen sein. Der gemittelte Steigungswinkel für die gesamte Strecke der Kurvennut kann davon abweichen.
[0045] In einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass eine der beiden Kurvennuten einen konstanten Steigungswinkel aufweist und die andere Kurvennut als Kurve mit Richtungsumkehr ausgebildet ist.
[0046] Figuren 3a bis 3d zeigen die Verwendung einer zylinderförmigen Führungshülse 19 nach dem Stand der Technik.
[0047] Die Führungshülse 19 ist beispielsweise mit einer Linsenfassung 9 verschraubt. Diese beiden werden dann in die Geradführungsnut 12 eines Geradführungsrohrs 11 eingesetzt, so dass die Führungshülse 19 durch die Geradführungsnut 12 hindurch und aus dieser hervorragt. Das Geradführungsrohr 11 wird dann derart von einem Kurvenrohr 13 konzentrisch umgeben, dass die Führungshülse in die Kurvennut 14 hineinragt.
[0048] Figur 3e zeigt die Kraftübertragung aus der eingeleiteten Drehbewegung zu einer Längsbewegung einer Linsengruppe bei Verwendung einer Führungshülse 19. Es treten die beiden Kontaktkräfte F2, F2' an der Schnittstelle Kurvenrohr 13 zu Führungshülse 19 und F^ F/ an der Schnittstelle Führungshülse 19 zu Geradführungsrohr 11 auf. Je nach Steigung der Kurven ändert sich die Kraft an der Kontaktstelle zwischen Führungshülse 19 und Geradführungsrohr 11. Bei steilen Kurven ergeben sich aus der Geometrie große Kontaktkräfte.
[0049] Figuren 4a bis 4d zeigen die Verwendung eines Nutensteins 15.
[0050] Der Nutenstein 15 ist beispielsweise mit einer Linsenfassung 9 verschraubt. Diese beiden werden dann in die Geradführungsnut 12 eines Geradführungsrohrs 11 eingesetzt, so dass der Nutenstein 15 durch die Geradführungsnut 12 hindurch und aus dieser hervorragt. Das Geradführungsrohr 11 wird dann derart von einem Kurvenrohr 13 konzentrisch umgeben, dass der Nutenstein in die Kurvennut 14 hineinragt.
[0051] Figur 4e zeigt die Kraftübertragung aus der eingeleiteten Drehbewegung zu einer Längsbewegung einer Linsengruppe bei Verwendung eines Nutensteins 15. Es treten die beiden Kontaktkräfte F2, F2' an der Schnittstelle Kurvenrohr 13 zu Nutenstein 15 und F^ F/ an der Schnittstelle Nutenstein 15 zu Geradführungsrohr 11 auf. Je nach Steigung der Kurven ändert sich die Kraft an der Kontaktstelle zwischen Nutenstein 15 und Geradführungsrohr 11. Bei steilen Kurven ergeben sich aus der Geometrie große Kontaktkräfte. Da die Kräfte Fi, F/ an einer ebenen Fläche auftreten, tritt hier nur eine mäßige Belastung der Geradführungsnut auf. Eine Abnutzung kann minimiert werden. Im Bereich des Kurvenrohrs ist der Nutenstein zylinderförmig ausgebildet, hier findet also eine linienförmige Belastung der Kurvennut statt. Möchte man auch hier die Belastung verringern, können auch dort ebene parallele Flächen beim Nutenstein ausgebildet werden.
[0052] Der Nutenstein kann aus Stahl, alternativ auch aus Messing hergestellt werden. Es kann eine Kunststoffummantelung vorgesehen sein, die den Nutenstein zumindest teilweise ummantelt. 4/12 AT 12 634 Ul 2012-09-15 österreichisches
Patentamt BEZUGSZEICHENLISTE 1 Zoomfernrohr A optische Achse, mechanische 2 tubusförmiges Gehäuse Achse 3 erster Endbereich B Bildebene 4 Objektiv K Kontaktfläche 5 zweiter Endbereich F Kräfte 6 Okular a Drehwinkel 7 Vergrößerungswechsler ß Steigungswinkel 8a erste Linsengruppe 8b zweite Linsengruppe 9 Linsenfassung 9a erste Linsenfassung 9b zweite Linsenfassung 10a erstes Führungselement 10b zweites Führungselement 11 Geradführungsrohr 12 Geradführungsnut 13 Kurvenrohr 14 Kurvennut 14a erste Kurvennut 14b zweite Kurvennut 15 Nutenstein 15a erster Nutenstein 15b zweiter Nutenstein 16 Umkehrsystem 17 Fokussierlinse 18 Drehring 19 zylinderförmige Führungshülse 20 Linse 21 Seitenwand der Geradführungsnut 5/12
Claims (13)
- österreichisches Patentamt AT12 634U1 2012-09-15 Ansprüche 1. Zoomfernrohr (1), mit einem im Wesentlichen tubusförmigen Gehäuse (2), in dessem ersten Endbereich (3) ein Objektiv (4) und in dessem zweiten Endbereich (5) ein Okular (6) angeordnet ist, wobei in dem Gehäuse (2) zwischen Objektiv (4) und Okular (6) ein Vergrößerungswechsler (7) angeordnet ist, der mit dem Objektiv (4) auf einer gemeinsamen optischen Achse (A) zur Verschiebung zweier gefasster Linsengruppen (8a, 8b) entlang der mechanischen Achse (A) angeordnet ist, wobei der Vergrößerungswechsler (7) a) zwei gefasste Linsengruppen (8a, 8b) mit jeweils einem an jeder gefassten Linsengruppe (8a, 8b) befestigten Führungselement (10a und 10b), b) ein starr am tubusförmigen Gehäuse gelagertes Geradführungsrohr (11) mit einer parallel zur optischen Achse (A) verlaufenden Geradführungsnut (12) zur Sicherung der beiden gefassten Linsengruppen (8a, 8b) gegen Verdrehung um die optische Achse, und c) ein um die optische Achse (A) drehbar gelagertes Kurvenrohr (13) mit einer ersten Kurvennut (14a) und einer zweiten Kurvennut (14b) zur Steuerung der Verschiebeweite der beiden gefassten Linsengruppen (8a, 8b), umfasst, wobei A) das Geradführungsrohr (11) zumindest teilweise die beiden gefassten Linsengruppen (8a, 8b) konzentrisch umschließt, und B) das Kurvenrohr (13) zumindest teilweise das Geradführungsrohr (11) konzentrisch umschließt, und C) das erste Führungselement (10a) durch die Geradführungsnut (12) hindurch in die erste Kurvennut (14a) und das zweite Führungselement (10b) durch die Geradführungsnut (12) hindurch in die zweite Kurvennut (14b) eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass aa) das Kurvenrohr (13) einen Durchmesser D > 40 mm, insbesondere > 45 mm aufweist, und ab) zumindest eines der beiden Führungselemente (10a, 10b) im Bereich der Geradführungsnut (12) derart als Nutenstein (15) ausgebildet ist, dass zwischen Geradführungsnut (12) und dem jeweiligen Nutenstein (15a, 15b) an jeweils gegenüberliegenden Seiten des Nutensteins (15a, 15b) eine ebene Kontaktfläche K mit der jeweiligen ebenen Seitenwand der Geradführungsnut (12) von jeweils K = 2 mm2 bis 10 mm2 entsteht, und ac) zumindest eine Kurvennut derart ausgebildet ist, dass durch eine Drehung des Kurvenrohrs (13) um einen Drehwinkel α = 10 um die mechanische Achse (A) zumindest für einen definierten Teilbereich der Drehung des Kurvenrohrs (13) eine Verschiebung zumindest eines Nutensteins (15a, 15b) in der Geradführungsnut (12) um mindestens 0,3 mm, insbesondere mindestens 0,5 mm, bewirkbar ist.
- 2. Zoomfernrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Drehung des Kurvenrohres, insbesondere ein Drehring (18) vorgesehen sind.
- 3. Zoomfernrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kurvennut (14a) einen konstanten Steigungswinkel (ß) aufweist.
- 4. Zoomfernrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kurvennut (14a) über zumindest 80% ihrer Wegstrecke einen konstanten Steigungswinkel (ß) aufweist.
- 5. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kurvennut (14a) mit einem gemittelten ersten Steigungswinkel von 30° bis 70°, insbesondere von 45° bis 60°, in dem Kurvenrohr verläuft.
- 6. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kurvennut (14b) als Kurve mit Richtungsumkehr ausgebildet ist. 6/12 österreichisches Patentamt AT12 634U1 2012-09-15
- 7. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kurvennut (14b) zumindest in einem Bereich über mindestens 20° der Wegstrecke der Kurvennut (14b) mit einem für diesen Bereich gemittelten zweiten Steigungswinkel a2 von 30° bis 70°, insbesondere von 45° bis 60° in dem Kurvenrohr verläuft.
- 8. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der definierte Teilbereich der Drehung des Kurvenrohrs (13) > 40%, insbesondere > 90%, des Gesamtumfangswinkels zumindest einer Kurvennut (14a, 14b) umfasst.
- 9. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehung des Kurvenrohrs (13) um einen Drehwinkel α = 1 °um die mechanische Achse (A) für den Gesamtbereich der Drehung des Kurvenrohrs (13) eine Verschiebung zumindest eines Nutensteins (15a, 15b) in der Geradführungsnut (12) um mindestens 0,3 mm, insbesondere mindestens 0,5 mm, bewirkt
- 10. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es als monokulares Zoomfernrohr, insbesondere Spektiv, oder binokulares Zoomfernrohr ausgebildet ist.
- 11. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv, das Okular und der Vergrößerungswechsler auf einer gemeinsamen optischen Achse angeordnet sind.
- 12. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung des Vergrößerungswechslers (7) an dem Gehäuse (2) ein Betätigungselement, insbesondere ein Drehring (18), zur Umwandlung einer Drehbewegung des Kurvenrohrs (13) in eine Längsbewegung der für den Vergrößerungswechsel zuständigen Linsengruppen (8a, 8b) vorgesehen ist.
- 13. Zoomfernrohr nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der beiden Führungselemente (10a, 10b) im Bereich der Kurvennut (14a, 14b) derart als Nutenstein (15) ausgebildet ist, dass zwischen Kurvennut (14a, 14b) und dem jeweiligen Nutenstein (15a, 15b) an jeweils gegenüberliegenden Seiten des Nutensteins (15a, 15b) eine ebene Kontaktfläche K' mit der jeweiligen ebenen Seitenwand der jeweiligen Kurvennut (14a, 14b) von jeweils K = 2 mm2 bis 10 mm2 entsteht. Hierzu 5 Blatt Zeichnungen 7/12
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| DE202010004631U1 (de) | 2010-07-22 |
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