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Küleinrichtnng für Fahrzeugmotoren.
Man hat bereits Fahrzeugmotoren durch Hindurchleiten von Luft in der Fahrtrichtung gekühlt.
Eine derartige Kühlweise fand beispielsweise bei luftgekühlten Motoren Anwendung. Bekanntlich hat die bisher übliche Art der Motorkühlung in Fahrzeugen durch Überleiten von Luft entgegen der Fahrt- richtung, wie sie insbesondere für Automobilmotoren mit Wasserkühlung Anwendung findet, eine Reihe von Nachteilen. Wenn man die Temperaturverhältnisse von Motoren untersucht, so findet man, dass die nach vorn liegenden Zylinder zumeist ausreichend gekühlt sind, jedoch nimmt die Kühlung nach dem rückwärtigen Ende des Motors zu stark ab. Die unvollkommene Kühlung der hinteren Zylinder führt bekanntlich zu schnellerer Abnutzung der Teile dieser Zylinder.
Ein weiterer Nachteil der bisherigen Kühlung besteht darin, dass ein grosser Teil der heissen Luft aus der Motorhaube durch das Spritzbrett hindurch in den Führerstand bzw. in das Wageninnere ein- dringt und, insbesondere während der Sommermonate, eine unerwünschte Erhitzung der Luft bewirkt, die bei Fahrzeugen mit starken Motoren nicht nur Unbeliagen, sondern auch eine Ermattung des Führers und damit eine Unsicherheit in der Bedienung des Wagens herbeiführen kann. Ausserdem enthält diese heisse Luft stets auch Motorgase und bewirkt eine erhebliche Verschlechterung der dem Führer zur Atmung zur Verfügung stehenden Luft.
Ein weiterer Nachteil der bisherigen Kühlweise zeigt sich bei strenger Kälte, da die durch den
Kühler streichende eisige Luft das Einfrieren des Kühlers während der Fahrt möglich macht.
Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung behoben, bei der eine Einrichtung
Anwendung findet, um die Kühlluft an dem Motor in der Fahrtrichtung vorbeiznsaugen.
Die neue Anordnung verhindert in befriedigender Weise ein Eindringen der heissen Luft in den Führerstand oder in den Wagen. Ferner ist ein Einfrieren des Wasserkühler während der Fahrt bei strenger Kälte ausgeschlossen, da die durch den Kühler streichende Luft bereits am Zylinderblock vorüber- gestrichen und niemals eiskalt ist.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt. Der während der Fahrt bestehende Gegenwind wird beim Auftreffen auf die Vorderseite des Motorgehäuses durch eine Stauplatte seitlich abgelenkt und erzeugt dadurch ein Unterdruckgebiet, welches eine Luftströmung längs des Motors in der gewünschten Richtung herbeiführt.
Die Fig. 1 und 2 stellen im lotrechten bzw. waagrechten Schnitt das Vorderteil eines Kraftfahrzeuges mit der Motorkühlung nach der Erfindung dar.
Die Fig. 3,4 und 5 zeigen eine andere Ausführungsform, bei welcher die Stauplatte gleichzeitig als Zusatzkühler ausgebildet ist.
Nach den Fig. 1 und 2 besitzt die dem Kühler J'vorgelagerte Stauplatte 2 oben und unten vorspringende Abdeckplatten 3 und 4. Der in der Richtung der Pfeile s auf die Stauplatte auftreffende Gegenwind wird seitlich in Stromlinien abgelenkt. Hiedureh wird hinter der Stauplatte ein Unterdruckgebiet erzeugt, welches saugend auf die innerhalb der Motorhaube befindliche Luft wirkt. Infolgedessen tritt die Innenluft in der Richtung der Pfeile t durch die seitlichen Luftspalte 6 zwischen der Stauplatte und dem Motorgehäuse aus und wird von der seitlich abströmenden Aussenluft mitgerissen.
Die oberen und unteren Abdeckplatten 3 und 4 verhindern das Abströmen der die Stauplatte treffenden Aussen- luft nach oben und unten und bewirken, dass die Luft seitlich an den Luftspalten vorbeiströmt.
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und durch den Kühler hindurch nach vorn gesaugt.
Zur Einstellung der Stärke der Kühlung kann die Entfernung zwischen der Stauplatte und dem Kühler und damit die Breite des Luftspaltes 6 veränderlich sein : ausserdem können die Druckköpfe drehbar sein, so dass man bei kühlem Winterwetter die Druekköpfe um 1800 dreht und dann die bisher
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bewirkt.
Das Gebläse 8, welches bei der erfindungsgemässen Kühlung in entgegengesetzter Richtung fördern muss, wie bei den bisherigen Kühlungen, kann umsehaltbar eingerichtet sein, beispielsweise durch Umstellen der Flügel, durch Kreuzen des Antriebriemens oder entsprechende Zahnradübertragung, so dass auch bei Wagen mit der neuen Kühlung bei Bedarf die umgekehrte Kühlrichtung eingestellt werden kann. Zu diesem Zwecke kann auch die Stauplatte abnehmbar montiert sein.
Bei Verwendung einer Konkavstauplatte zur Erzeugung der Saugluftströmung kann das Gebläse auch fehlen.
Naturgemäss müssen bei einer Kühlvorrichtung nach der Erfindung die bisher üblichen seitlichen Kiemöffnungen der Motorhaube fehlen, damit nicht die durch die seitlichen Luftspalte 6 ausgetretene warme Luft wieder in die Motorhaube eingesaugt wird.
In der Ausführungsform nach den Fig. 3,4 und 5 ist die Stauplatte 22 als Zusatzkühler ausgebildet, Zu diesem Zweck sind an der Aussenfläche der Stauplatte Rippen 29 vorgesehen, welche sieh waagrecht
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fläche fahren kann. Diese Einrichtung ist von besonderem Nutzen für Fahrzeuge, welche mit selir ungleich- mässiger Motorbeanspruchung laufen müssen. Beispielsweise wird in der Stadt, wo nur auf kurze Strecken gefahren und häufig gehalten werden muss, der Motor beträchtlich erhitzt, da die Luftkühlung nur ver-
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der Wagen ständig in gleichmässiger Fahrt bleiben kann, wird mit der gleichen Kühlfläche eine wesentlich grössere Kühlwirkung erzielt.
Erfindungsgemäss ist es möglich, in der Stadt unter Benutzung des Zusatzkühlers und auf freier Strecke unter Benutzung nur der kleineren Hauptkühlerfläche zu fahren. Frischluft wird bei dieser Ausführungsform nur von unten her bei 32 zugeführt. Klappen J-3, 3, 3ü dienen
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vom Führersitz aus eingestellt.
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