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Die Erfindung bezieht sich auf Walzen für Textilmaschinen, insbesondere Druckwalzen von
Streckwerken, deren arbeitende Mäntel aus Kork, bzw. einer künstlich hergestellten Korkmasse bestehen, wie eine solche z. B. im Patent Nr. 100570 beschrieben ist. Die Oberflächen dieser Walzen werden für diesen Zweck geschliffen, um sie glatt zu machen. Trotz sorgfältigsten Schleifens zeigen sie aber, ins- besondere im neuen Zustand, hie und da die Tendenz, feine Baumwollfaser aufzugreifen.
Es wurde nun gefunden, dass dieser Übelstand beseitigt werden kann, indem man den Korkmantel bzw. dessen Oberfläche mit Öl imprägniert. Bei den praktischen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass Baumwollgarn, welches mit so imprägnierten Walzen gesponnen worden war, um einiges stärker ist als Garn, welches mit nicht geölten Korkwalzen oder mit gewöhnlichen, einen Lederüberzug aufweisenden Walzen gesponnen wurde.
Das Imprägnieren kann in der Weise bewerkstelligt werden, dass die Walze in ein Ölbad eingetaucht wird und darinnen so lange Zeit verbleibt, bis entweder der ganze Körper des Korkmantels oder zum mindesten die Oberfläehenschichte auf eine gewisse Tiefe mit Öl imprägniert ist. Sehr zweckmässig ist es, die Walzen in ein Bad von Öl zu tauchen, das in irgendeinem flüchtigen Lösungsmittel, wie z. B.
Benzin, gelöst ist, in welchem Falle sich die Imprägnierung schneller vollzieht und bei geeignetem Mengenverhältnis von Lösungsmittel und Öl ein zu hoher Grad von Sättigung hintangehalten wird.
Die bevorzugte für das Imprägnieren benutzte Ölsorte ist Baumöl (das Öl aus den Baumwollsamen). Man kann aber auch andere Ölsorten, z. B. Leinöl, verwenden, das aber nicht so gut entspricht, wie die baumölartigen Sorten. Im allgemeinen genügt jedes Öl, insofern es die gewünschte Glätte der Walzenoberfläehe erzielt, wobei man natürlich ein Augenmerk darauf haben muss, dass das Öl nicht eine dem Bleichen oder Färben des Gutes nachteilige Wirkung ausübt. Zweckmässig wählt man ver- sd bare O'c, die aus dem Garn oder Gewebe ausgewaschen werden können. An Stelle der Öle können ölige Wachsarten verwendet werden.
Mit Lack bzw. Firnis imprägnierte Korkwalzen sind bereits bekannt. Die Imprägnierung mit diesen Mitteln ist aber nicht geeignet, die Schlüpfrigkeit des Walzenmantels zu erhöhen ; auch hat sie auf das Färben und Bleichen des Garnes eine nachteilige Wirkung.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Seitenansicht einer Druckwalze für Streckwerke mit einem Kork- überzug. Fig. 2 dieselbe mit den Korkmäntel n im Schnitt und Fig. 3 die perspektivische Ansicht eines Überzuges allein. 1 ist die Spindel und 2 der Korküberzug, der zweckmässig nach dem Patente Nr. 10057U hergestellt ist ; er besteht nämlich aus einer durch Pressen in der Achsrichtung der Walze erzeugten Korkmasse, deren flachgedrückte Korkteilehen zur wirksamen Oberfläche hochkantig liegen. Wie im erwähnten Patent beschrieben ist, wird diese künstliche Korkmasse aus gekörntem Kork mit einem elastischen Bindemittel, beispielsweise einem Glyzerin-Gelatinepräpara. t, hergestellt.
Diese Mischung wird zusammengepresst und das Bindemittel durch Wärme gehärtet, so dass sich eine elastisch-nachgiebige Masse bildet, die aus abgeflachten Korkkörnchen besteht. Dieses Material wird so geformt, dass die flachen Korkteilehen. 3 die aus Fig. 3 ersichtliche Lage einnehmen ;. Durch Imprägnieren mit Öl wird die Walze für feinfaserige Textilmaterialien besser geeignet gemacht.
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The invention relates to rollers for textile machines, in particular printing rollers from
Drafting systems, the working coats of which are made of cork or an artificially produced cork mass, such as such. As described in patent no. 100570. The surfaces of these rollers are ground for this purpose to make them smooth. In spite of the most careful sanding, however, especially when new, they occasionally show a tendency to pick up fine cotton fibers.
It has now been found that this deficiency can be eliminated by impregnating the cork jacket or its surface with oil. Practical investigations have shown that cotton yarn which was spun with rollers impregnated in this way is considerably stronger than yarn which was spun with non-oiled cork rollers or with ordinary rollers with a leather cover.
The impregnation can be done in such a way that the roller is immersed in an oil bath and remains in it until either the entire body of the cork jacket or at least the surface layer is impregnated with oil to a certain depth. It is very useful to immerse the rollers in a bath of oil in some volatile solvent, such as. B.
Gasoline, is dissolved, in which case the impregnation takes place more quickly and with a suitable proportion of solvent and oil too high a degree of saturation is prevented.
The preferred type of oil used for impregnation is tree oil (the oil made from cottonseed). But you can also use other types of oil, e.g. Use linseed oil, for example, but it does not correspond as well as the tree oil-like varieties. In general, any oil is sufficient as long as it achieves the desired smoothness of the roller surface, whereby care must of course be taken that the oil does not have an adverse effect on the bleaching or coloring of the material. It is expedient to choose rotatable O'c that can be washed out of the yarn or fabric. Oily types of wax can be used in place of the oils.
Cork rollers impregnated with paint or varnish are already known. However, impregnation with these agents is not suitable for increasing the slipperiness of the roll shell; it also has an adverse effect on the dyeing and bleaching of the yarn.
In the drawing, FIG. 1 shows the side view of a pressure roller for drafting devices with a cork coating. FIG. 2 shows the same with the cork jackets n in section and FIG. 3 shows the perspective view of a cover alone. 1 is the spindle and 2 is the cork cover, suitably made in accordance with patent no. 10057U; namely, it consists of a cork mass produced by pressing in the axial direction of the roller, the cork parts of which are pressed flat and are edged towards the effective surface. As described in the cited patent, this artificial cork mass is made of granulated cork with an elastic binding agent, for example a glycerine gelatin preparation. t, manufactured.
This mixture is pressed together and the binding agent is hardened by heat, so that an elastic, flexible mass is formed, which consists of flattened cork grains. This material is shaped so that the flat cork pieces join. 3 assume the position shown in FIG. 3; Impregnating with oil makes the roller more suitable for fine-fiber textile materials.