AT109986B - Verfahren zur Lieferung von Gas an ein Gasverteilungsnetz. - Google Patents

Verfahren zur Lieferung von Gas an ein Gasverteilungsnetz.

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AT109986B
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  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Es sind Verfahren zur Lieferung von Leuchtgas-Generatorgasgemischen von niedrigem Heizwert bekannt, bei welchen der Gebrauch von Wassergas vermieden wird. 



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Lieferung und Verteilung von Gas an Gasverteilungsnetze mit wechselndem Bedarf, welches es ermöglicht, Gase bei normaler Belastung zur Verteilung zu bringen und zu Zeiten eines vermehrten Bedarfes diesen Gasen andere Gasgemenge hinzuzufugen, ohne dass hiebei eine neuerliche Einstellung der Verbrauchseinrichtungen bei den Konsumenten notwendig ist. In der Praxis kann dabei z. B. so vorgegangen werden, dass die zur Deckung des normalen Bedarfes dienenden Gase während des ganzen Jahres geliefert werden, während die als Zusatzgase Verwendung findenden Gasgemenge nur während der Wintermonate geliefert werden. 



  Die Erfindung ermöglicht weiter, im Falle von Betriebsstörungen die Belieferung einzelner Abschnitte des Gasverteilungsnetzes von der zu jeder Zeit zugeführten Gasart auf jene nur in Peroiden als Zusatzgas gelieferte Gasart allein umzustellen, ohne dass auch in diesem Fall eine neuerliche Einstellung der Konsumentenapparate notwendig wird. 



  Gemäss der Erfindung wird eine aus Kohlengas und Generatorgas bestehende Mischung, welche   
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 Diese normale Gaszufuhr wird nun in Zeiten vermehrten Bedarfes durch Beimischung von   Blauwassergas   oder karburiertem Wassergas, welche als"Spitzengas"bezeichnet werden, verstärkt. Hiebei wird eine solche Grundgasmisehung gewählt, deren spezifisches Gewicht und Heizwert ganz oder nahezu übereinstimmen mit dem spezifischen Gewicht und dem Heizwert des Spitzengases. Von der Beschaffenheit 
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 oder karburiertes Wassergas als Zusatzgas verwendet wird. d.   h.   wenn als Grundgas eine Gasmischung von hohem Heizwert dient, wird bei gesteigertem Bedarf karburiertes Wassergas hinzugefügt, während für ein   Grundgas   von niederem Heizwert Blauwassergas als Zusatzgas in   Betracht kommt.   



   Das Verfahren kommt in seiner Anwendung für alle jene Zwecke in Betracht, für welche sonst Standardgase notwendig sind. Im folgenden sind einige Beispiele gegeben. Gewöhnliches Kohlengas besitzt durchschnittlich einen Heizwert von   4000-5100   Kalorien und ein spezifisches Gewicht von 
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Heizwert von 800-1250 Kalorien und ein spezifisches Gewicht von   0'95   bis etwa   0'86,   Blauwassergas ein solches von etwa 0'55 und einen Heizwert von   durchschnittlieh     2670   Kalorien und karburiertes Wasser- gas einen Heizwert von durchschnittlich 3560-5340 Kalorien und ein spezifisches Gewicht von   0'60-0'85.   



   Gemäss der Erfindung wird von diesen Standardgasen in solcher Weise Gebrauch gemacht, dass die Verbraucher unter normalen Verhältnissen mit einem Grundgas beliefert werden, das aus einer
Mischung von Kohlengas von 0-40-0-50 spezifisches Gewicht, wie es   gewöhnlich   erzeugt wird, und von
Generatorgas in genügender Menge und von höherem spezifischen Gewicht besteht, so dass diese als "Grundgas"bezeichnete Mischung etwa 3900 Kalorien Heizwert und ein spezifisches Gewicht von ungefähr
0-60 besitzt.

   Als Spitzengas, das mit dem Grundgas bei vermehrtem Bedarf gemischt wird, dient angereichertes Wassergas von beiläufig   0'60   spezifischem Gewicht und einem Heizwert von 3900 Kalorien und dieses Gas kann bis zu   75-80% des Gesamtgemisches   dem Grundgas zugesetzt werden, ohne dass eine neue Einstellung der Luft oder ein Wechsel der Brenneröffnungen in den Gasverbrauchseinrichtungen notwendig ist. 

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   Bei Belieferung gewisser Abschnitte des Gasverteilungsnetzes mit Spitzengas allein, z. B. im Falle einer Störung oder falls das Spitzengas mit dem Grundgas nicht gemischt werden kann, muss das Spitzengas gleichfalls im wesentlichen das gleiche spezifische Gewicht und den gleichen Heizwert besitzen. In diesem Falle   (bei vollständiger Umstellung   der Lieferung von Grundgas auf Spitzengas) kann jedoch das Spitzengas auch einen bis zu etwa   10%   höheren Heizwert besitzen, in dem vorstehend angeführten Beispiel also einen Heizwert von etwa 4300 Kalorien haben, in welchem Falle es noch in befriedigender Weise und vollständig mit dem Grundgas vertauscht werden kann, ohne dass eine Neueinstellung der Verbrauchereinrichtungen erforderlich wird.

   Es wurde bereits Grundgas von   3550   Kalorien Heizwert gegen Spitzengas von 3950 Kalorien Heizwert ausgetauscht. Die Erfindung ist nicht auf irgendeinen besonderen Standardwert des Heizwertes beschränkt, jedoch muss dieser Heizwert niedriger sein als dies gegenwärtig an den meisten normal eingerichteten Stellen ist. Innerhalb mässiger Grenzen wird der Prozentsatz der Ab- änderung in der Mischung des Grund-und Spitzengases um so grösser sein können, je niedriger der Standardwert des Gases ist. 



   In vielen Fällen, in denen die Einrichtung zur Erzeugung von Kohlengas kostspielig und bei der Herstellung nicht sehr anpassungsfähig ist, kann es dennoch aus kommerziellen Gründen vorteilhaft sein, Kohlengas in Mischung mit Generatorgas als Grundgas zu verwenden. Die Anlage zur Erzeugung von Wassergas oder karbuniertem Wassergas ist im Vergleich mit der Kohlengasanlage verhältnismässig billig und sehr anpassungsfähig, so dass karburiertes Wassergas gut geeignet ist zur Verwendung als Spitzengas.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Lieferung von Gas an ein Gasverteilungsnetz mit wechselndem Bedarf bei Vermeidung einer Neueinstellung der Verbrauehseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass dem bei normaler Belastung gelieferten Gas, das aus einer Mischung von Kohlengas und Generatorgas von gegebenem Heizwert und gegebenem spezifischen Gewicht besteht, zur Bewältigung eines gesteigerten Bedarfes Blauwassergas oder karburiertes Wassergas je nach der'Qualität des für gewöhnlich zugeführten Gasgemisches hinzugefügt wird oder gewisse Abschnitte des Gasverteilungsnetzes mit diesem Gas an Stelle der gewöhnliehen Gasmischung beliefert werden, so dass eine Neueinstellung derVerbrauehereinrichtungen erforderlich wird.
AT109986D 1925-01-20 1926-01-19 Verfahren zur Lieferung von Gas an ein Gasverteilungsnetz. AT109986B (de)

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