Filtersystem mit wenigstens zwei Filterelementen, Filterelement und Verwendung
[0000] Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der Deutschen Patentanmeldung
102023114764.1 , die am 06. Juni 2023 beim DPMA eingereicht wurde, deren Inhalt hiermit durch Bezugnahme aufgenommen wird.
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Filtersystem mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft sowie ein Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein solches Filtersystem. Weiterhin wird eine vorteilhafte Verwendung angegeben.
Stand der Technik
[0002] Brennstoffzellensysteme benötigen häufig einen Partikelfilter und einen Adsorptionsfilter, um sowohl Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft zu filtern. Die Filterkörper haben dabei oft unterschiedliche Standzeiten, was ein Trennen der beiden Filterkörper bzw. Filterelemente sinnvoll macht, so dass die Filterelemente getrennt gewechselt werden können. Dadurch lassen sich Wartungskosten einsparen. Die Filterelemente sind beispielsweise häufig als Flachfilter ausgebildet, jedoch kommen auch andere Filterelementformen vor.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein servicefreundliches und kostengünstiges Filtersystem mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft zu schaffen.
[0004] Eine weitere Aufgabe ist die Bereitstellung eines Filterelements für ein solches servicefreundliches und kostengünstiges Filtersystem.
[0005] Die vorgenannte Aufgabe wird nach einem Aspekt der Erfindung gelöst von einem Filtersystem mit einem Filtergehäuse mit einem Fluideinlass und einem Fluidauslass, und mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass angeordnet sind, wobei die Filterelemente jeweils einen Filterkörper mit einem Filtermedium aufweisen, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist, wobei wenigstens eines der Filterelemente ein Seitenband aufweist, das in axialer Richtung über eine Stirnseite dieses
Filterelements übersteht, wobei ein anderes der Filterelemente an einer Stirnseite eine umlaufende Dichtung mit einer Nut aufweist, die radial außerhalb seiner Außenkanten angeordnet ist, wobei die Stirnseite benachbart zu dem einen der Filterelemente angeordnet ist, wobei bei bestimmungsgemäßer Montage der Filterelemente in dem Filtergehäuse das axial überstehende Seitenband des einen der Filterelemente in die Nut der Dichtung des anderen der Filterelemente eingreift.
[0006] Die weitere Aufgabe wird zum einen gelöst von einem Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein Filtersystem, mit einem Filterkörper mit einem Filtermedium, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist, wobei der Filterkörper an einer Stirnseite an Außenkanten eine umlaufende Dichtung mit einer Nut aufweist, in welche bei bestimmungsgemäßer Montage ein Seitenband eingreift, das an Außenkanten einer Stirnseite eines anderen Filterelements übersteht.
[0007] Die weitere Aufgabe wird zum anderen gelöst von einem Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein Filtersystem, mit einem Filterkörper mit einem Filtermedium, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist, wobei das Filterelement ein umlaufendes Seitenband aufweist, das in axialer Richtung über eine Stirnseite des Filterelements übersteht.
[0008] Günstige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.
[0009] Es wird nach einem Aspekt der Erfindung ein Filtersystem vorgeschlagen, mit einem Filtergehäuse mit einem Fluideinlass und einem Fluidauslass, und mit wenigstens zwei auswechselbaren Filterelementen zum Filtern eines Fluids, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass und dem Fluidauslass angeordnet sind. Die Filterelemente weisen jeweils einen Filterkörper mit einem Filtermedium auf, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist. Dabei weist wenigstens eines der Filterelemente ein Seitenband auf, das in axialer Richtung über eine Stirnseite dieses Filterelements übersteht, wobei ein anderes der Filterelemente an einer Stirnseite eine umlaufende Dichtung mit einer Nut aufweist, die radial außerhalb seiner Außenkanten angeordnet ist, wobei die Stirnseite benachbart zu dem einen der Filterelemente angeordnet ist. Bei bestimmungsgemäßer Montage der Filterelemente in dem Filtergehäuse greift das axial überstehende
Seitenband des einen der Filterelemente in die Nut der Dichtung des anderen der Filterelemente ein.
[0010] Bei dem vorgeschlagenen Filtersystem können die beiden Filterelemente beispielsweise als Flachfilterelemente ausgebildet sein, jedoch sind auch andere Filterelementformen möglich. Wenigstens eines der Filterelemente ist mit einer angeschäumten Dichtung ausgeführt. Die Stirnkanten des Filterkörpers des anderen der beiden Filterelemente sind mit einem angeklebten Seitenband abgedichtet. Das Seitenband ist hierbei umlaufend um den gesamten Umfang des Filterkörpers ausgeführt. Das Seitenband ist mit einem axialen Überstand zu einer Stirnseite des Filterelements angeordnet. Das Seitenband wird genutzt, um radial und/oder axial gegen die angeschäumte Dichtung des ersten Filterelements abzudichten. Das Anpressen des Seitenbands an die Dichtfläche der Dichtung kann mit Unterstützung des Filtergehäuses oder wenigstens eines Gehäuseteils erfolgen. Zusätzlich kann innerhalb der Dichtung eine Stützstruktur, beispielsweise aus Kunststoff, angeordnet sein, um die Dichtkraft zu erhöhen.
[0011] In axialer Richtung kann die Dichtung zusätzlich durch das Filtergehäuse bzw. ein Gehäuseteil des Filtergehäuses verpresst werden. So ist eine hohe Dichtheit zwischen den Filterelementen und dem Filtergehäuse gewährleistet.
[0012] Vorteilhaft kann so beispielsweise die Wartung des Partikelfilterelements und des Adsorptionsfilterelements eines Brennstoffzellensystems getrennt voneinander ausgeführt werden. Wartungskosten können so günstig reduziert werden.
[0013] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann die Nut der Dichtung eine in radialer Richtung gerichtete Dichtfläche aufweisen, an welcher das Seitenband dichtend anliegt. Insbesondere kann bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse ein Bund des Filtergehäuses in die Nut der Dichtung eingreifen und das Seitenband an die Dichtfläche anpressen. Auf diese Weise kann eine zuverlässige Abdichtung zwischen den beiden Filterelementen sowie zum Filtergehäuse erreicht werden.
[0014] Alternativ oder zusätzlich kann sich das axial überstehende Seitenband bis zum Grund der Nut der Dichtung erstrecken und axial gegen diesen dichten.
[0015] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems ist die Dichtung an den Filterkörper angeschäumt. Vorteilhaft kann die Dichtung dabei an den Filterkörper direkt angeschäumt sein. Günstigerweise kann dabei beispielsweise Polyurethan (PUR) als Werkstoff verwendet werden.
[0016] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems können die Dichtung und das Seitenband bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse gegen eine Gehäusewand in einer axialen Richtung und/oder in einer radialen Richtung verpresst sein. So können die Dichtung und das Seitenband mittels des Filtergehäuses oder mittels Gehäuseteilen wie Unterteil und Oberteil axial und/oder radial verpresst werden, um so eine günstige Dichtwirkung zu erreichen.
[0017] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann die Dichtung eine Stützstruktur aufweisen, welche eine Dichtkraft erhöht. Insbesondere kann dabei die Stützstruktur in die Dichtung eingebettet sein. Auf diese Weise kann eine besonders sichere Abdichtung der beiden Filterelemente zueinander sowie zum Filtergehäuse erreicht werden. Die Stützstruktur kann vorteilhaft aus Kunststoff bestehen und beispielsweise als Spritzgussteil ausgeführt sein. Es ist aber auch eine metallische Stützstruktur, beispielsweise in Form eines Drahtgeflechts oder Gitters möglich.
[0018] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann das in der Strömungsrichtung zuerst durchströmte Filterelement als Partikelfilter ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich kann das in der Strömungsrichtung folgende Filterelement als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lonentauscher, ausgebildet sein. Vorteilhaft können so beispielsweise in Brennstoffzellensystemen Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
[0019] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filtersystems kann das Filtergehäuse die Dichtung wenigstens bereichsweise umgreifen. Insbesondere kann das Filtergehäuse die Dichtung auf einer radialen Außenseite umgreifen. Dadurch kann die Dichtung vorteilhaft vor mechanischer Beschädigung geschützt werden. Außerdem kann so das Filterelement mit der Dichtung in seiner radialen Position vorteilhaft zentriert werden, wodurch das Zusammenwirken der Dichtung des einen Filterelements mit dem Seitenband des anderen Filterelements in günstiger Weise gewährleistet werden kann. Außerdem lässt sich so die Abdichtung der Filterelemente zum Filtergehäuse günstig verbessern.
[0020] Es wird nach einem weiteren Aspekt der Erfindung ein erstes Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein Filtersystem vorgeschlagen, mit einem Filterkörper mit einem Filtermedium, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist. Der Filterkörper weist an einer Stirnseite an Außenkanten eine umlaufende Dichtung mit einer Nut auf, in welche bei bestimmungsgemäßer Montage ein Seitenband eingreift, das an Außenkanten einer Stirnseite eines anderen Filterelements übersteht.
[0021] Weiterhin wird ein zweites Filterelement zum Filtern eines Fluids, insbesondere Luft, für ein Filtersystem vorgeschlagen, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar anordenbar ist, wobei das Filterelement ein umlaufendes Seitenband aufweist, das in axialer Richtung über eine Stirnseite des Filterelements übersteht. Das Seitenband besteht vorzugsweise aus einem Vlies, insbesondere imprägnierten Vlies zur Erhöhung der Steifigkeit. Das Seitenband kann einfach an den Filterkörper angeklebt werden.
[0022] Die vorgeschlagenen Filterelemente können beispielsweise als Flachfilterelement, insbesondere mit rechteckigem Querschnitt, ausgebildet sein, jedoch sind auch andere Filterelementformen möglich. Das erste Filterelement kann mit einer angeschäumten Dichtung ausgeführt sein, welche eine Nut aufweist, die zum Abdichten mit dem zweiten Filterelement dient. Vorteilhaft ist die Nut vom Filterkörper aus nach axial oben offen ausgeführt. Die Stirnkanten des Filterkörpers des zweiten Filterelements können mit einem angeklebten Seitenband abgedichtet sein. Das Seitenband kann mit einem axialen Überstand zu einer Stirnseite des Filterelements angeordnet sein, wobei das Seitenband umlaufend axial überstehend ausgeführt ist. Hierdurch kann das Seitenband genutzt werden, um radial und/oder axial gegen die angeschäumte Dichtung des ersten Filterelements abzudichten. Der Überstand des Seitenbands erstreckt sich in die Nut der Dichtung hinein. Das Anpressen des Seitenbands an die Dichtfläche der Dichtung kann dabei mit Unterstützung des Filtergehäuses oder wenigstens eines Gehäuseteils erfolgen. Zusätzlich kann innerhalb der Dichtung eine Stützstruktur, beispielsweise aus Kunststoff, angeordnet sein, um die Dichtkraft zu erhöhen. Am zweiten Filterelement ist somit keine separate Dichtung, beispielsweise PUR-Dichtung, angeordnet.
[0023] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung kann das eine Filterelement als Partikelfilter und das andere Filterelement als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lonentauscher, ausgebildet sein. Vorteilhaft können so beispielsweise in Brennstoffzellensystemen Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
[0024] Vorteilhaft kann so beispielsweise die Wartung des Partikelfilterelements als eines der Filterelemente eines Brennstoffzellensystems und des Adsorptionsfilterelements als das andere Filterelement des Brennstoffzellensystems getrennt voneinander ausgeführt werden. Wartungskosten können so günstig reduziert werden.
[0025] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des ersten Filterelements kann die Nut der Dichtung eine in radialer Richtung gerichtete Dichtfläche aufweisen, die vorgesehen ist, dass daran das Seitenband dichtend anliegt. Insbesondere kann bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse ein Bund des Filtergehäuses in die Nut der Dichtung eingreifen und das Seitenband an die Dichtfläche anpressen. Alternativ kann das Seitenband mit seinem freien Ende axial gegen den Nutgrund dichten.
[0026] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des ersten Filterelements ist die Dichtung an den Filterkörper angeschäumt. Günstigerweise kann dabei beispielsweise Polyurethan (PUR) als Werkstoff verwendet werden.
[0027] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung des Filterelements kann die Dichtung eine Stützstruktur aufweisen, die eine Dichtkraft erhöht. Insbesondere kann dabei die Stützstruktur in die Dichtung eingebettet sein. Auf diese Weise kann eine zuverlässige Abdichtung zwischen den beiden Filterelementen sowie zum Filtergehäuse erreicht werden. Die Stützstruktur ist hierbei vorteilhaft in einen der Stege der Nut eingebettet, vorzugsweise in den radial innen liegenden Steg, an welchem das Seitenband des zweiten Filterelements anliegt. Hierdurch kann die Dichtung bei Auslegung als Radialdichtung besonders gut unterstützt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0028] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen beispielhaft:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht eines Filtersystems nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 eine isometrische Explosionsdarstellung des Filtersystems nach Figur 1 ;
Fig. 3 eine Explosionsdarstellung des Filtersystems nach Figur 1 in Seitenansicht;
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Filtersystem nach Fig. 1 mit markierter Schnittebene B-B;
Fig. 5 eine Schnittansicht auf die Schnittebene B-B nach Figur 4 mit markiertem Bereich C; und
Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts C des Filtersystems nach Figur 4.
Ausführungsformen der Erfindung
[0029] In den Figuren sind gleiche oder gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen beziffert. Die Figuren zeigen lediglich Beispiele und sind nicht beschränkend zu verstehen.
[0030] Im Folgenden verwendete Richtungsterminologie mit Begriffen wie „links“, „rechts“, „oben“, „unten“, „davor“ „dahinter“, „danach“ und dergleichen dient lediglich dem besseren Verständnis der Figuren und soll in keinem Fall eine Beschränkung der Allgemeinheit darstellen. Die dargestellten Komponenten und Elemente, deren Auslegung und Verwendung können im Sinne der Überlegungen eines Fachmanns variieren und an die jeweiligen Anwendungen angepasst werden.
[0031] Figur 1 zeigt eine isometrische Ansicht eines Filtersystems 100 nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Figur 2 ist eine isometrische Explosionsdarstellung des Filtersystems 100 dargestellt, während Figur 3 eine Explosionsdarstellung des Filtersystems 100 in Seitenansicht zeigt.
[0032] Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf das Filtersystem 100 mit markierter Schnittebene B-B, wobei Figur 5 eine Schnittansicht auf die Schnittebene B-B nach Figur 4 mit markiertem Bereich C zeigt und Figur 6 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts C des Filtersystems nach Figur 5 zeigt.
[0033] Das Filtersystem 100 weist ein Filtergehäuse 110 mit einem Gehäuseoberteil 112 und einem Gehäuseunterteil 114 auf, wobei ein Fluideinlass 102 an dem Gehäuseunterteil 114 und ein Fluidauslass 104 an dem Gehäuseoberteil 112 angeordnet sind. Das Filtergehäuse 110 ist so von dem zu filternden Fluid von dem Gehäuseunterteil 114 zu dem Gehäuseoberteil 112 in einer Strömungsrichtung 50 durchströmt.
[0034] Wie insbesondere in den Figuren 2, 3 und 5 erkennbar, weist das Filtersystem 100 zwei auswechselbare Filterelemente 10, 30 zum Filtern eines Fluids auf, insbesondere zum Filtern von Luft, die zwischen dem Fluideinlass 102 und dem Fluidauslass 104 angeordnet sind. Die Filterelemente 10, 30 weisen jeweils einen Filterkörper 12, 32 mit einem Filtermedium 14, 34 auf, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in einer Strömungsrichtung
50 zur Durchströmung von dem Fluid durchströmbar angeordnet ist. Das Filtergehäuse 110 wird in axialer Richtung 60 durchströmt.
[0035] Das Filtermedium 14, 34 kann beispielsweise als Vlies oder Filterpapier ausgebildet sein und gefaltet, insbesondere zickzackförmig gefaltet, in dem Filterkörper 12, 32 angeordnet sein. In den Figuren sind Falten des Filtermediums nur teilweise in dem Filterkörper 12 dargestellt. Selbstverständlich ist der gesamte Filterkörper 12 mit dem gefalteten Filtermedium 14 ausgeführt. Die Falten verlaufen hierbei jeweils zwischen einer Anströmseite und einer Abströmseite der Filterkörper 12, 32.
[0036] Eines der Filterelemente 30 weist ein Seitenband 48 auf, das in axialer Richtung 60 über eine Stirnseite 36 dieses Filterelements 30 übersteht. Das andere der Filterelemente 10 weist an einer Stirnseite 16 eine umlaufende Dichtung 20 mit einer Nut 24 auf, die radial außerhalb seiner Außenkanten 18 angeordnet ist.
[0037] Bei bestimmungsgemäßer Anordnung der Filterelemente 10, 30 in dem Filtergehäuse 110 sind die Stirnseite 16 und die Stirnseite 36 einander axial gegenüberliegend angeordnet. Das axial überstehende Seitenband 48 des einen der Filterelemente 30 greift dann in die Nut 24 der Dichtung 20 des anderen der Filterelemente 10 ein. Die Stirnseite 16 des Filterelements 10 bildet die Abströmseite des Filterelements 10 und die Stirnseite 36 des Filterelements 30 bildet die Anströmseite des Filterelements 30.
[0038] Die Nut 24 der Dichtung 20 weist eine in radialer Richtung 70 gerichtete Dichtfläche 22 auf, an welcher das Seitenband 48 dichtend anliegt. Insbesondere greift bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse 110 ein Bund 120 des Filtergehäuses 110 in die Nut 24 der Dichtung 20 ein und presst das Seitenband 48 an die Dichtfläche 22 an.
[0039] Zweckmäßigerweise kann die Dichtung 20 an den Filterkörper 12 angeschäumt sein. Günstigerweise kann dabei beispielsweise Polyurethan (PUR) als Werkstoff verwendet werden. Die Dichtung 20 übergreift mit einem ersten Halteabschnitt einen stirnseitigen Randbereich und mit einem zweiten Halteabschnitt einen seitlichen Randbereich des Filterkörpers 12 und ist somit sicher angebunden.
[0040] In einer nicht dargestellten Ausführung kann optional die Dichtung 20 bei bestimmungsgemäß verschlossenem Filtergehäuse 110 gegen eine Gehäusewand 118 in einer axialen Richtung 60 und/oder in einer radialen Richtung 70 verpresst sein, wodurch die Abdich-
tung der Filterelemente 10, 30 zueinander und gegen das Filtergehäuse 110 weiter verbessert werden kann. Weiterhin kann das Seitenband 48 so ausgeführt sein, dass es sich bis zum Nutgrund erstreckt und hier axial abdichten.
[0041] Günstigerweise kann die Dichtung 20 eine Stützstruktur aufweisen, welche eine Dichtkraft erhöht. Insbesondere kann dabei die Stützstruktur in die Dichtung 20 eingebettet sein. Vorteilhaft unterstützt die Stützstruktur zumindest den inneren Schenkel der Nut 24 der Dichtung 20. Die Stützstruktur kann auch als Gitter ausgeführt sein, welches sich über die Stirnseite 16 erstreckt und einen umlaufenden axialen Fortsatz aufweist, der in die Dichtung 20 eingebettet ist.
[0042] Das in der Strömungsrichtung 50 zuerst durchströmte Filterelement 10 kann als Partikelfilter ausgebildet sein, während das in der Strömungsrichtung 50 folgende Filterelement 30 als Adsorptionsfilter, insbesondere als Aktivkohlefilter und/oder als lonentauscher, ausgebildet sein kann. Vorteilhaft können so beispielsweise in einem Brennstoffzellensystem Partikel als auch Schadgase aus der Ansaugluft gefiltert werden.
[0043] Wie insbesondere in Figur 6 erkennbar, umgreift das Filtergehäuse 110 die Dichtung 20 wenigstens bereichsweise auf der radialen Außenseite 26. Dadurch kann die Dichtung 20 vorteilhaft vor mechanischer Beschädigung geschützt werden. Die Dichtung 20 ist auf diese Weise in einer wenigstens teilweise geschlossenen Dichtkammer des Gehäuseunterteils 114 angeordnet.
[0044] Außerdem kann eine Schnittstelle 124 zur Verbindung der Gehäuseteile 112, 114 vorteilhaft an der Umgreifung der Dichtung 20 angeordnet sein, so dass auf diese Weise eine Entnahme eines Filterelements 10, 30 aus dem Gehäuseteil 112, 114 bei der Wartung erleichtert wird.
Bezugszeichen
Filterelement Filterkörper Filtermedium Stirnseite Außenkante Dichtung Dichtfläche Nut Außenseite Seitenband Filterelement Filterkörper Filtermedium Stirnseite Außenkante Außenseite Seitenband Strömungsrichtung axiale Richtung radiale Richtung Filtersystem Fluideinlass Fluidauslass Filtergehäuse Gehäuseoberteil Gehäuseunterteil Gehäusewand Gehäusewand Bund
Gehäuseschnittstelle