Verfahren zur Herstellung eines Rohstoffes zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnissen, ein danach hergestellter Rohstoff sowie ein Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnissen
B e s c h re i b u n g
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Rohstoffs zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnissen, einen danach hergestellten Rohstoff sowie einen Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnissen.
Der Begriff „feuerfestes keramisches Erzeugnis" im Sinne der Erfindung bezeichnet insbesondere keramische Erzeugnisse mit einer Einsatztemperatur von über 600°C und bevorzugt feuerfeste Werkstoffe gemäß DIN 51060, also Werkstoffe mit einem Kegelfallpunkt größer SK17. Die Ermittlung des Kegelfallpunktes kann insbesondere gemäß DIN EN 993-12 erfolgen.
Feuerfeste keramische Erzeugnisse werden insbesondere für
Hochtemperaturanwendungen verwendet. Bekannt sind insbesondere auch feuerfeste keramische Erzeugnisse, die Chromoxid umfassen. Solch
Chromoxid umfassende feuerfeste keramische Erzeugnisse sind beispielsweise
in Form sogenannter Chromkorund-Steine bekannt. Solche Chromkorund- Steine basieren auf Chromoxid (Cr203) sowie Aluminiumoxid (A1203) .
Verwendung finden Chromkorund-Steine beispielsweise in Aggregaten zur Aufnahme und Behandlung von Glasschmelzen.
Während des Einsatzes Chromoxid umfas sender feuerfester keramischer Erzeugnisse, beispielsweise von Chromkorund-Steinen, kann im Erzeugnis vorhandenes Chromoxid (insbesondere 3-wertiges Chromoxid„Cr(III)" beziehungsweise Cr3+, das insbesondere in Form von Cr203 vorliegt) zu 6- wertigem Chrom (also„Cr(VI)" beziehungsweise Cr6+) oxidiert werden . Solch 6-wertiges Chrom kann in den gebrauchten Erzeugnissen anschließend insbesondere in Form von Salzen vorliegen, beispielsweise in Form von Natrium- oder Kaliumchromat. Aufgrund der hohen Toxizität und
Kanzerogenität solch 6-wertiger Chromverbindungen bestehen strenge gesetzliche Auflagen für die Behandlung von Produkten, die solch 6-wertiges Chrom beziehungsweise Cr(VI) umfas sen. Aus diesem Grund können gebrauchte feuerfeste keramische Erzeugnisse, die Anteile an Cr(VI) umfas sen, häufig nicht oder nur beschränkt wiederverwendet werden.
Da es sich bei Chromoxid umfassenden Erzeugnissen, insbesondere
beispielsweise Chromkorund-Steinen, um hochwertige Erzeugnisse handelt, besteht j edoch ein dringender Bedarf, gebrauchte Chromoxid umfassende Erzeugnisse, insbesondere Chromkorund-Steine, wieder zu verwenden.
Insbesondere besteht der dringende Bedarf, solch gebrauchte, Chromoxid umfas sende Erzeugnis se als rezyklierten Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnissen wieder zu verwenden.
Aufgrund der geschilderten Toxizität und Kanzerogenität von Cr(VI), welches gebrauchte, Chromoxid umfas sende Erzeugnis se umfassen, können gebrauchte Chromoxid umfas sende Erzeugnis se in der Regel jedoch nicht ohne weiteres als rezyklierter Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten keramischen
Erzeugnissen verwendet werden. Vielmehr müs sen solch gebrauchte
Chromoxid umfas sende Erzeugnis se zunächst behandelt werden, um den Anteil an Cr(VI) in den gebrauchten Erzeugnis sen derart zu reduzieren, dass keine gesundheitlichen Bedenken bei deren Verwendung bestehen und gesetzliche Grenzwerte erfüllt sind.
Zur Reduzierung des Anteils an Cr(VI) in gebrauchten, Chromoxid
umfas senden Erzeugnis sen wurden Verfahren entwickelt, mit deren Hilfe eine Abscheidung oder Reduktion von Cr(VI) in gebrauchten, Chromoxid
umfas senden Erzeugnis sen möglich ist. Als Reduktionsmittel werden beispielsweise anorganische Verbindungen verwendet, welche zumeist auf 2- wertigen Eisenverbindungen oder sulfidischen S alzen basieren . Ferner ist Ascorbinsäure als Reduktionsmittel bekannt.
Die bekannten Verfahren zur Abscheidung oder Reduktion von Cr(VI) werden regelmäßig als wäs srige Verfahren durchgeführt, wobei die gebrauchten, Cr(VI) umfas senden Erzeugnis se sowie das Reduktionsmittel als sehr feines Material in wässriger Umgebung miteinander vermischt werden. Nachteilig an diesen Verfahren ist dabei insbesondere, das s die danach erhaltene Mischung insbesondere aufgrund ihrer hohen Feinheit nicht unmittelbar als Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnis sen verwendet werden kann. Nachteilig kann es ferner sein, das s die bei solch wäs srigen Verfahren entstehenden Abwässer aufwendig zu behandeln sind, da sich in solchen Abwäs sern Cr(III)-S alze, die unter umwelttechnischen und gesundheitlichen
Aspekten ebenfalls kritisch sind, lösen und solche Verfahren daher in der Regel insgesamt unwirtschaftlich sind.
Ferner ist es bekannt, Cr(VI) durch Erschmelzen von Cr(VI) umfassenden Erzeugnissen in unkritische Verbindungen zu überführen. Da es hierbei jedoch zum Entweichen staubförmiger Chromverbindungen kommen kann, ist ein solcher Schmelzprozess aus Gründen des Arbeits- und Umweltrechts vielfach nicht möglich. Ferner ist zur Durchführung eines solchen
Schmelzprozes ses ein hoher Energieeintrag notwendig .
Aus diesen Gründen werden Cr(VI) umfas sende Rohstoffe, insbesondere in Form Cr(VI) umfassender, gebrauchter Chromoxid umfassender feuerfester keramischer Erzeugnisse, wie beispielsweise Chromoxid-Steinen, in der Regel nicht wieder verwendet sondern nach ihrem Primärgebrauch einer
Deponierung zugeführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, durch welches der Gehalt an Cr(VI) in Cr(VI) umfas senden
Rohstoffen reduziert werden kann. Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, durch welches der Gehalt an Cr(VI) in Cr(VI) umfas senden, gebrauchten Chromoxid
umfas senden feuerfesten keramischen Erzeugnis sen reduziert werden kann. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein solches Verfahren zur Verfügung zu stellen, das wirtschaftlich durchführbar ist, und wobei bei der Durchführung des Verfahrens insbesondere nur ein geringer Energieeintrag notwendig ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein solches Verfahren zur Verfügung zu stellen, welches unter toxikologischen
Gesichtspunkten, insbesondere in arbeits schutz- und umweltschutztechnischer
Hinsicht unbedenklich durchführbar ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein solches Verfahren zur Verfügung zu stellen, durch welches aus dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff ein Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnissen herstellbar ist. Insbesondere soll der durch dieses Verfahren hergestellte Rohstoff ohne weiteres zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnissen verwendbar sein.
Zur Lösung dieser Aufgaben wird erfindungsgemäß zur Verfügung gestellt ein Verfahren zur Herstellung eines Rohstoffs zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnis sen, das die folgenden Schritte umfas st:
Zur Verfügungstellung eines Cr(VI) umfassenden Rohstoffs , der zu wenigstens 50 Mas se- in einer Korngröße über 50 μιη vorliegt;
zur Verfügungstellung von Ascorbinsäure;
zur Verfügungstellung von Wasser;
Zusammenführen des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs mit der Ascorbinsäure und dem Wasser;
Vermischen des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs mit der Ascorbinsäure und dem Was ser; und
Trocknen des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs ; wobei
das Verfahren derart durchgeführt wird, das s die Korngröße des Cr(VI) umfassenden Rohstoffs während der Durchführung des Verfahrens nicht oder nicht wesentlich verändert wird.
Die Erfindung beruht insbesondere auf der Erkenntnis, dass Cr(VI) in Cr(VI) umfas sendem Rohstoff in Anwesenheit von Ascorbinsäure und Was ser effektiv reduziert und anschließend wieder unter geringem Energieaufwand getrocknet werden kann, wenn der Cr(VI) umfas sende Rohstoff in einer
verhältnismäßig groben Körnung vorliegt, insbesondere zu wenigstens 50 Masse- in einer Korngröße über 50 μηι.
Die Erfindung beruht insbesondere auch auf der Erkenntnis, dass das Cr(VI) durch die Ascorbinsäure effektiv auch dann reduzierbar ist, wenn der Cr(VI) umfas sende Rohstoff in einer solch groben Korngröße vorliegt. Entgegen der bisher vorherrschenden Meinung muss ein Cr(VI) umfassender Rohstoff damit nicht in einer sehr feinen Körnung, insbesondere nicht mit einer Korngröße überwiegend unter 50 μιη vorliegen, um effektiv durch Ascorbinsäure reduziert werden zu können. Auf Basis dieser Erkenntnis stellte sich
erfindungsgemäße ferner heraus, das s der in der erfindungsgemäß groben Körnung vorliegende, Cr(VI) umfassende Rohstoff unter einem wesentlich geringeren Energieaufwand getrocknet werden kann als ein in einer sehr feinen Körnung, insbesondere in einer Korngröße überwiegend unter 50 μιη vorliegender Rohstoff gemäß dem Stand der Technik. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens keine Energie aufgewandt werden muss , um den Cr(VI) umfas senden
Rohstoffs derart zu zerkleinern, dass er für die Durchführung des Verfahrens zur Reduzierung seines Anteils an Cr(VI) in einer Korngröße überwiegend unter 50 μιη zur Verfügung gestellt werden mus s oder während der
Durchführung des Verfahrens auf eine solche Korngröße zerkleinert werden mus s . Schließlich hat sich herausgestellt, dass bei der Behandlung von Cr(VI) umfas senden Rohstoffen durch das erfindungsgemäße Verfahren ein
wesentlich geringerer Aufwand zur Behandlung dabei anfallender Abwäs ser zu betreiben ist, da sich aufgrund der groben Körnung der Cr(VI)
umfas senden Rohstoffe nur geringe Anteile an Cr(III)-Salzen im Was ser lösen und entstehende Abwässer daher wesentlich einfacher zu behandeln sind als die bei Verfahren nach dem Stand der Technik entstehenden Abwäs ser.
Insgesamt erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren daher eine wirtschaftliche und gleichzeitig technisch effektive Reduzierung des Anteils an Cr(VI) in Cr(VI) umfas senden Rohstoffen.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden zunächst ein Cr(VI) umfas sender Rohstoff, Ascorbinsäure und Was ser zur Verfügung gestellt, zusammengeführt und anschließend zu einer Mischung vermischt. Schließlich wird die Mischung getrocknet.
Während des Zusammenführens und Vermischens des Cr(VI) umfassenden Rohstoffs mit der Ascorbinsäure wird Cr(VI) durch die Ascorbinsäure reduziert und dabei insbesondere in eine toxikologisch unbedenkliche
Oxidations stufe beziehungsweise zu toxikologisch unbedenklichen
Chromverbindungen reduziert. Entscheidend für den Erfolg des
erfindungsgemäßen Verfahrens ist dabei insbesondere, das s der Cr(VI) umfas sende Rohstoff während der Durchführung des Verfahrens hinsichtlich seiner Korngröße nicht oder nicht wesentlich verändert wird, also
insbesondere während des Zusammenführens und Vermischens mit der Ascorbinsäure und dem Wasser und dem anschließenden Trocknen nicht zerkleinert wird. Die Korngröße des für die Durchführung des Verfahrens zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs entspricht damit auch vollständig oder im Wesentlichen der Korngröße dieses Rohstoffes nach seiner Behandlung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Der für das erfindungsgemäße Verfahren zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff liegt als Schüttgut vor, also als körniges Gemenge beziehungsweise als Gemenge aus Körnern. Erfindungs gemäß liegen die
Körner des für das erfindungsgemäße Verfahren zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs zu wenigstens 50 Masse-% in einer Korngröße über 50 μιη vor, also beispielsweise auch zu wenigstens 50 , 60 , 70, 80 oder 90 Masse-% in einer Korngröße über 50 μ ιη, 63 μιη, 100 μιη, 200 μιη, 350 μιη, 500 μιη, 1 ,0 mm oder 2,0 mm. Die vorstehenden Angaben in Mas se- % sind jeweils bezogen auf die Gesamtmas se des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs .
Ferner liegt der Cr(VI) umfassende Rohstoff bevorzugt vollständig oder weitgehend in einer Korngröße nicht über 10 mm vor, also beispielsweise zu 100 Mas se- % oder zu wenigstens 90 Mas se-% in einer Korngröße nicht über 10, 9, 8 , 7 , 6 oder 5 mm. Die vorstehenden Angaben in Mas se- % sind jeweils wiederum bezogen auf die Gesamtmas se des Cr(VI) umfassenden Rohstoffes .
Wie ausgeführt, wird das erfindungsgemäße Verfahren derart durchgeführt, das s sich die Korngröße des Cr(VI) umfassenden Rohstoffs während der Durchführung des Verfahrens nicht oder nicht wesentlich verändert.
Insbesondere ist erfindungsgemäß insoweit vorgesehen, das s der Cr(VI) umfas sende Rohstoff während der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens - also insbesondere während des Zusammenführens und
Vermischens mit Ascorbinsäure und Wasser und während des anschließenden Trocknens - eine Korngröße aufweist, wie sie vorstehend ausgeführt ist, also eine Korngröße, wie sie der für das erfindungsgemäße Verfahrens zur
Verfügung gestellte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff aufweisen kann. Soweit sich die Korngröße des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs während der Durchführung des Verfahrens nicht verändert, entspricht die Korngröße des durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelten, Cr(VI) umfassenden Rohstoffs der Korngröße des ursprünglich für das erfindungsgemäße Verfahren zur
Verfügung gestellten Cr(VI) umfassenden Rohstoffs . Soweit sich die
Korngröße des Cr(VI) umfassenden Rohstoffs durch seine Behandlung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht wesentlich verändert, kann sich die Korngröße des ursprünglich für das erfindungsgemäße Verfahren zur
Verfügung gestellten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs während der
Durchführung des Verfahrens zwar verändern, j edoch liegt der Cr(VI) umfas sende Rohstoff auch nach seiner Behandlung durch das
erfindungsgemäße Verfahren in einer Korngröße vor, die der für das erfindungsgemäße Verfahren zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfassende Rohstoff wie vorstehend ausgeführt aufweisen kann .
Die hierin gemachten Angaben zur Korngröße sind bestimmt gemäß
DIN 66165- 1 : 1987 -04 und DIN 66165-2: 1987-04.
Bei dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff kann es sich um einen einzigen
Rohstoff oder einen Rohstoff in Form einer Rohstoffmischung handeln, also einen Rohstoff aus Komponenten unterschiedlicher Herkunft und/oder
Zusammensetzung. Insbesondere kann der Cr(VI) umfas sende Rohstoff einen oder mehrere gebrauchte Chromoxid umfassende feuerfeste keramische Erzeugnisse umfas sen. Unter einem„gebrauchten" Chromoxid umfas senden, feuerfesten keramischen Erzeugnis wird hierin ein Chromoxid umfassendes , feuerfestes keramisches Erzeugnis verstanden, das bereits für seinen ursprünglichen Gebrauchszweck verwendet worden ist. Insbesondere kann der für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff beispielsweise entweder (i) einen Rohstoff auf B asis gebrauchter Chromkorund-Steine umfas sen oder aus gebrauchten Chromkorund-Steinen bestehen und/oder (ii) einen Rohstoff auf Basis gebrauchter Magnesiachromit-Steine umfassen oder aus gebrauchten Magnesiachromit-Steinen bestehen. Bei gebrauchten Chromkorund-Steinen
kann es sich beispielsweise um Chromkorund-Steine handeln, die bereits für ihren ursprünglich Gebrauchszweck, beispielsweise die Zustellung von
Aggregaten zur Aufnahme und Behandlung von Glasschmelzen verwendet worden sind. Bei gebrauchten Magnesiachromit-Steinen kann es sich
beispielsweise um Magnesiachromit-Steine handeln, die bereits für ihren ursprünglich Gebrauchszweck, beispielsweise die Zustellung von Aggregaten zur Aufnahme und Behandlung von Eisen-, Stahl- und
Nichteisenmetallschmelzen, die Zustellung von Zementdrehrohröfen oder in Regenerativkammern von Glas schmelzöfen verwendet worden sind.
Um gebrauchte Chromoxid umfas sende feuerfeste keramische Erzeugnisse, insbesondere also beispielsweise Chromkorund- und/oder Magnesiachromit- Steine, für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens als Cr(VI) umfas senden Rohstoff zur Verfügung zu stellen, können diese Erzeugnis se zerkleinert werden und anschließend als Cr(VI) umfassende Rohstoffe für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahren zur Verfügung gestellt werden. Nach ihrer Zerkleinerung können die Erzeugnis se hinsichtlich ihrer Korngröße gegebenenfalls derart aufbereitet werden, das s diese eine wie vorstehend ausgeführte Korngröße des für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfassenden Rohstoffs aufweisen.
Der Anteil an Cr(VI) in dem für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfassenden Rohstoff ist grundsätzlich beliebig . Insbesondere kann der Gehalt an Cr(VI) in dem Cr(VI) umfas senden, für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellten Rohstoff oberhalb eines toxikologisch bedenklichen Anteils liegen, beispielsweise oberhalb 500 ppm oder oberhalb 1 .000 ppm.
Grundsätzlich kann der Anteil an Cr(VI) in dem für das Verfahren zur
Verfügung gestellten, Cr(VI) umfas senden Rohstoff j edoch auch deutlich oberhalb dieser Anteile liegen, also beispielsweise auch oberhalb 1 .500 , 2.000, 3.000, 4.000 oder 5.000 ppm. Beispielsweise kann der Anteil an Cr(VI) in dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff bei bis zu 10.000 ppm oder auch darüber liegen.
Die hierin gemachten Angaben zu Anteilen an Cr(VI) sind bestimmt gemäß DIN EN 15 192: 2007-02.
Bei dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff, der für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellt wird, kann es sich beispielsweise um einen Rohstoff auf Basis von Chromkorund handeln, also einen Rohstoff auf B asis von Chromoxid (Cr203 ) und Aluminiumoxid (AI2O3 ) . Insbesondere kann es sich bei dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff, wie zuvor ausgeführt, um einen Rohstoff auf Basis von Chromkorund in Form von Chromkorund-Steinen, insbesondere gebrauchten Chromkorund-Steinen handeln. Beispielsweise kann der für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfassende Rohstoff eine Gesamtmasse an Chromoxid und Aluminiumoxid von
wenigstens 90 Mas se- % aufweisen, also beispielsweise auch von wenigstens 93 , 95 , 96, 97 oder 98 Mas se- % . Beispielsweise kann der Anteil an
Chromoxid in dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff bei wenigstens 10 oder 15 Masse-% und beispielsweise bei höchstens 90, 80, 70 , 60 , 50, 40, 30 oder 25 Masse-% liegen. Der Anteil an Aluminiumoxid in dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff kann beispielsweise bei wenigstens 10 , 20, 30, 40, 50, 60 oder 70 Masse-% und beispielsweise bei höchstens 90, 85 oder 80 Mas se-% liegen. Die vorstehenden Angaben in Masse- % sind j eweils bezogen auf die
Gesamtmas se des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs, insbesondere eines
Rohstoffs auf Basis von Chromkorund.
Bei dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff, der für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellt wird, kann es sich alternativ oder kumulativ beispielsweise um einen Rohstoff auf Basis von Magnesiachromit handeln, also einem Rohstoff auf Basis von Chromoxid (Cr203) und Magnesiumoxid beziehungsweise Magnesia (MgO) . Insbesondere kann es sich bei dem Cr(VI) umfassenden Rohstoff, wie zuvor ausgeführt, um einen Rohstoff auf B asis von Magnesiachromit in Form von Magnesiachromit- Steinen, insbesondere gebrauchten Magnesiachromit-Steinen handeln.
Beispielsweise kann der für die Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfassende Rohstoff eine
Gesamtmas se an Chromoxid und Magnesiumoxid von wenigstens 70 Masse-% aufweisen, also beispielsweise auch von wenigstens 7 1 , 72, 73 , 74, 75 , 76 oder 77 Mas se- % . Beispielsweise kann der Anteil an Chromoxid in dem
Cr(VI) umfas senden Rohstoff bei wenigstens 5 , 10 oder 15 Mas se- % und beispielsweise bei höchstens 40, 35 , 30, 29, 28 , 27 oder 26 Masse-% liegen. Der Anteil an Magnesiumoxid in dem Cr(VI) umfassenden Rohstoff kann beispielsweise bei wenigstens 40, 50, 55 , 56 oder 57 Masse-% und
beispielsweise bei höchstens 85 , 80 , 75 , 70, 69, 68 , 67 oder 66 Masse-% liegen. Der Anteil an Fe203 in dem Cr(VI) umfassenden Rohstoff kann beispielsweise im Bereich von 5 bis 20 Mas se- % liegen. Der Anteil an A1203 in dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff kann beispielsweise im Bereich von 2 bis 10 Mas se- % liegen Die vorstehenden Angaben in Masse- % sind jeweils bezogen auf die Gesamtmasse des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs,
insbesondere eines Rohstoffs auf Basis von Magnesiachromit.
Alternativ kann ein für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellter, Cr(VI) umfas sende Rohstoff eine Gesamtmas se an Chromoxid, Magnesiumoxid und Aluminiumoxid von wenigstens 70 Mas se- % aufweisen, also beispielsweise auch von wenigstens 75 , 80 oder 90 Mas se- % . Beispielsweise kann der Anteil an Chromoxid in einem solchen Cr(VI) umfas senden Rohstoff bei wenigstens 10 oder 15 Masse- % und beispielsweise bei höchstens 30 oder 25 Masse-% liegen. Beispielsweise kann der Anteil an Aluminiumoxid in einem solchen Cr(VI) umfas senden Rohstoff bei
wenigstens 5 oder 10 Masse- % und beispielsweise bei höchstens 80 oder 70 Masse-% liegen. Beispielsweise kann der Anteil an Magnesiumoxid in einem solchen Cr(VI) umfassenden Rohstoff im Bereich von 0 bis 65 Mas se- % liegen. Bei einem solchen, Cr(VI) umfas senden Rohstoff, der für die
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellt wird, kann es sich insbesondere beispielsweise um eine Mischung von
Rohstoffen auf Basis von Chromkorund und Magnesiachromit handeln, wobei diese Rohstoffe insbesondere wie vorstehend ausgeführt zusammengesetzt sein können. Die vorstehenden Angaben in Mas se- % sind jeweils bezogen auf die Gesamtmas se des Cr(VI) umfassenden Rohstoffs , insbesondere eines Rohstoffs auf Basis von Chromkorund und Magnesiachromit.
Die Ascorbinsäure kann für die Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens grundsätzlich in beliebiger Form zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise in wenigstens einer der folgenden Formen: Als Schüttgut oder als Lösung .
Soweit die Ascorbinsäure für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens als Schüttgut zur Verfügung gestellt wird, kann die Ascorbinsäure beispielsweise in Form von Granalien vorliegen, also in einer zu Körnern
granulierten Form. Beispielsweise kann Ascorbinsäure, soweit sie in Form von Schüttgut, insbesondere in Form von Granalien zur Verfügung gestellt wird, zu wenigstens 80, 90 oder 100 Mas se- in einer Korngröße von wenigstens 0 , 1 mm, 0,5 mm oder 1 ,0 mm und beispielsweise in einer
Korngröße von höchstens 10, 9, 8 , 7 oder 6 mm, j eweils bezogen auf die Gesamtmas se an Ascorbinsäure in Form von Schüttgut, vorliegen. Der Vorteil von mit einer entsprechenden Korngröße zur Verfügung gestellten
Ascorbinsäure liegt insbesondere in deren guter Handhabbarkeit.
Soweit die Ascorbinsäure für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Form einer Lösung zur Verfügung gestellt wird, kann diese insbesondere in Form einer wäs srigen Lösung zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise in Form einer 5 bis 50 % -igen wäs srigen Lö sung, also beispielsweise auch in Form einer 10 bis 30 % -igen wässrigen Lösung .
Das Wasser kann für die Durchführung des erfindungs gemäßen Verfahrens beispielsweise in reiner Form zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise kann das Was ser jedoch auch teilweise oder vollständig als Bestandteil einer wässrigen Ascorbinsäurelösung für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellt werden.
Während des Zusammenführens des Cr(VI) umfas senden Rohstoffes mit der Ascorbinsäure und Wasser und dem anschließenden Vermischen reduziert die Ascorbinsäure Cr(VI) des Cr(VI) umfas senden Rohstoffes insbesondere zu 3 - wertigem Chrom, also Cr(III) . Diese Reaktion lässt sich vereinfacht wie folgt darstellen:
2 Cr(VI) + 3 AscH2 - 2 Cr(III) + 3 DHA
mit
Cr(VI) : 6-wertiges Chrom
AscH2: Ascorbinsäure
Cr(III) : 3-wertiges Chrom
DHA: Dehydro ascorbinsäure.
Stöchiometrisch werden für die vollständige Reduktion von 2 Mol
6-wertigem Chrom zu 2 Mol 3-wertigem Chrom also 3 Mol Ascorbinsäure benötigt.
Bevorzugt wird für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens Ascorbinsäure wenigstens in einem solchen Anteil zur Verfügung gestellt, das s stöchiometrisch eine vollständige Reduktion des Cr(VI) in dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff zu Cr(III) erfolgen kann. Demnach kann Ascorbinsäure beispielsweise in einem solchen Anteil zur Verfügung gestellt werden, das s das Molverhältnis von Ascorbinsäure zu Cr(VI) in dem Cr(VI) umfassenden Rohstoff bei wenigstens 1 ,5 liegt, also beispielsweise im Bereich von 1 ,5 bis 3 , im Bereich von 1 ,5 bis 2,5 , im Bereich von 1 ,5 bis 2 oder im Bereich von 1 ,5 bis 1 , 8.
Wasser wird für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bevorzugt in einem solchen Anteil zur Verfügung gestellt, das s der mit Ascorbinsäure und Wasser vermischte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff eine feuchte, j edoch noch krümelige Konsistenz aufweist. Erfindungsgemäß hat sich herausgestellt, dass dies bei der erfindungsgemäßen Korngröße des Cr(VI) umfas senden Rohstoffes möglich ist, wenn Was ser in einem
Massenanteil im Bereich von 1 bis 10 Mas se- % zur Verfügung gestellt wird, bezogen auf die Gesamtmasse des für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfassenden Rohstoffes . Demnach kann Was ser beispielsweise auch in einem Anteil von maximal 9, 8 , 7 oder 6 Mas se- % zur Verfügung gestellt werden.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens können der Cr(VI) umfas sende Rohstoff, die Ascorbinsäure und das Was ser jeweils einzeln oder auch in Kombination zusammengeführt werden. Beispielsweise können der Cr(VI) umfas sende Rohstoff und Wasser zunächst zusammengeführt und anschließend mit der Ascorbinsäure zusammengeführt werden. Alternativ können beispielsweise auch der Cr(VI) umfas sende Rohstoff und die
Ascorbinsäure zunächst kombiniert und anschließend mit dem Was ser zusammengeführt werden.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, das s bei der Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens die Reduktion des Cr(VI) zu Cr(III) sowie die für die Trocknung des mit Ascorbinsäure und Wasser gemischten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs benötigte Zeit sensibel auf weitere Komponenten reagieren können, die neben dem Cr(VI) umfas sendem Rohstoff, der
Ascorbinsäure und Wasser bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorliegen. Insofern kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens der Cr(VI) umfas sende Rohstoff neben Ascorbinsäure und Was ser mit keinen weiteren Komponenten zusammengeführt, vermischt und getrocknet wird. Bevorzugt wird der Cr(VI) umfas sende Rohstoff bei seiner Behandlung durch das erfindungsgemäße Verfahren mit solch weiteren Komponenten allenfalls in Anteilen unter 5 Mas se- % zusammengeführt, also beispielsweise auch in
Anteilen unter 4, 3 , 2 oder unter 1 Mas se- , bezogen auf die Gesamtmasse an Cr(VI) umfas sendem Rohstoff.
Der Cr(VI) umfas sende Rohstoff kann mit dem der Ascorbinsäure und dem Wasser beispielsweise in einem Mischer, in dem diese Komponenten später miteinander vermischt werden können, zusammengeführt werden .
Erfindungsgemäß hat sich dabei herausgestellt, dass es für die Reduktion des Cr(VI) in dem Cr(VI) umfassenden Rohstoff durch die Ascorbinsäure vorteilhaft sein kann, soweit die Komponenten dem Mischer chargenweise zugegeben werden.
Der, beispielsweise in einem Mischer, mit Ascorbinsäure und Wasser zusammengeführte, Cr(VI) umfassende Rohstoff wird mit diesen
Komponenten gemischt, insbesondere in einem Mischer, beispielsweise in dem Mischer, in dem die Komponenten zusammengeführt worden sind.
Beispielsweise kann als Mischer zum Vermischen der Komponenten ein Trommelmischer verwendet werden .
Der Cr(VI) umfas sende Rohstoff wird mit der Ascorbinsäure und dem Wasser für eine Dauer von beispielsweise wenigstens 5 Minuten und beispielsweise höchstens 60 Minuten gemischt, also beispielsweise auch für wenigstens 10 Minuten oder für beispielsweise höchstens 30 , 25 , 20, 18 oder 15 Minuten.
Das Zusammenführen und Mischen des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs mit Ascorbinsäure und Wasser kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren insbesondere bei Umgebungsbedingungen durchgeführt werden, also beispielsweise bei Temperaturen über 0 °C und unter 30°C .
Nachdem der Cr(VI) umfas sende Rohstoff mit Ascorbinsäure und Wasser vermischt ist, wird der Cr(VI) umfas sende Rohstoff getrocknet. Hierzu kann der Cr(VI) umfas sende Rohstoff beispielsweise in einen Trockner überführt werden, beispielsweise in einen Trommeltrockner.
Der Cr(VI) umfas sende Rohstoff kann beispielsweise bei einer Temperatur im Bereich von 100 bis 200°C, also beispielsweise auch bei einer Temperatur von wenigstens 1 10, 120 oder 130°C und beispielsweise bei einer Temperatur von höchstens 190, 1 80 oder 170°C getrocknet werden. Der Trockner kann gasbetrieben, beispielsweise erdgasbetrieben sein.
Der Cr(VI) umfas sende Rohstoff wird bevorzugt für eine Dauer von unter 3 Stunden getrocknet, also beispielsweise auch für eine Dauer unter 2,5 oder unter 2 oder unter 1 ,5 Stunden und beispielsweise für eine Dauer von wenigstens 0 ,5 oder 1 oder 1 ,5 Stunden.
Bevorzugt wird der Cr(VI) umfassende Rohstoff auf eine Restfeuchte im Bereich von 0 bis 1 ,5 Mas se- % Wasser getrocknet, bezogen auf die
Gesamtmas se des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs nach dem Trocknen, also beispielsweise auf eine Restfeuchte von wenigstens 0 ,05 oder 0, 1 Masse-% und beispielsweise auf eine Restfeuchte von höchstens 1 oder 0,5 Masse- % .
Nach der Trocknung liegt der ursprünglich für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellte, nunmehr durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff mit einer nicht oder nicht wesentlich veränderten Korngröße wie der ursprünglich für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff vor, jedoch mit einem reduzierten
Anteil an Cr(VI) . In jedem Fall weist der durch das erfindungsgemäße
Verfahren behandelte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff eine Korngröße auf, die ein ursprünglich für das erfindungsgemäße Verfahren zur Verfügung
gestellter, Cr(VI) umfas sender Rohstoff wie vorstehend ausgeführt aufweisen kann. Die chemische Zusammensetzung des durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs entspricht im
wesentlichen der chemischen Zusammensetzung des ursprünglich für das Verfahren zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs , wobei der behandelte Rohstoff ferner Oxalsäure als Abbauprodukt der Ascorbinsäure sowie gegebenenfalls noch Anteile an Ascorbinsäure sowie Chrom-Ascorbat- Komplexen enthalten kann.
Der Anteil an Cr(VI) in dem durch das erfindungsgemäße Verfahren
behandelten, Cr(VI) umfassenden Rohstoff kann auf einen Gehalt unter 500 ppm reduziert werden. So kann der durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelte, Cr(VI) umfassende Rohstoff einen Gehalt an Cr(VI) von unter 500 ppm aufweisen, also beispielsweise auch von unter 400 oder unter 300 ppm.
Der durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff kann zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnis sen zur Verfügung gestellt werden. Besonders vorteilhaft ist dabei, das s der durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff aufgrund der erfindungsgemäßen Korngröße unmittelbar, also ohne weitere Behandlung oder Aufbereitung, als Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnis sen zur Verfügung gestellt werden kann .
Gegenstand der Erfindung ist auch ein durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelter, Cr(VI) umfas sender Rohstoff.
Soweit für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ein Cr(VI) umfas sender Rohstoff in Form von gebrauchten Chromkorund-Steinen und/oder gebrauchten Magnesiachromit-Steinen zur Verfügung gestellt wird, kann dieser, durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff insbesondere die Oxide Aluminiumoxid, Magnesiumoxid und Chromoxid umfassen. Ferner kann ein solcher Rohstoff Oxalsäure als Abbauprodukt der Ascorbinsäure umfassen. Neben A1203 , MgO und Cr203 und Oxalsäure kann dieser Rohstoff gegebenenfalls schließlich noch Anteile an Ascorbinsäure sowie Chrom-Ascorbat-Komplexen enthalten.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Cr(VI) umfassender Rohstoff, insbesondere ein durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelter, Cr(VI) umfas sender Rohstoff, zur Herstellung von feuerfesten keramischen
Erzeugnissen, umfas send
Cr203 ; und
wenigstens eines der Oxide A1203 oder MgO;
Oxalsäure ; und
Cr(VI) ; wobei
der Gehalt an Cr(VI) in dem Rohstoff unter 500 ppm liegt,
der Feuchtigkeitsgehalt unter 1 ,5 Mas se- % liegt und
der Rohstoff zu wenigstens 50 Masse- % in einer Korngröße über 50 μιη vorliegt.
Der Rohstoff kann in der Korngröße vorliegen, in der der für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff vorliegen kann.
Die Anteile an Cr203 , A1203 und MgO in dem Rohstoff können in den
Anteilen vorliegen, in denen sie in einem für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfassenden Rohstoff vorliegen können.
Der Gehalt an Cr(VI) in dem Rohstoff sowie dessen Feuchtigkeitsgehalt können im Übrigen den oben angegebenen Gehalten in einem durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelten, Cr(VI) umfassenden Rohstoff entsprechen . Insofern kann der erfindungsgemäße, Cr(VI) umfas sende
Rohstoff beispielsweise einen Anteil an Cr(VI) unter 500 ppm, also
beispielsweise auch unter 400, 300, 200 oder 100 ppm aufweisen. Ferner kann der erfindungsgemäße, Cr(VI) umfas sende Rohstoff beispielsweise einen Anteil an Cr(VI) über 10 ppm, also beispielsweise auch über 50 ppm oder über 100 ppm aufweisen . Die vorgemachten Angaben sind jeweils bezogen auf die Gesamtmas se des erfindungsgemäßen, Cr(VI) umfas sende Rohstoffs, insbesondere auch soweit dieser in Form eines durch das erfindungsgemäße Verfahren behandelten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs vorliegt.
Neben Cr203 , A1203 , MgO und Oxalsäure kann der erfindungsgemäße
Rohstoff gegebenenfalls noch Anteile an Fe203 , Ascorbinsäure sowie Chrom- Ascorbat-Komplexen enthalten.
Neben Anteilen Cr203 , A1203 , MgO, Fe203 , Oxalsäure, Cr(VI) , Ascorbinsäure und Chrom-Ascorbat-Komplexen weist der erfindungsgemäße, Cr(VI)
umfas sende Rohstoff keine weiteren Komponenten oder gegebenenfalls nur weitere Komponenten in einem geringen Umfang auf, beispielsweise in einem Anteil unter 10 Masse- % , also beispielsweise auch in einem Anteil unter 5 , 4, 3 , 2 oder 1 Mas se- % , jeweils bezogen auf die Gesamtmas se des
erfindungsgemäßen Rohstoffes .
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der zugehörigen Figurenbeschreibung .
Sämtliche Merkmale der Erfindung können, einzeln oder in Kombination, beliebig miteinander kombiniert sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend erläutert.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel wurden für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens ein Cr(VI) umfassender Rohstoff, eine wässrige Ascorbinsäurelösung sowie ein Ascorbinsäuregranulat zur
Verfügung gestellt.
Der zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfassende Rohstoff lag in Form von gebrauchten, zerkleinerten Chromkorund-Steinen vor. Der Cr(VI) umfassende Rohstoff bestand aus etwa 78 ,8 Mas se- % Aluminiumoxid, 19, 8 Masse- % Chromoxid und im Übrigen weiteren Oxiden, insbesondere Zr02, Na20, Si02 und MgO. Der Gesamtgehalt an Cr(VI) des Cr(VI) umfassenden Rohstoffs betrug etwa 4.000 ppm. Der entsprechend für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellte, Cr(VI) umfassende Rohstoff lag als Schüttgut vor, wobei etwa 97 Masse-% in einer Körnung über 50 μιη vorlagen. Die Siebkurve des Rohstoffs ist in Figur 1 angegeben.
Die für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellte Ascorbinsäure lag zum einen in fester Form als Granulat und zum anderen in Form einer wässrigen Lösung vor. Das Ascorbinsäuregranulat bestand aus Granalien einer Korngröße im Bereich von 2 bis 3 mm. Die wässrige Ascorbinsäurelösung lag in Form einer 15 -igen wässrigen Lösung vor. Das Mas severhältnis von Ascorbinsäuregranulat zu wäs sriger
Ascorbinsäurelösung betrug etwa 1 : 0 ,3. Die Gesamtmasse an Ascorbinsäure im Granulat und in der wäs srigen Lö sung lag in einem solchen Anteil vor, das s das Verhältnis der Molmas se der für die Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellten Ascorbinsäure zur Molmas se des Cr(VI) in dem für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfassenden Rohstoffes bei etwa 1 ,5 lag .
Gleichzeitig ergab sich dabei ein Massenanteil an Was ser in der wässrigen Ascorbinsäurelösung von 5 ,7 Mas se- % , bezogen auf die Gesamtmas se des für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung
gestellten, Cr(VI) umfassenden Rohstoffs .
Das für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Verfügung gestellte Was ser lag aus schließlich als Bestandteil der wäs srigen
Ascorbinsäurelösung vor.
Zum Zusammenführen und Vermischen des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs mit den Ascorbinsäuregranalien sowie der wässrigen Ascorbinsäurelösung wurden diese Komponenten in einen Trommelmischer eingegeben und durch Starten
des Trommelmischers in diesem zusammengeführt und miteinander vermischt. Die Mischzeit im Trommelmischer betrug 15 Minuten.
Der nach dem Vermischen in dem Trommelmischer mit den
Ascorbinsäuregranalien sowie der wäs srigen Ascorbinsäurelösung vermischte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff wurde anschließend in einen Trommeltrockner eingegeben und dort bei einer Temperatur von 150°C für eine Dauer von etwa 1 ,5 Stunden getrocknet.
Der Feuchtigkeitsgehalt des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs betrug nach dem Vermischen und vor der Trocknung etwa 5 ,7 Mas se- % , bezogen auf die Gesamtmas se des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs .
Nach dem Trocknen im Trommeltrockner betrug die Restfeuchte des Cr(VI) umfas senden Rohstoffs etwa 0, 1 Mas se- % , bezogen auf die Gesamtmas se des behandelten, Cr(VI) umfassenden Rohstoffs .
Während des Vermischens des Cr(VI) umfas senden Rohstoffes mit der
Ascorbinsäure wurde der Anteil an Cr(VI) in dem Cr(VI) umfas senden
Rohstoff durch die Ascorbinsäure weitgehend reduziert. Insgesamt konnte der Gehalt an Cr(VI) in dem Cr(VI) umfas senden Rohstoff von zunächst 4.000 ppm auf etwa 300 ppm in dem behandelten, Cr(VI) umfas senden Rohstoff reduziert werden.
Die Korngröße des für die Durchführung des Verfahrens zur Verfügung gestellte Cr(VI) umfassenden Rohstoffes wurde während der Durchführung des Verfahrens praktisch nicht verändert. Insoweit entsprach die Siebkurve des durch das Verfahren gemäß dem Ausführungsbeispiel behandelten, Cr(VI)
umfas senden Rohstoffs der Siebkurve des für die Durchführung des
Verfahrens ursprünglich zur Verfügung gestellten Rohstoffs .
Die chemische Zusammensetzung des durch das Verfahren gemäß dem
Ausführungsbeispiel behandelten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs entsprach der chemischen Zusammensetzung des für das Verfahren gemäß dem
Ausführungsbeispiel ursprünglich zur Verfügung gestellten, Cr(VI) umfas senden Rohstoffs
Der durch das Verfahren gemäß dem Ausführungsbeispiel behandelte, Cr(VI) umfas sende Rohstoff wurde als Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten keramischen Erzeugnis sen zur Verfügung gestellt.