Beschreibung
Verfahren zur Gewinnung von metallhaltigen Wertstoffen aus einem metallhaltige Wertstoffe enthaltenden suspensionsarti- gen Massestrom
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von metallhaltigen Wertstoffen aus einem metallhaltige Wertstoffe enthaltenden suspensionsartigen Massestrom, wobei ein ent- sprechender, nach Durchlaufen wenigstens einer Pumpenvorrichtung durckbeladener, mit einem Gas versetzter Massestrom über wenigstens eine Zuleitung wenigstens einer Düsenvorrichtung wenigstens einer Flotationszelle zugeführt wird, wobei in der wenigstens einen Flotationszelle die metallhaltigen Wertstof- fe abgetrennt werden.
Flotationsverfahren zur Gewinnung beziehungsweise Aufbereitung von metallhaltigen Wertstoffen aus einem metallhaltige Wertstoffe enthaltenden suspensionsartigen Massestrom, das heißt beispielsweise von Erzen aus einer Erze enthaltenden Pulpe, sind weithin bekannt. Hierbei erfolgt die Abtrennung der in der Pulpe enthaltenden Wertstoffe durch Anbindung dieser an ein in die Pulpe zugeführtes Gas. Die, gegebenenfalls mit einem Hydrophobierungsmittel, wie z. B. Xanthat,
hydrophobierten Wertstoffpartikel lagern sich an den Gasblasen an und können mit dem sich an der Oberfläche der Flotationszelle ansammelnden Schaum ausgetragen werden.
Bei sogenannten Hybridzellen, in denen eine pneumatische und eine Säulenzelle kombiniert werden, entstehen zwei Bereiche, in denen sich jeweils ein entsprechender Schaum ausbildet. Üblicherweise wird in der pneumatischen Zelle vornehmlich der Feinanteil der Wertstoffpartikel ausgetragen. In der Säulen¬ zelle wird auch der Grobanteil der entsprechenden Wertstoff- partikel ausgetragen.
Die Einbringung des Gases erfolgt in der Regel über eine Dü¬ senvorrichtung etwa in Form eines mehrstufigen Ejektors, über
welche der die Wertstoffe enthaltende Massestrom in die Flo¬ tationszelle eingebracht wird.
Es ist dabei bekannt, den die Wertstoffe enthaltenden Masse- ström unter Vordruck, das heißt druckbeladen, durch die Düsenvorrichtung zu leiten, um die Löslichkeit für Gase zu erhöhen. Zur Erzeugung feiner Gasblasen ist es vorgesehen, in einer der Düsenvorrichtung zugehörigen Mischvorrichtung hohe Scherkräfte zu erzeugen, so dass das zugeführte Gas in Ein- zelblasen „zerrissen" wird. Die hierfür benötigten hohen
Strömungsgeschwindigkeiten erfordern einen hohen Druck des Wasserstroms, weshalb dieser vorab regelmäßig eine Pumpenvor¬ richtung durchläuft. Jedoch ist die Verweilzeit des Gases in der der Düsenvorrich¬ tung zugehörigen Mischvorrichtung und somit die Möglichkeit, in nennenswertem Maße physikalisch in Lösung zu gehen, sehr gering. Mithin sind die aus dem Stand der Technik bekannten Ansätze zur Erzeugung eines fein verteilten Gasblasenprofils innerhalb eines entsprechenden metallhaltige Wertstoffe ent¬ haltenden Massestroms nicht zufriedenstellend.
Der Erfindung liegt sonach das Problem zugrunde, die Erzeu¬ gung fein verteilter Gasblasen in einem einer Flotationszelle zuzuführenden Massestrom zu verbessern.
Das Problem wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren der eingangs genannten Art gelöst, welches sich dadurch auszeichnet, dass die Gasbeladung des die metallhaltigen Wertstoffe ent- haltenden Massestroms wenigstens teilweise nach Durchlaufen der Pumpenvorrichtung und vor Antritt des Massestroms in die Düsenvorrichtung erfolgt.
Das erfindungsgemäße Prinzip sieht es vor, das Gas bereits vor der Düsenvorrichtung, über welche der druckbeladene Massestrom, insbesondere tangential, in die Flotationszelle ein¬ geleitet wird, zuzuführen. Das Gas hat demnach mehr Zeit, sich mit dem druckbeladenen Massestrom zu vermischen, sich
darin homogen zu verteilen und feine Gasblasen zu bilden. Als Gas kann beispielsweise Luft und/oder Stickstoff verwendet werden. Das zugeführte Gas ist vorteilhaft selbst auch druck¬ beaufschlagt, das heißt wird unter Druck zugeführt.
Grundsätzlich wird es sonach angestrebt, dem Gas möglichst viel Zeit zu geben, sich in dem Massestrom unter Bildung feiner Gasblasen zu verteilen, so dass es bevorzugt wird, das Gas möglichst frühzeitig nach Verlassen der Pumpenvorrichtung zuzudosieren, weshalb der Massestrom in bevorzugter Ausführungsform der Erfindung unmittelbar nach Verlassen der Pumpenvorrichtung mit dem Gas versetzt wird. So ist eine maxima¬ le Verweilzeit des Gases im Massestrom möglich, was die Bil¬ dung feiner und gut verteilter Gasblasen bei Entspannung des gashaltigen Massestroms nach Austritt aus der Düsenvorrichtung, das heißt bei Eintritt in die Flotationszelle, begüns¬ tigt .
Das erfindungsgemäße Prinzip ermöglicht demzufolge eine Erhö- hung der Gesamtblasenoberfläche sowie eine homogenere Vertei¬ lung der Gasblasen in der Flotationszelle.
Im Vergleich zum Stand der Technik sind in der Folge gegebenenfalls auch einfacher gestaltete, gegebenenfalls sogar ein- stufige, Düsenvorrichtungen verwendbar, da die Zerteilung der Gasblasen größtenteils in dem Massestrom stattfindet. Das er¬ findungsgemäße Prinzip erlaubt zudem den Einsatz geringere Drücke, da in der Düsenvorrichtung im Vergleich zum Stand der Technik geringer Scherraten erforderlich sind, was gleicher- maßen den Verschleiß der Düsenvorrichtung sowie den Energieverbrauch der dieser vorgeschalteten Pumpenvorrichtung reduziert .
Die für die Flotationszelle erforderlichen Durchmesser der Gasblasen liegen beispielsweise im Bereich von 0,1 mm bis 1 mm und sind mit dem erfindungsgemäßen Prinzip problemlos realisierbar .
Die erfindungsgemäße Lehre macht sich das Prinzip zunutze, dass ein druckbeladener Massestrom im Vergleich zu einem nicht druckbeladenen Massestrom mehr Gas aufnehmen beziehungsweise physikalisch lösen kann. Dies lässt sich anhand des folgenden Beispiels veranschaulichen. Bezogen auf ein Kilogramm Wasser können bei einem Umgebungsdruck von ca. 1 bar und einer Temperatur von ca. 20 °C etwa 20 mg Luft physika¬ lisch gelöst werden. Bei Erhöhung des Drucks auf 5 bar können in dem gleichen Volumen und sonst gleichen Bedingungen be- reits 110 mg Luft gelöst werden.
Bei einem entsprechenden metallhaltigen Wertstoffe enthaltenden Massestrom mit einem Feststoffanteil von 50 % lösen sich bei einem typischen Verhältnis von Massestrom zu Gasstrom von 2:1 und einem Druck von ca. 4,5 bar etwa 10 % des Gasstroms in dem Massestrom. Demnach wird es im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens bevorzugt, dass wenigstens 10 % der dem Massestrom zuzuführenden Gesamtgasmenge vor Eintritt des Mas¬ sestroms in die Düsenvorrichtung zugeführt wird.
Grundsätzlich wird es jedoch angestrebt, die gesamte dem Mas¬ sestrom zuzuführende Gasmenge vor der Düsenvorrichtung zuzu- dosieren. Jedoch ist es auch möglich, einen Teil der dem Massestrom zuzuführenden Gesamtgasmenge etwa, wie bisher be- kannt, direkt über die Düsenvorrichtung zuzuführen.
Es kann auch sein, dass der Massestrom zusätzlich vor Eintritt in die Pumpenvorrichtung mit dem Gas versetzt wird. Dies ist insbesondere vorteilhaft, da die Pumpenvorrichtung neben der Druckerhöhung gleichsam eine Vermischung des Gases mit dem Massestrom ausübt. Die sonach intensive Vermischung des Massestroms mit dem Gas führt zur Bildung feiner Gasbla¬ sen. Vorraussetzung ist allerdings die Verwendung einer geeigneten Pumpenvorrichtung, das heißt einer eine Gasmitförde- rung erlaubenden Pumpenvorrichtung.
Die Zuführung des Gases erfolgt vorteilhaft über eine mit der Zuleitung zwischen der Pumpenvorrichtung und der Düsenvor-
richtung verbundene Einblasvorrichtung. Die Einblasvorrichtung kann beispielsweise eine Anzahl an Düsen umfassen, über welche das Gas in die Zuleitung zugeführt bzw. eingeblasen wird. Hierdurch kann eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Gases über den Zuleitungsquerschnitt sowie eine Vergröße¬ rung der Blasenoberfläche erreicht werden.
Um das physikalische Lösen des Gases in dem Massestrom, ins¬ besondere über eine verlängerte Verweildauer des Gases in dem Massestrom, weiter zu verbessern, werden grundsätzlich geringe Strömungsgeschwindigkeiten des Massestroms angestrebt. Demnach strömt der Massestrom bevorzugt mit einer Geschwindigkeit im Bereich von 0,5 bis 5 m/s, bevorzugt 0,75 bis 3 m/s, insbesondere 1 m/s, durch die Zuleitung.
Mit dem gleichen Ziel kann es alternativ und ergänzend auch vorgesehen sein, die Länge der Zuleitung zwischen der Pumpenvorrichtung und der Düsenvorrichtung zu verlängern. Es ist zweckmäßig, als Pumpenvorrichtung eine Kreiselpumpe zu verwenden. Kreiselpumpen ermöglichen eine gute Vermischung von Gas und Massestrom, insbesondere erlauben diese auch eine Gasmitförderung, so dass sich die Verwendung entsprechender Kreiselpumpen insbesondere für die erfindungsgemäße Ausfüh- rungsform, wonach der Massestrom zusätzlich vor Eintritt in die Pumpenvorrichtung mit dem Gas versetzt wird, anbietet.
Die Erfindung betrifft zudem eine Vorrichtung zur Durchführung des vorstehend beschrieben Verfahrens. Die Vorrichtung weist wenigstens eine Pumpenvorrichtung und wenigstens eine über wenigstens eine Zuleitung mit der Pumpenvorrichtung verbundene Flotationszelle zur Abtrennung von metallhaltigen Wertstoffen aus einem metallhaltige Wertstoffe enthaltenden Massestrom auf. Zwischen der Zuleitung und der Flotationszel- le ist wenigstens eine Düsenvorrichtung angeordnet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass zwischen der Pumpenvorrichtung und der Düsenvorrichtung
wenigstens eine Einblasvorrichtung zum Einblasen eines Gases in die Zuleitung angeordnet ist. Demzufolge sind mit der er¬ findungsgemäßen Vorrichtung längere Verweilzeiten des über die Einblasvorrichtung, welche mehrere Düsen umfassen kann, zugeführten Gases in entsprechenden Masseströmen möglich, was zur Ausbildung feiner und homogen verteilter Gasblasen führt, welche im Rahmen entsprechender Flotationsverfahren erforderlich sind. Eine besonders lange Verweilzeit des Gases in dem Massestrom ergibt sich, wenn die Einblasvorrichtung unmittelbar nach der Pumpenvorrichtung angeordnet ist.
Es ist denkbar, dass wenigstens eine zusätzliche Einblasvor- richtung an einem Leitungsabschnitt vor der Pumpenvorrichtung angeordnet ist. Mithin kann in dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung das Gas dem Massestrom an wenigstens zwei Stellen, das heißt sowohl vor der Pumpenvorrichtung als auch nach der Pumpenvorrichtung zugeführt werden. Diese Ausführungsform bietet sich insbesondere an, wenn die Pumpenvorrichtung eine Gasmitförderung erlaubt, wie es beispiels¬ weise bei Kreiselpumpen der Fall ist.
Es ist ferner möglich, dass wenigstens eine zusätzliche Ein- blasvorrichtung an der Düsenvorrichtung angeordnet ist. Die Anordnung einer entsprechenden Einblasvorrichtung an der Düsenvorrichtung selbst erlaubt eine zusätzliche Zuführung von Gas unmittelbar vor Eintritt in die Flotationszelle. Bei mehreren Einblasvorrichtungen kann diesen eine mit den jeweiligen Einblasvorrichtungen kommunizierende Verteilervorrichtung vorgeschaltet sein, welche zur Verteilung eines Gas¬ stroms auf die entsprechenden Einblasvorrichtungen ausgebildet ist. Die Verteilervorrichtung erlaubt einen gezielten Gaszustrom zu den Einblasvorrichtungen. Die Einblasvorrichtungen können jeweils mit der gleichen oder individuell, das heißt zum Beispiel im Hinblick auf eine Druckbeaufschlagung
der Gaszuströme, unterschiedlichen Gaszuströmen versorgt werden .
Vorteilhaft ist hierbei eine mit der Verteilervorrichtung kommunizierende Erfassungseinrichtung zur Erfassung der Größe der innerhalb der Zuleitung strömenden Gasblasen vorgesehen, wobei die Verteilung des Gasstroms auf die entsprechenden Einblasvorrichtungen in Abhängigkeit des Erfassungsergebnis¬ ses erfolgt. Die Erfassungsvorrichtung kann etwa optische Messmittel umfassen, über welche eine Erfassung der Größe und/oder der Verteilung der Gasblasen in dem Massestrom möglich ist. Die Messmittel können an unterschiedlichen Stellen der Zuleitung zur Düsenvorrichtung angeordnet sein, so dass verschiedene Messwerte entlang der Zuleitung erhalten werden und derart eine, insbesondere kontinuierlich, Größe und/oder Verteilung der Gasblasen in dem Wasserstrom erfassbar ist. In Abhängigkeit der Anzahl und Anordnung der entsprechenden Einblasvorrichtungen können entsprechende Messmittel auch in dem Leitungsabschnitt vor der Pumpenvorrichtung sowie gegebenen- falls an der Düsenvorrichtung vorgesehen sein.
In Abhängigkeit des Erfassungsergebnisses kann über die Ver¬ teilereinrichtung ein Zustrom entsprechender Gase über die jeweiligen Einblasvorrichtungen erfolgen. Wird beispielsweise erfasst, dass kurz vor der Düsenvorrichtung noch eine verhältnismäßig geringe Anzahl feiner Gasblasen in dem Massestrom vorliegt, kann eine düsenvorrichtungseitig angeordnete Einblasvorrichtung zugeschaltet werden, so dass in die Düsenvorrichtung, insbesondere unter hohem Druck, zusätzliches Gas eingeströmt wird.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung er¬ geben sich aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer ersten beispielhaften Ausführungsform der Erfindung, und
Fig. 2 eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einer zweiten beispielhaften Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 gemäß einer ersten beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Die Vorrichtung 1 weist eine Pumpenvorrichtung 2 etwa in Form einer Kreiselpumpe und eine über eine Zulei- tung 3 mit der Pumpenvorrichtung 2 verbundene Flotationszelle 4 zur Abtrennung von metallhaltigen Wertstoffen aus einem metallhaltige Wertstoffe enthaltenden Massestrom wie einer erzhaltigen Pulpe oder dergleichen auf. Der Flotationszelle 4 ist eine Düsenvorrichtung 5 im Sinne eines Ejektors vorge- schaltet, über welche Düsenvorrichtung 5 der Massestrom tangential in die Flotationszelle 4 zugeführt wird. Die Zulei¬ tung 3 mündet in die Düsenvorrichtung 5.
Zwischen der eine Druckbeaufschlagung des Massestroms herbei- führenden Pumpenvorrichtung 2 und der Düsenvorrichtung 5 ist eine erste Einblasvorrichtung 6 zum Einblasen (vgl. Pfeil 7) eines Gases, das heißt insbesondere Luft oder Stickstoff, in die Zuleitung 3 angeordnet. Das in den in der Zuleitung 3 strömenden druckbeaufschlagten Massestrom zugeführte Gas er- laubt eine Anbindung der, gegebenenfalls hydrophobierten, metallhaltigen Wertstoffe, so dass diese sich nach Austritt aus der Düsenvorrichtung 5 in Form eines Schaums an der Oberfläche der Flotationszelle 4 ansammeln und dort ausgetragen werden können (vgl. Pfeil 8) .
Um eine möglichst lange Verweilzeit des über die Einblasvor¬ richtung 6 zugeführten Gases in der Zuleitung 3 und so eine gute Vermischung des Gases mit den in den Massestrom enthaltenen WertstoffPartikeln zu ermöglichen, ist die Einblasvor- richtung 6 unmittelbar der Pumpenvorrichtung 2 nachgeschaltet. Das heißt, es steht im Wesentlichen die gesamte Länge der Zuleitung 3 zur Ausbildung der Gasblasen respektive Vermischung der Gasblasen mit den metallhaltigen Wertstoffen zur
Verfügung. Gegebenenfalls kann die Länge der Zuleitung 3 über das üblicherweise erforderliche Maß verlängert werden, so dass ebenso eine längere Verweildauer des Gases in den Masse¬ strom ermöglicht wird, was sich aus der von dem Gas im Ver- gleich längeren zurückzulegenden Strecke ergibt. Durch die
Zuführung des Gases in den druckbeladenen Massestrom kann eine Erhöhung der Menge an in dem Massestrom physikalisch lösbarem Gas erreicht werden. Mit dem gleichen Zweck wird die Strömungsgeschwindigkeit des gasbeladenen Massestroms auf etwa 1 m/s geregelt. Das heißt, es werden vorzugsweise geringe Strömungsgeschwindigkeiten angestrebt. Die Strömungsgeschwindigkeit des Massestroms kann etwa über die Leistung der Pumpenvorrichtung 2, das heißt den Druck des Massestroms eingestellt werden.
Das gelöste Gas bildet insbesondere bei Austritt aus der Dü¬ senvorrichtung 5 beziehungsweise bei Eintritt in die Flotati¬ onszelle 4 und somit bei Druckabsenkung feine, homogen ver- teilte Gasblasen. Entsprechend kann die zur Verfügung stehende freie Gasblasenoberfläche erhöht und gleichmäßiger in der Flotationszelle 4 verteilt werden. Derart kann der Wirkungs¬ grad der Flotationszelle 4 und somit des erfindungsgemäßen Verfahrens insgesamt erhöht werden.
Bevorzugt werden wenigstens 10 % der dem Massestrom insgesamt zuzuführenden Gesamtgasmenge vor Eintritt des Massestroms in die Düsenvorrichtung 5 zugeführt. Fig. 2 zeigt eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 gemäß einer zweiten beispielhaften Ausführungsform der Erfindung. Der wesentliche Unterschied zu der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform besteht darin, dass der Vorrichtung 1 mehrere Einblasvorrichtungen 6 zugehörig sind, das heißt insbesondere ist zusätzlich eine Einblasvorrichtung 6 in einem Leitungsabschnitt vor der Pumpenvorrichtung 2 sowie eine weitere zusätzliche Einblasvorrichtung 6, welche direkt an der Düsenvorrichtung 5 angeordnet ist, vorgesehen. Mithin ist
es hier möglich, entsprechende Gaszuströme an drei unter¬ schiedlichen Stellen, das heißt unmittelbar vor der Pumpenvorrichtung 2, unmittelbar nach der Pumpenvorrichtung 2 sowie direkt in die Düsenvorrichtung 5 zuzuführen.
Die jeweiligen Einblasvorrichtungen 6 sind mit einer Verteilereinrichtung 9 verbunden, über welche ein oder mehrere Gasströme individuell auf die jeweiligen Einblasvorrichtungen 6 verteilt werden können. Entsprechend ist es über die jeweili- gen Einblasvorrichtungen 6 möglich, unterschiedliche Gasmengen mit gegebenenfalls unterschiedlichen Drücken, in die jeweiligen Leitungsabschnitte der Zuleitung 3 zuzudosieren .
Mit der Verteilervorrichtung 9 kommuniziert eine Erfassungs- einrichtung 10, welche über dieser zugeordnete an unterschiedlichen Stellen der Leitungsabschnitte der Zuleitung 3 angeordnete Messmittel 11 die Größe bzw. Verteilung der in¬ nerhalb der Zuleitung 3 respektive des Zuleitungsabschnitts befindlichen Gasblasen erfasst. Die Messmittel 11 können da- bei beispielsweise optische Messvorrichtungen umfassen, über welche die Größe respektive Verteilung der Gasblasen innerhalb der Zuleitung 3 erfasst werden können.
Vorliegend sind fünf Messmittel 11 entlang der Länge der Zu- leitung 3 angeordnet, so dass die Erfassungseinrichtung 10 kontinuierlich oder diskontinuierlich von den Messmitteln 11 gelieferte Messdaten bezüglich der Größe respektive Vertei¬ lung der Gasblasen erhält. Das Erfassungsergebnis kann insbe¬ sondere dazu verwendet werden, die Verteilung des Gasstroms auf die entsprechenden Einblasvorrichtungen 6 mittels der
Verteilervorrichtung 9 zu steuern. Das heißt, wenn beispielsweise ermittelt wird, dass an den über dem unmittelbar vor der Düsenvorrichtung 5 angeordneten Messmittel 11 erfasst wird, dass nicht hinreichend genügend Gas in dem in der Zu- leitung 3 strömenden Massestrom vorhanden ist, kann die der Düsenvorrichtung 5 zugeordnete Einblasvorrichtung 6 zugeschaltet werden und über dieses noch eine entsprechende Gas¬ menge in den Massestrom eingeblasen werden. Entsprechend sind
über die Erfassungseinrichtung 10 respektive die Messmittel 11 Änderungen der Gasblasengröße respektive Gasblasenvertei¬ lung innerhalb der Zuleitung 3 erfassbar, so dass daraufhin eine individuelle Ansteuerung respektive Regelung der Ein¬ blasvorrichtungen 6 erfolgen kann. Gegebenenfalls können hierfür in einem der Erfassungseinrichtung zugeordneten Speichermittel (nicht gezeigt) hinterlegte Vorgaben, Schwellwerte oder dergleichen berücksichtigt werden.
Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele einge¬ schränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen .