Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe.
Kreiselpumpen weisen zwischen dem sich drehenden Laufrad und dem das Laufrad umgebenden feststehenden Pumpenteil einen Spalt auf. Um an dem Spalt auftretenden Leckageverluste von der Laufraddruckseite zu der Laufradsaugseite zu verringern, sind Spaltdichtungen vorgesehen.
Solche Spaltdichtungen sind aus US 2006/0147328 Al und US 2007/0160467 Al bekannt. Die dort beschriebenen Spaltdichtungen sind an einem feststehenden Pumpenteil angebracht, das die Laufraddruckseite von der Laufradsaugseite trennt. Typischerweise besteht trotz der Spaltdichtung zwischen dem feststehenden Pumperiteil und dem sich relativ dazu drehenden Laufrad nach wie vor ein Spalt. Die Weite dieses Spalts kann so ausgelegt werden, dass keine nennenswerten Leckageverlust auftreten können, allerdings besteht dann die Gefahr von Reibung zwischen dem Laufrad und der Spaltdichtung, was zu einem Verschleiß der beteiligten Reibpartner sowie besonders ungüns- tig zu einer blockierten Pumpe führen kann. Dementsprechend besteht bei den bekannten Kreiselpumpen das Dilemma darin, entweder bei einem engen, geringe Leckagen verursachenden Spalt einen vergleichsweise hohen Verschleiß und ein Blockieren der Pumpe oder anderenfalls bei einem größeren Spalt zwar einen geringeren Verschleiß aber verhältnismäßig große Leckageverluste in Kauf nehmen zu müssen.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Kreiselpumpe mit einer Spaltdichtung zu schaffen, die gute Verschleißeigenschaften bei einer möglichst geringen Leckage von der Laufrad- druckseite zu der Laufradsaugseite aufweisen soll.
Diese Aufgabe wird durch eine Kreiselpumpe mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den Zeichnungen.
Die erfindungsgemäße Kreiselpumpe weist mindestens ein Laufrad und mindestens eine Dichtungsanordnung auf, die zwischen einer Gehäusewand des Pumpengehäuses und dem Laufrad angeordnet ist und so die Saugseite des Laufrads gegen die Druckseite des Laufrads abdichtet. Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Dichtungsanordnung eine Dichtung aufweist, die an dem Laufrad drehfest befestigt ist.
D.h., die Abdichtung der Saugseite des Laufrads gegen dessen Druck- seite erfolgt zwischen der Dichtung und der feststehenden Gehäusewand bzw. einem an der Gehäusewand angeordneten Dichtkörper, wobei sich die Dichtung mit dem Laufrad mitdreht. Es findet demnach keine Relativbewegung zwischen dem Laufrad und der Dichtung in der Drehrichtung des Laufrads statt. Ein Vorteil dieser Ausgestaltung ist es, dass das Laufrad auf diese Weise keinen Reibpartner mit einem feststehenden Pumpenteil bildet, so dass das Laufrad keinem abrasiven Verschleiß unterliegt. Weiter erlaubt es die erfindungsgemäße Anordnung der Dichtung an dem Laufrad in besonders günstiger Weise, die Dichtung nicht nur als eine Radialdichtung sondern besonders vorteilhaft als eine Axialdichtung auszubilden, was im weiteren Verlauf mit den damit verbundenen Vorteilen noch eingehend beschrieben wird.
An dem Laufrad ist die Dichtung bevorzugt in radialer Richtung relativ zu dem Laufrad verschiebbar angeordnet. Besonders vorteilhaft ist die Dichtung derart an dem Laufrad angebracht, dass sie sich im Wesentlichen in beliebiger Richtung quer zu einer Mittelachse des Laufrads ra- dial bewegen kann. Dies ermöglicht eine schmale Ausbildung des erforderlichen Spalts zwischen der sich mit dem Laufrad drehenden Dichtung und dem feststehenden Teil der Dichtungsanordnung, da die Dichtung z.B. dann, wenn ein Fremdkörper in den Spalt eingedrungen ist oder wenn die Dichtung den feststehenden Teil der Dichtungsanord- nung aufgrund einer Durchbiegung der Laufradwelle kontaktiert, eine den Spalt kurzzeitig vergrößernde Ausweichbewegung ausführen kann. D.h., durch ein radiales Verschieben der Dichtung relativ zu dem Laufrad kann der radiale Abstand der Dichtung von dem feststehenden Teil der Dichtungsanordnung an der Stelle, an der sie den feststehenden Teil kontaktiert oder an der sich ein Fremdkörper befindet, derart vergrößert werden, dass es günstigstenfalls zu keinem abrasiven Verschleiß an der Dichtung und/oder dem feststehenden Teil der Dichtungsanordnung kommt.
Mit dem Ziel, die Gefahr/eines abrasiven Verschleißes weiter zu verringern, sieht die Erfindung in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung darüber hinaus vor, die Dichtung zumindest abschnittsweise flexibel auszubilden. Dementsprechend weist die Dichtung vorzugsweise zumindest in einem Abschnitt, der an den Spalt mit dem feststehenden Teil der Dichtungsanordnung angrenzt, eine elastische Verformbarkeit und vorzugsweise eine elastische Biegsamkeit auf. Es handelt sich dabei bevorzugt um eine Verformbarkeit quer zu ihrer Dichtfläche mit dem feststehenden Teil der Dichtungsanordnung. Diese Elastizität ermöglicht ebenfalls eine Ausweichbewegung der Dichtung bei einer Durchbie- gung der Laufradwelle oder bei einem in die Dichtungsanordnung eingedrungenen Fremdkörper.
Wir bereits erwähnt, erweist es sich als besonders vorteilhaft, wenn die Dichtung als eine Axialdichtung ausgebildet ist, wobei im Sinne der Erfindung unter einer Axialdichtung eine solche Dichtung zu verstehen ist, bei der die Dichtung in axialer Richtung des Laufrads erfolgt, d.h., dass sich die Dichtflächen in axialer Richtung des Laufrads erstrecken. Es ist eine Ausgestaltung bevorzugt, bei der die Dichtung an einem Saugmund des Laufrads angeordnet ist, wobei sie einen hohlzylindrischen Abschnitt aufweist, der sich in axialer Richtung des Laufrads erstreckt. Der Saugmund des Laufrads ist typischerweise zentral an einer in Ein- Strömrichtung vorderen Deckscheibe des Laufrads ausgebildet. An dem den Saugmund begrenzenden Rand der Deckscheibe ist die Dichtung vorzugsweise derart angebracht, dass die Innenwandung des hohlzylindrischen Abschnitts, die bevorzugt eine Dichtfläche der Dichtungsanordnung bildet, im Wesentlichen bündig mit dem Rand des Saugmunds fluchtet.
Vorteilhaft kann hierbei ein hülsenförmig ausgebildeter feststehender Teil der Dichtungsanordnung, der zweckmäßigerweise an dem Gehäuse der Kreiselpumpe bzw. an dessen Gehäusewand angeordnet ist, in den hofilzylindrischen Abschnitt der Dichtung eingreifen.
Der Außenquerschnitt bzw. Außendurchmesser des hülsenförmigen Teils der Dichtungsanordnung, der in den hohlzylindrischen Abschnitt der laufradsseitig angeordneten Dichtung eingreift, korrespondiert zweck- mäßigerweise mit dem Innenquerschnitt bzw. Innendurchmesser des hohlzylindrischen Abschnitts der Dichtung, wobei ein zwischen dem hülsenförmigen Teil und dem hohlzylindrischen Abschnitt der Dichtung ausgebildeter Spalt vorteilhafterweise relativ schmal sein kann. Dementsprechend können an dem Spalt nur verhältnismäßig geringe Le- ckagen auftreten. Im Hinblick auf diese Leckagen erweist es sich zudem als vorteilhaft, dass sich der Spalt zumindest in einem Endabschnitt in Einströmrichtung der von der Pumpe angesaugten Flüssigkeit er-
streckt und zu dem Sαumund hin geöffnet ist, so dass die anfallende Leckageflüssigkeit auch direkt wieder über den Saugmund angesaugt werden kann.
Eine besonders geringe Spaltbreite kann dann erzielt werden, wenn die laufradseitige Dichtung, wie bereits beschrieben, zumindest abschnittsweise flexibel ausgebildet ist und/oder diese Dichtung in radialer Richtung relativ zu dem Laufrad verschiebbar ist. Diese Ausgestaltungen bewirken, dass die laufradseitige Dichtung im Falle einer Reibung mit dem gehäuseseitigen hülsenförmigen Teil der Dichtungsanordnung diesem hülsenförmigen Teil in radialer Richtung ausweichen kann, d.h. sich von diesem Teil radial entfernen kann. Der gehäuseseitige Teil der Dichtungsanordnung und die Dichtung können sich so selbstständig zueinander ausrichten.
Die Fähigkeit der laufradseitigen Dichtung, sich in radialer Richtung des Laufrads relativ zu dem Laufrad verschieben zu können erweist sich auch insofern als vorteilhaft, als sich durch ein solches Verschieben der laufradseitigen Dichtung, ähnlich einem hydrodynamischen Gleitlager, ein sich in radialer Richtung verengender Spalt zwischen der laufradseitigen und der gehäuseseitigen Dichtung ergibt. Dieser keilförmige Spalt führt zu einer hydrodynamischen Druckverteilung in dem Spalt, wodurch auf die radial bewegliche laufradseitige Dichtung eine Kraft ausgeübt wird, die das Bestreben hat, den hohlzylindrischen Abschnitt der Dichtung wieder in eine konzentrische Lage zu dem gehäuseseitigen hülsenförmigen Teil der Dichtungsanordnung zu bewegen. Dementsprechend ist die Dichtung selbstständig in der Lage, sich in ihre Normalposition zurückzubewegen.
Die Dichtung kann an dem Laufrad vorteilhaft mit einem vorzugsweise flexiblen Befestigungsring befestigt sein. Hierbei erweist es sich als besonders zweckmäßig, wenn ein Abschnitt des Laufrads, bevorzugt ein
den Sαugmund umgebendes axiales Ende des Laufrads, und ein diesen Abschnitt bzw. dieses Ende kontaktierender Abschnitt der Dichtung einen zumindest im Wesentlichen korrespondierenden Außenquerschnitt aufweisen. Die Flexibilität des Befestigungsrings ermöglicht es hierbei vorteilhaft, dass der Befestigungsring unter Dehnung in einfacher Weise um die einander kontaktierenden Abschnitte des Laufrads und der Dichtung gelegt werden kann und anschließend eine Spannkraft auf diese Abschnitte ausübt, wodurch die Dichtung form- und/oder kraftschlüssig an dem Laufrad festgelegt wird.
Zur Befestigung der Dichtung an dem Laufrad weist bevorzugt sowohl ein Ende der Dichtung als auch ein axiales Ende des Laufrads eine radial nach außen kragende flanschförmige Erweiterung auf, wobei die beiden Erweiterungen zur Befestigung gemeinsam in eine Innennut des um die Erweiterung gelegten Befestigungsrings eingreifen. Auf diese Weise wird die Dichtung nicht nur in radialer Richtung sondern auch in axialer Richtung von dem Befestigungsring formschlüssig festgelegt.
Der Befestigungsring hält die Dichtung bevorzugt mit radialem Spiel an dem Laufrad. So kann der Befestigungsring beispielsweise eine an dem Ende der Dichtung ausgebildete Erweiterung umfassen, wobei die Erweiterung in radialer Richtung zu dem Befestigungsring einen geringen Abstand aufweist, der vorteilhaft begrenzte Ausweichbewegungen des Dichtrings in radialer Richtung relativ zum dem Laufrad zulässt.
Vorteilhaft ist die Dichtung über einen Formschluss drehfest mit dem Laufrad verbunden. Dieser Formschluss kann entweder direkt zwischen der Dichtung und dem Laufrad oder über den Befestigungsring durch das Eingreifen zumindest eines Eingriffsmittels in zumindest eine korres- pondierende Aufnahme für dieses Eingriffsmittel erzeugt werden, wobei grundsätzlich beliebig ist, an welchem Bauteil bzw. an welchen Bautei-
len Eingriffsmittel und an welchem Bauteil bzw. welchen Bauteilen Aufnahmen für diese Eingriffsmittel vorgesehen sind.
In diesem Zusammenhang sieht eine bevorzugte Ausgestaltung vor, dass an einer dem Saugmund zugewandten Seite der Dichtung mindestens ein Eingriffsmittel ausgebildet ist, welches mit einem korrespondierenden Eingriffsmittel am Laufrad in Eingriff ist. D.h., der Formschluss wird hier direkt zwischen der Dichtung und dem Laufrad hergestellt. So können z.B. an einer das Laufrad kontaktierenden ringförmigen Stimflä- che der Dichtung über den Umfang verteilt Ausnehmungen ausgebildet sein, während an einer laufradseitigen Kontaktfläche korrespondierende Vorsprünge ausgebildet sind, die in die dichtungsseitigen Ausnehmungen eingreifen und die Dichtung relativ zu dem Laufrad drehfest festlegen, wobei vorzugsweise eine gewisse radiale Beweglichkeit erhalten bleibt. Natürlich ist es auch möglich, dass die Vorsprünge dich- tungsseitig und die Ausnehmungen laufradseitig vorgesehen sind.
Daneben kann es auch vorteilhaft sein, in der Innennut des Befestigungsrings mindestens einen radial ausgerichteten Vorsprung auszubil- den, welcher in eine korrespondierende radiale Ausnehmung von Saugmund und/oder Dichtung eingreift. Typischerweise ist es umgekehrt auch möglich, in der Innennut des Befestigungsrings zumindest eine radial ausgerichtete Ausnehmung vorzusehen, in die ein radial ausgerichteter Vorsprung von Saugmund und/oder Dichtung eingreift. In beiden Fällen wird eine Drehbewegung der Dichtung relativ zu dem Laufrad von dem Befestigungsring verhindert. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Befestigungsring aus einem elastischen Material, beispielsweise Gummi ausgebildet ist, da bei der Drehmomentübertragung von dem Laufrad auf die Dichtung eventuell Stöße von dem Laufrad auf die Dichtung auftreten können, wobei die hierdurch verursachten Geräusche von dem elastischen Material des Befestigungsrings gedämpft werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe ist vorgesehen, die Dichtung durch Kraftschluss drehfest mit dem Saugmund zu verbinden. So können die laufradseitige und die dichtungsseitige Kontaktfläche und ggf. darüber hinaus auch ein zur Befestigung der Dichtung an dem Laufrad dienender Befestigungsring jeweils zur Bildung eines Reibschluss ausgebildet sein.
Insbesondere dann, wenn die erfindungsgemäße Kreiselpumpe eine Niederdruckpumpe ist, können die Dichtung und der Befestigungsring vorteilhaft als ein integrales Bauteil ausgebildet sein. Dementsprechend ist an einem axialen Ende der Dichtung ein ringförmiger Abschnitt vorgesehen, der ein axiales Ende des Laufrads umfänglich umfasst. Bevorzugt sind der die Dichtung bildende Abschnitt und der den Befesti- gungsring bildende Abschnitt des Bauteils hierbei aus einem elastischen Material ausgebildet.
Nachfolgend ist die Erfindung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zei- gen:
Fig. 1 ein schematisch dargestelltes Ausführungsbeispiel eines Laufrads einer Kreiselpumpe mit einer daran angeordneten Dichtungsanordnung in einem Längsschnitt,
Fig. 2 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in einer perspektivischen Explosionsdarstellung,
Fig. 3 ein schematisch dargestelltes zweites Ausführungsbeispiel eines Laufrads einer Kreiselpumpe mit einer daran angeordneten Dichtungsanordnung in einem Längsschnitt,
Fig. 4 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 in einer perspektivischen Explosionsdarstellung,
Fig. 5 ein schematisch dargstelltes drittes Ausführungsbeispiel eines Laufrads mit einer daran angeordneten Dichtungsanordnung in einem Längsschnitt,
Fig. 6 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 in einer perspektivischen
Explosionsdarstellung,
Fig. 7 ein schematisch dargestelltes viertes Ausführungsbeispiel eines Laufrads mit einer daran angeordneten Dichtungsanordnung in einem Längsschnitt, und
Fig. 8 das Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 in einer perspektivischen Explosionsdarstellung.
In den Figuren ist jeweils ein über eine Laufradwelle 2 angetriebenes Laufrad 4 einer Kreiselpumpe dargestellt. An einer vorderen, d.h. an einer von der Laufradwelle 2 abgewandten Deckscheibe 6 des Laufrads 4 ist an einem axialen Ende 8 ein Saugmund 10 ausgebildet. An dem axialen Ende 8 des Laufrads 4 ist eine Dichtung 12 angeordnet. Die Dichtung 12 ist aus einem elastischen Material, vorzugsweise Gummi ausgebildet. Sie weist einen hohlzylindrischen Abschnitt 14 in Form eines Grundkörpers 14 auf, der axial und konzentrisch zu einer Mittelachse A des Laufrads 4 ausgerichtet ist. Der Grundkörper 14 bildet einen Einströmkanal zu dem Saugmund 10 des Laufrads 4.
An dem von dem Laufrad 4 abgewandten Ende des Grundkörpers 14 greift ein starrer, hülsenförmiger Abschnitt 16 eines Dichtungsteils 18 mit geringem Spiel, d.h. unter Bildung eines vergleichsweise schmalen
Spalts, in den Grundkörper 14 ein. Das Dichtungsteil 18 ist fest an einer in den Figuren nicht dargestellten Gehäusewand eines ebenfalls nicht dargestellten Pumpengehäuses angeordnet und bildet einen Einlauf zu dem Saugmund 10 des Laufrads 4. Zusammen bilden die laufradseitige Dichtung 12 und der hülsenförmiger Abschnitt 16 des gehäusewandsei- tigen Dichtungsteils 18 eine Dichtungsanordnung, die die Saugseite des Laufrads 4 gegen die Druckseite des Laufrads 4 abdichtet. Aufgrund der schmalen Ausbildung des Spalts zwischen dem Grundkörper 14 der Dichtung 12 und dem gehäusewandseitigen Dichtungsteil 18 kann hierbei nur eine geringe Menge an Flüssigkeit von der Druckseite des Laufrads 4 zu dessen Saugseite strömen, wobei es sich als besonders vorteilhaft erweist, dass sich der Spalt zwischen dem Grundkörper 14 und dem hülsenförmiger Abschnitt 16 des Dichtungsteils 18 konzentrisch zur Mittelachse A des Laufrads 4 direkt in Richtung des Saugmundes 10 des Laufrads 4 erstreckt, so dass die ausgetretene Flüssigkeit umgehend von dem Laufrad 4 wieder angesaugt werden kann.
Das axiale Ende 8 des Laufrads 4 um den Saugmund 10 ist flanschartig ausgebildet, wobei ein, eine Anlagefläche für die Dichtung 14 bilden- der Endbereich radial erweitert ist. Das Ende der Dichtung 8, das an dem Ende 8 des Laufrads 4 zur Anlage gebracht werden soll, ist ebenfalls in radialer Richtung erweitert, wobei der Innen- und Außendurchmesser dieser Erweiterung 21 den entsprechenden Durchmessern der an dem Ende 8 ausgebildeten Erweiterung 19 entsprechen.
Die Befestigung der Dichtung 12 an dem Ende 8 des Laufrads 4 erfolgt mittels eines Befestigungsrings 20. Der Befestigungsring 20 ist aus elastischem Material, vorzugsweise Gummi ausgebildet. An seiner Innenseite ist eine umfängliche Nut 22 ausgebildet. Zur Befestigung der Dichtung 12 an dem Ende 8 des Laufrads 4 wird der Befestigungsring 20 unter Dehnung umfänglich so um das Ende 8 des Laufrads 4 und die Dichtung 12 gelegt, dass die an dem Ende 8 ausgebildete Erweiterung 19
und die an der Dichtung 12 ausgebildete Erweiterung 21 gemeinsam in die Nut 22 des Befestigungsrings 20 eingreifen, so dass der Befestigungsring 20 diese Erweiterungen 19 und 21 sowohl axial als auch radial um- fasst, wobei in radialer Richtung zwischen der dichtungsseitigen Erweite- rung 21 und der umfänglichen Innenwandung der Nut 22 ein geringes Spiel besteht. Dieses Spiel ermöglicht ggf. eine Ausweichbewegung der Dichtung 12 relativ zu dem hülsenförmigen Abschnitt 16 des Dichtungsteils 18 quer zur Mittelachse A des Laufrads 4.
Die Dichtung 12 wird von dem Befestigungsring 22 sowohl in radialer als auch in axialer Richtung an dem Ende 8 des Laufrads 4 festgelegt. Um eine Drehbewegung der Dichtung 12 relativ zu dem Laufrad 4 um dessen Mittelachse A zu verhindern, sind an der äußeren Stirnseite des Endes 8 des Laufrads 4 über den Umfang dieser Stirnseite gleichmäßig verteilt sechs Vorsprünge 24 ausgebildet, die sich in axialer Richtung erstrecken. Korrespondierend zu diesen Vorsprüngen 24 sind an dem stirnseitigen Ende der an der Dichtung 12 ausgebildeten Erweiterung 21 sechs Ausnehmungen 26 ausgebildet, in die die Vorsprünge 24 formschlüssig eingreifen. /
Das in den Fig. 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel, wobei allerdings an den Stirnseiten der an dem Ende 8 ausgebildeten Erweiterung 19 und an der dichtungsseitigen Erweiterung 21 kei- ne axial ausgerichteten Vorsprünge 24 bzw. Ausnehmungen 26 ausgebildet sind. Stattdessen sind an der an dem Ende 8 ausgebildeten Erweiterung 19 umfangsseitig sechs gleichmäßig über den Umfang verteilte radial ausgerichtete Ausnehmungen 28 ausgebildet und an der an der Dichtung 12 ausgebildeten Erweiterung 21 ebenfalls sechs gleichmäßig über den Umfang verteilte radial ausgerichtete Ausnehmungen 30 angeordnet, wobei die Lage und Größe der Ausnehmungen 28 und 30 gleich sind. Korrespondierend zu den an den Erweiterun-
gen 19 und 21 ausgebildeten Ausnehmungen 28 und 30 sind an dem Innenumfang der Nut 22 des Befestigungsrings 20 gleichmäßig über den Innenumfang verteilt sechs Vorsprünge 32 ausgebildet. Die Vorsprünge 32 erstrecken sich radial nach innen. Im zusammengebauten Zustand greifen die Vorsprünge 32 des Befestigungsrings 20 formschlüssig sowohl in die Ausnehmungen 28 der Erweiterung 19 als in die Ausnehmungen 30 der Erweiterung 21 ein und verhindern so eine Drehbewegung der Dichtung 12 relativ zu dem Laufrad 4.
Bei dem in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel sind weder an der Stirnseite noch an der Umfangsseite der Erweiterungen 19 und 21 Vorsprünge oder Ausnehmungen ausgebildet. Hier erfolgt die drehfeste Anordnung der Dichtung 12 an dem Ende 8 des Laufrads 4 mittels Kraftschluss. Zu diesem Zweck bilden die Stirn- und Umfangsflä- chen der Erweiterungen 19 und 21 sowie die diese Seiten kontaktierenden Bereich der Nut 22 des Befestigungsrings 20 eine Reibpaarung, die eine Drehung der Dichtung 12 relativ zu dem Laufrad 4 verhindert.
In ähnlicher Weise ist auch in dem in den Fig. 7 und 8 dargestellten Aus- führungsbeispiel die Dichtung 12 an dem Ende 8 des Laufrads 4 durch Reibschluss drehfest festgelegt. Allerdings ist hier eine Dichtung 12' vorgesehen, bei der ein hohlzylindrischer Grundkörper 14' und ein Befestigungsring 20' ein integrales Bauteil bilden, also fest miteinander verbunden sind.
Bezυgszeichenliste
2 _ Lαufrαdwelle
4 - Laufrad
6 - Deckscheibe
8 - Ende
10 - Saugmund
12, 12' - Dichtung
14, 14' - Abschnitt, Grundkörper
16 - Abschnitt
18 - Dichtungsteil
19 - Erweiterung
20, 20' - Befestigungsring
21 - Erweiterung
22 - Nut
24 - Vorsprung
26 - Ausnehmung
28 - Ausnehmung
30 - Ausnehmung
32 - Vorsprung
A Mittelachse