LU505169B1 - Baumaschine und Verfahren zur Herstellung eines Planums - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Baumaschine (1) mit einem schwenkbar an einem Baggerarm (2) der Baumaschine (1) angelenkten Tieflöffel (3) und/oder einem schwenkbar an der Baumaschine (1) gelagerten Planierschild. In einem einem Führerhaus (4) der Baumaschine (1) zugewandten Anordnungsabschnitt (5) einer Oberseite (6) des Tieflöffels (3) und/oder des Planierschilds und/oder in einem dem Führerhaus (4) der Baumaschine (1) zugewandten Tiltanordnungsabschnitt eines an einem an dem Baggerarm (2) angeordneten Tilter oder Tilt-Rotator der Baumaschine (1) ist ein Inklinometer (7) mit einer analogen Skala angeordnet. Die Skala ist so ausgestaltet und ausgerichtet, dass sie von einem Maschinenführer aus dem Führerhaus (4) aus ablesbar ist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines Planums mit einer Baumaschine (1) mit einem Tieflöffel (3) und mit einem an dem Tieflöffel (3) angeordnetem Inklinometer (7). Die Baumaschine (1) wird an einem Startpunkt positioniert und der Tieflöffel (3) wird bei ausgestrecktem Baggerarm (2) so auf dem Untergrund aufgesetzt, dass eine dem Führerhaus (4) zugewandte Unterkante des Tieflöffels (3) in Richtung eines Planumgefälles ausgerichtet ist. Der Tieflöffel (3) wird so verschwenkt, dass das Inklinometer (7) das Planumsgefälle anzeigt. Der Tieflöffel (3) wird anschließend zu dem Führerhaus (4) hin über den Untergrund bei unveränderter Höhe und unverändertem Schwenkwinkel des Tieflöffels (3) quer zur Richtung des Planumgefälles gezogen wird, wobei die so bearbeitete Fläche das Planum bildet. (Figur 1a)

Description

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Baumaschine und Verfahren zur Herstellung eines Planums
Die Erfindung betrifft eine Baumaschine mit einem schwenkbar an einem Baggerarm der Baumaschine angelenkten Tiefloffel und/oder einem schwenkbar an der Baumaschine gelagerten
Planierschild. Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung eines Planums.
Aus dem Stand der Technik sind Bagger und Lader bekannt, die zur Herstellung eines Planums verwendet werden. Eine der technischen Eigenschaften eines Planums ist dessen Gefälle.
Zur Herstellung eines Planums mit einem vorgegebenen Gefälle kommen im Wesentlichen zwei Verfahren zum Einsatz, die sich durch den Grad der Automatisierung unterscheiden.
Üblicherweise werden zur Herstellung des Planums zunächst
Höhenmarkierungen beispielsweise durch einen
Vermessungsingenieur in dem Geländer eingemessen. Bei den
Höhenmarkierungen kann es sich beispielsweise um in bestimmten Abständen im Untergrund eingebrachte Pfähle handeln, die in einer vorgegebenen Höhe mit der
Höhenmarkierung versehen sind. Von diesen Höhenmarkierungen aus können die Planhöhen hergestellt werden, wobei ein
Baggerführen beispielsweise mit einem schwenkbaren und gegebenenfalls auch rotierbaren Grabenräumlöffel den
Untergrund bearbeitet und ein Arbeiter ständig die Planhöhen ausgehend von den Höhenmarkierungen beispielsweise mit einem
Zollstock überprüft und den Baggerführer auf diese Weise anleitet.
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Mit modernen Baggern, die mit verschiedenen Sensoren wie beispielsweise Neigungssensoren sowie satellitengestützten
Positionierungssystemen ausgestattet sind, kann das Planum auch vollautomatisiert ausgehend von den Planhôhen erstellt werden. Hierdurch wird die Arbeit erheblich erleichtert, da beispielsweise die Erstellung von Hôhenmarkierungen nicht mehr erforderlich sind.
Die vollautomatisierten Verfahren eignen sich allerdings nur zur Herstellung eines Planums, fiir das entsprechende digitale
Planungsunterlagen vorliegen und bei dem entsprechend ausgestattete Bagger zum Einsatz kommen können. Bei kleineren
Flächen und beispielsweise auch bei Privathäusern ware die
Erstellung derartiger Pläne und der Einsatz hochmoderner
Bagger oder anderer geeigneter Baumaschinen wie beispielsweise Ladern zur automatisierten Herstellung des
Planums unverhältnismäßig aufwendig. Hier wird das Planum unverändert dadurch hergestellt, dass die Höhen manuell kontrolliert werden.
Als Aufgabe der Erfindung wird es angesehen, die manuelle
Herstellung eines Planums mit einem vorgegebenen Gefälle zu vereinfachen.
Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass in einem einem Führerhaus der Baumaschine zugewandten
Anordnungsabschnitt einer Oberseite des Tieflöffels und/oder des Planierschilds und/oder in einem dem Führerhaus der
Baumaschine zugewandten Tiltanordnungsabschnitt eines an einem an dem Baggerarm angeordneten Tilter oder Tilt-Rotator der Baumaschine ein Inklinometer mit einer analogen Skala angeordnet ist, wobei die Skala so ausgestaltet und
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Führerhaus aus ablesbar ist. Mit Hilfe des auf dem Tieflôffel oder dem Planierschild angeordneten Inklinometer kann der
Maschinenführer den Tieflôffel bzw. das Planierschild so verschwenken und ausrichten, dass eine Unterkante bzw.
Unterseite des Tieflôffels bzw. Planierschilds eine vorgegebene Neigung aufweist. Wird der Tieflôffel oder das
Planierschild nun senkrecht zur beabsichtigen Richtung des
Gefälles des herzustellenden Planums über den Untergrund bewegt, so wird ein Planumsabschnitt mit dem vorgegebenen
Gefälle erstellt. Insbesondere bei Verwendung eines
Planierschilds muss darauf geachtet werden, dass sich durch eine Bewegung der Baumaschine die Neigung des Planierschilds ändern kann und gegebenenfalls nachjustiert werden muss.
Grundsätzlich ist dies auch bei der Bewegung der Baumaschine bei Verwendung mit einem Tieflôffel erforderlich. Da aber durch eine Verlagerung ausschließlich des Baggerarms hin zu der Baumaschine eine Neigungsänderung vermieden werden kann, können bei Verwendung des Tieflôffels zumindest
Planumsabschnitte ohne Nachjustage erstellt werden.
Vorteilhafterweise wird als Tieflôffel ein Grabenraumlôffel verwendet. Der Tieflôffel kann erfindungsgemäß über einen handelsüblichen Tilter oder Tilt-Rotator mit dem Baggerarm verbunden sein. Die Schwenkbewegung zur Vorgabe der Neigung des Tieflôffels erfolgt dabei mit Hilfe des Tilters. Wird das
Inklinometer an dem Tilter oder Tilt-Rotator angeordnet, so ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der
Tiltanordnungsabschnitt in einem Bereich des Tilters bzw.
Tilt-Rotators angeordnet ist, der starr mit einem an dem
Tilter anordnenbaren Anbaugerät wie beispielsweise dem
Tieflôffe!l verbindbar ist. Vorteilhafterweise ist der
Tiltanordnungsabschnitt in dem Bereich des Tilters bzw. Tilt-
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Rotators, der die gleiche Schwenkbewegung durchführt, wie das an dem Tilter bzw. Tilt-Rotator angeordnete Anbaugerät.
Um das analoge Inklinometer aus dem Führerhaus ablesen zu können, muss eine Abmessung der Skala an die Baumaschine angepasst sein. Je größer der verwendete Bagger ist und je länger der Baggerarm ausgestaltet ist, umso größer muss die
Skala ausgestaltet sein, um aus dem Führerhaus ablesbar zu sein. Die Verwendung eines Inklinometers mit einer einheitlichen und besonders großen Skala kann wiederum bei jeder BaumaschinengrôBe eingesetzt werden.
Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die
Skala so ausgestaltet und ausgerichtet ist, dass sie in jeder
Position des Baggerarms aus dem Führerhaus aus ablesbar ist.
Erfindungsgemäß ist das Inklinometer an einer vorderen, oberen und dem Führerhaus zugewandten Oberkante des
Tieflôffels bzw. Planierschilds oder dem Tilter bzw. Tilt-
Rotator angeordnet.
Um das Inklinometer einfach mit verschiedenen Baumaschinen oder abwechselnd mit einem Tieflôffel und einem Planierschild verwenden zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das
Inklinometer lösbar an dem Tieflôffel bzw. dem Planierschild oder dem Tilter bzw. Tilt-Rotator angeordnet ist.
Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das
Inklinometer eine magnetische Halterung aufweist, mit der das
Inklinometer magnetisch an dem Tieflôffel bzw. dem
Planierschild oder dem Tilter bzw. Tilt-Rotator gehalten ist.
Da die handelsüblichen Tieflôffel und Planierschilde aus
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Es ist aber auch möglich und erfindungsgemäß vorgesehen, dass in dem Anordnungsabschnitt eine Haltevorrichtung fest mit dem
Tieflôffel bzw. dem Planierschild oder dem Tilter bzw. Tilt-
Rotator verbunden angeordnet ist, wobei das Inklinometer kraft- und/oder formschlüssig an der Haltevorrichtung lösbar anordnenbar ist.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemalen Baumaschine ist vorgesehen, dass das
Inklinometer eine gleichmäBig gebogene Kugelbahn aufweist, wobei in der Kugelbahn eine Kugel rollend verlagerbar angeordnet ist, wobei das Inklinometer so an dem Tiefloffel bzw. dem Planierschild oder dem Tilter bzw. Tilt-Rotator angeordnet ist, dass sich die Kugelbahn von einem Tiefpunkt der Kugelbahn beidseitig von dem Tieflôffel bzw. dem
Planierschild oder dem Tilter bzw. Tilt-Rotator nach oben weg erstreckt, wobei die Skala des Inklinometers unmittelbar unterhalb und/oder oberhalb und/oder hinter der Kugelbahn angeordnet ist. Bei der Kugelbahn kann es sich erfindungsgemäß auch um eine zumindest teilweise durchsichtige Rôhre beispielsweise aus einem Acrylglas handeln. Um die Bewegung der Kugel innerhalb der Kugelbahn und insbesondere bei Verwendung einer Rôhre zu dämpfen, sodass die Auswirkungen von Erschütterungen des Tieflôffels oder des Planierschilds oder dem Tilter bzw. Tilt-Rotator auf das Inklinometer bei der Messung gefiltert sind, kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass innerhalb der Röhre eine Flüssigkeit angeordnet ist.
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Vorteilhafterweise weist die Kugelbahn eine Länge von mindestens 20cm, vorteilhafterweise 30cm und besonders vorteilhafterweise 50cm auf, um jederzeit gut aus dem
Führerhaus erkannt werden zu können. Der Messbereich des
Inklinometers erstreckt sich dabei vorteilhafterweise über 5° bis 5.
Es ist aber auch möglich und erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Inklinometer eine Anzeigescheibe oder einen Anzeigering aufweist, wobei die Anzeigescheibe bzw. der Anzeigering schwenkbar um eine durch einen Mittelpunkt der Anzeigescheibe bzw. des Anzeigerings verlaufenden Mittelachse gelagert ist und auf einer Oberfläche der Anzeigescheibe bzw. des
Anzeigering die Skala angeordnet ist. Derartige Inklinometer sind aus dem Stand der Technik wohl bekannt.
Um die Neigung einfach auch aus größerer Entfernung ablesen zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass unterschiedliche Winkelpositionen unterschiedlich eingefärbt sind.
Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein
Messbereich des Inklinometers von „5° bis 5° beträgt. Dieser
Messbereich stellt einen üblichen Bereich von Gefällen dar, die bei einem Planum häufig vorgesehen sind.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines Planums mit einer wie voranstehend beschriebenen
Baumaschine mit einem Tieflöffel und mit einem an dem
Tieflöffel angeordneten Inklinometer. Erfindungsgemäß wird die Baumaschine an einem Startpunkt positioniert und der
Tieflöffel wird bei ausgestrecktem Baggerarm so auf dem
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Untergrund aufgesetzt, dass eine dem Führerhaus zugewandte
Unterkante des Tieflôffels in Richtung eines Planumgefälles ausgerichtet ist und wobei der Tiefläôffel so verschwenkt wird, dass das Inklinometer das Planumsgefälle anzeigt, und wobei der Tieflôffel anschließend zu dem Führerhaus hin über den Untergrund bei unveränderter Höhe und unverändertem
Schwenkwinkel des Tieflôffels quer zur Richtung des
Planumgefälles gezogen wird, wobei die so bearbeitete Fläche das Planum bildet. Auf diese Weise kann einfach mit einem herkömmlichen und Bagger und ohne entsprechende
Planungsunterlagen von dem Baggerfihrer alleine das Planum mit dem vorgegebenen Gefälle hergestellt werden. Dabei ist neben der korrekten Neigung des Tieflôffels lediglich zu beachten, dass der Tieflôffel quer zu gewünschten Richtung des Gefälles über den Untergrund geführt wird, also dass die dem Führerhaus zugewandte Unterkante des Tieflôffels in
Richtung des Planumgefälles ausgerichtet ist.
Zur Herstellung eines größeren Planums ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Baumaschine anschließend so verlagert wird, dass die voranstehend beschriebenen Verfahrensschritte ausgehend von einem Randbereich des Planums erneut durchgeführt werden können, wobei die vorangehend beschriebenen Verfahrensschritte anschließend erneut durchgeführt werden und das Planum so vergrößert wird. Nach einer Verlagerung des Baumaschine muss die korrekte Neigung des Tieflöffels erneut überprüft werden, da diese von der positionsabhängigen Neigung des Baggers abhängt.
Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass anschließend das Führerhaus verdreht wird, sodass ein
Anschlagspunkt des Baggerarms verlagert ist, wobei
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LU505169 anschließend der Baggerarm mit einem Knickgelenk des
Baggerarms so ausgerichtet wird, dass die eingangs beschriebenen Verfahrensschritte ausgehend von einem
Randbereich des Planums erneut durchgeführt werden können, wobei die Verfahrensschritte anschließend erneut durchgeführt werden und das Planum so vergrößert wird. Zu Durchführung dieses Verfahrens ist es erforderlich, dass der Baggerarm bzw. der Baggerarm über ein Knickgelenk verfügt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Baumaschine und des erfindungsgemäßen Verfahrens werden anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Es zeigt:
Figur la eine schematische dargestellte Seitenansicht auf eine Baumaschine mit einem auf einem Tieflôffel angeordneten
Inklinometer,
Figur 1b eine schematische dargestellte Ansicht auf den in
Figur la dargestellten Tieflöffel aus dem Führerhaus aus,
Figur 2a eine schematisch dargestellte Ansicht einer
Baumaschine bei der Herstellung eines Planums,
Figur 2b eine schematisch dargestellte Ansicht auf den in
Figur 2a dargestellten Tieflöffel aus dem Führerhaus aus,
Figur 2c eine schematisch dargestellte Ansicht auf das hergestellte Planum mit vorgegebenen Gefälle,
Figur 3a eine schematisch dargestellte Ansicht einer
Baumaschine bei der Herstellung eines Planums nachdem die
Baumaschine von der in Figur 2a dargestellten Position verlagert wurde,
Figur 3b eine schematisch dargestellte Ansicht auf den in
Figur 2a dargestellten Tieflöffel aus dem Führerhaus aus und
Figur 3c eine schematisch dargestellte Ansicht auf das hergestellte Planum mit vorgegebenen Gefälle.
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In Figur la ist schematisch eine Baumaschine 1 mit einem schwenkbar an einem Baggerarm 2 der Baumaschine 1 angelenkten
Tieflôffel 3 dargestellt. In einem einem Führerhaus 4 der
Baumaschine 1 zugewandten Anordnungsabschnitt 5 einer
Oberseite 6 des Tieflôffels 3 ist ein Inklinometer 7 mit einer analogen Skala 8 angeordnet, wie in der in Figur 1b schematisch dargestellten Ansicht auf den in Figur la dargestellten Tieflôffel 3 aus dem Führerhaus 4 aus erkennbar ist. Die Skala 8 ist so ausgestaltet und ausgerichtet, dass sie von einem Maschinenführer aus dem Führerhaus 4 aus ablesbar ist.
Das Inklinometer 7 weist eine gleichmäßig gebogene Kugelbahn 9 auf, wobei in der Kugelbahn 9 eine Kugel 10 rollend verlagerbar angeordnet ist. Das Inklinometer 7 ist so an dem
Tieflöffel 3 angeordnet, dass sich die Kugelbahn 9 von einem
Tiefpunkt 11 der Kugelbahn 9 beidseitig von dem Tieflöffel 3 nach oben weg erstreckt. Die Skala 8 des Inklinometers 7 ist unmittelbar hinter der Kugelbahn 9 angeordnet. In der
Darstellung der Figuren la und 1b sind der Tieflöffel 3 und auch die Baumaschine 1 waagerecht ausgerichtet, sodass sich die Kugel 10 im Bereich des Tiefpunkts 11 befindet, was einer
Neigung von 0° entspricht.
In den Figuren 2a bis 3c ist schematisch die Herstellung eines Planums 12 mit einem vorgegebenen Gefälle mit der in den Figuren la und 1b gezeigten Baumaschine 1 dargestellt.
Die Baumaschine 1 wird an einem Startpunkt positioniert.
Dieser ist durch die Position in Figur 2a bestimmt. Der
Tieflöffel 3 wird bei ausgestrecktem Baggerarm 2 so auf dem
Untergrund 13 aufgesetzt, dass die dem Führerhaus zugewandte
Unterkante 14 des Tieflöffels 3 in Richtung 15 eines
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Planumgefälles ausgerichtet ist. Der Tieflôffel 3 wird zudem so verschwenkt, dass das Inklinometer 7 das Planumsgefälle anzeigt. Anschließend wird der Tieflôffel 3 zu dem Führerhaus 4 hin über den Untergrund 13 bei unveränderter Hohe und unverändertem Schwenkwinkel des Tieflôffels 3 quer zur
Richtung 15 des Planumgefälles gezogen, wobei die so bearbeitete Fläche das Planum 12 bildet. Die Baumaschine 1 steht bei der in Figur 2a dargestellten Herstellung des
Planums 12 vergleichsweise schräg, sodass der Tieflôffel 3 relativ zu dem Baggerarm 2 vom Führerhaus 4 aus gesehen nach rechts unten verschwenkt werden muss, um den vorgegebenen
Neigungswinkel des Tieflôffels 3 zu erreichen.
Nach der Herstellung des Planums 12 wird die Baumaschine 1 wie in den Figuren 3a bis 3c dargestellt so verlagert, dass die voranstehend beschriebenen Verfahrensschritte ausgehend von einem Randbereich 16 des Planums 12 erneut durchgeführt werden können und das Planum 12 so vergrößert wird. Die
Baumaschine 1 steht bei der in Figur 3a dargestellten
Herstellung des Planums 12 nahezu waagerecht, sodass der
Tieflôffel 3 relativ zu dem Baggerarm 2 vom Führerhaus 4 aus gesehen nach links unten verschwenkt werden muss, um den vorgegebenen Neigungswinkel des Tieflôffels 3 zu erreichen.

Claims (12)

- 12 = JAN 3527 P LU LU505169 PATENTANSPRÜCHE
1. Baumaschine (1) mit einem schwenkbar an einem Baggerarm (2) der Baumaschine (1) angelenkten Tieflöffel (3) und/oder einem schwenkbar an der Baumaschine (1) gelagerten Planierschild, dadurch gekennzeichnet, dass in einem einem Führerhaus (4) der Baumaschine (1) zugewandten Anordnungsabschnitt (5) einer Oberseite (6) des Tieflöffels (3) und/oder des Planierschilds und/oder in einem dem Führerhaus (4) der Baumaschine (1) zugewandten Tiltanordnungsabschnitt eines an einem an dem Baggerarm (2) angeordneten Tilter oder Tilt-Rotator der Baumaschine (1) ein Inklinometer (7) mit einer analogen Skala (8) angeordnet ist, wobei die Skala (8) so ausgestaltet und ausgerichtet ist, dass sie von einem Maschinenführer aus dem Führerhaus (4) aus ablesbar ist.
2. Baumaschine (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Skala (8) so ausgestaltet und ausgerichtet ist, dass sie in jeder Position des Baggerarms (2) aus dem Führerhaus (4) aus ablesbar ist.
3. Baumaschine (1) gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Inklinometer (7) 16sbar an dem Tieflöffel (3) bzw. dem Planierschild oder dem Tilter bzw. Tilt-Rotator angeordnet ist.
4. Baumaschine (1) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Inklinometer (7) eine magnetische Halterung aufweist, mit der das Inklinometer (7) magnetisch an dem Tieflöffel (3) bzw. dem Planierschild gehalten ist.
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5. Baumaschine (1) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Anordnungsabschnitt (5) eine Haltevorrichtung fest mit dem Tieflôffel (3) bzw. dem Planierschild oder dem Tilter bzw. Tilt-Rotator verbunden angeordnet ist, wobei das Inklinometer (7) kraft- und/oder formschlüssig an der Haltevorrichtung lösbar anordnenbar ist.
6. Baumaschine (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Inklinometer (7) eine gleichmäßig gebogene Kugelbahn (9) aufweist, wobei in der Kugelbahn (9) eine Kugel (10) rollend verlagerbar angeordnet ist, wobei das Inklinometer (7) so an dem Tieflôffel (3) bzw. dem Planierschild oder dem Tilter bzw. Tilt-Rotator angeordnet ist, dass sich die Kugelbahn (9) von einem Tiefpunkt (11) der Kugelbahn (9) beidseitig von dem Tieflöffel (3) bzw. dem Planierschild nach oben weg erstreckt, wobei die Skala (8) des Inklinometers (7) unmittelbar unterhalb und/oder oberhalb und/oder hinter der Kugelbahn (9) angeordnet ist.
7. Baumaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Inklinometer (7) eine Anzeigescheibe oder einen Anzeigering aufweist, wobei die Anzeigescheibe bzw. der Anzeigering schwenkbar um eine durch einen Mittelpunkt der Anzeigescheibe bzw. des Anzeigerings verlaufenden Mittelachse gelagert ist und auf einer Oberfläche der Anzeigescheibe bzw. des Anzeigering die Skala (8) angeordnet ist.
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8. Baumaschine (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Winkelpositionen unterschiedlich eingefarbt sind.
9. Baumaschine (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Messbereich des Inklinometers (7) von 5° bis 5° beträgt.
10. Verfahren zur Herstellung eines Planums (12) mit einer Baumaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 und einem Tieflôffel (3) mit einem an dem Tieflôffel (3) angeordnetem Inklinometer (7), wobei die Baumaschine (1) an einem Startpunkt positioniert wird und der Tieflôffel (3) bei ausgestrecktem Baggerarm (2) so auf dem Untergrund (13) aufgesetzt wird, dass eine dem Führerhaus (4) zugewandte Unterkante (14) des Tieflôffels (3) in Richtung (15) eines Planumgefälles ausgerichtet ist und wobei der Tieflôffel (3) so verschwenkt wird, dass das Inklinometer (7) das Planumsgefälle anzeigt, und wobei der Tieflôffel (3) anschließend zu den Führerhaus (4) hin über den Untergrund (13) bei unveränderter Hôhe und unverändertem Schwenkwinkel des Tieflôffels (3) quer zur Richtung (15) des Planumgefälles gezogen wird, wobei die so bearbeitete Fläche das Planum (12) bildet.
11. Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Baumaschine (1) anschließend so verlagert wird, dass die Verfahrensschritte gemäß Anspruch 11 ausgehend von einem Randbereich (16) des Planums (12) erneut durchgeführt werden können, wobei die Verfahrensschritte des Anspruchs 11 anschließend erneut durchgeführt werden und das Planum (12) so vergrößert wird.
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12. Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass anschließend das Führerhaus (4) verdreht wird, sodass ein Anschlagspunkt des Baggerarms (2) verlagert ist, wobei anschließend der Baggerarm (2) mit einem Knickgelenk des Baggerarms (2) so ausgerichtet wird, dass die Verfahrensschritte gemäß Anspruch 11 ausgehend von einem Randbereich (16) des Planums (12) erneut durchgeführt werden können, wobei die Verfahrensschritte des Anspruchs 11 anschließend erneut durchgeführt werden und das Planum (12) so vergrößert wird.
LU505169A 2023-09-26 2023-09-26 Baumaschine und Verfahren zur Herstellung eines Planums LU505169B1 (de)

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