LU503370B1 - Verfahren zur Ausführung bei der Herstellung von Endprodukten - Google Patents

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LU503370B1
LU503370B1 LU503370A LU503370A LU503370B1 LU 503370 B1 LU503370 B1 LU 503370B1 LU 503370 A LU503370 A LU 503370A LU 503370 A LU503370 A LU 503370A LU 503370 B1 LU503370 B1 LU 503370B1
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Frank Schmitt
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Tomeisei Projektgesellschaft mbH
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12GWINE; PREPARATION THEREOF; ALCOHOLIC BEVERAGES; PREPARATION OF ALCOHOLIC BEVERAGES NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES C12C OR C12H
    • C12G1/00Preparation of wine or sparkling wine
    • C12G1/02Preparation of must from grapes; Must treatment and fermentation
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Program-control systems
    • G05B19/02Program-control systems electric
    • G05B19/418Total factory control, i.e. centrally controlling a plurality of machines, e.g. direct or distributed numerical control [DNC], flexible manufacturing systems [FMS], integrated manufacturing systems [IMS] or computer integrated manufacturing [CIM]
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausführung bei der Herstellung von Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff einer Rohstoffart. Die Erfindung betrifft außerdem ein System zum Herstellen von Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff einer Rohstoffart. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass in einem ersten Produktionszyklus a. der Rohstoff untersucht und dabei eine Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte ermittelt wird, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Rohstoffs charakterisiert und die geeignet ist, den Rohstoff eindeutig zu identifizieren, und dass b. aus dem Rohstoff in einem Herstellschritt unter Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten Herstellparametern ein Folge-Rohstoff hergestellt wird und der Rohstoff dabei verändert wird und dass c. der Folge-Rohstoff untersucht und eine Folge-Rohstoff-Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte ermittelt wird, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Folge-Rohstoffs charakterisieren und die mit den Rohstoff-Messwerten korreliert sind, und dass d. eine dem Herstellschritt zugeordnete Zuordnungsvorschrift ermittelt wird, die eine Umrechnung der Kombination von Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Rohprodukt-Messwerten ermöglicht, und dass e. die Schritte a bis d jeweils zum Herstellen nachfolgender Folge-Rohstoffe unter Anwendung anderer Herstellschritte wiederholt werden, wobei jeweils der vorherige Folge-Rohstoff den Rohstoff zum Herstellen des nachfolgenden Folge-Rohstoffs bildet bis ein letzter Folge-Rohstoff hergestellt ist, der ein Endprodukt ist.

Description

106A0001LU 1
LU503370
Beschreibung
Titel: Verfahren zur Ausführung bei der Herstellung von Endprodukten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausführung bei der Herstellung von
Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff einer
Rohstoffart.
Die Erfindung betrifft außerdem ein System zum Herstellen von
Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff einer
Rohstoffart.
Bei der Herstellung von Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen
Rohstoff besteht das Problem, dass während des Herstellprozesses zumeist eine Vielzahl von Herstelloarametern eingehalten werden müssen und es in der Praxis oftmals sehr schwierig ist zu Überprüfen, ob die
Herstelloarameter eingehalten wurden, und es in der Praxis zumeist sehr schwierig ist im Falle einer Nichteinhaltung festzustellen, bei welchem
Herstellschritt ein Fehler aufgetreten ist. Beispielsweise bei sensiblen
Lebensmitteln, wie Wein oder Käse, die komplizierte Herstellschritte über oftmals lange Zeiträume durchlaufen, ist es oftmals im Nachhinein schwierig und sehr aufwendig, an einem Endprodukt oder während des
Herstellprozesses an einem Zwischenprodukt, festzustellen, an welcher
Stelle des Herstellungsprozesses ein Fehler oder mehrere Fehler aufgetreten sind. Hierbei ist kommt beispielsweise bei Wein, teurem Käse oder speziellen teuren Metalliclacken, die spezielle Glimmersteine beinhalten, das zusätzliche Problem hinzu, dass auch damit gerechnet werden muss, dass der Nichteinhaltung von Herstellbarametern in einem oder mehreren Herstellschritten eine kriminelle Energie zugrunde liegt, was insbesondere auch beinhalten kann, die Nichteinhaltung von
Herstellparametern aktiv zu verschleiern, um eine Überprüfung zu verhindern und/oder zu erschweren. Dies ist darauf zurückzuführen, dass
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LU503370 beispielsweise durch die Verwendung anderer Rohstoffe derselben
Rohstoffart, wie beispielsweise durch die Verwendung billigerer
Weintrauben oder billigerer Milch oder billigerer Glimmersteine, und/oder durch veränderte Herstellschritte, wie beispielsweise das Zusetzen von eigentlich nicht vorgesehen Zusatzstoffen oder das Verwenden von eigentlich nicht vorgesehenen Maschinen oder das Nichteinhalten von
Reifezeiten usw., in großem Umfang betrogen und von den Betrügern große wirtschaftliche Vorteile erzielt werden können.
Die bisherigen Ansätze zur Vermeidung der Nichteinhaltung von
Herstellparametern beruhen stets auf der Überlegung, den Herstellprozess besonders gut zu überwachen und zu dokumentieren. Insbesondere wird oftmals auch darauf vertraut, dass Zwischenprodukte vermeintlich fälschungssicher gekennzeichnet werden können. Diese Maßnahmen sind sicherlich sinnvoll und hilfreich; allerdings bieten diese Maßnahmen zumeist keinen ausreichenden Schutz und keine ausreichenden
Aufklärungsmöglichkeiten in Fällen, in denen der Nichteinhaltung von
Herstellbarametern in einem oder mehreren Herstellschritten eine kriminelle Energie und das Bestreben zugrunde liegen, die Nichteinhaltung von Herstellparametern zu verschleiern.
Aus der deutschen Patentanmeldung DE 199 55 120 AT ist beispielsweise ein Verfahren zur produkibegleitenden Dokumentation und/oder
Kennzeichnung sowie zur späteren Identifikation von transportablen
Gegenständen oder Sachen bekannt. Das Verfahren basiert auf der
Verwendung eines kontakilos beschreibbaren und auslesbaren
Datenträgers, welcher mit dem Gegenstand oder der Sache verbunden ist. In dem Speicher des Datenträgers werden produktkennzeichnende
Daten abgelegt. Außerdem ist der Datenträger mit einer Sensorik verbunden, welche in programmierbarer Weise nach Verlassen einer bestimmten Produktionsstufe oder Fertigungsstufe und/oder mit Erreichen des finalen Fertigungsschritts die Umgebungsbedingungen Uber eine
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LU503370 vorbestimmte Zeit misst, wobei die von der Sensorik erfassten Werte beim
Über- und/oder Unterschreiten von Grenzwerten im Speicher des
Datenträgers abgelegt werden. Ein ähnliches Verfahren ist aus DE 102 00 876 Al bekannt.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur
Ausführung bei der Herstellung von Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff anzugeben, das eine zuverlässige Überprüfung der
Einhaltung von Herstellbarametern ermöglicht.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem ersten Produktionszyklus a. der Rohstoff untersucht und dabei eine Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte ermittelt wird, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Rohstoffs charakterisiert und die geeignet ist, den Rohstoff eindeutig zu identifizieren, und dass b. aus dem Rohstoff in einem Herstellschritt unter
Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten
Herstellparametern ein Folge-Rohstoff hergestellt wird und der
Rohstoff dabei verändert wird und dass
C. der Folge-Rohstoff untersucht und eine Folge-
Rohstoff-Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte ermittelt wird, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Folge-Rohstoffs charakterisieren und die mit den Rohstoff-Messwerten korreliert sind, und dass d. eine dem Herstellschritt zugeordnete
Zuordnungsvorschrift ermittelt wird, die eine Umrechnung der
Kombination von Rohstoff-Messwerten in die Kombination von
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Folge-Rohstoff-Messwerten ermöglicht und/oder die eine
Umrechnung der Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Rohprodukt-Messwerten ermöglicht, und dass e. die Schritte a bis d Jeweils zum Herstellen nachfolgender Folge-Rohstoffe unter Anwendung anderer
Herstellschritte wiederholt werden, wobei jeweils der vorherige
Folge-Rohstoff den Rohstoff zum Herstellen des nachfolgenden
Folge-Rohstoffs bildet bis ein letzter Folge-Rohstoff hergestellt ist, der ein Endprodukt ist.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System zum
Herstellen von Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff einer Rohstoffart anzugeben, das eine zuverlässige Überprüfung der
Einhaltung von Herstellbarametern ermöglicht.
Die weitere Aufgabe wird durch ein System gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das System a. wenigstens ein Analysegerät zum Untersuchen des
Rohstoffs, das dazu ausgebildet ist, eine Kombination mehrerer
Rohstoff-Messwerte zu ermitteln, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische
Eigenschaften des Rohstoffs charakterisiert und die geeignet ist, den Rohstoff eindeutig zu identifizieren, und b. wenigstens eine Verarbeitungseinheit, die dazu ausgebildet aus dem Rohstoff in einem Herstellschritt unter
Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten
Herstellbarametern einen Folge-Rohstoff herzustellen, wobei der
Rohstoff dabei verändert wird, wobei das wenigstens eine
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Analysegerät dazu ausgebildet ist, den Folge-Rohstoff zu untersuchen und eine Folge-Rohstoff-Kombination mehrerer Folge-
Rohstoff-Messwerte zu ermitteln, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische 5 Eigenschaften des Folge-Rohstoffs charakterisieren und die mit den Rohstoff-Messwerten korreliert sind, und
C. eine Berechnungseinheit, die dazu ausgebildet ist, eine dem Herstellschritt zugeordnete Zuordnungsvorschrift zu ermitteln, die eine Umrechnung der Kombination von Rohstoff-
Messwerten in die Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der Kombination von
Folge-Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Rohprodukt-
Messwerten ermöglicht, aufweist.
Die Erfindung hat den ganz besonderen Vorteil, dass in späteren
Produktionszyklen, die nach dem ersten (exemplarischen)
Produktionszyklus ausgeführt werden, um aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff der Rohstoffart Endprodukte herzustellen, zuverlässig die Einhaltung der Herstellparameter der einzelnen Herstellschritte überprüft werden kann und, falls eine Nichteinhaltung vorliegt, festgestellt werden kann, bei welchem Herstellschritt oder bei welchen
Herstellschritten die vorgegebenen Herstellbarameter nicht eingehalten wurden.
Unter Herstellparameter werden insbesondere alle Kenngrößen verstanden, die für eine Einwirkung auf den wenigstens einen Rohstoff bzw. einen Folge-Rohstoff relevant sind. Insbesondere werden unter den
Begriff Herstellparameter die Kenngrößen des für einen Herstellschritt erforderlichen Werkzeugs bzw. der für einen Herstellschritt erforderlichen
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Werkzeuge, Einstellung(en) der Werkzeuge, Temperatur eines Werkezugs,
Ort, insbesondere die globale Position, eines Werkezugs, Eigenschaften und Zustände von Komponenten, Temperatur, Einwirkdauer(n) auf den
Rohstoff oder auf einen Folge-Rohstoff, verstanden.
Die Überprüfung der Einhaltung der Herstellparameter eines einzelnen
Herstellschritts in einem weiteren Produktionszyklus, der nach dem ersten
Produktionszyklus ausgeführt wird, kann vorteilhaft erfolgen, indem in dem weiteren Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-
Kombination und eine Folge-Rohstoff-Kombination ermittelt werden und dann a. die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-
Rohstoff-Kombination durch Anwendung der dem Herstellschriti zugeordneten Zuordnungsvorschrift In eine Soll-Rohstoff-
Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare
Messung ermittelte Rohstoff-Kombination mit der Soll-Rohstoff-
Kombination verglichen wird, oder b. die durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff-
Kombination durch Anwendung der dem Herstellschritt zugeordneten Zuordnungsvorschrift in eine Soll-Folge-Rohstoff-
Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare
Messung ermittelte Folge-Rohstoff-Kombination mit der Soll-Folge-
Rohstoff-Kombination verglichen wird.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung wird aus wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Zuordnungsvorschriften eine Über-
Zuordnungsvorschrift ermittelt wird, die a. eine Umrechnung der der ersten der wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Zuordnungsvorschriften
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LU503370 zugrundeliegenden Kombination von Rohstoff-Messwerten in die
Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten der letzten der wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden
Zuordnungsvorschriften ermöglicht und/oder die b. eine Umrechnung der Kombination von Folge-
Rohstoff-Messwerten der letzten der wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Zuordnungsvorschriften in die Kombination der ersten der wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden
Zuordnungsvorschriften zugrundeliegenden Kombination von
Rohstoff-Messwerten ermöglicht.
Auf diese Weise ist es unter Verwendung der Über-Zuordnungsvorschrift ermöglicht, die Einhaltung der Herstellparameter Über mehrere
Herstellschritte hinweg zu Überprüfen, indem in dem weiteren
Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-Kombination und eine Folge-Rohstoff-Kombination ermittelt werden und dann a. die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-
Rohstoff-Kombination durch Anwendung der den Herstellschritten zugeordneten Über-Zuordnungsvorschrift in eine Soll-Rohstoff-
Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare
Messung ermittelte Rohstoff-Kombination mit der Soll-Rohstoff-
Kombination verglichen wird, oder b. die durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff-
Kombination durch Anwendung der den Herstellschritten zugeordneten Über-Zuordnungsvorschrift in eine Folge-Soll-
Rohstoff-Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff-Kombination mit der Soll- Folge-Rohstoff-Kombination verglichen wird.
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Falls dabei eine Nichteinhaltung der Herstellparameter festgestellt wird, kann dann in weiteren Schritten jeweils unter Verwendung der einzelnen
Zuordnungsvorschriften ermittelt werden, bei welchem der Herstellschritte bzw. welchen Herstellschritten (falls mehrere Herstellschritte betroffen sind) die vorgesehenen Herstelloarameter nicht eingehalten wurden.
Die Ermittlung der Über-Zuordnungsvorschrift erfolgt vorzugsweise ausschließlich rechnerisch auf der Basis der Zuordnungsvorschriften, die den von der Über-Zuordnungsvorschrift erfassten Herstellschritten zugeordnet sind. Allerdings ist es durchaus möglich, die Richtigkeit der ermittelten Über-Zuordnungsvorschrift unter Heranziehung der im ersten
Produktionszyklus gemessenen und für die Über-Zuordnungsvorschrift relevanten Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte bzw. Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte zu überprüfen.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung wird aus sämtlichen
Zuordnungsvorschriften eine Über-Zuordnungsvorschrift ermittelt wird, die a. eine Umrechnung der allerersten Kombination von
Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Folge-Rohstoff-
Messwerte des Endproduktes ermöglicht und/oder die b. eine Umrechnung der Kombination von Folge-
Rohstoff-Messwerte des Endproduktes in die Kombination der allerersten Kombination von Rohstoff-Messwerten ermöglicht.
Auf diese Weise ist es unter Verwendung dieser Uber-Zuordnungsvorschrift ermöglicht, der Einhaltung der Herstellparameter über alle Herstellschritte hinweg zu Überprüfen, indem in dem weiteren Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-Kombination und eine Folge-Rohstoff-
Kombination ermittelt werden und dann
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LU503370 a. die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-
Rohstoff-Kombination durch Anwendung der den Herstellschritten zugeordneten Über-Zuordnungsvorschrift in eine Soll-Rohstoff-
Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare
Messung ermittelte Rohstoff-Kombination mit der Soll-Rohstoff-
Kombination verglichen wird, oder b. die durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff-
Kombination durch Anwendung der den Herstellschritten zugeordneten Über-Zuordnungsvorschrift in eine Folge-Soll-
Rohstoff-Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff-Kombination mit der Soll- Folge-Rohstoff-Kombination verglichen wird.
Die Ermittlung dieser Über-Zuordnungsvorschrift erfolgt ebenfalls vorzugsweise ausschließlich rechnerisch, nämlich auf der Basis aller
Zuordnungsvorschriften, die den an dem gesamten Produktionszyklus beteiligten Herstellschritten zugeordnet sind. Allerdings ist es durchaus möglich, die Richtigkeit der so ermittelte Uber-Zuordnungsvorschrift unter
Heranziehung der im ersten Produktionszyklus gemessenen Kombination der Rohstoff-Messwerte und der Kombinationen mehrerer Folge-Rohstoff-
Messwerte des Endproduktes zu überprüfen.
Es hat sich eher erstaunlicher Weise gezeigt, dass bei ganz unterschiedlichen Herstellprozessen ganz unterschiedlicher Produkte oftmals ähnliche Messgrößen im Hinblick auf die Kombination mehrerer
Rohstoff-Messwerte und/oder der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-
Messwerte relevant sind. Insbesondere sind oftmals ähnliche Messgrößen im Hinblick auf die Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte und/oder der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte relevant, um den
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Rohstoff, beispielsweise ganz bestimmte Weintrauben, die weltweit nur auf einem einzigen Weinberg wachsen, oder eine Kuhmilch, die ausschließlich von Kühen eines bestimmten Milchhofs mit einer bestimmten Weide stammen, oder Glimmer, der weltweit nur in einem einzigen Abbaugebiet vorkommt, eindeutig zu identifizieren. Analog sind oftmals ähnliche
Messgrößen im Hinblick auf die Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-
Messwerte und/oder der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte relevant, um einen der Folge-Rohstoffe, beispielsweise einen ganz bestimmten Wein oder einen ganz bestimmten Most oder einen ganz bestimmten Käse, Insbesondere Hartkäse, oder einen bestimmten
Metalliclack, eindeutig zu identifizieren.
Insoweit kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass wenigstens einer der
Messwerte der Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte und/oder der
Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte eine Masse, eine
Stoffmengenkonzentration, insbesondere eine Massenkonzentration, einen
PH-Wert, ein optische Eigenschaft, insbesondere einen Brechungsindex, eine Viskosität, eine Elastizität, eine Länge, ein Volumen, eine Temperatur, eine globale Position, einen elektrischen Widerstand, eine elektrische
Feldstärke oder eine magnetische Feldstärke betrifft.
Hinsichtlich der Ermittlung der Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte und/oder der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte gibt es keine grundsätzlichen Beschränkungen. Insbesondere ist es möglich, sich hierbei sämtlicher bekannter Mess- und/oder Analyseverfahren zu bedienen. Beispielsweise kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass wenigstens einer der Messwerte der Kombination mehrerer Rohstoff-
Messwerte und/oder der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte
Mittels Massenspektrometrie oder mittels einer Spektralanalyse ermittelt wird.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung wird dem natürlichen
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Rohstoff vor dem Ermitteln der Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte wenigstens ein Marker hinzugefügt, der dazu geeignet ist, die Messung eines der Rohstoff-Messwerte zu beeinflussen. Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass dem Folge-Rohstoff vor dem
Ermitteln der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte wenigstens ein Marker hinzugefügt wird, der dazu geeignet ist, die Messung eines der
Rohstoff-Messwerte zu beeinflussen.
Ganz besonders zuverlässig Ist hierbei eine Vorgehensweise, bei der der natürliche Rohstoff vor dem Ermitteln der Kombination mehrerer Rohstoff-
Messwerte mit einer Kombination von Markern in Wirkverbindung gebracht wird, die dazu geeignet ist, die Messung eines der Rohstoff-
Messwerte zu beeinflussen und/oder bei der der Folge-Rohstoff vor dem
Ermitteln der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte mit einer
Kombination von Markern in Wirkverbindung gebracht wird, die dazu geeignet ist, die Messung eines der Rohstoff-Messwerte zu beeinflussen.
Insbesondere kann hierbei vorgesehen sein, dass der wenigstens eine
Marker dazu geeignet ist, wenigstens einen
Massenkonzentrationsmesswert des Rohstoffs und/oder des Folgerohstoffs bei der Messung eines Massenspekirums, insbesondere durch lonenunterdrückung und/oder lonenverstärkung, zu beeinflussen.
Alternativ ist es auch möglich, dass die relevante Kombination von
Rohstoff-Messwerten wenigstens einen Rohstoff-Messwert beinhaltet, der eine Eigenschaft eines hinzugefügten Markers, beispielsweise eines Bio-
Markers, oder einer Kombination von Markern, insbesondere Bio-Markern, betrifft. Insbesondere kann dieser Messwert eine Masse des Markers, oder eine Stoffmengenkonzentration, insbesondere eine Massenkonzentration, des hinzugefügten Markers betreffen.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung werden die
Kombination von Rohstoff-Messwerten und Kombinationen von Folge-
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Rohstoff-Messwerten in einer Berechnungseinheit in Form von Messwert-
Vektoren verarbeitet, wobei in der Berechnungseinheit die
Zuordnungsvorschriften und Über-Zuordnungsvorschriften in Form von
Transformations-Matrizen verwendet werden, mittels denen ein Rohstoff-
Messwert-Vektor in einen Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor und/oder ein
Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor In einen Rohstoff-Messwert-Vektor umrechenbar ist.
Wie bereits erwähnt, kann die Rohstoffart des natürlichen Rohstoffs beispielsweise Milch sein. Milch wird insbesondere zum Herstellen von
Hartkäsen verwendet, die teilweise auf Grund eines umfangreichen
Herstellprozesses mit vielen teils langwierigen Herstellschritten sehr teuer sind, was oftmals dazu führt, dass Herstellparameter (manchmal sogar mit einem kriminellen Hintergrund) nicht eingehalten werden. Die vorliegende
Erfindung ermöglicht es, die Einhaltung der Herstellparameter der einzelnen Herstellschritte vor und nach einem Produktionszyklus zu überprüfen und, falls eine Nichteinhaltung vorliegt, festzustellen, bei welchem Herstellschritt oder bei welchen Herstellschritten die vorgegebenen Herstellparameter nicht eingehalten wurden und ggf. sogar betrogen wurde.
Wie bereits erwähnt, kann es sich bei der Rohstoffart des natürlichen
Rohstoffs beispielsweise um die Rohstoffart Weintrauben handeln.
Weintrauben werden insbesondere zum Herstellen von Weinen verwendet, die teilweise auf Grund eines umfangreichen Herstellprozesses mit vielen teils langwierigen Herstellschritten sehr teuer sind. Auch hierbei kommt es vor, dass Herstellparameter (manchmal sogar mit einem kriminellem Hintergrund) nicht eingehalten werden. Die vorliegende
Erfindung ermöglicht es, die Einhaltung der Herstellparameter der einzelnen Herstellschritte vor und nach einem Produktionszyklus zu überprüfen und, falls eine Nichteinhaltung vorliegt, festzustellen, bei welchem Herstellschritt oder bei welchen Herstellschritten die
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LU503370 vorgegebenen Herstellparameter nicht eingehalten wurden und ggf. sogar betrogen wurde.
Wie bereits erwähnt, kann die Rohstoffart des natürlichen Rohstoffs beispielsweise Glimmer sein. Glimmer wird insbesondere zum Herstellen von Metalliclackierungen verwendet, die teilweise sehr teuer sind. Auch hierbei kommt es vor, dass Herstellbarameter (manchmal sogar mit einem kriminellen Hintergrund) nicht eingehalten werden. Die vorliegende
Erfindung ermöglicht es, die Einhaltung der Herstellparameter der einzelnen Herstellschritte vor und nach einem Produktionszyklus zu überprüfen und, falls eine Nichteinhaltung vorliegt, festzustellen, bei welchem Herstellschritt oder bei welchen Herstellschritten die vorgegebenen Herstellparameter nicht eingehalten wurden und ggf. sogar betrogen wurde.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zumeist mit denselben
Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Illustration eines Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Verfahrens am Beispiel der Produktion eines Weines,
Fig.2 ein Detail der Illustration des Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Möglichkeit des Vorgehens zur
Überprüfung der Einhaltung der Herstellparameter bei einem
Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus stattfindet, und
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Fig. 4 eine schematische Darstellung einer weiteren Möglichkeit des
Vorgehens zur Überprüfung der Einhaltung der Herstellparameter bei einem Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus stattfindet.
Fig. 1 zeigt eine Illustration eines AusfUhrungsbeispiel eines erfindungsgemäBen Verfahrens am Beispiel der Produktion eines Weines.
In einem ersten Produktionszyklus wird der Rohstoff, nämlich die
Weintrauben 1, Untersucht und dabei eine Kombination mehrerer
Rohstoff-Messwerte x1, x2, x3 ... ermittelt wird, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Rohstoffs charakterisiert und die geeignet ist, den Rohstoff eindeutig zu identifizieren. Die Rohstoff-Messwerte x1, x2, x3 … können beispielsweise den einen Zuckergehalt (beispielsweise in Massenprozent), eine durchschnittliche Traubengröße, ein spezifisches Gewicht, den Anteil (beispielsweise in Massenprozent) einer ausschließlich an dem Weinberg, an dem die Trauben geerntet sein sollen, vorkommenden biologischen
Komponente betreffen. Die Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte x1, x2,x3... wird in einem Vektor (x1, x2, x3, ...) abgelegt.
Anschließend wird aus dem Rohstoff in einem ersten Herstellschritt unter
Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten Herstelloarametern durch das sog. Maischen 2 ein Folge-Rohstoff, nämlich eine Maische 3, hergestellt und die Trauben 1 dabei verändert.
Der Folge-Rohstoff, nämlich die Maische 3, wird untersucht und eine
Folge-Rohstoff-Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte y1, y2, y3, ... ermittelt, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Folge-Rohstoffs, nämlich der
Maische 3, charakterisieren und die mit den Rohstoff-Messwerten x1, x2, x3 ... korreliert sind. Die Kombination mehrerer Folge- Rohstoff-Messwerte y1,
106A0001LU 15
LU503370 y2, y3 … wird in einem weiteren Vektor (y1, v2, y3, ...) abgelegt.
Danach wird eine dem Herstellschritt des Maischens 2 zugeordnete
Zuordnungsvorschrift ermittelt, die eine Umrechnung der Kombination von
Rohstoff-Messwerten x1, x2, x3 … in die Kombination von Folge-Rohstoff-
Messwerienyl, v2, y3 ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der
Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten vl, v2, y3 ... in die
Kombination von Rohprodukt-Messwerten x1, x2, x3 ... ermöglicht. Die
Zuordnungsvorschrift wird in Form einer Matrix 4 in dem Speicher einer
Berechnungseinheit abgelegt.
Es wird aus dem Folge-Rohstoff, nämlich der Maische 3, in einem zweiten
Herstellschritt unter Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten
Herstellparametern durch das sog. Keltern 5 ein weiterer Folge-Rohstoff, nämlich ein Most 6, hergestellt und die Maische 3 dabei verändert.
Der weitere Folge-Rohstoff, nämlich der Most 6, wird untersucht und eine weitere Folge-Rohstoff-Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte z1, 72, 73, ... ermittelt, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des weiteren Folge-
Rohstoffs, nämlich des Mostes 6, charakterisieren und die mit den Folge-
Rohstoff-Messwerten vl, y2, y3 ... der Maische 3 korreliert sind. Die
Kombination mehrerer Folge- Rohstoff-Messwerte z1, z2, 73 wird in einem weiteren Vektor (z1, z2, z3, ...) abgelegt.
Danach wird eine dem Herstellschritt des Kelterns 5 zugeordnete weitere
Zuordnungsvorschrift ermittelt, die eine Umrechnung der Kombination von
Folge-Rohstoff-Messwerten yl, v2, y3 ... in die Kombination von weiteren
Folge-Rohstoff-Messwerten z1, z2, z3 ... ermöglicht und/oder die eine
Umrechnung der weiteren Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten z1, 22, 73 ... in die Kombination von Rohprodukt-Messwerten yl, y2, y3 ... ermöglicht. Die weitere Zuordnungsvorschrift wird in Form einer Matrix 7 in
106A0001LU 16
LU503370 dem Speicher der Berechnungseinheit abgelegt.
Es wird aus dem weiteren Folge-Rohstoff, nämlich dem Most 6, in einem dritten Herstellschritt unter Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten Herstellparametern durch die sog. Mosiklärung und
Schwefelung 8 ein weiterer Folge-Rohstoff, nämlich ein Folge-Most 9, hergestellt und der Most 6 dabei verändert.
Der weitere Folge-Rohstoff, nämlich der Folge-Most 9, wird untersucht und eine weitere Folge-Rohstoff-Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-
Messwerte rl, r2, r3, ... ermittelt, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des weiteren
Folge-Rohstoffs, nämlich des Folge-Mostes 9, charakterisieren und die mit den weiteren Folge-Rohstoff-Messwerten zl, z2, 73 ... der des Mostes 5 korreliert sind. Die Kombination mehrerer Folge- Rohstoff-Messwerte rl, r2, r3 wird in einem weiteren Vektor (rl, r2, r3, ...) abgelegt.
Danach wird eine dem Herstellschritt der Mostklärung und Schwefelung 8 zugeordnete Zuordnungsvorschrift ermittelt, die eine Umrechnung der
Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten zl, z2, 73 ... In die
Kombination von weiteren Folge-Rohstoff-Messwerten rl, 2 r3 ... ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der weiteren Kombination von
Folge-Rohstoff-Messwerten rl, r2, 3 ... in die Kombination von
Rohprodukt-Messwerten zl, z2, 23 ... ermöglicht. Die weitere
Zuordnungsvorschrift wird in Form einer Matrix 10 in dem Speicher der
Berechnungseinheit abgelegt.
Es wird aus dem weiteren Folge-Rohstoff, nämlich dem Folge-Most 9, in einem vierten Herstellschritt unter Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten Herstellparametern durch die sog. Gärung 11 ein weiterer
Folge-Rohstoff, nämlich ein Jungwein 12, hergestellt und der Folge-Most 9 dabei verändert.
106A0001LU 17
LU503370
Der weitere Folge-Rohstoff, nämlich der Jungwein 12, wird untersucht und eine weitere Folge-Rohstoff-Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-
Messwerte hl, h2, h3, ... ermittelt, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des weiteren
Folge-Rohstoffs, nämlich des Jungweises 12, charakterisieren und die mit den weiteren Folge-Rohstoff-Messwerten rl, r2, r3 ... der des Folge-Mostes 9 korreliert sind. Die Kombination mehrerer Folge- Rohstoff-Messwerte hl, h2, h3 wird in einem weiteren Vektor (h1, h2, h3, ...) abgelegt.
Danach wird eine dem Herstellschritt der Gärung 11 zugeordnete
Zuordnungsvorschrift ermittelt, die eine Umrechnung der Kombination von
Folge-Rohstoff-Messwerten rl, r2, r3 ... in die Kombination von weiteren
Folge-Rohstoff-Messwerten hl, h2, h3 ... ermöglicht und/oder die eine
Umrechnung der weiteren Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten hl, h2, h3 … in die Kombination von Rohprodukt-Messwerten rl, r2, 13 ... ermöglicht. Die weitere Zuordnungsvorschrift wird in Form einer Matrix 13 in dem Speicher der Berechnungseinheit abgelegt.
Es wird aus dem weiteren Folge-Rohstoff, nämlich dem Jungwein 12, in einem fünften Herstellschritt unter Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten Herstellparametern durch die sog. Reifung und Abfüllung 14 ein weiterer Folge-Rohstoff, der das Endprodukt ist, nämlich der Wein 15, hergestellt und der Jungwein 12 dabei verändert.
Der weitere Folge-Rohstoff, nämlich der Wein 15, wird untersucht und eine weitere Folge-Rohstoff-Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte kl, k2, k3, ... ermittelt, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des weiteren Folge-
Rohstoffs, nämlich des Weines 15, charakterisieren und die mit den weiteren Folge-Rohstoff-Messwerten h1, h2, h3, ... der des Jungweines 12 korreliert sind. Die Kombination mehrerer Folge- Rohstoff-Messwerte k1, k2,
106A0001LU 18
LU503370 k3, ... wird in einem weiteren Vektor (k1, k2, k3, ...) abgelegt.
Danach wird eine dem Herstellschritt der Reifung und Abfüllung 14 zugeordnete Zuordnungsvorschrift ermittelt, die eine Umrechnung der
Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten hl, h2, h3, ... in die
Kombination von weiteren Folge-Rohstoff-Messwerten kl, k2, k3 ... ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der weiteren Kombination von
Folge-Rohstoff-Messwerten kl, k2, k3 ... in die Kombination von
Rohprodukt-Messwerten hl, h2, h3, ... ermöglicht. Die weitere
Zuordnungsvorschrift wird in Form einer weiteren Matrix 16 in dem Speicher der Berechnungseinheit abgelegt.
Zur Überprüfung der Einhaltung der Herstellparameter eines einzelnen
Herstellschritts bei einem nachfolgenden Produktionszyklus kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Einhaltung der vorgegebenen
Herstellparameter eines Herstellschritts in einem weiteren Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus ausgeführt wird, überprüft wird, indem in dem weiteren Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-Kombination und eine Folge-Rohstoff-Kombination ermittelt werden und dann die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-
Rohstoff-Kombination durch Anwendung der dem Herstellschritt zugeordneten Zuordnungsvorschrift in eine Soll-Rohstoff-Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte
Rohstoff-Kombination mit der Soll-Rohstoff-Kombination verglichen wird, oder die durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff-Kombination durch Anwendung der dem Herstellschritt zugeordneten
Zuordnungsvorschrift in eine Soll-Folge-Rohstoff-Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff-
Kombination mit der Soll-Folge-Rohstoff-Kombination verglichen wird. Die jeweils relevante Zuordnungsvorschrift wird vorzugsweise dadurch berücksichtigt, dass der entsprechende Vektor mittels der der
Zuordnungsvorschrift zugeordneten Matrix umgerechnet wird.
106A0001LU 19
LU503370
Figur 2 zeigt ein Detail der Illustration des AusfUhrungsbeispiel eines erfindungsgemäBen Verfahrens, wobei nur die ersten drei Herstellschritte der oben beschriebenen Weinproduktion schematisch dargestellt sind.
Es wird aus den zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden
Zuordnungsvorschriften, denen die Matrizen 4 und 7 zugeordnet sind, eine
Über-Zuordnungsvorschrift ermittelt und in Form einer weiteren Matrix 17 abgelegt, die eine Umrechnung der Kombination von Rohstoff-
Messwerten x1, x2, x3 ... in die Kombination von weiteren Folge-Rohstoff-
Messwerten zl, z2, 73 ... ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der
Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten zl, z2, 73 ... In die
Kombination von Rohstoff-Messwerten x1, x2, x3 ... ermöglicht.
Auf diese Weise ist es unter Verwendung der Über-Zuordnungsvorschrift ermöglicht, die Einhaltung der Herstelloarameter der ersten beiden
Herstellschritte des Maischens 2 und des Kelterns 5 herstellschrittübergreifend zu Überprüfen, indem in dem weiteren
Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-Kombination x1, x2, x3 ... und eine Folge-Rohstoff-Kombination z1, z2, z3 ... ermittelt werden und dann die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-
Rohstoff-Kombination z1, z2, 73 durch Anwendung der den Herstellschritten des Maischens 2 und des Kelterns 5 zugeordneten Uber-
Zuordnungsvorschrift (Matrix 17) in eine Soll-Rohstoff-Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte
Rohstoff-Kombination x1, x2, x3 ... mit der Soll-Rohstoff-Kombination verglichen wird, oder die durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff-
Kombination x1, x2, x3 ... durch Anwendung der den Herstellschritten des
Maischens 2 und des Kelterns 5 zugeordneten Über-Zuordnungsvorschrift (Matrix 17) in eine Folge-Soll-Rohstoff-Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff-Kombination z1, 22, 73 ... mit der Soll- Folge-Rohstoff-Kombination verglichen wird.
106A0001LU 20
LU503370
Falls eine Nichteinhaltung vorliegt, kann dann in weiteren Schritten jeweils unter Verwendung der einzelnen Zuordnungsvorschriften (Matrizen 4 und 7) ermittelt werden, bei welchem der beiden Herstellschritte die vorgesehenen Herstellbarameter nicht eingehalten wurden.
Es ist insbesondere auch möglich, aus sämtlichen Zuordnungsvorschriften (Matrizen 4, 7, 10, 13 und 16) eine Uber-Zuordnungsvorschrift (vorzugsweise rechnerisch in Form einer Matrix) zu ermitteln, die eine Umrechnung der allerersten Kombination von Rohstoff-Messwerten x1, x2, x3, ... in die
Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerte ki, k2, k3 des Endproduktes ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der Kombination von Folge-
Rohstoff-Messwerten kl, k2, k3 des Endproduktes in die Kombination der allerersten Kombination von Rohstoff-Messwerten x1, x2, x3, ... ermöglicht.
Fig. 3 illustriert in einer schematischen Darstellung eine Möglichkeit des
Vorgehens zur Überprüfung der Einhaltung der Herstelloarameter bei einem Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus stattfindet. Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Einhaltung der vorgegebenen Herstellparameter eines Herstellschritts in einem weiteren
Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus ausgeführt wird, überprüft wird, indem in dem weiteren Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-Kombination, die durch einen
Rohstoff-Messwert-Vektor 18 repräsentiert wird, und eine Folge-Rohstoff-
Kombination, die durch einen Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor 19 repräsentiert wird, ermittelt werden. Der Rohstoff-Messwert-Vektor 18 kann hierbei die Rohstoff-Messwerte ul, u2, u3, ... beinhalten. Der Folge-
Rohstoff-Messwert-Vektor 19 kann hierbei die Folge-Rohstoff-Messwerte v1, v2, v3, ... beinhalten.
Es wird dann die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff-
Kombination, die durch einen Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor 19
106A0001LU 21
LU503370 repräsentiert ist, durch Anwendung der dem Herstellschritt zugeordneten
Zuordnungsvorschrift, die beispielsweise in Form einer Matrix 20 beispielsweise in dem Speicher einer Berechnungseinheit abgelegt ist, in eine Soll-Rohstoff-Kombination umgerechnet, die durch einen Soll-
Rohstoff-Messwert-Vektor 21 repräsentiert ist. Der Soll-Rohstoff-Messwert-
Vektor 21 beinhaltet die so ermittelten Soll-Rohstoff-Messwerte ul‘, u2‘,
DC
Anschließend wird die durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff-
Kombination, die durch den Rohstoff-Messwert-Vektor 18 repräsentiert ist, mit der Soll-Rohstoff-Kombination, die durch den Soll-Rohstoff-Messwert-
Vektor 21 repräsentiert ist, verglichen. Der Vorgang des Vergleichens 22 ist in der Figur schematisch als Doppelpfeil dargestellt. Das Vergleichen 22 kann insbesondere dadurch erfolgen, dass die Werte der Vektoren 18, 21 miteinander vergleichen werden, also ul mit ul‘, u2 mit u2‘ usw. Eine
Übereinstimmung des Rohstoff-Messwert-Vektors 18 mit dem Soll-Rohstoff-
Messwert-Vektor 21 bedeutet, dass bei dem betreffenden Herstellschritt alles mit rechten Dingen zugegangen ist und kein Fehler aufgetreten ist, insbesondere keine Manipulation erfolgt ist.
Die beschriebene Möglichkeit des Vorgehens zur Überprüfung der
Einhaltung der Herstellparameter bei einem Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus stattfindet, kann unter Zugrundelegung einer
Über-Zuordnungsvorschrift, die in Form einer Matrix beispielsweise in dem
Speicher einer Berechnungseinheit abgelegt sein kann und die wie oben beschrieben ermittelt wurde, über mehrere Herstellschritte übergreifend angewendet werden.
Fig. 4 illustriert in einer schematischen Darstellung eine weitere (alternative oder zusätzliche) Möglichkeit des Vorgehens zur Überprüfung der
Einhaltung der Herstellparameter bei einem Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus stattfindet. Es kann vorteilhaft vorgesehen
106A0001LU 22
LU503370 sein, dass die Einhaltung der vorgegebenen Herstellparameter eines
Herstellschritts in einem weiteren Produktionszyklus, der nach dem ersten
Produktionszyklus ausgeführt wird, überprüft wird, indem in dem weiteren
Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-Kombination, die durch einen Rohstoff-Messwert-Vektor 18 repräsentiert wird, und eine
Folge-Rohstoff-Kombination, die durch einen Folge-Rohstoff-Messwert-
Vektor 19 repräsentiert wird, ermittelt werden. Der Rohstoff-Messwert-
Vektor 18 kann hierbei die Rohstoff-Messwerte ul, u2, U3, … beinhalten.
Der Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor 19 kann hierbei die Folge-Rohstoff-
Messwerte vi, v2, v3, … beinhalten.
Es wird dann die durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff-
Kombination, die durch einen Rohstoff-Messwert-Vektor 18 repräsentiert ist, durch Anwendung der dem Herstellschritt zugeordneten
Zuordnungsvorschrift, die beispielsweise in Form einer Matrix 20 beispielsweise in dem Speicher einer Berechnungseinheit abgelegt ist, in eine Soll-Folge-Rohstoff-Kombination umgerechnet, die durch einen Soll-
Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor 23 repräsentiert ist. Der Soll- Folge-Rohstoff-
Messwert-Vektor 23 beinhaltet die so ermittelten Soll-Folge-Rohstoff-
Messwerte v1‘, v2‘, v3‘, ....
Anschließend wird die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-
Rohstoff-Kombination, die durch den Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor 19 repräsentiert ist, mit der Soll-Folge-Rohstoff-Kombination, die durch den
Soll-Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor 23 repräsentiert ist, verglichen. Der
Vorgang des Vergleichens 22 ist in der Figur schematisch als Doppelpfeil dargestellt. Das Vergleichen 22 kann insbesondere dadurch erfolgen, dass die Werte der Vektoren 19, 23 miteinander vergleichen werden, also v1 mit v1‘, v2 mit v2* usw. Eine Übereinstimmung des Folge-Rohstoff-Messwert-
Vektors 19 mit dem Soll-Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor 23 bedeutet, dass bei dem betreffenden Herstellschritt alles mit rechten Dingen zugegangen ist und kein Fehler aufgetreten ist, Insbesondere keine Manipulation erfolgt
17.01.2023 106A0001LU 23
LU503370 ist.
Auch diese Möglichkeit des Vorgehens zur Überprüfung der Einhaltung der
Herstellbarameter bei einem Produktionszyklus, der nach dem ersten
Produktionszyklus stattfindet, kann unter Zugrundelegung einer Über-
Zuordnungsvorschrift, die in Form einer Matrix beispielsweise in dem
Speicher einer Berechnungseinheit abgelegt sein kann und die wie oben beschrieben ermittelt wurde, Uber mehrere Herstellschritte Ubergreifend angewendet werden.
106A0001LU 24
LU503370
Bezugszeichenliste: ] Trauben 2 Maischen 3 Maische 4 Matrix 5 Keltern 6 Most 7 Matrix 8 Mostklärung und Schwefelung 9 Folge-Most 10 Matrix 11 Gärung 12 Jungwein 13 Matrix 14 Reifung und Abfüllung 15 Wein 16 Matrix 17 Matrix 18 Rohstoff-Messwert-Vektor 19 Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor 20 Matrix 21 Soll-Rohstoff-Messwert-Vektor 22 Vergleichen 23 Soll-Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor

Claims (14)

17.01.2023 106A0001LU 25 LU503370 Patentansprüche
1. Verfahren zur Ausführung bei der Herstellung von Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff einer Rohstoffart, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Produktionszyklus a. der Rohstoff untersucht und dabei eine Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte ermittelt wird, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Rohstoffs charakterisiert und die geeignet ist, den Rohstoff eindeutig zu identifizieren, und dass b. aus dem Rohstoff in einem Herstellschritt unter Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten Herstellparametern ein Folge-Rohstoff hergestellt wird und der Rohstoff dabei verändert wird, und dass c. der Folge-Rohstoff untersucht und eine Folge-Rohstoff- Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte ermittelt wird, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Folge-Rohstoffs charakterisieren und die mit den Rohstoff-Messwerten korreliert sind, und dass d. eine dem Herstellschritt zugeordnete Zuordnungsvorschrift ermittelt wird, die eine Umrechnung der Kombination von Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Folge-Rohstoff- Messwerten ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Rohprodukt-Messwerten ermöglicht, und dass e. die Schritte a bis d jeweils zum Herstellen nachfolgender Folge- Rohstoffe unter Anwendung anderer Herstellschritte wiederholt werden, wobei jeweils der vorherige Folge-Rohstoff den Rohstoff
106A0001LU 26 LU503370 zum Herstellen des nachfolgenden Folge-Rohstoffs bildet bis ein letzter Folge-Rohstoff hergestellt ist, der ein Endprodukt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einhaltung der vorgegebenen Herstellparameter eines Herstellschritts in einem weiteren Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus ausgeführt wird, überprüft wird, indem in dem weiteren Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-Kombination und eine Folge-Rohstoff-Kombination ermittelt werden und dann a. die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff- Kombination durch Anwendung der dem Herstellschritt zugeordneten Zuordnungsvorschrift in eine Soll-Rohstoff- Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff-Kombination mit der Soll-Rohstoff- Kombination verglichen wird, oder b. de durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff- Kombination durch Anwendung der dem Herstellschritt zugeordneten Zuordnungsvorschrift in eine Soll-Folge-Rohstoff- Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff-Kombination mit der Soll- Folge-Rohstoff-Kombination verglichen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass aus wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Zuordnungsvorschriften eine Uber-Zuordnungsvorschrift ermittelt wird, die a. eine Umrechnung der der ersten der wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Zuordnungsvorschriften zugrundeliegenden Kombination von Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten der letzten der
17.01.2023 106A0001LU 27 LU503370 wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Zuordnungsvorschriften ermöglicht und/oder die b. eine Umrechnung der Kombination von Folge-Rohstoff- Messwerten der letzten der wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Zuordnungsvorschriften in die Kombination der ersten der wenigstens zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Zuordnungsvorschriften zugrundeliegenden Kombination von Rohstoff-Messwerten ermöglicht. 4 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus sämtlichen Zuordnungsvorschriften eine Über-Zuordnungsvorschrift ermittelt wird, die a. eine Umrechnung der allerersten Kombination von Rohstoff- Messwerten in die Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerte des Endproduktes ermöglicht und/oder die b. eine Umrechnung der Kombination von Folge-Rohstoff- Messwerte des Endproduktes in die Kombination der allerersten Kombination von Rohstoff-Messwerten ermöglicht.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einhaltung der vorgegebenen Herstellparameter mehrerer Herstellschritte in einem weiteren Produktionszyklus, der nach dem ersten Produktionszyklus ausgeführt wird, überprüft wird, indem in dem weiteren Produktionszyklus durch unmittelbare Messung eine Rohstoff-Kombination und eine Folge-Rohstoff-Kombination ermittelt werden und dann a. die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff- Kombination durch Anwendung der den Herstellschritten zugeordneten Über-Zuordnungsvorschrift in eine Soll-Rohstoff- Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare
106A0001LU 28 LU503370 Messung ermittelte Rohstoff-Kombination mit der Soll-Rohstoff- Kombination verglichen wird, oder b. de durch unmittelbare Messung ermittelte Rohstoff- Kombination durch Anwendung der den Herstellschritten zugeordneten Über-Zuordnungsvorschrift in eine Folge-Soll- Rohstoff-Kombination umgerechnet wird und die durch unmittelbare Messung ermittelte Folge-Rohstoff-Kombination mit der Soll- Folge-Rohstoff-Kombination verglichen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Messwerte der Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte und/oder der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte eine Masse, eine Stoffmengenkonzentration, insbesondere eine Massenkonzentration, einen PH-Wert, ein optische Eigenschaft, insbesondere einen Brechungsindex, eine Viskosität, eine Elastizität, eine Länge, ein Volumen, eine Temperatur, eine globale Position, einen elektrischen Widerstand, eine elektrische Feldstärke, eine magnetische Feldstärke betrifft.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Messwerte der Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte und/oder der Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte mittels Massenspektrometrie oder mittels einer Spektralanalyse ermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass dem natürlichen Rohstoff vor dem Ermitteln der Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte wenigstens ein Marker hinzugefügt wird, der dazu geeignet ist, die Messung eines der Rohstoff-Messwerte zu beeinflussen und/oder dass dem Folge- Rohstoff vor dem Ermitteln der Kombination mehrerer Folge-
106A0001LU 29 LU503370 Rohstoff-Messwerte wenigstens ein Marker hinzugefügt wird, der dazu geeignet ist, die Messung eines der Rohstoff-Messwerte zu beeinflussen.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der natürliche Rohstoff vor dem Ermitteln der Kombination mehrerer Rohstoff-Messwerte mit einer Kombination von Markern in Wirkverbindung gebracht wird, die dazu geeignet ist, die Messung eines der Rohstoff-Messwerte zu beeinflussen und/oder dass der Folge-Rohstoff vor dem Ermitteln der Kombination mehrerer Folge- Rohstoff-Messwerte mit einer Kombination von Markern in Wirkverbindung gebracht wird, die dazu geeignet ist, die Messung eines der Rohstoff-Messwerte zu beeinflussen.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Marker dazu geeignet ist, wenigstens einen Massenkonzentrationsmesswert des Rohstoffs und/oder des Folgerohstoffs, insbesondere durch lonenunterdrückung und/oder lonenverstärkung, zu beeinflussen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kombination von Rohstoff-Messwerten und Kombinationen von Folge-Rohstoff-Messwerten in einer Berechnungseinheit in Form von Messwert-Vektoren verarbeitet werden und das die Zuordnungsvorschriften und Über- Zuordnungsvorschriften In Form von Transformations-Matrizen verwendet werden, mittels denen ein Rohstoff-Messwert-Vektor in einen Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor umrechenbar ist und umgekehrt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohstoffart des natürlichen Rohstoffs, Milch, eine Fruchtart, insbesondere Weintrauben, oder eine Gesteinsart, insbesondere eine Glimmerart, ist.
106A0001LU 30 LU503370
13. System zum Herstellen von Endprodukten aus wenigstens einem natürlichen Rohstoff einer Rohstoffart, dadurch gekennzeichnet, dass das System a. wenigstens ein Analysegerät zum Untersuchen des Rohstoffs, das dazu ausgebildet ist, eine Kombination mehrerer Rohstoff- Messwerte zu ermitteln, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Rohstoffs charakterisiert und die geeignet ist, den Rohstoff eindeutig zu identifizieren, und b. wenigstens eine Verarbeitungseinheit, die dazu ausgebildet aus dem Rohstoff in einem Herstellschritt unter Einhaltung von diesem Herstellschritt zugeordneten Herstellparametern einen Folge-Rohstoff herzustellen, wobei der Rohstoff dabei verändert wird, wobei das wenigstens eine Analysegerät dazu ausgebildet ist, den Folge-Rohstoff zu untersuchen und eine Folge-Rohstoff- Kombination mehrerer Folge-Rohstoff-Messwerte zu ermitteln, die physikalische und/oder chemische und/oder biologische und/oder geografische Eigenschaften des Folge-Rohstoffs charakterisieren und die mit den Rohstoff-Messwerten korreliert sind, und c. eine Berechnungseinheit, die dazu ausgebildet ist, eine dem Herstellschritt zugeordnete Zuordnungsvorschrift zu ermitteln, die eine Umrechnung der Kombination von Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Folge-Rohstoff-Messwerten ermöglicht und/oder die eine Umrechnung der Kombination von Folge- Rohstoff-Messwerten in die Kombination von Rohprodukt- Messwerten ermöglicht, aufweist.
14. System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kombination von Rohstoff-Messwerten und die Kombinationen von
106A0001LU 31 LU503370
Folge-Rohstoff-Messwerten in der Berechnungseinheit in Form von Vektoren verarbeitet werden, wobei die Zuordnungsvorschriften und Uber-Zuordnungsvorschriften in der Berechnungseinheit in Form von Transformations-Matrizen verwendet werden, mittels denen ein
Rohstoff-Messwert-Vektor in einen Folge-Rohstoff-Messwert-Vektor umrechenbar ist und umgekehrt.
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