LU103467B1 - Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einem Staubsauger - Google Patents
Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einem StaubsaugerInfo
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Abstract
Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einem Staubsauger Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einer Haltevorrichtung in einem Staubsammelraum eines Staubsaugers, wobei die Halteplatte ausgebildet ist, in die Haltevorrichtung des Staubsaugers eingeschoben zu werden. Die Halteplatte umfasst eine Grund- platte mit einer Oberseite, einer Unterseite und einer Durchtrittsöffnung von der Oberseite zur Unter- seite, und ein Klemmelement zum Herstellen einer Klemmverbindung zwischen der Halteplatte und der Haltevorrichtung, wobei das Klemmelement an der Oberseite der Grundplatte, der Unterseite der Grund- platte und/oder seitlich an der Grundplatte angeordnet ist, und wobei das Klemmelement eine höhere Elastizität als die Grundplatte aufweist. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung eine Haltevorrichtung eines Staubsauger-Filterbeutels in einem Staubsauger.
Description
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Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einem Staubsauger
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halteplatte für einen Staubsauger-Filterbeutel, sowie eine Halte- vorrichtung zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels mit einer solchen Halteplatte in einem Staub- sauger.
Herkömmliche Staubsauger-Filterbeutel umfassen typischerweise ein luftfilterndes Filtermedium und eine mit dem Filtermedium verbundene Halteplatte zur Halterung des Staubsauger-Filterbeutels in ei- nem Staubsauger. In der Halteplatte befindet sich eine Durchtrittsöffnung, durch die beim Staubsaugen der mit Staub und Schmutz beladene Luftstrom in den Filterbeutel eintritt. Um einen korrekten Betrieb des Staubsaugers sicherzustellen, sollten Staubsauger und Staubsauger-Filterbeutel aufeinander abge- stimmt sein. Beispielsweise benötigt der Filterbeutel die richtige Größe, um eine optimale Raumausnut- zung innerhalb eines Staubsammelraums des Staubsaugers und eine optimale Aufnahmekapazität des
Filterbeutels für Staub und Schmutz zu erreichen. Zu diesem Zweck achten Hersteller vermehrt darauf, dass Staubsauger nur mit Filterbeuteln betrieben werden können, die speziell für diesen Staubsauger vorgesehen sind.
Aus der DE 20 2013 001 096 U1 ist ein Staubfilterbeutel für einen Staubsauger bekannt. Die Halteplatte des Staubfilterbeutels weist streifenförmige Randabschnitte auf, die in seitliche Führungsarme eines in dem Staubsauger angeordneten Halterahmens eingreifen. Die streifenförmigen Randabschnitte weisen jeweils eine schlitzförmige Rastausnehmung auf, die eine Rastnut bildet, in die eine in dem Führungsarm des Halterahmens angeordnete Rastnase einrastet. Dadurch ist die Halteplatte speziell für den vorgese- henen Staubsaugertyp konzipiert.
Diese Vorrichtung zur Halterung der Halteplatte weist in Form der Rastnase eine Rastkontur auf Seiten des Staubsaugers auf. Über die Zeit und nach zahlreichen Wechseln des Staubbeutels tritt an diesen ge- räteseitigen Rastkonturen eine Abnutzung auf, sodass die Rastkräfte immer geringer werden und die
Halteplatte gegen Ende des Staubsaugerlebens ggf. nicht mehr in der richtigen Position fixiert werden kann. Die geräteseitigen Rastkonturen, die zur Verrastung in eine dafür vorgesehene Gegenkontur an der Halteplatte greifen, müssen präzise ausgeführt sein und dürfen über die Lebensdauer des Staubsau- gers aus genanntem Grund nicht übermäßig verschleißen.
Angesichts dessen ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Halteplatte für einen Staubsau- ger-Filterbeutel bereitzustellen, sodass eine sichere Positionierung und Fixierung der Halteplatte in einer
Haltevorrichtung zur Halterung der Halteplatte überwiegend von der Halteplatte selbst erfüllt wird,
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Diese Aufgabe wird durch die Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einer Halte- vorrichtung in einem Staubsammelraum eines Staubsaugers nach Anspruch 1 und durch die Haltevor- richtung zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einem Staubsauger nach Anspruch 14 gelöst.
Weitere Aspekte finden sich in den zugehörigen Unteransprüchen.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einer
Haltevorrichtung in einem Staubsammelraum eines Staubsaugers bereit, wobei die Halteplatte ausgebil- detist, in die Haltevorrichtung des Staubsaugers eingeschoben zu werden. Die Halteplatte umfasst eine
Grundplatte mit einer Oberseite, einer Unterseite und einer Durchtrittsöffnung von der Oberseite zur
Unterseite, und ein Klemmelement zum Herstellen einer Klemmverbindung zwischen der Halteplatte und der Haltevorrichtung, wobei das Klemmelement an der Oberseite der Grundplatte, der Unterseite der Grundplatte und/oder seitlich an der Grundplatte angeordnet ist, und wobei das Klemmelement eine höhere Elastizität als die Grundplatte aufweist.
Die Fixierung der Halteplatte in der Haltevorrichtung erfolgt durch eine Verklemmung in einer gerätesei- tigen Haltevorrichtung mit Hilfe des elastischen Klemmelements. Die elastischen Eigenschaften des
Klemmelements führen dazu, dass die Haftreibung zwischen dem Klemmelement und der Haltevorrich- tung die Halteplatte in der Haltevorrichtung haltert. Da das Klemmelement eine höhere Elastizität als die
Grundplatte aufweist, wird die Verklemmung überwiegend vom Klemmelement erfüllt. Weitergehende
Fixiermechanismen, beispielsweise Rastelemente zur Verrastung der Halteplatte mit der Haltevorrich- tung sind nicht notwendig für eine sichere Fixierung der Halteplatte. Damit sind ein möglicher Verschleiß von Rastelementen an der (geräteseitigen) Haltevorrichtung und ein dadurch bedingter Rückgang der
Haltekraft mit der Zeit nicht gegeben. Allenfalls findet ein Verschleiß am Klemmelement statt. Da jedoch beim Austausch der Halteplatte auch das Klemmelement regelmäßig mit ausgetauscht und durch ein neues ersetzt wird, fällt dieser Verschleiß des Klemmelements für die Haltekraft über einen langen Zeit- raum nicht ins Gewicht.
Die Elastizität kann quantitativ durch das Elastizitätsmodul charakterisiert werden: Das Klemmelement besitzt ein kleineres Elastizitätsmodul als die Grundplatte. Dies führt dazu, dass sich das Klemmelement unter Ausübung einer Kraft stärker verformt als die Grundplatte unter Ausübung einer gleich großen
Kraft.
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Das Klemmelement kann ein weicheres Material als das der Grundplatte umfassen. Dies stellt eine Mög- lichkeit dar, die größere Elastizität des Klemmelement gegenüber der Grundplatte zu realisieren.
Das Material der Grundplatte und das Material des Klemmelements sind unterschiedlich. Die Materia- lien sind insbesondere dann unterschiedlich, wenn sie nicht die gleiche Materialzusammensetzung ha- ben. Ein weicheres Material zeigt in Antwort auf eine Kraftausübung eine stärkere Verformung als ein härteres Material bei Ausübung der gleichen Kraft.
Ein Klemmelement aus einem weicheren Material als die Halteplatte kann sich beim Verklemmen in der
Haltevorrichtung leicht verformen und ist damit für eine Vielzahl von Haltevorrichtungen einsetzbar, weil keine exakten bzw. strengen Anforderungen an die Form des Klemmelements bestehen. Stattdes- sen können Unterschiede zwischen den Abmessungen der Halteplatte und der Haltevorrichtung durch das elastische Klemmelement ausgeglichen werden. Damit ist die Halteplatte für eine Vielzahl von Halte- vorrichtungen einsetzbar, ohne präzise auf deren Form und Abmessungen abgestimmt sein zu müssen.
Damit einher geht auch, dass die Halteplatte selbst mit höheren Fertigungstoleranzen und geringeren
Kosten produziert werden können, denn Abweichungen in den Abmessungen der Halteplatte können innerhalb eines bestimmten Rahmens durch das Klemmelement kompensiert werden.
Die Erfindung stellt zudem eine Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einer Halte- vorrichtung in einem Staubsammelraum eines Staubsaugers bereit, wobei die Halteplatte ausgebildet ist, in die Haltevorrichtung des Staubsaugers eingeschoben zu werden. Die Halteplatte umfasst eine
Grundplatte mit einer Oberseite, einer Unterseite, und ein Klemmelement, wobei das Klemmelement an der Oberseite der Grundplatte, der Unterseite der Grundplatte und/oder seitlich an der Grundplatte an- geordnet ist, und wobei das Klemmelement ein weicheres Material als das der Grundplatte umfasst.
Das Klemmelement kann sich an einer in Einschubrichtung vorderen Kante der Grundplatte auf der
Oberseite und/oder der Unterseite der Grundplatte befinden, und/oder das Klemmelement kann sich an einer, bezüglich einer Achse parallel zu einer Einschubrichtung, seitlichen Kante der Grundplatte befin- den.
Die Einschubrichtung bezeichnet jene Richtung, in der die Halteplatte bestimmungsgemäß in die Halte- vorrichtung eingeschoben wird, um in der dafür vorgesehenen Art und Weise verwendet werden zu können. Entsprechend lässt sich eine Kante definieren, die in Einschubrichtung vorne liegt.
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Ein an der seitlichen Kante angeordnetes Klemmelement führt nach einem Einschieben der Halteplatte in die Haltevorrichtung zu einer seitlichen Verklemmung der Halteplatte. Durch die Haftreibung zwi- schen dem Klemmelement und der Haltevorrichtung wird die Halteplatte sicher in der Haltevorrichtung gehalten. Dieser Effekt der sicheren Halterung wird ebenso erreicht, wenn sich das Klemmelement auf einer Oberseite und/oder einer Unterseite der Grundplatte befindet.
Die Halteplatte kann zwei Klemmelemente umfassen, wobei beide Klemmelemente an beiden Enden einer in Einschubrichtung vorderen Kante der Grundplatte angeordnet sind, oder wobei beide Klemm- elemente an bezüglich einer Achse parallel zur Einschubrichtung gegenüberliegenden seitlichen Außen- kanten der Grundplatte angeordnet sind.
Die Anordnung an der vorderen Kante muss nicht bedeuten, dass das Klemmelement unmittelbar an die vordere Kante angrenzt. Stattdessen kann auch ein Abstand zwischen dem Klemmelement und der vor- deren Kante bestehen, beispielsweise zwischen 1 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 1 mm und 5 mm. Gleichermaßen gilt für die Anordnung an einem Ende der vorderen Kante, dass ein Abstand zwi- schen 1 mm und 10 mm, insbesondere zwischen 1 mm und 5 mm zwischen dem Ende der vorderen
Kante und dem Klemmelement bestehen kann.
Mit zwei Klemmelementen wird die Halterung der Halteplatte in der Haltevorrichtung verbessert, weil die Haftreibung nun an zwei Punkten auftritt. Zudem sind die beiden Klemmelemente an gegenüberlie- genden Seiten der Halteplatte angeordnet. Dadurch wird die Halteplatte beidseitig verklemmt und ist insbesondere durch eventuelle Verschiebungen oder Verdrehungen in Folge einseitig wirkender Zug- kräfte gesichert.
Das Klemmelement kann, wenn es auf der Oberseite und/oder der Unterseite der Grundplatte angeord- net ist, einen Querschnitt parallel zur Grundplatte aufweisen, der kreisförmig, oval oder rechteckig mit optional abgerundeten Ecken ist.
Das Klemmelement ist in seiner Form variabel und kann bei Bedarf an die Geometrie der Grundplatte angepasst werden. Daher ist das Klemmelement mit einer Vielzahl unterschiedlicher Grundplatten kom- binierbar. Ebenso kann die Form des Klemmelements auch für die vorgesehene Haltevorrichtung ange- passt werden. Die Halteplatte ist damit insgesamt nicht auf eine bestimmte Haltevorrichtung be- schränkt, sondern besitzt eine hohe Flexibilität. Dadurch ist eine Art universelle Halteplatte möglich, die für eine Vielzahl von Haltevorrichtungen in unterschiedlichen Staubsaugern verschiedener Hersteller einsetzbar ist.
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Das Klemmelement kann eine Querschnittsfläche zwischen 20 mm? und 200 mm”, insbesondere zwi- schen 50 mm? und 150 mm?, aufweisen. Das Klemmelement kann, wenn auf der Oberseite und/oder der
Unterseite der Grundplatte angeordnet ist, eine Höhe zwischen 0,15 mm und 20 mm, insbesondere zwi- schen 0,5 mm und 3 mm, aufweisen. Anders gesagt kann das Klemmelement zwischen 0,15 mm und 20 5 mm, insbesondere zwischen 0,5 mm und 3 mm, von der Oberseite bzw. Unterseite vorstehen. Das Klem- melement kann, wenn es seitlich an der Grundplatte angeordnet ist, um 0,1 mm bis 20 mm, insbeson- dere 0,5 mm bis 15 mm, von der Grundplatte vorstehen.
Die Querschnittsfläche des Klemmelements liegt dabei parallel zur Oberseite und/oder Unterseite der
Grundplatte. Alternativ liegt die Querschnittfläche senkrecht zur einer Seitenfläche der Grundplatte.
Ebenfalls kann die Querschnittsfläche jene Fläche des Klemmelements sein, die bei senkrechter Betrach- tung der Oberseite oder Unterseite der Grundplatte betrachtet würde.
Das Klemmelement kann, als Material, Polyoxymethylen, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer, Polyp- ropylen oder ein thermoplastisches Elastomer umfassen. Möglich sind auch Mischungen dieser Substan- zen. Die Grundplatte kann Polypropylen oder Polyethylen umfassen. Sollten die Grundplatte und das
Klemmelement das gleiche Material umfassen, muss eine andere Zusammensetzung gewählt werden, um sicherzustellen, dass das Klemmelement weicher als die Grundplatte ist.
Diese Kunststoffe weisen eine hohe Elastizität auf und bilden damit geeignete Materialien für das Klem- melement, sodass eine stabile Verklemmung mit der Haltevorrichtung erreicht wird, ohne Abnutzungen an der Haltevorrichtung hervorzurufen. Ein weiterer Vorteil von Polypropylen besteht darin, dass es kos- — tengünstiger ist als Polyoxymethylen und Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer. Damit lässt sich der
Vorteil der geringeren Abnutzung auch unter Einsparung von Kosten erreichen. Sollten sowohl die
Grundplatte als auch das Klemmelement Polypropylen umfassen, ist für das Klemmelement eine andere
Materialzusammensetzung zu verwenden, damit die Elastizität des Klemmelement größer ist als die der
Grundplatte.
Für die Grundplatte kann auch rezykliertes, also wiederverwendetes, Polypropylen oder Polyethylen ver- wendet werden. Insbesondere kann es sich um rezykliertes Polypropylen gemäß der Norm EN 15345:2008-02 oder rezykliertes Polyethylen gemäß der Norm EN 15344:2008-02 handeln.
Staubsauger-Filterbeutel, einschließlich der Halteplatte, können Wegwerfbeutel sein. Sie können also darauf ausgelegt sein, nach der Verwendung, z.B. wenn sie voll sind, entsorgt zu werden. Daher ist es aus Gründen der Nachhaltigkeit vorteilhaft, zumindest Teile der Halteplatte aus einem Rezyklat zu ferti- gen.
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Die Materialien der Grundplatte und des Klemmelements können auch über ihre Shore-A-Härte charak- terisiert werden. Die Shore-A-Härte des Materials der Grundplatte kann in einem Bereich zwischen 70 und 90, insbesondere zwischen 75 und 85, liegen. Die Shore-A-Härte des Materials des Klemmelements kann in einem Bereich zwischen 20 und 65, insbesondere zwischen 30 und 50, liegen.
Die Halteplatte kann mittels Spritzguss hergestellt sein. Insbesondere handelt es sich um Zweikompo- nenten-Spritzguss.
Spritzguss bietet den Vorteil, dass variable Formen effizient und reproduzierbar hergestellt werden kön- nen. Für den Fall, dass die Grundplatte und das Klemmelement unterschiedliche Materialien umfassen, ist Zweikomponenten-Spritzguss besonders vorteilhaft, die die vollständige Halteplatte in einer Spritz- gussmaschine und einem Arbeitsschritt von produziert werden kann. Zudem können mit Zweikompo- nenten-Spritzguss unterschiedlichste Formen sowohl für das Klemmelement als auch die Grundplatte einfach realisiert werden. Die oben genannten Materialien für Grundplatte und Klemmelement sind da- bei für Spritzguss geeignet.
Alternativ können die Grundplatte und das Klemmelement separat produziert werden. Anschließend wird das Klemmelement zum Beispiel mittels Schweißen, Kleben, Klipsen, Heißverstemmem oder an- dere Verbindungsarten mit der Grundplatte verbunden.
Die Halteplatte kann weiterhin ein Dichtungselement um die Durchtrittsöffnung umfassen.
Im Betrieb des Staubsaugers wird ein mit Staub und Schmutz beladener Saugluftstrom durch die Durch- trittsöffnung in das Innere des Staubsauger-Filterbeutels geleitet. Das Dichtungselement erfüllt die Auf- gabe, dass dabei kein Staub oder Schmutz an der Durchtrittsöffnung vorbei in das Innere des Staubsau- gers gelangen kann. Dies könnte neben einer unerwünschten Verschmutzung des Staubsaugers zu einer
Beschädigung des Staubsaugergebläses führen.
Das Dichtungselement kann ein weicheres Material als die Grundplatte umfassen. Das Dichtungsele- ment und das Klemmelement können das weichere Material umfassen. Anders gesagt können das Dich- tungselement und das Klemmelement das gleiche Material umfassen.
Für das Dichtungselement wird üblicherweise ein weiches und elastisches Material wie beispielsweise ein thermoplastisches Elastomer verwendet. Nun ist es möglich, das Dichtungselement und das Klemm- element während des Herstellungsprozesses gemeinsam zu erzeugen, ohne dass zum Beispiel eine Um- rüstung zwecks Materialwechsel vorgenommen werden müsste. Insbesondere beim zuvor genannten
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Spritzguss (bzw. Zweikomponenten-Spritzguss) können somit das Klemmelement und das Dichtungsele- ment in einem Arbeitsschritt gespritzt werden. Dies stellt eine effiziente und kostengünstige Herstellung sicher.
Das Klemmelement kann eine kammartige Struktur mit einer Mehrzahl von Zinken aufweisen, wobei die
Zinken seitlich von der Grundplatte vorstehen. Dies stellt insbesondere eine Alternative zum Klemmele- ment aus einem weicheren Material als dem der Grundplatte dar.
Die vorliegende Erfindung stellt außerdem eine Halteplatte zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeu- tels in einer Haltevorrichtung in einem Staubsammelraum eines Staubsaugers bereit, wobei die Halte- platte ausgebildet ist, in die Haltevorrichtung des Staubsaugers eingeschoben zu werden. Die Halte- platte umfasst eine Grundplatte mit einer Oberseite, einer Unterseite und einer Durchtrittsöffnung von der Oberseite zur Unterseite, und ein Klemmelement zum Herstellen einer Klemmverbindung zwischen der Halteplatte und der Haltevorrichtung, wobei das Klemmelement seitlich an der Grundplatte ange- ordnet ist, und wobei das Klemmelement eine kammartige Struktur mit einer Mehrzahl von Zinken auf- weisen, wobei die Zinken seitlich von der Grundplatte vorstehen.
Eine höhere Elastizität des Klemmelements kann nicht nur durch dessen intrinsische Weichheit, sondern auch durch dessen Formgebung erreicht werden, auch wenn die Grundplatte und das Klemmelement das gleiche Material umfassen, wie es hier der Fall ist. Hier wird die höhere Elastizität durch die Ausge- staltung des Klemmelements in Form eines Kamms mit einer Vielzahl von Zinken erreicht. Die einzelnen
Zinken bilden dabei eine federnde Kontur, die sich in Antwort auf eine Kraftausübung stärker verformt als die Grundplatte. Wenn die Halteplatte in die Haltevorrichtung eingeschoben wird, werden die Zinken verformt und sorgen analog zum seitlich an der Grundplatte angeordneten Klemmelement aus einem weicheren Material für eine Haftreibung zwischen dem Klemmelement und der Haltevorrichtung, die die Halteplatte fixiert. Dabei ist es nicht notwendig, die Zinken mit hoher Präzision zu fertigen.
Die Halteplatte kann zwei Klemmelemente umfassen, wobei beide Klemmelemente eine kammartige
Struktur mit einer Mehrzahl von Zinken aufweisen, die seitlich von der Grundplatte vorstehen, wobei beide Klemmelemente an bezüglich einer Achse parallel zur Einschubrichtung gegenüberliegenden seitli- chen Außenkanten der Grundplatte angeordnet sind. Dadurch wird eine beidseitige Verklemmung der
Halteplatte in der Haltevorrichtung erzeugt, was eine höhere Stabilität der Fixierung mit sich bringt.
Die Zinken können seitlich zwischen 1 mm und 20 mm, insbesondere 5 mm bis 15 mm, von der Grund- platte vorstehen.
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Die vorstehend gemachten Ausführungen hinsichtlich des Materials für die Grundplatte und die Herstel- lung der Halteplatte mittels Spritzguss gelten ebenso für eine Halteplatte mit kammartiger Struktur.
Die Grundplatte kann eine maximale Breite senkrecht zu einer Einschubrichtung der Halteplatte zwi- schen 55 mm und 94 mm aufweisen, und ein Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Durchtrittsöffnung und einer in der Einschubrichtung vorderen Kante der Grundplatte kann zwischen 28 mm und 53 mm betragen. Diese Längenangaben können auch für die Halteplatte zutreffen.
Die maximale Breite der Grundplatte bezeichnet den maximalen Abstand zwischen zwei Kanten an der
Außenkontur der Grundplatte entlang einer Richtung senkrecht zur Einschubrichtung der Halteplatte.
Das seitlich an der Grundplatte angeordnete Klemmelement kann über die maximale Breite der Grund- platte hinausragen. Anders ausgedrückt ist eine Breite der Halteplatte umfassend das Klemmelement größer als die maximale Breite der Grundplatte. Dies gilt auch für ein Klemmelement in Form einer kammartigen Struktur.
Die Halteplatte kann weiterhin einen Griffabschnitt aufweisen, an dem die Grundplatte eine lokale Ver- dickung aufweist. Dieser Griffabschnitt liegt insbesondere an einer entgegen der Einschubrichtung vor- deren Kante der Halteplatte.
Um die Halteplatte gegen die Verklemmung aus der Haltevorrichtung zu lösen, muss der Benutzer eine gewisse Zugkraft aufbringen. Dazu kann der Benutzer die Halteplatte an dem Griffabschnitt bequem an- greifen und entsprechend ziehen. Durch die lokale Verdickung kann der Benutzer die Halteplatte beim
Ziehen leichter festhalten.
Ebenfalls betrifft die vorliegende Erfindung einen Staubsauger-Filterbeutel umfassend ein Filtermedium, insbesondere umfassend einen Vliesstoff, und eine fest mit dem Filtermedium verbundene Halteplatte, wobei es sich bei der Halteplatte um eine zuvor beschriebene Halteplatte handelt. Die Verbindung kann eine Klebeverbindung oder eine Schweißverbindung sein. Bei dem Staubsauger-Filterbeutel kann es sich um einen Flachbeutel handeln.
Weiterhin stellt die vorliegende Erfindung Haltevorrichtung zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeu- tels in einem Staubsauger bereit. Die Haltevorrichtung umfasst einen Einschub, der dafür ausgebildet ist, dass eine Halteplatte umfassend ein Klemmelement darin eingeschoben wird, sodass das Klemmele- ment in dem Einschub geklemmt wird, wodurch die Halteplatte in dem Einschub gehalten wird, und eine
Fixierungsmulde zur Aufnahme des Klemmelements.
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Bei der Halteplatte kann es sich um eine der zuvor beschriebenen Halteplatten handeln.
Der Einschub ist für die Aufnahme der Halteplatte ausgebildet. Der Einschub kann ein schlitzartiger Ein- schub sein, in den die Halteplatte eingefädelt wird. Das Klemmelement verklemmt mit den Wänden bzw. Begrenzungen des Einschubs und stellt eine Fixierung des Halteplatte im Einschub sicher.
Die Fixiermulde kann eine Vertiefung im Einschub sein. Wenn die Halteplatte in die Haltevorrichtung bzw. den Einschub eingeschoben wird, ist das Klemmelement in der Fixiermulde angeordnet. Einerseits wird einem Benutzer dadurch vereinfacht, die korrekte Position der Halteplatte im Einschub zu erken- nen. Andererseits wird durch die Fixiermulde auch die Halterung der Halteplatte verbessert, weil sowohl ein Kraftschluss als auch ein Formschluss erzeugt werden.
Die Form der Fixiermulde kann auf die Form des Klemmelements abgestimmt sein. Insbesondere bildet die Fixiermulde das Gegenstück zum Klemmelement.
Die vorliegende Erfindung stellt überdies ein System bereit, umfassend eine zuvor beschriebene Halte- platte, die in die Haltevorrichtung eingeschoben ist.
Zudem umfasst die vorliegende Erfindung einen Staubsauger umfassend die zuvor beschriebene Halte- vorrichtung.
Der Staubsauger kann weiterhin einen Staubsauger-Filterbeutel mit einer zuvor beschriebenen Halte- platte umfassen, wobei die Halteplatte in den Einschub der Haltevorrichtung eingeschoben ist.
Weitere Merkmale und Vorteile werden nachfolgend anhand der beispielhaften Figuren erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematische Draufsicht einer ersten Halteplatte;
Figur 2 eine schematische Draufsicht einer zweiten Halteplatte;
Figur 3 eine schematische Draufsicht einer dritten Halteplatte;
Figur 4 eine schematische Draufsicht einer vierten Halteplatte; und
Figur 5 eine Haltevorrichtung zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einem Staubsau- ger umfassend die zweite Halteplatte.
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Im Folgenden und in den Figuren werden in den verschiedenen Ausführungsbeispielen, sofern nicht an- ders spezifiziert, die gleichen Bezugszeichen für gleiche oder entsprechende Merkmale verwendet.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Halteplatte 2 für einen Staubsauger-Filterbeutel als schematische
Draufsicht. Gezeigt ist also eine Oberseite der Halteplatte 2, die einer Unterseite gegenüberliegt. Die
Halteplatte 2 umfasst zunächst eine Grundplatte 2a mit einer Durchtrittsöffnung 14 von der Oberseite zur Unterseite, durch die der Schmutz und Staub beladene Saugluftstrom beim Staubsaugen in das In- nere des Staubsauger-Filterbeutels geleitet wird. Um die Durchtrittsöffnung 14 herum befindet sich ein
Dichtungselement 15, das beispielsweise einen thermoplastischen Elastomer oder Polypropylen umfasst oder daraus besteht. Das Dichtungselement 15 dient dem Zweck, den Saugluftstrom vollständig in den
Staubsauger-Filterbeutel zu leiten, sodass kein Staub oder Schmutz in den Innenraum des Staubsaugers gelangt.
Die Halteplatte 2 umfasst weiterhin zwei Klemmelemente 6, die seitlich an der Grundplatte 2a angeord- net sind. Die Klemmelemente 6 stehen seitlich von der Grundplatte 2a hervor. Anders ausgedrückt ra- gen die Klemmelemente 6 seitlich über die Grundplatte hinaus. Die Klemmelemente 6 ragen seitlich zwi- schen 1 mm und 20 mm, insbesondere zwischen 5 mm und 15 mm über die Grundplatte 2a hinaus. Ein beispielhafter Wert ist 8 mm.
Die Grundplatte 2a kann eine maximale Breite senkrecht zu einer Einschubrichtung E der Halteplatte 2 zwischen 55 mm und 94 mm aufweisen, insbesondere 93 mm. Ein Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Durchtrittsöffnung 14 und einer in der Einschubrichtung E vorderen Kante 19 der Grundplatte 2a kann zwischen 28 mm und 53 mm betragen, insbesondere 50 mm. Diese Längenangaben können auch für die Halteplatte 2 zutreffen. Insbesondere ist eine Breite der Halteplatte 2 an der Stelle der Klemm- elemente 6 größer als die maximale Breite der Grundplatte 2a. Daraus folgt, dass die maximale Breite der Halteplatte 2 größer sein kann als die maximale Breite der Grundplatte 2a. Dies führt dazu, dass die
Halteplatte 2 mit einer Haltevorrichtung tatsächlich nur mit den Klemmelementen 6 in Kontakt kommt, nicht mit der Grundplatte 2a.
Eine Anordnung der Klemmelemente 6 kann symmetrisch zu einer Achse parallel zu der Einschubrich- tung E der Halterplatte 2 sein. Die Halteplatte 2 kann achsensymmetrisch bezüglich dieser Achse sein.
Insbesondere kann diese Achse durch den Mittelpunkt der Durchtrittsöffnung 14 verlaufen.
Die Klemmelemente 6 weisen eine höhere Elastizität als die Grundplatte 2a auf, indem die Klemmele- mente 6 ein weicheres Material als die Grundplatte 2a umfassen. Unter Einwirkung einer Kraft verfor- men sich die Klemmelemente 6 damit stärker als die Grundplatte 2a, die ein härteres Material als die
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Klemmelemente 6 umfasst. Anders ausgedrückt weisen die Klemmelement 6 ein kleineres Elastizitäts- modul als die Grundplatte 2a auf. Als Material für die Klemmelemente 6 kommen Polyoxymethylen, Ac- rylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer, Polypropylen, Polyethylen oder ein thermoplastisches Elastomer oder Mischungen davon in Frage. Insbesondere Polypropylen und Polyethylen (einschließlich rezyklier- tes Polypropylen und Polyethylen) können bevorzugt sein, weil sie kostengünstiger als die anderen Ma- terialien sind.
Das Dichtungselement 15 und die Klemmelemente 6 können das gleiche Material umfassen. Dies verein- facht die Produktion der Halteplatte 2, weil das Dichtungselement 15 und die Klemmelemente 6 im ei- nem Arbeitsschritt hergestellt werden können, beispielsweise mittels Spritzguss. Insgesamt kann die
Halteplatte 2 mittels Zweikomponenten-Spritzguss hergestellt sein.
Die Halteplatte 2 weist optional einen Griffabschnitt 18 auf. Dieser kann zum Beispiel an einem Kanten- abschnitt der Halteplatte 2 ausgebildet sein, der an einer in Einschubrichtung E der Halteplatte 2 hinte- ren Kante liegt. Der Griffabschnitt 18 weist eine lokale Verdickung auf. Anders gesagt besitzt die Halte- platte 2 im Bereich der Griffabschnitts 18 eine größere Dicke. In diesem Bereich kann ein Benutzer die
Halteplatte 2 leicht greifen und daran ziehen, um die Halteplatte 2 aus einer Verklemmung zu lösen.
Durch den Griffabschnitt 18 wird also die Handhabbarkeit der Halteplatte 2 für einen Benutzer weiter verbessert.
Eine solche Halteplatte 2 ist dazu ausgebildet, in eine Haltevorrichtung eines Staubsaugers (siehe Figur 5) eingeschoben und dort gehalten zu werden. Die Halterung der Halteplatte 2 findet dort durch eine
Verklemmung statt, wobei das elastische Klemmelement (bzw. die elastischen Klemmelemente) 6 in der
Haltevorrichtung verklemmt wird. Das Verklemmen schließt insbesondere ein Zusammendrücken des weichen Klemmelements 6 ein. Durch die Verklemmung wird zwischen dem Klemmelement 6 und der
Haltevorrichtung eine Haftreibung hervorgerufen, die die Halteplatte 2 in der Haltevorrichtung hält.
Zur Halterung bedarf es also lediglich der besagten Verklemmung, die im Wesentlichen von den Klemm- elementen und damit von der Halteplatte selbst geleistet wird. Es ist nicht notwendig, bestimmte Rast- geometrien auf Seiten der Haltevorrichtung bereitzustellen, die über die Zeit verschleißen können, so- dass auf Dauer die Stabilität der Halterung zurückgeht
Ein weiterer Vorteil eines Klemmelements aus einem weicheren Material als die Grundplatte besteht darin, dass sich beim Einschieben in die Haltevorrichtung und dem Verklemmen mit derselben vor allem das Klemmelement in Folge von Reibung abnutzt, während an der härteren Haltevorrichtung in der Re-
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LU103467 12 gel kein nennenswerter Verschleiß auftritt. Die Halteplatte wird mit dem Wechsel des Staubsauger-Fil- terbeutels auch ausgetauscht, sodass ein Verschließ des Klemmelements unproblematisch ist, weil mit
Einsetzen der neuen Halteplatte auch ein neues Klemmelement bereitgestellt wird. Die Haltevorrichtung hingegen viele über viele Wechselzyklen nicht wesentlich beansprucht und ist deshalb sehr langlebig.
Die Stabilität der Halterung ist damit über einen langen Zeitraum hoch und stabil.
Darüber hinaus ist das elastische Klemmelement in der Lage, bestimmte Maßunterschiede zwischen der
Halteplatte und der Haltevorrichtung auszugleichen. Einerseits sind damit höhere Fertigungstoleranzen möglich, was die Herstellung der Halteplatte vereinfacht und Kosten reduziert. Andererseits ist die Hal- teplatte grundsätzlich für unterschiedliche Haltevorrichtungen einsetzbar, weil keine exakte Abstim- mung der Abmessungen mehr erforderlich ist. Damit können bisherige spezifische Halteplatten zu einer universellen Halteplatte für mehrere Staubsaugertypen zusammengefasst werden.
Die gezeigte Halteplatte 2 kann Teil eines Staubsauger-Filterbeutels (nicht gezeigt) sein. Der Staubsau- ger-Filterbeutel umfasst ein Filtermedium, wobei das Filtermedium fest mit der Halteplatte 2 verbun- den, beispielsweise verklebt oder verschweißt, ist. Beim Staubsaugen wird ein mit Schmutz und Staub belasteter Luftstrom durch die Durchtrittsöffnung 14 in den Filterbeutel geleitet. Der Staubsauger-Filter- beutel kann beispielsweise ein Flachbeutel sein.
Figur 2 zeigt eine weitere Halteplatte 2 als Draufsicht. Diese deckt sich in weiten Teilen mit der Halte- platte aus Figur 1, sodass auf redundante Erklärungen an dieser Stelle verzichtet wird. Der wesentliche
Unterschied zwischen den beiden Ausführungsformen besteht in der Anordnung und Form der Klemm- elemente 6. Die beiden Klemmelemente 6 sind auf der Oberseite der Grundplatte 2a angeordnet, und zwar an beiden Enden einer in Einschubrichtung E vorderen Kante 19 der Grundplatte 2a. Die Klemmele- mente 6 müssen dabei nicht unmittelbar an die vordere Kante 19 und/oder deren beiden Enden angren- zen. Möglich ist auch ein Abstand dazwischen von 1mm bis 10 mm, insbesondere 1 mm bis 5 mm. Bei- spielweise können 2 mm gewählt werden.
Die beiden Klemmelemente 6 haben einen kreisförmigen Querschnitt. Eine Höhe der Klemmelemente 6, von der Grundplatte 2a aus gesehen, kann zwischen 0,5 mm und 20 mm, insbesondere zwischen 2 mm und 5 mm, betragen. Ein beispielhafter Wert ist 5 mm. Eine Querschnittsfläche der Klemmelemente 6 kann zwischen 20 mm? und 200 mm?, insbesondere zwischen 50 mm? und 150 mm?, sein. Eine große
Querschnittsfläche bietet eine größere Haftreibung und eine sichere Fixierung der Halteplatte 2. Bei ei- ner zu kleinen Querschnittsfläche kann die Haftreibung eventuell nicht ausreichen, um die Halteplatte 2 sicher zu fixieren.
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Eine Halterung der Halteplatte 2 in einer zugehörigen Haltevorrichtung (diese wird im Detail in Figur 5 und der zugehörigen Beschreibung erläutert) erfolgt auch hier durch Verklemmung der an der Oberseite der Grundplatte 2a befindlichen Klemmelemente 6 mit der Haltevorrichtung. Die im Zusammenhang mit der ersten Halteplatte genannten Vorteile werden von der zweiten Halteplatte in analoger Weise bereit- gestellt.
Die beiden Klemmelemente 6 können sich auch auf der Unterseite der Grundplatte 2a befinden. Ebenso kann das eine Klemmelement 6 auf der Oberseite und das andere Klemmelement 6 auf der Unterseite angeordnet sein. Die zuvor gemachten Ausführungen gelten entsprechend.
Figur 3 zeigt eine dritte Halteplatte 2 umfassend ein Klemmelement 6 auf der Oberseite der Grundplatte 2a. Ferner befindet sich das Klemmelement 6 an der in Einschubrichtung E vorderen Kante der Grund- platte 2a, insbesondere mittig zwischen den beiden Enden der vorderen Kante 19. Das Klemmelement 6 weist einen rechteckigen Querschnitt auf, wobei das Rechteck abgerundete Ecken haben kann.
Im Übrigen wird auf die Ausführungen zu ersten und zweiten Halteplatte verwiesen.
In Figur 4 ist eine vierte Halteplatte 2 dargestellt. Diese hat strukturelle Ähnlichkeit mit der ersten Halte- platte, sodass hier nur auf die Unterschiede eingegangen wird. Die Halteplatte 2 umfasst zwei Klemm- elemente 6, die seitlich an der Grundplatte 2a angeordnet sind. Anders als bei der ersten Halteplatte umfassen die Klemmelemente 6 jedoch das gleiche Material wie die Grundplatte 2a. Eine größere Elasti- zität der Klemmelemente 6 wird stattdessen durch deren Formgebung erreicht. Dazu sind die Klemmele- mente 6 in Form einer kammartigen Struktur 8 ausgebildet, die eine Mehrzahl an Zinken 8a umfasst.
Zahl und Form der Zinken 8a sind natürlich nicht auf die gezeigte Ausführungsform beschränkt.
Die kammartige Struktur 8 dient hierbei als federnde Kontur, die sich beim Einschieben in die Haltevor- richtung verformt und mit der Haltevorrichtung verklemmt, sodass die Halteplatte gehalten wird.
Insgesamt lässt sich mit der elastischen, kammartigen Struktur ebenfalls eine stabile Halterung der Hal- teplatte 2 durch Verklemmung in der Haltevorrichtung erreichen, analog zur ersten Halteplatte.
Figur 5 zeigt eine Haltevorrichtung 20 zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einem Staubsau- ger. Die Haltevorrichtung 20 umfasst einen Einschub 12, der ausgebildet ist, dass eine Halteplatte 2 um- fassend eines oder mehrere Klemmelemente 6 darin eingeschoben wird, sodass das Klemmelement 6 in dem Einschub 12 geklemmt wird, wodurch die Halteplatte 2 in dem Einschub gehalten wird. Bei der Hal- teplatte handelt es sich um die Halteplatte 2 aus Figur 2. In der Figur ist die Halteplatte 2 zu illustratori- schen Zwecken nicht vollständig in den Einschub 12 geschoben.
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Der Einschub 12 ist beispielsweise ein schlitzartiger Einschub, der, wenn die Halteplatte 2 eingeschoben ist, die Unterseite, die beiden Seitenkanten, die vordere Kante 19 und einen Teil der Oberseite umgibt.
Die Halteplatte 2 wird also von allen Seiten in dem Einschub 12 gehalten. Wenn die Halteplatte 2 in den
Einschub 12 geschoben wird, werden die Klemmelemente 6 mit einer entsprechenden Seitenwand des
Einschubs 12 verklemmt und durch die resultierende Haftreibung dort gehalten.
Die Haltevorrichtung 20 umfasst zwei Fixiermulden 13, die zur Aufnahme der Klemmelemente 6 ausge- bildet sind. Wenn die Halteplatte 2 in den Einschub 12 (vollständig) eingeschoben ist, werden die Klem- melemente 6 von den Fixiermulden aufgenommen. Dabei weisen die Fixiermulden 13 insbesondere eine zu den Klemmelementen 6 komplementäre Form auf. Dadurch wird die Stabilität der Halterung weiter verbessert, weil die Halteplatte 2 nicht nur durch einen Reibschluss zwischen Klemmelementen 6 und
Einschub, sondern obendrein durch einen Formschluss zwischen Klemmelementen 6 und Fixiermulden gehalten wird.
Durch Ziehen entgegen der Einschubrichtung der Halteplatte 2 lässt sich die Halteplatte 2 wieder aus der Verklemmung lösen und aus dem Einschub 12 entfernen. Hier kann sich der Griffabschnitt 18 als vorteilhaft für die Handhabbarkeit der Halteplatte 2 erweisen. Das Einschieben und Entnehmen der Hal- teplatte 2 ist dabei über eine Mehrzahl von Zyklen möglich.
Der Einschub 12 umfasst ein härteres Material als die Klemmelemente 6. Beispielsweise umfassen die
Grundplatte 2a und der Einschub 12 das gleiche Material. Dadurch tritt durch Reibung zwischen dem
Einschub 12 und dem Klemmelement 6 Verschleiß oder Abrieb vordergründig am Klemmelement 6 auf, während der Einschub 12 über einen langen Zeitraum nicht signifikant verschlissen wird. Da die Halte- platte 2 zusammen mit den Klemmelementen 6 jedoch regelmäßig ausgetauscht wird, fällt ein Ver- schleiß der Klemmelemente 6 nicht ins Gewicht.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die gezeigte Haltevorrichtung beschränkt ist.
So kann die Haltevorrichtung auch mit einer anderen Halteplatte benutzt werden, insbesondere jenen der Figuren 1, 3 oder 4. In diesen Fällen muss die Fixierungsmulde 13 hinsichtlich Form und Position ent- sprechend der Ausführung des jeweiligen Klemmelements 6 angepasst werden.
Die Haltevorrichtung 20 kann in einem Staubsammelraum eines Staubsaugers angeordnet sein.
Claims (15)
1. Halteplatte (2) zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels in einer Haltevorrichtung (20) in ei- nem Staubsammelraum eines Staubsaugers, wobei die Halteplatte (2) ausgebildet ist, in die Hal- tevorrichtung (20) des Staubsaugers eingeschoben zu werden, umfassend: eine Grundplatte (2a) mit einer Oberseite, einer Unterseite und einer Durchtrittséffnung (14) von der Oberseite zur Unterseite, und ein Klemmelement (6) zum Herstellen einer Klemmverbindung zwischen der Halteplatte (2) und der Haltevorrichtung (20), wobei das Klemmelement (6) an der Oberseite der Grundplatte (2a), der Unterseite der Grund- platte (2a) und/oder seitlich an der Grundplatte (2a) angeordnet ist, und wobei das Klemmelement (6) eine hohere Elastizitat als die Grundplatte (2a) aufweist.
2. Halteplatte (2) nach Anspruch 1, wobei das Klemmelement (6) ein weicheres Material als das der Grundplatte (2a) umfasst.
3. Halteplatte (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich das Klemmelement (6) an einer in Einschub- richtung (E) vorderen Kante (19) der Grundplatte (2a) auf der Oberseite und/oder der Unterseite der Grundplatte (2a) befindet; und/oder wobei sich das Klemmelement (6) an einer, bezüglich einer Achse parallel zu einer Einschubrich- tung (E), seitlichen Kante der Grundplatte (2a) befindet.
4. Halteplatte (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, umfassend zwei Klemmelemente (6), wobei beide Klemmelemente (6) an beiden Enden einer in Einschubrichtung (E) vorderen Kante (19) der Grundplatte (2a) angeordnet sind; oder wobei beide Klemmelemente (6) an bezüglich einer Achse parallel zur Einschubrichtung (E) ge- genüberliegenden seitlichen Außenkanten der Grundplatte (2a) angeordnet sind.
5. Halteplatte (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Klemmelement (6), wenn es auf der Oberseite und/oder der Unterseite der Grundplatte (2a) angeordnet ist, einen Quer- schnitt parallel zur Grundplatte aufweist, der kreisfôrmig, oval oder rechteckig mit optional abge- rundeten Ecken ist.
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6. Halteplatte (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Klemmelement (6) eine Querschnittsfläche zwischen 20 mm? und 200 mm”, insbesondere zwischen 50 mm? und 150 mm”, aufweist, und/oder wobei das Klemmelement (6), wenn es auf der Oberseite oder der Unterseite angeordnet ist, eine Höhe zwischen 0,15 mm bis 20 mm, insbesondere 0,5 mm bis 3 mm, aufweist, und/oder wobei das Klemmelement (6), wenn es seitlich an der Grundplatte angeordnet ist, um 0,1 mm bis mm, insbesondere 0,5 mm bis 15 mm, von der Grundplatte vorsteht.
7. Halteplatte (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Klemmelement (6) Po- lyoxymethylen, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer, Polypropylen oder ein thermoplastisches Elastomer umfasst, und/oder wobei die Grundplatte (2a) Polypropylen oder Polyethylen umfasst.
8. Halteplatte (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, hergestellt mittels Spritzguss, ins- besondere mittels Zweikomponenten-Spritzguss.
9. Halteplatte (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, weiterhin umfassend ein Dichtungs- element (15) um die Durchtrittsöffnung (14).
10. Halteplatte (2) nach Anspruch 9, wobei das Dichtungselement (15) und das Klemmelement (6) das weichere Material umfassen.
11. Halteplatte (2) nach Anspruch 1, wobei das Klemmelement (6) eine kammartige Struktur (8) mit einer Mehrzahl von Zinken (8a) aufweist, wobei die Zinken (8a) seitlich von der Grundplatte (2a) vorstehen.
12. Halteplatte (2) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Grundplatte (2a) eine ma- ximale Breite senkrecht zu einer Einschubrichtung (E) der Halteplatte (2) zwischen 55 mm und 94 mm aufweist, und wobei ein Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Durchtrittsöffnung (14) und einer in der Ein- schubrichtung (E) vorderen Kante (19) der Grundplatte (2a) zwischen 28 mm und 53 mm beträgt.
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13. Staubsauger-Filterbeutel, umfassend die Halteplatte (2) nach einem der vorangegangenen An- sprüche, und ein Filtermedium, wobei das Filtermedium fest mit der Halteplatte (2) verbunden ist.
14. Haltevorrichtung (20) zur Halterung eines Staubsauger-Filterbeutels (1) in einem Staubsauger, die Haltevorrichtung (20) umfassend: einen Einschub (12), der dafür ausgebildet ist, dass eine Halteplatte (2) umfassend ein Klemmele- ment (6) darin eingeschoben wird, sodass das Klemmelement (6) in dem Einschub (12) geklemmt wird, wodurch die Halteplatte (6) in dem Einschub (12) gehalten wird, und eine Fixierungsmulde (13) zur Aufnahme des Klemmelements (6).
15. Staubsauger, umfassend die Haltevorrichtung (20) nach Anspruch 14.
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Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE3403121A1 (de) * | 1984-01-30 | 1985-08-01 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Haltevorrichtung fuer den filterbeutel eines staubsaugers |
| EP1174072B1 (de) * | 2000-07-20 | 2006-06-07 | Vorwerk & Co. Interholding GmbH | Anordnung eines Filterbeutels in einem Elektrostaubsauger sowie Filterbeutel mit einer Halteplatte |
| DE202013001096U1 (de) | 2013-02-05 | 2013-03-05 | Branofilter Gmbh | Staubfilterbeutel für Staubsauger |
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2024
- 2024-11-27 LU LU103467A patent/LU103467B1/de active IP Right Grant
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| DE202013001096U1 (de) | 2013-02-05 | 2013-03-05 | Branofilter Gmbh | Staubfilterbeutel für Staubsauger |
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