Technisches Gebiet
-
Die Erfindung betrifft eine Welle zum Aufrollen eines Abschnitts eines Etikettenbands von einer Etikettenrolle für eine Handhabungsvorrichtung zum Handhaben des Etikettenbands. Die Erfindung betrifft ferner eine Handhabungsvorrichtung, ein Verfahren zum Handhaben eines Etikettenbands einer Etikettenrolle, ein Verfahren zum Herstellen einer Welle und ein Computerprogrammprodukt.
Technischer Hintergrund
-
In einer Behälterbehandlungsanlage kann eine Etikettiereinrichtung zum Etikettieren von Behältern umfasst sein. Beispielsweise kann die Etikettiereinrichtung die Behälter mit Etiketten von einer Etikettenrolle (Rolle mit Etikettenmaterial) etikettieren.
-
Herkömmlich werden die Etikettenrollen von einem Bediener per Hand nachgelegt. Ggf. muss der Benutzer weitere Aufgaben erfüllen, wie bspw. das positionsgerechte Abschneiden des Etikettenbandes, das Aufbringen eines doppelseitigen Klebebands auf das Etikettenband oder das Einbringen des Etikettenbandes in eine automatische Verklebung. Auch möglich ist die Nutzung von Rollenmagazinen, die mit mehreren Rollen manuell bestückt werden können.
-
Die
DE 10 2021 125 133 A1 beschreibt einen mobilen Roboter, ein Versorgungssystem und ein Verfahren zum Etikettenrollenwechsel an einem Etikettieraggregat zur Etikettierung von Behältern. Der mobile Roboter umfasst demnach eine Fahrzeugeinheit zum Ortswechsel des Roboters und eine Manipulatoreinheit mit einem Mehrachsmanipulator und einem zugehörigen Endeffektor zum Manipulieren von Etikettenrollen. Dadurch, dass der Endeffektor zum tragenden außenumfänglichen Greifen der Etikettenrollen und entleerter Rollenkerne von Etikettenrollen ausgebildet ist, lassen sich ergonomisch problematische Arbeitsschritte beim Nachlegen von Etikettenrollen ausschließlich maschinell und mit großer Präzision sowie in materialschonender Weise bewerkstelligen.
-
Die
EP 3 760 550 A1 beschreibt eine Transfereinheit zum Zuführen von Rollen von Etikettiermaterial zu einem Etikettiermodul, das konfiguriert ist, um Etiketten auf Gegenstände aufzubringen. Die Transfereinheit weist ein Trägerelement auf, das so konfiguriert ist, dass es eine Mehrzahl von Rollen trägt, die vertikal in mindestens einem Stapel angeordnet sind. Die Transfereinheit weist ferner einen Roboterarm auf, der so konfiguriert ist, dass er jeweils mindestens eine Rolle an einer Greifstation aus dem Stapel entnimmt und sie an einer Freigabestation freigibt.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine verbesserte Technik zum Handhaben von Etikettenbändern für die Bestückung eines Etikettiersystems zu schaffen.
Zusammenfassung der Erfindung
-
Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.
-
Ein Aspekt betrifft eine Welle, vorzugsweise Saug- und/oder Klemmwelle, zum Aufrollen eines Abschnitts eines Etikettenbands von einer Etikettenrolle für eine Handhabungsvorrichtung zum Handhaben des Etikettenbands. Die Welle weist einen (z. B. einteiligen oder mehrteiligen) Wellenhauptkörper mit einem (z. B. variablen) Längsspalt, vorzugsweise Längssaug- und/oder Längsklemmspalt, zum Aufnehmen und Halten eines Anfangs des Abschnitts des Etikettenbands auf.
-
Vorteilhaft kann auf diese Weise eine kompakte und universell verwendbare Welle für die Etikettenbandhandhabung bereitgestellt werden. Dadurch, dass das Etikettenband mittels Aufnahme in dem Längsspalt und Aufrollen auf der Welle sicher fixiert werden kann, besteht vorteilhaft eine hohe Prozesssicherheit. Dieser Vorteil kann ferner dadurch unterstützt werden, dass das Etikettenband beim Handhaben erst ganz am Schlussdurchschnitten werden kann, z. B. bei einer Übergabe an eine Verklebeeinrichtung, z. B. Spleißstation. Mittels einer Bandkraftregelung kann vorteilhaft ein straffer und dennoch schonende Etikettenbandtransport ermöglicht werden. Die Bandkraftregelung kann bspw. durch die Welle und/oder durch eine Etikettenrollenaufnahme (z. B. Folienteller) erfolgen, z. B. abhängig von einer Signalausgabe eines Kraftsensors. In Kombination mit einem Rollengreifer kann die Handhabung mittels der Welle vorteilhaft eine durchgehend automatisierte Lösung für die Verbrauchsmaterialversorgung bereitstellen.
-
In einem Ausführungsbeispiel ist der Wellenhauptkörper (z. B. vollständig oder teilweise) aus mehreren aneinander angrenzenden, vorzugsweise additiv gefertigten, Materialschichten (z. B. PA-Materialschichten) gebildet.
-
Vorteilhaft lässt sich der Wellenhauptkörper (und ggf. die gesamte Welle) durch additive Fertigung und die damit verbundene Geometriefreiheit sowie Funktionsintegration sehr kostengünstig und schnell (Rapid Manufacturing) herstellen. Vorteilhaft können durch sogenanntes Print-in-Place beim additiven Fertigen direkt Zusatzfunktionen in dem Wellenhauptkörper integriert werden, z. B. eine Saugfunktionalität, eine Klemmfunktionalität und/oder eine Leitungsfunktionalität. Vorteilhaft können damit auch Montagezeit und Zusatzkosten für zusätzliche Bauteile eingespart werden. Die additive Fertigung kann vorteilhaft eine sehr leichte Variantenkonstruktion, z. B. mit unterschiedlichen Wellenlängen, ermöglichen. Durch die Nutzung von Leichtbauprinzipien kann vorteilhaft eine Minimierung des Werkstoffeinsatzes erreicht werden. Vorteilhaft kann die Welle theoretisch auf Dauerfestigkeit ausgelegt werden und wartungsfrei sein.
-
In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist mindestens eines erfüllt von:
- der Wellenhauptkörper weist eine im Wesentlichen zylindrische Außenform auf;
- der Längsspalt öffnet sich in einer Außenumfangsfläche des Wellenhauptkörpers;
- die Welle ist eine Hohlwelle;
- eine Außenumfangsfläche der Welle weist eine Antihaftbeschichtung (z. B. aus Silikon oder PTFE) auf;
- die Welle weist an ihrem freien Ende einen, vorzugsweise abschnittsweise oder vollständig, umlaufenden Absatz (z. B. des Wellenhauptkörpers oder einer Umhüllung) zum Verhindern eines Abrutschens des Etikettenbands von der Welle auf;
- der Längsspalt erstreckt sich im Wesentlichen entlang einer gesamten Länge des Wellenhauptkörpers;
- die Welle und/oder der Wellenhauptkörper weist eine Gesamtlänge ≥ 200 mm und/oder ≤ 300 mm auf; und
- die Welle und/oder der Wellenhauptkörper weist einen Außendurchmesser ≥ 50 mm und/oder ≤ 100 mm auf.
-
In einer Ausführungsform weist die Welle ferner eine, vorzugsweise hülsenförmige (rohrförmige) und/oder metallische, (z. B. Aluminium-) Umhüllung auf, die den Wellenhauptkörper, vorzugsweise lösbar, umgibt (z. B. kann der Wellenhauptkörper lösbar in die Umhüllung eingesteckt sein). Optional kann die Umhüllung eine Antihaftbeschichtung an ihrer Außenumfangsfläche aufweisen. Vorzugsweise kann ein oder können beide Endbereiche des Wellenhauptkörpers, bevorzugt vorstehende oder nasenförmige oder bogenförmigen, Toleranzausgleichelemente aufweisen. Die Toleranzausgleichelemente können verteilt um einen Außenumfang des Wellenhauptkörpers herum angeordnet sein, und/oder den Wellenhauptkörper formschlüssig und optional kraftschlüssig in der Umhüllung halten.
-
Vorteilhaft kann die Umhüllung spanend hochgenau bearbeitet sein, und der bspw. additiv gefertigte Wellenhauptkörper kann in die Umhüllung eingesteckt sein. Dies kann zum einen die Vorteile haben, dass die Umhüllung relativ formstabil ist und sich für die weitere Montage, z. B. an einem Greifer, eine höhere Genauigkeit erzielen lässt. Zum anderen können vorteilhaft filigrane Kunststoffelemente des Wellenhauptkörpers vor Verschmutzung und im Kollisionsfall vor Beschädigung geschützt werden. Weitere Vorteile kann die Umhüllung bspw. hinsichtlich verschiedener Sicherheitsaspekte bieten. So können bspw. mit Druck oder Vakuum beaufschlagte Bereiche des Wellenhauptkörpers von der Umwelt abgeschirmt werden, und es besteht keine Gefahr im Schadensfall. Auch kann eine Gefahr des Einklemmens durch eine Klemmfunktionalität des Wellenhauptkörpers durch die Umhüllung minimiert werden.
-
Vorteilhaft können die Toleranzausgleichelemente herstellungsprozessbedingte Toleranzen des Wellenhauptkörpers an den Fügedurchmessern des Wellenhauptkörpers zur Umhüllung kompensieren. So kann vorteilhaft eine Montagefähigkeit auch ohne weitere spanende Nachbearbeitungsschritte sichergestellt werden.
-
Beispielsweise kann die Umhüllung einen Längsspalt aufweisen, der den Längsspalt des Wellenhauptkörpers überdeckt.
-
Vorzugsweise kann die Umhüllung als eine Hohlwelle ausgeführt sein.
-
Alternativ ist es bspw. auch möglich, dass der Wellenhauptkörper selbst eine Außenumfangsfläche der Welle zum Kontaktieren des Abschnitts des Etikettenbands beim Aufrollen des Abschnitts bildet. In anderen Worten: Die Welle weist keine separate Umhüllung, in der der Wellenhauptkörper positioniert ist, auf.
-
In einer weiteren Ausführungsform weist der Wellenhauptkörper eine Saugeinrichtung zum Einsaugen des Anfangs des Abschnitts des Etikettenbands in den Längsspalt auf. Vorteilhaft kann damit eine Aufnahme des Anfangs des Etikettenbands in dem Längsspalt unterstützt werden.
-
In einer Ausführungsvariante ist mindestens eines erfüllt von:
- die Saugeinrichtung ist in der Welle angeordnet;
- die Saugeinrichtung weist eine Saugdüse auf, die mit dem Längsspalt zum Einsaugen des Anfangs des Abschnitts des Etikettenbands verbunden ist;
- die Saugeinrichtung ist (z. B. vollständig)aus mehreren aneinander angrenzenden, vorzugsweise additiv gefertigten, Materialschichten (z. B. PA-Materialschichten) gebildet;
- die Saugeinrichtung erstreckt sich im Wesentlichen entlang einer gesamten Länge des Wellenhauptkörpers; und
- die Saugeinrichtung weist eine Vakuumleitung auf, die (z. B. mit der Saugdüse (z. B. integral-einstückig) verbunden ist und) parallel beabstandet zu einer Mittellängsachse der Welle angeordnet ist.
-
In einer weiteren Ausführungsvariante weist der Wellenhauptkörper eine, vorzugsweise pneumatische, Klemmeinrichtung auf, die angeordnet ist zum Klemmen des Anfangs des Abschnitts des Etikettenbands in dem Längsspalt. Vorteilhaft kann auf diese Weise ein Halten des Anfangs des Etikettenbands in dem Längsspalt und ein sicheres Aufwickeln des Abschnitts des Etikettenbands auf die Welle unterstützt werden.
-
In einem Ausführungsbeispiel ist mindestens eines erfüllt von:
- die Klemmeinrichtung ist in der Welle angeordnet;
- die Klemmeinrichtung ist (z. B. vollständig) aus mehreren aneinander angrenzenden, vorzugsweise additiv gefertigten, Materialschichten (z. B. PA-Materialschichten) gebildet;
- die Klemmeinrichtung weist ein, vorzugsweise elastisch (z. B. zum Klemmen) vorgespanntes, (z. B. plattenförmiges) Klemmelement, das zum Einklemmen und Freigeben des Anfangs des Abschnitts des Etikettenbands (z. B. relativ zu einem Gegenhalter) bewegbar ist, auf, wobei vorzugsweise das Klemmelement mit dem Längsspalt des Wellenhauptkörpers ausgerichtet ist und/oder sich im Wesentlichen entlang einer gesamten Länge des Längsspalts erstreckt; und
- der Wellenhauptkörper weist einen (z. B. plattenförmigen) Gegenhalter auf oder ein Gegenhalter der Welle ist lösbar in dem Wellenhauptkörper positioniert (z. B eingesteckt), vorzugsweise über eine Schwalbenschwanzführung und/oder eine Rastverbindung, wobei der Gegenhalter zum Einklemmen des Anfangs des Abschnitts des Etikettenbands zwischen sich und der Klemmeinrichtung angeordnet ist.
-
In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die Klemmeinrichtung mindestens einen, vorzugsweise pneumatischen, Klemmaktor, vorzugsweise Faltenbalg, zum Bewegen eines Klemmelements der Klemmeinrichtung auf. Optional ist ferner mindestens eines erfüllt von:
- der mindestens eine Klemmaktor ist (z. B. vollständig) aus mehreren aneinander angrenzenden, vorzugsweise additiv gefertigten, Materialschichten (z. B. PA-Materialschichten) gebildet; und
- der Wellenhauptkörper weist eine Druckluftleitung auf, die mit dem mindestens einen Klemmaktor (z. B. integral-einstückig) verbunden ist und vorzugsweise parallel beabstandet zu einer Mittellängsachse der Welle angeordnet ist.
-
In einer Ausführungsform weist die Welle ferner einen Bandsensor auf, der angeordnet ist zum Erfassen eines in dem Längsspalt aufgenommenen Anfangs des Abschnitts des Etikettenbands. Vorteilhaft kann damit bspw. auf eine erfolgreiche Aufnahme des Anfangs des Etikettenbands in dem Längsspalt geprüft werden.
-
In einer weiteren Ausführungsform ist mindestens eines erfüllt von:
- der Bandsensor ist in dem Wellenhauptkörper angeordnet, vorzugsweise zum Erfassen des durch den Längsspalt in den Wellenhauptkörper hineinragenden Anfangs des Abschnitts des Etikettenbands;
- der Bandsensor ist ein optischer Sensor, vorzugsweise ein Lasersensor oder ein LED-Sensor;
- der Bandsensor ist drehfest mit dem Wellenhauptkörper verbunden;
- der Bandsensor ist in oder an einem freien Endbereich der Welle angeordnet; und
- der Wellenhauptkörper weist in seinem Inneren entlang seiner Länge mehrere Halteelemente auf, die eine Signalleitung halten, die mit dem Bandsensor verbunden ist.
-
Ein weiterer Aspekt betrifft eine (z. B. stationäre) Handhabungsvorrichtung, vorzugsweise Roboterhandhabungsvorrichtung (z. B. Knickarmroboterhandhabungsvorrichtung), zum Handhaben eines Etikettenbands einer Etikettenrolle. Die Handhabungsvorrichtung weist eine Welle wie hierin offenbart auf. Vorzugsweise kann ferner mindestens eines erfüllt sein von:
- die Welle ist ein Endeffektor der Handhabungsvorrichtung;
- die Welle ist nur an einer Endseite der Welle drehbar gelagert; und
- mindestens eines von einem Drehverteiler (z. B. für Druckluft oder Vakuum), einem Montageflansch und einem Vakuumerzeuger ist aus mehreren aneinander angrenzenden, vorzugsweise additiv gefertigten, Materialschichten gebildet, vorzugsweise gemeinsam mit dem Wellenhauptkörper.
-
Ein weiterer Aspekt betrifft ein Etikettiersystem zum Etikettieren von Behältern. Das Etikettiersystem weist zwei Etikettenrollenaufnahmen zum Aufnehmen je einer Etikettenrolle, eine Verklebeeinrichtung (z. B. Spleißeinrichtung) zum Verbinden eines Anfangs eines Etikettenbands von einer der Etikettenrollen mit einem Ende eines Etikettenbands der anderen Etikettenrolle und eine Handhabungsvorrichtung wie hierin offenbart auf. Die Handhabungsvorrichtung ist (z. B. mittels einer Verarbeitungseinrichtung) dazu konfiguriert, einen Abschnitt eines Etikettenbands einer Etikettenrolle wahlweise von einer der zwei Etikettenrollenaufnahmen mittels der Welle zu der Verklebeeinrichtung zuzuführen und optional den Abschnitt für die Verklebeeinrichtung vorzubereiten, vorzugsweise zuzuschneiden und/oder mit einem Klebemittel (z. B. doppelseitiger Klebestreifen) zu versehen.
-
Ein weiterer Aspekt betrifft eine Behälterbehandlungsanlage (z. B. zum Temperieren, Herstellen, Reinigen, Beschichten, Prüfen, Abfüllen, Verschließen, Pasteurisieren, Dekorieren, Etikettieren, Bedrucken, Beschriften, Laserbeschriften und/oder Verpacken von Behältern für flüssige oder pastöse Medien, vorzugsweise Getränke, flüssige Nahrungsmittel oder Produkte aus der Pharma- oder Health-Care-Industrie). Die Behälterbehandlungsanlage kann die Welle wie hierin offenbart, die Handhabungsvorrichtung wie hierin offenbart oder das Etikettiersystem wie hierin offenbart aufweisen. Die Behälterbehandlungsanlage kann beispielsweise eine Getränkeabfüllanlage sein.
-
Ein weiterer Aspekt betrifft ein Verfahren zum Handhaben eines Etikettenbands einer Etikettenrolle mittels einer Welle wie hierin offenbart oder mittels einer Handhabungsvorrichtung wie hierin offenbart. Das Verfahren weist auf: Aufnehmen eines Anfangs eines Abschnitts eines Etikettenbands einer Etikettenrolle (z. B. von einer Etikettenrollenaufnahme (z. B. Drehteller) eines Etikettiersystems) in dem Längsspalt des Wellenhauptkörpers, vorzugsweise unterstützt durch ein Ansaugen des Anfangs mittels einer Saugeinrichtung der Welle.
-
Optional weist das Verfahren ferner mindestens eines auf von:
- Erfassen des in dem Längsspalt aufgenommenen Anfangs mittels eines Bandsensors der Welle;
- Halten des in dem Längsspalt aufgenommenen Anfangs in dem Längsspalt mittels einer Klemmeinrichtung der Welle;
- Aufrollen des Abschnitts auf die Welle durch Drehen der Welle (z. B. mittels einer Handhabungsvorrichtung); und
- Bewegen des Abschnitts mittels Bewegen der Welle im Raum, z. B. mittels einer Handhabungsvorrichtung (z. B. Handhabungsroboter).
-
Ein weiterer Aspekt betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Welle wie hierin offenbart. Das Verfahren weist auf: additives Fertigen des Wellenhauptkörpers der Welle in einer Vielzahl von aneinander angrenzenden Materialschichten, vorzugsweise in einem Pulverbettverfahren (z. B. MJF - Multi Jet Fusion) oder einem Polyjet-Verfahren (z. B. Polyjet Modelling).
-
Vorteilhaft kann bspw. das Polyjet-Verfahren ermöglichen, dass unterschiedliche Funktionsbereiche des Wellenhauptkörpers innerhalb eines Fertigungsprozesses aus unterschiedlichen Materialien additiv gefertigt werden können. Bspw. ließen sich so die Klemmaktoren aus einem für eine reversible Verformung optimierten Material herstellen. Für die Oberfläche des Gegenhalters ließe sich bspw. ein Material mit gummiähnlichen Eigenschaften nutzen, um sowohl eine Verformungseignung als auch einen hohen Reibwert zu erreichen. In Bereichen innerhalb des Wellenhauptkörpers, in denen der durch die Klemmung entstehende Kraftfluss herrscht (z. B. an dem Gegenhalter), ließen sich bspw. neben der geometrischen Versteifung auch verstärkte Materialien einsetzen.
-
Es ist möglich, dass das Verfahren ferner aufweist: chemisches Glätten von Oberflächen des Wellenhauptkörpers. Vorteilhaft kann so eine Oberflächengüte der Welle verbessert werden. Dies kann sich bspw. positiv auf die Lebensdauer der als Faltenbälge ausgebildeten Klemmaktoren auswirken. Eine Kerbwirkung in engen Radien der Falten kann vorteilhaft vermindert werden.
-
Ein weiterer Aspekt betrifft ein Computerprogrammprodukt aufweisend (z. B. mindestens ein computerlesbares Speichermedium mit darauf gespeicherten) Anweisungen, die eine additive Fertigungsvorrichtung (z. B. 3D-Drucker) veranlassen, ein Verfahren zum Herstellen einer Welle wie hierin offenbart durchzuführen, oder eine Welle wie hierin offenbart in einer Vielzahl von aneinander angrenzenden Materialschichten in einem additiven Fertigungsverfahren herzustellen.
-
Beispielsweise kann das Computerprogrammprodukt eine Datei mit einer Repräsentation der Welle und/oder des Wellenhauptkörpers aufweisen. Beispielsweise kann die Repräsentation ein 3D-Modell der Welle und/oder des Wellenhauptkörpers sein. Beispielsweise kann die Repräsentation mehrere Schichten aufweisen, die bspw. die mehreren Materialschichten repräsentieren können.
-
Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar.
Kurzbeschreibung der Figuren
-
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer Etikettenrolle;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht einer Welle gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht eines Wellenhauptkörpers der beispielhaften Welle;
- Figur 4
- eine weitere perspektivische Ansicht des Wellenhauptkörpers;
- Figur 5
- eine perspektivische Schnittansicht durch die beispielhafte Welle;
- Figur 6
- eine weitere Schnittansicht durch die beispielhafte Welle;
- Figur 7
- eine Schnittansicht durch den Wellenhauptkörper;
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts einer Etikettiersystems und eine Handhabungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 9
- eine perspektivische Schnittansicht durch den Wellenhauptkörper beim Aufnehmen eines Anfangs eines Etikettenbands einer Etikettenrolle;
- Figur 10
- eine perspektivische Ansicht eines Bereichs eines Wellenhauptkörpers;
- Figur 11
- eine perspektivische Ansicht einer Welle gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Figur 12
- eine perspektivische Ansicht einer Welle gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Figur 13
- eine perspektivische Ansicht einer Welle gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Figuren 14 - 17
- schematische Darstellungen von Wellenbereichen zum Erläutern einer elastischen Vorspannung einer Klemmfunktionalität der jeweiligen Welle.
-
Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest teilweise überein, so dass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen bzw. Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
Detaillierte Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen
-
Die Figur 1 zeigt eine bevorzugte Ausführung einer Etikettenrolle 10, die für die Handhabung mittels einer hierin offenbarten Welle vorbereitet ist. Die Figur 1 zeigt hierbei einen Zustand während der Vorbereitung vor dem Verkleben der Etikettenrolle 10.
-
Die Etikettenrolle 10 bzw. deren Etikettenband kann bspw. eine Höhe in einem Bereich zwischen 20 mm und 200 mm aufweisen, wobei andere Bandhöhen ebenfalls denkbar sind. Das Etikettenbandmaterial kann vorzugsweise Polypropylen (PP) sein, wobei andere Bandmaterialien ebenfalls denkbar sind.
-
Bevorzugt kann ein (Anfangs-) Abschnitt des Etikettenbands (z. B. beim Hersteller) der Etikettenrolle 10 mittels eines doppelseitigen Klebebands 12 gesichert sein, und zwar so, dass der Anfangsabschnitt über einen Abstand a über dieses Klebeband 12 übersteht. Das Klebeband 12 kann also in einem Abstand a zu einer Anfangskante des Etikettenbands angeordnet sein. Der Abstand a kann bspw. wenige Zentimeter betragen, z. B. zwischen 30 mm und 40 mm.
-
Bevorzugt kann das Klebeband 12 auch beabstandet zu einer Oberkante und/oder zu einer Unterkante des Etikettenbands angeordnet sein. Beispielsweise kann ein Abstand b zu der Oberkante zwischen 1 mm und 5 mm betragen. Ein Abstand c zu der Unterkante kann zwischen 1 mm und 5 mm betragen.
-
Vorzugsweise kann das Klebeband 12 zwei unterschiedlich stark klebende Seiten aufweisen. So könnte bspw. sichergestellt werden, dass das Klebeband 12 beim Abziehen des Bandanfangs auf der gewünschten Seite verbleibt, z. B. am Bandanfang und nicht auf der Etikettenrolle 10
Eine weitere denkbare Möglichkeit der Bandanfangsvorbereitung wäre bspw. ein Klebestreifen mit einem nichtklebenden Ende, das von der hierin offenbarten Welle aufgenommen werden kann.
-
Die Figuren 2 bis 7 zeigen unterschiedliche Ansichten und Abschnitte einer Welle 14 zum Handhaben eines Etikettenbands von einer Etikettenrolle 10, wie beispielhaft in Figur 1 dargestellt.
-
Die Welle 14 dient zum Aufnehmen und Aufrollen (Aufwickeln) eines (Anfangs-) Abschnitts des Etikettenbands von der Etikettenrolle 10. Um den Anfang des Etikettenbands aufzunehmen, kann die Welle 14 eine Hohlwelle sein. An dem auf der Welle 14 aufgerollten Abschnitt kann das Etikettenband mittels der Welle 14 gehalten werden. Das so gehaltene Etikettenband kann dann bspw. weiter gehandhabt und dabei bspw. behandelt werden.
-
Bevorzugt kann die Welle 14 ein Teil einer Handhabungsvorrichtung zum Handhaben des Etikettenbands sein. Beispielsweise kann die Welle 14 als ein Endeffektor oder ein Teil eines Endeffektors zur Anbringung an einen Roboterarm eines Roboters, vorzugsweise Mehrachsroboter, z. B. Knickarmroboters, ausgeführt sein. Es ist bspw. möglich, dass der Roboter die Welle 14 an einer Werkzeugwechselstation, vorzugsweise automatisch, übernehmen kann. Beispielsweise könnte der Roboter an der Werkzeugwechselstation die Welle 14 und einen Etikettenrollengreifer zum Greifen und Handhaben ganzer Etikettenrollen 10 je nach Bedarf wechseln. Es ist möglich, dass die Welle 14 in anderen Anwendungsfällen genutzt wird.
-
Wie nachfolgend beispielhaft im Detail erläutert ist, kann die Welle 14, je nach Ausführung, auch als eine Saug- und/oder Klemmwelle bezeichnet werden.
-
Die Welle 14 weist einen Wellenhauptkörper 22 auf. Optional kann die Welle 14 bspw. ferner eine Umhüllung 16 (nur in Figuren 2, 5 und 6 dargestellt) und/oder einen Bandsensor 50 (nur in den Figuren 3 und 6 sichtbar) aufweisen.
-
Die Welle 14 kann vorzugsweise einen Außendurchmesser ≥ 50 mm und/oder ≤ 100 mm aufweisen, z. B. rd. 80 mm oder kleiner. Beispielsweise kann die Umhüllung 16 und/oder der Wellenhauptkörper 22 einen Außendurchmesser ≥ 50 mm und/oder ≤ 100 mm aufweisen, z. B. rd. 80 mm oder kleiner. Vorteilhaft kann mit einem solch geringen Außendurchmesser ein geringes Massenträgheitsmoment erreicht werden, was wiederum vorteilhaft für die Regelung der Bandkraft sein kann. Im Normalfall können mit einem solchen Außendurchmesser somit ca. acht Umdrehungen der Welle 14 benötigt werden (600 mm Rollenaußendurchmesser / 80 mm Wellendurchmesser = 7,5 Wellenumdrehung), um eine erste Lage der Etikettenrolle 10 auf die Welle 14 aufzurollen. Das mehrmalige / mehrlagige Umwickeln der Welle 14 kann vorteilhaft eine sichere Fixierung des Etikettenbands auf der Welle 14 unterstützen.
-
Die Welle 14 kann bevorzugt eine Gesamtlänge ≥ 200 mm und/oder ≤ 300 mm aufweisen. Beispielsweise kann die Umhüllung 16 und/oder der Wellenhauptkörper 22 eine Gesamtlänge ≥ 200 mm und/oder ≤ 300 mm aufweisen. Bevorzugt können mit einer solchen Gesamtlänge eine Vielzahl von unterschiedlich hohen Etikettenbändern mittels der Welle 14 gehandhabt werden.
-
Die Umhüllung 16 ist vorzugsweise hülsenförmig/rohrförmig. Bevorzugt kann die Umhüllung 16 als eine Hülse ausgeführt sein. Die Umhüllung 16 kann den Wellenhauptkörper 22, vorzugsweise lösbar, umgeben. Der Wellenhauptkörper 22 kann in der Umhüllung 16 angeordnet sein. Bevorzugt kann der Wellenhauptkörper 22 in die Umhüllung 16 eingesteckt sein. Beispielsweise kann die Umhüllung 16 eine metallische Umhüllung, zum Beispiel eine Aluminiumumhüllung, sein.
-
Eine Außenumfangsfläche der Umhüllung 16 kann das Etikettenband kontaktieren, und das Etikettenband kann auf diese Außenumfangsflächen aufgerollt werden, wenn gewünscht. Bevorzugt kann die Außenumfangsfläche der Umhüllung 16 eine Antihaftbeschichtung aufweisen. Vorteilhaft kann damit ein Verkleben mit Klebeband zur Bandfixierung oder dessen Kleberrückständen vermieden werden. Die Antihaftbeschichtung kann bspw. eine Keramik- oder Kunststoffbeschichtung sein. Beispielsweise kann die Antihaftbeschichtung aus Silikon oder PTFE sein.
-
Die Welle 14 kann einen Absatz 18 aufweisen. Beispielsweise kann die Umhüllung 16 oder der Wellenhauptkörper 22 den Absatz 18 aufweisen. Der Absatz 18 kann bspw. bundförmig oder kragenförmig sein.
-
Der Absatz 18 kann bevorzugt an einem freien (unteren) Ende der Welle 14 angeordnet sein. Der Absatz 18 kann vollständig oder nur abschnittsweise umlaufend um die Welle 14 sein. Mittels des Absatzes 18 kann ein Verlaufen oder Abrutschen des Etikettenbands von der Welle 14 verhindert werden. Eine, z. B. untere, Längskante des Etikettenbands kann an dem Absatz 18 abgestützt werden. Das Etikettenband kann bspw. beim Aufrollen auf die Welle 14 entlang des Absatzes 18 geführt werden.
-
Die Umhüllung 16 kann einen Längsspalt 20 aufweisen. Der Längsspalt 20 kann sich parallel zu einer Längsachse der Umhüllung 16 erstrecken. Der Längsspalt 20 kann eine Außenumfangsfläche der Umhüllung 16 mit einer Innenumfangsfläche der Umhüllung 16 verbinden. Durch den Längsspalt 20 kann ein Anfang des Etikettenbands durch die Umhüllung 16 hindurchtreten und in die Welle 14 und damit in den Wellenhauptkörper 22 eingeführt werden.
-
Alternativ ist es bspw. möglich, dass die Welle 14 keine Umhüllung aufweist. Beispielsweise kann der Wellenhauptkörper 22 selbst eine Außenumfangsfläche der Welle 14 zum Kontaktieren und Aufrollen des Abschnitts des Etikettenbands bilden.
-
Bevorzugt kann der Wellenhauptkörper 22 vollständig oder teilweise aus mehreren aneinander angrenzenden, additiv gefertigten Materialschichten gebildet sein. Die Materialschichten können beispielsweise Polyamid-Materialschichten (PA-Materialschichten) sein, zum Beispiel aus PA12. Beispielsweise kann der Wellenhauptkörper 22 in einem Pulverbettverfahren (z. B. MJF - Multi Jet Fusion) oder einem Polyjet-Verfahren (z. B. Polyjet Modelling) additiv gefertigt sein. Sofern die additive Fertigung mittels eines Pulverbettverfahrens erfolgt, können bevorzugt alle Bereiche des Wellenhauptkörpers 22 so gestaltet sein, dass das nichtverschmolzene Restpulver aus dem Wellenhauptkörper 22 entfernt werden kann. Beispielsweise kann der Wellenhauptkörper 22 hierfür mehrere Entpulverungsöffnungen aufweisen.
-
Nach dem Prinzip des Leichtbaus können Wandstärken und Querschnitte verschiedener Bereiche innerhalb des Wellenhauptkörper 22 entsprechend der jeweiligen Krafteinwirkung verstärkt sein (siehe z. B. profilierte und/oder gelochte und/oder gerippte Bereiche des Wellenhauptkörpers 22 in den Figuren 3 und 4).
-
Der Wellenhauptkörper 22 kann eine im Wesentlichen zylindrische Außenform aufweisen.
-
Der Wellenhauptkörper 22 weist einen Längsspalt 24 auf. In dem Längsspalt 24 kann ein Anfang des Abschnitts des Etikettenbands aufgenommen werden.
-
Bevorzugt kann der Anfang in dem Längsspalt 24 auf jegliche denkbare Weise gehalten sein, z. B. per Klemmung und/oder Ansaugung. Beispielsweise kann der Längsspalt 24 als ein Längssaugspalt und/oder Längsklemmspalt ausgeführt sein.
-
Der Längsspalt 24 kann sich vorzugsweise parallel zu einer Längsachse der Welle 14 erstrecken. Bevorzugt kann sich der Längsspalt 24 im Wesentlichen entlang einer gesamten Länge des Wellenhauptkörpers 22 erstrecken. Der Längsspalt 24 kann beispielsweise eine Gesamtlänge ≥ 200 mm und/oder ≤ 300 mm aufweisen.
-
Sofern die Umhüllung 16 umfasst ist, können der Längsspalt 20 der Umhüllung 16 und der Längsspalt 24 des Wellenhauptkörpers 22 miteinander ausgerichtet sein, vorzugsweise fluchtend. Beispielsweise kann der Längsspalt 20 der Umhüllung 16 den Längsspalt 24 des Wellenhauptkörpers 22 überlagern/überdecken.
-
Bevorzugt kann der Wellenhauptkörper 22 eine Saugeinrichtung 26 und/oder eine Klemmeinrichtung 32 und/oder mindestens ein Toleranzausgleichelement 48 aufweisen.
-
Die Saugeinrichtung 26 kann zum Einsaugen des Anfangs des Etikettenbands zu und in den Längsspalt 24 des Wellenhauptkörpers 22 ausgebildet und angeordnet sein.
-
Die Saugeinrichtung 26 ist vorzugsweise in der (Hohl-) Welle 14 angeordnet. Die Saugeinrichtung 26 kann drehfest mit der Welle 14 verbunden sein und sich mit der Welle 14 mitdrehen.
-
Beispielsweise kann die Saugeinrichtung 26 eine Saugdüse 28 aufweisen. Die Saugdüse 28 kann in der Welle 14 angeordnet sein. Die Saugdüse 28 kann sich bspw. im Wesentlichen entlang einer gesamten Länge der Welle 14 und/oder des Wellenhauptkörpers 22 erstrecken. Bevorzugt kann eine Geometrie der Saugdüse 28 strömungsoptimiert gestaltet sein.
-
Mittels der Saugdüse 28 kann ein Anfang eines Etikettenbands in den Längsspalt 24 (und ggf. den Längsspalt 20) eingesaugt werden. Die Saugdüse 28 kann vorzugsweise mit dem Längsspalt 24 und ggf. 20 verbunden sein. Anders ausgedrückt kann der Längsspalt 24 eine Einlassöffnung zu der Saugdüse 28 sein, durch den ein Anfang des Etikettenbands in die Saugdüse 28 eingesaugt werden kann.
-
Es ist möglich, dass die Saugeinrichtung 26 eine Vakuumleitung (vakuumbeaufschlagte Leitung) 30 aufweist. Die Vakuumleitung 30 kann bspw. eine Rohrform aufweisen. Eine Längsachse der Vakuumleitung 30 kann vorzugsweise parallel und beabstandet zu einer Mittellängsachse der Welle 14 verlaufen. Bevorzugt kann ein Verlauf der Vakuumleitung 30 strömungsoptimiert gestaltet sein.
-
Die Vakuumleitung 30 kann einerseits mit der Saugdüse 28 zum Ansaugen der Luft verbunden sein. Die Saugdüse 28 kann bspw. radial von der Vakuumleitung 30 abgehen und zu dem Längsspalt 24 führen.
-
Andererseits kann die Vakuumleitung 30 mit einer Vakuumversorgung / Vakuumquelle verbunden sein, z. B. außerhalb der Welle 14. Ein Ende der Vakuumleitung 30 kann in eine Stirnseite des Wellenhauptkörpers 22 münden. Die Vakuumquelle kann bspw. einen Unterdruckerzeuger, z. B. einen Seitenkanalverdichter, aufweisen.
-
Bevorzugt ist die Saugeinrichtung 26 vollständig oder teilweise aus mehreren aneinander angrenzenden, additiv gefertigten Materialschichten gebildet. Die Materialschichten können beispielsweise Polyamid-Materialschichten (PA-Materialschichten) sein, zum Beispiel aus PA12. Beispielsweise kann die Saugeinrichtung 26 in einem Pulverbettverfahren (z. B. MJF - Multi Jet Fusion) oder einem Polyjet-Verfahren (z. B. Polyjet Modelling) additiv gefertigt sein.
-
Es ist möglich, dass die Saugeinrichtung 26 bspw. durch mindestens eine Druckluftdüse an der Welle 14 unterstützt werden kann (nicht dargestellt in den Figuren). Beispielsweise kann die mindestens eine Druckluftdüse außen an der Welle 14 angeordnet sein. Beispielsweise kann die mindestens eine Druckluftdüse gezielt Druckluft auf die Etikettenrolle 10 leiten, um den Bandüberstand von der Etikettenrolle 10 abzuheben, um diesen als Anfang des Etikettenbands in dem Längsspalt 24 aufzunehmen.
-
Die Klemmeinrichtung 32 kann zum Klemmen des in dem Längsspalt 24 und ggf. 20 aufgenommenen Anfangs des Etikettenbands vorgesehen sein. Bevorzugt kann die Klemmeinrichtung 32 einen durch den Längsspalt 24 und ggf. 20 in den Wellenhauptkörper 22 mittels der Saugeinrichtung 26 eingesaugten Anfang des Etikettenbands klemmen. Bevorzugt ist die Klemmeinrichtung 32 eine pneumatische Klemmeinrichtung.
-
Die Klemmeinrichtung 32 ist vorzugsweise in der (Hohl-) Welle 14 angeordnet. Die Klemmeinrichtung 32 kann drehfest mit der Welle 14 verbunden sein und sich mit der Welle 14 mitdrehen.
-
Vorzugsweise kann die Klemmeinrichtung 32 sich im Wesentlichen entlang einer gesamten Länge der Welle 14 erstrecken.
-
Bevorzugt ist die Klemmeinrichtung 32 vollständig oder teilweise aus mehreren aneinander angrenzenden, additiv gefertigten Materialschichten gebildet. Die Materialschichten können beispielsweise Polyamid-Materialschichten (PA-Materialschichten) sein, zum Beispiel aus PA12. Beispielsweise kann die Klemmeinrichtung 32 in einem Pulverbettverfahren (z. B. MJF - Multi Jet Fusion) oder einem Polyjet-Verfahren (z. B. Polyjet Modelling) additiv gefertigt sein.
-
Die Klemmeinrichtung 32 kann bspw. ein Klemmelement 34 und mindestens einen Klemmaktor 36 aufweisen.
-
Das Klemmelement 34 kann zum Einklemmen und Freigeben des Anfangs des Etikettenbands bewegbar sein. Bevorzugt ist das Klemmelement 34 plattenförmig. Vorzugsweise ist das Klemmelement 34 mit dem Längsspalt 24 ausgerichtet. Das Klemmelement 34 kann sich im Wesentlichen entlang einer gesamten Länge des Längsspalts 24 erstrecken.
-
Der mindestens eine Klemmaktor 36 kann mit dem Klemmelement 34 zum Bewegen des Klemmelements 34 verbunden sein.
-
Bevorzugt sind mehrere Klemmaktoren 36 umfasst. Beispielsweise können die mehreren Klemmaktoren 36 übereinander angeordnet sein. Bezogen auf eine Längsachse der Welle 14 / des Wellenhauptkörpers 22 können die mehreren Klemmaktoren 36 bevorzugt in einer Reihe nebeneinander / übereinander angeordnet sein.
-
Der mindestens eine Klemmaktor 36 kann bspw. ein aufblasbarer Faltenbalg oder ein Pneumatikzylinder sein. Der mit Druckluft beaufschlagte, mindestens eine Klemmaktor 36 kann das Klemmelement 34 auf einen Gegenhalter 40 zum Einklemmen des Anfangs des Etikettenbands drücken oder - alternativ oder zusätzlich - von dem Gegenhalter 40 zum Freigeben der Klemmung wegbewegen.
-
Beispielsweise kann über eine Druckluftleitung 38 der Klemmeinrichtung 32 Druckluft zu dem mindestens einen Klemmaktor 36 zugeführt werden. Die Druckluftleitung 38 kann bspw. mit einer Druckluftversorgung verbunden sein, z. B. an einer Stirnseite der Welle 14.
-
Die Druckluftleitung 38 ist bevorzugt direkt in dem Wellenhauptkörper 22 integriert. Bevorzugt kann eine Längsachse der Druckluftleitung 38 parallel und beabstandet zu einer Mittellängsachse des Wellenhauptkörpers 22 sein. Vorzugsweise kann die Druckluftleitung 38 einen strömungsoptimierten Verlauf aufweisen.
-
Der Anfang des Etikettenbands kann zwischen dem Klemmelement 34 und einem Gegenhalter 40 eingeklemmt werden. Das Klemmelement 34 und der Gegenhalter 40 können einander direkt gegenüberliegen. Der Gegenhalter 40 ist bevorzugt plattenförmig.
-
Bevorzugt kann der Längsspalt 24 zumindest abschnittsweise zwischen dem Klemmelement 34 und dem Gegenhalter 40 gebildet sein. Ein Raum zwischen dem Klemmelement 34 und dem Gegenhalter 40 kann vorzugsweise einen Abschnitt der Saugdüse 28 bilden.
-
Der Gegenhalter 40 kann ein (ab-) rutschfestes Element 42 tragen. Das rutschfeste Element 42 kann bspw. ein Gummielement, z. B. eine EPDM-Element (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuke), sein. Das rutschfeste Element 42 kann zur Erhöhung des Reibwertes vorgesehen sein. Beim Festklemmen kann das rutschfeste Element 42 an dem Anfang des Etikettenbands anliegen und einen Reibungswiderstand zum Etikettenband erhöhen.
-
Es ist möglich, dass das rutschfeste Element 42 an dem Klemmelement 34 getragen ist.
-
Es ist auch möglich, dass der Gegenhalter 40, bspw. alternativ zum Tragen des rutschfesten Elements 42, eine nachgiebige und/oder raue Strukturierung (z. B. mit einer Bogenstruktur) zum Erhöhen des Reibwerts aufweist.
-
Bevorzugt ist der Gegenhalter 40 vollständig oder teilweise aus mehreren aneinander angrenzenden, additiv gefertigten Materialschichten gebildet. Die Materialschichten können beispielsweise Polyamid-Materialschichten (PA-Materialschichten) sein, zum Beispiel aus PA12. Beispielsweise kann der Gegenhalter 40 in einem Pulverbettverfahren (z. B. MJF - Multi Jet Fusion) oder einem Polyjet-Verfahren (z. B. Polyjet Modelling) additiv gefertigt sein.
-
Der Gegenhalter 40 kann bspw. (werkzeuglos) lösbar in den Wellenhauptkörper 22 eingesteckt sein. Bevorzugt kann der Gegenhalter 40 werkzeuglos von dem Wellenhauptkörper 22 gelöst und aus den Wellenhauptkörper 22 herausgenommen werden. Durch die Herausnehmbarkeit lässt sich der Gegenhalter 40 leicht reinigen und ggf. durch einen neuen Gegenhalter austauschen. So muss bspw. nicht der komplette Wellenhauptkörper 22 neu gefertigt werden.
-
Beispielsweise kann der Gegenhalter 40 über eine Schwalbenschwanzführung 44 in den Wellenhauptkörper 22 eingeschoben sein (Siehe Figur 3).
-
Beispielsweise kann der Gegenhalter 40 über mindestens eine Rastverbindung 46 lösbar an dem Wellenhauptkörper 22 angebracht sein (siehe z. B. Figuren 4 und 7). Bevorzugt kann der Gegenhalter 40 mehrere Rastelemente aufweisen, die in oder an Tragabschnitten des Wellenhauptkörpers 22 einrasten können.
-
Alternativ ist es bspw. möglich, dass der Gegenhalter 40 integral-einstückig mit dem Wellenhauptkörper 22 verbunden ist bzw. selbst ein Teil des Wellenhauptkörpers 22 ist.
-
Es ist möglich, dass das Klemmelement 34 hin zu dem Gegenhalter 40 elastisch, z. B. federnd, hin zu dem Gegenhalter 40 vorgespannt ist. Es ist möglich, dass der Gegenhalter 40 elastisch, z. B., federnd, hin zu dem Klemmelement 34 vorgespannt ist.
-
Bevorzugt kann das Klemmelement 34 und/oder der Gegenhalter 40 zumindest teilweise profiliert und/oder elastisch eindrückbar sein. Beispielsweise kann eine Oberfläche des Klemmelements 34 mit einer Linienstrukturierung versehen sein. Die Linienstrukturierung kann sich zur Verbesserung der Klemmwirkung in den Gegenhalter 40 und/oder das rutschfeste Element 42 eindrücken.
-
Bevorzugt kann selbst bei geschlossener Klemmung zwischen dem Klemmelement 34 und dem Gegenhalter 40 durch einen Spalt zwischen dem Klemmelement 34 und einem umliegenden Abschnitt des Wellenhauptkörpers 22 noch ein offener Querschnitt zum Luftansaugen vorhanden sein. Über diesen Querschnitt lässt sich bevorzugt ein definierter Luftstrom einstellen. Dieser kann bspw. zum Kühlen der Vakuumquelle genutzt werden. Bei Bedarf kann dieser Spalt an die Anforderungen der jeweiligen Vakuumquelle konstruktiv angepasst werden. Beispielsweise kann, umso weiter sich das Klemmelement 34 ausfahren lässt, mehr offener Querschnitt bei aktiver Klemmung entstehen.
-
Die Toleranzausgleichelemente 48 können an einem oder beiden Endbereichen des Wellenhauptkörpers 22 angeordnet sein. Die Toleranzausgleichelemente 48 können bspw. vorstehend ausgeführt sein, z. B. erhaben plattenförmig, nasenförmig oder bogenförmig. Die Toleranzausgleichelemente 48 können verteilt um einen Außenumfang des Wellenhauptkörpers 22 herum angeordnet sein. Die Toleranzausgleichelemente 48 können den Wellenhauptkörper 22 formschlüssig und optional kraftschlüssig in der Umhüllung 16, sofern vorhanden, halten.
-
Der Bandsensor 50 kann vorzugsweise erfassen, wenn ein Anfang des Etikettenbands in dem Längsspalt 24 aufgenommen ist.
-
Der Bandsensor 50 kann drehfest mit der Welle 14 verbunden sein. Vorzugsweise kann der Bandsensor 50 in der Welle 14 angeordnet sein.
-
Der Bandsensor 50 ist bspw. ein optischer Sensor sein, z. B. ein Lasersensor oder ein LED-Sensor. Der Bandsensor 50 kann bspw. eine Lichtschranke, z. B. eine Reflexionslichtschranke, sein. In diesem Zusammenhang zeigen die Figuren 6 und 7 rein schematisch einen Signalstrahl (z. B. Licht- oder Laserstrahl) S, den der Bandsensor 50 zum Erfassen des Anfangs des Etikettenbands ausstrahlen kann.
-
Beispielsweise kann der Bandsensor 50 in einem freien Endbereich der Welle 14 und/oder des Wellenhauptkörpers 22 angeordnet sein. Es kann ausreichend sein, den Bandsensor 50 nur in dem freien Endbereich der Welle 14 anzuordnen, da Etikettenbänder mit unterschiedlichen Höhen stets anliegend und geführt an dem Absatz 18 auf die Welle 14 aufgerollt werden können. Eine Unterkante des Etikettenbands befindet sich beim Aufnehmen mittels der Welle 14 somit immer an der Unterkante des Längsspalt 24, wo auch der Bandsensor 50 angeordnet sein kann.
-
(z. B. Elektrische) Signale von dem Bandsensor 50 können bspw. über eine Signalleitung 52 aus der Welle 14 geleitet werden. Bevorzugt kann eine Längsachse der Signalleitung 52 parallel und beabstandet zu einer Mittellängsachse des Wellenhauptkörpers 22 sein. Beispielsweise kann der Wellenhauptkörper 22 in seinem Inneren entlang seiner Länge mehrere Halteelemente aufweisen. Die Halteelemente können die Signalleitung 52 bevorzugt lösbar halten (siehe z. B. Figur 3). Die Halteelemente können bspw. als Leitungsclips ausgeführt sein.
-
Die Figur 8 zeigt einen Ausschnitt eines Etikettiersystems 54. Das Etikettiersystem 54 kann bspw. noch ein nicht dargestelltes Etikettieraggregat zum Etikettieren von Behältern aufweisen. Das Etikettieraggregat kann die von einem (z. B. Linear- oder Rundläufer-) Behälterförderer (ebenfalls nicht in Figur 8 dargestellt) transportierten Behälter mit einem Etikett aus einem Etikettenband beim Passieren des Etikettieraggregats etikettieren.
-
Vorzugsweise kann das Etikettiersystem 54 zwei oder mehr Etikettenrollenaufnahmen 56 zum Aufnehmen je einer Etikettenrolle 10 zum Zuführen eines Etikettenbands zu dem Etikettieraggregat aufweisen. Beispielsweise können die Etikettenrollenaufnahmen 56 als Drehteller ausgeführt sein und/oder jeweils eine drehbare Spannwelle für eine Etikettenrolle 10 aufweisen. Bevorzugt können die Drehteller horizontal ausgerichtet sein und/oder die Spannwellen vertikal ausgerichtet sein. Auch möglich ist, dass die Etikettenrollenaufnahmen 56 als, vorzugsweise vertikal ausgerichtete, Fächer (z. B. Einschübe) eines Etikettenrollenspeichers ausgeführt sind.
-
Bevorzugt kann das Etikettiersystem 54 ferner eine Verklebeeinrichtung 58 zum Verkleben eines Anfangs eines Etikettenbands von einer der Etikettenrollen 10 mit einem Ende eines Etikettenbands der anderen Etikettenrolle 10 aufweisen. Vorzugsweise kann die Verklebeeinrichtung 58 als eine sogenannte Spleißeinrichtung ausgeführt sein.
-
Das Etikettiersystem 54 kann ferner eine Handhabungsvorrichtung 60 mit der Welle 14 aufweisen. Die Handhabungsvorrichtung 60 ist bevorzugt eine stationäre Handhabungsvorrichtung. Die Handhabungsvorrichtung 60 kann vorzugsweise eine Roboterhandhabungsvorrichtung, z. B. eine Knickarmroboterhandhabungsvorrichtung, sein.
-
Bevorzugt ist die Welle 14 ein Endeffektor der Handhabungsvorrichtung 60. Vorzugsweise kann die Welle 14 nur an einer Endseite der Welle 14, nämlich entgegengesetzt zu ihrem freien Ende, drehbar gelagert sein.
-
Eine Antriebseinheit der Handhabungsvorrichtung 60 kann antreibend mit der Welle 14 zum Drehen der Welle 14 um eine Mittellängsachse der Welle 14 verbunden sein. Die Antriebseinheit ist bevorzugt eine elektrische Antriebseinheit, z. B. ein Servomotor. Bevorzugt kann die Antriebseinheit über ein Getriebe mit der Welle 14 verbunden sein. Alternativ kann die Antriebseinheit direkt mir der Welle 14 verbunden sein. Die Antriebseinheit kann eine Drehung der Welle 14 in beide Drehrichtungen ermöglichen.
-
Unter Bezugnahme auf die Figuren 8 und 9 ist nachfolgend ein Verfahren zum Handhaben eines Etikettenbands von einer Etikettenrolle 10 mittels der Welle 14 beispielhaft erläutert.
-
Ein Anfang eines Etikettenbands der Etikettenrolle 10 wird in dem Längsspalt 24 aufgenommen. Die Etikettenrolle 10 kann dafür bspw. an einer der Etikettenrollenaufnahmen 56 aufgenommen sein. Bevorzugt kann das Aufnehmen des Anfangs des Etikettenbands durch Ansaugen / Einsaugen des Anfangs in den Längsspalt 24 mittels der Saugeinrichtung 26 unterstützt werden. Vorzugsweise kann der Anfang des Etikettenbands so weit in dem Längsspalt 24 aufgenommen und ggf. eingesaugt werden, dass er zwischen dem Klemmelement 34 und dem Gegenhalter 40 (und ggf. dem rutschfesten Element 42) positioniert ist.
-
Vorzugsweise kann mittels des Bandsensors 50 erfasst werden, dass der Anfang des Etikettenbands in dem Längsspalt 24 aufgenommen wurde. Der Bandsensor 50 kann ein entsprechendes Erfassungssignal ausgeben, z. B. zu einer Verarbeitungseinrichtung der Handhabungsvorrichtung 60.
-
Beispielsweise kann die Klemmeinrichtung 32 betätigt werden, von der Verarbeitungseinrichtung in Reaktion auf ein Empfangen einer Signalausgabe von dem Bandsensor 50. Der im Längsspalt 24 aufgenommene Anfang des Etikettenbands kann von der Klemmeinrichtung 32 eingeklemmt werden. Beispielsweise kann der im Längsspalt 24 aufgenommene Anfang des Etikettenbands zwischen dem Klemmelement 34 und dem Gegenhalter 40 (und ggf. dem rutschfesten Element 42) geklemmt sein. Zum Betätigen der Klemmeinrichtung 32 zum Bewegen des Klemmelements 34 kann vorzugsweise Druckluft zu dem mindestens einen Klemmaktor 36 (siehe z. B. Figur 7) zugeführt werden.
-
Der Ablösevorgang des Abschnitts von der Etikettenrolle 10 geschieht dann bevorzugt durch eine Scher- oder Ziehbewegung. Diese Bewegung kann bspw. durch eine (z. B. Roboterarm-) Bewegung der Handhabungsvorrichtung 60.
-
Nachdem der Anfang des Etikettenbands in dem Längsspalt 24 aufgenommen und bevorzugt gehalten ist, kann ein Abschnitt des Etikettenbands auf die Welle 14 aufgerollt (aufgewickelt) werden. Die Welle 14 kann hierzu vorzugsweise von einer Antriebseinheit der Handhabungsvorrichtung 60 um eine Mittellängsachse der Welle 14 gedreht werden. Bevorzugt ist, dass mindestens ein voller Umfang der Etikettenrolle 10 als Abschnitt des Etikettenbands auf die Welle 14 aufgerollt wird, z. B. aufgrund von Verschmutzung und Klebebandrückständen sowie zur sicheren Befestigung auf der Welle 14.
-
Das so an der Welle 14 gehaltene Etikettenband kann dann wie gewünscht durch die Handhabungsvorrichtung 60 bewegt und gehandhabt werden, durch Bewegen der Welle 14 im Raum zu einem gewünschten Ziel. Beispielsweise kann die Handhabungsvorrichtung 60 das Etikettenband zu der Verklebeeinrichtung 58 zum Verkleben mit einem Ende des anderen Etikettenbands der Etikettenrolle 10 von der anderen Etikettenrollenaufnahme 56 zuzuführen. Optional kann das Etikettenband zuvor vorbereitet, z. B. zugeschnitten und/oder mit einem Klebemittel (z. B. Klebeband) ausgestattet, werden, z. B. von der Handhabungsvorrichtung 60 oder einer weiteren Vorrichtung.
-
Es ist möglich, dass bei einem Einlegen des Bandanfangs in die Verklebeeinrichtung 96 ein um die Welle 14 aufgewickelter Restteil des Etikettenbandes abgetrennt wird und an der Welle 14 verbleibt.
-
Beispielsweise könnte dieser Restteil von einer Schneideinheit an der Welle 14 abgeschnitten werden. So verbleibt bevorzugt nur der Teil an der Welle 14, der sich in der Klemmung befindet. Durch die Saugeinrichtung 26 könnte dieser Restteil abgesaugt und entsorgt werden. In diesem Fall könnte eine partielle Antihaftbeschichtung im Inneren der Saugeinrichtung 26 dafür sorgen, dass sich der Restteil, auf dem Klebstoff appliziert sein kann, nicht in Saugeinrichtung 26 festklebt und diese verstopft.
-
Alternativ ist es bspw. möglich, dass der aufgewickelte Restteil an eine externe Absaugstation bewegt wird. Die Absaugstation kann bspw. eine stationäre Saugeinheit umfassen, von der der Restteil abgesaugt werden könnte. Durch Drehen der Welle 14 und Öffnen der Klemmeinrichtung 32 könnte der Restteil von der Welle 14 gelöst werden.
-
Unter Bezugnahme auf die Figuren 10 ff. sind nachfolgend unterschiedliche Varianten und Modifikation der Welle 14 und des Wellenhauptkörpers 22 erläutert. Es versteht sich, dass sämtliche Merkmale untereinander und mit den bereits erläuterten Merkmalen kombinierbar sind, einzeln und in jeglicher Kombination.
-
Die Figur 10 zeigt einen modifizierten Wellenhauptkörper 22.
-
Beispielsweise können bei dem Wellenhauptkörper 22 die Toleranzausgleichelemente 48 bogenförmig als Toleranzausgleichsbögen ausgeführt sein. Die bogenförmigen Toleranzausgleichelemente 48 können an einem oder beiden Endbereichen des Wellenhauptkörpers 22 verteilt um einen Außenumfang des Wellenhauptkörpers 22 herum angeordnet sein. Bevorzugt sind mehrere bogenförmigen Toleranzausgleichelemente 48 bundförmig an einem oder beiden Endbereichen des Wellenhauptkörpers 22 angeordnet.
-
Die Figur 11 zeigt eine modifizierte Welle 14.
-
Beispielsweise kann die Welle 14 keine Umhüllung aufweisen. Stattdessen kann eine Außenumfangsfläche des Wellenhauptkörpers 22 selbst eine Außenumfangsfläche der Welle 14 bilden. Entsprechend kann vorzugsweise die Außenumfangsfläche der Welle 14, auf die das Etikettenband aufgerollt wird, mittels additiver Fertigung hergestellt sein.
-
Wird hierzu bspw. PA12 als Fertigungsmaterial verwendet, so kann sich als vorteilhafte Eigenschaft der Außenumfangsfläche der Welle 14 / des Wellenhauptkörpers 22 ergeben, dass diese Antihafteigenschaften für Klebestoffe aufweist. So ließe sich verhindern, dass bspw. (doppelseitiges) Klebeband an der Außenumfangsfläche anhaftet.
-
Bevorzugt kann die von dem Wellenhauptkörper 22 gebildete Außenumfangsfläche der Welle 14 mehrere Entpulverungsöffnungen 62 aufweisen. Die Entpulverungsöffnungen 62 können bspw. entlang einer Längsachse der Welle 14 / des Wellenhauptkörpers 22 voneinander beabstandet in der Außenumfangsfläche angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich können die Entpulverungsöffnungen 62 bspw. verteilt um die Außenumfangsfläche der Welle 14 / des Wellenhauptkörpers 22 herum angeordnet sein.
-
Es ist möglich, dass der Wellenhauptkörper 22 den Gegenhalter 40 aufweist. Der Gegenhalter 40 kann entsprechend direkt gemeinsam mit dem restlichen Wellenhauptkörper 22, z. B. aufweisend die Saugeinrichtung 26 und/oder die Klemmeinrichtung 32, hergestellt, vorzugsweise additiv gefertigt, werden. Vorteilhaft kann somit auf zusätzliche Fertigungs- und Montageschritte für den Gegenhalter 40 verzichtet werden. Vorteilhaft können damit die Kosten weiter reduzieren.
-
Wie in Figur 11 beispielhaft dargestellt ist, kann der Gegenhalter 40 bspw. eine nachgiebige und/oder raue Strukturierung 64 zum Erhöhen des Reibwerts aufweist. Der Anfang des Etikettenbands kann dann zwischen der nachgiebigen und/oder rauen Strukturierung 64 des Gegenhalters 40 und dem Klemmelement 34 (verdeckt in Figur 11) der Klemmeinrichtung 32 eingeklemmt werden.
-
Die Figur 12 zeigt eine modifizierte Welle 14.
-
Vorzugsweise kann die Welle 14 einen Vakuumerzeuger 66 aufweisen oder direkt mit diesem verbunden sein. Der Vakuumerzeuger 66 kann bspw. als ein Bereich des Wellenhauptkörpers 22 umfasst sein oder integral-einstückig mit dem Wellenhauptkörper 22 ausgebildet sein. Bevorzugt kann der Vakuumerzeuger 66 an einem Ende der Welle 14 angeordnet sein, z. B. stirnseitig.
-
Bevorzugt kann der Vakuumerzeuger 66 aus mehreren aneinander angrenzenden, additiv gefertigten Materialschichten gebildet sein. Die Materialschichten können beispielsweise Polyamid-Materialschichten (PA-Materialschichten) sein, zum Beispiel aus PA12. Beispielsweise kann der Vakuumerzeuger 66 in einem Pulverbettverfahren (z. B. MJF - Multi Jet Fusion) oder einem Polyjet-Verfahren (z. B. Polyjet Modelling) additiv gefertigt sein.
-
Beispielsweise kann der Vakuumerzeuger 66 als ein Volumenstromverstärker ausgeführt sein. Der Vakuumerzeuger 66 kann bspw. einen relativ kleinen Luftstrom über eine definierte Geometrie (z. B. Venturidüse) empfangen und einen relativ dazu größeren Luftstrom erzeugen. So kann vorteilhaft eine externe Einrichtung zur Erzeugung des Vakuums wegfallen.
-
Die Figur 13 zeigt eine modifizierte Welle 14.
-
Vorzugsweise kann die Welle 14 einen Drehverteiler 68 und/oder einen Montageflansch 70 aufweisen oder direkt mit diesem verbunden sein.
-
Der Drehverteiler 68 und/oder der Montageflansch 70 kann bspw. als ein Bereich des Wellenhauptkörpers 22 umfasst sein oder integral-einstückig mit dem Wellenhauptkörper 22 ausgebildet sein.
-
Bevorzugt kann der Drehverteiler 68 und/oder der Montageflansch 70 an einem Ende der Welle 14 angeordnet sein, z. B. stirnseitig.
-
Bevorzugt kann der Drehverteiler 68 und/oder der Montageflansch 70 aus mehreren aneinander angrenzenden, additiv gefertigten Materialschichten gebildet sein. Die Materialschichten können beispielsweise Polyamid-Materialschichten (PA-Materialschichten) sein, zum Beispiel aus PA12. Beispielsweise kann der Drehverteiler 68 und/oder der Montageflansch 70 in einem Pulverbettverfahren (z. B. MJF - Multi Jet Fusion) oder einem Polyjet-Verfahren (z. B. Polyjet Modelling) additiv gefertigt sein.
-
Der Drehverteiler 68 kann bspw. dazu ausgebildet sein, ein Vakuum zu der Saugeinrichtung 26 (verdeckt in Figur 13) und/oder Druckluft zu der Klemmeinrichtung 32 zu übertragen. Vorzugsweise kann der Drehverteiler 68 das Vakuum oder die Druckluft unabhängig von einer Drehstellung der Welle 14 übertragen, also z. B. in einem Winkel von > 360°(Endlosdrehung). Zur Übertragung kann der Drehverteiler 68 bspw. einen stehenden Teil, der bspw. drehfest mit einem Montageflansch (z. B. Montageflansch 70) verbunden sein kann, und einen drehbaren Teil, der bspw. drehfest mit dem Wellenhauptkörper 22 / der Welle 14 verbunden sein kann, aufweisen.
-
Der Montageflansch 70 kann bspw. dazu ausgebildet sein, die Welle 14 an eine Aufnahme (z. B. Roboterarm) der Handhabungsvorrichtung 60 (siehe Figur 8) zu montieren. Der Montageflansch 70 kann somit bspw. eine Anbindung der Welle 14 an die Handhabungsvorrichtung 60 ermöglichen.
-
Es ist bspw. möglich, dass an Stellen, an denen eine Fertigungsgenauigkeit des Montageflansches 70, z. B. aufgrund von Prozessbeschränkungen des additiven Fertigungsverfahrens, nicht ausreichend ist, eine spanende Nachbearbeitung des Montageflansches 70 erfolgt.
-
Die Figuren 14 bis 17 zeigen unterschiedliche Varianten bei der eine Klemmfunktion der Welle 14 elastisch vorgespannt, vorzugsweise federvorgespannt, ist.
-
Die Welle 14 kann mindestens ein elastisches Element 72 aufweisen. Bevorzugt sind mehrere elastische Elemente 72 umfasst. Die elastischen Elemente 72 können bspw. bezogen auf eine Längsachse der Welle 14 beabstandet voneinander angeordnet sein.
-
Bevorzugt kann das mindestens eine elastische Element 72 als ein Federelement, z. B. Druckfederelement oder Zugfederelement, ausgeführt sein.
-
Beispielsweise kann das mindestens eine elastische Element 72 das Klemmelement 34 zum Klemmen elastisch vorspannen, also zum Bewegen zu dem Gegenhalter 40. Zum Öffnen der Klemmung kann bspw. der mindestens eine Klemmaktor 36 betätigt werden, z. B. durch Druckluftbeaufschlagung. Der betätigte mindestens eine Klemmaktor 36 kann das Klemmelement 34 gegen die elastische Vorspannung weg von dem Gegenhalter 40 bewegen. Vorteilhaft kann so sichergestellt werden, dass der Anfang des Etikettenbands weiterhin sicher gehalten wird, auch wenn bspw. ein Druckluftausfall vorliegt.
-
Das mindestens eine elastische Element 72 kann sich bspw. an dem Wellenhauptkörper 22 und/oder der Umhüllung 16 abstützen.
-
Das mindestens eine elastische Element 72 kann bspw. als konventionelles Klemmelement bei einer Montage der Welle 14 zum Vorspannen des Klemmelements 34 in dem Wellenhauptkörper 22 angeordnet werden.
-
Alternativ kann das mindestens eine elastische Element 72 bspw. aus mehreren aneinander angrenzenden, additiv gefertigten Materialschichten gebildet sein. Beispielsweise kann das mindestens eine elastische Element 72 ein Bereich des Wellenhauptkörpers 22 sein und somit bei dessen additiver Fertigung direkt mitgefertigt werden.
-
Die Figuren 14 und 15 zeigen im Einzelnen, wie mehrere elastische Elemente 72 das Klemmelement 34 hin zu dem Gegenhalter 40 zum Klemmen elastisch vorspannen. Die elastischen Elemente 72 sind bevorzugt konventionelle Zug- oder Druckfedern.
-
Durch Betätigung der Klemmaktoren 36 kann die Klemmung zwischen dem Klemmelement 34 und dem Gegenhalter 40 gelöst werden, wie in Figur 15 dargestellt ist. Die betätigten Klemmaktoren 36 können das Klemmelement 34 gegen die durch die elastischen Elemente 72 bewirkte Vorspannkraft weg von dem Gegenhalter 40 bewegen.
-
Die Figuren 16 und 17 zeigen, wie eine Ausführung mit mindestens einem additiv gefertigten elastischen Element 72 realisiert werden kann.
-
Das mindestens eine elastische Element 72 kann zunächst beim additiven Fertigen in einem entspannten Zustand gefertigt werden, z. B. als Bereich des Wellenhauptkörpers 22. Die elastische Vorspannung erfolgt dann nachträglich bei der Montage, z. B. beim Einsetzen des Wellenhauptkörpers 22 in die Umhüllung 16 (siehe Figur 16) oder beim Einsetzen des Gegenhalters 40 in den Wellenhauptkörper 22 (siehe Figur 17).
-
Die obere Abbildung von Figur 16 zeigt, dass das mindestens eine elastische Element 72 derart additiv gefertigt werden kann, dass ein Ende des mindestens einen elastischen Elements 72 im entspannten Zustand über die Umhüllung 16 überstehen würde. Das andere Ende des mindestens einen elastischen Elements 72 kann bspw. direkt mit dem Klemmelement 34 verbunden sein. Sofern mehrere elastische Elemente 72 umfasst sind, kann das eine Ende der elastischen Elemente 72 bspw. über ein Verbindungselement 74 miteinander verbunden werden.
-
Die untere Abbildung von Figur 16 zeigt, wie durch Einsetzen des Wellenhauptkörpers 22 in die Umhüllung 16 das mindestens eine elastischen Element 72 zusammengedrückt und damit vorgespannt wird. Das eine Ende des mindestens einen elastischen Elements 72 oder das Verbindungselement 74, sofern vorhanden, kann sich an einer Innenumfangsfläche der Umhüllung 16 abstützen. Bspw. kann durch die elastische Vorspannung ein noch im unmontierten Zustand vorhandener Spalt zwischen dem Klemmelement 34 und dem Gegenhalter 40 überwunden werden bzw. verschwinden.
-
Die obere Abbildung von Figur 17 zeigt, dass das Klemmelement 34 im entspannten Zustand des mindestens einen elastischen Elements 72 durch einen (minimalen) Spalt von einer gegenüberliegenden Gegenfläche entfernt ist. So kann bspw. ein Verschmelzen im additiven Herstellungsprozess mit der Gegenfläche verhindert werden.
-
Die untere Abbildung von Figur 17 zeigt, dass bei der Wellenmontage der Gegenhalter 40 in den Wellenhauptköper 22 eingesetzt werden kann. Wie bereits erwähnt, kann der Gegenhalter 40 bspw. selbst separat additiv gefertigt sein und/oder ein rutschfestes Element tragen. Der in den Wellenhauptkörper 22 eingesetzte Gegenhalter 40 kann das Klemmelement 34 gegen das mindestens eine elastische Element 72 drücken. Das mindestens eine elastische Element 72 kann dadurch zusammengedrückt werden und das Klemmelement 34 gegen den Gegenhalter 40 elastisch vorspannen. Es ist möglich, dass der mindestens eine Klemmaktor 36 um den Verschiebweg des Klemmelements 34 gedehnt wird.
-
Diese Variante kann bspw. sinnvoll sein, wenn keine separate Umhüllung 16 vorhanden ist, sondern der Wellenhauptkörper 22 selbst eine Außenumfangsfläche der Welle 14 bildet.
-
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen. Insbesondere sind die einzelnen Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 jeweils unabhängig voneinander offenbart. Zusätzlich sind auch die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von sämtlichen Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und beispielsweise unabhängig von den Merkmalen bezüglich des Vorhandenseins und/oder der Konfiguration des Wellenhauptkörpers und/oder des Längsspalts des unabhängigen Anspruchs 1 offenbart und beanspruchbar. Alle Bereichsangaben hierin sind derart offenbart und beanspruchbar zu verstehen, dass gleichsam alle in den jeweiligen Bereich fallenden Werte einzeln offenbart sind, z. B. auch als jeweils bevorzugte engere Außengrenzen des jeweiligen Bereichs.
Bezugszeichenliste | 10 | Etikettenrolle | 44 | Schwalbenschwanzführung |
| 12 | Klebeband | 46 | Rastverbindung |
| 14 | Welle | 48 | Toleranzausgleichelement |
| 16 | Umhüllung | 50 | Bandsensor |
| 18 | Absatz | 52 | Signalleitung |
| 20 | Längsspalt | 54 | Etikettiersystem |
| 22 | Wellenhauptkörper | 56 | Etikettenrollenaufnahme |
| 24 | Längsspalt | 58 | Verklebeeinrichtung |
| 26 | Saugeinrichtung | 60 | Handhabungsvorrichtung |
| 28 | Saugdüse | 62 | Entpulverungsöffnung |
| 30 | Vakuumleitung | 64 | Strukturierung |
| 32 | Klemmeinrichtung | 66 | Vakuumerzeuger |
| 34 | Klemmelement | 68 | Drehverteiler |
| 36 | Klemmaktor | 70 | Montageflansch |
| 38 | Druckluftleitung | 72 | elastisches Element |
| 40 | Gegenhalter | 74 | Verbindungselement |
| 42 | rutschfestes Element | S | Signalstrahl |