EP4785417A1 - Elektrische anschlusseinrichtung und elektrische antriebsmaschine - Google Patents

Elektrische anschlusseinrichtung und elektrische antriebsmaschine

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EP4785417A1
EP4785417A1 EP24765024.5A EP24765024A EP4785417A1 EP 4785417 A1 EP4785417 A1 EP 4785417A1 EP 24765024 A EP24765024 A EP 24765024A EP 4785417 A1 EP4785417 A1 EP 4785417A1
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EP
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electrical connection
connection device
clamping
line elements
busbar
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EP24765024.5A
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Manuel Herrmann
Felix Gerstner
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Schaeffler Technologies AG and Co KG
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Schaeffler Technologies AG and Co KG
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine elektrische Anschlusseinrichtung und eine elektrische Antriebsmaschine, die zumindest eine elektrische Anschlusseinrichtung umfasst. Die elektrische Anschlusseinrichtung (1) dient zum elektrischen Anschluss wenigstens einer Wicklung einer Phase einer elektrischen Antriebsmaschine und umfasst zumindest eine Stromschiene (21, 22, 23) und an die Stromschiene (21, 22, 23) angeschlossen mindestens zwei Leitungselemente (31, 32), die zur elektrischen Verbindung mit einer Wicklung einer Phase einer elektrischen Rotationsmaschine eingerichtet sind, wobei die Leitungselemente (31, 32) mittels eines Klemmmittels (50) aneinander fixiert sind. Mit der hier vorgeschlagenen elektrischen Anschlusseinrichtung sowie der damit ausgestatteten elektrische Antriebsmaschine werden Einrichtungen zur Verfügung gestellt, die in einfacher sowie kostengünstiger Weise trotz auftretender Schwingungen eine lange Lebensdauer gewährleisten.

Description

Elektrische Anschlusseinrichtunq und elektrische Antriebsmaschine
Die Erfindung betrifft eine elektrische Anschlusseinrichtung und eine elektrische Antriebsmaschine, die zumindest eine elektrische Anschlusseinrichtung umfasst. Bei elektrischen Antriebsmaschinen wie zum Beispiel elektrischen Rotationsmaschinen können hohe Vibrationsbelastungen der angeschlossenen Kontakte auftreten. Im Betrieb elektrischer Rotationsmaschinen erfolgt eine Rotationsbewegung eines Stators in Bezug zu einem Rotor. Dabei auftretende Schwingungen können auf den Stator übertragen werden. Der Stator umfasst üblicherweise Wicklungen, die einzelnen Phasen der elektrischen Anschlüsse des Stators zugeordnet sind. Mit den Wicklungen sind Leitungselemente verbunden, die die Wicklungen mit Phasen-Schaltungen verbinden. Die Phasen-Schaltungen sind oftmals an oder durch Stromschienen realisiert. Dabei können derartige Stromschienen an einer festen Struktur angeordnet sein, sodass Relativ- Schwingbewegungen zwischen dem Stator und den Stromschienen auftreten können. Entsprechend sind die Leitungselemente Vibrationsbelastungen ausgesetzt. Diese Vibrationsbelastungen können über Lebensdauer zu Ausfällen bei der Hochvolt- Kontaktierung zwischen dem Stator der elektrischen Rotationsmaschine und einer Leistungselektronik im sogenannten Hochvolt-Terminal führen.
Zur Schwingungsminderung in elektrischen Rotationsmaschinen gibt es verschiedene Ansätze.
Die US 2019 356 193 A1 offenbart ein Entkopplungselement zur Verbindung einer Leistungselektronik mit einer elektrischen Maschine, mit zumindest einem Halter aus isolierendem Material und zumindest einer auf dem Halter angeordneten Stromschiene. Das Entkopplungselement weist einen ersten Bereich, einen dem ersten Bereich im Wesentlichen dazu parallel angeordneten und davon beabstandeten zweiten Bereich, und einen gebogenen und als Federelement dienenden dritten Bereich auf, der den ersten Bereich mit dem zweiten Bereich verbindet, wobei die zumindest eine Stromschiene an ihrem zweiten Bereich mit dem Halter über zumindest ein Halteelement verbunden ist. Das Entkopplungselement arbeitet grundsätzlich nach dem Wirkprinzip einer gekrümmten Biegefeder, die nur im elastischen, dritten gebogenen Bereich belastet wird, was unter anderem eine lange Lebensdauer zur Folge hat. Ferner sorgt die Federwirkung dafür, dass ein großer Toleranzausgleich zwischen den einzelnen Komponenten und gleichzeitig eine hohe Stabilität bereitgestellt ist. Des Weiteren kann eine Entkopplung von Schwingungen erfolgen, was die Vibrationsbeständigkeit verbessert.
Die DE 10 2020212 117 A1 lehrt ein Elektromaschinensystem für ein Kraftfahrzeug, aufweisend eine Elektromaschine zum Antreiben des Kraftfahrzeugs und eine Leistungselektronik zum Betreiben der Elektromaschine, wobei die Elektromaschine Wicklungsdrähte aufweist, die zum elektrischen Koppeln der Elektromaschine mit der Leistungselektronik aus der Elektromaschine herausgeführt sind. An einem Drahtendbereich eines Wicklungsdrahts ist eine Kopplungshülse zur elektrischen Kopplung mit einer Stromschiene der Leistungselektronik angeordnet, wobei die Kopplungshülse einen vom Wicklungsdraht wegweisenden Koppelbereich zum mechanischen sowie elektrischen Koppeln mit der Stromschiene aufweist. Der Koppelbereich weist zwei Koppelschenkel auf, wobei zwischen den Koppelschenkeln ein Aufnahmebereich ausgebildet ist, und wobei in dem Aufnahmebereich ein Stromschienenabschnitt der Stromschiene angeordnet sowie gehalten ist.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Anschlusseinrichtung sowie eine damit ausgestattete elektrische Antriebsmaschine zur Verfügung zu stellen, die in einfacher sowie kostengünstiger Weise trotz auftretender Schwingungen eine lange Lebensdauer gewährleisten. Diese Aufgabe wird gelöst durch die elektrische Anschlusseinrichtung gemäß Anspruch 1 sowie durch die elektrische Antriebsmaschine gemäß Anspruch 10. Vorteilhafte Ausgestaltungen der elektrischen Anschlusseinrichtung sind in den Unteransprüchen 2 bis 9 angegeben.
Die Merkmale der Ansprüche können in jeglicher technisch sinnvollen Art und Weise kombiniert werden, wobei hierzu auch die Erläuterungen aus der nachfolgenden Beschreibung sowie Merkmale aus den Figuren hinzugezogen werden können, die ergänzende Ausgestaltungen der Erfindung umfassen.
Die Erfindung betrifft eine elektrische Anschlusseinrichtung zum elektrischen Anschluss wenigstens einer Wicklung einer Phase einer elektrischen Antriebsmaschine, umfassend zumindest eine Stromschiene und an die Stromschiene angeschlossen mindestens zwei Leitungselemente, die zur elektrischen Verbindung mit einer Wicklung einer Phase einer elektrischen Rotationsmaschine eingerichtet sind. Die Leitungselemente sind mittels eines Klemmmittels aneinander fixiert.
Die elektrische Anschlusseinrichtung kann auch als Terminal bezeichnet werden. Die elektrische Anschlusseinrichtung kann beispielsweise ein Hochvolt-Terminal ausbilden und entsprechend dazu eingerichtet sein, den elektrischen Anschluss in einem Hochspannungsbereich zu realisieren.
Die Stromschiene kann auch als sogenannte Busbar bezeichnet werden.
Die Leitungselemente schwingen relativ zur Busbar. Die Leitungselemente können beispielsweise als Drähte ausgeführt sein.
Das Klemmmittel realisiert die Fixierung der Leitungselemente aneinander mittels Klemmung an einem jeweiligen Leitungselement an einer jeweiligen Klemmstelle und einer starren mechanischen Verbindung zwischen den Klemmstellen.
Gegebenenfalls können paarweise angeordnete Leitungselemente, die jeweiligen Phasen einer elektrischen Antriebseinrichtung zugeordnet sind, mit einem beschriebenen Klemmmittel geklemmt sein.
Eine spezielle Ausführungsform sieht vor, dass Leitungselemente, die unterschiedlichen Phasen zugeordnet sind, paarweise mit dem Klemmmittel geklemmt sind. Dies setzt lediglich eine ausreichende elektrische Isolationswirkung durch das Klemmmittel voraus.
Durch die Verwendung des Klemmmittels kann die Eigenfrequenz der aneinander fixierten Leitungselemente bedeutend beeinflusst werden.
Entsprechend kann erreicht werden, dass die Leitungselemente mit einer deutlich geringeren Amplitude als in einer Situation ohne Verwendung des Klemmmittels schwingen, und/oder eine Eigenfrequenz aufweisen, die weit entfernt ist von den eingeleiteten Schwingungen bei Betrieb einer angeschlossenen elektrischen Rotationsmaschine. Dadurch wird erreicht, dass die Leitungselemente sowie auch elektrisch mit den Leitungselementen gekoppelte Elemente wie zum Beispiel die Wicklungen und/oder Stromschienen deutlich geringeren mechanischen Belastungen unterworfen sind und weiterhin eine hohe Lebensdauer aufweisen. Außerdem kann die Eigenform der Eigenfrequenz derart verändert werden, sodass die Auftrittsstelle der maximalen mechanischen Spannung verschoben wird. Dadurch kann ein Anriss an Stellen mit Spannungsüberhöhungen durch Kerbwirkung verhindert werden.
Die Leitungselemente können mittels der Stromschiene in jeweiligen Verbindungsbereichen mittelbar miteinander verbunden und derart mechanisch in Bezug zueinander fixiert sein, dass das Klemmmittel die Fixierung der Leitungselemente in einem Abstand D der Klemmstellen zu den Verbindungsbereichen realisiert.
Das Verhältnis eines Abstandes D der Klemmstelle zum Verbindungsbereich in Bezug zu einer Länge L der Leitungselemente von dem Verbindungsbereich bis zum elektrischen Anschluss des Leitungselements an einer Wicklung kann D/L <0,2 sein. Die Länge L der Leitungselemente von dem Verbindungsbereich bis zum elektrischen Anschluss des Leitungselements an einer Wicklung kann auch als freie Schwinglänge bezeichnet werden, wenn das Leitungselement ohne Klemmung betrachtet wird. Die Länge der Leitungselemente wird dabei durch einen Mittelwert der Längen der beiden je Phase angeschlossenen Leitungselemente bestimmt, und nicht durch die Summe der Längen der beiden Leitungselemente.
Die Leitungselemente können sich zumindest abschnittsweise in einer Ebene erstrecken, und in dieser Ebene verlaufende Abschnitte der Leitungselemente können mittels des Klemmmittels durch dessen Klemmwirkung in dieser Ebene fixiert sein. In einer Ebene verlaufende Leiterabschnitte können dabei unmittelbar an die Verbindungsbereiche anschließen, wobei die Erfindung nicht darauf eingeschränkt ist. Eine alternative Ausführungsform sieht vor, dass sich die Leitungselemente zumindest abschnittsweise in einer Ebene erstrecken, und in dieser Ebene verlaufende Abschnitte der Leitungselemente mittels des Klemmmittels durch dessen Klemmwirkung außerhalb dieser Ebene fixiert sind.
Das Klemmmittel kann zumindest bereichsweise an der Stromschiene anliegen. Dadurch wird den Leitungselementen formschlüssig zumindest teilweise die Bewegungsmöglichkeit in einem senkrecht zur Ebene verlaufenden translatorischen Freiheitsgrad genommen, da sich das Klemmmittel an der Stromschiene abstützen kann und derart durch die Klemmungen die Leitungselemente auch senkrecht zur Stromschiene bzw. zur Anordnungsebene, in der die Leitungselemente und die Stromschiene angeordnet sind, fixiert sind.
Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsform eingeschränkt, sondern sie kann auch derart ausgeführt sein, dass ein Abstand zwischen Klemmmittel und Stromschiene besteht, sodass den mechanisch mittels des Klemmmittels aneinander fixierten Leitungselementen mehr Bewegungsspielraum entlang des genannten translatorischen Freiheitsgrades gegeben ist.
Die elektrische Anschlusseinrichtung kann derart ausgestaltet sein, dass das Klemmmittel ein jeweiliges Leitungselement an lediglich einer Klemmstelle klemmt. Eine Klemmstelle umfasst dabei zumindest zwei einander gegenüberliegende Bereiche des betreffenden Leitungselements, die von vom Klemmmittel realisierten Druckkräften beaufschlagt sind.
Eine alternative Ausführungsform sieht vor, dass das Klemmmittel ein jeweiliges Leitungselement an mehreren Klemmstellen klemmt.
Wenigstens eines der Leitungselemente kann in einem jeweiligen Verbindungsbereich an die Stromschiene geschweißt sein. Das heißt, dass die Verbindungsbereiche durch Schweißung ausgebildet sind. Die Schweißung ist dabei entlang der Längsrichtung eines jeweiligen Leitungselements an der Stromschiene ausgeführt, so dass dadurch eine mechanische feste Einspannung des befestigten Abschnitts des Leitungselements an der Stromschiene realisiert ist.
Das Material des Klemmmittels kann ein Kunststoff sein. Eine vorteilhafte Ausführungsform des Klemm mittels sieht vor, dass der Kunststoff temperaturbeständig ist.
Weiterhin ist nicht ausgeschlossen, dass die Masse des Klemmmittels einen Einfluss auf die geänderte Eigenfrequenz der Leitungselemente hat, da das Klemmmittel zusammen mit Abschnitten der Leitungselemente zusammen ein Schwingsystem ausbildet.
Die beschriebene elektrische Anschlusseinrichtung ermöglicht die Reduzierung von Schwingungen der Leitungselemente bei Vibrationsanregung, wie zum Beispiel bei elektrischen Antriebsmotors, an dessen Wicklungen die elektrischen Leitungselemente angeschlossen sind. Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine elektrische Antriebsmaschine, welche zumindest eine beschriebene elektrische Anschlusseinrichtung aufweist.
Die oben beschriebene Erfindung wird nachfolgend vor dem betreffenden technischen Hintergrund unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen, welche bevorzugte Ausgestaltungen zeigen, detailliert erläutert. Die Erfindung wird durch die rein schematischen Zeichnungen in keiner Weise beschränkt, wobei anzumerken ist, dass die in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiele nicht auf die dargestellten Maße eingeschränkt sind. Es ist dargestellt in
Figur 1 : eine elektrische Anschlusseinrichtung in einer ersten perspektivischen Ansicht,
Figur 2: die elektrische Anschlusseinrichtung in Ansicht von unten, und
Figur 3: die Einzelheit A aus Figur 2 in vergrößerter Ansicht.
Figur 1 zeigt eine elektrische Anschlusseinrichtung 1 gemäß der vorliegenden Erfindung in perspektivischer Ansicht.
Die elektrische Anschlusseinrichtung 1 umfasst drei Anschlüsse zur elektrischen Kontaktierung mit Phasen, nämlich mit einer ersten Phase 11 , einer zweiten Phase 12 und einer dritten Phase 13.
Die jeweiligen Phasen sind mit entsprechenden Stromschienen verbunden, nämlich mit einer ersten Stromschiene 21 , einer zweiten Stromschiene 22 und einer dritten Stromschiene 23. Eine jeweilige Stromschiene 21 ,2 20,23 bildet dabei eine sogenannte jeweilige Busbar aus.
Die elektrische Anschlusseinrichtung 1 weist weiterhin ein Gehäuse 14, wie zum Beispiel aus Kunststoff, auf, zur Aufnahme der Anschlüsse der Phasen 11 , 12,13 sowie der Stromschienen 21 ,22, 23.
Jede der Stromschienen 21 ,22, 23 wird von jeweils zwei Leitungselementen kontaktiert, nämlich von einem ersten Leitungselement 31 und von einem zweiten Leitungselement 32. Diese Leitungselemente 31 ,32 sind dazu eingerichtet, mit Wicklungen der betreffenden Phase eines hier nicht dargestellten Stators einer elektrischen Rotationsmaschine elektrisch leitfähig verbunden zu werden.
Figur 2 zeigt elektrische Anschlusseinrichtung 1 von unten, wobei bereits einer jeden Stromschiene 21 ,22, 23 zugeordnet ein jeweiliges Klemmmittel 50 erkennbar ist, welches im Bereich des mechanischen Anschlusses der beiden Leitungselemente 31 ,32 an einer jeweiligen Stromschiene 21 ,2 20,23 angeordnet ist.
Ein solches Klemmmittel 50 und dessen Wirkung wird im Folgenden anhand des in der vergrößerten Ansicht des in Figur 2 gekennzeichneten Details A in Figur 3 erläutert. Hier ist der Endbereich der ersten Stromschiene 21 dargestellt, sowie ein daran angeschlossenes erstes Leitungselement 31 und ein an die Stromschiene 21 angeschlossenes zweites Leitungselement 32. Es ist ersichtlich, dass beide Leitungselemente 31 ,32 parallel zueinander ausgerichtet sind und in einer Ebene verlaufen, die der Darstellungsebene der Figur 3 entspricht.
Beide Leitungselemente 31 ,32 sind in jeweiligen Verbindungsbereichen 40 mittels parallel ausgeführter Schweißungen 41 mit der ersten Stromschiene 21 verbunden, nämlich im Bereich eines jeweiligen von Isolationsmaterial 34 freigelegten Drahtes 33. Es ist weiterhin ein Klemmmittel 50 vorhanden in Form eines Kunststoffteils, welches an einen jedem der beiden Leitungselemente 31 ,32 mittels zwei Klemmstellen, nämlich einer ersten Klemmstelle 51 und einer zweiten Klemmstelle 52 angeschlossen ist. Die jeweilige erste Klemmstelle 51 in der hier dargestellten Ausführungsform hilft lediglich der Fixierung des Klemmmittels 50 an den beiden Leitungselementen 31 ,32. Entsprechend dient die erste Klemmstelle 51 lediglich einer Stabilisierung des Klemmmittels 50 selbst, um damit eine stabilere mechanische Fixierung der beiden Leitungselemente 31 ,32 außerhalb des Verbindungsbereichs 40 gewährleisten zu können.
Die jeweilige zweite Klemmstelle 52 ist vom jeweiligen Verbindungsbereich 40 entlang der Längsrichtung der beiden Leitungselemente 32 durch einen Abstand D entfernt. Hier erfolgen in der dargestellten Ebene an jedem der beiden Leitungselemente an jeweiligen zweiten Klemmstellen 52 Klemmungen der beiden Leitungselemente 31 ,32. Zu diesem Zweck besitzt das Klemmmittel in der hier dargestellten Ausführungsform ein Mittelteil 54, welches auf beide Leitungselemente 31 ,32 wirkt. Mit den jeweiligen zweiten Klemmstellen 52 wird somit ein jeweiliges Leitungselement 31 ,32 in der dargestellten Ebene beidseitig geklemmt, sodass, wie beispielhaft anhand des ersten Leitungselements 31 an der zweiten Klemmstelle 52 dargestellt, beidseitig Druckkräfte 60 auf das erste Leitungselement 31 wirken. Diese Druckkräfte 60 sind also ebenfalls im Abstand D der zweiten Klemmstelle 52 zum Verbindungsbereich 40 aufgebracht. Ohne das beschriebene Klemmmittel 50 würde eine Schwingbewegung der Leitungselemente 31 ,32 um die Abstützstelle 42 erfolgen. Dadurch wäre es möglich, dass die Leitungselemente 31 ,32 eine wesentlich höhere Amplitude bei der Schwingung ausführen.
Aufgrund der Anordnung des Klemmmittels 50 befindet sich nunmehr die Abstützstelle der Schwingbewegung 53 an der Stelle der Einleitung der Druckkräfte 60 bzw. an der zweiten Klemmstelle 52. Der Abstand D der zweiten Klemmstelle 52 zum Verbindungsbereich 40 ist deutlich geringer als die Länge L der Leitungselemente, die in Figur 2 zeichnerisch angedeutet ist. Dennoch ist der Abstand D der zweiten Klemmstelle 52 zum Verbindungsbereich 40 ausreichend groß, um zu verhindern, dass die Amplitude einer Schwenkbewegung der Leitungselemente sehr groß ist. Zudem wird dadurch Einfluss genommen auf die Eigenfrequenz des Schwingsystems, welches die Stromschiene die Leitungselemente 31 ,32 umfasst, sowie das Klemmmittel 50 sodass der Eigenfrequenz-Bereich dieses Schwingsystems derart verschoben werden kann, dass ein resonantes Verhalten dieses Schwingsystems bei normalem Betrieb einer die elektrische Anschlusseinrichtung aufweisenden elektrischen Rotationsmaschine ausgeschlossen ist.
Es ist weiterhin offensichtlich, dass das Klemmmittel 50 entlang der Längsrichtung an der Leitungselemente 31 ,32 verschoben werden kann, um somit unterschiedliche Amplituden und eigene Eigenfrequenzbereiche einstellen zu können.
Ein weiterer Effekt des verwendeten Klemmmittels 50 ist, dass die maximale mechanischen Biegespannung nunmehr an den zweiten Klemmstellen 52 auftreten wird, und nicht mehr am Verbindungsbereich 40, bei dem aufgrund der höheren Kerbwirkung eine höhere Bruchgefahr für die Leitungselemente 31 ,32 besteht. Mit der hier vorgeschlagenen elektrischen Anschlusseinrichtung sowie der damit ausgestatteten elektrische Antriebsmaschine werden Einrichtungen zur Verfügung gestellt, die in einfacher sowie kostengünstiger Weise trotz auftretender Schwingungen eine lange Lebensdauer gewährleisten. Bezuqszeichenliste
I Elektrische Anschlusseinrichtung
I I Erste Phase
12 Zweite Phase
13 Dritte Phase
14 Gehäuse
21 Erste Stromschiene
22 Zweite Stromschiene
23 Dritte Stromschiene
31 Erstes Leitungselement
32 Zweites Leitungselement
33 Draht
34 Isolationsmatenal
40 Verbindungsbereich
41 Schweißung
42 Abstützstelle der Schwingbewegung ohne Klemmmittel
50 Klemmmittel
51 Erste Klemmstelle
52 Zweite Klemmstelle
53 Abstützstelle der Schwingbewegung mit Klemmmittel
54 Mittelteil
60 Druckkraft
D Abstand der Klemmstelle zum Verbindungsbereich
L Länge der Leitungselemente

Claims

Patentansprüche
1 . Elektrische Anschlusseinrichtung (1 ) zum elektrischen Anschluss wenigstens einer Wicklung einer Phase einer elektrischen Antriebsmaschine, umfassend zumindest eine Stromschiene (21 ,22, 23) und an die Stromschiene (21 ,22, 23) angeschlossen mindestens zwei Leitungselemente (31 ,32), die zur elektrischen Verbindung mit einer Wicklung einer Phase einer elektrischen Rotationsmaschine eingerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungselemente (31 ,32) mittels eines Klemmmittels (50) aneinander fixiert sind.
2. Elektrische Anschlusseinrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungselemente (31 ,32) mittels der Stromschiene (21 ,22, 23) in jeweiligen Verbindungsbereichen (40) mittelbar miteinander verbunden und derart mechanisch in Bezug zueinander fixiert sind, dass das Klemmmittel (50) die Fixierung der Leitungselemente (31 ,32) in einem Abstand D der Klemmstellen (51 ,52) zu den Verbindungsbereichen (40) realisiert.
3. Elektrische Anschlusseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis eines Abstandes D der Klemmstelle (51 ,52) zum Verbindungsbereich (40) in Bezug zu einer Länge L der Leitungselemente (31 ,32) von dem Verbindungsbereich (40) bis zum elektrischen Anschluss des Leitungselements (31 ,32) an einer Wicklung ist: D/L <0,2.
4. Elektrische Anschlusseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Leitungselemente (31 ,32) zumindest abschnittsweise in einer Ebene erstrecken, und in dieser Ebene verlaufende Abschnitte der Leitungselemente (31 ,32) mittels des Klemmmittels (50) durch dessen Klemmwirkung in dieser Ebene fixiert sind.
5. Elektrische Anschlusseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmmittel (50) zumindest bereichsweise an der Stromschiene (21 ,22, 23) anliegt.
6. Elektrische Anschlusseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmmittel (50) ein jeweiliges Leitungselement (31 ,32) an lediglich einer Klemmstelle (51 ,52) klemmt.
7. Elektrische Anschlusseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmmittel (50) ein jeweiliges Leitungselement (31 ,32) an mehreren Klemmstellen (51 ,52) klemmt.
8. Elektrische Anschlusseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Leitungselemente (31 ,32) in einem jeweiligen Verbindungsbereich (40) an die Stromschiene (21 ,22, 23) geschweißt ist.
9. Elektrische Anschlusseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Klemmmittels (50) ein Kunststoff ist.
10. Elektrische Antriebsmaschine, umfassend zumindest eine elektrische Anschlusseinrichtung (1 ) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9.
EP24765024.5A 2023-09-26 2024-08-19 Elektrische anschlusseinrichtung und elektrische antriebsmaschine Pending EP4785417A1 (de)

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