EP4756167A1 - Verfahren zum betreiben einer halbautomatischen karusselltür, halbautomatische karusselltür, entsprechendes computerprogrammprodukt - Google Patents

Verfahren zum betreiben einer halbautomatischen karusselltür, halbautomatische karusselltür, entsprechendes computerprogrammprodukt

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EP4756167A1
EP4756167A1 EP24217266.6A EP24217266A EP4756167A1 EP 4756167 A1 EP4756167 A1 EP 4756167A1 EP 24217266 A EP24217266 A EP 24217266A EP 4756167 A1 EP4756167 A1 EP 4756167A1
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EP
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door
person
revolving door
leaves
revolving
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EP24217266.6A
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Michael Peter SCHEU GENANNT MECKER
Tim Wulbrandt
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Dormakaba Deutschland GmbH
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Dormakaba Deutschland GmbH
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür (1), sowie eine entsprechende halbautomatische Karusselltür (1) und ein Computerprogrammprodukt, wobei mithilfe von Sensoren (D5; D6) ein vermuteter Ankunftszeitpunkt oder Verlassenszeitpunkt einer sich von einer Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) nähernden Person (P1; P2) bestimmt wird und hierauf basierend die Steuerung der motorischen Unterstützung der Karusselltür (1) erfolgt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür, eine halbautomatische Karusselltür, sowie ein zum Betreiben der halbautomatischen Karusselltür einsetzbares Computerprogrammprodukt.
  • Auf dem Gebiet der Karusselltüren, manchmal auch als Drehtüren bezeichnet, sind grundsätzlich drei verschiedene Typen an Karusselltüren üblich. Zum einen Karusselltüren, die entweder vollständig manuell mittels Anschiebens durch die hindurchtretende Person oder vollautomatisch mithilfe eines Antriebs und ohne jegliches Anschieben durch die hindurchtretende Person betrieben werden, welche Karusselltüren beider genannten Arten nicht Gegenstand der vorliegenden Offenbarung sein sollen. Zum anderen gibt es jedoch auch Karusselltüren, die zwar ein manuelles Anschieben durch die hindurchtretende Person einfordern, jedoch gleichzeitig auch die Arbeit der Person motorisiert unterstützen, indem über einen Antrieb auch eine motorische Unterstützung der Drehbewegung der Türflügel bereitgestellt wird. Diese teilweise motorische Unterstützung für die hindurchtretende Person kann derart erfolgen, dass die Person beim Anschieben der Türflügel während der gesamten Drehbewegung des Türflügels motorisch unterstützt wird, oder aber indem nur das initiale Anschieben seist motorisch unterstützt wird, um die Massenträgheit der Türflügel zu überwinden und dann die Person den Rest der Drehbewegung mit seiner eigenen Kraft ausführt. Solche Türen mit einer teilweisen motorischen Unterstützung, von der die vorliegende Offenbarung ausgeht, werden vorliegend halbautomatische Karusselltüren genannt, bzw. können im Allgemeinen auch "Low Energy Karusselltüren" genannt werden.
  • An halbautomatische Karusselltüren sind besondere Anforderungen geknüpft. So ist grundsätzlich wünschenswert, einerseits den Energieverbrauch gering zu halten und unnötige Türdrehbewegungen zu unterbinden. Zudem ist es andererseits wünschenswert, den Luftaustausch und damit gegebenenfalls verbundenen Wärmeaustausch zwischen den beiden Türseiten, also regelmäßig einer Gebäudeinnenseite und einer Gebäudeaußenseite, so gering wie möglich zu halten. Bei halbautomatischen Karusselltüren wird daher häufig ein Grundzustand der Karusselltür eingestellt, in welchem Grundzustand die Türflügel stillstehen und die Karusselltür nicht dreht. In dem besonderen Falle einer zweiflügligen Karusselltür ist es regelmäßig in diesem stillstehenden Grundzustand der Fall, dass die Zutrittsöffnung sodann durch die (verbreitete bzw. über zusätzliche Elemente aufgeweitete) Außenkante des Türflügels, bzw. die beiden gegenüberlegenden Zutrittsöffnungen durch die beiden vorhandenen Außenkanten der Türflügel, gänzlich oder zumindest teilweise verschlossen ist bzw. sind. Beide Eigenschaften der halbautomatischen Karusselltüren können jedoch grundsätzlich hinderlich für einen komfortablen und insbesondere nahtlosen Durchtritt von Personen durch die Karusselltür sein, denn eine Außenkante in der Zutrittsöffnung kann offensichtlich den Zutritt in den Karusselltür-Innenbereich und somit den Durchtritt durch die Karusselltür stören. Auch bei Karusselltüren mit mehr als zwei Türflügeln kann es zu dem Problem kommen, dass Außenkanten von Türflügeln störend in dem offenen theoretisch zugänglichen Bereich der Zutrittsöffnung der Karusselltür stehen. Zudem kann ein schlecht gewählter Startvorgang der motorischen Unterstützung der Karusselltür in besonderem Maße kritisch für ein geschmeidiges Durchtreten durch die Karusselltür sein. Sollte der Startvorgang nämlich beispielsweise zu früh beginnen, während sich die annähernde und einen Begehungswunsch aufweisende Person noch in einem gewissen Abstand zu dem eben auch durch sie händisch anzuschiebenden Türflügel befindet, kann durch die Person der Fehlschluss gezogen werden, dass es sich eben nicht um eine halbautomatische sondern gar um eine vollautomatische Karusselltür handeln würde, welche vollautomatische Karusselltür soeben aus dem Stillstand in die vollautomatische Drehbewegung versetzt wurde. Die Person kann dementsprechend der Auffassung sein, sie müsse den Türflügel gar nicht zusätzlich selbst anschieben. Da die Drehgeschwindigkeit bzw. das unterstützende Drehmoment bei halbautomatischen Karusselltüren jedoch nur der Unterstützung der menschlichen Anschiebe-Bewegung dienen soll, ist die allein auf motorischer Unterstützung resultierende Drehbewegung eher langsam und sicherlich zu langsam für eine natürliche flüssige Durchtrittsbewegung für Personen. Demnach ärgern sich die einem solchen Fehlschluss unterliegenden Personen dann regelmäßig über die ihrem Empfinden nach zu langsamen drehende, vermeintlich vollautomatische Karusselltür, ohne zu merken, dass es sich nur um eine halbautomatische Karusselltür handelt, die eigentlich ihre händische Mitarbeit in Form eines zusätzlichen Anschiebens erfordert.
  • Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür bereitzustellen, sowie eine halbautomatische Karusselltür und ein entsprechendes Computerprogrammprodukt bereitzustellen, mit dem bzw. mit der wenigstens eines der oben beschriebenen Probleme adressiert wird. Insbesondere ist es eine Aufgabe, den Durchtritt durch die Karusselltür für sich nähernde Personen mit Begehungswunsch möglichst geschmeidig und nahtlos zu gestalten, sowie dabei gleichzeitig den Energieverlust, sei es durch ungewünschten Wärmeaustausch zwischen den beiden Türseiten oder durch zu lange ungewünschte Drehbewegungen der Karusselltüren, möglichst gering zu halten.
  • Diese Aufgabe wird in Bezug auf ein Verfahren durch das Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür mit den Merkmalen von Anspruch 1 bzw. durch das Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür mit den Merkmalen von Anspruch 7 gelöst, in Bezug auf eine halbautomatische Karusselltür durch die halbautomatische Karusselltür mit den Merkmalen von Anspruch 13 bzw. mit den Merkmalen von Anspruch 14, sowie in Bezug auf ein Computerprogrammprodukt durch das Computerprogrammprodukt gemäß Anspruch 15. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.
  • Zentral ist vorliegend die Erkenntnis, dass über ein sensorbasiertes Erfassen der Personenbewegungen und ein gezieltes Einsetzen der gewonnenen Sensordaten der Unterstützungszeitpunkt im Sinne des Startzeitpunktes bzw. des Endzeitpunktes der motorischen Unterstützung optimiert gewählt werden kann. So ist es vorschlagsgemäß möglich, die motorische Unterstützung gezielt starten zu lassen, sodass die hindurchtretende Person weniger Gefahr läuft, einem Trugschluss in Richtung einer vollautomatischen Karusselltür zu unterliegen, bzw. die motorische Unterstützung auch gezielt enden zu lassen, im Sinne eines möglichst geschmeidigen Durchgangs (sei es auch für nachfolgende Personen) und/oder im Sinne einer Energieoptimierung. Vorteilhaft kann die motorische Unterstützung so kurz wie möglich gehalten werden, um einerseits Energie zu sparen und andererseits auch einen möglichen Luftaustausch und damit verbundenen Wärmeaustausch zwischen Gebäudeinnen- und -außenseite so gering wie möglich zu halten, bzw. um einen anschließenden Durchtrittvorgang einer nachfolgenden Person optimiert starten lassen zu können.
  • Im Einzelnen ist nach einem ersten unabhängigen Aspekt der Offenbarung, wie in Anspruch 1 wiedergegeben, ein Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür vorgeschlagen, welches zumindest die folgenden Schritte a) bis d) umfasst:
    1. a) Bereitstellen einer Karusselltür mit mindestens zwei Türflügeln, einem Antrieb und mindestens einem Sensor zur Erfassung von Personenbewegungen, wobei der Antrieb zum Rotieren der mindestens zwei Türflügel innerhalb eines Durchgangsbereich der Karusselltür eingerichtet ist.
    2. b) Erfassen einer Geschwindigkeit und einer Annäherungsrichtung mindestens einer sich von einer Annäherungsseite der Karusselltür nähernden Person mittels des mindestens einen Sensors.
    3. c) Berechnen einer vermuteten Ankunftszeit der Person an der Karusselltür basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung.
    4. d) Initiieren einer motorischen Unterstützung des Antriebs und dadurch Initiieren einer automatischen, motorisch unterstützten Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel zu einem Zeitpunkt, der basierend auf der berechneten vermuteten Ankunftszeit so gewählt wird, dass die motorische Unterstützung beginnt, wenn die Person im Begriff ist, einen vor ihr liegenden Türflügel der mindestens zwei Türflügel anzuschieben.
  • Der Begriff "halbautomatische Karusselltür" bezieht sich auf eine Karusselltür, die sowohl motorisch unterstützt wird als auch für einen bestimmungsgemäßen Einsatz durch die Person zwecks Hindurchtretens manuell angeschoben werden muss. Ein "Antrieb" ist eine mechanische Vorrichtung, die die Türflügel der Karusselltür in Drehbewegung versetzt. "Sensoren" sind Vorrichtungen, die Bewegungen und/oder Positionen von Personen erfassen. Der "Durchgangsbereich" der Karusselltür ist der Bereich, durch den Personen die Karusselltür passieren können. Aufgrund der Drehbewegung der Karusselltür ist der Durchgangsbereich veränderlich und wird fortlaufend angepasst. Über den "Zugangsbereich" betritt eine Person grundsätzlich den den Durchgangsbereich umfassenden bzw. bereitstellenden Innenbereich der Karusselltür. Auch der Zugangsbereich ist dadurch veränderlich, dass eine Außenkante eines Türflügels zeitweise den Zugangsbereich teilweise belegt, bzw. diesen in zwei Teile unterteilt. Grundsätzlich weist die Karusselltür eine "Zutrittsöffnung" auf (bzw. zwei gegenüberliegende Zutrittsöffnungen), welche Öffnung eben entweder vollständig offen ist, sodass eine Person durch den einen resultierenden Zugangsbereich in den Durchgangsbereich der Karusselltür (und damit in ihren Innenbereich) hineingehen kann. Oder aber die Zutrittsöffnung ist über eine Außenkante eines Türflügels geteilt (oder gar verdeckt), sodass allenfalls gegebenenfalls links sowie rechts des Türflügels die Person durch die Zutrittsöffnung und damit durch entweder den linken oder den rechten resultierenden Zugangsbereich in den Durchgangsbereich der Karusselltür (und damit in ihren Innenbereich) hineingehen kann.
  • Ein Vorteil des Verfahrens ist die Optimierung des Zeitpunkts der motorischen Unterstützung, um eine natürliche und flüssige Bewegung in die Karusselltür hinein bzw. durch die Tür zu gewährleisten. Ein weiterer Vorteil ist die Energieeinsparung durch die Minimierung der Zeit der motorischen Unterstützung. Zudem wird der Luft- und Wärmeaustausch zwischen Innen- und Außenseite des Gebäudes reduziert.
  • Insbesondere beginnt die motorische Unterstützung des Antriebs der Karusselltür, wenn die sich nähernde Person kurz davor ist, den vor ihr liegenden Türflügel zu berühren, um ihn anzuschieben. Dies bedeutet, dass der Zeitpunkt für die Initiierung der motorischen Unterstützung präzise auf den Moment abgestimmt ist, in dem die Person ihre Hand ausstreckt und fast den Türflügel erreicht. Diese präzise Abstimmung wird durch die Berechnung der vermuteten Ankunftszeit an der Tür ermöglicht, welche auf den erfassten Sensordaten basiert, sodass die motorische Unterstützung genau dann beginnt, wenn die Person den Türflügel fast berührt. Der Vorteil dieser präzisen Abstimmung liegt darin, dass die motorische Unterstützung nicht zu früh beginnt, was den Eindruck einer vollautomatischen Tür vermeiden hilft und die Person auch weiterhin dazu anregt, den Türflügel tatsächlich selbst mit anzuschieben. Dies verhindert Missverständnisse und sorgt für eine natürliche und flüssige Bewegung durch die Tür. Zudem wird die Zeit der motorischen Unterstützung minimiert, was Energie spart und den Luftaustausch zwischen Innen- und Außenbereich des Gebäudes reduziert. Hierzu ist eine Kommunikation zwischen den Sensoren und der Steuereinheit der Karusselltür nötig. Die Sensoren erfassen, insbesondere kontinuierlich, die Bewegungsdaten der sich nähernden Person und übermitteln diese an die Steuereinheit, die, insbesondere in Echtzeit, die Ankunftszeit berechnet und den Antrieb entsprechend steuert. Eine entsprechende Echtzeitkommunikation kann sicherstellen, dass die motorische Unterstützung genau zum richtigen Zeitpunkt beginnt und endet. Ein weiterer Vorteil dieser präzisen Steuerung ist die Verbesserung des Benutzererlebnisses, da die Personen die Tür als reibungslos und effizient wahrnehmen, ohne das Gefühl zu haben, dass die Tür zu langsam oder zu schnell reagiert. Die Optimierung des Unterstützungszeitpunkts trägt dabei nicht nur zur Energieeffizienz und zum Komfort bei, sondern auch zur Langlebigkeit der Türmechanismen, da unnötige Belastungen durch falsche Timings vermieden werden.
  • Insbesondere beginnt die motorische Unterstützung des Antriebs, wenn die sich nähernde Person eine Distanz von 70 cm bis 120 cm, vorzugsweise von 90 cm bis 110 cm, zum Türgriff des vor ihr liegenden Türflügels, auf Grundlage des berechneten vermuteten Zeitpunkts oder auf Grundlage von Sensordaten, erreicht hat. Dies stellt sicher, dass die motorische Unterstützung genau zu dem Zeitpunkt initiiert wird, wenn die Person im Begriff ist, den Türflügel anzuschieben. Diese präzise Bestimmung des Unterstützungszeitpunkts basiert auf der Annahme, dass die durchschnittliche Armlänge eines Nutzers etwa 0,75 m beträgt und die Person bei ausgestrecktem Arm bzw. angenommen regelmäßig noch leicht gebeugten Arm, noch einen gewissen Abstand zum Türgriff hat. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, dass die motorische Unterstützung weder zu früh noch zu spät beginnt, wodurch die Person nicht in die Irre geführt wird, dass es sich um eine vollautomatische Karusselltür handelt, und gleichzeitig eine flüssige und natürliche Durchtrittsbewegung ermöglicht wird. Zur Bestimmung des Abstands kann die grundsätzlich verwendete Sensor-Technik bzw. die Auswertung der erfassten Sensordaten herangezogen werden. So kann die erfasste Person regelmäßig als Punkt mit einer bestimmten Position im Raum abgebildet sein, sodass der Abstand zum Türgriff bestimmt bzw. in die Zukunft bei bekannter bzw. vorhergesagter Gehgeschwindigkeit bestimmt werden kann. Durch die genaue Abstimmung auf die Annäherungsdistanz wird die Zeit der motorischen Unterstützung minimiert, was zu einer Energieeinsparung führt und den Luftaustausch zwischen Gebäudeinnen- und -außenseite reduziert. Dies ist besonders vorteilhaft in klimatisierten Gebäuden, da der Wärmeaustausch und damit verbundene Energieverluste verringert werden.
  • Um den Zeitpunkt zu bestimmen, wann die motorische Unterstützung des Antriebs initiiert werden soll, kann ein Berechnungsbeispiel herangezogen werden. Dabei wird die Geometrie der Karusselltür sowie die durchschnittliche Armlänge eines Nutzers berücksichtigt. Angenommen, die durchschnittliche Armlänge beträgt 0,75 m. Wenn die Bewegungsgeschwindigkeit der Person erfasst wird, kann basierend auf dieser Geschwindigkeit und der bekannten Geometrie der Karusselltür berechnet werden, wann die Person bei ausgestrecktem Arm noch einen gewissen Abstand zum Türgriff hätte. Beispielsweise, wenn die Person sich mit einer Geschwindigkeit von 1 m/s nähert und die Geometrie der Karusselltür berücksichtigt wird, kann berechnet werden, dass die motorische Unterstützung des Antriebs so initiiert wird, dass die Drehbewegung der Türflügel beginnt, wenn die Person bei ausgestrecktem Arm noch einen Abstand von etwa 20 cm bis 30 cm zum Türgriff hat. Dies stellt sicher, dass die motorische Unterstützung rechtzeitig beginnt, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür zu ermöglichen, aber auch nicht zu früh beginnt.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst das Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür den Schritt e) des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb, während die Person den vor ihr liegenden Türflügel anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür zu ermöglichen.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst das Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür den Schritt f) des Stoppens der Unterstützung der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb, wenn die Person den vor ihr liegenden Türflügel loslässt oder den Durchgangsbereich der Karusselltür passiert hat. Dieser Schritt stellt sicher, dass die motorische Unterstützung nur dann aktiv ist, wenn sie tatsächlich benötigt wird, was zu einer effizienteren Energienutzung führt. Sobald entweder ein Sensor erkennt oder aufgrund einer Abschätzung angenommen werden kann, dass die Person den Türflügel nicht mehr berührt oder den Durchgangsbereich verlassen hat, wird die motorische Unterstützung gestoppt, wobei dies auch mit einem gewünschten Zeitverzug eingestellt werden kann oder aber die Türflügel noch in eine gewünschte Endlage weiter gefahren werden können. Jedenfalls wird der Stoppvorgang grundsätzlich durch das Erkennen, dass die Person den vor ihr liegenden Türflügel loslässt oder den Durchgangsbereich der Karusselltür passiert hat, initiiert bzw. angestoßen. Dies verhindert unnötigen Energieverbrauch und reduziert den Verschleiß des Antriebs. Zudem wird der Luftaustausch zwischen dem Innen- und Außenbereich des Gebäudes minimiert, was zu einer besseren Klimakontrolle und Energieeinsparung führt. Die Karusselltür bleibt somit in einem optimalen Betriebszustand, indem sie nur dann motorisch unterstützt wird, wenn eine Person tatsächlich durch die Tür geht, bzw. allenfalls noch eine gewünschte Zeit lang weiter.
  • Insbesondere erfolgt das Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb erfolgt, wenn die Person den Durchgangsbereich der Karusselltür vollständig passiert hat. Sobald die Person den Durchgangsbereich vollständig verlassen hat, wird die motorische Unterstützung gestoppt bzw. der Stoppvorgang eingeleitet (sei es etwa mit einem gewünschten Zeitverzug). Der Begriff "Durchgangsbereich" bezieht sich auf den Bereich innerhalb der Karusselltür, durch den die Person hindurchtritt, während "vollständig passiert" bedeutet, dass die Person diesen Bereich vollständig verlassen hat und sich nun außerhalb der Karusselltür befindet. Insbesondere kann auf einen Zeitverzug verzichtet werden und das Stoppen unmittelbar auf das Verlassen der Person aus dem Durchgangsbereich erfolgen.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Karusselltür wenigstens einen weiteren Hilfssensor aufweist, der vorzugsweise zur Überwachung der Austrittsseite der Karusselltür dient. Der zusätzliche Hilfssensor ergänzt die Funktionalität der bereits vorhandenen Sensoren, die die Annäherungsseite der Karusselltür überwachen. Durch die Integration dieses weiteren Hilfssensors wird die Erfassung der Personenbewegungen optimiert, indem nicht nur die Annäherung, sondern auch das Verlassen der Karusselltür präzise überwacht wird. Dies ermöglicht eine verbesserte Steuerung der motorischen Unterstützung des Antriebs, indem die Drehbewegung der Türflügel nicht nur beim Annähern der Person, sondern auch beim Verlassen der Karusselltür optimal unterstützt und gegebenenfalls gestoppt wird. Ein Vorteil dieser zusätzlichen Überwachung ist eine erhöhte Effizienz der Türsteuerung, da die motorische Unterstützung nur dann aktiviert wird, wenn sie tatsächlich benötigt wird, was zu einer Reduktion des Energieverbrauchs führt. Zudem wird der Luftaustausch zwischen Innen- und Außenbereich minimiert, was wiederum den Wärmeaustausch reduziert und somit zu einer besseren Energieeffizienz des Gebäudes beiträgt.
  • Es können auch auf beiden Seiten entsprechende Hilfssensoren vorgesehen sein. Grundsätzlich können beide Seiten je nach Betrachtung bzw. Durchtritt von Personen von der einen bzw. der gegenüberliegenden Seite ausgehend ja eine Annäherungsseite darstellen bzw. eine gegenüberliegende Austrittsseite.
  • Grundsätzlich kann bzw. können der bzw. die Hilfssensor/-en, sowie ebenfalls der (hauptsächliche) mindestens eine Sensor zur Erfassung von Personenbewegungen, sowie auch mehrere dieser (hauptsächlichen) Sensoren jeweils ein Radarsensor oder ein Lidar-Sensor sein. Solche Sensoren sind in der Lage, präzise Bewegungsdaten zu erfassen und an die Steuereinheit der Karusselltür zu übermitteln. Es kann auch vorgesehen sein, dass der (hauptsächliche) Sensor je Seite (Annäherungsseite bzw. Austrittsseite) einmal in Bezug auf seine Funktion auf der Annäherungsseite betrachtet als hauptsächlicher Sensor dient, sowie dann bei Durchtritten durch die Karusselltür von der anderen Seite betrachtet jedoch als Hilfssensor dient.
  • Durch die Verwendung eines weiteren Hilfssensors wird die Zuverlässigkeit und Genauigkeit der Türsteuerung erhöht, was zu einer verbesserten Benutzererfahrung führt, da die Türflügel sich synchron zur Bewegung der Person drehen und somit ein reibungsloser Durchgang ermöglicht wird.
  • Insbesondere ist vorgesehen, dass der weitere Hilfssensor lediglich die Anwesenheit der durch den Durchgangsbereich der Karusselltür hindurch und an der Austrittsseite dementsprechend austretenden Person erfasst. Dann kann der Hilfssensor nur separat zum (hauptsächlichen) Sensor auf jener Seite vorgesehen sein. Die Verwendung eines solchen zusätzlichen Hilfssensors, der speziell zur Erfassung der Anwesenheit von Personen dient, die den Durchgangsbereich der Karusselltür durchqueren und auf der Austrittsseite austreten, kann dann schlanker so konfiguriert sein, dass er lediglich die Anwesenheit der Person erfasst, ohne zusätzliche Daten wie Geschwindigkeit oder Richtung zu messen. Die Integration dieses Hilfssensors bietet mehrere Vorteile. Erstens ermöglicht sie eine präzisere Steuerung des Antriebs der Karusselltür, indem sie sicherstellt, dass die motorische Unterstützung genau dann endet, wenn die Person den Durchgangsbereich verlässt. Dies trägt zur Energieeinsparung bei, da der Antrieb nur so lange aktiv bleibt, wie es für den flüssigen Durchtritt der Person notwendig ist. Zweitens minimiert diese präzise Steuerung den Luft- und Wärmeaustausch zwischen der Innen- und Außenseite des Gebäudes, was insbesondere in klimatisierten Umgebungen von Vorteil ist. Der Hilfssensor arbeitet in Kombination mit den bereits vorhandenen Sensoren, die die Annäherungsgeschwindigkeit und -richtung der Person erfassen, und ergänzt somit das bestehende Sensorsystem, um eine umfassende Überwachung sowohl der Annäherungs- als auch der Austrittsseite der Karusselltür zu gewährleisten. Durch die Erfassung der Anwesenheit der Person auf der Austrittsseite kann das System den optimalen Zeitpunkt für das Stoppen der motorischen Unterstützung bestimmen, was zu einem reibungsloseren Betrieb der Karusselltür führt. Dies verbessert nicht nur die Benutzererfahrung, indem es eine flüssige und intuitive Bewegung durch die Tür ermöglicht, sondern reduziert auch die mechanische Belastung der Türflügel und des Antriebs, was die Lebensdauer der Komponenten verlängert. Insgesamt trägt die Einführung des zusätzlichen Hilfssensors zu einer effizienteren und benutzerfreundlicheren Funktionsweise der halbautomatischen Karusselltür bei, indem sie die Interaktion zwischen den verschiedenen Komponenten des Systems optimiert und die Betriebskosten senkt.
  • Insbesondere ist vorgesehen, dass eine bzw. die erfasste Anwesenheit der Person auf einer der Annäherungsseite der Karusselltür gegenüberliegenden Austrittsseite bzw. der Austrittsseite dazu genutzt wird, das Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb wieder zu stoppen.
  • Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Verfahren zur Steuerung einer halbautomatischen Karusselltür die folgenden beiden Schritte umfasst:
    • Analysieren von Motorlastwerten des Antriebs, um zu detektieren, wann die Person aufhört, den vor ihr liegenden Türflügel selbständig weiterzuschieben; und
    • Stoppen der motorischen Unterstützung basierend auf dieser Detektion.
  • Dies kann durch die kontinuierliche Überwachung der Motorlastwerte erreicht werden, die Aufschluss darüber geben, wie viel Kraft der Antrieb aufbringen muss, um die Türflügel in Bewegung zu halten. Sobald die Motorlastwerte einen bestimmten Schwellenwert unterschreiten, was darauf hindeutet, dass die Person nicht mehr aktiv den Türflügel weiterdrückt, wird die motorische Unterstützung gestoppt. Diese Detektion ermöglicht eine präzise Steuerung der motorischen Unterstützung und trägt dazu bei, die Effizienz des Türbetriebs zu erhöhen. Dabei kann auch ein gewünschter Zeitverzug eingestellt werden, bzw. eine Bedingung, bis wohin die Türflügel weiterdrehen sollen. Vorteilhaft wird durch die genaue Erkennung des Zeitpunkts, zu dem die Person aufhört, den Türflügel zu schieben, die Benutzererfahrung verbessert, da die Türflügel nicht Gefahr laufen, zu früh zu stoppen und damit ein abruptes Stoppgefühl bei der Person hervorzurufen. Die Verwendung von Motorlastwerten als Indikator für die Beendigung der motorischen Unterstützung stellt sicher, dass die Türsteuerung auf präzisen und verlässlichen Daten basiert.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Zeitpunkt, wenn die Person im Begriff ist, den Türflügel anzuschieben, zumindest einen der beiden folgenden Zeitpunkte umfasst:
    • zwischen 0,001 s und 3 s, bevorzugt zwischen 0,001 s und 2 s, weiter bevorzugt zwischen 0,001 s und 1 s, vor der berechneten vermuteten Ankunftszeit; und/oder
    • ein vermutetes Betreten der Person des Durchgangsbereiches der Karusselltür.
  • Der erstgenannte Zeitpunkt bzw. spezifische Zeitrahmen stellt sicher, dass die motorische Unterstützung der Karusselltür präzise und rechtzeitig beginnt, um eine reibungslose und effiziente Durchgangsbewegung zu ermöglichen. Die Berechnung der vermuteten Ankunftszeit basiert auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung der sich nähernden Person, was durch die Sensoren der Karusselltür ermöglicht wird. Dies ist besonders wichtig, da die halbautomatische Karusselltür darauf ausgelegt ist, die menschliche Drückbewegung zu unterstützen und nicht vollständig zu ersetzen. Ein zu frühes Einsetzen der motorischen Unterstützung könnte dazu führen, dass die Person die Tür als zu langsam empfindet, was den gewünschten flüssigen Durchtritt beeinträchtigen würde. Durch die Optimierung des Unterstützungszeitpunkts wird nicht nur die Benutzererfahrung verbessert, sondern auch der Energieverbrauch minimiert, da die motorische Unterstützung nur dann aktiviert wird, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Der zweitgenannte Zeitpunkt wiederum bedeutet, dass die motorische Unterstützung des Antriebs so initiiert wird, dass sie beginnt, sobald die Person den Durchgangsbereich der Karusselltür betritt. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt in der präzisen Bestimmung des optimalen Zeitpunkts für die motorische Unterstützung, wodurch die Wahrscheinlichkeit verringert wird, dass die Person die Karusselltür als vollautomatisch missversteht und erwartet, dass sie sich ohne ihr Zutun bewegt.
  • Weiterhin ist im Einzelnen nach einem zweiten unabhängigen Aspekt der Offenbarung, wie in Anspruch 7 wiedergegeben, ein Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür vorgeschlagen, welches Verfahren zumindest die folgenden Schritte A) bis E) umfasst:
    1. A) Bereitstellen einer Karusselltür mit mindestens zwei Türflügeln, einem Antrieb und mindestens einem Sensor zur Erfassung von Personenbewegungen, wobei der Antrieb zum Rotieren der mindestens zwei Türflügel innerhalb eines Durchgangsbereich der Karusselltür eingerichtet ist.
    2. B) Erfassen einer Geschwindigkeit und einer Annäherungsrichtung mindestens einer sich von einer Annäherungsseite der Karusselltür nähernden Person mittels des mindestens einen Sensors.
    3. C) Berechnen eines vermuteten Verlassenszeitpunktes der Person aus der Karusselltür auf einer der Annäherungsseite der Karusselltür gegenüberliegenden Austrittsseite der Karusselltür basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung.
    4. D) Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb, während die Person einen vor ihr liegenden Türflügel der mindestens zwei Türflügel anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür zu ermöglichen.
    5. E) Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb zu einem Zeitpunkt, der basierend auf dem berechneten vermuteten Verlassenszeitpunkt so gewählt ist, dass das Unterstützen der Drehbewegung endet, wenn die Person im Begriff ist, den Durchgangsbereich der Karusselltür zu verlassen.
  • Technische Merkmale bzw. Vorteile, die lediglich in Bezug auf das zuvor erstgenannte vorschlagsgemäße Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür, wie in Anspruch 1 beschrieben, beschrieben werden bzw. wurden, können, wo technisch sinnvoll, gegebenenfalls angepasst auch auf das vorstehende weitere vorschlagsgemäße Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür übertragen werden und eigenständige Ausführungsformen dieses Verfahrens ausbilden, was ebenso umgekehrt gilt.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist (erneut analog) vorgesehen, dass die Karusselltür wenigstens einen weiteren Hilfssensor aufweist, vorzugsweise zur Überwachung der Austrittsseite. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der weitere Hilfssensor lediglich die Anwesenheit der durch den Durchgangsbereich der Karusselltür hindurch und an der Austrittsseite dementsprechend austretenden Person erfasst.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) ist vorgesehen, dass eine Wunsch-Ausgangsposition derart voreingestellt wird, dass die mindestens zwei Türflügel nicht mit ihren Außenkanten in einem Zugangsbereich einer Zutrittsöffnung der Karusselltür stehen. Dies bedeutet, dass die Türflügel in einer solchen Position angehalten werden, dass sie den Zugang zur Zutrittsöffnung nicht blockieren. Diese Voreinstellung der Wunsch-Ausgangsposition bringt mehrere Vorteile mit sich. Erstens wird dadurch sichergestellt, dass der Zugang zur Karusselltür für ankommende Personen nicht durch die Türflügel behindert wird, was den Komfort und die Benutzerfreundlichkeit der Tür erhöht. Zweitens kann diese Voreinstellung dazu beitragen, die Energieeffizienz der Tür zu verbessern. Wenn die Türflügel nicht im Zugangsbereich stehen, wird der Luftaustausch zwischen dem Innen- und Außenbereich des Gebäudes minimiert, was zu einer besseren Klimakontrolle und Energieeinsparungen führen kann. Drittens wird durch die Voreinstellung der Wunsch-Ausgangsposition auch die Sicherheit erhöht, da die Gefahr von Kollisionen zwischen den Türflügeln und den Personen, die die Tür betreten oder verlassen, reduziert wird.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) ist vorgesehen, dass eine Außenkante einer der mindestens zwei Türflügel in der Wunsch-Ausgangsposition gerade vor, bevorzugt unmittelbar vor, dem Zugangsbereich der Zutrittsöffnung angeordnet ist. Diese Anordnung der Außenkante eines Türflügels unmittelbar vor dem Zugangsbereich der Zutrittsöffnung bringt mehrere Vorteile mit sich. So wird dadurch sichergestellt, dass die Türflügel in einer Position stehen, die den Zugang zur Zutrittsöffnung nicht blockiert, was den Eintritt und Austritt von Personen erleichtert. Weiterhin kann ein möglichst weites Eintreten der ankommenden Person in den Durchgangsbereich der Karusselltür bei gleichzeitig möglichst großer Öffnungsweite der Zutrittsöffnung gewährleistet sein und ist der Weg für die Türflügel mit notwendiger motorischer Unterstützung bis der Durchtritt durch die Person vollzogen ist minimal.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) ist vorgesehen, dass das Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb derart durchgeführt wird, dass das Stoppen zeitverzögert stattfindet, sodass, auch wenn die Person den vor ihr liegenden Türflügel nicht mehr weiterdreht, die mindestens zwei Türflügel mithilfe des Antriebs automatisch in eine gewünschte weitergedrehte Anhalteposition rotiert werden. Dies bedeutet, dass der Antrieb der Karusselltür nicht sofort aufhört, die Türflügel zu unterstützen, sobald die Person aufhört, den Türflügel zu schieben, sondern eine kurze Zeitverzögerung integriert wird. Diese Zeitverzögerung ermöglicht es, dass die Türflügel in eine vorbestimmte Position weitergedreht werden, auch wenn die Person den Türflügel nicht mehr aktiv bewegt. Der Vorteil dieser zeitverzögerten Stoppfunktion liegt darin, dass die Türflügel in eine optimale Position gebracht werden können, die möglicherweise den Zugang für die nächste Person erleichtert oder sicherstellt, dass die Türflügel nicht in einer Position stehen bleiben, die den Zugang blockiert.
  • Insbesondere kann vorgesehen sein, dass in der gewünschten weitergedrehten Anhalteposition keine Außenkante der mindestens zwei Türflügel in dem Zugangsbereich der Zutrittsöffnung angeordnet ist. Dies bedeutet, dass die Türflügel so angeordnet sind, dass sie den Zugang zur Karusselltür nicht blockieren, wenn die motorische Unterstützung endet. Durch die Positionierung der Türflügel in einer weitergedrehten Anhalteposition wird sichergestellt, dass der Zugang zur Karusselltür jederzeit frei bleibt, was den Komfort und die Benutzerfreundlichkeit erhöht. Dies ist besonders wichtig in stark frequentierten Bereichen, wo eine reibungslose und ungehinderte Bewegung von Personen gewährleistet sein muss
  • Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die gewünschte weitergedrehte Anhalteposition die Wunsch-Ausgangsposition ist. Diese Wunsch-Ausgangsposition ist eine voreingestellte Position, die sicherstellt, dass die Türflügel nicht im Zugangsbereich der Zutrittsöffnung stehen bleiben, was den Zugang für nachfolgende Personen behindern könnte.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) ist vorgesehen, dass der mindestens eine Sensor ein Radarsensor und/oder ein Lidar-Sensor ist. Diese spezifischen Sensortypen bieten eine präzise und zuverlässige Methode zur Erfassung von Personenbewegungen, was für die Optimierung der Türsteuerung von entscheidender Bedeutung ist. Radarsensoren nutzen elektromagnetische Wellen, um die Entfernung, Geschwindigkeit und Richtung von Objekten zu messen, während Lidar-Sensoren Lichtimpulse verwenden, um genaue dreidimensionale Informationen über die Umgebung zu erfassen. Durch die Integration dieser Sensortechnologien kann die Karusselltür die Annäherungsgeschwindigkeit und -richtung einer Person mit hoher Genauigkeit erfassen. Ein Vorteil der Verwendung von Radarsensoren ist ihre Fähigkeit, unabhängig von Lichtverhältnissen und Witterungsbedingungen zu arbeiten, was sie besonders zuverlässig in verschiedenen Umgebungen macht. Lidar-Sensoren können hingegen eine hohe Auflösung und Genauigkeit bei der Erfassung von Entfernungen und Bewegungen bieten, was die Erkennung und Verfolgung von Personenbewegungen verbessern kann.
  • Grundsätzlich kann auch die MotionIQ-Technologie der Anmelderin eingesetzt werden, um die Aufgaben der Erfassung bzw. Verarbeitung der Sensordaten zu unterstützen.
  • Insbesondere kann das Verfahren eine Ermittlung eines Begehungswunsches durch die Karusselltür mindestens einer Person umfassen, wobei, vorzugsweise, zum Ermitteln des Durchlaufwunschs eine Körperausrichtung, eine Körperhaltung, insbesondere eine Sitz- oder Liegeposition, eine Mimik, eine Gestik und/oder eine Blickrichtung der mindestens einen Person ausgewertet wird. Insbesondere kann eine Person, für die der Begehungswunsch ermittelt worden ist, bei einer Bewertung der erfassten Personenbewegungen mit einer anderen Gewichtung berücksichtigt werden als eine Person, für die kein Begehungswunsch ermittelt worden ist. Hierzu kann auch auf die auf die der vorliegende Anmelderin zurück gehende Europäische Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer EP4095341A1 verwiesen werden, deren Inhalt per Referenz auch vorliegend integriert sein soll. Der Fachmann kann dieser Anmeldung grundsätzliche Informationen hinsichtlich der Türsteuerung und Erkennung von Personenbewegungen und Rückschlüssen hinsichtlich Begehungswünschen entnehmen.
  • Insbesondere kann eine erste Analyse der erfassten Personenbewegungen derart durchgeführt werden, dass die erste Analyse eine Erkennung umfasst, ob sich der Karusselltür eine Personengruppe nähert, deren Personenzahl einen vordefinierten Schwellwert überschreitet, und/oder ob sich der Karusselltür eine Person mit einer Geschwindigkeit nähert, die einen vordefinierten Schwellwert unterschreitet.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) ist vorgesehen, dass die Karusselltür in einen ersten Automatik-Betriebsmodus versetzbar eingerichtet wird, in dem die mindestens zwei Türflügel in einem Grundzustand stillstehen. In diesem Betriebsmodus bleibt die Karusselltür in einer Ruheposition, bis eine Annäherung einer Person durch die Sensoren erfasst wird. Dies bedeutet, dass die Türflügel nicht kontinuierlich rotieren, sondern nur dann aktiviert werden, wenn eine Person sich nähert und die Tür benutzen möchte. Der Vorteil dieses ersten Automatik-Betriebsmodus liegt in der Energieeinsparung, da der Antrieb nur bei Bedarf aktiviert wird, anstatt kontinuierlich zu laufen. Dies reduziert den Energieverbrauch erheblich und trägt zur Nachhaltigkeit bei. Darüber hinaus minimiert dieser Modus den Luftaustausch zwischen der Innen- und Außenseite des Gebäudes, was besonders in klimatisierten Umgebungen von Vorteil ist, da dadurch der Wärmeverlust reduziert wird. Ein weiterer Vorteil ist die Verringerung des Verschleißes der mechanischen Komponenten der Karusselltür, da diese nicht ständig in Bewegung sind, sondern nur bei Bedarf aktiviert werden. Dies verlängert die Lebensdauer der Tür und reduziert die Wartungskosten. Der Grundzustand der stillstehenden Türflügel bietet zudem eine erhöhte Sicherheit, da die Türflügel nicht unkontrolliert rotieren und somit das Risiko von Unfällen oder Verletzungen minimiert wird.
  • Alternativ bzw. zusätzlich kann die Karusselltür in einen zweiten Automatik-Betriebsmodus versetzbar eingerichtet werden, in dem die mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb grundsätzlich mit einer niedrigen Drehgeschwindigkeit gedreht werden. Dieser zweite Automatik-Betriebsmodus stellt sicher, dass die Türflügel kontinuierlich in Bewegung bleiben, was mehrere Vorteile bietet. Zum einen wird die Wartezeit für Personen, die die Karusselltür passieren möchten, minimiert, da die Türflügel bereits in Bewegung sind und nicht erst aus einem Ruhezustand beschleunigt werden müssen. Dies kann insbesondere in stark frequentierten Bereichen wie Einkaufszentren, Flughäfen oder Bürogebäuden von Vorteil sein, wo ein kontinuierlicher Personenfluss erwünscht ist. Zum anderen kann die grundsätzliche permanente Drehbewegung mit niedriger Geschwindigkeit dazu beitragen, den Energieverbrauch des Antriebs zu optimieren, da die Türflügel nicht ständig aus dem Stillstand heraus beschleunigt werden müssen, was typischerweise mehr Energie erfordert. Darüber hinaus kann dieser Betriebsmodus auch die Lebensdauer der mechanischen Komponenten der Karusselltür verlängern, da die Belastung durch häufige Start- und Stoppvorgänge reduziert wird. Unter einer niedrigen Drehgeschwindigkeit ist vorliegend zu verstehen, dass diese niedrige Drehgeschwindigkeit geringer ist als die durch den Antrieb hervorgerufene Drehgeschwindigkeit in einem wirklichen Unterstützungszustand, wenn eine anschiebende und die Karusselltür passierende Person durch die Karusselltür hindurch treten möchte, wobei die Vergleichsgröße dann eben nur die durch die motorische Unterstützung in diesem Unterstützungszustand hervorgerufene Drehgeschwindigkeit meint, also ohne die durch die Person und ihr Anschieben zusätzlich hervorgerufene Drehgeschwindigkeitskomponente. Demnach ist das durch den Antrieb bereitgestellte unterstützende Drehmoment in dem zweiten Automatik-Betriebsmodus geringer als das durch den Antrieb bereitgestellte unterstützende Drehmoment, wenn eine Person beim Durchtritt durch die Karusselltür und ihrem Anschieben der Türflügel motorisch durch den Antrieb unterstützt wird.
  • Durch die Kombinationsmöglichkeit beider Automatik-Betriebsmodi kann ein besonders flexibles System bereitgestellt werden.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) ist vorgesehen, dass die Karusselltür ein Sensorsystem aufweist, das sowohl die Annäherungsseite als auch eine bzw. die Austrittsseite der Karusselltür überwacht. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Sensorsystem den wenigstens einen Sensor umfasst, um die Annäherungsseite zu überwachen, sowie wenigstens einen weiteren, insbesondere gleichartigen, Sensor, um die Austrittsseite zu überwachen.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) ist vorgesehen, dass ein Generator der Karusselltür Energie, insbesondere aus Abbremsvorgängen der mindestens zwei Türflügel, in einen Energiespeicher speichert.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) ist vorgesehen, dass das Unterstützen der Drehbewegung nur in den folgenden beiden Situationen gestoppt wird: erstens, wenn ein Notfallstopp ausgelöst wird, bzw. zweitens, wenn keine Außenkante der mindestens zwei Türflügel mit ihrer Außenkante in einem Zugangsbereich einer Zutrittsöffnung der Karusselltür steht.
  • Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung derart eingerichtet ist, dass die mindestens zwei Türflügel weiterdrehen, bis eine Außenkante der mindestens zwei Türflügel unmittelbar vor dem einem Zugangsbereich einer Zutrittsöffnung der Karusselltür steht, insofern noch genügend Energie in dem von dem Generator gespeisten Energiespeicher für diesen Vorgang vorhanden ist, bzw. die mindestens zwei Türflügel mit ihren Außenkanten zwar aus dem Zugangsbereich einer Zutrittsöffnung der Karusselltür heraus jedoch nur so weit weiterdrehen, bis keine Energie oder ein vordefiniertes Minimum an Energie in dem von dem Generator gespeisten Energiespeicher vorhanden ist.
  • Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (der beiden vorschlagsgemäßen Verfahren) kann die Wunsch-Ausgangsposition unterschiedlich voreingestellt werden. Beispielsweise kann bei einer zweiflügligen Karusselltür die 0°-Stellung als Wunsch-Ausgangsposition bevorzugt sein. Diese Position kann eine maximale Öffnungsweite von 60° gewährleisten. Zudem kann die 0°-Stellung eine gewisse freie Tiefe des Durchgangsbereichs bieten, sodass betretende Personen Platz in Drehrichtung zum Betreten des Innenbereichs haben. Gleichzeitig bleibt die maximale Öffnungsweite von 60° für eine gewisse Zeit erhalten, auch bei einer Weiterdrehung um weitere 45°. Dies ermöglicht es, dass auch nachkommende Personen denselben Durchgangsbereich betreten können.
  • Es kann auch bevorzugt sein, wenn die Wunsch-Ausgangsposition veränderlich ist. Diese Veränderlichkeit kann insbesondere von den erfassten Sensordaten abhängig sein. Weiter bevorzugt können die Türflügel der Karusselltür so gedreht werden, dass die Wunsch-Ausgangsposition bei der vermuteten Ankunftszeit der Person oder der ersten Person von mehreren Personen eingestellt ist.
  • Die Wunsch-Ausgangsposition kann abhängig von der Anzahl der erfassten Personen mit Begehungswunsch angepasst werden. Insbesondere bei einer zweiflügligen Karusselltür kann die 0°-Stellung als Wunsch-Ausgangsposition für Personengruppen mit bis zu zwei Personen mit Begehungswunsch eingestellt werden. Für Personengruppen mit mehr als zwei Personen mit Begehungswunsch kann die 45°-Stellung als Wunsch-Ausgangsposition eingestellt werden.
  • Vorzugsweise kann auch die vermutete Ankunftszeit und/oder der vermutete Verlassenszeitpunkt der Person an der Karusselltür mehrfach berechnet und die Steuerungssingale für das Initiieren der motorischen Unterstützung gemäß Schritt d) und/oder für das Stoppen des Unterstützens gemäß Schritt E) basierend auf der mehrfachen Berechnung korrigiert bzw. angepasst werden.
  • Nach einem weiteren unabhängigen Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist eine halbautomatische Karusselltür vorgeschlagen, wie in Anspruch 13 wiedergegeben, welche halbautomatische Karusselltür insbesondere zum Durchführen eines vorschlagsgemäßen Verfahrens, wie vorstehend bzw. nachfolgend beschrieben, eingerichtet ist und welche halbautomatische Karusselltür Folgendes umfasst:
    • mindestens zwei Türflügel;
    • einen Antrieb, der zum Rotieren der mindestens zwei Türflügel innerhalb eines Durchgangsbereichs der Karusselltür eingerichtet ist;
    • mindestens einen Sensor zur Erfassung von Personenbewegungen, wobei der mindestens eine Sensor eingerichtet ist, eine Geschwindigkeit und eine Annäherungsrichtung mindestens einer sich von einer Annäherungsseite der Karusselltür nähernden Person zu erfassen; sowie
    • eine Steuereinheit, die eingerichtet ist, basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung eine vermutete Ankunftszeit der Person an der Karusselltür zu berechnen.
  • Dabei ist die Steuereinheit vorschlagsgemäß weiterhin eingerichtet, zu einem Zeitpunkt, der basierend auf der berechneten vermuteten Ankunftszeit so gewählt ist, dass die motorische Unterstützung beginnt, wenn die Person im Begriff ist, einen vor ihr liegenden Türflügel der mindestens zwei Türflügel anzuschieben, eine motorische Unterstützung des Antriebs zu initiieren und dadurch eine automatische, motorisch unterstützte Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel zu initiieren. Ferner ist der Antrieb vorschlagsgemäß eingerichtet, die Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel zu unterstützen, während die Person den vor ihr liegenden Türflügel anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür zu ermöglichen.
  • Ferner ist nach einem weiteren unabhängigen Aspekt der vorliegenden Offenbarung eine halbautomatische Karusselltür vorgeschlagen, wie in Anspruch 14 wiedergegeben, welche halbautomatische Karusselltür insbesondere zum Durchführen eines vorschlagsgemäßen Verfahrens, wie vorstehend bzw. nachfolgend beschrieben, eingerichtet ist und welche halbautomatische Karusselltür Folgendes umfasst:
    • mindestens zwei Türflügel;
    • einen Antrieb, der zum Rotieren der mindestens zwei Türflügel innerhalb eines Durchgangsbereichs der Karusselltür eingerichtet ist;
    • mindestens einen Sensor zur Erfassung von Personenbewegungen, wobei der mindestens eine Sensor eingerichtet ist, eine Geschwindigkeit und eine Annäherungsrichtung mindestens einer sich von einer Annäherungsseite der Karusselltür nähernden Person zu erfassen; sowie
    • eine Steuereinheit, die eingerichtet ist, basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung einen vermuteten Verlassenszeitpunkt der Person aus der Karusselltür auf einer der Annäherungsseite der Karusselltür gegenüberliegenden Austrittsseite der Karusselltür zu berechnen.
  • Dabei ist der Antrieb vorschlagsgemäß eingerichtet, die Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel zu unterstützen, während die Person den vor ihr liegenden Türflügel anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür zu ermöglichen. Ferner ist die Steuereinheit vorschlagsgemäß weiterhin eingerichtet, das Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel durch den Antrieb zu stoppen, wenn die Person den vor ihr liegenden Türflügel loslässt oder den Durchgangsbereich der Karusselltür passiert hat.
  • Nach einem weiteren unabhängigen Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist ein Computerprogrammprodukt vorgeschlagen, wie in Anspruch 15 wiedergegeben, welches Computerprogrammprodukt Befehle umfasst, die bewirken, dass die vorschlagsgemäße halbautomatische Karusselltür, wie vorstehend bzw. nachfolgend beschrieben, die Verfahrensschritte gemäß vorschlagsgemäßen Verfahren, wie vorstehend bzw. nachfolgend beschrieben, ausführt. Das Computerprogrammprodukt ist zum Betreiben einer vorschlagsgemäßen halbautomatischen Karusselltür, wie vorstehend bzw. nachfolgend beschrieben, eingerichtet.
  • Vorangehend bzw. auch nachfolgend lediglich in Bezug auf eine Art eines Gegenstandes der Erfindung, beispielsweise lediglich in Bezug auf ein Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür, beschriebene Merkmale können in technischer sinnvoller Weise auf die weiteren Anspruchsgegenstände, etwa in Form der halbautomatischen Karusselltür, angepasst übertragen werden und weitere vorschlagsgemäße Ausgestaltungen ausbilden. Insbesondere kann die vorschlagsgemäße Karusselltür bzw. können ihre Komponenten dazu eingerichtet sein, die beschriebenen Verfahrensschritte auszuführen. Merkmale können ebenso in technisch sinnvoller Weise zwischen den nebengeordneten unabhängigen Verfahrensgegenständen bzw. halbautomatischen Karusselltüren übertragen werden und jeweils eigenständige Ausführungsbeispiele ausbilden.
  • Vorzugsweise weist die Karusselltür zwei Türflügel auf (sogenannte zweiflüglige Karusselltür), oder die Karusselltür weist drei Türflügel auf (sogenannte dreiflüglige Karusselltür), oder die Karusselltür weist vier Türflügel auf (sogenannte vierflüglige Karusselltür).
  • Weitere vorteilhafte und bevorzugte Ausgestaltungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die Figuren. In der lediglich Ausführungsbeispiele wiedergebenden Zeichnung zeigt:
  • Fig. 1
    eine vierflüglige Karusselltür gemäß einem Ausführungsbeispiel in einer isometrischen Ansicht;
    Fig. 2
    eine schematische Draufsicht auf eine vierflüglige Karusselltür, und zwar gemäß Ansicht a) in einer ersten Stellung mit Personen in der Umgebung der Karusselltür, sowie gemäß Ansicht b) in einer zweiten, weiter gedrehten Stellung der Karusselltür im Vergleich zur Stellung gemäß Ansicht a);
    Fig. 3
    eine schematische Draufsicht auf eine dreiflüglige Karusselltür, und zwar gemäß Ansicht a) in einer ersten Stellung mit Personen in der Umgebung der Karusselltür, sowie gemäß Ansicht b) in einer zweiten, weiter gedrehten Stellung der Karusselltür im Vergleich zur Stellung gemäß Ansicht a);
    Fig. 4
    eine schematische Draufsicht auf eine zweiflüglige Karusselltür, und zwar gemäß Ansicht a) in einer ersten Stellung mit Personen in der Umgebung der Karusselltür, sowie gemäß Ansicht b) in einer zweiten, weiter gedrehten Stellung der Karusselltür im Vergleich zur Stellung gemäß Ansicht a);
    Fig. 5
    ein Flussdiagramm eines vorschlagsgemäßen Verfahrens; und
    Fig. 6
    ein Flussdiagramm eines weiteren vorschlagsgemäßen Verfahrens.
  • Fig. 1 zeigt eine isometrische Ansicht einer Karusselltür 1. Die Karusselltür 1 umfasst ein Drehkreuz 2. Dieses Drehkreuz 2 weist vier Türflügel 3 auf. Die Türflügel 3 sind jeweils um 90° zueinander abgewinkelt. Das Drehkreuz 2 ist um eine Drehachse A drehbar angeordnet. Die Drehachse A erstreckt sich in Axialrichtung z. Senkrecht zur Axialrichtung z ist eine Radialrichtung r definiert. Um die Axialrichtung z ist eine Umfangsrichtung u definiert. Die Karusselltür 1 kann grundsätzlich in Bezug auf die Umfangsrichtung u in beide entgegengesetzte Drehrichtungen drehbar eingerichtet sein. Im vorliegenden und durch die Figurenbeschreib hinweg dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Karusselltür 1 in Draufsicht betrachtet entgegen dem Uhrzeigersinn drehend eingerichtet (s. Drehrichtung v in Fig. 1 bis 4).
  • Die Karusselltür 1 ist üblicherweise in eine Wand 4 in Form einer Außenwand eines Gebäudes, bzw. in eine zwei Bereiche eines Gebäudes trennende Wand, eingebaut (vgl. Fig. 2, Fig. 3, Fig. 4) und stellt einen Durchgang zwischen einer Gebäudeinnenseite 5 und einer Gebäudeaußenseite 6 (bzw. den beiden Gebäudebereichen) bereit. Hierzu ist durch die Karusselltür 1 grundsätzlich eine Zutrittsöffnung 7 in ihren Innenbereich bereitgestellt, wobei eine hindurchtretende Person durch die Zutrittsöffnung 7 in einen Durchgangsbereich 7a tritt und sich, bei Drehen der Türflügel 3 entlang der Drehrichtung v, der Durchgangsbereich 7a für die eingetretene Person derart anpasst, bis die Person den Innenbereich der Karusselltür 1 auf der anderen Seite wieder verlassen kann.
  • Auf dem Drehkreuz 2 ist zum automatisierten Drehen der Türflügel 3 ein Antrieb 8 angeordnet. Dieser Antrieb 8 kann als elektronisch kommutierter Vielpolmotor ausgebildet sein, wobei ein Rotor dieses Antriebs 8 koaxial zur Drehachse A mit dem Drehkreuz 2 verbunden sein kann. Dadurch kann der Antrieb 8 einen direkten und getriebelosen Antrieb des Drehkreuzes 2 ermöglichen.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Zutrittsöffnung 7 durch die linke Abschlusskante 9 und die rechte Abschlusskante 10 der Karusselltür 1 seitlich begrenzt. Ein Zugangsbereich 11 zum Betreten des Innenbereichs der Karusselltür 1 ist grundsätzlich durch diese Abschlusskanten 9, 10, sowie eine obere Abschlusskante der Karusselltür 1 und regelmäßig unten durch den Boden begrenzt und kann maximal die gesamte Breitenerstreckung der Zutrittsöffnung 7 einnehmen. Dieser Zugangsbereich 11 ist jedoch veränderlich und kann durch eine Außenkante 12 des bzw. der Türflügel 3 teilweise verdeckt sein, bzw. die Außenkante 12 kann den Zugangsbereich 11 in gewissen Stellungen der Karusselltür 1 bzw. der Türflügel 3 in einen linken Zugangsbereich 11 und einen rechten Zugangsbereich 11 aufteilen, wie es in der Darstellung gemäß Fig. 1 und der entsprechenden Stellung der Karusselltür 1 der Fall ist, und ebenso in den Ansichten b) der Fig. 2 und Fig. 3. In der Ansicht b) der Fig. 4 ist es bei der zweiflügligen Karusselltür 1 sogar der Fall, dass die durch Anbauten verbreiterte Außenkanten 12 der beiden Türflügel 3 die beiden Zutrittsöffnungen 7 (einmal unten, einmal oben) in der dargestellten Stellung der Karusselltür 1 gänzlich versperren und somit nicht mehr in einen linken und rechten begehbaren Zugangsbereich 11 aufteilen.
  • Grundsätzlich kann der veränderliche Zugangsbereich 11 über den entsprechenden Öffnungswinkel definiert sein. Gemäß Ansicht a) in Fig. 1 sind vier Türflügel 3 vorgesehen, sodass zwischen jeweils zwei benachbarten Türflügeln 3 ein Winkel von 90° eingeschlossen ist. Die Zutrittsöffnung 7 ist bei dieser vierflügligen Karusselltür 1 so gewählt, dass sie einen Zugangsbereich 11 mit einem Öffnungswinkel von maximal 90° bereitstellt. Der resultierende offene Zugangsbereich 11 mit entsprechendem Öffnungswinkel ist in Fig. 2 in Ansicht a) über die gestrichelten Linien angedeutet und beträgt in jener Ansicht eben auch 90°.
  • Ebenso ist in Ansicht b) der Fig. 2 zu erkennen, wie zwei gleichgroße Zugangsbereiche 11 mit jeweils einem Öffnungswinkel von 45° (s. gestrichelte Linien), getrennt durch den in der Darstellung unteren und der entsprechenden Stellung der Karusselltür 1 die Zutrittsöffnung 7 mittig teilenden Türflügel 3, bereitgestellt sind.
  • Entsprechend kann die Stellung gemäß Ansicht a) der Fig. 2 auch als 0°-Stellung der vierflügligen Karusselltür bezeichnet werden, wobei es sich zudem um die Wunsch-Ausgangsposition der Karusselltür 1 handelt. Denn in dieser 0°-Stellung ist der Zugangsbereich 11 maximal groß und kann für eine ankommende Person optimal zum Betreten des Durchgangsbereichs 7a genutzt werden. In dieser Wunsch-Ausgangsposition in Form der 0°-Stellung ist eingestellt, dass die vier Türflügel 3 alle nicht mit ihren Außenkanten 12 in dem Zugangsbereich 11 bzw. den beiden Zugangsbereichen 11 der Zutrittsöffnung 7 der Karusselltür 1 (bzw. der beiden Zutrittsöffnungen 7, da in der Darstellung gemäß Fig. 2 oben eine weitere nicht gekennzeichnete Zutrittsöffnung für den Zutritt von der entsprechenden Gegenseite aus bereitgestellt ist) stehen. Konkret sind die Außenkante 12 der Türflügel 3 in der dargestellten Wunsch-Ausgangsposition in Drehrichtung v betrachtet unmittelbar vor bzw. unmittelbar nach dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 angeordnet.
  • Von der 0°-Stellung gemäß Ansicht a) der Fig. 2 aus können auch alle nachfolgenden Stellungen beschrieben werden, wenn die Türflügel 3 in Drehrichtung v weitergedreht werden. So kann die Stellung gemäß Ansicht b) als 45°-Stellung bezeichnet werden und alle Zwischenstellungen auf dem Weg dorthin als 1°-Stellung, 2°-Stellung, etc. Alle auf die 45°-Stellung gemäß Ansicht b) in Drehrichtung folgenden Stellungen können als 46°-Stellung bis 89°-Stellung bezeichnet werden, denn bei der vermeintlichen 90°-Stellung handelt es sich erneut um eine neue 0°-Stellung, die der Stellung gemäß Ansicht a) entsprechend ist, nur dass der zuvor (in Ansicht a)) unmittelbar vor dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 angeordnete Türflügel 3 nunmehr eine Position als unmittelbar nach dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 angeordneter Türflügel einnimmt.
  • Bei der dreiflügligen Karusselltür 1 gemäß Fig. 3 mit drei Türflügeln 3, schließen zwei benachbarte Türflügel jeweils einen Winkel von 120° ein. Die Zutrittsöffnung 7 ist so konfiguriert, dass zur Begehung ein maximaler Öffnungswinkel von 60° bereitgestellt ist, wobei dieser Öffnungswinkel von 60° nunmehr über einen längeren Drehbereich zur Verfügung gestellt werden kann. In der Ansicht a) ist die Wunsch-Ausgangsposition der dreiflügligen Karusselltür 1 dargestellt, welche erneut als 0°-Stellung bezeichnet werden kann. Von dieser Stellung aus bis zur in Ansicht b) dargestellten Stellung wurden die Türflügel 3 um 30° weiter gedreht. In Ansicht b) liegt demnach die 30°-Stellung vor und sind erneut zwei kleinere Zugangsbereiche 11 ausgebildet, jeweils mit Öffnungswinkeln von nur 15°. In der nicht dargestellten, um weitere 15° weiter gedrehten Stellung, also der 60°-Stellung, ist erneut ein einziger Zugangsbereich 11 ausgebildet, welcher einen Öffnungswinkel von 60° aufweist. In dieser 60°-Stellung ist der Türflügel 3, welcher in Ansicht a), also der Wunsch-Ausgangsposition, noch unmittelbar vor dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 angeordnet war nunmehr unmittelbar nach dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 angeordnet. Für die weiteren Stellung gemäß der nachfolgenden 59°, also der 61°-Stellung bis zur 119°-Stellung, ist der Zugangsbereich 11 weiterhin maximal geöffnet. In der um 60° weiter gedrehten Stellung, bzw. von Ansicht b) aus gesehen um 75° weiter gedrehten Stellung, liegt fiktiv die 120°-Stellung vor, bei der es sich erneut um eine neue 0°-Stellung handelt, in welcher der Zugangsbereich 11 erneut maximal geöffnet ist und welche Stellung erneut als Wunsch-Ausgangsposition für diese untere Zutrittsöffnung 7 angesehen werden kann.
  • Bei der zweiflügligen Karusselltür 1 gemäß Fig. 4 mit zwei Türflügeln 3 verlaufen die beiden Türflügel in einer Linie, sodass zwischen ihnen ein Winkel von 180° ausgebildet ist. Die Zutrittsöffnung 7 ist erneut so konfiguriert, dass zur Begehung ein maximaler Öffnungswinkel von 60° bereitgestellt ist, wobei dieser Öffnungswinkel von 60° erneut auch über einen längeren Drehbereich zur Verfügung gestellt werden kann. In der Ansicht a) ist die 0°-Stellung der zweiflügligen Karusselltür 1 dargestellt. Von dieser Stellung aus bis zur in Ansicht b) dargestellten Stellung wurden die Türflügel 3 um 90° weiter gedreht. In Ansicht b) liegt demnach die 90°-Stellung vor und aufgrund der breiten Außenkante 12 ist kein freier Zugangsbereich 11 ausgebildet, sondern dieser vollständig versperrt.
  • Die Wunsch-Ausgangsposition der zweiflügligen Karusselltür 1 gemäß Fig. 3 ist nicht dargestellt, liegt jedoch in einer ausgehend von Ansicht a) nur 45° weiter gedrehten Stellung, also der 45°-Stellung der zweiflügligen Karusselltür 1, vor, wenn die beiden Außenkanten 12 jeweils mit ihrem in Drehrichtung v gesehen vordersten Bereich unmittelbar vor dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 angeordnet sind. Hier ist der maximale Öffnungswinkel 60° bereitgestellt und kann zudem durch eine Person der Durchgangsbereich 7a schon maximal weit bis zum in Drehrichtung nächsten Türflügel 3 betreten werden.
  • Gemäß weiterer Ausführungsbeispiele kann die Wunsch-Ausgangsposition bei allen dargestellten und beschriebenen Karusselltüren 1 auch anders voreingestellt werden. Insbesondere anhand des Beispiels der zweiflügligen Karusselltür 1 kann deutlich werden, dass auch das Einstellen der 0°-Stellung als Wunsch-Ausgangsposition bevorzugt sein kann, da die maximale Öffnungsweite von 60° gewährleistet ist, und zugleich eine gewisse freie Tiefe des Durchgangsbereichs 7a besteht, sodass betretende Personen Platz in Drehrichtung v zum Betreten des Innenbereichs haben, jedoch gleichzeitig für eine gewisse weitere Zeit, nämlich noch eine Weiterdrehung um weitere 45°, die maximale Öffnungsweite von 60° gewährleistet ist, um gegebenenfalls auch weitere nachkommende Personen auch noch denselben Durchgangsbereich 7a betreten lassen zu können.
  • Es kann daher insbesondere bevorzugt sein, wenn die Wunsch-Ausgangsposition veränderlich ist, insbesondere von den erfassten Sensordaten abhängig ist. Weiter bevorzugt können die Türflügel 3 derart gedreht werden, dass die Wunsch-Ausgangsposition bei der vermuteten Ankunftszeit der Person, bzw. der ersten Person von mehreren Personen, eingestellt ist. Weiter bevorzugt kann die Wunsch-Ausgangsposition abhängig von der Anzahl der erfassten Personen mit Begehungswunsch angepasst eingestellt werden. Insbesondere kann bevorzugt sein, dass bei einer zweiflügligen Karusselltür 1 die 0°-Stellung als Wunsch-Ausgangsposition für Personengruppen mit bis zu zwei Personen mit Begehungswunsch eingestellt werden, während für Personengruppen mit mehr als zwei Personen mit Begehungswunsch die 45°-Stellung als Wunsch-Ausgangsposition eingestellt wird.
  • Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass die vermutete Ankunftszeit bei Personengruppen mit mehreren Personen mit Begehungswunsch basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung von der Person bestimmt wird, deren Ankunft am zügigsten an der Karusselltür 1 erwartet wird.
  • In Bezug auf das Ankommen von Personen mit Begehungswunsch an der Karusselltür 1, also etwa gemäß Ansicht a) in Fig. 2 der Personen P1 und P2, sobald sie an der Zutrittsöffnung 7 abgekommen sein werden, kann der dann für die Person P1 bzw. P2 zwecks Hindurchtreten durch den Zugangsbereich 11 und also zwecks Hindurchtreten durch die Zutrittsöffnung 7 verfügbare Öffnungswinkel auch als Begehungs-Öffnungswinkel α1 bezeichnet werden. Dieser Begehungs-Öffnungswinkel α1 ist definiert zwischen dem in Drehrichtung v betrachtet vorderen Ende der Außenkante 12 des Türflügels 3 und der in Drehrichtung v betrachtet vorderen Abschlusskante der Karusselltür1, also vorliegend der rechten Abschlusskante 10. Dies gilt jedoch nur, wenn sich auch ein Türflügel 3 gerade in einer entsprechenden Drehposition in dem Bereich der Zutrittsöffnung 7 befindet und nicht etwa gar keine Außenkante 12 in dem Bereich der Zutrittsöffnung 7 angeordnet ist. Sodann definieren einfach die beiden Abschlusskanten 9, 10 den aktuellen Begehungs-Öffnungswinkel α1, welcher sodann dem maximal möglichen Öffnungswinkel entspricht.
  • Zur Veranschaulichung wird nachfolgend auf die dargestellten Situationen gemäß der Ansichten a) und b) der Fig. 2 bis 4, und dort auf die untere Zutrittsöffnung 7, Bezug genommen: In Ansicht a) der Fig. 2 beträgt der gerade vorherrschende Begehungs-Öffnungswinkel α1 90°; in Ansicht b) wiederum 45°. In Ansicht a) der Fig. 3 beträgt der gerade vorherrschende Begehungs-Öffnungswinkel α1 60°; in Ansicht b) wiederum 30°. In Ansicht a) der Fig. 4 beträgt der gerade vorherrschende Begehungs-Öffnungswinkel α1 60°; in Ansicht b) 0°, da die Außenkante 12 des Türflügels 3 die Zutrittsöffnung 7 versperrt. Im Übrigen sind die entsprechenden, nicht explizit dargestellten Begehungs-Öffnungswinkel α1 der jeweils oberen Zutrittsöffnungen 7 die gleichen vom Betrag her wie die der unteren Zutrittsöffnungen 7.
  • Hinsichtlich der konkreten Begehungs- bzw. Durchtrittssituation von Personen, wie etwa den Personen P1, P2, P3 und P4 in den Ansichten a) der Fig. 2, 3 und 4, kann stets eine Annäherungsseite 13 und eine Austrittsseite 14 der Karusselltür 1 definiert werden. Von der Annäherungsseite 13, in den Fällen der Fig. 2 bis 4 jeweils die Gebäudeaußenseite 6 können sich Personen P1, P2, P3 und P4 der Karusselltür 1 annähern, um auf die andere Seite, also die Gebäudeinnenseite 5 und somit die Austrittsseite 14 durch die Karusselltür 1 hindurch zu gelangen.
  • Konkret sind die Bewegungen der Personen grundsätzlich durch den Sensor D5 in dem über die gestrichelte Linie gekennzeichneten Erfassungsbereich E5 erfassbar, sowie durch den Sensor D6 in dem Erfassungsbereich E6 auf der Annäherungsseite. Damit ist konkret in den dargestellten Fällen die Bewegung der Person P4 noch nicht erfassbar. Die Bewegungen der Personen P1, P2 und P3 lassen sich erfassen und analysieren. Der jeweilige Pfeil deutet einen Vektor im Sinne eines Bewegungsvektors an, welcher die Geschwindigkeit und einer Annäherungsrichtung der jeweiligen Person P1 bzw. P2 bzw. P3 repräsentiert. Aus den erfassten Sensordaten lässt sich rückschließen, dass sich die Person P3 von der Karusselltür 1 entfernt und somit wohl keinen Begehungswunsch hat. Lediglich die Personen P1 und P2 bewegen sich auf die Karusselltür 1 zu und kann ein Begehungswunsch unterstellt werden.
  • Zunächst kann festgestellt werden, dass die Person P1 die Karusselltür 1 wohl zunächst erreichen wird, denn erstens ist sie näher an der (unteren) Zutrittsöffnung 7 angeordnet und zudem bewegt sie sich schneller (repräsentiert durch den größeren Vektorpfeil).
  • Um die Vorteile des vorschlagsgemäßen Verfahrens zu veranschaulichen kann auf die Fig. 2 bis 4, sowie weiterhin auch gleichzeitig auf die Fig. 5 und 6, die jeweils ein Flussdiagramm vorschlagsgemäßer Verfahren illustrieren, Bezug genommen werden.
  • Nachdem zunächst in Schritt S100, wie aus der vorangehenden Beschreibung bereits hervorgeht, zunächst die Karusselltür 1 grundsätzlich mit mindestens zwei Türflügeln 3 bereitgestellt wird, in dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Beispiel einer vierflügligen Karusselltür 1 mit vier Türflügeln 3, bei einer dreiflügligen Karusselltür 1 mit drei Türflügeln 3 (s. Fig. 3) und bei einer zweiflügligen Karusselltür 1 mit zwei Türflügeln 3, sowie zudem ein Antrieb 8 und mindestens ein Sensor D5 bzw. D6 zur Erfassung von Personenbewegungen bereitgestellt wird, wobei der Antrieb 8 der Karusselltür 1 die mindestens zwei Türflügel 3 innerhalb eines Durchgangsbereich 7a der Karusselltür 1 rotieren kann, erfolgt im Rahmen von Schritt S200 das angesprochene Erfassen von Personenbewegungen. Hierzu erfasst der mindestens eine Sensor D5 bzw. D6 in seinem entsprechenden Erfassungsbereich E5 bzw. E6 die Personenbewegungen und dabei konkret eine Geschwindigkeit und eine Annäherungsrichtung mindestens einer sich von der Annäherungsseite 13 der Karusselltür 1 nähernden Person P1 bzw. P2.
  • Hierauf erfolgt sodann, gemäß einer vorschlagsgemäßen Variante des Verfahrens, wie in Fig. 5 dargestellt, im Schritt S300 das Berechnen einer vermuteten Ankunftszeit der Person P1 bzw. P2 an der Karusselltür 1 basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung. Konkret können für beide Personen P1 und P2 die vermuteten Ankunftszeiten berechnet werden. Es kann aber auch zunächst rück geschlossen werden, welche Person zunächst an der Tür erwartet wird, vorliegend Person P1, und nur ihre vermutete Ankunftszeit berechnet werden. Jedenfalls sollte die Steuerung der Karusselltür 1 regelmäßig bei Abhängigkeiten von der vermuteten Ankunftszeit nach der vermuteten Ankunftszeit der als Erstes ankommenden Person P1 gerichtet werden.
  • Im Unterschied zu diesem Verfahren gemäß Fig. 5 erfolgt bei dem vorschlagsgemäßen Verfahren gemäß Fig. 6 nicht der angesprochene Schritt S300, sondern im Schritt 350 vielmehr das Berechnen eines vermuteten Verlassenszeitpunktes der Personen P1 bzw. P2 aus der Karusselltür 1 auf der Austrittsseite 14 der Karusselltür 1 basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung. Bei mehreren berechenbaren Verlassenszeitpunkten kann hier sodann der späteste vermutete Verlassenszeitpunkt zur weiteren Steuerung zugrunde gelegt werden.
  • Neben der Geschwindigkeit und der Annäherungsrichtung fließt selbstverständlich auch die Position der erfassten Person P1 bzw. P2 in die beiden erwähnten Berechnungsarten mit ein. Grundsätzlich kann die Motion-IQ-Technologie der vorliegenden Anmelderin eingesetzt werden. Über eine entsprechende Technologie, mit der die Überwachung des Erfassungsbereiches E6 bzw. E5 vor der Karusselltür 1 über den Sensor D6 bzw. D5 erfolgt, wird der Bereich vor Tür beobachtet und aus der Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit der Person P1 bzw. P2 die Ankunftszeit berechnet. Analog ist diese Technologie auch zur Berechnung des Verlassenszeitpunktes einsetzbar, wobei Annahmen getroffen werden können, wie lang eine Person P1 bzw. P2 typischerweise für das Hindurchtreten durch die Karusselltür 1 benötigt, welche Annahme wiederum auch Personengeschwindigkeits-abhängig vorgenommen werden kann.
  • Im Schritt S400 gemäß der wiederum in Fig. 5 dargestellten Ausführungsvariante wird eine motorische Unterstützung des Antriebs 8 initiiert und dadurch auch eine automatische, motorisch unterstützte Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel 3. Dieses Initiieren erfolgt zu einem Zeitpunkt, der basierend auf der berechneten vermuteten Ankunftszeit so gewählt wird, dass die motorische Unterstützung dann beginnt, wenn die Person P1 bzw. P2 im Begriff ist, einen vor ihr liegenden Türflügel 3 der mindestens zwei Türflügel 3 anzuschieben.
  • Unter diesem Zeitpunkt, zu welchem die Person P1 bzw. P2 gerade den Türflügel 3 anschieben möchte, kann der Zeitpunkt verstanden werden, wenn die Person P1 bzw. P2 gerade nach dem Türflügel 3 greift. Dieser kann zum Betreiben des Verfahrens vordefiniert sein. Dabei kann dieser Zeitpunkt definitionsgemäß folgende Zeitpunkte umfassen:
    • zwischen 0,001 s und 3 s, bevorzugt zwischen 0,001 s und 2 s, weiter bevorzugt zwischen 0,001 s und 1 s, vor der berechneten vermuteten Ankunftszeit;
      und/oder
    • ein vermutetes Betreten der Person P1 bzw. P2 des Durchgangsbereiches 7a der Karusselltür 1.
  • In die Bestimmung können unterschiedliche Werte einfließen. Insbesondere kann die Karusselltürgeometrie hierzu genutzt werden, insbesondere der Durchmesser der Karusselltür 1, bzw. die Größe der Türflügel 3, sowie eine Anordnung eines Türgriffs. Weiterhin kann eine vordefinierte, beispielsweise typische, Armbewegungsgeschwindigkeit und/oder eine vordefinierte, beispielsweise typische, Armlänge eines Durchschnittsnutzers mit zugrunde gelegt werden, um aus einer erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung der Person P1 bzw. P2 den Zeitpunkt bestmöglich abzuschätzen.
  • Entsprechende Werte, etwa der Karusselltürgeometrie, können auch in die Bestimmung der vermuteten Ankunftszeit der Person P1 bzw. P2 an der Karusselltür 1 einfließen.
  • Ziel ist es, dass spätestmöglich die motorische Unterstützung gestartet wird, jedoch noch bevor die Person P1 bzw. P2 ansonsten allein ohne motorische Unterstützung den Türflügel 3 in Drehbewegung versetzen müsste.
  • Es kann bevorzugt sein, dass die maximal voreingestellte motorische Unterstützung dann bereits bereitgestellt ist, wenn erwartet wird, dass die Person P1 bzw. P2 zum Türflügel 3 greift. Dies kann bedingen, dass die motorische Unterstützung der Drehbewegung mit einem gewissen Vorlauf bereits initiiert wird, damit die gewünschte volle Unterstützungsleistung dann zur Verfügung steht, wenn die Person P1 bzw. P2 den Türflügel 3 auch zusätzlich selbst dreht.
  • Der Moment, wenn die Person P1 bzw. P2 im Begriff ist, einen vor ihr liegenden Türflügel 3 anzuschieben, kann definitionsgemäß auch eine Art Sicherheitsfaktor umfassen, wobei beispielswiese vorgesehen sein kann, dass dieser Moment vorliegt, wenn berechnungsgemäß erwartet wird, dass sich die Person P1 bzw. P2 nur noch höchstens 0,5 m, vorzugsweise höchstens 0,4 m, weiter bevorzugt höchstens 0,3 m, weiter bevorzugt höchstens 0,2 m, von dem Türflügel 3 entfernt befindet. Dabei kann unter "von dem Türflügel 3 entfernt befinden" verstanden werden, dass die Distanz zwischen der Person und dem entsprechenden Türflügel 3 gemeint ist, zusätzlich um eine angenommene ausgestreckte Armlänge hinzugerechnet. Dabei kann die angenommene ausgestreckte Armlänge voreingestellt sein und beispielsweise 0,75 m betragen. Es kann auch möglich sein, die Armlänge auf Grundlage der erfassten Sensordaten abzuschätzen und individuell in die Berechnung mit einfließen zu lassen.
  • An Schritt S400 anschließend erfolgt in der Ausführung gemäß Fig. 5 im Rahmen von Schritt S500 ein Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel 3 durch den Antrieb 8, während die Person P1 bzw. P2 den vor ihr liegenden Türflügel 3 anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür 1 zu ermöglichen. Die Person P1 bzw. P2 schiebt den Türflügel 3 also nicht gänzlich allein mit eigener Kraft, sondern es erfolgt eine Motorunterstützung der Drehbewegung. Dieses motorische Unterstützen der gesamten Drehbewegung muss nicht zwingend vorgesehen werden. So ist es nach einer weiteren Ausführungsform auch denkbar, dass die motorische Unterstützung nur am Anfang geleistet wird, um der Person P1 bzw. P2 das Anschieben des Türflügels 3 zu erleichtern, indem die Massenträgheit des Türflügels 3 überwinden wird, woraufhin dann die Person P1 bzw. P2 den Rest der Drehbewegung mit seiner eigenen Kraft und ohne motorische Unterstützung, ausführen kann.
  • In der Ausführung gemäß Fig. 6 wiederum erfolgt bereits anschließend an den Schritt S350 im Rahmen des Schritts S450 das grundsätzlich beschriebene motorische Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel 3 durch den Antrieb 8, während die Person P1 bzw. P2 den vor ihr liegenden Türflügel 3 anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür 1 zu ermöglichen. Im Übrigen könnte bei der Ausführung nach Fig. 6 auch die Reihenfolge der Schritte S450 und S350 getauscht sein und die Unterstützung vor (oder gar gleichzeitig mit) einer Berechnung stattfinden.
  • Das Besondere an der Ausführung gemäß Fig. 6 ist, dass schließlich im Rahmen des Schritts S550 die Unterstützung der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel 3 durch den Antrieb 8 erneut gestoppt wird, und zwar konkret zu einem Zeitpunkt, der basierend auf dem berechneten vermuteten Verlassenszeitpunkt so gewählt ist, dass das Unterstützen der Drehbewegung endet, wenn die Person P1 bzw. P2 im Begriff ist, den Durchgangsbereich 7a der Karusselltür 1 wieder zu verlassen. Ein möglichst frühes Stoppen der motorischen Unterstützung und damit einerseits ein energiesparendes Betrieben der Karusselltür 1 sowie andererseits ein Vermeiden unnötiger Wärmeverluste durch einen Luftaustausch zwischen Gebäudeinnen- und -außenseite 5 bzw. 6 können ermöglicht werden.
  • Auch bei der Ausführungsvariante des Verfahrens wie in Fig. 5 dargestellt ist es denkbar, im Anschluss an Schritt S500 die Unterstützung der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel 3 durch den Antrieb 8 möglichst automatisiert erneut einzustellen. Beispielsweise in Analogie zu der Variante gemäß Fig. 6 konkret zu einem Zeitpunkt, der basierend auf dem berechneten vermuteten Verlassenszeitpunkt so gewählt ist, dass das Unterstützen der Drehbewegung endet, wenn die Person P1 bzw. P2 im Begriff ist, den Durchgangsbereich 7a der Karusselltür 1 wieder zu verlassen.
  • Es ist jedoch auch denkbar, dass das Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel 3 durch den Antrieb 8 gestoppt wird, wenn die Person P1 bzw. P2 den vor ihr liegenden Türflügel 3 loslässt oder den Durchgangsbereich 7a der Karusselltür 1 passiert hat, beispielsweise vollständig passiert hat. Es können hierfür weitere Hilfssensoren eingesetzt werden, wie etwa der Hilfssensor D5b (s. Fig. 2 bis Fig. 4), welche Hilfssensoren die Austrittsseite 14 der Karusselltür 1 überwachen. Vorteilhaft kann es sich dann um einen möglichst einfachen Hilfssensor D5b handeln, welcher lediglich die Anwesenheit der durch den Durchgangsbereich 7a der Karusselltür 1 hindurch und an der Austrittsseite 14 dementsprechend austretenden Person P1 bzw. P2 erfasst.
  • Eine weitere Alternative, das Stoppen der motorischen Unterstützung einzustellen, wobei dies auch zusätzlich zur vorbeschriebenen Anwesenheits-Erfassung auf der Austrittsseite 14 erfolgen könnte, ist die Analyse von Motorlastwerten des Antriebs 8, um zu detektieren, wann die Person P1 bzw. P2 aufhört, den vor ihr liegenden Türflügel 3 selbst proaktiv mit eigener Kraft weiterzuschieben. Dann kann die motorische Unterstützung auch basierend auf dieser Detektion gestoppt werden.
  • Im Rahmen der Schritte S100 oder aber auch S500 bzw. S550, sowohl gemäß Fig. 5 als auch Fig. 6, also auch anschließend an den Durchtritt der Person P1 bzw. P2 und gegebenenfalls vor einem Stoppen einer motorischen Unterstützung der Drehbewegung der Karusselltür 1 kann auch eine Wunsch-Ausgangsposition der Karusselltür 1 eingestellt werden. Die Wunsch-Ausgangsposition wird bevorzugt derart voreingestellt, dass die mindestens zwei Türflügel 3 nicht mit ihren Außenkanten 12 in dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 der Karusselltür 1 stehen. Auf diese Weise kann ein besonders flüssiges, da nahtloses Begehen des Durchgangsbereiches 7a der Karusselltür 1 erfolgen, ohne dass die Gefahr des Kollidierens mit der Außenkante 12 bestünde bzw. dass ein unnötiges Warten vor der Karusselltür 1 zu erfolgen hat. Weiter bevorzugt ist, wenn eine Außenkante 12 einer der mindestens zwei Türflügel 3 in der Wunsch-Ausgangsposition gerade vor, bzw. weiter bevorzugt unmittelbar vor, dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 angeordnet ist. Dadurch kann direkt ein möglichst weitreichender Begehungsbereich hinein in den Durchgangsbereich 7a bereitgestellt werden und die notwendige Zeit für den Durchtritt der Person P1 bzw. P2 minimiert werden.
  • Bei den in Fig. 5 bzw. 6 dargestellten und zuvor beschriebenen Verfahren, bzw. bei den entsprechenden Karusselltüren 1 gemäß Fig. 1 bis Fig. 4, ist es möglich, dass Stoppen der motorischen Unterstützung der Drehbewegung der Türflügel 3 voreinzustellen. Konkret kann das Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel 3 durch den Antrieb 8 beispielsweise derart durchgeführt werden, dass das Stoppen zeitverzögert stattfindet, sodass, auch wenn die Person P1 bzw. P2 den vor ihr liegenden Türflügel 3 nicht mehr weiterdreht, die mindestens zwei Türflügel 3 mithilfe des Antriebs 8 automatisch in eine gewünschte weitergedrehte Anhalteposition rotiert werden. Dabei kann diese Anhalteposition so definiert sein, dass in der gewünschten weitergedrehten Anhalteposition keine Außenkante 12 der mindestens zwei Türflügel 3 in dem Zugangsbereich 11 der Zutrittsöffnung 7 angeordnet ist. Es kann konkret vorgesehen sein, dass es sich bei der gewünschten weitergedrehten Anhalteposition um die zuvor beschriebene Wunsch-Ausgangsposition handelt.
  • Die vorschlagsgemäßen dargestellten und beschriebenen Karusselltüren 1 können in unterschiedlichen Modi betrieben werden. So kann die Karusselltür 1 in einen ersten Automatik-Betriebsmodus versetzbar eingerichtet werden, in dem die mindestens zwei Türflügel 3 in einem Grundzustand stillstehen. Dies bedeutet, dass die Türflügel 3 nicht automatisch drehen, sondern sich gerade in einer Ruheposition befinden. Weiterhin kann die Karusselltür 1 in einen zweiten Automatik-Betriebsmodus versetzbar eingerichtet werden, in dem die mindestens zwei Türflügel 3 durch den Antrieb 8 grundsätzlich permanent mit einer niedrigen Drehgeschwindigkeit gedreht werden. Unter einer niedrigen Drehgeschwindigkeit ist vorliegend zu verstehen, dass diese niedrige Drehgeschwindigkeit geringer ist als die durch den Antrieb 8 hervorgerufene Drehgeschwindigkeit in einem wirklichen Unterstützungszustand, wenn eine anschiebende und die Karusselltür 1 passierende Person durch die Karusselltür 1 hindurch treten möchte, wobei die Vergleichsgröße dann eben nur die durch die motorische Unterstützung in diesem Unterstützungszustand hervorgerufene Drehgeschwindigkeit meint, also ohne die durch die Person und ihr Anschieben zusätzlich hervorgerufene Drehgeschwindigkeitskomponente. Demnach ist das durch den Antrieb 8 bereitgestellte unterstützende Drehmoment in dem zweiten Automatik-Betriebsmodus geringer als das durch den Antrieb 8 bereitgestellte unterstützende Drehmoment, wenn eine Person beim Durchtritt durch die Karusselltür 1 und ihrem Anschieben der Türflügel 3 motorisch durch den Antrieb 8 unterstützt wird.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Karusselltür
    2
    Drehkreuz
    3
    Türflügel
    4
    Wand
    5
    Gebäudeinnenseite
    6
    Gebäudeaußenseite
    7
    Zutrittsöffnung
    7a
    Durchgangsbereich
    8
    Antrieb
    9
    linke Abschlusskante
    10
    rechte Abschlusskante
    11
    Zugangsbereich
    12
    Außenkante (eines Türflügels)
    13
    Annäherungsseite
    14
    Austrittsseite
    D5; D6
    Sensor(en)
    D5b
    Hilfssensor
    E5; E6
    Erfassungsbereich(e)
    A
    Drehachse
    z
    Axialrichtung
    r
    Radialrichtung
    u
    Umfangsrichtung
    v
    Drehrichtung

Claims (16)

1. Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür (1), umfassend die Schritte:
a) Bereitstellen einer Karusselltür (1) mit mindestens zwei Türflügeln (3), einem Antrieb (8) und mindestens einem Sensor (D5; D6) zur Erfassung von Personenbewegungen, wobei der Antrieb (8) zum Rotieren der mindestens zwei Türflügel (3) innerhalb eines Durchgangsbereich (7a) der Karusselltür (1) eingerichtet ist;
b) Erfassen einer Geschwindigkeit und einer Annäherungsrichtung mindestens einer sich von einer Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) nähernden Person (P1; P2) mittels des mindestens einen Sensors (D5; D6);
c) Berechnen einer vermuteten Ankunftszeit der Person (P1; P2) an der Karusselltür (1) basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung;
d) Initiieren einer motorischen Unterstützung des Antriebs (8) und dadurch Initiieren einer automatischen, motorisch unterstützten Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) zu einem Zeitpunkt, der basierend auf der berechneten vermuteten Ankunftszeit so gewählt wird, dass die motorische Unterstützung beginnt, wenn die Person (P1; P2) im Begriff ist, einen vor ihr liegenden Türflügel (3) der mindestens zwei Türflügel (3) anzuschieben.
2. Verfahren nach Anspruch 1, umfassend den Schritt:
e) Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8), während die Person (P1; P2) den vor ihr liegenden Türflügel (3) anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür (1) zu ermöglichen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, umfassend den Schritt:
f) Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8), wenn die Person (P1; P2) den vor ihr liegenden Türflügel (3) loslässt oder den Durchgangsbereich (7a) der Karusselltür (1), insbesondere vollständig, passiert hat.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8) erfolgt, wenn die Person (P1; P2) den Durchgangsbereich (7a) der Karusselltür (1) vollständig passiert hat.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Karusselltür (1) wenigstens einen weiteren Hilfssensor (D5b) aufweist, vorzugsweise zur Überwachung einer der Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) gegenüberliegenden Austrittsseite (14) der Karusselltür (1);
wobei, vorzugsweise, der weitere Hilfssensor (D5b) lediglich die Anwesenheit der durch den Durchgangsbereich (7a) der Karusselltür (1) hindurch und an der Austrittsseite (14) dementsprechend austretenden Person (P1; P2) erfasst.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine/die erfasste Anwesenheit der Person (P1; P2) auf einer der Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) gegenüberliegenden/der Austrittsseite (14) dazu genutzt wird, das Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8) wieder zu stoppen;
und/ oder umfassend die beiden Schritte:
- Analysieren von Motorlastwerten des Antriebs (8), um zu detektieren, wann die Person (P1; P2) aufhört, den vor ihr liegenden Türflügel (3) selbständig weiterzuschieben; und
- Stoppen der motorischen Unterstützung basierend auf dieser Detektion.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Zeitpunkt, wenn die Person (P1; P2) im Begriff ist, den Türflügel (3) anzuschieben, folgende Zeitpunkte umfasst:
- zwischen 0,001 s und 3 s, bevorzugt zwischen 0,001 s und 2 s, weiter bevorzugt zwischen 0,001 s und 1 s, vor der berechneten vermuteten Ankunftszeit; und/oder
- ein vermutetes Betreten der Person (P1; P2) des Durchgangsbereiches (7a) der Karusselltür (1).
7. Verfahren zum Betreiben einer halbautomatischen Karusselltür (1), umfassend die Schritte:
A) Bereitstellen einer Karusselltür (1) mit mindestens zwei Türflügeln (3), einem Antrieb (8) und mindestens einem Sensor (D5; D6) zur Erfassung von Personenbewegungen, wobei der Antrieb (8) zum Rotieren der mindestens zwei Türflügel (3) innerhalb eines Durchgangsbereich (7a) der Karusselltür (1) eingerichtet ist;
B) Erfassen einer Geschwindigkeit und einer Annäherungsrichtung mindestens einer sich von einer Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) nähernden Person (P1; P2) mittels des mindestens einen Sensors (D5; D6);
C) Berechnen eines vermuteten Verlassenszeitpunktes der Person (P1; P2) aus der Karusselltür (1) auf einer der Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) gegenüberliegenden Austrittsseite (14) der Karusselltür (1) basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung;
D) Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8), während die Person (P1; P2) einen vor ihr liegenden Türflügel (3) der mindestens zwei Türflügel (3) anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür (1) zu ermöglichen;
E) Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8) zu einem Zeitpunkt, der basierend auf dem berechneten vermuteten Verlassenszeitpunkt so gewählt ist, dass das Unterstützen der Drehbewegung endet, wenn die Person (P1; P2) im Begriff ist, den Durchgangsbereich (7a) der Karusselltür (1) zu verlassen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Karusselltür wenigstens einen weiteren Hilfssensor (D5b) aufweist, vorzugsweise zur Überwachung der Austrittsseite (14);
wobei, vorzugsweise, der weitere Hilfssensor (D5b) lediglich die Anwesenheit der durch den Durchgangsbereich (7a) der Karusselltür (1) hindurch und an der Austrittsseite (14) dementsprechend austretenden Person (P1; P2) erfasst.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Wunsch-Ausgangsposition derart voreingestellt wird, dass in der Wunsch-Zutrittsposition keine Außenkante (12) der mindestens zwei Türflügel (3) den Zugangsbereich (11) der Zutrittsöffnung (7) der Karusselltür (1) aufteilt oder verdeckt,
und/oder dass eine Außenkante (12) einer der mindestens zwei Türflügel (3) in Drehrichtung (v) betrachtet in einem Winkelbereich bis zu 15°, vorzugsweise bis zu 5°, vor, bevorzugt unmittelbar vor, der Zutrittsöffnung (7) angeordnet ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Stoppen des Unterstützens der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8) derart durchgeführt wird, dass das Stoppen zeitverzögert stattfindet, sodass, auch wenn die Person (P1; P2) den vor ihr liegenden Türflügel (3) nicht mehr weiterdreht, die mindestens zwei Türflügel (3) mithilfe des Antriebs (8) automatisch in eine gewünschte weitergedrehte Anhalteposition rotiert werden;
wobei, vorzugsweise, in der gewünschten weitergedrehten Anhalteposition keine Außenkante (12) der mindestens zwei Türflügel (3) den Zugangsbereich (11) der Zutrittsöffnung (7) der Karusselltür (1) aufteilt oder verdeckt und/oder die gewünschte weitergedrehte Anhalteposition die Wunsch-Ausgangsposition ist.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Karusselltür (1) in einen ersten Automatik-Betriebsmodus versetzbar eingerichtet wird, in dem die mindestens zwei Türflügel (3) in einem Grundzustand stillstehen;
und/oder wobei die Karusselltür (1) in einen zweiten Automatik-Betriebsmodus versetzbar eingerichtet wird, in dem die mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8) grundsätzlich mit einer niedrigen Drehgeschwindigkeit gedreht werden.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Karusselltür (1) ein Sensorsystem aufweist, das sowohl die Annäherungsseite (13) als auch eine/die Austrittsseite (14) der Karusselltür (1) überwacht;
wobei, vorzugsweise, das Sensorsystem den wenigstens einen Sensor (D6) umfasst, um die Annäherungsseite (13) zu überwachen, sowie wenigstens einen weiteren, insbesondere gleichartigen, Sensor (D5), um die Austrittsseite (14) zu überwachen.
13. Halbautomatische Karusselltür (1), vorzugsweise zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 12 eingerichtet, umfassend:
- mindestens zwei Türflügel (3);
- einen Antrieb (8), der zum Rotieren der mindestens zwei Türflügel (3) innerhalb eines Durchgangsbereichs (7a) der Karusselltür (1) eingerichtet ist;
- mindestens einen Sensor (D5; D6) zur Erfassung von Personenbewegungen, wobei der mindestens eine Sensor (D5; D6) eingerichtet ist, eine Geschwindigkeit und eine Annäherungsrichtung mindestens einer sich von einer Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) nähernden Person (P1; P2) zu erfassen; sowie
- eine Steuereinheit, die eingerichtet ist, basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung eine vermutete Ankunftszeit der Person (P1; P2) an der Karusselltür (1) zu berechnen;
wobei die Steuereinheit weiterhin eingerichtet ist, zu einem Zeitpunkt, der basierend auf der berechneten vermuteten Ankunftszeit so gewählt ist, dass die motorische Unterstützung beginnt, wenn die Person (P1; P2) im Begriff ist, einen vor ihr liegenden Türflügel (3) der mindestens zwei Türflügel (3) anzuschieben, eine motorische Unterstützung des Antriebs (8) zu initiieren und dadurch eine automatische, motorisch unterstützte Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) zu initiieren;
und, vorzugsweise weiterhin, wobei der Antrieb (8) eingerichtet ist, die Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) zu unterstützen, während die Person (P1; P2) den vor ihr liegenden Türflügel (3) anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür (1) zu ermöglichen.
14. Halbautomatische Karusselltür (1), vorzugsweise zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 12 eingerichtet, umfassend:
- mindestens zwei Türflügel (3);
- einen Antrieb (8), der zum Rotieren der mindestens zwei Türflügel (3) innerhalb eines Durchgangsbereichs (7a) der Karusselltür (1) eingerichtet ist;
- mindestens einen Sensor (D5; D6) zur Erfassung von Personenbewegungen, wobei der mindestens eine Sensor (D5; D6) eingerichtet ist, eine Geschwindigkeit und eine Annäherungsrichtung mindestens einer sich von einer Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) nähernden Person (P1; P2) zu erfassen; sowie
- eine Steuereinheit, die eingerichtet ist, basierend auf der erfassten Geschwindigkeit und Annäherungsrichtung einen vermuteten Verlassenszeitpunkt der Person (P1; P2) aus der Karusselltür (1) auf einer der Annäherungsseite (13) der Karusselltür (1) gegenüberliegenden Austrittsseite (14) der Karusselltür (1) zu berechnen;
wobei der Antrieb (8) eingerichtet ist, die Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) zu unterstützen, während die Person (P1; P2) den vor ihr liegenden Türflügel (3) anschiebt bzw. weiterdreht, um einen flüssigen Durchtritt durch die Karusselltür (1) zu ermöglichen;
und wobei die Steuereinheit weiterhin eingerichtet ist, das Unterstützen der Drehbewegung der mindestens zwei Türflügel (3) durch den Antrieb (8) zu stoppen, wenn die Person (P1; P2) den vor ihr liegenden Türflügel (3) loslässt oder den Durchgangsbereich (7a) der Karusselltür (1) passiert hat.
15. Computerprogrammprodukt, umfassend Befehle, die bewirken, dass die halbautomatische Karusselltür nach Anspruch 13 oder 14 die Verfahrensschritte nach einem der Ansprüche 1 bis 12 ausführt.
EP24217266.6A 2024-12-03 2024-12-03 Verfahren zum betreiben einer halbautomatischen karusselltür, halbautomatische karusselltür, entsprechendes computerprogrammprodukt Pending EP4756167A1 (de)

Priority Applications (2)

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EP24217266.6A EP4756167A1 (de) 2024-12-03 2024-12-03 Verfahren zum betreiben einer halbautomatischen karusselltür, halbautomatische karusselltür, entsprechendes computerprogrammprodukt
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