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Die Erfindung betrifft einen Toilettenstuhl, welcher eine wiederholte, saubere, wasserlose und geruchslose Nutzung ermöglicht. Der Toilettenstuhl dient insbesondere zur Verwendung im Heim- und/oder Pflegebereich, speziell für in der Mobilität eingeschränkte Personen.
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Toilettenstühle sind in vielfältigen Ausgestaltungen aus dem Stand der Technik bekannt. Toilettenstühle im Heim- und/oder Pflegebereich werden regelmäßig durch Personen verwendet, welche stark in der Mobilität eingeschränkt sind. Ferner werden Toilettenstühle von Personen verwendet, welche an einer Inkontinenz leiden, insbesondere einer anstrengungsinduzierten Inkontinenz. Der Toilettenstuhl wird dabei insbesondere im Schlafzimmer oder Wohnraum aufgestellt, damit der Nutzer den Toilettenstuhl schnell und ohne große Kraftanstrengung erreichen und nutzen kann. Dies ist insbesondere in der Nacht vorteilhaft, damit der Nutzer nicht für jede Toilettenbenutzung ins Badezimmer gehen muss. Damit Toilettenstühle von den meist alten Nutzern akzeptiert und genutzt werden, sollte der Toilettenstuhl sich möglichst gering von einem normalen Stuhl unterscheiden, zu jeder Zeit sauber sein und den Harn und Stuhlgang sicher und geruchsfrei aufnehmen. Dabei sollte der Toilettenstuhl ferner einfach zu reinigen sein und die Ausscheidungen müssen problemlos entsorgbar sein.
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Die Begriffe geruchslos und geruchsfrei werden in dieser Offenbarung synonym verwendet.
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Die beispielsweise aus dem Campingbereich bekannten mobilen Toiletten sind für diesen Einsatzzweck unbrauchbar, da diese sich optisch deutlich von einem normalen Stuhl unterscheiden und daher von vielen älteren Nutzern abgelehnt würden. Ferner weisen derartige Campingtoiletten meist geringe Abmessungen auf und sind nicht für eine Verwendung durch in der Mobilität eingeschränkte Personen geeignet, da insbesondere ein Aufstehen von einer niedrigen Campingtoilette für die vorgesehenen Nutzer nahezu unmöglich ist. Weiterhin ist die Nutzung und Pflege von Campingtoiletten komplex, da diese üblicherweise mit einer chemischen Flüssigkeit gefüllt sind, welche regelmäßig gewechselt werden muss.
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Die
DE 202 06 063 U1 offenbart einen Toilettenstuhl mit einer Halterung für einen unter einer Sitzbrille zu positionierenden Toilettentopf. Der Toilettentopf hat jedoch den Nachteil, dass die darin befindlichen Ausscheidungen nicht geruchsarm gelagert sind. Auch muss der Topf regelmäßig gereinigt werden. Ein vergleichbarer Toilettenstuhl ist aus der
DE 297 03 161 U1 bekannt, welcher optional mit Rollenfüßen ausgestattet werden kann.
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Die
US 6,523,187 B1 offenbart einen Toilettenstuhl, insbesondere zum Erlernen des Toilettengangs für Kleinkinder. Der Toilettenstuhl weist eine Öffnung in der Sitzfläche auf und in der Öffnung sind mehrere ineinander gestapelte Aufnahmebeutel für Ausscheidungen angeordnet. Die einzelnen Beutel sind gemeinsam an einem Haltering befestigt und mittels vorhandener Perforationen von dem Haltering lösbar. Ferner können die einzelnen Beutel Absorptionsmittel für die Ausscheidungen aufweisen. Nachteilig an diesem Toilettenstuhl ist jedoch, dass der benutzte Beutel nach der Benutzung aus der Öffnung des Toilettenstuhls entfernt werden muss, damit der Toilettenstuhl erneut benutzt werden kann. Der so entfernte Beutel muss nach dem Entfernen entsorgt werden, was für in der Mobilität eingeschränkte Personen nicht einfach möglich ist, insbesondere wenn der Toilettenstuhl in der Nacht benutzt wird. Ferner können die Beutelränder während der Nutzung des Toilettenstuhls durch die Ausscheidungen des Nutzers verschmutzt werden, wodurch das nachfolgende Entfernen des benutzten Beutels für den Nutzer unangenehm sein kann.
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Die
US 6,779,204 B1 offenbart einen herkömmlichen Toilettenstuhl, bei welchem die Ausscheidungen in einem Behälter aufgenommen werden. Die Ausscheidungen bleiben jedoch so lange in dem Behälter, bis dieser geleert wird, was eine wiederholte Benutzung für viele Menschen unangenehm macht. Ferner werden viele Menschen den Stuhl nicht im Raum stehen haben wollen, da dieser sofort als Toilettenstuhl erkennbar ist.
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Die
CN 110613562 B offenbart einen Rollstuhl mit einer Toilettenfunktion. Auch bei diesem Stand der Technik werden die Ausscheidungen in einem Behälter aufgenommen und bleiben dort so lange, bis der Behälter geleert wird.
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Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Toilettenstuhl bereitzustellen, welcher insbesondere im Heim- und Pflegebereich einsetzbar ist. Der Toilettenstuhl muss im Alltag einfach zu benutzen sein, insbesondere eine wiederholte, saubere, wasserlose und geruchslose Nutzung ermöglichen. Dazu müssen die Ausscheidungen sicher und geruchsfrei aufgenommen und nachfolgend möglichst einfach entsorgt werden können.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Toilettenstuhl, welcher eine wiederholte, saubere, wasserlose und geruchslose Nutzung ermöglicht, wobei der Toilettenstuhl mehrere Standelemente, eine Sitzfläche, zwei seitliche Armlehnen und eine Rückenlehne umfasst,
- wobei in der Sitzfläche eine Öffnung zur Blasen- und/oder Darmentleerung vorgesehen ist,
- welcher sich dadurch auszeichnet, dass
- mehrere Beutel zur Aufnahme von Urin und/oder Kot vorgesehen sind, wobei die jeweiligen Beutelöffnungen mit Halteringen versehen sind, welche von der Sitzflächenseite in die Öffnung der Sitzfläche eingesetzt werden und durch den Haltering in der Öffnung fixiert werden,
- wobei die Halteringe stapelbar ausgebildet sind, so dass mehrere Halteringe mit daran angeordneten Beuteln nacheinander in die Öffnung der Sitzfläche eingesetzt werden können, und
- wobei nach jeder Nutzung des Toilettenstuhls ein neuer Beutel in den bereits in der Öffnung des Toilettenstuhls vorhandenen, benutzten Beutel eingesetzt wird, so dass die Halteringe der Beutel aufeinander liegen, wodurch der Inhalt des benutzten Beutels durch den neuen Beutel abgedeckt wird, um die wiederholte, saubere, wasserlose und geruchslose Nutzung des Toilettenstuhls zu gewährleisten.
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Der erfindungsgemäße Toilettenstuhl basiert auf einem handelsüblichen Stuhl, mit beispielsweise vier Standbeinen als Standelemente. Es sind aber auch andere Standelemente möglich, wie beispielsweise komplette Wände. Die Sitzfläche des Toilettenstuhls weist eine übliche Höhe auf, wie beispielsweise zwischen 30 cm und 60 cm, insbesondere zwischen 40 cm und 50 cm. Die Höhe der Sitzfläche ist so gewählt, dass der Nutzer des Toilettenstuhls sich möglichst einfach hinsetzen und wieder aufstehen kann. Die beiden seitlichen Armlehnen dienen als Stützhilfen, damit sich der Nutzer beim Hinsetzen und Aufstehen abstützen kann. Die Rückenlehne verhindert, dass der Nutzer beim Hinsetzen und Aufstehen nach hinten überkippt. Der Toilettenstuhl ist durch die vorgenannten Elemente besonders für Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder geschwächte Menschen geeignet.
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Der Nutzer setzt sich auf den Toilettenstuhl wie auf eine übliche Toilette, was die Nutzung besonders einfach macht. Die Ausscheidungen werden in dem Beutel aufgenommen, welcher mittels des Halterings in der Öffnung der Sitzfläche fixiert wurde. Nach Beendigung des Toilettengangs setzt der Nutzer einen neuen Beutel mit Haltering in die Öffnung der Sitzfläche ein, so dass der neue Beutel in den vorhandenen Beutel eingesetzt wird. Der Haltering des neuen Beutels liegt auf dem Haltering des vorhandenen Beutels auf und wird dadurch in der Öffnung der Sitzfläche fixiert. Die Ausscheidungen in dem vorhandenen Beutel werden von dem neu eingesetzten Beutel abgedeckt und dadurch, dass die Halteringe der beiden Beutel aufeinander gestapelt werden, wird der Beutel mit den Ausscheidungen verschlossen. Die Ausscheidungen in dem älteren Beutel werden somit von der Umgebung isoliert, wodurch eine Geruchsbelästigung in der Umgebung des Toilettenstuhls wirkungsvoll verhindert wird.
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Nach dem Einsetzen des neuen Beutels ist der Toilettenstuhl bereit für die nächste Benutzung. Da der neue Beutel erst nach der Benutzung des Toilettenstuhls in den benutzten Beutel eingesetzt wird, ist die Sauberkeit des Toilettenstuhls für die nächste Nutzung gewährleistet.
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Nach einer bestimmten Zeit können die benutzten Beutel entsorgt werden, beispielsweise durch Pflegepersonal, Verwandte oder auch den Nutzer selbst, sofern dieser körperlich dazu in der Lage ist. Dazu werden die Beutel mit den Halteringen aus der Öffnung in der Sitzfläche entnommen und vorschriftsmäßig entsorgt. Ein neuer Haltering mit Beutel wird in die Öffnung der Sitzfläche eingefügt und der Toilettenstuhl ist wieder einsatzbereit. Die Beutel sind zweckmäßigerweise als Einwegartikel ausgebildet und werden entsprechend nach der Nutzung entsorgt. Eine aufwendige Reinigung von Toilettenschüsseln oder ähnlichen Behältern ist nicht erforderlich.
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Der erfindungsgemäße Toilettenstuhl ist besonders einfach in der Konstruktion und durch die Aufnahme der Ausscheidungen in Einwegbeuteln ist die Nutzung des Toilettenstuhls besonders einfach und kostengünstig.
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Der Toilettenstuhl kann beispielsweise in der Nähe des Betts eines Nutzers aufgestellt werden, so dass der Nutzer insbesondere nachts keine weiten Wege zur Toilette zurücklegen muss. Bettlägerige Menschen können den erfindungsgemäßen Toilettenstuhl auch als vollwertigen Ersatz einer normalen Toilette verwenden, sofern sie ggf. mit Unterstützung den neben dem Bett befindlichen Toilettenstuhl benutzen können. Dadurch wird die Nutzung von Bettpfannen oder ähnlichen Gerätschaften vermieden, welche von Bettlägerigen meist aus psychologischen Gründen als unangenehm empfunden werden.
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In einer erfindungsgemäßen Variante weisen die Halteringe dieselbe Form auf und sind flach oder zumindest teilweise konisch ausgebildet. Beispielsweise weisen die Halteringe ein flaches kreisförmiges Element auf, welches bei der Nutzung auf der Sitzfläche des Toilettenstuhls oder dem flachen kreisförmigen Element eines bereits in der Öffnung der Sitzfläche eingesetzten Beutels mit Haltering aufliegt. Die flachen kreisförmigen Elemente der Halteringe sind dabei identisch ausgebildet. In einer weiteren Variante können an den jeweiligen flachen kreisförmigen Elementen der mehreren Beutel jeweils ein zylindrisches, konisches Element angeordnet sein, welche während der Nutzung in die Öffnung in der Sitzfläche hineinragen. Durch die konischen Elemente der Halteringe können mehrere Halteringe einfach ineinander gestapelt werden. Durch das kreisförmige, flache Element und ggf. dem zylindrischen, konischen Element wird die Öffnung eines benutzten Beutels besonders gut von einem neu eingesetzten (unbenutzten) Beutel verschlossen.
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Nach einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung enthalten die Beutel ein flüssigkeitsabsorbierendes Mittel. Durch das flüssigkeitsabsorbierende Mittel werden die flüssigen Bestandteile der Ausscheidungen, insbesondere der Harn, verfestigt, so dass sich in dem Beutel nur feste Bestandteile befinden. Dies vereinfacht insbesondere den Austausch und die Entsorgung der benutzten Beutel, da sich mit einem festen Material gefüllte Beutel deutlich einfacher handhaben lassen als mit Flüssigkeit gefüllte Beutel. Ferner dürfen die Beutel üblicherweise nur über den normalen Hausmüll entsorgt werden, wenn keine Flüssigkeiten enthalten sind. Bei dem flüssigkeitsabsorbierenden Mittel handelt es sich beispielsweise um ein Granulat und/oder Gel. Ein häufig verwendetes flüssigkeitsabsorbierendes Material ist Kieselgel (auch Kieselsäuregel oder Silikagel genannt), welches von gelartiger, gummiartiger bis fester Konsistenz ist und stark hygroskopische Eigenschaften aufweist. Vorzugsweise werden die Beutel bereits mit darin enthaltenem flüssigkeitsabsorbierendem Mittel bereitgestellt. Es ist aber auch denkbar, dass der Nutzer das flüssigkeitsabsorbierende Mittel selbst einfüllt. Die Menge an flüssigkeitsabsorbierendem Mittel ist dabei so bemessen, dass die üblicherweise ausgeschiedene Flüssigkeitsmenge eines Toilettengangs sicher absorbiert werden kann.
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Gemäß einer erfindungsgemäßen Variante umfasst der Toilettenstuhl eine Toilettenbrille, welche über der Öffnung der Sitzfläche angeordnet ist. Eine Toilettenbrille ist eine meist hochklappbare Sitzfläche für eine Toilette in Form eines Ringes. Die Toilettenbrille kann ferner einen klappbaren Deckel umfassen. Derartige Toilettenbrillen werden umgangssprachlich auch als WC-Sitz oder WC-Brille oder Klobrille bezeichnet. Die Öffnung der ringförmigen Toilettenbrille deckt sich dabei mit der Öffnung in der Sitzfläche des Toilettenstuhls.
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In einer erfindungsgemäßen Variante umfasst der Toilettenstuhl einen Geruchsabzug, vorzugsweise mit einem Lüfter und einer Filtervorrichtung. Der Geruchsabzug dient insbesondere zum Abzug und vorzugsweise Vernichtung von Gerüchen während der Nutzung des erfindungsgemäßen Toilettenstuhls. Dies ist vorteilhaft, da der Toilettenstuhl für den Einsatz im Schlaf- und/oder Wohnzimmer konzipiert ist und nicht in einem abgetrennten Toilettenraum. Der Geruchsabzug umfasst beispielsweise einen Lüfter zum Ansaugen von Luft aus der unmittelbaren Umgebung des Toilettenstuhls, insbesondere im Bereich der Öffnung der Sitzfläche. Die angesaugte Luft wird zweckmäßigerweise durch eine Filtervorrichtung geleitet, um Gerüche zu eliminieren. Die Filtervorrichtung basiert beispielsweise auf einem Aktivkohlefilter oder ähnlichen Mitteln. Der Geruchsabzug ist batterie-/akkubetrieben und/oder verfügt über ein Netzkabel zum Anschluss an ein Haushaltsstromnetz.
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Nach einer zweckmäßigen Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl einen Schalter oder Bewegungsmelder zur Aktivierung des Geruchsabzugs bei einer Benutzung des Toilettenstuhls. Der Schalter ist beispielsweise mit der optionalen Toilettenbrille, insbesondere eines klappbaren Deckels der Toilettenbrille, gekoppelt, so dass ein Aufklappen des Deckels der Toilettenbrille automatisch den Geruchsabzug aktiviert. Der Bewegungsmelder ist zweckmäßigerweise so an dem Toilettenstuhl positioniert, dass er den Geruchsabzug automatisch aktiviert, wenn der Toilettenstuhl für einen Toilettengang benutzt wird. Nach dem Toilettengang, z.B. dem Schließen des Deckels, wird der Geruchsabzug wieder ausgeschaltet, wobei auch eine bestimmte Nachlaufzeit vorgesehen werden kann.
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Gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl ein separates Sitzkissen für die Sitzfläche, welches die Öffnung bedeckt. Dadurch kann der erfindungsgemäße Toilettenstuhl auch als normaler Stuhl genutzt werden. Für die Benutzung wird das Sitzkissen aufgenommen und die Öffnung in der Sitzfläche bzw. die Toilettenbrille an der Öffnung wird zur Nutzung freigelegt. Insbesondere kann das Sitzkissen den optionalen Bewegungsmelder zur Aktivierung des Geruchsabzugs verdecken, so dass der Bewegungsmelder nur den Geruchsabzug aktiviert, wenn das Sitzkissen entfernt wird. Vorzugsweise weist das Sitzkissen eine feste, stabile Unterseite auf, um die Öffnung in der Sitzfläche abzudecken. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Öffnung keinen Toilettensitz mit Abdeckung umfasst.
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In einer vorteilhaften Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl im unteren Bereich eine Abdeckung, so dass ein oder mehrere in der Öffnung eingesetzte Beutel nicht sichtbar sind. Dadurch kann der erfindungsgemäße Toilettenstuhl kaum von einem handelsüblichen Stuhl unterschieden werden, was die Akzeptanz deutlich verbessern wird. Der Stuhl kann dadurch nahtlos in einen Wohn- oder Schlafraum integriert werden. Zweckmäßigerweise ist die Abdeckung lösbar mit dem Toilettenstuhl verbunden, so dass diese zu Reinigungszwecken abgenommen werden kann. Ferner kann die Abdeckung somit leicht ausgetauscht werden, um das Design des Toilettenstuhls an den Wohn- oder Schlafraum anzupassen.
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Nach einer erfindungsgemäßen Variante sind die Beutel lösbar mit den zugehörigen Halteringen verbunden. Dadurch können beispielsweise die benutzten Beutel von den Halteringen gelöst und entsorgt werden, während die Halteringe mit neuen Beuteln versehen werden können. Die Beutel werden somit als Einwegartikel mit den darin enthaltenen Ausscheidungen entsorgt, während die Halteringe wiederverwendet werden können. Alternativ sind die Halteringe ebenfalls als Einwegartikel ausgebildet, so dass diese zusammen mit den Beuteln entsorgt werden können.
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In einer vorteilhaften Variante der Erfindung bestehen die Halteringe aus Pappe oder Kunststoff und die zugehörigen Beutel sind vorzugsweise fest mit dem Haltering verbunden. Der Haltering und der Beutel werden also zusammen entsorgt. Durch die feste Verbindung ist ebenfalls gewährleistet, dass sich der Beutel nicht vom Haltering löst und die Beutel müssen nicht von dem Nutzer oder einer anderen Person mit dem jeweiligen Beutel verbunden werden. Die Verwendung von Pappe oder Kunststoff ist bevorzugt, da sich die Halteringe so kostengünstig herstellen lassen.
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Gemäß einer zweckmäßigen Variante der Erfindung sind die Beutelöffnungen und die Halteringe aufeinander abgestimmt, so dass die Beutel in die Halteringe eingesetzt werden können und zwischen dem Haltering und der Sitzfläche oder einem vorher eingesetzten Haltering fixiert werden. Der Haltering wird somit von dem Rand des Beutels umschlagen, so dass der Rand des Beutels zwischen Haltering und Sitzfläche bzw. bereits eingesetztem Haltering festgeklemmt wird. So wird eine sichere, lösbare Verbindung zwischen Beutel und Haltering erreicht, welche gelichzeitig einen besonders guten Geruchsverschluss für die Ausscheidungen im benutzten Beutel bereitstellt. In dieser Variante können die Halteringe wiederverwendet werden, was besonders ökologisch ist, da lediglich die benutzten Beutel mit den Ausscheidungen entsorgt werden, welche sich in dieser Variante einfach vom zugehörigen Haltering lösen lassen.
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Die Beutel für den erfindungsgemäßen Toilettenstuhl sind mit handelsüblichen Müllbeuteln vergleichbar, weisen aber ggf. eine stärkere Wanddicke auf. Auch können die Beutel mit einem von handelsüblichen Müllbeuteln bekannten Zugband versehen sein, was bei der Verbindung zwischen Haltering und Beutel zweckdienlich sein kann und später den Beutel für die Entsorgung verschließen kann.
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Nach einer erfindungsgemäßen Variante sind die zwei Armlehnen klappbar oder verschwenkbar ausgebildet. Dadurch können die Armlehnen beispielsweise weggeklappt oder aus dem Bewegungsbereich des Nutzers geschwenkt werden, so dass diese bei Bewegungen des Nutzers nicht behindern. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine Pflegekraft oder eine andere Person einen Nutzer des Toilettenstuhls beispielsweise beim Aufstehen oder Hinsetzen unterstützt.
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In einer weiteren Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl Rollen, insbesondere feststellbare Rollen oder Rollen, die sich selbsttätig bei einer Belastung feststellen. Die Rollen ermöglichen ein einfaches Bewegen des Toilettenstuhls. Die festgestellten Rollen sorgen dafür, dass sich der Toilettenstuhl während der Benutzung, insbesondere beim Hinsetzen oder Aufstehen, nicht bewegt. Die feststellbaren Rollen müssen vom Benutzer betätigt, also festgestellt, werden. Die selbsttätigen Rollen stellen sich automatisch bei einer Belastung fest, insbesondere bei einer vertikalen Belastung. Bei einer horizontalen Bewegung, also dem Rollen des Toilettenstuhls über einen im Wesentlichen horizontalen Boden, stellen sich die selbsttätigen Rollen dagegen nicht fest.
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Gemäß einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl wenigstens einen Sensor zur Überwachung der Nutzung des Toilettenstuhls. Insbesondere bei älteren Menschen ist eine Überwachung des Flüssigkeitshaushalts vorteilhaft, da ältere Menschen dazu neigen, weniger zu trinken als aus gesundheitlichen Aspekten erforderlich. Auch in der Pflege ist die Überwachung des Flüssigkeitshaushalts sinnvoll. Neben der Erfassung der Menge an aufgenommener Flüssigkeit muss bei der Überwachung des Flüssigkeitshaushalts auch die ausgeschiedene Menge an Flüssigkeit ermittelt werden. Ein Indikator für die abgegebene Flüssigkeitsmenge ist die Häufigkeit der Nutzung einer Toilette. Dazu ist der erfindungsgemäße Toilettenstuhl vorzugsweise mit einem Sensor zur Überwachung der Nutzung des Toilettenstuhls ausgestattet.
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Nach einer Variante der Erfindung überwacht der wenigstens eine Sensor die Zeit und/oder die Dauer der Nutzung des Toilettenstuhls. Daraus lässt sich beispielsweise eine wahrscheinlich abgegebene Menge an Flüssigkeit ermitteln.
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In einer bevorzugten Variante der Erfindung überwacht der wenigstens eine Sensor das Resultat der Nutzung des Toilettenstuhls, insbesondere die Menge an aufgenommenen Ausscheidungen. Anhand der bei der jeweiligen Nutzung aufgenommenen Menge an Ausscheidungen lässt sich ermitteln, ob nur Urin oder Urin und Kot aufgenommen wurde. Daraus lässt sich ableiten, wieviel Flüssigkeit bei der entsprechenden Nutzung ausgeschieden wurde. Somit lässt sich der Flüssigkeitshaushalt des Nutzers noch genauer überwachen.
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Gemäß einer erfindungsgemäßen Variante ist der wenigstens eine Sensor ein Gewichtssensor, eine Kamera, ein Geruchssensor, ein Bewegungssensor oder vergleichbarer Sensor, welcher dazu ausgebildet ist, die Benutzung und vorzugsweise weitere Details über die Ausscheidungen während der Nutzung zu erfassen,
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Nach einer zweckmäßigen Variante der Erfindung ist die Kamera an der Unterseite des Toilettensitzes, insbesondere der Brille des Toilettensitzes, angeordnet und nimmt automatisch ein Bild von dem in der Öffnung des Toilettenstuhls eingesetzten Beutels auf, wenn der Toilettensitz, insbesondere die Brille des Toilettensitzes, aufgeklappt wird. Da während der Nutzung des Toilettenstuhls die Toilettenbrille auf die Sitzfläche geklappt ist, so dass die Öffnung der Toilettenbrille mit der Öffnung in der Sitzfläche des Toilettenstuhls übereinstimmt, wird die an der Unterseite der Toilettenbrille angebrachte Kamera durch die Sitzfläche des Toilettenstuhls verdeckt, wodurch ausgeschlossen wird, dass die Kamera Aufnahmen während der Nutzung des Toilettenstuhls anfertigen kann. Nach der Nutzung des Toilettenstuhls wird ein neuer Beutel in die Öffnung der Sitzfläche eingesetzt, wozu die Toilettenbrille zunächst hochgeklappt werden muss. Zu diesem Zeitpunkt macht die Kamera auf der Unterseite der Toilettenbrille eine Aufnahme von dem Inhalt des Beutels, insbesondere den darin aufgenommenen Ausscheidungen. Diese Kameraaufnahme kann nachfolgend ausgewertet werden, beispielsweise hinsichtlich Art und/oder Menge der Ausscheidungen. Auch können weitere Details bezüglich der Ausscheidungen erfasst werden, wie beispielsweise Konsistenz, Farbe oder vergleichbarer Eigenschaften.
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In einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl ferner eine Auswerte- und/oder Diagnoseeinheit, zur Verarbeitung der Informationen des wenigstens einen Sensors, insbesondere hinsichtlich der zeitlichen Nutzung des Toilettenstuhls und/oder Diagnose der abgegebenen Ausscheidungen nach der Benutzung des Toilettenstuhls. Die Auswerte- und/oder Diagnoseeinheit kann langfristige Informationen, insbesondere bezüglich der zeitlichen Nutzung des Toilettenstuhls bereitstellen und/oder Informationen bezüglich aktueller Nutzung, wie Menge der Ausscheidungen, Konsistenz der Ausscheidungen, Farbe der Ausscheidungen und so weiter.
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Ferner können in dem Beutel bestimmte Diagnosestoffe enthalten sein, welche mit bestimmten Bestandteilen in den Ausscheidungen reagieren. So könnte sich ein Diagnosestoff beispielsweise verfärben, wobei die Verfärbung mittels einer Kamera erfasst wird. Dadurch lässt sich beispielsweise sofort erkennen, wenn in den Ausscheidungen bestimmte Bestandteile enthalten sind. Ein Beispiel dafür ist das Erkennen von Blut in den Ausscheidungen.
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Gemäß einer zweckmäßigen Variante der Erfindung umfasst die Auswerte- und/oder Diagnoseeinheit ferner Kommunikationsmittel, um Informationen oder Alarme an eine zentrale Überwachungsstelle zu übermitteln, insbesondere bei einem auffälligen Nutzungsverhalten oder einer ausbleibenden Nutzung. Wenn beispielsweise die Nutzung des Toilettenstuhls für eine vorbestimmte Zeit ausbleibt oder der Toilettenstuhl dauerhaft benutzt wird, kann eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Nutzer des Toilettenstuhls erfolgen. Wenn diese erfolgslos ist, kann eine persönliche Überprüfung vor Ort veranlasst werden. Auch könnten erfasste Informationen bezüglich der Auswertung der Ausscheidungen zeitnah an eine zentrale Überwachungsstelle übermittelt werden und ggf. eine ärztliche Untersuchung vorgenommen werden.
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Nach einer zweckmäßigen Variante der Erfindung kann die Auswerte- und/oder Diagnoseeinheit mittels eines mobilen Endgeräts, insbesondere einer App auf dem mobilen Endgerät, gesteuert werden. Die App kann eine übersichtliche grafische Bedienoberfläche bereitstellen und beispielsweise zusätzlich die Auswerte- und/oder Diagnosedaten grafisch auf einfache Art und Weise darstellen.
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In einer weiteren vorteilhaften Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl einen Alarmknopf, um einen manuellen Alarm an wenigstens eine Kontaktperson und/oder eine zentrale Alarmbereitschaft abzusetzen. Dadurch kann ein Nutzer des Toilettenstuhls in einem Notfall einfach und schnell Hilfe rufen.
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Gemäß einer weiteren Variante kann der Toilettenstuhl eine Spracheingabe- und/oder Sprachausgabeeinheit umfassen, insbesondere um dem Nutzer Anweisungen zu geben oder Eingaben wie sprachgesteuerte Alarme von dem Nutzer zu empfangen. Mittels der Spracheingabe- und/oder Sprachausgabeeinheit wird die Nutzung des erfindungsgemäßen Toilettenstuhls vereinfacht.
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Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Benutzung eines Toilettenstuhls, insbesondere eines erfindungsgemäßen Toilettenstuhls. Das Verfahren umfasst die Schritte:
- Einsetzen eines ersten Beutels in eine Öffnung in einer Sitzfläche des Toilettenstuhls, wobei die Beutelöffnung mit einem Haltering versehen ist und der Beutel von der Sitzflächenseite in die Öffnung der Sitzfläche eingesetzt wird und durch den Haltering in der Öffnung fixiert wird;
- Einsetzen eines weiteren Beutels in die Öffnung in der Sitzfläche des Toilettenstuhls und in den bereits darin befindlichen Beutel, so dass der weitere Beutel die Öffnung des ersten Beutels verschließt, wobei die Beutelöffnung des weiteren Beutels mit einem Haltering versehen ist und der weitere Beutel von der Sitzflächenseite in die Öffnung der Sitzfläche eingesetzte und den ersten Beutel wird und durch den Haltering in der Öffnung fixiert wird.
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Der Nutzer setzt sich bei der Benutzung auf den Toilettenstuhl wie auf eine übliche Toilette, was die Nutzung besonders einfach macht. Die Ausscheidungen werden in dem Beutel in der Öffnung eingesetzten Beutel aufgenommen, welcher mittels des Halterings in der Öffnung der Sitzfläche fixiert wurde. Nach Beendigung des Toilettengangs setzt der Nutzer einen neuen Beutel mit Haltering in die Öffnung der Sitzfläche ein, so dass der neue Beutel in den vorhandenen Beutel eingesetzt wird. Der Haltering des neuen Beutels liegt auf dem Haltering des vorhandenen Beutels auf und wird dadurch in der Öffnung der Sitzfläche fixiert. Die Ausscheidungen in dem vorhandenen Beutel werden von dem neu eingesetzten Beutel abgedeckt und dadurch, dass die Halteringe der beiden Beutel aufeinander gestapelt werden, wird der Beutel mit den Ausscheidungen verschlossen. Die Ausscheidungen in dem älteren Beutel werden somit von der Umgebung isoliert, wodurch eine Geruchsbelästigung in der Umgebung des Toilettenstuhls wirkungsvoll verhindert wird.
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Nach dem Einsetzen des neuen Beutels ist der Toilettenstuhl bereit für die nächste Benutzung. Da der neue Beutel erst nach der Benutzung des Toilettenstuhls in den benutzten Beutel eingesetzt wird, ist die Sauberkeit des Toilettenstuhls für die nächste Nutzung gewährleistet.
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Nach einer bestimmten Zeit können die benutzten Beutel entsorgt werden, beispielsweise durch Pflegepersonal, Verwandte oder auch den Nutzer selbst, sofern dieser körperlich dazu in der Lage ist. Dazu werden die Beutel mit den Halteringen aus der Öffnung in der Sitzfläche entnommen und vorschriftsmäßig entsorgt. Ein neuer Haltering mit Beutel wird in die Öffnung der Sitzfläche eingefügt und der Toilettenstuhl ist wieder einsatzbereit. Die Beutel sind zweckmäßigerweise als Einwegartikel ausgebildet und werden entsprechend nach der Nutzung entsorgt. Eine aufwendige Reinigung von Toilettenschüsseln oder ähnlichen Behältern ist nicht erforderlich.
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Der erfindungsgemäße Toilettenstuhl ist besonders einfach in der Konstruktion und durch die Aufnahme der Ausscheidungen in Beuteln, insbesondere Einwegbeuteln, ist die Nutzung des Toilettenstuhls besonders einfach und kostengünstig.
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Der Toilettenstuhl kann beispielsweise in der Nähe des Betts eines Nutzers aufgestellt werden, so dass der Nutzer insbesondere nachts keine weiten Wege zur Toilette zurücklegen muss. Bettlägerige Menschen können den erfindungsgemäßen Toilettenstuhl auch als vollwertigen Ersatz einer normalen Toilette verwenden, sofern sie ggf. mit Unterstützung den neben dem Bett befindlichen Toilettenstuhl benutzen können. Dadurch wird die Nutzung von Bettpfannen oder ähnlichen Gerätschaften vermieden, welche von Bettlägerigen meist aus psychologischen Gründen als unangenehm empfunden werden.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in den beigefügten Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Toilettenstuhls,
- Fig. 2
- eine Detailansicht der Öffnung in der Sitzfläche des Toilettenstuhls aus Fig. 1,
- Fig. 3
- zeigt eine Detailansicht eines Beutels 7 mit Haltering 8 für einen Toilettenstuhl gemäß Fig. 1,
- Fig. 4
- eine Detailansicht eines Geruchsabzugs des Toilettenstuhls aus Fig. 1, und
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht des Toilettenstuhls aus Fig. 1 mit einem Sitzkissen auf der Sitzfläche.
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Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Toilettenstuhls 1, welcher eine wiederholte, saubere, wasserlose und geruchslose Nutzung ermöglicht. Der Toilettenstuhl 1 umfassend mehrere Standelemente 2, genauer vier Stuhlbeine. Ferner umfasst der Toilettenstuhl 1 eine Sitzfläche 3, zwei Armlehnen 4 und eine Rückenlehne 5.
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In der Sitzfläche 3 ist eine Öffnung 6 zur Blasen- und/oder Darmentleerung vorgesehen. Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst der Toilettenstuhl 1 mehrere Beutel 7 zur Aufnahme von Urin und/oder Kot, wobei in der Fig. 1 nur ein Beutel 7 dargestellt ist. Die Beutelöffnungen weisen jeweils einen Haltering 8 auf, wobei ein Beutel 6 von der Sitzflächenseite in die Öffnung 6 der Sitzfläche 3 eingesetzt wird und durch den Haltering 8 in der Öffnung 6 der Sitzfläche 3 fixiert wird.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Halteringe 8 stapelbar ausgebildet, so dass mehrere Halteringe 8 mit daran angeordneten Beuteln 7 nacheinander in die Öffnung 6 der Sitzfläche 3 eingesetzt werden können. Insbesondere weisen die Halteringe 8 dieselbe Form auf und sind flach oder zumindest teilweise konisch ausgebildet., Die flachen oder teilweise konischen Halteringe 8 sind aufeinander bzw. ineinander stapelbar.
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Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, umfasst der Toilettenstuhl 1 einen Toilettensitz 10, welcher über der Öffnung 6 der Sitzfläche 3 angeordnet ist. Der Toilettensitz 10 ist vorzugsweise eine handelsübliche Klobrille, welche üblicherweise auf den bekannten Toilettenschüsseln montiert ist. Zweckmäßigerweise ist der Toilettensitz 10 klappbar ausgebildet, kann also auf die Öffnung 6 der Sitzfläche runtergeklappt oder in Richtung der Rückenlehne 5 hochgeklappt werden. Gemäß der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform umfasst der Toilettensitz 10 keine Abdeckung. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, dass der erfindungsgemäße Toilettenstuhl 1 einen Toilettensitz 10 mit Klobrille und Abdeckung umfasst. In Fig. 1 ist der Toilettensitz 10 runtergeklappt, also über dem Rand der Öffnung 6 der Sitzfläche 3 angeordnet. In Fig. 2 ist der Toilettensitz 10 hochgeklappt und die Öffnung 6 in der Sitzfläche 3 mit dem darin angeordneten Beutel 7 mit Haltering 8 ist freigelegt.
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Fig. 3 zeigt eine Detailansicht eines Beutels 7 mit Haltering 8. Zweckmäßigerweise ist der Beutel 7 lösbar mit dem Haltering 8 verbunden. Insbesondere wird der Beutel 7 in den Haltering 8 eingesetzt und die Beutelöffnung, also der Rand der Beutelöffnung, wird radial nach außen um den Haltering 8 gewickelt, so dass vorzugsweise der gesamte Haltering 8 von der Beutelöffnung umschlungen wird. Alternativ ist der Beutel 7 fest mit dem Haltering 8 verbunden und beide werden nach der Nutzung zusammen entsorgt.
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Fig. 6a zeigt im Detail, wie die Halteringe 8 mit darin befestigten Beuteln 7 ineinander stapelbar sind. Der obere Bereich der Halteringe ist flach ausgebildet, so dass diese platzsparend übereinander gelagert werden können. Der in Gebrauchslage nach unten weisende Teil der Halteringe 8 ist konisch ausgebildet, so dass diese Bereiche der Halteringe 8 ineinander gestapelt werden können. Fig. 6b zeigt eine Detailansicht von zwei ineinander gestapelten Halteringen 8 und Fig. 6c eine Seitenansicht von zwei Halteringen 8 während des Ineinanderstapelns. Insbesondere ist Fig. 6c der konische untere Teil des Halterings 8 zu entnehmen. Fig. 6d zeigt im Detail, wie der Beutel 7 um den Haltering 8 gewickelt wird. Die Beutelöffnungen und die Halteringe 8 sind also aufeinander abgestimmt, so dass die Beutel 7 in die Halteringe 8 eingesetzt werden können und zwischen dem Haltering 8 und der Sitzfläche 3 oder einem vorher eingesetzten Haltering 8 fixiert werden. Auch kann nach einer erfindungsgemäßen Variante der Beutel 7 elastisch ausgebildet sein mit einer Beutelöffnung, die kleiner als der Haltering 8 ausgebildet ist. Durch die Elastizität lässt sich die Beutelöffnung weiten und der Haltering 8 in die Beutelöffnung einsetzen, wobei der Beutel durch die elastischen Kräfte in dem Haltering 8 fixiert wird.
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Wie beispielsweise der Figur 3 zu entnehmen ist, enthalten die Beutel 7 jeweils ein flüssigkeitsabsorbierendes Mittel 9, um die flüssigen Bestandteile der Ausscheidungen durch die Blasen- und/oder Darmentleerung zu absorbieren und zu binden.
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Nach einer zweckmäßigen Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl 1 einen Geruchsabzug 11. Der Geruchsabzug 11 ist beispielsweise im Detail in der Fig. 4 dargestellt. Der Geruchsabzug 11 umfasst beispielsweise einen Lüfter und eine Filtervorrichtung. Mittels der Lüftung wird Luft aus der Umgebung der Öffnung 6 der Sitzfläche 3 angesaugt und über die Filtervorrichtung, wie beispielsweise einem Aktivkohlefilter, von Gerüchen befreit.
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In einer vorteilhaften Variante der Erfindung umfasst der Toilettenstuhl 1 einen Schalter oder Bewegungsmelder 12 zur Aktivierung des Geruchsabzugs 11 bei der Benutzung des Toilettenstuhls 1. Gemäß der Ausführungsform aus Fig. 1 ist der Geruchsabzug 11 mit einem Bewegungsmelder 12 verbunden, welcher den Geruchsabzug 11 aktiviert, sobald sich der Nutzer auf den Toilettensitz 10 setzt. Der Geruchsabzug 11 kann mit Batterien bzw. einem Akku oder über einen Netzstecker mit Energie versorgt werden.
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Wie in Fig. 5 dargestellt, kann der erfindungsgemäße Toilettenstuhl 1 ferner ein separates Sitzkissen 13 umfassen, welches auf der Sitzfläche 3 angeordnet ist und die Öffnung 6 verdeckt. Zweckmäßigerweise ist das Sitzkissen 13 an der Unterseite starr ausgebildet, um die Öffnung 6 in der Sitzfläche 3 sicher abzudecken. Beispielsweise ist die Unterseite des Sitzkissens 13 mit einem Holzbrett oder ähnlichem versehen. Insbesondere kann das Sitzkissen 13 den Bewegungsmelder 12 zumindest teilweise verdecken (nicht in Fig. 5 dargestellt), so dass der Bewegungsmelder 12 nur aktiv wird, wenn kein Sitzkissen 13 auf der Sitzfläche 3 des Toilettenstuhls 1 liegt. Dadurch wird verhindert, dass der Geruchsabzug 11 aktiviert wird, wenn sich jemand auf das Sitzkissen 13 setzt, den Toilettenstuhl 1 also nicht zur Blasen- und/oder Darmentleerung nutzt.
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Wie der Figur 5 weiterhin entnommen werden kann, umfasst der erfindungsgemäße Toilettenstuhl 1 beispielsweise Abdeckungen 14 zwischen den Stuhlbeinen, um die in der Öffnung 6 der Sitzfläche 3 eingesetzten Beutel 7 zu verdecken. Mit Sitzkissen 13 und Abdeckungen 14 kann der erfindungsgemäße Toilettenstuhl 1 kaum von einem handelsüblichen Stuhl unterschieden werden. Der Toilettenstuhl lässt sich somit in einen Schlaf- oder Wohnraum integrieren, ohne dass dieser besonders auffällt.
Bezugszeichenliste
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- 1
- Toilettenstuhl
- 2
- Standelement
- 3
- Sitzfläche
- 4
- Armlehne
- 5
- Rückenlehne
- 6
- Öffnung (Sitzfläche)
- 7
- Beutel
- 8
- Haltering
- 9
- flüssigkeitsabsorbierendes Mittel
- 10
- Toilettensitz
- 11
- Geruchsabzug
- 12
- Bewegungsmelder
- 13
- Sitzkissen
- 14
- Abdeckung