EP4719806A1 - Verfahren und anordnung zur isolationsüberwachung - Google Patents
Verfahren und anordnung zur isolationsüberwachungInfo
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- EP4719806A1 EP4719806A1 EP24732402.3A EP24732402A EP4719806A1 EP 4719806 A1 EP4719806 A1 EP 4719806A1 EP 24732402 A EP24732402 A EP 24732402A EP 4719806 A1 EP4719806 A1 EP 4719806A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Isolationsüberwachung auf Grundlage mindestens einer ersten, mit einem ersten und zweiten Messanschluss anschließbaren, Isolationsüberwachungseinrichtung bei einer, insbesondere mittels Oberleitung, angeschlossenen Versorgung eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs mit elektrischer Energie mittels einer Versorgungsspannung, wobei die Isolationsüberwachungseinrichtung zur Überwachung über den ersten und zweiten Messanschluss mit dem Versorgungskreislauf anschließbar ausgestaltet und zum Betrieb bis zu einem vorgegebenen maximal zulässigen Nennspannungsspitzenwert ausgelegt ist, bei dem zwischen Versorgung und Isolationsüberwachungseinrichtung eine elektrische Schaltungsanordnung elektrisch leitend geschaltet ist, die derart dimensioniert ist, dass bei einem ersten Wert der Versorgungsspannung, die über einem zweiten Wert der Nennspannung liegt, die auf die Isolationsüberwachungseinrichtung entfallende Spannung auf den zweiten Wert beschränkt und bei der Dimensionierung der Schaltungsanordnung zusätzlich zumindest der Widerstandswert des sich bei Anschluss der Versorgung ergebenden Innenwiderstands der Isolationsüberwachungseinrichtung derart berücksichtigt wird, dass die Messzeit für die Messung eines im Fehlerfall auftretenden Isolationswiderstands eine festgelegte Maximalzeit nicht überschreiten kann. Ferner betrifft die Erfindung eine entsprechende Anordnung zur Durchführung des Verfahrens.
Description
Beschreibung
Verfahren und Anordnung zur Isolationsüberwachung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Isolationsüberwachung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Anordnung zur Isolationsüberwachung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
Die Nutzung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen, wie beispielsweise elektrisch betriebenen Schienenfahrzeugen, wie Straßenbahnen und Zügen, oder Straßenfahrzeugen, insbesondere Lastkraftwagen (Lkw) , die gemäß so genannter eHighway Technologie betrieben werden, ist bekannt.
Es ist auch bekannt, dass elektrisch betriebene Fahrzeuge zur Realisierung der Betriebssicherheit eine Art der elektrischen Isolationsüberwachung benötigen.
Ein Isolationswächter, auch bekannt als Isolationsüberwa- chungsgerät, im Folgenden auch Isolationsüberwachungseinrich- tung, hat die Aufgabe, den Isolationszustand in IT-Systemen, auch IT-Netzen, zu überwachen. IT-Systeme sind lokale Niederspannungsnetze, die keinen betriebsmäßig geerdeten Sternpunkt aufweisen. Der Isolationswächter benachrichtigt, sobald der minimale Isolationswiderstand unterschritten wird.
Ein IT-System, auch bekannt als „Isole Terre" (Französisch) , bezeichnet eine spezifische Implementierungsform eines Niederspannungsnetzes innerhalb einer Elektroinstallation zur elektrischen Energieversorgung. Das herausragendste Merkmal dieses Netztyps liegt in der Erdverbindung an der Stromquelle und den elektrischen Betriebsmitteln. Im IT-System besteht keine direkte elektrische Verbindung zwischen den aktiven Leitern und den geerdeten Komponenten, n der Regel ist es so gestaltet, dass ein erster ggf. auftretender Fehler im System nicht dazu führen darf, dass eine elektrische Gefährdung ein-
tritt . Ein unmittelbares Abschalten der Stromversorgung ist somit nicht zwingend erforderlich .
Bei Fahrzeugen mit Oberleitungsbetrieb kann es sogar erforderlich sein, mehrere I solationsüberwachungssysteme einzusetzen .
Problematisch ist , dass zur Verringerung eines aufgrund des hohen Leistungsbedarfes der Fahrzeuge auftretenden Stromes , perspektivisch die Systemspannungen bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen erhöht werden .
Für nicht schienengebundene Fahrzeuge sind am Markt Geräte zur I solationsüberwachung mit bis zu ca . 1000 V Betriebsspannung erhältlich und zerti fi ziert .
Für höhere Oberleitungs- und Fahrzeugspannungen, wie sie die perspektivische Erhöhung zur Folge haben wird, sind diese Geräte nicht spezi fi ziert und können somit nicht mehr eingesetzt werden .
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin eine technische Lösung anzugeben, die die Nachteile des Standes der Technik überwindet , insbesondere eine Anordnung und ein Verfahren anzugeben, welche eine I solationsüberwachung für Spannungen über 1000 V ermöglichen .
Diese Aufgabe wird von dem Verfahren zur I solationsüberwachung ausgehend von den Merkmalen gemäß dem Oberbegri f f des Anspruchs 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale sowie von der Anordnung zur I solationsüberwachung ausgehend von den Merkmalen gemäß dem Oberbegri f f des Anspruchs 10 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst .
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur I solationsüberwachung auf Grundlage mindestens einer ersten, mit einem ersten und zweiten Messanschluss anschließbaren, I solationsüberwachungs- einrichtung bei einer, insbesondere mittels Oberleitung, an-
geschlossenen Versorgung eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs mit elektrischer Energie mittels einer Versorgungsspannung, wobei die I solationsüberwachungseinrichtung zur Überwachung über den ersten und zweiten Messanschluss mit dem Versorgungskreislauf anschließbar ausgestaltet und zum Betrieb bis zu einem vorgegebenen maximal zulässigen Nennspannungsspitzenwert ausgelegt ist , ist die zwischen Versorgung und Isolationsüberwachungseinrichtung eine elektrische Schaltungsanordnung elektrisch leitend geschaltet , die derart dimensioniert ist , dass bei einem ersten Wert der Versorgungsspannung, die über einem zweiten Wert der Nennspannung liegt , die auf die I solationsüberwachungseinrichtung entfallende Spannung auf den zweiten Wert beschränkt wird und bei der Dimensionierung der Schaltungsanordnung zusätzlich zumindest der Widerstandswert des sich bei Anschluss der Versorgung ergebenden Innenwiderstands der I solationsüberwachungseinrich- tung derart berücksichtigt wird, dass die Mess zeit für die Messung eines im Fehlerfall auftretenden I solationswiderstands eine festgelegte Maximal zeit nicht überschreiten kann .
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht , trotz einer gegebenen Tendenz eine Versorgungsspannung für elektrisch angetriebene Fahrzeuge immer weiter zu steigern, insbesondere über eine derzeitige maximale Nennspannung von 1000 V, bereits für die gegenwärtige Dimensionierung, insbesondere 1000 V maximale Nennspannung, ausgelegte eingesetzte I solations- überwachungseinrichtung und für die aktuell für diese Dimensionierung produzierte I solationsüberwachungseinrichtungen dennoch zu nutzen, so dass die Kosten reduziert werden können, wobei die Beschränkung auch umfasst bzw . so definiert ist , dass dieser zweite Wert j e nach nationaler Norm für eine gemäß Norm festgelegte Zeit um einen ebenfalls festgelegten Betrag, insbesondere entsprechend des erlaubten Nennspannungsspitzenwerts , temporär überschritten werden darf . Zum einen, weil die bisher eingesetzten I solationsüberwachungs- einrichtungen durch Nachrüsten mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung weiterverwendet werden können, zum anderen, weil die Produktionsvolumen der derzeit verfügbaren Kom-
ponenten, wie der I solationsüberwachungseinrichtung, mindestens erhalten bleiben, so dass ein günstiger Einkauf möglich wäre . Ferner ist es erfindungsgemäß auch umfasst und möglich die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung bei der Fertigung neuer I solationsüberwachungseinrichtungen der aktuellen Dimensionierung in das gefertigte Produkt zu integrieren und somit gleich als eine erfindungsgemäße I solationsüberwa- chungseinrichtung zu fertigen . Mit der Weiterverwendung der Isolationsüberwachungseinrichtung für die aktuellen Ansprüche , Dimensionierung der Nennspannung, insbesondere maximal 1000V, ist auch der technische Vorteil gegeben, dass die Fertigung nahezu unverändert bleibt und die Dimensionierung der Schaltung der I solationsüberwachungseinrichtung, spätestens durch Erfahrungen aus dem Einsatz , einen Vorsprung zu neueren Schaltungen hinsichtlich der Optimierung aufweisen wird .
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung zur I solationsüberwachung auf Grundlage mindestens einer ersten, mit einem ersten und zweiten Messanschluss anschließbaren, I solationsüberwachungs- einrichtung bei einer, insbesondere mittels Oberleitung, angeschlossenen Versorgung eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs mit elektrischer Energie mittels einer Versorgungsspannung, wobei die I solationsüberwachungseinrichtung zur Überwachung über den ersten und zweiten Messanschluss mit dem Versorgungskreislauf anschließbar ausgestaltet und zum Betrieb bis zu einem vorgegebenen maximal zulässigen Nennspannungsspitzenwert ausgelegt ist , sind Mittel zur Durchführung des Verfahrens und/oder einer seiner Weiterbildungen gegeben .
Die erfindungsgemäße Anordnung zur I solationsüberwachung zeichnet sich dadurch aus , dass es Mittel zur Durchführung des Verfahrens zur I solationsüberwachung und/oder einer seiner Ausgestaltungen und Weiterbildungen umfasst .
Hierdurch trägt sie zur Implementierung und mutatis mutandis damit zur Realisierung der im Zusammenhang mit dem Verfahren genannten Vorteile bei .
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche angegeben .
Wird das erfindungsgemäße Verfahren derart weitergebildet , dass die Berücksichtigung derart erfolgt , dass die Schaltungsanordnung derart betrieben wird, dass der Widerstandswert von zumindest Teilen der Widerstände der Schaltungsanordnung j eweils in Abhängigkeit des Innenwiderstands der I so- lationsüberwachungseinrichtung bestimmt wird, wird die Schaltungsanordnung auf die elektrischen Eigenschaften, insbesondere ohmsche Last , der I solationsüberwachungseinrichtung optimiert eingestellt .
Der Vorteil der Einstellung auf elektrische Eigenschaften der Isolationsüberwachungseinrichtung wird ebenfalls erzielt , wenn alternativ oder ergänzend gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Berücksichtigung derart erfolgt , dass die Schaltungsanordnung derart betrieben wird, dass der Widerstandswert von zumindest Teilen der Widerstände der Schaltungsanordnung j eweils in Abhängigkeit von zu der Isolationsüberwachungseinrichtung externen und sich aus mit ihr verbundenen Schaltungsanteilen ergebenden Kapazität bestimmt wird, wobei diese Weiterbildung insbesondere eine sich durch die Beschaltung der I solationsüberwachungseinrichtung mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ergebende bzgl . der I solationsüberwachung und Schaltungsanordnung extern, insbesondere als zur gemeinsamen Schaltung von I solations- überwachungseinrichtung und Schaltungsanordnung parallel geschaltet , wirkende Kapazität derart berücksichtigt , dass diese durch interne Stromquellen der I solationsüberwachungsein- richtung verursachte zeitliche Verzögerung im Rahmen der I solationsüberwachung bereitgestellten Messung durch die erfindungsgemäße Wahl der/des Widerstandswerte/ s begrenzt werden kann .
Die erfindungsgemäße Begrenzung wird besonders vorteilhaft realisiert , wenn das erf indungsmäße Verfahren derart weitergebildet wird, dass die Berücksichtigung derart erfolgt , dass
im Fall , dass die I solationsüberwachungseinrichtung derart betrieben wird, dass die Überwachung auf Grundlage eines so genannten „Earth-Li f t"-Schalters erfolgt , die Schaltungsanordnung derart betrieben wird, dass der Widerstandswert von zumindest Teilen der Widerstände der Schaltungsanordnung j eweils in Abhängigkeit von einer im Fehlerfall maximal am Earth-Li f t-Schalter zulässigen Spannung bestimmt wird . Hierdurch ist zum einen eine übliche I solationsüberwachungsein- richtung erfindungsgemäß berücksichtigt , so dass die erfindungsgemäße Überlegung die Weiterverwendung üblicher I solati- onsüberwachungseinrichtungen zu ermöglichen fortgesetzt berücksichtigt wird und die Erfindung auch auf die Eigenschaften eines Earth-Li f t-Schalters Rücksicht nimmt , die unter anderem in der Beachtung der Durchbruchspannung des , in der Regel als Halbleiter ausgeführten, Schalters liegen, die es zu begrenzen gilt , was ebenfalls durch das zusätzliche Einfließenlassen in die Dimensionierung von zumindest Teilen der Widerstände der Schaltungsanordnung erzielt werden kann sowie damit auch die auf den Earth-Li ft Schalter entfallende Spannung, welche die Leistung am Widerstand und damit Erwärmung mit bestimmt , begrenzt werden kann, so dass auch die thermische Belastung der Widerstände begrenzt wird .
Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren derart weitergebildet , dass die Schaltungsanordnung derart betrieben wird, dass die Versorgungsspannung einem Widerstandsnetzwerk zugeführt wird, welches derart funktional verbunden und betrieben wird, dass zumindest ein Teil der Schaltungsanordnung als Spannungsteiler funktioniert , wobei der Spannungsteiler derart dimensioniert und mit der I solationsüberwachungsein- richtung funktional verbunden und betrieben wird, dass der Wert der entfallenden Spannung nicht über den Wert der Nennspannung steigt . Hierdurch ist eine sehr einfache aber gleichzeitig hervorragend geeignete Maßnahme zur Begrenzung auf die Nennspannung gegeben .
Wenn man das erfindungsgemäße Verfahren derart weiterbildet , dass der Spannungsteiler zumindest mittels einem ersten Wi-
derstand, einem zweiten Widerstand und einem dritten Widerstand, derart betrieben wird, dass der erste Messanschluss der I solationsüberwachungseinrichtung über den ersten Widerstand an den Versorgungskreislauf angeschlossen wird, dass der zweite Messanschluss der I solationsüberwachungseinrich- tung über den zweiten Widerstand an den Versorgungskreislauf angeschlossen wird und der erste Messanschluss und der zweite Messanschluss über den dritten Widerstand verbunden sind, ist eine besonders bevorzugte Weiterbildung gegeben .
Diese Weiterbildung ermöglicht , dass die den Nennwert begrenzende Versorgungsspannung an dem dritten Widerstand anliegt und nicht überschritten, insbesondere aufgrund des etwaige Normierungen wahrenden kurz zeitig zulässigen Erreichens eines maximalen Nennspannungs zwischenwerts ansonsten auf lediglich dieses kurz zeitige Überschreiten beschränkt , wird, weil dies die ersten beiden gemeinsam mit dem dritten Widerstand durch die erfindungsgemäß dimensionierten Widerstandswerte begrenzt , wobei der erste und der zweite Widerstand zudem für ein definiertes Spannungspotenzial an den beiden an die Versorgungsspannung angeschlossenen Messanschlüssen sorgen .
Erfolgt die Bestimmung derart , dass der Widerstandswert des ersten Widerstands und der Widerstandswert des zweiten Widerstands durch den gleichen Betrag x bestimmt ist , der derart in Abhängigkeit des Betrags y des Innenwiderstands und eines mit einer durch die Schaltungsanordnung verursachten Verlängerung der Zeitdauer bis zum Auslösen der I solationsüberwa- chungseinrichtung bei einem Fehlerzustand korrelierenden, insbesondere einem festgelegten Prozentwert entsprechenden, Betrags z bestimmt wird, dass gilt z = x/y, ist eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens gegeben, mit der eine optimale auf die Beschaltung der I solationsüberwachungs- einrichtung einstellbare Spannungsteilerschaltung gegeben ist , bei der unter anderem sowohl die Begrenzung auf die Nennspannung, Einstellung auf maximale Wärmeentwicklung bzw . Begrenzung der Spannungsbelastung im Fehlerfall , als auch gleiche Potenziale an den Messanschlüssen gewährleistet sind,
da der Wert der ersten beiden Widerstände gleich groß bestimmt wird sowie die Begrenzung auf einer sich durch die externe Kapazität ergebenden Verzögerung auf einen Wunschwert berücksichtigt ist und durch eine auf die j eweilige Implementierung angepasste konkrete Bestimmung der Werte eingestellt werden kann .
Für gängige I solationsüberwachungseinrichtungen mit 1000 V Nennspannung, also erfindungsgemäß bis 1000 V maximal erlaubter Spannung, ist die Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet , bei der die Schaltungsanordnung derart dimensioniert und betrieben wird, dass bei einer gegebenen Parametrisierung derart , dass zumindest der Wert x des Innenwiderstands 1 , 2 MQ beträgt , eine Nennspannung der I solationsüberwachung mit 1000 V und eine Versorgungsspannung mit einem Wert bis maximal 1950 V und/oder einem Festlegen des Parameters maximale Mess zeitdauer, mit einem Wert , welcher 10% über einer ohne die Schaltungsanordnung zum Auslösen der Isolationsüberwachungseinrichtung im Fehlerfall gegebenen Zeit liegt , vorgegeben ist , der für den ersten Widerstand und der für den zweiten Widerstand bestimmte Widerstandswert aus einem, insbesondere von Toleranzen bestimmten, Wertbereich um die 120 kQ bestimmt wird sowie für den dritten Widerstand ein Widerstandswert aus einem, insbesondere von Toleranzen bestimmten, Wertebereich um die 190 kQ bestimmt wird . Hierdurch wird die Implementierung einer erfindungsgemäßen I solationsüberwachungsanordnung auf Basis der gängigen I solations- überwachungseinrichtung möglich, die mit einer akzeptablen Zeitverzögerung arbeitet .
Das erfindungsgemäße Verfahren kann derart weitergebildet werden, dass bei Abweichungen einzelner oder aller vorgegebenen Werte der Parametrisierung, j eweils der Widerstandsbereich des ersten Widerstands , des zweiten Widerstands und/oder des dritten Widerstands um einen vom bestimmten Wert in Abhängigkeit der Abweichung entsprechend abweichenden Widerstandswert , bestimmt wird, so dass zumindest eine optimale Beschaltung der I solationsüberwachungseinrichtung stets mög-
lieh ist , indem einzelne oder alle der in der zuvor beschriebenen Weiterbildung genannten bestimmten Werte einer Veränderung entsprechend nachgezogen werden, wobei die Abhängigkeiten der erfindungsgemäßen Schaltung dazu führen, dass beispielsweise bei Änderung eines der Widerstandwerte dies eine dem Abhängigkeitsverhältnis entsprechende Anpassung weiterer Werte zur Folge hat . Beispielsweise ist eine im Wesentlichen von der Mess zeitüberschreitung unabhängige , aber dafür eine auf die Minimierung der Verlustleistung ausgerichtete Kombination, die ebenfalls den erfindungsgemäßen Ansatz erfüllt , durch einen Wert von 180kQ für den ersten und zweiten Widerstand und 150kQ für den dritten Widerstand gegeben .
Durch die Weiterbildung der erfindungsgemäßen I solationsüberwachungsanordnung, bei der die Schaltungsanordnung derart ausgestaltet ist , dass die Versorgungsspannung einem Widerstandsnetzwerk zugeführt wird, welches derart ausgestaltet ist , dass zumindest ein Teil der Schaltungsanordnung als Spannungsteiler ausgebildet ist , wobei der Spannungsteiler derart dimensioniert und mit der I solationsüberwachungsein- richtung funktional verbunden ist , dass der Wert der entfallenden Spannung nicht über den Wert der Nennspannung steigt , ist eine der möglichen Implementierungen, die die entsprechende der oben genannten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens realisiert , gegeben . Diese ermöglicht die Verwirklichung der Vorteile dieser Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens .
Dies gilt gleichermaßen für die Weiterbildung der erfindungsgemäßen I solationsüberwachungsanordnung derart , dass der Spannungsteiler zumindest mittels einem ersten Widerstand, einem zweiten Widerstand und einem dritten Widerstand derart ausgestaltet ist , dass der erste Messanschluss der I solati- onsüberwachungseinrichtung über den ersten Widerstand an den Versorgungskreislauf angeschlossen ist , dass der zweite Messanschluss der I solationsüberwachungseinrichtung über den zweiten Widerstand an den Versorgungskreislauf angeschlossen
ist und der erste Messanschluss und der zweite Messanschluss über den dritten Widerstand verbunden sind .
Mit der Weiterbildung der erfindungsgemäßen I solationsüberwachungsanordnung derart , dass der Widerstandswert des ersten Widerstands und der Widerstandswert des zweiten Widerstands den gleichen Betrag x aufweist , der derart in Abhängigkeit des Betrags y des Innenwiderstands und des mit einer durch die Schaltungsanordnung verursachten Verlängerung der Zeitdauer bis zum Auslösen der I solationsüberwachungseinrichtung bei einem Fehlerzustand korrelierenden, insbesondere einem festgelegten Prozentwert entsprechenden, Betrags z bestimmt ist , dass gilt z = x/y, ist eine optimale Beschaltung gegeben wie sie bei der oben stehenden Würdigung der Vorteile der entsprechenden Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens angegeben ist .
Weiters werden die gleichen Vorteile verwirklicht , wie sie bei der oben genannten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens angegeben sind, wenn die erfindungsgemäße I solationsüberwachungsanordnung derart weitergebildet ist , dass die Schaltungsanordnung derart ausgestaltet ist , dass bei einer gegebenen Parametrisierung derart , dass zumindest der Wert x des Innenwiderstands 1 , 2 MQ beträgt , eine Nennspannung der I solationsüberwachung mit 1000 V und eine Versorgungsspannung mit einem Wert bis maximal 1950 V und/oder einem Festlegen des Parameters maximale Mess zeitdauer, mit einem Wert , welcher 10% über einer ohne die Schaltungsanordnung zum Auslösen der I solationsüberwachungseinrichtung im Fehlerfall gegebenen Zeit liegt , vorgegeben ist , der für den ersten Widerstand und der für den zweiten Widerstand bestimmte Widerstandswert aus einem, insbesondere von Toleranzen bestimmten, Wertbereich um die 120 kQ gegeben ist sowie für den dritten Widerstand ein Widerstandswert aus einem, insbesondere von Toleranzen bestimmten, Wertebereich um die 190 kQ gegeben ist .
Im Folgenden werden Aus führungsbeispiele der Erfindung anhand von Figuren 1 bis 3 näher erläutert . In den Figuren 1 bis 3 sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugs zeichen versehen, sofern nichts anderes angegeben ist . Es zeigen :
Fig . 1 schematisch einen gemäß Stand der Technik bekannten beispielhaften Aufbau einer I solationsüberwachungs- einrichtung mit Earth-Li f t-Schalter,
Fig . 2 schematisch ein Aus führungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens und schematisch ein Aus führungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung .
Bei dem im Folgenden ausgehend von der in Figur 1 gezeigten Isolationsüberwachungseinrichtung gemäß dem Stand der Technik in der Figur 2 erläuterten Aus führungsbeispiel handelt es sich um bevorzugte Aus führungs formen und Weiterbildungen der Erfindung .
Insbesondere zeigen die nachfolgend dargestellten und/oder angesprochenen Aus führungsbeispiele lediglich beispielhafte Realisierungsmöglichkeiten, wie insbesondere solche Realisierungen der erfindungsgemäßen Lehre aussehen könnten, da es unmöglich und auch für das Verständnis der Erfindung nicht ziel führend oder notwendig ist , all diese Realisierungsmöglichkeiten zu benennen .
Auch sind insbesondere einem ( einschlägigen) Fachmann in Kenntnis der unabhängigen Ansprüche alle im Stand der Technik üblichen Möglichkeiten zur Realisierung der Erfindung selbstverständlich bekannt , sodass es insbesondere einer eigenständigen Of fenbarung in der Beschreibung nicht bedarf .
Bei den Aus führungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten der Aus führungs formen j eweils einzelne , unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung j eweils auch unabhängig voneinander weiter-
bilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind .
Des Weiteren sind die beschriebenen Aus führungs formen auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar .
Gleiche Bezugs zeichen haben in den verschiedenen Figuren die gleiche Bedeutung .
Figur 1 zeigt eine I solationsüberwachungseinrichtung ( auch Isometer genannt ) ISO-W nach dem Stand der Technik .
Dabei ist zu erkennen, dass die I solationsüberwachungsein- richtung ISO-W einen ersten Messanschluss Al sowie einen zweiten Messanschluss A2 aufweist .
Ein oder mehrere dieser I solationsüberwachungseinrichtungen ISO-W können über diese beiden Messanschlüsse A1...A2 in der Versorgung eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs angebracht sein .
Das Anbringen kann batterie-/antriebsseitig und, insbesondere bei einem Einsatz eines Oberleitungs-LKW, einem so genannten eHighway Fahrzeug, auch auf Seiten der Infrastruktur, über die Oberleitungsspannung, erfolgen .
Zu erkennen ist ferner, dass die I solationsüberwachungsein- richtung ISO-W als eine den prinzipiellen Aufbau wiedergebende Darstellung in der Regel ein Widerstandsnetzwerk RO aufweist , welches j eweils einen der beiden Messanschlüsse A1...A2 mit einer internen Stromquelle QI der I solationsüberwachungs- einrichtung verbindet , die über einen so genannten Earth-Li ft Schalter ELS an den elektrischen Masseanschluss MASSE geschlossen werden können .
Der Earth-Li ft Schalter ELS bezieht seinen Namen daher, dass er eine galvanische Trennung der Schaltung der I solations- überwachungseinrichtung ISO-W erlaubt . Dies ist in der Regel beim Anschluss mehrerer I solationsüberwachungseinrichtungen ISO-W von Vorteil , da mit dem galvanischen Trennen eine Verfälschung der I solationsmessung durch die weiteren I solati- onsüberwachungseinrichtungen ISO-W vermieden wird . Der Earth Li ft Schalter ist also von Vorteil , um mehrere I solations- überwachungseinrichtungen ISO-W ( auch „I solation Monitoring Device" , IMD) im gleichen Netz abwechselnd betreiben zu können, ohne dass diese sich gegenseitig beeinflussen . Wenn dieser geöf fnet ist , kann im Fehlerfall die Oberleitungsspannung über den Anschlüssen anliegen, abhängig vom Aufbau des j eweiligen IMDs , wenn sie erfindungsgemäß ausgestaltet sind, also A1...A2 . Er kann als elektrischer oder mechanischer Schalter ausgestaltet sein . Für das Aus führungsbeispiel der Erfindung ist es ein elektrischer Halbleiterschalter in MOS-FET Technologie ausgestaltet .
Isolationsüberwachungseinrichtungen ISO-W, wie sie dargestellt sind, dürfen im Betrieb eine vorgegebene Spannung nicht überschreiten . Daher sind sie für den Betrieb bei einer einzuhaltenden Nennspannung ausgelegt und zerti fi ziert .
Gegenwärtig sind diese I solationsüberwachungseinrichtungen mit einer Nennspannung von maximal 1000 V erhältlich, wobei das Widerstandsnetzwerk R0 einen als Innenwiderstand der I so- lationsüberwachungseinrichtung ISO-W betrachtbaren Widerstandswert von ca . 1 , 2 MQ aufweist , der sich als Gesamtwiderstand aus der Parallelschaltung des Innenwiderstandes der Versorgungsspannung und des Innenwiderstands der unbeschalte- ten I solationsüberwachungseinrichtung ISO-W, die beide bei ca . 2 , 4 MQ liegen, ergibt . Es ist j edoch absehbar, dass Geräte mit deutlich höheren Nennspannungen eingesetzt werden müssen, deren Spitzenwerte , die im Betrieb erreicht werden können, ebenfalls deutlich höher, insbesondere bei bis zu 1950 V, liegen können .
Ein dieser gemäß dem Stand der Technik gegebenen Situation begegnendes Aus führungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens , sowie ein Aus führungsbeispiel der erfindungsgemäßen Isolationsanordnung, welches Aus fluss des Aus führungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zur I solationsüberwachung ist , werden durch die in FIGUR 2 angegebene schematische Darstellung und die im Folgenden angegebenen Erläuterungen verdeutlicht .
Zu erkennen ist , dass die I solationsüberwachungseinrichtung ISO-W gemäß dem Stand der Technik als Basis des Aus führungsbeispiels der erfindungsgemäßen I solationsanordnung zum Einsatz kommt , die gemäß Aus führungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Schaltungsanordnung beschältet wird, die gemäß Aus führungsbeispiel der erfindungsgemäßen I solati- onsüberwachungseinrichtung durch einen mittels erstem Widerstand RI , einem zweiten Widerstand R2 und einem dritten Widerstand R3 gebildeten Spannungsteiler realisiert ist , die gemäß dem Aus führungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens derart miteinander funktional verbunden und betrieben werden, dass der dritte Widerstand R3 zwischen erstem Messanschluss Al der I solationsüberwachungseinrichtung ISO-W und zweitem Messanschluss A2 der I solationsüberwachungseinrich- tung ISO-W geschaltet ist , dass die Spannung, die an dem dritten Widerstand R3 liegt , auch an der I solationsüberwa- chungseinrichtung ISO-W anliegt , so dass diese also mit dem dritten Widerstand eine Parallelschaltung bildet .
Es ist ferner zu erkennen, dass gemäß Aus führungsbeispiel der erfindungsgemäßen I solationsüberwachungsanordnung der erste Widerstand RI , der zweite Widerstand R2 und der dritte Widerstand R3 derart in Reihe geschaltet sind, dass der zweitpolig ausgeführte erste Widerstand RI eingangsseitig mit dem ersten Messanschluss Al und eingangsseitig mit dem zweipolig ausgeführten dritten Widerstand verbunden ist und der ebenfalls zweipolig ausgeführte zweite Widerstand R2 eingangsseitig mit dem Ausgang des dritten Widerstands R3 verbunden ist .
Die Widerstände R1...R3 des Spannungsteilers werden also gemäß dem Aus führungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens derart funktional verbunden und betrieben, dass der Ausgang des ersten Widerstandes RI einen gemäß der Erfindung modi fi zierten ersten Anschluss Al* bildet und der Ausgang des zweiten Widerstandes R2 einen gemäß der Erfindung modi fi zierten zweiten Anschluss A2* ausbildet .
Die mit der als Spannungsteiler ausgestalteten Schaltungsanordnung beschaltete I solationseinrichtung ISO-W ergibt somit ein Aus führungsbeispiel der erfindungsgemäßen I solationsüberwachungsanordnung und zeigt , wie durch das Aus führungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens eine gängige I solati- onsüberwachungseinrichtung zu einer erfindungsgemäßen I sola- tionsüberwachungseinrichtung gewandelt wird, wobei die Erfindung auch schon bei der Produktion kommender I solationsüber- wachungseinrichtungen eingesetzt werden kann . D . h . die Beschaltung kann mit der Schaltung einer I solationsüberwa- chungseinrichtung gemäß einem alternativen Aus führungsbeispiel der erfindungsgemäßen I solationsüberwachungsanordnung integriert werden und als Einheit auf den Markt gebracht und genutzt werden .
Alle Realisierungen der Erfindung haben den Vorteil , dass es möglich wird, gängige I solationsüberwachungseinrichtungen ISO-W bzw . deren Schaltung auch an höhere Spannungsversorgungen als j ene , die für die I solationseinrichtung ISO-W zugelassen ist , anzuschließen bzw . hierfür zu modi fi zieren . Es ist durch die Erfindung somit möglich, schnell auf Änderungen der Anforderungen zu reagieren, indem ein Anwender und/oder der Hersteller die erfindungsgemäße Vorgehensweise und Anordnung anwendet .
Ferner kann durch die Erfindung diese Reaktion kostensparend möglich gemacht werden, denn insbesondere , wenn solche Anforderungen selten vorkommen bzw . sich gerade erst verbreiten, werden für diese neuen Anforderungen zugelassene I solations- überwachungseinrichtungen teuer sein .
Zu erkennen ist weiterhin, dass sich eine in einem Fehlerfall , was durch die gestrichelten Linien dargestellt ist , wirkende externe Kapazität Cext ergibt , welche im Fehlerfall eine Wirkung derart hat , als wäre sie zwischen dem ersten modi fi zierten Anschluss Al* und der Masse MASSE sowie dem im Fehlerfall wirkenden, demgemäß ebenfalls gestrichelt dargestellten, I solationswiderstand RiSO parallelgeschaltet .
Beträgt die zulässige Nennspannung der I solationsüberwachung ISO-W 1000 V und wirkt sein, sich nach Anschluss an die Versorgungsspannung ergebender, Innenwiderstand mit einer ohmschen Last von 1 , 2 MQ, wird bei einer erfindungsgemäßen Dimensionierung der Schaltungsanordnung mit Rl=R2=120kQ und R3= 190KQ ein Aus führungsbeispiel der Erfindung angegeben, das eine optimale Lösung des erfindungsgemäßen Problems bietet .
Es hat , wie im Folgenden näher erläutert wird, auch teilweise der Erfindung allgemein zuordenbare Vorteile und vorteilhafte Wirkungen .
Mit dieser konkreten erfindungsgemäßen Dimensionierung des Aus führungsbeispiels der Erfindung ist es beispielsweise möglich in absehbaren Proj ekten Nennspannungen von 1200- 1500 V zu verwenden, die Spitzenspannungen erreichen, welche bis zu 1950 V gehen können .
Ferner bietet die Erfindung damit ein Vorschaltnetzwerk, welches eine kostengünstige und terminlich vertretbare Lösung auf sich ändernde Ansprüche darstellt , denn mit dieser Erfindung wird ein Vorschaltnetzwerk gelehrt , welches es ermöglicht , verwendete Seriengeräte ISO-W spezi fikationsgemäß einzusetzen, was die maximal zugelassene Betriebsspannung betri f ft und dabei die eigentliche Funktion dieser Geräte nicht einzuschränken in der Weise , dass sie ihre eigentliche Funktion nicht erfüllen können bzw . die gegebene Optimierung der Funktion bei zubehalten .
Die Erfindung ermöglicht es ferner, die Spannungsbelastung des Earth-Li f t-Schalters ELS im geöf fneten Zustand zu begrenzen, bei den gegebenen Parametern der I solationsüberwachungs- einrichtung ISO-W also auf <=1000 V zu beschränken .
Da diese Einrichtung ISO-W technisch als ein Halbleiterschalter ausgeführt ist , hat sie eine bestimmte Durchbruchspannung, die erfindungsgemäß damit stets unterschritten wird .
Ein durch die extern anliegende Betriebsspannung von max . 1950 V erzeugter Strom durch das interne Widerstandsnetzwerk R0 kann, insbesondere durch die oben angeführte konkrete Dimensionierung, so beschränkt werden, dass eine thermische Überbeanspruchung ausgeschlossen ist . Das ist durch die Erfindung unterhalb der spezi fikationsgemäßen 1000 V möglich .
Ferner wird der I solationswiderstand Riso , der im Fehlerfall als Fehler zu erkennen ist , auch trotz der Beschaltung gemäß erfindungsgemäßem Verfahren durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung weiterhin in einer determinierten Zeit erkennbar .
Dabei wird zusätzlich auch die eventuell vorhandene Kapazität Cext berücksichtigt , die durch die interne Stromquelle QI der Isolationsüberwachungseinrichtung ISO-W in ihren Mess zyklen ge-/entladen werden muss , um eine ohmsche Messung überhaupt möglich zu machen .
Der im externen Netzwerk hinzugekommene erste Serienwiderstand RI bzw . der zweite Serienwiderstand R2 erhöht grundsätzlich diese Mess zeit . Erfindungsgemäß kann nun eine noch für die Schutz funktion akzeptierbare Zeitspanne festgelegt werden . Im gezeigten Beispiel werden max . 10% Mess zeiterhöhung akzeptiert . Damit sieht die Erfindung vor, dass für den ersten Widerstand RI und den zweiten Widerstand R2 j eweils durch einen Wert , der 10% des internen Widerstandnetzwerkes R0 beträgt , bestimmt wird, der also bei der konkreten Dimensionierung 120kOhm beträgt .
Mit den so dimensionierten Widerständen R1...R3 wird ein Spannungsteiler realisiert , der die Spannung zwischen den beiden originalen Hochvolt-Messanschlüssen A1...A2 auf die vorgegebenen 1000 V begrenzt und diese Begrenzung zusätzlich auch im Fehlerfall , also bei einem I solationswiderstand von Riso = 0Q, die Spannungsbelastung des geöf fneten Earth-Li ft- schalters ebenfalls auf diesen Wert ( 1000 V) gegeben ist .
Es ist hinzuzufügen, dass die durch die Erfindung definierte Anordnung und das erfindungsgemäße Verfahren sowohl in IT- Systemen, also einem gänzlich von Erde isolierten Speisespannungsprinzip der Oberleitung, als auch bei symmetrisch geerdeten Systemen, wie sie beispielsweise bei eHighway Systemen zum Einsatz kommen kann, und auch bei einseitig geerdetem System nutzbar ist .
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass sie nicht nur für höhere als die zulässige Spannung nutzbar ist , sondern auch die Nut zung/ Integration zugelassener I solations- überwachungseinrichtungen ISO-W niedrigerer Spannung möglich ist . Damit ist somit auch Abwärtskompatibilität gegeben .
Bei Verwendung vom erläuterten Prinzip bzgl . I solationsüber- wachungseinrichtungen ISO-W abweichender Standard-Produkte , die beispielsweise nach dem Prinzip der zyklischen Messstromeinspeisung arbeiten, ist die Erfindung derart flexibel , dass eine passende abweichende Konfiguration gefunden werden kann, die diese für Spannungen über der zulässigen Nennspannung nutzbar macht .
Die entstehende Verlustleistung infolge der zwischen den beiden Hochvoltmessanschlüssen A1...A2 anliegende Oberleitungsspannung, die im einstelligen Watt-Bereich liegt , kann ohne Weiteres konstruktiv berücksichtigt werden .
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Aus führungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erf indungsge-
mäßen Anordnungen, die sie ermöglichen, beschränkt . Insbesondere können einzelne Merkmale oder Kombinationen der Aus führungsbeispiele oder Kombinationen davon mit einzelnen Merkmalen der anderen Aus führungsbeispiele oder Kombinationen davon mutatis mutandis alternativ oder ergänzend verbunden werden .
Die Erfindung umfasst also alle möglichen Merkmalskombinationen, die unter den Schutzbereich der Ansprüche fallen .
Soweit oben Ausdrücke verwendet wurden, die ein grammatikali- sches Geschlecht und/oder andere zur Unterscheidung von Menschen geeignete Merkmale zeigen, impli zieren oder als solche wahrgenommen werden können, gilt , dass diese Ausdrücke nicht trennend, sondern inklusiv verwendet wurden, d . h . dass alle Menschen - unabhängig von gegebenen, selbst angenommenen oder vermuteten individuellen Merkmalen - als gleichwertig betrachtet werden .
Claims
1 . Verfahren zur I solationsüberwachung auf Grundlage mindestens einer ersten, mit einem ersten und zweiten Messanschluss anschließbaren, I solationsüberwachungseinrichtung bei einer, insbesondere mittels Oberleitung, angeschlossenen Versorgung eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs mit elektrischer Energie mittels einer Versorgungsspannung, wobei die I solationsüberwachungseinrichtung zur Überwachung über den ersten und zweiten Messanschluss mit dem Versorgungskreislauf anschließbar ausgestaltet und zum Betrieb bis zu einem vorgegebenen maximal zulässigen Nennspannungsspitzenwert ausgelegt ist , dadurch gekennzeichnet , dass zwischen Versorgung und I so- lationsüberwachungseinrichtung eine elektrische Schaltungsanordnung elektrisch leitend geschaltet ist , die derart dimensioniert ist , dass bei einem ersten Wert der Versorgungsspannung, der über einem zweiten Wert der Nennspannung liegt , die auf die I solationsüberwachungseinrich- tung entfallende Spannung auf den zweiten Wert beschränkt wird und bei der Dimensionierung der Schaltungsanordnung zusätzlich zumindest der Widerstandswert des sich bei Anschluss der Versorgung ergebenden Innenwiderstands der I solationsüberwachungseinrichtung derart berücksichtigt wird, dass die Mess zeit für die Messung eines im Fehlerfall auftretenden I solationswiderstands eine festgelegte Maximal zeit nicht überschreiten kann .
2 . Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass die Berücksichtigung derart erfolgt , dass die Schaltungsanordnung derart betrieben wird, dass der Widerstandswert von zumindest Teilen der Widerstände der Schaltungsanordnung j eweils in Abhängigkeit des Innenwiderstands der I solationsüberwachungsein- richtung bestimmt wird .
3 . Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet , dass die Berücksichtigung derart
erfolgt , dass die Schaltungsanordnung derart betrieben wird, dass der Widerstandswert von zumindest Teilen der Widerstände der Schaltungsanordnung j eweils in Abhängigkeit von sich aus zu der I solationsüberwachungseinrichtung externen und mit ihr verbundenen Schaltungsanteilen ergebenden Kapazität bestimmt wird .
4 . Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet , dass die Berücksichtigung derart erfolgt , dass im Fall , dass die I solationsüberwachungsein- richtung derart betrieben wird, dass die Überwachung auf Grundlage eines so genannten „Earth-Li f t"-Schalters erfolgt , die Schaltungsanordnung derart betrieben wird, dass der Widerstandswert von zumindest Teilen der Widerstände der Schaltungsanordnung j eweils in Abhängigkeit von einer im Fehlerfall maximal am Earth-Li f t-Schalter zulässigen Spannung bestimmt wird .
5 . Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet , dass die Schaltungsanordnung derart betrieben wird, dass die Versorgungsspannung einem Widerstandsnetzwerk zugeführt wird, welches derart funktional verbunden und betrieben wird, dass zumindest ein Teil der Schaltungsanordnung als Spannungsteiler funktioniert , wobei der Spannungsteiler derart dimensioniert und mit der I solationsüberwachungseinrichtung funktional verbunden und betrieben wird, dass der Wert der entfallenden Spannung nicht über den Wert der Nennspannung steigt .
6 . Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass der Spannungsteiler zumindest mittels einem ersten Widerstand, einem zweiten Widerstand und einem dritten Widerstand, derart betrieben wird, dass der erste Messanschluss der I solationsüberwachungseinrich- tung über den ersten Widerstand an den Versorgungskreislauf angeschlossen wird, dass der zweite Messanschluss der I solationsüberwachungseinrichtung über den zweiten Widerstand an den Versorgungskreislauf angeschlossen wird und
der erste Messanschluss und der zweite Messanschluss über den dritten Widerstand verbunden sind .
7 . Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass die Bestimmung derart erfolgt , dass der Widerstandswert des ersten Widerstands und der Widerstandswert des zweiten Widerstands durch den gleichen Betrag x bestimmt ist , der derart in Abhängigkeit des Betrags y des Innenwiderstands und eines mit einer durch die Schaltungsanordnung verursachten Verlängerung der Zeitdauer bis zum Auslösen der I solationsüberwachungs- einrichtung bei einem Fehlerzustand korrelierenden, insbesondere einem festgelegten Prozentwert entsprechenden, Betrags z bestimmt wird, dass gilt z = x/y .
8 . Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahren, dadurch gekennzeichnet , dass die Schaltungsanordnung derart dimensioniert und betrieben wird, dass bei einer gegebenen Parametrisierung derart , dass zumindest der Wert x des Innenwiderstands 1 , 2 MQ beträgt , eine Nennspannung der I solationsüberwachung mit 1000 V und eine Versorgungsspannung mit einem Wert bis maximal 1950 V und/oder einem Festlegen des Parameters maximale Mess zeitdauer, mit einem Wert , welcher 10% über einer ohne die Schaltungsanordnung zum Auslösen der I solationsüberwachungseinrichtung im Fehlerfall gegebenen Zeit liegt , vorgegeben ist , der für den ersten Widerstand und der für den zweiten Widerstand bestimmte Widerstandswert aus einem, insbesondere von Toleranzen bestimmten, Wertbereich um die 120 kQ bestimmt wird sowie für den dritten Widerstand ein Widerstandswert aus einem, insbesondere von Toleranzen bestimmten, Wertebereich um die 190 kQ bestimmt wird .
9 . Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass bei Abweichungen einzelner oder aller vorgegebenen Werte der Parametrisierung j eweils der Widerstandsbereich des ersten Widerstands , des zweiten Widerstands und/oder des dritten Widerstands um einen vom
bestimmten Wert in Abhängigkeit der Abweichung entsprechend abweichenden Widerstandswert , bestimmt wird .
10 . Anordnung zur I solationsüberwachung auf Grundlage mindestens einer ersten, mit einem ersten und zweiten Messanschluss anschließbaren, I solationsüberwachungseinrichtung bei einer, insbesondere mittels Oberleitung, angeschlossenen Versorgung eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugs mit elektrischer Energie mittels einer Versorgungsspannung, wobei die I solationsüberwachungseinrichtung zur Überwachung über den ersten und zweiten Messanschluss mit dem Versorgungskreislauf anschließbar ausgestaltet und zum Betrieb bis zu einem vorgegebenen maximal zulässigen Nennspannungsspitzenwert ausgelegt ist , gekennzeichnet durch Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche .
11 . I solationsüberwachungsanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass die Schaltungsanordnung derart ausgestaltet ist , dass die Versorgungsspannung einem Widerstandsnetzwerk zugeführt wird, welches derart ausgestaltet ist , dass zumindest ein Teil der Schaltungsanordnung als Spannungsteiler ausgebildet ist , wobei der Spannungsteiler derart dimensioniert und mit der I solations- überwachungseinrichtung funktional verbunden ist , dass der Wert der entfallenden Spannung auf den Wert der Nennspannung beschränkt wird .
12 . I solationsüberwachungsanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass der Spannungsteiler zumindest mittels einem ersten Widerstand, einem zweiten Widerstand und einem dritten Widerstand, derart ausgestaltet ist , dass der erste Messanschluss der I solationsüberwachungs- einrichtung über den ersten Widerstand an den Versorgungskreislauf angeschlossen ist , dass der zweite Messanschluss der I solationsüberwachungseinrichtung über den zweiten Wi-
derstand an den Versorgungskreislauf angeschlossen ist und der erste Messanschluss und der zweite Messanschluss über den dritten Widerstand verbunden sind .
13 . I solationsüberwachungsanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet , dass der Widerstandswert des ersten Widerstands und der Widerstandswert des zweiten Widerstands den gleichen Betrag x aufweist , der derart in Abhängigkeit des Betrags y des Innenwiderstands und des mit einer durch die Schaltungsanordnung verursachten Verlängerung der Zeitdauer bis zum Auslösen der I solationsüberwa- chungseinrichtung bei einem Fehlerzustand korrelierenden, insbesondere einem festgelegten Prozentwert entsprechenden, Betrags z bestimmt ist , dass gilt z = x/y .
14 . I solationsüberwachungsanordnung nach einem der vorhergehenden Verfahren, dadurch gekennzeichnet , dass die Schaltungsanordnung derart ausgestaltet ist , dass bei einer gegebenen Parametrisierung derart , dass zumindest der Wert x des Innenwiderstands 1 , 2 MQ beträgt , eine Nennspannung der Isolationsüberwachung mit 1000 V und eine Versorgungsspannung mit einem Wert bis maximal 1950 V und/oder einem Festlegen des Parameters maximale Mess zeitdauer, mit einem Wert , welcher 10% über einer ohne die Schaltungsanordnung zum Auslösen der I solationsüberwachungseinrichtung im Fehlerfall gegebenen Zeit liegt , vorgegeben ist , der für den ersten Widerstand und der für den zweiten Widerstand bestimmte Widerstandswert aus einem, insbesondere von Toleranzen bestimmten, Wertbereich um die 120 kQ gegeben ist sowie für den dritten Widerstand ein Widerstandswert aus einem, insbesondere von Toleranzen bestimmten, Wertebereich um die 190 kQ gegeben ist .
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