EP4719152A1 - Reinigungssystem und verfahren zum betreiben eines reinigungssystems - Google Patents
Reinigungssystem und verfahren zum betreiben eines reinigungssystemsInfo
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- EP4719152A1 EP4719152A1 EP24728508.3A EP24728508A EP4719152A1 EP 4719152 A1 EP4719152 A1 EP 4719152A1 EP 24728508 A EP24728508 A EP 24728508A EP 4719152 A1 EP4719152 A1 EP 4719152A1
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reinigungssystem (100), umfassend mindestens eine Reinigungsvorrichtung (102), die ein Reinigungswerkzeug (116) umfasst, eine Steuereinheit (120, 136) und eine mit der Steuereinheit (120, 136) gekoppelte Kommunikationsschnittstelle (124), und mindestens ein externes Zusatzgerät (106) für einen Benutzer (108), das über die Kommunikationsschnittstelle (124) mit der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) direkt oder indirekt zum Transfer von Nutzungsinformationen in Kommunikationsverbindung bringbar ist und eine ansteuerbare Anzeigeeinheit (126, 132) umfasst, wobei zwei oder mehr voneinander unterschiedliche Interaktionszustände zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) und dem Zusatzgerät (106) über die Kommunikationsverbindung einnehmbar sind, und wobei die Art und/oder der Umfang der Nutzungsinformationen abhängig vom eingenommenen Interaktionszustand übertragbar und/oder an der Anzeigeeinheit (126, 132) darstellbar sind. Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Reinigungssystems (100).
Description
REINIGUNGSSYSTEM UND VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINES REINIGUNGSSYSTEMS
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reinigungssystem, umfassend mindestens eine Reinigungsvorrichtung, die mindestens ein Reinigungswerkzeug zum Reinigen eines zu reinigenden Gegenstands umfasst, eine Steuereinheit und eine mit der Steuereinheit gekoppelte Kommunikationsschnittstelle, sowie mindestens ein externes Zusatzgerät für einen Benutzer, das über die Kommunikationsschnittstelle mit der mindestens einen Reinigungsvorrichtung direkt oder indirekt zum Transfer von Informationen in Kommunikationsverbindung bringbar ist und eine ansteuerbare Anzeigeeinheit umfasst.
Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Reinigungssystems, insbesondere der vorstehend beschriebenen Art, wobei eine Reinigungsvorrichtung über eine Kommunikationsschnittstelle mit einem externen Zusatzgerät zum Transfer von Informationen in Kommunikationsverbindung gebracht wird.
Ein derartiges Reinigungssystem kann beispielsweise eine Mehrzahl und insbesondere eine Vielzahl von Reinigungsvorrichtungen umfassen, die von einer Mehrzahl und insbesondere einer Vielzahl von Benutzern in vielfältiger Weise und häufig eingesetzt werden. Beispielsweise besitzt ein Reinigungsdienstleister eine Vielzahl von Reinigungsvorrichtungen, die von den Benutzern zu unterschiedlichen Schichtzeiten für unterschiedliche Reinigungsaufgaben in unterschiedlichen Gebäuden (beispielsweise Bürogebäude, Einkaufszentren, Plätze der öffentlichen Infrastruktur, Verkaufsflächen ...) genutzt werden. Die Reinigungsvorrichtungen sind zum Beispiel Bodenreinigungsvorrichtungen zum Reinigen einer Bodenfläche. Die Benutzer umfassen zunächst einmal Personen, die mit der Reinigungsvorrichtung selbst Reinigungsaufgaben ausführen, insbesondere sogenannte Maschinenführer. In der Praxis gibt es allerdings häufig hiervon verschiedenartige Benutzer wie zum Beispiel Vorarbeiter, die eine Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen beaufsichtigen und Maschinenführer anleiten. Weiter sind zum Beispiel Objektleiter als Benutzer vorgesehen, die den Vorarbeitern vorstehen und den Einsatz von Reinigungsvorrichtungen in einem oder mehreren Reinigungsobjekt(en) planen, überwachen, auswerten und über die Einsatzmöglichkeiten und Zustände ihrer Vorrichtungen informiert sein sollten. Weitere denkbare Benutzer sind Mitarbeiter des technischen Wartungsdienstes (Support), technische Entwickler und Vertriebsmitarbeiter.
Bekannt ist der Einsatz von externen Zusatzgeräten, um Benutzer mit Informationen an einer ansteuerbaren Anzeigeeinheit zu versorgen, die den Zustand der Reinigungsvorrichtung betreffen, wobei optional über das Zusatzgerät Bedienanweisungen für die Reinigungsvorrichtung entgegengenommen werden können. Ein derartiges Reinigungssystem ist zum Beispiel in der WO 2020/016338 A1 beschrieben. Ein Reinigungssystem, bei dem der Benutzer über den Ablauf eines Reinigungsvorgangs visuell informiert werden kann, ist in der WO 2021/239794 A1 offenbart.
Die erstgenannte Druckschrift beschreibt außerdem ein Reinigungssystem, bei dem verschiedenartige Benutzer unterschiedliche Zugriffsberechtigungen auf die Reinigungsvorrichtung besitzen, beispielsweise auf der Grundlage von Benutzerprofilen. Abhängig vom Benutzerprofil können beispielsweise unterschiedliche Funktionen mit der Reinigungsvorrichtung ausgeübt werden.
Unterschiedliche Zugriffsberechtigungen auf eine Reinigungsvorrichtung mittels RFID- basierter Technologie sind zum Beispiel in der EP 2 598 014 A1 offenbart.
Die vorstehend beschriebenen Reinigungssysteme und Reinigungsvorrichtungen bewähren sich in der Praxis. Wünschenswert wäre es allerdings, ein Reinigungssystem bereitzustellen, bei dem eine vielseitigere Informationsübermittlung an den oder die Benutzer möglich ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Reinigungssystem und ein Verfahren zum Betreiben eines Reinigungssystems bereitzustellen, bei dem Nutzungsinformationen für Benutzer auf vielseitigere Weise übertragen werden können.
Diese Aufgabe wird durch ein erfindungsgemäßes Reinigungssystem gelöst, umfassend mindestens eine Reinigungsvorrichtung, die ein Reinigungswerkzeug umfasst, eine Steuereinheit und eine mit der Steuereinheit gekoppelte Kommunikationsschnittstelle, und mindestens ein externes Zusatzgerät für einen Benutzer, das über die Kommunikationsschnittstelle mit der mindestens einen Reinigungsvorrichtung direkt oder indirekt zum Transfer von Nutzungsinformationen in Kommunikationsverbindung bringbar ist und eine ansteuerbare Anzeigeeinheit umfasst, wobei zwei oder mehr voneinander unterschiedliche Interaktionszustände zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung und dem Zusatzgerät über die Kommunikationsverbindung einnehmbar sind, und wobei die Art und/oder der Umfang der Nutzungsinformationen abhängig vom eingenommenen Interaktionszustand übertragbar und/oder an der Anzeigeeinheit darstellbar sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Reinigungssystem kann über das mindestens eine Zusatzgerät eine Kommunikationsverbindung direkt oder indirekt mit der Reinigungsvorrichtung eingegangen werden. Dies ermöglicht es, Nutzungsinformationen, die sich auf die Nutzung der Reinigungsvorrichtung beziehen, an das Zusatzgerät zu übertragen, wobei Nutzungsinformationen an dessen Anzeigeeinheit dargestellt werden können. Die Nutzungsinformationen können vielfältig beschaffen sein, sie können beispielsweise Statusinformationen sein oder umfassen, Informationen über den Zustand oder die Menge einer verbrauchbaren Komponente (Reinigungsmittel, elektrische Energie, Verschleiß des Reinigungswerkzeugs...) , Fehlermeldungen, Hinweise zum Führen der Reinigungsvorrichtung, Hinweise betreffend das Reinigungswerkzeug, Wartungs- und Serviceinformationen etc. Gemäß der vorliegenden Erfindung können verschiedenartige Interaktionszustände über die Kommunikationsverbindung eingenommen werden. Abhängig vom jeweiligen Interaktionszustand kann der Benutzer auf unterschiedliche Weise über die Reinigungsvorrichtung informiert werden. Möglich ist dies insbesondere dadurch, dass von dem Interaktionszustand die Art und/oder der Umfang der übertragenen Nutzungsinformationen abhängen. Alternativ oder ergänzend ist es insbesondere möglich, dass die Art und/oder der Umfang der Nutzungsinformationen in ihrer Darstellung an der Anzeigeeinheit vom eingenommenen Interaktionszustand abhängen. Dies bietet insbesondere die Möglichkeit, dass zwischen dem Zusatzgerät und der Reinigungsvorrichtung für verschiedenartige Benutzer unterschiedliche Interaktionszustände eingenommen werden. In gewisser Weise kann dadurch eine „kontextsensitive“ Anzeige benutzerabhängig bereitgestellt werden. Der jeweilige Benutzer erhält zum Beispiel vorzugsweise diejenigen Informationen, die für ihn die größte Bedeutung aufweisen, damit er vorteilhafterweise bestmöglich über den Zustand der Reinigungsvorrichtung zur Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben informiert ist. Andersartige Einflüsse, zum Beispiel unabhängig von der Art des Benutzers, auf die übertragenen und/oder dargestellten Nutzungsinformationen sind denkbar. Hierauf wird nachfolgend noch eingegangen.
Vorgesehen sein kann insbesondere, dass die Reinigungsvorrichtung auch dann kommunizieren kann, wenn keine direkte Kommunikationsverbindung zum mindestens einen Zusatzgerät besteht. Beispielsweise wird eine Kommunikationsverbindung mit einem Server oder mehreren Servern räumlich entfernt vom Einsatzort eingegangen. Der Server oder die Server kann/können insbesondere als Cloud ausgestaltet oder ausgebildet sein. Der oder die Server kann/können im Besitz oder unter Verwaltung eines Herstellers oder eines Nutzers der mindestens einen Reinigungsvorrichtung sein.
Es versteht sich, dass zur Interaktion mit der mindestens einen Reinigungsvorrichtung beispielsweise ein Benutzeranwendungsprogramm ausführbar auf dem mindestens einen Zusatzgerät gespeichert ist, insbesondere als App. Denkbar ist alternativ oder ergänzend, dass über das Zusatzgerät auf ein Benutzeranwendungsprogramm zugegriffen werden kann, das beispielsweise auf einer separaten Datenverarbeitungseinrichtung ausgeführt wird. Beispielsweise wird mit dem Zusatzgerät über einen Internetbrowser oder eine App auf das Benutzeranwendungsprogramm zugegriffen und über dieses wiederum auf die mindestens eine Reinigungsvorrichtung. Denkbar ist ferner beispielsweise, dass das Benutzeranwendungsprogramm auf dem mindestens einen Zusatzgerät einen Zugriff auf ein Benutzeranwendungsprogramm auf einer separaten Datenverarbeitungseinrichtung ermöglicht und über dieses wiederum auf die mindestens eine Reinigungsvorrichtung.
Die Einnahme eines bestimmten Interaktionszustands kann von einem oder mehreren Faktoren abhängen, beispielsweise von einem der folgenden:
Räumliche Entfernung zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung und dem mindestens einen Zusatzgerät. Die räumliche Entfernung kann beispielsweise in einem relativen und/oder in einem absoluten Koordinatensystem bestimmt werden. Ein Maß für eine räumliche Entfernung des Zusatzgerätes von der Reinigungsvorrichtung kann zum Beispiel die Stärke eines Kommunikationssignals zwischen dem Zusatzgerät und der Reinigungsvorrichtung sein.
- Anwesenheit der mindestens einen Reinigungsvorrichtung und des mindestens einen Zusatzgerätes in einem vorgegebenen räumlich abgegrenzten Bereich, der zum Beispiel als Geofence bezeichnet werden kann. Denkbar ist beispielsweise, dass dann, wenn sich das Zusatzgerät und die Reinigungsvorrichtung in demselben Geofence befinden, ein anderer Interaktionszustand eingenommen wird, als wenn das Zusatzgerät außerhalb eines Geofences positioniert ist, in dem die Reinigungsvorrichtung angeordnet ist. Der Geofence kann zum Beispiel durch die Position der Reinigungsvorrichtung definiert sein und einen vorgegebenen Radius oder eine vorgebbare Fläche umfassen.
- Abhängig vom Bestehen einer vorgegebenen Art der Kommunikationsverbindung. Die Art der Kommunikationsverbindung kann zum Beispiel eines der Folgenden umfassen: eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, eine Verbindung in einem lokalen Netzwerk (beispielsweise lokales WLAN); eine Verbindung über ein Telekommunikationsnetz; eine Bluetooth-
Verbindung, eine WLAN-Verbindung, eine NFC-Verbindung. Generell ist denkbar, dass die Kommunikationsverbindung kabellos und/oder kabelgebunden ist.
- Abhängig von der Stärke eines Kommunikationssignals der Kommunikationsverbindung. Hierauf wurde bereits eingegangen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Signalstärke vom Zusatzgerät und/oder der Reinigungsvorrichtung erkannt und hierauf basierend ein vorgesehener Interaktionszustand eingenommen wird. Denkbar ist ferner, dass die Stärke des Kommunikationssignals indikativ für das Bestehen einer vorgegebenen Art der Kommunikationsverbindung ist. Ist die Stärke zum Beispiel geringer als ein Schwellenwert, kann zum Beispiel davon ausgegangen werden, dass eine Kommunikationsverbindung über das Kommunikationssignal nicht besteht. Bei einer möglichen Ausführung der Erfindung wird der Interaktionszustand zum Beispiel dann eingenommen, wenn eine Bluetooth-Verbindung zwischen dem Zusatzgerät und der Reinigungsvorrichtung aufgebaut werden kann oder wurde. Dies ist zum Beispiel dann möglich, wenn das Bluetooth-Signal eine hinreichende Signalstärke für den zuverlässigen Aufbau der Verbindung aufweist.
- Abhängig vom Bestehen einer physischen Verbindung, insbesondere einer Kabelverbindung zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung und dem mindestens einen Zusatzgerät. Beispielsweise ist vorgesehen, dass das Zusatzgerät über ein Datenkabel mit der Reinigungsvorrichtung physisch verbunden ist, wobei die Nutzungsinformationen über das Datenkabel übertragen werden können. Alternativ oder ergänzend ist eine kabellose Übertragung der Nutzungsinformationen möglich.
- Abhängig von der Positionierung des mindestens einen Zusatzgerätes in einer definierten Aufnahme an der mindestens einen Reinigungsvorrichtung. Beispielsweise kann das Zusatzgerät lösbar in der Aufnahme positioniert werden, woraufhin ein definierter Interaktionszustand eingenommen wird. Die Anwesenheit des Zusatzgerätes kann zum Beispiel kabellos und/oder kabelgebunden erfolgen. Denkbar ist auch eine Detektion über ein Auslöse- oder Kontaktelement an der Reinigungsvorrichtung.
- Abhängig von einem physischen Kontakt des mindestens einen Zusatzgerätes mit einem Kontaktelement der mindestens einen Reinigungsvorrichtung, insbesondere bei Positionierung des Zusatzgerätes in der vorstehend genannten Aufnahme.
- Abhängig von der Orientierung des mindestens einen Zusatzgerätes in einer vorgegebenen Weise. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Orientierung des Zusatzgerätes im Hochformat („Porträtmodus“) oder im Querformat („Landscape-Modus“)
Einfluss darauf hat, ob und gegebenenfalls welcher Interaktionszustand eingegangen wird. Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist zum Beispiel vorgesehen, dass angenommen wird, dass bei Orientierung des Zusatzgerätes im Hochformat eine Nutzung der Reinigungsvorrichtung im Reinigungsbetrieb erfolgt und sich das Zusatzgerät an oder auf der Reinigungsvorrichtung befindet, was zur Einnahme eines entsprechenden Maschinen-Interaktionszustands führt. Alternativ kann dies für eine Orientierung des Zusatzgeräts im Querformat gelten.
- Abhängig davon, ob der Benutzer über das mindestens eine Zusatzgerät an der mindestens einen Reinigungsvorrichtung angemeldet ist. Beispielsweise hängt der Interaktionszustand ab von der Eingabe einer gültigen Kennung wie nachfolgend erläutert, um die Anmeldung auszuführen.
Günstig kann es sein, wenn das Reinigungssystem mindestens eine Speichereinheit umfasst oder bildet, in der Benutzerinformationen betreffend mindestens ein den Benutzer kennzeichnendes und mit diesem verknüpftes Kriterium gespeichert sind, so dass der Benutzer bei Nutzung des mindestens einen Zusatzgerätes anhand des mindestens einen Kriteriums identifizierbar ist. Die Speichereinheit kann vom Zusatzgerät und/oder von der Reinigungsvorrichtung und/oder einer extern angeordneten Datenverarbeitungseinrichtung umfasst sein. Beispielsweise meldet sich der Benutzer über das Zusatzgerät mit dem Benutzeranwendungsprogramm unter Eingabe einer Kennung (Benutzerkennung wie Name oder ID und/oder Passwort) an der mindestens einen Reinigungsvorrichtung direkt an der Reinigungsvorrichtung oder indirekt über die Datenverarbeitungseinrichtung an, wobei Informationen aus der mindestens einen Speichereinheit gelesen und dadurch der Benutzer anhand des mindestens einen Kriteriums identifiziert wird.
Das mindestens eine Kriterium kann zum Beispiel die Person des Benutzers, eine Rolle des Benutzers, ein Benutzerprofil und/oder eine Berechtigung des Benutzers umfassen. Verschiedenartige Rollen sind zum Beispiel dem Maschinenführer, dem Vorarbeiter, dem Objektleiter, dem Entwickler, dem Wartungspersonal und/oder dem Vertriebsmitarbeiter zugeordnet. Einer jeweiligen Rolle kann zum Beispiel ein Benutzerprofil zugeordnet sein, so dass eine Verknüpfung zwischen der Rolle und dem Benutzerprofil besteht. Alternativ oder ergänzend kann zum Beispiel eine Verknüpfung zwischen der Person des Benutzers und dem Benutzerprofil bestehen. Eine Eigenschaft des Benutzerprofils kann das Bestehen einer Berechtigung des Benutzers sein, bestimmte Funktionen der Reinigungsvorrichtung auszuüben, bestimmte Nutzungsinformationen anzeigen zu lassen und/oder bestimmte Interaktionszustände, über das Zusatzgerät, mit der Reinigungsvorrichtung einzugehen.
Dementsprechend kann vorgesehen sein, dass die Art und/oder der Umfang der übertragenen und/oder dargestellten Nutzungsinformationen abhängig vom mindestens einen Kriterium sind, beispielsweise abhängig vom Benutzerprofil bei der Berechtigung des Benutzers, die wiederum mit der Rolle verknüpft ist/sind. Die erwähnte Abhängigkeit besteht hierbei insbesondere ergänzend zur Abhängigkeit gemäß der vorliegenden Erfindung, bei der die Nutzungsinformationen vom eingenommenen Interaktionszustand abhängen.
Vorgesehen sein kann, dass bei Vorliegen eines vorgegebenen Kriteriums für den Benutzer mindestens ein Interaktionszustand nicht eingenommen werden kann. Gewissermaßen kann nicht jeder Interaktionszustand eingenommen werden, wenn für den Benutzer das vorgegebene Kriterium erfüllt ist.
Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass bei Vorliegen eines vorgegebenen Kriteriums zwei oder mehr Interaktionszustände eingenommen werden können. Hierunter kann vorliegend jedoch insbesondere verstanden werden, dass nicht gleichzeitig zwei Interaktionszustände oder mehr eingenommen werden können. Alternativ ist die Einnahme zweier Interaktionszustände zugleich denkbar.
Bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung können mehr als zwei Interaktionszustände vorgesehen sein.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Interaktionszustände einen Maschinen-Interaktionszustand umfassen, der insbesondere bei an oder auf der mindestens einen Reinigungsvorrichtung angeordnetem Zusatzgerät eingenommen wird. „An oder auf1 kann vorliegend insbesondere dahingehend verstanden werden, dass die Reinigungsvorrichtung im Reinigungsbetrieb genutzt wird. Das Zusatzgerät kann insbesondere hierbei zum Beispiel „auf“ der Reinigungsvorrichtung positioniert sein, zum Beispiel in einer Aufnahme und/oder kabelgebunden verbunden. „An“ der Reinigungsvorrichtung ist das Zusatzgerät beispielsweise dann angeordnet, wenn es sich in geringem Abstand zu dieser befindet, zum Beispiel am Körper des Benutzers, wie zum Beispiel eines Maschinenführers. Bei Einnahme des Maschinen-Interaktionszustands werden beispielsweise Nutzungsinformationen allein derjenigen Reinigungsvorrichtung übertragen oder dargestellt, an oder auf der das mindestens eine Zusatzgerät sich befindet. Auf diese Weise kann der Benutzer vorzugsweise umfangreiche detaillierte Nutzungsinformationen über diese bestimmte Reinigungsvorrichtung erhalten.
Gewissermaßen kann das Zusatzgerät Teil der bestimmten Reinigungsvorrichtung werden, zumindest in informationstechnischer Hinsicht.
Der Maschinen-Interaktionszustand eignet sich insbesondere für einen Maschinenführer, der Informationen darüber benötigt, ob die Reinigungsvorrichtung ordnungsgemäß reinigt.
Die mindestens eine Reinigungsvorrichtung umfasst vorteilhafterweise eine Bedieneinheit mit einem oder mehreren Bedienelement(en) zur physischen Bedienung durch den Benutzer. Anhand des mindestens einen Bedienelementes kann der Benutzer auf die Steuereinheit einwirken und die Reinigungsvorrichtung steuern.
Denkbar ist vorteilhafterweise, dass über eine Eingabeeinheit des mindestens einen Zusatzgerätes bei Einnahme des Maschinen-Interaktionszustands ergänzend oder alternativ zur Nutzung des mindestens einen Bedienelementes Bedienanweisungen des Benutzers an die mindestens eine Reinigungsvorrichtung übertragbar sind. Die Eingabeeinheit, beispielsweise ein berührungssensitiver Bildschirm (Touchscreen) kann zur Interaktion mit der Reinigungsvorrichtung benutzt werden. Dies ist zum Beispiel möglich, um auf Funktionen zuzugreifen, die vom mindestens einen Bedienelement nicht erreicht oder ausgeübt werden können.
Günstig kann es sein, wenn die Interaktionszustände einen Nahbereichs-Interaktionszustand umfassen, der insbesondere bei Positionierung des mindestens einen Zusatzgerätes innerhalb eines vorgegebenen Abstandes zur mindestens einen Reinigungsvorrichtung und/ oder bei einer Kommunikationsverbindung mittels Bluetooth oder WLAN eingenommen wird. Zum Beispiel gilt dies für die Einnahme einer Direktverbindung über Bluetooth oder einer Verbindung über ein lokales WLAN, in das das mindestens eine Zusatzgerät und die mindestens eine Reinigungsvorrichtung eingebucht sind. Der Nahbereichs- Interaktionszustand kann insbesondere andersartige Nutzungsinformationen für den Benutzer bieten als der Maschinen-Interaktionszustand. Denkbar ist zum Beispiel, dass der Nahbereichs-Interaktionszustand bei Nutzung eines Zusatzgerätes durch einen Vorarbeiter eingenommen wird, der Informationen dahingehend benötigt, welche Reinigungsvorrichtung(en) im Einsatz ist/sind, ob eine Störung vorliegt, ob Ersatzteile nachzubestellen sind und/oder welcher Maschinenführer sich wo innerhalb des zu reinigenden Gebäudes befindet.
Bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung kann der Nahbereichs-Interaktionszustand zum Beispiel innerhalb eines Abstandes zwischen der Reinigungsvorrichtung und dem Zusatzgerät von ungefähr 5 bis 15 m eingenommen werden.
Das Reinigungssystem kann eine Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen umfassen.
Bei Einnahme des Nahbereichs-Interaktionszustands kann vorgesehen sein, dass Nutzungsinformationen von einer bestimmten Reinigungsvorrichtung der Reinigungsvorrichtungen oder alternativ Nutzungsinformationen einer Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen übertragbar und/oder an der Anzeigeeinheit darstellbar sind. Beispielsweise ist im Nahbereichs-Interaktionszustand vorgesehen, dass Nutzungsinformationen mehrerer Reinigungsvorrichtungen übertragen und/oder dargestellt werden. Dies eignet sich zum Beispiel für einen Vorarbeiter, der Informationen zur Überwachung der von ihm betreuten Reinigungsvorrichtungen benötigt, insbesondere simultan oder auf einen Blick.
Vorgesehen sein kann, dass abhängig von einer Auswahl durch den Benutzer oder dass ohne Zutun des Benutzers die Nutzungsinformationen der bestimmten Reinigungsvorrichtung oder der Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen übertragbar und/oder darstellbar sind. Dementsprechend ist denkbar, dass der Benutzer im Nahbereichs- Interaktionszustand eine bestimmte Reinigungsvorrichtung auswählt oder dass Informationen mehrerer Reinigungsvorrichtungen übertragen und/oder dargestellt werden.
Es versteht sich, dass das mindestens eine Zusatzgerät mit einer Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen direkt oder indirekt in Kommunikationsverbindung stehen kann, um die Übertragung und/oder Anzeige von Nutzungsinformationen der mehreren Reinigungsvorrichtungen zu ermöglichen. Zu diesem Zweck kann zum Beispiel ein lokales Netzwerk eingesetzt werden (WLAN o. Ä.). Nutzungsinformationen können über einen Umweg einer externen Datenverarbeitungseinrichtung übertragen werden, die sich möglicherweise außerhalb des lokalen Netzwerks befindet.
Die Interaktionszustände können bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung einen Fernbereichs-Interaktionszustand umfassen, der insbesondere bei Positionierung des mindestens einen Zusatzgerätes außerhalb eines vorgegebenen räumlichen Abstandes zur mindestens einen Reinigungsvorrichtung und/oder bei einer Kommunikationsverbindung mittels eines Telekommunikationsnetzes und/oder über eine separate räumlich entfernte Datenverarbeitungseinrichtung des Reinigungssystems eingenommen wird. Im
Fernbereichs-Interaktionszustand besteht zum Beispiel kein direkter Kontakt zur Reinigungsvorrichtung wie bei einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung oder kein Kontakt über ein lokales Netz. Nutzungsinformationen können dennoch übertragen werden, zum Beispiel über ein Telekommunikationsnetz und insbesondere unter Zwischenschaltung der Datenverarbeitungseinrichtung.
Der Fernbereichs-Interaktionszustand wird bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung zum Beispiel von einem Objektleiter, Support-Personal, Entwickler oder Vertriebsmitarbeiter genutzt, um die für ihn relevanten Nutzungsinformationen abzurufen. Beispielsweise nutzt der Objektleiter eine Auswertung über die Einsatzzeiten der von ihm verantworteten Reinigungsvorrichtungen. Hierbei können zum Beispiel simultan Nutzungsinformationen von mehreren Reinigungsvorrichtungen angezeigt werden.
Die separate Datenverarbeitungseinrichtung ist oder umfasst zum Beispiel ein(en) oder mehrere Server und ist insbesondere als Cloud ausgestaltet oder gebildet. Über den mindestens einen Server ist vorzugsweise eine Verwaltung der mindestens einen Reinigungsvorrichtung ermöglicht. Hierauf wurde bereits eingegangen.
Als günstig kann es sich erweisen, wenn die Interaktionszustände vom Benutzer über eine Eingabeeinheit des mindestens einen Zusatzgerätes und/oder selbsttätig umschaltbar sind. Insbesondere kann zwischen einem Maschinen-Interaktionszustand und einem Nahbereichs- Interaktionszustand umgeschaltet werden. Es ist zum Beispiel vorgesehen, dass abhängig von einer räumlichen Beziehung zwischen dem mindestens einen Zusatzgerät und der mindestens einen Reinigungsvorrichtung ein entsprechender Interaktionszustand eingenommen wird. Die Einnahme kann automatisch und dadurch in gewisser Weise dynamisch erfolgen. Denkbar ist zum Beispiel, dass zunächst ein Nahbereichs- Interaktionszustand eingenommen wird, wenn sich der Benutzer der Reinigungsvorrichtung nähert, und in einen Maschinen-Interaktionszustand umgeschaltet wird, wenn das Zusatzgerät an oder auf der Reinigungsvorrichtung positioniert wird. Umgekehrt kann bei einer Entfernung von der Reinigungsvorrichtung der Maschinen-Interaktionszustand in den Nahbereichs-Interaktionszustand umgeschaltet werden.
In entsprechender Weise ist, zum Beispiel für Nutzung durch einen Objektleiter, eine Umschaltung zwischen einem Nahbereichs-Interaktionszustand und einem Fernbereichs-Interaktionszustand denkbar.
Die Kommunikationsverbindung kann bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung bidirektional sein, wobei das mindestens eine Zusatzgerät eine Eingabeeinheit umfasst, wobei Bedienanweisungen des Benutzers an der Eingabeeinheit vom mindestens einen Zusatzgerät über die Kommunikationsverbindung an die mindestens eine Reinigungsvorrichtung übertragbar sind. Dies erhöht die Vielseitigkeit des Reinigungssystems.
Die Eingabeeinheit kann insbesondere eine berührungssensitive Anzeigeeinheit sein oder umfassen.
Vorgesehen sein kann, dass die Bedienanweisungen an die mindestens eine Reinigungsvorrichtung abhängig vom eingenommenen Interaktionszustand übertragbar sind. Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass Bedienanweisungen für den Reinigungseinsatz der Reinigungsvorrichtung in einem Maschinen-Interaktionszustand übertragbar sind, jedoch nicht in einem andersartigen Interaktionszustand.
Günstig kann es sein, wenn die Bedienanweisungen abhängig von mindestens einem mit dem Benutzer verknüpften Kriterium übertragbar sind. Das Kriterium ist zum Beispiel, wie erwähnt, eine Person, eine Rolle oder eine Berechtigung des Benutzers oder ein Benutzerprofil. Beispielsweise können Bedienanweisungen nur bei bestimmter Berechtigung übertragen werden, ansonsten nicht. Die Abhängigkeit, Bedienanweisungen zu übertragen, kann kumulativ für den eingenommenen Interaktionszustand und das mit dem Benutzer verknüpfte Kriterium bestehen.
Vorteilhaft kann es sein, wenn über die Bedienanweisungen Zugriff auf eine oder mehrere Funktion(en) der mindestens einen Reinigungsvorrichtung besteht, die über eine physische Bedieneinheit der Reinigungsvorrichtung nicht ausübbar ist/sind. Dies erleichtert die Handhabung des Reinigungssystems. Über die Bedieneinheit können zum Beispiel Funktionen nicht erreicht werden, die für den Reinigungsbetrieb nicht erforderlich sind und/oder die nur selten eingesetzt werden. Dadurch kann die Bedieneinheit einfacher gestaltet werden, zum Beispiel die Anzahl der Bedienelemente verringert werden, und die Handhabung der Bedieneinheit verbessert werden.
Das mindestens eine Zusatzgerät kann mindestens eines der folgenden sein oder umfassen: Smartphone, Tablet-Computer, Smartwatch, Head-mounted Display (beispielsweise Datenbrille oder VR-Brille), Personal Computer.
Das Reinigungssystem kann eine Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen umfassen, die jeweils mit mindestens einem Zusatzgerät koppelbar sind.
Das Reinigungssystem kann eine Mehrzahl von Zusatzgeräten umfassen, die jeweils mit mindestens einer Reinigungsvorrichtung koppelbar sind.
Bei der Reinigungsvorrichtung kann es sich insbesondere um eine Bodenreinigungsvorrichtung handeln, wobei das Reinigungswerkzeug ein Bodenreinigungswerkzeug ist, wie etwa ein Reinigungskopf mit Walzen, eine Walzenbürste, eine Tellerbürste oder ein Saugbalken. Die Reinigungsvorrichtung kann eine Scheuersaugmaschine oder Kehrmaschine sein.
Denkbar sind alternativ Reinigungsvorrichtungen für einen andersartigen Einsatz. Zum Beispiel kann die Reinigungsvorrichtung zum Beispiel mittels eines Reinigungsstrahls arbeiten. Denkbar ist hierbei insbesondere, dass die Reinigungsvorrichtung ein insbesondere beheizbarer Hochdruckreiniger ist. Das Reinigungswerkzeug kann zum Beispiel eine Sprühlanze sein.
Die Reinigungsvorrichtung kann zum Beispiel eine Nachlaufmaschine sein (walk-behind), eine Aufsitzmaschine (ride-on) oder eine Aufstehmaschine (ride-on).
Die mindestens eine Reinigungsvorrichtung kann benutzergeführt sein.
Alternativ oder ergänzend kann die mindestens eine Reinigungsvorrichtung selbstfahrend und selbstlenkend ausgestaltet sein und eine autonome Reinigung durchführen.
Wie eingangs erwähnt, betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betreiben eines Reinigungssystems, insbesondere der vorstehend beschriebenen Art, sieht vor, dass eine Reinigungsvorrichtung des Reinigungssystems über eine Kommunikationsschnittstelle mit einem externen Zusatzgerät direkt oder indirekt zum Transfer von Nutzungsinformationen in Kommunikationsverbindung gebracht wird, wobei zwei oder mehr voneinander unterschiedliche Interaktionszustände zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung und dem Zusatzgerät über die Kommunikationsverbindung eingenommen werden können, und wobei Art und/oder Umfang der Nutzungsinformationen
abhängig vom eingenommenen Interaktionszustand übertragen und/oder an einer ansteuerbaren Anzeigeeinheit des Zusatzgerätes dargestellt werden.
Vorteile, die bereits im Zusammenhang mit der Erläuterung des erfindungsgemäßen Reinigungssystems erwähnt wurden, können unter Ausübung des Verfahrens ebenfalls erzielt werden. Diesbezüglich wird auf die voranstehenden Ausführungen verwiesen.
Vorteilhafte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich durch vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Reinigungssystems. Diesbezüglich wird auf die voranstehenden Ausführungen verwiesen.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:
Figur 1 : eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Reinigungssystems in bevorzugter Ausführungsform;
Figur 2: eine schematische Darstellung einer Reinigungsvorrichtung und eines Zusatzgerätes des Reinigungssystems aus Figur 1 ;
Figur 3: eine schematische Darstellung zur Erläuterung unterschiedlicher Ziele verschiedenartiger Benutzer bei der Interaktion mit der Reinigungsvorrichtung;
Figur 4: eine schematische Veranschaulichung unterschiedlicher Anzeigen von Zusatzgeräten abhängig von verschiedenen Interaktionszuständen mit der Reinigungsvorrichtung;
Figur 5: eine schematische Darstellung, die Informationsebenen am Zusatzgerät bei Einnahme eines Maschinen-Interaktionszustands symbolisieren soll;
Figur 6: eine Darstellung ähnlich Figur 5, wobei ein Nahbereichs-Interaktionszustand eingenommen wird;
Figur 7: eine Darstellung ähnlich Figur 6;
Figur 8: eine Darstellung ähnlich den Figuren 5 bis 7, wobei ein Fernbereichs-Interaktionszustand eingenommen wird;
Figur 9: eine schematische Darstellung einer Bedieneinheit und eines Zusatzgerätes des Reinigungssystems.
Die Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 100 belegte vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungssystems. Mit dem Reinigungssystem 100 kann das erfindungsgemäße Verfahren ausgeübt werden, vorteilhafterweise in bevorzugtem Ausführungsbeispiel.
Das Reinigungssystem 100 umfasst eine Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen. Vorliegend wird die Erfindung am Beispiel von Bodenreinigungsvorrichtungen 102 erläutert, bei denen es sich insbesondere um Scheuersaugmaschinen 104 handelt. Das Reinigungssystem 100 ist daher ein Bodenreinigungssystem.
Andersartige Anwendungen findet die Erfindung beispielsweise im Bereich von Kehrmaschinen oder unterschiedlichen Reinigungsvorrichtungen, beispielsweise beheizbaren Hochdruck-Reinigungsgeräten.
Ferner umfasst das Reinigungssystem 100 mindestens ein externes Zusatzgerät, vorteilhafterweise eine Mehrzahl von externen Zusatzgeräten 106. Im vorliegenden Beispiel sind die Zusatzgeräte 106 Smartphones von Benutzern 108. Andersartige Zusatzgeräte sind denkbar, auf die obigen Ausführungen wird in diesem Zusammenhang verwiesen. Die Zusatzgeräte 106 können unterschiedlich sein.
Das Reinigungssystem 100 wird von verschiedenartigen Benutzern 108 eingesetzt, die jeweilige Aufgaben haben. Beispielhafte Benutzer 108 sind ein Maschinenführer 110, ein Vorarbeiter 112 und ein Objektleiter 114. Andersartige Typen von Benutzern 108 sind denkbar, und die zuletzt genannten Benutzer 108 sind nur beispielhaft. Auf die ergänzenden obigen Ausführungen wird verwiesen.
Bei dem Reinigungssystem 100 besteht die Möglichkeit, dass über eine Kommunikationsverbindung zwischen dem jeweiligen Zusatzgerät 106 und der jeweiligen Reinigungsvorrichtung 102 unterschiedliche Interaktionszustände eingenommen werden können. Vom eingenommenen Interaktionszustand abhängig sind Nutzungsinformationen, die von der Reinigungsvorrichtung 102 an das Zusatzgerät 106 übertragen und/oder an dessen Anzeigeeinheit dargestellt werden.
Darüber hinaus sind die Art und/oder der Umfang der übertragenen und/oder dargestellten Nutzungsinformationen abhängig von mindestens einem Kriterium, das den jeweiligen Benutzer 108 kennzeichnet.
Wie insbesondere aus Figur 2 hervorgeht, umfasst die Reinigungsvorrichtung 102 zum Reinigen einer Bodenfläche mindestens ein Reinigungswerkzeug 116, zum Beispiel einen Reinigungskopf mit Walzen, eine Tellerbürste und/oder einen Seitenbesen sowie zum Verfahren auf der Bodenfläche ein Fahrwerk 118. Eine Steuereinheit 120 ist zum Steuern und/oder Regeln des Betriebs der Reinigungsvorrichtung 102 vorgesehen.
Die Steuereinheit 120 ist mit einer physischen Bedieneinheit 122 gekoppelt, über die Bedienanweisungen eines Benutzers 108 entgegengenommen werden können.
Weiter umfasst die Reinigungsvorrichtung 102 eine mit der Steuereinheit 120 gekoppelte Kommunikationsschnittstelle124. Ferner kann eine Anzeigeeinheit 126 vorgesehen sein sowie eine Speichereinheit 128.
Das beispielhaft als Smartphone 130 ausgebildete Zusatzgerät 106 umfasst eine Anzeigeeinheit 132, die vorliegend berührungssensitiv ausgestaltet ist und zugleich eine Eingabeeinheit 134 ausbildet.
Ferner umfasst das Smartphone 130 eine Steuereinheit 136, eine Speichereinheit 138 und eine Kommunikationseinheit 140.
Über die Kommunikationsschnittstelle 124 kann die Reinigungsvorrichtung 102 direkt oder indirekt in Kommunikationsverbindung mit dem Zusatzgerät 106 gebracht werden.
Eine direkte Kommunikationsverbindung ist zum Beispiel eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, insbesondere über Bluetooth. Eine direkte Kommunikationsverbindung kann zum Beispiel kabelgebunden sein.
Eine indirekte Form der Verbindung erfolgt beispielsweise über ein lokales Netzwerk, insbesondere ein WLAN-Netzwerk. Alternativ oder ergänzend ist zum Beispiel eine Verbindung über ein Telekommunikationsnetz möglich. In letzterem Fall wird zum Beispiel eine Verbindung über eine Datenverarbeitungseinrichtung 142 des Reinigungssystems 100 aufgebaut,
das zumindest einen Server umfasst und als Cloud 144 ausgestaltet oder ausgebildet sein kann. In der Cloud 144 erfolgt zum Beispiel eine Verwaltung des Reinigungssystems 100.
Die Datenverarbeitungseinrichtung 142 kann eine Speichereinheit 146 umfassen.
In mindestens einer der Speichereinheiten 128, 138 oder 146 können Benutzerinformationen gespeichert sein, in der mindestens ein den Benutzer 108 kennzeichnendes und mit diesem verknüpftes Kriterium gespeichert ist. Dies gibt die Möglichkeit, den Benutzer 108 bei Nutzung des Zusatzgerätes 106 zu identifizieren.
Als Kriterien können insbesondere die Person, eine Rolle, ein Benutzerprofil und/oder eine Berechtigung des Benutzers gespeichert sein. Die Art und/oder der Umfang der von der Reinigungsvorrichtung 102 übertragenen und/oder an der Anzeigeeinheit 132 dargestellten Nutzungsinformationen über die Reinigungsvorrichtung 102 können vom mindestens einen Kriterium abhängen. Beispielsweise sind die Nutzungsinformationen voneinander unterschiedlich, ob es sich um den Maschinenführer 110, den Vorarbeiter 112 oder den Objektleiter 114 handelt.
Das Reinigungssystem 100 bietet die Möglichkeit, dem jeweiligen Benutzer 108 im Hinblick auf mindestens eines der Folgenden an der Anzeigeeinheit 132 geeignete Informationen zur Verfügung zu stellen, damit der Benutzer 108 seine Aufgabe bestmöglich erledigen kann: im Hinblick auf den Informationsgehalt, im Hinblick auf die Informationstiefe der Nutzungsinformation, im Hinblick auf den Aufgabenbereich - entsprechend der Rolle des Benutzers 108.
Zusätzlich werden dem Benutzer 108 verschiedenartige Möglichkeiten der Interaktion über das Zusatzgerät mit der Reinigungsvorrichtung 102 gegeben,
Figur 3 stellt dies schematisch dar, wobei eine beispielhafte Reinigungsvorrichtung 102 gezeigt ist, die von einer Konturlinie 148 umgeben ist. Die Konturlinie 148 definiert eine Interaktionssphäre und kann vorliegend als indikativ für die Einnahme eines bestimmten Interaktionszustands angesehen werden.
Dieser Interaktionszustand ist vorliegend zum Beispiel ein Maschinen-Interaktionszustand.
Der Maschinenführer 110 hat Bedarf an Informationen, die auf die ordnungsgemäße Erfüllung der anstehenden Reinigungsaufgabe fokussiert sind und zur Steuerung der Reinigungsvorrichtung 102 dienen. Die Interaktion mit der Reinigungsvorrichtung 102 erfolgt beim Maschinenführer 110 zunächst einmal insbesondere über die physische Bedieneinheit 122. Ergänzend können beispielsweise Bedienanweisungen über die Eingabeeinheit 134 des Zusatzgerätes 106 vorgenommen und an die Reinigungsvorrichtung 102 übertragen werden.
Der Vorarbeiter 112, der üblicherweise eine Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen 102 betreut, interagiert im Beispiel von Figur 3 innerhalb einer durch eine Konturlinie 150 definierten Interaktionssphäre. Die Interaktionssphäre kann als indikativ für die Einnahme eines bestimmten Interaktionszustands angesehen werden.
Dieser Interaktionszustand ist vorliegend zum Beispiel ein Nahbereichs-Interaktionszustand.
Hinsichtlich der Informationstiefe der Nutzungsinformationen kann der Fokus des Vorarbeiters 112 auf einer Reinigungsvorrichtung 102 liegen. Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Vorarbeiter 112 aus mehreren Reinigungsvorrichtungen 102 auswählen kann oder sich Nutzungsinformationen mehrerer Reinigungsvorrichtungen 102 darstellen lassen kann, die sich in seinem Nahbereich befinden.
Bei Fokussierung auf eine Reinigungsvorrichtung 102 steht für den Vorarbeiter deren Einsatzbereitschaft im Vordergrund sowie Kenntnis darüber, ob etwaige Wartungsaufgaben anstehen. Bei der Einsatzbereitschaft bedarf es beispielsweise der Kenntnis über eine Reichweite zum Ausführen von Reinigungsaufgaben, wofür zum Beispiel Informationen über den Ladezustand einer Batterie, den Füllstand einer Reinigungsflüssigkeit o. Ä. erforderlich sind. Der Vorarbeiter 112 kann mit der Reinigungsvorrichtung 102 beispielsweise über die Eingabeeinheit 134 interagieren.
Beispielhaft ist ferner der Objektleiter 114 dargestellt, der eine umfassendere Sicht auf die Nutzung von mehreren Reinigungsvorrichtungen 102 zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt. Beispielsweise werden Nutzungsinformationen von mehreren Reinigungsvorrichtungen 102 dargestellt, um deren Status insbesondere langfristig zu überwachen und Auswertungen durchzuführen.
Der Vorarbeiter 112 befindet sich im vorliegenden Beispiel außerhalb des Nahbereichs- Interaktionszustands, wobei zwischen seinem Zusatzgerät 106 und der Reinigungsvorrichtung 102 ein andersartiger Interaktionszustand eingenommen wird.
Dies ist vorliegend insbesondere ein Fernbereichs-Interaktionszustand.
Eine Interaktion erfolgt zum Beispiel über die Eingabeeinheit 134. Hierbei ist beispielsweise keine direkte Verbindung mit der Reinigungsvorrichtung 102 vorhanden, sondern stattdessen eine indirekte Verbindung über die Datenverarbeitungseinrichtung 142.
Figur 4 stellt den Sachverhalt von Figur 3 beispielhaft anhand eines Beispiels dar. Hierbei zeigen die Nutzungsinformationen des Maschinenführers 110 eine Batterieanzeige 152, um ihm zu verdeutlichen, dass die Reinigungsvorrichtung 102 ausreichend Kapazität für die laufende Reinigungsaufgabe aufweist. Ergänzende Anzeigeinformationen 154 sind vorgesehen.
Für den Vorarbeiter 112 ist die Batterieanzeige 152 in andersartiger Form aufbereitet, und es sind ferner Nutzungsinformationen in Form von Anzeigeinformationen 156 dargestellt, die sich zum Beispiel auf die Eignung der Reinigungsvorrichtung 102 für anstehende Reinigungsaufgaben beziehen und/oder auf etwaige durchzuführende Wartungen. Die Anzeigeinformationen 154, 156 sind insbesondere unterschiedlich.
Ferner zeigt Figur 4 beispielhaft die Anzeigeeinheit 132 des Zusatzgerätes 106 des Objektleiters 114. Dieser benötigt für Auswertungszwecke den Ladezustand der Batterien mehrerer Reinigungsvorrichtungen 102, so dass eine Mehrzahl von Batterieanzeigen 152 gezeigt ist, die vorliegend den zeitabhängigen Verlauf der Restkapazitäten der Batterien zeigen.
Die beispielhaften Batterieanzeigen 152 sind vorliegend abhängig von dem eingenommenen Interaktionszustand unterschiedlich aufbereitet, um dem jeweiligen Benutzer 108 die bestmögliche Information zu bieten.
Figur 5 zeigt schematisch die Einnahme eines Maschinen-Interaktionszustands zwischen dem Zusatzgerät 106 des Maschinenführers 110. Hierbei ist das Zusatzgerät 106 an und insbesondere auf der Reinigungsvorrichtung 102 positioniert. Figur 9 zeigt dies in einer vergrößerten Darstellung.
Im vorliegenden Beispiel ist das Zusatzgerät 106 in einer definierten Aufnahme 158 angeordnet. Die Anwesenheit wird von der Reinigungsvorrichtung 102 erkannt. An der Anzeigeeinheit 132 werden Nutzungsinformationen für einen möglichen Reinigungsbetrieb dargestellt.
Eine Steuerung der Reinigungsvorrichtung 102 erfolgt insbesondere über Bedienelemente 160 der Bedieneinheit 162, beispielsweise ein Multifunktionsbedienelement in Form eines Dreh-Drück-Knopfes 162. Ergänzend können Bedienanweisungen über die Eingabeeinheit 134 bereitgestellt werden.
Figur 5 symbolisiert, dass über die Bedieneinheit 122 und die Eingabeeinheit 134 auf eine Maschinenkontrolle, Reinigungsprogramme und Mitteilungen der bestimmten Reinigungsvorrichtung 102 zugegriffen werden kann (Elemente 164), mit der die Verbindung besteht. Der Maschinenführer 110 kann jeweils eine Informationsebene tiefer gelangen und Änderungen vornehmen sowie sich Details anzeigen lassen (Elemente 166).
Die Einnahme des Maschinen-Interaktionszustands wird beispielsweise aufgrund der Anwesenheit des Zusatzgerätes 106 in der Aufnahme 158 vorgenommen, aufgrund der Orientierung des Zusatzgerätes 106 im Querformat (oder alternativ im Hochformat), aufgrund der Art der Kommunikationsverbindung zwischen dem Zusatzgerät 106 und der Reinigungsvorrichtung und/oder aufgrund der Anmeldung des Benutzers 108 über das Zusatzgerät 106 an der Reinigungsvorrichtung 102.
Die Figuren 6 und 7 stellen beispielhaft die Einnahme eines Nahbereichs-Interaktionszustands zwischen dem Zusatzgerät 106 und der Reinigungsvorrichtung 102 dar, vorliegend am Beispiel des Vorarbeiters 112. Die Einnahme dieses Zustands wird beispielsweise durch Ermittlung einer räumlichen Entfernung zwischen der Reinigungsvorrichtung 102 und dem Zusatzgerät 106 bestimmt, insbesondere abhängig vom Bestehen einer vorgegebenen Art der Kommunikationsverbindung, speziell einer Bluetooth-Verbindung. Die räumliche Entfernung kann zum Beispiel abhängig von der Stärke des Kommunikationssignals bestimmt werden.
Der Vorarbeiter 112 kann beispielsweise in einer ersten Informationsebene eine gewünschte Reinigungsvorrichtung 102 auswählen (Element 168) oder für eine bestimmte Reinigungsvorrichtung 102 in die bereits im Zusammenhang mit den Figuren 5 und 9 beschriebenen Informationsebenen wechseln (Element 170). Hierbei ist das Zusatzgerät 106
an dieser bestimmten Reinigungsvorrichtung 102 angemeldet. Weitergehende Möglichkeiten über Elemente 172 bis 176 in der obersten Informationsebene bieten dem Vorarbeiter 112 zum Beispiel die Möglichkeit, Einstellungen vorzunehmen, eine Wartung zu planen beziehungsweise eine Hilfe aufzurufen.
Die Situation von Figur 7 unterscheidet sich von der Situation gemäß Figur 6 dadurch, dass das Zusatzgerät 106 des Vorarbeiters 112 im Beispiel der Figur 7 nicht mehr an der Reinigungsvorrichtung 102 direkt angemeldet ist.
Figur 8 zeigt einen entsprechenden Sachverhalt für den Objektleiter 114, der einen Fernbereichs-Interaktionszustand mit der Reinigungsvorrichtung 102 einnehmen kann und dessen Zusatzgerät 106 nicht an der Reinigungsvorrichtung 102 angemeldet ist. Im vorliegenden Beispiel kann der Objektleiter 114 auf die Elemente der obersten Informationsebene zugreifen und weitergehende Informationen aufrufen.
Im jeweiligen Nahbereichs-Interaktionszustand oder Fernbereichs-Interaktionszustand besteht ferner insbesondere die Möglichkeit, dass die Art und/oder der Umfang der übertragenen und/oder dargestellten Nutzungsinformationen voneinander unterschiedlich sind.
Bezugszeichenliste
Reinigungssystem Reinigungsvorrichtung Scheuersaugmaschine externes Zusatzgerät Benutzer
Maschinenführer Vorarbeiter Objektleiter Reinigungswerkzeug Fahrwerk , 136 Steuereinheit
Bedieneinheit
Kommunikationsschnittstelle, 132 Anzeigeeinheit , 138, 146 Speichereinheit
Smartphone Eingabeeinheit
Kommunikationseinheit
Datenverarbeitungseinrichtung Cloud , 150 Konturlinie
Batterieanzeige , 156 Anzeigeinformation
Aufnahme Bedienelement Dreh-Drück-Knopf bis 176 Element
Claims
1. Reinigungssystem (100), umfassend mindestens eine Reinigungsvorrichtung (102), die ein Reinigungswerkzeug (116) umfasst, eine Steuereinheit (120) und eine mit der Steuereinheit (120, 136) gekoppelte Kommunikationsschnittstelle (124), und mindestens ein externes Zusatzgerät (106) für einen Benutzer (108), das über die Kommunikationsschnittstelle (124) mit der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) direkt oder indirekt zum Transfer von Nutzungsinformationen in Kommunikationsverbindung bringbar ist und eine ansteuerbare Anzeigeeinheit (132) umfasst, wobei zwei oder mehr voneinander unterschiedliche Interaktionszustände zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) und dem Zusatzgerät (106) über die Kommunikationsverbindung einnehmbar sind, und wobei die Art und/oder der Umfang der Nutzungsinformationen abhängig vom eingenommenen Interaktionszustand übertragbar und/oder an der Anzeigeeinheit (132) darstellbar sind.
2. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Einnahme eines bestimmten Interaktionszustands von zumindest einem der Folgenden abhängt: räumliche Entfernung zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) und dem mindestens einen Zusatzgerät (106);
Anwesenheit der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) und des mindestens einen Zusatzgerätes (106) in einem vorgegebenen räumlich abgegrenzten Bereich; abhängig vom Bestehen einer vorgegebenen Art der Kommunikationsverbindung; abhängig von der Stärke eines Kommunikationssignals der Kommunikationsverbindung; abhängig vom Bestehen einer physischen Verbindung, insbesondere einer Kabelverbindung zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) und dem mindestens einen Zusatzgerät (106); abhängig von der Positionierung des mindestens einen Zusatzgeräts (106) in einer definierten Aufnahme (158) an der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102);
abhängig von einem physischen Kontakt des mindestens einen Zusatzgerätes (106) mit einem Kontaktelement der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102); abhängig von der Orientierung des mindestens einen Zusatzgerätes (106) in einer vorgegebenen Weise; abhängig davon, ob der Benutzer über das mindestens eine Zusatzgerät (106) an der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) angemeldet ist.
3. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Art der Kommunikationsverbindung eines der Folgenden umfasst: eine Punkt-zu- Punkt-Verbindung, eine Verbindung in einem lokalen Netzwerk; eine Verbindung über eine Telekommunikationsnetz, eine Bluetooth-Verbindung; eine WLAN-Verbindung; eine NFC-Verbindung.
4. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungssystem (100) mindestens eine Speichereinheit (128, 138, 146) umfasst oder bildet, in der Benutzerinformationen betreffend mindestens ein den Benutzer (108) kennzeichnendes und mit diesem verknüpftes Kriterium gespeichert ist, so dass der Benutzer bei Nutzung des mindestens einen Zusatzgerätes (106) anhand des mindestens einen Kriteriums identifizierbar ist.
5. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Kriterium die Person, eine Rolle, ein Benutzerprofil und/oder eine Berechtigung des Benutzers (108) umfasst.
6. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Art und/oder der Umfang der übertragenen und/oder dargestellten Nutzungsinformationen ergänzend abhängig vom mindestens einen Kriterium sind.
7. Reinigungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
bei Vorliegen eines vorgegebenen Kriteriums für den Benutzer (108) mindestens ein Interaktionszustand nicht eingenommen werden kann und/oder dass bei Vorliegen eines vorgegebenen Kriteriums zwei oder mehr Interaktionszustände eingenommen werden können.
8. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als zwei Interaktionszustände vorgesehen sind.
9. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Interaktionszustände einen Maschinen-Interaktionszustand umfassen, der insbesondere bei an oder auf der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) angeordnetem Zusatzgerät (106) eingenommen wird.
10. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei Einnahme des Maschinen-Interaktionszustands Nutzungsinformationen allein derjenigen Reinigungsvorrichtung (102) übertragen werden und/oder dargestellt werden, an oder auf der das mindestens eine Zusatzgerät (106) sich befindet.
11. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Reinigungsvorrichtung (102) eine Bedieneinheit (122) mit einem oder mehreren Bedienelement(en) (160) zur physischen Bedienung durch den Benutzer (108) umfasst und dass über eine Eingabeeinheit (134) des mindestens einen Zusatzgerätes (106) ergänzend oder alternativ Bedienanweisungen des Benutzers (108) an die mindestens eine Reinigungsvorrichtung (102) übertragbar sind.
12. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Interaktionszustände einen Nahbereichs-Interaktionszustand umfassen, der insbesondere bei Positionierung des mindestens einen Zusatzgerätes (106) innerhalb eines vorgegebenen Abstandes zur mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102)
und/oder bei einer Kommunikationsverbindung mittels Bluetooth oder WLAN eingenommen wird.
13. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungssystem (100) eine Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen (102) umfasst und dass bei Einnahme des Nahbereichs-Interaktionszustands Nutzungsinformationen von einer bestimmten Reinigungsvorrichtung (102) der Reinigungsvorrichtungen (102) oder eine Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen (102) übertragbar und/oder an der Anzeigeeinheit (126, 132) darstellbar sind.
14. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig von einer Auswahl durch den Benutzer (108) oder dass ohne Zutun des Benutzers (108) die Nutzungsinformationen der bestimmten Reinigungsvorrichtung (102) oder der Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen (102) übertragbar und/oder darstellbar sind.
15. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Interaktionszustände einen Fernbereichs-Interaktionszustand umfassen, der insbesondere bei Positionierung des mindestens einen Zusatzgerätes (106) außerhalb eines vorgegebenen räumlichen Abstandes zur mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) und/oder bei einer Kommunikationsverbindung mittels eines Telekommunikationsnetzes und/oder über eine separate räumlich entfernte Datenverarbeitungseinrichtung (142) des Reinigungssystems (100) eingenommen wird.
16. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die separate Datenverarbeitungseinrichtung (142) ein/einen oder mehrere Server ist oder umfasst und insbesondere als Cloud (144) ausgestaltet oder gebildet ist, wobei über den mindestens einen Server eine Verwaltung der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) möglich ist.
17. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Interaktionszustände selbsttätig und/oder vom Benutzer (108) über eine Eingabeeinheit (134) des mindestens einen Zusatzgerätes (106) umschaltbar sind, insbesondere zwischen einem Maschinen-Interaktionszustand und einem Nahbereichs- Interaktionszustand.
18. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsverbindung bidirektional ist und das mindestens eine Zusatzgerät (106) eine Eingabeeinheit (134) umfasst, wobei Bedienanweisungen des Benutzers (108) an der Eingabeeinheit (134) vom mindestens einen Zusatzgerät (106) über die Kommunikationsverbindung an die mindestens eine Reinigungsvorrichtung (102) übertragbar sind, wobei die Eingabeeinheit (134) insbesondere eine berührungssensitive Anzeigeeinheit (126, 132) ist oder umfasst.
19. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienanweisungen an die mindestens eine Reinigungsvorrichtung (102) abhängig vom eingenommenen Interaktionszustand übertragbar sind.
20. Reinigungssystem (100) nach Anspruch 18 oder 19 in Verbindung mit einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienanweisungen abhängig vom mindestens einen mit dem Benutzer (108) verknüpften Kriterium übertragbar sind.
21. Reinigungssystem (100) nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass über die Bedienanweisungen Zugriff auf eine oder mehrere Funktion(en) der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) besteht, die über eine Bedieneinheit (122) der Reinigungsvorrichtung (102) nicht ausübbar ist/sind.
22. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das mindestens eine Zusatzgerät (106) mindestens eines der Folgenden ist oder umfasst: Smartphone (130), Tablet-Computer, Smartwatch, Head-mounted-Display, Personal Computer.
23. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungssystem (100) zumindest eines der Folgenden umfasst: eine Mehrzahl von Reinigungsvorrichtungen (102), die jeweils mit mindestens einem Zusatzgerät (106) koppelbar sind; eine Mehrzahl von Zusatzgeräten (106), die jeweils mit mindestens einer Reinigungsvorrichtung (102) koppelbar sind.
24. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (102) eine Scheuersaugmaschine (104) oder eine Kehrmaschine ist.
25. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (102) eine Nachlaufmaschine (walk-behind), eine Aufsitzmaschine oder eine Aufstehmaschine (ride-on) ist.
26. Reinigungssystem (100) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Reinigungsvorrichtung (102) benutzergeführt ist und/oder dass die mindestens eine Reinigungsvorrichtung (102) selbstfahrend und selbstlenkend ausgestaltet ist.
27. Verfahren zum Betreiben eines Reinigungssystems (100), insbesondere nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei eine Reinigungsvorrichtung (102) des Reinigungssystems (100) über eine Kommunikationsschnittstelle (124) mit einem externen Zusatzgerät (106) direkt oder indirekt zum Transfer von Nutzungsinformationen in Kommunikationsverbindung gebracht wird, wobei zwei oder mehr voneinander unterschiedliche Interaktionszustände zwischen der mindestens einen Reinigungsvorrichtung (102) und dem Zusatzgerät (106) über die Kommunikationsverbindung eingenommen werden können, und wobei Art und/oder Umfang der
Nutzungsinformationen abhängig vom eingenommen Interaktionszustand übertragen und/oder an einer ansteuerbaren Anzeigeeinheit (126, 132) des Zusatzgerätes (106) dargestellt werden.
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