-
Die Erfindung betrifft einen Heizkörper und ein Verfahren zum Installieren eines Heizkörpers.
-
Der im Bereich Wärmeerzeuger seit längerem anhaltende Trend hin zu Wärmepumpen erfordert zunehmend, Heizkörper in Wohn- und Gewerbegebäuden zu verwenden, welche besonders bei niedrigen Vorlauftemperaturen effizient sind und einen geforderten Wärmebedarf decken können.
-
Neben Flächenheizungen werden hier in der Regel Fancoils oder sog. Wärmepumpenheizkörper verwendet. Beide Produkte ermöglichen eine Wandmontage ähnlich zu einem herkömmlichen Heizkörper. Durch die in diesen Geräten verbauten Gebläse, insbesondere Lüfter, kann die Konvektion innerhalb des Wärmeübertragers erhöht und somit eine Leistung bei niedrigen Betriebstemperaturen erhöht werden.
-
Ein Wärmepumpenheizkörper ist beispielsweise aus der
EP 1 462 748 A1 bekannt. Der Wärmepumpenheizkörper besteht dort aus einem in einem offenen Gehäuse vorgesehenen Wärmetauscher, der im Wesentlichen aus einem oder mehreren Rohren besteht, auf denen eine oder mehrere Reihen von Lamellen in gegenseitigen Abständen voneinander vorgesehen sind, wobei der Abstand zwischen den Lamellen mindestens drei Millimeter beträgt, und wobei über dem Wärmetauscher mindestens ein Ventilator vorgesehen ist, der Luft durch den Wärmetauscher saugt.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Heizkörper und ein Verfahren zum Installieren eines Heizkörpers zu verbessern.
-
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Heizkörper mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
-
Insbesondere wird ein Heizkörper geschaffen, umfassend einen Wärmeübertrager, ein Gebläse, wobei das Gebläse derart in dem Heizkörper angeordnet und dazu eingerichtet ist, einen Luftstrom durch den Wärmeübertrager hindurch zu erzeugen, und Halteelemente, die jeweils eine einseitig geöffnete Aussparung aufweisen, in die der Wärmeübertrager eingeschoben werden kann oder eingeschoben ist, wobei die Aussparungen derart angeordnet und dazu eingerichtet sind, den Wärmeübertrager befestigungsmittelfrei in einer Zielposition zu halten.
-
Ferner wird insbesondere ein Verfahren zum Installieren eines Heizkörpers zur Verfügung gestellt, wobei der Heizkörper gemäß einer der in dieser Offenbarung beschrieben Ausführungsformen ausgebildet ist, wobei der Wärmeübertrager werkzeugfrei und befestigungsmittelfrei in den Haltelementen angeordnet wird.
-
Der vorgeschlagene Heizkörper und das vorgeschlagene Verfahren ermöglichen es, den Wärmeübertrager werkzeugfrei und befestigungsmittelfrei in dem Heizkörper anzuordnen. Insbesondere ist vorgesehen, dass der Wärmeübertrager im montierten Zustand bzw. im Betriebszustand des Heizkörpers befestigungsmittelfrei im Heizkörper gehalten wird. Hierdurch kann insbesondere eine Installation vereinfacht werden, da kein Werkzeug notwendig ist, um den Wärmeübertrager in dem Heizkörper anzuordnen. Dies wird erreicht, indem Halteelemente vorgesehen sind, die jeweils eine einseitig geöffnete Aussparung aufweisen, in die der Wärmeübertrager eingeschoben werden kann oder eingeschoben ist. Die Aussparungen sind hierbei derart angeordnet und dazu eingerichtet, den Wärmeübertrager befestigungsmittelfrei in einer Zielposition zu halten. Insbesondere wird der Wärmeübertrager ausschließlich von den Halteelementen in der Zielposition gehalten. Insbesondere wird der Wärmeübertrager ausschließlich mittels der Aussparungen der Halteelemente in der Zielposition gehalten.
-
Es kann bei dem Heizkörper vorgesehen sein, dass der Wärmeübertrager derart in dem Heizkörper angeordnet ist, dass eine vom Luftstrom angeströmte Stirnfläche des Wärmeübertragers schräg im Heizkörper angeordnet ist. Anders ausgedrückt: eine von dem Gebläse zu einem Zeitpunkt ausgehende Luft trifft zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf unterschiedliche Teile der Stirnfläche. Die Stirnflächen des Wärmeübertragers sind insbesondere jeweils in einem spitzen Winkel zur Heizkörpervorderseite bzw. Heizkörperrückseite angeordnet. Durch die schräg gestellten Stirnflächen bzw. den schräg gestellten Wärmeübertrager kann bei einer verringerten Tiefe des Heizkörpers eine Fläche, durch die Luft hindurch strömt, vergrößert werden. Insbesondere erlaubt der schräg gestellte Wärmeübertrager das Verwenden eines Heizkörpers mit herkömmlichen Abmessungen, das heißt, insbesondere mit einer Bautiefe, die im Bereich von Bautiefen von herkömmlichen Heizkörpern liegt. Hierdurch kann bei regulärer Bautiefe eine Leistung gesteigert werden.
-
Der Wärmeübertrager umfasst insbesondere ein Register oder mindestens ein Konvektionsblech. Das Register umfasst beispielsweise eine oder mehrere Rohrleitungen, durch die ein Wärme- oder Kühlmedium hindurch geleitet wird. An dieser oder diesen Rohrleitungen sind beispielsweise flächenförmige Lamellen angeordnet, an denen Luft entlanggeleitet wird und an denen ein Wärmeaustausch in Richtung der Luft (Heizbetrieb) oder in Richtung der Lamellen (Kühlbetrieb) erfolgt. Das mindestens eine Konvektionsblech ist beispielsweise an einer Heizplatte angeordnet. An dem mindestens einen Konvektionsblech wird Luft entlanggeleitet und es erfolgt ein Wärmeaustausch in Richtung der Luft (Heizbetrieb) oder in Richtung des mindestens einen Konvektionsbleches (Kühlbetrieb).
-
Das Gebläse ist insbesondere dazu eingerichtet, einen Luftstrom zu erzeugen. Hierzu wird dem Gebläse insbesondere eine elektrische Versorgungsspannung bereitgestellt. Das Gebläse kann beispielsweise einen oder mehrere Lüfter umfassen. Ein Lüfter kann beispielsweise ein Axiallüfter, ein Querstromlüfter oder ein Radiallüfter (Radialventilator) sein. Das Gebläse, insbesondere eine Drehzahl des Gebläses, wird insbesondere von einer Steuereinrichtung angesteuert und/oder geregelt. Das Gebläse ist insbesondere unterhalb des Wärmeübertragers, insbesondere in einem vorgegebenen Abstand unterhalb des Wärmeübertragers, angeordnet. Grundsätzlich kann das Gebläse aber auch oberhalb des Wärmeübertragers angeordnet sein.
-
Der Heizkörper ist insbesondere ein Gebläsekonvektor. Der Heizkörper ist insbesondere ein gebläseunterstützter Wärmetauscher. Der Heizkörper ermöglicht insbesondere einen Heizbetrieb und einen Kühlbetrieb. Der Heizkörper ist insbesondere bodennah an einer Wand montiert. Der Heizkörper ist insbesondere ein Wärmepumpenheizkörper. Der Heizkörper kann ferner auch eine Steuereinrichtung und/oder eine Bedieneinrichtung umfassen. Die Steuereinrichtung ist insbesondere dazu eingerichtet, je nach Betriebszustand (Heizbetrieb oder Kühlbetrieb) den Heizkörper derart anzusteuern, dass eine Strömungsrichtung des Luftstroms jeweils dem Betriebszustand entspricht. Die Steuereinrichtung fragt hierzu beispielsweise einen Betriebszustand ab und/oder erhält einen solchen Betriebszustand übermittelt und erzeugt hierzu beispielsweise entsprechende Steuersignale. Ferner kann der Heizkörper eine Schnittstelle zur Fernsteuerung und/oder zur Anbindung an ein Gebäudeleitsystem umfassen.
-
Weiter umfasst der Heizkörper insbesondere auch ein (Heizkörper-)Gehäuse. Das Gehäuse umfasst insbesondere eine Vorderseite (Gehäusevorderwand), eine Rückseite (Gehäuserückwand), eine (insbesondere zumindest teilweise offene) Oberseite und eine (zumindest teilweise offene) Unterseite sowie eine rechte Seite und eine linke Seite (Seitenwände).
-
Es kann vorgesehen sein, dass eine Form der Aussparungen zumindest teilweise einer äußeren Form des Wärmeübertragers folgt. Hierdurch kann ein Bereich, in dem der Wärmeübertrager mit dem Halteelement in mechanischem Kontakt steht, vergrößert werden.
-
Insbesondere liegen die Seiten der Aussparungen an dem Wärmeübertrager an. Insbesondere liegen die Seiten der Aussparungen an Seiten des Wärmeübertragers an, insbesondere an einer Vorderseite, einer Unterseite und einer Rückseite des Wärmeübertragers (im montierten Zustand). Insbesondere befinden sich die Seiten der Aussparungen in mechanischem Kontakt mit dem Wärmeübertrager, insbesondere mit Seiten des Wärmeübertragers, insbesondere mit der Vorderseite, der Unterseite und der Rückseite des Wärmeübertragers. Insbesondere korrespondieren die Abmessungen der Aussparungen mit den (äußeren) Abmessungen des Wärmeübertragers, insbesondere mit Abmessungen der Vorderseite, der Unterseite und der Rückseite, wobei die Vorderseite, die Unterseite und die Rückseite des Wärmeübertragers insbesondere eine U-Form der Aussparungen definieren. Insbesondere folgt eine Form der Aussparungen einer Außenkontur des Wärmeübertragers. Hierdurch kann insbesondere eine mechanisch besonders gute Fixierung erreicht werden und gleichzeitig ein aufwandarmes (werkzeugfreies) Anordnen und Entnehmen des Wärmeübertragers ermöglicht werden.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Aussparungen im Montagezustand des Heizkörpers nach oben hin geöffnet sind. Hierdurch kann der Wärmeübertrager von oben in die Aussparungen eingeschoben werden. Es kann hierbei insbesondere vorgesehen sein, dass eine Richtung einer Öffnung der Aussparungen lediglich eine nach oben hin gerichtete Vektorkomponente aufweist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Aussparungen im Montagezustand des Heizkörpers schräg nach oben hin geöffnet sind.
-
Der Wärmeübertrager kann dann von schräg oben in die Aussparungen hineingeschoben und in diesen angeordnet werden oder nach schräg oben wieder aus den Aussparungen entnommen werden.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Wärmeübertrager allein schwerkraftgetrieben in den Aussparungen der Halteelemente fixiert ist und durch die Halteelemente in Position gehalten wird. Hierdurch kann der Wärmeübertrager sicher in den Aussparungen der Halteelemente gehalten werden. Insbesondere wird der Wärmeübertrager in Richtung der Schwerkraft in die Aussparungen der Halteelemente eingeschoben, wobei ein unteres Ende der Aussparung eine weitere Bewegung des Wärmeübertragers verhindert, wenn der Wärmeübertrager dieses untere Ende erreicht hat und mit diesem in mechanischen Kontakt getreten ist.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Wärmeübertrager in Bezug auf einen Kontaktbereich, an dem der Wärmeübertrager sich bei Anordnung in den Halteelementen mit den Halteelementen in Kontakt befindet, symmetrisch ausgebildet ist, derart, dass eine Anordnung des Wärmeübertragers in den Halteelementen um 180° gedreht werden kann. Hierdurch kann der Wärmeübertrager in zumindest zwei Anordnungen in den Halteelementen angeordnet sein oder angeordnet werden. Insbesondere ist die Symmetrie hierbei mit Bezug auf eine rechte Seite und eine linke Seite und/oder mit Bezug auf seitliche Enden insbesondere einer Stirnseite bzw. Längsseite des Wärmeübertragers ausgebildet. Die Symmetrie kann hierbei insbesondere nur die Kontaktbereiche betreffen.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Wärmeübertrager einen seitlichen Vorlaufanschluss und einen seitlichen Rücklaufanschluss aufweist, wobei der Wärmeübertrager dazu eingerichtet ist, dass durch eine Drehung des Wärmeübertragers um 180° und eine gedrehte Anordnung in den Halteelementen eine jeweilige Anschlussseite des Vorlaufanschlusses und des Rücklaufanschlusses geändert werden kann. Hierdurch kann eine Montage des Heizkörpers vereinfacht werden, da der Heizkörper in Bezug auf eine Anschlussseite des Vorlaufanschlusses und/oder des Rücklaufanschlusses flexibel bei der Montage konfiguriert werden kann. Durch die Möglichkeit der flexiblen Konfiguration können insbesondere fest konfigurierte Varianten des Heizkörpers eingespart werden, was einen Aufwand bei der Entwicklung, Planung und Lagerung reduziert. Insgesamt ist eine Flexibilität des Heizkörpers in Bezug auf mögliche Anwendungsszenarien vergrößert.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass zwei Halteelemente vorgesehen sind, wobei die Halteelemente derart im Heizkörper angeordnet sind, dass eine jeweilige Position der Halteelemente mit seitlichen Enden des Wärmeübertragers zusammenfällt. Hierdurch kann der Wärmeübertrager mit einer möglichst geringen Anzahl von Halteelementen sicher in Position gehalten werden.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Halteelemente jeweils als Blech ausgebildet sind, in dem die Aussparung ausgebildet ist. Hierdurch können die Halteelemente auf besonders einfache Weise hergestellt werden, beispielsweise durch Stanzen des Bleches und der Aussparung. Die Halteelemente können beispielsweise als senkrecht zu einer Vorderwand und einer Rückwand des Gehäuses des Heizkörpers angeordnete Bleche ausgebildet sein. Die Bleche können hierbei zusätzlich einer mechanischen Stabilität des Heizkörpers dienen und/oder diese verbessern.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Halteelemente und/oder der Wärmeübertrager jeweils Führungsmittel aufweisen, welche dazu eingerichtet sind, eine Bewegung zum Anordnen des Wärmeübertragers in den Halteelementen und/oder zum Entnehmen des Wärmeübertragers aus den Halteelementen zu führen. Hierdurch kann eine zum Anordnen des Wärmeübertragers in den Aussparungen der Haltelemente notwendige Bewegung unterstützt und vereinfacht werden. Auch das Entnehmen des Wärmeübertragers, beispielsweise zum Drehen und Umkonfigurieren von Anschlüssen, kann hierdurch unterstützt und vereinfacht werden. Die Führungsmittel an den Halteelementen und/oder am Wärmeübertrager können zueinander komplementär ausgebildet sein.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass Ränder der Aussparungen zumindest abschnittsweise mittels Kantenschutzprofilen geschützt sind. Hierdurch kann der Wärmeübertrager vor scharfen Kanten der Aussparungen geschützt werden. Sind die Halteelemente aus Blech (z.B. mit einer Wandstärke von 1,25 mm), so können die Ränder der Aussparung scharfkantig sein. Sowohl beim Einschieben des Wärmeübertragers, wenn der Wärmeübertrager an den Rändern entlangbewegt wird, als auch während des Betriebs des Heizkörpers aufgrund von leichten Vibrationen des Wärmeübertragers, die von der Wasserdurchströmung verursacht werden, können durch die Verwendung der Kantenschutzprofile Schäden am Wärmeübertrager vermieden werden, da der Wärmeübertrager nicht in direktem Kontakt mit den Rändern steht. Insbesondere können hierdurch Schäden an (weicheren) Kupferrohren des Wärmeübertragers vermieden werden. Die Kantenschutzprofile sind insbesondere in denjenigen Bereichen des Rands der Aussparungen vorgesehen, die mit dem Wärmeübertrager in Kontakt kommen. Die Kantenschutzprofile sind beispielsweise aus Kunststoff ausgebildet und/oder umfassen einen Kunststoff.
-
Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1a
- eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung einer Ausführungsform des Heizkörpers (insbesondere im Heizbetrieb);
- Fig. 1b
- eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung einer Ausführungsform des Heizkörpers (insbesondere im Kühlbetrieb);
- Fig. 2a
- eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung einer Ausführungsform des Halteelements;
- Fig. 2b
- eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung einer Ausführungsform des Halteelements;
- Fig. 3a
- eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung einer beispielhaften Konfiguration des Heizkörpers;
- Fig. 3b
- eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung einer beispielhaften Konfiguration des Heizkörpers;
- Fig. 4
- ein schematisches Ablaufdiagramm einer Ausführungsform des Verfahrens zum Installieren eines Heizkörpers.
-
Die Figuren 1a und 1b zeigen schematische Darstellungen eines grundsätzlichen Aufbaus einer Ausführungsform des Heizkörpers 1. Der Heizkörper 1 umfasst einen Wärmeübertrager 2 und ein Gebläse 3. Der Wärmeübertrager 2 umfasst im gezeigten Beispiel ein Register, umfassend eine Rohrleitung 4, an der von dieser abstehende Lamellen 5 angeordnet sind. Durch die Rohrleitung 4 wird ein Heiz- oder Kühlmedium geleitet. Alternativ kann der Wärmeübertrager 2 auch Konvektionsbleche umfassen, die an einer Heizplatte angeordnet sind. Das Gebläse 3 ist derart in dem Heizkörper 1 angeordnet und dazu eingerichtet, einen Luftstrom 6 durch den Wärmeübertrager 2 hindurch zu erzeugen. Der Luftstrom 6 weist hierbei eine Strömungsrichtung 7 auf und wird an den Lamellen 5 vorbeigeführt, wobei eine Temperatur T1 der Luft sich auf eine Temperatur T2 ändert. Der Heizkörper 1 kann insbesondere ein Wärmepumpenheizkörper sein.
-
Der Heizkörper 1 ist insbesondere dazu eingerichtet, dass die Strömungsrichtung 7 des vom Gebläse 3 erzeugten Luftstroms 6 beim Kühlbetrieb einer Strömungsrichtung 7 beim Heizbetrieb entgegengerichtet ist. Der Heizkörper 1 kann hierzu eine Steuereinrichtung 8 aufweisen, welche dazu einrichtet ist, das Gebläse 3 derart anzusteuern und/oder zu regeln, dass die Strömungsrichtung 8 des vom Gebläse 3 erzeugten Luftstroms 6 beim Kühlbetrieb der Strömungsrichtung 7 beim Heizbetrieb entgegengerichtet ist.
-
Die entgegengerichteten Strömungsrichtungen 7 sind in der Fig. 1a (insbesondere Heizbetrieb) und Fig. 1b (insbesondere Kühlbetrieb) gezeigt.
-
Es kann vorgesehen sein, dass die Strömungsrichtung 7 beim Heizbetrieb (Fig. 1a, T1<T2) von unten nach oben und die Strömungsrichtung 7 beim Kühlbetrieb (Fig. 1b, T1>T2) von oben nach unten gerichtet ist.
-
Es kann vorgesehen sein, dass das Gebläse 3 Axiallüfter umfasst, wobei der Heizkörper 1 dazu eingerichtet ist, zum Umkehren der Strömungsrichtung 7 eine Drehrichtung von Rotoren der Axiallüfter zu ändern. Dies ist in den Figuren 1a und 1b schematisch verdeutlicht. Eine Drehrichtung der Rotoren der Axiallüfter ist in der Fig. 1a (insbesondere Heizbetrieb) entgegengerichtet zu der Drehrichtung der Rotoren der Axiallüfter in der Fig. 1b (insbesondere Kühlbetrieb). Insbesondere ist eine Ansteuerung der Axiallüfter durch die Steuereinrichtung 8 derart, dass die Drehrichtung entgegengerichtet ist. Beispielsweise kann hierzu eine Polarität einer Betriebsspannung der Axiallüfter geändert werden. Beispielhaft kann das Gebläse 3 mehrere Axiallüfter aufweisen, beispielsweise fünf oder sechs, es können grundsätzlich jedoch auch mehr oder weniger Axiallüfter sein. Der Heizkörper 1 umfasst ferner Halteelemente 10, die jeweils eine einseitig geöffnete Aussparung aufweisen, in die der Wärmeübertrager 2 eingeschoben werden kann oder eingeschoben ist, wobei die Aussparungen derart angeordnet und dazu eingerichtet sind, den Wärmeübertrager 2 befestigungsmittelfrei in einer Zielposition zu halten. Insbesondere halten die Halteelemente 10 den Wärmeübertrager befestigungsmittelfrei in der Zielposition.
-
Bei den in den Figuren gezeigten Ausführungsformen ist insbesondere vorgesehen, dass zwei Halteelemente 10 vorgesehen sind, wobei die Halteelemente 10 derart im Heizkörper 1 angeordnet sind, dass eine jeweilige Position der Halteelemente 10 mit seitlichen Enden 16 des Wärmeübertragers 2 zusammenfällt. Die seitlichen Enden 16 beziehen sich insbesondere auf die Stirnseiten bzw. Längsseiten des Wärmeübertragers 2.
-
Die Figuren 2a und 2b zeigen schematische Darstellungen zur Verdeutlichung einer Ausführungsform des Halteelements 10. Hierzu ist das Haltelement 10 im Vergleich zu den Figuren 1a und 1b in den Figuren 2a und 2b in einer Seitenansicht gezeigt. Die Fig. 2a zeigt hierbei einen Zustand, in dem der Wärmeübertrager 2 nicht an bzw. in dem Haltelement 10 angeordnet ist. Die Fig. 2b zeigt einen Zustand, in dem der Wärmeübertrager 2 (in einer Zielposition) an bzw. in dem Halteelement 10 angeordnet ist. In dem Halteelement 10 ist die Aussparung 11 (Fig. 2a) ausgebildet. Der Wärmeübertrager 2 wird durch das Halteelement 10 befestigungsmittelfrei in der Zielposition gehalten. Die Zielposition ist hierbei insbesondere dann erreicht, wenn der Wärmeübertrager 2 vollständig in die Aussparung 11 eingeschoben ist. Eine Form der Aussparung 11 folgt hierbei insbesondere einer äußeren Form des Wärmeübertragers 2.
-
Es kann vorgesehen sein, dass die Aussparungen 11 im Montagezustand des Heizkörpers 1 nach oben hin geöffnet sind. Dies ist schematisch in den Figuren 2a und 2b gezeigt. Die Aussparung 11 weist nach oben hin eine Öffnung 12 auf, durch die der Wärmeübertrager 2 in die Aussparung 11 hineingeschoben werden kann und durch die der Wärmeübertrager 2 aus der Aussparung 11 entnommen werden kann.
-
Es kann vorgesehen sein, dass der Wärmeübertrager 2 allein schwerkraftgetrieben in den Aussparungen 11 der Halteelemente 10 fixiert ist und durch die Halteelemente 10 in Position gehalten wird. Dies erfolgt insbesondere dadurch, dass ein unterer Rand der Aussparung 11 eine in Richtung der Schwerkraft gerichtete Bewegung des Wärmeübertragers 2 verhindert und der Wärmeübertrager 2 in der Aussparung 11 durch sein Eigengewicht fixiert ist.
-
Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass eine (Haupt-)Erstreckungsrichtung 13 der Aussparung 11 einen spitzen Winkel zu einer Vorderseite bzw. einer Rückseite des Heizkörpers aufweist. Hierdurch kann ein Bereich, in dem eine schwerkraftgetriebene Fixierung erfolgt, vergrößert werden, da der Wärmeübertrager 2 zusätzlich zum unteren Rand der Aussparung 11 auch an einer Seite der Aussparung 11 anliegt und durch diese zusätzlich in Position gehalten wird.
-
Es kann vorgesehen sein, dass der Wärmeübertrager 2 in Bezug auf einen Kontaktbereich, an dem der Wärmeübertrager 2 sich bei Anordnung in den Halteelementen 10 mit den Halteelementen 10 in Kontakt befindet, symmetrisch ausgebildet ist, derart, dass eine Anordnung des Wärmeübertragers 2 in den Halteelementen um 180° gedreht werden kann.
-
Es kann vorgesehen sein, dass der Wärmeübertrager 2 einen seitlichen Vorlaufanschluss 14 (Fig. 2a) und einen seitlichen Rücklaufanschluss 15 (Fig. 2a) aufweist, wobei der Wärmeübertrager 2 dazu eingerichtet ist, dass durch eine Drehung des Wärmeübertragers 2 um 180° und eine gedrehte Anordnung in den Halteelementen 10 eine jeweilige Anschlussseite des Vorlaufanschlusses 14 und des Rücklaufanschlusses 15 geändert werden kann. Nach der Drehung um 180° würden der Vorlaufanschluss 14 und der Rücklaufanschluss 15 mit Bezug auf das in der Fig. 2a gezeigte Beispiel auf der vom Betrachter abgewandten Seite liegen und in der gezeigten Darstellung nicht mehr zu sehen sein.
-
Die Figuren 3a und 3b verdeutlichen beispielhaft die beiden Konfigurationen des Heizkörpers, wobei der Heizkörper nur teilweise dargestellt ist. Die Fig. 3a zeigt eine Konfiguration, bei der der Vorlaufanschluss 14 und der Rücklaufanschluss 15 auf der linken Seite des Heizkörpers angeordnet sind. Die Fig. 3b zeigt eine Konfiguration, bei der der Vorlaufanschluss 14 und der Rücklaufanschluss 15 auf der rechten Seite des Heizkörpers angeordnet sind. Der Heizkörper ist bei beiden Konfigurationen derselbe, lediglich eine Orientierung des Wärmeübertragers 2 ist in der voranstehend beschriebenen Art und Weise geändert worden. Wird der Heizkörper beispielsweise in der Konfiguration geliefert, die in der Fig. 3a gezeigt ist, soll aber in der Konfiguration montiert werden, die in der Fig. 3b gezeigt ist, so wird der Wärmeübertrager 2 aus den Halteelementen 10 entnommen (vgl. Fig. 2a), um 180° um eine Vertikalachse V gedreht und wieder in die Aussparungen der Halteelemente 10 bis zur Zielposition eingeschoben. Zum Ändern der Konfiguration ist keinerlei Werkzeug notwendig. Auch eine Befestigung des Wärmeübertragers 2 ist nicht notwendig.
-
Es kann vorgesehen sein, dass die Halteelemente 10 jeweils als Blech ausgebildet sind, in dem die Aussparung 11 ausgebildet ist. Das Blech kann insbesondere durch Stanzen hergestellt werden, wobei die Aussparung 11 aus dem Blech ausgestanzt wird. Das Blech wird dann in geeigneter Weise in einem Gehäuse des Heizkörpers 1 angeordnet und befestigt, beispielsweise senkrecht zu einer Rückwand des Heizkörpers 1, wie dies schematisch in den Figuren gezeigt ist.
-
Es kann vorgesehen sein, dass die Halteelemente 10 und/oder der Wärmeübertrager 2 jeweils Führungsmittel 17 (Figuren 2a und 2b) aufweisen, welche dazu eingerichtet sind, eine Bewegung zum Anordnen des Wärmeübertragers 2 in den Halteelementen 10 und/oder zum Entnehmen des Wärmeübertragers 2 aus den Halteelementen 10 zu führen. In der in den Figuren 2a und 2b gezeigten Ausführungsform der Halteelemente 10 umfassen die Führungsmittel 17 eine einseitige Einführhilfe in Form eines einseitig über die Öffnung 12 hinausragenden Überstands, welche es erlaubt, den Wärmeübertrager 2 zum Einführen in die Öffnung 12 der Aussparung 11 einseitig an diese anzulegen und entlang dieser und geführt durch diese in Richtung der Öffnung 12 der Aussparung 11 zu schieben.
-
Als Führungsmittel 17 kann alternativ oder zusätzlich beispielsweise auch eine trichterförmige Verbreiterung am oberen Ende der Öffnung 11 vorgesehen sein, die das Einführen des Wärmeübertragers 1 in die Aussparung 11 unterstützt und führt.
-
Es kann vorgesehen sein, dass Ränder der Aussparungen 11 zumindest abschnittsweise mittels Kantenschutzprofilen 18 (Fig. 2a) geschützt sind. Das gezeigte Kantenschutzprofil 18 umgreift den Rand der Aussparung 11, die in dem Halteelement 10 vorhanden ist. Hierbei sind insbesondere diejenigen Bereiche der Ränder mit einem Kantenschutzprofil 18 bedeckt und geschützt, die mit dem Wärmeübertrager 2 in Kontakt kommen können.
-
Die Fig. 4 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm einer Ausführungsform des Verfahrens zum Installieren eines Heizkörpers. Der Heizkörper ist gemäß einer der in dieser Offenbarung beschriebenen Ausführungsformen ausgebildet. Insbesondere soll im Rahmen des Verfahrens eine Anschlusskonfiguration eines Vorlaufanschlusses und eines Rücklaufanschlusses geändert werden.
-
In einem Verfahrensschritt 100 wird der Heizkörper am gewünschten Installationsort an einer Wand montiert. Der Vorlaufanschluss und der Rücklaufanschluss sollen beispielhaft nach Abschluss der Montage auf der rechten Seite angeordnet sein. Im Auslieferungszustand sind die Anschlüsse beispielhaft jedoch auf der linken Seite angeordnet (Fig. 3a).
-
In einem Verfahrensschritt 101 wird der Wärmeübertrager werkzeugfrei bzw. werkzeuglos aus den Halteelementen entnommen, indem dieser nach oben aus den Aussparungen hinausgezogen wird.
-
In einem Verfahrensschritt 102 wird der Wärmeübertrager um 180° entlang einer Vertikalachse gedreht, sodass der Vorlaufanschluss und der Rücklaufanschluss nach dem Drehen auf der rechten Seite angeordnet sind.
-
In einem Verfahrensschritt 103 wird der Wärmeübertrager werkzeugfrei und befestigungsmittelfrei in den Halteelementen angeordnet, indem der Wärmeübertrager von oben in die Aussparungen eingeführt und nach unten geschoben wird, solange, bis die Zielposition erreicht ist. Der Vorlaufanschluss und der Rücklaufanschluss sind nun wie gewünscht an der rechten Seite angeordnet (Fig. 3b).
-
Soll die Anschlusskonfiguration in umgekehrter Richtung geändert werden, so erfolgt dies in analoger Weise.
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Heizkörper
- 2
- Wärmeübertrager
- 3
- Gebläse
- 4
- Rohrleitung
- 5
- Lamelle
- 6
- Luftstrom
- 7
- Strömungsrichtung
- 8
- Steuereinrichtung
- 10
- Halteelement
- 11
- Aussparung
- 12
- Öffnung
- 13
- Erstreckungsrichtung
- 14
- Vorlaufanschluss
- 15
- Rücklaufanschluss
- 16
- seitliches Ende
- 17
- Führungsmittel
- 18
- Kantenschutzprofil
- 20
- Vorderseite
- 21
- Rückseite
- 100-103
- Verfahrensschritte
- T1
- Temperatur
- T2
- Temperatur
- V
- Vertikalachse