EP4713610A1 - Verbindungssystem und presswerkzeug für ein verbindungssystem - Google Patents
Verbindungssystem und presswerkzeug für ein verbindungssystemInfo
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- EP4713610A1 EP4713610A1 EP24730522.0A EP24730522A EP4713610A1 EP 4713610 A1 EP4713610 A1 EP 4713610A1 EP 24730522 A EP24730522 A EP 24730522A EP 4713610 A1 EP4713610 A1 EP 4713610A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verbindungssystem zur Verbindung einer ersten Fluidleitung (2) mit einer zweiten Fluidleitung, wobei das Verbindungssystem eine Verbindungshülse (1) mit einem offenen ersten Verbindungshülsenende (3) und einem offenen zweiten Verbindungshülsenende (4) aufweist, wobei an der Verbindungshülse (1) ein erster Verbindungsabschnitt (VI) vorgesehen ist, auf den die erste Fluidleitung (2) aufschiebbar ist, um die erste Fluidleitung (2) mit dem ersten Verbindungshülsenende (3) zu verbinden und wobei das zweite Verbindungshülsenende (4) einen zweiten Verbindungsabschnitt (V2) zur Verbindung mit der zweiten Fluidleitung umfasst. Der erste Verbindungsabschnitt (VI) umfasst einen zylindrischen Aufnahmeabschnitt (5), wobei an einer äußeren Umfangsfläche des Aufnahmeabschnitts (5) mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Haltevorsprünge (6) vorgesehen sind, die sich jeweils zumindest über einen Teil einer Läge des Aufnahmeabschnitts (5) erstrecken. Das Verbindungssystem umfasst weiters eine Presshülse (13), die derart an der Verbindungshülse (1) anordenbar ist, dass die den Aufnahmeabschnitt (5) umgibt und dass in radialer Richtung zwischen dem Aufnahmeabschnitt (5) und einer inneren Umfangsfläche der Presshülse (13) ein Aufnahmeraum (AR) zur Aufnahme eines Endabschnitts der ersten Fluidleitung (2) ausgebildet ist. Die Presshülse (13) kann in Umfangsrichtung jeweils im Bereich zwischen zwei Haltevorsprüngen (6) mit einem Presswerkzeug (16) in radialer Richtung plastisch verformt werden.
Description
VERBINDUNGSSYSTEM UND PRESSWERKZEUG FÜR EIN VERBINDUNGSSYSTEM
Die Erfindung betrifft ein Verbindungssystem zur Verbindung einer ersten Fluidleitung mit einer zweiten Fluidleitung, wobei das Verbindungssystem eine Verbindungshülse mit einem offenen ersten Verbindungshülsenende und einem mit dem ersten Verbindungshülsenende verbundenen offenen zweiten Verbindungshülsenende aufweist, wobei an der Verbindungshülse ein erster Verbindung s ab schnitt vorgesehen ist, auf den die erste Fluidleitung aufschiebbar ist, um die erste Fluidleitung mit dem ersten Verbindungshülsenende der Verbindungshülse zu verbinden und wobei das zweite Verbindungshülsenende einen zweiten Verbindung s ab schnitt zur Verbindung mit der zweiten Fluidleitung umfasst. Weiters betrifft die Erfindung eine Verwendung des Verbindungssystem sowie ein Presswerkzeug zur Durchführung eines Verbindungsvorgangs mit dem Verbindungssystem.
Gattungsgemäße Verbindungssysteme werden in verschiedensten industriellen Anwendungsbereichen dazu verwendet, um fluidführende Bauteile zu verbinden. Dazu ist in der Regel eine Verbindungshülse vorgesehen, die an einem Ende mit einer ersten Fluidleitung, vorzugsweise einem Kunststoffrohr, verbunden werden kann. Am gegenüberliegenden Ende kann die Verbindungshülse, beispielsweise mittels eines geeigneten Steckverbinders oder einer geeigneten Kupplung, mit einer zweiten Fluidleitung, z.B. wiederum einem Kunststoffrohr, verbunden werden. Die Verbindung mit der ersten Fluidleitung ist in der Regel fest, also nach dem Herstellen der Verbindung bestimmungsgemäß nicht mehr lösbar. Die Verbindung mit der weiteren Fluidleitung kann je nach konkreter Anwendung fest oder lösbar sein.
Zur Verbindung der ersten Fluidleitung mit der Verbindungshülse sind verschiedene Ausführungen bekannt. Die WO 2013/189740 A2 zeigt beispielsweise eine gattungsgemäßes Verbindungssystem, bei der die Verbindung mit der ersten Fluidleitung mittels einer abschnittsweise elastisch verformbaren Klemmhülse erfolgt.
Es war eine Aufgabe der gegenständlichen Erfindung, ein Verbindungssystem bereitzustellen, das einfach aufgebaut ist, kostengünstig herstellbar ist und das auch bei Rohrleitungen relativ geringer Qualität eine zuverlässige Verbindung ermöglicht. Weiters war es eine Aufgabe, ein
geeignetes Werkzeug zur Durchführung eines Verbindungsvorgangs mit dem Verbindungssystem bereitzustellen.
Die Aufgabe wird mit dem eingangs genannten Verbindungssystem dadurch gelöst, dass der erste Verbindungsabschnitt der Verbindungshülse einen zylindrischen Aufnahmeabschnitt umfasst, wobei an einer äußeren Umfangsfläche des Aufnahmeabschnitts mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Haltevorsprünge vorgesehen sind, die sich jeweils zumindest über einen Teil einer Läge des Aufnahmeabschnitts erstrecken und dass das Verbindungssystem eine Presshülse umfasst, wobei die Presshülse derart an der Verbindungshülse anordenbar ist, dass sie den Aufnahmeabschnitt umgibt und dass in radialer Richtung zwischen dem Aufnahmeabschnitt und einer inneren Umfangsfläche der Presshülse ein Aufnahmeraum zur Aufnahme eines Endabschnitts der ersten Fluidleitung ausgebildet ist, wobei die Presshülse dazu ausgebildet ist, in Umfangsrichtung jeweils im Bereich zwischen zwei Haltevorsprüngen mit einem Presswerkzeug in radialer Richtung plastisch verformt zu werden, um die erste Fluidleitung verdrehgesichert am ersten Verbindungsabschnitt zu fixieren. Dadurch, dass die Presshülse in Umfangsrichtung abschnittsweise plastisch verformt werden kann, kann eine Verdrehsicherung erreicht werden, indem die plastisch verformten Verformungsbereiche der Presshülse mit den Haltevorsprüngen der Verbindungshülse im wesentlichen formschlüssig Zusammenwirken.
Vorzugsweise ist zumindest einer der Haltevorsprünge der Verbindungshülse länglich ausgebildet und erstreckt sich zumindest über die Hälfte der Länge des Aufnahmeabschnitts. Alternativ oder zusätzlich ist es vorteilhaft, wenn die mehreren Haltevorsprünge zumindest zwei, vorzugsweise zumindest vier, besonders vorzugsweise zumindest sechs, insbesondere zumindest acht Haltevorsprünge umfassen. Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn die Haltevorsprünge in Umfangsrichtung gleichmäßig am Aufnahmeabschnitt verteilt angeordnet sind. Dadurch wird eine verbesserte Verdrehsicherung erreicht, weil die Presshülse über eine größere Länge mit den Haltevor Sprüngen Zusammenwirken kann.
Vorzugsweise zwischen dem Aufnahmeabschnitt und dem ersten Verbindungshülsenende der Verbindungshülse eine Umfangsnut vorgesehen, in der eine Dichtung, vorzugsweise ein O- Ring oder eine Formdichtung, anordenbar oder angeordnet ist. Dadurch kann eine verbesserte Abdichtung zwischen der Verbindungshülse und der ersten Fluidleitung erreicht werden.
Am ersten Verbindungshülsenende der Verbindungshülse der Verbindungshülse kann ein Zentrierabschnitt zur Zentrierung der ersten Fluidleitung vorgesehen sein. Dadurch kann das Aufschieben der ersten Fluidleitung vereinfacht werden.
Zwischen dem Aufnahmeabschnitt und dem ersten Verbindungshülsenende der Verbindungshülse kann ein, sich in Richtung des ersten Verbindungshülsenendes verjüngender, vorzugsweise konischer oder gewölbter, Erweiterungsabschnitt vorgesehen sein, wobei der Erweiterungsabschnitt vorzugsweise zwischen dem Zentrierabschnitt und der Umfangsnut angeordnet ist. Dadurch kann die erste Fluidleitung beim Aufschieben aufgeweitet werden, wodurch die erste Fluidleitung eng am Aufnahmeabschnitt anliegen kann.
Vorzugsweise ist die Verbindungshülse aus einem Kunststoff ausgebildet, wobei die Haltevorsprünge integral mit der Verbindungshülse ausgebildet sind. Dadurch ist eine einfache und kostengünstige Herstellung möglich.
Zwischen dem Aufnahmeabschnitt und dem zweiten Verbindungshülsenende der Verbindungshülse kann ein Begrenzungsabschnitt vorgesehen sein, der einen Anschlag für die erste Fluidleitung ausbildet. Vorzugsweise umfasst der Begrenzungsabschnitt eine Umfangsschulter mit einer dem ersten Verbindungshülsenende zugewandten ersten Stirnfläche und einer gegenüberliegenden, dem zweiten Verbindungshülsenende zugewandten zweiten Stirnfläche, wobei die Haltevorsprünge vorzugsweise mit der Umfangs Schulter verbunden sind. Dadurch kann verhindert werden, dass die erste Fluidleitung zu weit aufgeschoben wird und eine korrekte Positionierung der ersten Fluidleitung gewährleistet werden.
Die Umfangs Schulter kann zumindest eine Befestigungsausnehmung umfassen, die sich in Umfangsrichtung über einen Teil der Umfangsschulter erstreckt, die erste Stirnfläche mit der zweiten Stirnfläche verbindet und vorzugsweise in radialer Richtung nach außen offen ist und die Presshülse kann an einem dem zweiten Verbindungshülsenende zugewandten Presshülsenende zumindest eine Befestigungslasche aufweisen, die sich im montierten Zustand durch die zumindest eine Befestigungsausnehmung der Umfangs Schulter in Richtung des zweiten Verbindungshülsenendes erstreckt und an der zweiten Stirnfläche der Umfangsschulter anliegt. Dadurch wird eine einfache formschlüssige Befestigung der Presshülse ermöglicht, sodass die Presshülse unverlierbar an der Verbindungshülse gehalten wird.
Zwischen dem Begrenzung sab schnitt, insbesondere der Umfangs Schulter und dem zweiten Verbindungshülsenende der Verbindungshülse kann eine Haltenut zur Aufnahme eines Haltewerkzeugs vorgesehen sein. Dadurch kann die Verbindungshülse während des Aufschiebens der ersten Fluidleitung in Position gehalten werden. Dies kann insbesondere während des Aufschiebens über den erweiterungsabschnitt vorteilhaft sein.
Es kann vorteilhaft sein, wenn die Haltenut zumindest einen Steg für eine verdrehgesicherte Aufnahme des Haltewerkzeugs umfasst. Dadurch kann verhindert werden, dass sich die Verbindungshülse während des Aufschiebens der ersten Fluidleitung relativ zum Haltewerkzeug verdreht.
Die Presshülse ist vorzugsweise aus einem metallischen Werkstoff, vorzugsweise Aluminium, ausgebildet. Geeignete Metalle weisen eine gute plastische Verformbarkeit und eine hohe Festigkeit auf. Um die plastische Verformbarkeit weiter zu verbessern, kann die Presshülse in den zur Verformung vorgesehenen Verformungsbereichen ggf. Materialschwächungen aufweisen.
Das erfindungsgemäße Verbindungssystem wird vorzugsweise verwendet, indem eine Rohrleitung, vorzugsweise aus Kunststoff, auf den ersten Verbindungsabschnitt der Verbindungshülse aufgeschoben wird, bis sich ein Endabschnitt der ersten Fluidleitung im Aufnahmeraum befindet und dass die Presshülse in Umfangsrichtung jeweils im Bereich zwischen zwei Haltevorsprüngen mit einem Presswerkzeug in radialer Richtung plastisch verformt wird, um die erste Fluidleitung verdrehgesichert am ersten Verbindung s ab schnitt zu fixieren.
Die Aufgabe wird weiters mit dem eingangs genannten Presswerkzeug dadurch gelöst, dass das Presswerkzeug einen Anordnungsraum zur Anordnung des Verbindungssystems umfasst, dass das Presswerkzeug mehrere Pressfinger aufweist, die in einer Umfangsrichtung um den Anordnungsraum verteilt angeordnet sind, und dass die Pressfinger jeweils dazu ausgebildet sind, in Richtung des Anordnungsraums bewegt zu werden und eine Presskraft in radialer Richtung auf die Presshülse des im Anordnungsraum angeordneten Verbindungsystems auszuüben, durch welche die Presshülse in Umfangsrichtung abschnittsweise plastisch verformbar ist.
Es ist vorteilhaft, wenn das Presswerkzeug eine Führungshülse umfasst, die den Anordnungsraum in Umfangsrichtung umgibt, wobei die Führungshülse so angeordnet ist, dass die
Führungshülse die Presshülse eines im Anordnungsraum angeordneten Verbindungssystems umgibt, wobei an der Führungshülse je Pressfinger eine Führung s au snehmung zur Führung des jeweiligen Pressfingers vorgesehen ist. Dadurch wird eine zuverlässige Führung der Pressfinger ermöglicht und eine unerwünschte Verformung der Presshülse kann verhindert werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn ein Abstand zwischen einer inneren Umfangsfläche der Führungshülse und einer äußeren Umfangsfläche der Presshülse möglichst gering ist. Beispielsweise könnte die Führungshülse direkt an der Presshülse anliegen. Die Führungshülse könnte ggf. auch austauschbar sein, sodass je nach Durchmesser der Presshülse eine geeignete Führungshülse im Presswerkzeug angeordnet werden kann.
Das Presswerkzeug umfasst vorzugsweise eine Krafterzeugungseinrichtung zur Erzeugung der Presskraft und eine Steuerungseinheit zur Steuerung der Krafterzeugungseinrichtung. Dadurch kann der Verbindungsvorgang zumindest teilweise automatisiert durchgeführt werden.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 ein Verbindungssystem einer vorteilhaften Ausführungsform in einer Explosionsdarstellung;
Fig. 2 das Verbindungssystem mit montierter Presshülse in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 3 das Verbindungssystem mit einer verbundenen ersten Fluidleitung in einer perspektivischen Ansicht;
Fig. 4 das Verbindungssystem vor dem Aufschieben der ersten Fluidleitung in einem Längsschnitt;
Fig. 5 das Verbindungssystem nach dem Aufschieben der ersten Fluidleitung in einem Längsschnitt;
Fig. 6 das Verbindungssystem mit verbundener erster Fluidleitung in einem Längsschnitt;
Fig. 7 ein Presswerkzeug zur Durchführung eines Verbindungsvorgangs mit dem Verbindungssystem in einer perspektivischen Darstellung;
Fig. 8 das Presswerkzeug in einer Schnittdarstellung.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
In Fig.l ist ein Verbindungssystem einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung in einer Explosionsdarstellung dargestellt. Das Verbindungssystem ist dazu ausgebildet, eine erste Fluidleitung 2 mit einer zweiten Fluidleitung zu verbinden. Die erste Fluidleitung 2 ist in Fig.3 dargestellt. Die zweite Fluidleitung ist der Einfachheit halber in den Figuren nicht dargestellt.
Das Verbindungssystem umfasst eine Verbindungshülse 1 mit einem offenen ersten Verbindungshülsenende 3 und einem offenen zweiten Verbindungshülsenende 4. Das erste Verbindungshülsenende 3 ist über einen Strömungskanal mit dem zweiten Verbindungshülsenende 4 verbunden. An der Verbindungshülse 1 ist ein erster Verbindungsabschnitt VI vorgesehen, auf den die erste Fluidleitung 2 aufschiebbar ist, um die erste Fluidleitung 2 mit dem ersten Verbindungshülsenende 3 der Verbindungshülse 1 zu verbinden. Die Durchführung des Verbindungsvorgangs wird später anhand Fig.4-Fig.6 noch näher beschrieben.
Das zweite Verbindungshülsenende 4 umfasst einen zweiten Verbindungsabschnitt V2 zur Verbindung mit der (nicht dargestellten) zweiten Fluidleitung. In der dargestellten Ausführungsform ist der zweite Verbindungsabschnitt V2 dazu ausgebildet mit einer bekannten standardisierten Einsteckhülse gemäß VDA-Standard verbunden zu werden (VDA = Verband der Automobilindustrie). Die Einsteckhülse bildet in diesem Fall die zweite Fluidleitung aus. Die Einsteckhülse kann hierbei lösbar mit der Verbindungshülse 1 verbunden werden. Die Einsteckhülse kann wiederum, beispielsweise fest, mit einer weiteren Fluidleitung verbunden
werden. Die konstruktive Ausgestaltung des zweiten Verbindungsabschnitts V2 ist natürlich nur beispielhaft zu verstehen. Die konkrete Ausgestaltung des zweiten Verbindung s ab Schnitts V2 kann in Abhängigkeit der zu verbindenden zweiten Fluidleitung variieren.
Die Verbindungshülse 1 ist im gezeigten Beispiel gerade ausgeführt, wobei das erste Verbindungshülsenende 3 und das zweite Verbindungshülsenende 4 mittels eines geraden Strömungskanals verbunden sind. Grundsätzlich könnte die Verbindungshülse 1 aber auch gekrümmt sein, wobei das erste Verbindungshülsenende 3 und das zweite Verbindungshülsenende 4 in einem gewissen Öffnung s winkel zueinander angeordnet und über einen gekrümmten Strömungskanal verbunden sind. Die Verbindungshülse 1 kann auch abgewinkelt ausgeführt sein, wobei das erste Verbindungshülsenende 3 und das zweite Verbindungshülsenende 4 in einem gewissen Öffnungswinkel zueinander angeordnet sind. Der Strömungskanal kann hierbei zwei gerade Kanalabschnitte umfassen, die im Öffnungswinkel aufeinander stehen.
Der erste Verbindungsabschnitt VI der Verbindungshülse 1 umfasst einen zylindrischen Aufnahmeabschnitt 5. An einer äußeren Umfangsfläche des Aufnahmeabschnitts 5 sind mehrere Haltevorsprünge 6 vorgesehen, die in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind. Die Haltevorsprünge 6 erstrecken sich jeweils zumindest über einen Teil einer Läge des Aufnahmeabschnitts 5. Die Haltevorsprünge 6 ragen jeweils in radialer Richtung von der äußeren Umfangsfläche des Aufnahmeabschnitts 5 nach außen.
Die Haltevorsprünge 6 können beispielsweise länglich ausgebildet sein und sich vorzugsweise zumindest über die Hälfte der Länge des Aufnahmeabschnitts 5 erstrecken, vorzugsweise über die gesamte Länge. Die Haltevorsprünge 6 können jeweils eine in radialer Richtung nach außen gewandte Kontaktfläche 6a aufweisen. Im aufgeschobenen Zustand der ersten Fluidleitung 2 können die Kontaktflächen 6a der Haltevorsprünge 6 eine innere Umfangsfläche der ersten Fluidleitung 2 kontaktieren. Die Kontaktflächen 6a können eben ausgebildet sein oder sie können ggf. auch in Umfangsrichtung abgerundet sein, um sich besser an die erste Fluidleitung 2 anzuschmiegen.
Im Rahmen der Erfindung umfassen die mehreren Haltevorsprünge 6 zumindest zwei Haltevorsprünge 6. Es kann jedoch vorteilhaft sein, wenn zumindest vier, vorzugsweise zumindest sechs, insbesondere zumindest acht Haltevorsprünge 6 vorgesehen sind. Die dargestellte Ausführungsform der Verbindungshülse 1 umfasst beispielhaft vier Haltevorsprünge 6. Die Haltevorsprünge 6 sind vorzugsweise in Umfangsrichtung gleichmäßig am Aufnahmeabschnitt 5
verteilt angeordnet. Natürlich wäre aber auch eine ungleichmäßige Verteilung grundsätzlich denkbar. Wenn die Verbindungshülse 1 aus einem geeigneten Kunststoff ausgebildet ist, dann können die Haltevorsprünge 6 in vorteilhafter Weise integral mit der Verbindungshülse 1 ausgebildet sein.
Weiters umfasst das Verbindungssystem eine Presshülse 13, die an der Verbindungshülse 1 anordenbar, vorzugsweise befestigbar ist. Die Presshülse 13 ist in Fig.l im nicht montierten Zustand dargestellt und in Fig.2 im montierten Zustand an der Verbindungshülse 1. Die Presshülse 13 ist derart an der Verbindungshülse 1 anordenbar, dass sie den Aufnahmeabschnitt 5 umgibt und dass in radialer Richtung zwischen dem Aufnahmeabschnitt 5 der Verbindungshülse 1 und einer inneren Umfangsfläche der Presshülse 13 ein Aufnahmeraum AR zur Aufnahme eines Endabschnitts der ersten Fluidleitung 2 ausgebildet ist, wie in Fig.4 ersichtlich ist. Die Presshülse 13 ist im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet. Eine Länge der Presshülse 13 beträgt vorzugsweise zumindest der Länge des Aufnahmeabschnitts 5.
Die Presshülse 13 ist dazu ausgebildet, in Umfangsrichtung jeweils im Bereich zwischen zwei Haltevorsprüngen 6 mit einem geeigneten (nicht dargestellten) Presswerkzeug in radialer Richtung plastisch verformt zu werden, um die erste Fluidleitung 2 verdrehgesichert am ersten Verbindungsabschnitt VI zu fixieren. Ein Presswerkzeug einer vorteilhaften Ausführungsform wird später anhand Fig.7+Fig.8 noch näher beschrieben. In Fig.3 ist das Verbindungssystem mit einer verbundenen ersten Fluidleitung 2 dargestellt. Die Verformungsbereiche 25, an denen die Presshülse 13 durch das Presswerkzeug plastisch verformt wurden, sind in Fig.3 dargestellt.
Die Presshülse 13 ist vorzugsweise aus einem hinreichend verformbaren metallischen Werkstoff mit ausreichend hoher Festigkeit ausgebildet, beispielsweise Aluminium. Ggf. könnte die Presshülse 13 im Bereich der Verformungsbereiche 25 auch eine Materialschwächung aufweisen, um die plastische Verformbarkeit zu verbessern.
Eine vorteilhafte Verwendung des Verbindungssystems zur Verbindung der ersten Fluidleitung 2 wird anhand der Fig.4 bis Fig.6 beschrieben. Zunächst kann die erste Fluidleitung 2, vorzugsweise ein Kunststoffrohr, über das erste Verbindungshülsenende 3 auf den ersten Verbindung s ab schnitt VI der Verbindungshülse 1 aufgeschoben werden, wie in Fig.4 durch den entsprechenden Pfeil angedeutet ist. Um das Aufschieben zu erleichtern kann am ersten Verbindungshülsenende 3 der Verbindungshülse 1 ein Zentrierabschnitt 8 zur Zentrierung der
ersten Fluidleitung 2 vorgesehen sein. Der Zentrierabschnitt 8 ist auch in Fig.l ersichtlich. Die erste Fluidleitung 2 kann so weit aufgeschoben werden, bis ein Endabschnitt der ersten Fluidleitung 2 in dem zwischen der Presshülse 13 und dem Aufnahmeabschnitt 5 gebildeten Aufnahmeraum AR aufgenommen ist und die Presshülse 13 den Endabschnitt der ersten Fluidleitung 2 umgibt, wie in Fig.5 ersichtlich ist.
Um eine korrekte Positionierung der ersten Fluidleitung 2 zu erleichtern, kann zwischen dem Aufnahmeabschnitt 5 und dem zweiten Verbindungshülsenende 4 der Verbindungshülse 1 ein Begrenzungsabschnitt vorgesehen sein, der einen Anschlag für die erste Fluidleitung 2 ausbildet. Der Begrenzungsabschnitt kann beispielsweise eine Umfangsschulter 10 mit einer dem ersten Verbindungshülsenende 3 zugewandten ersten Stirnfläche 10a (siehe Fig.l) und einer gegenüberliegenden, dem zweiten Verbindungshülsenende 4 zugewandten zweiten Stirnfläche 10b (siehe Fig.2 + Fig.4 + Fig.5) umfassen. Die erste Fluidleitung 2 kann in diesem Fall so weit auf den ersten Verbindungsabschnitt VI aufgeschoben werden, bis eine dem zweiten Verbindungshülsenende 4 zugewandte Stirnseite der ersten Fluidleitung 2 an der ersten Stirnfläche 10a der Umfangsschulter 10 anliegt. Für eine höhere Stabilität können die Haltevorsprünge 6 in Richtung des zweiten Verbindungshülsenendes 4 mit der Umfangsschulter 10 verbunden sein, wie ebenfalls in Fig.l ersichtlich ist.
An der Umfangsschulter 10 können auch eine oder mehrere Befestigungsausnehmungen 11 zur Befestigung der Presshülse 13 vorgesehen sein. Die Befestigungsausnehmungen 11 erstrecken sich jeweils in Umfangsrichtung über einen Teil der Umfangsschulter 10 und verbinden jeweils die erste Stirnfläche 10a der Umfangs Schulter 10 mit der zweiten Stirnfläche 10b. Die Befestigungsausnehmungen 11 können zudem in radialer Richtung nach außen offen sein, wie in Fig.l ersichtlich ist. Dies kann vorteilhaft sein, um die Montage zu erleichtern. Grundsätzlich könnten die Befestigungsausnehmungen 11 aber auch einen geschlossenen Umfang aufweisen und somit in radialer Richtung nach außen durch die Umfangsschulter 10 begrenzt sein.
Die Presshülse 13 kann an einem, dem zweiten Verbindungshülsenende 4 zugewandten, Presshülsenende 13a eine oder mehrere verformbare Befestigungslaschen 14 aufweisen, wie in Fig.l dargestellt ist. Die Presshülse 13 kann an der Verbindungshülse 1 befestigt sein, indem sich die Befestigungslaschen 14 jeweils durch eine Befestigungsausnehmung 11 der Umfangsschulter 10 in Richtung des zweiten Verbindungshülsenendes 4 erstrecken und an der
zweiten Stirnfläche 10b der Umfangsschulter 10 anliegen. Dies ist in Fig.2+Fig.3 ersichtlich. Die Anzahl der Befestigungslaschen 14 kann beispielsweise zumindest zwei, vorzugsweise zumindest vier betragen. Die Befestigungslaschen 14 können beispielsweise in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt an der Presshülse 13 angeordnet sein. Die Anzahl der Befestigungslaschen 14 kann beispielsweise der Anzahl der Befestigungsausnehmungen 11 der Umfangsschulter 10 entsprechen.
Die Presshülse 13 kann beispielsweise an der Verbindungshülse 1 vormontiert werden. Dazu kann die Presshülse 13 mit unverformten, d.h. parallel zu einer Achse der Presshülse 13 verlaufenden, Befestigungslaschen 14 (siehe Fig.l) auf den ersten Verbindung s ab schnitt VI aufgeschoben werden, bis das, dem zweiten Verbindungshülsenende 4 zugewandte, Presshülsenende 13a der Presshülse 13 an der ersten Stirnfläche 10a der Umfangs Schulter 10 anliegt. Die unverformten Befestigungslaschen 14 erstrecken sich dabei jeweils parallel zu einer Mittelachse der Verbindungshülse 1 durch die Befestigungsausnehmungen 11. Schließlich können die Befestigungslaschen 14 nach innen gebogen werden, bis Endabschnitte der Befestigungslaschen 14 an der zweiten Stirnfläche 10b der Umfangsschulter 10 anliegen, wie in Fig.2 + Fig.3 ersichtlich ist. Dadurch kann die Presshülse 13 formschlüssig und im Wesentlichen unverlierbar an der Verbindungshülse 1 fixiert werden. Zur Verformung der Befestigungslaschen 14 kann z.B. ein geeignetes (nicht dargestelltes) Werkzeug verwendet werden.
Zwischen dem Aufnahmeabschnitt 5 und dem ersten Verbindungshülsenende 3 der Verbindungshülse 1 kann ein, sich in Richtung des ersten Verbindungshülsenendes 3 verjüngender, vorzugsweise konischer oder gewölbter, Erweiterungsabschnitt 9 vorgesehen sein (siehe Fig.l + Fig.4). Die erste Fluidleitung 2 kann über den Erweiterungsabschnitt 9 auf den Aufnahmeabschnitt 5 geschoben werden. Dadurch wird die erste Fluidleitung 2 aufgeweitet und liegt sehr eng am Aufnahmeabschnitt 5 an, insbesondere an den Kontaktflächen 6a der Haltevorsprünge 6. Die erste Fluidleitung 2 sollte hierzu natürlich eine hinreichend große plastische oder elastische Verformbarkeit aufweisen. „Gewölbt“ kann bedeuten, dass die äußere Umfangsfläche des Erweiterung s ab Schnitts 9 bogenförmig verläuft, wobei der Bogen entweder in radialer Richtung nach außen verläuft (konvex) oder nach innen verläuft (konkav).
Um während des Aufschiebens der ersten Fluidleitung 2 (insbesondere während des Aufweitens der ersten Fluidleitung 2 durch den Erweiterungsabschnitt 9) eine ausreichend hohe Haltekraft auf die Verbindungshülse 1 ausüben zu können, kann es vorteilhaft sein, wenn
zwischen dem Begrenzungsabschnitt, insbesondere der Umfangsschulter 10, und dem zweiten Verbindungshülsenende 4 zumindest eine Haltenut 12 zur Aufnahme eines geeigneten (nicht dargestellten) Haltewerkzeugs vorgesehen ist, wie in Fig.l, Fig.3 & Fig.4 dargestellt ist. Die Haltenut 12 kann sich in Umfangsrichtung über einen Teil des Umfangs der Verbindungshülse 1 erstrecken, vorzugsweise um den gesamten Umfang.
Es kann weiters vorteilhaft sein, wenn die Haltenut 12 zumindest einen Steg 26 für eine verdrehgesicherte Aufnahme des Haltewerkzeugs umfasst. Im dargestellten Beispiel ist die Haltenut 12 beispielsweise durch zwei diametral gegenüberliegende Stege 26 in zwei Haltenuten unterteilt. Einer der beiden Stege 26 ist in Fig.3 ersichtlich. Durch die Stege 26 kann verhindert werden, dass sich die Verbindungshülse 1 während des Aufschiebens der ersten Fluidleitung 2 verdreht. Zudem können die Stege 26 vorteilhaft sein, um der Verbindungshülse 1 eine höhere Steifigkeit zu verleihen.
Es ist weiters vorteilhaft, wenn zwischen dem Aufnahmeabschnitt 5 und dem ersten Verbindungshülsenende 3 eine Umfangsnut 7 vorgesehen ist, in der eine geeignete Dichtung 15, vorzugsweise ein O-Ring oder eine Formdichtung, anordenbar bzw. angeordnet ist. In Fig.l ist die Umfangsnut 7 ohne Dichtung 15 dargestellt. Die Dichtung 15 ist in Fig.4 bis Fig. 6 ersichtlich. Der Erweiterung s ab schnitt 9 liegt vorzugsweise zwischen dem Zentrierabschnitt 8 und der Umfangsnut 7. Durch die Dichtung 15 kann eine Abdichtung zwischen der ersten Fluidleitung 2 und der Verbindungshülse 1 gebildet werden. Während ein O-Ring einen im Wesentlichen kreisrunden Querschnitt aufweist, kann eine Formdichtung auch einen anderen Querschnitt aufweisen, z.B. oval oder eckig. Eine Formdichtung kann an ihrer Umfangsfläche ggf. auch eine oder mehrere Dichtlippen aufweisen.
Vorzugsweise ist eine Länge der Presshülse 13 so festgelegt, dass die Presshülse 13 nicht nur den Aufnahmeabschnitt 5 umgibt, sondern zusätzlich auch die Umfangsnut 7 bzw. insbesondere die darin angeordnete Dichtung 15 umgibt. Dadurch kann die Dichtung 15 vor der Montage der ersten Fluidleitung 2 vor Beschädigungen und vor Verschmutzung geschützt werden.
Wenn sich die erste Fluidleitung 2 in der korrekten Position befindet (wie in Fig.5 dargestellt), dann kann die Presshülse 13 mit einem geeigneten (in Fig.5 nicht dargestellten) Presswerkzeug in Umfangsrichtung gesehen jeweils im Bereich zwischen zwei Haltevorsprüngen 6 in radialer Richtung plastisch verformt werden. Dazu kann mittels des Presswerkzeugs eine ausreichend große Presskraft FP auf die Presshülse 13 ausgeübt werden, wie in Fig.5
beispielhaft durch die beiden Pfeile angedeutet ist. Dadurch kann die erste Fluidleitung 2 verdrehgesichert am ersten Verbindung s ab schnitt VI fixiert werden.
In Fig.6 ist das Verbindungssystem mit der verbundenen ersten Fluidleitung 2 dargestellt. Die Presshülse 13 ist im verformten Zustand dargestellt, wobei die durch das Presswerkzeug erzeugten Verformungsbereiche 25 dargestellt sind. Wie in Fig.4 bis Fig.6 ersichtlich ist, kann es vorteilhaft sein, wenn ein Durchmesser des zylindrischen Aufnahmeabschnitts 5 (d.h. der Bereiche zwischen den Haltevorsprüngen 6) kleiner ist als ein maximaler Durchmesser des Erweiterung s ab Schnitts 9 und/oder eines Dichtabschnitts, an dem die Umfangsnut 7 liegt. Dadurch kann die erste Fluidleitung 2 durch die Abschnitte, die im Bereich der Verformungsbereiche 25 von der Presshülse 13 komprimiert wurden, in axialer Richtung im Wesentlichen formschlüssig gehalten werden. Voraussetzung hierfür natürlich eine hinreichende Verformbarkeit der ersten Fluidleitung 2, was in der Regel bei einem Kunststoffrohr der Fall ist.
Anhand Fig.7 und Fig.8 wird nachfolgend ein Presswerkzeug 16 einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung beschrieben. Das Presswerkzeug 16 ist zur Durchführung des beschriebenen Verbindungsvorgangs mit dem erfindungsgemäßen Verbindungssystem ausgebildet. Fig.7 zeigt das Presswerkzeug 16 in einer perspektivischen Ansicht und Fig.8 zeigt das Presswerkzeug 16 in einer Schnittdarstellung.
Das Presswerkzeug 16 umfasst einen zentralen Anordnungsraum 17 zur Anordnung des Verbindungssystems, d.h. der Verbindungshülse 1 inkl. der Presshülse 13, wie in Fig.7 ersichtlich ist. Weiters umfasst das Presswerkzeug 16 mehrere Pressfinger 18, die in einer Umfangsrichtung um den Anordnungsraum 17 verteilt angeordnet sind. Die Pressfinger 18 sind beweglich und können in Richtung des Anordnungsraums 17 (und in entgegengesetzte Richtung) bewegt werden. Die Pressfinger 18 sind dazu ausgebildet, jeweils eine Presskraft FP in radialer Richtung auf die Presshülse 13 der im Anordnungsraum 17 angeordneten Verbindungshülse 1 auszuüben, wie in Fig.8 angedeutet ist. Wie bereits erwähnt kann Presshülse 13 durch die Presskraft FP abschnittsweise plastisch verformt werden, um die Verformungsbereiche 25 (siehe Fig.3+Fig.6) auszubilden.
Eine Anzahl der Pressfinger 18 entspricht vorzugsweise der Anzahl der Haltevorsprünge 6 der Verbindungshülse 1. Dadurch kann zwischen allen Haltevorsprüngen 6 eine gleichzeitige Krafteinwirkung erfolgen, wodurch die Presshülse 13 in Umfangsrichtung relativ gleichmäßigen beansprucht werden kann. In der dargestellten Ausführungsform umfasst die Anzahl von
Pressfingern 18 lediglich beispielhaft vier Pressfinger 18. Die Pressfinger 18 können in konstanten Abständen um den Umfang des Anordnungsraums 17 verteilt angeordnet sein. Grundsätzlich könnte jedoch auch eine geringere Anzahl von Pressfingern 18 vorgesehen sein. In diesem Fall könnte die Krafteinwirkung sequentiell erfolgen. Die Verbindungshülse 1 könnte hierbei z.B. nach jeder Krafteinwirkung der Anzahl von Pressfingern 18 verdreht werden, um die Anzahl von Pressfingern 18 mit einem noch nicht verformten Abschnitt der Presshülse 13 in Übereinstimmung zu bringen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Presswerkzeug 16 eine Führungshülse 19 auf, die den Anordnungsraum 17 in Umfangsrichtung umgibt. Wie in Fig.8 ersichtlich ist, kann das Verbindungssystem so im Anordnungsraum 17 angeordnet werden, dass die Führungshülse 19 die Presshülse 13 umgibt, die wiederum den Aufnahmeabschnitt 5 der Verbindungshülse 1 umgibt. Je Pressfinger 18 ist an der Führungshülse 19 eine Führungsausnehmung 20 angeordnet, die eine äußere Umfangsfläche der Führungshülse 19 mit einer inneren Umfangsfläche der Führungshülse 19 verbindet. Die Führungshülse 19 ist vorzugsweise so dimensioniert, dass ein Abstand zwischen einer inneren Umfangsfläche der Führungshülse 19 und einer äußeren Umfangsfläche der Presshülse 13 möglichst gering ist. Beispielsweise kann die Führungshülse 19 an der Presshülse 13 anliegen.
Die Führung sausnehmungen 20 sind dazu ausgebildet, die Pressfinger 18 in radialer Richtung zu führen. Durch die Führungshülse 19 kann während des Verbindungsvorgangs einerseits eine unerwünschte Verformung der Presshülse 13 verhindert werden, da die Presshülse 13 in radialer Richtung von der Führungshülse 19 begrenzt wird. Somit ist sichergestellt, dass das Material der Presshülse 13 während der Krafteinwirkung nicht ausweicht, sodass es zu keiner Faltenbildung der Presshülse 13 kommen kann. Zum anderen können die Pressfinger 18 während der Bewegung durch die Führungshülse 19 stabilisiert werden.
Wie in Fig.7 dargestellt ist, kann das Presswerkzeug 16 z.B. einen, hier im Wesentlichen zylindrischen, Grundkörper 23 aufweisen. An einer (hier oberen) Stirnseite 23a des Grundkörpers 23 können eine Anzahl von radial verlaufenden Führungsausnehmungen vorgesehen sein, in denen jeweils ein Führungsschlitten 24 beweglich angeordnet ist. An den in radialer Richtung innenliegenden Enden der Führungsschlitten 24 können die Pressfinger 18 angeordnet sein. Die Pressfinger 18 können beispielsweise als separate Bauteile ausgebildet sein, die in geeigneter Weise an den Führungsschlitten 24 befestigt sein können, z.B. verschraubt.
Natürlich könnten die Pressfinger 18 aber beispielsweise auch integral mit den Führungsschlitten 24 ausgebildet sein.
Zur Durchführung des Verbindungsvorgangs kann zunächst die Verbindungshülse 1 (vorzugsweise inkl. vormontierter Presshülse 13 und ggf. mit bereits aufgesteckter ersten Fluidleitung 2 - z.B. gemäß der Darstellung in Fig.5) mit dem zweiten Verbindungshülsenende 4 voran in einer axialen Richtung in den Anordnungsraum 17 des Presswerkzeugs 16 eingeführt werden. In der gezeigten Ausführungsform kann die Bewegung in Richtung der Stirnseite 23a des Grundkörpers 23 erfolgen. Während des Einführens befinden sich die freien Enden der Pressfinger 18 in radialer Richtung vorzugsweise in einer Freigabestellung außerhalb des Anordnungsraums 17, beispielsweise im Bereich der Führungsausnehmungen 20 der Führungshülse 19.
Es könnte aber natürlich auch zuerst nur die Verbindungshülse 1 (vorzugsweise inkl. vormontierter Presshülse 13) im Anordnungsraum 17 des Presswerkzeugs 16 angeordnet werden und erst danach könnte die erste Fluidleitung 2 auf den ersten Verbindung s ab schnitt VI der Verbindungshülse 1 aufgesteckt werden. Um eine hinreichend große Aufsteckkraft auf die erste Fluidleitung 2 ausüben zu können, kann ggf. ein geeignetes (nicht dargestelltes) Werkzeug vorgesehen sein.
Die Verbindungshülse 1 kann in axialer Richtung relativ zum Presswerkzeug 16 so positioniert werden, dass sich die Presshülse 13 im Bereich der Pressfinger 18 befindet. Eine korrekte Positionierung in axialer Richtung kann beispielsweise durch einen geeigneten, vorzugsweise verstellbaren, Anschlag gewährleistet werden (nicht dargestellt).
Weiters kann die Verbindungshülse 1 in Umfangsrichtung relativ zum Presswerkzeug 16 so ausgerichtet werden, dass sich die verfügbaren Pressfinger 18 jeweils zwischen zwei Haltevorsprüngen 6 der Verbindungshülse 1 befinden. Die korrekte Ausrichtung kann beispielsweise durch eine geeignete (nicht dargestellte) Positioniereinrichtung erfolgen. Die Positioniereinrichtung kann beispielsweise eine optische Markierung am Presswerkzeug 16 aufweisen, die mit einer Markierung oder einem Merkmal der Verbindungshülse 1 in Übereinstimmung gebracht werden kann. Die Positioniereinrichtung könnte aber z.B. auch mechanisch ausgebildet sein, indem beispielsweise eine Positioniervorsprung der Verbindungshülse 1 mit einer Positionierausnehmung des Presswerkzeugs 16 eingreift. Die Positioniereinrichtung könnte aber z.B. auch eine geeignete Sensorik aufweisen.
Das Presswerkzeug 16 kann weiters eine geeignete Krafterzeugungseinrichtung 21 zur Erzeugung der Presskraft FP und eine Steuerungseinheit 22 zur Steuerung der Krafterzeugungseinrichtung 21 umfassen. Die Krafterzeugungseinrichtung 21 und die Steuerungseinheit 22 sind in Fig.7 lediglich symbolisch angedeutet und können in geeigneter Weise ausgebildet sein. Die Krafterzeugungseinrichtung 21 kann z.B. eine Anzahl von geeigneten elektrisch ansteuerbaren Aktuatoren, z.B. Hydraulikzylinder, Pneumatikzylinder, o.ä. umfassen. Die Steuerungseinheit 22 kann eine geeignete Hardware und/oder Software umfassen.
Weiters könnten ggf. eine oder mehrere geeignete Sensoren zur Erfassung einer Messgröße des Verbindungsvorgangs vorgesehen sein, die mit der Steuerungseinheit 22 kommunizieren können. Es wäre z.B. denkbar, dass für einen oder mehrere Pressfinger 18 ein Positions- oder Wegesensor zur Erfassung einer radialen Bewegung vorgesehen ist. Alternativ oder zusätzlich könnte beispielsweise auch ein geeigneter Kraftsensor zur Erfassung der Presskraft FP vorgesehen sein. Die Steuerungseinheit 22 kann die erfassten Messwerte zur Steuerung des Verbindungsvorgangs verwenden. Beispielsweise kann der Verbindungsvorgang bei Erreichen einer vorgegebene Presskraft FP oder einer vorgegebenen Position der Pressfinger 18 beendet werden. Auch eine geeignete Sensorik, z.B. zur Winkelmessung kann vorgesehen sein, um eine korrekte Position der Verbindungshülse 1 in Umfangsrichtung relativ zum Presswerkzeug 16 zu gewährleisten.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
V erbindung shülse 26 Steg Erste Fluidleitung V 1 Erster Verbindungsabschnitt
Erstes Verbindungshülsenende V2 Zweiter Verbindungsabschnitt Zweites Verbindungshülsenende FP Presskraft Aufnahmeabschnitt AR Aufnahmeraum
Haltevorsprung a Kontaktfläche
Umfangsnut
Zentrierabschnitt
Erweiterung s ab schnitt 0 U mfang s Schulter 0a Erste Stirnfläche 0b Zweite Stirnfläche 1 B efestigung s au snehmung 2 Haltenut 3 Presshülse 4 Befestigungslasche 5 Dichtung 6 Presswerkzeug 7 Anordnung sraum 8 Pressfinger 9 Führungshülse 0 Führungsausnehmung 1 Krafterzeugungseinrichtung 2 S teuerung seinheit 3 Grundkörper 3a Stirnseite 4 Führungsschlitten 5 V erformung sbereich
Claims
1. Verbindungssystem zur Verbindung einer ersten Fluidleitung (2) mit einer zweiten Fluidleitung, wobei das Verbindungssystem eine Verbindungshülse (1) mit einem offenen ersten Verbindungshülsenende (3) und einem mit dem ersten Verbindungshülsenende (3) verbundenen offenen zweiten Verbindungshülsenende (4) aufweist, wobei an der Verbindungshülse (1) ein erster Verbindung s ab schnitt (VI) vorgesehen ist, auf den die erste Fluidleitung (2) aufschiebbar ist, um die erste Fluidleitung (2) mit dem ersten Verbindungshülsenende (3) der Verbindungshülse (1) zu verbinden und wobei das zweite Verbindungshülsenende (4) einen zweiten Verbindungsabschnitt (V2) zur Verbindung mit der zweiten Fluidleitung umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verbindung s ab schnitt (VI) der Verbindungshülse (1) einen zylindrischen Aufnahmeabschnitt (5) umfasst, wobei an einer äußeren Umfangsfläche des Aufnahmeabschnitts (5) mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Haltevorsprünge (6) vorgesehen sind, die sich jeweils zumindest über einen Teil einer Läge des Aufnahmeabschnitts (5) erstrecken und dass das Verbindungssystem eine Presshülse (13) umfasst, wobei die Presshülse (13) derart an der Verbindungshülse (1) anordenbar ist, dass die Presshülse (13) den Aufnahmeabschnitt (5) umgibt und dass in radialer Richtung zwischen dem Aufnahmeabschnitt (5) und einer inneren Umfangsfläche der Presshülse (13) ein Aufnahmeraum (AR) zur Aufnahme eines Endabschnitts der ersten Fluidleitung (2) ausgebildet ist, wobei die Presshülse (13) dazu ausgebildet ist, in Umfangsrichtung jeweils im Bereich zwischen zwei Haltevorsprüngen (6) mit einem Presswerkzeug (16) in radialer Richtung plastisch verformt zu werden, um die erste Fluidleitung (2) verdrehgesichert am ersten Verbindungsabschnitt (VI) zu fixieren.
2. Verbindungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Haltevorsprünge (6) der Verbindungshülse (1) länglich ausgebildet ist und sich zumindest über die Hälfte der Länge des Aufnahmeabschnitts (5) erstreckt.
3. Verbindungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Haltevorsprünge (6) zumindest zwei, vorzugsweise zumindest vier, besonders vorzugsweise zumindest sechs Haltevorsprünge (6) umfassen.
4. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorsprünge (6) in Umfangsrichtung gleichmäßig am Aufnahmeabschnitt (5) verteilt angeordnet sind.
5. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aufnahmeabschnitt (5) und dem ersten Verbindungshülsenende (3) der Verbindungshülse (1) eine Umfangsnut (7) vorgesehen ist, in der eine Dichtung (15), vorzugsweise ein O-Ring oder eine Formdichtung, anordenbar oder angeordnet ist.
6. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Verbindungshülsenende (3) der Verbindungshülse (1) ein Zentrierabschnitt (8) zur Zentrierung der ersten Fluidleitung (2) vorgesehen ist.
7. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aufnahmeabschnitt (5) und dem ersten Verbindungshülsenende (3) der Verbindungshülse (1) ein, sich in Richtung des ersten Verbindungshülsenendes (3) verjüngender, vorzugsweise konischer oder gewölbter, Erweiterungsabschnitt (9) vorgesehen ist, wobei der Erweiterungsabschnitt (9) vorzugsweise zwischen dem Zentrierabschnitt (8) und der Umfangsnut (7) angeordnet ist.
8. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungshülse (1) aus einem Kunststoff ausgebildet ist und dass die Haltevorsprünge (6) integral mit der Verbindungshülse (1) ausgebildet sind.
9. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aufnahmeabschnitt (5) und dem zweiten Verbindungshülsenende (4) der Verbindungshülse (1) ein Begrenzungsabschnitt vorgesehen ist, der einen Anschlag für die erste Fluidleitung (2) ausbildet.
10. Verbindungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzung s ab schnitt eine Umfangsschulter (10) mit einer dem ersten Verbindungshülsenende (3) zugewandten ersten Stirnfläche (10a) und einer gegenüberliegenden, dem zweiten
Verbindungshülsenende (4) zugewandten zweiten Stirnfläche (10b) umfasst, wobei die Haltevorsprünge (6) vorzugsweise mit der Umfangsschulter (10) verbunden sind.
11. Verbindungssystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsschulter (10) zumindest eine Befestigungsausnehmung (11) umfasst, die sich in Umfangsrichtung über einen Teil der Umfangsschulter (10) erstreckt, die erste Stirnfläche (10a) mit der zweiten Stirnfläche (10b) verbindet und vorzugsweise in radialer Richtung nach außen offen ist und dass die Presshülse (13) an einem dem zweiten Verbindungshülsenende (4) zugewandten Presshülsenende (13a) zumindest eine Befestigungslasche (14) aufweist, die sich im montierten Zustand durch die zumindest eine Befestigungsausnehmung (11) der Umfangsschulter (10) in Richtung des zweiten Verbindungshülsenendes (4) erstreckt und an der zweiten Stirnfläche (10b) der Umfangs Schulter (10) anliegt.
12. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Begrenzungsabschnitt, insbesondere der Umfangsschulter (10), und dem zweiten Verbindungshülsenende (4) eine Haltenut (12) zur Aufnahme eines Haltewerkzeugs vorgesehen ist.
13. Verbindungssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltenut (12) zumindest einen Steg (26) für eine verdrehgesicherte Aufnahme des Haltewerkzeugs umfasst.
14. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Presshülse (13) aus einem metallischen Werkstoff ausgebildet ist, vorzugsweise Aluminium.
15. Verwendung eines Verbindungssystems nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Fluidleitung (2), vorzugsweise ein Kunststoffrohr, auf den ersten Verbindung s ab schnitt (VI) der Verbindungshülse (1) aufgeschoben wird, bis sich ein Endabschnitt der ersten Fluidleitung (2) im Aufnahmeraum (AR) befindet und dass die Presshülse (13) in Umfangsrichtung jeweils im Bereich zwischen zwei Haltevorsprüngen (6) mit einem Presswerkzeug (16) in radialer Richtung plastisch verformt wird, um die erste
Fluidleitung (2) verdrehgesichert am ersten Verbindungsabschnitt (VI) der Verbindungshülse (1) zu fixieren.
16. Presswerkzeug (16) zur Durchführung eines Verbindungsvorgangs mit einem Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Presswerkzeug (16) einen Anordnungsraum (17) zur Anordnung des Verbindungssystems umfasst, dass das Presswerkzeug (16) mehrere Pressfinger (18) aufweist, die in einer Umfangsrichtung um den Anordnungsraum (17) verteilt angeordnet sind, und dass die Pressfinger (18) jeweils dazu ausgebildet sind, in Richtung des Anordnungsraums (17) bewegt zu werden und eine Presskraft (FP) in radialer Richtung auf die Presshülse (13) des im Anordnungsraum (AR) angeordneten Verbindungssystems auszuüben, durch welche die Presshülse (13) in Umfangsrichtung abschnittsweise plastisch verformbar ist.
17. Presswerkzeug (16) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Presswerkzeug (16) eine Führungshülse (19) umfasst, die den Anordnungsraum (17) in Umfangsrichtung umgibt, wobei die Führungshülse (19) so angeordnet ist, dass die Führungshülse (19) die Presshülse (13) einer im Anordnungsraum (17) angeordneten Verbindungshülse (1) umgibt, wobei an der Führungshülse (19) je Pressfinger (18) eine Führung s au snehmung (20) zur Führung des jeweiligen Pressfingers (18) vorgesehen ist.
18. Presswerkzeug (16) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Presswerkzeug (16) eine Krafterzeugungseinrichtung (21) zur Erzeugung der Presskraft (FP) und eine Steuerungseinheit (22) zur Steuerung der Krafterzeugungseinrichtung (21) umfasst.
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