EP4709602A1 - Tankentlüftungsventil, tankverschlusseinheit sowie fahrzeug - Google Patents

Tankentlüftungsventil, tankverschlusseinheit sowie fahrzeug

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EP4709602A1
EP4709602A1 EP24720083.5A EP24720083A EP4709602A1 EP 4709602 A1 EP4709602 A1 EP 4709602A1 EP 24720083 A EP24720083 A EP 24720083A EP 4709602 A1 EP4709602 A1 EP 4709602A1
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EP
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tank
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valve
valve according
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Jörg LIENENKAMP
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Bayerische Motoren Werke AG
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Abstract

Tankentlüftungsventil, insbesondere Roll-Over Ventil, welches von einer Offenstellung in eine dazu geneigte Schließstellung verlagerbar ist, umfassend einen Arbeitsraum, welcher sich entlang einer Längsachse erstreckt, wobei in einem oberen Bereich des Arbeitsraums eine Ventileinheit ausgebildet oder angeordnet ist, umfassend ein Verschlusselement, welches zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit verlagerbar ist, und wobei das Verschlusselement zum Verlagern mit einem Stellelement in Wirkverbindung steht, welches durch ein, insbesondere kugelförmiges, Betätigungselement betätigt werden kann, welches im Arbeitsraum angeordnet ist, und wobei das Betätigungselement im Arbeitsraum derart verlagerbar angeordnet ist, dass das Betätigungselement in der Offenstellung zur Betätigung das Stellelement kontaktiert und in der Schließstellung das Verschlusselement.

Description

Tankentlüftungsventil, Tankverschlusseinheit sowie Fahrzeug
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Tankentlüftungsventil, insbesondere ein Roll- Over Ventil, sowie ein Fahrzeug, insbesondere ein Landfahrzeug, wie ein Motorrad.
Tankentlüftungsventile oder Tankentlüftungssysteme der in Rede stehenden Art dienen beispielsweise der Entlüftung von Kraftstoffbehältern bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Bei extremer Schräglage oder im Falle eines Unfalls etc. soll diese Entlüftungsfunktion unterbunden werden, um den ungewollten Austritt von Kraftstoff zu verhindern. Die DE 199 22 453 A1 schlägt in diesem Zusammenhang ein Roll-Over Ventil vor, welches als elektromagnetisch betätigtes Ventil ausgebildet ist. Nachteilig daran ist, dass zur Ansteuerung des Ventils eine Sensorik von Nöten ist. Das Konzept ist also eher aufwändig und damit auch fehleranfällig.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Tankentlüftungsventil, eine Tankverschlusseinheit sowie ein Fahrzeug anzugeben, wobei das Tankentlüftungsventil insbesondere robust und zuverlässig ausgebildet sein soll.
Diese Aufgabe wird durch ein Tankentlüftungsventil gemäß Anspruch 1 , eine Tankverschlusseinheit gemäß Anspruch 11 sowie durch ein Fahrzeug gemäß Anspruch 13 gelöst. Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der Beschreibung und den beigefügten Figuren.
Erfindungsgemäß umfasst ein Tankentlüftungsventil, insbesondere ein Roll-Over Ventil, welches von einer Offenstellung in eine dazu geneigte Schließstellung verlagerbar ist, einen Arbeitsraum, welcher sich entlang einer Längsachse erstreckt, wobei in einem oberen Bereich des Arbeitsraums eine Ventileinheit ausgebildet oder angeordnet ist, umfassend ein Verschlusselement, welches zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit, insbesondere in einen Ventilsitz, verlagerbar ist, und wobei das Verschlusselement zum Verlagern mit einem Stellelement in Wirkverbindung steht, welches durch ein, insbesondere kugelförmiges, Betätigungselement betätigt werden kann, welches im Arbeitsraum angeordnet ist, und wobei das Betätigungselement im Arbeitsraum derart verlagerbar angeordnet ist, dass das Betätigungselement in der Offenstellung zur Betätigung das Stellelement kontaktiert und in der Schließstellung das Verschlusselement. Das Tankentlüftungsventil umfasst einen Einlass und einen Auslass. Über den Einlass kann die Einleitung eines Fluids, wie beispielsweise eines Luft-Kraftstoff-Gemisches, erfolgen, über den Auslass dessen Ausleitung, wenn sich das Tankentlüftungsventil in der Offenstellung befindet. Der Auslass ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform fluidleitend mit einer anderen Komponente, besonders bevorzugt mit einem Aktivkohlebehälter, verbunden. Befindet sich das Tankentlüftungsventil in der Offenstellung, kann das Fluid das Tankentlüftungsventil durchströmen. In der Schließstellung ist ein Durchströmen nicht möglich. Das Verschlusselement der Ventileinheit wirkt dann derart mit dem entsprechend ausgebildeten Ventilsitz zusammen, dass das Durchströmen verhindert ist. Damit kann im Falle eines Unfalls oder bei extremer Schräglage etc. des entsprechenden Fahrzeugs erreicht werden, dass nicht ungewollt Kraftstoff ins Freie gelangt oder in den Aktivkohlebehälter läuft etc. In der Einbaulage des Tankentlüftungsventils erstreckt sich die vorgenannte Längsachse, zumindest im Wesentlichen oder etwa, entlang einer Vertikalen oder Hochachse. Insbesondere ist das Tankentlüftungsventil in der Einbaulage so angeordnet, dass das Betätigungselement das Stellelement betätigt oder kontaktiert, wodurch die Ventileinheit geöffnet ist. Das Stellelement ist zweckmäßigerweise mit dem Verschlusselement verbunden oder derart in Kontakt, dass durch eine Lageänderung des Stellelements das Verschlusselement betätigt wird. Die Lageänderung des Stellelements wird durch das Betätigungselement eingeleitet, welches derart im Arbeitsraum verlagerbar ist, dass es je nach Lage des Tankentlüftungsventils das Stellelement kontaktiert oder nicht.
Hierzu ist das Betätigungselement entsprechend verlagerbar angeordnet. Die Verla- gerbarkeit wird insbesondere über die Form des Arbeitsraums erreicht oder ist darüber erreichbar. In der Offenstellung liegt das Betätigungselement auf dem Stellelement auf. Das Stellelement ist derart gelagert, dass dadurch das Verschlusselement vom Ventilsitz weg bewegt wird oder ist. Beim Neigen des Tankentlüftungsventils aus seiner Normalposition (Offenstellung) bewegt sich das Betätigungselement derart in Richtung des Verschlusselements, dass dieses schließlich kontaktiert und in den Ventilsitz bewegt wird. Das Tankentlüftungsventil wird geschlossen (Schließstellung). Das Verschlusselement ist mit dem Stellelement verbunden, insbesondere in oder an diesem gelagert. Beim Bewegen des Verschlusselements bewegt sich das Stellelement und umgekehrt. Das Zurückverlagern des Verschlusselements erfolgt mit Vorteil über das Stellelement. Wird das Tankentlüftungsventil wieder zurück in die Normalposition verlagert, bewegt sich das Betätigungselement entsprechend zurück, wobei der Arbeitsraum derart geformt ist, dass das Betätigungselement das Stellelement kontaktiert, insbesondere auf diesem zu liegen kommt. Diese Krafteinleitung bedingt eine Bewegung des Stellelements und damit das Zurückverlagern des Verschlusselements, welches mit dem Stellelement in Wirkverbindung steht. Die gesamte Anordnung benötigt mit Vorteil nur sehr wenige Komponenten oder Bauteile. Der eigentliche Betätigungsmechanismus wird dabei mittelbar über die Form des Arbeitsraums bewirkt. Dieser ist zweckmäßigerweise derart gestaltet, dass das Betätigungselement bei normaler Position des jeweiligen Fahrzeugs das Stellelement kontaktiert, wobei dieses wiederum das Verschlusselement in der geöffneten Stellung hält. Kommt es nun zu einer Verlagerung des entsprechenden Fahrzeugs und damit auch des Tankentlüftungsventils, verlässt das Betätigungselement seine Position und bewegt sich in Richtung des Verschlusselements. Der Arbeitsraum ist dabei so gestaltet, dass das Betätigungselement das Verschlusselement berühren muss. Bei diesem Berühren bzw. infolge der Kontaktierung wird die Ventileinheit geschlossen. Das Verschlusselement wirkt hierzu mit einem kongruent dazu ausgebildeten Ventilsitz in geeigneter Weise zusammen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Arbeitsraum im unteren Bereich oder zumindest im unteren Bereich kegelförmig oder im Wesentlichen kegelförmig ausgebildet. Diese Ausgestaltung ermöglicht mit Vorteil ein sicheres Kontaktieren des Stellelements in der Offenstellung. Das Stellelement bzw. der entsprechende Bereich des Stellelements, welcher über das Betätigungselement kontaktiert wird, ist zweckmäßigerweise am unteren Ende des kegelförmigen Arbeitsraums angeordnet. Die Kegelform ermöglicht weiterhin das vorgenannte Verlagern des Betätigungselements zum Verschlusselement hin, wenn das Tankentlüftungsventil geneigt wird. Über den Kegelwinkel kann dabei vorteilhafterweise auf konstruktiv einfache Weise eingestellt werden, wie schnell das Tankentlüftungsventil reagieren soll, insbesondere also beispielsweise auch bei welchem Winkel das Tankentlüftungsventil geschlossen sein soll. Der vorgenannte Ausdruck „kegelförmig“ ist dabei so zu verstehen, dass es sich nicht um eine ideale Kegelform handeln muss. Eine Vielzahl von entsprechend geneigt stehenden Flächen ist ausreichend, um die Funktionalität eines Kegels bereitzustellen. Mit anderen Worten ist der Arbeitsraum und insbesondere der untere Bereich des Arbeitsraums derart auszugestalten, dass das Betätigungselement in der Offenstellung zuverlässig das Stellelement betätigen kann, während es in der Schließstellung das Verschlusselement kontaktieren kann, welches gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sozusagen gegenüber dem entsprechenden Bereich des Stellelements angeordnet ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Kegelwinkel in einem Bereich von 20-60°, bevorzugt insbesondere in einem Bereich von 30-50°. Abweichungen nach oben und unten sind aber, je nach Anwendungsfall, denkbar und möglich. Der Kegelwinkel wir zwischen der Längsachse und der dazu geneigten Fläche des Arbeitsraums gemessen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem Betätigungselement insbesondere um eine Kugel oder um ein kugelförmiges Element. Als Material kommen Kunststoffe oder auch metallische Werkstoffe in Betracht. Insbesondere metallische Werkstoffe sind aufgrund ihres höheren spezifischen Gewichts vorliegend zu bevorzugen. Typische Durchmesser der Kugel liegen zweckmäßigerweise in einem Bereich zwischen 0,5 und 2 cm, insbesondere in einem Bereich von etwa 1-2 cm.
Bevorzugt umfasst das Stellelement einen Auflageabschnitt, welcher in der Offenstellung als Auflage für das Betätigungselement wirkt, wodurch das Stellelement betätigbar oder betätigt ist. Der Auflageabschnitt ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform fluchtend unterhalb des Verschlusselements angeordnet. Zweckmäßigerweise ist der Auflageabschnitt im untersten Bereich des Arbeitsraums ausgebildet oder angeordnet. Zweckmäßigerweise bildet der Auflageabschnitt das Ende des Arbeitsraums oder ist dort angeordnet. Bevorzugt umfasst der Auflageabschnitt eine Fläche, auf welcher das Betätigungselement in der Offenstellung des Tankentlüftungsventils aufliegen kann. Dadurch wirkt eine Kraft auf das Stellelement, welches das Verschlusselement in die geöffnete Stellung bewegt. Betätigt das Betätigungselement das Verschlusselement, ist der Auflageabschnitt ebenfalls entsprechend verlagert, insbesondere zum Verschlusselement hin, mit anderen Worten, zumindest geringfügig, weg gerichtet vom unteren Bereich des Arbeitsraums.
Das Stellelement ist über eine Lagerstelle gelagert. Das Stellelement ist um eine Drehachse drehbar gelagert. Bevorzugt umfasst das Tankentlüftungsventil ein Gehäuse, wobei das Stellelement in dem Gehäuse drehbar um die Drehachse gelagert ist. Das Stellelement ist dabei zweckmäßigerweise derart gestaltet, dass es den Arbeitsraum kreuzt, bevorzugt im oberen Bereich des Arbeitsraums.
Zweckmäßigerweise ist die Drehachse im Bereich der Ventileinheit angeordnet oder positioniert, wobei das Stellelement einen Arm aufweist, an dessen Ende der Auflageabschnitt ausgebildet ist, und wobei der Arm einen Eingriffsbereich zum Zusammenwirken mit dem Verschlusselement aufweist oder umfasst. Der Arm ist über die Lagerstelle, insbesondere in dem vorgenannten Gehäuse, gelagert, kreuzt den Ar- beitsraum und erstreckt sich im Anschluss entlang des Arbeitsraums bis zum unteren Bereich des Arbeitsraums. In dem Bereich, in welchem der Arm den Arbeitsraum kreuzt, ist zweckmäßigerweise der Eingriffsbereich zum Zusammenwirken mit dem Verschlusselement ausgebildet oder angeordnet. Das Verschlusselement der Ventileinheit ist entlang einer Schließachse beweglich gelagert. Die Schließachse ist bevorzugt parallel zur vorgenannten Längsachse orientiert. Das Verschlusselement wirkt mit dem Eingriffsbereich des Arms derart zusammen oder ist darin derart gelagert, dass das Stellelement immer mit bewegt wird, wenn das Verschlusselement sich entlang der Schließachse bewegt. Das Verschlusselement ist über den Arm zweckmäßigerweise also zwangsgeführt bzw. der Arm oder das Stellelement sind über das Verschlusselement zwangsgeführt.
Das Verschlusselement weist gemäß einer Ausführungsform einen Abschnitt auf, welcher den Eingriffsbereich durchragt, wobei der Abschnitt zu beiden Seiten des Arms Kontaktflächen zum Zusammenwirken mit dem Arm aufweist. Der vorgenannte Abschnitt kann beispielsweise in Art eines Stegs ausgebildet sein, welcher den beispielsweise als Öffnung ausgebildeten Eingriffsbereich des Stellelements durchragt. Die Kontaktflächen dienen der Kraftübertragung, insbesondere entlang der Schließachse/Längsachse, vom Stellelement auf das Verschlusselement und umgekehrt.
Das Verschlusselement weist einen Betätigungsabschnitt auf, über welchen es durch Krafteinleitung über das Betätigungselement entlang der Schließachse zum Ventilsitz hin bewegt werden kann. Die Gegenbewegung wird über das Stellelement, welches mit dem Verschlusselement zusammenwirkt, eingeleitet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verläuft der Arm zumindest bereichsöder abschnittsweise in einer T asche oder in einer Ausnehmung bzw. ist dort angeordnet, wobei die Tasche oder Ausnehmung in dem Gehäuse des Tankentlüftungsventils ausgebildet ist. Die Tasche ist bevorzugt an den Arbeitsraum angeformt oder schließt sich an diesen an und bewirkt, dass das Stellelement möglichst nicht im Arbeitsraum selbst verläuft. Damit ist sichergestellt, dass sich das Betätigungselement ungehindert in diesem bewegen kann, egal in welche Richtung das Tankentlüftungsventil geneigt ist.
Wie bereits erwähnt, ist das Verschlusselement zweckmäßigerweise entlang der Schließachse linear beweglich gelagert Die Schließachse liegt bevorzugt in einer Drehebene des Stellelements. Die Drehebene ist die Ebene, welche durch die Bewegung des Stellelements beschrieben wird. Die Drehebene ist bevorzugt parallel zur Längsachse orientiert. Die Längsachse wiederum ist parallel zur Schließachse ausgerichtet. In der Summe ergibt sich damit eine robuste und platzsparende Konstruktion.
Zweckmäßigerweise ist der vorgenannte Einlass im unteren Bereich des Arbeitsraums ausgebildet oder angeordnet. Das Fluid kann den Arbeitsraum also von unten nach oben durchströmen. Der Auslass ist entsprechend zweckmäßigerweise im oberen Bereich angeordnet. Der Auslass kann gemäß einer Ausführungsform in der Art eines Stutzens ausgebildet sein, an welchem eine Leitung angeschlossen werden kann. Alternativ kann der Auslass als eine Ausnehmung oder dergleichen ausgebildet sein, in welche ein Schlauch oder dergleichen eingesteckt werden kann. In ähnlicher Weise kann der Einlass konfiguriert werden.
Die Erfindung ist auch auf eine Tankverschlusseinheit gerichtet, insbesondere für ein Fahrzeug, umfassend ein erfindungsgemäßes Tankentlüftungsventil. Fahrzeuge der in Rede stehenden Art können Wasser-, Luft- oder Landfahrzeuge sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich um eine Tankverschlusseinheit für ein Kraftrad oder Neigefahrzeug, insbesondere für ein Motorrad oder einen Motorroller, wobei unter dem Ausdruck „Kraftrad“ auch mehrspurige Fahrzeuge wie Quads oder LNM-Fahrzeug (Lean-Multi-Wheel) verstanden werden.
Bevorzugt umfasst die Tankverschlusseinheit ein Gehäuse, wobei in dem Gehäuse eine Öffnung zum Einführen eines Einfüllstutzens einer Tankanlage ausgebildet ist. Bevorzugt umfasst die Tankverschlusseinheit einen Deckel oder ein Deckelelement, welcher entfernt werden kann, sodass die vorgenannte Einfüllöffnung freigegeben werden kann. Das Gehäuse ist zur Anordnung in oder an einem Tank des entsprechenden Fahrzeugs ausgebildet. Die Anordnung erfolgt zweckmäßigerweise form- und/oder kraftschlüssig und insbesondere fluiddicht über eine entsprechende Anzahl von Schrauben.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Tankentlüftungsventil in die Tankverschlusseinheit integriert. Zweckmäßigerweise ist das vorgenannte Gehäuse des Tankentlüftungsventils das hier genannte Gehäuse der Tankverschlusseinheit. Alternativ kann das Tankentlüftungsventil auch als separate Baueinheit im Tank des jeweiligen Fahrzeugs vorgesehen sein. Die Erfindung richtet sich auch auf ein Fahrzeug, welches ein erfindungsgemäßes Tankentlüftungsventil oder eine erfindungsgemäße Tankverschlusseinheit umfasst. Die in diesem Zusammenhang erwähnten Vorteile und Merkmale gelten analog und entsprechend auch für das Fahrzeug.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tankentlüftungsventils mit Bezug auf die beigefügten Figuren.
Es zeigt:
Fig. 1 : eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tankentlüftungsventils in einer Schnittansicht;
Fig. 2: eine weitere Ansicht des aus der Fig. 1 bekannten Tankentlüftungsventils.
Fig. 1 zeigt in einer Schnittansicht ein Tankentlüftungsventil, umfassend ein Gehäuse 10, wobei in dem Gehäuse 10 an einer Lagerstelle 14 ein Stellelement 60 um eine Drehachse D drehbar gelagert ist. Das Stellelement 60 weist einen Arm 62 auf, welcher endseitig einen Auflageabschnitt 64 sowie zum Zusammenwirken mit einem Verschlusselement 52 einen Eingriffsbereich 66 aufweist. Der Auflageabschnitt 64 befindet sich an einem unteren Ende 42 eines Arbeitsraums 40. In dem Arbeitsraum 40 ist ein kugelförmiges Betätigungselement 20 angeordnet. In der hier gezeigten Offenstellung des Tankentlüftungsventils betätigt das Betätigungselement 20 das Stellelement 60, welches damit das Verschlusselement 52 der Ventileinheit 50 betätigt. Das Verschlusselement 52 ist in einem oberen Bereich 44 des Arbeitsraums 40 angeordnet. Insbesondere ist das Verschlusselement 52 im Wesentlichen fluchtend oberhalb des Auflageabschnitts 64, auf welchem das Betätigungselement 20 ruht, angeordnet. Zu erkennen ist weiter, dass ein Arm 62 des Stellelements 60 den Arbeitsraum 40 im oberen Bereich 44 quasi schneidet oder kreuzt. Im Bereich der „Kreuzung“ findet das Zusammenwirken mit dem Verschlusselement 52 statt. Das Tankentlüftungsventil weist unten einen Einlass 16 auf, welcher vorliegend beispielsweise derart ausgebildet ist, dass ein Schlauch oder dergleichen eingesteckt werden kann. Über den Einlass 16 kann ein Fluid, wie beispielsweise ein Luft-Kraft- stoffgemisch, in das Tankentlüftungsventil eingeleitet werden. Abhängig davon, ob die Ventileinheit 50 geöffnet oder geschlossen ist, kann das Fluid über die Ventileinheit 50 und einen Auslass, welcher in der vorliegenden Skizze nicht erkennbar ist, aus dem Tankentlüftungsventil ausgeleitet werden, beispielsweise in Richtung eines hier nicht dargestellten Aktivkohlebehälters. Der Eingriffsbereich 66 des Stellelements 60 ist beispielsweise als Öffnung oder Bohrung ausgebildet, welche von einem entsprechenden Abschnitt des Verschlusselements 52 durchragt wird. Das Bezugszeichen a bezeichnet einen Kegelwinkel des im Wesentlichen kegelförmig ausgebildeten unteren Bereichs 42 des Arbeitsraums 40. Zu erkennen ist weiter, dass das Stellelement 60 in weiten Bereichen in einer Tasche 12 des Gehäuses 10 verläuft. Dadurch ist sichergestellt, dass sich das Betätigungselement 20 möglichst ungehindert innerhalb des Arbeitsraums 40 bewegen kann. Wie bereits erwähnt, ist in der Fig. 1 die Offenstellung des Tankentlüftungsventils skizziert. In dieser Offenstellung ruht das Betätigungselement 20 auf dem Stellelement 60 bzw. dessen Auflageabschnitt 64, wodurch das Verschlusselement 52 mittelbar über das Stellelement geöffnet wird/ist. Wird nun das Tankentlüftungsventil geneigt, bewegt sich das Betätigungselement 20 innerhalb des Arbeitsraums in Richtung des Verschlusselements 52, wodurch dieses, da es entlang der Längsrichtung L linear beweglich gelagert ist, in einen Ventilsitz der Ventileinheit 50 verlagert wird, wodurch die Ventileinheit 50 geschlossen wird. Bezugszeichen 70 bezeichnet ein Überdruckventil. Der Schnitt A- A ist in der Fig. 2 skizziert.
Fig. 2 zeigt den in der Fig. 1 skizzierten Schnitt A-A. Zu erkennen ist hier insbesondere das Zusammenwirken des Verschlusselements 52 mit dem Stellelement 60 bzw. dessen Eingriffsbereich 66. Das Verschlusselement weist einen Abschnitt 54 auf, welcher den Eingriffsbereich 66 des Stellelements 60 durchragt. Weiter sind am Verschlusselement 52 zwei Kontaktflächen 56 vorgesehen, über welche die Kraft vom Verschlusselement 52 auf das Stellelement 60 und umgekehrt übertragen werden kann. Zum Zusammenwirken mit dem Betätigungselement 20 weist das Verschlusselement 52 einen Betätigungsabschnitt 51 auf. Das Bezugszeichen S bezeichnet eine Schließachse entlang derer sich das Verschlusselement 52 linear bewegt. In der Fig. 2 ist ein Zustand skizziert, in welchem das Betätigungselement 20 kurz davor ist, sich in Richtung des Betätigungsabschnitts 51 zu bewegen. Hierzu ist insbesondere der untere Abschnitt 42 des Arbeitsraums 40 entsprechend gestaltet. Ab welchem Winkel sich das Betätigungselement bewegt, kann zweckmäßigerweise über einen Kegelwinkel bzw. allgemein die Ausgestaltung des Arbeitsraums 40, insbesondere im unteren Bereich 42, eingestellt werden, vgl. diesbezüglich auch die Fig. 1. Berührt das Betätigungselement 20 das Verschlusselement 42, wird dieses in einen Ventilsitz 58 der Ventileinheit 50 verlagert und die Ventileinheit 50 ist damit geschlossen. Es kann kein Fluidaustausch zwischen dem Einlass 16 und einem Auslass 18, welcher vorliegend nur als Pfeil skizziert ist, stattfinden. Wird das Tankentlüftungsventil wieder zurück verlagert, in vorliegender Skizze beispielsweise im Uhrzeigersinn gedreht, berührt das Betätigungselement 20 wieder den Auflageabschnitt 64 des Stellelements 60 und zieht damit das Verschlusselement 52 aus dem Ventilsitz 58 heraus. Das Bezugszeichen E bezeichnet eine Drehebene, innerhalb derer sich das Stellelement 60 bewegt. Die Drehebene E ist parallel zu einer Längsachse L orientiert, wobei sich entlang dieser der Arbeitsraum 40 erstreckt. Zu erkennen ist, dass das Verschlusselement 52 fluchtend oberhalb des Auflageabschnitts 64 angeordnet ist.
Bei dem Gehäuse, wie hier skizziert, kann es sich um das Gehäuse des Tankentlüftungsventils handeln. Alternativ kann das Gehäuse auch das Gehäuse einer Tankverschlusseinheit sein, in welche das Tankentlüftungsventil integriert ist. Das Tankentlüftungsventil ist bei dieser Ausführungsform dann keine separate Baueinheit, sondern ist unmittelbar in der Tankverschlusseinheit ausgebildet. Die Tankverschlusseinheit wiederum ist zur, beispielsweise, unmittelbaren Anordnung in einem Tank eines Fahrzeugs, insbesondere beispielsweise eines Kraftrads, wie eines Motorrads oder Motorrollers, vorgesehen.
Bezugszeichenliste
10 Gehäuse 12 Tasche
14 Lagerstelle
16 Einlass 18 Auslass
20 Betätigungselement, Kugel 40 Arbeitsraum
42 unterer Bereich
44 oberer Bereich
50 Ventileinheit
51 Betätigungsabschnitt
52 Verschlusselement
54 Abschnitt
56 Kontaktfläche
58 Ventilsitz
60 Stellelement
62 Arm
64 Auflageabschnitt
66 Eingriffsbereich 70 Überdruckventil a Kegelwinkel
L Längsachse
D Drehachse E Drehebene
S Schließachse

Claims

Ansprüche
1. Tankentlüftungsventil, insbesondere Roll-Over Ventil, welches von einer Offenstellung in eine dazu geneigte Schließstellung verlagerbar ist, umfassend einen Arbeitsraum (40), welcher sich entlang einer Längsachse (L) erstreckt, wobei in einem oberen Bereich (44) des Arbeitsraums (40) eine Ventileinheit (50) ausgebildet oder angeordnet ist, umfassend ein Verschlusselement (52), welches zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit (50) verlagerbar ist, und wobei das Verschlusselement (52) zum Verlagern mit einem Stellelement (60) in Wirkverbindung steht, welches durch ein, insbesondere kugelförmiges, Betätigungselement (20) betätigt werden kann, welches im Arbeitsraum (40) angeordnet ist, und wobei das Betätigungselement (20) im Arbeitsraum (40) derart verlagerbar angeordnet ist, dass das Betätigungselement (20) in der Offenstellung zur Betätigung das Stellelement (60) kontaktiert und in der Schließstellung das Verschlusselement (52).
2. Tankentlüftungsventil nach Anspruch 1 , wobei der Arbeitsraum (40) im unteren Bereich (42) kegelförmig oder im Wesentlichen kegelförmig ausgebildet ist.
3. Tankentlüftungsventil nach Anspruch 2, wobei ein Kegelwinkel (a) in einem Bereich von 20 Grad bis 60 Grad liegt.
4. Tankentlüftungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Stellelement (60) einen Auflageabschnitt (64) aufweist, welcher in der Offenstellung als Auflage für das Betätigungselement (20) wirkt, wodurch das Stellelement (60) betätigt oder betätigbar ist.
5. Tankentlüftungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend ein Gehäuse (10), in welchem das Stellelement (60) um eine Drehachse (D) drehbar gelagert ist.
6. Tankentlüftungsventil nach Anspruch 5, wobei die Drehachse (D) im Bereich der Ventileinheit (50) angeordnet ist, und wobei das Stellelement (60) einen Arm (62) aufweist, an dessen Ende der Auflageabschnitt (64) ausgebildet ist, und wobei der Arm (62) einen Eingriffsbereich (66) zum Zusammenwirken mit dem Verschlusselement (52) aufweist.
7. Tankentlüftungsventil nach Anspruch 6, wobei das Verschlusselement (52) einen Abschnitt (54) aufweist, welcher den Eingriffsbereich (66) durchragt, wobei der Abschnitt (54) zu beiden Seiten des Arms (52) Kontaktflächen (56) zum Zusammenwirken mit dem Arm (62) aufweist.
8. Tankentlüftungsventil nach Anspruch 6 oder 7, wobei der Arm (62) zumindest bereichs- Oder abschnittswiese in einer Tasche (12) verläuft oder angeordnet ist, welche in einem Gehäuse (10) des Tankentlüftungsventils ausgebildet ist.
9. Tankentlüftungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verschlusselement (52) entlang einer Schließachse (S) linear beweglich gelagert ist, und wobei die Schließachse (S) in einer Drehebene (E) des Stellelements (60) liegt.
10. Tankentlüftungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Arbeitsraum (40) einen Einlass (16) aufweist, und wobei der Einlass (16) in dem unteren Bereich (42) ausgebildet ist.
11 . Tankverschlusseinheit, insbesondere für ein Kraftrad, umfassend ein Tankentlüftungsventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Tankverschlusseinheit nach Anspruch 11 , wobei das Gehäuse (10) des Tankentlüftungsventils das Gehäuse der Tankverschlusseinheit ist.
13. Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug, umfassend ein Tankentlüftungsventil nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder eine Tankverschlusseinheit nach Anspruch 11 oder 12.
EP24720083.5A 2023-05-10 2024-04-15 Tankentlüftungsventil, tankverschlusseinheit sowie fahrzeug Pending EP4709602A1 (de)

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