Steckverbinderkomponente für einen mehrteiligen Steckverbinder, mehrteiliger Steckverbinder, elektrisches Verbindungsglied einer Netzwerktopoloqie und elektrische Netzwerktopoloqie
Die vorliegende Anmeldung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung Nr. 10 2024 121 267.5 in Anspruch, deren Inhalt durch Verweis hierin vollständig mit aufgenommen wird.
Die Erfindung betrifft eine Steckverbinderkomponente für einen mehrteiligen Steckverbinder, aufweisend eine Verbindungsschnittstelle zur Verbindung mit wenigstens einer weiteren, kompatiblen Steckverbinderkomponente des mehrteiligen Steckverbinders, einen primären Kontaktierungsbereich zur Verbindung mit einem korrespondierenden Gegensteckverbinder, einen Anschlussbereich zum Anschließen wenigstens eines elektrischen Leiters und wenigstens ein elektrisches Kontaktelement, das sich ausgehend von dem Anschlussbereich zumindest bis in die Verbindungsschnittstelle erstreckt.
Die Erfindung betrifft ferner einen mehrteiligen Steckverbinder, insbesondere einen mehrteiligen Bussteckverbinder, aufweisend zumindest zwei Steckverbinderkomponenten.
Die Erfindung betrifft außerdem ein elektrisches Verbindungsglied einer elektrischen Netzwerktopologie, vorzugsweise eines Bussystems.
Die Erfindung betrifft auch eine elektrische Netzwerktopologie, insbesondere ein Bussystem, aufweisend wenigstens zwei elektrische Verbindungsglieder und einen kompatiblen Gegensteckverbinder.
Elektrische Netzwerktopologien, insbesondere (differentielle) Bussysteme, sind in vielen Anwendungsfeldern, beispielsweise in der Industrie, in Fahrzeugen oder in Arbeitsstätten, zur Datenübertragung zwischen mehreren elektrischen Teilnehmern im Einsatz. Das Leitungssystem einer elektrischen Netzwerktopologie umfasst in der Regel wenigstens eine Hauptleitung, an die jeder Teilnehmer anzuschließen ist. Zum flexiblen bzw. bedarfsweisen Anbinden der elektrischen Teilnehmer sind an der Hauptleitung in der Regel elektrische Steckverbinder angeschlossen, die mit Gegensteckverbindern der Teilnehmer verbindbar sind. Die elektrischen Steckverbinder können hierfür beispielsweise T-, F- oder Y-förmig ausgebildet sein. Als Beispiel für ein bekanntes differentielles Bussystem sei an dieser Stelle auf die EP 4 322 341 A1 verwiesen.
Ein herkömmlicher Bussteckverbinder benötigt aufgrund seiner Bauform vergleichsweise viel Bauraum, was einer Miniaturisierung des elektrischen Gesamtsystems entgegensteht. Insbesondere ist außerdem der Montageaufwand der bekannten Netzwerktopologien mitunter hoch und daher kosten- und zeitintensiv. Der Konfektionsaufwand, beispielsweise in einem Automobil-Werk oder bei einem Erstausrüster (Tier-1 -Zulieferer), kann erheblich und auch fehleranfällig sein, da an jeder der Schnittstellen des Steckverbinders jeweils zumindest ein elektrischer Leiter des Gesamtsystems anzuschließen ist.
Als Alternative zu einer montageseitigen Konfektionierung kann das Gesamtsystem bereits herstellerseitig vorkonfektioniert werden, was dann allerdings einer flexiblen Anwendung entgegensteht, da die Abzweigungsstellen für die Teilnehmer der Netzwerktopologie fest vorgegeben sind.
In Anbetracht des bekannten Stands der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Steckverbinderkomponente bereitzustellen, die mit wenigstens einer weiteren, kompatiblen Steckverbinderkomponente zu einem mehrteiligen Steckverbinder verbindbar ist, um vorzugsweise eine flexible und technisch einfache Anbindungsmöglichkeit von elektrischen Teilnehmern an eine Netzwerktopologie zu ermöglichen.
Der vorliegenden Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, einen mehrteiligen Steckverbinder bereitzustellen, der sich vorteilhaft in einer Netzwerktopologie einsetzen lässt, um vorzugsweise eine flexible und technisch einfache Anbindungsmöglichkeit von elektrischen Teilnehmern an die Netzwerktopologie zu ermöglichen.
Schließlich ist es auch Aufgabe der Erfindung, ein elektrisches Verbindungsglied bereitzustellen, das sich modular in einer Netzwerktopologie einsetzen lässt, um vorzugsweise einen flexiblen und technisch einfachen Aufbau einer Netzwerktopologie zu ermöglichen.
Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung, eine elektrische Netzwerktopologie bereitzustellen, die modular montierbar ist.
Die Aufgabe wird für die Steckverbinderkomponente mit den in Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst. Hinsichtlich des mehrteiligen Steckverbinders wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 16 gelöst. Bezüglich des elektrische Verbindungsgliedes wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 24 und betreffend die elektrische Netzwerktopologie durch Anspruch 26 gelöst.
Die abhängigen Ansprüche und die nachfolgend beschriebenen Merkmale betreffen vorteilhafte Ausführungsformen und Varianten der Erfindung.
Die Erfindung betrifft eine Steckverbinderkomponente für einen mehrteiligen Steckverbinder. Die Steckverbinderkomponente weist eine Verbindungsschnittstelle zur Verbindung mit wenigstens einer weiteren, kompatiblen Steckverbinderkomponente des mehrteiligen Steckverbinders auf.
Unter einem „mehrteiligen Steckverbinder“ ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere ein Steckverbinder zu verstehen, der erst im zusammengesetzten Zustand der Steckverbinderkomponente mit der wenigstens einen weiteren, kompatiblen Steckverbinderkomponente funktional (vollständig) einsetzbar ist und vorzugsweise auch erst im zusammengesetzten Zustand eine funktionsfähige Schnittstelle zum Anschluss eines Busteilnehmers anbietet. Der mehrteilige Steckverbinder kann sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass er bereits mit wenigstens zwei Kabeln bzw. Leitungen vom Hersteller
konfektioniert ausgeliefert wird und daher ohne Konfektionsaufwand von dem Monteur (z. B. einem Automobilhersteller) in ein Bussystemen bzw. eine komplexere Netzwerktopologien integrierbar ist.
Vorzugsweise kann eine vollständige Verbindung aller beteiligten Steckverbinderkomponenten für die ordnungsgemäße Verwendbarkeit des mehrteiligen Steckverbinders erforderlich sein. Allerdings kann auch vorgesehen sein, dass im Falle mehrerer kompatibler Steckverbinderkomponenten, die gemeinsam mit der Steckverbinderkomponente verbindbar sind, zumindest eine der kompatiblen Steckverbinderkomponenten lediglich bei späterem Bedarf mit der Steckverbinderkomponente verbindbar ist. Beispielsweise kann dies vorgesehen sein, um den Funktionsumfang des mehrteiligen Steckverbinders bedarfsweise zu vergrößern (z. B. um optional weitere Steckmöglichkeiten bereitzustellen).
Vorzugsweise handelt es sich bei der Steckverbinderkomponente nicht um einen bereits für sich genommen einsetzbaren elektrischen Steckverbinder.
Die wenigstens eine weitere, kompatible Steckverbinderkomponente kann vorzugsweise (aber nicht notwendigerweise) dieselben Merkmale aufweisen, die nachfolgend hinsichtlich der beanspruchten Steckverbinderkomponente beschrieben werden. Auch die „kompatible Steckverbinderkomponente“ kann daher beispielsweise eine Verbindungsschnittstelle zur Verbindung mit der Steckverbinderkomponente und/oder mit weiteren kompatiblen Steckverbinderkomponenten aufweisen. Die kompatible Steckverbinderkomponente kann funktional und gegebenenfalls auch abschnittsweise oder vollständig geometrisch analog oder komplementär zu der Steckverbinderkomponente ausgebildet sein.
Die Anmelderin behält sich vor, die „kompatible Steckverbinderkomponente“ gegebenenfalls separat von der Steckverbinderkomponente zu beanspruchen.
Die Steckverbinderkomponente gemäß Patentanspruch 1 wird nachfolgend mitunter auch als „erste Steckverbinderkomponente“ und die kompatible Steckverbinderkomponente als „zweite Steckverbinderkomponente“ bezeichnet.
Die Verbindungsschnittstelle ist vorzugsweise zumindest eine elektrische Schnittstelle zur elektrischen Verbindung der Steckverbinderkomponente mit der wenigstens einen weiteren, kompatiblen Steckverbinderkomponente. Besonders bevorzugt ist die Verbindungsschnittstelle außerdem auch eine mechanische Schnittstelle zur mechanischen Verbindung der Steckverbinderkomponente mit der wenigstens einen weiteren, kompatiblen Steckverbinderkomponente. Die Verbindungsschnittstelle kann das nachfolgende noch erwähnte Kontaktelement (und im Falle der kompatiblen Steckverbinderkomponente das „kompatible Kontaktelement) und/oder mechanische Führungsmittel, Rastmittel oder dergleichen aufweisen, wie nachfolgend noch detailliert beschrieben wird.
Die Steckverbinderkomponente bzw. die Verbindungsschnittstelle kann zur Verbindung mit einer beliebigen Anzahl weiterer, kompatibler Steckverbinderkomponenten ausgebildet sein. Nachfolgend wird die
Erfindung im Wesentlichen anhand eines zweiteiligen Steckverbinders beschrieben, der genau eine weitere, kompatible Steckverbinderkomponente zur Verbindung mit der Steckverbinderkomponente aufweist. Grundsätzlich können aber beispielsweise auch zwei kompatible Steckverbinderkomponenten, drei kompatible Steckverbinderkomponenten, vier kompatible Steckverbinderkomponenten oder noch mehr kompatible Steckverbinderkomponenten zur Verbindung mit der Steckverbinderkomponente vorgesehen sein.
Erfindungsgemäß weist die Steckverbinderkomponente einen primären Kontaktierungsbereich zur Ausbildung zumindest eines Teils einer primären Steckschnittstelle zur Verbindung mit einem korrespondierenden Gegensteckverbinder des mehrteiligen Steckverbinders auf.
Es kann vorgesehen sein, dass einzig die Steckverbinderkomponente oder einzig eine der kompatiblen Steckverbinderkomponenten die primäre Steckschnittstelle zur Verbindung mit dem Gegensteckverbinder ausbildet. Vorzugsweise bildet die Steckverbinderkomponente allerdings nur einen Teil der primären Steckschnittstelle aus, wobei zumindest ein weiterer Teil der primären Steckschnittstelle von der oder den kompatiblen Steckverbinderkomponenten ausgebildet wird. Die primäre Steckschnittstelle zur Verbindung mit dem korrespondierenden Gegensteckverbinder ist vorzugsweise erst geometrisch und/oder funktional vollständig, wenn die Steckverbinderkomponente mit zumindest einer weiteren, kompatiblen Steckverbinderkomponente verbunden ist.
Die primäre Steckschnittstelle und der primäre Kontaktierungsbereich können elektrisch und/oder mechanisch grundsätzlich beliebig ausgebildet sein. Die Erfindung ist nicht auf einen spezifischen Typ oder Standard einer Steckschnittstelle beschränkt. Die primäre Steckschnittstelle kann unter anderem stift- oder buchsenförmige Kontaktelemente aufweisen. Neben rotationssymmetrischen oder länglichen Kontaktelementen können beispielsweise auch Flachkontakte in Frage kommen. Die Steckkompatibilität der primären Steckschnittstelle kann dabei beliebig sein und sich beispielsweise zur Verbindung mit einem Ethernet-Steckverbinderstandard (z. B. RJ-Steckverbinder) oder einem sonstigen Steckverbinderstandard eignen. Die Steckverbinderkomponenten können einen zumindest im Wesentlichen geradlinigen oder winkligen Verlauf aufweisen. Entsprechend kann der aus den Steckverbinderkomponenten gebildete, mehrteilige Steckverbinder geradlinig oder winklig (Winkelsteckverbinder) ausgebildet sein. Ein geradliniger Steckverbinder bzw. eine geradlinige Steckverbinderkomponente kann vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, länglich ausgebildet sein.
Vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, ist die primäre Steckschnittstelle für eine elektrische und eine mechanische Verbindung mit dem korrespondierenden Gegensteckverbinder ausgebildet. Es kann sich bei der primären Steckschnittstelle gegebenenfalls aber auch um eine rein mechanische Steckschnittstelle handeln, beispielsweise als „Parkposition“ für einen Gegensteckverbinder.
Erfindungsgemäß weist die Steckverbinderkomponente einen Anschlussbereich zum Anschließen wenigstens eines elektrischen Leiters auf.
Der Anschlussbereich kann sich insbesondere zum Anschließen wenigstens einer elektrischen Leitung eignen, die jeweils wenigstens einen elektrischen Leiter aufweist (insbesondere den bereits erwähnten, wenigstens einen elektrischen Leiter).
Zusammenfassend weist die vorgeschlagene Steckverbinderkomponente also vorzugsweise zumindest drei Anschlussmöglichkeiten auf: eine erste Anschlussmöglichkeit (Verbindungsschnittstelle), an der zumindest eine weitere, kompatible Steckverbinderkomponente angeschlossen werden kann, um insgesamt den mehrteiligen Steckverbinder auszubilden; eine zweite Anschlussmöglichkeit (primärer Kontaktierungsbereich), an der ein korrespondierender Gegensteckverbinder angeschlossen werden kann, insbesondere ein elektrischer (Bus)Teilnehmer; und eine dritte Anschlussmöglichkeit (Anschlussbereich) zum Anschließen des besagten, wenigstens einen elektrischen Leiters, vorzugsweise einer elektrischen Leitung.
Die wenigstens eine, kompatible Steckverbinderkomponente kann vorzugsweise einen analogen Aufbau aufweisen. Die kompatible Steckverbinderkomponente kann daher insbesondere ebenfalls zumindest drei Anschlussmöglichkeiten aufweisen, so dass letztendlich jede der beteiligten Steckverbinderkomponenten (oder zumindest zwei der beteiligten Steckverbinderkomponenten) jeweils mit wenigstens einem elektrischen Leiter verbunden sind bzw. verbindbar sind, bei dem es sich beispielsweise jeweils um einen unterschiedlichen Hauptleiterabschnitt der Netzwerktopologie handeln kann. Anders ausgedrückt, können mehrere Kettenglieder (nachfolgend als „Verbindungsglieder“ bezeichnet) aus mehrteiligen Steckverbindern und jeweils abzweigenden, elektrischen Leitern gemeinsam die Netzwerktopologie ausbilden.
Erfindungsgemäß weist die Steckverbinderkomponente außerdem wenigstens ein elektrisches Kontaktelement auf. Das wenigstens eine elektrische Kontaktelement ist in dem Anschlussbereich mit dem elektrischen Leiter verbindbar und erstreckt sich ausgehend von dem Anschlussbereich zumindest bis in die Verbindungsschnittstelle. In der Verbindungsschnittstelle ist das elektrische Kontaktelement mit einem kompatiblen elektrischen Kontaktelement der kompatiblen Steckverbinderkomponente verbindbar.
Das elektrische Kontaktelement verläuft somit zumindest zwischen dem Anschlussbereich und der Verbindungsschnittstelle durch die Steckverbinderkomponente, wodurch im verbundenen Zustand der Steckverbinderkomponente mit der wenigstens einen kompatiblen Steckverbinderkomponente eine elektrische Verbindung zwischen den jeweils mit den Steckverbinderkomponenten verbundenen elektrischen Leitern bereitgestellt werden kann (also eine Signalweitergabe zwischen den elektrischen Leitern der beteiligten Steckverbinderkomponenten). Gleichzeitig kann die besagte Anschlussmöglichkeit für den korrespondierenden Gegensteckverbinder, also insbesondere für einen Teilnehmer der Netzwerktopologie, bereitgestellt werden. Wie nachfolgend noch beschrieben wird, kann sich das wenigstens eine elektrische Kontaktelement hierfür vorzugsweise auch bis in den primären Kontaktierungsbereich erstrecken.
Es sei betont, dass die Erfindung nicht auf eine spezifische Anordnung des primären Kontaktierungsbereichs, der Verbindungsschnittstelle und des Anschlussbereichs zueinander, und auch nicht auf den konkreten Verlauf des Kontaktelements zwischen besagten Bereichen beschränkt zu verstehen ist. Die nachfolgend vorgeschlagenen Anordnungen der einzelnen Bereiche bzw. Schnittstellen zueinander sind daher lediglich beispielhaft zu verstehen und bilden bevorzugte, allerdings nicht notwendige, Varianten der Erfindung aus.
Vorteile und Merkmale, die vorstehend und nachfolgend hinsichtlich des elektrischen Kontaktelements beschrieben werden, sind auch auf das „kompatible elektrische Kontaktelement“ der kompatiblen Steckverbinderkomponente übertragbar - und umgekehrt.
Grundsätzlich kann die Steckverbinderkomponente (und auch die kompatible Steckverbinderkomponente) eine beliebige Anzahl Kontaktelemente bzw. kompatible Kontaktelemente aufweisen. Beispielsweise kann genau ein elektrisches Kontaktelement vorgesehen sein, gegebenenfalls aber auch zwei Kontaktelemente (insbesondere zur Ausbildung eines differenziellen Kontaktelementpaars), drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht oder noch mehr Kontaktelemente bzw. kompatible Kontaktelemente. Die Anzahl Kontaktelemente und kompatible Kontaktelemente kann sich zwischen Steckverbinderkomponente und kompatibler Steckverbinderkomponente außerdem auch unterscheiden.
In einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Anschlussbereich der Steckverbinderkomponente an einem ersten axialen bzw. längsseitigen Endabschnitt und der primäre Kontaktierungsbereich an einem gegenüberliegenden, zweiten axialen bzw. längsseitigen Endabschnitt der Steckverbinderkomponente angeordnet ist.
Die Verbindungsschnittstelle kann vorzugsweise zwischen besagten beiden Endabschnitten angeordnet sein. Die Verbindungsschnittstelle kann sich außerdem auch mit dem Anschlussbereich und/oder dem primären Kontaktierungsbereich teilweise oder vollständig überlappen, so dass die Verbindungsmöglichkeit mit der wenigstens einen weiteren kompatiblen Steckverbinderkomponente bzw. die Verbindungsmöglichkeit zwischen dem Kontaktelement und dem kompatiblen Kontaktelement auch in dem Anschlussbereich und/oder in dem primären Kontaktierungsbereich bereitgestellt werden kann. Es kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass die Verbindungsschnittstelle, der Anschlussbereich und/oder der primäre Kontaktierungsbereich vollständig aufeinanderliegen bzw. miteinander übereinstimmen bzw. dieselben Dimensionen und Positionen aufweisen.
Gegebenenfalls können Anschlussbereich und primärer Kontaktierungsbereich auch unmittelbar ineinander übergehen, insbesondere wenn die Verbindungsschnittstelle teilweise oder vollständig in einem oder beiden der besagten Bereiche angeordnet ist. Außerdem kann zwischen dem Anschlussbereich und dem primären Kontaktierungsbereich gegebenenfalls auch ein Zwischenbereich vorgesehen sein, der keine weitere Anschlussmöglichkeit bietet.
Wie vorstehend bereits erwähnt, kommt es auf die Anordnung der Schnittstellen bzw. Anschlussbereiche relativ zueinander nicht unbedingt an. Daher kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass der Anschlussbereich an einem ersten axialen bzw. längsseitigen Endabschnitt der Steckverbinderkomponente und die Verbindungsschnittstelle an dem zweiten axialen bzw. längsseitigen Endabschnitt angeordnet ist, wobei dann beispielsweise zwischen Anschlussbereich und Verbindungsschnittstelle der primäre Kontaktierungsbereich vorgesehen sein kann. Das Kontaktelement kann sich dann ausgehend von dem Anschlussbereich durch den primären Kontaktierungsbereich hindurch bis in die Verbindungsschnittstelle erstrecken.
Im Rahmen einer weiteren denkbaren Anordnung der Anschlussmöglichkeiten, kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Anschlussbereich in einem mittleren Abschnitt der Steckverbinderkomponente angeordnet und von der Verbindungsschnittstelle und dem primären Kontaktierungsbereich jeweils umgeben ist, wobei sich dann wiederum das Kontaktelement zumindest vom Anschlussbereich bis in die Verbindungsschnittstelle erstreckt - und gegebenenfalls zusätzlich (T-förmig) in den primären Kontaktierungsbereich.
Auch eine Verteilung der besagten Anschlussmöglichkeiten in zumindest einer Raumrichtung quer zu der Längsachse der Steckverbinderkomponenten kann von der Erfindung abgedeckt sein, auch wenn dies zur Vereinfachung der Beschreibung der Erfindung nachfolgend nicht näher beschrieben ist.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Verbindungsschnittstelle und der primäre Kontaktierungsbereich an verschiedenen Seiten der Steckverbinderkomponente ausgebildet sind.
Vorzugsweise sind die Verbindungsschnittstelle und der primäre Kontaktierungsbereich an aneinander angrenzenden Seiten der Steckverbinderkomponente ausgebildet, also beispielsweise an einer Stirnseite einerseits (dies kann insbesondere bei dem primären Kontaktierungsbereich vorteilhaft sein) und einer Mantelseite andererseits (dies kann insbesondere bei der Verbindungsschnittstelle vorteilhaft sein). Es kann auch vorgesehen sein, dass die Verbindungsschnittstelle und der primäre Kontaktierungsbereich an zwei über eine gemeinsame Kante verbundenen Mantelseiten angeordnet sind.
Selbstverständlich können die Verbindungsschnittstelle und der primäre Kontaktierungsbereich aber auch an derselben Seite der Steckverbinderkomponente ausgebildet sein, sofern dies anwendungsbedingt geeignet erscheint.
Insbesondere kann außerdem auch der Anschlussbereich an einer anderen Seite der Steckverbinderkomponente angeordnet sein als die Verbindungsschnittstelle und/oder der primäre Kontaktierungsbereich. Vorzugsweise kann der Anschlussbereich an einer Seite der Steckverbinderkomponente angeordnet sein, die dem primären Kontaktierungsbereich gegenüberliegt. Der Anschlussbereich und der primäre
Kontaktierungsbereich können also beispielsweise an gegenüberliegenden axialen bzw. längsseitigen Enden der Steckverbinderkomponente angeordnet sein. Der Anschlussbereich kann gegebenenfalls aber auch an derselben Seite wie die Verbindungsschnittstelle und/oder der primäre Kontaktierungsbereich angeordnet sein. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass sich die Verbindungsschnittstelle in dem Anschlussbereich befindet (z. B. kann ein Crimpabschnitt eines Kontaktelements eine Kontaktierungsfahne aufweisen, um das kompatible Kontaktelement, ggf. ebenfalls eine Kontaktierungsfahne, zu kontaktieren).
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Verbindungsschnittstelle zumindest abschnittsweise entlang einer Mantelseite (im Falle einer länglichen Steckverbinderkomponente also insbesondere eine Längsseite) der Steckverbinderkomponente verläuft, um eine mantelseitige Verbindung mit der wenigstens einen kompatiblen Steckverbinderkomponente zu ermöglichen.
Eine mantelseitige Verbindung der Steckverbinderkomponente mit der wenigstens einen kompatiblen Steckverbinderkomponente hat sich als besonders geeignet herausgestellt, da insbesondere in diesem Fall vorteilhaft ein axialer bzw. stirnseitiger Endabschnitt der Steckverbinderkomponente zur Ausbildung des primären Kontaktierungsbereichs (insbesondere gemeinsam mit der zumindest einen kompatiblen Steckverbinderkomponente) verwendbar ist. Auf diese Weise kann die primäre Steckschnittstelle mit technisch einfachen Maßnahmen durch mantelseitiges (also beispielsweise längsseitiges bzw. laterales) Zusammenfügen zweier als jeweilige Halbschalen ausgebildeter Steckverbinderkomponenten ausgebildet werden.
Es sei allerdings erwähnt, dass die Verbindungsschnittstelle gegebenenfalls auch an einem axialen Ende der Steckverbinderkomponente angeordnet sein kann, um eine stirnseitige Verbindung mit der wenigstens einen kompatiblen Steckverbinderkomponente zu ermöglichen. Der primäre Kontaktierungsbereich kann in diesem Fall vorzugsweise (aber nicht zwingend) ebenfalls im Bereich der Stirnseite der Steckverbinderkomponente angeordnet sein, so dass vorzugsweise die Steckverbinderkomponente und die wenigstens eine kompatible Steckverbinderkomponente die primäre Steckschnittstelle gemeinsam an dem axialen bzw. stirnseitigen Übergang zwischeneinander auszubilden vermögen.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine Verbindungsrichtung zur Herstellung der Verbindung mit der kompatiblen Steckverbinderkomponente winklig zu einer Steckrichtung der primären Steckschnittstelle verläuft.
Der Kontaktschluss zwischen zwei oder mehr der besagten Steckverbinderkomponenten zur Ausbildung des mehrteiligen Steckverbinders kann somit vorzugsweise durch eine nicht in der eigentlichen Steckachse für den Gegensteckverbinder liegenden Bewegung vollzogen werden.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Verbindungsrichtung zumindest annähernd orthogonal zu der Steckrichtung verläuft. Grundsätzlich kann allerdings ein beliebiger Winkel zwischen der
Verbindungsrichtung und der Steckrichtung vorgesehen sein, also beispielsweise ein Winkel von ca. 10°, 20°, 30° oder 45°.
Es sei erwähnt, dass die Verbindungsrichtung und die Steckrichtung grundsätzlich auch parallel zueinander verlaufen können, insbesondere wenn die Verbindungsschnittstelle und der primäre Kontaktierungsbereich auf derselben Seite oder auf gegenüberliegenden Seiten der Steckverbinderkomponente angeordnet sind. Ein zumindest im Wesentlichen paralleler Verlauf der Verbindungsrichtung und der Steckrichtung kann beispielsweise auch vorgesehen sein, um ein mantelseitiges bzw. längsseitiges / laterales „aufeinandergleiten“ der Kontaktelemente und der kompatiblen Kontaktelemente im Rahmen der Montage der Steckverbinderkomponenten zu ermöglichen, wobei der Kontaktdruck zwischen den Kontaktelementen und den kompatiblen Kontaktelementen dennoch vorzugsweise winklig zu der Steckrichtung verlaufen kann.
Wie bereits vorstehend angedeutet, kann in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass sich die Verbindungsschnittstelle und der primäre Kontaktierungsbereich zumindest abschnittsweise überlappen.
Es kann somit insbesondere vorgesehen sein, dass die Verbindung zwischen dem wenigstens einen elektrischen Kontaktelement der Steckverbinderkomponente und dem wenigstens einen kompatiblen elektrischen Kontaktelement der kompatiblen Steckverbinderkomponente in dem primären Kontaktierungsbereich bzw. in der primären Steckschnittstelle erfolgt.
Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement in dem primären Kontaktierungsbereich wahlweise mit dem kompatiblen Kontaktelement oder mit einem Gegenkontaktelement des Gegensteckverbinders verbindbar ist. Es kann also vorgesehen sein, dass das Stecken des Gegensteckverbinders in die primäre Steckschnittstelle die unmittelbare Verbindung zwischen dem wenigstens einen Kontaktelement und dem wenigstens einen kompatiblen Kontaktelement trennt, und hingegen entsprechende Gegenkontaktelemente des Gegensteckverbinders das wenigstens eine Kontaktelement und/oder das wenigstens eine kompatible Kontaktelement kontaktieren. Hierdurch ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, den Signalfluss zwischen den Steckverbinderkomponenten nach Trennung deren unmittelbarer elektrischer Verbindung mittelbar über den Gegensteckverbinder (wieder) herzustellen.
Beispielsweise kann der Gegensteckverbinder ausgebildet sein, den Signalfluss zumindest im Wesentlichen unbeeinflusst weiterzuleiten, so dass die elektrische Verbindung zwischen den Steckverbinderkomponenten nach dem Stecken des Gegensteckverbinders wieder hergestellt wird (das elektrische Signal wird „durchgeschleift“; ein Abgriff für einen elektrischen Teilnehmer der Netzwerktopologie kann z. B. elektrisch parallel erfolgen). Die elektrische Verbindung zwischen den entsprechenden Kontaktelementen der Steckverbinderkomponenten kann hierfür durch ein gemeinsames Gegenkontaktelement hergestellt werden (d. h. die Kontaktelemente des gemeinsamen Kontaktelementpaars kontaktieren das
gemeinsame Gegenkontaktelement und werden über das Gegenkontaktelement elektrisch miteinander verbunden) oder über jeweilige Gegenkontaktelemente, die über eine elektrische Verbindung miteinander verbunden sind (z. B. durch elektrische Leiter, eine elektrische Schaltung, Leiterbahnen oder Durchkontaktierungen bzw. „Vias“ auf der nachfolgend noch erwähnten Leiterplatte etc).
Alternativ zu einer reinen Signalweiterleitung kann der Gegensteckverbinder oder der mit dem Gegensteckverbinder verbundene elektrische Teilnehmer das elektrische Signal gegebenenfalls auch mittels einer elektrischen Schaltung definiert manipulieren oder vollständig durch ein anderes elektrisches Signal ersetzen. Auf diese Weise kann ein elektrischer Teilnehmer beispielsweise in eine elektrische Reihenschaltung eingefügt werden und/oder verwendbar sein, um die Netzwerktopologie definiert elektrisch zu beeinflussen.
Die Gegenkontaktelemente können einzeln in dem Gegenkontaktelement oder auf oder in einem gemeinsamen Träger angeordnet sein. Beispielsweise kann es sich bei dem Träger um die nachfolgend noch genannte elektrische Leiterplatte handeln. Der Träger kann allerdings ein beliebiges Bauteil sein, um eines oder mehrere Gegenkontaktelemente gemeinsam zu fixieren (z. B. ein elektrisch isolierender Träger oder eine elektrisch isolierende Platte). Die Gegenkontaktelemente können auf gegenüberliegenden Seiten des Trägers oder auf denselben Seiten des Trägers angeordnet sein. Es kann sich bei einem Gegenkontaktelement beispielsweise auch für sich genommen um eine elektrisch leitfähige Platte, einen Stiftkontakt oder eine andere Kontaktform handeln. Der Träger mit den Gegenkontaktelementen oder wenigstens eines der Gegenkontaktelemente kann bzw. können beispielsweise zwischen das Kontaktelement und das kompatible Kontaktelement eingeschoben werden, um die Signalweiterleitung zu übernehmen oder zu beeinflussen. Optional können mehrere Gegenkontaktelemente elektrisch unmittelbar miteinander oder über elektrische Leiter, Bauteile oder Schaltungen miteinander verbunden sein.
Auf die vorstehend beschriebene Weise kann beispielsweise ein elektrischer Teilnehmer einer Netzwerktopologie in eine bereits vorhandene Reihenschaltung verschiedener elektrischer Teilnehmer nachträglich mit einfachen Maßnahmen eingefügt werden. Ferner können elektrische Teilnehmer aus einer bestehenden Reihenschaltung einfach entnommen oder ausgetauscht werden, ohne die Funktion des Gesamtsystem negativ zu beeinflussen.
Alternativ kann unter Verwendung der Steckverbinderkomponente aber auch eine parallele Zuschaltung von elektrischen Teilnehmern vorgesehen sein, wenn die Verbindung zwischen Kontaktelement und kompatiblem Kontaktelement durch das Einstecken des Gegensteckverbinders nicht getrennt, sondern nur eine zusätzliche Verbindung besagter Kontaktelemente mit dem wenigstens einen Gegenkontaktelement hergestellt wird.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann insbesondere vorgesehen sein, dass sich das wenigstens eine Kontaktelement bis in den primären Kontaktierungsbereich erstreckt, um eine unmittelbare Kontaktierungsmöglichkeit für ein Gegenkontaktelement des Gegensteckverbinders bereitzustellen.
Insofern die Steckverbinderkomponente mehrere Kontaktelemente aufweist, kann vorgesehen sein, dass eines, mehrere oder alle der Kontaktelemente bis in den primären Kontaktierungsbereich verlaufen, um eine entsprechende Kontaktierungsmöglichkeit für eines oder mehrere Gegenkontaktelemente des Gegensteckverbinders bereitzustellen. Insbesondere sei betont, dass die Konfiguration der kompatiblen Steckverbinderkomponente diesbezüglich von der Steckverbinderkomponente abweichen kann. In einer vorteilhaften Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass sich wenigstens ein Kontaktelement (beispielsweise genau ein Kontaktelement) eines gemeinsamen Kontaktelementpaars bis in den primären Kontaktierungsbereich erstreckt, z. B. derart, dass sich Kontaktelemente der Steckverbinderkomponente und der kompatiblen Steckverbinderkomponente, die gemeinsam ein Kontaktelementpaar bilden, abwechselnd in den primären Kontaktierungsbereich erstrecken. Es kann sogar vorgesehen sein, dass eine der Steckverbinderkomponenten keine Kontaktelemente aufweist, die sich in den primären Kontaktierungsbereich erstrecken. Grundsätzlich kann eine beliebige Konfiguration bzw. Verteilung der Kontaktelemente in der vorzugsweise gemeinsam von der Steckverbinderkomponente und den kompatiblen Steckverbinderkomponenten ausgebildeten primären Steckschnittstelle vorgesehen sein, also insbesondere auch eine Konfiguration, bei der sich alle Kontaktelemente der Steckverbinderkomponente und alle kompatiblen Kontaktelemente der kompatiblen Steckverbinderkomponente in die primäre Steckschnittstelle erstrecken.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente, insbesondere das wenigstens eine Kontaktelement, in dem Anschlussbereich wenigstens ein Anschlussmittel für eine elektrische und mechanische Kontaktierung mit dem wenigstens einen elektrischen Leiter aufweist.
Vorzugsweise bildet das wenigstens eine Kontaktelement in dem Anschlussbereich einen Crimpabschnitt für eine Crimpverbindung mit dem wenigstens einen elektrischen Leiter aus. Der Crimpabschnitt kann beispielsweise als Crimphülse und/oder Crimplasche(n) realisiert sein. Alternativ zu einem Crimpabschnitt kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement in dem Anschlussbereich mit dem wenigstens einen elektrischen Leiter verlötet, verschweißt oder auf andere Weise verbunden ist. Vorzugsweise ist eine dauerhafte bzw. zerstörungsfrei untrennbare Anschlussmöglichkeit zwischen dem wenigstens einen Kontaktelement und dem wenigstens einen elektrischen Leiter im Anschlussbereich vorgesehen.
In Sonderfällen kann in dem Anschlussbereich allerdings auch eine Steckschnittstelle zur Verbindung zwischen dem wenigstens einen elektrischen Leiter und dem wenigstens einen Kontaktelement vorgesehen sein (beispielsweise könnte es sich bei dem elektrischen Leiter um einen elektrischen Leiter einer elektrischen Leiterplatte handeln, insbesondere in der Art eines Pins, einer Kontaktausnehmung oder eines Teils eines Leiterplattensteckverbinders). Bevorzugt handelt es sich bei dem Anschlussmittel allerdings nicht um eine Steckschnittstelle.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente zumindest einen sekundären Kontaktierungsbereich zur Ausbildung zumindest eines Teils einer sekundären Steckschnittstelle zur Verbindung mit einem weiteren Gegensteckverbinder des mehrteiligen Steckverbinders aufweist.
Durch die zumindest eine sekundäre Steckschnittstelle können selbst komplexe Netzwerkstrukturen, wie beispielsweise sternförmige, baumförmige oder netzförmige (Mesh) Netzwerktopologien realisiert werden, und zwar auf flexible und technisch einfache Weise.
Auf vorteilhafte Weise können im Rahmen der Erfindung beliebig viele sekundäre Kontaktierungsbereiche zur Kontaktierung weiterer Gegensteckverbinder bereitgestellt werden, beispielsweise genau ein sekundärer Kontaktierungsbereich, zwei sekundäre Kontaktierungsbereiche, drei sekundäre Kontaktierungsbereiche oder noch mehr sekundäre Kontaktierungsbereiche.
Der wenigstens eine sekundäre Kontaktierungsbereich kann vorzugsweise an einer anderen Seite ausgebildet sein als der primäre Kontaktierungsbereich (allerdings nicht zwingend). Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der primäre Kontaktierungsbereich und ein sekundärer Kontaktierungsbereich an gegenüberliegenden Enden, insbesondere an gegenüberliegenden axialen Enden, der Steckverbinderkomponente angeordnet sind. Der sekundäre Kontaktierungsbereich kann gegebenenfalls an derselben Seite der Steckverbinderkomponente angeordnet sein wie der Anschlussbereich der Steckverbinderkomponente.
Merkmale und Vorteile, die vorstehend und nachstehend hinsichtlich des primären Kontaktierungsbereichs genannt wurden, können auch auf den sekundären Kontaktierungsbereich übertragen werden - und umgekehrt. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der sekundäre Kontaktierungsbereich und damit die sekundäre Steckschnittstelle erst durch Zusammenfügen der Steckverbinderkomponente mit der wenigstens einen kompatiblen Steckverbinderkomponente vollständig ausgebildet werden.
Der primäre Kontaktierungsbereich bzw. die primäre Steckschnittstelle und der sekundäre Kontaktierungsbereich bzw. die sekundäre Steckschnittstelle können sich in ihrer Bauform unterscheiden oder funktional und/oder geometrisch identisch ausgebildet sein, so dass zum Verbinden eines elektrischen Teilnehmers an der primären Steckschnittstelle und an der sekundären Steckschnittstelle dieselben oder verschiedene Gegensteckverbindertypen verwendbar sind - je nach Anforderung des Gesamtsystems. Die sekundären Kontaktierungsbereiche bzw. die sekundären Steckschnittstellen, insofern mehrere vorgesehen sind, können sich gegebenenfalls auch untereinander unterscheiden. In der Regel sind mehrere sekundäre Kontaktierungsbereiche bzw. mehrere sekundäre Steckschnittstellen allerdings funktional und/oder geometrisch identisch ausgebildet.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement in der Verbindungsschnittstelle unmittelbar mit dem wenigstens einen kompatiblen Kontaktelement der kompatiblen Steckverbinderkomponente verbindbar ist.
Im verbundenen Zustand der Steckverbinderkomponenten bzw. im montierten Zustand des mehrteiligen Steckverbinders kontaktieren sich die Kontaktelemente der Verbindungspartner daher vorzugsweise unmittelbar im Bereich der Verbindungsschnittstelle bzw. liegen unmittelbar aneinander an.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann alternativ (oder gegebenenfalls für einen Teil der Kontaktelemente, insofern mehrere Kontaktelemente vorgesehen sind) auch vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement mit dem wenigstens einen kompatiblen Kontaktelement mittelbar verbindbar ist, beispielsweise über eine in der Steckverbinderkomponente und der kompatiblen Steckverbinderkomponente gemeinsam montierbare, separate Kontaktbrücke. Grundsätzlich kann ein beliebiges leitfähiges Bauteil (z. B. ein separates Kontaktblech) oder elektronisches Bauteil oder mehrere Bauteile zwischen dem Kontaktelement und dem kompatiblen Kontaktelement angeordnet sein, um eine mittelbare Kontaktierung bereitzustellen.
Besagte Kontaktbrücke kann beispielsweise ein klammerartiges oder kammartiges elektrisch leitfähiges Bauteil sein, das gemeinsam in die miteinander zuvor verbundenen Steckverbinderkomponenten einfügbar ist. Grundsätzlich kann für alle jeweils miteinander zu verbindenden Kontaktelemente und kompatiblen Kontaktelemente (also für jedes Kontaktelementpaar) eine eigene Kontaktbrücke vorgesehen sein. Mehrere Kontaktbrücken können optional elektrisch voneinander separiert an einem gemeinsamen elektrisch isolierenden Trägerelement befestigt sein, so dass diese in einem gemeinsamen Steckvorgang komfortabel montierbar sind.
Optional kann vorgesehen sein, dass die Kontaktbrücke ergänzend als Fixiermittel dient, um die Steckverbinderkomponenten miteinander zu verbinden, insbesondere um die Kontaktträger der Steckverbinderkomponenten aneinander zu befestigen.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass in der Verbindungsschnittstelle in der Regel jeweils ein Kontaktelement der Steckverbinderkomponente mit genau einem kompatiblen Kontaktelement der kompatiblen Steckverbinderkomponente zur Ausbildung eines elektrisch verbundenen Kontaktelementpaars verbindbar ist. Grundsätzlich kann allerdings vorgesehen sein, dass ein Kontaktelement der Steckverbinderkomponente mit mehreren kompatiblen Kontaktelementen der kompatiblen Steckverbinderkomponente gemeinsam verbindbar ist - oder umgekehrt, beispielsweise um vordefinierte Kontaktbrücken bis hin zu elektrischen Verschaltungen zwischen den Kontaktelementen bzw. den Steckverbinderkomponenten bereitzustellen.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement für die Verbindung mit dem kompatiblen Kontaktelement der kompatiblen
Steckverbinderkomponente in der Verbindungsschnittstelle ausgehend von dem kompatiblen Kontaktelement der kompatiblen Steckverbinderkomponente unmittelbar zugänglich ist. Es kann also insbesondere vorgesehen sein, dass die Kontaktelemente in der Verbindungsschnittstelle für die Kontaktierung durch die kompatiblen Kontaktelemente der kompatiblen Steckverbinderkomponente freiliegen.
Vorzugsweise ist das wenigstens eine Kontaktelement entgegen einer elastischen Rückstellkraft von dem kompatiblen Kontaktelement kontaktierbar - oder umgekehrt. Auf diese Weise kann ein geeigneter Kontaktdruck für eine robuste elektrische Verbindung ausgebildet werden.
Das wenigstens eine Kontaktelement kann insbesondere in der Art einer einseitig oder beidseitig angebundenen Federlasche ausgebildet sein.
Es kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement in Richtung auf das kompatible Kontaktelement bzw. auf die kompatible Steckverbinderkomponente aus der Verbindungsschnittstelle herausragt. Das wenigstens eine Kontaktelement kann in der Verbindungsschnittstelle zu der entsprechenden Seitenfläche der Steckverbinderkomponente alternativ aber auch koplanar oder zurückversetzt angeordnet sein.
Es kann auch vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement zangenartig ausgebildet ist, um das kompatible Kontaktelement zumindest abschnittsweise zu umgreifen. Vorzugsweise erfolgt auch diese Kontaktierung entgegen einer elastischen Rückstellkraft, beispielsweise indem das zangenartige Kontaktelement im kontaktierten Zustand aus seiner Ruhelage von dem kompatiblen Kontaktelement aufgespreizt wird.
Es kann außerdem vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement stiftartig ausgebildet ist, um das kompatible Kontaktelement in einer Kontaktaufnahme zu kontaktieren - oder umgekehrt. Das stiftartige Kontaktelement kann optional eine Kontaktfeder oder mehrere entlang des Umfangs verteilt angeordnete Kontaktfedern aufweisen, um einen vorteilhaften Kontaktdruck für die Kontaktierung zu erzeugen. Die Kontaktaufnahme kann optional eine Kontaktfeder aufweisen oder mehrere innenseitig entlang des Umfangs verteilt angeordnete Kontaktfedern, um einen vorteilhaften Kontaktdruck für die Kontaktierung zu erzeugen (die Kontaktaufnahme kann beispielsweise in der Art eines Federkorbs ausgebildet sein).
Grundsätzlich kann das wenigstens eine Kontaktelement und/oder das wenigstens eine kompatible elektrische Kontaktelement beliebig ausgebildet sein. Die vorstehenden Beispiele sind daher lediglich als bevorzugte Varianten und nicht einschränkend für die Erfindung zu verstehen.
Die Kontaktierung zwischen dem Kontaktelement und dem kompatiblen elektrischen Kontaktelement erfolgt vorzugsweise lateral, d. h. derart, dass das Kontaktelement und das kompatible Kontaktelement im kontaktierten Zustand mantelseitig, beispielsweise längsseits, aneinander anliegen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente einen elektrisch isolierenden Kontaktträger aufweist, wobei das wenigstens eine Kontaktelement in dem Kontaktträger aufgenommen und vorzugsweise fixiert ist.
Bei dem Kontaktträger kann es sich gegebenenfalls gleichzeitig um das Außengehäuse der Steckverbinderkomponente und damit um einen Teil des Außengehäuses des mehrteiligen Steckverbinders handeln. Grundsätzlich kann aber auch ein zusätzliches Außengehäuse vorgesehen sein, in dem der Kontaktträger aufgenommen ist. Im Falle eines geschirmten mehrteiligen Steckverbinders kann es sich bei dem Kontaktträger vorzugsweise um das Isolatorelement zwischen dem Außenleiter und den Innenleitern handeln.
Es kann vorgesehen sein, dass der isolierende Kontaktträger für jedes der Kontaktelemente eine Kontaktkammer oder einen Kontaktkanal bzw. eine Kontaktnut aufweist, in dem bzw. in der das Kontaktelement zumindest abschnittsweise aufgenommen und optional fixiert ist. Die Positionierung und/oder Ausrichtung und/oder der Verlauf des wenigstens einen Kontaktelements kann durch den Kontaktträger definiert vorgegeben werden. Der Kontaktträger kann beispielsweise einen oder mehrere axiale Anschläge für das wenigstens eine Kontaktelement und/oder eines oder mehrere Rastelemente zur Fixierung des wenigstens einen Kontaktelements aufweisen.
Es kann vorgesehen sein, dass eine, mehrere oder alle der Kontaktkammern oder sonstigen Kontaktaufnahmen des Kontaktträgers unbestückt sind.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement zumindest in Richtung der kompatiblen Steckverbinderkomponente verliersicher (insbesondere in dem Kontaktträger) fixiert ist.
Die verliersichere Fixierung des Kontaktelements in der Steckverbinderkomponente, insbesondere in dem isolierenden Kontaktträger, kann beispielsweise mittels krallenförmiger Bereiche des Kontaktelements erfolgen, mit denen sich das Kontaktelement im Kontaktträger formschlüssig zu verkrallen vermag. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Verrastung des Kontaktelements mittels eines Halteclips des Kontaktträgers erfolgen. Auch eine Verrastung von Rasthaken des Kontaktelements in entsprechenden Rastausnehmungen des Kontaktträgers - oder umgekehrt - kann vorgesehen sein.
Die Steckverbinderkomponente und die kompatible Steckverbinderkomponente (insbesondere deren jeweilige Kontaktträger) können voneinander vollständig separierte bzw. (zerstörungsfrei) separierbare Bauteile sein. Optional können die Steckverbinderkomponenten zumindest abschnittsweise auch mechanisch miteinander verbunden sein. Diese Verbindung kann insbesondere einteilig ausgebildet sein, beispielsweise über einen Verbindungssteg oder ein Filmscharnier der Kontaktträger untereinander. Auf diese Weise kann eine Verliersicherheit bereitgestellt und außerdem eine zumindest teilweise geführte Schließbewegung bzw. ein teilweise geführtes gegenseitiges Verbinden ermöglicht werden (linear
und/oder rotatorisch). Es sei erwähnt, dass eine geführte Schließbewegung allerdings auch mehrteilig realisierbar sein kann, beispielsweise über eine gegenseitige Gelenkverbindung oder eine Kulissenführung der Steckverbinderkomponenten bzw. deren Kontaktträger.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente eines oder mehrere mechanische Führungsmittel aufweist, um die Verbindung mit der kompatiblen Steckverbinderkomponente entlang eines definierten Verbindungspfades vorzugeben.
Das wenigstens eine mechanische Führungsmittel kann beispielsweise als Führungsnut oder Führungsrippe bzw. Führungssteg ausgebildet sein, um ein korrespondierendes Gegenführungsmittel des kompatiblen Kontaktelements aufzunehmen und während der Herstellung der Verbindung zwischen der Steckverbinderkomponente und der kompatiblen Steckverbinderkomponente entlang des besagten Verbindungspfades zu führen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente eines oder mehrere Rastelemente und/oder Riegelelemente aufweist, um die Verbindung mit der kompatiblen Steckverbinderkomponente mechanisch zu fixieren.
Bei einem Rastelement kann es sich insbesondere um ein zumindest abschnittsweise elastisches oder bewegliches Element handeln, das mit einem korrespondierenden Gegenrastelement zu verrasten vermag, insbesondere derart, dass das Rastelement in das Gegenrastelement „einzuschnappen“ vermag - oder umgekehrt. Es kann daher vorzugsweise zunächst ein instabiler Zwischenzustand überwunden werden, bis sich das Rastelement und das Gegenrastelement anschließend in einem stabilen, formschlüssigen Zustand befinden. Bei einem Riegelelement kann es sich insbesondere um ein zumindest im Wesentlichen kräftefrei mit einem korrespondierenden Gegenriegelelement verbindbares Element handeln. Das Riegelelement und/oder Gegenriegelelement kann hierfür beispielsweise in einer ersten Raumrichtung frei verschiebbar sein, um im verriegelten Zustand einen gegenseitigen Formschluss in zumindest einer zu der ersten Raumrichtung orthogonalen, weiteren Raumrichtung bereitzustellen.
Es kann vorgesehen sein, dass die mechanischen Führungsmittel, die Rastelemente und/oder die Riegelelemente an einem beliebigen Bauteil der Steckverbinderkomponente ausgebildet sind. Insbesondere kann aber ein isolierendes oder leitfähiges Gehäusebauteil der Steckverbinderkomponente (z. B. das zuvor erwähnte Außengehäuse), der bereits erwähnte isolierende Kontaktträger, wenigstens eines der Kontaktelemente, das nachfolgend noch genannte Außenleiterkontaktelement oder ein sonstiges Bauteil zur Ausbildung eines Führungsmittels, eines Rastelements und/oder eines Riegelelements vorgesehen sein.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente ein Außenleiterkontaktelement aufweist, das im Querschnitt seitlich um die Steckverbinderkomponente, insbesondere um einen als Isolatorelement ausgebildeten Kontaktträger, zumindest teilweise umlaufend
angeordnet ist. Vorzugsweise weist auch die kompatible Steckverbinderkomponente ein entsprechendes Außenleiterkontaktelement auf.
Die Steckverbinderkomponenten können somit auch einen elektrisch geschirmten, mehrteiligen Steckverbinder ausbilden. Bevorzugt kann dabei jede der beteiligten Steckverbinderkomponenten, also die Steckverbinderkomponente und die wenigstens eine kompatible Steckverbinderkomponente, einen Teil des gemeinsamen Außenleiterkontaktelements ausbilden. Die Außenleiterkontaktelemente der Steckverbinderkomponenten können somit im verbundenen Zustand der Steckverbinderkomponenten vorzugsweise miteinander elektrisch und mechanisch verbunden sein.
Dabei kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Kontaktelement für die Verbindung mit dem kompatiblen Kontaktelement zugänglich bleibt, wenn das Außenleiterkontaktelement mit der jeweiligen Steckverbinderkomponente verbunden ist. Entsprechend kann vorgesehen sein, dass die in der primären Steckschnittstelle anzuordnenden Kontaktelemente und kompatiblen Kontaktelemente von den korrespondierenden Gegenkontaktelementen kontaktierbar bleiben.
Das Außenleiterkontaktelement kann vorzugsweise als Kontaktblech ausgebildet sein, vorzugsweise als ein umgeformtes Kontaktblech. Besagtes Kontaktblech kann optional an den Außenseiten des isolierenden Kontaktträgers der Steckverbinderkomponente fixiert sein.
Das Außenleiterkontaktelement einer einzelnen Steckverbinderkomponente kein ein einteiliges bzw. monolithisches (bevorzugt) oder mehrteiliges Bauteil sein.
Die Kontaktierung und Fixierung der Außenleiterkontaktelemente der Steckverbinderkomponente und der kompatiblen Steckverbinderkomponente kann beispielsweise mittels elastisch ausgebildeter Kontaktlaschen des einen Außenleiterkontaktelements erfolgen, die in zugehörige Kontakttaschen des anderen Außenleiterkontaktelements eingefügt werden können.
Zur Verbindung der Außenleiterkontaktelemente miteinander oder mit beispielsweise einem der elektrischen Leiter oder der elektrischen Leitung kann außerdem eine Verpressung bzw. Vercrimpung vorgesehen sein. Auf diese Weise kann optional auch eine elektrische Verbindung mit einem Kabelschirm der Leitung erfolgen, wobei außerdem ein Zugabfang bereitgestellt werden kann.
Es hat sich als besonders geeignet herausgestellt, wenn das Außenleiterkontaktelement zumindest im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist, so dass alle Seiten der Steckverbinderkomponente abgedeckt sind, bis auf die Seite der Steckverbinderkomponente, die die Verbindungsschnittstelle aufweist. Alternativ kann aber beispielsweise auch vorgesehen sein, dass das Außenleiterkontaktelement zumindest im Wesentlichen hülsenförmig ausgebildet ist und die Steckverbinderkomponente in Umfangsrichtung vollständig umhüllt, wobei dann vorzugsweise im Bereich der Verbindungsschnittstelle, in dem das wenigstens eine Kontaktelement mit dem wenigstens einen kompatiblen Kontaktelement kontaktierbar sein soll,
und/oder im Bereich des primären Kontaktierungsbereichs, in dem die Kontaktelemente mit dem wenigstens einen Gegenkontaktelement kontaktierbar sein sollen, eine Aussparung, beispielsweise ein Fenster, in dem Außenleiterkontaktelement ausgebildet sein kann.
Es sei erwähnt, dass auch vorgesehen sein kann, dass wenigstens ein zumindest im Wesentlichen hülsenförmiges Außenleiterkontaktelement bzw. eine Außenleiterhülse erst auf dem mehrteiligen Steckverbinder montiert wird, nachdem die Steckverbinderkomponenten miteinander verbunden sind. Besagte Außenleiterhülse kann ergänzend (z. B. zur Erhöhung der mechanischen Stabilität) oder alternativ zu den auf die Steckverbinderkomponente verteilten jeweiligen Außenleiterkontaktelementen vorgesehen sein. Das hülsenförmige Außenleiterkontaktelement bzw. die Außenleiterhülse kann ausgehend von einem axialen Ende des mehrteiligen Steckverbinders montierbar sein, also beispielsweise ausgehend von einem kabel- bzw. leiterseitigen axialen Endes oder von einem steckseitigen axialen Ende.
Die Außenleiterhülse kann nur über einen axialen Teilabschnitt des mehrteiligen Steckverbinders oder vollständig entlang der axialen Erstreckung des mehrteiligen Steckverbinders verlaufen. In besagtem Teilabschnitt umhüllt die wenigstens eine Außenleiterhülse vorzugsweise alle Steckverbinderkomponenten des mehrteiligen Steckverbinders gemeinsam. Auch mehrere entlang der axialen Erstreckung des mehrteiligen Steckverbinders verteilte Außenleiterhülsen können vorgesehen sein. Die wenigstens eine Außenleiterhülse kann auf den Steckverbinderkomponenten fixiert sein, beispielsweise verrastet oder verpresst bzw. vercrimpt sein.
Beispielsweise kann eine Außenleiterhülse zumindest im Anschlussbereich für den elektrischen Leiter angeordnet sein. Die Außenleiterhülse kann in diesem Fall insbesondere als Crimphülse ausgebildet sein, um eine mechanische und gegebenenfalls elektrische Verbindung mit dem elektrischen Leiter oder der elektrischen Leitung herzustellen. Auch im Bereich der Verbindungsschnittstelle und/oder der primären oder sekundären Steckschnittstelle kann eine Außenleiterhülse vorgesehen sein.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente zumindest zwei der besagten elektrischen Kontaktelemente aufweist, die gemeinsam für eine differentielle Signalübertragung verwendbar sind.
Alternativ oder zusätzlich kann außerdem auch vorgesehen sein, dass zumindest zwei der besagten elektrischen Kontaktelemente gemeinsam für eine elektrische Energieübertragung verwendbar sind.
Grundsätzlich kann sich die Steckverbinderkomponente bzw. der mehrteilige Steckverbinder für eine beliebige Signal- und/oder Energieübertragungsart eignen.
Im Falle einer differentiellen Signalübertragung kann optional eine elektrische Verbindung zwischen besagten differentiellen Kontaktelementen ausgebildet sein, um bedarfsweise eine elektrische Terminierung für die differentielle Signalübertragung bereitzustellen. Alternativ kann eine Terminierung aber
beispielsweise auch durch Einstecken eines entsprechenden Gegensteckverbinders oder eines separaten Abschlussstücks ermöglicht werden.
Die Erfindung betrifft auch einen mehrteiligen Steckverbinder, insbesondere einen mehrteiligen Bussteckverbinder, aufweisend eine Steckverbinderkomponente gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen, sowie die wenigstens eine kompatible Steckverbinderkomponente. Die Steckverbinderkomponente ist mit der kompatiblen Steckverbinderkomponente über die Verbindungsschnittstelle verbunden, so dass zumindest eines der elektrischen Kontaktelemente der Steckverbinderkomponente mit jeweils einem der kompatiblen elektrischen Kontaktelemente der kompatiblen Steckverbinderkomponente jeweils ein elektrisch verbundenes Kontaktelementpaar ausbildet.
Auf vorteilhafte Weise kann ein mehrteiliger Steckverbinder, insbesondere ein mehrteiliger Bussteckverbinder, bereitgestellt werden, der im gesteckten Zustand der beiden Steckverbinderkomponenten eine elektrische Verbindung zwischen den beiden sich an die Steckverbinderkomponenten anschließenden Busleitungsabschnitte verwirklicht, sowie außerdem einen Steckmöglichkeit für einen Gegensteckverbinder bzw. einen (Bus)teilnehmer, der optional bzw. wahlweise gesteckt oder nicht gesteckt sein kann.
Es kann optional vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponenten des mehrteiligen Steckverbinders oder zumindest Bauteile der Steckverbinderkomponenten, wie beispielsweise die Kontaktträger, hermaphrodit ausgebildet sind, was deren Herstellbarkeit aufgrund der Möglichkeiten der Verwendung von Gleichteilen weiter vereinfachen kann.
Vorzugsweise ist jedem der elektrischen Kontaktelemente der Steckverbinderkomponente ein zugehöriges, kompatibles elektrisches Kontaktelement der kompatiblen Steckverbinderkomponente(n) zugeordnet, um ein in der Verbindungsschnittstelle miteinander verbundenes jeweiliges Kontaktelementpaar auszubilden. Es sei erwähnt, dass grundsätzlich auch mehr als zwei Kontaktelemente und kompatible Kontaktelemente miteinander verbindbar sein können (z. B. ein Kontaktelement der Steckverbinderkomponente mit zwei oder mehr kompatiblen Kontaktelementen der kompatiblen Steckverbinderkomponente - oder umgekehrt), oder dass einzelne Kontaktelemente bzw. kompatible Kontaktelemente nicht mit einem entsprechenden Gegenpart verbunden sind. Schließlich können auch die Kontaktelemente einer einzelnen Steckverbinderkomponente untereinander verbunden sein.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente über die Verbindungsschnittstelle mit zwei, drei, vier oder mehr kompatiblen Steckverbinderkomponenten verbunden ist.
Es kann somit, abgesehen von einem zweiteiligen Steckverbinder, insbesondere also auch ein beispielsweise dreiteiliger, vierteiliger oder fünfteiliger Steckverbinder bereitgestellt werden.
Die mehreren kompatiblen Steckverbinderkomponenten können vorzugsweise nebeneinander oder hintereinander, d. h. in Reihen- und/oder Spaltenanordnung, relativ zueinander angeordnet sein. Vorzugsweise sind die mehreren kompatiblen Steckverbinderkomponenten mit der Verbindungsschnittstelle der Steckverbinderkomponente auf einer gemeinsamen Seite bzw. in einer gemeinsamen Verbindungsebene der Steckverbinderkomponente verbunden.
Die mehreren kompatiblen Steckverbinderkomponenten können allerdings auch auf verschiedenen Seiten mit der Steckverbinderkomponente verbunden sein. Die Verbindungsschnittstelle der Steckverbinderkomponente kann sich hierzu beispielsweise auf mehreren Seiten der Steckverbinderkomponente verteilen. Auf diese Weise kann vorteilhaft eine „gestapelte“ Anordnung mehrerer Steckverbinderkomponenten realisiert werden.
Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass eine erste der kompatiblen Steckverbinderkomponenten ausschließlich für eine elektrische Datenübertragung und eine zweite der kompatiblen Steckverbinderkomponenten ausschließlich für eine elektrische Energieversorgung eingerichtet ist. Auch eine Aufteilung verschiedener differentieller Signalübertragungspaare auf verschiedene Steckverbinderkomponenten kann vorgesehen sein.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass sich jeweils lediglich eines der Kontaktelemente eines gemeinsamen Kontaktelementpaares bis in die primäre Steckschnittstelle erstreckt.
Die Auswahl, ob sich lediglich eines der Kontaktelemente eines gemeinsamen Kontaktelementpaars oder beide Kontaktelemente des gemeinsamen Kontaktelementpaars (oder keines der Kontaktelemente des Kontaktelementpaars) bis in die primäre Steckschnittstelle erstrecken, kann der Fachmann in Abhängigkeit der jeweiligen Anwendung bzw. des zur Verbindung vorgesehenen Gegensteckverbindertyps treffen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponente und die kompatible Steckverbinderkomponente gemeinsam die primäre Steckschnittstelle ausbilden.
Wie vorstehend bereits erwähnt, kann beispielsweise im Falle eines zweiteiligen Steckverbinders, der sich aus einer Steckverbinderkomponente und genau einer weiteren kompatiblen Steckverbinderkomponente zusammensetzt, vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponenten als jeweilige Halbschalen zur Ausbildung der primären Steckschnittstelle ausgebildet sind. Auch bei Verwendung mehrerer kompatibler Steckverbinderkomponenten können diese gemeinsam mit der Steckverbinderkomponente die primäre Steckschnittstelle ausbilden, indem beispielsweise eine der Steckverbinderkomponenten eine Halbschale ausbildet, auf die mehrere weitere Steckverbinderkomponenten (z. B. zwei weitere Steckverbinderkomponenten) nebeneinander angeordnet werden können.
Wie bereits erwähnt, kann in einer Weiterbildung der Erfindung allerdings auch vorgesehen sein, dass einzig die Steckverbinderkomponente die primäre Steckschnittstelle ausbildet. In diesem Fall ist die wenigstens eine kompatible Steckverbinderkomponente im Wesentlichen vorgesehen, um die elektrische Verbindung ausgehend von ihrem Anschlussbereich über ihre Verbindungsschnittstelle zu der Verbindungsschnittstelle der Steckverbinderkomponente und somit zu dem Anschlussbereich der Steckverbinderkomponente weiterzureichen (d. h. um ein Datensignal oder eine Energieversorgung zu der anderen Steckverbinderkomponente „durchzuschleifen“).
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der mehrteilige Steckverbinder derart ausgebildet ist, dass bei einer Verbindung der kompatiblen Steckverbinderkomponente mit der Verbindungsschnittstelle der Steckverbinderkomponente gleichzeitig die primäre Steckschnittstelle ausgebildet wird.
Durch Verbinden der Steckverbinderkomponente mit der wenigstens einen kompatiblen Steckverbinderkomponente kann somit in einem einzigen Montagevorgang eine Verbindung über die Verbindungsschnittstellen hergestellt und gleichzeitig die primäre Steckschnittstelle für den Gegensteckerbinder ausgebildet werden. Durch diesen Montageschritt kann somit eine Weitergabe von Daten- und Versorgungssignalen eines Hauptleiterabschnitts einer Netzwerktopologie an ein weiteres „Kettenglied“ bzw. einen weiteren Hauptleiterabschnitt derselben Netzwerktopologie und zudem eine zusätzliche Steckmöglichkeit für weitere elektrische Teilnehmer geschaffen werden.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kontaktelemente der Steckverbinderkomponente und die kompatiblen Kontaktelemente der kompatiblen Steckverbinderkomponente (oder in einem mit Kontaktelementen unbestückten Fall einer Steckverbinderkomponente, was von der Erfindung ebenfalls mit abgedeckt ist, zumindest die leeren Kontaktaufnahmen/Kontaktkammern) mittels einer gemeinsamen, separaten Sekundärsicherung mechanisch gesichert sind.
Die gemeinsame, separate Sekundärsicherung kann insbesondere in der Art einer Klammer oder eines Kamms ausgebildet sein.
Die separate Sekundärsicherung ist vorzugsweise ein elektrisch isolierendes Bauteil und weist zur Sicherung des wenigstens einen Kontaktelements und des wenigstens einen kompatiblen Kontaktelements vorzugsweise jeweils wenigstens einen Sicherungsschenkel auf, optional mit einem Rastvorsprung an einem vorderen, freien Ende zur Verrastung mit wenigstens einer der Steckverbinderkomponenten (beispielsweise mit einem Kontaktträger). Die mehreren Sicherungsschenkel bilden vorzugsweise ein gemeinsames Bauteil und sind einzeln oder gemeinsam in den vormontierten, mehrteiligen Steckverbinder einfügbar, insbesondere in den elektrisch isolierenden Kontaktträger, der geeignete Ausnehmungen für die Sicherungsschenkel aufweisen kann. Zur Fixierung der Kontaktelemente können die Sicherungsschenkel mit den jeweiligen Kontaktelementen einen Formschluss bilden, beispielsweise durch eine
geeignete Ausformung (z. B. Vorsprung und/oder Rücksprung) in den Kontaktelementen für die Sicherungsschenkel.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die separate Sekundärsicherung und die vorstehend bereits erwähnte Kontaktbrücke als gemeinsames Bauteil ausgebildet sind (und ggf. das vorstehend erwähnte Fixiermittel, um die Steckverbinderkomponenten aneinander zu befestigen), das vorteilhaft in einem einzigen Montagevorgang montierbar ist. Beispielsweise können sich Kontaktschenkel der Kontaktbrücke und Sicherungsschenkel der Sekundärsicherung ausgehend von einer gemeinsamen Basisplatte erstrecken. Die Kontaktschenkel der Kontaktbrücke und die Sicherungsschenkel der Sekundärsicherung können beispielsweise auch identisch sein (in diesem Fall sind die Sicherungsschenkel der Sekundärsicherung vorzugsweise elektrisch leitfähig ausgebildet).
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann auch vorgesehen sein, dass die Kontaktelemente der Steckverbinderkomponente und die kompatiblen Kontaktelemente der kompatiblen Steckverbinderkomponente (oder in einem mit Kontaktelementen unbestückten Fall einer Steckverbinderkomponente, was von der Erfindung ebenfalls mit abgedeckt ist, zumindest die leeren Kontaktaufnahmen/Kontaktkam- mern) mittels gegenseitiger Sekundärsicherungselemente gesichert sind. Ein Sekundärsicherungselement der Steckverbinderkomponente (insbesondere ein am Kontaktträger der ersten Steckverbinderkomponente ausgebildetes Sekundärsicherungselement) sichert dabei wenigstens eines der kompatiblen Kontaktelemente der kompatiblen Steckverbinderkomponente und ein Sekundärsicherungselement der kompatiblen Steckverbinderkomponente (insbesondere ein am Kontaktträger der zweiten Steckverbinderkomponente ausgebildetes Sekundärsicherungselement) sichert wenigstens ein zugehöriges Kontaktelement der Steckverbinderkomponente. Auf vorteilhafte Weise kann die Sekundärsicherung somit einteilig mit den Steckverbinderkomponenten, insbesondere einteilig mit deren Kontaktträgern, ausgebildet sein.
Die Erfindung betrifft auch ein elektrisches Verbindungsglied einer elektrischen Netzwerktopologie, vorzugsweise eines Bussystems, aufweisend wenigstens einen elektrischen Leiter, eine erste Steckverbinderkomponente für einen ersten mehrteiligen Steckverbinder gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen, welche in ihrem Anschlussbereich elektrisch und mechanisch mit einem ersten Ende des wenigstens einen elektrischen Leiters verbunden ist, und eine zweite Steckverbinderkomponente, welche elektrisch und mechanisch mit einem zweiten Ende des wenigstens einen elektrischen Leiters verbunden ist, wobei die zweite Steckverbinderkomponente zur Ausbildung eines zweiten mehrteiligen Steckverbinders mit einer dritten Steckverbinderkomponente gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen kompatibel ist.
Die vorgeschlagenen Verbindungsglieder lassen sich montageseitig, beispielsweise in einem Automobilwerk, ohne großen Aufwand modular bzw. flexibel zu einem beliebigen Bussystem oder einer sonstigen Netzwerktopologie ausbauen. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, dass bereits herstellungsbedingt seitens des Steckverbinderherstellers ein elektrisches Verbindungsglied bzw. ein Kettenglied für eine
Netzwerktopologie bereitgestellt werden kann, mit einem jeweiligen Hauptleitungsabschnitt, an deren Enden jeweils entsprechende Steckverbinderhälften bzw. Steckverbinderkomponenten vorkonfektioniert sind. Auch der Bauraum für den Anschluss der Busteilnehmer bzw. zur Bereitstellung der Anschlussmöglichkeiten für elektrische Teilnehmer der jeweiligen Topologie kann gegenüber den bekannten T-, Y- oder F-Steckverbindern deutlich reduziert sein.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass die vorstehend genannte erste Steckverbinderkomponente und die zweite Steckverbinderkomponente des gemeinsamen Verbindungsgliedes vorzugsweise auch miteinander steckkompatibel ausgebildet, also über die entsprechenden Verbindungsschnittstellen verbindbar sind (auch wenn dies funktional in der Regel selbstverständlich nicht sinnvoll ist). In der Regel sind also alle ersten Steckverbinderkomponenten mit allen zweiten Steckverbinderkomponenten aller Verbindungsglieder untereinander verbindbar. Grundsätzlich können aber auch Verbindungsglieder vorgesehen sein, die nur mit definierten, kompatiblen weiteren Verbindungsgliedern verbindbar sind. Auf diese Weise kann auch ein modularer Baukasten aus verschiedenen Verbindungsgliedern bereitgestellt werden.
Es ist ein besonderer Vorteil der Erfindung, dass sich herstellerseitig elektrische Verbindungsglieder mit unterschiedlichen Leiter- bzw. Leitungslängen bereitstellen lassen, so dass sich die Verbindungsglieder mit den verschiedenen Leiter- bzw. Leitungslängen im Rahmen der Montage modular zu beliebigen Netzwerktopologien mit beliebig unterteilten Hautleiterabschnitten mit jeweiligen Steckmöglichkeiten für optionale elektrische Teilnehmer zusammenfügen lassen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das elektrische Verbindungsglied wenigstens eine elektrische Leitung aufweist, insbesondere ein elektrisches Kabel, in der jeweils wenigstens ein elektrischer Leiter verläuft.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass die elektrischen Leiter gegebenenfalls auch auf mehrere elektrische Leitungen bzw. auf mehrere elektrische Kabel verteilt sein können, so dass einer Steckverbinderkomponente auch mehrere elektrische Leitungen bzw. mehrere elektrische Kabel zugeführt werden können. Der wenigstens eine elektrische Leiter kann grundsätzlich auch einzeln bzw. unabhängig von einer Leitung bzw. einem Kabel in den Anschlussbereich der Steckverbinderkomponente geführt werden, insbesondere wenn es sich um einen elektrischen Leiter einer elektrischen Baugruppe, wie beispielsweise einer elektrischen Leiterplatte, handelt.
Die Erfindung betrifft auch eine elektrische Netzwerktopologie, insbesondere ein Bussystem, aufweisend wenigstens zwei elektrische Verbindungsglieder, jeweils gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen, wobei die erste Steckverbinderkomponente des einen Verbindungsgliedes mit der zweiten Steckverbinderkomponente des anderen Verbindungsgliedes verbunden ist.
Die elektrische Netzwerktopologie weist vorzugsweise außerdem wenigstens einen kompatiblen Gegensteckverbinder auf, der in der primären Steckschnittstelle besagter, verbundener
Steckverbinderkomponenten aufgenommen ist.
Unter einer „Netzwerktopologie“ ist im Rahmen der vorstehenden Erfindung die Topologie bzw. das Gesamtsystem eines elektrischen Netzwerks zu verstehen, mit einer spezifischen Anordnung der jeweiligen Teilnehmer und Leitungen untereinander, um Daten und/oder elektrische Energie bzw. elektrische Leistung auszutauschen. Bei der elektrischen Netzwerktopologie kann es sich unter anderem um eine Ringstruktur, eine vermaschte Struktur, eine Sternstruktur, eine vollvermaschte Struktur, eine Reihenstruktur, eine Baumstruktur oder eine Busstruktur (Bussystem) handeln. Auf die konkrete Ausbildung bzw. auf die konkrete Topologie kommt es vorliegend nicht unbedingt an. Letztendlich kommt es darauf an, dass einer oder mehrere elektrische Teilnehmer im Rahmen der erfindungsgemäßen elektrischen Netzwerktopologie zu einem gemeinsamen Netzwerk verschaltet werden können, wozu die vorstehend genannten elektrischen Verbindungsglieder verwendbar sein können. Mittels des mehrteiligen Steckverbinders können auf vorteilhafte Weise elektrische Teilnehmer in die Netzwerktopologie mit technisch einfachen Mitteln eingebracht werden.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die elektrische Netzwerktopologie wenigstens einen elektrischen Teilnehmer aufweist, der mit dem Gegensteckverbinder verbunden ist bzw. der den Gegensteckverbinder aufweist.
In der Regel kann vorgesehen sein, dass die elektrische Netzwerktopologie wenigstens zwei elektrische Teilnehmer aufweist, vorzugsweise mehr als zwei elektrische Teilnehmer, beispielsweise drei, vier, fünf, zehn oder noch mehr elektrische Teilnehmer. Jeder der elektrischen Teilnehmer kann vorzugsweise über einen korrespondierenden Gegensteckverbinder über die Steckschnittstellen der mehrteiligen Steckverbinder mit der Netzwerktopologie verbindbar sein bzw. verbunden sein.
Bei dem elektrischen Teilnehmer kann es sich um eine beliebige elektrische Baugruppe handeln, die mit weiteren elektrischen Teilnehmern zum Austausch von Energie und/oder Daten über die Netzwerktopologie verbunden ist bzw. verbindbar ist.
Bei dem elektrischen Teilnehmer kann es sich beispielsweise um eine Steuereinrichtung, eine Span- nungs- und/oder Stromversorgung (z. B. eine Batterie oder ein Akkumulator), einen Mikroprozessor, einen Computer, eine elektrische Schaltung, einen elektrischen Verbraucher (z. B. ein Leuchtmittel), ein elektrisches Sensorsystem (beispielsweise ein Kamerasystem) oder um ein elektrisches Eingabegerät handeln. Grundsätzlich ist die Erfindung nicht auf eine bestimmte Art eines elektrischen Teilnehmers beschränkt zu verstehen.
In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Gegensteckverbinder ein mehrteiliger Gegensteckverbinder ist, vorzugsweise (aber nicht notwendigerweise) gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen.
Auf diese Weise kann beispielsweise eine zweite Netzwerktopologie mit der vorgeschlagenen Netzwerktopologie verbunden werden. Bei dem elektrischen Teilnehmer, der über die primäre Steckschnittstelle mit dem mehrteiligen Steckverbinder verbunden werden kann, kann es sich somit also wiederum um eine eigenständige Netzwerktopologien handeln.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Gegenkontaktelement des Gegensteckverbinders auf einem Träger angeordnet ist (z. B. auf einer isolierenden Trägerplatte oder einer elektrischen Leiterplatte, insbesondere indem Kontaktpads bzw. Kontaktflächen oder Leiterbahnen der Leiterplatte die Gegenkontaktelemente ausbilden), wobei der Träger (z. B. die elektrische Leiterplatte) in die primäre Steckschnittstelle einführbar ist, um einen elektrischen Kontakt zwischen dem wenigstens einen Gegenkontaktelement und dem wenigstens einen Kontaktelement des mehrteiligen Steckverbinders herzustellen.
Das Gegenkontaktelement des Gegensteckverbinders kann grundsätzlich aber beliebig ausgebildet sein. Alternativ zur Verwendung von elektrischen Kontakten einer elektrischen Leiterplatte kann das Gegenkontaktelement des Busteilnehmers daher beispielsweise auch stiftförmig, buchsenförmig oder als Flachkontakt ausgebildet sein. Wie vorstehend bereits erwähnt, ist die Erfindung nicht auf eine beliebige Kontaktierungsart oder eine beliebige Steckverbindernorm beschränkt zu verstehen.
Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Gegenkontaktelement derart auf dem Träger (insbesondere auf der elektrischen Leiterplatte) voreilend angeordnet ist, dass der erste mechanische Kontakt zwischen dem Träger bzw. der elektrischen Leiterplatte und dem Kontaktelement des mehrteiligen Steckverbinders während des Einführens des Trägers bzw. der elektrischen Leiterplatte in die primäre Steckschnittstelle gleichzeitig auch den elektrischen Kontakt zwischen dem wenigstens einen Gegenkontaktelement und dem wenigstens einen Kontaktelement des mehrteiligen Steckverbinders herstellt.
Der Vorteil des voreilenden Gegenkontaktelements kann darin bestehen, dass die Verbindung der Netzwerktopologie mit dem weiteren elektrischen Teilnehmer vergleichsweise störungsfrei erfolgen kann, da der Hauptleitungsabschnitt der Netzwerktopologie über den mehrteiligen Steckverbinder oder über den Gegensteckverbinder und damit den elektrischen Teilnehmer an den weiteren Hauptleitungsabschnitt der Netzwerktopologie weitergeleitet wird.
Alternativ kann allerdings auch zunächst eine Unterbrechung der Hauptleitung im Rahmen des Einsteckens des Gegensteckverbinders vorgesehen sein, das heißt, der Kontakt zwischen den Gegenkontaktelementen und den Kontaktelementen des mehrteiligen Steckverbinders kann somit während des Einsteckens des Gegensteckverbinders zunächst bewusst verzögert sein. In diesem Fall kann in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Gegenkontaktelement von einem in Steckrichtung vorderen Ende des Trägers (insbesondere der elektrischen Leiterplatte) zurückversetzt angeordnet ist, so dass während des Einführens des Trägers bzw. der elektrischen Leiterplatte in die
primäre Steckschnittstelle zuerst ein mechanischer Kontakt zwischen dem Träger bzw. der elektrischen Leiterplatte und dem Kontaktelement des mehrteiligen Steckverbinders und erst bei einem weiteren Einführen des Trägers bzw. der elektrischen Leiterplatte der elektrische Kontakt zwischen dem wenigstens einen Gegenkontaktelement und dem wenigstens einen Kontaktelement des mehrteiligen Steckverbinders herstellt wird.
Eine vorübergehende Unterbrechung der elektrischen Verbindung im Hauptleiter des Gesamtsystems während des Einsteckens des weiteren elektrischen Teilnehmers bzw. des Gegensteckverbinders kann beispielsweise vorteilhaft sein, um einer Steuereinrichtung (z. B. einem Master) der Netzwerktopologie zu signalisieren, dass sich im Netzwerk eine Änderung hinsichtlich der verbundenen Teilnehmer ergeben hat. Eine Aktualisierung des Teilnehmerbestandes kann dadurch gegenüber einer zyklischen, regulären Aktualisierung bedarfsweise schneller erfolgen.
Insofern die Gegenkontaktelemente auf einer Leiterplatte des Gegensteckverbinders angeordnet sind, können die Gegenkontaktelemente auf beide Hauptflächen der elektrischen Leiterplatte verteilt sein. Somit können gegenüberliegende Gegenkontaktelemente der Leiterplatte mittels elektrischer Leiterbahnen und/oder metallischer Durchkontaktierungen („Vias“) miteinander verbunden sein, um ein elektrisches Daten- oder Energiesignal von der einen Steckverbinderkomponente über die Leiterplatte des Gegensteckverbinders zu der kompatiblen Steckverbinderkomponente weiterzuleiten, wenn der Gegensteckverbinder in der primären Steckschnittstelle eingesteckt ist.
Die Erfindung betrifft auch eine kompatible elektrische Steckverbinderkomponente für einen mehrteiligen Steckverbinder, aufweisend wenigstens ein kompatibles elektrisches Kontaktelement, das in einem Anschlussbereich mit einem elektrischen Leiter verbindbar ist, und das mit einem elektrischen Kontaktelement einer Steckverbinderkomponente (insbesondere, aber nicht notwendigerweise, mit einer Steckverbinderkomponente gemäß Patentanspruch 1) verbindbar ist.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Montageverfahren zur Montage einer elektrischen Netzwerktopologie, insbesondere eines Bussystems, aufweisend zumindest die folgenden Verfahrensschritte:
Bereitstellen einer Steckverbinderkomponente;
Bereitstellen wenigstens einer weiteren, mit der ersten Steckverbinderkomponente kompatiblen Steckverbinderkomponente;
Zusammenfügen der Steckverbinderkomponenten zu einem mehrteiligen Steckverbinder, so dass ein elektrisches Kontaktelement der Steckverbinderkomponente ein kompatibles elektrisches Kontaktelement der kompatiblen Steckverbinderkomponente elektrisch kontaktiert, wobei das elektrische Kontaktelement und das kompatible elektrische Kontaktelement jeweils mit einem elektrischen Leiter verbunden sind, und wobei eine der Steckverbinderkomponenten oder mehrere der Steckverbinderkomponenten gemeinsam eine primäre Steckschnittstelle zur Verbindung mit einem korrespondierenden Gegensteckverbinder ausbilden.
Optional können im Rahmen des vorstehenden Montageverfahrens unter anderem noch die folgenden Verfahrensschritte vorgesehen sein:
Verbinden der elektrischen Kontaktelemente mit den jeweiligen elektrischen Leitern, insbesondere vercrimpen der elektrischen Kontaktelemente mit den elektrischen Leitern; und/oder Bereitstellen weiterer Steckverbinderkomponenten, die jeweils mit einem anderen Ende der elektrischen Leiter verbunden sind, um jeweilige Verbindungsglieder bereitzustellen; und/oder Verbinden mehrerer Verbindungsglieder, um sukzessive eine Netzwerktopologie aufzubauen; und/oder
Verbinden eines oder mehrerer elektrischer Teilnehmer der Netzwerktopologie mittels jeweiliger Gegensteckverbinder mit zumindest einer primären Steckschnittstelle eines der mehrteiligen Steckverbinder.
Merkmale, die im Zusammenhang mit einem der Gegenstände der Erfindung, namentlich gegeben durch die erfindungsgemäße Steckverbinderkomponente, die erfindungsgemäße kompatible elektrische Steckverbinderkomponente, den erfindungsgemäßen mehrteiligen Steckverbinder, das erfindungsgemäße elektrische Verbindungsglied, die erfindungsgemäße elektrische Netzwerktopologie und das erfindungsgemäße Montageverfahren beschrieben wurden, sind auch für die anderen Gegenstände der Erfindung vorteilhaft umsetzbar. Ebenso können Vorteile, die im Zusammenhang mit einem der Gegenstände der Erfindung genannt wurden, auch auf die anderen Gegenstände der Erfindung bezogen verstanden werden.
Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Begriffe wie "umfassend", "aufweisend" oder "mit" keine anderen Merkmale oder Schritte ausschließen. Ferner schließen Begriffe wie "ein" oder "das", die auf eine Einzahl von Schritten oder Merkmalen hinweisen, keine Mehrzahl von Merkmalen oder Schritten aus - und umgekehrt.
In einer puristischen Ausführungsform der Erfindung kann allerdings auch vorgesehen sein, dass die in der Erfindung mit den Begriffen "umfassend", "aufweisend" oder "mit" eingeführten Merkmale abschließend aufgezählt sind. Dementsprechend kann eine oder können mehrere Aufzählungen von Merkmalen im Rahmen der Erfindung als abgeschlossen betrachtet werden, beispielsweise jeweils für jeden Anspruch betrachtet. Die Erfindung kann beispielsweise ausschließlich aus den in Anspruch 1 genannten Merkmalen bestehen.
Es sei erwähnt, dass Bezeichnungen wie "erstes" oder "zweites" etc. vornehmlich aus Gründen der Unterscheidbarkeit von jeweiligen Vorrichtungs- oder Verfahrensmerkmalen verwendet werden und nicht unbedingt andeuten sollen, dass sich Merkmale gegenseitig bedingen oder miteinander in Beziehung stehen.
Ferner sei betont, dass die vorliegend beschriebenen Werte und Parameter Abweichungen oder
Schwankungen von ±10% oder weniger, vorzugsweise ±5% oder weniger, weiter bevorzugt ±1 % oder
weniger, und ganz besonders bevorzugt ±0,1 % oder weniger des jeweils benannten Wertes bzw. Parameters mit einschließen, sofern diese Abweichungen bei der Umsetzung der Erfindung in der Praxis nicht ausgeschlossen sind. Die Angabe von Bereichen durch Anfangs- und Endwerte umfasst auch all diejenigen Werte und Bruchteile, die von dem jeweils benannten Bereich eingeschlossen sind, insbesondere die Anfangs- und Endwerte und einen jeweiligen Mittelwert.
Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung behält sich die Anmelderin explizit vor, einen der nachfolgenden Gegenstände separat von Patentanspruch 1 zu beanspruchen, wobei alle vorstehend und nachstehend beschriebenen Merkmale, Weiterbildungen, Patentansprüche, Vorteile und Zeichnungen auch auf die hier genannten, separaten Gegenstände übertragen werden können, sofern dies technisch nicht ausgeschlossen ist:
Ein erster unabhängiger Gegenstand betrifft eine Steckverbinderkomponente für einen elektrischen Steckverbinder, aufweisend wenigstens eine erste Kontaktaufnahme für wenigstens ein erstes elektrisches Kontaktelement, wobei die Steckverbinderkomponente mit einer kompatiblen, weiteren Steckverbinderkomponente des elektrischen Steckverbinders verbindbar ist, die wenigstens eine zweite Kontaktaufnahme für wenigstens ein zweites elektrisches Kontaktelement aufweist, und wobei die Steckverbinderkomponente wenigstens ein erstes Sekundärsicherungselement aufweist, das ausgebildet ist, das wenigstens eine zweite Kontaktelement der kompatiblen Steckverbinderkomponente in der wenigstens einen zweiten Kontaktaufnahme zu sichern (in Steckrichtung der Kontaktelemente und/oder winklig zu der Steckrichtung der Kontaktelemente), und wobei das wenigstens eine erste Kontaktelement, wenn es in der wenigstens einen ersten Kontaktaufnahme aufgenommen ist, von einem zweiten Sekundärsicherungselement der kompatiblen Steckverbinderkomponente sicherbar ist. Dieser erste unabhängige Gegenstand kann optional die folgenden vorteilhaften Weiterbildungen aufweisen, die untereinander beliebig miteinander kombinierbar sein können:
Die wenigstens eine erste Kontaktaufnahme kann mit dem wenigstens einen elektrischen Kontaktelement bestückt sein und/oder die wenigstens eine zweite Kontaktaufnahme kann mit dem wenigstens einen zweiten elektrischen Kontaktelement bestückt sein;
Die Sicherung der Kontaktelemente durch die jeweiligen Sekundärsicherungselemente kann formschlüssig und/oder kraftschlüssig erfolgen, insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Sekundärsicherungselemente mit dem jeweiligen Kontaktelement mechanisch in Eingriff bringbar sind (z. B. in einer Aufnahme des Kontaktelements) und/oder die Bewegbarkeit des jeweilige Kontaktelement in zumindest einer Raumrichtung mechanisch blockieren;
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine, mehrere oder alle der Kontaktaufnahmen nicht mit einem Kontaktelement bestückt sind;
Die in den Kontaktaufnahmen aufgenommenen Kontaktelemente können in der jeweiligen Kontaktaufnahme (primär) gesichert sein, beispielsweise in axialer und/oder lateraler Richtung verrostet oder verriegelt seien (z. B. durch einen Hinterschnitt in der Kontaktaufnahme oder durch einen Rasthaken);
Die Steckverbinderkomponente kann einen ersten Kontaktträger aufweisen oder als erster Kontaktträger ausgebildet sein (insbesondere einen isolierenden Kontaktträger, beispielsweise aus einem Kunststoff), in dem das wenigstens eine erste elektrische Kontaktelement aufgenommen ist, vorzugsweise mechanisch fixiert ist;
Die kompatible Steckverbinderkomponente kann einen zweiten Kontaktträger aufweisen oder als zweiter Kontaktträger ausgebildet sein (insbesondere einen isolierenden Kontaktträger, beispielsweise aus einem Kunststoff), in dem das wenigstens eine zweite elektrische Kontaktelement aufgenommen ist, vorzugsweise mechanisch fixiert ist;
Der erste Kontaktträger kann die ersten Kontaktaufnahmen und der zweite Kontaktträger kann die zweiten Kontaktaufnahmen aufweisen, in denen die Kontaktelemente jeweils aufgenommen und optional (primär) fixiert sein können;
Die Kontaktaufnahmen können mit den jeweiligen Kontaktelementen axial und/oder lateral (bevorzugt) bestückbar sein;
Der erste Kontaktträger und/oder der zweite Kontaktträger kann jeweilige Kontaktkanäle, Kontaktnuten, Kontaktbohrungen und/oder Kontaktkammern für das wenigstens eine erste bzw. für das wenigstens eine zweite Kontaktelement aufweisen, die vorzugsweise besagte Kontaktaufnahmen ausbilden;
Die Steckverbinderkomponente kann einen ersten Anschlussbereich zum Anschließen wenigstens eines elektrischen Leiters aufweisen, um den wenigstens einen elektrischen Leiter mit dem wenigstens einen ersten Kontaktelement zu verbinden, beispielsweise zu vercrimpen;
Die kompatible Steckverbinderkomponente kann einen zweiten Anschlussbereich zum Anschließen wenigstens eines elektrischen Leiters aufweisen, um den wenigstens einen elektrischen Leiter mit dem wenigstens einen zweiten Kontaktelement zu verbinden, beispielsweise zu vercrimpen;
Die Steckverbinderkomponente kann einen ersten Kontaktierungsbereich zur Ausbildung zumindest eines Teils einer Steckschnittstelle zur Verbindung mit einem korrespondierenden Gegensteckverbinder aufweisen;
Die kompatible Steckverbinderkomponente kann einen zweiten Kontaktierungsbereich zur Ausbildung zumindest eines Teils einer Steckschnittstelle zur Verbindung mit einem korrespondierenden Gegensteckverbinder aufweisen;
Das erste Sekundärsicherungselement kann einteilig bzw. monolithisch mit der Steckverbinderkomponente ausgebildet sein, vorzugsweise mit dem ersten Kontaktträger;
Das zweite Sekundärsicherungselement kann einteilig bzw. monolithisch mit der kompatiblen Steckverbinderkomponente ausgebildet sein, vorzugsweise mit dem zweiten Kontaktträger;
Die Sekundärsicherungselemente können ergänzend auch ausgebildet sein, die Steckverbinderkomponente und die kompatible Steckverbinderkomponente (insbesondere die jeweiligen Kontaktträger) gegenseitig zu sichern, beispielsweise miteinander zu verrasten;
Die Steckverbinderkomponente und die kompatible Steckverbinderkomponente (oder zumindest deren Kontaktträger) können zueinander hermaphrodit bzw. als Gleichteile ausgebildet sein;
Die Steckverbinderkomponente kann eine Steckverbinderkomponente gemäß Anspruch 1 (nebst allen abhängigen Ansprüchen und Weiterbildungen) sein;
Die Steckverbinderkomponente (insbesondere der erste Kontaktträger) und die kompatible Steckverbinderkomponente (insbesondere der zweite Kontaktträger) können optional zumindest abschnittsweise mechanisch miteinander verbunden sein (einteilig, beispielsweise über einen Verbindungssteg, ein Filmscharnier etc., oder mehrteilig, beispielsweise über eine Gelenkverbindung oder eine Kulissenführung), um eine zumindest teilweise geführte Schließbewegung bzw. ein teilweise geführtes gegenseitiges Verbinden zu ermöglichen (linear und/oder rotatorisch);
Ein elektrischer Steckverbinder kann die Steckverbinderkomponente und die kompatible Steckverbinderkomponente aufweisen, wobei die Steckverbinderkomponente und die kompatible Steckverbinderkomponente miteinander verbunden sind;
Die ersten Kontaktaufnahmen können derart ausgebildet sein, dass die darin aufgenommenen, ersten Kontaktelemente einzig in der Steckverbinderkomponente angeordnet oder nur teilweise in der Steckverbinderkomponente angeordnet sind (und daher beispielsweise zumindest teilweise axial und/oder lateral in die kompatible Steckverbinderkomponente hineinragen);
Die zweiten Kontaktaufnahmen können derart ausgebildet sein, dass die darin aufgenommenen, zweiten Kontaktelemente einzig in der kompatiblen Steckverbinderkomponente angeordnet oder nur teilweise in der kompatiblen Steckverbinderkomponente angeordnet sind (und daher beispielsweise zumindest teilweise axial und/oder lateral in die andere Steckverbinderkomponente hineinragen);
Der elektrische Steckverbinder kann eine einzige Steckschnittstelle zur Verbindung mit dem Gegensteckverbinder und eine einzige Leitungszuführung zur Zuführung wenigstens einer die elektrischen Leiter aufweisenden Leitung aufweisen (insbesondere kann der elektrische Steckverbinder ein herkömmlicher Steckverbinder sein, beispielsweise ein Kabelsteckverbinder, ein Leiterplattensteckverbinder oder ein Adapter);
Der elektrische Steckverbinder kann ein mehrteiliger Steckverbinder sein, beispielsweise (aber nicht zwingend) ein mehrteiliger Steckverbinder gemäß Anspruch 16 (nebst allen abhängigen Ansprüchen und Weiterbildungen);
Insbesondere die Merkmale der Figuren 30 und 31 nebst Beschreibung können Weiterbildungen der Steckverbinderkomponente bzw. des elektrischen Steckverbinders darstellen.
Ein zweiter unabhängiger Gegenstand betrifft eine Kontaktbrücke für einen elektrischen Steckverbinder, wobei die Kontaktbrücke ausgebildet ist, wenigstens zwei elektrische Kontaktelemente des elektrischen Steckverbinders mittelbar elektrisch miteinander zu verbinden. Dieser zweite unabhängige Gegenstand kann optional die folgenden vorteilhaften Weiterbildungen aufweisen, die untereinander beliebig miteinander kombinierbar sein können:
Die Kontaktbrücke kann klammer- oder kammartig ausgebildet sein;
Die Kontaktbrücke kann wenigstens zwei Kontaktschenkel aufweisen, die sich ausgehend von einem gemeinsamen Basiselement erstrecken, vorzugsweise zumindest in dieselbe Richtung, insbesondere zumindest im Wesentlichen parallel zueinander;
Die Kontaktbrücke kann ein Stanz-Biegeteil sein;
Die Kontaktbrücke, insbesondere die Kontaktschenkel, können in lateraler Richtung zumindest abschnittsweise elastisch ausgebildet sein, um für die Verbindung mit den Kontaktelementen einen lateralen mechanischen Kontaktdruck bereitzustellen;
Die Kontaktbrücke kann ausgebildet sein, eine axiale und/oder laterale (Sekundär)sicherungs- funktion für wenigstens eines der Kontaktelemente bereitzustellen, vorzugsweise für alle elektrisch über die Kontaktbrücke miteinander verbundenen Kontaktelemente;
Die Kontaktbrücke kann ausgebildet sein, das wenigstens eine Kontaktelement, vorzugsweise alle elektrisch über die Kontaktbrücke miteinander verbundenen Kontaktelemente, formschlüssig und/oder kraftschlüssig axial und/oder lateral in dem elektrischen Steckverbinder, insbesondere in einem ein- oder mehrteiligen Kontaktträger, zu sichern;
Die Kontaktschenkel können Rastausnehmungen, Rastvorsprünge oder Rastrücksprünge aufweisen, um eine vorzugsweise in lateraler und/oder axialer Richtung wirkende Verrastung und/oder einen Formschluss mit den Kontaktelementen und/oder mit sonstigen Bauteilen des elektrischen Steckverbinders (z. B. mit einem Gehäusebauteil, einem Kontaktträger, etc.) auszubilden;
Ein elektrischer Steckverbinder kann die Kontaktbrücke aufweisen, wobei die Kontaktbrücke die wenigstens zwei Kontaktelemente miteinander mittelbar elektrisch verbindet;
Der elektrische Steckverbinder kann mehrere der besagten Kontaktbrücken aufweisen, insbesondere eine jeweilige Kontaktbrücke zur Verbindung von jeweils zwei oder mehr elektrischen Kontaktelementen, wobei optional ergänzend die vorstehend beschriebene (Sekundär)siche- rungsfunktion für die jeweiligen Kontaktelemente in dem Steckverbinder vorgesehen sein kann; Mehrere Kontaktbrücken können optional elektrisch voneinander separiert an einem gemeinsamen elektrisch isolierenden Trägerelement befestigt sein;
Der elektrische Steckverbinder kann eine oder mehrere Steckverbinderkomponenten aufweisen; Der elektrische Steckverbinder kann einen einstückigen oder mehrstückigen Kontaktträger für die Kontaktelemente aufweisen, wobei es sich bei dem Kontaktträger beispielsweise um ein isolierendes Gehäusebauteil handeln kann, wie z. B. eine Gehäuseschale;
Insofern der elektrische Steckverbinder einen mehrteiligen Kontaktträger für die Kontaktelemente aufweist kann vorgesehen sein, dass die Kontaktbrücke Kontaktelemente, die auf verschiedene Teile des mehrteiligen Kontaktträgers verteilt sind, elektrisch miteinander verbindet (und optional mechanisch sichert);
Der elektrische Steckverbinder kann nur einen einzigen, einstückigen Kontaktträger aufweisen; Die Steckverbinderkomponenten oder Kontaktträger können miteinander verbindbar sein;
Die Steckverbinderkomponenten können jeweils Gehäusebauteile oder Kontaktträger für die elektrischen Kontaktelemente aufweisen oder als Gehäusebauteile oder Kontaktträger ausgebildet sein;
Die Steckverbinderkomponenten können Steckverbinderkomponenten gemäß Anspruch 1 (nebst allen abhängigen Ansprüchen und Weiterbildungen) oder gemäß dem vorstehend beschriebenen, ersten unabhängigen Gegenstand (nebst dessen Weiterbildungen) sein;
Die Kontaktbrücken können mit einer der Steckverbinderkomponenten (oder deren Gehäusebauteilen / Kontaktträgern) oder mehreren Steckverbinderkomponenten (oder deren jeweiligen Gehäusebauteilen / Kontaktträgern) verbindbar sein (insbesondere gleichzeitig, d. h. in einem gemeinsamen Steckvorgang), insbesondere verrastbar sein;
Die Kontaktbrücken können ausgebildet sein, mehrere Steckverbinderkomponenten oder Kontaktträger miteinander mechanisch zu verbinden bzw. aneinander zu fixieren;
Der elektrische Steckverbinder kann ein mehrteiliger Steckverbinder sein, beispielsweise (aber nicht zwingend) ein mehrteiliger Steckverbinder gemäß Anspruch 16 (nebst allen abhängigen Ansprüchen und Weiterbildungen);
Insbesondere die Merkmale der Figuren 26 bis 29 nebst Beschreibung können Weiterbildungen der Kontaktbrücke bzw. des elektrischen Steckverbinders darstellen.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
Die Figuren zeigen jeweils bevorzugte Ausführungsbeispiele, in denen einzelne Merkmale der vorliegenden Erfindung in Kombination miteinander dargestellt sind. Merkmale eines Ausführungsbeispiels sind auch losgelöst von den anderen Merkmalen des gleichen Ausführungsbeispiels umsetzbar und können dementsprechend von einem Fachmann ohne Weiteres zu weiteren sinnvollen Kombinationen und Unterkombinationen mit Merkmalen anderer Ausführungsbeispiele verbunden werden.
In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.
Es zeigen schematisch:
Figur 1 Verbindungsglieder einer elektrischen Netzwerktopologie gemäß einem Ausführungsbeispiel in einem nicht verbundenen Zustand;
Figur 2 die Verbindungsglieder gemäß Figur 1 in einem zu einer elektrischen Netzwerktopologie verbundenen Zustand mit einem Gegensteckverbinder;
Figur 3 einen Längsschnitt durch einen mehrteiligen Steckverbinder eines der Verbindungsglieder der Figuren 1 und 2;
Figur 4 einen Längsschnitt durch einen mehrteiligen Steckverbinder gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, in einem nicht gesteckten Zustand des Gegensteckverbinders;
Figur 5 den mehrteiligen Steckverbinder gemäß Figur 4 in einem teilweise gesteckten Zustand des Gegensteckverbinders;
Figur 6 einen Längsschnitt durch einen mehrteiligen Steckverbinder gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, mit einer sekundären Steckschnittstelle, in einem nicht verbundenen Zustand der Steckverbinderkomponenten;
Figur 7 den mehrteiligen Steckverbinder gemäß Figur 6 in einem verbundenen Zustand der Steckverbinderkomponenten, mit einem Gegensteckverbinder für die sekundäre Steckschnittstelle;
Figur 8 eine Vorderansicht auf einen dreiteiligen Steckverbinder, gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
Figur 9 eine Variante zur Herstellung der Verbindung zwischen einem Kontaktelement und einem kompatiblen Kontaktelement eines mehrteiligen Steckverbinders gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 3, anhand einer Einzeldarstellung der Kontaktelemente;
Figur 10 eine weitere Variante zur Herstellung der Verbindung zwischen einem Kontaktelement und einem kompatiblen Kontaktelement eines mehrteiligen Steckverbinders gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 3, anhand einer Einzeldarstellung der Kontaktelemente;
Figur 11 eine Variante eines mehrteiligen Steckverbinders mit stirnseitiger Anordnung des Verbindungsabschnitts und des primären Kontaktierungsbereichs;
Figur 12 eine weitere Variante eines mehrteiligen Steckverbinders mit stirnseitiger Anordnung des Verbindungsabschnitts und des primären Kontaktierungsbereichs;
Figur 13 eine Variante des mehrteiligen Steckverbinders mit als Federlaschen ausgebildeten Kontaktelementen der Steckverbinderkomponenten;
Figur 14 eine Variante des mehrteiligen Steckverbinders mit einem zangenartigen Kontaktelementen in einer Seitenansicht;
Figur 15 das zangenartige Kontaktelement gemäß Figur 14 in einer Vorderansicht;
Figur 16 eine Variante des mehrteiligen Steckverbinders mit einem stiftartigen Kontaktelementen und einem kompatiblen Kontaktelement mit einer Kontaktaufnahme, in einer Seitenansicht;
Figur 17 das stiftartige Kontaktelement gemäß Figur 16 in einer vergrößerten Ausschnittsdarstellung;
Figur 18 eine weitere Variante des mehrteiligen Steckverbinders mit als Federlaschen ausgebildeten Kontaktelementen der Steckverbinderkomponenten;
Figur 19 eine Variante zur verliersicheren Fixierung von Kontaktelementen in einem Kontaktträger in lateraler Richtung;
Figur 20 einen Querschnitt durch den Kontaktträger der Figur 19 im Bereich der Fixierung;
Figur 21 den Prozess des Einfügens und Verkrallens eines Kontaktelements einer Steckverbinderkomponente in einen elektrisch isolierenden Kontaktträger;
Figur 22 das in dem Kontaktträger fixierte Kontaktelement gemäß Figur 21 ;
Figur 23 einen geschirmten, mehrteiligen Steckverbinder in einer perspektivischen Darstellung;
Figur 24 den geschirmten, mehrteiligen Steckverbinder gemäß Figur 23 in einer Seitenansicht in einem nicht montierten Zustand;
Figur 25 den geschirmten, mehrteiligen Steckverbinder gemäß Figur 23 in einer Querschnittsdarstellung;
Figur 26 einen mehrteiligen Steckverbinder mit einer separaten Kontaktbrücke zur mittelbaren Verbindung der Kontaktelemente der Steckverbinderkomponenten, in einer perspektivischen Darstellung;
Figur 27 den mehrteiligen Steckverbinder gemäß Figur 26 in einer Querschnittsdarstellung zur Veranschaulichung des Kontaktabgriffes durch die Kontaktbrücke;
Figur 28 einen mehrteiligen Steckverbinder mit einer separaten Sekundärsicherung zur Sicherung der Kontaktelemente der Steckverbinderkomponenten, in einer perspektivischen Darstellung;
Figur 29 den mehrteiligen Steckverbinder gemäß Figur 28 in einer Längsschnittdarstellung zur Veranschaulichung der Sicherung der Kontaktelemente durch die Sekundärsicherung;
Figur 30 einen mehrteiligen Steckverbinder mit einer von den Steckverbinderkomponenten gegenseitig ausgebildeten Sekundärsicherung zur Sicherung der jeweils anderen Kontaktelemente der Steckverbinderkomponenten, in einer Vorderansicht;
Figur 31 den mehrteiligen Steckverbinder gemäß Figur 30 in einer Querschnittsdarstellung, zur Veranschaulichung der Sicherung der Kontaktelemente durch die gegenseitige Sekundärsicherung;
Figur 32 eine alternative Variante zur gegenseitigen Kontaktierung der Kontaktelemente der Steckverbinderkomponenten, in einem nicht verbundenen Zustand der Steckverbinderkomponenten;
Figur 33 die Steckverbinderkomponenten gemäß Figur 32 in einem verbundenen Zustand;
Figur 34 einen Längsschnitt durch einen mehrteiligen Steckverbinder gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, mit in dem primären Kontaktierungsbereich angeordneten Flachkontakten;
Figur 35 einen Längsschnitt durch einen mehrteiligen Steckverbinder gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, mit um die Stirnseite des Steckverbinders umgeschlagenen Kontaktelementen; und
Figur 36 eine Einzeldarstellung der Kontaktträger der Steckverbinderkomponenten gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel in seitlicher, nicht miteinander verbundener Ansicht, zur Verdeutlichung der mechanischen Führungsmöglichkeiten zwischen den Steckverbinderkomponenten.
In den Figuren 1 und 2 werden jeweils mehrere Verbindungsglieder 1 einer elektrischen Netzwerktopologie 2 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. In Figur 1 sind die Verbindungsglieder 1 in einem nicht verbundenen Zustand und in Figur 2 in einem miteinander verbundenen Zustand dargestellt, wodurch die elektrische Netzwerktopologie 2 mit mehreren Steckmöglichkeiten für jeweilige Gegensteckverbinder 3 eines elektrischen Teilnehmers 4 (jeweils strichliniert in Figur 2) bereitgestellt wird.
Jedes der elektrischen Verbindungsglieder 1 weist eine elektrische Leitung 5 auf, in der wenigstens ein elektrischer Leiter 6 (in Figur 3 für die obere Steckverbinderkomponente angedeutet) verläuft. Mit einem ersten Ende der elektrischen Leitung 5 bzw. des elektrischen Leiters ist eine erste Steckverbinderkomponente 7 für einen mehrteiligen Steckverbinder 8 und mit einem zweiten Ende der elektrischen Leitung 5 bzw. des elektrischen Leiters eine zweite Steckverbinderkomponente 9, ebenfalls zur Ausbildung eines mehrteiligen Steckverbinders 8, verbunden. Die an den jeweiligen Enden der elektrischen Leitung 5 angeordneten Steckverbinderkomponenten 7, 9 sind entsprechend miteinander kompatibel, so dass diese zu einem gemeinsamen, mehrteiligen Steckverbinder 8 verbindbar sind (vgl. Figur 2). Ein Längsschnitt durch einen mehrteiligen Steckverbinder 8 eines der verbundenen Verbindungsglieder 1 der Figur 2 ist beispielhaft in Figur 3 dargestellt.
Der mehrteilige Steckverbinder 8, insbesondere ein mehrteiliger Bussteckverbinder, weist eine Steckverbinderkomponente auf (in den Ausführungsbeispielen nachfolgend als „erste Steckverbinderkomponente 7“, vorstehend mitunter allerdings nur als „Steckverbinderkomponente“ bezeichnet), sowie wenigstens eine weitere, kompatible Steckverbinderkomponente (in den Ausführungsbeispielen nachfolgend auch als „zweite Steckverbinderkomponente 9“ bezeichnet).
Die erste Steckverbinderkomponente 7 ist mit der kompatiblen bzw. zweiten Steckverbinderkomponente 9 über eine jeweilige Verbindungsschnittstelle 10 verbunden. Jede der Steckverbinderkomponenten 7, 9 weist außerdem wenigstens ein elektrisches Kontaktelement 11 , 12 auf, das jeweils in einem Anschlussbereich 13 der jeweiligen Steckverbinderkomponente 7, 9 mit dem wenigstens einen elektrischen Leiter 6 der elektrischen Leitung 5 verbunden ist. Nachfolgend wird mitunter zwischen dem elektrischen Kontaktelement 11 der ersten Steckverbinderkomponente 7 und dem kompatiblen elektrischen Kontaktelement 12 der zweiten Steckverbinderkomponente 9 unterschieden - die Merkmale sind jedoch zwischen den Kontaktelementen 11 , 12 grundsätzlich übertragbar.
Die elektrischen Kontaktelemente 11 , 12 der Steckverbinderkomponenten 7, 9 erstreckt sich ausgehend von dem jeweiligen Anschlussbereich 13 zumindest bis in die Verbindungsschnittstelle 10, so dass zumindest eines der elektrischen Kontaktelemente 11 der ersten Steckverbinderkomponente 7 mit einem der kompatiblen elektrischen Kontaktelemente 12 der kompatiblen bzw. zweiten Steckverbinderkomponente 9 ein elektrisch verbundenes Kontaktelementpaar 14 ausbildet (vgl. insbesondere Figur 3).
Zumindest eine der Steckverbinderkomponenten 7, 9 weist einen primären Kontaktierungsbereich 15 zur Ausbildung zumindest eines Teils einer primären Steckschnittstelle 16 zur Verbindung mit dem korrespondierenden Gegensteckverbinder 3 des elektrischen Teilnehmers 4 der elektrischen Netzwerktopologie 2 auf. In den Ausführungsbeispielen weisen jeweils beide Steckverbinderkomponenten 7, 9 einen primären Kontaktierungsbereich 15 auf, um gemeinsam die primäre Steckschnittstelle 16 auszubilden, wobei jedoch betont werden soll, dass grundsätzlich auch nur eine der Steckverbinderkomponenten 7, 9 die primäre Steckschnittstelle 16 ausbilden kann. Wie bereits erwähnt, ist ein beispielhafter Gegensteckverbinder 3 strichliniert in Figur 2 angedeutet.
Durch eine mechanische und elektrische Verbindung der Verbindungsglieder 1 untereinander kann schließlich montageseits eine beliebige Netzwerktopologie 2, insbesondere ein Bussystem, aufgebaut werden, wobei durch das Zusammenfügen der Steckverbinderkomponenten 7, 9 zur Ausbildung eines jeweiligen mehrteiligen Steckverbinders 8 einerseits ein Kontaktschluss zur Weitergabe von Strom und/oder Daten zwischen den jeweiligen elektrischen Leitungen 5 der Verbindungsglieder 1 und außerdem eine zusätzliche Steckmöglichkeit in der primären Steckschnittstelle 16 für den elektrischen Teilnehmer 4 der Netzwerktopologie 2 geschaffen wird.
In den Ausführungsbeispielen ist vorgesehen, dass die Verbindungsschnittstelle 10 zur Verbindung der Steckverbinderkomponenten 7, 9 und der primäre Kontaktierungsbereich 15 an verschiedenen Seiten der jeweiligen Steckverbinderkomponente 7, 9 ausgebildet sind. Konkret ist die Verbindungsschnittstelle 10 in den in den Figuren jeweils gezeigten Seitenansichten bzw. längsseitigen Schnittdarstellungen entlang einer Mantelseite bzw. Längsseite der Steckverbinderkomponente 7, 9 und der primäre Kontaktierungsbereich 15 an einer hieran angrenzenden Stirnseite bzw. an einem axialen Endabschnitt der Steckverbinderkomponente 7, 9 angeordnet. Somit wird eine mantel- bzw. längsseitige Verbindungsmöglichkeit für die Steckverbinderkomponenten 7, 9 geschaffen, wobei die Setzrichtung bzw. die Verbindungsrichtung V (vgl. Figur 1) zur Herstellung der Verbindung mit der kompatiblen Steckverbinderkomponente 7, 9 winklig zu einer Steckrichtung S (vgl. Figur 2) des Gegensteckverbinders 3 verläuft. Es sei an dieser Stelle allerdings betont, dass die Ausführungsbeispiele diesbezüglich nicht einschränkend zu verstehen sind, da die Verbindungsschnittstelle 10 und der primäre Kontaktierungsbereich 15 beispielsweise auch an denselben Seiten oder an anderen als den dargestellten Seiten der Steckverbinderkomponente 7, 9 angeordnet sein können. Die Verbindungsrichtung V kann gegebenenfalls auch parallel zu der Steckrichtung S der primären Steckschnittstelle 16 verlaufen.
In den Ausführungsbeispielen sind die Kontaktelemente 11 , 12 jeweils beispielhaft für eine radiale bzw. laterale Kontaktierung (also für eine Kontaktierung quer zur Steckrichtung S) ausgebildet. Die Kontaktelemente 11 , 12 können jeweils eine flächige oder punktförmige Kontaktierungsmöglichkeit in der primären Steckschnittstelle 16 bereitstellen.
Zur Verbindung des wenigstens einen Kontaktelements 11 , 12 mit dem wenigstens einen elektrischen Leiter 6 der wenigstens einen elektrischen Leitung 5 weist das wenigstens eine Kontaktelement 11 , 12 in dem Anschlussbereich 13 wenigstens ein Anschlussmittel auf, bei dem es sich in den Ausführungsbeispielen beispielhaft um einen Crimpabschnitt 17 für eine Crimpverbindung mit dem wenigstens einen elektrischen Leiter 6 handelt (vgl. beispielsweise Figur 3). Grundsätzlich kann die Verbindung zwischen dem wenigstens einen Kontaktelement 1 1 , 12 und dem wenigstens einen elektrischen Leiter 6 allerdings auf beliebige Weise hergestellt werden.
In den Ausführungsbeispielen ist vorgesehen, dass sich das wenigstens eine Kontaktelement 11 , 12 der Steckverbinderkomponente 7, 9 bis in den primären Kontaktierungsbereich 15 erstreckt, um eine unmittelbare Kontaktierungsmöglichkeit für ein Gegenkontaktelement 18 (vgl. Figur 2) des Gegensteckverbinders 3 bereitzustellen. Es sei allerdings erwähnt, dass eine der Steckverbinderkomponenten 7, 9, und in Ausnahmefällen auch beide Steckverbinderkomponenten 7, 9 gegebenenfalls auch kein Kontaktelement 11 , 12 in dem primären Kontaktierungsbereich 15 aufweisen kann und daher lediglich zum „Durchschleifen“ der elektrischen Signale zu einem weiteren Verbindungsglied 1 vorgesehen sein können. Dennoch kann aus Gründen der Bereitstellung von Gleichteilen oder zur Bereitstellung eines Dummy-Steck- platzes weiterhin eine primäre Steckschnittstelle 16 ausgebildet werden.
Zur Kontaktierung des wenigstens einen Gegenkontaktelements 18 des Gegensteckverbinders 3 kann es grundsätzlich bereits ausreichend sein, wenn sich jeweils lediglich eines der Kontaktelemente 11 , 12 eines gemeinsamen Kontaktelementpaars 14 bis in die primäre Steckschnittstelle 16 erstreckt, wie in Figur 3 dargestellt. Alternativ können sich allerdings auch beide Kontaktelemente 11 , 12 des gemeinsamen Kontaktelementpaars 14 in die primäre Steckschnittstelle 16 erstrecken, wie beispielsweise in den Ausführungsbeispielen der Figuren 4 bis 7 oder 13 angedeutet.
Das Interface des Kontaktelements 11 , 12 bzw. die Gestaltung des Kontaktelements 11 , 12, an dem in der primären Steckschnittstelle 16 angeordneten Endabschnitt kann grundsätzlich beliebig ausgebildet sein. Beispielsweise kann ein einzelnes Kontaktelement 11 , 12 eine einzelne Federlasche zur Kontaktierung mit einem korrespondierenden Gegenkontaktelement 18 ausbilden (wie in Figur 3 der Fall). Alternativ können beispielsweise auch beide Kontaktelemente 11 , 12 des gemeinsamen Kontaktelementpaars 14 das Interface zur Verbindung mit dem Gegenkontaktelement 18 bilden (vgl. Figur 4). Auch komplexere Strukturen können vorgesehen sein, wie beispielsweise Stift- oder Buchsenkontakte (vgl. z. B. Figur 19). Die Erfindung eignet sich grundsätzlich zur Verwendung mit beliebigen Kontaktierungsarten und Steckverbinderschnittstellen.
Anhand eines Vergleichs des ersten Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis 3 und des zweiten Ausführungsbeispiels der Figuren 4 und 5 sollen nun zwei besonders vorteilhafte Kontaktierungsvarianten für den Gegensteckverbinder 3 bzw. zwei Varianten zum Einbringen des elektrischen Teilnehmers 4 in eine bestehende Netzwerktopologie 2 vorgestellt werden.
Wie sich im Hinblick auf Figur 3 ergibt, ist der Kontaktschluss zwischen dem Kontaktelement 11 der ersten Steckverbinderkomponente 7 und dem kompatiblen Kontaktelement 12 der zweiten Steckverbinderkomponente 9 vom Steckvorgang des Gegensteckverbinders 3 unbeeinflusst. Der elektrische Teilnehmer 4 kann daher parallel an die bestehende Netzwerktopologie 2 angeschlossen werden, was sich insbesondere zum Abgreifen einer Stromversorgung für den elektrischen Teilnehmer 4 eignet.
Wohingegen der primäre Kontaktierungsbereich 15, die Verbindungsschnittstelle 10 und der Anschlussbereich 13 in dem in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel axial benachbart angeordnet sind, ist in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 4 und 5 vorgesehen, dass sich die Verbindungsschnittstelle 10 und der primäre Kontaktierungsbereich 15 überlappen bzw. aufeinander liegen, so dass die Kontaktelemente 11 , 12 in dem primären Kontaktierungsbereich 15 wahlweise unmittelbar miteinander oder jeweils mittelbar über eine elektrische Verbindung zwischen korrespondierenden Gegenkontaktelementen 18 des Gegensteckverbinders 3 bzw. des elektrischen Teilnehmers 4 verbindbar sind. Zwischen dem primären Kontaktierungsbereich 15 bzw. der Verbindungsschnittstelle 10 und dem Anschlussbereich 13 verläuft ein Zwischenbereich, durch den sich die Kontaktelemente 11 , 12 ausgehend von dem Anschlussbereich 13 bis in die Verbindungsschnittstelle 10 erstrecken (das heißt, ohne eine gegenseitige Kontaktierung). Der initiale Kontaktschluss befindet sich daher also in der primären Steckschnittstelle 16, weshalb das elektrische Signal von dem einen Verbindungsglied 1 zu dem nächsten Verbindungsglied 1
unmittelbar weitergereicht wird, solange der Gegensteckverbinder 3 nicht in der primären Steckschnittstelle 16 eingesteckt ist. Ist der Gegensteckverbinder 3 allerdings eingesteckt (vgl. den Steckvorgang in Figur 5), wird die elektrische Verbindung über den elektrischen Teilnehmer 4 geleitet. Der elektrische Teilnehmer 4 kann somit auf vorteilhafte Weise mit einfachen Mitteln in eine bestehende Reihenschaltung integriert werden, was sich insbesondere für eine Datenübertragung vorteilhaft eignen kann. Das elektrische Signal kann auf diese Weise von dem Kontaktelement 1 1 der Steckverbinderkomponente 7 über den elektrischen Teilnehmer 4 bzw. dessen Gegensteckverbinder 3 zu dem kompatiblen Kontaktelement 12 der kompatiblen Steckverbinderkomponente 9 unverändert durchgeschleift, durch eine elektrische Schaltung modifiziert oder vollständig ersetzt werden.
Die Gegenkontaktelemente 18 des Gegensteckverbinders 3 können beispielsweise auf den gegenüberliegenden Hauptflächen 19 einer elektrischen Leiterplatte 20 angeordnet sein (alternativ zu einer elektrischen Leiterplatte 20 kann grundsätzlich aber ein beliebiger Träger für die Gegenkontaktelemente 18 vorgesehen sein). Die auf den gegenüberliegenden Hauptflächen 19 der Leiterplatte 20 angeordneten Gegenkontaktflächen 18 können beispielsweise durch Signalleiter der elektrischen Leiterplatte 20 oder über Durchkontaktierungen miteinander verbunden sein (für eine parallele Anbindung des elektrischen Teilnehmers 4) oder für eine weitere Signalverarbeitung durch die Elektronik des elektrischen Teilnehmers 4 verarbeitet werden.
Im Rahmen des Einfügens der elektrischen Leiterplatte 20 in die primäre Steckschnittstelle 16 können sich zwei Möglichkeiten für den Steckvorgang ergeben:
Einerseits kann vorgesehen sein, dass eine dauerhafte Signalweitergabe zwischen den Kontaktelementen 1 1 , 12 auch während des Steckprozesses sichergestellt wird, indem das wenigstens eine Gegenkontaktelement 18 derart auf der elektrischen Leiterplatte 20 voreilend angeordnet ist, dass der erste mechanische Kontakt zwischen der elektrischen Leiterplatte 20 und den Kontaktelementen 11 , 12 während des Einfügens der elektrischen Leiterplatte 20 in die primäre Steckschnittstelle 16 gleichzeitig auch den elektrischen Kontakt herstellt (in dem Ausführungsbeispiel der Figur 5 nicht der Fall).
Alternativ kann auch eine bewusste Kontaktunterbrechung während des Steckprozesses umgesetzt werden (wie in Figur 5 vorgesehen). In diesem Fall kann das wenigstens eine Gegenkontaktelement 18 von einem in Steckrichtung S vorderen Ende der elektrischen Leiterplatte 20 zurückversetzt angeordnet sein, so dass während des Einfügens der elektrischen Leiterplatte 20 in die primäre Steckschnittstelle 16 zuerst ein mechanischer Kontakt zwischen der elektrischen Leiterplatte 20 und den Kontaktelementen 1 1 , 12 und erst bei einem weiteren Einfügen der elektrischen Leiterplatte 20 der elektrische Kontakt zwischen dem wenigstens einen Gegenkontaktelement 18 und dem wenigstens einen Kontaktelement 11 , 12 hergestellt wird.
An dieser Stelle sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt, dass auch der Gegensteckverbinder 3 selbst ein mehrteiliger Gegensteckverbinder sein kann, der gegebenenfalls wiederum mit den
vorstehenden und nachstehenden Merkmalen ausgestattet sein kann. Dies kann insbesondere vorteilhaft sein, wenn noch wesentlich komplexere Netzwerktopologien 2 aufgebaut werden sollen, wie beispielsweise eine Mesh- oder Baumstruktur.
Zur Ausbildung von komplexeren Netzwerktopologien 2 kann außerdem vorgesehen sein, dass zumindest eine der Steckverbinderkomponenten 7, 9 zumindest einen sekundären Kontaktierungsbereich 21 zur Ausbildung zumindest eines Teils einer sekundären Steckschnittstelle 22 zur Verbindung mit einem weiteren Gegensteckverbinder 3‘ des mehrteiligen Steckverbinders 8 aufweist. Dies ist anhand der Figuren 6 und 7 veranschaulicht. In Figur 6 ist dabei ein noch nicht zusammengefügter Zustand der Steckverbinderkomponenten 7, 9 und in Figur 7 der vollständig montierte mehrteilige Steckverbinder 8 gezeigt.
Beispielhaft ist der Kontaktschluss zwischen den Kontaktelementen 11 , 12 der Steckverbinderkomponenten 7, 9 in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 6 und 7 (also die Verbindungsschnittstelle 10) in dem sekundären Kontaktierungsbereich 21 bzw. in der sekundären Steckschnittstelle 22 ausgebildet, wodurch die sekundäre Steckschnittstelle 22 ähnlich ausgebildet ist wie die primäres Steckschnittstelle 16 des Ausführungsbeispiels der Figuren 4 und 5.
In dem Ausführungsbeispiel der Figuren 6 und 7 überlappen sich der Verbindungsabschnitt 10, der Anschlussbereich 13 und der sekundäre Kontaktierungsbereich 21 , wobei zwischen diesen drei Bereichen und dem primären Kontaktierungsbereich 15 ein freier Zwischenbereich verläuft.
Beispielhaft ist in der Figur 7 außerdem ein entsprechender weiterer Gegensteckverbinder 3‘ zum Einstecken in die sekundäre Steckschnittstelle 22 angedeutet. Der weitere Gegensteckverbinder 3‘ weist beispielhaft ein als Kontaktstift ausgebildetes Gegenkontaktelement 18 auf.
Wiederum rein beispielhaft ist die primäre Steckschnittstelle 16 in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 6 und 7 ohne einen Kontaktschluss ausgebildet, wobei beispielhaft allerdings beide Kontaktelemente 11 , 12 des gemeinsamen Kontaktelementpaars 14 bis in die primäre Steckschnittstelle 16 hineinragen.
Auf ähnliche Weise wie in den Figuren 6 und 7 gezeigt können auch noch weitere sekundäre Kontaktierungsbereiche bzw. sekundäre Steckschnittstellen zur Verbindung mit weiteren Gegensteckverbindern vorgesehenen sein. Das Grundprinzip sollte anhand der Figuren 6 und 7 lediglich beispielhaft verdeutlicht werden.
Die vorherigen Ausführungsbeispiele hatten jeweils einen zweiteiligen Steckverbinder 8 dargestellt, der aus einer ersten Steckverbinderkomponente 7 sowie genau einer weiteren, kompatiblen zweite Steckverbinderkomponente 9 ausgebildet ist. Dies ist allerdings ebenfalls nur rein beispielhaft zu verstehen. Denn es können grundsätzlich beliebig viele kompatible Steckverbinderkomponenten mit der Verbindungsschnittstelle 10 der ersten Steckverbinderkomponente 7 verbindbar sein. Beispielhaft soll dies anhand von Figur 8 verdeutlich werden, in der ein dreiteiliger Steckverbinder 8 in einer Vorderansicht angedeutet
ist. Beispielsweise kann die erste Steckverbinderkomponente 7 weiterhin eine einzelne Verbindungsschale (in Figur 8 eine Unterschale) ausbilden, wohingegen die „Oberschale“ gemeinsam durch zwei kompatible Steckverbinderkomponenten 9, 9‘ bereitgestellt wird. Eine entsprechende Aufteilung kann beispielsweise vorteilhaft sein, wenn eine erste der kompatiblen Steckverbinderkomponenten 9 ausschließlich für eine elektrische Datenübertragung und eine zweite der kompatiblen Steckverbinderkomponenten 9‘ ausschließlich für eine elektrische Energieversorgungsübertragung eingerichtet ist. Jede der Steckverbinderkomponenten 7, 9, 9‘ kann somit mit einer eigenen Leitung 5 verbunden sein (in Figur 8 strichliniert angedeutet).
Anhand der Figuren 9 und 10 sollen nun zwei beispielhafte Varianten zur Herstellung der Kontaktierung zwischen dem Kontaktelement 1 1 der ersten Steckverbinderkomponente 7 und dem kompatiblen Kontaktelement 12 der zweiten Steckverbinderkomponente 9, beispielsweise des mehrteiligen Steckverbinders 8 der Figur 3, dargestellt werden. Die beiden Kontaktelemente 11 , 12 sind hierfür in einer Einzeldarstellung gezeigt. Beispielsweise kann vorgesehen sein, wie bereits erwähnt, dass die Verbindungsrichtung V zur Herstellung der Verbindung winklig, insbesondere orthogonal, zu einer Steckrichtung S der primären Steckschnittstelle 16 verläuft (vgl. Figur 10). Alternativ kann allerdings auch eine in Figur 9 dargestellte Verbindungsrichtung V parallel zu der Steckrichtung S der primären Steckschnittstelle 16 vorgesehen sein.
Anhand der Figuren 11 und 12 soll verdeutlich werden, dass die Verbindungsschnittstellen 10 der Steckverbinderkomponenten 7, 9 auch an einem stirnseitigen bzw. axialen Ende der Steckverbinderkomponenten 7, 9 angeordnet sein können. Eine mantelseitige Verbindung der Steckverbinderkomponenten 7, 9 ist daher im Rahmen der Erfindung nicht unbedingt erforderlich. Der primäre Kontaktierungsbereich 15 kann in diesem Fall vorzugsweise (aber nicht zwingend) jeweils ebenfalls im Bereich der Stirnseite der jeweiligen Steckverbinderkomponente 7, 9 angeordnet sein, so dass vorzugsweise die erste Steckverbinderkomponente 7 und die zweite Steckverbinderkomponente 9 die primäre Steckschnittstelle 16 gemeinsam an dem axialen bzw. stirnseitigen Übergang zwischeneinander auszubilden vermögen.
In Figur 11 wird diesbezüglich beispielhaft eine zylindrische Steckschnittstelle 16 vorgeschlagen, wobei in einer ersten Untervariante das gemeinsame Kontaktelementpaar 14 lediglich ein einziges Kontaktelement 11 aufweist, das in die primäre Steckschnittstelle 16 hineinragt, wobei das kompatible Kontaktelement 12 in Verbindungsrichtung V verläuft, so dass dieses das Kontaktelement 11 im verbundenen Zustand wiederum lateral bzw. radial kontaktiert. In einer alternativen, zweiten Untervariante der Figur 11 kann vorgesehen sein, dass beide Kontaktelemente 1 1 , 12 in die primäre Steckschnittstelle 16 hineinragen (strichliniert angedeutet), wobei sich diese zunächst unmittelbar kontaktieren, bis die Signalweitergabe von dem Gegensteckverbinder 3 übernommen wird (nicht dargestellt).
In Figur 12 ist eine weitere Variante einer stirnseitigen Verbindung der Steckverbinderkomponenten 7, 9 angedeutet, bei der die primäre Steckschnittstelle 16 in einer Vertiefung des mehrteiligen Steckverbinders 8 gebildet wird. Rein beispielhaft ist wiederum zunächst eine unmittelbare Kontaktierung der
Kontaktelemente 11 , 12 in der primären Steckschnittstelle 16 vorgesehen, vergleichbar mit der zweiten Untervariante der Figur 11 .
Es sei erwähnt, dass aus Gründen der besseren Zugänglichkeit zu dem Crimpabschnitt 17 bei den Varianten der Figuren 11 und 12 optional vorgesehen sein kann, beispielsweise den in den Figuren unteren Gehäuseteil der Kontaktträger 23 mehrteilig oder mit einer Zugangsöffnung auszuführen. Beispielsweise kann der in den Figuren 11 und 12 untere Gehäuseteil des Kontaktträgers 23 als Deckelelement ausgebildet sein. Dies ist aber nicht unbedingt erforderlich.
Bei den Kontaktelementen 11 , 12 handelt es sich vorzugsweise um Stanz-Biege-Teile. Diese sind kostengünstig herstellbar und eignen sich zur Verwendung mit dem vorgeschlagenen mehrteiligen Steckverbinder 8 vergleichsweise gut. Grundsätzlich können die Kontaktelemente 11 , 12 allerdings auf beliebige Weise hergestellt sein. Die Erfindung eignet sich also beispielsweise auch zur Verwendung mit Drehteilen.
Anhand der nachfolgenden Figuren 13 bis 18 sollen verschiedene beispielhafte Varianten von Kontaktelementen 11 , 12 und kompatiblen Kontaktelementen 12, 11 zur unmittelbaren Kontaktherstellung zwischen den Steckverbinderkomponenten 7, 9 gezeigt werden. In den Figuren 13 bis 17 sind die Kontaktelemente 11 , 12 beispielhaft in einer Einzeldarstellung gezeigt.
Die Varianten der Figuren 3, 13 und 18 haben gemein, dass das wenigstens eine Kontaktelement 11 , 12 für die Verbindung mit dem jeweils kompatiblen Kontaktelement 12, 11 in der Verbindungsschnittstelle 10 ausgehend von der jeweils kompatiblen Steckverbinderkomponente 9, 7 bzw. deren kompatiblen Kontaktelementen 12, 11 unmittelbar zugänglich und entgegen einer elastischen Rückstellkraft kontaktierbar ist. In dem Ausführungsbeispiel der Figur 3 ist in der primären Steckschnittstelle 16 jeweils nur ein einziges Kontaktelement 11 des Kontaktelementpaars 14 angeordnet, indem das andere Kontaktelement 12 zurückgeschlagen ist, wodurch gleichzeitig auch die Elastizität für die Verbindung in der Verbindungsschnittstelle 10 bewirkt werden kann. In dem Ausführungsbeispiel der Figur 13 sind hingegen jeweils zwei einseitig angebundene Federlaschen 26 und in dem Ausführungsbeispiel der Figur 18 jeweils zwei beidseitig angebundene Federlaschen 26 vorgesehen (in den Ausführungsbeispielen der Figuren 13 und 18 ragen somit jeweils beide Kontaktelemente 11 , 12 eines gemeinsamen Kontaktelementpaares 14 in die primäre Steckschnittstelle 16 hinein).
Eine mögliche Alternative für die Verbindung des wenigstens einen Kontaktelements 11 , 12 mit dem kompatiblen Kontaktelement 12, 11 ist in den Figuren 14 und 15 dargestellt, wobei das Kontaktelement 11 , 12 zangenartig ausgebildet ist, um das kompatible Kontaktelement 12, 11 zumindest abschnittsweise zu umgreifen. Durch ein Aufspreizen des zangenartigen Kontaktelements 11 , 12 kann hierdurch ebenfalls eine durch die elastische Rückstellkraft unterstützte, mechanisch stabile Kontaktierung erfolgen.
Eine weitere, beispielhafte Kontaktierungsmöglichkeit ist anhand der Figuren 16 und 17 dargestellt, wobei das Kontaktelement 11 , 12 stiftartig ausgebildet ist, um das kompatible Kontaktelement 12, 1 1 in einer Kontaktaufnahme 27 zu kontaktieren. Optional können die in der vergrößerten Darstellung der Figur 17 gut erkennbaren elastischen Kontaktfedern 28 entlang des Außenumfangs des stiftartig ausgebildeten Kontaktelements 11 , 12 vorgesehen sein.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass gegebenenfalls auch die Kontaktelemente 11 und 1 1 ‘ oder 12 und 12‘ einer einzigen Steckverbinderkomponente 7, 9 miteinander elektrisch verbunden sein können, wie in Figur 25 für die Kontaktelemente 11 , 11 ‘ der Steckverbinderkomponente 7 angedeutet. Beispielsweise können zwei elektrischen Kontaktelemente 11 und 11 ‘ oder 12 und 12‘ derselben Steckverbinderkomponente 7, 9, die gemeinsam für eine differenzielle Signalübertragung verwendbar sind (z. B. Kontaktelement 11 Data+ und Kontaktelement 11 ‘
Data-), mittels einer elektrischen Verbindung E (vgl. strichliniert in Figur 25) in der Steckverbinderkomponente 7, 9 miteinander verbunden sein, um eine elektrische Terminierung für die differenzielle Signalübertragung bereitzustellen.
Zur Bereitstellung einer verliersicheren Fixierung der Kontaktelemente 11 , 12 in dem Kontaktträger 23, insbesondere in lateraler Richtung, soll anhand der Figuren 19 bis 20 eine beispielhafte Rastmöglichkeit dargestellt werden, wobei Kontakthalteclips 29 vorgesehen sein können, die die Kontaktelemente 11 oder 12 zumindest abschnittsweise seitlich bzw. in Umfangsrichtung umgreifen, um ein Herausfallen aus der zugeordneten Kontaktkammer bzw. der zugeordneten Kontaktnut zu verhindern. Figur 20 zeigt einen entsprechenden Querschnitt entlang der in Figur 19 gezeigten Schnittlinie zur weiteren Verdeutlichung.
In den Figuren 21 und 22 soll beispielhaft eine weitere Möglichkeit zur lateralen (und axialen) Fixierung der Kontaktelemente 11 und 12 in einem jeweiligen elektrisch isolierenden Kontaktträger 23 vorgestellt werden. Der Kontaktträger 23 vermag die Kontaktelemente 11 , 12 aufzunehmen und vorzugsweise zumindest in Richtung der anderen Steckverbinderkomponente 7, 9 verliersicher zu fixieren. Hierfür können die in den Figuren 21 und 22 gut erkennbaren, krallenförmigen Bereiche entsprechender Rastlaschen 24 des Kontaktelements 11 , 12 verwendet werden, die sich schließlich in einer korrespondierenden Rastaufnahme 25 in dem isolierenden Kontaktträger 23 verkrallen (vgl. Figur 22). Weitere alternative oder zusätzliche Maßnahmen sind aber selbstverständlich ebenfalls im Rahmen der Erfindung denkbar.
Auch eine axiale Fixierung der Kontaktelemente 11 , 12 in dem Kontaktträger 23, insbesondere ergänzend zu einer lateralen Fixierung, kann selbstverständlich vorgesehen sein.
Zur Verdeutlichung, dass sich die Erfindung auch für die Verwendung mit einem geschirmten mehrteiligen Steckverbinder 8 eignen kann, sind in den Figuren 23 bis 25 entsprechende Steckverbinderkomponenten 7, 9 mit einem jeweiligen Außenleiterkontaktelement 31 , 31 ‘ dargestellt. In Figur 23 ist der geschirmte mehrteilige Steckverbinder 8 in einer perspektivischen Darstellung, in Figur 24 in einer Seitenansicht und in Figur 25 in einer Querschnittsdarstellung gezeigt.
Das jeweilige Außenleiterkontaktelement 31 , 31 ‘ verläuft im Querschnitt seitlich um die Steckverbinderkomponente 7, 9 zumindest teilweise umlaufend (zumindest im Wesentlichen U-förmig), wodurch das wenigstens eine Kontaktelement 11 , 12 für die Verbindung mit dem kompatiblen Kontaktelement 12, 11 mantel- bzw. längsseits der Steckverbinderkomponente 7, 9 weiterhin zugänglich bleibt. Alternativ könnte beispielsweise auch ein umfangsseitig zumindest nahezu vollständig geschlossenes (hülsenförmiges) Außenleiterkontaktelement vorgesehen sein, das Aussparungen bzw. Fenster aufweist, um die Zugänglichkeit zu den Kontaktelementen 11 , 12 zu gewährleisten.
Wie anhand der Figuren 24 und 25 gut erkennbar, können die Außenleiterkontaktelemente 31 , 31 ‘ eine Kombination aus Kontaktlaschen 32 und Kontakttaschen 33 aufweisen, um eine gegenseitige elektrische und mechanische Verbindung auszubilden und den Außenleiterschirm umfangsseitig zu schließen, wenn die Steckverbinderkomponenten 7, 9 miteinander verbunden sind.
Zusätzlich oder alternativ zu der Verwendung von einem Außenleiterkontaktelement 31 , 31 ‘ pro Steckverbinderkomponente 7, 9 kann vorgesehen sein, dass auf den vollständig montierten mehrteiligen Steckverbinder 8 abschließend eine Außenleiterhülse 34, beispielsweise die in Figur 23 angedeutete Crimp- hülse 34, aufgebracht wird, wodurch eine optimierte mechanische Fixierung an einem Kabelschirm, sowie ein Kabelzugabfang bereitgestellt werden können. Die Außenleiterhülse 34 kann sich grundsätzlich über eine beliebige Länge entlang des mehrteiligen Steckverbinders 8 erstrecken (ggf. auch über die volle axiale Länge). Es können außerdem auch mehrere Außenleiterhülsen 34 vorgesehen sein. Die Montage der Außenleiterhülse 34 kann kabelseitig oder steckseitig erfolgen.
Die zuvor beschriebenen jeweiligen Kontaktelemente 1 1 , 12 waren in der Verbindungsschnittstelle 10 der Steckverbinderkomponente 7, 9 jeweils unmittelbar von dem jeweiligen kompatiblen Kontaktelement 12, 11 kontaktierbar. Anhand der Figuren 26 und 27 soll eine weitere Möglichkeit für einen Kontaktschluss zwischen Kontaktelement 1 1 , 12 und kompatiblem Kontaktelement 12, 1 1 dargestellt werden. Denn als Alternative zu einer unmittelbaren Kontaktierung kann beispielsweise auch eine mittelbare Kontaktierung zwischen Kontaktelement 1 1 , 12 und kompatiblem Kontaktelement 12, 1 1 erfolgen, indem eine separate Kontaktbrücke 35 in den mehrteiligen Steckverbinder 8 eingefügt wird. Die Kontaktierung der Kontaktelemente 11 , 12 durch die Kontaktbrücke 35 wird anhand von Figur 26 in der Querschnittsdarstellung gut veranschaulicht.
Zur Sicherung von Kontaktelementen 11 , 12 in einem Steckverbinder kommt häufig eine so genannte Sekundärsicherung zum Einsatz. Eine solche kann grundsätzlich auch in den vorliegend vorgeschlagenen Steckverbinderkomponenten 7, 9 vorgesehen sein. Zwei vorteilhafte Varianten sollen anhand der Figuren 28 bis 31 verdeutlicht werden.
Wie sich anhand der Figuren 28 und 29 ergibt, kann vorgesehen sein, dass die Kontaktelemente 11 , 12 der Steckverbinderkomponente 7, 9 und die kompatiblen Kontaktelemente 12, 11 der kompatiblen Steckverbinderkomponente 9, 7 mittels einer gemeinsamen, separaten Sekundärsicherung 36 mechanisch
gesichert werden. Die separate Sekundärsicherung 36 ist vorzugsweise ein elektrisch isolierendes Bauteil, das einen oder mehrere Sicherungsschenkel 37 aufweist, die in entsprechende Aufnahmen 38 in dem Kontaktträger 23 einfügbar sind, um die jeweiligen Kontaktelemente 11 , 12 formschlüssig zu sichern (vgl. insbesondere die Schnittdarstellung in Figur 29). An den freien Enden weisen die Sicherungsschenkel außerdem jeweils geeignete Rastvorsprünge 39 zur Verrastung mit dem Kontaktträger 23 auf.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die vorstehend beschriebene Kontaktbrücke 35 und die separate Sekundärsicherung 36 durch ein gemeinsames Bauteil ausgebildet werden. Beispielsweise kann die Kontaktbrücke 35 hierfür ausgebildet sein, zusätzlich zu der elektrischen Kontaktierung der Kontaktelemente 11 , 12 einen Formschluss für die Fixierung der Kontaktelemente 11 , 12 auszubilden.
Als Alternative zu einer gemeinsamen, separaten Sekundärsicherung 36 kann auch vorgesehen sein, dass die Steckverbinderkomponenten 7, 9, vorzugsweise jeweilige Kontaktträger 23, gegenseitige Sekundärsicherungen ausbilden. Hierzu kann beispielsweise ein am Kontaktträger 23 der ersten Steckverbinderkomponente 7 ausgebildetes Sekundärsicherungselement 40 wenigstens eines der Kontaktelemente 12 der zweiten Steckverbinderkomponente 9 und ein am Kontaktträger 23 der zweiten Steckverbinderkomponente 9 ausgebildetes Sekundärsicherungselement 40‘wenigstens eines der Kontaktelemente 11 der ersten Steckverbinderkomponente 7 mechanisch sichern (vgl. Zusammenschau der Figuren 30 und 31). Die Bereitstellung und Montage einer separaten Sekundärsicherung 36 kann daher entfallen, was die Montage des mehrteiligen Steckverbinders 8 weiter vereinfachen kann.
In den vorhergehenden Ausführungsbeispielen wurde für die Kontaktierung der Kontaktelemente 11 , 12 in der Verbindungsschnittstelle 10 jeweils vorgeschlagen, die Kontaktelemente 11 , 12 gleichzeitig mit dem Zusammenfügen der Steckverbinderkomponenten in derselben Bewegungsrichtung aufeinander aufzusetzen. Das heißt, ein Kontaktrichtungsvektor K der Kontaktierung der Kontaktelementpaare 14 verlief parallel zu der Verbindungsrichtung V bzw. dem Flächenvektor der Mantelseite der Steckverbinderkomponente 7, 9 (vgl. z. B. Figur 6). Alternativ kann allerdings auch eine seitliche, nebeneinander angeordnete Kontaktierung der Kontaktelemente 11 , 12 vorgesehen sein, wie anhand der Figuren 32 und 33 gezeigt. Der Kontaktrichtungsvektor K der Kontaktierung der Kontaktelementpaare 14 verläuft daher winklig, vorzugsweise orthogonal, zu der Verbindungsrichtung V.
Anhand der Figuren 34 und 35 sollen nun beispielhafte noch zwei weitere Möglichkeiten zur Ausbildung der primären Kontaktierungsbereiche 15 für die Kontaktierung mit dem jeweiligen Gegenkontaktelement 18 des Gegensteckverbinders 3 vorgestellt werden.
Wie in Figur 34 dargestellt, kann die Kontaktierung mit den Gegenkontaktelementen 18 beispielsweise stirnseitig über flächige Kontaktstellen 41 der Kontaktelemente 11 erfolgen. Hierzu können die Kontaktelemente 11 insbesondere auf die Stirnseite der jeweiligen Steckverbinderkomponente 7, 9, 9‘ umgelegt sein. Dabei kann bewusst ein gewisser axialer Federweg vorgesehen sein, um im kontaktierten Zustand mit dem Gegenkontaktelement 18 einen geeigneten, federkraftbasierten Kontaktdruck bereitzustellen.
Die Verbindungsschnittstelle 10 kann bei der in Figur 34 vorgeschlagenen Weiterbildung im Bereich des am axialen Ende bzw. an der Stirnseite angeordneten, primären Kontaktbereichs 15 vorgesehen sein.
Die Verbindungsschnittstelle 10 kann aber beispielsweise auch außerhalb des primären Kontaktierungsbereichs 15 vorgesehen sein, z. B. in einem mittleren axialen Abschnitt oder in dem Anschlussbereich 13.
Figur 35 zeigt eine Weiterbildung des mehrteiligen Steckverbinders 8, bei der die Kontaktelemente 11 um die Stirnseite bzw. um das axiale Ende der jeweiligen Steckverbinderkomponente 7, 9, 9‘ bzw. um deren Kontaktträger 23 umgeschlagen sind, so dass eine radiale bzw. laterale Kontaktierung mit den Gegen- kontaktelementen 18 im Bereich der Außenmantelflächen der Steckverbinderkomponenten 7, 9, 9‘ erfolgen kann.
Abschließend soll anhand von Figur 36 noch beispielhaft verdeutlicht werden, dass der isolierende Kontaktträger 23 auch mechanische Führungsmittel aufweisen kann, beispielsweise die in Figur 36 darge- stellte Führungserhebung 44 und das strichliniert angedeutete, korrespondierende Gegenführungsmittel in Form einer innenwandseitigen Führungsnut 45, um die Verbindung mit der kompatiblen Steckverbinderkomponente 7, 9 entlang eines definierten Verbindungspfades vorzugeben.