EP4705146A1 - Verfahren zur ansteuerung von frontscheinwerfern eines fahrzeugs - Google Patents
Verfahren zur ansteuerung von frontscheinwerfern eines fahrzeugsInfo
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- EP4705146A1 EP4705146A1 EP24729757.5A EP24729757A EP4705146A1 EP 4705146 A1 EP4705146 A1 EP 4705146A1 EP 24729757 A EP24729757 A EP 24729757A EP 4705146 A1 EP4705146 A1 EP 4705146A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren (1) zur Ansteuerung von Frontscheinwerfern (2) eines Fahrzeugs (3), wobei jeder Frontscheinwerfer (2) über eine Mehrzahl an möglichen Entblendbereichen (4) verfügt. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl der ausgewählten Entblendbereiche (4) durch einen Fahrer ausgewählt und/oder an ein ausgewähltes Fahrprogramm angepasst werden. Die Erfindung betrifft weiterhin einen Frontscheinwerfer für ein Fahrzeug (3) zur Durchführung des Verfahrens.
Description
Verfahren zur Ansteuerung von Frontscheinwerfern eines Fahrzeugs
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ansteuerung von Frontscheinwerfern eines Fahrzeugs. Die Erfindung betrifft außerdem einen Frontschweinwerfer zur Durchführung des Verfahrens.
In Scheinwerfern, insbesondere Frontscheinwerfern, können einzelne Entblendbereiche beliebig festgelegt werden.
Aus der US 9 764683 B2 ist eine Scheinwerfervorrichtung für ein Kraftfahrzeug bekannt. Diese umfasst eine segmentierte Lichtquelle, die über einzeln abschaltbare Lichtquellensegmente zur Erzeugung eines blendfreien Fernlichts mit Hilfe eines automatischen Abblendsystems verfügt. Die Scheinwerfervorrichtung ist so konfiguriert, dass durch Deaktivierung einzelner Lichtquellensegmente ein oder mehrere Bereiche in der Hauptlichtverteilung der Scheinwerfervorrichtung gezielt unterdrückt werden können. Jedes Lichtquellensegment beleuchtet im aktivierten Zustand einen Hauptlichtsegmentbereich mit einer jeweils voreingestellten Breite in der Hauptlichtverteilung des Scheinwerfers. Die Breite des Fernlichtsegmentbereichs wird im Hauptlichtsegmentbereich abhängig von einer zu erwartenden durchschnittlichen Dynamik von Objekten voreingestellt, um eine Blendung unter normalen Verkehrsbedingungen zu vermeiden.
Nachteilig entstehen durch die einzelnen deaktivierten Lichtquellensegmente einzelne sogenannte „Tunnel“, welche sich auf die Wahrnehmung des Fahrers auswirken. Insbesondere haben diese einzelnen „Tunnel“ einen Einfluss auf die Erlebbarkeit beim Fahren. Hierbei haben unterschiedliche Fahrer unterschiedliche Vorlieben. Insbesondere
kann die Einstellung der Frontscheinwerfer nicht durch den Fahrer selbst bestimmt werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren und einen Frontscheinwerfer anzugeben, welche die vorgenannten Nachteile überwinden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen im Anspruch 1, und hier insbesondere im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den hiervon abhängigen Unteransprüchen. Es ist außerdem ein Frontschweinwerfer für ein Kraftfahrzeug beschrieben.
Im Kern des erfindungsgemäßen Verfahrens kann eine Anzahl der ausgewählten Entblendbereiche durch einen Fahrer ausgewählt und/oder an ein ausgewähltes Fahrprogramm angepasst werden. Dadurch können die Wünsche unterschiedlicher Fahrer berücksichtigt werden. Dies ist insbesondere bei hochauflösenden Scheinwerfern vorteilhaft, welche eine Vielzahl an Entblendbereichen aufweisen können. Der Fahrer kann dabei entweder selbst, beispielsweise hinterlegte Programme, auswählen, um eine gewünschte Anzahl an Entblendbereichen zu gewährleisten. Des Weiteren kann die Anzahl der ausgewählten Entblendbereiche an ein ausgewähltes Vorprogramm angepasst sein, beispielsweise in dem erkannt wird, ob sich das Fahrzeug auf einer Landstraße, auf einer Autobahn oder innerorts befindet. Des Weiteren können die Fahrzeuggeschwindigkeit sowie der Fahrstil des Fahrers berücksichtigt werden.
Das Verfahren ist zur Ansteuerung von Frontscheinwerfern eines Fahrzeugs ausgebildet, wobei jeder Frontscheinwerfer über eine Mehrzahl an möglichen Entblendbereichen verfügt. Das Verfahren kann beispielsweise dann eingesetzt werden, wenn mit aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren bzw. Vorrichtungen das Lichtbild eines Fernlichts bei einer hohen Anzahl an Entblendbereichen unruhig erscheint. Dadurch, dass auf die unterschiedlichen Bedürfnisse des Fahrers eingegangen werden kann, kann eine Einstellung gefunden werden, welche für den Fahrer angenehm ist.
Bevorzugt kann die Anzahl der Entblendbereiche bis 120 pro Frontscheinwerfer betragen. Dadurch ist eine sehr individuelle Einstellung jedes einzelnen Frontscheinwerfers möglich. Es kann dabei eine Vielzahl an sogenannten „Tunneln“ bereitgestellt werden, wobei auch
eine höhere Nutzungsgrad des Fernlichts resultiert, da einzelne Objekte nicht zusammengeschaltet werden müssen.
Gemäß einer sehr vorteilhaften Weiterbildung der Idee kann es dabei vorgesehen sein, dass einzelne Objekte selektiv ausgeleuchtet werden können, und zumindest ein Entblendbereich zwischen den Objekten liegt. Dadurch kann beispielsweise ein großer Lichtkegel vermieden werden. Des Weiteren kann ein Ausleuchten eines unerwünschten Bereichs zwischen zwei Objekten vermieden werden.
Dabei kann es gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, dass in Abhängigkeit des Fahrprogramms zwischen 10 und 120 Entblendbereiche ausgewählt werden können. Insbesondere bei hochauflösenden Scheinwerfertechnologien ist es möglich, bis zu 120 Entblendbereiche bereitzustellen. Es kann ebenso möglich sein, mehr als 120 Entblendbereiche bei einer gewissen Ausgestaltung von Scheinwerfern bereitzustellen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann es vorsehen, dass das Fahrprogramm einen Eco-Modus, einen Normal-Modus und einen Dynamic-Modus umfasst, wobei in dem Eco- Modus 10 Entblendbereiche, in dem Normal-Modus 30 Entblendbereiche und in dem Dynamic-Modus 120 Entblendbereiche ausgewählt werden können. Dadurch ist es beispielsweise möglich, in dem Dynamic-Modus 120 sogenannte „Tunnel“ an unterschiedlichen Positionen auszubilden. In einem Normal-Modus können dadurch beispielsweise 30 „Tunnel“ ausgeformt sein, und in einem Eco-Modus 10 individuelle „Tunnel“. Selbstverständlich können andere Modi bereitgestellt werden, für welche eine unterschiedliche Anzahl an Entblendbereichen bereitgestellt werden kann. Beispielsweise kann ein Eco-Modus ebenso 5-20 Entblendbereiche umfassen, ein Normal-Modus 20-70 Entblendbereiche, und ein Dynamic-Modus 70-120 Entblendbereiche.
Gemäß einer sehr vorteilhaften Weiterbildung der Idee kann es dabei vorgesehen sein, dass die Entblendbereiche über eine Applikation ausgewählt werden. Bei der Applikation kann es sich beispielsweise um eine App handeln, die mit dem Fahrzeug verbunden ist. Die Daten können dabei in einer Cloud bereitgestellt werden. Die App kann beispielsweise auf einem Mobiltelefon oder einem Tablett bedient werden. Ebenso kann die App im Fahrzeug selbst integriert und durch eine Anwendung im Fahrzeug, insbesondere auf dem Display, angesteuert werden. Über die App kann der Fahrer
beispielsweise ein Fahrprogramm oder eine Anzahl an gewünschten Entblendbereichen selbst auswählen.
Dabei kann es gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung vorgesehen sein, dass die Entblendbereiche in Abhängigkeit der Fahrstrecke ausgewählt werden. Sind beispielsweise GPS-Daten hinterlegt, so kann anhand des für die Route optimalen Fahrprogramms eine Anzahl an erforderlichen Entblendbereichen, insbesondere abhängig von einem individuellen Fahrer, zur Verfügung gestellt werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann es vorsehen, dass es sich bei den Frontscheinwerfer um DMD-Scheinwerfer oder pLED-Scheinwerfer handelt. Mit derartigen Scheinwerfern kann besonders vorteilhaft eine Vielzahl an Entblendbereichen umgesetzt werden.
Die Erfindung betrifft weiterhin einen Frontscheinwerfer für ein Fahrzeug zur Durchführung des Verfahrens, wobei der Frontscheinwerfer des Fahrzeugs eine Mehrzahl an Entblendbereiche aufweist, die vom Fahrer auswählbar oder an ein Fahrprogramm koppelbar sind. Für den Frontscheinwerfer gelten dieselben Merkmale und Vorteile, wie bezüglich des Verfahrens beschrieben. Insbesondere kann der Frontscheinwerfer derart ausgeformt sein, dass dieser die unterschiedlichen Verfahrensmerkmale umsetzen kann.
Die Erfindung kann weiterhin ein Fahrzeug mit einem derartigen Frontscheinwerfer aufweisen. Des Weiteren kann die Erfindung ein Fahrzeug umfassend, das zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie des erfindungsgemäßen Frontscheinwerfers ergeben sich auch aus dem Ausführungsbeispiel, welches nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figur näher dargestellt ist.
Dabei zeigen:
Fig. 1 Ein Fahrzeug bei der Durchführung des Verfahrens in einer möglichen Ausführungsform.
In der Darstellung der Fig. 1 ist eine mögliche Ausführungsform des Verfahrens 1 dargestellt. Das Verfahren 1 ist zur Ansteuerung von Frontscheinwerfer 2 eines
Fahrzeugs 3 ausgebildet, wobei jeder Frontscheinwerfer 2 über eine Mehrzahl an möglichen Entblendbereichen 4 verfügt. In der dargestellten Ausführungsform ist ein Entblendbereich 4 dargestellt, der auf ein entgegenkommendes Fahrzeug gerichtet ist. Dieser Entblendbereich 4 kann beispielsweise durch den Fahrer selbst ausgewählt und/oder an ein ausgewähltes Vorprogramm angepasst werden.
Das Fahrzeug 3 verfügt insbesondere über hochauflösende Scheinwerfertechnologie, wie beispielsweise DMD-Scheinwerfer oder pLED-Scheinwerfer, sodass die Frontscheinwerfer 2 eine Vielzahl an Entblendbereichen 4 umsetzen können. Bevorzugt können beispielsweise bis zu 120 Entblendbereiche 4 pro Frontscheinwerfer 2 umfasst sein. Dadurch können beispielsweise unterschiedliche Modi wie ein Eco-Modus, ein Normal-Modus sowie ein Dynamic-Modus in dem Fahrzeug 3 hinterlegt sein, welche jeweils eine unterschiedliche Anzahl an Entblendbereichen 4 zugeordnet ist.
Die beiden Frontscheinwerfer 2 können synchron zueinander reagieren, wobei jeweils dieselben Entblendbereiche 4 ausgewählt werden. Des Weiteren kann jeder Frontscheinwerfer 2 separat angesteuert werden, um eine individuelle Ausleuchtung zu erreichen. Die jeweilige Auswahl der Entblendbereiche 4 kann dabei vom Fahrer selbst erfolgen, beispielsweise über eine App im Fahrzeug 3 oder eine App auf einem Smartphone oder Tablett. Des Weiteren kann die Auswahl der Entblendbereiche 4 an die hinterlegten Fahrprogramme angepasst sein. Ist folglich ein Fahrprogramm ausgewählt, so wird die entsprechende Anzahl an Entblendbereichen 4 zur Verfügung gestellt.
Der dargestellte Entblendbereich 4 in Figur 1 ist lediglich beispielhaft, wobei selbstverständlich eine Mehrzahl derartiger Entblendbereiche 4 ausgebildet werden kann, wenn unterschiedliche Objekte in einem sogenannten „Tunnel“ dargestellt werden sollen.
Claims
1. Verfahren (1) zur Ansteuerung von Frontscheinwerfern (2) eines Fahrzeugs (3), wobei jeder Frontscheinwerfer (2) über eine Mehrzahl an möglichen Entblendbereichen (4) verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl der ausgewählten Entblendbereiche (4) durch einen Fahrer ausgewählt und/oder an ein ausgewähltes Fahrprogramm angepasst werden.
2. Verfahren (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Entblendbereiche (4) bis 120 pro Frontscheinwerfer (2) beträgt.
3. Verfahren (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Objekte selektiv ausgeleuchtet werden können, und zumindest ein Entblendbereich (4) zwischen den Objekten liegt.
4. Verfahren (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit des Fahrprogramms zwischen 10 und 120 Entblendbereiche (4) ausgewählt werden können.
5. Verfahren (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Fahrprogramm einen Eco-Modus, einen Normal-Modus und einen Dynamic- Modus umfasst, wobei in dem Eco-Modus 10 Entblendbereiche (4), in dem Normal- Modus 30 Entblendbereiche (4) und in dem Dynamic-Modus 120 Entblendbereiche (4) ausgewählt werden können.
6. Verfahren (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Entblendbereiche (4) über eine Applikation ausgewählt werden.
7. Verfahren (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entblendbereiche (4) in Abhängigkeit der Fahrstrecke ausgewählt werden.
8. Verfahren (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Frontscheinwerfer (2) um DMD-Scheinwerfer oder pLED- Scheinwerfer handelt.
9. Frontscheinwerfer (2) für ein Fahrzeug (3) zur Durchführung des Verfahrens (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Frontscheinwerfer (2) eine Mehrzahl an Entblendbereichen (4) aufweist, die vom Fahrer auswählbar oder an ein Fahrprogramm koppelbar sind.
Applications Claiming Priority (2)
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| DE102023002629.8A DE102023002629A1 (de) | 2023-06-28 | 2023-06-28 | Verfahren zur Ansteuerung von Frontscheinwerfern eines Fahrzeugs |
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