EP4701617A1 - Verfahren zur färbung von keratinfasern, umfassend die anwendung eines färbemittels mit chitosan und farbgebender verbindung und die anwendung eines nachbehandlungsmittels mit proteinhydrolysat und/oder aminosäure - Google Patents

Verfahren zur färbung von keratinfasern, umfassend die anwendung eines färbemittels mit chitosan und farbgebender verbindung und die anwendung eines nachbehandlungsmittels mit proteinhydrolysat und/oder aminosäure

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EP4701617A1
EP4701617A1 EP24706103.9A EP24706103A EP4701617A1 EP 4701617 A1 EP4701617 A1 EP 4701617A1 EP 24706103 A EP24706103 A EP 24706103A EP 4701617 A1 EP4701617 A1 EP 4701617A1
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colorant
dye
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Sabrina SEIFERT
Torsten LECHNER
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Henkel AG and Co KGaA
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Abstract

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die (1) Anwendung eines Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern, welches enthält (F-1) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat, und (F-2) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und der direktziehenden Farbstoffe, (2) Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern, welches enthält (N-1) mindestens ein Proteinhydrolysat und/oder eine Aminosäure.

Description

Verfahren zur Färbung von Keratinfasern, umfassend die Anwendung eines Färbemittels mit Chitosan und farbgebender Verbindung und die Anwendung eines Nachbehandlungsmittels mit Proteinhydrolysat und/oder Aminosäure
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welches die Anwendung eines Färbemittels (F) und die Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) umfasst. Hierbei enthält das Färbemittel (F) mindestens ein Chitosan (F-1) und mindestens eine farbgebende Verbindung (F-2) aus der Gruppe der Pigmente und der direktziehenden Farbstoffe. Das Nachbehandlungsmittel (N) enthält mindestens ein Proteinhydrolysat und/oder mindestens eine Aminosäure.
Ein zweiter Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist eine Mehrkomponenten-Verpackungs- einheit (Kit-of-parts), welche in getrennt konfektionierten Containern das zuvor beschriebene Färbemittel (F) und das Nachbehandlungsmittel (N) enthält.
Ein dritter Gegenstand dieser Anmeldung ist die Verwendung des zuvor beschriebenen Nachbehandlungsmittels (N) zur Verbesserung des Farberhalts eines Färbemittels (F) auf keratinischen Fasern.
Die Veränderung von Form und Farbe von keratinischen Fasern, insbesondere von menschlichen Haaren, stellt einen wichtigen Bereich der modernen Kosmetik dar. Zur Veränderung der Haarfarbe kennt der Fachmann je nach Anforderung an die Färbung diverse Färbesysteme. Für permanente, intensive Färbungen mit guten Echtheitseigenschaften und guter Grauabdeckung werden üblicherweise Oxidationsfärbemittel verwendet. Solche Färbemittel enthalten Oxidationsfarbstoffvorprodukte, sogenannte Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten, die unter dem Einfluss von Oxidationsmitteln wie beispielsweise Wasserstoffperoxid untereinander die eigentlichen Farbstoffe ausbilden. Oxidationsfärbemittel zeichnen sich durch sehr langanhaltende Färbeergebnisse aus.
Bei dem Einsatz von direktziehenden Farbstoffen diffundieren bereits fertig ausgebildete Farbstoffe aus dem Färbemittel in die Haarfaser hinein. Im Vergleich zur oxidativen Haarfärbung weisen die mit direktziehenden Farbstoffen erhaltenen Färbungen eine geringere Haltbarkeit und schnellere Auswaschbarkeit auf. Färbungen mit direktziehenden Farbstoffen verbleiben üblicherweise für einen Zeitraum zwischen 5 und 20 Haarwäschen auf dem Haar. Für kurzzeitige Farbveränderungen auf dem Haar und/oder der Haut ist der Einsatz von Farbpigmenten bekannt. Unter Pigmenten oder Farbpigmenten werden im Allgemeinen unlösliche, farbgebende Substanzen verstanden. Diese liegen ungelöst in Form kleiner Partikel in der Färbeformulierung vor und lagern sich lediglich von außen auf den Haarfasern und/oder der Hautoberfläche ab. Daher lassen sie sich in der Regel durch einige Wäschen mit tensidhaltigen Reinigungsmitteln wieder rückstandslos entfernen. Unter dem Namen Haar-Mascara sind verschiedene Produkte dieses Typs auf dem Markt erhältlich.
Die Färbung mit Pigmenten bietet verschiedene wesentliche Vorteile. Da die Pigmente sich lediglich von außen an die Keratinmaterialen, insbesondere an die Haarfasern, anlagern, lassen sich nicht mehr erwünschte Färbungen schnell und einfach rückstandslos entfernen und bieten dem Anwender auf diese Weise die Möglichkeit, unmittelbar und ohne großen Aufwand zu seiner Ursprungshaarfarbe zurückkehren zu können. Insbesondere für die Konsumenten, die ihre Haare nicht regelmäßig nachfärben möchten, ist dieser Färbeprozess daher besonders attraktiv.
Neben diesen vielen Vorteilen besitzt das auf Pigmenten basierende Färbesystem auch einige Nachteile, die in der geringen Eindringtiefe der Pigmente in das keratinische Material begründet sind. Da die Pigmente nicht in die Keratinfaser hinein diffundieren, sondern sich lediglich in Form einer Hülle bzw. eines Films an der Außenseite der Faser ablagern, ist die Waschechtheit der mit diesem System erzeugten Färbungen nach wie vor verbesserungsbedürftig. In verschiedenen Arbeiten wurde versucht, das oder die Pigmente über filmbildende Materialien, meist Polymere, beständiger an die Oberfläche des Haares zu binden.
So beschäftigt sich beispielsweise DE 19847883 A1 damit, pigmentbasierte Färbungen über Färbemittel zu verwirklichen, die mindestens ein Chitosan und ein Pigment enthalten. Durch Kombination der Pigmente mit Chitosan sollte die Abriebfestigkeit der Färbungen verbessert werden. Der große Vorteil von Chitosanen als filmbildenden Materialien liegt darin, dass diese auf Biopolymeren basieren und sie daher eine verbesserte ökologische Verträglichkeit und Abbaubarkeit besitzen. Da viele Anwender ein steigendes Interesse an Produkten mit nachhaltigen oder nachwachsenden Rohstoffen zeigen, rückt der Einsatz von Biopolymeren zunehmend in den Fokus.
In weiteren Arbeiten, die in JP2001089335 A beschrieben werden, wurden Haare mit der Kombination aus Polysacchariden, Chitosanen und farbgebenden Verbindungen gefärbt. Als farbgebende Verbindungen wurden in diesem Fall keine Pigmente, sondern Säurefarbstoffe eingesetzt. Säurefarbstoffe werden zur Erzielung einer ausreichend hohen Farbintensität in der Regel in Kombination mit Lösungsmitteln eingesetzt, da die Lösungsmittel die Penetration der Säurefarbstoffe in die Haarfaser hinein verstärken. Allerdings sind Säurefarbstoffe auch dafür bekannt, dass sie eine sehr starke Hautanfärbung besitzen. In Anwesenheit von Lösungsmitteln wird diese Hautanfärbung oft noch weiter verstärkt. Die mit Pigment/Farbstoff und Chitosan erhaltenen Färbungen besitzen immer noch Nachteile im Hinblick auf ihre Waschechtheit. Auch das Erzielen von gleichmäßigen Färbungen über die gesamte Haarlänge kann noch nicht als optimal bezeichnet werden, da die Haltbarkeiten der Filme auf verschiedenen Haarpartien, insbesondere in den Bereichen am Ansatz und in den Spitzen, unterschiedlich sein können.
Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Anmeldung, ein Färbemittel bereitzustellen, welches farbgebende Verbindungen über einen Film an die Oberfläche von Keratinfasern bindet und mit welchem sich intensive Färbungen mit verbesserter Waschechtheit erzielen lassen. Die Färbung sollte unter Zuhilfenahme von Biopolymeren erfolgen, und die auf diese Weise gefärbten Keratinfasern oder Haare sollten sich nicht belegt oder fettig anfühlen und einen gepflegten Glanz aufweisen. Auch das Schwungverhalten der Keratinfasern sollte nicht negativ beeinflusst werden.
Gleichzeitig sollten die Färbemittel eine möglichst geringe Hautanfärbung besitzen. Bei Anwendung der Mittel in einem Färbeverfahren sollten intensive Färbeergebnisse mit guten Echtheitseigenschaften, insbesondere einer guten Waschechtheit, und gutem Farberhalt erzielt werden.
Überraschenderweise hat sich nun herausgestellt, dass keratinische Fasern, die in einem ersten Schritt durch Anwendung eines Färbmittels mit Chitosan und Pigment bzw. Farbstoff gefärbt wurden, sich besonders dann durch eine verbesserte Waschechtheit auszeichnen, wenn in einem Folgeschritt ein Nachbehandlungsmittel mit mindestens einem Proteinhydrolysat und/oder einer Aminosäure angewendet wird.
Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die
(1) Anwendung eines Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern, welches enthält
(F-1) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat, und
(F-2) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe aus Pigmenten und direktziehenden Farbstoffen,
(2) Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern, welches enthält
(N-1) mindestens ein Proteinhydrolysat und/oder mindestens eine Aminosäure.
In Schritt (1) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Färbemittel auf die Keratinfasern appliziert, welches Chitosan (F-1) und die farbgebende Verbindung (F-2) enthält. Die auf Schritt (1) folgende Folgeanwendung (2) umfasst die Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N), das mindestens ein Proteinhydrolysat und/oder eine Aminosäure (N-1) enthält. Wenn das Färbemittel im Sinne eines Rinse-off Produktes angewendet wird und nach der Färbung wieder ausgewaschen wird, kann das erfindungsgemäße Nachbehandlungsmittel (N) zum Auswaschen des Färbemittels eingesetzt werden. In diesem Fall liegt zwischen den Schritten (1) und (2) nur ein Zeitraum von Minuten bis wenigen Stunden. Wenn das Nachbehandlungsmittel zusätzlich zur Aminosäure bzw. zum Proteinhydrolysat auch ein oder mehrere Tenside enthält, kann der Anwender auch die nachfolgenden Haarwäschen mit diesem Nachbehandlungsmittel vornehmen.
Wird das Färbemittel (F) als Leave-on Produkt angewendet, so kann das Nachbehandlungsmittel (N) direkt im Anschluss an die Färbung verwendet werden. In diesem Fall wird das Nachbehandlungsmittel (N) bevorzugt auf die noch mit dem Färbemittel bedeckten Keratinfasern aufgetragen, und beide Mittel werden dann zusammen getrocknet. In einer weiteren Aufsührungsform kann das Nachbehandlungsmittel (N) aber auch erst einige Stunden oder Tage nach dem Auftrag des Färbemittels (F) auf den Keratinfasern angewendet werden, beispielsweise wenn die Haare zum ersten Mal nach der Färbung gewaschen werden sollen. Im Rahmen dieser Ausführungsform enthält das Nachbehandlungsmittel (N) dann bevorzugt auch mindestens ein Tensid. Die über diese Verfahren gefärbten bzw. gefärbten und gewaschenen Haare zeichneten sich durch Färbungen mit besonders guter Waschechtheit aus, hatten einen weichen Griff und Glanz.
Keratinische Fasern
Unter keratinischen Fasern sind Wolle, Pelze und Federn und insbesondere menschliche Haare zu verstehen. Ganz besonders bevorzugt wird unter keratinischen Fasern das menschliche Haar verstanden.
Mittel zur Färbung
Der Begriff „Mittel zur Färbung“ wird im Rahmen dieser Erfindung für eine durch Einsatz von Pigmenten und/oder direktziehenden Farbstoffen hervorgerufene Farbgebung des Keratin materials, insbesondere des Haares, verwendet. Bei dieser Färbung werden die farbgebenden Verbindungen in das Chitosan integriert, das sich in Form eines besonders homogenen, dünnen, gleichmäßigen und glatten Film an der Oberfläche des Keratinmaterials ablagert bzw. die Keratinfaser umschließt.
Anwendung des Färbemittels (F) auf keratinischne Fasern
In Schritt (1) des erfindungsgemäßen Färbeverfahrens wird ein Färbemittel (F) auf den keratinischen Fasern bzw. dem menschlichen Haar angewendet, welches mindestens ein
Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (F-1) und mindestens eine farbgebende Verbindung (F-2) aus der Gruppe aus Pigmenten und direktziehenden Farbstoffe. Bei dem Färbemittel (F) handelt es sich um ein anwendungsbereites Färbemittel.
Bei der Anwendung des Färbemittels (F) kann dieses, beispielsweise mit der behandschuhten Hand oder unter Zuhilfnahme eines Pinsels oder einer Aplicette, auf die Keratinfasern aufgetragen und gegebenenfalls leicht einmassiert werden. Chitosane (F-1) im Färbemittel (F)
Als ersten wesentlichen Bestandteil enthält das im erfindungsgemäßen Verfahren angewendete Färbemittel (F) mindestens ein Chitosan oder ein Derivat des Chitosans (F-1).
Chitosan, das auch als Poliglusam oder Poly-D-Glucosamin oder Polyglucosamin bezeichnet werden kann, ist ein natürlich vorkommendes Biopolymer, das sich vom - aus ß-1 ,4-glycosidisch verknüpften N-Acetylglucosaminresten (genau 2-Acetamido-2-desoxy-ß-D-glucopyranose-Resten) zusammen gesetzten - Chitin ableitet und damit wie dieses ein Polyaminosaccharid ist. Zur Herstellung von Chitosan wird Chitin deacetyliert, so dass das Molekül schließlich nur noch aus linear miteinander verbundenen 2-Amino-2-desoxy-ß-D-glucopyranose- bzw. Glucosamin- Monomeren besteht. Chitosan trägt die CAS-Nummer 9012-76-4.
Zur Herstellung von Chitosan geht man vorzugsweise von dem in den Schalentieren oder Krustentieren enthaltenen Chitin aus. Das Chitosan wird technisch aus Chitin durch Deacetylierung gewonnen. Dies kann zum Beispiel durch (heiße) Natronlauge oder enzymatisch erfolgen. Beide Prozesse werden technisch genutzt, mengenmäßig steht die alkalische Prozedur eindeutig im Vordergrund. Der Grad der resultierenden Deacetylierung kann hierbei variieren: Die Deacetylierung kann vollständig oder teilweise erfolgen, woraus eine Verteilung stark deacetylierter neben wenig deacetylierten Bereichen oder eine homogene Deacetylierungsverteilung resultieren kann. Gleichzeitig kann aufgrund dieses chemischen Eingriffes die Kettenlänge des Polymers abnehmen (Depolymerisation). Das Molekulargewicht des Chitosans kann über ein weites Spektrum verteilt sein, beispielsweise von 20.000 bis ca. 5 Millionen g/mol.
Derivate des Chitosans sind Verbindungen mit Chitosan-Grundstruktur, bei welchen mindestens ein Teil der vorhandenen funktionellen Gruppen chemisch modifiziert wurde. Die Derivate des Chitosans basieren ebenfalls auf einer Poly-D-Glucosamin- oder Polyglucosamin-Struktur.
Sehr gut geeignet ist beispielsweise ein Chitosan mit einem Molekulargewicht von 20.000 bis 800.000 g/mol, bevorzugt von 50.000 bis 600.000 g/mol, weiter bevorzugt von 80.000 bis 450.000 g/mol und ganz besonders bevorzugt von 100.000 bis 300.000 g/mol.
In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (F-1) mit einem Molekulargewicht von 20.000 bis 800.000 g/mol, bevorzugt von 50.000 bis 600.000 g/mol, weiter bevorzugt von 80.000 bis 450.000 g/mol und ganz besonders bevorzugt von 100.000 bis 300.000 g/mol enthält. In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Chitosan (F-1) mit einem Molekulargewicht von 20.000 bis 800.000 g/mol, bevorzugt von 50.000 bis 600.000 g/mol, weiter bevorzugt von 80.000 bis 450.000 g/mol und ganz besonders bevorzugt von 100.000 bis 300.000 g/mol enthält.
Ein Chitosan mit ienem Molgewicht von 100.000 bis 300.000 g/mol kann beispielsweise von der Firma Sigma Aldrich kommerziell erworben werden.
Ein Chitosan mit geringerem Molgewicht von 10.000 bis 30.000 g/mol (bzw. Dalton) ist beispielsweise von der Firma Firma BioLog Heppe (Kraeber) in pharmazeutischer Reinheit käuflich erhältlich. Der Deacetylierungsgrad dieses Chitosans liegt bei 88 - 95 %.
Ein weiteres niedermolekulares Chitosan mit einem Molgewicht von ca. 70.000 g/mol, das ebenfalls die CAS-Nummer 9012-76-4 trägt, kann von der Firma Fluka als deacetyliertes Chitin eines weißen Feststoffes kommerziell bezogen werden.
Ein Chitosan in Form seines Hydrochlorids kann als veganes Chitosan von der Firma Sandream Impact bezogen werden. Das Hydrochlorid des Chitosans ist ein erfindungsgemäßes Chitosan- Derivat.
Chitosan 027 is ein geeignetes, käuflich zu erwerbendes, hochmolekulares Chitosan von der Firma Polymar, das ein Molgewicht von 100.000 - 2.000.000 g/mol besitzt.
Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn das erfindungsgemäße Färbemittel (F) das oder die Chitosane und/oder Chitosanderivate (F-1) in bestimmten Mengenbereichen enhält. Besonders gute Ergebnisse konnten erhalten werden, wenn das Färbemittel - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels - ein oder mehrere Chitosane und/oder Chitosanderivate in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 8,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 6,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 2,5 Gew.-% enthielt.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes
Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels (F) - ein oder mehrere Chitosane und/oder Chitosanderivate (F-1) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 8,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 6,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 2,5 Gew.-% enthält. farbgebende Verbindungen (F-2) im Färbemittel (F) Als zweiten wesentlichen Bestandteil enthält das in Schritt (1) des erfindungsgemäßen Verfahrens angewendete Färbemittel (F) mindestens eine farbgebende Verbindung (F-2) aus der Gruppe der Pigmente und der direktziehenden Farbstoffe.
Unter Pigmenten im Sinne der vorliegenden Erfindung werden farbgebende Verbindungen verstanden, welche bei 25 °C in Wasser eine Löslichkeit von weniger als 0,5 g/L, bevorzugt von weniger als 0,1 g/L, noch weiter bevorzugt von weniger als 0,05 g/L besitzen. Die Wasserlöslichkeit kann beispielsweise mittels der nachfolgend beschriebenen Methode erfolgen: 0,5 g des Pigments werden in einem Becherglas abgewogen. Ein Rührfisch wird hinzugefügt. Dann wird ein Liter destilliertes Wasser hinzugegeben. Dieses Gemisch wird unter Rühren auf einem Magnetrührer für eine Stunde auf 25 °C erhitzt. Sind in der Mischung nach diesem Zeitraum noch ungelöste Bestandteile des Pigments sichtbar, so liegt die Löslichkeit des Pigments unterhalb von 0,5 g/L. Sofern sich die Pigment-Wasser-Mischung aufgrund der hohen Intensität des gegebenenfalls feindispergiert vorliegenden Pigments nicht visuell beurteilten lässt, wird die Mischung filtriert. Bleibt auf dem Filterpapier ein Anteil an ungelösten Pigmenten zurück, so liegt die Löslichkeit des Pigments unterhalb von 0,5 g/L.
Geeignete Farbpigmente können anorganischen und/oder organischen Ursprungs sein. In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel auf Keratinmaterial aufgetragen wird, welches durch Anwendung von mindestens einem anorganischen und/oder organischen Pigment gefärbt wurde.
Bevorzugte Farbpigmente sind ausgewählt aus synthetischen oder natürlichen anorganischen Pigmenten. Anorganische Farbpigmente natürlichen Ursprungs können beispielsweise aus Kreide, Ocker, Umbra, Grünerde, gebranntem Terra di Siena oder Graphit hergestellt werden. Weiterhin können als anorganische Farbpigmente Schwarzpigmente wie z. B. Eisenoxidschwarz, Buntpigmente wie z. B. Ultramarin oder Eisenoxidrot sowie Fluoreszenz- oder Phosphoreszenzpigmente eingesetzt werden.
Besonders geeignet sind farbige Metalloxide, -hydroxide und -oxidhydrate, Mischphasenpigmente, schwefelhaltige Silicate, Silicate, Metallsulfide, komplexe Metallcyanide, Metallsulfate, -chromate und/oder -molybdate. Insbesondere bevorzugte Farbpigmente sind schwarzes Eisenoxid (CI 77499), gelbes Eisenoxid (CI 77492), rotes und braunes Eisenoxid (CI 77491), Manganviolett (CI 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate, CI 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat (CI77289), Eisenblau (Ferric Ferrocyanide, CI77510) und/oder Carmine (Cochineal).
Erfindungsgemäß ebenfalls besonders bevorzugte Farbpigmente sind farbige Perlglanzpigmente. Diese basieren üblicherweise auf Mica- und/oder Glimmerbasis und können mit einem oder mehreren Metalloxiden beschichtet sein. Glimmer gehört zu den Schicht-Silicaten. Die wichtigsten Vertreter dieser Silicate sind Muscovit, Phlogopit, Paragonit, Biotit, Lepidolith und Margarit. Zur Herstellung der Perlglanzpigmente in Verbindung mit Metalloxiden wird der Glimmer, überwiegend Muscovit oder Phlogopit, mit einem Metalloxid beschichtet.
Alternativ zu natürlichem Glimmer kann auch ggfs. mit einem oder mehrere Metalloxide(en) beschichtetes, synthetisches Mica als Perlglanzpigment verwendet werden. Besonders bevorzugte Perlglanzpigmente basieren auf natürlichem oder synthetischem Mica (Glimmer) und sind mit einem oder mehreren der zuvor genannten Metalloxide beschichtet. Die Farbe der jeweiligen Pigmente kann durch Variation der Schichtdicke des oder der Metalloxids(e) variiert werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens anorganisches Pigment (F-2) enthält, das bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe der farbigen Metalloxide, Metallhydroxide, Metalloxidhydrate, Silicate, Metallsulfide, komplexen Metallcyanide, Metallsulfate, Bronzepigmente und/oder aus farbigen Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit mindestens einem Metalloxid und/oder einem Metalloxychlorid beschichtet sind.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Pigment enthält, das ausgewählt ist aus Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit einem oder mehreren Metalloxiden aus der Gruppe aus Titandioxid (CI 77891), schwarzem Eisenoxid (CI 77499), gelbem Eisenoxid (CI 77492), rotem und/oder braunem Eisenoxid (CI 77491 , CI 77499), Manganviolett (CI 77742), Ultramarine (Natrium- Aluminiumsulfosilikate, CI 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat (CI 77289), Chromoxid (CI 77288) und/oder Eisenblau (Ferric Ferrocyanide, Cl 77510) beschichtet sind.
Beispiele für besonders geeignete Farbpigmente sind im Handel beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen Rona®, Colorona®, Xirona®, Dichrona® und Timiron® von der Firma Merck, Ariabel® und Unipure® von der Firma Sensient, Prestige® von der Firma Eckart Cosmetic Colors und Sunshine® von der Firma Sunstar erhältlich.
Ganz besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Colorona® sind beispielsweise:
Colorona Copper, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Passion Orange, Merck, Mica, CI 77491 (Iron Oxides), Alumina
Colorona Patina Silver, Merck, MICA, CI 77499 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE) Colorona RY, Merck, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, CI 75470 (CARMINE)
Colorona Oriental Beige, Merck, MICA, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), CI 77491 (IRON OXIDES) Colorona Dark Blue, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, FERRIC FERROCYANIDE
Colorona Chameleon, Merck, CI 77491 (IRON OXIDES), MICA Colorona Aborigine Amber, Merck, MICA, Cl 77499 (IRON OXIDES), Cl 77891 (TITANIUM DIOXIDE)
Colorona Blackstar Blue, Merck, Cl 77499 (IRON OXIDES), MICA
Colorona Patagonian Purple, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES), Cl 77891 (TITANIUM DIOXIDE), Cl 77510 (FERRIC FERROCYANIDE)
Colorona Red Brown, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES), Cl 77891 (TITANIUM DIOXIDE)
Colorona Russet, Merck, Cl 77491 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, Cl 77891 (IRON OXIDES)
Colorona Imperial Red, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (Cl 77891), D&C RED NO. 30 (Cl 73360)
Colorona Majestic Green, Merck, Cl 77891 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, Cl 77288 (CHROMIUM OXIDE GREENS)
Colorona Light Blue, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (Cl 77891), FERRIC FERROCYANIDE (Cl 77510)
Colorona Red Gold, Merck, MICA, Cl 77891 (TITANIUM DIOXIDE), Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Gold Plus MP 25, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (Cl 77891), IRON OXIDES (Cl 77491)
Colorona Carmine Red, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, CARMINE
Colorona Blackstar Green, Merck, MICA, Cl 77499 (IRON OXIDES)
Colorona Bordeaux, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Bronze, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Bronze Fine, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Fine Gold MP 20, Merck, MICA, Cl 77891 (TITANIUM DIOXIDE), Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Sienna Fine, Merck, Cl 77491 (IRON OXIDES), MICA
Colorona Sienna, Merck, MICA, Cl 77491 (IRON OXIDES)
Colorona Precious Gold, Merck, Mica, Cl 77891 (Titanium dioxide), Silica, Cl 77491 (Iron oxides), Tin oxide
Colorona Sun Gold Sparkle MP 29, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, IRON OXIDES, MICA, Cl 77891 , Cl 77491 (EU)
Colorona Mica Black, Merck, Cl 77499 (Iron oxides), Mica, Cl 77891 (Titanium dioxide)
Colorona Bright Gold, Merck, Mica, Cl 77891 (Titanium dioxide), Cl 77491 (Iron oxides)
Colorona Blackstar Gold, Merck, MICA, Cl 77499 (IRON OXIDES)
Weiterhin besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Xirona® sind beispielsweise:
Xirona Golden Sky, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide
Xirona Caribbean Blue, Merck, Mica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Silica, Tin Oxide
Xirona Kiwi Rose, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide
Xirona Magie Mauve, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide. Zudem sind besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Unipure® beispielsweise:
Unipure Red LC 381 EM, Sensient CI 77491 (Iron Oxides), Silica
Unipure Black LC 989 EM, Sensient, CI 77499 (Iron Oxides), Silica
Unipure Yellow LC 182 EM, Sensient, CI 77492 (Iron Oxides), Silica
Im Rahmen einerweiteren Ausführungsform kann das applizierte Färbemittel auch ein oder mehrere organische Pigmente enthalten.
Bei den erfindungsgemäßen organischen Pigmenten handelt es sich um entsprechend unlösliche, organische Farbstoffe oder Farblacke, die beispielsweise aus der Gruppe der Nitroso-, Nitro- Azo-, Xanthen-, Anthrachinon-, Isoindolinon-, Isoindolin-, Chinacridon-, Perinon-, Perylen- , Diketo- pyrrolopyorrol-, Indigo-, Thioindido-, Dioxazin-, und/oder Triarylmethan-Verbindungen ausgewählt sein können.
Als besonders gut geeignete organische Pigmente können beispielsweise Carmin, Chinacridon, Phthalocyanin, Sorgho, blaue Pigmente mit den Color Index Nummern CI 42090, CI 69800, CI 69825, CI 73000, CI 74100, CI 74160, gelbe Pigmente mit den Color Index Nummern CI 11680, CI 11710, CI 15985, CI 19140, CI 20040, CI 21100, CI 21108, CI 47000, CI 47005, grüne Pigmente mit den Color Index Nummern CI 61565, CI 61570, CI 74260, orange Pigmente mit den Color Index Nummern CI 1 1725, CI 15510, CI 45370, CI 71105, rote Pigmente mit den Color Index Nummern CI 12085, CI 12120, CI 12370, CI 12420, CI 12490, CI 14700, CI 15525, CI 15580, CI 15620, CI 15630, CI 15800, CI 15850, CI 15865, CI 15880, CI 17200, CI 26100, CI 45380, CI 45410, CI 58000, CI 73360, CI 73915 und/oder CI 75470 genannt werden.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein organisches Pigment (F-2) enthält, das bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe aus Carmin, Chinacridon, Phthalocyanin, Sorgho, blauen Pigmenten mit den Color Index Nummern CI 42090, CI 69800, CI 69825, CI 73000, CI 74100, CI 74160, gelben Pigmenten mit den Color Index Nummern CI 11680, CI 11710, C1 15985, C1 19140, CI 20040, CI 21 100, CI 21 108, CI 47000, CI 47005, grünen Pigmenten mit den Color Index Nummern CI 61565, CI 61570, CI 74260, orangen Pigmenten mit den Color Index Nummern CI 11725, CI 15510, CI 45370, CI 71105, roten Pigmenten mit den Color Index Nummern CI 12085, CI 12120, CI 12370, CI 12420, CI 12490, CI 14700, CI 15525, CI 15580, CI 15620, CI 15630, CI 15800, CI 15850, CI 15865, CI 15880, CI 17200, CI 26100, CI 45380, CI 45410, CI 58000, CI 73360, CI 73915 und/oder CI 75470.
Bei dem organischen Pigment kann es sich weiterhin auch um einen Farblack handeln. Unter der Bezeichnung Farblack wird im Sinn der Erfindung Partikel verstanden, welche eine Schicht aus absorbierten Farbstoffen umfassen, wobei die Einheit aus Partikel und Farbstoff unter den o.g. Bedingungen unlöslich ist. Bei den Partikeln kann es sich beispielsweise um anorganische Substrate handeln, die Aluminium, Silica, Calciumborosilkat, Calciumaluminiumborosilikat oder auch Aluminium sein können.
Als Farblack kann beispielsweise der Alizarin-Farblack eingesetzt werden.
Zur Färbung der Keratinfasern können auch Pigmente mit einer bestimmten Formgebung eingesetzt werden. Beispielsweise kann ein Pigment auf Basis eines lamellaren und/oder eines lentikulären Substratplättchens eingesetzt werden. Weiterhin ist auch die Färbung auf Basis eines Substratplättchens möglich, welches ein Vakuum metallisiertes Pigment umfasst.
Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Pigment (F-2) enthält, das ausgewählt ist aus der Gruppe der Pigmente auf Basis eines lamellaren Substratplättchens, der Pigmente auf Basis eines lentikulären Substratplättchens und der Vakuum metallisierten Pigmente.
Die Substratplättchen dieses Typs weisen eine durchschnittliche Dicke von höchstens 50 nm, vorzugsweise weniger als 30 nm, besonders bevorzugt höchstens 25 nm, beispielsweise höchstens 20 nm auf. Die durchschnittliche Dicke der Substratplättchen beträgt mindestens 1 nm, vorzugsweise mindestens 2,5 nm, besonders bevorzugt mindestens 5 nm, beispielsweise mindestens 10 nm. Bevorzugte Bereiche für die Dicke der Substratplättchen sind 2,5 bis 50 nm, 5 bis 50 nm, 10 bis 50 nm; 2,5 bis 30 nm, 5 bis 30 nm, 10 bis 30 nm; 2,5 bis 25 nm, 5 bis 25 nm, 10 bis 25 nm, 2,5 bis 20 nm, 5 bis 20 nm und 10 bis 20 nm. Vorzugsweise weist jedes Substratplättchen eine möglichst einheitliche Dicke auf. Durch die geringe Dicke der Substratplättchen weist das Pigment ein besonders hohes Deckvermögen auf.
Die Substratplättchen sind bevorzugt monolithisch aufgebaut. Monolithisch bedeutet in diesem Zusammenhang aus einer einzigen abgeschlossenen Einheit ohne Brüche, Schichtungen oder Einschlüsse bestehend, wobei jedoch innerhalb der Substratplättchen Gefügewechsel auftreten können. Die Substratplättchen sind vorzugsweise homogen aufgebaut, d.h. dass innerhalb der Plättchen kein Konzentrationsgradient auftritt. Insbesondere sind die Substratplättchen nicht schichtartig aufgebaut und weisen keine darin verteilten Teilchen oder Partikel auf.
Die Größe des Substratplättchens kann auf den jeweiligen Anwendungszweck, insbesondere dem gewünschten Effekt auf dem keratinischen Material, abgestimmt werden. In der Regel haben die Substratplättchen einen mittleren größten Durchmesser von etwa 2 bis 200 pm, insbesondere etwa 5 bis 100 pm. In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der Formfaktor (Aspect Ratio), ausgedrückt durch das Verhältnis der mittelren Größe zur durchschnittlichen Dicke, mindestens 80, vorzugsweise mindestens 200, mehr bevorzugt mindestens 500, besonders bevorzugt mehr als 750, beträgt. Dabei wird als mittelre Größe der un beschichteten Substratplättchen der d50-Wert der unbeschichteten Substratplättchen verstanden. Der d50- Wert wurde, soweit nicht anders angegeben, mit einem Gerät des Typs Sympatec Heios mit Quixel-Nassdispergierung bestimmt. Dabei wurde zur Probenvorbereitung die zu untersuchende Probe für eine Dauer von 3 Minuten in Isopropanol vordispergiert.
Die Substratplättchen können aus jedem Material, das in Plättchenform gebracht werden kann, aufgebaut sein.
Sie können natürlichen Ursprungs, aber auch synthetisch hergestellt sein. Materialien, aus denen die Substratplättchen aufgebaut sein können, sind beispielsweise Metalle und Metalllegierungen, Metalloxide, vorzugsweise Aluminiumoxid, anorganische Verbindungen und Mineralien wie Glimmer und (Halb)Edelsteine, sowie Kunststoffe. Vorzugsweise sind die Substratplättchen aus Metall(legierung)en aufgebaut.
Als Metall kommt jedes für metallische Glanzpigmente geeignete Metall in Betracht. Derartige Metalle sind unter anderem Eisen und Stahl, sowie alle lüft- und wasserbeständigen (Halb)metalle wie beispielsweise Platin, Zink, Chrom, Molybdän und Silicium, sowie deren Legierungen wie Aluminiumbronzen und Messing. Bevorzugte Metalle sind Aluminium, Kupfer, Silber und Gold. Bevorzugte Substratplättchen sind Aluminiumplättchen und Messingplättchen, wobei Substratplättchen aus Aluminium besonders bevorzugt sind.
Lamellare Substratplättchen zeichnen sich durch einen unregelmäßig strukturierten Rand aus und werden aufgrund ihres Erscheinungsbildes auch als "cornflakes" bezeichnet.
Aufgrund ihrer unregelmäßigen Struktur erzeugen Pigmente auf der Basis von lamellaren Substratplättchen einen hohen Anteil an Streulicht. Außerdem decken die Pigmente auf der Basis von lamellaren Substratplättchen die vorhandene Farbe eines keratinischen Materials nicht vollständig ab und es können beispielsweise Effekte analog zu einer natürlichen Ergrauung erzielt werden.
Lentikuläre (= linsenförmige) Substratplättchen weisen einen im Wesentlichen regelmäßigen runden Rand auf und werden aufgrund ihres Erscheinungsbildes auch als "silverdollars" bezeichnet. Aufgrund ihrer regelmäßigen Struktur überwiegt bei Pigmenten auf Basis von lentikulären Substratplättchen der Anteil des reflektierten Lichts. Vakuum metallisierte Pigmente (vacuum metallized pigments, VMP) können beispielsweise durch das Freisetzen von Metallen, Metalllegierungen oder Metalloxiden von entsprechend beschichteten Folien gewonnen werden. Sie zeichnen sich durch eine besonders geringe Dicke der Substratplättchen im Bereich von 5 bis 50 nm und durch eine besonders glatte Oberfläche mit erhöhter Reflektivität aus. Substratplättchen, welche ein im Vakuum metallisiertes Pigment umfassen, werden im Rahmen dieser Anmeldung auch als VMP-Substratplättchen bezeichnet. VMP-Substratplättchen aus Aluminium können beispielsweise durch Freisetzen von Aluminium von metallisierten Folien gewonnen werden.
Die Substratplättchen aus Metall oder Metalllegierung können passiviert sein, beispielsweise durch Eloxieren (Oxidschicht) oder Chromatieren.
Un beschichtete lamellare, lentikuläre und/oder VPM-Substratplättchen, insbesondere solche aus Metall oder Metalllegierung, reflektieren das einfallende Licht in hohem Maße und erzeugen einen Hell-Dunkel-Flop. Diese haben sich zum Einsatz im Färbemittel als besonders bevorzugt erwiesen.
Geeignete Pigmente auf Basis eines lamellaren Substratplättchens umfassen beispielsweise die Pigmente der Reihe VISIONAIRE von Eckart.
Pigmente auf Basis eines lentikulären Substratplättchens sind beispielsweise unter der Bezeichnung Alegrace® Gorgeous von der Firma Schlenk Metallic Pigments GmbH erhältlich.
Pigmente auf Basis eines Substratplättchens, welches ein Vakuum metallisiertes Pigment umfasst, sind beispielsweise unter der Bezeichnung Alegrace® Marvelous oder Alegrace® Aurous von der Firma Schlenk Metallic Pigments GmbH erhältlich.
Aufgrund ihrer ausgezeichneten Licht- und Temperaturbeständigkeit ist die Verwendung der zuvor genannten Pigmente in dem erfindungsgemäßen Mittel ganz besonders bevorzugt. Weiterhin ist es bevorzugt, wenn die eingesetzten Pigmente eine bestimmte Teilchengröße aufweisen. Es ist daher erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn das mindestens eine Pigment eine mittelre Teilchengröße D50 von 1 ,0 bis 50 pm, vorzugsweise von 5,0 bis 45 pm, bevorzugt von 10 bis 40 pm, insbesondere von 14 bis 30 pm, aufweist. Die mittelre Teilchengröße D50 kann beispielsweise unter Verwendung von dynamischer Lichtstreuung (DLS) bestimmt werden.
Als farbgebende Verbindung (F-2) kann das Färbemittel (F) auch mindestens einen direkt-ziehenden Farbstoff enthalten. Bei direktziehenden Farbstoffen handelt es sich um Farbstoffe, die direkt auf das Haar aufziehen und keinen oxidativen Prozess zur Ausbildung der Farbe benötigen. Direktziehende Farbstoffe sind üblicherweise Nitrophenylendiamine, Nitroaminophenole, Azofarbstoffe, Anthrachinone, Triarylmethanfarbstoffe oder Indophenole. Direktziehende Farbstoffe können nichtionisch, kationisch oder anionisch sein. Es ist ganz besonders bevorzugt, wenn das Färbemittel (F) mindestens einen anionischen direktziehenden Farbstoff enthält, der alternativ auch als Säurefarbstoff bezeichnet werden kann.
Unter Säurefarbstoffen werden direktziehende Farbstoffe verstanden, die mindestens eine Carbonsäuregruppierung (-COOH) und/oder eine Sulfonsäuregruppierung (-SO3H) und/oder eine Sulfatgruppierung (-OSO3H) besitzen. In Abhängigkeit vom pH-Wert liegen die profanierten Formen (-COOH, -SO3H) der Carbonsäure- bzw. Sulfonsäuregruppierungen mit ihren deprotonierten Formen (-COO; -SO3- bzw. -OSO3" vor) im Gleichgewicht vor. Mit abnehmendem pH-Wert steigt der Anteil der profanierten Formen. Werden direktziehende Farbstoffe in Form ihrer Salze eingesetzt, so liegen die Carbonsäuregruppen bzw. Sulfonsäuregruppen in deprotonierter Form vor und sind zur Einhaltung der Elektroneutralität mit entsprechenden stöchiometrischen Äquivalente an Kationen neutralisiert. Erfindungsgemäße Säurefarbstoffe können auch in Form ihrer Natriumsalze und/oder ihrer Kaliumsalze eingesetzt werden.
Die Erdalkalisalze (wie beispielsweise Calciumsalze und Magnesiumsalze) bzw. Aluminiumsalze von Säurefarbstoffen besitzen oftmals eine schlechtere Löslichkeit als die entsprechenden Alkalisalze. Sofern die Löslichkeit dieser Salze unterhalb von 0,5 g/L (25 °C, 760 mmHg) liegt, fallen diese nicht unter die Definition eines direktziehenden Farbstoffes.
Ein wesentliches Merkmal der Säurefarbstoffe ist ihr Vermögen, anionische Ladungen auszubilden, wobei die hierfür verantwortlichen Carbonsäure- bzw. Sulfonsäuregruppen üblicherweise an verschiedene chromophore Systeme geknüpft sind. Geeignete chromophore Systeme finden sich beispielsweise in den Strukturen von Nitrophenylendiaminen, Nitroaminophenolen, Azofarbstoffen, Anthrachinonfarbstoffen, Triarylmethanfarbstoffen, Xanthen-Farbstoffen, Rhodamin-Farbstoffen, Oxazinfarbstoffen und/oder Indophenolfarbstoffen.
Als Beispiele für Säurefarbstoffe können können genannt werden: Acid Yellow 1 (D&C Yellow 7, Citronin A, Ext. D&C Yellow No. 7, Japan Yellow 403, CI 10316, COLIPA n° B001), Acid Yellow 3 (COLIPA n° : C 54, D&C Yellow N° 10, Quinoline Yellow, E104, Food Yellow 13), Acid Yellow 9 (CI 13015), Acid Yellow 17 (C1 18965), Acid Yellow 23 (COLIPA n° C 29, Covacap Jaune W 1 100 (LCW), Sicovit Tartrazine 85 E 102 (BASF), Tartrazine, Food Yellow 4, Japan Yellow 4, FD&C Yellow No. 5), Acid Yellow 36 (CI 13065), Acid Yellow 121 (CI 18690), Acid Orange 6 (CI 14270), Acid Orange 7 (2-Naphthol orange, Orange II, C1 15510, D&C Orange 4, COLIPA n° C015), Acid Orange 10 (C.l. 16230; Orange G sodium salt), Acid Orange 11 (Cl 45370), Acid Orange 15 (Cl 50120), Acid Orange 20 (Cl 14600), Acid Orange 24 (BROWN 1 ;CI20170;KATSU201 ;nosodiumsalt;Brown No.201 ;RESORCIN BROWN;ACID ORANGE 24;Japan Brown 201 ;D & C Brown No.1), Acid Red 14 (C.1.14720), Acid Red 18 (E124, Red 18; Cl 16255), Acid Red 27 (E 123, Cl 16185, C-Rot 46, Echtrot D, FD&C Red Nr.2, Food Red 9, Naphtholrot S), Acid Red 33 (Red 33, Fuchsia Red, D&C Red 33, Cl 17200), Acid Red 35 (Cl C.1.18065), Acid Red 51 (Cl 45430, Pyrosin B, Tetraiodfluorescein, Eosin J, lodeosin), Acid Red 52 (Cl 45100, Food Red 106, Solar Rhodamine B, Acid Rhodamine B, Red n° 106 Pontacyl Brilliant Pink), Acid Red 73 (Cl Cl 27290), Acid Red 87 (Eosin, Cl 45380), Acid Red 92 (COLIPA n° C53, Cl 45410), Acid Red 95 (Cl 45425, Erythtosine.Simacid Erythrosine Y), Acid Red 184 (Cl 15685), Acid Red 195, Acid Violet 43 (Jarocol Violet 43, Ext. D&C Violet n° 2, C.l. 60730, COLIPA n° C063), Acid Violet 49 (Cl 42640), Acid Violet 50 (Cl 50325), Acid Blue 1 (Patent Blue, Cl 42045), Acid Blue 3 (Patent Blau V, Cl 42051), Acid Blue 7 (Cl 42080), Acid Blue 104 (Cl 42735), Acid Blue 9 (E 133, Patentblau AE, Amidoblau AE, Erioglaucin A, Cl 42090, C.l. Food Blue 2), Acid Blue 62 (Cl 62045), Acid Blue 74 (E 132, Cl 73015), Acid Blue 80 (Cl 61585), Acid Green 3 (Cl 42085, Foodgreenl), Acid Green 5 (Cl 42095), Acid Green 9 (C.1.42100), Acid Green 22 (C.1.42170), Acid Green 25 (Cl 61570, Japan Green 201 , D&C Green No. 5), Acid Green 50 (Brillantsäuregrün BS, C.l. 44090, Acid Brilliant Green BS, E 142), Acid Black 1 (Black n° 401 , Naphthalene Black 10B, Amido Black 10B, Cl 20 470, COLIPA n° B15), Acid Black 52 (Cl 15711), Food Yellow 8 (Cl 14270), Food Blue 5, D&C Yellow 8, D&C Green 5, D&C Orange 10, D&C Orange 11 , D&C Red 21 , D&C Red 27, D&C Red 33, D&C Violet 2 und/oder D&C Brown 1 .
Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens einen Säurefarbstoff (F-2) enthält, der ausgewählt ist aus der Gruppe aus Acid Yellow 1 , Acid Yellow 3, Acid Yellow 9, Acid Yellow 17, Acid Yellow 23, Acid Yellow 36, Acid Yellow 121 , Acid Orange 6, Acid Orange 7, Acid Orange 10, Acid Orange 11 , Acid Orange 15, Acid Orange 20, Acid Orange 24, Acid Red 14, Acid Red 18, Acid Red 27, Acid Red 33, Acid Red 35, Acid Red 51 , Acid Red 52, Acid Red 73, Acid Red 87, Acid Red 95, Acid Red 184, Acid Red 195, Acid Violet 43, Acid Violet 49, Acid Violet 50, Acid Blue 1 , Acid Blue 3, Acid Blue 7, Acid Blue 104, Acid Blue 9, Acid Blue 62, Acid Blue 74, Acid Blue 80, Acid Green 3, Acid Green 5, Acid Green 9, Acid Green 22, Acid Green 25, Acid Green 50, Acid Black 1 , Acid Black 52, Food Yellow 8, Food Blue 5, D&C Yellow 8, D&C Green 5, D&C Orange 10, D&C Orange 11 , D&C Red 21 , D&C Red 27, D&C Red 33, D&C Violet 2 und/oder D&C Brown 1 .
Die die Erdalkalisalze (wie beispielsweise Calciumsalze und Magnesiumsalze) bzw. Aluminiumsalze von Säurefarbstoffen in der Regel eine schlechtere Löslichkeit als die entsprechenden Alkalimetallsalze besitzen, kann ein organischer Farbstoff, der in Form seines Alkalimetallsalzes als Säurefarbstoff zu betrachten ist, auch in Form eines Pigmentes vorliegen, wenn als Gegenion kein Alkalimetallion, sondern ein Erdalkalimetallen oder ein analoges, entsprechend höher geladenes Gegenion vorliegt. Sofern die Löslichkeit dieser Salze unterhalb von 0,5 g/L (25 °C, 760 mmHg) liegt, fallen die Verbindungen nicht unter die Definition eines direktziehenden Farbstoffes, sondern sind als Pigmente zu betrachten. Wie die Pigmente sollen auch die Säurefarbstoffe primär nicht in die Keratinfaser hinein-diffundieren, sondern sich bevorzugt eingebettet in den Chitosanfilm auf der Oberfläche der Keratinfasern ablagern. Aus diesem Grund werden besonders bevorzugt solche Säurefarbstoffe eingesetzt, deren Löslichkeit zwar so hoch ist, dass sie nicht mehr der Gruppe der organischen Pigmente zuzuorden sind, die aber dennoch eine verhältnismäßig schlechte Löslichkeit besitzen.
Aus diesem Grund werden ganz besonders bevorzugt die Säurefarbstoffe als organische farbgebende Verbindungen (F-2) eingesetzt, die bei 25 °C in Wasser eine Löslichkeit von weniger als 20 g/L, bevorzugt von weniger als 18 g/L, noch weiter bevorzugt von weniger als 15 g/L und ganz besonders bevorzugt von weniger als 12 g/L besitzen.
Im Rahmen einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) als farbgebende Verbindung (F-2) mindestens einen Säurefarbstoff enthält, der bei 25 °C in Wasser eine Löslichkeit von weniger als 20 g/L, bevorzugt von weniger als 18 g/L, noch weiter bevorzugt von weniger als 15 g/L und ganz besonders bevorzugt von weniger als 12 g/L besitzt.
Die Wasserlöslichkeit der anionischen direktziehenden Farbstoffe kann beispielsweise auf dem folgenden Weg bestimmt werden. 0,1 g des anionischen direktziehenden Farbstoffes werden in ein Becherglas gegeben. Es wird ein Rührfisch hinzugegeben. Dann werden 100 ml Wasser hinzugefügt. Diese Mischung wird auf einem Magnetrührer unter Rühren auf 25 °C erwärmt. Es wird für 60 Minuten gerührt. Danach wird die wässrige Mischung visuell beurteilt. Sind noch ungelöste Reste vorhanden, wird die Wassermenge - beispielsweise in Schritten von 10 ml - erhöht. Es wird solange Wasser zugegeben, bis sich die eingesetzte Farbstoffmenge komplett gelöst hat. Sofern sich die Farbstoff-Wasser-Mischung aufgrund der hohen Intensität des Farbstoffes nicht visuell beurteilten lässt, wird die Mischung filtriert. Bleibt auf dem Filterpapier ein Anteil an ungelösten Farbstoffen zurück, wird der Löslichkeitsversuch mit einer höheren Wassermenge wiederholt. Lösen sich 0,1 g des anionischen direktziehenden Farbstoffes bei 25 °C in 100 ml Wasser, so liegt die Löslichkeit des Farbstoffes bei 1 ,0 g/L.
Acid Yellow 1 trägt den Namen 8-Hydroxy-5,7-dinitro-2-naphthalenesulfonsäure Dinatriumsalz und besitzt eine Löslichkeit in Wasser von mindestens 40 g/L (25°C).
Acid Yellow 3 ist ein Gemisch der Natriumsalze von Mono- und Disulfonsäuren von 2-(2-Chinolyl)- 1 H-indene-1 ,3(2H)-dion und besitzt eine Wasserlöslichkeit von 20 g/L (25 °C).
Acid Yellow 9 ist das Dinatriumsalz der 8-Hydroxy-5,7-dinitro-2-naphthalenesulfonsäure, seine Wasserlöslichkeit liegt oberhalb von 40 g/L (25 °C).
Acid Yellow 23 ist das Trinatriumsalz der4,5-Dihydro-5-oxo-1 -(4-sulfophenyl)-4-((4-sulfophenyl)azo)- 1 H-pyrazole-3-carbonsäure und bei 25 °C gut in Wasser löslich. Acid Orange 7 ist das Natriumsalz des 4-[(2-Hydroxy-1-naphthyl)azo]benzensulfonats. Seine Wasserlöslichkeit beträgt mehr als 7 g/L (25 °C).
Acid Red 18 ist das Trinatriumsalz von 7-Hydroxy-8-[(E)-(4-sulfonato-1-naphthyl)-diazenyl)]-1 ,3- naphthalenedisulfonat und besitzt eine sehr hohe Wasserlöslichkeit von mehr als 20 Gew.-%.
Acid Red 33 ist das Dinatriumsalz des 5-Amino-4-hydroxy-3-(phenylazo)-naphthalene-2,7- disulphonats, seine Wasserlöslichkeit liegt bei 2,5 g/L (25 °C).
Bei Acid Red 92 handelt es sich um das Dinatriumsalz der 3,4,5,6-Tetrachloro-2-(1 ,4,5,8-tetrabromo- 6-hydroxy-3-oxoxanthen-9-yl)benzoesäure, dessen Wasserlöslichkeit mit größer 10 g/L angegeben wird (25 °C).
Brillantblau FCF, alternativ auch als Food Blue 2 oder als Acid Blue 9 bezeichnet trägt als Dinatriumsalz den Namen Dinatrium-2-[(Z)-{4-[ethyl(3-sulfonatobenzyl)amino]phenyl}{(4Z)-4-[ethyl(3- sulfonatobenzyl)iminio]-2,5-cyclohexadien-1-yliden}methyl]benzolsulfonat und besitzt die CASNummer 3844-45-9. Das Dinatriumsalz von Acid Blue 9 besitzt eine Wasserlöslichkeit von mehr als 20 Gew.-% (25 °C).
Acid Blue 74 wird alternativ auch als Indigocarmin, Food Blue 1 oder FD&C Blue 2 bezeichnet und besitzt den chemischen Namen lndigo-5,5'-disulfonsäure, Dinatriumsalz oder Dinatrium-5,5'-(2-(1 ,3- dihydro-3-oxo-2H-indazol-2-yliden)-1 ,2-dihydro-3H-indol-3-on)disulfonat. Acid Blue 74 in Form des Dinatriumsalzes besitzt bei 25 °C eine Löslichkeit in Wasser von 10 g/L.
Das bzw. die farbgebenden Verbindungen (F-2) stellen den zweiten wesentlichen Bestandteil des erfindungsgemäßen Färbemittels (F) dar und werden bevorzugt in bestimmten Mengenbereichen im Mittel eingesetzt. Besonders gute Ergebnisse wurden erhalten, wenn das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels - ein oder mehrere farbgebende Verbindungen (F-2) in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 5,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,2 bis 2,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,25 bis 1 ,5 Gew.-% enthielt.
In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren (F) dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (F) - ein oder mehrere farbgebende Verbindungen (F-2) in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 5,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,2 bis 2,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,25 bis 1 ,5 Gew.-% enthält. organische und/oder anorganische Säuren (F-3) im Färbemittel
Als optionalen Bestanteil kann das Mittel (F) bzw. das Färbemittel (F) mindestens eine organische und/oder anorganische Säure (F-3) enthalten. Durch den Einsatz einer oder mehrerer Säuren kann der pH-Wert des Färbemittels (F) gesenkt werden, wodurch das Chitosan ganz oder anteilig profaniert wird und besser in Lösung geht. Makroskopisch wird die Protonierung des Chitosans in Wasser als Quellung wahrgenommen, aus der sich bei Einstellung des bevorzugten bzw. besonders bevorzugten pH-Wertes ein besonders gleichmäßiger und dünner Film auf den Keratinfasern ablagert. Es hat sich gezeigt, dass die Haltbarkeit des Films umso besser ist, je gleichmäßiger der Film sich auf den Haaren ausbildet. Mit Ausbildung eines besonders gleichmäßigen Films konnten so auch Färbungen mit besonders guter Waschechtheit erhalten werden. Darüber hinaus führt das Vorhandensein des oder der Säuren (F- 3) im Färbemittel auch dazu, dass das Chitosan einen besonders dünnen Film auf den Haaren ausbilden kann. Vergleichende Arbeiten haben gezeigt, dass ein gleichmäßig dünner Film zu einer besseren Widerstandfähigkeit gegenüber äußeren mechanischen Einwirkungen besitzt.
Besonders gut geeignete organische Säuren sind beispielsweise Essigsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Malonsäure, Maleinsäure und Benzoesäure.
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens eine organische Säure (F- 3) aus der Gruppe aus Essigsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Malonsäure, Maleinsäure und Benzoesäure enthält.
Essigsäure löst Chitosan besonders gut und führt zu ganz besonders dünnen und gleichmäßigen Filmen, daher ist ein Färbemittel (F) enthaltend Essigsäure ganz besonders bevorzugt.
Im Rahmen einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Färbemittel (F) daher dadurch gekennzeichnet, dass es Essigsäure (F-3) enthält.
Durch Einsatz des oder der Säuren in den geeigneten Mengen kann der pH-Wert des Färbemittels auf den gewünschten pH-Wertebereich eingestellt werden. In diesem Zusammenhang hat es sich weiterhin als besonders bevorzugt herausgestellt, den pH-Wert das Mittels (F) auf einen Bereich von 1 ,0 bis 7,5, bevorzugt von 1 ,5 bis 7,0, weiter bevorzugt von 2,0 bis 6,5 und ganz besonders bevorzugt von 2,0 bis 6,0 einzustellen. Damit der pH-Wert des Mittels (F) gemessen werden kann, enthält das Mittel zusätzlich Wasser (F-4).
Es wird vermutet, dass durch die Erniedrigung des pH-Wertes die Gleichgewichtsreaktion bei den farbgebenden Verbindungen (F-2), die mindestens eine Säuregruppe besitzen, stärker auf die Seite der profanierten Säure verschoben wird, wodurch die die Löslichkeit der Säurefarbstoffe noch weiter vermindert wird und sich die farbgebenden Verbindungen noch besser in den Chitosanfilm integrieren. Daher sind der Farbaufzug und die Waschechtheit der Färbungen umso besser, je niedriger der pH-Wert des Färbemittels ist. Aus Gründen der Hautverträglichkeit sollte der pH-Wert jedoch auch nicht zu stark abgesenkt werden. Auch wenn das Färbemittel beispielsweise als leave- on Produkt konzipiert wird und so ohne Auswaschen auf den Haaren verbleiben soll, dürfen die pH- Werte nicht allzu tief gewählt werden.
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) Wasser (F-4) enthält und einen pH-Wert von 1 ,0 bis 7,5, bevorzugt von 1 ,5 bis 7,0, weiter bevorzugt von 2,0 bis 6,5 und ganz besonders bevorzugt von 2,0 bis 6,0 besitzt.
Menqenanteil der Bestandteile (F-1), (F-2), (F-3) und (F-4) im Färbemittel
Im Rahmen der zu dieser Erfindung führenden Arbeiten wurden mikroskopische Aufnahmen gemacht, die gezeigt haben, dass ein dünner, gleichmäßiger Film auf den Keratinfasern eine besonders gute Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einwirkungen wie mechanischer Reibung oder Haarwäschen besitzt. Je glatter und geschlossener der Film ist, desto weniger Angriffsfläche besitzt er gegenüber einer äußeren Krafteinwirkung. Ist der Film erst an einer Stelle aufgebrochen, so wird er durch die ständige Bewegung der Keratinfasern sehr schnell komplett abgelöst.
Hierbei wurde herausgefunden, dass die mit dem Färbemittel (F) erzeugten Filme besonders dann sehr dünn, gleichmäßig und stabil waren, wenn das Färbemittel zu einem großen Anteil aus den Bestanteilen (F-1), (F-2), (F-3) und (F-4) bestand. Eine Vermutung geht dahin, dass weitere Bestandteile die Gleichmäßigkeit des Filmes stören könnten, weil sie sich in den Film einlagern, an dieser Stelle den Film schwächen oder dort eine Angriffsfläche für äußere Krafteinwirkung bilden könnten. Aus diesem Grund ist es ganz besonders bevorzugt, wenn die Bestandteile (F-1), (F-2), (F-
3) und (F-4) zusammen in einen Mengenanteil von mindestens 90,0 Gew.-%, bevorzugt von mindestens 93 Gew.-%, weiter bevorzugt von mindestens 96 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von mindestens 99 Gew.-% im Färbemittel (F) enthalten sind.
Wenn die Bestandteile (F-1), (F-2), (F-3) und (F-4) zusammen in einen Mengenanteil von mindestens 90,0 Gew.-% im Färbemittel enthalten sind, dann besteht das Färbemittel - bezogen auf sein Gesamtgewicht - zu mindestens 90 Gew.-% aus den Bestandteile (F-1), (F-2), (F-3) und (F-4). Anders ausgedrückt sind in diesem Fall andere Substanzen oder Inhaltsstoffe, die von (F-1) bis (F-
4) verschieden sind, nur in einem Mengenanteil von maximal 10 Gew.-%, bevorzugt aber in noch geringeren Mengenanteilen, im Färbemittel (F) enthalten.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Bestandteile (F-1), (F-2), (F-3) und (F-4) zusammen in einem Mengenanteil von mindestens 90,0 Gew.-%, bevorzugt von mindestens 93 Gew.-%, weiter bevorzugt von mindestens 96 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von mindestens 99 Gew.-% im Färbemittel (F) enthalten sind.
Weiterhin hat es sich auch als bevorzugt erwiesen, wenn im Färbemittel (F) keine von Wasser verschiedenen Lösungsmittel eingesetzt werden. Auch hier wurde beobachtet, dass der auf den Keratinfasern erzeugte Filme sehr dünn und gleichmäßig war, wenn das Färbemittel praktisch keine Lösungsmittel aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1 -Butanol und/oder Polyethylenglycolen enthielt.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) im Wesentlichen frei ist von Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1-Butanol, Phenoxyethanol, Benzylalkohol und/oder Polyethylenglycolen.
Im Rahmen dieser Ausführungsform ist das Färbemittel (F) dadurch gekennzeichnet, dass es im Wesentlichen frei ist von Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2- Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1-Butanol, Phenoxyethanol und Benzylalkohol. Hiermit ist gemeint, dass keines der Lösungsmittel aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2- Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1-Butanol, Phenoxyethanol und Benzylalkohol dem Mittel absichtlich zugesetzt wird.
Manche Rohstoffe mögen eines oder mehrere der o.g. Lösungsmittel in geringen Mengen als Nebenbestandteil enthalten, so dass, wenn dieser Rohstoff eingesetzt werden soll, marginale Mengen dieses Lösungsmittels mit eingeschleppt werden. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die Anwesenheit solch geringer Mengen an Lösungsmittel die Hautanfärbung nicht übermäßig verstärkt.
Zusammenfassend wird unter einem Mittel, dass im Wesentlichen frei ist von den Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1-Butanol, Phenoxyethanol und Benzylalkohol, ein Mittel verstanden, dass - bezogen auf sein Gesamt-gewicht - die oben genannten Lösungsmittel in einer Gesamtmenge von weniger als 0,2 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-%, noch weiter bevorzugt von weniger als 0,05 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von weniger als 0,01 Gew.-% enthält.
Ganz besonders bevorzugt ist das Färbemittel (F) frei von Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1-Butanol, Phenoxyethanol und Benzylalkohol, d.h. das Mittel enthält diese Lösungsmittel in einer Gesamtmenge von 0 Gew.-%. In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) frei ist von Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1-Butanol, Phenoxyethanol, Benzylalkohol und Polyethylenglycolen.
Ethanol besitzt die Cas-Nummer 64-17-5.
Isopropanol wird alternativ auch als 2-Propanol bezeichnet und trägt die CAS-Nummer 67-63-0.
1 .2-Propylenglycol wird alternativ auch als 1 ,2-Propandiol bezeichnet wird und trägt die CAS- Nummern 57-55-6 [(RS)-1 ,2-Dihydroxypropan], 4254-14-2 [(R)-1 ,2-Dihydroxypropan] und 4254-15- 3 [(S)-1 ,2-Dihydroxypropan],
1 .3-Propandiol oder 1 ,3-Dihihydroxypropan besitzt die CAS-Nummer 504-63-2.
Glycerin wird alternativ auch als 1 ,2,3-Propantriol bezeichnet und trägt die CAS-Nummer 56-81-5. 1 -Butanol kann alternativ auch als n-Butanol oder Butylalkohol bezeichnet werden und besitzt die CAS-Nummer 71-36-3.
Phenoxyethanol besitzt die Cas-Nummer 122-99-6.
Benzylalkohol wird auch als Phenylmethanol bezeichnet und trägt die CAS-Nummer 100-51-6.
Polyethylenglycole im Sinne der vorliegenden Erfindung sind bei Raumtemperatur (25 °C) flüssige Polymere der allgemeinen Summenformel C2nH4n+2On+i. Die Wiederholeinheit des linear aufgebauten Polymers ist (-CH2-CH2-O-), mit einer molaren Masse von etwa 44 g mol-1. Chemisch handelt es sich um einen Polyether. Unter Polyethylenglycolen werden somit Ethylenglycole der Formel (EG) verstanden wobei x für eine ganze Zahl von 2 bis 10000 steht.
Nachbehandlunqsmittel (N)
In Schritt (2) des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Nachbehandlungsmittel (N) auf den keratinischen Fasern, insbesondere den menschlichen Haaren, angewendet, welches mindestens ein Proteinhydrolysat und/oder mindestens eine Aminosäure (N-1) enthält.
Proteinhydrolysate sind erfindungsgemäß Abbauprodukte von Proteinen, welche durch saure, basische oder enzymatische Reaktion hergestellt werden. Aufgrund des Herstellungsprozesses weisen Proteinhydrolysate eine Verteilung des Molekulargewichtes auf. Zu den erfindungsgemäßen Proteinhydrolysaten sind auch Oligopeptide zu zählen, da diese ebenfalls durch entsprechende Reaktionen aus Proteinen hergestellt werden können. Einzelne Aminosäuren, welche als diskrete Einzelverbindung vorliegen, zählen erfindungsgemäß nicht zu den Proteinhydrolysaten im Sinne dieser Erfindung. Erfindungsgemäß können Proteinhydrolysate sowohl pflanzlichen als auch tierischen oder marinen oder synthetischen Ursprungs eingesetzt werden.
Tierische Proteinhydrolysate sind beispielsweise Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Seiden- und Milcheiweiß-Proteinhydrolysate, die auch in Form von Salzen vorliegen können. Solche Produkte werden beispielsweise unter den Warenzeichen Dehylan® (Cognis), Promois® (Interorgana), Collapuron® (Cognis), Nutrilan® (Cognis), Gelita-Sol® (Deutsche Gelatine Fabriken Stoess & Co), Lexein® (Inolex), ProSina® (Croda) und Kerasol® (Croda) vertrieben.
Mit Nachbehandlungsmitteln (N), die mindestens ein Keratinhydrolysat enthielten, konnte eine besonders ausgeprägte Verbesserung der Waschechtheit des zuvor angewendeten Färbemittels (F) erzielt werden.
Ein ganz besonders gut geeignetes hydrolysiertes Keratin wird zum Beispiel unter dem Handelsnamen Keliwool von der Firma Kelisame kommerziell angeboten. Keliwool ist ein Keratinhydrolysat, das durch schonende enzymatische Hydrolyse von Merinoschurwolle mit Proteasen in Lebensmittelqualität bei niedriger Temperatur und neutralem pH-Wert hergestellt wird. Keliwool besitzt ein durchschnittliches Molekulargewicht von 3000 Dalton. In Keliwool trägt das hydrolysierte Keratin die CAS-Nummer 69430-36-0 und liegt als 20 bis 23 %ige Lösung in Wasser gelöst vor.
Weiterhin sind erfindungsgemäß bevorzugte pflanzliche Proteinhydrolysaten wie beispielsweise Soja-, Mandel-, Erbsen-, Moringa-, Kartoffel- und Weizenproteinhydrolysate. Solche Produkte sind beispielsweise unter den Warenzeichen Gluadin® (Cognis), DiaMin® (Diamalt), Lexein® (Inolex), Hydrosoy® (Croda), Hydrolupin® (Croda), Hydrosesame® (Croda), Hydrotritium® (Croda), Crotein® (Croda) und Puricare® LS 9658 von der Fa. Laboratoires Serobiologiques erhältlich.
Als geeignetes pflanzliches Proteinhydrolysat kann beispielsweise der Rohstoff Gluadin®Kera-P LM, der ein „Hydrolyzed Vegetable Protein“ darstellt und beispielweise von der Firma BASF vertieben wird, eingesetzt werden.
Weitere erfindungsgemäß bevorzugte Proteinhydrolysate sind maritimen Ursprunges. Hierzu zählen beispielsweise Kollagenhydrolysate von Fischen oder Algen sowie Proteinhydrolysate von Muscheln bzw. Perlenhydrolysate. Beispiele für erfindungsgemäße Perlenextrakte sind die Handelsprodukte Pearl Protein Extract BG® oder Crodarom® Pearl.
Weiterhin sind auch kationisierte Proteinhydrolysate zu den Proteinhydrolysaten zu zählen, wobei das zugrundeliegende Proteinhydrolysat vom Tier, beispielsweise aus Collagen, Milch oder Keratin, von der Pflanze, beispielsweise aus Weizen, Mais, Reis, Kartoffeln, Soja oder Mandeln, von marinen Lebensformen, beispielsweise aus Fischcollagen oder Algen, oder biotechnologisch gewonnenen Proteinhydrolysaten, stammen kann. Als typische Beispiele für die erfindungsgemäßen kationischen Proteinhydrolysate und -derivate seien die unter den INCI - Bezeichnungen im “International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook”, (seventh edition 1997, The Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association 1101 17th Street, N.W., Suite 300, Washington, DC 20036-4702) genannten und im Handel erhältlichen Produkte genannt.
Gute Ergebnisse konnten beobachtet werden, wenn des Nachbehandlungsmittel (N) mindestens ein Proteinhydrolysat (N-1) aus der Gruppe aus Keratin-, Elastin-, Kollagen-, Seiden- und Milcheiweiß- Proteinhydrolysaten, Soja-, Mandel-, Erbsen-, Moringa-, Kartoffel- und Weizenprotein-hydrolysaten, Proteinhydrolysaten von Muscheln, Perlenhydrolysaten und/oder deren Salzen enthielt.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel
(N-1) mindestens ein Proteinhydrolysat aus der Gruppe aus Keratin-, Elastin-, Kollagen- , Seiden- und Milcheiweiß-Proteinhydrolysaten, Soja-, Mandel-, Erbsen-, Moringa-, Kartoffel- und Weizenproteinhydrolysaten, Proteinhydrolysaten von Muscheln, Perlenhydrolysaten und/oder deren Salzen enthält.
In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren daher dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel
(N-1) mindestens ein Keratinhydrolysat und/oder dessen Salze enthält.
Bei den Salzen von Proteinhydrolysaten liegt mindestens ein Anteil der dort vorhandenen Amino- Gruppen in profanierter Form vor und wird durch entsprechende negativ geladene Gegenionen (wie beispielsweise Chlorid, Bromid, Sulfat, Hydrogensulfat, Carbonat, Hydrogencarbonat etc.) neutralisiert, und/oder die Carboxy-Gruppen liegen deprotoniert vor und haben zur Wahrung ihrer Elektroneutralität ein kationisches Gegenion (zum Beispiel Natrium, Kalium oder Ammonium).
Weiterhin erfindungsgemäße Proteinhydrolysate sind Oligopeptide. Oligopeptide können in den erfindungsgemäßen Haarbehandlungsmitteln aufgrund ihrer definierten Aminosäuresequenz bevorzugt sein. Oligopeptide im Sinne der vorliegenden Anmeldung sind durch Peptid-Bindungen Säureamid-artig verknüpfte Kondensationsprodukte von Aminosäuren, die mindestens 3 und maximal 25 Amino-säuren umfassen.
Des Weiteren konnten gute Ergebnisse erhalten werden, wenn im Mittel zusätzlich zu oder anstatt des oder der Proteinhydrolysate mindestens eine Aminosäure eingesetzt wurde. Unter einer Aminosäure ist eine chemische Verbindung mit einer Aminogruppe und einer Carbonsäuregruppe zu verstehen. Zur Klasse der Aminosäuren zählen organische Verbindungen, die zumindest eine Aminogruppe (-NH2 bzw. substituiert -NR2) und eine Carboxygruppe (-COOH) als funktionelle Gruppen enthalten, also Strukturmerkmale der Amine und der Carbonsäuren aufweisen. Chemisch lassen sie sich nach der Stellung ihrer Aminogruppe zur Carboxygruppe unterscheiden - steht die Aminogruppe am Ca-Atom unmittelbar benachbart zur endständigen Carboxygruppe, nennt man dies a-ständig und spricht von a-Aminosäuren. Bevorzugt werden Carbonsäuren mit einer Gesamtzahl an C-Atomen von C2-C20, bevorzugter von C2-C15, besonders bevorzugt von C2-C10 eingesetzt.
Bevorzugte Aminosäuren sind ausgewählt aus Arginin, Glutaminsäure, Serin, Lysin, Histidin, Asparagin, Glutamin, Cystein, Methionin, Tryptophan, Serin, Alanin, Asparaginsäure, Glycin, Isoleucin, Leucin, Phenylalanin, Prolin, Threonin, Tyrosin und Valin sowie Mischungen dieser Aminosäuren.
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel
(N-1) mindestens eine Aminosäure aus der Gruppe aus L-Asparaginsäure, L-Leucin, L-Tyrosin, L-Prolin, L-Histidin, L-Serin, L-Arginin, L-Glutaminsäure, L-Lysin, L- Asparagin, L-Glutamin, L-Cystein, L-Methionin, L-Tryptophan, L-Serin, L-Alanin, Glycin, L-Isoleucin, L-Phenylalanin, L-Threonin und L-Valin enthält.
Chirale Aminosäuren besitzen ein stereogenes Zentrum und können in spiegelbildlichen Formen auftreten. Beispielsweise tritt Arginin in Form des L-Arginins und des D-Arginins auf. Sowohl die L- Form einer Aminosäure als auch ihre D-Form sowie die Gemische hiervon sind von der vorliegenden Erfindung umfasst. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können demnach beide möglichen Enantiomere als spezifische Verbindung oder auch deren Gemische, insbesondere als Racemate, gleichermaßen eingesetzt werden. Es ist jedoch besonders vorteilhaft, die natürlich bevorzugt vorkommende Isomerenform, üblicherweise in L-Konfiguration, einzusetzen.
Demzufolge ist ein besonders bevorzugtes erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) mindestens eine Aminosäure (N-1)) aus der Gruppe aus L- Arginin, L-Glutaminsäure, L-Serin, L-Lysin, L-Histidin, L-Asparagin, L-Glutamin, L-Cystein, L- Methionin, L-Tryptophan, L-Serin, L-Alanin, L-Asparaginsäure, Glycin, L-Isoleucin, L-Leucin, L- Phenylalanin, L-Prolin, L-Threonin, L-Tyrosin und L-Valin enthält.
Für die Erzielung möglichst guter Ergebnisse, werden die Proteinhydrolysate und/oder Aminosäuren bevorzugt in bestimmten Mengenbereichen eingesetzt. Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf sein Gesamtgewicht - ein oder mehrere Proteinhydrolysate und/oder Aminosäuren (N-1) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 10 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,3 bis 7,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,4 bis 3,0 Gew.-% enthält.
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels (N) - ein oder mehrere Proteinhydrolysate und/oder Aminosäuren (N-1) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 10 Gew.- %, weiter bevorzugt von 0,3 bis 7,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,4 bis 3,0 Gew.-% enthält.
Färbemittel (F) und Nachbehandlunqsmittel (N)
Im Rahmen des erfindungsgemäßen Vefahrens werden in den Schritten (1) und (2) ein Färbemittel (F) und ein Nachbehandlungsmittel (N) auf den Keratinfasern angewendet, wobei es sich bei dem Färbemittel (F) und bei dem Nachbehandlungsmittel (N) um verschiedene Formulierungen handelt.
Färbemittel (F) und Nachbehandlungsmittel (N) werden zu verschiedenen Zwecken eingesetzt und enthalten aufgrund ihrer unterschiedlichen Zweckbestimmung auch verschiedene Inhaltsstoffe. Mit dem Färbemittel (F) soll die Färbung der Keratinfasern erreicht werden, so dass das Färbemittel die für die Filmbildung verantwortlichen Chitosane (F-1) und die für die Färbung verantwortlichen Pigmente Oder direktziehenden Farbstoffe (F-2) enthält. Bevorzugt enthält das Färbemittel (F) keine Proteinhydrolysate und keine Aminosäuren.
Das Nachbehandlungsmittel (N) soll den Farberhalt bzw. die Waschbeständigkeit der Färbungen verbessern und enthält zu diesem Zweck Proteinhydrolysat(e) und/oder Aminosäure(n), soll aber selbst nicht färben. Das Nachbehandlungsmittel (N) ist daher bevorzugt dadurch gekennzeichnet, dass es keine Pigmente und keine direktziehenden Farbstoffe enthält.
Anwendung von Färbemittel (F) und Nachbehandlunqsmittel (N)
Wie bereits beschrieben kann das Nachbehandlungsmittel (N) direkt im Anschluss an das Färbemittel (F) auf den Keratinfasern appliziert werden. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn das Färbemittel unter Zuhilfenahme des dann bevorzugt tensidhaltigen Nachbehandlungsmittels (N) aus den Keratinfasern ausgewaschen werden soll. Im Rahmen dieser Ausführungsform kann das Nachbehandlungsmittel dann direkt auf die noch mit dem Färbemittel beaufschlagten Keratinfasern gegeben werden.
Es ist aber auch möglich, dass der Anwender das Färbemittel (F) selbst nach der Färbung gar nicht ausspült, sondern dass das Färbemittel in Form eines Leave-on Produktes auf den Keratinfasern verbleibt. In diesem Fall kann das Nachbehandlungsmittel beispielsweise auf die noch mit dem Färbemittel beaufschlagten Keratinfasern gegeben werden. In einem nachfolgenden Trocknungsschritt können dann Färbemittel (F) und Nachbehandlungsmittel (N) zusammen getrocknet werden.
Das Nachbehandlungsmittel (N) kann auch später auf Haaren angewendet werden, beispielweise zu einem Zeitpunkt, wenn die nächste Haarwäsche ansteht. Auch in diesem Fall enthält das Nachbehandlungsmittel (N) dann zusätzlich mindestens ein Tensid. Abhängig von den Gewohnheiten des Anwenders kann der Zeitraum zwischen Anwendung beider Mittel (F) und (N) so mehrere Stunden, aber auch einen bis einige Tage betragen.
Wenn das Nachbehandlungsmittel (N) als Shampoo angewendet werden soll, enthält es zur Gewährleistung einer ausreichend hohen Reinigungsleistung bevorzugt ein oder mehrere Tenside, besonders bevorzugt ein oder mehrere anionische Tenside.
Als anionische Tenside eignen sich in prinzipiell alle für die Verwendung am menschlichen Körper geeigneten anionischen oberflächenaktiven Stoffe. Diese sind gekennzeichnet durch eine wasserlöslich machende, anionische Gruppe wie z. B. eine Carboxylat-, Sulfat-, Sulfonat- oder Phosphat-Gruppe und eine lipophile Alkylgruppe mit etwa 8 bis 30 C-Atomen. Zusätzlich können im Molekül Glykol- oder Polyglykolether-Gruppen, Ester-, Ether- und Amidgruppen sowie Hydroxylgruppen enthalten sein. Typische Beispiele für anionische Tenside sind Alkylbenzolsulfonate, Alkansulfonate, Olefinsulfonate, Alkylethersulfonate, Glycerinethersulfonate, a-Methylestersulfona- te, Sulfofettsäuren, Alkylsulfate, Fettalkoholethersulfate, Glycerinethersulfate, Hy- droxymischethersulfate, Monoglycerid(ether)sulfate, Fettsäureamid(ether)sulfate, Mono- und Dial- kylsulfosuccinate, Mono- und Dialkylsulfosuccinamate, Sulfotriglyceride, Amidseifen, Ethercarbonsäuren und deren Salze, Fettsäureisethionate, Fettsäuresarcosinate, Fettsäuretauride, Acyllactylate, Acyltartrate, Acylglutamate, Acylaspartate, Alkyloligoglucosidsulfate, Proteinfettsäurekondensate (insbesondere pflanzliche Produkte auf Weizen basis) und Alkyl(ether)phosphate. Sofern die anionischen Tenside Polyglycoletherketten enthalten, können diese eine konventionelle, vorzugsweise jedoch eine eingeengte Homologenverteilung aufweisen. Beispiele für besonders geeignete anionische Tenside sind, jeweils in Form der Natrium-, Kalium- und Ammonium- sowie der Mono-, Di- und Trialkanolammoniumsalze mit 2 bis 4 C-Atomen in der Alkanolgruppe, lineare und verzweigte Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen (Seifen),
Ethercarbonsäuren der Formel R-O-(CH2-CH2O)x-CH2-COOH, in der R eine lineare Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen und x = 0 oder 1 bis 16 ist,
Acylsarcoside mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe,
Acyltauride mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe,
Acylisethionate mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe, sind seit langem bekannte, hautfreundliche oberflächenaktive Stoffe, die durch Veresterung von Fettsäuren mit dem Natriumsalz der 2-Hydroxyethan-sulfonsäure (Isethionsäure), zugänglich sind. Wenn man für diese Veresterung Fettsäuren mit 8 bis 24 C-Atomen, also z. B. Laurin-, Myristin-, Palimitin- oder Stearinsäure oder auch technische Fettsäurefraktionen, z. B. die aus Kokosfettsäure erhältliche C12 - Cis-Fettsäurefraktion einsetzt, erhält man die erfindungsgemäß bevorzugt geeigneten C12 - Cis-Acylisethionate. Es ist bekannt, die Natriumsalze von C12- Cis-Acylisethionaten ähnlich wie Seifen auf Fettsäurebasis durch Kneten, Pilieren, Strangpressen, Extrudieren, Schneiden und Stückpressen in eine geeignete Form für den Transport und für die Anwendung zu bringen. Auf diese Weise lassen sich Nadeln, Granulate, Nudeln oder Riegel herstellen. Eine Anwendung der Acylisethionate sind Toilettenseifen-Stücke und Syndets,
Sulfobernsteinsäuremono- und -dialkylester mit 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe und Sulfobernsteinsäuremono-alkylpolyoxyethylester mit 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe und 1 bis 6 Oxyethylgruppen. Die Sulfobernsteinsäuremonoalkyl(C8-C24)-ester-dinatriumsalze werden nach bekanntem Verfahren z. B. dadurch hergestellt, dass man Maleinsäureanhydrid mit einem Fettalkohol mit 8 - 24 C-Atomen zum Maleinsäuremonoester des Fettalkohols umsetzt und diesen mit Natriumsulfit zum Sulfobernsteinsäureester sulfitiert. Besonders geeignete Sulfobernsteinsäureester leiten sich von Fettalkoholfraktionen mit 12 - 18 C-Atomen ab, wie sie z. B. aus Kokosfettsäure oder Kokosfettsäuremethylester durch Hydrierung zugänglich sind, lineare Alkansulfonate mit 8 bis 24 C-Atomen, lineare Alpha-Olefinsulfonate mit 8 bis 24 C-Atomen,
Alpha-Sulfofettsäuremethylester von Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen,
Alkylsulfate und Alkylpolyglykolethersulfate der Formel R-O(CH2-CH2O)x-OSC>3H, in der R eine bevorzugt lineare Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen und x = 0 oder 1 bis 12 ist, Hydroxysulfonate im wesentlichen entsprechend mindestens einer der beiden folgenden Formeln oder deren Mischungen sowie deren salzen, CH3-(CH2)y-CHOH-(CH2)p-(CH-SO3M)-(CH2)z-CH2-O-(CnH2nO)x-H, und/oder
CH3-(CH2)y-(CH-SO3M)-(CH2)p-CHOH-(CH2)z- CH2-O-(CnH2nO)x-H wobei in beiden Formeln y und z = 0 oder ganze Zahlen von 1 bis 18, p = 0, 1 oder 2 und die Summe (y+z+p) eine Zahl von 12 bis 18, x = 0 oder eine Zahl von 1 bis 30 und n eine ganze Zahl von 2 bis 4 sowie M = H oder Alkali-, insbesondere Natrium, Kalium, Lithium, Erdalkali- , insbesondere Magnesium, Calcium, Zink und/oder einem Ammoniumion, welches gegebenenfalls substituiert sein kann, insbesondere Mono-, Di-, Tri- oder Tetraammoniumionen mit C1 bis C4 Alkyl-, Alkenyl- oder Arylresten, sulfatierte Hydroxyalkylpolyethylen- und/oder Hydroxyalkylenpropylenglykolether der Formel R1- (CHOSO3M)-CHR3-(OCHR4-CH2)n-OR2 mit R1, einem linearen Alkylrest mit 1 bis 24 C-Atomen, R2 für einen linearen oder verzweigten, gesättigten Alkylrest mit 1 bis 24 C-Atomen, R3 für Wasserstoff oder einen linearen Alkylrest mit 1 bis 24 C-Atomen, R4 für Wasserstoff oder einen Methylrest und M für Wasserstoff, Ammonium, Alkylammonium, Alkanolammonium, worin die Alkyl- und Alkanolreste je 1 bis 4 C-Atome aufweisen, oder ein Metallatom ausgewählt aus Lithium, Natrium, Kalium, Calcium oder Magnesium und n für eine Zahl im Bereich von 0 bis 12 stehen und weiterhin die Gesamtzahl der in R1 und R3 enthaltenen C-Atome 2 bis 44 beträgt, Sulfonate ungesättigter Fettsäuren mit 8 bis 24 C-Atomen und 1 bis 6 Doppelbindungen,
Ester der Weinsäure und Zitronensäure mit Alkoholen, die Anlagerungsprodukte von etwa 2-15 Molekülen Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen darstellen, Alkyl- und/oder Alkenyletherphosphate der Formel,
R1 (OCH2CH2)n-O-(PO-OX)-OR2, in der R1 bevorzugt für einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen, R2 für Wasserstoff, einen Rest (CH2CH2O)nR2 oderX, n für Zahlen von 1 bis 10 und X für Wasserstoff, ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder NR3R4R5Re, mit R3 bis Re unabhängig voneinander stehend für Wasserstoff oder einen Ci bis C4 - Kohlenwasserstoffrest, steht, sulfatierte Fettsäurealkylenglykolester der Formel RCO(AlkO)nSC>3M in der RCO- für einen linearen oder verzweigten, aliphatischen, gesättigten und/oder ungesättigten Acylrest mit 6 bis 22 C-Atomen, Alk für CH2CH2, CHCH3CH2 und/oder CH2CHCH3, n für Zahlen von 0,5 bis 5 und M für ein Metall steht, wie Alkalimetall, insbesondere Natrium, Kalium, Lithium, Erdalkalimetall, insbesondere Magnesium, Calcium, Zink, oder Ammoniumion, wie +NR3R4R5Re, mit R3 bis Re unabhängig voneinander stehend für Wasserstoff oder einen C1 bis C4 - Kohlenwasserstoffrest,
Monoglyceridsulfate und Monoglyceridethersulfate der Formel R8OC-(OCH2CH2)x-OCH2-[CHO(CH2CH2O)yH]-CH2O(CH2CH2O)z-SO3X, in der R8CO für einen linearen oder verzweigten Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, x, y und z in Summe für 0 oder für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise 2 bis 10, und X für ein Alkalioder Erdalkalimetall steht. Typische Beispiele für im Sinne der Erfindung geeignete Mono- glycerid(ether)sulfate sind die Umsetzungsprodukte von Laurinsäuremonoglycerid, Kokosfettsäuremonoglycerid, Palmitinsäuremonoglycerid, Stearinsäuremonoglycerid, Ölsäure monoglycerid und Talgfettsäuremonoglycerid sowie deren Ethylenoxidaddukte mit Schwefeltrioxid oder Chlorsulfonsäure in Form ihrer Natriumsalze. Vorzugsweise werden Monoglyceridsulfate eingesetzt, in der R8CO für einen linearen Acylrest mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen steht,
Amidethercarbonsäuren, R1-CO-NR2-CH2CH2-O-(CH2CH2O)nCH2COOM, mit R1 als geradkettigen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit einer Zahl an Kohlenstoffatomen in der Kette von 2 bis 30, n steht für eine ganze Zahl von 1 bis 20 und R2 steht für Wasserstoff, einen Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, t-Butyl- oder iso-Butylrest und M steht für Wasserstoff oder ein Metall wie Alkalimetall, insbesondere Natrium, Kalium, Lithium, Erdalkalimetall, insbesondere Magnesium, Calcium, Zink, oder ein Ammoniumion, wie +NR3R4R5Re, mit R3 bis Re unabhängig voneinander stehend für Wasserstoff oder einen C1 bis C4 - Kohlenwasserstoffrest. Derartige Produkte sind beispielsweise von der Firma Chem-Y unter der Produktbezeichnung Akypo® erhältlich. Acylglutamate der Formel XOOC-CH2CH2CH(C(NH)OR)-COOX, in der RCO für einen linearen oder verzweigten Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen und 0 und/oder 1 , 2 oder 3 Doppelbindungen und X für Wasserstoff, ein Alkali- und/oder Erdalkalimetall, Ammonium, Alkylammonium, Alkanolammonium oder Glucammonium steht, Kondensationsprodukte aus einem wasserlöslichen Salz eines wasserlöslichen Eiweißhydrolysat-Fettsäure-Kondensationsproduktes. Diese werden durch Kondensation von C8 - C30 Fettsäuren, bevorzugt von Fettsäuren mit 12 - 18 C-Atomen mit Aminosäuren, Mono- , Di- und wasserlöslichen Oligopeptiden und Gemischen solcher Produkte hergestellt, wie sie bei der Hydrolyse von Proteinen anfallen. Diese Eiweißhydrolysat-Fettsäure- Kondensationsprodukte werden mit einer Base neutralisiert und liegen dann bevorzugt als Alkali- , Ammonium-, Mono-, Di- oder Trialkanolammoniumsalz vor. Solche Produkte sind unter dem Warenzeichen Lamepon®, Maypon®, Gluadin®, Hostapon® KCG oder Amisoft® seit langem im Handel erhältlich.
Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst ein erfindungsgemäßes Verfahren die
(1) Anwendung des Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern in einem ersten Schritt, dann die
(2) Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern in einem zweiten Schritt, wobei zwischen den Schritten (1) und (2) ein Zeitraum von maximal 72 Stunden, bevorzugt maximal 60 Stunden, besonders bevorzugt maximal 48 Stunden liegt.
Die Anwendung der Nachbehandlungsmittels kann auch ein oder mehrmals wiederholt werden.
In einerweiteren Ausführungsform besonders bevorzugt ist ein Verfahren umfassend die folgenden Schritte:
(1) Applizieren des Färbemittels (F) auf die keratinischen Fasern,
(2) Einwirken des Färbemittels (F) auf die keratinischen Fasern, und
(3) gegebenenfalls Ausspülen des Färbemittels (F),
(4) Applizieren des Nachbehandlungsmittels (N) auf die keratinischen Fasern,
(5) Einwirken des in Schritt (4) applizierten Nachbehandlungsmittels (N) auf die keratinischen Fasern, und
(6) gegebenenfalls Ausspülen des Nachbehandlungsmittels (V).
In einer weiteren Ausführungsform ganz besonders bevorzugt ist ein Verfahren umfassend die folgenden Schritte:
(1) Applizieren des Färbemittels (F) auf die keratinischen Fasern,
(2) Einwirken des Färbemittels (F) auf die keratinischen Fasern, und
(3) Trocknen der noch mit dem Färbemittel (F) beaufschlagten keratinischen Fasern, (4) Applizieren des Nachbehandlungsmittels (N) auf die keratinischen Fasern,
(5) Einwirken des in Schritt (4) applizierten Nachbehandlungsmittels (N) auf die keratinischen Fasern, und
(6) gegebenenfalls Ausspülen des Nachbehandlungsmittels (N).
In einer weiteren Ausführungsform ebenfalls ganz besonders bevorzugt ist ein Verfahren umfassend die folgenden Schritte:
(1) Applizieren des Färbemittels (F) auf die keratinischen Fasern,
(2) Einwirken des Färbemittels (F) auf die keratinischen Fasern,
(3) Applizieren des Nachbehandlungsmittels (N) auf die noch mit dem Färbemittel (F) bedeckten keratinischen Fasern,
(5) Trocknen der mit dem Färbemittel (F) und dem Nachbehandlungsmittel (N) beaufschlagten keratinischen Fasern.
Mehrkomponenten-Verpackunqseinheit
Zur Erhöhung des Anwenderkomforts werden dem Anwender bevorzugt alle benötigten Mittel in Form einer Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zur Verfügung gestellt.
Ein zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine Mehrkomponenten- Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend getrennt voneinander konfektioniert einen ersten Container mit einem Färbemittel (F), und einen zweiten Container mit einem Nachbehandlungsmittel (N), wobei das Färbemittel (F) und das Nachbehandlungsmittel (N) bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands bereits im Detail offenbart wurden.
Die Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) kann auch noch ein oder mehrere weitere Container mit weiteren Formulierungen umfassen.
Verbesserung des Farberhalts
Unter einer Verbesserung des Farberhalts wird im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere eine Verbesserung der Waschechtheit verstanden, d.h. mit Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden in späteren Haarwäschen von den Haaren weniger Pigmente/Farbstoffe abgetragen. Quantifiziert werden kann der Farberhalt beispielsweise visuell oder durch farbmetrische Messungen (Messung der L-, a-, b-Werte) und Berechnung des Farbabstands. Je geringer der Farbabstand zwischen dem gewaschenen und dem nicht gewaschenen Haar ist, desto besser ist die Waschechtheit bzw. der Farberhalt. Ein dritter Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist die Verwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) zur Verbesserung des Farberhalts von oder auf keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, welche durch Anwendung eines Färbemittels (F) gefärbt wurden, wobei das Färbemittel (F) und das Nachbehandlungmsittel (N) bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands bereits im Detail offenbart wurden.
Anders ausgedrückt ist ein dritter Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist die Verwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) zur Verbesserung des Farberhalts eines Färbemittels (F) auf keratinischen Fasern, wobei das Färbemittel (F) und das Nachbehandlungsmittel (N) bei der Beschreibung des ersten Erfindungsgegenstands bereits im Detail offenbart wurden.
Betreffend die weiteren bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) und Verwendung gilt mutatis mutantis das zu den erfindungsgemäßen Verfahren gesagte.
Beispiele
1 . Formulierungen
Es wurden die folgenden Formulierungen hergestellt (alle Angaben, sofern nichts anderes angegeben ist, in Gew.-%):
2. Anwendung auf Strähnen
Die Färbemittel wurden auf Haarsträhnen (Firma Kerling) appliziert. Hierzu wurden jeweils 0,25 g Färbemittel (F) pro Gramm Haarsträhne einmassiert und für 1 Minute einwirken gelassen. Danach wurden die noch mit dem Färbemittel beaufschlagten Strähnen mit einem handelsüblichen Föhn getrocknet. Im Anschluss daran wurde jede gefärbte Strähne für 30 Minuten in das Nachbehandlungsmittel getaucht Nach dem Herausnehmen wurde das Nachbehandlungsmittel von den Strähnen abgestreift, und die Strähnen wurden mit einem Föhn getrocknet und für 24 Stunden gelagert. Die gefärbten Strähnen wurden visuell von einer geschulten Person unter der Tageslichtlampe beurteilt.
Referenzsträhnen wurden nach dem oben beschriebenen Verfahren mit dem jeweiligen Färbemittel (F) behandelt, es wurde aber kein Nachbehandlungsmittel (N) appliziert. Auch diese Strähnen wurden nach dem Trocknen visuell von einer geschulten Person unter der Tageslichtlampe beurteilt.
3. Messung der Waschechtheiten Im Anschluss and die Färbung und Nachbehandlung wurde jede Strähne fünf manuellen Haarwäschen unterzogen. Für jede Haarwäsche wurde die Strähne angefeuchtet, dann wurde ein handelsübliches Shampoo (Schauma 7 Kräuter) 25 Sekunden lang in die jeweilige Strähne einmassiert (0,25 g Shampoo pro Gramm Haar). Im Anschluss daran wurde die Strähne 30 Sekunden lang mit lauwarmem Leitungswasser ausgewaschen und getrocknet.
Nach jeder Haarwäsche wurde die jeweilige Strähne erneut visuell unter der Tageslichtlampe beurteilt.
Die Haarsträhnen wurden im Hinblick auf ihre Farbintensität anhand einer Skala von 1 (sehr niedrige Farbintensität) bis 5 (sehr hohe Farbintensität) beurteilt.
0 HW = Farbergebnis direkt nach der Färbung
5 = hohe Intensität 1 = niedrige Intensität
5 = hohe Intensität 1 = niedrige Intensität
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren (F1)/(N) und (F2)/(N) gefärbten Strähnen zeigten im Vergleich zur entsprechenden Färbung ohne Nachbehandlung (N) eine verbesserte Waschechtheit.

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die
(1) Anwendung eines Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern, welches enthält
(F-1) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat, und
(F-2) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe aus Pigmenten und direktziehenden Farbstoffen,
(2) Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern, welches enthält
(N-1) mindestens ein Proteinhydrolysat und/oder mindestens eine Aminosäure.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Chitosan und/oder ein Chitosanderivat (F-1) mit einem Molekulargewicht von 20.000 bis 800.000 g/mol, bevorzugt von 50.000 bis 600.000 g/mol, weiter bevorzugt von 80.000 bis 450.000 g/mol und ganz besonders bevorzugt von 100.000 bis 300.000 g/mol enthält.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel - bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels (F) - ein oder mehrere Chitosane und/oder Chitosanderivate (F-1) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 10,0 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 8,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 6,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,7 bis 2,0 Gew.-% enthält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens anorganisches Pigment (F-2) enthält, das bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe der farbigen Metalloxide, Metallhydroxide, Metalloxidhydrate, Silicate, Metallsulfide, komplexen Metallcyanide, Metallsulfate, Bronzepigmente und/oder aus farbigen Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit mindestens einem Metalloxid und/oder einem Metalloxychlorid beschichtet sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein organisches Pigment (F-2) enthält, das bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe aus Carmin, Chinacridon, Phthalocyanin, Sorgho, blaue Pigmente mit den Color Index Nummern CI 42090, CI 69800, CI 69825, CI 73000, CI 74100, CI 74160, gelbe Pigmente mit den Color Index Nummern CI 11680, CI 11710, CI 15985, CI 19140, CI 20040, CI 21100, CI 21108, CI 47000, CI 47005, grüne Pigmente mit den Color Index Nummern CI 61565, CI 61570, CI 74260, orange Pigmente mit den Color Index Nummern CI 11725, CI 15510, CI 45370, CI 71105, rote Pigmente mit den Color Index Nummern CI 12085, CI 12120, CI 12370, CI 12420, CI 12490, CI 14700, CI 15525, CI 15580, CI 15620, CI 15630, CI 15800, CI 15850, Cl 15865, Cl 15880, Cl 17200, Cl 26100, Cl 45380, Cl 45410, Cl 58000, Cl 73360, Cl 73915 und/oder Cl 75470.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens ein Pigment (F-2) enthält, das ausgewählt ist aus der Gruppe der Pigmente auf Basis eines lamellaren Substratplättchens, der Pigmente auf Basis eines lentikulären Substratplättchens und der Vakuum metallisierten Pigmente.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennezeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens einen Säurefarbstoff (F-2) enthält, der ausgewählt ist aus der Gruppe aus Acid Yellow 1 , Acid Yellow 3, Acid Yellow 9, Acid Yellow 17, Acid Yellow 23, Acid Yellow 36, Acid Yellow 121 , Acid Orange 6, Acid Orange 7, Acid Orange 10, Acid Orange 11 , Acid Orange 15, Acid Orange 20, Acid Orange 24, Acid Red 14, Acid Red 18, Acid Red 27, Acid Red 33, Acid Red 35, Acid Red 51 , Acid Red 52, Acid Red 73, Acid Red 87, Acid Red 95, Acid Red 184, Acid Red 195, Acid Violet 43, Acid Violet 49, Acid Violet 50, Acid Blue 1 , Acid Blue 3, Acid Blue 7, Acid Blue 104, Acid Blue 9, Acid Blue 62, Acid Blue 74, Acid Blue 80, Acid Green 3, Acid Green 5, Acid Green 9, Acid Green 22, Acid Green 25, Acid Green 50, Acid Black 1 , Acid Black 52, Food Yellow 8, Food Blue 5, D&C Yellow 8, D&C Green 5, D&C Orange 10, D&C Orange 11 , D&C Red 21 , D&C Red 27, D&C Red 33, D&C Violet 2 und/oder D&C Brown 1 .
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) mindestens eine organische Säure (F-3) aus der Gruppe aus Essigsäure, Zitronensäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Malonsäure, Maleinsäure und Benzoesäure und Wasser (F-4) enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestandteile (F-1), (F-2), (F- 3) und (F-4) zusammen in einem Mengenanteil von mindestens 90,0 Gew.-%, bevorzugt von mindestens 93 Gew.-%, weiter bevorzugt von mindestens 96 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von mindestens 99 Gew.-% im Färbemittel (F) enthalten sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Färbemittel (F) im Wesentlichen frei ist von Lösungsmitteln aus der Gruppe aus Ethanol, Isopropanol, 1 ,2- Propylenglycol, 1 ,3-Propandiol, Glycerin, 1 -Butanol, Phenoxyethanol, Benzylalkohol und/oder Polyethylenglycolen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel
(N-1) mindestens ein Proteinhydrolysat aus der Gruppe aus Keratin-, Elastin-, Kollagen- , Seiden- und Milcheiweiß-Proteinhydrolysaten, Soja-, Mandel-, Erbsen-, Moringa-, Kartoffel- und Weizenproteinhydrolysaten, Proteinhydrolysaten von Muscheln, Perlenhydrolysaten und/oder deren Salzen enthält.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel
(N-1) mindestens eine Aminosäure aus der Gruppe aus L-Asparaginsäure, L-Leucin, L-Tyrosin, L-Prolin, L-Histidin, L-Serin, L-Arginin, L-Glutaminsäure, L-Lysin, L- Asparagin, L-Glutamin, L-Cystein, L-Methionin, L-Tryptophan, L-Serin, L-Alanin, Glycin, L-Isoleucin, L-Phenylalanin, L-Threonin und L-Valin enthält.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachbehandlungsmittel (N) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Nachbehandlungsmittels (N) - ein oder mehrere Proteinhydrolysate und/oder Aminosäuren (N-1) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 10 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,3 bis 7,5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,4 bis 3,0 Gew.-% enthält.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, umfassend die
- Anwendung des Färbemittels (F) auf den keratinischen Fasern in einem ersten Schritt, dann die
- Anwendung des Nachbehandlungsmittels (N) auf den keratinischen Fasern in einem zweiten Schritt, wobei zwischen den Schritten (1) und (2) ein Zeitraum von maximal 72 Stunden, bevorzugt maximal 60 Stunden, besonders bevorzugt maximal 48 Stunden liegt.
15. Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Färben von keratinischen Fasern, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend getrennt voneinander konfektioniert einen ersten Container mit einem Färbemittel (F), und einen zweiten Container mit einem Nachbehandlungsmittel (N), wobei das Färbemittel (F) und das Nachbehandlungsmittel (N) in den Ansprüchen 1 bis 13 definiert wurden.
16. Verwendung eines Nachbehandlungsmittels (N) zur Verbesserung des Farberhalts von keratinischen Fasern, die mit einem Färbemittel (F) gefärbt wurden, wobei das Färbemittel (F) und das Nachbehandlungsmittel (N) in den Ansprüchen 1 bis 13 definiert wurden.
EP24706103.9A 2023-04-26 2024-02-19 Verfahren zur färbung von keratinfasern, umfassend die anwendung eines färbemittels mit chitosan und farbgebender verbindung und die anwendung eines nachbehandlungsmittels mit proteinhydrolysat und/oder aminosäure Pending EP4701617A1 (de)

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