EP4701432A1 - Vorrichtung und verfahren zum konservieren von getränken mit ferngesteuerter systemüberwachung und datenauswertung mit rückkopplung - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum konservieren von getränken mit ferngesteuerter systemüberwachung und datenauswertung mit rückkopplung

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EP4701432A1
EP4701432A1 EP24712822.6A EP24712822A EP4701432A1 EP 4701432 A1 EP4701432 A1 EP 4701432A1 EP 24712822 A EP24712822 A EP 24712822A EP 4701432 A1 EP4701432 A1 EP 4701432A1
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EP
European Patent Office
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measured values
pump
data
characteristic
intended
Prior art date
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Pending
Application number
EP24712822.6A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Jonas Burgholz
Erasmus Vogl
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Lanxess Deutschland GmbH
Original Assignee
Lanxess Deutschland GmbH
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B70/00Preservation of non-alcoholic beverages
    • A23B70/10Preservation of non-alcoholic beverages by addition of preservatives
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/70Preservation of foods or foodstuffs, in general by treatment with chemicals
    • A23B2/725Preservation of foods or foodstuffs, in general by treatment with chemicals in the form of liquids or solids
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Abstract

Vorrichtung (1) zur Konservierung von Getränken mit einer Messeinrichtung (3), welche dazu geeignet und bestimmt ist, eine Durchflussmenge einer durch eine Getränkeleitung (10) fließenden Flüssigkeit zu bestimmen, und mit einer Pumpeneinrichtung (4), welche ein Konservierungsmittel, insbesondere Dialkyldicarbonate, in die Getränkeleitung (10) fördert, und mit wenigstens zwei weiteren Messeinrichtungen (22, 24, 42, 44), welche wenigstens zwei für den Betrieb der Vorrichtung (1) weitere charakteristische Messwerte (M2, M3, M4, M5) bestimmen, wobei die Vorrichtung (1) eine Steuerungseinrichtung (14) zum Steuern der Pumpeneinrichtung (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Speichereinrichtung (15) aufweist, welche ein wiederholtes Speichern wenigstens der weiteren charakteristischen Messwerte ermöglicht und die Steuerungseinrichtung (14) dazu geeignet und bestimmt ist, die Pumpeneinrichtung in Abhängigkeit von wenigstens einem der abgespeicherten Messwerte zu steuern.

Description

Vorrichtung und Verfahren zum Konservieren von Getränken mit ferngesteuerter Systemüberwachung und Datenauswertung mit Rückkopplung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Überwachung einer Anlage zur Konservierung von Getränken sowie die Verwendung der Vorrichtung zu diesem Zweck.
Konservierungsmittel, wie z.B. Dialkyldicarbonate, Schwefeldioxid, Natamycin, Benzoate oder Sorbate werden in der Getränkeindustrie zur Kaltentkeimung von alkoholfreien karbonisierten oder stillen Fruchtsaftgetränken, Fruchtsäften, Weinen, alkoholfreien Weinen, Ciders, Eis-Tees und anderen Getränken eingesetzt. Ein besonderes Kaltentkeimungsmittel stellen die Dialkyldicarbonate, wie insbesondere Dimethyldicarbonat oder Diethyldicarbonat, dar, die eine Reihe von Vorteilen aufweisen. Der herausragende Vorteil liegt dabei in der Tatsache begründet, dass Geschmack und Farbe, im Gegensatz zur Heißabfüllung, nicht beeinflusst werden. Auch gegenüber persistenten Konservierungsstoffen, wie Natriumbenzoat bzw. Benzoesäure oder Kaliumsorbat bzw. Sorbinsäure, besteht der Vorteil insbesondere in der Abwesenheit jeglicher geschmacklichen Beeinträchtigungen und dem Verschwinden der Wirkung. Auf Grund des Zerfalls der Dialkyldicarbonate in unbedenkliche Bestandteile wird durch den eigentlichen Verbraucher kein Konservierungsstoff bzw. Konservierungsmittel konsumiert. Gegenüber einer kaltaseptischen Abfüllung sind besonders die ganz wesentlich geringeren Investitionskosten in Anlagentechnik als Vorteil beim Einsatz von Dialkyldicarbonaten bekannt.
Nach dem Stand der Technik werden zur Zugabe von Dialkyldicarbonaten beispielsweise in der Getränkelinie eingebaute Membran-Dosierpumpen verwendet, welche eine Einbringung von Dialkyldicarbonaten in den laufenden Getränkefluss ermöglichen. Andernfalls kann eine gleichmäßige und zuverlässige Verteilung im Getränk nicht gewährleistet werden. Ein Vorteil von Membranpumpen besteht darin, dass deren Pumpenraum vollständig abgeschlossen ist.
Es können aber auch andere Arten von Pumpen eingesetzt werden. Die Apparate mit Membranpumpen bestehen in der Regel aus einer magnetisch oder elektrisch angetriebenen Membranpumpe, Vorratsgefäßen, einer an die Getränkeleitung angebrachten Vorrichtung zur Verdüsung des Dialkyldicarbonates, einem an die Getränkeleitung angebrachten Durchflussmessgerät, sowie einer Elektronik-Steuerung. Dosierpumpen dieser Art sind üblicherweise fest in die Getränkelinie installiert.
Die Dosierpumpen sind vorteilhafterweise dabei für mehrere unterschiedliche Leistungsparameter geeignet, insbesondere für Klein- und Kleinstmengen. Daneben sollen diese Dosierpumpen eine hohe Genauigkeit bei der Eindosierung, einen hohen Verdüsungsdruck und einen weiten Regelbereich aufweisen.
Die Funktionsweise dieser Geräte beruht auf der on-line - Messung der im Getränkerohr herrschenden Getränkedurchflussrate und der daraus parallel berechneten Menge an zu dosierendem Dialkyldicarbonat. Dialkyldicarbonate werden damit jeweils proportional in der benötigten Menge in das Getränkerohr zudosiert. Beispiele dieser Pumpen sind die Velco- rinDT-Geräte der Firma Lanxess.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Betrieb derartiger Vorrichtung zu vereinfachen. Dies wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Konservierung von Getränken weist eine Messeinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, eine Durchflussmenge einer durch eine Getränkeleitung fließenden Flüssigkeit zu bestimmen, und eine Pumpeneinrichtung, welche ein Konservierungsmittel, insbesondere Dialkyldicarbonate, in die Getränkeleitung fördert, und wenigstens zwei weiteren Messeinrichtungen, welche wenigstens zwei weitere für den Betrieb der Vorrichtung charakteristische Messwerte bestimmen, wobei die Vorrichtung eine Steuerungseinrichtung zum Steuern der Pumpeneinrichtung aufweist.
Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Speichereinrichtung auf, welche ein wiederholtes Speichern wenigstens der weiteren charakteristischen Messwerte ermöglicht und die Steuerungseinrichtung ist dazu geeignet und bestimmt, die Pumpeneinrichtung in Abhängigkeit von wenigstens einem der abgespeicherten Messwerte zu steuern.
Zusätzlich oder alternativ weist bevorzugt die Vorrichtung eine Auswerteeinrichtung auf, welche die von den Messeinrichtungen aufgenommenen Daten auswertet. Dabei kann diese Auswertung unter Verwendung eines Modells, insbesondere eines Simulationsmodells und insbesondere unter Verwendung eines Simulations-Dosage-Modells (im Folgenden auch kurz als Dosagemodell bezeichnet) erfolgen.
Bei einem bevorzugten Verfahren handelt es sich bei der Auswerteeinrichtung um eine externe Auswerteeinrichtung, insbesondere einen Cloud-basierten und/oder einen externen Server. Unter einem externen Server ist insbesondere ein in Bezug auf die (Ego- )Pumpeneinrichtung externer Server, insbesondere ein Backend-Server, zu verstehen.
Der externe Server ist beispielsweise ein Backend eines Herstellers der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Pumpeneinrichtung oder eines Dienstanbieters, welcher dazu eingerichtet ist, Umfelddaten und/oder hiervon abgeleitete Daten (insbesondere jeweils in Bezug Abfüllsituationen in Bezug auf eine Vielzahl von (Ego-)Pumpeneinrichtungen) auszuwerten und/oder (ermittelte) Benachrichtigungsgröße(n) zu verwalten und/oder zu speichern. Die Funktionen des Backend bzw. des externen Servers können dabei auf (externen) Serverfarmen durchgeführt werden. Beim (externen) Server kann es sich um ein verteiltes System handeln. Der externe Server und/oder das Backend kann Cloud-basiert sein. Bei einem weiter bevorzugten Verfahren erfolgt eine Steuerung und/oder Regelung und/oder Überwachung der Pumpeneinrichtung oder der Vorrichtung in Abhängigkeit eines, insbesondere trainierbaren, Dosage-Modells maschinellen Lernens, welches einen Satz insbesondere trainierbarer, Parameter umfasst, welche auf Werte eingestellt sind, die als Ergebnis eines Trainingsprozesses gelernt wurden, wobei der Trainingsprozess auf Grundlage eines Satzes von Trainingsdaten erfolgt ist.
Bevorzugt umfassen die Trainingsdaten wenigstens eine für eine in Bezug auf die Pumpeneinrichtung und/oder die Vorrichtung in ihrer Gesamtheit vorliegende Durchflussmennge des Getränks gegenüber weiteren für den Dosiervorgang charakteristischen Größe, wie insbesondere einem Druck des Konservierungsmittels, einer Durchflussmenge des Konservierungsmittels und/oder einer Temperatur des Konservierungsmittels.
Bevorzugt umfassen die Trainingsdaten als Klassifizierungsmerkmal die Information, ob der Zustand einem (störungsfreien) Regelbetrieb entspricht und/oder ob eine Fehlfunktion vorliegt und/oder ob ein (fortschreitender) Alterungszustand der Pumpeneinrichtung und/oder der Vorrichtung insgesamt vorliegt.
Bevorzugt ist das Dosage-Modell dazu geeignet und bestimmt, (in den Trainingsdaten) Abweichungen und/oder Anomalien und/oder Muster zu erkennen, welche einen Fehlerzustand und/oder Fehlfunktionen und/oder eine (fortgeschrittene) Alterung von Elementen der Pumpeneinrichtung und/oder der Vorrichtung insgesamt und/oder einen Wartungsbedarf der Pumpeneinrichtung und/oder der Vorrichtung insgesamt erkennen.
Bevorzugt gibt das Dosage-modell in Abhängigkeit der Eingangsgrößen einen hierfür charakteristischen Wahrscheinlichkeitswert (als Ausgangsgröße) aus.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform erlaubt die Speichereinrichtung eine Speicherung des Messwertes mit einer zeitlichen Zuordnung. Bevorzugt erlaubt die Speichereinrichtung auch eine Abspeicherung eines für die Durchflussmenge charakteristischen Messwertes und/oder eines oder mehrerer mittels der oben erwähnten Messeinrichtung erfassten Messwerte.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung wenigstens ein Aufnahmebe- hältnis zum wenigstens vorübergehenden Aufnehmen des Konservierungsmittels auf. Bevorzugt ist dieses Aufnahmebehältnis in einer Strömungsrichtung des Konservierungsmittels stromaufwärts bzw. vor der Pumpeneinrichtung angeordnet. Besonders bevorzugt kann die Pumpeneinrichtung das Konservierungsmittel aus diesem Aufnahmebehältnis entnehmen.
Bevorzugt weist die Vorrichtung eine Entlüftungseinrichtung zum Entlüften der Pumpeneinrichtung auf. Diese Entlüftungseinrichtung weist bevorzugt eine Messeinrichtung oder Sensoreinrichtung auf, welche wenigstens einen Messwert bestimmt, der für einen Entlüftungszustand der Pumpeneinrichtung charakteristisch ist.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine weitere Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen des Konservierungsmittels auf. Dabei ist es möglich, dass zunächst von einer der beiden Aufnahmeeinrichtungen das Konservierungsmittel in die zweite Aufnahmeeinrichtung gefördert wird. Besonders bevorzugt handelt es sich bei der zweiten Aufnahmeeinrichtung(en), um ein Aufnahmebehältnis und insbesondere ein Pufferbehältnis.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Vergleichseinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, den charakteristischen Messwert mit einem Referenzwert zu vergleichen. Dabei kann beispielsweise eine Differenz zwischen dem Referenzwert und dem Messwert ermittelt werden. Auch kann ein Quotient zwischen dem charakteristischen Messwert und dem Referenzwert gebildet werden. Bei diesen Referenzwert oder Sollwert kann es sich um einen vorgegebenen Sollwert handeln und/oder auch einen ebenfalls in der Speichereinrichtung gespeicherten Messwert.
Weiterhin kann überprüft werden, ob eine Abweichung zwischen dem Messwert und dem Sollwert und/oder Referenzwert innerhalb vorbestimmter Grenzen liegt. Ist dies nicht der Fall, kann ein Alarm ausgegeben werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Alarmausgabeeinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist bei Auftreten eines Fehlerzustands einen Alarm auszugeben. Bevorzugt ist die oben erwähnte Speichereinrichtung dazu geeignet und bestimmt, für diesen Alarm charakteristische Daten abzuspeichern. So können beispielsweise ein Zeitpunkt des ausgegebenen Alarms, und der besagte Messwert und gegebenenfalls auch weitere Messwerte abgespeichert werden. Bei der Speichereinrichtung kann es sich um eine interne beispielsweise an oder in der Pumpeneinrichtung oder deren Steuerung angeordnete Speichereinrichtung handeln, es kann sich jedoch auch um eine Cloud oder einen Internetspeicher handeln.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Pumpeneinrichtung auch in Abhängigkeit von einer von der Messeinrichtung bestimmten Durchflussmenge steuerbar. Dabei ist es möglich, dass diese Durchflussmenge (insbesondere permanent) bestimmt wird und die Pumpeneinrichtung in Abhängigkeit hiervon gesteuert wird.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Modellerzeugungseinheit auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, auf Basis einer Vielzahl von Messwerten ein Modell zum Betreiben der Vorrichtung zu erstellen. Dieses Modell wird im Folgenden auch als Dosage-Modell bezeichnet. Auf Basis dieses Modells ist es möglich, die Vorrichtung und/oder deren Betrieb zu simulieren.
Dabei ist es möglich, dass Messwerte ermittelt werden und bevorzugt an einen Hersteller gesendet werden. Dieser Hersteller bildet bevorzugt eine Simulationsumgebung auf Basis der besagten Messwerte bzw. physikalischen Parameter. In dieser Simulationsumgebung wird eine Testanlage in Betrieb genommen, welche insbesondere baugleich mit der Vorrichtung ist. Auf Basis dieses Betriebs der Testanlage werden Betriebsparameter ermittelt und diese werden wiederum an die einzelnen (realen) Vorrichtungen ausgegeben, sodass diese nun mit unter realistischen Umgebungsbedingungen aufgenommenen Parametern bzw. derart bestimmten Betriebsrezepten arbeiten können.
Bevorzugt ist eine Betriebsrezeptermittlungseinrichtung vorgesehen, welche auf Basis der Parameter und/oder Messwerte ein Betriebsrezept zum Betreiben der Vorrichtung ermittelt. Dabei kann diese Betriebsrezeptermittlungseinrichtung auch auf bereits bekannte anlagenspezifische Werte zurückgreifen. Bevorzugt weist die Testvorrichtung auch weitere Sensoreinrichtungen auf, welche für den Betrieb der Testvorrichtung charakteristische Parameter, wie beispielsweise Temperaturen oder Drücke ermittelt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine künstliche Intelligenz zum Steuern der Vorrichtung auf. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Eindüseinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, ein von der Pumpeneinrichtung gefördertes Konservierungsmittel in die Getränkeleitung einzudüsen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Eindüseinrichtung derart angeordnet, dass sie eine Eindüsung des Konservierungsmittels in einer Richtung ermöglicht, welche mit einer Strömungsrichtung des Getränks einen Winkel von wenigstens 10°, bevorzugt von wenigstens 20°, bevorzugt von wenigstens 30° und bevorzugt von wenigstens 40° einschließt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Eindüseinrichtung erwärmbar. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Eindüseinrichtung durch eine elektrisch betriebene Erwärmungseinrichtung erwärmbar. Bevorzugt ist eine Messeinrichtung vorgesehen, welche eine Temperatur wenigstens eines Bereichs der Eindüseinrichtung bestimmt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Eindüseinrichtung derart ausgebildet, dass eine Verwirbelung des Konservierungsmittels in einem Eindüsbereich erreicht wird.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Düsenquerschnitt der Eindüseinrichtung veränderbar.
Bevorzugt ist die Eindüseinrichtung, welche das Konservierungsmittel in das Getränk eindüst, in einem gekrümmten Bereich der Getränkeleitung angeordnet bzw. düst das Konservierungsmittel in einem gekrümmten Bereich der Getränkeleitung ein. Auf diese Weise können die in diesem gekrümmten Bereich auftretenden Verwirbelungen des Getränks für das Eindüsen des Konservierungsmittels genutzt werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist wenigstens ein Messwert aus einer Gruppe von Messwerten ausgewählt, welche für einen Druck des Konservierungsmittels, für eine Temperatur des Konservierungsmittels, für eine Außentemperatur, für eine Durchflussrate des Konservierungsmittels, für einen Füllstand des Konservierungsmittels (innerhalb eines Aufnahmebehältnisses), für das Vorhandensein eines Gases in der Pumpeneinrichtung, für einen Druck, unter dem das Konservierungsmittel in die Getränkeleitung gefördert wird, für eine Temperatur des Getränks, für eine Temperatur einer Eindüseinrichtung, mittels derer das Konservierungsmittel in die Getränkeleitung eingedüst wird und dergleichen cha- rakteristisch ist.
Besonders bevorzugt weist die Vorrichtung ein Zeitmessgerät und/oder einen Zeitgeber auf. Auf diese Weise ist es möglich, aufgenommene Messwerte gemeinsam mit einem Zeitwert abzuspeichern. Besonders bevorzugt weist die Vorrichtung einen Zeitgeber auf, der die Speicherung der Messwerte steuert und/oder triggert.
Die Erfindung beruht auf der Idee, dass mit einer Vielzahl von Messeinrichtungen entsprechende Werte aufgenommen werden und diese Werte bevorzugt kontinuierlich und/oder zyklisch abgespeichert werden. In diesem Fall kann bevorzugt auf eine online Überwachung der Vorrichtung verzichtet werden, es können jedoch aus den gespeicherten Werten zeitgleich, gegebenenfalls auch später, Daten abgeleitet werden.
Bevorzugt ist auch eine Messeinrichtung vorgesehen, welche eine Stellung der Pumpeneinrichtung und/oder eines Elements der Pumpeneinrichtung und/oder einen für den Betrieb der Pumpeneinrichtung charakteristischen Wert, beispielsweise eine Stellung der Membranen oder eine Ventilstellung von Ventilen der Pumpeneinrichtung erfasst. Besonders bevorzugt erfolgt diese Erfassung zeitabhängig. Dies kann beispielsweise über einen Positionssensor erfolgen, es können jedoch auch andere Daten ausgewertet werden, wie etwa ein Drehmoment oder eine Leistung einer Antriebseinrichtung der Pumpeneinrichtung, oder aber entsprechende Ströme und/oder Spannungen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung wenigstens drei weitere Messeinrichtungen, bevorzugt wenigstens vier weitere Messeinrichtungen und besonders bevorzugt wenigstens fünf weitere Messeinrichtungen auf, welche bevorzugt jeweils wenigstens einen für den Betrieb der Vorrichtung charakteristischen Messwert bestimmen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Steuerungseinrichtung dazu geeignet und bestimmt, die Vorrichtung mittels Datenfernübertragungsmittel zu steuern. So ist es beispielsweise möglich dass die Steuerung der Vorrichtung und insbesondere der Pumpeneinrichtung von einem Ort erfolgt, der von dem Betriebsort der Vorrichtung verschieden ist, beispielsweise einem Ort außerhalb eines Betriebsgeländes der Vorrichtung. Bei den Datenfernübertragungsmitteln kann es sich insbesondere um das Internet handeln, mittels dessen die Steuerung erfolgt. Die Erfindung beruht auf der Idee, dass mit einer Vielzahl von Messeinrichtungen entsprechende Werte aufgenommen werden und diese Werte bevorzugt kontinuierlich und/oder zyklisch abgespeichert werden. In diesem Fall kann bevorzugt auf eine online Überwachung der Vorrichtung verzichtet werden, es können jedoch aus den gespeicherten Werten zeitgleich, gegebenenfalls auch später, Daten abgeleitet werden. . Auch kann auf Basis dieser abgespeicherten Werte ein Betriebsmodell bzw. Dosagemodell zum Betreiben der Vorrichtung erstellt werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung dazu geeignet und bestimmt ist, Alarm- und/oder Fehlerzustände zu erfassen und/oder aufzuzeichnen, insbesondere mit zeitlicher Zuordnung. Insbesondere ist dabei eine unmittelbare Aufzeichnung möglich.
Bevorzugt werden diesen Alarm- oder Fehlerzuständen auch andere Messwerte zugeordnet. So können beispielsweise einem bestimmen Alarm- oder Fehlerzustand auch weitere Messwerte zugeordnet werden.
Wenn beispielsweise zu einem Zeitpunkt t1 ein Fehler detektiert wird, können weitere Messwerte, die zu diesem Zeitpunkt aufgetreten sind, aufgezeichnet werden, wie beispielsweise eine Temperatur des Konservierungsmittels oder des Getränks.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Vorrichtung und insbesondere die Pumpeneinrichtung dazu geeignet und bestimmt, eine Vielzahl von Maschinen- und/oder Verbrauchsdaten aufzuzeichnen und diese bevorzugt abzuspeichern.
Anhand dieser Vielzahl an Daten ist es bevorzugt möglich, die Vorrichtung wenigstens zeitweise zu steuern, ohne dass hierfür eine kontinuierliche Überwachung der Vorrichtung erfolgt.
Bevorzugt weist die Vorrichtung auch eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen von Manipulationen, unsachgemäßer Wartung, Austausch von Originalkomponenten durch andere Komponenten und dergleichen auf. So kann beispielsweise erfasst werden, wenn bestimmte Komponenten der Vorrichtung durch Ersatzkomponenten eingetauscht wurden, welche nicht den Qualitätsanforderungen der Herstellerin entsprechen. So könnten diese Komponenten beispielsweise ein Erkennungsmittel wie etwa eine RFID Tag aufweisen, der von der Vorrichtung erkannt werden kann. Genauer können die Orginalkomponenten der Herstellerin ein solches Erkennungsmittel aufweisen. Wenn eine Komponente in die Vorrichtung eingesetzt wird, welche ein solches (individuelles) Erkennungsmittel nicht aufweist, kann die Vorrichtung dies erkennen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung auch wenigstens eine Erfassungseinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, einen ordnungsgemäßen Einbau von Komponenten der Vorrichtung zu erfassen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Zuordnungssein- richtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, der Vorrichtung für diese Vorrichtung charakteristische betriebswirtschaftliche Daten zuzuordnen. Dabei kann es sich etwa um Daten handeln, welche für Betriebsstunden dieser Vorrichtung charakteristich ist aber auch um Daten, welche etwa für Zahlungsabläufe der Vorrichtung charakteristisch sind, wie etwa Leasingraten oder dergleichen.
Es gibt bevorzugt die Möglichkeit, Wirtschaftsdaten zu berücksichtigen wie Verletzung wirtschaftlicher Rahmenbedinungen. Bevorzugt kann die Vorrichtung Warnungen ausgeben,
Bevorzugt kann die Steuerungseinrichtung auch diese Daten berücksichtigen und Massnahmen einleiten wie etwa einen Stopp der Vorrichtung ankündigen oder umsetzen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung wenigstens eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen von Umgebungsdaten auf. Bevorzugt sind diese Umgebungsdaten aus einer Gruppe von Daten ausgewählt, welche eine Temperatur, einen Luftdruck, eine Luftfeuchtigkeit und dergleichen enthalten. Entsprechend sind diese Erfassungseinrichtungen aus einer Gruppe von Erfassungseinrichtungen ausgewählt, welche Druckmessgeräte, (Luft)feuchtigkeitsmessgeräte, Temperaturmessgeräte und dergleichen enthält.
Durch eine Berücksichtigung dieser Daten ist eine verbesserte Steuerung der Vorrichtung möglich da derartige Daten auch den Betrieb der Vorrichtung beeinflussen. Daneben kann unter Berücksichtigung dieser Daten auch die Erstellung eines Anlagenmodells zum Betrieb der Vorrichtung verbessert werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen eines Bedienverhaltens eines Bedieners auf. So kann beispielsweise erfasst und/oder gespeichert werden, wann ein Bediener der Vorrichtung welche Bedienmassnahme ergriffen hat.
Auf diese Weise kann erfasst werden, ob die Vorrichtung in ordnungsgemäßer Weise bedient wird bzw. wurde. So können etwa die Art und Zeitpunkte einer Bedienung erfasst werden.
Besonders bevorzugt wird dabei eine bestimmte Maschinenbedienung einem bestimmten Bediener zugeordnet, etwa indem dieser sich jeweils identifiziert.
Auf diese Weise ist es möglich, individuelle Fehlbedienungen der Vorrichtung zu erfassen. Der jeweilige Bediener kann auf solche Fehlbedienungen aufmerksam gemacht werden.
Bei diesen oben genannten Daten bzw. Messwerten kann es sich etwa um einen Verbrauch des Konservierungsmittels pro Zeiteinheit handeln, um einen Druck in der Druckleitung, in welcher das Konservierungsmittel von der Pumpeneinrichtung zu der Getränkeleitung gefördert wird, oder dergleichen.
So ist es beispielsweise möglich, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Position eines mechanischen Elements der Pumpeneinrichtung, ein saugseitiger Druck des Konservierungsmittels, ein druckseitiger Druck des Konservierungsmittels, eine Temperatur des Konservierungsmittels, ein Füllstand eines Puffergefäßes, in dem sich das Konservierungsmittel befindet, eine Durchflussrate des Getränks und gegebenenfalls noch weitere Daten abgespeichert werden. Diese Daten können beispielsweise als n-Tupel zueinander gehöriger Daten aufgezeichnet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Schnittstelle und insbesondere eine Datenkommunikationsschnittstelle auf, welche eine Datenkommunikation mit einer weiteren Steuereinrichtung und/oder mit einer weiteren Speichereinrichtung ermöglicht. So kann beispielsweise eine Touch-Panel Funktion mit einer Speichergröße welche eine Speicherung von Maschinendaten in Intervallen von unter 20 Sekunden, bevorzugt unter 10 Sekunden, bevorzugt unter 5 Sekunden und besonderes bevorzugt unter 2 Sekunden erlaubt, vorgesehen sein.
Bevorzugt ist eine Schnittstelle, beispielsweise eine USB-Schnittstelle (besonders bevorzugt außerhalb eines Geräteschrankes der Vorrichtung) vorgesehen, welche auch nicht elektronisch eingewiesenen Personen einen (manuellen) Zugang zu den gespeicherten Daten ermöglicht.
Bevorzugt weist die Vorrichtung eine Steuerungseinrichtung auf, welche eine Steuerung der Vorrichtung von einer Leitstelle des Betreibers ermöglicht.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung und insbesondere die Pumpeneinrichtung eine Speichereinrichtung auf, welche geeignet und dazu bestimmt ist, alle wichtigen Maschinen und Verbrauchsdaten aufzuzeichnen und diese bevorzugt übermittelbar abzuspeichern. Weiterhin ist die Speichereinrichtung bevorzugt auch dazu geeignet und bestimmt, Alarmzustände und bevorzugt alle Alarmzustände aufzuzeichnen und bevorzugt übermittelbar aufzuzeichnen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei der Pumpeneinrichtung um eine Dosierpumpe. Besonders bevorzugt handelt es sich bei der Pumpeneinrichtung um eine Membranpumpe, wobei jedoch auch die Verwendung einer Kolbenpumpe in Betracht kommt.
Falls beispielsweise ein bestimmter Messwert, wie etwa ein druckseitiger Druckmesswert außerhalb eines vorgegebenen Toleranzfensters liegt, kann dies aufgezeichnet werden und gleichzeitig kann auch der entsprechende Zeitpunkt mit aufgezeichnet werden. Auf diese Weise wird eine spätere Fehleranalyse ermöglicht und es sind Prognosen möglich, welche auf eine bestimmte Fehlerursache hinweisen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Prozessoreinrichtung vorgesehen, welche auf der Basis früherer aufgenommener und/oder gespeicherter Werte wenigstens einen für eine Prognose charakteristischen Wert ausgibt. So kann beispielsweise aus einer Vielzahl von aufgenommenen Daten ermittelt werden, dass sich ein bestimmter Druckwert der Pumpeneinrichtung kontinuierlich ändert. Dies kann ein Hinweis auf einen bevorstehenden Ausfall eines bestimmten Maschinenteils sein und der Benutzer kann hierüber informiert werden.
Auf diese Weise ist es möglich, dass ein künftiges Versagen eines Vorrichtungsteils erkannt wird (auf Basis der Daten bzw. Messwerte). Bevorzugt kann zu diesem Zweck eine künstliche Intelligenz (Kl) eingesetzt werden.
Die oben erwähnte Auswerteeinrichtung ist insbesondere dazu geeignet und bestimmt, eine vorgegebene Vielzahl, insbesondere auf einer nicht-flüchtigen Speichereinrichtung abgelegter, (bevorzugt insbesondere durch die Messeinrichtungen erfasster) Messwerte abzurufen und die abgerufene Vielzahl von Messwerten oder hiervon abgeleitete Daten unter Verwendung eines, insbesondere trainierbaren, Simulations-Dosage-Modells maschinellen Lernens, welches einen Satz, insbesondere trainierbarer, Parameter umfasst, welche auf Werte eingestellt sind, die als Ergebnis eines Trainingsprozesses gelernt wurden, zu verarbeiten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform erlaubt die Speichereinrichtung ein wiederholtes Speichern von Daten mit zeitlichen Abständen, die geringer sind als 5 Sekunden, bevorzugt geringer als 2 Sekunden, bevorzugt geringer als 1 Sekunde, bevorzugt geringer als 500 ms, bevorzugt geringer als 200 ms und besonders bevorzugt geringer als 100 ms. Auf diese Weise können auch sich schnell ändernde Zustände erfasst werden, wie sie etwa bei einem Pumpenzyklus auftreten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Sendeeinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, die von der Speichereinrichtung aufgenommenen Daten auf eine weitere Speichereinrichtung zu übertragen.
So kann beispielsweise ein loT (Internet of Things) Gateway vorgesehen sein, welches bevorzugt in die Pumpeneinrichtung integriert ist. Dies kann beispielsweise als elektronische Steuerung und/oder Schaltkarte ausgeführt sein. Dabei ist es möglich, dass dieses loT es mithilfe einer SIM-Karte aber auch über andere Telekommunikationsverbindungen erlaubt, dass die von der Speichereinrichtung aufgezeichneten Daten der Pumpeneinrichtung in vorgegebenen Zeitabständen, beispielsweise einmal pro Tag an eine weitere Speichereinrich- tung oder eine übergeordnete Prozesssteuerung übertragen werden.
Diese Übertragung kann dabei beispielsweise mittels Telefonverbindungen oder extra zur Verfügung stehenden loT Bandbreiten erfolgen. Bei der weiteren Speichereinrichtung kann es sich etwa auch um eine Cloud handeln, oder um einen zentralen Speicher des Maschinenherstellers. Auf diese Weise wird es dem Maschinenhersteller ermöglicht, auch an anderen Standorten befindliche Vorrichtungen zu überwachen und gegebenenfalls Aussagen auszugeben, welche für den Betrieb erforderlich sind.
So kann beispielsweise durch die Auswertung dieser Daten einem Kunden mitgeteilt werden, dass bestimmte Bauteile zu wechseln sind, wie etwa Ventile, oder die Membranen einer Membranpumpe oder dergleichen.
Dabei ist es möglich, dass die Übermittlung dieser Daten in eine Software der Pumpeneinrichtung integriert ist und automatisch erfolgt. Daneben wäre es auch möglich, dass die betreffenden Daten mittels einer Abfrageeinrichtung aus einem Cloud Speicher angefordert oder dort selbst ausgelöst werden.
Bevorzugt ist die oben erwähnte Speichereinrichtung dazu geeignet und bestimmt, eine Vielzahl von unterschiedlichen für die Vorrichtung und/oder deren Betrieb und/oder des Konservierungsmittels charakteristische Werte abzuspeichern. Dabei erfolgt bevorzugt diese Abspeicherung gemeinsam mit einem Zeitstempel bzw. mit einer Zeit.
Bevorzugt weist die Vorrichtung eine Datenreduzier- oder Datenkomprimierungseinrichtung auf, welche die abgespeicherten Datenmengen reduziert. So wäre es beispielsweise möglich, dass bei sich über einen vorgegebenen Zeitraum nicht ändernden Messwerten, beispielsweise Temperaturen lediglich eine Temperatur und ein betreffender Zeitraum gespeichert wird, über den diese Temperatur konstant war.
Aus den aufgezeichneten Daten können insbesondere nach Übermittlung auf die weitere Speichereinrichtung wie eine Cloud unvorhergesehene Maschinenzustände erkannt werden und auf diese Weise kann beispielsweise eine proaktive Serviceaktion eingeleitet werden. So kann beispielsweise (bevorzugt kontinuierlich oder zyklisch) eine Alarmtabelle ausgewertet werden. Dies kann beispielsweise mithilfe von festgelegten Alarm häufungsgrenzwerten ge- schehen.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Speichereinrichtung dazu geeignet und bestimmt für einen Fehlerzustand der Vorrichtung charakteristische Daten abzuspeichern. So können beispielsweise ein Zeitpunkt eines auftretenden Fehlers, Messwerte dieses Fehlers und dergleichen aufgezeichnet und/oder gespeichert werden.
Falls beispielsweise ein bestimmter Messwert, wie etwa ein druckseitiger Druckmesswert außerhalb eines vorgegebenen Toleranzfensters liegt, kann dies aufgezeichnet werden und gleichzeitig kann auch der entsprechende Zeitpunkt mit aufgezeichnet werden. Auf diese Weise wird eine spätere Fehleranalyse ermöglicht und es sind Prognosen möglich, welche auf eine bestimmte Fehlerursache hinweisen.
So erfolgt beispielsweise grundsätzlich ein Alarm im Falle einer zu geringen Dosage von Dimethyldicarbonat (Unterdosagealarm). Dieser Alarm kann beispielsweise auftreten, wenn inkorrekt gelagertes Dimethyldicarbonat verwendet wurde, welches eine beginnende Zersetzung aufweist, wodurch die Zersetzung in der Dosierpumpe bzw. Pumpeneinrichtung in Koh- lendioxidgas entsteht und die Pumpeneinrichtung dann häufig nur unvollständig entlüftet ist und in diesem Zustand die Dosage geringer wird. Die zu geringe Dosage kann beispielsweise mittels einer Durchflussmesseinrichtung festgestellt werden aber etwa auch mit saugseitigen Druckmesseinrichtungen.
Wird bei der automatischen oder manuellen Auswertung der Daten auf einer Speichereinrichtung (beispielsweise einem Cloud - Speicher) eine Häufung von Unterdosagealarmen erkannt, so kann proaktiv der Getränkeabfüllbetrieb (Verwender) kontaktiert werden, um auf diese Fehlsituation hinzuweisen. Als Gegenmaßnahme kann beispielsweise ein Austausch des Dimethyldicarbonats erfolgen.
Auch aus den aufgezeichneten Maschinendaten, insbesondere der elektrisch überwachten Dosage können Abweichungen dazu verwendet werden, ein Fehlverhalten der Maschine abzuleiten.
Auch die elektronische Nachregelung kann verwendet werden, um aus dem Verlauf insbesondere aus den Veränderungen auf eine Veränderung der Dosierungspumpe zu schließen, beispielsweise auf einen Verschleiß einzelner Pumpenteile wie von Ventilen oder dergleichen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Bedieneinrichtung auf, welche eine Benutzereingabe ermöglicht, wobei diese Bedieneinrichtung bevorzugt eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen von Daten und/oder Messwerten aufweist, wobei diese Messwerte bevorzugt für die Vorrichtung und/oder den Betrieb der Vorrichtung charakteristisch sind.
So kann beispielsweise eine Touch-Panel-Funktion vorgesehen sein, welche bevorzugt eine Speichereinrichtung oder Speichergröße aufweist, welche eine Speicherung von Maschinenoder Betriebsdaten in Intervallen ermöglicht. Besonders bevorzugt sind diese Intervalle geringer als 20 Sekunden, bevorzugt geringer als 10 Sekunden, bevorzugt geringer als 5 Sekunden und bevorzugt geringer als 2 Sekunden.
Es wäre jedoch auch die Aufnahme von Daten bzw. von einigen wenigen Daten in noch kürzeren Zeitintervallen möglich. So könnten beispielsweise saugseitige und druckseitige Druckwerte der Pumpeinrichtung über einen kurzen Zeitraum und dafür in kurzen Intervallen aufgenommen werden beispielsweise um einen oder mehrere Pumpzyklen der Pumpeneinrichtung zu überwachen.
Beispielsweise kann überprüft werden, wie sich eine Ansteuerung der Pumpe auf die entsprechenden Druckwerte auswirkt. Diese Daten können wiederholt, beispielsweise einmal pro Tag oder einmal pro Woche übertragen werden. Auf diese Weise kann ermittelt werden, wie sich das Förderverhalten der Pumpe in Abhängigkeit von deren Ansteuerung mit der Zeit ändert. Auf diese Weise können beispielsweise an den Benutzer Hinweise gegeben werden, ob und gegebenenfalls welche Bauteile der Pumpe in Kürze zu ersetzen sind.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine weitere Kommunikationsschnittstelle auf, welche eine Übertragung von Daten an eine bezüglich der Vorrichtung externe Speichereinrichtung oder eine externe Vorrichtung ermöglicht. So kann es sich bei dieser Schnittstelle um eine automatisierte Schnittstelle handeln, welche beispielsweise einmal pro Tag eine Vielzahl von Daten an die übergeordnete Speichereinrichtung übermittelt. Dabei ist es ebenfalls möglich, dass die Daten ausgewertet und gegebenenfalls Abwei- chungen zwischen Verbrauchs- und Sales Zahlen festgestellt werden. Es kann bei der Erfindung einer automatisierte Plausibilitätsprüfung der vertraglich vereinbarten Konditionen, dass ausschließlich das vom Maschinenhersteller zur Verfügung gestellte Kaltentkeimungsmittel Velcorin verwendet wird durchgeführt werden.
Sofern eine etwaige Abweichung festzustellen wäre, könnte ein entsprechender Hinweis ausgegeben werden, etwa in Form eines Pop-Up Windows auf dem TPC der Dosiergeräte erscheinen, die auf eine Fehlbedienung bzw. ein mögliches Fehlverhalten hinweisen, mit der Bitte das zuständige Sales-Personal des Velcorin-Distributors zu kontaktieren. Ferner kann ebenfalls eine automatisierte Information (SMS, E-Mail,...) an die zuständigen Vertriebspartner von Velcorin herausgehen mit der Information einer Auffälligkeit an dem jeweiligen Dosiergerät.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Positionserfassungseinrichtung auf, welche dazu geeignet und bestimmt ist, eine Position der Vorrichtung und/oder Pompeneinrichtung zu erfassen. So kann die Vorrichtung beispielsweise ein GPS - Modul aufweisen. Dabei ist es möglich und bevorzugt, dass diese Positionserfassungseinrichtung fest in die Vorrichtung integriert ist. Bevorzugt ist diese Positionserfassungseinrichtung derart in die Vorrichtung integriert, dass ein Entfernen dieser Positionserfassungseinrichtung nicht ohne einen Eingriff in die Vorrichtung und bevorzugt auch nicht ohne eine Beschädigung der Vorrichtung möglich ist. Auf diese Weise kann der Diebstahlschutz der Vorrichtung erhöht werden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Steuerungseinrichtung dazu geeignet und bestimmt, die Vorrichtung in Abhängigkeit von einer erfassten Position der Vorrichtung zu steuern. So ist es beispielsweise möglich, dass die Steuerungseinrichtung die Pumpeneinrichtung abschaltet, wenn festgestellt wird, dass sich die Vorrichtung oder die Pumpeneinrichtung sich außerhalb eines vorgegebenen geometrischen Bereichs befindet.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Stromquelle zur Versorgung der Positionserfassungseinrichtung auf. So kann die Positionserfassungseinrichtung bevorzugt auch betrieben werden, wenn die Pumpeneinrichtung von einem Stromnetz getrennt wird. Die Erfindung sieht in dieser Ausführungsform bevorzugt vor, dass mittels einer online verknüpften Technologie mit GPS Modul (bspw. loT Gateway, SIM Card,...) der Standort der Vorrichtung bzw. der Dosiergeräte wenigstens zeitweise und bevorzugt kontinuierlich ermittelt und in den hinterlegten Datenspeicher (dies kann eine Cloud oder ein anderer Speicherort sein) übertragen wird.
Dies kann im optimalen Fall wiederum dazu führen, dass sobald eine Standortänderung eines Dosiergeräts festgestellt wird, ein entsprechender Alarm ausgegeben wird, bspw. an die zuständigen Sales-Mitarbeiter versendet wird, damit dieser Fall untersucht werden kann und somit sichergestellt werden könnte, dass vertraglich vereinbarte Aufstellungsorte ohne Zustimmung geändert oder bspw. Dosiergeräte, die im Besitz von Kunden des Maschinenherstellers sind veräußert werden und ein potentielles Risiko bestünde, dass ein neuer Kunde das jeweilige Dosiergerät nicht bestimmungsgemäß nach Vorgabe im Handbuch mit Velcorin verwendet. Auch kann auf diese Weise der Diebstahlschutz verbessert werden.
Weiter dient die Positionserfassungseinrichtung, beispielsweise eine GPS Erfassung der Vorrichtung bzw. der Dosiergeräte bevorzugt zur globalen Verwaltung der Anlagen. Eine weitere Option, die im Umfang der Erfindung Berücksichtigung findet ist das sogenannte Geo-Fencing. Diese Funktion kann vorsehen, dass beim Verlassen einer Vorrichtung bzw. eines Dosiergeräts aus einem definierten Umkreis der zuletzt gespeicherten GPS- Koordinaten ein Alarm und eine ferngesteuerte Stilllegung/ Deaktivierung der Anlage erfolgt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Datenübertragungseinrichtung auf, welche aufgenommene Daten in vorgegebenen und insbesondere einstellbaren Intervallen an eine Speichereinrichtung überträgt-
Bevorzugt ist die Erfindung darauf ausgelegt, dass eine interne Einreichtung der Vorrichtung, beispielsweise mit einer internen Software der Vorrichtung eine Verbindung zum hinterlegten Speicherort aller erfassten Daten (bspw. Cloud-Server) in vorgegebenen Intervallen, beispielsweise alle 24 Stunden, besser aller 12 Stunden, besser alle 6 Stunden, besser alle 1 Stunde aufbaut und sich bevorzugt selbst dort verifiziert. Im Zuge der Verifizierung können kritische Werte wie das GPS Signal, die Stromzufuhr bzw. Unterbrechungen und alle weiteren System parameter zur internen und externen Steuerung der Anlage abgefragt werden. Bleibt eine Verifizierung mit dem Cloud-Server aus, so kann die interne Software den Betreiber der Anlage darauf hinweisen mit einem entsprechenden Pop-Up Window am TPC des Dosiergeräts und ein Countdown bis zur Deaktivierung wird angezeigt. Dieses definierte Zeitfenster kann dem Betreiber der Anlage die Möglichkeit geben den jeweiligen autorisierten Service- Partner zu informieren, bevor die Software die Anlage deaktiviert um potenziellen unsachgemäßen Handhabungen der Dosiergeräte oder technische Defekte vorzubeugen.
Der Zweck der automatisierten Überwachung und Fernsteuerung dient dem Zwecke der Anlagensicherheit, der Betriebssicherheit, der Vorbeugung zur Einhaltung vertraglicher Bestandteile sowie zur Sicherheit der Service-Monteure, die regelmäßige Wartungen, Reparaturen und Kontrollen an den Dosiergeräten durchführen.
So ist es im Rahmen der Erfindung möglich, dass bei wiederholtem und oder andauernden Unter- oder Überschreiten bzw. Abweichen bestimmter festgelegter Schwellenwerte (Getränketemperatur, Velcorin-Dosage, Wartungsintervalle, Anzahl kritischer Alarme in definiertem Zeitfenster,...) die Dosiergeräte aus der Ferne via online Zugriff deaktiviert werden.
Ein Ziel der Erfindung ist ein ferngesteuerter Zugriff auf die Vitalfunktionen der Dosiergeräte zur Vermeidung von Unfällen mit Personen- und Sachschäden, die durch eine Unsachgemäße Bedienung der Dosiergeräte hervorgerufen werden können. Weiter eine soll eine Vorbeugung wirtschaftlicher Schäden und Regressionen im Zusammenhang mit mangelhaft behandelten Getränken mit Velcorin die in den Handel gelangen könnte, erreicht werden.
Weiter kann eine ferngesteuerte Deaktivierung genutzt werden, sofern Velcorin Kunden nicht für bereits gelieferte Ware gezahlt haben und das Zahlungsziel überschritten wurde. Sofern Anlagen die im Besitz des Maschinenherstellers sind illegal veräußert oder zurückgehalten werden, kann ebenfalls eine Deaktivierung der Anlage erfolgen.
Ebenfalls einen Einfluss auf ein remote gestütztes Eingreifen kann eine Erfassung zu hoher Datenmengen sein. Derartige Informationen würden ebenfalls einer automatisierten Plausibilitätsprüfung unterliegen und könnten ggf. Hinweis auf einen Hacker- und oder Fremdzugriff auf ein mögliches loT-Gateway oder die Software im allgemeinen sein. Der Umfang der Erfindung sieht ebenfalls vor, dass eine Abstufung in den verschiedenen Hinweis- und Deaktivierungsstufen hinterlegt ist. Je nach Einstufung des Gefahrenpotenzials bzw. je nach Schwere einer möglichen vertraglichen Verletzung und zum Schutz von intellectual Property kann eine mögliche Kaskadierung der Deaktivierung von einem einfachen Hinweis über die Notifizierung von bestimmten Personengruppen, beispielsweise über eine angedrohte Deaktivierung mit Countdown, über eine sofortige Deaktivierung der Anlage bis hin zu einer Zerstörung der Software auf den Schaltkarten und dem TPC gehen.
Ebenfalls im Sinne der Erfindung sind Rückkopplungen über das Bedienverhalten. So können beispielsweise freiwillige Schulungsangebote oder auch zwingende Nachschulungen angeboten werden, wenn aus der Datenauswertung eine wiederholte Fehlbedienung der Geräte ersichtlich wird.
Ebenfalls im Sinne der Erfindung sind, nicht nur Daten einer einzelnen Dosierpumpe zur zirkulären Rückkopplung zu nutzen, sondern auch Auswertungen aus einer grösseren Zahl von Geräten (big data). So können aus einer globalen Auswertung Aktionen resultieren in welchen Regionen eine intensivere Servicebetreuung der Kunden nötig ist, und in welchen Regionen evtl, die Serviceintensität verringert werden könnte.
Dies kann beispielsweise durch Auswertung der Alarmhäufigkeiten geschehen. Alternative könnten für Service und Maintenance im der Kunden global die Angebote verbessert werden. Beispielsweise könnten Ersatzteile lokal gelagert werden für schnellere Verfügbarkeiten oder es könnten beispielsweise lokale Preisreduktionen eingeführt werden für Ersatzteile welche regional wichtiger sind.
Ebenfalls im Sinne der Erfindung sind Verbrauchsvorhersagen beispielsweise aus Daten während globaler Events um bessere Produkt-Verfügbarkeiten zu erzielen.
Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Verfahren zur Konservierung von Getränken gerichtet. Dabei bestimmt eine Messeinrichtung wenigstens zeitweise und bevorzugt kontinu- irlich eine Durchflussmenge einer durch eine Getränkeleitung fließenden Flüssigkeit und insbesondere eines Getränks und eine Pumpeneinrichtung fördert ein Konservierungsmittel, insbesondere Dialkyldicarbonate, in die Getränkeleitung. Weiterhin bestimmen wenigstens zwei weitere Messeinrichtungen wenigstens zwei für den Betrieb der Vorrichtung weitere charakteristische Messwerte und eine Steuerungseinrichtung steuert die Pumpeneinrichtung. Bevorzugt handelt es sich um unterschiedliche Messwerte und insbesondere um Messwerte welche für zwei unterschiedliche Eigenschaften charakteristisch sind.
Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Speichereinrichtung auf, welche wenigstens die weiteren charakteristischen Messwerte wiederholt speichert und die Steuerungseinrichtung steuert die Pumpeneinrichtung in Abhängigkeit von wenigstens einem der abgespeicherten Messwerte und bevorzugt in Abhängigkeit von beiden Messwerten und besonders bevorzugt mehereren der abgespeicherten Messwerte.
Bei einem bevorzugten Verfahren wird wenigstens zeitweise keine Online Überwachung der Vorrichtung durchgeführt.
Bevorzugt steuert die Steuerungseinrichtung der Pumpeneinrichtung wenigstens zeitweise auch in Abhängigkeit von der gemessenen Durchflussmenge.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren wird ein Maschinenmodell bzw. Dosage - Modell zur Steuerung der Vorrichtung und/oder der Pumpeneinrichtung erzeugt, wobei zur Erzeugung dieses Dosage - Modells bevozugt wenigstens ein Teil der erfassten Messwerte verwendet wird.
Bevorzugt wird das Dosage - Modell unter Verwendung einer künstlichen Intelligenz erzeugt.
Bevorzugt werden zur Erzeugung des Modells Messwerte mehrere Vorrichtungen und/oder mehrere Pumpeneinrichtungen der oben beschriebenen Art verwendet.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren werden Alarm- und/oder Fehlerzustände der Vorrichtung und/oder der Pumpeneinrichtung erfasst und bevorzugt für diese Alarm- und Fehlerzustände charakteristische Daten und/oder Messwerte erfasst. Falls beispielsweise zu einem Zeitpunkt t1 ein Fehlerzustand auftritt, werden weitere Messwerte erfasst, die zu diesem Zeitpunkt aufgetreten sind beispielsweise eine Druck p(t1). Bei einem Fehlerzustand handelt es sich insbesondere um einen Zustand, bei dem einzelne oder mehrere erfasste Messwerte außerhalb von vorgegebenen Toleranzfenstern liegen. Bei einem Alarmzustand handelt es sich bevorzugt um einen Zustand, bei dem ein festgestellter Fehler so schwerwiegend ist, dass ein Benutzer über diesen Fehlerzustand informiert werden muss und ggfs. in den Betrieb der Vorrichtung eingreifen muss,
Bevorzugt werden bei Auftreten solcher Fehlerzustände auch die Zeitpunkte und/oder Zeitdauern miterfasst, zu denen diese Fehlerzustände auftraten. Daneben werden bevorzugt bei Auftreten von Fehlerzuständen auch eine Vielzahl von Messwerten, welche zu diesem Zeitpunkt auftraten erfasst und bevorzugt auch gespeichert.
Bevorzugt werden alle Messwerte erfasst und diese gespeichert.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren wird die Vorrichtung wenigstens zeitweise ferngesteuert. So kann beispielsweise eine Steuerungseinrichtung vorgesehen sein, die sie nicht am Ort der Vorrichtung befindet, sondern an einem hiervon entfernten Ort. Bevorzugt erfolgt die Fernsteuerung über das Internet.
Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Speichereinrichtung auf, welche den weiteren charakteristischen Messwert insbesondere wiederholt speichert. Bevorzugt handelt es sich dabei um eine Speichereinrichtung, welche den Messwert über einen längeren Zeitraum hinweg speichert (im Gegensatz zu etwa einem flüchtigen Speicher), insbesondere einen Zeitraum, der größer ist als 1 Sekunde, bevorzugt größer als 10 Sekunden, bevorzugt größer als 1 Minute und bevorzugt größer als 10 Minuten und besonders bevorzugt größer als 1 Stunde.
Bei einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren wertet eine Auswerteeinrichtung den oder die obengenannten Messwerte, insbesondere unter Verwendung einer künstlichen Intelligenz (Kl) aus. Diese Ausgestaltung kann dabei alternativ oder kumulativ zu der oben erwähnten Speicherung von Daten erfolgen. Bevorzugt erfolgt die Auswertung unter Verwendung eines Modells und insbesondere eines Simulationsmodells und insbesondere eines Simulations-Dosage-Modells. Dieses Modell kann dabei Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Messwerten und einer bestimmten Regelgröße, wie etwa einer Pumpenleistung berücksichtigen. Besonders bevorzugt werden die Messwerte mit einer zeitlichen Zuordnung abgespeichert, d. h. insbesondere gemeinsam mit einem für den Zeitpunkt ihres Auftretens charakteristischen Zeitwert.
Bevorzugt wird mittels einer Vielzahl von Messeinrichtungen (und/oder Sensoreinrichtungen) eine Vielzahl von für den Betrieb charakteristischen Messwerten aufgenommen und die Speichereinrichtung speichert diese Messwerte bevorzugt wiederholt und/oder zyklisch. So können beispielsweise mehrere Messwerte bzw. ein Satz von Messwerten zu vielen unterschiedlichen Zeitpunkten beispielsweise mehr als 10, bevorzugt mehr als 20, bevorzugt mehr als 50 und bevorzugt mehr als 100 und bevorzugt mehr als 500 unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen werden.
Bevorzugt wird auf diese Weise ein n-Tupel von Messwerten gespeichert. Besonders bevorzugt erfolgt die Speicherung in Intervallen, die geringer sind als 1 Minute, bevorzugt geringer als 30 Sekunden, bevorzugt geringer als 20 Sekunden, bevorzugt geringer als 10 Sekunden, bevorzugt geringer als 5 Sekunden und bevorzugt geringer als 2 Sekunden. Auf diese Weise ist eine sehr genaue Beobachtung der Vorrichtung und zwar sowohl über längere Zeiträume hinweg als auch über kürzere Zeiträume und dafür mit höherer Genauigkeit möglich.
Bevorzugt ist das Intervall, in dem Messwerte aufgenommen und gespeichert werden, veränderbar. Dabei ist es möglich, dass der Benutzer entsprechende Zeitintervalle vorgibt. Es wäre jedoch auch möglich, dass die Vorrichtung die Zeitintervalle ändert. So wäre es zum Beispiel möglich, dass ein Zeitintervall verkürzt wird, wenn eine oder mehrere Messeinrichtungen untypische Messwerte ausgeben.
Bevorzugt wird eine Vielzahl von gespeicherten Messwerten an eine Speichereinrichtung übertragen. So ist es beispielsweise möglich, dass an einem bestimmten Tag eine Anzahl von n Datensätzen, beispielsweise 1000, 2000 oder 3000 Datensätzen aufgenommen wurde, wobei zu unterschiedlichen Zeitpunkten jeweils die oben genannten Messwerte aufgenommen wurden.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren wird auf Grundlage der erfassten Messwerte eine Steuerung der Vorrichtung und insbesondere eine Nachregelung der Vorrichtung vorge- nommen. So ist es möglich, dass die Steuerung und/oder Regelung unter Bezugnahme und/oder unter Berücksichtigung von aufgenommenen Messwerten erfolgt. Auf diese Weise kann die oder können die Messeinrichtungen in einen Regelkreis zur Regelung der Pumpeneinrichtung eingebunden werden.
Dieser komplette Datensatz kann an eine weitere Speichereinrichtung wie eine Cloud übertragen werden, was beispielsweise einmal pro Tag erfolgen kann. Aus dieser Datenvielfalt können wiederum Betriebsdaten der Maschine abgeleitet werden, oder gegebenenfalls auch Prognosen getroffen werden. So kann beispielsweise aus dieser Vielzahl von Daten festgestellt werden, dass ein bestimmter Druckwert kontinuierlich abgefallen ist. Hieraus können Gegenmaßnahmen abgeleitet werden, wie etwa ein Ersetzen des Konservierungsmittels. Bevorzugt ist es möglich, dass diese Übertragung der Vielzahl von Datensätzen drahtlos erfolgt.
Bei einem bevorzugten Verfahren werden für Fehlerzustände der Vorrichtung charakteristische Daten aufgenommen und/oder gespeichert. So können beispielsweise Alarmzustände auftreten, wenn bestimmte Messeinrichtungen ausfallen. Daneben können Alarmzustände auftreten bzw. aufgezeichnet werden, wenn festgestellt wird, dass zu wenig Konservierungsmittel dem Getränk zugeführt wird. So wäre es möglich, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt auch entsprechende Alarmzustände abgespeichert werden.
Durch eine Beobachtung auch dieser Fehlerzustände ist es möglich, beispielsweise festzustellen, dass die Häufigkeit eines bestimmten Fehlerzustandes sich über die Zeit hinweg ändert. Auch hieraus können wiederum Rückschlüsse gezogen werden, welche für den Betrieb der Vorrichtung charakteristisch sind.
Besonders bevorzugt werden über eine Anzeigeeinrichtung unmittelbar Werte an einen Benutzer ausgegeben. Dabei kann es sich beispielsweise um gemessene Druckwerte oder dergleichen handeln oder auch um die Ausgabe von Alarmen beim Auftreten bestimmter Fehlerzustände.
Überraschend wurde im Rahmen der Erfindung gefunden, dass eine Unterstützung der Verwender mit praktisch allen Vorteilen einer echten online-Überwachung dennoch möglich ist und zwar unter Verwendung von wesentlich einfacheren Bauteilen und Steuerungen. Auch die elektronische Nachregelung kann verwendet werden, um aus dem Verlauf und insbesondere aus deren Veränderungen eine Veränderung der Pumpeneinrichtung bzw. Dosierpumpe abzuleiten.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die regelmäßige Sendefunktion von Maschinen- und Verbrauchsdaten der Dosierpumpe der Getränke-Abfüllbetrieb eine zusätzliche Sicherheitsfunktion bei eventuellem Verlust der Verbrauchsdaten erhält. Beispielsweise kann es vorkommen, dass aus Gründen eines elektronischen Defektes oder beispielsweise auch wegen einem Überspannungsereignis in der Produktionsanalage, die Software oder Hardware der Dosierpumpe beschädigt wird und lokal an der Dosierpumpe eine Abfrage der Daten, auch über den USB-Ausgang nicht mehr möglich ist.
Durch die kontinuierliche zusätzliche Datenabspeicherung, welche beispielsweise über ein loT Gateway auf den Cloud Speicher gesendet werden, gelingt es dennoch eine Historie bis zum Zeitpunkt des aufgetretenen Schadens aufzuzeichnen und bei Bedarf diese Daten abzurufen.
Weiterhin wurde überraschend gefunden, dass die Korrelation der Außentemperatur mit dem Dosagekorrekturfaktor eine sichere diagnostische Aussage über den Zustand der Dosierpumpe erlaubt. Dabei wurde gefunden, dass für jede Dosierpumpe eine feste Korrelation der Dosagekorrektur bei einer jeweils gegebenen Temperatur besteht. Ändert sich die Dosagekorrektur bei der jeweiligen Temperatur signifikant gegenüber den vorher übermittelten Werten, so ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein mechanischer Schaden bevorsteht.
Weiterhin können Fehler in der Bedienung erkannt werden, beispielsweise wenn Wechsel des Konservierungsmittels nicht rechtzeitig ausgeführt werden und/oder es zum Stillstandsalarm kommt. Aus diesen Daten kann dann beispielsweise eine proaktiv angebotene Schulung der Operatoren abgeleitet und angeboten werden.
Weiterhin können neue Parameter zur Überwachung korrekter Herstellungsabläufe abgeleitet werden. Beispielsweise ergeben sich durch die zusätzlich eingeführte Überwachung der Getränketemperatur und der Dichte die Möglichkeit die Brix-Einstellung zusätzlich, parallel oder an Stelle der analytischen Auswertung im Labor zu überprüfen und durch eine Einstellung in der Software als nötiges Kriterium zur Freigabe zu hinterlegen.
Weiterhin kann durch Messung der Temperatur und deren Zeitverlauf im Durchflussmessgerät die Wirksamkeit des CIP (cleaning in place) Prozesses überwacht werden. Durch eine Temperatur- und Zeitabfrage kann eingeordnet werden ob der Reinigungs- und Desinfektionsprozess ausreichend sein wird. In Abhängigkeit der erreichten Sicherheit kann dann automatisch die voreingestellte Menge an Dialkyldicarbonat hochgeregelt oder gedrosselt werden. Alternativ kann die Menge and Dialkyldicarbonat konstant gehalten werden aber durch eine Abfrage an der Dosierpumpe auf die Hygiene-Situation der Operator angeleitet werden, insbesondere mit der Möglichkeit manuell nachzusteuern.
Ganz besonders bevorzugt wird Dimethyldicarbonat als Dialkyldicarbonat eingesetzt, noch weiter bevorzugt wird Dimethyldicarbonat mit einer Reinheit >99.8% als Dialkyldicarbonat eingesetzt. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird Dimethyldicarbonat eingesetzt, welches durch geeignete Verfahren stabilisiert wurde.
Derartige Verfahren, wie beispielsweise die Verwendung einer Phosphorverbindung aus der Reihe Phosphoroxide, Phosphor-Sauerstoff-Säuren und deren Derivate sind beispielsweise aus der EP 2 013 160 B1 bekannt. Die EP 2 016 041 B1 beschreibt die Verwendung von mindestens einer Protonen-Säure aus der Reihe der anorganischen Säuren und der organischen Carbonsäuren und deren Derivate, wobei es sich bei den organischen Carbonsäuren um gesättigte und ein- oder mehrfach ungesättigte aliphatische Monocarbonsäuren und gesättigte und ein- oder mehrfach ungesättigte aliphatische Di- und Polycarbonsäuren und bei deren Derivaten um Hydroxamsäuren, Hydroxycarbonsäuren, Aldehyd- und Ketosäuren handelt, zur Stabilisierung von Dialkyldicarbonaten gegen chemische und thermische Abbaureaktionen, wobei die Protonen-Säure oder deren Mischungen in einer Menge von 0.01 bis 100 000 ppm bevorzugt zwischen 0.1 bis 10 000 ppm bezogen auf Dialkyldicarbonate oder deren Mischungen eingesetzt wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird Dimethyldicarbonat in einer Mischung mit Phosphorverbindungen, wie vorzugsweise Phosphaten, noch weiter bevorzugt mit Trime- thylphoshat oder Phosphorsäure eingesetzt. Vorzugsweise wird die Phosphorverbindung in einer Menge zwischen 0,01 ppm und 1000 ppm, bevorzugt 0.1 ppm und 100 ppm bezogen auf die Gesamtmenge der Mischung aus Dimethyldicarbonat und Phosphorverbindungen eingesetzt.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren wird durch die Verarbeitung und/oder Auswertung der Vielzahl von Messwerten oder hiervon abgeleiteter Daten sowie gegebenenfalls weiterer zusätzlicher Verfahrensschritte (insbesondere Computer-implementierter Verfahrensschritte) wenigstens ein statistischer Prognosewert- (wie etwa eine Vorgabe einer Dosagegrösse) ermittelt. Insbesondere bezieht sich die Dosagegrösse auf das in die Getränkeleitung zu dosierende Konservierungsmittel.
Bevorzugt wird dabei eine Vielzahl von Messwerten insbesondere auch unterschiedlicher Messeinrichtungen verwendet. So sind bevorzugt mehr als zwei, bevorzugt mehr als drei und besonders bevorzugt mehr als vier Messeinrichtungen vorgesehen, deren Messwerte ausgewertet werden. Dabei handelt es sich bevorzugt um Messwerte die für unterschiedliche Zustandsgrößen charakteristisch sind, wie etwa für Durchflussmengen, Drücke, Temperaturen, Pumpenleistungen usw.
Bevorzugt handelt es sich bei den (aufgenommenen und/oder gespeicherten Messwerten) um zeitaufgelöste Messwerte, beispielsweise Messwerte, die über einen vorgegebenen Zeitraum hinweg aufgenommen wurden. Dabei ist wird bevorzugt eine Vielzahl von unterschiedlichen Messwerten über einen vorgegebenen Zeitraum hinweg aufgenommen und/oder abgespeichert.
Dabei verarbeitet die Auswerteeinrichtung die abgerufene (vorgegebene) Vielzahl von Messwerten oder hiervon abgeleitete Daten unter Verwendung eines, insbesondere trainierbaren, Simulations-Dosage-Modells maschinellen Lernens, welches einen Satz, insbesondere trainierbarer, Parameter umfasst, welche auf Werte eingestellt sind, die als Ergebnis eines Trainingsprozesses gelernt wurden. Bevorzugt wird hierdurch und/oder auf Grundlage dieser Verarbeitung die wenigstens eine statistische Prognose-Dosage ermittelt (bevorzugt in einem Computer-implementierten Verfahrensschritt insbesondere durch die Auswerteeinrichtung).
Bei einem bevorzugten Verfahren werden in dem Trainingsprozess des Dosage -Modells Trainingsdaten verwendet, welche historisch erfasste Daten, insbesondere für Grenzwerte und/oder Zustände, Grenzwerte für ein wiederholtes Erreichen von Grenzwerten und/oder Zuständen, Grenzwerte für eine zeitliche Veränderung und/oder eine Veränderungsgeschwindigkeit von den aktuellen Zustand charakterisierenden Werten, statistische Grenzwerte und/oder Zustände von, von der Pumpeneinrichtung (und/oder der Vorrichtung) verschiedenen (aber bevorzugt baugleichen) Pumpeneinrichtungen und/oder allgemein Dosageeinrichtungen umfassen. Dies bietet den Vorteil, dass in kurzer Zeit eine hohe Zahl an Trainingsdaten erzeugt und etwaige Fehlfunktionen der Pumpeneinrichtung und/oder der Vorrichtung insgesamt entdeckt werden können.
Bevorzugt wird durch Verarbeiten von Messwerten unter Verwendung des Simulations- Dosage-Modells wenigstens eine für die Dosage relevante Größe und bevorzugt eine Vielzahl von für die Dosage relevante Größen ermittelt. Bei dieser relevanten Größe kann es sich beispielsweise um eine (bevorzugt auch zeitabhängige) Pumpenleistung der Pumpeneinrichtung handeln.
Bevorzugt wird die wenigstens eine für die Dosage charakteristische Größe und bevorzugt die Vielzahl von für die Dosage charakteristische Größen aus den Messwerten oder hiervon abgeleiteten Daten unter Verwendung einer Prozessoreinrichtung und/oder Datenverarbeitungseinrichtung (unter Verwendung des Simulations-Dosage-Modells), mittels Anwendung wenigstens eines (computer-implementierten) Mustererkennungs-Verfahrens und/oder Merkmalsgewinnungsverfahrens und/oder Merkmalsreduktions-Verfahrens ermittelt. Unter einer Mustererkennung wird hier insbesondere eine Erkennung eines zeitabhängigen Verlaufs von Messwerten oder deren Entwicklung und/oder Veränderung mit der Zeit verstanden.
Bevorzugt basiert die Ermittlung der wenigstens einen Dosagegröße und/oder bevorzugt basiert die Verarbeitung der (abgerufenen und insbesondere vorgegebenen) Vielzahl von Messwerten oder hiervon abgeleiteter Daten (unter Verwendung des Simulations-Dosage- Modells maschinellen Lernens) auf einem (künstlichen) neuronalen Netzwerk und insbesondere auf, auf wenigstens einem, und insbesondere genau einem, (künstlichen) neuronalen Netzwerk basierenden (computer-implementierten) Verfahren des maschinellen Lernens. Bevorzugt basiert das Simulations-Dosage-Modell maschinellen Lernens auf einem (künstlichen) neuronalen Netzwerk. Bevorzugt ist das neuronale Netzwerk als tiefes neuronales Netzwerk (Deep Neural Network, DNN), bei dem die parametrierbare Verarbeitungskette eine Mehrzahl von Verarbeitungsschichten aufweist, und/oder ein sogenanntes Convolutional Neural Network (CNN) (dt. Faltungsnetzwerk) und/oder ein rekurrentes Neuronales Netzwerk (RNN, engl. Recurrent Neural Network) ausgebildet.
Bevorzugt werden dem Simulations-Dosage-Modell bzw. dem (künstlichen) neuronalen Netzwerk die (zu verarbeitenden) Daten, insbesondere die Messwerte (und/oder hiervon abgeleitete Daten), als Eingangsgrößen zugeführt. Bevorzugt bildet das Simulations- Dosage-Modell bzw. das künstliche neuronale Netzwerk die Eingangsgrößen in Abhängigkeit einer parametrierbaren Verarbeitungskette auf Ausgangsgrößen ab, wobei als Ausgangsgröße bevorzugt die Dosagegrößen (wie etwa eine Pumpenleistung) gewählt sind.
Bevorzugt ist als Ausgangsgröße wenigstens eine Stellgröße für eine Steuerung und/oder Regelung des Dosiervorgangs (der Pumpeneinrichtung), bevorzugt eine für die Pumpeneinrichtung charakteristische Größe, gewählt.
Bevorzugt sind als Ausgangsgröße für jede Pumpeneinrichtungn jeweils wenigstens eine Stellgröße für eine Steuerung und/oder Regelung des Dosiervorgangs (der Pumpeneinrichtung), bevorzugt eine für eine Pumpenleistung charakteristische Größe, gewählt.
Bevorzugt wird das Simulations-Dosagemodell-Modell maschinellen Lernens bzw. das künstliche neuronale Netzwerk unter Verwendung vorgegebener Trainingsdaten trainiert, wobei bevorzugt durch das Training die parametrierbare Verarbeitungskette parametriert wird. Bevorzugt werden als Trainingsdaten von der Messeinrichtung oder den Messeinrichtungen der Vorrichtung erfasste Messwerte (oder hiervon abgeleitete Daten) verwendet. Dies bietet den Vorteil, dass das Simulations-Dosage-Modell bzw. das künstliche neuronale Netz speziell an die Gegebenheiten der spezifischen Dosagevorrichtung anpassbar ist.
Denkbar ist aber auch, dass als Trainingsdaten Messwerte verwendet werden, die von einer Messeinrichtung (wenigstens) einer anderen, bevorzugt baugleichen, Vorrichtung (bevorzugt desselben Herstellers) erfasst wurden. Dies bietet den Vorteil, dass hierdurch eine große Vielzahl an Messwerten bereitgestellt und verwendet werden kann. Denkbar ist aber auch, dass als Trainingsdaten (ausschließlich oder teilweise) synthetisch erzeugte oder via Augmentierung (engl. data augmentation) erzeugte Messwerte bzw. Daten verwendet werden. Dies bietet den Vorteil, dass etwa selten auftretende Klassen von Betriebszuständen hierdurch simuliert und das Modell maschinellen Lernens hiermit trainiert werden kann.
Der Trainingsprozess kann dabei lokal (bei der Vorrichtung) und/oder zentral und/oder örtlich unabhängig und/oder auf einem externen Server in Bezug auf die Dosagevorrichtung vorgenommen werden.
Bevorzugt wird ein derart trainiertes neuronales Netzwerk (im Rahmen und/oder als Simula- tions-Dosage-Modell) eingesetzt. Bevorzugt erfolgt das Training mittels überwachtem Lernen. Es wäre jedoch auch möglich, das Simulations-Dosage-Modell bzw. das künstliche Neuronale Netz mittels unbeaufsichtigtem Lernen, bestärkendem Lernen oder stochastischem Lernen zu trainieren.
Bevorzugt ist das Simulations-Dosage-Modell auf einer (insbesondere obig näher beschriebenen), bevorzugt in Bezug auf die Vorrichtung externen Speichereinrichtung abgelegt. Bevorzugt kann die Vorrichtung auf diese externe Speichereinrichtung zugreifen und insbesondere unter Zugriff hierauf eine Verarbeitung der (vorgegebenen) Vielzahl von Messwerten vornehmen.
Bevorzugt handelt es sich bei der nicht-flüchtigen Speichereinrichtung um eine externe Speichereinrichtung, insbesondere eine Cloud-basierte Speichereinrichtung und/oder einen externen Server (inkl. Speichereinrichtung), wobei auf die Speichereinrichtung insbesondere über das Internet (und/oder über ein, insbesondere wenigstens abschnittsweise drahtgebundenes und/oder drahtloses, öffentliches und/oder privates Netzwerk) zugegriffen wird. Unter einem externen Server ist insbesondere ein in Bezug auf die Vorrichtung externer Server, insbesondere ein Backend-Server, zu verstehen.
Der externe Server ist beispielsweise ein Backend insbesondere eines Dosagevorrichtungs- Herstellers oder eines Diensteanbieters, welcher dazu eingerichtet ist, Messwerte (insbesondere einer Vielzahl von Messeinrichtungen und/oder einer Vielzahl von (insbesondere erfindungsgemäßen Vorrichtungen) zu verwalten. Die Funktionen des Backend bzw. des externen Servers können dabei auf (externen) Serverfarmen durchgeführt werden. Beim (externen) Server kann es sich um ein verteiltes System handeln.
Diese externen Speichereinrichtungen sind dabei bevorzugt in der Lage die gespeicherten Daten und/oder deren Auswertungen der Maschine aus der externen Speichereinrichtung wieder zur Verfügung zu stellen. Durch die hier beschriebene Auswertung von Messwerten ist es möglich, Prognosen für den Betrieb der Vorrichtung zu erstellen. So kann beispielsweise aus einem bestimmten Verlauf bestimmter Messwerte die Prognose abgeleitet werden, dass ein bestimmtes Bauteil der Vorrichtung in Kürze ausfallen wird. Auf diese Weise kann etwa proaktiv an den Benutzer die Anweisung ausgegeben werden, eine bestimmte Wartung durchzuführen oder ein bestimmtes Bauteil zu wechseln.
Auch kann etwa aus bestimmten Messwerten, wie etwa Druckwerten durch die Auswertung der Schluss gezogen werden, dass die Pumpeneinrichtung unzureichend entlüftet ist. Auf diese Weise kann die Auswerteeinrichtung die Erfahrung eines Maschinenbedieners nachstellen, der aus einem bestimmten Verhalten bestimmter Messwerte aufgrund eben dieser Erfahrung auf andere Fehlerquellen schließen kann.
Eine Auswerteeinrichtung und insbesondere eine Kl könnte aus großen Datenmengen Prognosen ableiten. So könnten beispielsweise bei Auftreten eines bestimmen Fehlers auch andere Messwerte berücksichtigt werden bzw. geprüft werden, ob diese sich bereits im Vorfeld des Fehlers veränderten. Auf diese Weise kann die Kl bei bestimmten Änderungen der Messwerte aus ihrer "Erfahrung" Hinweise auf einen künftig auftretenden Fehler geben. Die Kl stellt in diesem Falle der Erfahrung des Maschinenbedieners nach.
Es könnten, wie oben erwähnt, weiterhin auch die Maschinendaten vieler gleichartiger Maschinen gespeichert und ausgewertet werden. Auf diese Weise kann die Auswerteeinrichtung bzw. die Kl lernen, ob und wie sich ggfs. Aufstellungsorte der Maschinen und deren Umgebungsbedingungen auf den Maschinenbetrieb auswirken. Weiterhin könnte die Auswertung auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Getränke erfolgen.
Wie oben erwähnt, wird bevorzugt eine virtuelle Maschine erstellt (die Simulation), welche den Ablauf der tatsächlichen Maschine simuliert und welche dabei mit den real gewonnenen Daten arbeiten kann. Die Kl kann in diesem Fall zur stetigen Verbesserung der Anlage beitragen.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren steuert die Steuerungseinrichtung die Pumpeneinrichtung unter Verwendung wenigstens eines ersten physikalischen Parameters, der für Umgebungsbedingungen an einem Betriebsort der Anlage charakteristisch ist und/oder unter Verwendung wenigstens eines zweiten physikalischen Parameters, der für eine physikalische Eigenschaft des zu konservierenden Getränks charakteristisch ist.
Bevorzugt wird wenigstens einer dieser physikalischen Parameter bestimmt und es wird unter Zugrundelegung dieses Parameters unabhängig von der Vorrichtung ein Betriebsrezept ermittelt, mittels dessen die Steuerungseinrichtung die Pumpeneinrichtung steuert.
Bevorzugt wird dieses Betriebsrezept wenigstens an einem von dem Betriebsort unterschiedlichen Ort ermittelt. So wäre es beispielsweise möglich, dass an dem Betriebsort die besagten physikalischen Parameter ermittelt werden und auf Grundlage dieser Parameter an einem anderen Ort, etwa dem Herstellungsort der Anlage die entsprechenden Betriebsrezepte ermittelt werden. So wäre es möglich, dass sich am Betriebsort, beispielsweise in der Halle eines Kunden, eine Vielzahl von Sensoren befindet, welche Umgebungsbedingungen messen. Diese Daten können anschließend zu dem Hersteller der Maschine übertragen werden und bevorzugt dort analysiert werden.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren werden auf Basis des wenigstens einen physikalischen Parameters an dem von dem Betriebsort unterschiedlichen Ort Betriebsbedingungen simuliert und/oder geschaffen, welche den Umgebungsbedingungen an dem Betriebsort angepasst sind. So ist es beispielsweise möglich, dass am Herstellungsort eine Klimakammer verwendet wird, an der die Umgebungsbedinungen des Betriebsorts nachgestellt bzw. Tagesprofile oder ganze Langzeitprofile nachgefahren werden. So kann beispielsweise eine Tagestemperatur an dem Betriebsort gemessen werden und in einer Testumgebung diese Betriebstemperatur nachgestellt werden.
Unter einem Ermitteln des Betriebsrezepts unabhängig von der Vorrichtung wird insbesondere verstanden, dass dieses Ermitteln zeitlich und/oder örtlich unabhängig von dieser Anlage ermittelt wird, insbesondere an einem anderen Ort. Insbesondere ist es für die Ermittlung des Betriebsrezepts unerheblich, ob sich die Anlage gerade in Betrieb befindet oder nicht. Mit anderen Worten hängt insbesondere die Ermittlung des Betriebsrezepts nicht von einem momentanen Zustand der Vorrichtung ab.
Es wird daher vorgeschlagen, dass entsprechende Betriebsrezepte zum Betreiben der Vorrichtung und/oder der Pumpeneinrichtung ermittelt werden und hierbei insbesondere vor Ort Bedingungen der Vorrichtung und insbesondere der Pumpeneinrichtung berücksichtigt werden und/oder Bedingungen, welche für den Betrieb der Vorrichtung an ihrem Betriebsort charakteristisch sind, wie insbesondere aber nicht ausschließlich klimatische Bedingungen an dem Betriebsort oder etwa flüssigkeitsspezifische Bedingungen (z.B. die Art des zu Konservierenden Getränks).
Es wird daher bevorzugt eine Möglichkeit vorgeschlagen, um bereits vor dem Betrieb bzw. vor der Inbetriebnahme die genannten Einflüsse zu berücksichtigen. Unter dem Begriff „Vor der Inbetriebnahme“ wird in diesem Zusammenhang verstanden, dass ein mit diesem Verfahren gewonnenes Betriebsrezept bereits beim Herstellen bzw. dem Aufbau der Vorrichtung berücksichtigt wird, also beispielsweise schon in die Steuerungseinrichtung übertragen wird. Der Vorteil ist, dass wenigstens eine grobe Parametrierung vorgegeben werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Vorrichtung beim Kunden zumindest mit verminderter Leistung/ Qualität „anfahren“ kann und dann eine Feinkorrektur, etwa durch Spezialisten des Herstellers vorgenommen wird. Diese Spezialisten müssen also nicht mehr warten, bis alle mechanischen und elektrischen Unzulänglichkeiten behoben sind, sondern können just in time anreisen.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren enthält das Betriebsrezept wenigstens einen Betriebsparameter, bevorzugt eine Vielzahl von Betriebsparametern. Unter Betriebsparametern werden Parameter verstanden, die bei der Konservierung der Getränke relevant sind bzw. die vorgegeben werden. Vorteilhaft sind diese Betriebsparameter aus einer Gruppe von Betriebsparametern gewählt ausgewählt, welche eine Durchflussmenge des Konservierungsmittels, einen Druck des Konservierungsmittel, eine Temperatur des Konservierungsmittels bei der Eindüsung, eine Durchflussmenge des zu konservierenden Getränks, eine Temperatur des zu konservierenden Getränks und dergleichen enthält. Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen.
Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 eine Darstellung zur Veranschaulichung der Datenspeicherung;
Fig. 3 eine Darstellung gesammelter Daten.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Es wird darauf hingewiesen dass die hier gezeigte Ausgestaltung insbesondere im Hinblick auf die gezeigten Sensoren bzw. Messeinrichtung beispielhaft ist und je nach Ausgestaltung andere Sensoren oder Orte für die Sensoren vorgesehen sein können.
In Fig. 1 kennzeichnet das Bezugszeichen 10 eine Flüssigkeitsleitung und insbesondere eine Getränkeleitung, in der die Flüssigkeit bzw. das Getränk zu einem Behältnis 20 gefördert wird.
Das Bezugszeichen 3 kennzeichnet eine Messeinrichtung wie insbesondere aber nicht ausschließlich einen Durchflusssensor, die dazu geeignet und bestimmt ist, die Durchflussmenge des durch die Flüssigkeitsleitung 10 fließenden Getränks zu bestimmen.
Das Bezugszeichen 4 kennzeichnet eine Pumpeneinrichtung, welche dazu dient, ein Konservierungsmittel über eine Zuführleitung und insbesondere eine Druckleitung 6 und eine Düse 10a dem Getränk zuzuführen. Diese Pumpeneinrichtung 4 wird dabei von einer Steuerungseinrichtung 14 gesteuert. Diese Düse 10a ist dabei bevorzugt temperierbar und insbesondere erwärmbar. Weiterhin kann eine (nicht gezeigte) Temperaturmesseinrichtung zum Bestimmen einer Temperatur der Düse vorgesehen sein.
Die Messeinrichtung 3 übermittelt an die Steuerungseinrichtung 14 einen Wert der für die Durchflussmenge der durch die Flüssigkeitsleitung 10 fließenden Flüssigkeit charakteristisch ist und die Steuerungseinrichtung 14 steuert die Pumpeneinrichtung 4 unter Berücksichtigung dieses Werts. Das Bezugszeichen 8 kennzeichnet ein erstes Aufnahmebehältnis, welches zur Aufnahme des flüssigen Konservierungsmittels dient. Dieses Aufnahmebehältnis ist bevorzugt austauschbar und ist bevorzugt ohne eine Sensoreinrichtung ausgeführt. Das Bezugszeichen 32 kennzeichnet eine Entnahmeeinrichtung welche dazu geeignet und bestimmt ist, aus dem Aufnahmebehältnis 8 die Flüssigkeit zu entnehmen. Diese Entnahmeeinrichtung ist bevorzugt als hohle Lanze ausgeführt, welche das Konservierungsmittel aus dem Aufnahmebehältnis absaugt.
Das Bezugszeichen 45 kennzeichnet einen Sensor und insbesondere einen Drucksensor, der bei einer vorteilhaften Ausführungsform an einem unteren Ende der Entnahmeeinrichtung angeordnet ist.
Über eine (nur schematisch dargestellte) Verbindungsleitung 26 wird aus dem Aufnahmebehältnis 8 entnommenes Konservierungsmittel (bevorzugt unter Verwendung einer Pumpeneinrichtung 27 einem weiteren Aufnahmebehältnis 18, welches hier als Pufferbehältnis ausgeführt ist, zugeführt.
Über eine Verbindungsleitung 34 kann die Pumpeneinrichtung 4 das Konservierungsmittel aus dem Pufferbehältnis 18 absaugen. Das Pufferbehältnis 18 erlaubt es, die Vorrichtung 1 auch in den Zeiträumen weiter zu betreiben, in denen das Aufnahmebehältnis 8 ausgewechselt wird.
An einem Boden des Pufferbehältnisses ist in einer bevorzugten Ausführungsform wenigstens ein erster Drucksensor 22 und sind bevorzugt zwei Drucksensoren 22, 24 angeordnet. Mittels dieses Drucksensors 22 kann ein Druck der Flüssigkeit innerhalb des Pufferbehältnisses 18 bestimmt werden und damit auf den Füllstand der Flüssigkeit in dem Pufferbehältnis geschlossen werden.
Bei einer alternativen Ausgestaltung oder auch zusätzlich kann auch an der Verbindungsleitung ein Drucksensor oder bevorzugt zwei Drucksensoren 52, 54 vorgesehen sein. Auch aus den von diesen Drucksensoren 52, 54 ausgegebenen Messwerten kann (zusätzlich oder alternativ) auf einen Durchfluss der Flüssigkeit durch die Verbindungsleitung 34 und damit auf eine Fördermenge geschlossen werden. Das Bezugszeichen 56 kennzeichnet einen Füllstandsensor, der einen Füllstand des Konservierungsmittels innerhalb des Aufnahmebehältnisses 18 bestimmt. Die von diesem Füllstandssensor gemessenen Daten werden insbesondere verwendet, um die von den Drucksensoren ausgegebenen Werte zu überprüfen.
Die Bezugszeichen 62 und 64 kennzeichnen weitere Drucksensoren, die zusätzlich oder alternativ zu den oben beschriebenen Sensoren in der Druckleitung 6 angeordnet sind. Auch auf diese Weise kann eine Fördermenge des der Getränkeleitung 10 zugeführten Konservierungsmittels bestimmt werden.
Daneben können diese Drucksensoren auch dazu dienen, um zu überprüfen, ob das Konservierungsmittel mit einem ausreichenden oder in vorgegebenen Grenzen liegenden Druck der Flüssigkeitsleitung zugeführt wird.
Die einzelnen Messwerte der Sensoren werden bevorzugt der Steuerungseinrichtung 14 zugeführt und diese steuert und insbesondere regelt die Pumpeneinrichtung auch auf Basis dieser Messwerte.
Bevorzugt weist auch die Pumpeneinrichtung wenigstens eine Sensoreinrichtung 42 und bevorzugt mehrere Sensoreinrichtungen 42, 44 auf. Dabei kann es sich beispielsweise um Positionssensoren handeln, welche die Position von spezifischen Pumpenelementen bestimmen. Daneben kann es sich auch um Strom- oder Spannungssensoren handeln, welche für den Betrieb der Pumpeneinrichtung charakteristische Werte bestimmen oder dergleichen.
Auch die Werte dieser Sensoreinrichtungen werden bevorzugt der Steuerungseinrichtung 14 zum Steuern und/oder Regeln der Pumpeneinrichtung 4 zugeführt.
Das Bezugszeichen 30 kennzeichnet eine Anzeige und/oder Bedieneinrichtung zum Bedienen der Vorrichtung. Diese Anzeige und/oder Bedieneinrichtung 30 ist bevorzugt dazu geeignet und bestimmt, Informationen auszugeben, die für den Betrieb der Vorrichtung bedeutsam sind, wie etwa gemessene Drücke oder dergleichen. Daneben können bevorzugt über diese Anzeige und/oder Bedieneinrichtung 30 auf Benutzereingaben getätigt werden. Eine Füllstandsanzeige und/oder Druckanzeige und/oder Durchflussratenanzeige kann direkt auf einem Touch Panel (der Anzeige und/oder Bedieneinrichtung 30 visualisiert werden. Damit ist es möglich die Flaschenwechsel dem Operator rechtzeitig anzukündigen.
Das Bezugszeichen 15 kennzeichnet eine Speichereinrichtung, die zum Speichern von gemessenen Werten geeignet und bestimmt ist. Diese Speichereinrichtung kann dabei in die Steuerungseinrichtung integriert sein.
Das Bezugszeichen 17 kennzeichnet eine Zeitgebereinrichtung, welche einen Zeitwert vorgibt, mit dem unterschiedliche Messwerte in der Speichereinrichtung 15 abgespeichert werden.
Das Bezugszeichen 19 kennzeichnet eine Schnittstelle, mittels derer die gespeicherten Daten ausgelesen werden können, beispielsweise mittels eines USB Sticks.
Das Bezugszeichen 13 kennzeichnet eine Sendeeinrichtung, mittels derer gespeicherte Daten an eine weitere Speichereinrichtung 50, wie etwa einen Cloudspeicher gesendet werden können.
Das Bezugszeichen 72 kennzeichnet eine Positionserfassungseinrichtung, welche dazu dient, eine (geographische) Position der Vorrichtung zu erfassen oder zu einer Erfassung der Vorrichtung beizutragen. Diese Positionserfassungseinrichtung ist bevorzugt fest mit der Vorrichtung und/pder der Pumpeneinrichtung verbunden. Bevorzugt kann die Position der Vorrichtung 1 auch aus der Ferne abgefragt werden.
Das Bezugszeichen 58 kennzeichnet eine Dosage - Modell - Erzeugungseinrichtung, welche dazu geeignet und bestimmt ist auf Basis von vorgegebenen Werten, insbesondere den Messwerten der Vorrichtung oder auf Basis bereits vorhandener Daten ein Dosagemodell der Vorrichtung zu erstellen.
Das Bezugszeichen 59 kennzeichnet eine Zuordnungseinrichtung, welche der Vorrichtung 1 betriebswirtschaftliche Daten zuordnet, etwa Daten, welche für eine Vertragsabwicklung hinsichtlich dieser Vorrichtung charakteristisch sind. Das Bezugszeichen 70 kennzeichnet eine weitere (externe) Steuerungseinrichtung, welche zum Steuern der Vorrichtung dient. Diese weitere Steuerungseinrichtung erlaubt dabei eine Fernsteuerung der Vorrichtung. Diese weitere Steuerungseinrichtung kann dabei die Vorrichtung insbesondere fernsteuern.
Bevorzugt ist es möglich, dass beide der genannten Steuerungseinrichtungen die Vorrichtung steuern. Es ist jedoch auch möglich, dass einer der beiden Steuerungseinrichtungen und insbesondere der weiteren Steuerungseinrichtung 70 Priorität eingeräumt wird und diese zumindest hinsichtlich einiger Vorgänge eine Steuerung der Vorrichtung übernehmen kann. So ist es bevorzugt möglich, dass die weitere Steuerungseinrichtung (etwa in Notsituationen) eine Abschaltung der Vorrichtung 1 übernehmen kann.
Bevorzugt weist die Vorrichtung eine Anzeigeeinrichtung auf, welche zum Anzeigen von Messwerten, Betriebszuständen oder dergleichen an einem von der Vorrichtung entfernten Ort, bespielsweise einem Standort des Herstellers der Vorrichtung 1 ermöglicht. So ist es beispielsweise möglich, derartige Daten über ein Mobilfunkgerät eines Bedieners auszugeben. Bevorzugt handelt es sich bei der Anzeigeeinrichtung um eine mobile Anzeigeeinrichtung.
Das Bezugszeichen 66 kennzeichnet eine weitere Messeinrichtung, welche zur Aufnahme von Umgebungsdaten geeignet und bestimmt ist. Bei diesen Umgebungsdaten kann es sich insbesondere um eine Temperatur, einen Druck oder eine Luftfeuchtigkeit am Aufstellungsort der Vorrichtung 1 handeln. Auch diese Umgebungsdaten können von der Steuerungseinrichtung 14 oder der Steuerungseinrichtung 70 zum Steuern der Vorrichtung 1 verwendet werden.
Das Bezugszeichen 67 kennzeichnet eine weitere Erfassungseinrichtung, welche ein Bedienverhalten eines oder mehrerer Bediener der Vorrichtung 1 erfasst. So können beispielsweise über eine Eingabevorrichtung eingegebene Steuerbefehle erfasst werden. Auch kann beispielsweise protokolliert werden, wann oder wie oft Wechselvorgänge des Konservierungsmittels durchgeführt wurden.
Fig. 2 veranschaulicht die Vorgehensweise bei der Abspeicherung von Daten. Dabei sind hier exemplarisch fünf Messeinrichtungen 3, 22, 24, 42 und 42 dargestellt, welche Messwer- te ausgeben, die für unterschiedliche Eigenschaften der Vorrichtung charakteristisch sind. Das Bezugszeichen T kennzeichnet einen Zeitgeber. Dieser kann die Messwerterfassung triggern und/oder der Messwerterfassung einen Zeitwert hinzufügen.
In der Speichereinrichtung wird ein n-Tupel, hier ein 6 Tupel aus fünf zu einem bestimmten Zeitpunkt t1 gemessenen Messwerten M1(t1), M2(t1), M3(t1), M4(t1) und M5(t1) gespeichert. Weiterhin wird der Zeitwert t1 aufgenommen.
Bevorzugt sind dabei die Messwerte M1 - M5 den einzelnen oben genannten Messeinrichtungen zugeordnet.
Dieses Speichern wird -bevorzugt zyklisch- wiederholt. Auf diese Weise wird eine Vielzahl von Werte-Tupeln zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen. Diese Werte werden in der Speichereinrichtung 15 gespeichert.
Fig. 3 zeigt eine Zusammenstellung einer Vielzahl von Messwerten. Dabei werden weiterhin auch Fehlerzustände erfasst, die hier schematisch durch zwei Ausrufungszeichen gekennzeichnet sind. Gleichzeitig ist die Messeinrichtung gekennzeichnet, welche den fehlerhaften Messwert lieferte, nämlich zum Zeitpunkt t3 die Messeinrichtung 22, welche den Messwert M2 lieferte und zum Zeitpunkt T5 die Messeinrichtung 42, die den Messwert M4 lieferte.
Aus diesen Daten lassen sich Erkenntnisse über die Anlage gewinnen, etwa über den Zustand des Konservierungsmittels oder auch über technische Komponenten der Vorrichtung. Falls es beispielsweise gehäufter zu fehlerhaften Messwerten der Messeinrichtungen 42 und 44 kommt, könnte dies ein Indiz dafür sein, dass Komponenten der Pumpeneinrichtung 4, wie etwa Ventile verschlissen sind und in Bälde ausgewechselt werden müssen.
Falls die Messeinrichtung 3 stark abweichende Messwerte liefert, könnte dies auf einen Fehler der übergeordneten Getränkeabfüllanlage hindeuten.
Die Anmelderin behält sich vor sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass in den einzelnen Figuren auch Merkmale beschrieben wurden, welche für sich genommen vorteil- haft sein können. Der Fachmann erkennt unmittelbar, dass ein bestimmtes in einer Figur beschriebenes Merkmal auch ohne die Übernahme weiterer Merkmale aus dieser Figur vorteilhaft sein kann. Ferner erkennt der Fachmann, dass sich auch Vorteile durch eine Kombination mehrerer in einzelnen oder in unterschiedlichen Figuren gezeigter Merkmale ergeben können.

Claims

Patentansprüche
1. Vorrichtung (1) zur Konservierung von Getränken mit einer Messeinrichtung (3), welche dazu geeignet und bestimmt ist, eine Durchflussmenge einer durch eine Getränkeleitung (10) fließenden Flüssigkeit zu bestimmen, und mit einer Pumpeneinrichtung (4), welche ein Konservierungsmittel, insbesondere Dialkyldicar- bonate, in die Getränkeleitung (10) fördert, und mit wenigstens zwei weiteren Messeinrichtungen (22, 24, 42, 44), welche wenigstens zwei für den Betrieb der Vorrichtung (1) weitere charakteristische Messwerte (M2, M3, M4, M5) bestimmen, wobei die Vorrichtung (1) eine Steuerungseinrichtung (14) zum Steuern der Pumpeneinrichtung (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Speichereinrichtung (15) aufweist, welche ein wiederholtes Speichern wenigstens der weiteren charakteristischen Messwerte ermöglicht und die Steuerungseinrichtung (14) dazu geeignet und bestimmt ist, die Pumpeneinrichtung in Abhängigkeit von .wenigstens einem der abgespeicherten Messwerte zu steuern.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens drei weitere Messeinrichtungen, bevorzugt wenigstens vier weitere Messeinrichtungen und besonders bevorzugt wenigstens fünf weitere Messeinrichtungen aufweist, welche jeweils wenigstens einen für den Betrieb der Vorrichtung charakteristischen Messwert (M2, M3, M4, M5) bestimmen.
3. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung dazu geeignet und bestimmt ist, die Vorrichtung (1) mittels Datenfernübertragungsmittel zu steuern.
4. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Positionserfassungseinrichtung aufweist, welche dazu geeignet und bestimmt ist, eine Position der Vorrichtung (1) zu erfassen.
5. Vorrichtung (1) nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung dazu geeignet und bestimmt ist, die Vorrichtung in Abhängigkeit von einer erfassten Position der Vorrichtung zu steuern.
6. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) dazu geeignet und bestimmt ist, Alarm- und/oder Fehlerzustände zu erfassen und/oder aufzuzeichnen.
7. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) und insbesondere die Pumpeneinrichtung dazu geeignet und bestimmt ist, eine Vielzahl von Maschinen- und/oder Verbrauchsdaten aufzuzeichnen und diese bevorzugt abzuspeichern.
8. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) wenigstens eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen von Umgebungsdaten aufweist.
9. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen eines Bedienverhaltens eines Bedieners aufweist.
10. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Auswerteeinrichtung zum Auswerten der Messwerte auf- weist.
11. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Modellerzeugungseinrichtung aufweist, welche auf Basis einer Vielzahl von Messwerten ein für die Vorrichtung charakteristisches Maschinenmodell erzeugt.
12. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine künstliche Intelligenz aufweist mittels derer die Vorrichtung gesteuert wird.
13. Verfahren zur Konservierung von Getränken wobei eine Messeinrichtung (3), eine Durchflussmenge einer durch eine Getränkeleitung (10) fließenden Flüssigkeit bestimmt, und eine Pumpeneinrichtung (4) ein Konservierungsmittel, insbesondere Dialkyldicarbonate, in die Getränkeleitung (10) fördert, und wobei wenigstens zwei weitere Messeinrichtungen (22, 24, 42, 44) wenigstens zwei für den Betrieb der Vorrichtung weitere charakteristische Messwerte (M2, M3, M4, M5) bestimmen und wobei eine Steuerungseinrichtung (14) die Pumpeneinrichtung (4) steuert, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Speichereinrichtung (15) aufweist, welche wenigstens die weiteren charakteristischen Messwerte wiederholt speichert und die Steuerungseinrichtung (14) die Pumpeneinrichtung in Abhängigkeit von wenigstens einem der abgespeicherten Messwerte steuert.
14. Verfahren nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass
Alarm- und/oder Fehlerzustände erfasst werden und bevorzugt für diese Alarm- und Fehlerzustände charakteristische Daten und/oder Messwerte erfasst werden.
15. Verfahren nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens zeitweise ferngesteuert wird und/oder die Steuerungseinrichtung die Pumpeneinrichtung unter Verwendung wenigstens eines ersten physikalischen Parameters, der für Umgebungsbedingungen an einem Betriebsort der Anlage charakteristisch ist und/oder unter Verwendung wenigstens eines zweiten physikali- sehen Parameters, der für eine physikalische Eigenschaft des zu konservierenden Getränks charakteristisch ist.
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