LE ITUNGSFÜHRUNGSEINRICHTUNG MIT KABELBINDER
Die Erfindung betri f ft eine Leitungs führungseinrichtung, insbesondere eine Energieführungskette , zum Führen von Leitungen, wie Kabeln, Schläuchen oder dergleichen, zwischen zwei relativ zueinander beweglichen Anschlusspunkten, wobei die Leitungs führungseinrichtung einen einzigen Laschenstrang mit gelenkig miteinander verbundenen und gegeneinander abwinkelbaren Kettenlaschen umfasst . Die Erfindung betri f ft ferner einen Laschenstrang für die erfindungsgemäße Leitungs führungseinrichtung, eine Kettenlasche für den Laschenstrang bzw . die Leitungs führungseinrichtung und ein Verfahren sowie eine Verwendung der Kettenlasche .
Leitungs führungseinrichtungen mit einem einzigen Laschenstrang sind bekannt , wobei solche Leitungs führungseinrichtungen zwei zumindest an einer Seite in Randbereichen der Kettenlasche angebrachte Querstege aufweisen . Die Querstege sind im Wesentlichen starr und können an ihren freien Enden durch einen ebenfalls starren Verbindungssteg miteinander verbunden sein .
Derartige Leitungs führungseinrichtungen eignen sich für normale bis hohe Belastungen und Verfahrgeschwindigkeiten, sind j edoch relativ schwer und weisen eine aufwändige Konstruktion auf . Für unterschiedliche Anzahlen von Leitungen und unterschiedliche Leitungsquerschnitte stehen
Kettenlaschen verschiedener Höhe und Querstege verschiedener Länge zur Verfügung . Soll der Querschnitt eines Raums zur Aufnahme der Leitungen verändert werden, ist ein Austausch der Kettenlaschen und/oder Querstege erforderlich .
Eine Weiterentwicklung solcher Leitungs führungseinrichtungen of fenbart WO 02 /25790 Al . Eine Aus führungs form der dort of fenbarten Energieführungsketten umfasst einen einzigen Laschenstrang mit gelenkig miteinander verbundenen und gegeneinander abwinkelbaren Kettenlaschen, die mit einem Kabelbinder versehen sind .
Kabelbinder sind bekannt und ein weit verbreitetes Mittel zur zum Zusammenhalten und Fixieren von Gegenständen, insbesondere Leitungen, wie Kabeln oder dergleichen . Ein Kabelbinder umfasst üblicherweise einen Verschlusskopf und ein Verschlussband an dem Verschlusskopf . Das Verschlussband ist flexibel und/oder biegeelastisch ausgeführt . Das Verschlussband kann endseitig mit dem Verschlusskopf in Eingri f f gebracht werden zum Verschließen des Kabelbinders , wodurch eine Schlinge geformt wird . Dazu weist der Verschlusskopf häufig eine Rastzunge auf , die mit korrespondierenden und in regelmäßig angeordneten Rasteelementen des Verschlussbands in Eingri f f gebracht und verrastet werden kann .
Eine der Kettenlaschen gemäß der in WO 02 /25790 Al of fenbarten Aus führungs form weist einen Durchgang auf . Der Kabelbinder wird an der Kettenlasche befestigt , indem er mit seinem Verschlussband durch Öf fnungen der Kettenlasche ge führt wird, worauf der Kabelbinder zur Schlinge verschlossen wird . Durch die Schlinge ist ein Raum an der Kettenlasche bereitgestellt zur Aufnahme von Leitungen . Durch Zuziehen der Schlaufe und der damit einhergehenden Verringerung des Querschnitts des Raums können in dem Raum angeordnete Leitungen an der Kettenlasche befestigt bzw . festgezurrt werden . Dies ermöglicht die abschnittsweise
Fixierung der Leitungen an der Kettenlasche zum Führen der Leitungen .
Die in WO 02 /25790 Al of fenbarte Leitungs führungseinrichtung stellt eine einfache und anpassbare Lösung im Vergleich zu herkömmlichen Leitungs führungseinrichtungen dar und ermöglicht die Aufnahme verschiedener Anzahlen von Leitungen und verschiedener Leitungsquerschnitte . Jedoch hat sich herausgestellt , dass das Hindurchführen durch die Kettenlasche und das Verschließen des Kabelbinders vergleichsweise mühsam und fehleranfällig ist . Auch ist der Verschlusskopf nach dem Verschließen meist an einem zufällig ausgewählten Ort an den gehaltenen Leitungen auf einer der Kettenlasche gegenüberliegenden Seite angeordnet . Dadurch ist der Verschlusskopf ungeschützt und/oder belastet die gehaltenen Leitungen . Dies kann zu Beschädigungen von sowohl Verschlusskopf als auch Leitungen führen bis hin zum Versagen des Kabelbinders .
Die GB 2 200 716 A beschreibt eine Gliederkette zur Führung von Kabeln und Schläuchen unter Verwendung von Endlosbändern zur Befestigung des Kabels/Schlauchs am Körper eines Gliedes der Gliederkette .
Aufgabe gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Leitungs führungseinrichtung bzw . eine geeignete Kettenlasche für eine Leitungs führungseinrichtung bereitzustellen, die zumindest einen der vorgenannten Nachteile zumindest teilweise behebt . Insbesondere soll die Erfindung die Bereitstellung einer robusten und einfach handhabbaren Leitungs führungseinrichtung ermöglichen .
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gemäß einem Aspekt gelöst durch eine Leitungs führungseinrichtung nach Anspruch 1 . Ein Aspekt der Erfindung ist dabei die besondere Ausgestaltung der Kettenlasche .
Die erfindungsgemäße Leitungs führungseinrichtung umfasst insbesondere einen einzigen Laschenstrang mit gelenkig miteinander verbundenen und gegeneinander abwinkelbaren Kettenlaschen sowie zumindest einen Kabelbinder mit einen Verschlusskopf und einem Verschlussband an dem Verschlusskopf . Zumindest eine , mehrere der Kettenlaschen oder alle Kettenlaschen des Strangs weisen j eweils einen Durchgang auf , durch den das Verschlussband zumindest mit einem Abschnitt so hindurchführbar oder hindurchgeführt ist , dass der Kabelbinder zu einer Schlinge verschließbar ist unter Ausbildung eines Raums an der Kettenlasche zur Aufnahme der Leitungen . Zum Verschließen wird insbesondere ein durch die Durchführung hindurchgeführter Abschnitt des Verschlussbands an dem Verschlusskopf befestigt . Leitungen in dem Raum sind bevorzugt durch Verzurren des Kabelbinders an der j eweiligen Kettenlasche befestigbar .
Die Kettenlasche , die den Durchgang aufweist , umfasst eine Halteaufnahme zum Halten des Verschlusskopfs , wobei die Halteaufnahme an einem Ende des Durchgangs angeordnet ist . An dem j eweiligen Ende des Durchgangs kann das Verschlussband in den Durchgang eingeschoben werden bzw . aus diesem heraustreten . Der Durchgang ist bevorzugt als eine Art Kanal in den Laschenkörper der Kettenlasche integriert . Durch den Durchgang ist der verschlossene Kabelbinder zuverlässig an der Kettenlasche gehalten . Allgemein bevorzugt wirken Durchgang und Halteaufnahme derart zusammen, dass eine Bewegung des verschlossenen Kabelbinders relativ zur Kettenlasche weitgehend vermieden ist .
Durch die erfindungsgemäße Aus führung ist einerseits ein vordefinierter Ort zur Anordnung des Verschlusskopfs bereitgestellt und andererseits das Verschließen des Kabelbinders durch Halten des Verschlusskopfs in einer zum Verschließen günstigen Position erleichtert . Zum Verschließen ist nicht mehr erforderlich, Leitungen,
Kabelbinder und Kettenlasche j eweils vorläufig relativ zueinander zu fixieren, da der Kabelbinder wie ein integraler Bestandteil der Kettenlasche betätigbar sein kann . Die Leitungen können so an einer Oberseite der Kettenlaschen positioniert werden, wonach durch Verschließen des Kabelbinders und Querschnittsverringerung des durch die Schlinge bereitgestellten Raums eine positionsgenaue Fixierung der Leitungen relativ zur Kettenlasche bzw . zur Leitungs führungseinrichtung gewährleistet ist . Die Leitungen müssen zum Verschließen des Kabelbinders nicht wieder abgehoben werden .
Bevorzugt ist die Halteaufnahme von mehreren, insbesondere zwei , Seiten der Kettenlasche , insbesondere von einer im Betrieb der Leitungs führungseinrichtungen Leitungen zugewandten Seite und einer Seite senkrecht dazu, zugänglich . Dies ermöglicht eine einfache Handhabung eines von der Halteaufnahme gehaltenen Verschlusskopfes und insbesondere ein einfaches Lösen von der Halteaufnahme , während ein versehentliches Lösen verhindert sein kann .
Die erfindungsgemäße Leitungs führungseinrichtung eignet sich insbesondere zum Verfahren auf einer hori zontalen Unterlage . Die Kettenlaschen liegen dann mit einer Unterseite auf der Unterlage auf . Auf der dann nach oben weisenden Oberseite der j eweiligen Kettenlasche können die Leitungen auf einfachste Weise aufgelegt werden . Beim Verschließen des Kabelbinders legt sich dieser eng und gegebenenfalls unter Vorspannung an den Umfang des eingelegten Leitungsstrangs an .
Vorzugsweise ist die Halteaufnahme ausgeführt , den Kabelbinder durch Halten des Verschlusskopfs vor dem Hindurchführen des Verschlussbands durch den Durchgang relativ zur Kettenlasche zu fixieren . Insbesondere ist die Halteaufnahme dergestalt relativ zu einem Ende des Durchgangs angeordnet , dass der Kabelbinder durch
Fortsetzung einer beim Hindurchführen des Verschlussbands durch den Durchgang ausgeführten Durchführbewegung an dem in der Halteaufnahme angeordneten Verschlusskopf befestigbar is t .
Bevorzugt ist die Halteaufnahme Halten eines Verschlusskopfs eines Kabelbinders so gestaltet , dass der Verschlusskopfs form- und/oder kraf tschlüssig in der Halteaufnahme so gehalten wird, dass der Kabelbinder einerseits verliersicher an der Lasche gehalten bleibt wenn der Verschlusskopfs in der Halteaufnahme aufgenommen ist , andererseits aber der Verschlusskopf von Hand lösbar aus der Halteaufnahme entnehmbar ist , z . B . zwecks Austausch von Leitungen bei einer Wartung und einhergehender Erneuerung der Kabelbinder . Dies kann insbesondere durch geeignete Dimensionierung und/oder Gestaltung der Halteaufnahme in Bezug auf handelsübliche Größen von Kabelbinder erreicht werden .
Um die Anordnung des Verschlusskopfes an einem beliebigen Ende des Durchgangs zu ermöglichen, kann die Kettenlasche eine an dem anderen Ende des Durchgangs angeordnete weitere Halteaufnahme umfassen . Die Kettenlasche weist somit bevorzugt an beiden Enden des Durchgangs j eweils eine Halteaufnahme zum Halten des Verschlusskopfs auf . Der Verschlusskopf ist dadurch wahlweise in einer der Halteaufnahmen der Kettenlasche anordenbar . Insbesondere ist der Kabelbinder dadurch von einem Ende des Durchgangs aus zu dem anderen Ende des Durchgangs zu dem Verschlusskopf oder von dem anderen Ende des Durchgangs aus zu dem einen Ende des Durchgangs zu dem Verschlusskopf hindurchführbar .
Besonders zum Führen längerer, stei ferer und/oder schwererer Leitungen in längeren Leitungs führungseinrichtungen kann es sinnvoll sein, mehrere Kettenlaschen des Laschenstrangs wie vorstehend beschrieben aus zuführen . Gemäß einer Aus führungs form weisen daher mehrere , insbesondere sämtliche , der Kettenlaschen einen Durchgang auf , durch den
das Verschlussband eines Kabelbinders so hindurchführbar ist , dass der Kabelbinder zu einer Schlinge verschließbar ist unter Ausbildung eines Raums an der j eweiligen Kettenlasche zur Aufnahme der Leitungen . Diese Kettenlaschen weisen in der Aus führungs form j eweils eine an einem Ende des Durchgangs angeordnete Halteaufnahme zum Halten eines Verschlusskopfs eines Kabelbinders auf . Allgemein bevorzugt umfasst die Leitungs führungseinrichtung mehrere Kabelbinder für die j eweiligen Kettenlaschen .
Die Erfindung betri f ft ferner auch einen Laschenstrang, insbesondere für eine Leitungs führungseinrichtung . Der Laschenstrang umfasst gelenkig miteinander verbundene und gegeneinander abwinkelbare Kettenlaschen, von denen zumindest eine Kettenlasche einen Durchgang aufweist , durch den ein Verschlussband eines Kabelbinders so hindurchführbar ist , dass der Kabelbinder zu einer Schlinge verschließbar ist unter Ausbildung eines Raums an, insbesondere einer Oberseite , der Kettenlasche zur Aufnahme von Leitungen, wobei die Kettenlasche eine an einem Ende des Durchgangs angeordnete Halteaufnahme zum Halten des Verschlusskopfs aufweist . Bevorzugt haben mindestens die Häl fte der Kettenlaschen oder alle Kettenlaschen des Strangs j eweils eine Halteaufnahme zum Halten eines Verschlusskopfs eines Kabelbinders .
Die einzelnen Kettenlaschen des Laschenstrangs können dabei j eweils Merkmale aufweisen, die hierin im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Leitungs führungseinrichtung of fenbart sind . In einer besonders einfachen Aus führungs form umfasst der Laschenstrang zumindest drei Kettenlaschen, von denen zumindest die mittlere Kettenlasche , d . h . die Kettenlasche , die j eweils mit den anderen beiden Kettenlaschen gelenkig verbunden und gegen diese j eweils abwinkelbar ist , den beschriebenen Durchgang und die beschriebene Halteaufnahme aufweist .
Al lgemein bevorzugt umfasst die Kettenlasche zwei Gelenkbereiche , wobei j eder der Gelenkbereiche mit einem Gelenkbereich einer anderen Kettenlasche gelenkig verbindbar ist zur Anordnung mehrerer Kettenlaschen zum Laschenstrang . Die Gelenkbereiche sind bevorzugt als Überlappungsbereiche ausgeführt , d . h . bei Verbindung von Kettenlaschen überlappen diese mit Überlappungsbereichen benachbarter Kettenlaschen . Bi ldet die Kettenlasche eine Endlasche eines Laschenstrangs , der zur Verbindung mit einem der Anschlussbereiche ausgeführt ist , kann diese Kettenlasche anstelle beider Gelenkbereiche nur einem Gelenkbereich aufweisen . Für alle Aus führungs formen bevorzugt sind Durchgang und/oder Halteaufnahme neben dem j eweiligen Gelenkbereich angeordnet , wodurch übermäßig enge Biegeradien beim Führen von Leitungen vermieden werden .
Gemäß einer bevorzugten Aus führungs form sind die Kettenlaschen gekröpft ausgebildet . Dazu weist die j eweilige Kettenlasche einen bezüglich des Durchgangs nach außen gekröpften Bereich und einen nach innen gekröpften Bereich auf , wobei die gekröpften Bereiche j eweils Verbindungsmittel zur gelenkigen Verbindung der Kettenlasche mit benachbarten Kettenlaschen aufweisen . Sind Kettenlaschen zu einem Laschenstrang zusammengefügt , liegen an dem j eweils nach außen gekröpften Bereich einer der Kettenlaschen der j eweils nach innen gekröpfte Bereich einer benachbarten der Kettenlaschen innenliegend an .
Vorzugsweise ist der Durchgang für den Kabelbinder und insbesondere die j eweilige Halteaufnahme zwischen den beiden gekröpften Bereichen der Kettenlasche angeordnet , was strukturell vorteilhaft zu Halten von Leitungen ist .
Zur einfachen Konstruktion kann auch beitragen, wenn zur gelenkigen Verbindung der Kettenlaschen untereinander Zapfen in einem Gelenkbereich und dazu korrespondierende Öf fnungen im anderen Gelenkbereich einer j eden bzw . der j eweiligen
Kettenlasche vorgesehen ist .
Eine erfindungsgemäße Kettenlasche kann somit bevorzugt einen Zapfen in einem Gelenkbereich und dazu korrespondierende Öf fnungen im anderen Gelenkbereich aufweisen zur gelenkigen Verbindung von Kettenlaschen untereinander . Insbesondere können die Kettenlaschen dadurch identisch ausgeführt und in beliebiger Anordnung zu einem Laschenstrang zusammengefügt werden .
In einer Aus führungs form ist eine Rastverbindung zwischen den Zapfen und Öf fnungen der Kettenlaschen vorgesehen . Dies ist bevorzugt , da es einen einfachen gelenkigen Zusammenhalt der Kettenlaschen zur Bildung eines Laschenstrangs ermöglicht .
Die Erfindung betri f ft im Besonderen eine Kettenlasche . Die Kettenlasche ist bevorzugt für eine erfindungsgemäße Leitungs führungseinrichtung und/oder einen erfindungsgemäßen Laschenstrang geeignet .
Die erfindungsgemäße Kettenlasche umfasst einen Durchgang, durch den ein Verschlussband eines Kabelbinders so hindurchführbar ist , dass der Kabelbinder zu einer Schlinge verschließbar ist unter Ausbildung eines Raums an der Kettenlasche zur Aufnahme von Leitungen . Die Kettenlasche weist eine an einem Ende des Durchgangs angeordnete Halteaufnahme auf zum Halten eines Verschlusskopfs des Kabelbinders auf .
Die Kettenlasche kann weitere im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Leitungs führungseinrichtung oder dem erfindungsgemäßen Laschenstrang beschriebene Merkmale umfassen . Beispielsweise weist die Kettenlasche bevorzugt zwei Gelenkbereiche zur gelenkigen Verbindung mit j eweils einer weiteren Kettenlasche auf , insbesondere wie vorstehend beschrieben . Ferner kann die Kettenlasche j eweils im
Gelenkbereich einen Zapfen und eine korrespondierende Öf fnung aufweisen .
Al lgemein besonders bevorzugt umfasst die Kettenlasche einen Führungsabschnitt zur Führung des Verschlussbands relativ zum Durchgang . Der Führungsabschnitt gewährleistet eine Führung eines durch den Durchgang hindurchgeführten Abschnitts des Verschlussbands relativ zum Verschlusskopf für ein einfaches Verschließen des Kabelbinders und/oder zum Wegführen eines Abschnitts des Verschlussbands vom Verschlusskopf nach dem Verschließen . Der Führungsabschnitt ist vorzugsweise vollständig außerhalb des Durchgangs angeordnet . In einer Aus führungs form ist die Halteaufnahme zumindest teilweise zwischen Durchgang und Führungsabschnitt angeordnet . Dadurch können Durchgang und Halteaufnahme beabstandet angeordnet sein . Insbesondere erstreckt sich die Halteaufnahme dabei vom Durchgang zum Führungsabschnitt , um eine besonders zuverlässige Führung des Verschlussbands sicherzustellen . Allgemein bevorzugt sind Halteaufnahme , Durchgang und Führungsabschnitt hintereinander angeordnet . Dadurch kann ein aus dem Durchgang heraustretender Abschnitt des Verschlussbands ohne weitere Umlenkung mit dem Verschlusskopf verschlossen werden . Zugleich ist auch bei einfacher Aus führung eine gute Funktions fähigkeit der Halteaufnahme gewährleistet .
In einer Aus führungs form umfasst die Kettenlasche eine an dem anderen Ende des Durchgangs angeordnete weitere Halteaufnahme . Die weitere Halteaufnahme kann im Zusammenhang mit der erstgenannten Halteaufnahme beschriebene Merkmale aufweisen . Sie ist im wesentlichen spiegelsymmetrisch zur erstgenannten Halteaufnahme ausgeführt und ermöglicht es , einen Kabelbinder alternativ an dem anderen Ende des Durchgangs zu verschließen, wobei dessen Verschlusskopf von der Halteaufnahme an dem anderen Ende des Durchgangs gehalten sein kann . Ein weiterer
Führungsabschnitt kann entsprechend vorgesehen sein . Insbesondere verläuft der Durchgang zwischen den Halteaufnahmen, d . h . im Wesentlichen von einer zur anderen Halteaufnahme .
Al lgemein bevorzugt ist die j eweilige Halteaufnahme ausgeführt , einen Aufnahmeraum zu begrenzen, in dem der Verschlusskopf eines Kabelbinders derart anordenbar ist , dass die Halteaufnahme den Verschlusskopf von mehreren Seiten umschließt zum Halten des Verschlusskopfs in dem Aufnahmeraum . Die Halteaufnahme kann als Vertiefung in einem Laschenkörper der Kettenlasche ausgeführt sein . Zur besseren Handhabbarkeit kann die Vertiefung zu einer Seite mit verbreitertem Querschnitt geöf fnet ausgeführt sein .
Besonders bevorzugt ist die j eweilige bzw . die Halteaufnahme in einem Randbereich der Kettenlasche angeordnet . Der j eweilige Randbereich erstreckt sich entlang der Schmalseiten der j eweiligen Kettenlasche . Der Durchgang ist bevorzugt mittig zwischen den Randbereichen angeordnet , was eine symmetrische Lastverteilung ermöglicht .
Um beim Verfahren einen verbesserten Schutz des Kabelbinders und der mittels diesem bereitgestellten Verbindung zu ermöglichen, kann die Kettenlasche dergestalt ausgeführt sein, dass der Durchgang j eweils zur Oberseite der Kettenlasche , an der der Raum zur Aufnahme der Leitungen ausgebildet wird, seine Enden aufweist . Der Durchgang ist damit endseitig von der Oberseite aus zugänglich . Wird die Kettenlasche zum Verfahren auf einer hori zontalen Unterlage verwendet , wird somit Kontakt von Leitungen und Kabelbinder mit der Unterlage und dadurch mögliche Beschädigungen vermieden .
Gemäß einer bevorzugten Aus führungs form weist der Durchgang zwischen seinen of fenen Enden eine insbesondere langgestreckte Öf fnung zur Unterseite der Kettenlasche auf .
Bevorzugt liegen damit die Enden des Durchgangs und die Öf fnung auf gegenüberliegenden Seiten der Kettenlasche , nämlich die Enden auf der Oberseite und die Öf fnung auf der Unterseite . Dies vereinfacht die Hersteilbarkeit der Kettenlaschen . Die erfindungsgemäßen Kettenlaschen sind al lgemein bevorzugt aus Kunststof f , insbesondere aus tribologisch optimierten Kunststof f , hergestellt . Vorzugsweise sind Kettenlaschen mittels Spritzgussverfahren hergestellt . Durch Vorsehen der beschriebenen Öf fnungen können Hinterschneidungen bei der Konstruktion der Kettenlasche weitgehend vermieden werden, was besonders bei Spritzgussverfahren lange Zyklus zeiten und die Notwendigkeit aufwendiger Werkzeuge vermeidet . Die Öf fnung erstreckt sich vorzugsweise über zumindest 20 % , insbesondere maximal 90 % , insbesondere 30 % bis 100 % , des Verlaufs des Durchgangs .
Gemäß einem unabhängigen zweiten Aspekt werden besondere Aus führungen einer, insbesondere mit Merkmales gemäß dem ersten Aspekt ausgeführten, Kettenlasche vorgeschlagen, wodurch ohne Überdimensionierung bzw . die Notwendigkeit einer festeren Auslegung durch zusätzliches Material eine erhöhte Betriebs festigkeit (Engl , fatigue strength) gewährleistet wird . Zudem soll die Möglichkeit eröf fnet werden für weitergehende Gewichtsersparnis durch Reduzierung der Wandstärken bzw . der Kunststof fmasse in der Kettenlasche . Eine solche Kettenlasche weist einen, insbesondere wie voranstehend beschriebenen, Zapfen in einem Gelenkbereich auf . Der Zapfen ist mit einer korrespondierenden Öf fnung einer weiteren Kettenlasche verbindbar ist zur gelenkigen Verbindung der Kettenlasche mit der weiteren Kettenlasche .
Wie Langzeituntersuchungen im Versuchslabor der Anmelderin zeigen, können Kettenlaschen auch an herkömmlichen verrundeten Querschnittsübergängen, wie solchen entlang des Zapfens der Kettenlasche und am Übergang des Zapfens zum
Laschenkörper, vermutlich aufgrund verbleibender Kerbwirkung bzw . Materialspannungen, nach einer hohen Grenz zahl von Lastwechseln versagen . Dies tritt auch bei Lasten weit unter der statischen Festigkeit bzw . Belastbarkeit auf und z . T . bevor andere scharfkantige Übergänge im Kraftfluss versagen . Demnach erscheinen die üblichen Kreisradienübergänge nicht optimal .
Zur Verminderung bzw . Behebung dieser Nachteile wird gemäß dem Aspekt der Erfindung ein speziell geformter Querschnittsübergang an dem Zapfen vorgesehen . Es wird vorgeschlagen, dass dieser ausgewählte Querschnittsübergang de finiert wird durch eine einhüllende Übergangskurve mit einem speziellen Verlauf , wobei die Querschnitts fläche des Querschnittsübergangs entlang der Übergangskurve vom Startpunkt zum Endpunkt stetig abnimmt , insbesondere monoton fallend ( im Sinne der entsprechenden Kurvenfunktion) . Der erfindungsgemäße Verlauf der Übergangskurve ist so eingestellt , dass für einen ausgewählten Startpunkt der Übergangskurve in bzw . auf der ersten Teil fläche , welcher in einem Abstand A zur gedachten Schnittkurve der ersten Teil fläche mit der zweiten Teil fläche liegt , der Kurvenendpunkt in bzw . auf der zweiten Teil fläche in einem vorbestimmten, größeren Abstand Z zu dieser Schnittkurve l iegt , näml ich einem Abstand Z mit 1 , 7 • A < Z < 4 , 0 • A, insbesondere mit 2 , 3 • A < Z < 3 , 4 • A.
Kurz gefasst wird also der Übergang im Querschnitt eines solchen Zapfens entsprechend einer monoton fallenden Kurve gestaltet , welche so gewählt bzw . konstruiert ist , dass deren Endpunktabstand Z zur Schnittkurve beider angrenzender Flächen deutlich größer ist als ihr entsprechender Startpunktabstand A, nämlich insbesondere im Bereich 1 , 7 < Z/A < 4 , 0 .
Ein derartiger Querschnittsübergang ist hinsichtlich
Ermüdungsschäden, insbesondere kraftflussbedingter örtlicher
Spannungskonzentrationen bzw. Spannungsspitzen deutlich günstiger als konventionell angelegte Viertelkreis- Rundungsradien. Der Querschnittsübergang kann skaliert an beliebige Bauräume bzw. Randbedingungen angepasst werden. Bei ebenen Flächen entspricht die Schnittkurve, zu welcher der Abstand von Anfangs- und Endpunkt betrachtet wird, einer Schnittgeraden. Bei einer zylindrischen Zapfenfläche oder einer in der Laschenebene kurvenförmigen Übergangsfläche des Zapfens ist die Schnittkurve hingegen keine Gerade. Die einhüllende Übergangskurve ist vorzugsweise entlang des Querschnittsübergangs zumindest bereichsweise oder überwiegend gleichbleibend, d.h. eine Einhüllende bzw. Hüllkurve zur Außenfläche des Querschnittsübergangs.
Besonders günstig erweist sich, wenn die Übergangskurve im Sinne einer Funktionsanalyse bzw. mathematisch einer glatten bzw. stufenlosen und streng monoton fallenden Kurve entspricht. Der Krümmungsradius kann zumindest bereichsweise entlang der Kurve konstant sein. Es kann auch eine bereichsweise oder vollständig krümmungsstetige Kurve mit Startpunktabstand A und Endpunktabstand Z im Verhältnisbereich 1,7 < Z/A < 4,0 angewendet werden.
Ungeachtet des Abstandsverhältnisses Z/A wird auch ein Querschnittsübergang vorgeschlagen, der definiert ist durch eine Übergangskurve, die glatt (stufenlos) und streng monoton fallend ist und sich durch besondere Eigenschaften ihrer für den Kraftfluss relevanten Kurventangente bzw. Kurvensteigung (bzw. erste Ableitung bzw. Differentialquotient) entlang ihres Verlaufs auszeichnet. Es wird dabei eine Übergangskurve gewählt, deren Kurventangente am Anfangspunkt (in Extremal-Betrachtung) die erste Fläche in einem Winkel von ca. 45° +/- 10°, insbesondere + /- 5°, schneidet und deren Kurventangente entlang des Kurvenverlaufs sich fortschreitend bzw. monoton in Richtung parallel zur zweiten Fläche dreht und am Endpunkt
vorzugsweise nahezu ( +/- 10 ° , vorzugsweise +/- 5 ° ) oder technisch parallel zur zweiten Fläche liegt .
Die Übergangskurve kann mehrere stetig ineinander übergehende bspw . gerade Abschnitte umfassen, welche z . B . nach einer zur Entlastung von Kerbspannungen geeigneten Methode konstruiert sind,
Das Risiko von Anrissen bei dynamischer Belastung an Querschnittsübergängen wird mit der vorgeschlagenen Übergangskontur deutlich reduziert . Solche Anrisse könnten, wie aus der Metallwerkstof fkunde bekannt , auch bei vergleichsweise biegsameren Polymerkunststof fen unter Lastwechsel entstehen und bis zum Restbruch wachsen . Dementsprechend ermöglicht die Nutzung wie beschrieben ge formter Querschnittsübergänge die Herstellung betriebs fest ausgelegter Kettenlaschen, ohne zusätzlichen Materialaufwand . Es können insbesondere gegenüber bestehenden Gestaltungen von Kettenlaschen auch Materialeinsparungen erzielt werden indem unnötige Überdimensionierung vermieden bzw . gezielt behoben wird .
Insbesondere bei zur lediglich einseitigen Überlappung bestimmten Kettenlaschen, wie den gekröpften Laschen, liegen kritische Bereiche erfahrungsgemäß dort wo Kräfte von einem primär in der Laschenhauptebene erstreckten Bereich in einen überwiegend senkrecht dazu erstreckten Bereich fließen . Die in Bezug auf die Gestaltung des Zapfens beschriebene Lehre kann entsprechend angewendet werden . So wird vorzugsweise eine Übergangskurve mit ihrem Startpunkt an bzw . in eine erste Teil fläche senkrecht zur Hauptebene der Kettenlasche gelegt , und entsprechend der Endpunkt in eine zweite Teil fläche parallel zur Hauptebene des Laschenkörpers .
Bevorzugt ist die Kettenlasche mit benachbarten Kettenlaschen durch eine Rastverbindung j eweils zwischen Zapfen und Öf fnung gelenkig verbindbar ist . In einer
Aus führungs form weist der Zapfen dazu einen Wulst zum Hintergrei fen der korrespondierenden Öf fnung bei Rastverbindung auf . Der Querschnittsübergang zum Wulst kann gemäß der vorstehend ausgeführten Lehre ausgeführt sein .
Zur Ausbildung des Wulstes nach dieser Lehre weist der Zapfen einen Querschnittsübergang zwischen zwei äußeren Teil flächen auf , der zwischen einer ersten Teil fläche und einer zu dieser in einem Winkel verlaufenden zweiten Teil fläche gerundet oder gebrochen ist , wobei der Querschnittsübergang begrenzt ist durch eine einhüllende Übergangskurve mit einem solchen Verlauf , dass für einen Startpunkt der Übergangskurve an der ersten Teil fläche , welcher in einem Abstand A zur Schnittkurve der ersten Teil fläche mit der zweiten Teil fläche liegt , der Endpunkt der Übergangskurve an der zweiten Teil fläche in einem Abstand Z zu dieser Schnittkurve liegt , mit 1 , 7 • A < Z < 4 , 0 • A, insbesondere mit
2 , 3 • A < Z < 3 , 4 • A, und dass die Querschnittsfläche des Querschnittsübergangs entlang der Übergangskurve vom Startpunkt zum Endpunkt stetig abnimmt , wobei insbesondere die Übergangskurve einer glatten bzw . stufenlosen und streng monoton fallenden Kurve entspricht .
Die Erfindung betri f ft außerdem ein Verfahren zur Herstellung einer insbesondere erfindungsgemäßen Leitungs führungseinrichtung, insbesondere einer erfindungsgemäßen Energieführungskette . Auch betri f ft die Erfindung eine Verwendung eines erfindungsgemäßen Laschenstrangs und/oder einer erfindungsgemäßen Kettenlasche für die Leitungs führungseinrichtung . Das Verfahren bzw . die Verwendung umfasst die Schritte , dass ein Verschlusskopf eines Kabelbinders in einer Halteaufnahme der Kettenlasche angeordnet wird; dass bevorzugt ein Verschlussband des Kabelbinders durch eine Durchführung einer Kettenlasche hindurchgeführt wird; und dass der Kabelbinder zu einer
Schlinge verschlossen wird zum Halten von Leitungen in einem durch die Schlinge gebildeten Raum an der Kettenlasche . Besonders bevorzugt wird der Kabelbinder zu einer Schlinge verschlossen, indem das Verschlussband mit einem durch die Durchführung hindurchgeführten Abschnitt an dem Verschlusskopf befestigt wird . Der Verschlusskopf ist bevorzugt währenddessen in der Halteaufnahme angeordnet , was das Verschließen erleichtert .
Weitere vorteilhafte Merkmale und Wirkungen werden nachfolgend ohne Beschränkung der Allgemeinheit des Vorstehenden anhand bevorzugter Aus führungsbeispiele mit Be zug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert . Hierbei zeigen :
Fig . 1A- 1B eine perspektivische Ansicht eines Aus führungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Kettenlasche ;
Fig . 2A eine Aufsicht auf eine Schmalseite des in
Fig . 1A und 1B dargestellten Aus führungsbeispiels ;
Fig . 2B eine Schnittansicht des Aus führungsbeispiels auf Basis der Aufsicht von Fig . 2A;
Fig . 3A-3B ein schematischer Ausschnitt X eines Zapfens des entsprechenden Aus führungsbeispiels aus Fig . 2A sowie eine schematische Darstellung einer der Querschnittsveränderung des Zapfens zugehörigen Übergangskurve ;
Fig . 4 eine perspektivische Ansicht des Aus führungsbeispiels gem . Figs . 1A-2B mit verschlossenem Kabelbinder ;
Fig . 5 eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts
eines Aus führungsbeispiels der erfindungsgemäßen Energieführungskette mit mittels der Energieführungskette geführten Leitungen .
Fig . 1A zeigt in perspektivischer Ansicht ein Aus führungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kettenlasche 1 mit zugewandter Oberseite . Fig . 1B zeigt in perspektivischer Ansicht dasselbe Aus führungsbeispiel abgewandter Oberseite . Die Kettenlasche 1 ist einstückig ausgeführt , was allgemein bevorzugt ist . Die Kettenlasche 1 umfasst zwei Gelenkbereiche und dazwischen einen Bereich, in dem ein Durchgang 11 angeordnet ist . Der Durchgang 11 ist somit mittig angeordnet , was allgemein vorteilhaft ist . Durch den Durchgang 11 ist ein Verschlussband eines Kabelbinders (nicht gezeigt ) hindurchführbar . An beiden Enden des Durchgangs 11 ist die Kettenlasche 1 mit Halteaufnahmen 12a, 12b versehen .
Die Halteaufnahmen 12a, 12b sind j eweils in einem Randbereich der Kettenlasche 1 angeordnet , wobei sich die j eweilige Halteaufnahme 12a, 12b zur Schmalseite der Kettenlasche 1 hin verbreitert , was nicht notwendig, aber wegen verbesserter Handhabbarkeit allgemein vorteilhaft ist . Die Halteaufnahmen 12a, 12b sind j eweils als in den Laschenkörper der Kettenlasche 1 eingelassene Vertiefung ausgeführt , die einen von oben in die j eweilige Halteaufnahme 12a, 12b eingeführten Verschlusskopf eines Kabelbinders teilweise umschließt und dadurch senkrecht dazu in Position hält . Die Halteaufnahmen 12a, 12b ist dem Querschnitt eines Verschlusskopfes eines Kabelbinders nachgebildet .
Auf der gegenüberliegenden Seite der Kettenlasche 1 ( siehe Fig . 1B ) ist der Durchgang 11 durch eine langgestreckte
Öf fnung 112 geöf fnet , was die Herstellung der Kettenlasche 1 vereinfacht . Trotz der Öf fnung 112 kann ein in dem Durchgang verlaufendes Verschlussband eines Kabelbinders hinreichend geschützt sein, da ein im Durchgang 11 angeordnetes Verschlussband immer von der Außenseite der Kettenlasche beabstandet wäre .
Fig . 2A zeigt eine Aufsicht auf eine Schmalseite des in Fig . 1A und 1B dargestellten Aus führungsbeispiels . Fig . 2B zeigt dazu eine Schnittansicht auf Basis der Aufsicht von Fig . 2A. Die Schnittlinie , auf der die Schnittansicht von Fig . 2A beruht , ist in Fig . 2A gekennzeichnet . Außerdem ist in Fig . 2A ein Ausschnitt X der Kettenlasche 1 mittels einer gestrichelten Ellipse gekennzeichnet . Der Ausschnitt X ist in Fig . 3B schematisch wiedergegeben .
Der Durchgang 11 verläuft geradlinig zwischen den Halteaufnahmen 12a, 12b, wobei er mit seinen Enden I l la, 111b unmittelbar an die Halteaufnahmen 12a, 12b anschließt . Entlang des gesamten Verlaufs des Durchgangs 11 erstreckt sich die Öf fnung 112 , wodurch eine hinterschnitt freie Herstellung der Kettenlasche als Spritzgussteil gewährleistet ist . Die Halteaufnahmen 12a, 12b sind j eweils zu einer gegenüberliegenden Schmalseite der Kettenlasche 1 und zu einer gemeinsamen Seite geöf fnet . So kann ein Verschlusskopf eines Kabelbinders in die j eweilige Halteaufnahme 12a, 12b eingesetzt und von dieser gehalten werden . Das Verschlussband desselben Kabelbinders kann an der gegenüberliegenden Seite in den Durchgang 11 eingeführt , durch den Durchgang 11 hindurchgeführt und mit dem Verschlusskopf verschlossen werden . Ein nach Festzurren des Kabelbinders ggf . überschüssiger Abschnitt des Verschlussbands kann über die j eweilige Halteaufnahme 12a, 12b hinaus in Richtung der j eweiligen Schmalseite bewegt werden .
Die Kettenlasche 1 ist gekröpft ausgeführt. Bezüglich des mittig angeordneten Durchgangs 11 ist ein nach außen gekröpfter Bereich 31 und ein nach innen gekröpfter Bereich 32 vorgesehen. Durch eine derartige Ausführung können mehrere Kettenlaschen im Wesentlichen fluchtend nebeneinander angeordnet und gelenkig verbunden werden. Dazu weist die Kettenlasche in den gekröpften Bereichen 31, 32 jeweils einen Gelenkbereich mit einen Zapfen 33 und einer Öffnung 34 auf, was vorteilhaft ist. Andere Ausführungsvarianten solcher Gelenkbereiche sind jedoch bekannt. Öffnung 34 und Zapfen 33 sind korrespondierend ausgeführt, können also zur Verbindung mit weiteren Kettenlaschen 1 an eine jeweils korrespondierende Öffnung 34 bzw. einen jeweils korrespondierenden Zapfen 33 einer benachbarten Kettenlasche gesteckt werden. Zwischen Öffnung 34 und Zapfen 33 benachbarter Kettenlaschen ist dann eine Rastverbindung ausgebildet. Um eine zuverlässige Rastverbindung zu ermöglichen, weist der Zapfen 33 einen endseitigen Wulst auf zum Hintergreifen der jeweiligen korrespondierenden Öffnung.
Der Zapfen 33 weist einen speziell geformten Querschnittsübergang auf, der entsprechend einer monoton fallenden Kurve gestaltet ist, welche so gewählt bzw. konstruiert ist, dass deren Endpunktabstand zur Schnittkurve beider angrenzender Flächen deutlich größer ist als ihr entsprechender Startpunktabstand. Dadurch können Spannungsspitzen vermieden werden. Näheres zum Querschnittsübergang ist Fig. 3A und 3B zu entnehmen.
Fig. 3A zeigt einen Ausschnitt X aus Fig. 2A des Zapfens des entsprechenden Ausführungsbeispiels. Fig. 3B zeigt eine schematische Darstellung einer dem Querschnittsübergang des Zapfens 33 zugehörigen Ubergangskurve C.
Der Zapfen 33 weist an einem Endbereich einen
Querschnittsübergang Q zwischen einer ersten Teilfläche Fl
und einer zu dieser abgewinkelt verlaufenden zweiten Teil fläche F2 auf . Der Zapfen ist so gestaltet , dass der Verlauf des Querschnittsübergangs Q durch eine einhüllende Übergangskurve C abgebildet werden kann . Die Übergangskurve C hat einen solchen Verlauf , dass für einen Startpunkt PS der Übergangskurve C an der ersten Teil fläche Fl , welcher in einem Abstand A zur Schnittkurve der ersten Teil fläche Fl mit der zweiten Teil fläche F2 liegt , der Endpunkt PE der Übergangskurve C an der zweiten Teil fläche F2 in einem Abstand Z zu dieser Schnittkurve liegt . Der Abstand Z beträgt ca . 2 , 5 • A. Der Verlauf der Übergangskurve folgt einem Krümmungsradius R . Die Querschnitts fläche des Querschnittsübergangs Q entlang der Übergangskurve C vom Startpunkt PS zum Endpunkt PE nimmt dabei stetig ab .
Fig . 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des Aus führungsbeispiels , wobei der Kabelbinder 2 durch den Durchgang 11 hindurchgeführt und verschlossen dargestellt ist . Der Kabelbinder 2 ist also mittels seines umgebogenen Verschlussbands 22 zu einer Schlinge geformt und begrenzt einen Raum an der Kettenlasche 2 zur Aufnahme von Leitungen . Ein solcher Kabelbinder 2 kann handelsüblich in verschiedenen Größen bezogen werden . Der Verschlusskopf 21 des Kabelbinders 2 ist in einer der Halteaufnahmen 12a, 12b angeordnet und von dieser gehalten . Das Verschlussband 22 ist durch die Durchführung 11 hindurch zu dem Verschlusskopf 21 geführt und mit diesem verschlossen, indem eines von mehreren rippeartig verlaufenden Rastelementen des Verschlussbands mit einer Rastzunge des Verschlusskopfs in Eingri f f ist . Ein Abschnitt des Verschlussbands 21 ragt über die Kettenlasche 1 hinaus und steht über . Zur besseren Handhabbarkeit kann dieser Abschnitt abgetrennt werden .
Fig . 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Abschnitts eines Aus führungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Energieführungskette 100 mit durch die Energieführungskette
100 geführten Leitungen 101 . Die Energieführungskette 100 weist einen einzigen Laschenstrang 10 mit gelenkig miteinander verbundenen und gegeneinander abwinkelbaren Kettenlaschen 1 auf , die j eweils wie vorstehend beschrieben ausgeführt sind . Für j ede Kettenlasche 1 des Laschenstrangs 10 ist ein Kabelbinder 2 vorgesehen und mit dieser verbunden . Der Übersichtlichkeit halber ist nur eine der Kettenlaschen 1 und nur einer der Kabelbinder 2 in Fig . 4 mit einem Bezugs zeichen versehen . Jede der Kettenlaschen 1 ist erfindungsgemäß ausgeführt . Dies ist vorteilhaft , j edoch nicht notwendig . Es genügt für den Zweck der Erfindung beispielsweise bereits , wenn bei der Anzahl an Kettenlaschen 1 des Laschenstrangs 10 mehrere j eweils durch Kettenlaschen beabstandete Kettenlaschen 1 erfindungsgemäß ausgeführt sind . Beispielsweise kann j ede zweite der Kettenlaschen 1 erfindungsgemäß ausgeführt sein, während die übrigen Kettenlaschen ohne Leitungsbefestigung die erfindungsgemäßen Kettenlaschen 1 gelenkig verbinden .
Bezugszeichenliste
Kettenlasche
2 Kabelbinder
10 Laschenstrang
11 Durchgang
12 a, 12b Halteaufnahme
21 Verschlusskopf
22 Verschlussband
31 , 32 gekröpfter Bereich
33 Zapfen
34 Öf fnung
100 Energieführungskette
101 Leitungen
I l la, 111b of fene Enden
112 Öf fnung
A Abstand
C Übergangskurve
Fl erste Teil fläche
F2 zweite Teil fläche
PS Startpunkt der Übergangskurve
PE Endpunkt der Übergangskurve
Q Querschnittsübergang
R Krümmungsradius
Z Abstand