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Die Erfindung bezieht sich auf eine handgehaltene Pipettiervorrichtung, ein System zum Datenaustausch zwischen dieser handgehaltenen Pipettiervorrichtung und einem externen Gerät, und einen Computerprogrammcode, der von der handgehaltenen Pipettiervorrichtung ausführbar ist.
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Solche handgehaltenen Pipettiervorrichtung werden üblicherweise in medizinischen, biologischen, biochemischen, chemischen und anderen Laboratorien verwendet. Sie dienen im Labor zum Transport und Übertragen von fluiden Proben mit kleinen Volumina, insbesondere zur präzisen Dosierung der Proben. Zwei bekannten Klassen solcher handgehaltenen Pipettiervorrichtungen unterscheiden sich durch das jeweilige physikalische Prinzip der Flüssigkeitsaufnahme bzw. -abgabe. Entweder erfolgt die Dosierung der Flüssigkeit durch das Luftpolsterprinzip oder es kommt das Prinzip der Direktverdrängung zum Einsatz. Die erste Klasse von Geräten wird als Luftpolsterpipetten bezeichnet, die zweite Klasse als Direktverdränger.
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Bei einer Pipettiervorrichtung kann die durch eine einzelne Betätigung abgegebene Probenmenge der in das Gerät aufgesaugten Probenmenge entsprechen. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass eine mehreren Abgabemengen entsprechende aufgenommene Probenmenge schrittweise wieder abgegeben wird. Zudem wird zwischen Einkanal-Pipettiervorrichtungen und Mehrkanal-Pipettiervorrichtungen unterschieden, wobei Einkanal-Pipettiervorrichtungen nur einen einzigen Abgabe-/Aufnahmekanal enthalten und Mehrkanal-Pipettiervorrichtungen mehrere Abgabe-/Aufnahmekanäle enthalten, die insbesondere das parallele Abgeben oder Aufnehmen mehrerer Proben erlauben.
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Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung beschriebenen handgehaltenen Pipettiervorrichtungen sind handgehaltene computergesteuerte Kolbenhubpipetten mit elektrischem Kolbenantrieb, auch bezeichnet als handgehaltene, elektrische Pipettiervorrichtungen oder handgehaltene, elektrische Kolbenhubpipetten.
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Ein Beispiel für eine handgehaltene, elektronische Luftpolsterpipette des Stands der Technik ist die Eppendorf Xplorer® und Xplorer® plus der Eppendorf AG, Deutschland, Hamburg; Beispiele für handgehaltene, elektronische Dispenser sind die Multipette® E3 und Multipette® E3x der Eppendorf AG, Deutschland, Hamburg.
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Elektrische Pipettiervorrichtungen bieten zahlreiche Vorteile gegenüber nicht-elektrischen Pipettiervorrichtungen, da eine Vielzahl von Funktionen in einfacher Weise implementiert werden kann. Insbesondere lässt sich bei elektrischen Pipettiervorrichtungen die Durchführung von bestimmten, programmgesteuerten Pipettiervorgängen vereinfachen, indem diese automatisiert oder teilautomatisiert werden. Typische Pipettierparameter zum Steuern solcher Pipettiervorgänge mittels entsprechender Pipettierprogramme betreffen das Volumen beim Ansaugen oder Abgeben von Flüssigkeit, deren Reihenfolge und Wiederholungen, und gegebenenfalls deren zeitliche Parameter bei der zeitlichen Verteilung dieser Vorgänge. Eine elektrische Pipettiervorrichtung kann dazu ausgebildet sein, in einem Betriebsmodus oder mehreren Betriebsmodi betrieben zu werden. Ein Betriebsmodus kann vorsehen, dass ein Satz mit einem oder mehreren Pipettierparametern der Pipettiervorrichtung, die einen Pipettiervorgang der Pipettiervorrichtung beeinflussen oder steuern, automatisch abgefragt, eingestellt und/oder angewandt wird.
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Einige Anwender bevorzugen allerdings vielfach die Arbeit im manuellen Modus einer elektronischen Pipettiervorrichtung, insbesondere, wenn die im Labor benötigten Arbeitseinsätze der Pipettiervorrichtung für eine aufwändige programmierte Ausführung nicht optimal geeignet sind. In den der Erfindung zugrunde liegenden Anwendungstests ergab sich das Bedürfnis der Anwender, bekannte Programmfunktionen einer elektronischen Pipettiervorrichtung flexibler nutzen zu können. Eine unkomfortable Nutzbarkeit einer automatisierten Funktion führte häufiger zu einer geringeren Akzeptanz durch die Anwender. Eine solche Funktion ist das Mischen von Proben, das bei elektronischen Pipettiervorrichtungen als Bestandteil eines programmierten, teilautomatisch ablaufenden Dispensiervorgangs bekannt ist.
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Beim Dosieren von Proben in chemischen, biologischen und medizinischen Laboratorien ist das gründliche Mischen von Proben und Reagenzien entscheidend, um sicherzustellen, dass alle Komponenten gleichmäßig verteilt sind und die Bedingungen für Reaktionen und Analysen konsistent sind. Dies minimiert die Variabilität und verbessert die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Laborergebnisse.
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Der Verzicht auf ein gründliches Mischen von Proben und Reagenzien kann zu inkonsistenten Laborergebnissen führen aus mehreren Gründen: Ohne Mischen können sich Konzentrationsgradienten bilden, bei denen bestimmte Komponenten der Probe oder Reagenzien ungleichmäßig verteilt sind. Dies führt zu variablen Ergebnissen, da die Menge der aktiven Substanzen in verschiedenen Teilen der Probe unterschiedlich ist. In Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte oder Zusammensetzung kann es zur Schichtung kommen, bei der schwerere Komponenten sich unten und leichtere oben absetzen. Ohne Mischen wird die entnommene Probe nicht repräsentativ für die gesamte Lösung sein. Viele chemische Reaktionen erfordern eine homogene Mischung der Reagenzien, um vollständig und gleichmäßig abzulaufen. Ohne Mischen können Reaktionen teilweise unvollständig bleiben, was zu ungenauen oder inkonsistenten Ergebnissen führt. Enzyme wirken oft in Lösung und erfordern eine gleichmäßige Verteilung der Substrate. Ohne ausreichendes Mischen ist die enzymatische Aktivität ungleichmäßig, was zu variablen Ergebnissen führen kann. In biologischen Proben wie Zellkulturen oder bei der Arbeit mit Partikelsuspensionen können sich Partikel ohne Mischen verklumpen oder aggregieren. Dies kann die Messung von Zellzahlen, Partikelgrößenverteilungen oder anderen Parametern verfälschen. Bei biochemischen Analysen können Proteine und andere Makromoleküle aggregieren, wenn sie nicht gut gemischt sind, was zu falschen Messergebnissen führt. Bei der Entnahme von nicht gemischten Proben besteht die Gefahr, dass die entnommene Menge nicht repräsentativ für die gesamte Probe ist. Dies kann zu inkonsistenten Ergebnissen führen, insbesondere wenn nur kleine Volumina verwendet werden. Diagnostische Tests wie ELISA oder PCR erfordern präzise Mengen an Reagenzien und Proben. Ohne Mischen können Unterschiede in der Verteilung der Analyten zu variablen Ergebnissen und unzuverlässigen Diagnosen führen.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine handgehaltene Pipettiervorrichtung mit einer effizient und ergonomisch nutzbaren Mischfunktion für das Mischen von zu pipettierenden Proben bereitzustellen.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe insbesondere mittels der Pipettiervorrichtung gemäß Anspruch 1. Bevorzugte Ausgestaltungen sind Gegenstände der Unteransprüche und sind zudem der Beschreibung zu entnehmen.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist eine handgehaltene Pipettiervorrichtung zum Pipettieren mindestens einer Probe,
- mit einem Verbindungsabschnitt zum Verbinden mindestens eines Pipettierbehälters mit der Pipettiervorrichtung,
- mit einem Bewegungselement zum Ansaugen der mindestens einen Probe in den mindestens einen Pipettierbehälter, zum Halten der Probe in dem mindestens einen Pipettierbehälter und zur Probenabgabe aus dem mindestens einen Pipettierbehälter bei der Durchführung eines durch Pipettierparameter definierten Pipettiervorgangs,
- mit einer elektrischen Steuereinrichtung, die eine Datenverarbeitungseinrichtung aufweist, die zur Steuerung des Bewegungselements in Abhängigkeit von den Pipettierparametern programmiert ist, und
- mit einer Benutzerschnittstelleneinrichtung zur Ausgabe von Informationen an einen Benutzer und zur Erfassung von Eingaben des Benutzers, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Benutzerschnittstelleneinrichtung ein Mischfunktion-Eingabeelement aufweist und die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung eines Mischvorgangs programmiert ist, der mindestens einen Mischschritt beinhaltet und durch mindestens einen Pipettierparameter definiert ist, welcher zumindest ein Mischvolumen VM beinhaltet, indem die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung eines Mischvorgangs programmiert ist, dass
- a) eine über das Mischfunktion-Eingabeelement erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird und
- b) aufgrund der über das Mischfunktion-Eingabeelement erfassten Eingabe der Mischvorgang gestartet und ausgeführt wird, während dem das Bewegungselement so angesteuert wird, dass ein Mischschritt durchgeführt wird oder Mischschritte sukzessive durchgeführt werden und von einem Parameter N_mix (auch bezeichnet als Nmix) zählbar sind oder gezählt werden, wobei in jedem Mischschritt durch die entsprechende Bewegung des Bewegungselements ein Mischvolumen VM der Probe in den Pipettierbehälter aufgenommen wird und anschließend wieder abgegeben wird.
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Die unmittelbare Verfügbarkeit der Mischfunktion wird über das Mischfunktion-Eingabeelement ermöglicht, dessen Betätigung die automatisierte Ausführung des mindestens einen Mischschritts zur Folge hat. Der Benutzer erhält so eine schnell verfügbare Mischfunktion, die auch als Schnellmischfunktion oder, kurz, Quickmix bezeichnet wird. Eine derartige Mischfunktion lässt sich ergonomisch und flexibel in unterschiedlichsten Anwendungssituationen ausführen, wodurch die Laborarbeit effizienter und reproduzierbarer wird.
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In einem typischen Anwendungsszenario lässt sich die erfindungsgemäße Pipettiervorrichtung benutzen wie folgt:
- i) Ansaugen der Flüssigkeit:
- a. Positionieren des Pipettierbehälters, insbesondere der Pipettenspitze, in einer Flüssigkeit eines Probenbehälters;
- b. Starten des Mischvorgangs durch Betätigen des Mischfunktion-Eingabeelements; die Pipette wird automatisch die Flüssigkeit bis zum eingestellten Volumen ansaugen.
- ii) Abgeben der Flüssigkeit: die Pipettiervorrichtung wird automatisch die Flüssigkeit zurück in den Probenbehälter abgeben. Dies erfolgt durch ein motorgetriebenes Bewegungselement, insbesondere einen Kolben, der die Flüssigkeit präzise dosiert.
- iii) Wiederholen: Der Mischschritt wird wahlweise (automatisch) wiederholt, entsprechend der Benutzervorgabe (zu den Möglichkeiten der Implementierung dieser Benutzervorgabe weiter unten).
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Vorteil der Schnellmischfunktion ist insbesondere, dass der Benutzer durch Betätigen des Mischfunktion-Eingabeelements den Mischvorgang starten kann, ohne dass die für die Durchführung des Mischvorgangs benötigten Pipettierparameter vom Benutzer eingegeben werden müssen. Dies erfolgt durch Default-Werte der Pipettierparameter, insbesondere des Mischvolumens MV und einer Pipettiergeschwindigkeit v_mix, insbesondere einer Aufnahmegeschwindigkeit und einer Abgabegeschwindigkeit, optional auch einer Gesamtzahl N_gesamt der Mischschritte. Weitere vorteilhafte Implementierungen der Festlegung solcher Parameter werden weiter unten beschrieben. Es ergibt sich gegenüber programmierbaren Mischfunktionen bekannter kommerzieller Pipetten der Vorteil einer flexiblen und schnellen Anwendbarkeit. Bei solchen programmierten Mischfunktionen müssen vorab teilweise mehrere Pipettierparameter eingegeben und Bedienvorgänge ausgeübt werden, was insbesondere bei den kleinen Benutzerschnittstellen dieser handgehaltenen Geräte einen hohen Aufwand bedeutet. Jede Betätigung, die sich der Benutzer erspart, führt über die Gesamtdauer der Pipettenbenutzung zu einer spürbaren Erleichterung der Laborarbeit.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Pipettiervorrichtung ist das Mischfunktion-Eingabeelement ein Bedienelement, das dediziert dem Steuern, insbesondere Starten und/oder Stoppen der Mischfunktion dient. Das bedeutet, dass das Mischfunktion-Eingabeelement in einem Standardzustand der Pipettiervorrichtung immer das Steuern, insbesondere Starten und/oder Stoppen der Mischfunktion bewirkt, und insbesondere keine andere Aktion auslöst. Ein Standardzustand kann ein Zustand der Pipettiervorrichtung sein, in dem der Benutzer durch Betätigen eines Betätigungselements der Pipettiervorrichtung einen Pipettiervorgang auslösen kann. Ein solcher Standardzustand kann einer von mehreren Betriebsmodi der Pipettiervorrichtung sein, in denen insbesondere jeweils ein bestimmter, optional mehrschrittiger, insbesondere programmierter Pipettiervorgang über das Betätigungselement auslösbar ist. Im Standardzustand kann insbesondere der Homescreen in einem Display, z.B. Touchscreen, der Pipettiervorrichtung angezeigt werden.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Pipettiervorrichtung ist das Mischfunktion-Eingabeelement ein Bedienelement, das dem Steuern, insbesondere Starten und/oder Stoppen der Mischfunktion dient, das aber zusätzlich noch mindestens eine weitere Funktion der Pipettiervorrichtung steuert. Die Funktion ist in diesem Fall nicht festgeschrieben, sondern programmgesteuert konfiguriert. Insbesondere kann das Mischfunktion-Eingabeelement dann wahlweise die Funktion des Betätigungselements erfüllen, welches einen Pipettiervorgang steuert, insbesondere das Ansaugen in den Pipettierbehälter und/oder das Abgeben der Probe aus dem Pipettierbehälter startet. In einem solchen Fall der Doppel- oder Mehrfachbelegung der Funktion des Mischfunktion-Eingabeelements ist vorgesehen, über eine Modus-Eingabeeinrichtung den gewünschten Betriebsmodus einzustellen, der insbesondere ein Standard-Pipettiermodus sein kann oder ein Mischfunktion-Modus. Die Modus-Eingabeeinrichtung kann insbesondere ein Touchscreen der Pipettiervorrichtung sein, dessen Modus-Betätigung zu einem Wechsel des aktiven Betriebsmodus führen kann. Insbesondere kann eine am Touchscreen ausgeführte Wischgeste zu einem Wechsel des aktiven Betriebsmodus führen. Vorzugsweise wird durch Wischen in einem Homescreen des Touchscreens der Wechsel von einem Standard-Pipettiermodus zum Mischfunktion-Modus bewirkt.
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Ein Mischschritt ist grundsätzlich dadurch gekennzeichnet, dass der Wechsel zwischen Probenaufnahme und Probenabgabe -im Wesentlichen- unterbrechungsfrei ist, also nur einen sehr kurzen Zeitraum erfordert. Dabei wird toleriert, dass der Motor einer Pipettiervorrichtung eine gewisse Zeit benötigen kann, um die Bewegungsrichtung des Bewegungselements, insbesondere Kolbens, zu ändern, um von der Probenaufnahme auf die Probenabgabe zu wechseln. Dies dauert aber typischerweise weniger als 1 Sekunde, 500 ms, 200 ms, 100 ms , 50 ms oder kürzer. Das Mischen der Proben soll in der Regel möglichst schnell erfolgen. Der Zeitraum kann aber auch anders sein, kann programmierbar sein, von der Software und/oder vom Benutzer auswählbar sein.
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Im Gegensatz zum Mischschritt, bei dem automatisch nach dem Teilschritt der Probenaufnahme der Teilschritt der Probenabgabe angeschlossen ist, wird beim normalen Pipettieren, also in einem Pipettierschritt, die Probenaufnahme und Probenabgabe durch die manuelle Steuerung durch einen Benutzer erfolgen und nicht automatisch erfolgen: der Benutzer bewegt die am Verbindungsabschnitt der Pipettiervorrichtung angebrachte Pipette zum Probenreservoir, taucht dort die Pipettenspitze ein, betätigt zur Probenaufnahme ein entsprechendes Betätigungselement, zum Beispiel mittels einer Bedienwippe, und saugt so die Probe in die Pipettenspitze, und bewegt diese zum Zielbehälter, so dass eine automatische Abgabe nicht möglich ist, da die Pipettiervorrichtung den Zeitpunkt nicht kennt, zu dem die Probenabgabe erfolgen muss. Der Benutzer gibt diesen vor, indem er die Pipettenspitze über dem Zielbehälter positioniert, und durch Betätigung eines entsprechenden Betätigungselements, insbesondere mittels Bedienwippe, die Probenabgabe in den Zielbehälter bewirkt.
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Grundsätzlich gibt es programmierbare Pipettiervorrichtungen, bei denen automatisierte Pipettier-Teilschritte frei vorgebbar sind, so dass ebenfalls Sequenzen von automatisierter Probenaufnahme und Probenabgabe denkbar sind, insbesondere auch zum Zweck des Mischens. Die erfindungsgemäße Mischfunktion zeichnet sich aber dadurch aus, dass keine vorherige Programmierung durch den Benutzer erforderlich ist, sondern dass, insbesondere nach Herbeiführen des Mischfunktion-Modus, der Mischvorgang sofort vom Benutzer initiierbar ist (Schritt a)).
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Die handgehaltene Pipettiervorrichtung weist vorzugsweise einen berührungsempfindlichen Bildschirm zur Eingabe der Werte von benutzerdefinierbaren Pipettierparametern auf, wobei ein Parametersatz von mindestens einem Pipettierparameter einen Pipettiervorgang festlegt.
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Die handgehaltene Pipettiervorrichtung weist vorzugsweise mindestens ein Bedienelement, auch bezeichnet als Betätigungselement, auf, dessen Betätigung durch den Benutzer den gemäß Parametersatz definierten Pipettiervorgang startet.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, in dem Bildschirm eine Eingabebildschirmseite zur Anzeige und Eingabe von Pipettierparametern eines Parametersatzes von Pipettierparametern anzuzeigen, und, wenn die Betätigung des mindestens einen Betätigungselements erfasst wird, in dem Bildschirm anstelle der Eingabebildschirmseite eine Ausgabebildschirmseite zur Anzeige von Pipettierparametern des in der Eingabebildschirmseite definierten Parametersatzes anzuzeigen, und, wenn diese Betätigung des mindestens einen Betätigungselements erfasst wird oder bei der nachfolgenden Betätigung eines dieser Betätigungselemente, den gemäß diesem Pipettierparametersatz definierten Pipettiervorgang zu starten, wobei diese oder eine nachfolgend angezeigte Ausgabebildschirmseite einen Sonderbutton aufweist, dessen Berühren das Schließen der Ausgabebildschirmseite und die Anzeige dieser Eingabebildschirmseite oder einer anderen Eingabebildschirmseite im Bildschirm bewirkt.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert, derart dass
- i) in a) eine vom Benutzer mittels Drücken und Halten ("press-and-hold") des Mischfunktion-Eingabeelements erfolgende Eingabe zu erfassen, und
- ii) entweder in b) nach der Beendigung der Durchführung eines Mischschrittes einen weiteren Mischschritt zu starten und/oder durchzuführen, insofern zu einem Zeitpunkt nach dem Starten des Mischvorgangs und vor dieser Beendigung oder zu dem Zeitpunkt dieser Beendigung die mittels Drücken und Halten des Mischfunktion-Eingabeelements erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird, so dass sich die Anzahl Nmix der Mischschritte um 1 erhöht,
- iii) oder in b) den Mischvorgang zu beenden, falls zu diesem Zeitpunkt keine über das Mischfunktion-Eingabeelement mittels Drücken und Halten erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird, so dass der aktuelle Wert Nmix zu diesem Zeitpunkt einen Pipettierparameter Nmix_total bestimmt (Nmix_total = Nmix).
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Die "Press-and-Hold"-Funktionalität bei einem Bedienelement beschreibt üblicher Weise eine Art der Benutzerinteraktion, bei der eine Taste oder ein Touchscreen-Element gedrückt und für eine bestimmte Zeit gehalten wird, um eine bestimmte Aktion oder eine zusätzliche Funktion auszulösen, die sich von der Aktion unterscheidet, die bei einem kurzen Drücken (Tastendruck) ausgeführt wird. Zur Ausführung der Erfindung wird der Mischschritt aber vorzugsweise in a) ohne Zeitverzögerung, oder jedenfalls nur mit kurzer Zeitverzögerung, ausgelöst. Es ist aber möglich, dass eine kruze Zeitverzögerung kleiner als 1 s, 500 ms, 250 ms, 100 ms, oder 50ms vorgesehen ist. Im Falle der Ausgestaltung mittels "press-and-hold" wird der Mischvorgang so lange fortgeführt, als das Mischfunktion-Eingabeelement gedrückt ist. Mindestens wird nach dem Starten durch Schritt a) ein kompletter Mischschritt ausgeführt, und vorzugsweise wird ein laufender Mischschritt komplettiert, auch wenn nach dessen Start das Mischfunktion-Eingabeelement vom Benutzer losgelassen wird und nicht mehr gedrückt ist. Die Steuerung der Mischvorgang mittels "press-and-hold" hat sich in Anwendungstests als besonders ergonomisch und intuitiv erwiesen. Weitere bevorzugte Alternativen zu Steuerung werden nachfolgend beschrieben.
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Der oben genannte Absatz ii) bedeutet, dass das Mischfunktion-Eingabeelement entweder permanent vom Benutzer gedrückt sein kann, um einen weiteren Mischschritt auszuführen, und/oder wahlweise zwischenzeitlich unterbrochen werden kann, solange zu einem relevanten, programmierten Zeitpunkt zwischen dem Starten und dem Beendigen eine Aktivierung des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird - diese Steuerungsmöglichkeit kann insbesondere für erfahrene Benutzer ergonomisch sein.
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Der in Absatz iii) genannte Parameter Nmix_total, der die beim laufenden oder abgeschlossenen Mischvorgang gezählte Gesamtzahl der mittels Zählparameter Nmix (=N_mix) gezählten Schritte enthält, wird vorzugsweise in einer optionalen Datenspeichereinrichtung der Pipettiervorrichtung gespeichert und/oder vorzugsweise in einer Protokolldatei dokumentiert. Alternativ oder zusätzlich wird mindestens ein weiterer beim Mischen angewandter Pipettierparameter gespeichert und vorzugsweise in einer Protokolldatei dokumentiert, insbesondere das Mischvolumen VM und/oder eine Pipettiergeschwindigkeit vm.
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Das Mischfunktion-Eingabeelement ist vorzugsweise konfiguriert, um ein Drücken des Mischfunktion-Eingabeelements entlang eines Auslenkpfades zu ermöglichen, ein Halten zu ermöglichen, und, beim Loslassen des Mischfunktion-Eingabeelements, das Rückstellen des Federelements entlang des Auslenkpfades zu ermöglichen. Der Auslenkpfad kann linear sein, oder gekrümmt. Das Mischfunktion-Eingabeelement kann eine Spanneinrichtung, insbesondere elastisches Element, insbesondere ein Elastomerteil oder eine Feder, aufweisen, die beim Drücken gespannt wird, und die beim Loslassen des Mischfunktion-Eingabeelements entspannt und dabei das Mischfunktion-Eingabeelement in die Ausgangsposition zurückstellt. Das Mischfunktion-Eingabeelement kann eine insbesondere federgelagerte Taste sein, oder ein insbesondere federgelagerter Schieber oder ein insbesondere federgelagerter Hebel. Das Mischfunktion-Eingabeelement kann berührungsempfindlich sein und ist vorzugsweise konfiguriert, um ein Drücken durch Messen bei Kontaktieren, insbesondere durch einen Benutzerfinger, zu messen. In diesem Fall des "Berührens-und Haltens" wird dieselbe Funktionalität wie beim "Drücken-und-Halten" ermöglicht. Das gelingt insbesondere mittels eines Touchscreen oder eines elektrisch arbeitenden, insbesondere kapazitativen, Sensorfeldes.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert,
in b) den Mischvorgang unter automatischer Erhöhung der Anzahl Nmix der Mischschritte automatisch sukzessive fortzusetzen, und, falls während des Mischschritts eine erneute über die Benutzerschnittstelleneinrichtung, insbesondere das Mischfunktion-Eingabeelement, erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird, den Mischvorgang nach Durchführung des Mischschritts zu beenden, so dass der aktuelle Wert Nmix zum Zeitpunkt der erneuten Eingabe den Pipettierparameter Nmix_total bestimmt (so dass Nmix_total = Nmix).
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Diese alternative Art der Steuerung der Mischfunktion wird bezeichnet als "Quickmix via Aktivieren und Deaktivieren".
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Eine Gesamtanzahl Nmix_total, welche die Anzahl der gesamten Mischschritte des Mischvorgangs definiert, ist vorzugsweise beim Erfolgen der dem Starten des Mischvorgangs dienenden Eingabe noch nicht abschließend festgelegt. Vielmehr steht dies Gesamtanzahl beim Vorgehen mittels "press-and-hold" und beim "Quickmix via Aktivieren und Deaktivieren" anfangs nicht fest, ist vom Benutzer abhängig und ist erst dann bekannt, wenn der Mischvorgang vom Benutzer beendet ist. Das ist spätestens dann der Fall, wenn der Benutzer einen (optionalen) Mischfunktion-Modus beendet bzw. verlässt, insbesondere in einen Standard-Pipettiermodus zurück wechselt. Es gibt aber auch eine ebenfalls bevorzugte, alternative Steuerung der Mischfunktion, bei der die Gesamtanzahl, insbesondere als Maximalzahl, vorher festgelegt wird:
Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert,
in b) den Mischvorgang unter Verwendung einer vordefinierten Maximalzahl Nmix_max von Mischschritten automatisch durchzuführen, und nach Durchführung der Anzahl Nmix_max von Mischschritten den Mischvorgang automatisch zu beenden. Die Schnellmischfunktion ist in diesem Fall ein vom Benutzer ausgelöster, aber ansonsten vordefinierter Vorgang, der vorzugsweise optional abbrechbar ist, so dass nicht zwingend, aber möglicher Weise, Nmix_total = Nmix_max.
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Pipettiervorrichtung gemäß einem der vorangehenden Patentansprüche, wobei die Benutzerschnittstelleneinrichtung eine von dem Mischfunktion-Eingabeelement verschiedene Modus-Eingabeeinrichtung aufweist, und die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert ist,
- i) eine über die Modus-Eingabeeinrichtung erfolgende Eingabe des Benutzers zu erfassen, und
- ii) aufgrund der über die Modus-Eingabeeinrichtung erfolgten Eingabe einen Mischfunktion-Modus der Pipettiervorrichtung zu aktivieren, und
- iii) die Schritte a) und b) auszuführen, insbesondere nur dann auszuführen, wenn der Mischfunktion-Modus aktiviert wurde.
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Eine solche Modus-Eingabeeinrichtung kann auf unterschiedliche Weise realisiert sein, insbesondere mittels eines der folgenden Bedienelemente: Touchscreen; Wahlrad; Knopf; Sensorfeld; Schieberegler; Beschleunigungssensor; Spracheingabemöglichkeit.
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In einer bevorzugten Ausführungsform der Pipettiervorrichtung ist die Modus-Eingabeeinrichtung mittels eines Touchscreens realisiert. Das Wechseln des Betriebsmodus zum Mischfunktion-Modus kann über eine programmierte Gestenerfassung erfolgen, insbesondere über das Erfassen einer Wischgeste am Touchscreen. Das Wechseln des Betriebsmodus zum Mischfunktion-Modus kann auch über das Berühren eines programmierten Bedienfeldes auf dem Touchscreen erfolgen.
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Vorzugsweise weist die Modus-Eingabeeinrichtung alternativ auf:
- i) einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) der Benutzerschnittstelleneinrichtung beinhaltet, der durch eine die Eingabe bildende Geste bedient wird, wobei die Geste insbesondere ein Wischen (Swipen) des Bildschirms ist, insbesondere in eine vordefinierte Richtung, insbesondere eine Richtung senkrecht zur Längsachse der Pipettiervorrichtung, insbesondere eine in einem vier Seiten aufweisenden, quaderförmigen Bildschirm seitenparallele oder seitensenkrechte Richtung, insbesondere eine Richtung nach rechts, wobei das Wischen insbesondere dann - vorzugsweise genau oder nur dann- zur Aktivierung des Mischfunktion-Modus führt, wenn die aktuell im Bildschirm angezeigte Bildschirmseite der Homescreen ist;
- ii) oder ein Bedienfeld in einer Bildschirmseite, die von einem berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen) der Benutzerschnittstelleneinrichtung angezeigt wird,
- iii) oder ein Sensorelement, insbesondere einen Schalter, Knopf oder ein kapazitatives Messfeld, mittels dem die Eingabe des Benutzers erfassbar ist.
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Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung mindestens ein Betätigungselement auf, das durch einen Fingerdruck oder Fingerkontakt eines Benutzers betätigbar ist und dessen Betätigung einen gemäß eines Parametersatzes von Pipettierparametern definierten Pipettiervorgang startet, wenn der Mischfunktion-Modus nicht aktiviert ist, insbesondere in einem Standard-Pipettiermodus, wobei ein solches Betätigungselement das Mischfunktion-Eingabeelement bildet, wenn der Mischfunktion-Modus aktiviert ist. Durch diese Doppelbelegung des Mischfunktion-Eingabeelements bzw. Betätigungselements mit den beiden auswählbaren Funktionen "Pipettieren" und "Mischen" kann ein einziges physisches Bedienelement verwendet werden, um zwei Funktionen abzubilden. Dies biete Vorteile in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit, Flexibilität, Design und Herstellungskosten.
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Es ist möglich, dass die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert ist, in Schritt b) die Durchführung des Mischvorgangs mit oder ohne eine vorherige Sicherheitsabfrage zu starten, falls im Mischfunktion-Modus eine Betätigung des mindestens einen B Mischfunktion-Eingabeelements bzw. Betätigungselements gemäß a) erfasst wird.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass eine Gesamtanzahl Nmix_total der während dem Mischvorgang abgeschlossenen Mischschritte protokolliert wird, indem der Parameter Nmix_total als Bestandteil von Protokolldaten erfasst wird und insbesondere in einer Datenspeichereinrichtung gespeichert wird, wobei die Protokolldaten insbesondere auch die beim Mischvorgang verwendeten Pipettierparameter VM (Mischvolumen) und vm (Pipettiergeschwindigkeit beim Mischvorgang) enthalten.
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Vorzugsweise ist vorgesehen, dass ein Parametersatz von Pipettierparametern einen geplanten und/oder einen zuvor durchgeführten Pipettiervorgang vollständig definiert und mindestens einen Pipettierparameter VP enthält, der ein Pipettiervolumen des Pipettiervorgangs definiert und als Pipettierparameter "Pipettiervolumen" bezeichnet wird,
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wobei die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert ist, aus dem mindestens einen, das Pipettiervolumen definierenden, Pipettierparameter VP das Mischvolumen VM abzuleiten, das als Pipettierparameter "Mischvolumen" bezeichnet wird.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass das Mischvolumen VM aus einer vorgegebenen Funktion VM(VP) ermittelt wird, die Werten des Ppettierparameters VP jeweils einen Wert des Mischvolumens VM zuordnet,
- wobei vorzugsweise diese Zuordnung durch Verwendung einer vorgegebenen Zuordnungstabelle VM(VP) erfolgen kann, insbesondere durch Auslesen von Werten VM in Abhängigkeit von VP aus einer Datenbank, die Wertepaare (VP / VM)i enthält, die in einer Datenspeichereinrichtung der Pipettiervorrichtung gespeichert sind;
- oder wobei vorzugsweise diese Zuordnung durch eine von der Steuereinrichtung durchgeführte mathematische Operation erfolgen kann, die VM(VP) gemäß einer vorgegebenen Formel berechnet:
vorzugsweise ist VM(VP) = c * VP , wobei vorzugsweise c ein Faktor kleiner gleich 1 ist, vorzugsweise c <= 1,0 oder c <= 0,9 oder c<= 0,8, und wobei insbesondere c>=0.05 oder c>=0,1 oder c >=0,5.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert, ein vordefiniertes Mischvolumen VM zu verwenden, das als Pipettierparameter "vordefiniertes Mischvolumen" bezeichnet wird, wobei VM zuvor vom Benutzer oder vom Hersteller festgelegt und in einer Datenspeichereinrichtung der Pipettiervorrichtung gespeichert wurde.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert, ein Mischvolumen VM aus einem vorgegebenen Nominalvolumen VN der mit der Pipettiervorrichtung verwendeten Pipettierbehälter abzuleiten und zu verwenden, wobei VN vom Hersteller festgelegt und in einer Datenspeichereinrichtung der Pipettiervorrichtung gespeichert wurde. Die Ableitung kann analog zum Ableiten aus dem Pipettiervolumen erfolgen.
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Es ist auch bevorzugt, dass die Datenverarbeitungseinrichtung programmiert ist, eine manuelle Eingabe zur benutzerdefinierten Festlegung des Mischvolumens oder eines anderen für das Mischen relevanten Pipettierparameter festzulegen, insbesondere eine beim Mischen zu verwendende Pipettiergeschwindigkeit oder eine Gesamtanzahl von Mischschritten.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert,
- i) vor und/oder während und/oder nach der Durchführung eines Pipettiervorgangs in einem berührungsempfindlichen Bildschirm der Benutzerschnittstelleneinrichtung eine Bildschirmseite anzuzeigen, welche insbesondere als Modus-Eingabeelement durch Gestenbedienung dient oder die ein Bedienfeld zur Aktivierung eines Mischfunktion-Modus enthält, und/oder
- ii) vor und/oder vorzugsweise während und/oder nach der Durchführung des Mischvorgangs in einem Bildschirm der Benutzerschnittstelleneinrichtung eine Bildschirmseite anzuzeigen, welche insbesondere die Werte der Pipettierparameter VM und Nmix und/oder Nmix_total anzeigt.
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Dabei kann die Anzeige der Bildschirmseite in i) zumindest nach der Durchführung eines Pipettiervorgangs oder nach der Durchführung eines Teilschritts eines mehrschrittigen Pipettiervorgangs erfolgen.
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Vorzugsweise ist die Bildschirmseite in i) eine Eingabebildschirmseite ("set screen" oder Homescreen) zur Anzeige und Eingabe von Pipettierparametern eines Parametersatzes von Pipettierparametern, und wobei die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert ist, in der Eingabebildschirmseite ein Eingabefeld anzuzeigen, das den Wert des Pipettierparameters VP (Pipettiervolumen) anzeigt und dessen Berühren auf dem Bildschirm eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Änderung oder Eingabe des Wertes des mindestens eines Pipettierparameters VP ermöglicht. Vorzugsweise ist die Bildschirmseite in i) eine Ausgabebildschirmseite ("do screen").
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, insbesondere betreffend die Möglichkeit einer Anzeige infolge Betätigung der Modus-Eingabeeinrichtung,
- c1) infolge der Betätigung der Modus-Eingabeeinrichtung im Bildschirm eine Bildschirmseite mit einem Anzeigeelement anzuzeigen, das den Pipettierparameter (Mischparameter) VM ausgibt, wobei diese Anzeige vorzugsweise gemeinsam mit der Aktivierung des Mischfunktion-Modus erfolgt, insbesondere im Wesentlichen zeitgleich, wobei das Anzeigeelement vorzugsweise ein Eingabefeld ist, dessen Berühren im Bildschirm eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Änderung des Wertes des Mischvolumens VM ermöglicht; und/oder
- c2) im Bildschirm ein Anzeigeelement anzuzeigen, das eine beim Mischschritt zu verwendende Pipettiergeschwindigkeit vm ausgibt, wobei vorzugsweise das die Pipettiergeschwindigkeit anzeigende Anzeigeelement ein Eingabefeld ist, dessen Berühren im Bildschirm eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Änderung des Wertes der Pipettiergeschwindigkeit vm ermöglicht.
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Die in c1) genannte Bildschirmseite wird auch als Mischfunktion-Bildschirmseite bezeichnet. Sie kann, alternativ oder zusätzlich, auch ein Anzeigeelement zur Anzeige und optional, in Ausführung als Eingabefeld, auch zur Eingabe einer Gesamtzahl Nmix_total von Mischschritten beinhalten. Zudem kann sie, alternativ oder zusätzlich, ein Anzeigeelement beinhalten, in dem eine Information über das Fortschreiten des Ablaufs des Zeitraums ausgegeben wird, insbesondere indem eine Ausgabe herunterzählender Zeiteinheiten, z.B. Sekunden, dieses Zeitraums erfolgt. Dieses Anzeigeelement kann ebenfalls als Eingabefeld ausgeführt sein, dessen Berühren eine Schnittstelle zur Eingabe eines Zeitparameters t_mix beinhaltet, der die Gesamtzeit des Mischvorgangs vorgibt oder die für einen Mischschritt zu verwendende Zeit. Die Datenverarbeitungseinrichtung kann zur Bestimmung des Mischvolumens VM und/oder der Pipettiergeschwindigkeit vm programmiert sein. Dies kann für den Fall vorteilhaft sein, dass es für einen Benutzer zur Steuerung der Reproduzierbarkeit von Mischergebnissen im Wesentlichen darauf ankommt, eine Bewegungsdauer einer flüssigen Probe festzulegen. Auch der Zeitparameter kann in einer Datenspeichereinrichtung gespeichert und/oder dokumentiert werden.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung zur Durchführung von mindestens einem der nachfolgend genannten Schritte programmiert, die jeweils nach Beendigung eines Mischschritts eines gemäß Schritt b) ablaufenden, mehrschrittigen Mischvorgangs ausgeführt werden - dies betrifft insbesondere die während des Mischvorgangs angezeigte Bildschirmseite:
- d1) Anzeige einer Bildschirmseite in einem Bildschirm der Benutzerschnittstelleneinrichtung, wobei die Bildschirmseite ein Anzeigeelement aufweist, das den Pipettierparameter VM ausgibt, wobei vorzugsweise das Anzeigeelement ein Eingabefeld ist, dessen Berühren im Bildschirm eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Änderung des Wertes des Mischvolumens ermöglicht;
- d2) Anzeige eines Anzeigeelements im Bildschirm, das eine beim Mischschritt zu verwendende Pipettiergeschwindigkeit ausgibt, wobei vorzugsweise das die Pipettiergeschwindigkeit anzeigende Anzeigeelement ein Eingabefeld ist, dessen Berühren im Bildschirm eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Änderung des Wertes der Pipettiergeschwindigkeit ermöglicht;
- d3) Pausieren des Mischvorgangs und Fortsetzen des Mischvorgangs in dem Fall, dass während des Mischschrittes oder zu dessen Ende eine erneute Betätigung des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird;
- d4) unmittelbares Fortsetzen des Mischvorgangs in dem Fall, dass eine fortgesetzte Betätigung des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird, z.B. im Fall von Drücken und Halten (press-and-hold) des Mischfunktion-Eingabeelements;
- d5) Ausgabe einer Schrittnummer Nmix = (1, ..., Nmix_total) eines mehrschrittigen Mischvorgangs mit der Gesamtanzahl Nmix_total von Mischschritten in einem Anzeigefeld des Bildschirms;
- d6) Anzeige eines Eingabefeldes im Bildschirm, dessen Berühren zur Beendigung des Mischfunktionmodus und/oder des Mischvorgangs führt.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert ist, in einem Bildschirm der Benutzerschnittstelleneinrichtung eine Mischfunktion-Bildschirmseite anzuzeigen, in der die während der Aktivität des Mischfunktion-Modus erfasste Gesamtanzahl Nmix_total von Mischschritten des Mischvorgangs angezeigt wird, wobei
- i) ermöglicht ist, den Mischvorgang fortzusetzen, so dass die Gesamtanzahl Nmix_total weiter erhöht wird;
- ii) der Gesamtanzahlparameter Nmix_total nicht auf Null gesetzt wird und der Zählerparameter auf Null gesetzt wird, wenn während eines Drücken und Halten des Mischfunktion-Eingabeelements nach dem Starten des Mischschrittes und bis zu einem Zeitpunkt vor dem Beenden des Mischschrittes ein Loslassen des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird, und insbesondere der Mischvorgang fortgesetzt wird, wenn nach diesem Zeitpunkt oder zum Ende des Mischschrittes ein erneutes Drück und Halten des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, nach Beendigung der Gesamtanzahl Nmix_total von Mischschritten des Mischvorgangs während des Mischfunktion-Modus, einen der nachfolgend genannten Schritte durchzuführen, betreffend die beim Ende des Mischvorgangs angezeigte Bildschirmseite:
- e1) Aktivhalten des Mischfunktion-Modus, dauerhaft oder für einen Zeitraum, so dass bis zur Beendigung des Mischfunktion-Modus eine Erfassung der Betätigung des Mischfunktion-Eingabeelements die Durchführung eines weiteren Mischschritts zur Folge hat;
- e2) Beenden des Mischfunktion-Modus.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, den Schritt e1) durchzuführen, bei dem der Mischfunktion-Modus für einen Zeitraum aktiv gehalten wird, und im Bildschirm ein Anzeigeelement auszugeben, in dem eine Information über das Fortschreiten des Ablaufs des Zeitraums ausgegeben wird, insbesondere indem eine Ausgabe herunterzählender Zeiteinheiten, z.B. Sekunden, dieses Zeitraums erfolgt.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, den Schritt e1) durchzuführen, bei dem der Mischfunktion-Modus dauerhaft aktiv gehalten wird, und
- i) im Bildschirm ein Eingabefeld ausgegeben wird, dessen Berühren den Mischfunktion-Modus beendet, oder
- ii) eine Geste, insbesondere ein Wischen, erfasst wird, das den Mischfunktion-Modus beendet, insbesondere die Mischfunktion-Bildschirmseite schließt und insbesondere zu einer Eingabebildschirmseite, insbesondere einem Homescreen, zurückkehrt.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, nach Beendigung der Gesamtanzahl Nmix_total von Mischschritten des Mischvorgangs während des Mischfunktionmodus, einen der nachfolgend genannten Schritte durchzuführen:
- e3) im Falle eines noch nicht beendeten, mehrschrittigen Pipettiervorgangs:
- Anzeige einer Ausgabebildschirmseite zur Anzeige von Pipettierparametern des Parametersatzes in dem Bildschirm und
- Wechsel in den Ausgabemodus, in dem die Betätigung des mindestens einen Betätigungselements die automatische Durchführung des nächsten Pipettierschritts zur Folge hat;
- e4) im Falle eines beendeten Pipettiervorgangs:
- Anzeige einer Eingabebildschirmseite zur Anzeige und Eingabe von Pipettierparametern eines Parametersatzes von Pipettierparametern in dem Bildschirm und
- Wechsel in den Eingabemodus, in dem insbesondere die Betätigung des mindestens einen Betätigungselements den Wechsel vom Eingabemodus in den Ausgabemodus zur Folge hat.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert ist, in einem Bildschirm der Benutzerschnittstelleneinrichtung eine Mischfunktion-Bildschirmseite anzuzeigen, in der die während der Aktivität des Mischfunktion-Modus erfasste Gesamtanzahl Nmix_total angezeigt wird, wobei
- i) ermöglicht ist, den Mischvorgang fortzusetzen, so dass die Gesamtanzahl Nmix_total weiter erhöht wird;
- ii) der Gesamtanzahlparameter Nmix_total nicht auf Null gesetzt wird und/oder der Zählparameter Nmix auf Null gesetzt wird, wenn während eines Drücken und Halten des Mischfunktion-Eingabeelements nach dem Starten des Mischschrittes und bis zu einem Zeitpunkt vor dem Beenden des Mischschrittes ein Loslassen des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird, und insbesondere der Mischvorgang fortgesetzt wird, wenn nach diesem Zeitpunkt oder zum Ende des Mischschrittes ein erneute Drück und Halten des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, während eines Mischvorgangs zwischen zwei Mischschritten die Bewegung des Bewegungselements für eine Zeitdauer t_stop zu pausieren, wobei insbesondere 30 ms <= t_stop <=700 ms, um dem Benutzer ein haptisches Feedback des abgeschlossenen Mischschrittes zu geben. Dies kann insbesondere zwischen solchen Mischschritten erfolgen, die zwei verschiedene Blöcken von Mischschritten angehören. Ein Block kann eine Anzahl NB>=2 von Blockmischschritten beinhalten, z.B. NB = 3, 4 oder 5. Zusätzlich oder alternativ zu einer Pausierung kann auch ein optisches und/oder akustisches Signal über die Benutzerschnittstelleneinrichtung ausgegeben werden, um den Start und/oder das Ende eines Mischschrittes oder Blocks zu signalisieren.
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Vorzugsweise wird das Mischfunktion-Eingabeelement über eine erste Wippenhälfte eines Wippenelements bedient oder ist diese Wippenhälfte, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung vorzugsweise dazu programmiert ist, während der Durchführung eines Mischvorgangs auch die Betätigung einer zweiten Wippenhälfte des Wippenelements zu erfassen, wobei diese Betätigung zum sofortigen Stopp des Bewegungselements führt, insbesondere auch wenn der Mischschritt noch nicht komplett ist.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass im Mischfunktion-Modus bereits ein einmaliges Drücken und unmittelbares Loslassen, also ein Antippen, des Mischfunktion-Eingabeelements zu der Durchführung genau eines kompletten Mischschrittes führt. Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass im Mischfunktion-Modus bereits ein einmaliges Drücken und unmittelbares Loslassen, also ein Antippen, des Mischfunktion-Eingabeelements zu der Durchführung einer Anzahl Nmix_total von kompletten Mischschrittes führt. Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass im Mischfunktion-Modus bereits ein einmaliges Drücken und unmittelbares Loslassen, also ein Antippen, des Mischfunktion-Eingabeelements zu der Durchführung von einem oder mehreren Mischschritten für einen Gesamtzeitraum t_mix führt oder zur Durchführung von genau einem Mischschritt für einen Gesamtzeitraum t_mix führt.
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Die Erfindung betrifft auch einen Computerprogrammcode für die Ausführung eines Mischvorgangs durch eine programmierbare, handgehaltene Pipettiervorrichtung zum Pipettieren mindestens einer flüssigen Probe, wobei die Pipettiervorrichtung aufweist:
- * einen Verbindungsabschnitt zum Verbinden mindestens eines Pipettierbehälters mit der Pipettiervorrichtung,
- * ein Bewegungselement zum Ansaugen der mindestens einen Probe in den mindestens einen Pipettierbehälter, Halten der Probe in dem mindestens einen Pipettierbehälter und Probenabgabe aus dem mindestens einen Pipettierbehälter bei der Durchführung eines Pipettiervorgangs,
- * eine elektrischen Steuereinrichtung, die eine Datenverarbeitungseinrichtung aufweist, die zur Steuerung des Bewegungselements in Abhängigkeit von den Pipettierparametern programmiert ist,
- * eine Benutzerschnittstelleneinrichtung zur Ausgabe von Informationen an einen Benutzer und zur Erfassung von Eingaben des Benutzers, die ein Mischfunktion-Eingabeelement aufweist,
wobei der Programmcode, wenn er von der Datenverarbeitungseinrichtung der handgehaltenen Pipettiervorrichtung ausgeführt wird, zur Folge hat, dass
- a) eine über das Mischfunktion-Eingabeelement erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird und
- b) aufgrund der über das Mischfunktion-Eingabeelement erfassten Eingabe der Mischvorgang gestartet und ausgeführt wird, während dem das Bewegungselement so angesteuert wird, dass ein Mischschritt durchgeführt wird oder Mischschritte sukzessive durchgeführt werden und von einem Parameter N_mix gezählt werden, wobei in jedem Mischschritt durch die entsprechende Bewegung des Bewegungselements das Mischvolumen VM der Probe in den Pipettierbehälter aufgenommen wird und anschließend wieder abgegeben wird.
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Die weiteren optionalen Eigenschaften des Programmcodes lassen sich der Beschreibung der erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung mit all ihren Ausgestaltungsoptionen entnehmen. Ein solcher Programmcode ist insbesondere geeignet, in einer handgehaltenen Pipettiervorrichtung verwendet zu werden, die die erfindungsgemäße Schnellmischfunktion noch nicht aufweist, die aber durch Implementierung des Programmcodes als erfindungsgemäße handgehaltene Pipettiervorrichtung konfiguriert wird.
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Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren für die Ausführung eines Mischfunktion-Vorgangs durch eine programmierbare, handgehaltene Pipettiervorrichtung zum Pipettieren mindestens einer flüssigen Probe, wobei die Pipettiervorrichtung aufweist:
- * einen Verbindungsabschnitt zum Verbinden mindestens eines Pipettierbehälters mit der Pipettiervorrichtung,
- * ein Bewegungselement zum Ansaugen der mindestens einen Probe in den mindestens einen Pipettierbehälter, Halten der Probe in dem mindestens einen Pipettierbehälter und Probenabgabe aus dem mindestens einen Pipettierbehälter bei der Durchführung eines Pipettiervorgangs,
- * eine elektrischen Steuereinrichtung, die eine Datenverarbeitungseinrichtung aufweist, die zur Steuerung des Bewegungselements in Abhängigkeit von den Pipettierparametern programmiert ist,
- * eine Benutzerschnittstelleneinrichtung zur Ausgabe von Informationen an einen Benutzer und zur Erfassung von Eingaben des Benutzers, die ein Mischfunktion-Eingabeelement aufweist,
wobei das Verfahren die, insbesondere von einer Datenverarbeitungseinrichtung einer handgehaltenen Pipettiervorrichtung ausführbaren, computerimplementierten Schritte aufweist, dass
- a) eine über das Mischfunktion-Eingabeelement erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird und
- b) aufgrund der über das Mischfunktion-Eingabeelement erfassten Eingabe der Mischvorgang gestartet und ausgeführt wird, während dem das Bewegungselement so angesteuert wird, dass ein Mischschritt durchgeführt wird oder Mischschritte sukzessive durchgeführt werden und von einem Parameter N_mix gezählt werden, wobei in jedem Mischschritt durch die entsprechende Bewegung des Bewegungselements das Mischvolumen VM der Probe in den Pipettierbehälter aufgenommen wird und anschließend wieder abgegeben wird.
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Die weiteren optionalen Eigenschaften des Verfahrens lassen sich der Beschreibung der erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung mit all ihren Ausgestaltungsoptionen entnehmen. Wenn von automatisierten Pipettiervorgängen gesprochen wird, sind stets auch teilautomatisierte Pipettiervorgänge gemeint, es sei denn, der jeweilige Kontext widerspricht dem. Zum Durchführen eines automatisierten Pipettiervorgangs gehört immer auch mindestens eine Benutzertätigkeit, die zumindest den automatisierten Pipettiervorgang auslöst, in der Regel durch das Betätigen eines Bedienelements der Pipettiervorrichtung. Teilautomatisierte Pipettiervorgänge bestimmter Anwendungsszenarien können beispielsweise erfordern, dass ein Benutzer, zusätzlich zum Starten eines in Teilvorgänge gegliederten Pipettiervorgangs, zumindest auch das Auslösen eines Teilvorgangs durch Betätigung eines Bedienelements startet. Die automatisierten Pipettiervorgänge eines bestimmten Anwendungsszenarios können bei bestimmten Ausführungsformen der Pipettiervorrichtung durch einen Satz von Pipettierparametern definiert sein, die der Benutzer vor dem Start eines automatisierten Pipettiervorgangs mittels der Bedieneinrichtung einer Benutzerschnittstelleneinrichtung der Pipettiervorrichtung einstellt, und/oder aus Default-Einstellungen übernimmt und/oder aus einem Speicher lädt. Typischer Weise weist die Benutzerschnittstelle von solchen Ausführungsformen der Pipettiervorrichtung eine Auswahloption auf, zum Beispiel ein Bedienrad oder eine Liste von auswählbaren Feldern auf einem Touchscreen, mittels dem ein so genannter "Betriebsmodus" auswählbar ist, der das spezifische Anwendungsszenario repräsentiert bzw. in dem der ganze Satz von Pipettierparametern ausgewählt ist, die zu diesem spezifischen Anwendungsszenario gehören und die der Benutzer vor dem Start des zugeordneten automatisierten Pipettiervorgangs einstellen kann. Der automatisierte Pipettiervorgang läuft dann gemäß einem als Betriebsprogramm vorgegebenen Pipettierprogramm dieses Betriebsmodus ab.
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In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Pipettiervorrichtung bzw. Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass der Benutzer einen automatisierten Pipettiervorgang durch Auswählen von Pipettierparametern manuell definiert, und so insbesondere einen Satz von Pipettierparametern (Pipettierparametersatz) eines benutzerdefinierten Pipettiervorgangs definiert. Dieser Pipettierparametersatz kann einem vorgegebenen Pipettierparametersatz eines Betriebsmodus teilweise oder vollständig entsprechen. Pipettierparameter eines Pipettiervorgangs betreffen bzw. quantifizieren vorzugsweise das zu pipettierende Volumen, beim Schritt des Ansaugens der Probe in einen mit der Kolbenhubpipette verbundenen Pipettierbehälter oder beim Schritt des Abgebens der Probe aus diesem Pipettierbehälter, gegebenenfalls die Reihenfolge und Wiederholungen dieser Schritte, und gegebenenfalls zeitliche Parameter bei der zeitlichen Verteilung dieser Vorgänge, insbesondere auch die zeitliche Veränderung solcher Vorgänge, insbesondere die Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung des Ansaugens oder Abgebens der Probe. Der automatisierte Pipettiervorgang läuft in dieser Ausführungsform gemäß einem Pipettierprogramm ab, das gemäß diesen benutzerdefinierten Pipettierparametern vollständig definiert ist.
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Die erfindungsgemäße handgehaltene Pipettiervorrichtung ist vorzugsweise dazu ausgebildet, zur Durchführung mindestens eines Pipettiervorgangs gemäß mindestens einem Parametersatz von mindestens einem, oder mindestens zwei, oder mindestens drei Pipettierparametern verwendet zu werden, insbesondere in mindestens einem vorbestimmten Betriebsmodus gemäß einem vorbestimmten Parametersatz der Pipettiervorrichtung oder in einem benutzerdefinierten Parametersatz verwendet zu werden. In einem Betriebsmodus ist vorzugsweise jeweils ein Parametersatz von Pipettierparametern (Pipettierparametersatz) vorgesehen, dessen Pipettierparameter optional vom Benutzer nicht auswählbar sind oder optional vom Benutzer zumindest teilweise abwählbar und um weitere Pipettierparameter ergänzbar sind.
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Ein Pipettiervorgang sieht typischer Weise vor, dass gemäß einem Pipettierprogramm eine bestimmte Probenmenge aus einem Startbehälter in einen mit der Kolbenhubpipette verbundenen Pipettierbehälter, insbesondere Pipettenspitze, aufgenommen wird und/oder in einen Zielbehälter abgegeben wird, insbesondere dosiert abgegeben wird. Ein Pipettiervorgang lässt sich vorzugsweise durch mindestens einen, zwei, drei oder vorzugsweise mehrere Pipettierparameter steuern, mit dem der genannte Pipettiervorgang, oder eine Funktion bzw. Bestandteil desselben in der gewünschten Weise beeinflussbar oder definierbar ist.
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Pipettierparameter zum Steuern eines Pipettiervorgangs betreffen bzw. quantifizieren vorzugsweise das zu pipettierende Volumen, beim Schritt des Ansaugens der Probe in einen mit der Kolbenhubpipette verbundenen Pipettierbehälter oder beim Schritt des Abgebens der Probe aus diesem Pipettierbehälter, gegebenenfalls die Reihenfolge und Wiederholungen dieser Schritte, und gegebenenfalls zeitliche Parameter bei der zeitlichen Verteilung dieser Vorgänge, insbesondere auch die zeitliche Veränderung solcher Vorgänge, insbesondere die Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung des Ansaugens oder Abgebens der Probe, oder die Anzahl von Vorbenetzungsschritten und optional das dabei jeweils angesaugte und abgegebene Volumen.
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Diese Pipettierparameter werden vorzugsweise zumindest teilweise und vorzugsweise vollständig vom Benutzer ausgewählt und/oder eingegeben, insbesondere über das mindestens eine Bedienelement der Benutzerschnittstelleneinrichtung einer Kolbenhubpipette oder eines externen Datenverarbeitungsgeräts.
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Der Pipettiervorgang ist vorzugsweise durch den Pipettierparametersatz eindeutig festlegbar bzw. festgelegt. Dieser Pipettierparametersatz wird vorzugsweise zumindest teilweise und vorzugsweise vollständig vom Benutzer ausgewählt und/oder eingegeben, insbesondere über die Bedieneinrichtung der Pipettiervorrichtung oder des externen Datenverarbeitungsgeräts.
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Es ist jedoch möglich, dass ein Pipettiervorgang durch den Pipettierparametersatz nicht eindeutig festgelegt ist; in diesem Fall ist die Pipettiervorrichtung insbesondere dazu eingerichtet bzw. die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, den Pipettierparametersatz durch mindestens einen weiteren Pipettierparameter automatisch zu ergänzen, insbesondere in Abhängigkeit von den (gewählten) Pipettierparametern. Es ist möglich und bevorzugt, dass mindestens ein Pipettierparameter nicht vom Benutzer festgelegt wird, sondern z.B. von der Pipettiervorrichtung vorgegeben wird, indem er dort z.B. vorbekannt in einem Datenspeicher gespeichert ist oder automatisch ermittelt wird.
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Vorzugsweise ist mindestens ein Pipettierparameter vorgesehen, mit dem die Zahl von unmittelbar aufeinander folgenden oder mittelbar aufeinander folgenden Pipettiervolumina festgelegt wird, vorzugsweise mindestens ein Pipettierparameter, mit dem die Zahl der Ansaugschritte und/oder der Abgabeschritte und jeweils vorzugsweise auch die jeweils zugehörigen Pipettiervolumina, die jeweils zugehörigen Pipettiergeschwindigkeiten und/oder -beschleunigungen, und/oder die jeweils zugehörigen Zeitabstände zwischen den Schritten festgelegt wird.
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Typische Pipettierparameter, die zur manuellen Definition von benutzerdefinierten Pipettiervorgängen herangezogen werden können, lassen sich aus der nachfolgenden Beschreibung typischer Anwendungsszenarien von automatisierten Pipettiervorgängen entnehmen:
Ein typisches Anwendungsszenario, das bei Pipettiervorrichtungen als teilautomatisierter Vorgang vorgesehen ist, ist das Dispensieren (kurz bezeichnet als "DIS") eines in den Pipettierbehälter (Pipettenspitze oder Dispenserspitze) aufgenommenen Volumens. Jede Teilabgabe, z.B. das Dispensieren einer Gesamtprobe von 1 ml aus einem Pipettierbehälter in insgesamt zehn getrennte Zielbehälter einer Mikrotiterplatte erfordert es, dass der Benutzer die Pipettiervorrichtung oberhalb eines Vorratsbehälters mit zu verteilender Probenflüssigkeit positioniert, die Spitze des Pipettierbehälters in die Vorratsflüssigkeit eintaucht, durch Betätigung eines Bedienelements ein Startvolumen aufnimmt, durch Betätigung eines Bedienelements einen Umkehrhub auslöst, wodurch das System in eine definierte Ausgangsposition gebracht wird, oberhalb des ersten Zielbehälters positioniert, die elektrisch getriebene Abgabe eines dosierten Teilvolumens von 0,1 ml durch Betätigung eines Bedienelements startet, die Pipettiervorrichtung oberhalb des nächsten Zielbehälter der Mikrotiterplatte bewegt und positioniert, erneut die elektrisch getriebene Abgabe eines dosierten Teilvolumens von 0,1 ml durch Betätigung eines Bedienelements startet, und diese manuell durchgeführten Teilvorgänge (Positionieren, Auslösen), gefolgt vom automatisierten Teilvorgang der elektrisch getriebenen Teilabgabe von 0,1 ml Probe (von insgesamt 10 Schritten der Teilabgabe) noch acht weitere Male wiederholt. Die dosierte Abgabe der Teilmengen erfolgt nach Vorgabe von Pipettierparametern beinhaltend einen, mehrere oder alle der folgenden Pipettierparameter: das Gesamtvolumen der zu verteilenden Probe, die Teilvolumina der zu verteilenden Probe und/oder die Anzahl von Abgabeschritten zur Abgabe gleicher Teilvolumina, die Probenaufnahmegeschwindigkeit und/oder eine eventuell davon abweichende Probenabgabegeschwindigkeit, das Volumens eines Umkehrhubs, das Volumen eines Überhubs. Die Dispensierfunktion eignet sich insbesondere zum schnellen Befüllen einer Mikrotiterplatte mit einer Reagenzflüssigkeit und kann z.B. zur Durchführung eines ELISA verwendet werden.
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Vorzugsweise betrifft ein Anwendungsszenario das "Automatische Dispensieren" (ADS) einer Probe. Zugeordnete Betriebsparameter sind jeweils vorzugsweise: das Volumen der Einzelprobe, betreffend das Pipettiervolumen während eines von mehreren Abgabeschritten; die Anzahl der Abgabeschritte; die Dauer des Zeitintervalls, gemäß dem die Abgabeschritte automatisch in konstanten Zeitabständen nacheinander durchgeführt werden - das Zeitintervall kann diese Zeitabstände festlegen oder z.B. die Verzögerung zwischen Ende und Beginn aufeinander folgender Abgabeschritte; die Geschwindigkeit bei der Aufnahme der Probe(n); die Geschwindigkeit bei der Abgabe der Probe(n). Diese Dispensierfunktion eignet sich noch komfortabler zum Befüllen einer Mikrotiterplatte, da der Anwender nicht immer wieder einen Abgabeschritt durch Betätigung, z.B. Tastendruck, auslösen muss, sondern die Abgabe nach dem Starten des automatischen Dispensierens zeitgesteuert erfolgt. Die Ausführung des zu einem solchen Pipettierparametersatzes gehörenden Betriebsprogramms kann das automatische Dispensieren unter der Bedingung erfolgen, dass das entsprechende Programm zumindest bei ununterbrochener Betätigung eines Betätigungselementes erfolgt, z.B. bei ununterbrochen gedrückt gehaltener Taste. Dies ist zum Beispiel bei langen Dispensierserien oder Reaktionen, bei denen eine genaue Beachtung eines Zeitfensters erforderlich ist, vorteilhaft. Die automatische Dispensierfunktion eignet sich noch komfortabler zum Befüllen einer Mikrotiterplatte, da der Benutzer einen einzelnen Abgabeschritt hier nicht selbst auslösen muss, sondern dies automatisch erfolgt, was z.B. zur Durchführung eines ELISA verwendet werden kann.
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Vorzugsweise betrifft ein Anwendungsszenario das "Pipettieren" (Pip) einer Probe. Zugeordnete Pipettierparameter sind insbesondere: das Volumen der zu pipettierenden Probe; die Geschwindigkeit bei der Aufnahme der Probe; die Geschwindigkeit bei der Abgabe der Probe.
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Vorzugsweise betrifft ein Anwendungsszenario das "Pipettieren mit anschließendem Mischen" (P/Mix) einer Probe. Zugeordnete Pipettierparameter sind jeweils vorzugsweise: das Volumen der anzusaugenden und/oder der abzugebenden Probe; das Mischvolumen; die Anzahl der Mischzyklen; die Geschwindigkeit bei der Aufnahme der Probe; die Geschwindigkeit bei der Abgabe der Probe. Die Funktion "Pipettieren mit anschließendem Mischen" empfiehlt sich beispielsweise für das Pipettieren von sehr kleinen Volumina. Wird ein Dosiervolumen < 10 µ L gewählt, empfiehlt es sich, dieses in die jeweilige Reaktionsflüssigkeit einzuspülen. Dies ist möglich durch das automatische Starten einer Mischbewegung nach Abgabe der Flüssigkeit. Das Mischvolumen sowie die Mischzyklen werden zuvor definiert. Eine Anwendung für diesen Betriebsmodus ist z.B. die Abgabe einer aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften schwerer als Wasser zu dosierenden Flüssigkeit, deren Reste im Pipettierbehälter, insbesondere der Pipettenspitze, dann mit Hilfe der bereits vorgelegten Flüssigkeit aus dem Pipettierbehälter, bzw. der Pipettenspitze, gespült wird. Eine weitere Anwendung wäre das sofortige Mischen der abgegebenen Flüssigkeit mit der vorgelegten Flüssigkeit. Vorteilhaft ist dieser Betriebsmodus z.B. beim Zugeben von DNA zu einer PCR-Mischlösung.
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Vorzugsweise betrifft ein Anwendungsszenario die "Mehrfachaufnahme" einer Probe, auch bezeichnet als "Umgekehrtes Dispensieren" oder als "ASP" für Aspiration. Zugeordnete Pipettierparameter sind jeweils vorzugsweise: das Volumen der anzusaugenden Probe(n); die Anzahl der Proben; die Geschwindigkeit bei Aufnahme; die Geschwindigkeit bei Abgabe. Die Funktion dient der Mehrfachaufnahme einer Flüssigkeitsmenge und Abgabe der Gesamtmenge. Hierbei ist eine Mehrfachbefüllung des Pipettierbehälters in einem Vorgang nicht vorgesehen. Die Geschwindigkeit ist für alle Proben gleich. In der Ausführung geschieht vorzugsweise folgendes: Ausgehend von der Grundposition nimmt die Pipettiervorrichtung durch Betätigen erster Art der Bedieneinrichtung jeweils ein Teilvolumen auf. Nach Aufnahme des letzten Teilvolumens gibt die Pipettiervorrichtung vorzugsweise eine Warnmeldung aus, die vorzugsweise durch ein Betätigen zweiter Art der Bedieneinrichtung durch den Anwender bestätigt werden muss. Bei der nächsten Betätigung zweiter Art der Bedieneinrichtung wird das Gesamtvolumen wieder abgegeben. Zur Betätigung erster oder zweiter Art weist die Bedieneinrichtung vorzugsweise mindestens zwei Bedienelemente auf, einen zum Eingeben eines Bedienungssignals "erster Art" an die Steuereinrichtung, und einen zum Eingeben eines Bedienungssignals "zweiter Art" an die Steuereinrichtung. Die Bedieneinrichtung kann insbesondere eine Wippe aufweisen, die insbesondere um eine Achse senkrecht zur Längsachse der Pipettiervorrichtung schwenkbar ist, zwischen einer ersten Signal-Auslöse-Position ("Wippe up") zur Betätigung erster Art und einer zweiten Signal-Auslöse-Position ("Wippe down") zur Betätigung zweiter Art.
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Vorzugsweise betrifft ein Anwendungsszenario das "Diluting" (Dil) einer Probe, auch bezeichnet als "Verdünnung". Zugeordnete Pipettierparameter sind jeweils vorzugsweise: das Probenvolumen; das Luftblasenvolumen; das Diluentvolumen; die Geschwindigkeit der Aufnahme; die Geschwindigkeit der Abgabe. Das maximale Diluentvolumen = Nennvolumen - (Probe + Luftblase)). Diese Funktion dient der Aufnahme einer Probe und eines Diluents mit Trennung durch eine Luftblase und Abgabe der Gesamtmenge. Die Geschwindigkeit ist für alle Teilvolumina gleich. In der Ausführung geschieht vorzugsweise folgendes: Ausgehend von der Grundposition nimmt die Pipettiervorrichtung zuerst das Diluentvolumen, dann die Luftblase und zum Schluss die Probe auf. Jede Aufnahme wird vorzugsweise separat durch eine Betätigung der Bedieneinrichtung erster Art ausgelöst. Danach wird die Gesamtmenge in Einem abgegeben.
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Vorzugsweise betrifft ein Anwendungsszenario das "Sequentielle Dispensieren" (SeqD) von Proben. Zugeordnete Pipettierparameter sind jeweils vorzugsweise: Anzahl der Proben (vorzugsweise bis zu einer fest vorgegebenen Maximalanzahl Nmax von vorzugsweise 5 <= Nmax <= 15, vorzugsweise Nmax = 10); Einzelvolumen der Einzelproben; Geschwindigkeit der Aufnahme; Geschwindigkeit der Abgabe. Diese Funktion dient dem sequentiellen Dispensieren von Nmax frei wählbaren Volumina, hierbei ist vorzugsweise eine mehrfache Befüllung des Pipettierbehälters nicht vorgesehen. Die Geschwindigkeit ist für alle Proben gleich. Die Anzahl der Proben ist vorzugsweise der führende Parameter für die Eingabe der Einzelvolumen. Die Pipettiervorrichtung muss vorzugsweise bei Eingabe der Volumina immer überprüfen, ob das Maximalvolumen der Pipettiervorrichtungen nicht überschritten wird, ggf. wird eine Warnmeldung ausgegeben. Nach Eingabe aller Parameter nimmt die Pipettiervorrichtung nach Betätigen erster Art der Bedieneinrichtung das Gesamtvolumen auf und nach Betätigen zweiter Art der Bedieneinrichtung jeweils ein Einzelvolumen ab. Alle weiteren Abläufe verhalten sich vorzugsweise wie das normale Dispensieren.
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Vorzugsweise betrifft ein Anwendungsszenario das "Sequentielle Pipettieren" (SeqP) von Proben. Zugeordnete Pipettierparameter sind jeweils vorzugsweise: Anzahl der Proben (vorzugsweise bis zu einer fest vorgegebenen Maximalanzahl Nmax von vorzugsweise 5 <= Nmax <= 15, vorzugsweise Nmax = 10); Einzelvolumen der Einzelproben; Geschwindigkeit der Aufnahme; Geschwindigkeit der Abgabe. Diese Funktion dient dem Pipettieren von maximal Nmax frei wählbaren Volumina, die vor dem Start programmiert werden und in Ihrer Abfolge feststehen. Die Geschwindigkeit ist für alle Proben vorzugsweise gleich. Die Geschwindigkeit kann aber auch unterschiedlich einstellbar sein. Der Ablauf der Funktion entspricht dem Ablauf des Pipettierens. Es werden die vorher eingegebenen Volumina in der programmierten Reihenfolge abgearbeitet. Nach Abgabe wird über die Betätigung eines Bedienelementes, z.B. Tastendruck, entschieden, ob die nächste Probe aufgenommen werden soll oder vor der nächsten erst ein "Blowout", also ein vollständiges, sicheres Ausblasen der im Pipettierbehälter noch enthaltenen Probe mittels Überhub, und/oder ob ein Wechsel des Pipettierbehälters erfolgen soll.
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Vorzugsweise betrifft ein Anwendungsszenario das "Reverse Pipettieren" (rPip) von Proben. Zugeordnete Pipettierparameter sind jeweils vorzugsweise: das Volumen der Einzelprobe; die Geschwindigkeit der Aufnahme; die Geschwindigkeit der Abgabe; Aktivierung des Counters. Bei dieser Funktion "rPip" wird mehr als das zu dosierende Volumen aufgenommen. Dies wird erreicht, indem der Kolben vor der Flüssigkeitsaufnahme, nämlich durch Betätigung zweiter Art, d.h., z.B. mittels Tastendruck oder "Wippe nach unten", nach unten gefahren wird, bis in die untere Position eines Blowouts, also eines Überhubs des Kolbens, der über die Stellung des Kolbens bei einem Pipettierhub hinausgeht. Bei Start der Volumenaufnahme nimmt die Pipettiervorrichtung das Volumen des Blowout's und das eingestellte Volumen auf. Um das Spiel im Antrieb in Abgaberichtung heraus zu nehmen, vollzieht die Pipettiervorrichtung einen zusätzlichen Hub, der sofort wieder abgegeben wird. Dies ist dem Dispensieren ähnlich, erfolgt jedoch vorzugsweise unter automatischer Abgabe des Verwerfhubes mit maximaler Geschwindigkeit.
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In der Ausführung des Anwendungsszenarios "rPip" geschieht vorzugsweise Folgendes: der Kolben der Pipettiervorrichtung (oder der Dispenserspitze) fährt automatisch zum Blowout und bleibt in der unteren Position stehen. Zweitens erfolgt eine Betätigung erster Art der Bedieneinrichtung: Kolben fährt um die Blowout-Strecke und um den Hub für das Pipettiervolumen nach oben. Drittens erfolgt eine Betätigung zweiter Art der Bedieneinrichtung: Kolben fährt den Hub für das Pipettiervolumen nach unten und bleibt vor dem Blowout stehen. Viertens erfolgen zwei Betätigungen zweiter Art der Bedieneinrichtung: Kolben führt den Blowout aus und bleibt in der unteren Position stehen. Alternativ zu "viertens" erfolgt eine Betätigung erster Art der Bedieneinrichtung: Kolben fährt den Pipettierhub nach oben. Der Modus "rPip" eignet sich insbesondere zum Pipettieren von Plasma, Seren und anderen Flüssigkeiten mit hohem Proteingehalt. Für wässrige Lösungen eignet sich insbesondere der Modus "Pipettieren". Der Modus "rPip" eignet sich insbesondere für netzmittelhaltige Lösungen, um die Schaumbildung bei der Abgabe in das Zielgefäß zu minimieren. Die Flüssigkeit wird insbesondere mit Überhub (Blowout-Volumen) aufgenommen. Der Überhub gehört hierbei typischer Weise nicht zum Abgabevolumen und wird vorzugsweise nicht in das Zielgefäß abgegeben. Insbesondere wenn dieselbe Probe erneut verwendet wird, kann der Überhub in der Spitze verbleiben. Wenn eine andere Flüssigkeit verwendet wird, wird vorzugsweise der Überhub und/oder vorzugsweise der Pipettierbehälter verworfen.
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Durch einen Pipettierparametersatz wird vorzugsweise ein Betriebsprogramm, insbesondere ein Steuerprogramm zur Durchführung des gewünschten Pipettiervorgangs gesteuert. Das Steuerprogramm kann jeweils in Form von elektrischen Schaltkreisen der Steuereinrichtung ausgebildet sein, und/oder durch einen ausführbaren Programmcode ausgebildet sein, der geeignet ist zum Steuern einer Steuereinrichtung, die programmcodesteuerbar ist und vorzugsweise programmierbar ist.
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Die Pipettiervorrichtung oder ein externes Datenverarbeitungsgerät ist vorzugsweise dazu ausgebildet, die vom Benutzer eingegebenen Werte der Pipettierparameter (Pipettierparameterwerte) automatisch zu überprüfen und mit einem erlaubten Bereich des jeweiligen Pipettierparameters zu vergleichen. Liegt der vom Benutzer eingegebene Pipettierparameterwert außerhalb des zulässigen Bereichs, wird die Eingabe entweder nicht akzeptiert, auf dem Bildschirm und/oder akustisch eine Warnung ausgegeben, oder auf eine Default-Wert gesetzt, der z.B. der Minimalwert oder der Maximalwert oder der zuletzt zulässig eingegebene Wert sein kann, oder ein automatisch korrigierter Wert verwendet. Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung mindestens einen berührungsempfindlichen oder nicht berührungsempfindlichen Bildschirm auf und/oder vorzugsweise eine Anzahl von zumindest teilweise vordefinierten und in der Pipettiervorrichtung in Form von Anzeigeseitendaten gespeicherten Anzeigeseiten (auch bezeichnet als "Bildschirmseiten"), die in einem, oder verteilt auf mehrere Bildschirme, vorzugsweise bildschirmfüllend angezeigt werden können. Vorzugsweise ist die Bildschirmfläche im Wesentlichen rechteckförmig, möglich auch quadratisch. Bei einem nichtquadratischen Rechteck ist es besonders bevorzugt, dass die kürzere Seite des Rechtecks senkrecht zur Längsachse A der Pipettiervorrichtung angeordnet ist. Auf diese Weise kann eine Liste von untereinander stehenden Einträgen, insbesondere Zeilen, länger sein. Bei einem nichtquadratischen Rechteck ist es auch bevorzugt, dass die längere Seite des Rechtecks senkrecht zur Längsachse A der Pipettiervorrichtung angeordnet ist. Auf diese Weise könnte eine Anordnung von nebeneinander stehenden Einträgen, insbesondere Spalten, länger sein.
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Die Datenverarbeitungseinrichtung ist vorzugsweise zur Anzeige einer graphischen Benutzeroberfläche (GUI) in dem Bildschirm programmiert. Bei der Beschreibung der GUI wird nachfolgend teilweise die Formulierung "die Datenverarbeitungseinrichtung ist dazu programmiert, dass" weggelassen und nur die GUI und deren Funktionsweise beschrieben, wobei immer gemeint ist, dass die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert ist, die entsprechende GUI und deren Funktionsweise zu implementieren. Diese Implementierung ist für den Fachmann eine Routinetätigkeit.
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Die GUI beinhaltet zumindest vorzugsweise die Anzeige einer Bildschirmseite (insbesondere: "Homescreen") in dem Bildschirm, in der Pipettierparameter eines Parametersatzes von Pipettierparametern angezeigt werden. Die Datenverarbeitungseinrichtung demnach dazu programmiert, dass in dem Bildschirm eine Bildschirmseite angezeigt wird, in der Pipettierparameter eines Parametersatzes von Pipettierparametern angezeigt werden. Der Ausdruck "es wird im Bildschirm ein Pipettierparameter angezeigt" bedeutet, dass im Bildschirm der aktuell eingestellte Wert des Pipettierparameters angezeigt wird. Zudem kann eine Beschreibung des Pipettierparameters angezeigt werden, insbesondere eine Textbeschreibung, ein charakteristisches Piktogramm, oder eine physikalische Einheit der durch den Pipettierparameter beschriebenen Größe, falls der Pipettierparameter eine solche betrifft, z.B. "µL" für eine Volumen. Der Fachmann kann aber auch aus dem Kontext wissen oder lernen, welchem Pipettierparameter ein angezeigter Wert zugeordnet ist, auch wenn eine Beschreibung im Bildschirm fehlt.
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Die Datenverarbeitungseinrichtung ist insbesondere dazu programmiert, dass die Bildschirmseite, einen Startbildschirm, synonym auch als Homescreen (analog: Homepage bei Internetbrowsern) bezeichnet anzeigt. Es ist bevorzugt, dass eine Mehrzahl oder Vielzahl von Nutzereingaben an der GUI zu diesem Homescreen zurückführen. Dieser Homescreen kann vorteilhaft dazu benutzt werden, den gesamten Parametersatz eines benutzerdefinierten -oder aus einem vorgespeicherten Anwendungsszenario übernommenen- Pipettiervorgangs anzuzeigen und Einstellungen der zugehörigen Pipettierparameter zu ermöglichen. Der Homescreen wird insbesondere nach dem Einschalten der Pipettiervorrichtungen angezeigt, insbesondere unmittelbar nach dem Einschalten, wobei möglich ist, dass zeitlich vor dem Homescreen noch rein informative Seiten eingeblendet werden, z.B. ein Firmenlogo, Geräteinformationen etc.. Das Einschalten kann über eine Benutzerbedienung des Displays oder eines Betätigungselementes bewirkbar sein, oder kann durch die Messung eines Sensors bewirkt sein, z.B. eines Beschleunigungssensors, Bewegungssensors, Annäherungssensor etc. Ein solcher Homescreen hat sich als für die Anwender intuitiv erfassbares Zentrum des Bedienkonzepts der Pipettiervorrichtung erwiesen.
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Der Homescreen zeigt vorzugsweise als Standardauswahl (=Default-Auswahl) die Pipettierparameter des aktuell gültigen Parametersatzes an. Zudem kann die Datenverarbeitungseinrichtung insbesondere dazu programmiert sein, einen, mehrere oder alle der folgenden Darstellungen für den Homescreen vorzunehmen:
- Nach dem Einschalten der Pipettiervorrichtung werden die Pipettierparameter eines Basisparametersatzes angezeigt;
- Nach dem Einschalten der Pipettiervorrichtung werden die Pipettierparameter des zuletzt eingestellten Basisparametersatzes angezeigt;
- Nach dem Einschalten der Pipettiervorrichtung werden die Pipettierparameter des zuletzt eingestellten Basisparametersatzes angezeigt, der zumindest teilweise oder vollständig auch ausgeführt wurde oder der nur eingestellt aber nicht ausgeführt wurde;
- Nach einer Zeit der Inaktivität der Pipettiervorrichtung kann -insbesondere nach einem eventuellen Standbymodus- werden die Pipettierparameter eines Basisparametersatzes angezeigt; diese Basisparametersatz ist insbesondere der nach dem Einschalten der Pipettiervorrichtung angezeigte Pipettierparametersatz; "Inaktivität" kann bedeuten, dass am Gerät für eine vordefinierte Zeit -vordefiniert gemäß Werkseinstellung oder vom Benutzer definiert- keine Benutzerbedienung bzw. Displayberührung erfasst wurde, und/oder dass ein optional vorhandener Sensor (z.B. ein Beschleunigungssensor, Bewegungssensor, Annäherungssensor) der Pipettiervorrichtung keine Bewegung und/oder Annäherung eines Benutzers detektiert hat. Der Standbymodus kann nach einer vorbestimmten Zeit der Inaktivität automatisch aktivierbar sein.
- Nach einer Zeit der Inaktivität der Pipettiervorrichtung kann -insbesondere nach einem eventuellen Standbymodus- werden die Pipettierparameter des zuletzt eingestellten Basisparametersatzes angezeigt;
- Nach einer Zeit der Inaktivität der Pipettiervorrichtung kann -insbesondere nach einem eventuellen Standbymodus- werden die Pipettierparameter des zuletzt eingestellten Basisparametersatzes angezeigt, der zumindest teilweise oder vollständig auch ausgeführt wurde oder der eingestellt aber nicht ausgeführt wurde.
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Vorzugsweise beinhaltet die Bildschirmseite mindestens eine erste Eingabekachel, die den Wert mindestens eines -oder genau eines- ersten Pipettierparameters eines Parametersatzes, insbesondere eines Basisparametersatzes anzeigt, der einen Pipettiervorgang, insbesondere einen Basispipettiervorgang definiert. Die Anzahl der in der Bildschirmseite angezeigten Eingabekacheln entspricht vorzugsweise der Anzahl der Pipettierparameter des Parametersatzes. Der Basisparametersatz beinhaltet vorzugsweise mindestens oder genau einen Pipettierparameter, beinhaltet vorzugsweise mindestens oder genau zwei Pipettierparameter, beinhaltet vorzugsweise mindestens oder genau drei Pipettierparameter, beinhaltet vorzugsweise mindestens oder genau vier Pipettierparameter, beinhaltet vorzugsweise mindestens oder genau fünf Pipettierparameter, beinhaltet vorzugsweise mindestens oder genau bis zu zehn Pipettierparameter, oder mehr Pipettierparameter. Insbesondere ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, den zu dem Pipettierparametersatz gehörigen Pipettiervorgang zu starten, wenn der Benutzer -bei angezeigtem Bildschirm bzw. Homescreen- ein -insbesondere irgendein- Betätigungselement betätigt.
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Vorzugsweise öffnet das Berühren einer Eingabekachel einer Bildschirmseite, insbesondere der ersten Eingabekachel, eine Eingabeschnittstelle, die dem Benutzer die Eingabe des Wertes des zugehörigen Pipettierparameters, insbesondere des mindestens einen ersten Pipettierparameters ermöglicht.
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Unter einer Eingabekachel wird ein markierter Eingabebereich der auf dem Touchscreen angezeigten Bildschirmseite verstanden, dessen Berühren eine Eingabe darstellt, wobei die Programmierung vorzugsweise eine Folgeaktion als Folge dieser Berührung startet, insbesondere die Anzeige einer Eingabeschnittstelle. Es kann sein, dass der Erfassungsbereich, der vom Steuerungsprogramm als Eingabe für diese Eingabekachel gewertet wird, von der markierten Fläche abweicht, z.B. größer ist, aber vorzugsweise entspricht die markierte Fläche, also die sichtbare Eingabekachel, dem Erfassungsbereich. Ist der Erfassungsbereich größer als die markierte Fläche, werden auch falsch lokalisierte Berührungen als Eingabe erfasst. Ist der Erfassungsbereich kleiner als die markierte Fläche, wird der Nutzer auf das korrekte Lokalisieren der Berührung der Eingabekacheln trainiert, und es kann der Abstand benachbarter Eingabekacheln ohne Erhöhung der Zahl falscher Lokalisierungen verringert werden, die verfügbare Fläche für Ein- /Ausgabe so besser genutzt werden. Diese Toleranzlösungen sind akzeptabel oder fördert die Benutzerzufriedenheit, solange die Berührung nicht den Erfassungsbereich einer anderen Eingabekachel oder eines anderen Eingabefeldes der Bildschirmseite trifft. Die sichtbare Eingabekachel ist vorzugsweise ein im Wesentlichen rechteckiger Bereich, da durch Rechtecke der auf einem im Wesentlichen rechteckigen Display die vorhandene Fläche für Eingaben und Ausgaben am besten nutzbar ist. Ein solcher Bereich kann aber auch anders sein, z.B.: sechseckig, kreissegmentförmig, polygonal, und/oder abgerundet. Vorzugsweise erstreckt sich die Breite b einer Eingabekachel über einen Anteil X der gesamten Breite B des Bildschirms - betrachtet insbesondere senkrecht zu einer Längsachse A durch die Pipettiervorrichtung. Dabei ist vorzugsweise 0,8 < x < 1, vorzugsweise 0,9 < x < 1, vorzugsweise 0,95 < x < 1. Durch die große Breite der Eingabekacheln ist die Eingabe komfortabel. Hierbei ist gemeint, dass b=B*x.
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Vorzugsweise ist die der Hintergrund einer Eingabekachel hell, insbesondere weiß, und die darauf gezeigten Informationen sind dunkel, insbesondere blau oder schwarz. Es kann aber auch umgekehrt sein, z.B. in einem Nachtmodus der Anzeige, in dem dann der Hintergrund dunkel ist und die Informationen in hellerer Darstellung. Vorzugsweise besteht ein ausreichender Kontrast zum Hintergrund, um die Informationen zu jeder üblichen Beleuchtung, von Dunkelheit bis Sonnenlichteinstrahlung für den Nutzer lesbar zu halten. Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung einen lichtempfindlichen Fotosensor auf. Vorzugsweise ist die Steuerungseinrichtung, insbesondere die Datenverarbeitungseinrichtung dazu eingerichtet bzw. programmiert, die Bildschirmhelligkeit des Bildschirms in einer vorgegebenen Beziehung zu der vom Fotosensor empfangenen Lichtintensität zu halten, was bedeuten kann, dass die Bildschirmhelligkeit bei einer steigenden Intensität des Außenlichts erhöht wird und insbesondere die Bildschirmhelligkeit bei einer sinkenden Intensität des Außenlichts gesenkt wird. Die Bildschirmhelligkeit kann aber auch konstant sein, kann insbesondere werkseitig vorgegeben sein, kann in Abhängigkeit von weiteren Parametern automatisch einstellbar sein -z.B. abhängig von einem geladenen Anwendungsszenario oder auch einem geladenen Nutzerprofil, und/oder kann vom Benutzer einstellbar sein.
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Vorzugsweise weist die Bildschirmseite, insbesondere der Homescreen, mindestens ein Eingabefeld auf, dessen Berühren die Auswahl mindestens eines zweiten Pipettierparameters durch den Benutzer ermöglicht. Um diese Eingabemöglichkeiten zu realisieren, wurden mehrere bei dieser Pipettiervorrichtung vorteilhafte Lösungen gefunden. In einer ersten Lösung ist das Eingabefeld ein markierter Bereich an einem Rand der Bildschirmseite, insbesondere des Homescreens, insbesondere in einem unteren oder oberen Randbereich, um die vorzugsweise dort angezeigte Liste von Eingabefeldern nicht zu unterbrechen. Die Sonderstellung dieses Eingabefelds gegenüber den dort angezeigten Eingabekacheln verdeutlicht dann die besondere Funktion, nämlich das Eröffnen eines neuen Bildschirms für die Auswahl und/oder Abwahl neuer Pipettierparameter (auch: Auswahlbildschirm"), die dem aktuellen Parametersatz hinzugefügt (oder abgewählt) werden sollen. Nach dem Schließen des Auswahlbildschirms wird der mindestens eine ausgewählte Pipettierparameter dem aktuellen Parametersatz hinzugefügt und auf der Bildschirmseite angezeigt. In einer zweiten Lösung zur Auswahl / Abwahl von Pipettierparametern weist die Bildschirmseite eine Größe, insbesondere Länge oder Breite auf, die die auf dem Bildschirm für das Anzeigen der Bildschirmseite verfügbare Anzeigefläche übersteigt. In diesem zunächst nicht sichtbaren Bereich der Bildschirmseite können Eingabekacheln vorgesehen sein, die insbesondere jeweils einen Wert oder eine den Wert des zur Eingabekachel gehörenden Pipettierparameters beschreibende Information -z.B. ein Schalter, der das "ein/aus" eines bestimmten Pipettierparameters zeigt, insbesondere das "ein/aus" der durch diesen Pipettierparameter repräsentierten Funktion.
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Die Bildschirmseite kann größer sein als die im Bildschirm für das Anzeigen der Bildschirmseite verfügbare Anzeigefläche; in diesem Fall kann die Bildschirmseite scrollbar sein, z.B. vertikal scrollbar. Sie kann aber auch blätterbar sein, indem das Antippen eines Bildschirmbereichs oder das Wischen des Bildschirms -basierend auf der grundsätzlich bekannten Eingabegeste "Wischen" zum Blättern des Bildschirminhalts führt, also zur Anzeige jenes Bereichs der Bildschirmseite, der unterhalb oder oberhalb oder seitlich neben des aktuell angezeigten Bereichs der Bildschirmseite folgt.
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Mit dem Begriff "Auswahl" wird insbesondere bezeichnet das Aktivieren eines Pipettierparameters aus einer vorgegebenen Gesamtmenge von Pipettierparametern, die in der Datenspeichereinrichtung der Pipettiervorrichtung gespeichert sein kann. Das Aktivieren des Pipettierparameters kann unmittelbar zur Folge haben, dass er dem aktuellen Parametersatz hinzugefügt wird, es kann aber auch ein Bestätigungsdialog zwischengeschaltet sein, mit dem der Benutzer dieses Hinzufügen bestätigt - oder verhindert. Entsprechend ist die "Abwahl" definiert: Deaktivieren des aktivierten Pipettierparameters - und entsprechende Änderung des benutzerdefinierten Benutzerparametersatzes)
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert ist, nach Erfassung dieser benutzergetätigten Auswahl eines Pipettierparameters, insbesondere eines zweiten Pipettierparameter, dass
- der mindestens eine -insbesondere zweite- Pipettierparameter dem mindestens einen ersten Pipettierparameter des Parametersatzes, insbesondere eines Basisparametersatzes, hinzugefügt wird, um mit diesem mindestens einen ersten Pipettierparameter die Pipettierparameter eines Benutzerparametersatzes zu bilden, die einen benutzerdefinierten Pipettiervorgang definieren, und
- diese Auswahl des mindestens einen zweiten Pipettierparameters dem Benutzer in der Bildschirmseite, insbesondere dem Homescreen, angezeigt wird.
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Optional und bevorzugt ist vorgesehen, dass die Datenverarbeitungseinrichtung der Pipettiervorrichtung zur Anzeige einer graphischen Benutzeroberfläche (GUI) in dem Bildschirm programmiert ist, wobei die GUI zumindest folgendes beinhaltet: Anzeige einer Bildschirmseite, insbesondere eines Homescreen, in dem Bildschirm, in der Pipettierparameter eines Parametersatzes von Pipettierparametern angezeigt werden, wobei die Bildschirmseite mindestens eine erste Eingabekachel beinhaltet, die den Wert mindestens eines ersten Pipettierparameters eines Parametersatzes, insbesondere eines Basisparametersatzes anzeigt, der einen Pipettiervorgang, insbesondere Basispipettiervorgang definiert, und deren Berühren eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Eingabe des Wertes des mindestens einen ersten Pipettierparameters ermöglicht, wobei die Bildschirmseite mindestens ein Eingabefeld aufweist, dessen Berühren die Auswahl mindestens eines zweiten Pipettierparameters durch den Benutzer ermöglicht, wobei die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert ist, nach Erfassung dieser benutzergetätigten Auswahl, dass der mindestens eine zweite Pipettierparameter dem mindestens einen ersten Pipettierparameter des Parametersatzes, insbesondere des Basisparametersatzes, hinzugefügt wird, um mit diesem mindestens einen ersten Pipettierparameter die Pipettierparameter eines Benutzerparametersatzes zu bilden, die einen benutzerdefinierten Pipettiervorgang definieren, und diese Auswahl des mindestens einen zweiten Pipettierparameters dem Benutzer in der Bildschirmseite, insbesondere Homescreen, angezeigt wird.
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Die genannten Ausgestaltungen stellen einen vorteilhaften Aspekt des innovativen Bedienkonzepts einer Pipettiervorrichtung dar. Aus Anwenderstudien wurde den Erfindern bekannt, dass bei einer bedeutenden Fraktion von Anwendern ein effizienterer Arbeitsfluss herstellbar ist mit einer Pipettiervorrichtung, bei der der Anwender die gewünschten Pipettiervorgänge meist nach eigenem Wunsch definiert, indem er einen bestehenden, z.B. einen bewährten Parametersatz oder einen Basisparametersatz um Pipettierparameter ergänzt, also um Funktionen oder Features. Dieser Ansatz führt offensichtlich optimal effizient zum Ziel, einen individuell gewünschten Pipettiervorgang zu definieren. Insbesondere, wenn ein Basisparametersatz auf einem Bildschirm, insbesondere Homescreen vorgesehen ist, der sofort ausführbar ist, wird sofort ein Erfolgserlebnis bei der Bedienung geboten, ohne dass längeres Studium von Bedienungsanleitungen benötigt wird. Innerhalb kurzer Anlernzeit orientieren sich die Anwender in der Liste möglicher Pipettierparameter, und schöpfen so effizienter das Potential der großen Funktionalität einer elektrischen Pipettiervorrichtung aus. Dies trifft insbesondere auf die große Gruppe von Anwendern zu, die bei bekannten Pipettiervorrichtungen des Stands der Technik Schwierigkeiten haben, vorhandene -mehr oder weniger komplexe- Betriebsmodi, die Anwendungsszenarien repräsentieren, zu erlernen, und sich dann mit den einfachsten Betriebsmodi zufrieden geben. Das neuartige Konzept lädt unerfahrene Anwender zum Erlernen von Funktionen ein und bietet erfahrenen Anwendern die volle Flexibilität.
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Es ist anzumerken, dass der genannte Ansatz der Definition eines Benutzerparametersatzes nicht ausschließt, dass -zum Beispiel mittels gesonderter Bildschirmseiten- auch andere, insbesondere komplexere, zur Auswahl durch den Benutzer vorgesehene Parametersätze angeboten werden können, die bestimmte vordefinierte Anwendungsszenarien repräsentieren, die vom Benutzer gespeicherter Parametersätze sind, oder die automatische gespeicherte Parametersätze einer Liste von zeitlich früher angewandten Parametersätzen sind (diese Liste auch bezeichnet als Parametersatzhistorie), oder die die statistisch am häufigsten ausgeführten Parametersätze, oder eine vom Anwender bestimmte Favoritenliste von Parametersätzen.
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Solche gesonderten Bildschirmseiten bilden einen Bestandteil der GUI, die, wie vorzugsweise jede andere Bildschirmseite auch, insbesondere gemäß einem in einer Datenspeichereinrichtung gespeicherten Programm bzw. Programmcode, insbesondere Betriebsprogramm oder Steuerprogramm, auf dem Bildschirm angezeigt werden. Beispiele für solche Bildschirmseiten, die vorzugsweise Bestandteile der GUI sind, sind Folgende: Vorzugsweise ist eine Favoritenbildschirmseite vorgesehen, in der ein oder mehrere, optional auf eine maximale Gesamtzahl M1 begrenzte Zahl von Pipettierparametersätzen angezeigt, insbesondere aufgelistet werden, die vom Anwender zuvor erstellt wurden oder die vom Anwender aus einer anderen Bildschirmseite geladen wurden, und die vom Anwender mittels einer Eingabeoption als Favorit markiert wurden, z.B. durch Berühren eines Eingabefeldes, das in einer insbesondere am Bildschirmrand angeordneten Menü- und/oder Navigationsleiste vorgesehen sein kann, insbesondere ein Eingabefeld mit sternförmigem Piktogramm bzw. einem anderen Erscheinungsbild.
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Vorzugsweise ist eine Historienbildschirmseite vorgesehen, in der ein oder mehrere, optional auf eine maximale Gesamtzahl M2 von Pipettierparametersätzen angezeigt werden, von denen jeder durch einen historischen, in der Vergangenheit insbesondere ausgeführten und insbesondere automatisch gespeicherten, Pipettierparametersatz gebildet wird, der einen historischen Pipettiervorgang nachbildet.
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Vorzugsweise ist eine Programmsatzbildschirmseite vorgesehen, in der ein oder mehrere, optional auf eine maximale Gesamtzahl M3 begrenzte Zahl von Pipettierparametersätzen angezeigt, insbesondere aufgelistet werden, die durch eine Programmierung durch den Anwender erstellt wurden. Diese Programmierung kann insbesondere auf einer Programmierbildschirmseite erfolgen, auf der der Anwender gemäß einem Baukastensystem Programmschritte aus vorgegebenen den Ablauf eines durch Pipettierparameter definierbaren Pipettiervorgangs in Programmschritten schrittweise zusammensetzt, wobei diese Eingaben insbesondere vom Steuerprogramm oder einem anderen Programm automatisch auf Konsistenz geprüft werden und daraus der entsprechende programmierte Pipettierparametersatz erstellt wird und, insbesondere nach Vorgabe des Benutzers, zur Programmsatzbildschirmseite hinzugefügt wird, also insbesondere gespeichert wird. Die Programmierung kann auch auf einem externen Datenverarbeitungsgerät erfolgen, wobei der extern erstellte programmierte Pipettierparametersatz in diesem Fall mittels einer Kommunikationseinrichtung der Pipettiervorrichtung zu letzterer übertragen wird. Die Programmierung erfolgt insbesondere mittels einer in der Pipettiervorrichtung implementierten Programmier(makro)sprache, die der Fachmann geeignet bereitstellen kann, insbesondere durch in der GUI optional auswählbare Eingabefelder, Textbeschreibungen und Piktogramme, die der Benutzer dann schrittweise aneinanderfügt. Vorzugsweise wird durch die Rekorderfunktion aber ein Programm(makro)code erzeugt, der dann wieder vom Benutzer editierbar ist, insbesondere in der Programmierbildschirmseite.
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Vorzugsweise ist eine Autoprogrammsatzbildschirmseite vorgesehen, in der ein oder mehrere, optional auf eine maximale Gesamtzahl M4 begrenzte Zahl von Pipettierparametersätzen angezeigt, insbesondere aufgelistet werden, die zuvor von einer Rekorderfunktion der Pipettiervorrichtung aus vom Benutzer manuell eingestellten und ausgeführten Einstellungsschritten von Pipettierparametern und/oder Pipettiervorgängen automatisch, also im Wesentlichen ohne Benutzereingriff, abgeleitet wurden und dann insbesondere in der Datenspeichereinrichtung gespeichert wurden. Typischerweise wird diese Rekorderfunktion ausgelöst, in dem ein Eingabefeld der GUI vom Benutzer berührt wird, das den Start der Aufzeichnung der Rekorderfunktion definiert, und insbesondere wird diese Rekorderfunktion beendet, in dem ein Eingabefeld der GUI vom Benutzer berührt wird, welches das Ende der Aufzeichnung der Rekorderfunktion definiert. Zum Erstellen der Schritte eines gewünschten Pipettierprogramms werden, ausgehend von einem Homescreen mit beliebig gewünschten Pipettierparametern, die Werte dieser Pipettierparameter festgelegt und die Betätigungselemente betätigt, um in gewünschter Weise die Aufnahme bzw. Abgabe von Probenvolumina durchzuführen - simuliert oder nicht simuliert, was bedeutet, dass das vom Motor bewegte Bewegungselement sich nach Betätigen der Betätigungselemente entweder vorzugsweise nicht bewegen kann oder vorzugsweise bewegen kann. Durch diese "Teach-In" Eigenschaft der Rekorderfunktion, während man seine Pipette einstellt und das Pipettieren durchführt, kann der dazugehörige Pipettierparametersatz erstellt und abspeichert werden, insbesondere ohne dass der Benutzer sich mit einer in der Pipettiervorrichtung implementierten Programmier(makro)sprache auseinandersetzen muss. Vorzugsweise wird durch die Rekorderfunktion aber ein Programm(makro)code erzeugt, der dann wieder vom Benutzer editierbar ist, insbesondere in der Programmierbildschirmseite.
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Vorzugsweise ist eine Szenarienbildschirmseite vorgesehen, in der ein oder mehrere, optional auf eine maximale Gesamtzahl M5 begrenzte Zahl von Pipettierparametersätzen angezeigt, insbesondere aufgelistet werden, die insbesondere vom Hersteller bereitgestellt wurden. Diese Pipettierparametersätze können einen, mehrere oder alle der eingangs beschriebenen Anwendungsszenarien definieren. Die Auswahl des entsprechenden Pipettierparametersatzes erfolgt durch Berühren des Eingabefeldes, bzw. der Eingabekachel, das/ die für das entsprechende Anwendungsszenario steht und eine entsprechende Kurzbezeichnung trägt.
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Vorzugsweise ist eine Mischfunktion-Bildschirmseite vorgesehen.
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Ein Pipettierparametersatz auf einer der genannten Bildschirmseiten kann durch ein Eingabefeld, insbesondere eine Eingabekachel repräsentiert sein, die vom Benutzer berührbar ist, um den entsprechende Pipettierparametersatz zum aktuellen Pipettierparametersatz zu machen, dessen Pipettierparameter dann auf der (Haupt- )Bildschirmseite -gemäß Patentanspruch- , insbesondere dem Homescreen, oder eine gesonderte Bildschirmseite, angezeigt werden. Die Übertragung des Pipettierparametersatzes direkt in die zentrale Bildschirmseite, insbesondere Homescreen, wird auch als Schnellauswahl bezeichnet. Bei Übertragung in die gesonderte Bildschirmseite können insbesondere Eingabeoptionen vorgesehen sein, um mit den Pipettierparametern des ausgewählten Pipettierparametersatzes ein neues Programm zu erstellen, den Pipettierparametersatz zu editieren und diesen oder Bestandteile davon zu löschen.
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Die genannte Gesamtzahl M1, M2, M3, M4, M5 kann insbesondere wählbar sein, oder kann fest vorgegeben sein, z.B. auf eine jeweils beliebige Zahl zwischen 1 bis 50, insbesondere 2 bis 30, insbesondere 5 bis 25.
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Der Basisparametersatz kann insbesondere drei Pipettierparameter umfassen, insbesondere die Pipettierparameter Volumen V, Geschwindigkeit v (zweikomponentiger, vektorieller Parameter: der Aufnahme/Abgabe), Anzahl der Wiederholschritte n (dieser Aufnahme oder Abgabe). Das Volumen ist insbesondere ein bei einmaliger Aufnahme und/oder Abgabe in den Pipettierbehälter anzusaugendes Volumen bzw. aus diesem abzugebendes Volumen. Zum Volumen wird vorzugsweise auch die Information über die physikalische Einheit in der Eingabekachel angezeigt, z.B. mL oder µL. Die Geschwindigkeit ist insbesondere ein vektorieller Wert, der die beiden semantisch zugehörigen, weil auf Pipettiergeschwindigkeit bezogenen Angaben zur Geschwindigkeit der Aufnahme der Flüssigkeit in den Probenbehälter und die Geschwindigkeit der Abgabe aus dem Probenbehälter enthält. Die zur Geschwindigkeit gehörenden Zahlenwerte können proportional zur Rate der zwischen Pipettierbehälter und Umgebung ausgetauschten Flüssigkeitsmenge sein(Alternative: nicht-proportionaler Zusammenhang). Vom Benutzer wählbare Geschwindigkeiten können durch Geschwindigkeitsstufen vorgegeben sein, die durch Ordnungszahlen z.B. 1... 10 oder Buchstaben A ... J oder andere Symbole repräsentiert sein können, wobei die Stufe 4 im Vergleich zu Stufe 2 nicht die doppelte Geschwindigkeit repräsentieren muss, aber kann. Ein Basisparametersatz ist insbesondere so gewählt, dass er einen ausführbaren Pipettiervorgang definiert, wie dies insbesondere im genannten Beispiel (V,v,n) der Fall ist.
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Vorzugsweise ist ein Eingabefeld als ein Extrabutton vorgesehen, insbesondere nur ein einziges Eingabefeld vorgesehen, das als Extrabutton ausgestaltet ist, der insbesondere eine andere Form und/oder Farbe und/oder Hintergrundfarbe aufweist als die auf dem Bildschirm angezeigten Eingabekacheln, und/oder eine Randposition im Bildschirm. Das Berühren des Extrabuttons bewirkt vorzugsweise die Anzeige eines Auswahlbildschirms, anstelle des Bildschirms, Homescreens, und als letzteren überlagernden Bildschirm (overlay)), insbesondere einer vorgegebenen Auswahlmenge von verfügbaren, also in einer Datenspeichereinrichtung gespeicherten, Pipettierparametern in Form einer Auswahlliste, welche Informationen, insbesondere Kurzbeschreibungen (zur Identifikation des Inhalts des Pipettierparameters) über auswählbare zweite Pipettierparameter enthält, aus der der Benutzer den mindestens einen zweiten Pipettierparameter auswählen kann.
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Vorzugsweise wird nach dem Beenden der Auswahl des mindestens einen zweiten Pipettierparameters der Auswahlbildschirm bzw. die Auswahlliste geschlossen und wieder die Bildschirmseite, insbesondere Homescreen, angezeigt, die nun außer der mindestens einen ersten Eingabekachel auch mindestens eine zweite Eingabekachel anzeigt, die die Auswahl und/oder einen Wert des mindestens einen zweiten Pipettierparameters oder einen diesen Wert repräsentierende Information über diesen mindestens einen zweiten Pipettierparameter. Die Formulierung "mindestens eine erste Eingabekachel" bedeutet insbesondere, dass z.B. genau drei "erste Eingabekacheln" vorgesehen sein können, so dass die gegebenenfalls hinzugefügte "mindestens eine zweite Eingabekachel" die vierte der nun angezeigten vier Eingabekacheln sein kann.
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Vorzugsweise ist vorgesehen, dass, im Fall dass der mindestens eine zweite Pipettierparameter einen vom Benutzer wählbaren Wert annehmen kann, das Berühren der mindestens einen zweiten Eingabekachel -innerhalb des Auswahlbildschirms/der Auswahlliste oder nach dem Schließen des Auswahlbildschirms/der Auswahlliste- eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Eingabe des Wertes des mindestens einen zweiten Pipettierparameters ermöglicht.
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Gemäß der zweiten Lösung für die Auswahl weiterer Pipettierparameter für den aktuellen Parametersatz wird vorzugsweise auf der Bildschirmseite eine Menge N>=1 von Eingabefeldern, insbesondere Eingabekacheln angezeigt, insbesondere als scrollbare oder blätterbare Liste von Eingabekacheln, wobei jedem Eingabefeld eine Information, insbesondere eine Kurzbeschreibung, ein Piktogramm, und/oder eine physikalische Einheit, über einen mittels dem Eingabefeld auswählbaren zweiten Pipettierparameters zugeordnet ist und angezeigt wird.
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Vorzugsweise wird nach der benutzergetätigten Auswahl des mindestens einen zweiten Pipettierparameters aus der Menge N von Eingabefeldern, die Auswahl und/oder ein Wert oder eine diesen Wert repräsentierende Information des mindestens einen zweiten Pipettierparameters angezeigt.
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Vorzugsweise ist vorgesehen, dass, im Fall dass der mindestens eine zweite Pipettierparameter einen vom Benutzer wählbaren Wert annehmen kann, das Berühren der mindestens einen zweiten Eingabekachel, die nun im Bildschirm/ Homescreen angezeigt wird, dem Benutzer die Eingabe des Wertes des mindestens einen zweiten Pipettierparameters ermöglicht.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, in dem Bildschirm eine Bildschirmseite, insbesondere einen Homescreen anzuzeigen, die mindestens eine erste Eingabekachel beinhaltet, die den Wert mindestens eines ersten Pipettierparameters anzeigt und deren Berühren eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Eingabe des Wertes des mindestens einen ersten Pipettierparameters ermöglicht.
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Diese Eingabeschnittstelle ist vorzugsweise ein Bildschirmbereich, in dem ein Ziffernblock angezeigt wird, dessen Zifferntasten einzeln berührbar sind und vom Benutzer zur Eingabe einer Ziffernfolge verwendbar sind, die den Wert des mindestens einen ersten Pipettierparameters definiert. Der Bildschirmbereich kann auch der Bildschirmbereich einer neuen Bildschirmseite sein, die die aktuelle Bildschirmseite ersetzt. Die Eingabeschnittstelle kann auch eines scrollbare Auswahlliste, oder eine andere Eingabe wie z.B. eine Eingabewalze, von möglichen Zahlenwerten oder anderen mit Information versehenen auswählbaren Feldern beinhalten, oder eine parallele Darstellung von einer Vielzahl möglicher auswählbarer Zahlenwerte. Vorzugsweise weist die Eingabeschnittstelle ein Eingabefeld auf, in dem die zuvor getätigte Wertänderung vom Benutzer bestätigt wird. Vorzugsweise weist die Eingabeschnittstelle ein Eingabefeld auf, in dem die Eingabe bzw. Werteinstellung abgebrochen wird und zur Bildschirmseite, insbesondere Homescreen, zurückgekehrt wird. Vorzugsweise weist die Eingabeschnittstelle, vorzugsweise die Bildschirmseite, insbesondere Homescreen, ein Eingabefeld auf, deren Berühren den zuletzt dem Parametersatz durch Auswahl hinzugefügten Pipettierparameter, insbesondere den mindestens einen zweiten Pipettierparameter, wieder aus dem Parametersatz entfernt, oder die die zuletzt durchgeführte Änderung des Wertes eines Pipettierparameters wieder rückgängig macht ("undo"-Funktion) oder die die Parameterauswahl auf eine Default-Auswahl zurücksetzt, insbesondere auf einen Basisparametersatz.
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Die Eingabeschnittstelle kann insbesondere ein Ziffernfeld aufweisen, mindestens ein Auswahlfeld zur Auswahl aus einer Liste, insbesondere ein pull-down-Menu, mindestens ein Auswahlrad (englisch "picker wheel") und andere Mittel, um aus einer Berührung des Bildschirms die Änderung eines Zahlenwertes eines Parameters, insbesondere Pipettierparameters, zu bewirken.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass, wenn der von einem Benutzer über eine Eingabeschnittstelle eingegebene Wert für einen Pipettierparameter unzulässig ist, eine Information auf dem Bildschirm angezeigt wird und vorzugsweise
- mindestens ein Korrekturbutton angezeigt wird, dessen Berühren entweder statt des vom Benutzer eingegebenen Wertes automatisch mindestens einen Korrekturvorgang ausführt, der folgende Ausgestaltungen haben kann:
- Statt des unzulässigen Wertes wird automatisch ein zulässiger Wert gesetzt;
- Es wird mindestens ein zu dem genannten Pipettierparameter alternativer Pipettierparameter gewählt und insbesondere mit dem Wert des Nutzers oder einem anderen geeigneten Wert besetzt;
- Es wird die Eingabe des Nutzers rückgängig gemacht und insbesondere eine erneute Eingabe ermöglicht;
Und/oder
- Eine Fehlermeldung ausgegeben wird;
Und/oder - Die Änderung des zuvor aktuellen Wertes ignoriert wird und der zuvor aktuelle Wert beibehalten wird;
Und/oder - Ein anderer nicht kombinierbarer Pipettierparameter, der eine nicht kombinierbare Funktion repräsentiert, automatisch abgewählt wird.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, im Bildschirm eine Bildschirmseite, insbesondere Homescreen, anzuzeigen, die eine Liste von im Wesentlichen rechteckigen Eingabekacheln enthält, die insbesondere untereinander angeordnet sind und sich insbesondere im Wesentlichen über die gesamte Bildschirmseite erstrecken. Auf diese Weise wird die verfügbare Fläche optimal genutzt und die Bedienung ist ergonomisch.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, im Bildschirm eine Startbildschirmseite (Homescreen) anzuzeigen, die insbesondere diese Bildschirmseite zur Anzeige der Pipettierparameter eines Parametersatzes von Pipettierparametern ist, und die durch eine seitlich oder vertikal gerichtete Wischgeste durch eine zweite Bildschirmseite ersetzt wird und die durch eine seitlich oder vertikal entgegengerichtete Wischgeste durch eine dritte Bildschirmseite ersetzt wird. Dies schließt nicht aus, dass durch weitere Wischgesten, ausgehend von der zweiten oder dritten Bildschirmseite weitere Bildschirmseiten anzeigbar sind.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass die zweite Bildschirmseite eine Liste mit Eingabefeldern aufweist, wobei jedes Eingabefeld eine Kurzbezeichnung trägt und wobei die Berührung des Eingabefeldes einen vorbestimmten Parametersatz lädt, der einen vorbestimmten Pipettiervorgang definiert, wobei insbesondere nach dem Berühren dieses Eingabefeldes eine andere Bildschirmseite als die Startbildschirmseite angezeigt wird, oder, alternativ, erneut die Startbildschirmseite mit den Eingabekacheln des vorbestimmten Parametersatzes angezeigt wird.
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Vorzugsweise ist mindestens eine Bildschirmseite vorgesehen, die die folgende Sonderfunktion der Pipettiervorrichtung bereitstellt: benötigt wird der Pipettierparameter eines Zielvolumens, das über ein Eingabefeld einzugeben ist oder änderbar ist. Durch kontinuierliches Betätigen eines Betätigungselements wird Flüssigkeit solange in den Pipettierbehälter aufgenommen, bis das Zielvolumen erreicht ist. Analog bzw. alternativ wird optional die Sonderfunktion zur Abgabe eines Zielvolumens der Flüssigkeit vorgesehen: Durch kontinuierliches Betätigen eines Betätigungselements wird Flüssigkeit solange aus dem Pipettierbehälter abgegeben, bis das Zielvolumen erreicht ist. Durch diese Nachahmung der Funktionsweise einer herkömmlichen mechanischen Pipette wird Nutzern eine gewisse Zusatzkontrolle eingeräumt, beispielsweise einen Pipettiervorgang kurzfristig zu unterbrechen und insbesondere kontrollierter zu pipettieren.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, dass die dritte Bildschirmseite eine Liste mit Eingabefeldern aufweist, wobei jedes Eingabefeld eine Kurzbezeichnung trägt und wobei die Berührung des Eingabefeldes einen der folgenden Parametersätze lädt:
- einen historischen, in der Vergangenheit verwendeten und automatisch gespeicherten, Parametersatz, der einen historischen Pipettiervorgang definiert;
- Parametersätze, die bestimmte vordefinierte Anwendungsszenarien repräsentieren; Parametersätze, die vom Benutzer gespeicherte Parametersätze sind;
- Parametersätze, die statistisch am häufigsten ausgeführt wurden;
- Parametersätze, die einer vom Anwender bestimmten Favoritenliste von Parametersätzen zugehören;
- Parametersätze, die durch eine Programmierung durch den Anwender erstellt wurden oder durch eine mittels einem Programmcode -der insbesondere Teil des Steuerungsprogramms der Pipettiervorrichtung sein kann- umgesetzte Rekorderfunktion der Pipettiervorrichtung aus einzelnen, vom Benutzer manuell eingestellten Einstellungsschritten bzw. ausgeführten Pipettiervorgängen automatisch erstellt wurden;
- wobei insbesondere nach dem Berühren dieses Eingabefeldes eine andere Bildschirmseite als die Startbildschirmseite angezeigt wird, oder, alternativ, erneut die Startbildschirmseite mit den Eingabekacheln des vorbestimmten Parametersatzes angezeigt wird.
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Der Bildschirm (auch bezeichnet als "Display") ist ein berührungsempfindlicher Bildschirm (auch bezeichnet als "Touchscreen"). Er ist vorzugsweise ein Farbdisplay.
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Ein Touchscreen kann als Eingabemedium dienen, ein nicht berührungsempfindlicher Bildschirm kann zumindest als Ausgabemedium zur Ausgabe von Informationen dienen, oder kann in Kombination mit (einem) neben dem Bildschirm angeordneten Bedienelement(en) als Eingabemedium dienen, insbesondere wenn Bildschirmbereiche über die Funktion des jeweiligen Bedienelements informieren, der dann als sogenannter Soft-Key ausgebildet ist, der insbesondere eine variable Funktion wahrnehmen kann.
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Der Bildschirm ist vorzugsweise im Wesentlichen rechteckig. Unter Verwendung von im Bildschirm angezeigten im Wesentlichen rechteckigen Eingabekacheln und/oder rechteckigen Informationsfeldern kann auf diese Weise die Bildschirmfläche optimal genutzt werden.
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Der Bildschirm ist vorzugsweise im Wesentlichen planar. Dadurch kann die Lesbarkeit verbessert sein, da der Benutzer den reflexionsärmsten Ausrichtungswinkel zu Lichtquellen in einem Labor wählen kann, um die Bedienung vorzunehmen, während bei gekrümmten Bildschirmen Licht aus einem größeren Raumwinkel erfasst und ins Auge des Benutzers reflektiert wird.
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Vorzugsweise fluchtet ein planarer Bildschirm mit planaren Abschnitten einer Gehäusefront, in welcher der Bildschirm platziert ist. Dadurch wird insbesondere das Berühren von randnahen Bereichen des Touchscreens erleichtert, wenn dieser durch die Gehäusefront umlaufend geschützt wird.
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Vorzugsweise, gemäß einer besonderen vorteilhaften Ausführungsvariante des Bedienkonzepts, ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, in dem Bildschirm eine Bildschirmseite, insbesondere eine Ausgabebildschirmseite anzuzeigen, die einen gesonderten Eingabebereich, insbesondere auch bezeichnet als Sonderbutton, enthält, dessen Berühren das Schließen der Ausgabebildschirmseite und die Anzeige der Eingabebildschirmseite oder einer anderen Bildschirmseite im Bildschirm bewirkt, wobei auch diese andere Bildschirmseite insbesondere das Editieren von im Pipettierparametersatz enthaltenen Parameterwerten ermöglichen kann. Das Berühren des Sonderbuttons kann zudem einen Abbruch eines laufenden Pipettiervorgangs bewirken, wobei es möglich ist, dass dieser Abbruch vom Benutzer durch eine Sicherheitsabfrage bestätigt werden muss. Die Beendigung eines abgeschlossenen Pipettiervorgangs führt insbesondere ebenfalls dazu, dass -ohne dass ein Berühren des Sonderbuttons erforderlich wäre, anstelle der Ausgabebildschirmseite wieder eine Eingabebildschirmseite angezeigt wird, wobei vorher/nachher noch die Information über den erfolgreich durchgeführten Pipettiervorgang ausgegeben werden kann. Es muss nicht exakt die vorangegangene Eingabebildschirmseite sein, zu der man mittels Sonderbutton zurückkehrt, wenn z.B. nur schnell die Geschwindigkeit angepasst werden soll, wenn die Pipettiersequenz ("do") bereits begonnen hat. Es kann vorgesehen sein, dass nach begonnenem Pipettiervorgang auch nicht mehr alle Parameterwerte verändert/korrigiert werden können sondern nur bestimmte Parameterwerte des aktuellen Pipettierparametersatzes.
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Die Unterscheidung des durch die Eingabebildschirmseite repräsentierten Eingabemodus ("set" bzw. "set screen") und des durch die Ausgabebildschirmseite definierten Ausgabemodus ("do" bzw. "do screen") verhindert insbesondere ein versehentliches Ändern von Parameterwerten bei laufendem "do"-Modus, das Laborarbeit ggf. vernichten und erheblichen Wertverlust bedeuten könnte. Andererseits bedeutet der Wechsel vom "set" in den "do" Modus per Betätigung des Betätigungselements einen erheblichen Komfort für den Benutzer und ist intuitiv verständlich. Auch dies trägt erheblich zur Ergonomie und einen effizienten Arbeitsfluss bei.
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Die Unterscheidung der Eingabebildschirmseite und der Ausgabebildschirmseite kann durch eine oder mehrere der nachfolgend genannten Definitionen erfolgen. Die Definition betrifft jeweils besonders bevorzugt den Zustand der Pipettiervorrichtung, in dem der Pipettiervorgang gestartet wurde und das elektrisch gesteuerten Bewegungselement bewegt wird; es kann dann der Fall sein, dass die Definition nicht zutrifft, wenn der Zustand der Pipettiervorrichtung vorliegt, in dem der Pipettiervorgang gestartet wurde und das elektrisch gesteuerten Bewegungselement nicht bewegt wird. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, beispielsweise bei einem mehrschrittigen Pipettiervorgang, nach einem abgeschlossenen Pipettiervorgang oder einem abgeschlossenen Teilschritt eines mehrschrittigen Pipettiervorgangs eine Ausgabebildschirmseite anzuzeigen, welche die Änderung eines Pipettierparameters des Parametersatzes ermöglicht, vorzugsweise aber nicht aller Pipettierparameter des Parametersatzes, die im zuvor angezeigten Eingabebildschirm änderbar waren, insbesondere die im unmittelbar vor dem Starten des Pipettierschritts angezeigten Eingabebildschirm änderbar waren. Es kann zum Beispiel sinnvoll sein, dem Benutzer bei einem mehrschrittigen Pipettiervorgang die Möglichkeit einzuräumen, einen oder mehrere einzelne Pipettierparameter zu ändern, insbesondere solche, welche die erfolgreiche Durchführung des ablaufenden Pipettiervorgangs nicht kritisch beeinflussen. Die Ansaug- und/oder Abgabegeschwindigkeit, auch bezeichnet als Pipettiergeschwindigkeit, kann ein solcher Pipettierparameter sein, dessen Änderung den Pipettiervorgang im Ergebnis nicht zwingend verändert und der somit -zwischenzeitlich bzw. zwischen abgeschlossenen Teilschritten des Pipettiervorgangs - den Benutzerbedürfnissen angepasst werden kann. Zu den möglichen Definitionen:
Vorzugsweise weist die Ausgabebildschirmseite, nicht aber die Eingabebildschirmseite, das als Sonderbutton bezeichnete Eingabefeld auf, dessen Berühren das Schließen der (Ausgabe-)Bildschirmseite und die Anzeige dieser Eingabebildschirmseite oder einer anderen Eingabebildschirmseite im Bildschirm bewirkt.
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Wenn die Ausgabebildschirmseite den Sonderbutton aufweist, ist klar, dass die Eingabebildschirmseite, insbesondere der Homescreen, den Sonderbutton nicht aufweist, da der Sonderbutton als solcher definiert ist, der die Ausgabebildschirmseite schließt, die also aktuell angezeigt sein muss.
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Vorzugsweise weist die Eingabebildschirmseite, nicht aber die Ausgabebildschirmseite, ein als Extrabutton bezeichnetes Eingabefeld auf, dessen Berühren dem Benutzer die Möglichkeit eröffnet, die Menge der Pipettierparameter des Parametersatzes zu verändern, die nachfolgend in der Eingabebildschirmseite angezeigt wird. Vorzugsweise weist die Eingabebildschirmseite, nicht aber die Ausgabebildschirmseite, ein als Extrabutton bezeichnetes Eingabefeld auf, dessen Berühren die Anzeige eines Auswahlbildschirms bewirkt, der insbesondere eine vorgegebene Auswahlmenge von verfügbaren, also in einer Datenspeichereinrichtung gespeicherten, Pipettierparametern in Form einer Auswahlliste anzeigt, welche Informationen, insbesondere Kurzbeschreibungen (zur Identifikation des Inhalts des Pipettierparameters) über auswählbare zweite Pipettierparameter enthält, aus der der Benutzer den mindestens einen zweiten Pipettierparameter auswählen kann; dabei werden unter "ersten Pipettierparametern" jene verstanden, die in der Eingabebildschirmseite bereits zuvor angezeigt wurden, während unter "zweiten Pipettierparametern" jene verstanden werden, die den ersten Pipettierparametern hinzugefügt werden.
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Vorzugsweise weist die Eingabebildschirmseite, nicht aber die Ausgabebildschirmseite, ein Eingabefeld auf, das einen Pipettierparameter, insbesondere dessen numerischen Wert, anzeigt und dessen Berühren, unmittelbar, also insbesondere ohne Wesentliche Verzögerung und insbesondere ohne dass eine weitere Nutzeraktion erforderlich ist, eine Eingabeschnittstelle öffnet, mit welcher der Nutzer den Wert des angezeigten Pipettierparameters ändern kann.
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Vorzugsweise weist die Ausgabebildschirmseite und/oder eine auf die Ausgabebildschirmseite nachfolgend angezeigte, weitere Ausgabebildschirmseite keine Möglichkeit auf, um die, insbesondere mehr als die Hälfte der, insbesondere alle der, zuvor in der Eingabebildschirmseite angezeigten und durch Eingabe änderbaren Pipettierparameter zu ändern. Vorzugsweise weist die Ausgabebildschirmseite und/oder eine auf die Ausgabebildschirmseite nachfolgend angezeigte, weitere Ausgabebildschirmseite keine Möglichkeit auf, um die Gesamtzahl oder einen Teil f ( insbesondere: f > ¾ oder f > 2/3 oder f > 1/2 oder f > 1/3 oder f > 1/4) oder mindestens einen der zuvor in der Eingabebildschirmseite angezeigten und durch Eingabe änderbaren Pipettierparameter zu ändern.
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Vorzugsweise weist die Ausgabebildschirmseite und/oder eine auf die Ausgabebildschirmseite nachfolgend angezeigte, weitere Ausgabebildschirmseite keine Möglichkeit auf, insbesondere kein Eingabefeld, um mindestens einen zuvor in der Eingabebildschirmseite angezeigten und durch Eingabe änderbaren vorbestimmten Pipettierparameter zu ändern, insbesondere unmittelbar und/oder mittelbar zu ändern. Dieser mindestens eine vorbestimmte Pipettierparameter ist vorzugsweise ausgewählt aus der folgenden Liste von möglichen Pipettierparametern:
{ein Volumen, das während des Pipettiervorgangs anzusaugen oder abzugeben ist; eine Anzahl von Teilschritten, insbesondere die Gesamtzahl, bei einem mehrere Teilschritte umfassenden Pipettiervorgang, insbesondere eine Anzahl (größer Null) von Vorbenetzungsschritten bei einem Pipettiervorgang, wobei während eines Vorbenetzungsschritts eine Flüssigkeit in den Pipettierbehälter eingesaugt wird und wieder abgegeben wird, insbesondere um die Innenfläche eines Pipettierbehälters vor dem Beginn des eigentlichen Pipettiervorgangs zu benetzen; ein Zeitparameter, insbesondere eine Dauer eines Pipettiervorgangs oder eines Teilschritts eines mehrschrittigen Pipettiervorgangs, oder eine Latenzzeit zwischen Pipettiervorgängen oder zwischen Teilschritten eines mehrschrittigen Pipettiervorgangs; ein Parameter betreffend die automatische Durchführung/Nicht-Durchführung einer Komplettabgabe einer im Pipettierbehälter nach Durchführung des Pipettiervorgangs verbliebenen Restvolumens ("auto blow off"-Funktion aktiviert oder deaktiviert); ein Geschwindigkeitsparameter betreffend die Geschwindigkeit eine Pipettiervorgangs, insbesondere die Geschwindigkeit des Ansaugens oder der Abgabe von Probenvolumen in den / aus dem Pipettierbehälter, insbesondere während Teilschritten eines mehrschrittigen Pipettierverfahrens, insbesondere Dispensierverfahrens}
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Das Pipettiervolumen kann ein Volumen sein, das während des Pipettiervorgangs oder während eines Teilschritts eines mehrschrittigen Pipettiervorgangs in den Pipettierbehälter anzusaugen ist, oder kann ein Volumen sein, das während des Pipettiervorgangs oder während eines Teilschritts eines mehrschrittigen Pipettiervorgangs aus dem Pipettierbehälter abzugeben ist, insbesondere das während eines mehrschrittigen Dispensiervorgangs abzugebende Dispensiervolumen.
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Vorzugsweise weist die Ausgabebildschirmseite oder eine nachfolgend angezeigte Ausgabebildschirmseite, insbesondere abgesehen von dem Sonderbutton, kein Eingabefeld auf, insbesondere kein Eingabefeld, dessen Berühren eine, insbesondere unmittelbare, Änderung des Inhalts der Ausgabebildschirmseite und/oder eine, insbesondere unmittelbare, Veränderung des gestarteten Pipettiervorgangs zur Folge hat.
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Vorzugsweise weist die Ausgabebildschirmseite oder eine nachfolgend angezeigte Ausgabebildschirmseite, insbesondere abgesehen von dem Sonderbutton, kein Eingabefeld zur Änderung eines der Pipettierparameter auf, die in der zuvor angezeigten Eingabebildschirmseite angezeigt wurden und dort durch eine Eingabe änderbar waren.
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Vorzugsweise weist die Ausgabebildschirmseite oder eine nachfolgend angezeigte Ausgabebildschirmseite, insbesondere abgesehen von dem Sonderbutton, kein Eingabefeld zur Änderung eines Pipettierparameters auf, dessen Berühren, insbesondere unmittelbar oder mittelbar, die Änderung eines oder mehrerer oder aller mittels der Eingabebildschirmseite eingegebenen Pipettierparameter des Parametersatzes von Pipettierparametern ermöglicht, insbesondere um mindestens einen zuvor in der Eingabebildschirmseite angezeigten und durch Eingabe änderbaren vorbestimmten Pipettierparameter zu ändern, und/oder um insbesondere einen der Pipettierparameter eines laufenden Pipettiervorgangs zu ändern. "Unmittelbar ändern" bedeutet insbesondere, dass sich nach Berühren des Eingabefeldes sofort eine Eingabeschnittstelle öffnet, in der der Nutzer den Wert des angezeigten Pipettierparameters ändern kann. "Mittelbar ändern" bedeutet insbesondere, dass sich zunächst eine Eingabebildschirmseite mit mindestens einem Eingabefeld öffnet, dessen Berühren sofort eine Eingabeschnittstelle öffnet, in der der Nutzer den Wert des angezeigten Pipettierparameters ändern kann.
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Vorzugsweise nur in der Eingabebildschirmseite, insbesondere im Homescreen, ist die Änderung mindestens eines, mehrerer oder aller änderbaren Pipettierparameter eines Parametersatzes von Pipettierparametern vorgesehen, nicht aber in der Ausgabebildschirmseite. Insbesondere beinhaltet nur eine Eingabebildschirmseite, nicht aber die/eine Ausgabebildschirmseite, ein Eingabefeld, insbesondere mindestens eine erste Eingabekachel, die insbesondere den Wert mindestens eines ersten Pipettierparameters eines Parametersatzes, insbesondere eines Basisparametersatzes anzeigt, der einen Pipettiervorgang, insbesondere Basispipettiervorgang definiert, und deren Berühren - nämlich ohne eine weitere, diesem Berühren nachfolgende Benutzereingabe - eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Eingabe des Wertes des mindestens einen ersten Pipettierparameters ermöglicht. Diese Pipettierparameter des Parametersatzes von Pipettierparametern können insbesondere ausgewählt sein aus der oben aufgeführten Liste des möglichen "vorbestimmten Betriebsparameters".
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Vorzugsweise zeigt die Ausgabebildschirmseite, nicht aber die Eingabebildschirmseite, vorzugsweise abhängig vom gerade stattfindenden Teilschritt eines automatisierten mehrschrittigen Pipettiervorgangs, verschiedene Inhalte an, insbesondere die Werte der den aktuell ablaufenden Teilschritt definierenden Pipettierparameter, z.B. die Abgabe eines Teilvolumens Vt mit einer bestimmten Abgabegeschwindigkeit v2, als Teilschritt i von insgesamt N Schritten des Pipettiervorgangs. Dies kann z.B. im Anwendungsszenario "Dis" der Fall sein.
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Vorzugsweise zeigt die Ausgabebildschirmseite, nicht aber die Eingabebildschirmseite, vorzugsweise abhängig vom gerade stattfindenden Teilschritt eines automatisierten mehrschrittigen Pipettiervorgangs, einen Fortschrittsindikator an, der Informationen über das Fortschreiten des mehrschrittigen Pipettiervorgangs beinhaltet.
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Vorzugsweise zeigt die Ausgabebildschirmseite, nicht aber die Eingabebildschirmseite, vorzugsweise abhängig vom gerade stattfindenden Teilschritt eines automatisierten mehrschrittigen Pipettiervorgangs, ein veränderliches Anzeigeelement an, insbesondere ein Anzeigerad bzw. eine Anzeigewalze, wie nachfolgend noch ausgeführt wird.
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Insbesondere durch die oben genannten Definitionen kann die Unterscheidung der Eingabebildschirmseite und der Ausgabebildschirmseite erfolgen.
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Das Starten eines Pipettiervorgangs kann unterschiedlichen Startbedingungen genügen oder fest vorgegeben sein. Es kann unmittelbar durch (erstes) Betätigen eines Betätigungselements erfolgen, oder kann, im Sinne einer Sicherheitsabfrage oder aus anderen Gründen, in einem auf diese erste Betätigung unmittelbar (also insbesondere ohne dass der Sonderbutton berührt wurde) folgende zweite Betätigung, gegebenenfalls eine dritte Betätigung eines Betätigungselements erfolgen, welches unterschiedlich ist von dem Touchscreen. Die Datenverarbeitungseinrichtung ist vorzugsweise dazu programmiert, die Eingabebildschirmseite, insbesondere Homescreen, zur Anzeige und Eingabe von Pipettierparametern eines Parametersatzes von Pipettierparametern anzuzeigen, und, wenn die Betätigung des mindestens einen (vom Bildschirm verschiedenen) Betätigungselements erfasst wird, in dem Bildschirm anstelle der Eingabebildschirmseite eine Ausgabebildschirmseite (abgekürzt: "do") zur Anzeige von Pipettierparametern des in der Eingabebildschirmseite definierten Parametersatzes anzuzeigen, und insbesondere ausgelöst durch diese Betätigung oder bei einer dieser Betätigung nachfolgenden Betätigung eines der (vom Bildschirm verschiedenen) Betätigungselemente den Pipettiervorgang zu starten, oder insbesondere, wenn diese die Anzeige der Ausgabebildschirmseite bewirkende Betätigung des mindestens einen Betätigungselements erfasst wird oder bei der darauf nachfolgenden Betätigung eines dieser Betätigungselemente, den gemäß diesem Pipettierparametersatz definierten Pipettiervorgang zu starten. Die Datenverarbeitungseinrichtung ist vorzugsweise dazu programmiert, dass die genannten Startbedingungen vom Benutzer an der Pipettiervorrichtung über eine Eingabeschnittstelle der GUI auswählbar sind.
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Die Eingabebildschirmseite unterscheidet sich vorzugsweise von der, insbesondere jeder, Ausgabebildschirmseite, vorzugsweise in ihrer grafischen Wiedergabe; insbesondere weist die Ausgabebildschirmseite eine andere Farbgebung und/oder andere Anordnung von Markierungen und/oder Informationsfeldern auf. Insbesondere wird die Ausgabebildschirmseite, vorzugsweise abhängig vom gerade stattfindenden Teilschritt eines automatisierten mehrschrittigen Pipettiervorgangs, verschiedene Inhalte anzeigen, insbesondere die Werte der den Teilschritt aktuell definierenden Pipettierparameter, z.B. die Abgabe eines Teilvolumens Vt mit einer bestimmten Abgabegeschwindigkeit v2 als Teilschritt i von insgesamt N Schritten des Pipettiervorgangs. Dies kann z.B. im Anwendungsszenario "Dis" der Fall sein. Das Konzept der Unterscheidung zwischen einer Eingabebildschirmseite und einer Ausgabebildschirmseite, das insbesondere durch eine äußerliche Unterscheidbarkeit umgesetzt wird, bildet einen wesentlichen ergonomischen Vorteil in der Bedienung, da der Anwender mit geringstem Aufwand erkennt, ob er sich gerade in einem - eventuell unterbrochenen, auf eine Betätigung wartenden- Pipettiervorgang befindet oder in einem Einstellungsmodus. Das Konzept der Eingabebildschirmseite und der Ausgabebildschirmseite impliziert demnach eine solchen Eingabemodus und Ausgabemodus der Pipettiervorrichtung, die für den Benutzer einfach unterscheidbar sind. Vorzugsweise nur das Berühren des gesonderten Eingabebereichs - oder ein abgeschlossener Pipettiervorgang, der eine automatische Rückkehr zu einer Eingabebildschirmseite, insbesondere Homescreen bewirken kann,- erlauben es dem Benutzer, eine Änderung von Parameterwerten oder erneut eine Parameterauswahl vorzunehmen. Diese Trennung verhindert insbesondere ein versehentliches Ändern von Parameterwerten bei laufendem "do"-Modus, das ein Laborarbeit ggf. vernichten und erheblichen Wertverlust bedeuten könnte. Andererseits bedeutet der Wechsel vom "set" in den "do" Modus per Betätigung des Betätigungselements einen erheblichen Komfort für den Benutzer und ist intuitiv verständlich. Auch dies trägt erheblich zur Ergonomie und einen effizienten Arbeitsfluss bei.
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Das mindestens eine Betätigungselement ist insbesondere nicht Bestandteil des berührungsempfindlichen Bildschirms. Das mindestens eine Betätigungselement ist vorzugsweise als Druckknopf ausgeführt, nämlich als ein vom Benutzer aktuierbares Bauteil, das insbesondere mit dem Daumen aktuierbar ist, wenn der Benutzer die handgehaltene Pipettiervorrichtung in bestimmungsgemäßer Weise einhändig hält, indem die Hand das insbesondere als Griff dienende Gehäuse umfasst und dabei insbesondere eine Handstütze des Gehäuses auf einem Zeigefinger aufliegt. Die Bedienung des Touchscreens erfolgt dabei insbesondere durch einen Finger der Hand, die die Pipettiervorrichtung nicht hält.
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Die Datenverarbeitungseinrichtung kann dazu programmiert sein, dass das Aktuieren eines Abwurfknopfes (zum Abwerfen einer Pipettenspitze) der Pipettiervorrichtung während der Anzeige einer Ausgabebildschirmseite, also insbesondere im Ausgabemodus der Pipettiervorrichtung, in einigen Szenarien oder grundsätzlich dazu führt, das anstelle der Ausgabebildschirmseite die Eingabebildschirmseite, insbesondere Homescreen, oder eine andere Eingabebildschirmseite angezeigt wird und/oder der Pipettiervorgang gestoppt bzw. abgebrochen wird.
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Ein Pipettierprogramm, das durch die Pipettierparameter eines Parametersatzes definiert ist, kann mehrere zeitliche Phasen aufweisen, z.B. wenn repetitiv bzw. zyklisch bestimmte Schrittfolgen, bzw. Teilschritte, wiederholt werden. Wenn ein Pipettiervorgang z.B. 10 Schrittfolgen beinhaltet, dann zeigt der Ausgabebildschirm vorzugsweise bei jedem ausgeführten Schritt an, welche der 10 Schrittfolgen aktuell ausgeführt wird und/oder wie viele Restschrittfolgen verbleiben. Zudem können der oder die Pipettierparameter des aktuellen (aktiven) Schritts angezeigt werden. Im Ausgabebildschirm werden vorzugsweise die aktiven Parametereinstellungen angezeigt, damit deutlich wird, was beim Drücken des Betätigungselements als nächstes passiert, z.B. Pipettierschritt 3 von 3 mit 150 µL und Geschwindigkeit X.
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Vorzugsweise zeigt die Ausgabebildschirmseite, vorzugsweise abhängig vom gerade stattfindenden Teilschritt eines automatisierten mehrschrittigen Pipettiervorgangs, verschiedene Inhalte an, insbesondere die Werte der den aktuell ablaufenden Teilschritt definierenden Pipettierparameter, z.B. die Abgabe eines Teilvolumens Vt mit einer bestimmten Abgabegeschwindigkeit v2, als Teilschritt i von insgesamt N Schritten des Pipettiervorgangs. Dies kann z.B. im Anwendungsszenario "Dis" der Fall sein.
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Um das Fortschreiten des mehrschrittigen Pipettiervorgangs kenntlich zu machen, weist die Ausgabebildschirmseite vorzugsweise ein Anzeigeelement auf, insbesondere eine einteilige oder mehrteilige Ausgabekachel. Das Anzeigeelement zeigt, vorzugsweise abhängig vom gerade stattfindenden Teilschritt eines automatisierten mehrschrittigen Pipettiervorgangs, verschiedene Inhalte an, insbesondere die Werte der Pipettierparameter, die den aktuell ablaufenden Teilschritt definieren. Das Anzeigeelement belegt insbesondere einen sich in der Größe verändernden oder konstanten Bereich der Ausgabebildschirmseite.
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Vorzugsweise unterscheidet sich die erste Ansicht des Anzeigeelements in einem ersten Zustand, in dem es den Teilschritt i (i ist ein Zählindex, der die insbesondere sequentiell ablaufenden Teilschritte zählt) anzeigt, von einer zweiten Ansicht in einem zweiten Zustand, indem es den Teilschritt i+1 anzeigt. Der Unterschied der Ansicht kann darin bestehen, dass im ersten Zustand ein Zählindex i und im zweiten Zustand ein Zählindex i+1 in der Ausgabebildschirmseite, insbesondere im Anzeigeelement, angezeigt wird. Zudem kann der Unterschied der Ansicht darin bestehen, dass im ersten Zustand und im zweiten Zustand in der Ausgabebildschirmseite, insbesondere im Anzeigeelement, unterschiedliche Werte von Pipettierparametern angezeigt werden, die in dem jeweiligen Teilschritt zur Anwendung kommen.
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Vorzugsweise weist das Anzeigeelement eine erste Ausgabekachel auf, in der ein oder mehrere Werte eines oder mehrerer Pipettierparameter angezeigt werden, die im aktuell ablaufenden Teilschritt i zur Anwendung kommen. Vorzugsweise weist das Anzeigeelement zusätzlich eine zweite Ausgabekachel auf, in der ein oder mehrere Werte eines oder mehrerer Pipettierparameter angezeigt werden, die im zukünftig ablaufenden Teilschritt i+1 zur Anwendung kommen werden. Dadurch erhält der Benutzer einen besseren Überblick und eine bessere Kontrolle über die Arbeit mit der Pipettiervorrichtung. Vorzugsweise weist das Anzeigeelement eine andere zweite Ausgabekachel oder eine dritte Ausgabekachel auf, in der ein oder mehrere Werte eines oder mehrerer Pipettierparameter angezeigt werden, die im vorhergehenden Teilschritt i-1 zur Anwendung gekommen waren. Auch dadurch erhält der Benutzer einen besseren Überblick und eine bessere Kontrolle über die Arbeit mit der Pipettiervorrichtung. Analog können weitere Ausgabekacheln mit sukzessive geplanten zukünftigen Teilschritten (z.B. i+2, i+3, u.s.w., bis i=N) zumindest teilweise und gleichzeitig angezeigt werden. Analog können weitere Ausgabekacheln mit sukzessive vergangenen Teilschritten (z.B. i-2, i-3, u.s.w. bis i=0) zumindest teilweise und gleichzeitig angezeigt werden.
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Das Anzeigeelement kann, insbesondere abhängig vom Teilschritt i, die erste Ausgabekachel und einen oder mehrere der zweiten und/oder dritten Ausgabekacheln beinhalten.
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Vorzugsweise weist das Anzeigeelement zumindest während eines Teilschritts i die genannte erste Ausgabekachel auf, die genannte zweite Ausgabekachel und die genannte dritte Ausgabekachel. Vorzugsweise ist die erste Ausgabekachel räumlich zwischen der zweiten und der dritten Ausgabekachel angeordnet. In dieser Anordnung wird das Anzeigeelement auch als Anzeigerad oder Anzeigewalze bezeichnet. Die Anzeigewalze hat vorzugsweise mindestens drei Positionen (z.B. Mitte, links , rechts; oder: Mitte, oben, unten), die von einen jeweiligen Teilschritt kennzeichnenden Ausgabekacheln belegt werden können. Das Fortschreiten des mehrschrittigen Pipettiervorgangs, gezählt durch den Indexzähler i, wird durch ein Rotieren der Ausgabekacheln der Anzeigewalze illustriert, da beispielsweise in einem zehnschrittigen (N=10) Pipettiervorgang (z.B. Dispensiervorgang) zu Beginn des Pipettiervorgangs (i=1) die dem Teilschritt i=1 zugehörige Ausgabekachel in der mittleren Walzenposition steht, während eine dem Teilschritt i=0 zugehörige Ausgabekachel nicht existiert; oder existiert und seitlich (links, rechts, oben , unten) der mittleren Position angezeigt wird und Informationen über den gesamten Pipettiervorgang oder andere bzw. keine Informationen anzeigt; und während die dem zukünftigen Teilschritt i=2 zugehörige Ausgabekachel seitlich der mittleren Walzenposition und gegenüber der ersten Position steht (z.B. rechts, links, unten, oben). Nach Abschluss des Teilschritts i=1 wechselt die erste Ausgabekachel aus der mittleren Position in eine seitliche Position und die den nun ablaufenden Teilschritt i=2 betreffende zweite Ausgabekachel wechselt in die mittlere Position, während die den nun zukünftigen Teilschritt i=3 betreffende dritte Ausgabekachel neu in der anderen seitlichen Position der Anzeigenwalze angezeigt wird.
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Vorzugsweise wird in der Ausgabebildschirmseite, insbesondere in dem Anzeigeelement, insbesondere in mindestens einer Ausgabekachel des Anzeigeelements, ein Fortschrittsindikator angezeigt, der Informationen über das Fortschreiten des mehrschrittigen Pipettiervorgangs beinhaltet. Insbesondere kann der Zählindex i und zusätzlich der Wert N der Gesamtzahl der Teilschritte des mehrschrittigen Pipettiervorgangs angezeigt werden, beispielsweise in Form einer Textausgabe "i von N" bzw. "i / N". Der Fortschrittsindikator kann zusätzlich oder alternativ eine nicht-numerische und grafische Wiedergabe des Fortschritts beinhalten, insbesondere einen Fortschrittsbalken, oder eine die sukzessive ablaufenden Teilschritte 1....N repräsentierende Strecke mit grafisch hervorgehobener Position des aktuell ablaufenden Teilschritts i.
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Weist ein Anzeigeelement abhängig vom Teilschritt mehrere Ausgabekacheln auf, wie z.B. bei einer Anzeigewalze, kann vorgesehen sein, den Wechsel von der ersten Ansicht in eine zweite Ansicht des Anzeigeelements animiert darzustellen. Zudem können die seitlichen Positionen einer Anzeigewalze abgeschattet oder aufgehellt dargestellt sein, um insbesondere ein dreidimensionales Objekt (Walze, Rad) zu simulieren oder darzustellen, und/oder um Perspektive zu simulieren oder darzustellen. Dadurch ist die Arbeit mit der Pipettiervorrichtung noch intuitiver.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung dazu programmiert, die Pipettiervorrichtung genau ein erstes und ein zweites Betätigungselement aufweist, die insbesondere durch eine Bedienwippe getrennt voneinander betätigbar sind. Unabhängig davon kann ein Abwurfknopf für den Abwurf eines Pipettierbehälters, insbesondere einer Pipettenspitze vorgesehen sein. Dadurch wird die Bedienung intuitiv und ergonomisch.
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Die Datenverarbeitungseinrichtung ist vorzugsweise dazu programmiert, die Betätigung eines Betätigungselements, insbesondere des ersten Betätigungselements durch den Benutzer zu erfassen und in Abhängigkeit von der Betätigung des Betätigungselements den gemäß Parametersatz definierten Pipettiervorgang zu starten. Dabei ist es möglich, dass der Start des Pipettiervorgangs unmittelbar nach der Betätigung des Betätigungselements erfolgt, oder dass vor dem Start noch ein oder zwei Zwischenvorgänge erfolgen, z.B. ein Blow-out, also ein Ausstoßen der Restflüssigkeit in einem Pipettierbehälter mittels Überhub, oder eine Vorbenetzen der Pipettenspitze durch ein- oder mehrmaliges Aufnehmen und Abgeben eines Vorbenetzungsvolumens der Probe vor dem Start der weiteren Schritte des Pipettiervorgangs, oder es kann ein Mischungsschritt stattfinden, der das Aufnehmen und Abgeben eines Mischungsvolumens vor dem Start der weiteren Schritte des Pipettiervorgangs vorsieht.
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Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung ein erstes und ein zweites Betätigungselement auf, die jeweils separat angeordnete Knöpfe sind. Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung eine Bedienwippe auf, und ein erstes und ein zweites Betätigungselement, die durch die Bedienwippe getrennt voneinander betätigbar sind, indem das Drücken einer ersten Druckfläche der Bedienwippe das erste Betätigungselement betätigt und das Drücken einer zweiten Druckfläche der Bedienwippe das zweite Betätigungselement betätigt, wobei die erste und die zweite Druckfläche haptisch unterscheidbar sind. Insbesondere können die erste und die zweite Druckfläche hinsichtlich der folgenden haptisch wahrnehmbaren und unterscheidbaren Außenmerkmale unterscheidbar sein: * die Richtung der optionalen Wölbung der ersten und der zweiten Druckfläche, insbesondere indem die erste Druckfläche konkav ist und die zweite Druckfläche konvex ist; * die Oberflächenstrukturen der ersten und der zweiten Druckflächen; * die Materialien der ersten und der zweiten Druckflächen. In vorbestimmten Situationen des Betriebs der Pipettiervorrichtung, z.B. nach dem Starten eines Ausführungsmodus mittels Drücken eines der Betätigungselements im Einstellungsmodus kann das erste Betätigungselement insbesondere ein Aufnehmen der Probe bewirken, und das zweite Betätigungselement kann insbesondere eine Abgabe der Probe bewirken. Alternativ kann das zweite Betätigungselement insbesondere ein Aufnehmen der Probe bewirken, und das erste Betätigungselement kann insbesondere eine Abgabe der Probe bewirken
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Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung ein Gehäuse auf, das als Griff zum Halten der Pipettiervorrichtung mit einer einzigen Hand des Benutzers eingerichtet ist, und das einen den Kolben enthaltenden axialen Abschnitt aufweist, entlang dessen Längsachse A der Kolben verläuft, und
wobei die Pipettiervorrichtung ein erstes und ein zweites Betätigungselement aufweist, die durch eine Bedienwippe getrennt voneinander betätigbar sind, welche an einer Plateaufläche der Pipettiervorrichtung, insbesondere einer Daumenauflagefläche, montiert ist, die in einem Winkel 80 < α < 180° zur Längsachse angeordnet ist und die vorzugsweise nach unten abfällt. Die Richtung "nach unten" bezeichnet die Richtung der Gravitation, wenn die Längsachse der Pipettiervorrichtung parallel zur Gravitation angeordnet ist. Dabei ist die Plateaufläche insbesondere so angeordnet, dass der Daumen des Benutzers beim einhändigen Halten der Pipettiervorrichtung im Wesentlichen ermüdungsfrei ("Sweetspot" der greifenden Hand) auf der Daumenauflagefläche aufliegt.
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Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung ein Gehäuse auf, das Kunststoff aufweist oder aus Kunststoff besteht.
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Vorzugsweise liegt die Plateaufläche senkrecht zu einer Ebene, die durch die Längsachse und senkrecht zu einer Fläche des Bildschirms verläuft.
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Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung ein Gehäuse auf mit einem das Bewegungselement, insbesondere einen Kolben oder eine Kolbenstange enthaltenden axialen Abschnitt, entlang dessen Längsachse das Bewegungselement verläuft, und einem Kopfabschnitt, der eine zur Längsachse geneigte Frontfläche aufweist, die durch die Fläche des Bildschirms und vorzugsweise einen diesen einfassenden Rahmen gebildet wird, wobei der Bildschirm mindestens 70%, vorzugsweise mindestens 80% oder sogar mindestens 90% der Frontfläche einnimmt; und
wobei insbesondere eine Rahmenfrontfläche in einer ersten Ebene liegt und der Bildschirm in einer zweiten Ebene liegt, die identisch zur ersten Ebene oder parallel zu dieser ist.
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Vorzugsweise weist die Pipettiervorrichtung ein Gehäuse mit einem Verbindungsabschnitt für mindestens einen Pipettierbehälter und mit einem Abwurfknopf aufweist, dessen Kontaktoberfläche durch Drücken des Abwurfknopfes entlang einer Strecke in das Gehäuse bewegbar ist, wobei die Pipettiervorrichtung eingerichtet ist, dass beim Erreichen des Endes dieser Strecke der Abwurf des mindestens einen Pipettierbehälters, insbesondere der Pipettenspitze, erfolgt, oder dass ein elektrisches Signal erzeugt wird, das den Abwurf des mindestens einen Pipettierbehälters, insbesondere der Pipettenspitze, auslöst. Der Abwurfknopf kann federgelagert sein. Der Abwurf kann auch rein mechanische sein, wobei die zum Abwurf benötigte Energie vom Benutzer aufgebracht wird, direkt beim Abwurf oder indirekt durch Spannen eines Federelements beim Aufsetzen der Pipettenspitze.
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Die Erfindung betrifft auch ein System zur Eingabe von Pipettierparametern, insbesondere Mischparametern, aufweisend
- die erfindungsgemäße handgehaltene Pipettiervorrichtung, und
- ein externes Datenverarbeitungsgerät, insbesondere ein Smartphone oder Tablet PC, das einen Externbildschirm, d.h. einen Bildschirm der nicht Bestandteil der Pipettiervorrichtung ist, und eine Datenverarbeitungseinrichtung aufweist, die dazu programmiert ist, in dem Externbildschirm eine Extern-Eingabebildschirmseite ("set") zur Anzeige und Eingabe der Pipettierparameter eines Parametersatzes von Pipettierparametern anzuzeigen und/oder eine Mischfunktion-Bildschirmseite anzuzeigen, wobei die Extern-Eingabebildschirmseite und die Eingabebildschirmseite der Pipettiervorrichtung im Wesentlichen inhaltlich gleich sind, d.h. dieselbe Funktionalität haben wir die Bildschirmseite, insbesondere die Eingabebildschirmseite der Pipettiervorrichtung,
- wobei das System eingerichtet ist, die auf dem externen Datenverarbeitungsgerät definierten Pipettierparameter zur Pipettiervorrichtung zu übertragen und dort zur Definition eines Pipettiervorgangs zu nutzen, und oder die auf der Pipettiervorrichtung definierten Pipettierparameter zu dem externen Datenverarbeitungsgerät zu übertragen und dort zu speichern.
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Die Pipettiervorrichtung oder ein externes Datenverarbeitungsgerät weisen vorzugsweise eine Datenspeichereinrichtung auf. Diese weist vorzugsweise mindestens einen Datenspeicher auf, insbesondere einen Hardware-Datenspeicher, insbesondere nicht-flüchtigen Datenspeicher, insbesondere einen EPROM oder FLASH Speicher. Sie kann auch einen flüchtigen Datenspeicher aufweisen.
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Die elektrische Steuereinrichtung der Pipettiervorrichtung bzw. eines externen Datenverarbeitungsgeräts, auch abgekürzt bezeichnet als Steuerungseinrichtung oder Steuereinrichtung, weist vorzugsweise eine Datenverarbeitungseinrichtung auf, die insbesondere mindestens einen Zentralprozessor (CPU) aufweist. Die Datenverarbeitungseinrichtung kann einen Microcontroller beinhalten. Die Steuereinrichtung weist vorzugsweise einen Microcontroller auf. Die Steuereinrichtung weist vorzugsweise mindestens eine Speichereinrichtung bzw. einen Datenspeicher zur Speicherung von Daten, insbesondere von Pipettierparametern und/oder eines oder mehrerer Computerprogramme bzw. Computerprogrammcodes auf.
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Die Steuereinrichtung beinhaltet vorzugsweise mindestens eine Steuerungssoftware bzw. ein Steuerungsprogramm, welches diesen mindestens einen Pipettierparameter verwendet, um mindestens eine Funktion des Pipettiervorgangs oder einen Teil des Pipettiervorgangs oder den Pipettiervorgang automatisch auszuführen. Die Steuerungssoftware bzw. das Steuerungsprogramm wird insbesondere von der Datenverarbeitungseinrichtung der Steuereinrichtung ausgeführt, insbesondere von einer CPU der Datenverarbeitungseinrichtung. Die Steuerungssoftware bzw. das Steuerungsprogramm ist insbesondere in einer Datenspeichereinrichtung des Geräts gespeichert. Diese Datenspeichereinrichtung ist vorzugsweise ein nicht-flüchtiger Speicher.
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Die Pipettiervorrichtung oder ein externes Datenverarbeitungsgerät kann eine Sensoreinrichtung aufweisen, z.B. einen Sensor zur Erfassung eines Umgebungsparameters, insbesondere der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit oder des Drucks, der für den Kolbenantrieb der Pipettiervorrichtung verwendete Motorstrom. Der Motorstrom kann insbesondere zur Bestimmung der Viskosität der pipettierten Flüssigkeit verwendet werden, und somit zur Identifizierung der Flüssigkeit. Die Sensoreinrichtung kann auch zur Durchführung einer Messung ausgebildet sein, mit dem ein Parameter, insbesondere Pipettierparameter, insbesondere der Typ eines mit der Pipettiervorrichtung verbundenen Pipettierbehälters, insbesondere das maximale Füllvolumen des Pipettierbehälters, insbesondere einer Pipettenspitze, ermittelbar ist. Die Pipettiervorrichtung oder ein externes Datenverarbeitungsgerät kann dazu ausgebildet sein, mindestens einen Pipettierparameter automatisch in Abhängigkeit vom Messwert der Sensoreinrichtung zu bestimmen. Dadurch lässt sich die Optimierung der für ein präzises Pipettieren erforderlichen Pipettierparameter verbessern.
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Die Pipettiervorrichtung und/oder ein externes Datenverarbeitungsgerät wird vorzugsweise netzunabhängig betrieben. Insbesondere kann das jeweilige Gerät mit einer aufladbaren Spannungsquelle versehen sein, beispielsweise einem oder mehreren Akkus. Für diesen Fall kann das Gerät eine mit der aufladbaren Spannungsquelle verbundene Ladeschnittstelle aufweisen.
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Pipettenspitzen sind insbesondere Einwegprodukte und bestehen vorzugsweise aus Kunststoff. Je nach benötigtem maximalem Flüssigkeitsvolumen werden unterschiedliche Pipettenspitzen mit der Kolbenhubpipette verwendet. Typische Nennvolumina von handelsüblichen Pipettenspitzen sind z.B. 10 µL, 20 µL, 100 µL, 200 µL, 300 µL, 1000 µL, 1250 µL, 2500 µL, 5 mL, 10 mL (µL: Mikroliter; mL: Milliliter). Eine Pipettenspitze weist in der Regel einen entlang einer Längsachse langgestreckten konusförmigen Behälter auf, der am unteren Ende eine Flüssigkeitsaustauschöffnung aufweist, und der am oberen Ende einen konus- und rohrförmigen, nach oben geöffneten Endabschnitt aufweist, der auf einen als Arbeitskonus ausgebildeten Verbindungsabschnitt der als Luftpolsterpipette ausgebildeten Pipettiervorrichtung insbesondere aufsteckbar ist. Das Einsaugen der Flüssigkeit in die Pipettenspitze erfolgt über einen Unterdruck im Innenraum der Pipettenspitze, der im Fall der als Luftpolsterpipette ausgebildeten Pipettiervorrichtung durch eine Bewegung des als Kolben ausgebildeten Bewegungselements der Pipettiervorrichtung erzeugt wird, indem im Luftraum oberhalb der Probe in der Pipettenspitze ein Unterdruck erzeugt wird. Der Innenraum der Pipettenspitze ist in einer Pipettierposition, auch als Aufsteckposition bezeichnet, in der die Pipettenspitze mit dem Verbindungsabschnitt der Kolbenhubpipette verbunden ist, fluidisch mit dem Pipettierkanal der Kolbenhubpipette verbunden, der über einen in einer hohlzylinderförmigen Kolbenkammer elektrisch bewegbaren Zylinderkolben der Kolbenhubpipette mit dem Unterdruck/Überdruck beaufschlagt wird.
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Eine Dispenserspitze wird bei Direktverdrängern eingesetzt, bei denen beim Pipettieren zwischen Kolben und flüssiger Probe im Wesentlichen kein Luftpolster vorliegt. Der Kolben ist hier Bestandteil der Dispenserspitze. Diese weist einen als Kolbenzylinder fungierenden Behälterteil mit einer Behältermündung und eine Behälteröffnung auf, in die der Kolben eingreift, um im Kolbenzylinder verschiebbar angeordnet zu sein und in einer Endposition den gesamten aspirierten Flüssigkeitsinhalt verdrängen zu können. Beim Verbinden der Dispenserspitze mit der als Direktverdränger ausgebildeten Pipettiervorrichtung wird der Behälterteil mit dem Verbindungsabschnitt der Pipettiervorrichtung verbunden, insbesondere durch Aufschrauben, und der Kolben koppelt durch eine Kopplungseinrichtung an das Bewegungselement. Dispenserspitzen sind insbesondere Einwegprodukte und bestehen vorzugsweise aus Kunststoff. Je nach benötigtem maximalem Flüssigkeitsvolumen werden unterschiedliche Dispenserspitzen mit dem Direktverdränger verwendet. Typische Nennvolumina von handelsüblichen Dispenserspitzen sind z.B. 100 µL, 200 µL, 500 µL, 1 mL, 2,5 mL, 5 mL, 10 mL, 25 mL, 50 mL.
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Die Erfindung betrifft eine handgehaltene Pipettiervorrichtung, ein mit dieser zusammenwirkendes Datenverarbeitungsgerät, ein System und ein Computerprogramm bzw. einen Computerprogrammcode, der insbesondere auf einem Datenspeichermedium gespeichert sein kann. Die möglichen und bevorzugten Ausgestaltungen jedes dieser Gegenstände ergeben sich aus der Beschreibung aller Ausgestaltungen der jeweils anderen Gegenstände, insbesondere ergeben sich Ausgestaltungsmöglichkeiten der handgehaltenen Kolbenhubpipette aus der Beschreibung des Verfahrens, des -insbesondere externen-Datenverarbeitungsgeräts, des Systems und des Computerprogramms.
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Weitere bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, der handgehaltenen Pipettiervorrichtung, des mit diesem zusammenwirkenden Datenverarbeitungsgeräts, des Systems und des Computerprogramms ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele in Zusammenhang mit den Figuren und deren Beschreibung. Gleiche Bauteile der Ausführungsbeispiele werden im Wesentlichen durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet, falls dies nicht anders beschrieben wird oder sich nicht anders aus dem Kontext ergibt. Es zeigen:
- Fig. 1a zeigt in einer schematischen Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung, hier einer Luftpolsterpipette.
- Fig. 1b zeigt ein Detail der Bedienwippe der Pipettiervorrichtung aus Fig. 1a.
- Fig. 1c zeigt eine gering um die Längsachse A gedrehte Ansicht der Pipettiervorrichtung aus Fig. 1a.
- Fig. 1d zeigt in perspektivischer Seitenansicht ein Detail der Pipettiervorrichtung aus Fig. 1a, mit sichtbarem Touchscreen.
- Fig. 1e zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes System gemäß Ausführungsbeispiel.
- Fig. 2a zeigt anhand zweier Bilder des Kopfbereichs der Pipettiervorrichtung aus Fig. 1a gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, zwischen zwei Hauptarten von Bildschirmseiten zu wechseln, nämlich zwischen einer Eingabebildschirmseite und einer Ausgabebildschirmseite.
- Fig. 2b zeigt Eingabebildschirmseiten der GUI und unterhalb davon (symbolisch) ein Betätigungselement der Pipettiervorrichtung startend von einer Eingabebildschirmseite ("set"), die durch Betätigung des Betätigungselements durch eine Ausgabebildschirmseite ersetzt wird, die -bzw. deren Inhalt- sich in dem hier gezeigten Dispensierpipettiervorgang (Dis") sich sukzessive ändert.
- Fig. 2c zeigt eine Eingabebildschirmseite der GUI, mit einer Kurzbezeichnungsliste der für den Pipettierparametersatz aktuell ausgewählten Liste von Pipettierparametern, wobei die Kurzbezeichnungsliste in Form von am oberen Bildschirmrand angeordneten "tags" implementiert ist, in denen jeweils eine Kurzbezeichnung der ausgewählten Pipettierparameter gezeigt ist; dadurch hat der Benutzer die bereits ausgewählten Pipttierparameter im Blick, selbst wenn er nicht die ganze (scrollbare) Auswahlliste sieht.
- Fig 2d zeigt eine Eingabebildschirmseite, insbesondere Homescreen, der GUI und eine Parameterauswahlbildschirmseite, die der Eingabebildschirmseite überlagert wird, wenn ein gesondertes Eingabefeld auf der Eingabebildschirmseite berührt wird.
- Fig 2e zeigt eine Ausgabebildschirmseite der erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel, bei einem mehrschrittigen Dispensiervorgang, in einem ersten Zustand im Teilschritt i=2 und einem zweiten Zustand im Teilschritt i=3.
- Fig. 2f zeigt eine Ausgabebildschirmseite der erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel, bei einem mehrschrittigen Pipettiervorgang.
- Fig. 2g zeigt ein Bild des Kopfbereichs einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung, in der eine Mischfunktion-Bildschirmseite angezeigt wird, was in einem Mischfunktion-Modus der Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel der Erfindung erfolgt.
- Fig. 3a zeigt anhand zweier Bilder des Kopfbereichs einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel weitere Funktionalitäten der GUI der Pipettiervorrichtung, nämlich ausgehend von einem Homescreen via Auswahlliste im Auswahlbildschirm dem aktuellen Parametersatz weitere Pipettierparameter bzw. Funktionen hinzuzufügen.
- Fig. 3b zeigt anhand zweier Bilder einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel weitere Funktionalitäten der GUI der Pipettiervorrichtung, nämlich ausgehend von einem Homescreen mit scrollbarem Inhalt respektive einer scrollbaren Auswahlliste dem aktuellen Parametersatz weitere Pipettierparameter bzw. Funktionen hinzuzufügen.
- Fig. 4 zeigt anhand mehrerer Bilder des Bildschirms einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, zwischen der Anzeige verschiedener Bildschirmseiten zu wechseln.
- Fig. 5a zeigt anhand mehrerer Bilder des Bildschirms einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, Pipettierparameterwerte mittels Eingabemaske einzustellen.
- Fig. 5b zeigt anhand zweier Bilder des Bildschirms einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, eine historische Liste von Pipettierparametern aufzurufen oder für die Eingabebildschirmseite eine optionale Menüleiste mit Eingabefeldern oder, als Navigationshilfe, nicht als Eingabefeldern dienenden Informationsfeldern zu verwenden.
- Fig. 6 zeigt anhand mehrerer Bilder des Bildschirms einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, vorbestimmte, bestimmte Anwendungsszenarien repräsentierende, Parametersätze auszuwählen.
- Fig. 7a zeigt anhand zweier Bilder des Bildschirms einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, einen aktuellen Parametersatz als Favoriten zu markieren, der dann als Favorit gespeichert wird und insbesondere in einer Favoritenbildschirmseite als auswählbarer Listeneintrag, nämlich als entsprechend informative Eingabekachel, angezeigt wird.
- Fig. 7b zeigt anhand zweier Bilder des Bildschirms einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, dass die einen Favoritenparametersatz kennzeichnende Eingabekachel in der Favoritenbildschirmseite ein Eingabefeld aufweist, dessen Berühren die Parameter des Favoritenparametersatzes in einen gesonderten Bildschirm überträgt, der dann angezeigt wird, in dem die Parameterwerte und/oder die Parameterauswahl des Favoritenparametersatzes änderbar sind.
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Fig. 1a zeigt die erfindungsgemäße handgehaltene Pipettiervorrichtung zum Pipettieren mindestens einer flüssigen Probe, hier eine Luftpolsterpipette 1. Diese weist auf: einen Verbindungsabschnitt 2 zum Verbinden mindestens eines Pipettierbehälters 19, hier einer Pipettenspitze,
- mit einem von der Steuereinrichtung 5 elektrisch gesteuerten Bewegungselement, hier dem Kolben 3, zum Ansaugen der mindestens einen Probe in den mindestens einen Pipettierbehälter 19, Halten der Probe in dem mindestens einen Pipettierbehälter und Probenabgabe aus dem mindestens einen Pipettierbehälter bei der Durchführung eines Pipettiervorgangs,
- mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm 4 auf der Frontfläche 14a des Kopfabschnitts 14 der Pipettiervorrichtung, zur Eingabe der Parameterwerte von benutzerdefinierbaren Pipettierparametern, wobei ein Parametersatz von Pipettierparametern den Pipettiervorgang vollständig definiert,
- wobei die elektrischen Steuereinrichtung 5 eine Datenverarbeitungseinrichtung 6 aufweist, die zur Steuerung des Bewegungselements 3 in Abhängigkeit von dem mindestens einen Pipettierparameter programmiert ist, sowie eine Datenspeichereinrichtung 7 und eine Kommunikationseinheit 8 zur drahtlosen Kommunikation mit einem externen datenverarbeitenden Gerät aufweist,
- mit genau zwei Bedienelementen (synonym: Betätigungselementen) 9a und 9b, die mittels einer Bedienwippe 10 vom Benutzer betätigbar sind. Jedes dieser Betätigungselemente kann durch seine Betätigung die Pipettiervorrichtung aus einem Eingabemodus ("set"), in dem im Bildschirm eine Eingabebildschirmseite 100, 100' gezeigt wird, z.B. der in Fig. 1d gezeigte Homescreen, in einen Ausgabemodus ("do") versetzt werden, in dem im Bildschirm eine Ausgabebildschirmseite angezeigt wird. Dieser vorteilhafte Aspekt des Bedienkonzepts wird anhand der weiteren Figuren 2a, 2b und 4 auch erläutert. Die Aktuierung des Abwurfknopf 15 und eines (nicht gezeigten) "Power on/off" Knopfes der Pipettiervorrichtung bewirken den Wechsel zwischen "set" und "do" Modus dagegen nicht. Mittels des hier in Fig. 1d mit einem "+"-Zeichen versehenen Eingabefeldes 101', auch als "Extrabutton" bezeichnet, kann die Liste der dem Parametersatz zugehörigen Pipettierparameter bearbeitet werden. Im Mischfunktion-Modus (siehe Fig. 2g) dient das Betätigungselement 9b als Mischfunktion-Eingabeelement.
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Die Bedienwippe weist einen unteren Abschnitt 10b auf, der konkav ist und dessen Betätigung den Knopf 9b aktuiert und insbesondere eine Probenabgabe bewirkt, und einen oberen Abschnitt 10a, der konvex ist und dessen Betätigung den Knopf 9a aktuiert und insbesondere eine Probenaufnahme bewirkt. Die Bedienwippe sitzt auf einem durch einen Gehäuseabschnitt gebildeten Plateau, das ungefähr einen Winkel von α =130-140° mit der Längsachse A der Pipettiervorrichtung einnimmt. Aufgrund der senkrecht zur Längsachse neben dem Plateau angeordneten Handstütze 16 liegt die Pipettiervorrichtung ergonomisch in der Hand, und der Daumen kann auf der Wippe 10 in Ruhe aufliegen, da die Handhaltung die Daumenauflage an einem "Sweetspot" der Hand ermöglicht. Der Bildschirm 4 ist in einem Kopf-Gehäuseabschnitt 14 der Pipettiervorrichtung angeordnet.
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Im Mischfunktion-Modus (siehe Fig. 2g) dient das Betätigungselement 9a bzw. die Wippenhälfte 10a als Mischfunktion-Eingabeelement.
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Die Pipettiervorrichtung weist einen Elektromotor 18 auf, der von einem Akkumulator 17 gespeist wird und der die Kolbenstange bzw. den Kolben 3 (Bewegungselement) innerhalb des Zylinderkolbens 12 bewegt, so dass im Pipettierkanal 13 ein Ansaugdruck oder ein Abgabedruck die Folge ist. Durch die elektronische Steuerung kann präzise dosiert werden. Es ist ein Abwurfknopf 15 vorgesehen, der den Abwurf der Pipettenspitze 19 vom Verbindungsabschnitt 2 mittels einer Abwurfhülse der Pipettiervorrichtung erlaubt. Die Datenverarbeitungseinrichtung ist insbesondere dazu programmiert, im Falle der Aktuierung des Abwurfknopfs 15 einen laufenden Pipettiervorgang abzubrechen und eine eventuell noch angezeigte Ausgabebildschirmseite durch eine Eingabebildschirmseite 100, 100' zu ersetzen.
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Durch eine Betätigung irgendeines der beiden Betätigungselemente 9a, 9b durch den Benutzer würde der gemäß dem aktuellen Parametersatz definierte Pipettiervorgang gestartet werden. Die Auswahl der Pipettierparameter eines Parametersatzes, der den gewünschten teilautomatisierten Pipettiervorgang definiert, und die Einstellung der Werte dieser Pipettierparameter erfolgt mittels einer GUI, die das besondere erfindungsgemäße Bedienkonzept realisiert. Dieses Bedienkonzept ist anhand der nachfolgenden Figuren erläutert.
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Die Datenverarbeitungseinrichtung 6 ist dazu programmiert (siehe Fig. 2a), in dem Bildschirm 4 eine Eingabebildschirmseite 100, 100' ("set", siehe Inhalt des durch die gestrichelte Linie umfassten Rechtecks) zur Anzeige und Eingabe von Pipettierparametern eines Parametersatzes von Pipettierparametern anzuzeigen, und, wenn eine Betätigung mindestens eines der Betätigungselemente 9a oder 9b erfasst wird, in dem Bildschirm 4 eine Ausgabebildschirmseite 200 ("do") zur Anzeige von Pipettierparametern des in der Eingabebildschirmseite definierten Parametersatzes anzuzeigen, und zudem, wenn diese Betätigung des mindestens einen Betätigungselements erfasst wird oder bei der nachfolgenden Betätigung (im Sinne einer optionalen Sicherheitsabfrage) eines dieser Betätigungselemente, den gemäß diesem Pipettierparametersatz definierten Pipettiervorgang zu starten, wobei die Ausgabebildschirmseite 200, oder eine andere, nach der Ausgabebildschirmseite 200 angezeigte Ausgabebildschirmseite, einen als Sonderbutton 201 (hier beschriftet mit der Information "back") ausgeführten Eingabebereich, hier am unteren Bildschirmrand, aufweist, dessen Berühren das Schließen der Ausgabebildschirmseite 200 und die Anzeige der Eingabebildschirmseite 100 oder einer anderen Bildschirmseite, insbesondere Eingabebildschirmseite, im Bildschirm 4 bewirkt. Insbesondere bei einer dieser ersten Betätigung nachfolgenden zweiten Betätigung eines der (vom Bildschirm verschiedenen) Betätigungselemente 9a, 9b wird der gemäß dem aktuellen Pipettierparametersatz definierte Pipettiervorgang gestartet.
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Die genannte andere Bildschirmseite kann insbesondere das Editieren von im Pipettierparametersatz enthaltenen Parameterwerten ermöglichen. Es muss nicht exakt die vorangegangene Eingabebildschirmseite 100 sein, wenn z.B. nur schnell die Geschwindigkeit angepasst werden soll, wenn die Pipettiersequenz ("do") bereits begonnen hat. Es kann vorgesehen sein, dass nach begonnenem Pipettiervorgang auch nicht mehr alle Parameterwerte verändert/korrigiert werden können, sondern nur bestimmte Parameterwerte des aktuellen Pipettierparametersatzes.
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Die Eingabebildschirmseite 100 und die Ausgabebildschirmseite 200 unterscheiden sich in ihrer grafischen und/oder textlichen bzw. numerischen Wiedergabe, insbesondere in der Farbgebung: die Eingabefelder der Eingabebildschirmseite 100 sind größtenteils mit schwarzer Information (Buchstaben, Zahlenwerte, Eingabefeldfarbe) auf hellem bzw. weißem Hintergrund gehalten, und die Anzeigefelder der Ausgabebildschirmseite 200 sind größtenteils mit blauer Information auf hellem bzw. weißem Hintergrund gehalten. Das schwarze Eingabefeld 101 (auch als Extrabutton bezeichnet) des Eingabebildschirms, das den Auswahlbildschirm zur Auswahl von Pipettierparametern aufruft, existiert in der Ausgabebildschirmseite nicht.
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Insbesondere wird die Ausgabebildschirmseite 200, vorzugsweise abhängig vom gerade stattfindenden Teilschritt eines automatisierten mehrschrittigen Pipettiervorgangs, verschiedene Inhalte anzeigen, insbesondere die Werte der den Teilschritt aktuell definierenden Pipettierparameter, z.B. die Abgabe eines Teilvolumens Vt mit einer bestimmten Abgabegeschwindigkeit v2 als Teilschritt i von insgesamt N Schritten des Pipettiervorgangs.
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Dies kann z.B. im Anwendungsszenario "Dis" der Fall sein, welches in Fig. 2b gezeigt ist.
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In Fig. 2b wird zunächst eine Eingabebildschirmseite 100_1 angezeigt, welche den zu einem teilautomatisiert ablaufenden Pipettierparametersatz eines Dispensiervorgangs enthält; der hier grafisch gegenüber dem Extrabutton 101 leicht veränderte Extrabutton 101_1 ermöglicht analog das Bearbeiten der Pipettierparameterliste. Die Betätigung des Betätigungselements, nämlich hier des Schalters 9a bzw. ersten Druckfläche 10a der Bedienwippe 10, führt die Pipettievorrichtung vom "set"-Modus in den "Do"-Modus, es wird nun die Ausgabebildschirmseite 200_1 angezeigt, welche den Sonderbutton 201_1 enthält, der gegenüber dem Sonderbutton 201 grafisch modifiziert ist und sonst analog wirkt. Nach einem ausgeführten Aspiriervorgang, z.B. nach einem Zeitraum von hier 2 Sekunden, in denen der Teilschritt des Aspirierens von 360 µl Lösung in den Pipettierbehälter ausgeführt wird, wird in der Ausgabebildschirmseite 200_1 der zum Teilschritt der Abgabe des ersten Dispensierteilvolumens von 120 µl gehörende Ausgabebildschirm angezeigt. Eine Betätigung des Betätigungselements, hier der zweiten Druckfläche 10b der Bedienwippe 10, initiiert die Abgabe des Teilvolumens, jede weitere Betätigung der Druckfläche 10b führt zum nächsten Abgabeteilschritt. Die Abgabeteilschritte werden per Indexzähler i=1...3 durchgezählt, die Fortschrittanzeige i / N (i=1...3; N=3) zeigt das Fortschreiten des teilautomatisch ablaufenden Dispensiervorgangs in einem Ausgabefeld der Ausgabebildschirmseite an. Um den Fortschritt für den Benutzer noch intuitiver verständlich zu machen, kann ein veränderliches Anzeigeelement verwendet werden, z.B. die in den Figuren 2e und 2f gezeigte Anzeigewalze. Die Ausgabebildschirmseite 200_1 weist kein solches veränderliches Anzeigeelement auf, die Ausgabekacheln befinden sich hier immer an derselben Position der Ausgabebildschirmseite 200_1, lediglich die numerische Anzeige der Parameterwerte ändert sich sowie die Fortschrittsanzeige.
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Fig 2e zeigt eine Ausgabebildschirmseite 200' der erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel, bei einem mehrschrittigen Dispensiervorgang, in einem ersten Zustand im Teilschritt i=2 (linke Seite der Figur) und einem zweiten Zustand im Teilschritt i=3 (rechte Seite der Figur). Die Ausgabebildschirmseite weist ein veränderliches Anzeigeelement 203` auf, das als Anzeigewalze ausgeführt ist. Bei einem veränderlichen Anzeigeelement, das mindestens eine Ausgabekachel aufweist, verändert sich insbesondere die Position mindestens einer Ausgabekachel innerhalb des Anzeigeelements. Die Anzeigewalze 203` weist eine mittlere Ausgabekachel 203a` auf, die den Pipettierparameter "Teilabgabevolumen" mit dem Wert 200 µl eines (N=6)-schrittigen Dispensiervorgangs, die Abgabe-Geschwindigkeit "8" und einen numerischen Fortschrittsindikator ("2/6") anzeigt. Oberhalb an die mittlere Ausgabekachel 203a` angrenzend ist die obere Ausgabekachel 203b` angezeigt, welche "Dispense 200µl" des vorangegangenen Abgabeteilschritts (i=1) anzeigt, und unterhalb an die mittlere Ausgabekachel 203a` angrenzend ist die untere Ausgabekachel 203c` angezeigt, welche "Dispense 200µl" des unmittelbar auf den aktuellen Teilschritt i=2 nachfolgenden Abgabeteilschritts (i=3) anzeigt. Auf der rechten Seite im Bild ist dieselbe Ausgabebildschirmseite 200' gezeigt, die während dem nächsten Abgabeteilschritt mit i=3 angezeigt wird. Oberhalb an die mittlere Ausgabekachel 203a' angrenzend ist die obere Ausgabekachel 203b` angezeigt, welche "Dispense 200µl" des vorangegangenen Abgabeteilschritts (i=2) anzeigt, und unterhalb an die mittlere Ausgabekachel 203a' angrenzend ist die untere Ausgabekachel 203c' angezeigt, welche "Dispense 200µl" des unmittelbar auf den aktuellen Teilschritt i=3 nachfolgenden Abgabeteilschritts (i=4) anzeigt. Der Übergang der Ansicht des Anzeigeelements 203` von i=2 zu i=3 (links nach rechts) kann animiert sein, um die Dynamik des Fortschritts zu illustrieren. Durch das veränderliche Anzeigenelement sind die Wahrnehmung des mehrstufigen Pipettiervorgangs und die Bedienung der Pipettiervorrichtung intuitiver. Im Falle des letzten Teilabgabeschritts (i=N; hier i=6) wird in der unteren Position 203c' der Anzeigewalze entweder eine Information über das Erreichen des Endes oder eine andere Information angezeigt, nichts angezeigt, oder die entsprechende Ausgabekachel 203c' wird dann gar nicht angezeigt. Analoges kann im ersten Teilabgabeschritt i=1 für die obere Ausgabekachel 203b` vorgesehen sein, die dann z.B. entweder nichts zeigt oder weggelassen ist.
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Die Anzeigewalze weist hier eine horizontale Rotationsachse auf, der Positionswechsel der Ausgabekacheln verläuft in vertikaler Richtung. Alternativ wäre eine vertikale Rotationsachse oder schräge Rotationsachse möglich.
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Fig. 2f zeigt eine Ausgabebildschirmseite 200" der erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel, bei einem mehrschrittigen (M=32) Pipettiervorgang, in einem Zustand im Teilschritt i=8. Auch hier wird eine Anzeigewalze 203" angezeigt, welche die mittlere Ausgabeposition bzw. Ausgabekachel 203a", die obere Ausgabekachel 203b" und die untere Ausgabekachel 203c" aufweist, die analog arbeiten zur Anzeigewalze 203`. Zusätzlich weist die Ausgabebildschirmseite 200" weitere Funktionalität auf, die mittels weiterer Ausgabefelder und Eingabefelder erreicht wird. Vorzugsweise weist eine Ausgabebildschirmseite insbesondere kein Eingabefeld auf, das den Wert eines Pipettierparameters zeigt und dessen Berühren im nächsten Schritt das Ändern eines Pipettierparameters ermöglichen würde, so wie dies in den vorliegenden Ausführungsbeispielen implementiert ist. Im während der Anzeige einer Ausgabebildschirmseite vorliegenden "Do"-Modus ist das Ändern von Pipettierparametern nicht möglich, und allenfalls über Zwischenschritte möglich, und nicht alle Pipettierparameter des Parametersatzes sind änderbar. Beispielsweise kann es ermöglich sein, während eines laufenden mehrschrittigen Pipettiervorgangs die Geschwindigkeit der Abgabe/Aufnahme der Flüssigkeit zu ändern.
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Die Ausgabebildschirmseite 200" weist ein Eingabefeld auf, das am Rand, hier rechts unten, angeordnet ist, das die Aufschrift "Pause" trägt und eine Pausenfunktion implementiert. Ein Berühren dieses Eingabefeldes pausiert den mehrschrittigen Pipettiervorgang, hier zum Beispiel nach Abschluss des Dispensierteilschritts i=1 von N=3, welcher gleichzeitig der achte Teilschritt eines insgesamt 32-schrittigen programmierten Pipettiervorgangs ist. Das mit dem Ausrufezeichen und dem umlaufenden Pfeil versehene Eingabefeld ermöglicht das Wiederholen eines Pipettiervorgangs, für den Fall, dass der soeben durchgeführte achte Teilschritt z.B. aufgrund eines Benutzerfehlers wiederholt werden muss. Die genannten Eingabefelder sind demnach, der Logik der GUI folgend, keine Eingabefelder, welche den Wert eines Pipettierparameters zeigen und deren Berühren im nächsten Schritt das Ändern eines Pipettierparameters ermöglichen würde.
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Ein "Berühren" eines Eingabefeldes hat in diesen Ausführungsbeispielen der Pipettiervorrichtung vorliegend immer eine unmittelbar Wirkung zur Folge, d.h., die Wirkung tritt ohne wesentliche Verzögerung auf und vorzugsweise ohne dass zwischen dem Zeitpunkt des Berührens und dem Zeitpunkt der Anzeige der Wirkung (z.B. Öffnen einer Eingabeschnittstelle) eine weitere Bildschirmseite angezeigt wird, z.B. als Informationsseite, die den Hinweis auf eine Verzögerung erkenntlich macht, auch bezeichnet als "Warteseite". Es kann aber Szenarien des GUI geben, in denen so eine intermediär angezeigte Informationsseite sinnvoll ist.
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Wie in Fig. 2f gezeigt ist, kann bei einem mehrschrittigen (hier M=32) Pipettiervorgang ein Fortschrittsbalken sinnvoll sein, mit dem der hier auch numerisch angezeigte Fortschritt ("8/32") grafisch illustriert wird. Der Vermerk "Protocol Lisa 250" in der Ausgabekachel 222" indiziert, dass ein z.B. individuell programmierter Pipettiervorgang mit der vom Nutzer festgelegten Bezeichnung "Lisa 250" durchgeführt und gleichzeitig protokolliert wird, also z.B. in einer Protokolldatei der Pipettiervorrichtung gespeichert wird. Der Sonderbutton 201" führt, wie generell vorgesehen, zum Schließen der Ausgabebildschirmseite 200". Generell ist insbesondere jede Ausgabekachel keine Eingabekachel, weist demnach kein Eingabefeld auf, dessen Berühren eine Funktion zur Folge hätte, und ermöglicht demnach keine Eingabe.
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Das Konzept der Unterscheidung zwischen einer Eingabebildschirmseite und einer Ausgabebildschirmseite, das durch eine äußerliche Unterscheidbarkeit umgesetzt wird, bildet einen wesentlichen ergonomischen Vorteil in der Bedienung, da der Anwender mit geringstem Aufwand erkennt, ob er sich gerade in einem -eventuell unterbrochenen, auf eine Betätigung wartenden- Pipettiervorgang befindet oder in einem Einstellungsmodus. Das Konzept der Eingabebildschirmseite und der Ausgabebildschirmseite impliziert demnach eine solchen Eingabemodus und Ausgabemodus der Pipettiervorrichtung, die für den Benutzer einfach unterscheidbar sind. Vorzugsweise nur das Berühren des gesonderten Eingabebereichs (Sonderbutton) - oder ein abgeschlossener Pipettiervorgang, der eine automatische Rückkehr zu einer Eingabebildschirmseite, insbesondere Homescreen bewirken kann,- erlauben es dem Benutzer, eine Änderung von Parameterwerten oder erneut eine Parameterauswahl vorzunehmen. Diese Trennung verhindert insbesondere ein versehentliches Ändern von Parameterwerten bei laufendem "do"-Modus, das eine Laborarbeit ggf. vernichten und erheblichen Wertverlust bedeuten könnte. Andererseits bedeutet der Wechsel vom "set" in den "do" Modus per Betätigung des Betätigungselements einen erheblichen Komfort für den Benutzer und ist intuitiv verständlich. Auch dies trägt erheblich zur Ergonomie und einen effizienten Arbeitsfluss bei. Eine Ausgabebildschirmseite (z.B. 200) ist vorzugsweise grundsätzlich dadurch gekennzeichnet, dass die in der Ausgabebildschirmseite enthaltenen Anzeigefelder bzw. Kacheln, z.B. die Ausgabekachel 203, rein informativ sind, sie also nicht als Eingabefelder dienen und ihr Berühren insbesondere keine Aktion zur Folge hat, insbesondere keine Eingabeoption startet. Dies gilt nicht für ein gesondertes Bedienfeld der Ausgabebildschirmseite, hier des Sonderbuttons 201, dessen Berühren den Ausgabemodus aufhebt und zur Darstellung einer Eingabebildschirmseite im Bildschirm führt und insbesondere zu einer Beendigung eines aktuell eventuell noch laufenden Pipettiervorgangs bzw. Pipettierprogramms führen kann.
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Fig. 2g zeigt ein Bild des Kopfbereichs einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung, in der eine Mischfunktion-Bildschirmseite angezeigt wird, was in einem Mischfunktion-Modus der Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel der Erfindung erfolgt. Diese Mischfunktion-Bildschirmseite 150 wird angezeigt, wenn der Benutzer ausgehend vom Homescreen 100 eine Wischbewegung nach rechts durchführt. Entsprechend wird in Fig. 4 die Mischfunktion-Bildschirmseite 150 angezeigt, bevor man zur Bildschirmseite 130 gelangt. Letztere kann angezeigt werden, wenn ausgehend von der Mischfunktion-Bildschirmseite 150 eine weitere Wischgeste nach rechts erfasst wird. Die Mischfunktion-Bildschirmseite 150 beinhaltet
- 1. das Anzeigeelement 155 zur Anzeige der aktuellen Gesamtzahl von Mischschritten Nmix_total, die von einem hier nicht gezeigten Zählparameter Nmix gezählt werden,
- 2. das Eingabefeld 153 zur Anzeige und Eingabe des Mischvolumens VM
- 3. das Eingabefeld 154 zur Anzeige und Eingabe der Pipettiergeschwindigkeiten vm1 (Aufnahme) und vm2 (Abgabe).
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Die Benutzerschnittstelleneinrichtung weist ein Mischfunktion-Eingabeelement 9a, 10a auf, das das Betätigungselement 9a bzw. die Wippenhälfte 10a ist. Die Datenverarbeitungseinrichtung 6 ist zur Ausführung eines Mischvorgangs programmiert, der mindestens einen Mischschritt beinhaltet und durch mindestens einen Pipettierparameter definiert ist, welcher zumindest ein Mischvolumen VM beinhaltet, indem, jeweils programmgesteuert,
- a) eine über das Mischfunktion-Eingabeelement 9a, 10a erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird und
- b) aufgrund der über das Mischfunktion-Eingabeelement erfassten Eingabe der Mischvorgang gestartet und ausgeführt wird, während dem das Bewegungselement so angesteuert wird, dass ein Mischschritt durchgeführt wird oder Mischschritte sukzessive durchgeführt werden und von einem Parameter N_mix zählbar sind oder gezählt werden, wobei in jedem Mischschritt durch die entsprechende Bewegung des Bewegungselements ein Mischvolumen VM der Probe in den Pipettierbehälter aufgenommen wird und anschließend wieder abgegeben wird.
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Die Datenverarbeitungseinrichtung 6 ist zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert, um in Schritt a) eine vom Benutzer mittels Drücken und Halten des Mischfunktion-Eingabeelements erfolgende Eingabe zu erfassen, und entweder in b) nach der Beendigung der Durchführung eines Mischschrittes einen weiteren Mischschritt zu starten und/oder durchzuführen, insofern zu einem Zeitpunkt nach dem Starten des Mischvorgangs und vor dieser Beendigung oder zu dem Zeitpunkt dieser Beendigung die mittels Drücken und Halten des Mischfunktion-Eingabeelements erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird, so dass sich die Anzahl Nmix der Mischschritte um 1 erhöht, was im Anzeigefeld 155 angezeigt wird, oder in b) den Mischvorgang zu beenden, falls zu diesem Zeitpunkt keine über das Mischfunktion-Eingabeelement mittels Drücken und Halten erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird, so dass der aktuelle Wert Nmix zu diesem Zeitpunkt einen Pipettierparameter Nmix_total bestimmt (Nmix_total = Nmix).
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Die Datenverarbeitungseinrichtung 6 ist zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert, in b) den Mischvorgang unter automatischer Erhöhung der Anzahl Nmix der Mischschritte automatisch sukzessive fortzusetzen, und, falls während des Mischschritts eine erneute über die Benutzerschnittstelleneinrichtung, insbesondere das Mischfunktion-Eingabeelement, erfolgende Eingabe des Benutzers erfasst wird, den Mischvorgang nach Durchführung des Mischschritts zu beenden, so dass der aktuelle Wert Nmix zum Zeitpunkt der erneuten Eingabe den Pipettierparameter Nmix_total bestimmt (Nmix_total = Nmix).
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Eine eine Gesamtanzahl Nmix_total, welche die Anzahl der gesamten Mischschritte des Mischvorgangs definiert, ist beim Erfolgen der dem Starten des Mischvorgangs dienenden Eingabe noch nicht abschließend festgelegt. Vielmehr obliegt die Gesamtzahl dem Vorgehen des Benutzers, und steht erst fest, wenn der Benutzer den Mischfunktion-Modus durch Wischen nach links beendet und zum Homescreen zurückkehrt.
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Die Modus-Eingabeeinrichtung ist durch den Touchscreen 4 implementiert und beinhaltet die Gestenerkennung zur Erkennung einer Wischbewegung des Benutzers, wobei vorliegend das "Wischen nach rechts" ausgehend vom Homescreen 100 zur Aktivierung des Mischfunktion-Modus und zur Anzeige der Mischfunktion-Bildschirmseite 150 führt. Die Datenverarbeitungseinrichtung ist zur Ausführung des Mischvorgangs programmiert,
- i) eine über die Modus-Eingabeeinrichtung (4) erfolgende Eingabe des Benutzers zu erfassen, und
- ii) aufgrund der über die Modus-Eingabeeinrichtung erfolgten Eingabe einen Mischfunktion-Modus der Pipettiervorrichtung zu aktivieren, und
- iii) die Schritte a) und b) auszuführen, insbesondere nur dann auszuführen, wenn der Mischfunktion-Modus aktiviert wurde.
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Die Modus-Eingabeeinrichtung ist demnach ein berührungsempfindlicher Bildschirm 4 (touch screen) der Benutzerschnittstelleneinrichtung, der durch eine die Eingabe bildende Geste bedient wird, wobei die Geste ein Wischen (Swipen) des Bildschirms ist, in eine vordefinierte Richtung, hier eine Richtung senkrecht zur Längsachse der Pipettiervorrichtung, hier eine in einem vier Seiten aufweisenden, quaderförmigen Bildschirm seitensenkrechte Richtung, insbesondere eine Richtung nach rechts, wobei das Wischen genau dann- zur Aktivierung des Mischfunktion-Modus führt, wenn die aktuell im Bildschirm angezeigte Bildschirmseite der Homescreen 100 ist.
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Bei der Pipettiervorrichtung 1 wird die Gesamtanzahl Nmix_total der während dem Mischvorgang abgeschlossenen Mischschritte Nmix protokolliert, indem der Parameter Nmix_total als Bestandteil von Protokolldaten erfasst wird und in einer Datenspeichereinrichtung 7 gespeichert wird, wobei die Protokolldaten auch die beim Mischvorgang verwendeten Pipet-tierparameter VM (Mischvolumen) und vm (Pipettiergeschwindigkeit beim Mischvorgang), bzw. die Pipettiergeschwindigkeit vm1 der Probenaufnahme und die Pipettiergeschwindigkeit vm2 der Probenabgabe enthalten.
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Die Datenverarbeitungseinrichtung 6 ist dazu programmiert, in einem Bildschirm 4 der Benutzerschnittstelleneinrichtung die Mischfunktion-Bildschirmseite 150 anzuzeigen, in der die während der Aktivität des Mischfunktion-Modus erfasste aktuelle Gesamtanzahl Nmix_total angezeigt wird, und wobei
- iii) ermöglicht ist, den Mischvorgang fortzusetzen, so dass die Gesamtanzahl Nmix_total weiter erhöht wird;
- iv) der Gesamtanzahlparameter Nmix_total nicht auf Null gesetzt wird und der Zählerparameter auf Null gesetzt wird, wenn während eines Drücken und Haltens des Mischfunktion-Eingabeelements nach dem Starten des Mischschrittes und bis zu einem Zeitpunkt vor dem Beenden des Mischschrittes ein Loslassen des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird, und insbesondere der Mischvorgang fortgesetzt wird, wenn nach diesem Zeitpunkt oder zum Ende des Mischschrittes ein erneutes Drück und Halten des Mischfunktion-Eingabeelements erfasst wird.
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Die Datenverarbeitungseinrichtung 6 ist dazu programmiert, dass im Mischfunktion-Modus bereits ein einmaliges Drücken und unmittelbares Loslassen, also ein Antippen, des Mischfunktion-Eingabeelements 9a, 10a zu der Durchführung genau eines kompletten Mischschrittes führt.
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Die Pipettiervorrichtung 1 weist genau ein erstes 9a und ein zweites Betätigungselement 9b auf, die insbesondere durch eine Bedienwippe 10 getrennt voneinander betätigbar sind. Die Datenverarbeitungseinrichtung 6 ist dazu programmiert, die Betätigung des ersten oder zweiten Betätigungselements 9a oder 9b durch den Benutzer zu erfassen und den gemäß Parametersatz definierten Pipettiervorgang zu starten.
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Die Pipettiervorrichtung weist die Bedienwippe 10 auf, und das erste 9a und das zweite Betätigungselement 9b, die durch die Bedienwippe 10 getrennt voneinander betätigbar sind, indem das Drücken einer ersten Druckfläche 10a der Bedienwippe 10 das erste Betätigungselement 9a betätigt und das Drücken einer zweiten Druckfläche 10b der Bedienwippe das zweite Betätigungselement 9b betätigt, wobei die erste und die zweite Druckfläche haptisch unterscheidbar sind. Insbesondere ist die erste Druckfläche 10a konvex (=nach außen gewölbt), und die zweite Druckfläche 10b ist konkav. Dadurch kann der Benutzer ohne visuelle Kontrolle das gewünschte Betätigungselement bzw. die gewünschte Seite (Druckfläche) der Bedienwippe ertasten, die Bedienung ist intuitiv und ergonomisch.
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Die Pipettiervorrichtung 1 weist ein Gehäuse 11 auf, das als Griff zum Halten der Pipettiervorrichtung mit einer einzigen Hand des Benutzers eingerichtet ist, und das einen das Bewegungselement enthaltenden axialen Abschnitt 11 aufweist, entlang dessen Längsachse A das Bewegungselement 3 verläuft. Die Bedienwippe ist an einer Daumenauflagefläche montiert, die in einem Winkel 80< α < 180°, nämlich hier vorzugsweise α = 100-150°, vorzugsweise 130° zur Längsachse angeordnet und insbesondere nach unten geneigt angeordnet. "Unten" bezieht sich auf eine Orientierung der Pipettiervorrichtung mit vertikal ausgerichteter Längsachse A und in Richtung der Gravitation weisender Pipettenspitze 19. Durch die Winkelanordnung des Plateauabschnitts der Bedienwippe ergibt sich eine ergonomisch angeordnete Daumenauflagefläche. Die Daumenauflagefläche ist ausgehend von der Längsachse angeordnet und liegt insbesondere senkrecht zu einer Ebene liegt, die durch die Längsachse A und senkrecht zu einer Fläche des planaren Bildschirms 4 verläuft. Auch die Position des Plateauabschnitts, die in Bezug auf die Längsachse auf derselben Höhe wie die Handstütze liegt ergibt sich die vorteilhafte Ergonomie.
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Der Kopfabschnitt 14 weist die zur Längsachse A geneigte Frontfläche 14a auf, die durch die Fläche des Bildschirms 4 und einen diesen einfassenden Rahmen gebildet wird, wobei der Bildschirm hier ca. 80% der Frontfläche einnimmt; die Rahmenfrontfläche 14a liegt einer ersten Ebene liegt und der planare Bildschirm 4 liegt in einer zweiten Ebene, die identisch zur ersten Ebene ist. Dadurch lassen sich auch Randbereiche des Bildschirms vom Benutzer gut berühren, die verfügbare Fläche des Touchscreens 4 kann somit optimal genutzt werden. Zugleich sind die Bildschirmränder nicht exponiert und durch die Rahmenfrontfläche 14a geschützt.
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Das Gehäuse 11 weist den Verbindungsabschnitt 2 (Arbeitskonus) für mindestens einen Pipettierbehälter 19 und den Abwurfknopf 15 auf, dessen Kontaktoberfläche durch Drücken des Abwurfknopfes entlang einer Strecke in das Gehäuse bewegbar ist, wobei die Pipettiervorrichtung eingerichtet ist, dass beim Erreichen des Endes dieser Strecke der Abwurf des Pipettierbehälters, insbesondere der Pipettenspitze erfolgt oder dass ein elektrisches Signal erzeugt wird, das den Abwurf des mindestens einen Pipettierbehälters auslöst.
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Fig. 5a: Die Datenverarbeitungseinrichtung ist dazu programmiert, in dem Bildschirm eine Bildschirmseite 102 anzuzeigen, die mindestens eine erste Eingabekachel 103, hier 103a, 103b, 103c beinhaltet, die den Wert mindestens eines ersten Pipettierparameters (hier: 103a: V=120µl, 103b: v= (v1, v2) mit Abgabegeschwindigkeit v1=Stufe 8, Aufnahmegeschwindigkeit=Stufe 8; Anzahl n der Schritte n=3) anzeigt und deren Berühren eine Eingabeschnittstelle öffnet, die dem Benutzer die Eingabe des Wertes des mindestens einen ersten Pipettierparameters ermöglicht, wobei diese Eingabeschnittstelle ein Bildschirmbereich ist, in dem insbesondere ein Ziffernblock angezeigt wird, dessen Zifferntasten einzeln berührbar sind und vom Benutzer zur Eingabe einer Ziffernfolge verwendbar sind, die den Wert des mindestens einen ersten Pipettierparameters definiert. Die Eingabekacheln sind hier weiße rechteckigen Bereiche des Bildschirms, die durch entsprechende Zeichnung bzw. Kontrastierung zum grauen Hintergrund erkennbar sind und erstrecken sich mit ihrer Breite b über nahezu die ganze Breite B des Bildschirms 4. Dadurch ergibt sich eine vorteilhafte Ergonomie. Dies gilt zwar für die genannten Eingabekacheln, muss aber nicht für alle Eingabefelder der Eingabebildschirmseite gelten, siehe Fig. 1d. Die Eingabeschnittstelle ist hier der Bildschirmbereich in einer neuen Bildschirmseite 100a, der rechts in Fig. 5a gezeigt ist und der als der Bildschirmseite 100 überlagert angezeigt ist. Ähnliche Bildschirmbereiche 100b, 100c öffnen sich wenn die Eingabekacheln 103b, 103c der zugehörigen Pipettierparametern v=(v1, v2) und n geöffnet werden. Oder entsprechend ein Bildschirmbereich mit Eingabefeldern in einer Liste mit möglichen Fraktionen f= 0. 1 bis 1.0 , wenn statt der absoluten Anzahl die Aufteilung des Gesamtvolumens V (z.B. per Dispensierschritte in Teilschritte bzw. Teilvolumina) eingestellt werden soll.
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Fig. 3a: Besonders vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung 6 dazu programmiert, in dem Bildschirm 4 eine Bildschirmseite 100, hier als Homescreen ausgeführt, zur Anzeige der Pipettierparameter eines Parametersatzes von Pipettierparametern anzuzeigen, wobei die Bildschirmseite mindestens eine erste Eingabekachel 103 (hier drei Eingabekacheln 103a, 103b, 103c) beinhaltet, die den Wert mindestens eines ersten Pipettierparameters eines Basisparametersatzes (hier: V, v=(v1, v2), n) anzeigt und deren Berühren eine Eingabeschnittstelle, hier in Fig. 5a z.B. der Bildbereich mit Ziffernblock der Bildschirmseite 100a, öffnet, die dem Benutzer die Eingabe des Wertes des mindestens einen ersten Pipettierparameters ermöglicht, wobei die Bildschirmseite 100 ein Eingabefeld 101 enthält, dessen Berühren die Anzeige, hier in einer gesonderten Bildschirmseite 110, in einer Auswahlliste bewirkt, welche eine Liste von Kurzbeschreibungen (hier: "quick mix", "reverse", "step time", "auto blow off" etc.)) weiterer auswählbarer Pipettierparameter (hier qm, rev, st, abo etc.) enthält, aus der der Benutzer mindestens einen zweiten Pipettierparameter (hier qm, rev, st, oder abo etc.) auswählen kann, der dem mindestens einen ersten Pipettierparameter des Basisparametersatzes hinzugefügt wird, um mit diesem die Pipettierparameter des den Pipettiervorgang bestimmenden Parametersatzes von Pipettierparametern zu definieren,wobei nach dem Beenden der Auswahl des mindestens einen zweiten Pipettierparameters die Auswahlliste geschlossen wird und die Bildschirmseite 100 wieder angezeigt wird, die nun außer der mindestens einen ersten Eingabekachel 103 auch mindestens eine zweite Eingabekachel anzeigt, die den Wert des mindestens einen zweiten Pipettierparameters (hier qm, rev, st, oder abo etc.) anzeigt und deren Berühren eine Eingabeschnittstelle 100d etc. öffnet, die dem Benutzer die Eingabe des Wertes des mindestens einen zweiten Pipettierparameters ermöglicht.
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Alternativ zu der Anzeige einer alternativen Bildschirmseite 110, in der die auswählbaren Parameter gezeigt sind, aus der man nach Auswahl/Abwahl der gewünschten Parameter per Berühren des Eingabefelds 104 wieder in den Homescreen 100 zurückkehrt, kann, wie in Fig. 3b gezeigt ist, der Inhalt des Homescreens auch, z.B. durch einen nach unten erweiterten, und durch scrollen (vertikales wischen oder tippen auf das Bedienfeld 105), zugänglichen Bereich 106 oder auch noch weitere Bereiche erweitert sein, in dem die möglichen Pipettierparameter aufgelistet sind und auswählbar / aktivierbar sind, und nachfolgend auch in ihren Werten editierbar sind.
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Die genannte Erfindung stellt einen besonders vorteilhaften Aspekt des innovativen Bedienkonzepts einer Pipettiervorrichtung dar. Aus Anwenderstudien wurde den Erfindern bekannt, dass bei einer bedeutenden Fraktion von Anwendern ein effizienterer Arbeitsfluss herstellbar ist mit einer Pipettiervorrichtung, bei der der Anwender die gewünschten Pipettiervorgänge meist nach eigenem Wunsch definiert, indem er einen bestehenden, z.B. einen bewährten Parametersatz oder einen Basisparametersatz um Pipettierparameter ergänzt, also um Funktionen oder Features. Dieser Ansatz führt offensichtlich optimal effizient zum Ziel, einen individuell gewünschten Pipettiervorgang zu definieren. Insbesondere, wenn ein Basisparametersatz auf einem Bildschirm, insbesondere Homescreen vorgesehen ist, der sofort ausführbar ist, wird sofort ein Erfolgserlebnis bei der Bedienung geboten, ohne dass längeres Studium von Bedienungsanleitungen benötigt wird. Innerhalb kurzer Anlernzeit orientieren sich die Anwender in der Liste möglicher Pipettierparameter, und schöpfen so effizienter das Potential der großen Funktionalität einer elektrischen Pipettiervorrichtung aus. Dies trifft insbesondere auf die große Gruppe von Anwendern zu, die bei bekannten Pipettiervorrichtungen des Stands der Technik Schwierigkeiten haben, vorhandene -mehr oder weniger komplexe- Betriebsmodi, die Anwendungsszenarien repräsentieren, zu erlernen, und sich dann mit den einfachsten Betriebsmodi zufrieden geben. Das neuartige Konzept lädt unerfahrene Anwender zum Erlernen von Funktionen ein und bietet erfahrenen Anwendern die volle Flexibilität.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung 6 dazu programmiert, wenn der von einem Benutzer über eine Eingabeschnittstelle 100a, 100b, 100c, 100d eingegebene Wert für einen Pipettierparameter unzulässig ist, eine Information auf dem Bildschirm angezeigt wird und vorzugsweise
- mindestens ein Korrekturbutton angezeigt wird, dessen Berühren entweder statt des vom Benutzer eingegebenen Wertes automatisch mindestens einen Korrekturvorgang ausführt, der folgende Ausgestaltungen haben kann:
- Statt des unzulässigen Wertes wird automatisch ein zulässiger Wert gesetzt;
- Es wird mindestens ein zu dem genannten Pipettierparameter alternativer Pipettierparameter gewählt und insbesondere mit dem Wert des Nutzers oder einem anderen geeigneten Wert besetzt;
- Es wird die Eingabe des Nutzers rückgängig gemacht und insbesondere eine erneute Eingabe ermöglicht;
Und/oder
- Eine Fehlermeldung ausgegeben wird;
Und/oder - Die Änderung des zuvor aktuellen Wertes ignoriert wird und der zuvor aktuelle Wert beibehalten wird;
Und/oder - Ein anderer nicht kombinierbarer Pipettierparameter, der eine nicht kombinierbare Funktion repräsentiert, automatisch abgewählt wird.
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Vorzugsweise ist die Datenverarbeitungseinrichtung 6 dazu programmiert, im Bildschirm 4 eine Bildschirmseite 100 anzuzeigen, die eine Liste von Eingabekacheln 103a, 103b, 103c anzuzeigen, die sich insbesondere im Wesentlichen über die gesamte Bildschirmseite erstrecken.
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Fig. 4: Die Datenverarbeitungseinrichtung 6 ist dazu programmiert, im Bildschirm 4 eine Start-Bildschirmseite 100 anzuzeigen, die durch eine seitlich gerichtete Wischgeste durch eine zweite Bildschirmseite 120 ersetzt wird und die durch eine seitlich entgegengerichtete Wischgeste durch eine Bildschirmseite 150 (Mischfunktion-Bildschirmseite) ersetzt wird, optional weiter durch eine weitere Bildschirmseite 130 ersetzt wird, wobei insbesondere (vgl. Fig. 6) die zweite Bildschirmseite 120 eine Liste mit Eingabefeldern aufweist, wobei jedes Eingabefeld eine Kurzbezeichnung trägt (hier z.B. die Eingabekachel mit der Kurzbezeichnung "measure volume") und wobei die Berührung des Eingabefeldes einen vorbestimmten Parametersatz lädt, der einen vorbestimmten Pipettiervorgang definiert, wobei insbesondere nach dem Berühren dieses Eingabefeldes eine weitere Bildschirmseite 120a angezeigt wird; und wobei insbesondere die Bildschirmseite 130 eine Liste mit Eingabefeldern aufweist, wobei jedes Eingabefeld eine Kurzbezeichnung (hier z.B. die Eingabekachel mit der Kurzbezeichnung "150µl steps 6" etc.) trägt und wobei die Berührung des Eingabefeldes einen historischen, in der Vergangenheit verwendeten und automatisch gespeicherten, Parametersatz lädt, der einen historischen Pipettiervorgang definiert, wobei insbesondere nach dem Berühren dieses Eingabefeldes eine andere Bildschirmseite angezeigt wird.
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In Fig. 1e ist das System 300 zur Eingabe von Pipettierparametern gezeigt, aufweisend die handgehaltenen Pipettiervorrichtung 1 ein externes Datenverarbeitungsgerät 50, das einen Externbildschirm 51 und eine Datenverarbeitungseinrichtung 52 aufweist, die dazu programmiert ist, in dem Externbildschirm eine Extern-Eingabebildschirmseite zur Anzeige und Eingabe der Pipettierparameter eines Parametersatzes von Pipettierparametern anzuzeigen, wobei die Extern-Eingabebildschirmseite und die Eingabebildschirmseite der Pipettiervorrichtung inhaltlich im Wesentlichen gleich sind, wobei das System eingerichtet ist, die auf dem externen Datenverarbeitungsgerät definierten Pipettierparameter zur Pipettiervorrichtung zu übertragen und dort zur Definition eines Pipettiervorgangs zu nutzen.
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Fig. 7a zeigt anhand zweier Bilder einer Eingabebildschirmseite 100_3 einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, einen aktuellen Parametersatz als Favoriten zu markieren, der dann als Favorit gespeichert wird und insbesondere in einer Favoritenbildschirmseite als auswählbarer Listeneintrag, nämlich als entsprechend informative Eingabekachel, angezeigt wird. Ein entsprechend mit Favoritensymbol (Sternchen) gekennzeichnetes Eingabefeld erfasst hier eine Nutzerberührung, aufgrund der ein in der Eingabebildschirmseite 100_3 definierter Pipettierparametersatz als Favorit gespeichert wird, was durch die Farbänderung des Favoritensymbols illustriert wird.
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Fig. 7b zeigt anhand zweier Bildschirmseiten einer erfindungsgemäßen Pipettiervorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel die Funktionalität der GUI der Pipettiervorrichtung, dass die einen Favoritenparametersatz kennzeichnende Eingabekachel in der Favoritenbildschirmseite 121 ein Eingabefeld aufweist, dessen Berühren die Parameter des Favoritenparametersatzes in den Homescreen, nämlich die Eingabebildschirmseite 100_4 überträgt, die dann angezeigt wird, in der die Parameterwerte und/oder die Parameterauswahl des Favoritenparametersatzes änderbar sind.