EP4667690B1 - Flügelanordnung - Google Patents

Flügelanordnung

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EP4667690B1
EP4667690B1 EP24182684.1A EP24182684A EP4667690B1 EP 4667690 B1 EP4667690 B1 EP 4667690B1 EP 24182684 A EP24182684 A EP 24182684A EP 4667690 B1 EP4667690 B1 EP 4667690B1
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EP
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wing
shift rod
pin
notched plate
recess
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EP24182684.1A
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Gunther Schwarz
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Gretsch Unitas GmbH Baubeschlaege
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Gretsch Unitas GmbH Baubeschlaege
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C9/00—Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing
    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C17/00—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith
    • E05C17/02—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means
    • E05C17/04—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing
    • E05C17/12—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing consisting of a single rod
    • E05C17/24—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing consisting of a single rod pivoted at one end, and with the other end running along a guide member
    • E05C17/28—Devices for holding wings open; Devices for limiting opening of wings or for holding wings open by a movable member extending between frame and wing; Braking devices, stops or buffers, combined therewith by mechanical means with a movable bar or equivalent member extending between frame and wing consisting of a single rod pivoted at one end, and with the other end running along a guide member with braking, clamping or securing means at the connection to the guide member

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Wing Frames And Configurations (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Flügelanordnung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
  • Eine Flügelanordnung der eingangs genannten Art ist aus dem Stand der Technik bekannt, bspw. aus EP 3 985 216 A1 . Die darin beschriebene Flügelanordnung weist eine Öffnungsbegrenzungseinrichtung auf, mittels der je nach Bedarf und über eine Handhabe betätigt der Flügel vollständig geöffnet oder eine Öffnung des Flügels zuverlässig auf eine teilweise geöffnete Flügelstellung begrenzt werden kann. Zur Öffnungsbegrenzung gelangt ein Zapfen mit einer Führungsnut in Eingriff, wobei ein Kopfabschnitt des Zapfens in eine korrespondierende Ausnehmung eindringen kann und mittels eines Vorsprungs hintergriffen wird und somit gefangen ist. Allerdings hat die Praxis gezeigt, dass die Arretierung des Scherenarms an der Führungsplatte vergleichsweise starr ausfällt. Ebenfalls stellt diese Art der Arretierung hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit der einzelnen Komponenten, damit diese funktionsgemäß zusammenwirken. Je nach Ausgestaltung und Größe der Flügelanordnung kann die starre Arretierung dazu führen, dass die Öffnungsbegrenzungseinrichtung nur zwischen bezogen auf die Schwerkraftrichtung oberem Flügel- und oberem Rahmenquerholm oder unterem Flügel- und unterem Rahmenquerholm verbaut werden kann.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit konstruktiv einfachen Mitteln bei Flügelanordnungen eine flexibel einsetzbare Öffnungsbegrenzung zu ermöglichen.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Flügelanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die Flügelanordnung weist einen Rahmen (ortsfester Rahmen bzw. Festrahmen) und einen schwenkbar am Rahmen gelagerten Flügel einer Tür oder eines Fensters auf.
  • Es ist eine Öffnungsbegrenzungseinrichtung vorgesehen, die ein Verschwenken des Flügels relativ zum Rahmen nur bis zu einer definierten, teilweise geöffneten Stellung zulässt (Schwenkvorgang des Flügels wird von der Geschlossenstellung in Öffnungsrichtung begrenzt).
  • Die Öffnungsbegrenzungseinrichtung weist eine Schaltstange, eine Kerbplatte und einen Scherenarm auf. Die Schaltstange ist am Flügel entlang einer Längsrichtung verschieblich geführt (bspw. in einer am Flügel ausgebildeten Flügelnut). Die Kerbplatte ist am Flügel (nicht verschieblich) fixiert. Die Schaltstange und die Kerbplatte überlappen einander entlang der Längsrichtung zumindest teilweise, wobei die Schaltstange mittels einer Treibstange mit einer flügelseitig angeordneten Handhabe gekoppelt ist.
  • Der Scherenarm ist an einem Ende schwenkbar am Rahmen montiert und weist am anderen Ende einen Zapfen auf, der zumindest in der teilweise geöffneten Stellung des Flügels in eine durch Schaltstange und Kerbplatte gemeinsam definierte, einends geschlossene Führungsnut eingreift, wobei der Zapfen in der teilweise geöffneten Stellung am geschlossenen Ende der Führungsnut in einer in der Kerbplatte ausgebildeten Ausnehmung (Zapfenaufnahme) angeordnet ist bzw. anliegt. Hierdurch ist ein (weiteres) Verschwenken des Flügels in Öffnungsrichtung (vom Rahmen weg) begrenzt.
  • Auf diese Weise ist mit einfachen konstruktiven Mitteln eine zuverlässige Öffnungsbegrenzung mit einer geringen Anzahl von Komponenten geschaffen, die einfach herstellbar und einfach montierbar sind. Dies trägt zu einer einfachen und kostengünstigen Ausgestaltung einer Flügelanordnung bei. Weiter begünstigt die in der Kerbplatte ausgebildete Ausnehmung eine Aufnahme des Zapfens mit einem gewissen Spiel, so dass der Zapfen und ggf. der Scherenarm orthogonal zur Mittellängsachse des Zapfens beweglich bzw. verschwenkbar sind. Dies erleichtert die Montage und erlaubt einen flexibleren Einsatz der Öffnungsbegrenzungseinrichtung.
  • Der Flügel kann eine Nut zur Führung der Schaltstange aufweisen (Flügelnut). Die Nut kann seitliche Nutränder aufweisen, die in den lichten Querschnitt der flügelseitigen Nut hineinragen und die Schaltstange (bspw. einen oder mehrere seitlich abragende Führungsabschnitte) und/oder die Kerbplatte (Lasche oder seitlich abragende Führungsabschnitte) hintergreifen, wenn die Schaltstange bzw. die Kerbplatte in der Nut angeordnet ist/sind.
  • Der Scherenarm kann an dem einen Ende einen Lagerbock aufweisen, mittels dem der Scherenarm am Rahmen (Festrahmen) befestigbar ist, bspw. durch Verklemmen oder Verschrauben des Lagerbocks am Rahmen. Der Arm bzw. Schwenkarm ist relativ zum Lagerbock verschwenkbar. Am Lagerbock können eine oder mehrere Anschläge vorgesehen sein, die eine Schwenkbewegung des Scherenarms in Schließrichtung begrenzen (Schließstellung). Es kann eine bspw. mit einer Feder beaufschlagte Rastung vorgesehen sein, die den Scherenarm in der Schließstellung hält. Soll der Scherenarm in Öffnungsrichtung verschwenkt werden, muss ggf. zuerst die Rastung überwunden werden.
  • Die in der Schaltstange ausgebildete Führungsnut ist zum Rahmen (Festrahmen) hin bzw. entlang der Mittellängsachse des Zapfens offen, so dass der Zapfen des rahmenseitig montierten Scherenarms in die Führungsnut eingreifen kann. Die Führungsnut ist zu den Seiten hin durch die Schaltstange und die Kerbplatte begrenzt. Wie oben bereits angedeutet, definieren die Schaltstange und die Kerbplatte die Führungsnut gemeinsam. Mit anderen Worten ist die Führungsnut somit nicht durch ein einziges Bauteil allein definiert.
  • Erfindungsgemäß weist die Schaltstange einen sich in Richtung der Kerbplatte erstreckenden Verschlussabschnitt auf. Der Verschlussabschnitt ist derart ausgebildet, dass dieser in einer Schaltstellung der Schaltstange die Ausnehmung verschließen kann bzw. verschließt, so dass der Zapfen in der Ausnehmung gefangen ist. Mit anderen Worten befindet sich der Zapfen dann in der Ausnehmung und der Verschlussabschnitt verhindert, dass der Zapfen aus der Ausnehmung gelangen kann. Somit ist durch Arretierung des Zapfens relativ zur Kerbplatte der Flügel in der teilweise geöffneten Stellung relativ zum Rahmen fixiert bzw. gesichert.
  • In weiter erfindungsgemäßer Weise ist die Führungsnut an der Schaltstange ausgebildet, wobei die Führungsnut (quer zur Längsrichtung) an einer Seite durch einen Schaltstangenwandabschnitt begrenzt ist und an einer gegenüberliegenden zweiten Seite durch die Kerbplatte abschnittsweise begrenzt ist. Dies trägt zu einer Ausgestaltung der Öffnungsbegrenzungseinrichtung mit vergleichsweise wenigen Komponenten bei. Der Schaltstangenwandabschnitt ist insbesondere einstückig mit der Schaltstange ausgebildet. Im Konkreten kann die Schaltstange einen Nutabschnitt aufweisen, den der Zapfen beim Verschwenken des Flügels zwischen einer Geschlossenstellung und der teilweise geöffneten Stellung durchlaufen kann bzw. durchläuft. An den Nutabschnitt kann sich, optional über einen, vorzugsweise konkav gekrümmten, Zwischenabschnitt, der Verschlussabschnitt anschließen. Am vom Nutabschnitt abgewandten Ende des Verschlussabschnitts kann die Schaltstange einen Verbindungsabschnitt aufweisen, über den die Schaltstange an eine flügelseitig angeordnete Treibstange angeschlossen werden kann.
  • Im Konkreten können der Schaltstangenwandabschnitt und der Verschlussabschnitt mittels eines zur Führungsnut hin vorzugsweise konkav abgerundeten Zwischenabschnitts miteinander verbunden sein, wie bereits angedeutet. Somit können Kerbstellen oder schmutzanfällige Eckbereiche vermieden werden. Weiter wird durch den Zwischenabschnitt beim Verschwenken des Flügels in die teilweise geöffnete Stellung eine Umlenkung des Zapfens in die Ausnehmung erleichtert. Der Zwischenabschnitt erleichtert somit ein Einführen des Zapfens in die Ausnehmung.
  • In vorteilhafter Weise kann an der Schaltstange gegenüberliegend zum Schaltstangenwandabschnitt ein Wandungsabschnitt ausgebildet sein, wobei der Wandungsabschnitt und der Schaltstangenwandabschnitt voneinander beabstandet sind, um zwischen sich den Zapfen (und ggf. einen etwaigen Kopfabschnitt des Zapfens) aufzunehmen. Der Wandabschnitt führt den Zapfen zumindest in einer Schaltstellung oder in zwei Schaltstellungen zusammen mit dem Schaltstangenwandabschnitt seitlich zur Längsrichtung der Schaltstange, wenn sich der Zapfen (noch) nicht zwischen der Schaltstange bzw. dem Schaltstangenwandabschnitt und der (entlang der Längsrichtung kürzer ausgebildeten) Kerbplatte befindet (Zapfen außerhalb des Zwischenraums zwischen Kerbplatte und Schaltstangenwandabschnitt). So kann der Wandungsabschnitt, wenn sich der Flügel in der Geschlossenstellung befindet, zur (einseitigen) Führung des Zapfens und zur Einführung des Zapfens in den Zwischenraum bzw. Nutabschnitt zwischen Schaltstangenwandabschnitt und Kerbplatte dienen, wenn der Flügel ausgehend von der Geschlossenstellung geöffnet wird und sich der Zapfen in Richtung des geschlossenen Endes der Führungsnut bewegt. Der Wandungsabschnitt ist vorzugsweise einstückig mit der Schaltstange ausgebildet.
  • Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung können die Ausnehmung der Kerbplatte und der Verschlussabschnitt der Schaltstange derart aufeinander abgestimmt sein, dass der Zapfen und/oder der Scherenarm relativ zum Nutgrund der Führungsnut um einen Winkel von 10°-20°, vorzugsweise 13°-17°, weiter vorzugsweise 15°, verschwenkt werden können. Dies begünstigt einen flexiblen Einsatz der Öffnungsbegrenzungseinrichtung, so dass diese an unterschiedlichen Stellen am Flügel montiert werden kann, bspw. auch an der Bandgegenseite (wo flügelseitig die Handhabe angeordnet ist). Die angegebenen Winkelbereiche beziehen sich auf einen Winkel zwischen einer ersten Ebene, deren Normalenvektor die Mittellängsachse des Zapfens ist, und einer zweiten Ebene, in der der Nutgrund der Führungsnut liegt.
  • In zweckmäßiger Weise kann die Schaltstange entlang der Längsrichtung in einer am Flügel ausgebildeten Flügelnut verschieblich geführt sein, wobei die Kerbplatte eine Lasche aufweist, die sich quer, insbesondere orthogonal, zur Längsrichtung durch die Flügelnut erstreckt, so dass eine Bewegung der Kerbplatte quer, insbesondere orthogonal, zur Längsrichtung der Flügelnut begrenzt ist, insbesondere unterbunden ist. Dies sichert die Anordnung der Kerbplatte relativ zur Flügelnut bzw. relativ zur Schaltstange, so dass die bestimmungsgemäße Funktion gewährleistet ist. Optional kann die Kerbplatte zusätzlich mittels Schrauben, bspw. mittels Madenschrauben, am Flügelrahmen gesichert sein. Die Lasche kann sich (orthogonal zur Längsrichtung) über die gesamte Breite der Flügelnut bzw. des lichten Querschnitts der Flügelnut erstrecken. Vorzugsweise kann sich die Lasche unterhalb der Schaltstange durch die Flügelnut erstrecken, ist mithin also zwischen einem Nutgrund der Flügelnut und der Schaltstange angeordnet. Die Lasche kann (orthogonal zur Längsrichtung) breiter dimensioniert sein als die Schaltstange. Die Schaltstange kann bezogen auf die Längsrichtung an einer Seite zur Führung am Rand der Flügelnut anliegen und an der gegenüberliegenden Seite an der Kerbplatte.
  • In vorteilhafter Weise kann die Schaltstange bezogen auf eine Ebene, die die Schaltstange schneidet und deren Normalenvektor sich entlang der Längsrichtung der Führungsnut erstreckt, symmetrisch ausgebildet sein. Mit anderen Worten kann die Schaltstange (bezogen auf die Ebene) spiegelbildlich ausgestaltet sein. Somit ist die Schaltstange links und rechts verwendbar, was die Anzahl an Bauteilen für die Öffnungsbegrenzungseinrichtung reduziert. So ist eine Ausgestaltung der Schaltstange in linker Ausführung und separater rechter Ausführung nicht erforderlich. Bei symmetrischer Ausgestaltung kann die Schaltstange somit zwei Verbindungsabschnitte zur Ankopplung von Treibstangen, einen verlängerten (bezogen auf die Ebene symmetrischen) Nutabschnitt, zwei Verschlussabschnitte und/oder zwei Zwischenabschnitte aufweisen.
  • Alternativ hierzu können die Schaltstange und/oder die Kerbplatte jeweils in linker Ausführung (linkes Teil) und separater rechter Ausführung (rechtes Teil) vorgesehen bzw. ausgebildet sein. Somit können diese Teile jeweils ganz gezielt für den Einsatz als rechtes Teil oder linkes Teil hin optimiert werden, ohne die Randbedingungen einer symmetrischen (spiegelbildlichen Ausgestaltung) berücksichtigen zu müssen. Je nach Ausgestaltung des Flügels (links/rechts) muss die Schaltstange abhängig vom Flügel in rechter Ausführung oder linker Ausführung zum Einsatz kommen. Die linke Ausführung bzw. die rechte Ausführung der Schaltstange kann dann zwei Verbindungsabschnitte zur Ankopplung von Treibstangen, einen Nutabschnitt, einen Verschlussabschnitt und/oder einen Zwischenabschnitt aufweisen.
  • Grundsätzlich kann die Öffnungsbegrenzungseinrichtung bezogen auf die Schwerkraftrichtung zwischen einem oberen Flügelquerholm und einem oberen Rahmenquerholm oder einem unteren Flügelquerholm und einem unteren Rahmenquerholm angeordnet bzw. eingebaut sein. Vorzugsweise kann die Öffnungsbegrenzungseinrichtung bezogen auf die Schwerkraftrichtung zwischen einem vertikalen Flügelholm, an dem sich die Handhabe findet, und einem damit korrespondierenden vertikalen Rahmenholm angeordnet bzw. eingebaut sein (Anordnung an der Bandgegenseite). Insbesondere bei verschwenkbarem Zapfen bzw. Scherenarm, wie voranstehend beschrieben, wird eine solche Anordnung begünstigt.
  • Im Konkreten können die Schaltstange und die Handhabe (bspw. mittels Treibstangen) derart miteinander gekoppelt sein, dass die Schaltstange in Abhängigkeit von Betätigungsstellungen der Handhabe in unterschiedliche Schaltstellungen gebracht werden kann. Somit können definierte Betätigungsstellungen der Handhabe (bspw. Geschlossenstellung (z.B. 0°-Stellung), erste Öffnungsstellung (z.B. 90°-Stellung) und zweite Öffnungsstellung (z.B. 180°-Stellung)) wiederum definierten Schaltstellungen der Schaltstange entsprechen (bspw. einer ersten, zweiten und dritten Schaltstellung). Die Handhabe kann mit einem Getriebe gekoppelt sein, welches die Drehbewegung der Handhabe in eine translatorische Bewegung bspw. für die Treibstangen umwandelt.
  • In zweckmäßiger Weise kann, wenn die Handhabe in einer ersten Betätigungsstellung ist (0°-Stellung), die Schaltstange sich in einer ersten Schaltstellung befinden, in der der Verschlussabschnitt die Ausnehmung verschließt, wobei, wenn der Flügel in Geschlossenstellung ist, sich der Zapfen außerhalb der Ausnehmung befindet, und/oder wobei, wenn der Flügel in der teilweise geöffneten Stellung ist, der Zapfen in der Ausnehmung angeordnet ist. Somit ist die Betätigungsstellung der Handhabe in der Geschlossenstellung und in der teilweise geöffneten Stellung zur Feststellung des Flügels identisch. Dies erleichtert die Bedienung der Flügelanordnung.
  • In vorteilhafter Weise kann, wenn die Handhabe in einer zweiten Betätigungsstellung ist (90°-Stellung oder erste Öffnungsstellung), sich die Schaltstange in einer zweiten Schaltstellung befinden, in der der Verschlussabschnitt von der Ausnehmung weg verlagert ist (die Ausnehmung also nicht mehr verschließt), so dass der Flügel zwischen der Geschlossenstellung und der teilweise geöffneten Stellung relativ zum Rahmen verschwenkt werden kann. Somit kann der Zapfen in die Ausnehmung hinein und aus der Ausnehmung hinaus verlagert werden, was ein (begrenztes) Verschwenken des Flügels erlaubt.
  • Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann, wenn die Handhabe in einer dritten Betätigungsstellung ist (180°-Stellung oder zweite Öffnungsstellung), sich die Schaltstange in einer dritten Schaltstellung befinden, in der sich der Zapfen außerhalb der Ausnehmung und außerhalb des Zwischenraums bzw. Nutabschnitts zwischen dem Schaltstangenwandabschnitt und dem Wandungsabschnitt befindet, so dass der Flügel wie bei einem herkömmlichen Drehflügel zwischen der Geschlossenstellung und einer Offenstellung (Stellung, in der der Flügel weiter als in der teilweise geöffneten Stellung geöffnet ist) verschwenkt werden kann.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert, wobei gleiche oder funktional gleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind, ggf. jedoch lediglich einmal. Es zeigen:
  • Fig.1
    eine Ausführungsform einer Flügelanordnung in einer schematischen Ansicht;
    Fig.2
    die Öffnungsbegrenzungseinrichtung der Flügelanordnung aus Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht in Alleinstellung;
    Fig.3a,b
    die Kerbplatte und die Schaltstange der Öffnungsbegrenzungseinrichtung aus Figur 2 in einer perspektivischen Ansicht (Figur 3a) und einer Draufsicht (Figur 3b);
    Fig.4a-c
    die Kerbplatte, die Schaltstange und der Zapfen des Scherenarms in teilweise geöffneter Flügelstellung arretiert (Figur 4a), nicht arretiert und zwischen Geschlossenstellung und teilweise geöffneter Stellung verschwenkbar (Figur 4b), und frei drehbar (Figur 4c) jeweils in einer Draufsicht;
    Fig.5a,b
    die Kerbplatte, die Schaltstange und der Scherenarm bei geschlossener Flügelstellung (Figur 5a) und teilweise geöffneter Flügelstellung (Figur 5b);
    Fig.6
    die Flügelanordnung aus Figur 1 in Geschlossenstellung mit Handhabe in einer ersten Betätigungsstellung und der Schaltstange der Öffnungsbegrenzungseinrichtung in einer ersten Schaltstellung;
    Fig.7
    die Flügelanordnung aus Figur 1 in Geschlossenstellung mit Handhabe in einer zweiten Betätigungsstellung und der Schaltstange der Öffnungsbegrenzungseinrichtung in einer zweiten Schaltstellung;
    Fig.8
    die Flügelanordnung aus Figur 1 in teilweise geöffneter Stellung mit Handhabe in der zweiten Betätigungsstellung und der Schaltstange der Öffnungsbegrenzungseinrichtung in der zweiten Schaltstellung;
    Fig.9
    die Flügelanordnung aus Figur 1 in teilweise geöffneter Stellung mit Handhabe in der ersten Betätigungsstellung und der Schaltstange der Öffnungsbegrenzungseinrichtung in der ersten Schaltstellung;
    Fig.10
    die Flügelanordnung aus Figur 1 in Geschlossenstellung mit Handhabe in einer ersten Betätigungsstellung und der Schaltstange der Öffnungsbegrenzungseinrichtung in einer ersten Schaltstellung;
    Fig.11
    die Flügelanordnung aus Figur 1 in Geschlossenstellung mit Handhabe in einer dritten Betätigungsstellung und der Schaltstange der Öffnungsbegrenzungseinrichtung in einer dritten Schaltstellung; und
    Fig.12
    die Flügelanordnung aus Figur 1 in Offenstellung mit Handhabe in einer dritten Betätigungsstellung und der Schaltstange der Öffnungsbegrenzungseinrichtung in einer dritten Schaltstellung.
  • Figur 1 zeigt eine Flügelanordnung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist. Die Flügelanordnung 10 weist einen Rahmen bzw. Festrahmen 12 und einen schwenkbar am Rahmen 12 gelagerten Flügel 14 einer Tür oder eines Fensters auf. Der Flügel 14 ist mittels Bändern 16 am Rahmen 12 schwenkbar gelagert und kann um eine Schwenkachse 18 verschwenkt werden (Drehbeschlag). Im Beispiel ist ein Drehbeschlag dargestellt, es ist jedoch auch die Verwendung eines Dreh-Kipp-Beschlages denkbar.
  • Der Rahmen 12 weist einen unteren Rahmenquerholm 20, einen oberen Rahmenquerholm 22 und zwei senkrechte Rahmenholme 24, 26 auf. Der Flügelrahmen bzw. Flügel 14 weist einen unteren Flügelquerholm 28, einen oberen Flügelquerholm 30 und zwei senkrechte Flügelholme 32, 34 auf. Diese begrenzen ein Flügelelement 36, bspw. ein verglastes Flügelfeld 36.
  • Am Flügel 14 ist eine Handhabe 38 vorgesehen, mittels der Verriegelungseinrichtungen (nicht gezeigt) zur Verriegelung des Flügels 14 am Rahmen 12 betätigbar sind. Zudem weist die Flügelanordnung 10 eine Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 auf (in Figur 1 lediglich angedeutet). Die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 ist im Beispiel zwischen dem vertikalen Rahmenholm 24 und dem vertikalen Flügelholm 32 angeordnet, an dem sich die Handhabe 38 befindet (Bandgegenseite). Alternativ hierzu könnte die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 zwischen dem oberen Rahmenquerholm 22 und dem oberen Flügelquerholm 30 oder zwischen dem unteren Flügelquerholm 28 und dem unteren Rahmenquerholm 20 angeordnet sein (nicht gezeigt).
  • Wie weiter unten erläutert, lässt die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 ein Verschwenken des Flügels 14 relativ zum Rahmen 12 nur bis zu einer definierten, teilweise geöffneten Stellung zu (vgl. Figur 6 bis 9).
  • Figur 2 zeigt die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 in Alleinstellung. Die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 weist eine Schaltstange 42, eine Kerbplatte 44 und einen Scherenarm 46 auf. An Kupplungselementen 48 der Schaltstange 42 sind Treibstangen 50, 52 angekoppelt (lediglich angedeutet).
  • Die Schaltstange 42 und die Treibstangen 50, 52 sind am Flügel 14 entlang einer Längsrichtung 54 verschieblich geführt, und zwar in einer am vertikalen Flügelholm 32 des Flügels 14 ausgebildeten Flügelnut 55 (vgl. Figur 5a und 5b). Die Kerbplatte 44 ist am vertikalen Flügelholm 32 des Flügels 14 nicht verschieblich fixiert, bspw. verschraubt (nicht gezeigt). Die Schaltstange 42 und die Kerbplatte 44 überlappen einander entlang der Längsrichtung 54 zumindest teilweise. Die Schaltstange 42 ist mittels zumindest einer der Treibstangen 50, 52 mit der flügelseitig angeordneten Handhabe 38 gekoppelt, so dass die Schaltstange 42 mittels der Handhabe 38 betätigt werden kann. Der Scherenarm 46 ist an einem Ende 56 schwenkbar am vertikalen Rahmenholm 24 des Rahmens 12 montiert (nicht gezeigt) und weist am anderen Ende 58 einen Zapfen 60 auf (vgl. Figur 5a und 5b). Der Zapfen 60 greift zumindest in der teilweise geöffneten Stellung des Flügels 14 in eine durch Schaltstange 42 und Kerbplatte 44 gemeinsam definierte, einends geschlossene Führungsnut 62 ein (vgl. Figur 2), wobei der Zapfen 60 in der teilweise geöffneten Stellung am geschlossenen Ende 64 der Führungsnut 62 in einer in der Kerbplatte 44 ausgebildeten Ausnehmung 65 angeordnet ist bzw. anliegt (vgl. bspw. Figur 4a). Dadurch ist ein weiteres Verschwenken des Flügels 14 in Öffnungsrichtung (vom Rahmen 12 weg) begrenzt. Die Schaltstange 42, die Kerbplatte 44 und der Scherenarm 46 werden nachfolgend genauer erläutert.
  • Der Scherenarm 46 weist am Ende 58 den Zapfen 60 auf. Der Zapfen 60 weist einen Schaftabschnitt 66 und einen gegenüber dem Schaftabschnitt 66 im Querschnitt (radial) erweiterten Kopfabschnitt 68 auf (vgl. Figur 5a und 5b). Am Ende 56 weist der Scherenarm einen Lagerbock 70 auf, mittels dem der Scherenarm 46 am Rahmen 12 befestigbar ist, bspw. durch Verklemmen. Der Arm 71 ist relativ zum Lagerbock 70 verschwenkbar. Am Lagerbock 70 ist ein Anschlag 72 vorgesehen, der eine Schwenkbewegung des Arms 71 relativ zum Lagerbock 70 in Schließrichtung begrenzt. Es ist weiter eine mit einer Feder beaufschlagte Rastung vorgesehen, die den Arm 71 relativ zum Lagerbock 70 in Schließstellung hält (nicht gezeigt). Soll der Arm 71 verschwenkt werden, muss zuerst die Rastung überwunden werden.
  • Die Figuren 3a und 3b zeigen die Schaltstange 42 und die Kerbplatte 44 in Vereinzelung. Die Schaltstange 42 weist einen sich in Richtung der Kerbplatte 44 erstreckenden Verschlussabschnitt 74 auf. Dieser kann in einer Schaltstellung der Schaltstange 42 (erste Schaltstellung) die Ausnehmung 65 verschließen, so dass der Zapfen 60 in der Ausnehmung 65 gefangen ist (vgl. Figur 2, 4a und 9).
  • Im Beispiel ist die Führungsnut 62 an der Schaltstange 42 ausgebildet, wobei die Führungsnut 62 an einer Seite durch einen Schaltstangenwandabschnitt 75 begrenzt ist und an einer gegenüberliegenden zweiten Seite durch die Kerbplatte 44 abschnittsweise begrenzt ist (vgl. Figur 2 und 9). Der Schaltstangenwandabschnitt 75 ist einstückig mit der Schaltstange 42 ausgebildet. Im Beispiel weist die Schaltstange 42 einen Nutabschnitt 76 auf, den der Zapfen 60 beim Verschwenken des Flügels 14 zwischen einer Geschlossenstellung und der teilweise geöffneten Stellung durchlaufen kann bzw. durchläuft (vgl. Figur 4b).
  • Der Schaltstangenwandabschnitt 75 und der Verschlussabschnitt 74 sind mittels eines zur Führungsnut 62 hin konkav abgerundeten Zwischenabschnitts 77 verbunden. Der Zwischenabschnitt 77 erleichtert ein Einführen des Zapfens 60 in die Ausnehmung 65 (vgl. Figur 4b).
  • An der Schaltstange 42 ist gegenüberliegend zum Schaltstangenwandabschnitt 75 ein Wandungsabschnitt 78 ausgebildet, wobei der Wandungsabschnitt 78 und der Schaltstangenwandabschnitt 75 voneinander beabstandet sind, um zwischen sich den Zapfen 60 aufzunehmen. Der Wandungsabschnitt 78 kann den Zapfen 60 zusammen mit dem Schaltstangenwandabschnitt 75 dann seitlich zur Längsrichtung 54 der Schaltstange 42 führen, wenn sich der Zapfen 60 (noch) nicht zwischen der Schaltstange 42 bzw. dem Schaltstangenwandabschnitt 75 und der Kerbplatte 44 befindet. Im Beispiel ist der Wandungsabschnitt 78 einstückig mit der Schaltstange 42 ausgebildet.
  • Die Ausnehmung 65 der Kerbplatte 44 und der Verschlussabschnitt 74 der Schaltstange 42 sind derart aufeinander abgestimmt, dass der Zapfen 60 und/oder der Scherenarm 46 relativ zum Nutgrund der Führungsnut 62 um einen Winkel α verschwenkt werden können, im Beispiel um einen Winkel α von 15° (vgl. Fig.5b). Der angegebene Winkel bezieht sich auf einen Winkel zwischen einer ersten Ebene E1, deren Normalenvektor die Mittellängsachse des Zapfens 60 ist, und einer zweiten Ebene E2, in der der Nutgrund der Führungsnut 62 liegt.
  • Wie bereits erläutert, ist die Schaltstange 42 entlang der Längsrichtung 54 in einer am Flügel 14 ausgebildeten Flügelnut 55 verschieblich geführt. Die Kerbplatte 44 weist eine Lasche 79 auf, die sich quer, im Beispiel orthogonal, zur Längsrichtung 54 der Flügelnut 55 erstreckt, so dass eine Bewegung quer, im Beispiel orthogonal, zur Längsrichtung 54 der Flügelnut begrenzt ist, im Beispiel unterbunden ist (vgl. Figur 5a und 5b). Im Beispiel erstreckt sich die Lasche 79 über die gesamte Breite der Flügelnut 55.
  • Vorliegend erstreckt sich die Lasche 79 unterhalb der Schaltstange 42 durch die Flügelnut 55, ist mithin also zwischen einem Nutgrund der Flügelnut 55 und der Schaltstange 42 angeordnet. Die Lasche 79 ist (orthogonal zur Längsrichtung 54) breiter dimensioniert als die Schaltstange 42. Die Schaltstange 42 liegt bezogen auf die Längsrichtung 54 an einer Seite zur Führung am Rand der Flügelnut 55 an und an der gegenüberliegenden Seite an der Kerbplatte 44. Randseitige Hintergriffsabschnitte 55', 55'' der Flügelnut 55 können die Schaltstange 42 bzw. die Kerbplatte 44 abschnittsweise hintergreifen.
  • Die Schaltstange 42 ist bezogen auf eine Ebene SE1, die die Schaltstange 42 schneidet und deren Normalenvektor sich entlang der Längsrichtung 54 der Führungsnut 62 erstreckt, symmetrisch ausgebildet. Mit anderen Worten ist die Schaltstange bezogen auf die Ebene SE1 spiegelsymmetrisch ausgebildet. Im Beispiel ist auch die Kerbplatte 44 bezogen auf eine Ebene SE2, die die Kerbplatte 44 an der Ausnehmung 65 schneidet, spiegelsymmetrisch ausgebildet.
  • Wie bereits angedeutet, kann die Schaltstange 42 in Abhängigkeit von Betätigungsstellungen der Handhabe 38 in unterschiedliche Schaltstellungen gebracht werden. Die Funktionsweise der Flügelanordnung 10 wird nachfolgend anhand der Figuren 6 bis 12 erläutert. Ein Öffnen des Flügels 14 bis zur teilweise geöffneten Stellung ist in den Figuren 6 bis 9 gezeigt.
  • Figur 6 zeigt die Flügelanordnung 10 in Geschlossenstellung, d.h. der Flügel 14 befindet sich innerhalb des Rahmens 12. Die Handhabe 38 befindet sich in einer ersten Betätigungsstellung (0°-Stellung bzw. Geschlossenstellung). Die (nicht gezeigten) Verriegelungseinrichtungen zur Arretierung des Flügels 14 am Rahmen 12 sind verriegelt. Der Flügel 14 kann somit relativ zum Rahmen 12 nicht verschwenkt werden.
  • Figur 6 zeigt auch die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 in der zugehörigen Stellung. Die Schaltstange 42 befindet sich entsprechend der ersten Betätigungsstellung der Handhabe 38 in einer ersten Schaltstellung, in der der Verschlussabschnitt 74 die Ausnehmung 65 der Kerbplatte 44 verschließt. Der Zapfen 60 befindet sich in der Führungsnut 62 zwischen dem Schaltstangenwandabschnitt 75 und dem Wandungsabschnitt 78 (mithin also noch außerhalb des Abschnitts der Führungsnut 62 bzw. des Zwischenraums zwischen dem Schaltstangenwandabschnitt 75 und der Kerbplatte 44).
  • In Figur 7 befindet sich der Flügel 14 innerhalb des Rahmens 12, allerdings ist die Handhabe 38 in einer zweiten Betätigungsstellung (90°-Stellung bzw. erste Öffnungsstellung). Die (nicht gezeigten) Verriegelungseinrichtungen zur Arretierung des Flügels 14 am Rahmen sind entriegelt. Der Flügel 14 kann somit relativ zum Rahmen 12 verschwenkt werden.
  • Figur 7 zeigt außerdem die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 in der zugehörigen Stellung. Die Schaltstange 42 befindet sich entsprechend der zweiten Betätigungsstellung der Handhabe 38 in einer zweiten Schaltstellung, in der der Verschlussabschnitt 74 von der Ausnehmung 65 weg verlagert ist (und die Ausnehmung 65 der Kerbplatte 44 somit nicht mehr verschließt). Der Zapfen 60 befindet sich in der Führungsnut 62 zwischen dem Schaltstangenwandabschnitt 75 und dem Wandungsabschnitt 78.
  • In Figur 8 wurde der Flügel 14 relativ zum Rahmen 12 in die teilweise geöffnete Stellung verschwenkt. Die Handhabe 38 befindet sich in der zweiten Betätigungsstellung (90°-Stellung). Figur 8 zeigt außerdem die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 in der zugehörigen Stellung. Die Schaltstange 42 befindet sich entsprechend der zweiten Betätigungsstellung der Handhabe 38 in der zweiten Schaltstellung, in der der Verschlussabschnitt 74 von der Ausnehmung 65 weg verlagert ist. Durch Verschwenken des Flügels 14 wurde auch der Arm 71 des Scherenarms 46 verschwenkt, wobei der Zapfen 60 durch die Führungsnut 62 verfahren wurde und am geschlossenen Ende 64 der Führungsnut 62 in der Ausnehmung 65 der Kerbplatte 44 angeordnet ist. Die Verfahrbewegung des Zapfens 60 ist auch in Figur 4b veranschaulicht.
  • Figur 9 zeigt die die Flügelanordnung 10 in der teilweise geöffneten Stellung, wobei die Handhabe 38 zurück in die erste Betätigungsstellung (0°-Stellung bzw. Geschlossenstellung) verschwenkt wurde. Figur 9 zeigt auch die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 in der zugehörigen Stellung. Die Schaltstange 42 befindet sich in der ersten Schaltstellung, in der sich der Verschlussabschnitt 74 der Kerbplatte 44 vor der Ausnehmung 65 befindet und die Ausnehmung 65 somit verschließt. Der Zapfen 60 des Scherenarms 46 ist somit in der Ausnehmung 65 gefangen und kann nicht aus dieser herausgeführt werden. Somit ist der Flügel 14 über den Scherenarm 46 in der teilweise geöffneten Stellung relativ zum Rahmen 12 arretiert (vgl. auch Figur 4a).
  • In den Figuren 10 bis 12 ist ein vollständiges Öffnen der Flügelanordnung 10 veranschaulicht.
  • Figur 10 zeigt die Flügelanordnung 10 in Geschlossenstellung analog zu Figur 6. Auch die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 ist in Figur 10 in der zugehörigen Stellung analog zu Figur 6 gezeigt. Zur Vermeidung von Wiederholungen sei auf die dortigen Ausführungen verwiesen.
  • In Figur 11 befindet sich der Flügel 14 innerhalb des Rahmens 12, allerdings ist die Handhabe 38 in eine dritte Bestätigungsstellung verschwenkt (180°-Stellung bzw. zweite Öffnungsstellung). Die (nicht gezeigten) Verriegelungseinrichtungen zur Arretierung des Flügels 14 am Rahmen 12 sind entriegelt. Der Flügel 14 kann somit relativ zum Rahmen 12 verschwenkt werden.
  • Figur 11 zeigt auch die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 in der zugehörigen Stellung. Die Schaltstange 42 befindet sich entsprechend der dritten Betätigungsstellung der Handhabe 38 in einer dritten Schaltstellung, in der sich der Zapfen 60 in der Führungsnut 62 befindet, jedoch außerhalb des Zwischenraums zwischen Schaltstangenwandabschnitt 75 und Kerbplatte 44 sowie außerhalb von Schaltstangenwandabschnitt 75 und Wandungsabschnitt 78. Der Zapfen 60 ist an der dem Schaltstangenwandabschnitt 75 gegenüberliegenden Seite somit weder durch die Kerbplatte 44 noch durch den Wandungsabschnitt 78 geführt (vgl. auch Figur 4c). Wird der Flügel 14 relativ zum Rahmen 12 in Richtung der Offenstellung verschwenkt, verändert der Scherenarm 46 seine Stellung dabei nicht.
  • Figur 12 zeigt die Flügelanordnung 10 in Offenstellung, d.h. der Flügel 14 wurde relativ zum Rahmen 12 in eine weiter als die nur teilweise geöffnete Stellung verschwenkt, wobei im Beispiel der Flügel 14 relativ zum Rahmen 12 um einen Winkel von ca. 70° verschwenkt wurde.
  • Figur 12 zeigt doch die Öffnungsbegrenzungseinrichtung 40 in der zugehörigen Stellung. Durch Verschwenken des Flügels 14 wurden die Kerbplatte 44 und die Schaltstange 42, die am Flügel 14 angeordnet sind, vom Scherenarm 46, der am Rahmen 12 angeordnet ist, weg verschwenkt. Der Flügel 14 kann somit wie ein herkömmlicher Drehflügel relativ zum Rahmen 12 verschwenkt werden.

Claims (12)

  1. Flügelanordnung (10), mit einem Rahmen (12) und einem schwenkbar am Rahmen (12) gelagerten Flügel (14) einer Tür oder eines Fensters, wobei eine Öffnungsbegrenzungseinrichtung (40) vorgesehen ist, die ein Verschwenken des Flügels (14) relativ zum Rahmen (12) nur bis zu einer teilweise geöffneten Stellung zulässt, wobei die Öffnungsbegrenzungseinrichtung (40) eine Schaltstange (42), eine Kerbplatte (44) und einen Scherenarm (46) aufweist, wobei die Schaltstange (42) am Flügel (14) entlang einer Längsrichtung (54) verschieblich geführt ist, wobei die Kerbplatte (44) am Flügel (14) fixiert ist und die Schaltstange (42) und die Kerbplatte (44) einander entlang der Längsrichtung (54) zumindest teilweise überlappen, wobei die Schaltstange (42) mittels einer Treibstange (50, 52) mit einer flügelseitig angeordneten Handhabe (38) gekoppelt ist, wobei der Scherenarm (46) an einem Ende (56) schwenkbar am Rahmen (12) montiert ist und am anderen Ende (58) einen Zapfen (60) aufweist, der zumindest in der teilweise geöffneten Stellung des Flügels (14) in eine durch Schaltstange (42) und Kerbplatte (44) definierte, einends geschlossene Führungsnut (62) eingreift, wobei der Zapfen (60) in der teilweise geöffneten Stellung am geschlossenen Ende (64) der Führungsnut (62) in einer in der Kerbplatte (44) ausgebildeten Ausnehmung (65) angeordnet ist, wodurch ein Verschwenken des Flügels (14) in Öffnungsrichtung begrenzt ist, wobei die Schaltstange (42) einen sich in Richtung der Kerbplatte (44) erstreckenden Verschlussabschnitt (74) aufweist, der in einer Schaltstellung der Schaltstange (42) die Ausnehmung (65) verschließt, so dass der Zapfen (60) in der Ausnehmung (65) gefangen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnut (62) an der Schaltstange (42) ausgebildet ist, wobei die Führungsnut (62) an einer Seite durch einen Schaltstangenwandabschnitt (75) begrenzt ist und an einer gegenüberliegenden zweiten Seite durch die Kerbplatte (44) abschnittsweise begrenzt ist.
  2. Flügelanordnung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltstangenwandabschnitt (75) und der Verschlussabschnitt (74) mittels eines zur Führungsnut (62) hin vorzugsweise konkav abgerundeten Zwischenabschnitts (77) miteinander verbunden sind.
  3. Flügelanordnung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schaltstange (42) gegenüberliegend zum Schaltstangenwandabschnitt (75) ein Wandungsabschnitt (78) ausgebildet ist, wobei der Wandungsabschnitt (78) und der Schaltstangenwandabschnitt (75) voneinander beabstandet sind, um zwischen sich den Zapfen (60) aufzunehmen.
  4. Flügelanordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (65) der Kerbplatte (44) und der Verschlussabschnitt (74) der Schaltstange (42) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der Zapfen (60) und/oder der Scherenarm (46) relativ zum Nutgrund (79) der Führungsnut (62) um einen Winkel von 10° bis 20° verschwenkt werden kann.
  5. Flügelanordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungsbegrenzungseinrichtung (40) bezogen auf die Schwerkraftrichtung (g) zwischen einem vertikalen Flügelholm (32), an dem sich die Handhabe (38) befindet, und einem vertikalen Rahmenholm (24) angeordnet ist.
  6. Flügelanordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstange (42) entlang der Längsrichtung (54) in einer Flügelnut (55) verschieblich geführt ist, wobei die Kerbplatte (44) eine Lasche (79) aufweist, die sich quer, insbesondere orthogonal, zur Längsrichtung (54) durch die Flügelnut (55) erstreckt, so dass eine Bewegung der Kerbplatte (44) quer, insbesondere orthogonal, zur Längsrichtung (54) der Flügelnut (55) begrenzt ist, insbesondere unterbunden ist.
  7. Flügelanordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstange (42) bezogen auf eine Ebene (SE1), die die Schaltstange (42) schneidet und deren Normalenvektor sich entlang der Längsrichtung (54) der Führungsnut (62) erstreckt, symmetrisch ausgebildet ist.
  8. Flügelanordnung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstange (42) und/oder die Kerbplatte (42) jeweils als rechtes Teil oder als linkes Teil ausgebildet sind.
  9. Flügelanordnung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstange (42) in Abhängigkeit von Betätigungsstellungen der Handhabe (38) in unterschiedliche Schaltstellungen gebracht werden kann.
  10. Flügelanordnung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Handhabe (38) in einer ersten Betätigungsstellung ist, die Schaltstange (42) sich in einer ersten Schaltstellung befindet, in der der Verschlussabschnitt (74) die Ausnehmung (65) verschließt, wobei, wenn er Flügel (14) in Geschlossenstellung ist, sich der Zapfen (60) außerhalb der Ausnehmung (65) befindet und/oder wobei, wenn der Flügel (14) in der teilweise geöffneten Stellung ist, der Zapfen (60) in der Ausnehmung (65) angeordnet ist.
  11. Flügelanordnung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Handhabe (38) in einer zweiten Bestätigungsstellung ist, die Schaltstange (42) sich in einer zweiten Schaltstellung befindet, in der der Verschlussabschnitt (74) von der Ausnehmung (65) weg verlagert ist, so dass der Flügel (14) zwischen der Geschlossenstellung und der teilweise geöffneten Stellung relativ zum Rahmen (12) verschwenkt werden kann.
  12. Flügelanordnung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Handhabe (38) in einer dritten Betätigungsstellung ist, die Schaltstange (42) sich in einer dritten Schaltstellung befindet, in der sich der Zapfen (60) außerhalb der Ausnehmung (65) und außerhalb des Zwischenraums zwischen dem Schaltstangenwandabschnitt (75) und dem Wandungsabschnitt (78) befindet, so dass der Flügel (14) zwischen der Geschlossenstellung und einer Offenstellung relativ zum Rahmen (12) verschwenkt werden kann.
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