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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Halogenierung organischer Verbindungen, die wenigstens eine olefinisch ungesättigte Doppelbindung oder wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe aufweisen, durch Elektrolyse in Gegenwart von eine Halogenquellen, die Chlor oder Brom enthalten.
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Die Halogenierung organischer Verbindungen, die wenigstens eine olefinisch ungesättigte Doppelbindung oder wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe, d. b. eine Carbonylgruppe mit α-ständiger C-H-Gruppe (-C(=O)-CHR- (R = organische Gruppe)), aufweisen, im Folgenden auch als Verbindungen V bezeichnet, ist seit langem bekannt. Klassisch wird diese Reaktion durch Umsetzung der Verbindung V mit elementarem Halogen wie Chlor oder Brom durchgeführt. Im Falle von Verbindungen V, die eine olefinisch ungesättigte Doppelbindung aufweisen, addiert das Halogenmolekül an die olefinisch ungesättigte Doppelbindung unter Bildung einer vicinalen Dihalogenverbindung. Im Falle von Verbindungen V, die wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe aufweisen, wird das Wasserstoffatom der α-ständigen C-H-Gruppe durch Halogen substituiert. Halogene wie Chlor und Brom sind hochreaktiv und die Halogenierung kann daher zu einer Vielzahl an Nebenreaktionen führen. Zudem sind Chlor und Brom stark korrosiv und toxisch, so dass ihre Handhabung schwierig ist und aufwendiger Sicherheitsvorkehrungen bedarf. Es besteht daher grundsätzlich der Bedarf, das elementare Halogen in diesen Reaktionen durch andere Halogenquellen zu ersetzen.
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Organohalogen-Verbindungen, d. h. organische Verbindungen, die an Kohlenstoffatome gebundene Halogenatome aufweisen, wie beispielsweise 1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan (HCH) oder1,2,5,6,9,10-Hexabromdodecan (HBCD), das in der Vergangenheit als Flammschutzmittel in großem Umfang eingesetzt wurde, sind ökologisch bedenklich, da sie bei einer Freisetzung nur langsam abgebaut werden und sich zudem in lebenden Organismen anreichern und so in die Nahrungskette gelangen. Ihre Entsorgung ist aufwendig und verläuft meist über Verbrennung, wobei große Mengen Brandzuschläge verwendet werden müssen, um die schwerentflammbaren Substanzen zu verbrennen. Selbst dann müssen die Verbrennungsprodukte aufwendig vom Rauchgas abgetrennt werden, um eine Exposition der toxischen Verbrennungsprodukte zu verhindern. Am Beispiel des HCH führt eine zu geringe Temperatur bei der Verbrennung zur Bildung von Phosgen oder sogar zur Bildung von Dioxinen. Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, diese Stoffe auf anderem Wege effizient abzubauen, beispielsweise durch thermische Dehydrohalogenierung oder Dehydrohalogenierung mittels Lauge oder in überkritischem Wasser, durch Reduktion in Gegenwart von Übergangsmetallen oder durch Oxidation unter Bestrahlung an Wolframoxiden. Auch wurden verschiedentlich elektrochemische Verfahren beschrieben. Der Großteil der in der Literatur beschriebenen elektrochemischen Verfahren betrifft den Abbau von HCH-Derivaten zu Benzol oder mono- bzw. dichlorierten Benzolen und befasst sich mit der Grundwasseraufarbeitung. Aufgrund der geringen Löslichkeit von HCH in Wasser, können diese Reaktionen nur mit geringen Konzentrationen durchgeführt werden, was die Raum-Zeit-Ausbeute der Reaktion verringert. Eine Nutzung als Halogenquelle wird nicht beschrieben.
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DONG ET AL. Science 2021, 371, 507 beschreiben erstmals eine Transferhalogenierung von olefinisch ungesättigten Verbindung als Halogenakzeptor und Dichlorethan, HCH oder HBCD als Halogenquelle durch Elektrolyse von Reaktionsgemischen, die den Halogenakzeptor und die Halogenquelle enthalten in einer ungeteilten Elektrolysezelle. Hierbei wird allerdings Acetonitril als Lösungsmittel verwendet, was für eine technische Umsetzung dieser Reaktion von Nachteil ist, da es niedrigsiedend ist, was die Aufarbeitung der Produkte und Rezyklierbarkeit der elektrochemischen Matrix erschwert. Hinzukommt, dass bei der Reaktion das eingesetzte HCH nicht vollständig zu Benzol abgebaut wird, sondern auch mehrfachchlorierte Benzole anfallen. Zuletzt wird in der Arbeit von DONG ET AL. kein industriell relevantes Produkt. Weder wird die Halogenierung von Alkenylester aliphatischer Carbonsäuren, wie Vinylacetat oder Vinylpropionat, oder Alkenylethern noch die Halogenierung von Verbindungen, die wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe aufweisen oder von Alkoholen beschrieben wird. Die Herstellung von Dihalogenalkylestern alipthatischer Carbonsäuren und Dihalogenalkylethern durch Halogenierung von Alkenylestern oder Alkenylethern ist mit den von Dong et al. verwendeten Lösungsmitteln nicht machbar.
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CN 115852397 offenbart ein Verfahren zur Chlorierung oder Bromierung von Indolverbindungen, umfassend die Elektrolyse eines flüssigen Reaktionsgemischs, enthaltend die Indolverbindungen als Halogenakzeptorverbindung, ein Alkylmetallhalidsalz als Halogenquelle, Dimethylcarbonat als Lösungsmittel und einen Phasentransferkatalysator in einer ungeteilten Elektrolysezelle.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Halogenierung, d. h. zur Chlorierung oder Bromierung, organischer Verbindungen V, die wenigstens eine olefinisch ungesättigte Doppelbindung oder wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe aufweisen, bereitzustellen, welches die Nachteile der klassischen Halogenierung und der von Dong beschriebenen vermeidet. Insbesondere soll das Verfahren die Nutzung organischer Halogenquellen, die Brom oder Chlor enthalten, ermöglichen und sowohl bezüglich der gewünschten Halogenierungsreaktion gute Ausbeuten und Selektivitäten als auch eine weitgehende oder vollständige Dehalogenierung der organischen Halogequelle gewährleisten. Zudem soll das Verfahren nicht auf die Halogenierung olefinisch ungesättigter Verbindungen beschränkt sein, sondern auch die Halogenierung von Verbindungen erlauben, die nach dem von Dong beschriebenen Verfahren bislang nicht möglich waren oder bei dem dieses Verfahren keine guten Ausbeuten und/oder nur schlechte Produktselektivität liefert.
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Es wurde gefunden, dass diese und weitere Aufgaben durch das hier und im Folgenden beschriebene Verfahren gelöst werden, wobei man insbesondere eine Reaktionslösung verwendet, die neben der Halogenquelle, der Verbindung V und einem Leitsalz wenigstens ein Lösungsmittel enthält, das wenigstens ein organisches Carbonat, insbesondere ein cyclisches organisches Carbonat, umfasst.
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Dementsprechend betrifft die vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Halogenierung, d. h. zur Chlorierung oder Bromierung, organischer Verbindungen V, die wenigstens eine olefinisch ungesättigte Doppelbindung oder wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe aufweisen, umfassend die Elektrolyse eines flüssigen Reaktionsgemischs, enthaltend die organische Verbindung V als Halogenakzeptorverbindung, wenigstens eine Halogenquelle, die Chlor oder Brom enthält, wenigstens ein Lösungsmittel und wenigstens ein Leitsalz in einer ungeteilten Elektrolysezelle, wobei das Lösungsmittel wenigstens ein organisches Carbonat umfasst.
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Das erfindungsgemäße Verfahren ist mit einer Reihe von Vorteilen verbunden. Gegenüber der klassischen Halogenierung mit elementarem Chlor oder Brom erlaubt es die Nutzung von organischen Chlorverbindungen bzw. von organischen Bromverbindungen als Halogenquellen. Zudem erlaubt es eine hochselektive Herstellung von vicinalen Dichlorverbindungen und vicinalen Dibromverbindungen. Das Verfahren ermöglicht weiterhin eine effiziente Herstellung von α-Chlor- und α-Bromcarbonylverbindungen, wenn die eingesetzte Verbindung V wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe aufweist. Zudem ermöglicht das Verfahren die Herstellung von α-Chlor- und α-Bromacetalen, wenn als Ausgangsverbindung V ein Vinylether eingesetzt wird, der in der α-Position zum Vinylether-Sauerstoff eine CH-Gruppe aufweist. Des Weiteren erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren die Nutzung von Strom als sicheres und kostengünstiges Oxidationsmittel und Reduktionsmittel, so dass es sich um einen inhärent sicheren Prozess handelt, bei dem zudem keine nennenswerten Reagenzienabfälle anfallen. Zudem erlaubt es die konvergente Nutzung beider Elektrodenreaktionen.
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Gegenüber der bekannten Transferhalogenierung hat die vorliegende Erfindung insbesondere die folgenden Vorteile:
- Bei Einsatz von HCH als Halogenquelle ermöglicht das organische Carbonat eine vollständig selektive Reduktion von HCH zu Benzol und beim Einsatz von HBCDD die selektive Reduktion zu Cyclododecatrien. Im Unerschied zu Dong wird die Bildung von ein- oder mehrfach chlorierten Benzolen nicht oder nur in geringerem Ausmaß beobachtet.
- Der Einsatz von organischem Carbonat als Lösungsmittel erleichtert die Aufarbeitung der Produkte und ermöglicht die Rückführung des Lösungsmittelgemsichs ermöglicht.
- Der Einsatz von organischem Carbonat, insbesondere cyclischen organischem Carbonat, als Lösungsmittel führt insbesondere bei Einsatz von Verbindungen mit elektronenreichen Doppelbindungen, insbesondere bei Vinylestern organischer Carbonsäuren als Verbindung V zu einer selektiven Bildung von 1,2-Dichlorethylestern bzw. 1,2-Dibroethylestern, z. B. bei Einsatz von Vinylacetat zu 1,2-Dichlorethylacetat bzw. 1,2-Dibroethylacetat in hohen Ausbeuten und Umsatzraten, was mit der Methode von Dong et al. nicht oder nur eingeschränkt möglich war. Vergleichbare Vorteile beobachtet man auch bei anderen Verbindungen V mit elektronenreichen Doppelbindungen, z. B. bei 1-Alkenylethern, isnbesondere Vinylethern, olefinisch ungesättigten Lactonen, in denen wenigstens ein vinylisches C-Atom der olefinischen Doppelbindung an Ringsauerstoffatom des Lactons gebunden ist, sowie olefinisch ungesättigten Carbonaten, in denen wenigstens ein vinylisches C-Atom der olefinischen Doppelbindung an ein Sauerstoffatom der Carbonatgruppe gebunden ist.
- Der Einsatz von organischem Carbonat als Lösungsmittel erlaubt eine selektive Herstellung α-Chlor- und α-Bromacetalen, wenn als Ausgangsverbindung V ein Vinylether eingesetzt wird, der in der α-Position zum Vinylether-Sauerstoff eine CH-Gruppe aufweist.
- Der Einsatz von organischem Carbonat als Lösungsmittel erlaubt eine selektive Herstellung von α-Chlor- und α-Bromcarbonylverbindungen, wenn die eingesetzte Verbindung V wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe aufweist.
- Der Einsatz von organischem Carbonat als Lösungsmittel erleichtert die Durchführung der Reaktion in Flusselektrolysen sowie die Durchführung der Reaktion mit Hilfe einer bipolaren und/oder gestaffelten Elektrodenanordnung. Die erleichtert die Skalierung der Reaktionen auf industrierelevante Maßstäbe.
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Hier und im Folgenden bezeichnet der Begriff "olefinisch ungesättigte Doppelbindung" eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung (= C=C-Doppelbindung), die nicht Teil eines aromatischen Ringsystems ist. Bevorzugt sind leiten sich die Doppelbindungen von Ethylen ab, in dem 1 oder 2 Wasserstoffatome durch einen organischen Rest ersetzt sind.
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Der Begriff "elektronenreich" in Bezug auf olefinisch ungesättigte Doppelbindungen bezeichnet solche olefinischen Doppelbindungen, in denen wenigstens ein Donoratom, insbesondere ein Sauerstoffatom, an ein C-Atom der olefinisch ungesättigten Doppelbindung gebunden ist.
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Hier und im Folgenden gibt das Präfix Cn-Cm die Anzahl der Kohlenstoffatome an, die die damit bezeichnete Verbindung bzw. der damit bezeichnete organische Rest aufweisen kann.
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Hier und im Folgenden steht "Alkyl" für eine lineare oder verzweigte, gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, die vorzugsweise 1 bis 10 (C1-C10-Alkyl) und insbesondere 1 bis 6 C-Atome aufweist, z. B. für Methyl, Ethyl, 1-Propyl, 2-Propyl (= Isopropyl), 1-Butyl, 2-Butyl, 2-Methyl-1-propyl, 2-Methyl-2-propyl (= tert.-Butyl), 1-Pentyl, 2-Pentyl, 3-Pentyl, 2-Methyl-1-butyl, 3-Methyl-1-butyl, 2-Methyl-2-butyl, 3-Methyl-2-butyl, 1-Hexyl, 2-Hexyl, 3-Hexyl, 2-Methyl-1-pentyl, 2-Methyl-2-pentyl, 2-Methyl-3-pentyl, 3-Methyl-1-pentyl, 3-Methyl-2-pentyl, 3-Methyl-3-pentyl, 1,1-Dimethyl-1-butyl, 2,2-Dimethyl-1-butyl, 2,3-Dimethyl-1-butyl, 1-Heptyl, 2-Heptyl, 1-Octyl, 2-Octyl, 2,2-4-Trimethyl-1-pentyl, 1-Nonyl, 2-Nonyl, 8-Methyl-1-nonyl, 1-Decyl oder 2-Decyl. Die Gruppe Alkyl ist unsubstituiert oder kann 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 Substituenten RAl tragen, die ausgewählt sind unter C1-C4-Alkoxy, Hydroxy-C1-C4-alkoxy, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxy, Carboxyl, C1-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxycarbonyl, Fluor, Chlor, Brom, CN, NRN 2, wobei RN für H, C1-C4-Alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkyl oder C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl steht.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Alkenyl" eine lineare oder verzweigte aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, der einfach oder mehrfach ungesättigt ist und der in der Regel 2 bis 10, insbesondere 2 bis 6 oder speziell 2 bis 4 Kohlenstoffatome aufweist, z.B. Ethenyl, 1-Propenyl, 2-Propenyl, 1-Buten-1-yl, 2-Buten-1-yl, 3-Buten-1-yl, 1-Buten-2-yl, 2-Methyl-1-propen-1-yl, 2-Methyl-2-propen-1-yl, etc. Die Gruppe Alkenyl ist unsubstituiert oder kann 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 Substituenten RAl tragen, die ausgewählt sind unter C1-C4-Alkoxy, Hydroxy-C1-C4-alkoxy, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxy, Carboxyl, C1-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxycarbonyl, Fluor, Chlor, Brom, CN, NRN 2, wobei RN für H, C1-C4-Alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkyl oder C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl steht.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Alkylen" eine verzweigte oder unverzweigte, gesättigte, bivalente aliphatischen Kohlenwasserstoffgruppe, die in der Regel 2 bis 20, insbesondere 3 bis 10 und speziell 3 bis 6 Kohlenstoffatome aufweist, z.B. Ethan-1,2-diyl, Propan-1,3-diyl, Butan-1,4-diyl, 1-Methylethan-1,2-diyl, 1,1-Dimethylethan-1,2-diyl,1-Methylpropan-1,3-diyl, 1,1-Dimethylpropan-1,3-diyl, 2,2-Dimethylpropan-1,3-diyl, Pentan-1,5-diyl, Hexan-1,6-diyl, Heptan-1,7-diyl, Octan-1,8-diyl, Nonan-1,9-diyl, Decan-1,10-diyl, Dodecan-1,12-diyl, etc..
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Alkenylen" eine verzweigte oder unverzweigte, einfach gesättigte, bivalente aliphatischen Kohlenwasserstoffgruppe, die in der Regel 2 bis 20, insbesondere 3 bis 10 und speziell 3 bis 6 Kohlenstoffatome aufweist, z.B. 1,2-Ethendiyl, Propen-1,3-diyl, 2-Buten-1,4-diyl, 1-Methylethen-1,2-diyl, 1-Methyl-1-propen-1,3-diyl, 2-Methyl-1-propen-1,3-diyl, 1-Penten-1,5-diyl, 2-Penten-1,5-diyl, 1-Hexen-1,6-diyl, 2-Hexen-1,6-diyl, 3-Hexen-1,6-diyl, 1-Hepten-1,7-diyl, 2-Hepten-1,7-diyl, 3-Hepten-1,7-diyl, etc..
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Alkoxy" eine verzweigte oder unverzweigte, gesättigte Alkylgruppe wie vorstehend definiert, die über ein Sauerstoffatom mit dem restlichen Molekül verbunden ist. Der Begriff "C1-C10 Alkoxy" bezeichnet im Folgenden einen Alkylrest wie zuvor definiert, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome aufweist. Der Begriff "C1-C4 Alkoxy" bezeichnet im Folgenden einen Alkylrest wie zuvor definiert, der 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweist, z.B. Methoxy, Ethoxy, Propyloxy, Isopropyloxy, n-Butyloxy, 2-Butyloxy, sec.-Butyloxy, tert.-Butyloxy, n-Pentyloxy, 2-Pentyloxy, 2-Methylbutyloxy, 3-Methylbutyloxy, 1,2-Dimethylpropyloxy, 1,1-Dimethylpropyloxy, 2,2-Dimethylpropyloxy, 1-Ethylpropyloxy, n-Hexyloxy, 2-Hexyloxy, 2-Methylpentyloxy, 3-Methylpentyloxy, 4-Methylpentyloxy, 1,2-Dimethylbutyloxy, 1,3-Dimethylbutyloxy, 2,3-Dimethylbutyloxy, 1,1-Dimethylbutyloxy, 2,2-Dimethylbutyloxy, 3,3-Dimethylbutyloxy, 1,1,2-Trimethylpropyloxy, 1,2,2-Trimethylpropyloxy, 1-Ethylbutyloxy, 2-Ethylbutyloxy, 1-Ethyl- 2-methylpropyloxy, n-Heptyloxy, 2-Heptyloxy, 3-Heptyloxy, 2-Ethylpentyloxy, 1-Propylbutyloxy, n-Octyloxy, 2-Ethylhexyloxy, 2-Propylheptyloxy, Nonyl, Decyloxy.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Hydroxyalkyl" eine Alkylgruppe, wie vorstehend definiert, die eine Hydroxyl-Gruppe als Substituenten trägt. Beispiele sind Hydroxymethyl, 2-Hydroxyethyl, 2-Hydroxpropyl und 3-Hydroxypropyl.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Hydroxyalkoxy" eine Alkoxygruppe, wie vorstehend definiert, die eine Hydroxyl-Gruppe als Substituenten trägt. Beispiele sind 2-Hydroxyethoxy, 2-Hydroxpropoxy und 3-Hydroxypropoxy.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Alkoxyalkyl" eine Alkylgruppe, wie vorstehend definiert, die eine Alkoxy-Gruppe, wie vorstehend definiert, als Substituenten trägt. Beispiele sind Methoxylmethyl, Ethoxymethyl, 2-Methoxyethyl und 2-Ethoxyethyl.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Alkoxyalkoxy" eine Alkoxygruppe, wie vorstehend definiert, die eine Alkoxy-Gruppe, wie vorstehend definiert, als Substituenten trägt. Beispiele sind 2-Methoxyethoxy und 2-Ethoxyethethoxy.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "C3-C10-Cycloalkyl" eine gesättigte, mono-, bi-, tri- oder tetracyclische Kohlenwasserstoffgruppe, die in der Regel 3 bis 20 Kohlenstoffatome, z.B. Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cylcooctyl, Cyclononyl, Cyclodecyl, Bicyclo[2.2.1]heptyl, Bicyclo[3.3.0]octyl, Bicyclo[3.2.1]octyl, Bicyclo[2.2.2]octyl, Adamantyl etc.. C3-C20-Cycloalkyl ist unsubstituiert, kann aber auch 1 oder mehrere, z. B. 1, 2, 3, oder 4 Subsituenten RCyc aufweisen, die ausgewählt sind unter C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Hydroxy-C1-C4-alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkoxy, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxy, Carboxyl, C1-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxycarbonyl, Fluor, Chlor, Brom, CN, NRN 2, C1-C4-Alkyl-NRN 2, wobei RN für H, C1-C4-Alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkyl oder C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl steht.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Aryl" eine aromatische oder teilaromatische Kohlenwasserstoffgruppe, die mono- oder polycyclisch ist und üblicherweise 6, 9, 10, 13 oder 14 C-Atome aufweist und der vorzugsweise für Phenyl, Naphthyl, Tetrahydronaphthyl, Indenyl, Indanyl, Fluorenyl, Anthracenyl, Phenanthrenyl oder Naphthacenyl, besonders bevorzugt für Phenyl oder Naphthyl steht. Aryl ist unsubstituiert, kann aber auch 1 oder mehrere, z. B. 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten RAr tragen, die ausgewählt sind unter C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Hydroxy-C1-C4-alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkoxy, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxy, Carboxyl, C1-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxycarbonyl, Fluor, Chlor, Brom, CN, NRN 2, C1-C4-Alkyl-NRN 2, wobei RN für H, C1-C4-Alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkyl oder C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl steht.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "Hetaryl" eine aromatische oder teilaromatische heterocyclische Gruppe, die mono- oder polycyclisch ist und üblicherweise 5 bis 14 Ringglieder aufweist, die neben Kohlenstoff wenigstens ein Heteroatom als Ringatom aufweisen, das ausgewählt ist unter N, O und S, z.B. 1 bis 4 N-Atome oder 1 unter O und S ausgewähltes Atom und ggf. 1, 2 oder 3 weitere N-Atome, aufweist und der vorzugsweise die Gruppen Pyridyl, Chinolinyl, Acridinyl, Pyridazinyl, Pyrimidinyl, Pyrazinyl, Triazinyl, Tetrazinyl, Pyrrolyl, Pyrazolyl, Isoxazolyl, Imidazolyl, Oxazolyl, Thiazolyl, Thienyl, Furyl. Hetaryl ist unsubstituiert, kann aber auch 1 oder mehrere, z. B. 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten RAr tragen, die ausgewählt sind unter C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Hydroxy-C1-C4-alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkoxy, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxy, Carboxyl, C1-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxycarbonyl, Fluor, Chlor, Brom, CN, NRN 2, C1-C4-Alkyl-NRN 2, wobei RN für H, C1-C4-Alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkyl oder C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl steht.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "5- bis 8-gliedriger Carbocyclus" eine gesättigte oder ungesättigte, mono- oder polycyclische Kohlenwasserstoffgruppe, die 5 bis 8 Kohlenstoffatome als Ringglieder aufweist. Der Carbocyclus ist unsubstituiert, kann aber auch 1 oder mehrere, z. B. 1, 2, 3, 4 oder 5 Subsituenten RCyc aufweisen, wobei RCyc wie vorstehend definiert ist.
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Hier und im Folgenden bezeichnet "5- bis 8-gliedriger Heterocyclus" eine gesättigte oder ungesättigte, mono- oder polycyclische heterocyclische Gruppe mit 5 bis 8 Ringatomen, worin die Ringatome neben Kohlenstoff, wenigstens ein Heteroatom aufweisen, das vorzugsweise unter Stickstoff, Schwefel und Sauerstoff ausgewählt ist, z.B. Pyrrolidinyl, Piperidinyl, Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperazinyl, Hexahydroazepinyl, etc. Der Heterocyclus ist unsubstituiert, kann aber auch 1 oder mehrere, z. B. 1, 2, 3, 4 oder 5 Subsituenten RCyc aufweisen, wobei RCyc wie vorstehend definiert ist.
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Der Begriff "aliphatische Carbonsäuren" steht für lineare oder verzweige gesättigte Carbonsäuren, die vorzugsweise 1 bis 30, insbesondere 2 bis 24 C-Atome aufweisen und die unsubstituiert sind oder 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten RAl tragen, wobei RAl wie vorstehend definiert ist. Beispiele für unsubsituierte aliphatische Carbonsäuren sind Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Isobuttersäure, Valeriansäure, Isovaleriansäure, Capronsäure, Önanthsäure, Caprylsäure, Pelargonsäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Mararinsäure, Stearinsäure, Arachinsäure, Behensäure, Lignocerinsäure und dergleichen.
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Der Begriff "cycloaliphatische Carbonsäuren" steht für carbocyclische gesättigte Carbonsäuren, die vorzugsweise 3 bis 20, insbesondere 5 bis 24 C-Atome aufweisen und die unsubstituiert sind oder 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten RCyc tragen, die wie vorstehend definiert sind. Carboxylisch kann monocyclisch oder polycyclisch sein, z. B. bi-, tri- oder tetracyclisch. Beispiele für unsubsituierte cycloaliphatische Carbonsäuren sind Cyclopropancarbonsäure, Cylobutancarbonsäure, Cyclopentancarbonsäure, Cyclohexancarbonsäure, Norbornan-1-carbonsäure und Norbornan-2-carbonsäure.
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Der Begriff "aromatische Carbonsäuren" steht für Carbonsäuren, die wenigstens eine an eine wie vorstehend definierte Arylgruppe oder Hetarylgruppe gebundene Carboxylgruppe aufweisen. Neben der Carboxylgruppe können die Arylreste auch aber auch 1 oder mehrere, z. B. 1, 2, 3, 4 oder 5 Subsituenten RAr aufweisen, wobei RAr wie vorstehend definiert ist. Beispiele für unsubstituierte aromatische Carbonsäuren sind Benzoesäure, Naphthalin-1-carbonsäure, Naphthalin-2-carbonsäure, Pyridin-2-carbonsäure, Pyrdin-3-Carbonsäure, Pyridin-4-carbonsäure, Furan-2-carbonsäure, Furan-3-carbonsäure, Thiophen-2-carbonsäure und Thiophen-3-carbonsäure.
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Die Erfindung betrifft insbesondere die folgenden Ausführungsformen 1 bis 21. Hierbei wird als Ausführungsform 1 das folgende Verfahren bezeichnet: Verfahren zur Halogenierung, d. h. zur Chlorierung oder Bromierung einer organischer Verbindung V, die wenigstens eine olefinisch ungesättigte Doppelbindung oder wenigstens eine enolisierbare funktionelle Gruppe aufweisen, umfassend die Elektrolyse eines flüssigen Reaktionsgemischs, enthaltend die organische Verbindung V als Halogenakzeptorverbindung, wenigstens eine Halogenquelle, die Chlor oder Brom enthält, wenigstens ein Lösungsmittel und wenigstens ein Leitsalz in einer ungeteilten Elektrolysezelle, wobei das Lösungsmittel wenigstens ein organisches Carbonat umfasst.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 2 des erfindungsgemäßen Verfahrens der Ausführungsform 1 ist das organische Carbonat aus der Gruppe der Di-C1-C4-alkylcarbonate, z. B. Diethylcarbonat, und C2-C4-Alkylencarbonate, z. B. Ethylencarbont, dass auch als 2-Oxo-1,3-dioxolan bezeichnet wird, und Propylencarbonat, dass auch als 4-Methyl-2-oxo-1,3-dioxolan bezeichnet wird, ausgewählt. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform 2a des erfindungsgemäßen Verfahrens der Ausführungsform 1 ist das organische Carbonat aus der Gruppe der C2-C4-Alkylencarbonate, z. B. Ethylencarbont, Propylencarbonat und deren Gemischen, ausgewählt. Gemäß einer speziellen Ausführungsform 2b umfasst das organische Carbonat Propylencarbonat oder insbesondere ist Propylencarbonat.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 3 des erfindungsgemäßen Verfahrens der Ausführungsformen 1, 2, 2a und 2b macht das organische Carbonat, insbesondere das C2-C4-Alkylencarbonat und speziell das Propylencarbonat, wenigstens 50 Gew.-%, insbesondere wenigstens 70 Gew.-% oder wenigstens 95 Gew.-% oder 100 Gew.-% der Gesamtmenge an Lösungsmitteln im flüssigen Reaktionsgemisch aus.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform 4 des Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 3 umfasst das flüssige Reaktionsgemisch wenigstens ein weiteres Lösungsmittel, das ausgewählt ist unter Wasser, C1-C6-Alkanolen, C1-C6-Fluoroalkanolen, C1-C6-Alkylnitrilen, Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid, Dimethylacetamid, N-C1-C4-Alkylpyrrolidon, z. B. N-Methylpyrrolidon, C1-C4-Alkylestern von C2-C4-Alkansäuren, C1-C4-Alkylestern von C2-C4-Hydroxyalkansäuren, C1-C4-Chloralkanen, Dihydrolevoglucosenon und deren Gemischen.
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Bevorzugte weitere Lösungsmittel der Ausführungsform 4 sind ausgewählt unter
- C1-C6-Alkanolen, wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, Isobutanol, tert.-Butanol, Ethylenglykol, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiyl, 1,2-Butandiol, 1,4-Butandiol, Diethylenglykol und Triethylenglykol;
- C1-C6-Fluoroalkanolen, wie 1,1,2,2-Tetrafluorethanol, Pentafluorethanol, Hexafluorisopropanol und Perfluor-n-propanol;
- C1-C6-Alkylnitrilen, wie Acetonitril, Propionitril und Butyronitril,
- C1-C6-Chloralkanen, wie Trichlormethan, Dichlormethan, Isomere des Dichlorethans, des Dichlorbutans oder des Dichlorpentan etc., wobei die vorgenannten Isomere keine Isomere umfassen, in denen die beiden Chloratome an vicianle
Kohlenstoffatome gebunden sind, und deren Gemischen.
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In dieser Ausführungsform 4 macht die Gesamtmenge des Weiteren organischen Lösungsmittels vorzugsweise nicht mehr als 50 Gew.-%, insbesondere nicht mehr als 30 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge aller Lösungsmittel im flüssigen Reaktionsgemisch, aus. Insbesondere liegt in der Ausführungsform 4 die Gesamtmenge an weiteren Lösungsmitteln im Bereich von 5 bis 50 Gew.-%, insbesondere im Bereich von 5 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge aller Lösungsmittel im flüssigen Reaktionsgemisch.
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Erfindungsgemäß wird eine Halogenquelle eingesetzt, die Chlor oder Brom enthält. Grundsätzlich können Gemische von unterschiedlichen Halogenquellen eingesetzt werden. Vorzugsweise weisen in diesen Fällen die unterschiedlichen Halogenquellen entweder das gleiche Halogen auf oder bei Halogenquellen mit unterschiedlichen Halogenen eine unterschiedliche Reaktivität auf. Vorzugsweise weisen die Halogenquellen entweder Brom oder Chlor als Halogen auf. Geeignete Halogenquellen sind neben elementarem Chlor und elementarem Brom, anorganische oder organische Salze mit Chlorid oder Bromid als Anion, sowie insbesondere organische Chlor- und Bromverbindungen, in denen Brom- bzw. Chloratom an ein Stickstoffatom oder ein C-Atom, das vorzugsweise nicht Bestanteil einer C=C-Doppelbindung ist, gebunden sind. Beispiele für geeignete Chlorquellen sind Cl2 (auch in Form von Chloridketten), Hypochlorid, Chlorwasserstoff, N-Chlorsuccinimid, vicinale Chlorkohlenwasserstoffe wie Hexachlorcyclohexan, Polyvinylchlorid, Iodbenzoldichlorid, Chloridsalze wie Natriumchlorid oder Leitsalze mit Chloridanionen. Beispiele für geeignete Bromquellen sind Br2 (auch in Form von Bromidketten), Hypobromid, Bromwasserstoff, N-Bromsuccinimid, vicinale Bromkohlenwasserstoffe wie HBCD, Iodbenzoltribromid, Bromidsalze wie Natriumbromid oder Leitsalze mit Bromidanionen.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 5 des erfindungsgemäßen Verfahrens der Ausführungsformen 1 bis 4 umfasst die Halogenquelle eine organische Chlorverbindung und/oder eine organische Bromverbindung. Die organischen Chlorverbindungen und Bromverbindungen tragen in der Regel wenigstens 1, insbesondere wenigstens 2, z. B. 2, 3, 4, 5 oder 6 Brom- bzw. Chloratome pro Molekül. Die Brom- bzw. Chloratome sind vorzugsweise an ein C-Atom gebunden, das nicht Bestandteil einer C=C-Doppelbindung ist. Insbesondere ist der Hauptlieferant des in der Elektrolyse benötigten Halogens die organische Chlorverbindung oder die organische Bromverbindung.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform 6 des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß der Ausführungsform 5 weist die organische Bromverbindung wenigstens 2 vicinal gebundene Chloratome oder wenigstens 2 vicinal gebundene Bromatome auf, d. h. die Chlor- bzw. Bromatome sind an 2 benachbarte C-Atome gebunden, die vorzugsweise nicht Bestandteil einer C=C-Doppelbindung sind. Insbesondere umfasst die Halogenquelle dieser Ausführungsform eine der beiden folgenden Verbindungen: 1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan oder 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecan. Insbesondere handelt es sich bei der Halogenquelle um eine der beiden folgenden Verbindungen: 1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexan oder 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecan.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform 7 des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 6 ist die Verbindung V ausgewählt unter Verbindungen, die wenigstens eine, insbesondere eine olefinisch ungesättigte Doppelbindung aufweisen. Diese Verbindungen weisen typischerweise 4 bis 40 C-Atome, insbesondere 6 bis 30 C-Atome auf. Neben der olefinisch ungesättigten Doppelbindung bzw. den olefinisch ungesättigten Doppelbindungen können die Verbindungen auch ein oder mehrere, z. B. 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, insbesondere 1, 2 oder 3 andere funktionelle Gruppen aufweisen, die beispielsweise ausgewählt sind unter Hydroxygruppen, Alkoxygruppen, insbesondere C1-C4-Alkoxygruppen, Aminogruppen, Nitrilgruppen, Carboxylgruppen, Carboxamidgruppen, Keto-Gruppen, Ethergruppen, Sulfonyl-Gruppen sowie Halogenatomen wie Fluor, Chlor oder Brom. Bevorzugte Verbindungen V der Ausführungsform 7 sind:
- Alkenylester aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Carbonsäuren, insbesondere deren C2-C4-Alkenylestern, z. B. Vinylester, Allylester und 1-Methylethenylester aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Carbonsäuren. Hierunter bevorzugt sind die Alkenylester von gesättigten aliphatischen Carbonsäuren mit 1 bis 20 C-Atomen, insbesondere mit 1 bis 12 C-Atomen; Beispiele für die Alkenylester aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Carbonsäuren sind Vinylacetat, Allylacetat, 1-Methylvinylacetat, Vinylpropionat, Vinylbutyrat, Vinylpentanoat, Vinylhexanoat, Vinyloctanoat, Vinyldecanoat, Vinyldodecanoat, Vinylcylohexanoat, Allylcyclohexanoat, Vinylbenzoat, Allylbenzoat, 1-Methylvinylbenzoat, Vinylnaphthenoat, Allylnaphthenoat, 1-Methylvinylnaphthenoat wobei die Benzoate und Naphthenoate am Benzolring bzw. Naphthalinring unsubstituiert sind oder 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten RAr tragen, die wie vorstehend definiert sind;
- Alkenylether aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Alkohole, insbesondere deren C2-C4-Alkenylether, z. B. Vinylether, 1-Propenylether, Allylether und 1-Methylethenylether aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Alkohole. Hierunter bevorzugt sind die Alkenylether von aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 20 C-Atomen, insbesondere mit 1 bis 12 C-Atomen; Beispiele für die Alkenylether aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Alkohole sind Ethylvinylether, 2-Chlorethylvinylether, n-Propylvinylether, Isopropy-Ivinylether, n-Butylvinylether, 2-Butylvinylether, Isobutylvinylether (= 2-Methylpropyllvinylether), 2-Hydroxyethylvinylether(= Ethylenglycolvinylether bzw. Ethylenglykolmonovinylether), 1,2-Propandiolmonovinylether, 1,3-Propandiolmonovinylether, 1,4-Butandiolmonovinylether (= Tetramethylyenglykolmonovinylether), 1,5-Pentandiolmonovinylether, 2-Hydroxyethoxyvinylether (= 2-[2-(etheny-loxy)ethoxy]ethanol), Cyclohexylvinylether, Phenolvinylether und Benzylvinylether;
- Olefine, insbesondere Olefine mit 4 bis 20 C-Atomen, besonders bevorzugt Olefine mit terminaler Doppelbindung, wie 1-Hexen, 1-Hepten, 1-Octen, 1-Nonen und 1-Decen, wobei die Olefine unsubstituiert sind oder 1, 2 oder 3 Substituenten RAl tragen, die ausgewählt sind unter C1-C4-Alkoxy, Hydroxy-C1-C4-alkoxy, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxy, Carboxyl, C1-C4-Alkoxycarbonyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkoxycarbonyl, Fluor, Chlor, Brom, CN, NRN 2, wobei RN für H, C1-C4-Alkyl, Hydroxy-C1-C4-alkyl oder C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl steht;
- Konjugierte Diene, insbesondere konjugierte Diene mit 4 bis 10 C-Atomen wie Butadien, Isopren, 1,3-Pentadien und 1,3-Hexadien, wobei die konjugierten Diene unsubstituiert sind oder 1, 2 oder 3 Substituenten RAl tragen, die wie vorstehend definiert sind;
- olefinisch ungesättigte Ketone, insbesondere solche mit 4 bis 20 C-Atomen, z. B.
- C2-C10-Alkenyl-C1-C10-alkylketone wie Methylvinylketon, Ethylvinylketon, Butylvinylketon, Vinylisopropylketon, Pent-4-en-2-on, Hex-5-en-2-on, Hex-4-en-3-on und Hept-6-en-4-on;
- C2-C10-Alkenyl-C3-C10-cycloalkylketone wie Vinylcyclopentylketon und Vinylcyclohexylketon;
- C2-C10-Alkenylarylketone wie Vinylphenylketon;
- C5-C10-Cycloalkenylketone wie Cyclopent-2-en-1-on, Cyclopent-3-en-1-on, Cyclohex-2-en-1-on, Cyclohex-3-en-1-on, Cyclohept-2-en-1-on, Cyclohept-3-en-1-on und Cyclohept-4-en-1-on;
- olefinisch ungesättigte Carbonsäuren, z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Caproleinsäure, Undecylensäure (= 10-Undecensäure), Myristoleinsäure, Palmitoleinsäure, Margaroleinsäure, Petroselinsäure, Ölsäure, Eladiinsäure, Vaccensäure, Erucasäure, Gondosäure, Gadoleinsäure und Cetoleinsäure;
- olefinisch ungesättigte Carbonsäureester, insbesondere deren Alkylester und speziell deren C1-C4-Alklyester, insbesondere die Ester olefinisch ungesättigten Carbonsäureester mit 3 bis 20 C-Atomen, z. B. die C1-C4-Alklyester der Acrylsäure, der Methacrylsäure, der Caproleinsäure, der Undecylensäure (= 10-Undecensäure), der Myristoleinsäure, der Palmitoleinsäure, der Margaroleinsäure, der Petroselinsäure, der Ölsäure, der Eladiinsäure, der Vaccensäure, der Erucasäure, der Gondosäure, der Gadoleinsäure und der Cetoleinsäure;
- olefinisch ungesättigte Lactone wie 3H-Furan-2-on, 4-Methyl-3H-furan-2-on, 5-Methyl-3H-furan-2-on, 2H-Furan-5-on, 2,5-Dihydropyran-6-on, 2,3-Dihydropyran-6-on, 3,4-Dihydropyran-2-on und 4,5-Dihydropyran-6-on;
- olefinisch ungesättigte Carbonate, insbesondere 5- bis 10 gliedrige Carbonate wie 1,3-Dioxol-2-on, 4-Methyl-1,3-dioxol-2-on und 4H-1,3-Dioxin-2-on.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung 7a der Ausführungsform 7 des erfindungsgemäßen Verfahrens enthält das flüssige Reaktionsgemisch als Verbindung V eine Verbindung, die eine elektronenreiche olefinische Doppelbindung aufweist, insbesondere eine olefinische Doppelbindung, welche an ein Sauerstoffatom gebunden ist, d. h. eine olefinische Doppelbindung, in der wenigstens eines der beiden vinylischen C-Atome der Doppelbindung an ein Sauerstoffatom gebunden ist. In derartigen Verbindungen V kommen die Vorteile des Carbonat-Lösungsmittels besonders zum Tragen. Zu den Verbindung V, die eine elektronenreiche olefinische Doppelbindung aufweisen, zählen insbesondere
- 1-Alkenylester aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Carbonsäuren, insbesondere die Vinylester und die 1-Propenylester aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Carbonsäuren, und besonderes bevorzugt deren Vinylester, beispielsweise Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylbutyrat, Vinylpentanoat, Vinylhexanoat, Vinyloctanoat, Vinyldecanoat, Vinyldodecanoat, Vinylcylohexanoat, Vinylbenzoat, Vinylnaphthenoat, wobei die Benzoate und Naphthenoate am Benzolring bzw. Naphthalinring unsubstituiert sind oder 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten RAr tragen, die wie vorstehend definiert sind;
- 1-Alkylenylether aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Alkohole, insbesondere die Vinylether und die 1-Propenylether aliphatischer, cycloaliphatischer oder aromatischer Alkohole und besonderes bevorzugt deren Vinylether, beispielsweise Ethylvinylether, 2-Chlorethylvinylether, n-Propylvinylether, Isopropylvinylether, n-Butylvinylether, 2-Butylvinylether, Isobutylvinylether (= 2-Methylpropy-Ilvinylether), 2-Hydroxyethylvinylether(= Ethylenglycolvinylether bzw. Ethylenglykolmonovinylether), 1,2-Propandiolmonovinylether, 1,3-Propandiolmonovinylether, 1,4-Butandiolmonovinylether (= Tetramethylyenglykolmonovinylether), 1,5-Pentandiolmonovinylether, 2-Hydroxyethoxyvinylether (= 2-[2-(ethenyloxy)ethoxy]ethanol), Cyclohexylvinylether, Phenolvinylether und Benzylvinylether
- mono-olefinisch ungesättigte Lactone, worin ein viylisches C-Atom der olefinischen Doppelbindung an das Ringsaurerstoffatom des Lactons gebunden ist, z. B. 3H-Furan-2-on, 4-Methyl-3H-furan-2-on, 5-Methyl-3H-furan-2-o und 3,4-Dihydropyran-2-on, und
- olefinisch ungesättigte Carbonate, worin wenigstens ein vinylisches C-Atom der olefinischen Doppelbindung an ein Sauerstoffatom der Carbonatgruppe gebunden ist, beispielsweise 1,3-Dioxol-2-on, 4-Methyl-1,3-dioxol-2-on und 4H-1,3-Dioxin-2-on.
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Gemäß einer Ausgestaltung 7b der Ausführungsform 7 des erfindungsgemäßen Verfahrens enthält das flüssige Reaktionsgemisch als Verbindung V einen 1-Alkenylether, z. B. einen Vinylether oder einen 1-Propenylether, eines aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen Alkohols in Kombination mit einem aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkanol. Hierbei erhält man als Hauptreaktionsprodukt nicht die erwartete 1,2-Dichloro- bzw. 1,2-Dibromoalkyletherverbindung sondern ein Acetal eines 2-Chloro- bzw- 2-Bromoaldehyds gemäß der folgenden Reaktiongleichung (1):
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Hierbei steht Ra für die vom aliphatischen, cycloaliphatischen oder aromatischen Alkohol des Alkenylethers abgeleitete organische Gruppe, wobei Ra insbesondere ausgewählt ist unter
- Alkyl, das unsubstituiert ist oder mit 1, 2, 3, 4, oder 5 Gruppen RAl substituiert ist und das vorzugsweise 1 bis 20 C-Atome aufweist,
- Cycloalkyl, z. B. Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cylcopentyl oder Cyclohexyl, das unsubstituiert ist oder mit 1, 2, 3, 4, oder 5 Gruppen RCyc substituiert ist und das vorzugsweise 3 bis 20 C-Atome aufweist,
- Aryl, z. B. Phenyl oder Naphthyl, wobei Aryl unsubstituiert ist oder mit 1, 2, 3, 4, oder 5 Gruppen RAr substituiert ist und das vorzugsweise 6 bis 18 C-Atome aufweist, und
- Hetaryl, z. B. Furyl, Thienyl, Pyrazolyl, Pyrrolyl, Imidazolyl, Oxazolyl, Isoxazolyl, Thiazolyl, Isothiazolyl, Pyridyl oder Pyrimidinyl, Chinolinyl, Isochinolinyl, Benzofuryl, Benzothienyl, wobei Hetaryl unsubstituiert ist oder mit 1, 2, 3, 4, oder 5 Gruppen RAr substituiert ist und das vorzugsweise 3 bis 20 C-Atome aufweist;
- die Gruppe CH=C(Rb1Rb2) für die vom 1-Alkenylrest abgeleitete Gruppe steht, wobei Rb1 und Rb2 insbesondere ausgewählt sind unter H, CH3, C2H5, CH2C2H5, wobei der Alkenylrest vorzugsweise insgesamt 2 bis 6 C-Atome und insbesondere 2 bis 4 C-Atome aufweist;
- Rc für die vom aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkohol Rc-OH abgeleitete organische Gruppe, wobei Rc insbesondere ausgewählt ist unter
- Alkyl, das unsubstituiert ist oder mit 1, 2, 3, 4, oder 5 Gruppen RAl substituiert ist und das vorzugsweise 1 bis 20 C-Atome aufweist, oder
- Cycloalkyl, z. B. Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cylcopentyl oder Cyclohexyl, das unsubstituiert ist oder mit 1, 2, 3, 4, oder 5 Gruppen RCyc substituiert ist und das vorzugsweise 3 bis 20 C-Atome aufweist.
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Beispiele für geeignete 1-Alkenylether, die in dem Verfahren gemäß der Ausgestaltung 7b eingesetzt werden können, sind Methylvinylether, Ethylvinylether, n-Propylvinylether, Isopropylvinylether, n-Butylvinylether, 2-Butylvinylether, Isobutylvinylether, 2-Chlorethylvinylether, Cyclohexylvinylether, Benzylvinylether und Phenolvinylether.
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Beispiele für geeignete Alkohole Rc-OH sind C1-C6-Alkanole wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, Isobutanol, 1-Pentanol, 2-Pentanol, 1-Hexanol und C3-C6-Cycloalkanole, wie Cyclopropanol, Cyclobutanol, Cyclopentanol oder Cyclohexanol.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung 7c der Ausführungsform 7 des erfindungsgemäßen Verfahrens enthält das flüssige Reaktionsgemisch als Verbindung V einen 1-Alkenylether, z. B. einen Vinylether oder einen 1-Propenylether eines aliphatischen Dialkohols. Hierbei erhält man als Hauptreaktionsprodukt nicht die erwartete 1,2-Dichloro- bzw. 1,2-Dibromoalkyletherverbindung sondern ein cyclisches Acetal eines 2-Chloro- bzw-2-Bromoaldehyds, das dem in Gleichung (1) beschriebenen Hauptprodukt entspricht, mit dem Unterschied, dass die Reste Ra und Rc durch eine kovalente Bindung miteinander verbunden sind.
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Bevorzugte 1-Alkenylether, die in dem Verfahren gemäß der Ausgestaltung 7c eingesetzt werden, können durch die folgende Formel beschrieben werden:
HO-Alk-O-CH=C(Rb1Rb2)
worin Alk für eine lineare Alkylengruppe mit vorzugsweise 2 bis 10 C-Atomen steht, worin 1, 2 oder 3 nicht benachbarte CH2-Gruppen durch O ersetzt sein können.
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Beispiele für 1-Alkenylether, die in dem Verfahren gemäß der Ausgestaltung 7c eingesetzt werden können, sind 2-Hydroxyethylvinylether(= Ethylenglycolvinylether bzw. Ethylenglykolmonovinylether), 1,2-Propandiolmonovinylether, 1,3-Propandiolmonovinylether, 1,4-Butandiolmonovinylether (= Tetramethylyenglykolmonovinylether), 1,5-Pentandiolmonovinylether und 2-Hydroxyethoxyvinylether (= 2-[2-(Ethenyloxy)ethoxy]ethanol).
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform 8 des Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 6 ist die Verbindung V ausgewählt unter Verbindungen, die wenigstens eine, insbesondere eine enolisierbare Gruppe aufweisen. Wie bereits erläutert sind enolisierbare Gruppen Carbonylgruppen, die in der α-Position zur Carbonylgruppe eine CH-Gruppe tragen und dementsprechend eine Keto-Enol-Tautomerie zeigen. Diese Verbindungen weisen typischerweise 4 bis 40 C-Atome, insbesondere 6 bis 30 C-Atome auf. Neben der enolisierbaren Gruppe können die Verbindungen auch ein oder mehrere, z. B. 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, insbesondere 1, 2 oder 3 andere funktionelle Gruppen aufweisen, die beispielsweise ausgewählt sind unter Hydroxygruppen, Alkoxygruppen, insbesondere C1-C4-Alkoxygruppen, Aminogruppen, Nitrilgruppen, Carboxylgruppen, Carboxamidgruppen, Ethergruppen, Sulfonyl-Gruppen sowie Halogenatomen wie Fluor, Chlor oder Brom. Bevorzugte Verbindungen V der Ausführungsform 8 sind:
- aliphatische, alicyclische und aliphatisch-aromatische Ketone, z. B.
- Di-C1-C10-alkylketone wie Aceton, Methylethylketon, Diethylketon, Hexan-2-on, Hexan-3-on, Heptan-2-on, Heptan-3-on, Heptan-4-on, Octan-2-on, Octan-3-on, Octan-4-on und dergleichen;
- C1-C10-Alkyl-C3-C10-cycloalkylketone wie Methylcyclopentylketon, Ethylcyclopentylketon, Methylcyclohexylketon und Ethylcyclohexylketon;
- C1-C10-Alkylarylketone wie Acetophenon, Ethylphenylketon, 1-Acetylnaphthalin, 2-Acetylnaphthalin, wobei die vorstehenden Ketone am Benzolring bzw. Naphthalinring unsubstituiert sind oder 1, 2, 3, 4 oder 5 Substituenten RAr tragen, die wie vorstehend definiert sind;
- Cyloalkanone mit vorzugsweise 5 bis 12 C-Atomen, wie Cyclopentanon, 2-Methyl-cyclopentan-1-on, Cyclohexanon, 2-Methyl-cyclohexan-1-on, Cycloheptanon, Cyclooctanon, Cyclodecanon, Cyclododecanon, Norbornan-2-on und Campher (1,7,7-Trimethyl[2.2.1]bicycloheptan-2-on);
- Aliphatische und alicyclische Aldehyde mit vorzugsweise 2 bis 12 C-Atomen, z. B. Propionaldehyd, Butyraldehyd, n-Pentanal, n-Hexanal, n-Heptanal, n-Octanal, Cyclopentancarbaldehyd, Cyclohexancarbaldehyd und Cyclooctancarbaldehyd;
- aliphatische und cycloaliphatische 1,3-Diketone mit vorzugsweise 5 bis 12 C-Atomen, z. B. Pentan-2,4-dion, Hexan-2,4-dion, Heptan-2,4-dion, Heptan-3,5-dion, Octan-2,4-dion, Octan-3,5-dion, 2-Acetylcyclopentan-1-on, 2-Acetylcyclohexan-1-on, 2-Acetylcycloheptan-1-on, Cycohexan-1,3-dion, Cycloheptan-1,3-dion; sowie
- aliphatische und cycloaliphatische 3-Ketocarbonsäureester, insbesondere die C1-C-4 Alkylester von 3-Ketocarbonsäuren mit vorzugsweise 4 bis 12 C-Atomen, z. B. die Methylester und Ethylester der 3-Oxobutansäre, der 3-Oxopentansäre, der 3-Oxohexansäre, der 3-Oxoheptansäre, der 3-Oxooctansäre, der 2-Oxocyclopentancarbonsäure und der 2-Oxocyclohexancarbonsäure.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform 9 des Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 8 wird ein Reaktionsgemisch eingesetzt, worin die die Konzentration der Verbindung V im flüssigen Reaktionsgemisch im Bereich von 5 bis 100 g/L und insbesondere im Bereich von 5 bis 50 g/L liegt, jeweils bezogen auf das Gesamtvolumen des Reaktionsgemischs vor Beginn der Elektrolyse.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform 10 des Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 9 wird ein Reaktionsgemisch eingesetzt, worin die die Konzentration der der Halogenquelle im flüssigen Reaktionsgemisch im Bereich von 5 bis 300 g/L und insbesondere im Bereich von 10 bis 260 g/L liegt, jeweils bezogen auf das Gesamtvolumen des Reaktionsgemischs vor Beginn der Elektrolyse.
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Erfindungsgemäß enthält die in der Elektrolyse eingesetzte wenigstens ein Leitsalz. Als Leitsalze sind grundsätzlich alle anorganischen und organischen Salze geeignet, die im Reaktionsgemisch hinreichend löslich sind und unter den Elektrolysebedingungen inert sind. Geeignete Leitsalze sind dem Fachmann auf dem Gebiet der Elektrolyse hinreichend bekannt. Bevorzugt sind Leitsalze, die ein organisches Kation aufweisen.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 11 des Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 10 ist das Leitsalz ausgewählt unter quartären Ammoniumsalzen, Pyridiniumsalzen, Imidazoliumsalzen, quartären Phosphoniumsalzen und deren Gemischen ausgewählt. Besonders bevorzugte Leitsalze sind Tetra(C1-C6-alkyl)ammoniumsalze, Tri(C2-C6-alkyl)methyl-ammoniumsalze und Tri(C2-C6-alkyl)benzylammoniumsalze. Beispiele hierfür sind Tetramethylammoniumsalze, Tetraethylammoniumsalze, Tetra-n-butylammoniumsalze, Triethylmethylammoniumsalze, Trimethylbenzylammoniumsalze und Triethylbenzylammoniumsalze. Besonders geeignet sind auch Pyridiniumsalze und imidazoliumsalze, insbesondere solche, die 1 oder 2 C1-C8-Alkylgruppen als Substituenten tragen.
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Geeignete Gegenionen der vorgenannten Salze, sind grundsätzlich alle Anionen, die unter den Bedingungen einer Elektrolyse inert sind. Diese sind dem Fachmann auf dem Gebiet der Elektrolyse hinreichend bekannt.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 12 des Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 10 und insbesondere gemäß der Ausführungsform 11 sind die die Anionen des Leitsalzes ausgewählt sind unter Chlorid, Bromid, Tetrafluoroborat, Trifluormethansulfonat, Tosylat, Sulfat, C1-C4-Alkylsulfat, Perchlorat, Acetat, Hexafluorophosphat, Bis(trifluormethylsulfonyl)imid, Nitrat, Carbonat und Bromat und insbesondere unter Chlorid und Bromid.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 13 des Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 10 und insbesondere gemäß der Ausführungsformen 11 und 12 wird das Leitsalz in einer Menge eingesetzt, dass seine Konzentration in der Reaktionsmischung im Bereich von 0,01 bis 0,2 Mol/L und insbesondere im Bereich von 0,02 bis 0,2 Mol/L liegt.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 14 des Verfahrens gemäß einer der Ausführungsformen 1 bis 13 enthält das flüssige Reaktionsgemisch einen Mediator. Unter Mediatoren werden Verbindungen verstanden, die eine indirekte elektrochemische Oxidation ermöglichen. Hierbei handelt es sich um Verbindungen, die in unterschiedlichen Oxidationszuständen vorliegen können. Der Mediator wird elektrochemisch in die höhere Oxidationsstufe überführt, wirkt dann als Oxidationsmittel und regeneriert sich danach wieder durch elektrochemische Oxidation. Es handelt sich daher um eine indirekte elektrochemische Oxidation der organischen Verbindung, da der Mediator das Oxidationsmittel ist. Die Oxidation der organischen Verbindung mit dem Mediator in der oxidierten Form kann dabei in der Elektrolysezelle ausgeführt werden, in der der Mediator in die oxidierte Form überführt wurde, oder in einem oder mehreren separaten Reaktoren ("ex-cell-Verfahren").
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 15 des Verfahrens gemäß der Ausführungsform 14 enthält das Reaktionsgemisch als Mediator wenigstens ein Übergangsmetallsalz, das aus den Übergangsmetallen der Gruppen 5 - 10, insbesondere solchen der vierten Periode, des Periodensystems der Elemente ausgewählt ist, nach IUPAC.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 16 des Verfahrens gemäß der Ausführungsform 15 werden als Mediatoren im erfindungsgemäßen Verfahren Salze des Mangans, des Kupfers, des Cobalts, des Nickels, des Chroms, des Vanadiums, des Eisens, des Rutheniums, des Rhodiums oder des Palladiums eingesetzt.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 17 des Verfahrens gemäß der Ausführungsform 16 werden als Mediatoren im erfindungsgemäßen Verfahren Übergangsmetallsalz eingesetzt, die ausgewählt sind unter Mn(II)-Salzen, Cu(I)-Salzen, Cu(II)-Salzen, Co(II)-Salzen, Ni(II)-Salzen, Cr(II)-Salzen, Cr(III)-Salzen, V(III)-Salzen, Fe(II)-Salzen, Fe(III)-Salzen, Ru(III)-Salzen, Rh(III)-Salzen, Ir(III)-Salzen, Pd(II)-Salzen und deren Kombinationen.
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Die Anionen der Übergangsmetallsalze sind von untergeordneter Bedeutung. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 18 des Verfahrens gemäß den Ausführungsformen 15 bis 17 sind die Anionen der Übergangsmetallsalze ausgewählt unter Chlorid, Bromid, Tetrafluoroborat, Trifluormethansulfonat, Tosylat, Sulfat, C1-C4-Alkylsulfat, z. B. Methylsulfat oder Ethylsulfat, Perchlorat, Acetat, Hexafluorophosphat, Bis(trifluormethylsulfonyl)imid, Nitrat, Carbonat oder Bromat handeln. Bevorzugte Übergangsmetallsalze sind die Bromide und Chloride der vorgenannten Übergangsmetalle.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 19 des Verfahrens gemäß den Ausführungsformen 15 bis 18 wird der Mediator in einer Menge eingesetzt, dass seine Konzentration bis zu 20 mol-%, bezogen auf die Menge der eingesetzten Halogenquelle, beträgt und insbesondere im Bereich von 0.1 bis 20 mol-%, bezogen auf die Menge der eingesetzten Halogenquelle, liegt.
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Erfindungsgemäß wird die Elektrolyse in einer ungeteilten Elektrolysezelle durchgeführt. Unter einer ungeteilten Elektrolysezelle versteht man im Unterschied zu einer geteilten Elektrolysezelle eine Elektrolysezelle, in der die Anodenraum vom Kathodenraum nicht abgetrennt ist, so dass der Elektrolyt in der Elektrolysezelle im Wesentlichen die gleiche Zusammensetzung aufweist, abgesehen von transportbedingten Konzentrationsunterschieden im Bereich der Elektroden.
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Die Elektrolysezelle weist naturgemäß wenigstens eine Anode und wenigstens eine Kathode auf.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 20 des Verfahrens gemäß den Ausführungsformen 1 bis 19 ist das Anodenmaterial der Elektrolysezelle ausgewählt unter Graphit, einschließlich isostatischer Graphit, Graphitfolien, Graphitfasern und mit Metall dotierter Graphit, Glaskohlenstoff (GC), Platin, Bor-dotiertem Diamant (BDD) und Mischmetalloxiden umfassend wenigstens ein Metalloxid aus der Gruppe Rutheniumoxid, Iridiumoxid und Tantaloxid, vorzugsweise in Kombination mit einem Titanträger. Ein Besonders bevorzugtes Elektrodenmaterial für die Anode ist Graphit, insbesondere isostatischer Graphit.
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Als Elektrodenmaterial für die Kathode kommen grundsätzlich beliebige Elektrodenmaterialinen in Betracht. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 21 des Verfahrens gemäß den Ausführungsformen 1 bis 20 ist das Kathodenmaterial der Elektrolysezelle ausgewählt unter Graphit, einschließlich isostatischer Graphit, Graphitfolien, Graphitfasern und mit Metall dotierter Graphit, Glaskohlenstoff, Platin, Bor-dotiertem Diamant, Platin, Molybdän, Vanadium, Wolfram, Niob, Blei, das sowohl elementar oder in Form von Bleibronzen wie CuSn7Pb15 eingesetzt werden kann, Tantal, Nickel, Silber, Titan und Zirkonium.
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Besonders bevorzugte Kombinationen von Elektrodenmaterialien sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt
| Anode | Kathode |
| Graphit, isostatisch | Graphit, isostatisch |
| Graphit, isostatisch | Bor-dotierter Diamant |
| Bor-dotierter Diamant | Bor-dotierter Diamant |
| Glaskohlenstoff | Glaskohlenstoff |
| Glaskohlenstoff | Graphit |
| RuOx / Ti1) | Graphit |
| Graphit, isostatisch | Graphit-Fasern |
| Graphitfolie | Graphit |
| Graphit, isostatisch | Graphitfolie |
| Graphitfolie | Graphitfolie |
| Graphit, isostatisch | Silber |
| Graphit, isostatisch | CuSn7Pb15 |
| Graphit, isostatisch | Molybdän |
| Graphit, isostatisch | Niob |
| Graphit, isostatisch | Nickel |
| Graphit, isostatisch | Blei |
| Graphit, isostatisch | Tantal |
| Graphit, isostatisch | Titan |
| Graphit, isostatisch | Vanadium |
| Graphit, isostatisch | Wolfram |
| Graphit, isostatisch | Zirkonium |
| 1) Rutheniumoxid auf Titanträger |
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Grundsätzlich kann als Anode jede dem Fachmann bekannte Elektrodenform eingesetzt werden. Diese kann vollständig aus dem jeweiligen Elektrodenmaterial bestehen oder eine Trägerelektrode sein, die einen elektrisch leitfähigen Träger aufweist, der mit dem Elektrodenmaterial beschichtet ist. Bevorzugt sind Elektroden, die aus dem jeweiligen Elektrodenmaterial bestehen. Bei den als Anode verwendeten Elektroden kann es sich beispielsweise um Elektroden in Form von Streckmetallen, Netzen oder Blechen handeln.
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Für die Elektrolyse können jegliche dem Fachmann bekannte ungeteilte Elektrolysezellen eingesetzt werden, wie ungeteilte Topfzellen, ungeteilte Durchflusszellen, Kapillarspaltzellen, Plattenstapelzellen bzw. gestaffelte Topfzellen und bipolare Topfzellen, d. h. Zellen mit bipolarer Elektrodenanordnung. Besonders bevorzugt sind die ungeteilte Flusszelle, z.B. eine Flusszelle mit Zwangsfluss des Elektrolyten, d. h. der Elektrolyt wird kontinuierlich an den Elektroden vorbeigeführt, wobei der Fluss des Elektrolyten als Umlauf oder Durchlauf ausgestaltet werden kann. Ebenso bevorzugt sind gestaffelte Topfzellen, vorzugsweise mit Durchmischung. Gestaffelte Topfzellen können auch als Flusszellen ausgestaltet sein.
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Die Anordnung von Anode und Kathode in der Elektrolysezelle ist nicht beschränkt und umfasst beispielsweise Anordnungen von planaren Gittern und/oder Platten, die auch in Form mehrerer, alternierend gepolter Stapel angeordnet sein können und zylindrische Anordnungen von zylindrisch geformten Netzen, Gittern oder Rohren, die auch in Form mehrerer, alternierend gepolter Zylinder angeordnet sein können. Es können auch bipolar geschaltete Elektrodenanordnungen verwendet werden.
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Zur Erzielung optimaler Raum-Zeit-Ausbeuten sind dem Fachmann verschiedene Elektrodengeometrien bekannt. Geeignet sind beispielswese parallele Anordnungen von Elektrodenblechen, bipolare Anordnung mehrerer Elektroden, eine Anordnung, in der eine stabförmige Anode von einer zylindrischen Kathode umfasst wird, oder eine Anordnung, in der sowohl die Kathode als auch die Anode aus einem Drahtnetz bestehen und diese Drahtnetze aufeinandergelegt und zylindrisch aufgerollt wurden. Der Elektrodenabstand liegt typischerweise im Bereich von 1 bis 10 mm, und bei Flusszellen im Bereich von 0,25 bis 10 mm.
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Das Verfahren kann mit gutem Erfolg sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich durchgeführt werden. Das erfindungsgemäße Verfahren kann ebenfalls im industriellen Maßstab durchgeführt werden. Entsprechende Elektrolysezellen sind dem Fachmann bekannt. Alle Ausführungen dieser Erfindung beziehen sich sowohl auf den Labor- wie auf den industriellen Maßstab.
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In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Inhalt der Elektrolysezelle durchmischt. Für diese Durchmischung des Zelleninhalts können jegliche dem Fachmann bekannte mechanische Rührer eingesetzt werden.
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Durch Anlegen der Elektrolysespannung an den Anoden und den Kathoden wird durch den Elektrolyten elektrischer Strom geführt. Um Nebenreaktionen wie Überoxidation zu vermeiden, wird man in der Regel eine Stromdichte von 500 mA/cm2, insbesondere 100 mA/cm2, nicht überschreiten. Die Stromdichten, bei denen man das Verfahren durchführt, betragen im Allgemeinen 1 bis 500 mA/cm2, bevorzugt 1 bis 100 mA/cm2. Besonders bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren bei Stromdichten zwischen 1 und 50 mA/cm2 durchgeführt.
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Die Gesamtdauer der Elektrolyse hängt naturgemäß von der Elektrolysezelle, den verwendeten Elektroden und der Stromdichte ab. Eine optimale Dauer kann der Fachmann durch Routineversuche, z.B. durch Probennahme während der Elektrolyse ermitteln.
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Typischerweise liegt die zur Erzielung eines quantitativen Umsatzes benötigte Strommenge im Bereich von 2 bis 12 F(Faraday oder Coulomb/Mol).
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Um einen Belag auf den Elektroden zu vermeiden, kann die Polung in kurzen Zeitabständen gewechselt werden. Die Umpolung kann in einem Intervall von 30 Sekunden bis 10 Minuten erfolgen, bevorzugt ist ein Intervall von 30 Sekunden bis 2 Minuten. Hierfür ist es zweckmäßig, dass Anode und Kathode aus dem gleichen Material bestehen.
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Die Elektrolyse wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren in der Regel bei einer Temperatur in einem Bereich von 0 bis 100 °C, bevorzugt 10 bis 90 °C, insbesondere 15 bis 90 °C durchgeführt.
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In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Elektrolyse in der Regel bei einem Druck unterhalb 2000 kPa, bevorzugt unterhalb 1000 kPa, insbesondere unterhalb 150 kPa, z.B. im Bereich von 50 bis 1000 kPa, insbesondere 80 bis 150 kPa, durchgeführt. Besonders bevorzugt ist es das erfindungsgemäße Verfahren bei einem Druck im Bereich des Atmosphärendrucks (101 ± 20 kPa) durchzuführen.
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Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Halogenierungsprodukt kann aus Elektrolyten durch übliche, dem Fachmann bekannte Methoden gewonnen werden. Beispielsweise kann das bei der Elektrolyse gebildete Halogenierungsprodukt durch Destillation oder durch Extraktion dem Elektrolyten entzogen bzw. abgereichert werden.
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Als destillative Methoden eignen sich dem Fachmann bekannte Destillationsprozesse, wie Vakuumdestillation, Destillation unter Schutzgasatmosphäre, Rotationsverdampfer, Kugelrohrdestillation und Verwendung diverser Kolonnen wie Vigreux-, Füllkörper- und Drehbandkolonnen.
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Der Elektrolyt kann zur Extraktion z.B. mit einem organischen Lösungsmittel versetzt werden, das mit dem eingesetzten Carbonat-Lösungsmittel nicht oder nur begrenzt mischbar ist, um so dass erhaltene Halogenierungsprodukt abzutrennen (flüssig-flüssig Extraktion). Als organische Lösungsmittel eignen sich z.B. Kohlenwasserstoffe mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen wie Pentan, Hexan, Cyclohexan, Heptan oder Oktan.
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Das erhaltene Halogenierungsprodukt kann ebenso durch Festphasenextraktion aus dem Elektrolyten entfernt werden. Hierfür werden Festphasenextraktionsmittel zu Elektrolyten gegeben. Das an das Extraktionsmittel adsorbierte Halogenierungsprodukt kann anschließend mit dem Fachmann bekannten organischen Lösungsmitteln von der festen Phase eluiert werden. Auf diese Weise erhält man ein aufkonzentriertes Rohprodukt erhalten, welches dann durch Destillation einfacher gereinigt und isoliert werden kann.
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Die folgenden Beispiele dienen der Veranschaulichung der Erfindung.
I.1 Materialien und Geräte
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Chemikalien von analytischer Qualität, wurden von gängigen Anbietern wie Carl Roth TCI, Sigma Aldrich und Acros bezogen und verwendet.
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Sofern nichts anderes angegeben ist, handelt es sich bei dem eingesetzten Hexachlorcyclohexan um ein Stereoisomerengemisch des 1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclohexans.
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Sofern nichts anderes angegeben ist, handelt es sich bei dem eingesetzten Hexabromcyclododecan um ein Stereoisomerengemisch des 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecans.
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Als Elektrodenmaterial wurde isostatisches Graphit, Glaskohlenstoff (SIGRADUR® G, von HTW Hochtemperatur Werkstoffe GmbH, Thierhaupten, Deutschland), Graphit-Folie (Sigraflex-Folie), Bor dotierter Diamant (BDD), Blei, Kupfer-Zinn-Blei (CuSn7Pb15), Molybdän, Nickel, Niob, Silber, Tantal, Titan, Vanadium, Wolfram, Zirkonium, und Rutheniumoxid DSA verwendet.
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Die verwendeten Elektrolysezellen stammen von IKA. Hierbei wurden 5 mL Glasvials für die Batch-Versuche und Teflonzellen für die Flow-Versuche verwendet.
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Bei dem verwendeten Galvanostat handelt es sich um einen HMP4040 von Rohde&Schwarz (Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, München, Deutschland).
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Gaschromatographie erfolgte an eine GC-2010 von Shimadzu (Shimadzu, Japan) unter Verwendung einer HP-5MS Säule (Agilent, USA; Länge: 30 m, Innerer Durchmesser: 0.25 mm, Filmdicke: 0.25 µm, Trägergas: Helium (Druck: 26.7 kPa, Gesamtdurchfluss: 22.8 mL◆min-1, Säulenströmung: 0.68 mL◆min-1, lineare Geschwindigkeit: 30.0 cm◆sec-1, Entleerungsströmung: 5.0 mL◆min-1, Teilungsverhältnis: 25.0)).
- Injektortemperatur: 250 °C;
- Programm: Methode "Medium": 50 °C Starttemperatur für 1 min, Heizrate: 17.5 °C·min-1 bis 300 °C, 300 °C Endtemperatur für 4.72 min.
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Die mit dem Gaschromatographen gekoppelte Massenspektrometrie wurde mit einer GCMS-QP2010 SE Single Quadrupole von Shimadzu (Shimadzu, Japan) durchgeführt (Massebereich: m/z 1,5 to 1000, messbare FWHM: 0,5 bis 2,0 u; EI-Scan S/N: 1 pg Octafluornaphthalin m/z 272 S/N ≥ 600 (Heliumgas); Hochgeschwindigkeits-Scanrate: 10000 u/sec).
I.2 Allgemeine Arbeitsvorschrift (AAV1) zu Batch-Reaktionen in 5 mL-Glasvials
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Für die Batchreaktionen wurden 5 mL-Glasvials des IKA® Screening Systems (IKA-Werke GmbH & Co. KG, Staufen, Deutschland) verwendet, die während der Reaktionen in einem ebenfalls kommerziell erhältlichen Edelstahlblock erhitzt wurden. Die Dimensionen der Elektroden betrugen 7 cm x 1 cm x 0.3 cm und von denen der isostatischen Graphitelektroden 5 cm x 1 cm x 0.3 cm. Die Glasvials wurden mit einem Teflondeckel verschlossen, in den passgenaue Durchlässe für die Elektroden eingearbeitet waren.
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Für die Umsetzungen wurden in einem 5 mL-Glasvial 145,4 mg Hexachlorcyclohexan (HCH) (0.5 mmol) mit 0.5 mmol Leitsalz in 5 mL des verwendeten Lösungsmittels gelöst. Daraufhin wurden 1.5 mmol (3.0 Äq.) des Akzeptorsubstrats, wie beispielsweise 297,5 mg Methyl-10-undecenoat (MUD), zugegeben. Die Zelle wurde mit dem Deckel, der einen Elektrodenabstand von 1 cm vorgab, verschlossen. Die Elektrode ragten so 3,5 cm in die Reaktionslösung ein. Die Experimente wurden galvanostatisch bei einer Stromdichte von 4 mA·cm-2 und 50 °C durchgeführt. Dabei wurden jeweils 9 F(434.2 Q) bezogen auf das HCH angewendet und nach der Reaktion jeweils 70 ▪ µL Mesitylen als GC-Standard zugegeben.
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Hochskalierungsreaktionen wurden in Topfzellen mit einem Volumen von 50 mL bzw. 500 mL sowie in Stapelzellen mit einem Volumen von 0,8 L bzw. 1,5 L durchgeführt.
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Die Dimensionen der Elektroden betrugen in Zellen mit einem Volumen von 50 mL 10 cm x 2.3 cm x 0.3 cm und in Zellen mit einem Volumen von 500 mL 22.5 cm x 5.7 cm x 0.3 cm. Der Elektrodenabstand betrug jeweils 5 mm. Bei den Elektroden handelte es sich vorzugsweise um Graphitelektroden.
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Die Stapelzellen wiesen vorzugsweise isostatischen Graphitelektroden auf, die abwechselnd als Kathode und als Anode geschaltet waren. Der Elektrodenabstand betrug 5 mm. Die Dimensionen der Elektroden betrugen in Zellen mit einem Volumen von 0.8 L 16 cm x 6.4 cm x 0.3 cm (Anzahl 10x) und in Zellen mit einem Volumen von 1.5 L 21 cm x 8 cm x 0.3 cm (Anzahl 12x).
I.3 Allgemeine Arbeitsvorschrift (AAV2) zu Flow-Reaktionen in verschiedenen Zelltypen
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Für die Flow-Reaktionen wurden temperaturregulierte Flow-Zellen des IKA® Screening Systems (IKA-Werke GmbH & Co. KG, Staufen, Deutschland) verwendet. Für die Steuerung des Volumenstroms wurde eine Peristaltik-Pumpe IPC-N ISM936 von Ismatec genutzt. Die Dimensionen der Elektroden betrugen 12 cm x 4 cm x 0.3 cm für die temperaturgesteuerte Zelle mit einem 1 mm Spacer.
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Für die Umsetzungen wurden analoge Konzentrationen wie in AAV1 gewählt, lediglich das Volumen der Ansätze wurde erhöht. Die Experimente wurden galvanostatisch bei einer Stromdichte von 4 bis 20 mA·cm-2 und 50 - 75°C durchgeführt. Dabei wurden jeweils 9 -15 F bezogen auf das HCH angewendet und nach der Reaktion jeweils 70 µL Mesitylen als GC-Standard zugegeben. Des Weiteren wurden Volumenströme von 0.5 bis 10 mL·min-1 gewählt.
II. Herstellung von vicinal dihalogenierten Produkten im Batchverfahren
Beispiel 1.1: Methyl-10,11-Dichlorundecanoat
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit Methyl-10-undecenoat (362.9 mg, 1.83 mmol, 3,7 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.8 mg, 0,5 mmol) und Mangan(II)-chlorid (5.0 mg, 0.025 mmol) der Lösung zugegeben und diese bei 75 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 10 F galvanostatisch elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (5 cm x 1 cm x 0.3 cm) verwendet. Nach Extraktion des Produkts mit 3 x 5 mL n-Pentan, wurden die Pentan-Phasen vereint, über Magnesiumsulfat getrocknet, gefiltert und das Pentan bei vermindertem Druck entfernt. Das Produkt wurde als farblose hochviskose Flüssigkeit in einer Ausbeute von 37 % (0,174 g, 0,68 mmol) erhalten und per GC-MS nachgewiesen.
m/z: 268 (100.0%), 270 (65.1%), 269 (13.3%), 272 (11.0%), 271 (8.6%), 273 (1.4%)
Beispiele 1.2 bis 1.24: Herstellung von Methyl-10,11-Dichlorundecanoat unter Verwendung unterschiedlicher Elektroden
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Für die gemäß AAV1 durchgeführten Umsetzungen wurden jeweils die in Tabelle 1 genannten Elektroden verwendet. Als Lösungsmittel wurde Propylencarbonat verwendet und der Reaktionslösung wurde zusätzlich Tetraethylammoniumchlorid (82.8 mg, 0,5 mmol) und Mangan(II)-chlorid (5.0 mg, 0.025 mmol) zugegeben. Die jeweils über GC-Kalibrierungsgeraden bestimmten Umsätze und Ausbeuten sind ebenfalls in Tabelle 1 aufgeführt.
Tabelle 1: | Beispiel | Anode | Kathode | HCH-Umsatz/% | Benzol-Ausbeute/% | MUD-Umsatz/% | Cl2MUD 3)-Ausbeute/ % |
| 1.2 | Graphit | Graphit | 72 | 21 | >99 | 45 |
| 1.3 | Graphit | BDD 1) | 86 | 0 | 99 | 37 |
| 1.4 | BDD 1) | Graphit | 55 | 4 | 68 | 13 |
| 1.5 | BDD 1) | BDD 1) | 65 | 0 | 76 | 22 |
| 1.6 | GC 2) | GC 2) | 61 | 0 | 66 | 27 |
| 1.7 | GC 2) | Graphit | 92 | 0 | >99 | 25 |
| 1.8 | RuOx / Ti | Graphit | 90 | 0 | >99 | 40 |
| 1.9 | Graphit | Graphit-Fasern | 92 | 33 | 99 | 32 |
| 1.10 | Graphit-Folie | Graphit | 79 | 60 | >99 | 44 |
| 1.11 | Graphit | Graphit-Folie | 68 | 41 | 94 | 38 |
| 1.12 | Graphit-Folie | Graphit-Folie | 63 | 38 | 89 | 34 |
| 1.13 | Graphit | Aq | 72 | 6 | 96 | 39 |
| 1.14 | Graphit | CuSn7Pb15 | 86 | 0 | 97 | 34 |
| 1.15 1.16 | Graphit | Mo | >99 | 0 | >99 | 27 |
| | Graphit | Nb | 86 | 0 | 99 | 46 |
| 1.17 | Graphit | Ni | 74 | 0 | >99 | 39 |
| 1.18 | Graphit | Pb | 76 | 8 | 99 | 42 |
| 1.19 | Graphit | Ta | 90 | 0 | >99 | 31 |
| 1.20 | Graphit | Ti | 90 | 0 | 99 | 37 |
| 1.21 | Graphit | V | 94 | 0 | >99 | 27 |
| 1.22 | Graphit | W | 88 | 0 | 98 | 36 |
| 1.23 | Graphit | Zr | 82 | 32 | 99 | 42 |
1) BDD: Bor dotierter Diamant
2) GC: Glaskohlenstoff
3) Cl2MUD: Methyl-10,11-Dichlorundecanoat |
Beispiele 1.25 bis 1.37: Herstellung von Methyl-10,11-Dichlorundecanoat unter Verwendung unterschiedlicher Leitsalze
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Für die gemäß AAV1 durchgeführten Umsetzungen wurde jeweils das in Tabelle 2 genannte Leitsalz verwendet. Als Lösungsmittel wurde Propylencarbonat eingesetzt, als Kathode und Anode wurden jeweils Graphitelektroden verwendet und der Reaktionslösung wurde zusätzlich Mangan(II)-chlorid (5.0 mg, 0.025 mmol) zugegeben. Die jeweils über GC-Kalibrierungsgeraden bestimmten Umsätze und Ausbeuten sind ebenfalls in Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2: | Beispiel | Leitsalz | HCH-Umsatz/ % | Benzol-Ausbeute/ % | MUD-Umsatz/ % | Cl2MUD-Ausbeute/ % |
| 1.25 | TetramethylammoniumChlorid | >99 | 71 | 98 | 87 |
| 1.26 | TetraethylammoniumChlorid | 94 | 96 | 99 | 56 |
| 1.27 | Tetrabutylammonium-Chlorid | >99 | 92 | >99 | 41 |
| 1.28 | Tetrabutylammonium-Chlorid ▪ Hydrat | >99 | 94 | >99 | 44 |
| 1.29 | Tetramethylammonium-Tetrafluorborat | 13 | 13 | 89 | 3 |
| 1.30 | Tetraethylammonium-Tetrafluorborat | 79 | 64 | 90 | 69 |
| 1.31 | Tetrabutylammonium-Tetrafluorborat | 90 | 95 | 97 | 94 |
| 1.32 | Triethylmethylammonium-Chlorid | 91 | 98 | >99 | 38 |
| 1.33 | Benzyl-Trimethylammonium-Chlorid | >99 | 83 | >99 | 61 |
| 1.34 | Benzyl-Triethylammonium-Chlorid | >99 | 159 | >99 | 70 |
| 1.35 | Tetrabutylammonium-Acetat | >99 | 63 | >99 | 78 |
| 1.36 | Tetraethylammonium-Triflat | 93 | 86 | 95 | 79 |
| 1.37 | [Ethyl-Methyl-immidazolin][Chlorid] | 51 | 51 | 99 | 28 |
Beispiele 1.38 bis 1.50: Herstellung von Methyl-10,11-Dichlorundecanoat unter Verwendung unterschiedlicher Katalysatoren
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Für die gemäß AAV1 durchgeführten Umsetzungen wurde jeweils der in Tabelle 3 genannte Katalysator in einer Menge von 0.025 mmol verwendet. Als Lösungsmittel wurde Propylencarbonat eingesetzt, als Kathode und Anode wurden jeweils Graphitelektroden verwendet und der Reaktionslösung wurde zusätzlich Tetraethylammoniumchlorid (82.8 mg, 0,5 mmol) zugegeben. Die jeweils über GC-Kalibrierungsgeraden bestimmten Umsätze und Ausbeuten sind ebenfalls in Tabelle 3 aufgeführt.
Tabelle 3: | Beispiel | Katalysator | HCH-Umsatz/ % | Benzol-Ausbeute/ % | MUD-Umsatz/ % | Cl2MUD-Ausbeute/ % |
| 1.38 | Mangan(II)-chlorid Tetrahydrat | 100 | 75 | >99 | 67 |
| 1.39 | Mangan(II)-acetat Tetrahydrat | 93 | 77 | >99 | 62 |
| 1.40 | Mangan(II)-triflat | 100 | 70 | >99 | 64 |
| 1.41 | Kupfer(II)-chlorid | 92 | 70 | >99 | 66 |
| 1.42 | Kupfer(II)-acetat Hydrat | 100 | 71 | >99 | 70 |
| 1.43 | Cobalt(II)-chlorid | 100 | 83 | >99 | 65 |
| 1.44 | Cobalt(II)-acetat Tetrahydrat | 100 | 73 | >99 | 56 |
| 1.45 | Nickel(II)-chlorid Hexahydrat | 83 | 69 | >99 | 57 |
| 1.46 | Nickel(II)-acetat Tetrahydrat | 100 | 75 | >99 | 62 |
| 1.47 | Chrom(II)-chlorid | 88 | 70 | >99 | 59 |
| 1.48 | Chrom(III)-chlorid | 91 | 70 | >99 | 61 |
| 1.49 | Vanadium(III)-chlorid | 84 | 72 | >99 | 58 |
| 1.50 | Eisen(II)-chlorid Tetrahydrat | 81 | 66 | >99 | 23 |
Beispiel 2: 1,2-Dichlordodecan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit 1-Dodecen (311.3 mg, 1.83 mmol, 3,7 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.8 mg, 0,5 mmol) und Mangan(II)chlorid (5.0 mg, 0.025 mmol) der Lösung zugegeben und diese bei 75 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 10 F galvanostatisch elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (5 cm x 1 cm x 0.3 cm) verwendet. Nach Extraktion des Produkts mit 3 x 5 mL n-Pentan, wurden die Pentan-Phasen vereint, über Magnesiumsulfat getrocknet, gefiltert und das Pentan bei vermindertem Druck entfernt. Das Produkt wurde als farblose hochviskose Flüssigkeit in einer Ausbeute von 16% erhalten (0,073 g, 0,29 mmol). Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 238 (100.0%), 240 (64.7%), 239 (13.3%), 242 (10.7%), 241 (8.5%), 243 (1.4%)
Beispiel 3: 1,2-Dichlorethylacetat (= Essigsäure-(1,2-dichlorethylester))
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Vinylacetat (258 mg, 275 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0,25 mmol) und Mangan(II)chlorid (30.0 mg, 0.15 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7,2 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5 mA·cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (5 cm x 1 cm x 0.3 cm) verwendet. Die Auftrennung erfolgte über fraktionierte Destillation über Magnesiumsulfat bei vermindertem Druck. Das Produkt wurde als farblose Flüssigkeit in der zweiten Fraktion isoliert. (Ausbeute: 87%, 409,8 mg, 2,61 mmol). In der ersten Fraktion konnte Benzol isoliert werden, ohne Nachweis von chlorierten Benzolen. Diese Reaktion wurde auch um den Faktor 10 und 100 größer durchgeführt. Zusätzlich wurden dieses Produkt nach AAV2 in einer Flusszelle nach einem 50 mL Ansatz bei einem Volumenfluss von 1 mL·min-1 und einem Elektrodenabstand von 1 mm durchgeführt. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
- m/z: 156.0 (100.0%), 158.0 (64.4%), 160.0 (10.5%), 157.0 (4.5%), 159.0 (2.9%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 6.49 (dd, J = 7.3, 4.5 Hz, 1H), 3.87-3.83 (m, 2H), 2.18 (s, 3H)
Beispiel 4: 1,2-Dichlorethylpropionat (= Propionsäure-(1,2-dichlorethylester)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Vinylpropionat (253 mg, 275 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0,25 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (30.0 mg, 0.15 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7,2 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5 mA·cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (10 cm x 2.4 cm x 0.3 cm) verwendet. Die Auftrennung erfolgte über fraktionierte Destillation bei vermindertem Druck. Das Produkt wurde als farblose Flüssigkeit isoliert. (Ausbeute: 21%, 1.08 g, 6.32 mmol). Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
- m/z: 170 (100.0%), 172 (64.5%), 174 (10.6%), 171 (5.6%), 173 (3.6%)
- 1H-NMR (400 MHz, CD2Cl2) δ [ppm] = 6.52 (dd, J = 6.7, 4.8 Hz, 1H), 3.89-3.87 (m, 2H), 2.47-2.41 (m, 2H), 1.16 (t, J = 7.5 Hz, 3H).
Beispiel 5: 1,2-Dichlorethylbutyrat (= Butansäure-(1,2-dichlorethylester)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Vinylbutyrat (288 mg, 310 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0,25 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (30.0 mg, 0.15 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7,2 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5 mA·cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (5 cm x 1 cm x 0.3 cm) verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
- m/z: 184 (100.0%), 186 (64.5%), 188 (10.6%), 185 (6.7%), 187 (4.3%)
- 1H-NMR (400 MHz, CD2Cl2) δ [ppm] = 6.52 (dd, J = 6.7, 4.8 Hz, 1H), 3.89 - 3.87 (m, 2H), 2.39 (d, J = 7.3 Hz, 2H), 1.71 - 1.65 (m, 2H), 0.96 (d, J = 7.5 Hz, 3H).
Beispiel 6: Essigsäure-1,2-dichlorisopropylester
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Isopropenylacetat (300 mg, 323 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0,25 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (30.0 mg, 0.15 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7,2 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (5 cm x 1 cm x 0.3 cm) verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 170.0 (100.0%), 172.0 (64.5%), 174.0 (10.6%), 171.0 (5.6%), 173.0 (3.6%)
Beispiel 7: Dichlorethylencarbonat
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Vinylencarbonat (258 mg, 190 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0,25 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (30.0 mg, 0.15 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7,2 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (5 cm x 1 cm x 0.3 cm) verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 155.9 (100.0%), 157.9 (64.6%), 159.9 (10.6%), 156.9 (3.4%), 158.9 (2.2%)
Beispiel 8: 1,2-Dibromethylacetat (Essigsäure-(1,2-dibromethylester))
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexabromcyclododecan (641.7 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Vinylacetat (258 mg, 275 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0,25 mmol) und Mangan(II)bromid (21.4 mg, 0.075 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7,2 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (5 cm x 1 cm x 0.3 cm) verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 245.87 (100.0%), 243.87 (51.4%), 247.87 (48.6%), 246.87 (4.3%), 244.88 (2.3%), 248.87 (2.1%)
Beispiel 9: Benzoesäure-(1,2-dichlorethylester)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Vinylbenzoat (288 mg, 420 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0,25 mmol) und Mangan(II)-chlorid-Tetrahydrat (30.0 mg, 0.15 mmol) der Lösung zugegeben. Die Lösung wurde bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.2 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (5 cm x 1 cm x 0.3 cm) verwendet. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 45%, 298 mg, 1.36 mmol).
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1H-NMR (400 MHz, CD2Cl2) δ [ppm] = 8.09 (dd, J = 8.6, 1.3 Hz, 2H), 7.69-7.63 (m, 1H), 7.54-7.49 (m, 2H), 4.10-3.99 (m, 2H).
III. Herstellung von α-Chlorketonen im Batchverfahren
Beispiel 10: 2-Chlorcyclohexanon
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit Cyclohexanon (258 mg, 190 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.9 mg, 0,5 mmol) und Kupfer(II)chlorid-Dihydrat (17.0 mg, 0.1 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 9.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 132.0 (100.0%), 134.0 (32.4%), 133.0 (6.6%), 135.0 (2.1%)
Beispiel 10a: 2-Chlorcyclohexanon
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit Cyclohexanon (141 mg, 155 µL, 1.5 mmol, 1.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.9 mg, 0,5 mmol) und Kupfer(II)chlorid-Dihydrat (17.0 mg, 0.1 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 9.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 71%, 135 mg, 1.02 mmol).
- m/z: 132.0 (100.0%), 134.0 (32.4%), 133.0 (6.6%), 135.0 (2.1%)
- 1H-NMR (400 MHz, CD2Cl2) δ [ppm] = 4.40 (ddd, J = 9.5, 5.3, 1.3 Hz, 1H), 2.72-2.66 (m, 1H), 2.43-2.30 (m, 2H), 2.04-1.92 (m, 3H), 1.81-1.69 (m, 2H).
Beispiel 11: 2,2-Dichlor-1,3-cyclohexandion
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit 1,3-Cyclohexandion (210 mg, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.9 mg, 0,5 mmol) und Kupfer(II)chlorid-Dihydrat (17.0 mg, 0.1 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 6.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 179.97 (100.0%), 181.97 (63.9%), 183.97 (10.2%), 180.98 (6.6%), 182.97 (4.1%)
Beispiel 12: 2-Oxo-cyclohexancarbonsäure-ethylester
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit 2-Oxo-cyclohexancarbonsäure-ethylester (255 mg, 241 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.9 mg, 0,5 mmol) und Kupfer(II)chlorid-Dihydrat (17.0 mg, 0.1 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 6.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 204.1 (100.0%), 206.1 (33.0%), 205.1 (10.0%), 207.1 (3.3%)
Beispiel 13: 1-Chlor-3,3-dimethylbutanon
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit 3,3-Dimethyl-2-butanon (300 mg, 275 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.9 mg, 0,5 mmol) und Kupfer(II)chlorid-Dihydrat (17.0 mg, 0.1 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 6.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 134.0 (100.0%), 136.0 (32.0%), 135.1 (6.7%), 137.1 (2.1%)
Beispiel 13a: 1-Chlor-3,3-dimethylbutanon
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (2.908 g, 10 mmol, 1.0 Äq.) mit 3,3-Dimethyl-2-butanon (3.004 g, 3.75 mL, 30.0 mmol, 3.0 Äq.) in 50 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (0.41 g, 2.5 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (0.30 g, 1.5 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 9.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert (Ausbeute: 30%, 1.22 g, 9.06 mmol).
- m/z: 134.0 (100.0%), 136.0 (32.0%), 135.1 (6.7%), 137.1 (2.1%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.37 (s, 3H), 1.21 (s, 9H).
Beispiel 14: 2-Chlorphenylethanon
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit 1-Phenylethanon (464 mg, 450 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.9 mg, 0,5 mmol) und Kupfer(II)chlorid-Dihydrat (17.0 mg, 0.1 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 6.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 154.0 (100.0%), 156.0 (32.5%), 155.0 (8.8%), 157.0 (2.8%)
Beispiel 14a: 2-Chlorphenylethanon
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit 1-Phenylethanon (360 mg, 350 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.9 mg, 0,5 mmol) und Kupfer(II)chlorid-Dihydrat (34 mg, 0.2 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 9.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 50 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 43%, 199 mg, 1.3 mmol).
- m/z: 154.0 (100.0%), 156.0 (32.5%), 155.0 (8.8%), 157.0 (2.8%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 8.00-7.92 (m, 2H), 7.68-7.58 (m, 1H), 7.57-7.45 (m, 2H), 4.72 (s, 2H).
Beispiel 15: Methyl 2-chloracetoacetat
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (145.5 mg, 0.5 mmol, 1.0 Äq.) mit Methylacetoacetat (174 mg, 161 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (82.9 mg, 0,5 mmol) und Kupfer(II)chlorid-Dihydrat (17.0 mg, 0.1 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 6.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 150.0 (100.0%), 152.0 (32.7%), 151.0 (5.6%), 153.0 (1.8%)
IV. Herstellung von Chlor- und Brommethylacetalen in der Topfelektrolyse
Beispiel 16: Chloracetaldehyd-dimethylacetal (= 2-Chlor-1,1-dimethoxyethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylvinylether (219 mg, 290 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Methanol (387 mg, 490 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 124.0 (100.0%), 126.0 (32.5%), 125.0 (4.5%), 127.0 (1.5%)
Beispiel 16a: 2-Chlor-1,1-dimethoxyethan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylvinylether (219 mg, 290 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Methanol (387 mg, 490 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA·cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Anschließend wurde das Produkt unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 47%, 175 mg, 1.41 mmol).
- m/z: 124.0 (100.0%), 126.0 (32.5%), 125.0 (4.5%), 127.0 (1.5%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.51 (t, J = 5.4 Hz, 1H), 3.50 (d, J = 5.4 Hz, 2H), 3.40 (s, 6H).
Beispiel 17: Chloracetaldehyd-ethylmethylacetal (= 2-Chlor-1-ethoxyl-1-methoxyethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylvinylether (219 mg, 290 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Methanol (387 mg, 490 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 19%, 79 mg, 0.57 mmol).
m/z: 138.0 (100.0%), 140.0 (32.4%), 139.0 (5.5%), 141.0 (1.8%)
Beispiel 18: Chloracetaldehyd-diethylacetal (2-Chlor-1,1-di(ethoxy)ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylvinylether (219 mg, 290 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Ethanol (552 mg, 700 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgeiwesen. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 88%, 403 mg, 2.64 mmol).
- m/z: 152.1 (100.0%), 154.1 (32.6%), 153.1 (6.7%), 155.1 (2.2%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.62 (t, J = 5.5 Hz, 1H), 3.70 (dq, J = 9.4, 7.1 Hz, 2H), 3.58 (dq, J = 9.3, 7.0 Hz, 2H), 3.50 (d, J = 5.4 Hz, 2H), 1.22 (t, J = 7.1 Hz, 6H).
Beispiel 18a: 2-Chlor-1,1-di(ethoxy)ethan (HCI als nicht bevorzugte Chlorquelle)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde konz. Salzsäure (37%, 200 µL) mit Ethylvinylether (219 mg, 290 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Ethanol (552 mg, 700 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 30%, 139 mg, 0.91 mmol).
m/z: 152.1 (100.0%), 154.1 (32.6%), 153.1 (6.7%), 155.1 (2.2%)
Beispiel 19: Chloracetaldehyd-ethylisopropylacetal (= 2-(2-Chlor-1-ethoxyethoxy)propan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylvinylether (219 mg, 290 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Isopropanol (721 mg, 925 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 166.1 (100.0%), 168.1 (32.6%), 167.1 (7.8%), 169.1 (2.5%)
Beispiel 20: Chloracetaldehyd-diisopropylacetal (= 1-Chlor-2,2-di(methylethyloxy)ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Isopropylvinylether (258 mg, 342 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Isopropanol (721 mg, 925 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 180.1 (100.0%), 182.1 (32.7%), 181.1 (8.9%), 183.1 (2.9%)
Beispiel 21: 2-Chlormethyl-1,3-dioxolan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylenglycolvinylether (264 mg, 270 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (19.8 mg, 0.1 mmol) der Lösung zugegeben und bei 57 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.4 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
m/z: 122.0 (100.0%), 124.0 (32.4%), 123.0 (4.5%), 125.0 (1.5%)
Beispiel 21a: 2-Chlormethyl-1,3-dioxolan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (218.1 mg, 0.75 mmol, 1.0 Äq.) mit 2-Hydroxyethylvinylether (198 mg, 202 µL, 2.25 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 57 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.4 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation entfernt und anschließend fraktioniert destilliert (Ausbeute: 35%, 97 mg, 0.79 mmol). Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen.
- m/z: 122.0 (100.0%), 124.0 (32.4%), 123.0 (4.5%), 125.0 (1.5%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 5.14 (t, J = 4.0 Hz, 1H), 4.06-4.01 (m, 2H), 3.9-3.89 (m, 2H), 3.52 (d, J = 3.9 Hz, 2H).
Beispiel 22: 2-Chlormethyl-1,3-dioxepan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (218.7 mg, 0.75 mmol, 1.0 Äq.) mit Tetramethylenglycolvinylether (= 4-Hydroxybutylvinylether) (261 mg, 276 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (14.8 mg, 0.075 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation entfernt und anschließend fraktioniert destilliert (Ausbeute: 79%, 276 mg, 1.78 mmol). Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt zudem mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert.
- m/z: 150 (100.0%), 152 (32.6%), 151 (6.7%), 153 (2.2%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.84 (t, J = 5.3 Hz, 1H), 3.93 (dq, J = 11.9, 3.4 Hz, 2H), 3.66 (dq, 2H), 3.46 (d, J = 5.3 Hz, 2H), 1.76-1.68 (m, 4H).
Beispiel 22a: 2-Chlormethyl-1,3-dioxepan mit HCl als nicht bevorzugte Chlorquelle
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde konz. Salzsäure (37%, 100 µL) mit 4-Hydroxybutylvinylether (261 mg, 276 µL, 2.25 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (14.8 mg, 0.075 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.0 Fgalvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 26%, 87 mg, 0.58 mmol).
Beispiel 23: 2-Chlormethyl-1,3,6-trioxocan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (218.7 mg, 0.75 mmol, 1.0 Äq.) mit 2-[2-(ethenyloxy)ethoxy]ethanol (368 mg, 382 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) und Mangan(II)chlorid-Tetrahydrat (14.8 mg, 0.075 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten sublimiert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 38%, 142 mg, 0.86 mmol).
- m/z: 166.0 (100.0%), 168.0 (32.8%), 167.0 (6.7%), 169.0 (2.2%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.77 (t, J = 5.4 Hz, 1H), 4.01-3.92 (m, 4H), 3.79-3.64 (m, 4H), 3.45 (d, J = 5.4 Hz, 2H).
Beispiel 24: 2-Brommethyl-1,3-dioxepan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexabromcyclododecan (481 mg, 0.75 mmol, 1.0 Äq.) mit 4-Hydroxybutylvinylether (261 mg, 276 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) und Mangan(II)bromid-Tetrahydrat (21.4 mg, 0.075 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 29%, 131 mg, 0.67 mmol).
- m/z: 194.0 (100.0%), 196.0 (97.9%), 195.0 (6.7%), 197.0 (6.5%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.89 (t, J = 5.3 Hz, 1H), 3.93 (dq, J = 11.9, 3.5 Hz, 2H), 3.69-3.64 (m, 2H), 3.32 (d, J = 5.4 Hz, 2H), 1.76-1.68 (m, 4H).
Beispiel 25: 2,3-Dichlorpropan-1-ol
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (3.635 g, 12.5 mmol, 1.0 Äq.) mit Allylalkohol (2.178 g, 2.56 mL, 37.5 mmol, 3.0 Äq.) in 50 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (414 mg, 2.5 mmol) und Mangan(II)-chlorid-Tetrahydrat (495 mg, 2.5 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 6.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 11.7 mA·cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden (10 cm x 2.4 cm x 0.3 cm) verwendet. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 79%, 3.82 g, 29.6 mmol).
- m/z: 218.0 (100.0%), 220.0 (64.3%), 222.0 (10.2%), 219.0 (9.8%), 221.0 (6.3%), 223.0 (1.0%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.16 (ddd, J = 9.5, 7.8, 4.5 Hz, 1H), 3.96-3.91 (m, 2H), 3.85-3.75 (m, 2H), 2.16 (s, 1H).
Beispiel 26: Chloracetaldehyd-dipropylacetal (1-Chlor-2,2-di(propoxy)-ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Propylvinylether (258 mg, 340 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Propanol (721 mg, 900 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde ebenfalls über GC-MS nachgewiesen. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 42%, 233 mg, 1.29 mmol).
- m/z: 180.1 (100.0%), 182.1 (32.0%), 181.1 (8.9%), 183.1 (2.8%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.62 (t, J = 5.5 Hz, 1H), 3.60 (dt, J = 9.3, 6.7 Hz, 2H), 3.51 (d, J = 5.5 Hz, 2H), 3.46 (dt, J = 9.2, 6.7 Hz, 2H), 1.65-1.58 (h, 4H), 0.94 (t, J = 7.4 Hz, 6H).
Beispiel 27: Chloracetaldehyd-dichlorethanolacetal (2-Chlor-1,1-di(2-chlorethoxy)-ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit 2-Chlorethylvinylether (320 mg, 304 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und 2-Chloethanol (966 mg, 798 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde ebenfalls über GC-MS nachgewiesen. Das Lösungsmittel wurde unter verminderten Druck entfernt. Anschließend wurde das Produkt mittels fraktionierter Destillation aus dem Rückstand isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 46%, 306 mg, 1.38 mmol).
- m/z: 220.0 (100.0%), 222.0 (95.9%), 224.0 (31.0%), 221.0 (6.7%), 223.0 (6.3%), 226.0 (3.3%), 225.0 (2.1%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.80 (t, J = 5.6 Hz, 1H), 3.93 (dt, J = 11.2, 5.6 Hz, 2H), 3.84 (dt, J = 10.8, 5.6 Hz, 2H), 3.66 (t, J = 5.7 Hz, 4H), 3.57 (d, J = 5.5 Hz, 2H).
Beispiel 28: Chloracetaldehyd-dibutylacetal (2-Chlor-1,1-di(butoxy)ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Butylvinylether (300 mg, 390 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Butanol (889 mg, 1098 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde ebenfalls über GC-MS nachgewiesen. Der Elektrolyt wurde mit "Pentan extrahiert. Nach Entfernung des Lösungsmittels wurde anschließend das Produkt mittels fraktionierter Destillation aus dem Rückstand isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 49%, 307 mg, 1.47 mmol).
- m/z: 208.1 (100.0%), 210.1 (32.0%), 209.1 (11.1%), 211.1 (3.5%), 210.1 (1.0%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.60 (t, J = 5.4 Hz, 1H), 3.63 (dt, J = 9.2, 6.5 Hz, 2H), 3.53-3.47 (m, 4H), 1.57 (dq, J = 8.4, 6.6 Hz, 4H), 1.43-1.34 (m, 4H), 0.92 (t, J = 7.3 Hz, 6H).
Beispiel 28a: 2-Chlor-1,1-di(butoxy)ethan (HCl als nicht bevorzugte Chlorquelle)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde konz. Salzsäure (37%, 100 µL) mit "Butylvinylether (300 mg, 390 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und "Butanol (889 mg, 1098 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde ebenfalls über GC-MS nachgewiesen. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 12%, 75 mg, 0.36 mmol).
Beispiel 29: Chloracetaldehyd-diisobutylacetal (2-Chlor-1,1-di(2-methylpropoxy)-ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit 2-Metyhlpropylvinylether (300 mg, 390 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und 2-Methylpropanol (889 mg, 1112 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde ebenfalls über GC-MS nachgewiesen. Der Elektrolyt wurde mit "Pentan extrahiert. Nach Entfernung des Lösungsmittels wurde anschließend das Produkt mittels fraktionierter Destillation aus dem Rückstand isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 56%, 351 mg, 1.68 mmol).
Beispiel 29a: 2-Chlor-1,1-di(2-methylpropoxy)-ethan (HCl als nicht bevorzuzgte Chlorquelle)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde konz. Salzsäure (37%, 100 µL) mit Butylvinylether (300 mg, 390 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und i Butanol (889 mg, 1112 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 17%, 104 mg, 0.50 mmol).
- m/z: 208.12 (100.0%), 210.12 (32.0%), 209.13 (11.1%), 211.12 (3.5%), 210.13 (1.0%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.60 (t, J = 5.5 Hz, 1H), 3.51 (d, J = 5.4 Hz, 2H), 3.40 (dd, J = 9.0, 6.6 Hz, 2H), 3.26 (dd, J = 9.0, 6.7 Hz, 2H), 1.86 (dp, J = 13.3, 6.7 Hz, 2H), 0.92 (d, J = 6.7 Hz, 12H).
Beispiel 30: Chloracetaldehyd-dibenzylacetal (2-Chlor-1,1-di(benzyloxy)-ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Benzylvinylether (403 mg, 415 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Benzylalkohol (1298 mg, 1248 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde ebenfalls über GC-MS nachgewiesen. Das Lösungsmittel wurde unter verminderten Druck entfernt. Anschließend wurde das Produkt mittels fraktionierter Destillation aus dem Rückstand isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 31%, 260 mg, 0.93 mmol).
- m/z: 276.1 (100.0%), 278.1 (32.0%), 277.1 (17.6%), 279.1 (5.6%), 278.1 (1.9%)
- 1H-NMR (400 MHz, CD2Cl2) δ [ppm] = 7.41-7.29 (m, 10H), 4.88 (t, J = 5.4 Hz, 1H), 4.72 (d, J = 11.6 Hz, 2H), 4.63 (d, J = 11.6 Hz, 2H), 3.64 (d, J = 5.5 Hz, 2H).
Beispiel 31: 2-Chlormethyl-1,3-dioxan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (218.1 mg, 0.75 mmol, 1.0 Äq.) mit 3-Hydroxypropylvinylether (230 mg, 239 µL, 2.25 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) und Mangan(II)-chlorid-Tetrahydrat (14.8 mg, 0.075 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.0 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation entfernt. Das Produkt wurde über 1H-NMR in der Destillationsfraktion und in der GC-MS nachgewiesen.
Beispiel 32: Bromacetaldehyd-dimethylacetal (2-Brom-1,1-di(methoxy)-ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecan (641.7 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylvinylether (219 mg, 290 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Methanol (387 mg, 490 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 22%, 109 mg, 0.65 mmol).
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1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.55 (t, J = 5.4 Hz, 1H), 3.39 (s, 6H), 3.36 (d, J = 5.5 Hz, 2H).
Beispiel 33: Bromacetaldehyd-diethylacetal (2-Brom-1,1-di(ethoxy)ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecan (641.7 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylvinylether (219 mg, 290 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und Ethanol (552 mg, 700 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 86%, 510 mg, 2.59 mmol).
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1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.66 (t, J = 5.5 Hz, 1H), 3.72-3.55 (m, 4H), 3.36 (d, J = 5.5 Hz, 2H), 1.23 (t, J = 7.1 Hz, 6H).
Beispiel 34: Bromacetaldehyd-dipropylacetal (2-Brom-1,1-di(propoxy)-ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecan (641.7 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Propylvinylether (258 mg, 340 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und n Propanol (721 mg, 900 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Der Elektrolyt wurde mit "Pentan extrahiert. Nach Entfernung des Lösungsmittels wurde anschließend das Produkt mittels fraktionierter Destillation aus dem Rückstand isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 14%, 94 mg, 0.419 mmol).
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1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.66 (t, J = 5.5 Hz, 1H), 3.62-3.44 (m, 4H), 3.37 (d, J = 5.5 Hz, 2H), 1.66-1.58 (m, 4H), 0.94 (t, J = 7.5 Hz, 6H).
Beispiel 35: Bromacetaldehyd-diisobutylacetal (2-Brom-1,1-di(2-methylpropoxy)-ethan)
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecan (641.7 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit 2-Methylpropylvinylether (300 mg, 390 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) und 2-Methylpropanol (889 mg, 1112 µL, 12.0 mmol, 12.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 8.5 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 15.0 mA◆cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Der Elektrolyt wurde mit "Pentan extrahiert. Nach Entfernung des Lösungsmittels wurde anschließend das Produkt mittels fraktionierter Destillation aus dem Rückstand isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 36%, 273 mg, 1.08 mmol).
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1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.65 (t, J = 5.6 Hz, 1H), 3.42-3.37 (m, 4H), 3.25 (dd, J = 9.0, 6.6 Hz, 2H), 1.87 (dp, J = 13.3, 6.7 Hz, 2H), 0.93 (d, J = 6.7 Hz, 12H).
Beispiel 36: 2-Brommethyl-1,3-dioxolan
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde 1,2,5,6,9,10-Hexabromcyclododecan (641.7 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit 2-Hydroxethylvinylether (264 mg, 270 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 57 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.4 Fgalvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA·cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation isoliert. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 49%, 245 mg, 1.47 mmol).
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1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 5.14 (t, J = 4.1 Hz, 1H), 4.07-3.93 (m, 4H), 3.39 (d, J = 4.2 Hz, 2H).
V. Herstellung von monohalogenierten Produkten im Batchverfahren
Beispiel 37: 2-Chlorethylacetat
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (290.8 mg, 1.0 mmol, 1.0 Äq.) mit Ethylenglycolvinylether (264 mg, 270 µL, 3.0 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 8 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7.4 F galvanostatisch mit einer Stromdichte von 5.0 mA·cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation entfernt. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 94%, 259 mg, 2.12 mmol).
- m/z: 122.0 (100.0%), 124.0 (32.4%), 123.0 (4.5%), 125.0 (1.5%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.30 (t, J = 5.5 Hz, 2H), 3.66 (t, J = 5.5 Hz, 2H), 2.08 (s, 3H).
Beispiel 38: 3-Chlorpropylacetat
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Gemäß der wie folgt abgewandelten AAV1 wurde Hexachlorcyclohexan (218.1 mg, 0.75 mmol, 1.0 Äq.) mit 3-Hydroxypropylvinylether (230 mg, 239 µL, 2.25 mmol, 3.0 Äq.) in 5 mL Propylencarbonat gelöst. Zusätzlich wurden Tetraethylammoniumchlorid (41.4 mg, 0.25 mmol) der Lösung zugegeben und bei 25 °C unter Raumatmosphäre und Applikation von 7 Fgalvanostatisch mit einer Stromdichte von 10.0 mA·cm-2 elektrolysiert. Als Anode und Kathode wurden vorzugsweise isostatische Graphitelektroden verwendet. Das Produkt wurde anschließend unter verminderten Druck aus dem Elektrolyten durch Destillation entfernt. Das Produkt wurde über GC-MS nachgewiesen. Für die Ausbeuteermittlung wurde das Produkt mittels externerer Kalibrierung über GC quantifiziert (Ausbeute: 60%, 186 mg, 1.36 mmol).
- m/z: 136.03 (100.0%), 138.03 (32.4%), 137.03 (5.5%), 139.03 (1.8%)
- 1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ [ppm] = 4.20 (t, J = 6.1 Hz, 2H), 3.60 (t, J = 6.4 Hz, 2H), 2.11-2.03 (m, 5H).