HALTEVORRICHTUNG FÜR ELEKTRISCH BEHEIZTE STRAHLROHRE
Den Gegenstand dieser Erfindung bildet eine Haltevorrichtung für elektrisch behei zte Strahlrohre , wie sie beispielsweise zur Wärmebehandlung von Metallbändern in Öfen verwendet werden .
Zur Wärmebehandlung von Metallen ist es bekannt ( DE 20 2008 009 065 Ul ) , mit Hil fe von Brennern behei zbare Strahlrohreinheiten vorzusehen, die zwei von einem an den Brenner angeschlossenen Mittelrohr ausgehende , parallel zum Mittelrohr in einer gemeinsamen Axialebene liegende Außenrohre aufweisen, sodass mit Hil fe der endseitig über Rohrbögen mit dem Mittelrohr verbundenen Außenrohre j eweils ein Teilstrom der in das Mittelrohr strömenden heißen Abgase des Brenners im Kreislauf geführt werden kann .
Die gasbehei zten Strahlrohreinheiten dieser Bauform werden auch als „Double-P Radiant Tubes" bezeichnet . Das zu behandelnde Metallband, das parallel zur gemeinsamen Axialebene der Rohre der Strahlrohreinheit mit einer quer zu den Rohrachsen verlaufenden Vorschubrichtung gefördert wird, wird über die von den Rohren der Strahlrohreinheit abgestrahlte Wärmestrahlung erwärmt . Wegen der hohen Temperaturen der Strahlrohre ist die Lagerung der Strahlrohreinheit so aus zugestalten, dass die Wärmedehnungen der Rohre in axialer Richtung berücksichtigt werden . Zu diesem Zweck weist das Mittelrohr an seinem dem Brenner gegenüberliegenden Ende einen holen Lagerzapfen auf , der in einer Ausnehmung in der Ofenwand gelagert ist . Herkömmliche Öfen mit gasbehei zten Strahlrohren weisen daher in der Regel pro Strahlrohreinheit eine Öf fnung in der Ofenwand zur Abstützung der Strahlrohreinheit auf .
Eine derartige Lagerung ist bei spielsweise in der AT 508368 Bl beschrieben und auch in Figur 1 dargestellt .
Es sind mittlerweile auch andere Lösungen bekannt, bei denen anstatt gasbehei zter Strahlrohre elektrisch behei zte Strahlrohre verwenden werden . Dabei könnten nun anstatt einer Doppel-P Strahlrohreinheit zwei oder drei parallel verlaufende elektrisch beheizte Strahlrohre verwendet werden . Diese Strahlrohre sind im Wesentlichen zylinderförmig . Auch bei elektrisch beheizten Strahlrohren ist es günstig, wenn sie an ihrem freien Ende abgestützt werden . Dazu könnte man beispielsweise in der Ofenwand Ausnehmungen vorsehen, in denen dann das j eweil ige Strahlrohrende abgestützt wird . Durch diese Ausnehmung kommt es j edoch zu erhöhten Wärmeverlusten durch die Ofenwand . Aufgabe der Erfindung ist es somit eine verbesserte mechanische Abstützung für elektrisch behei zte Strahlrohre zu of fenbaren .
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Haltevorrichtung für elektrisch behei zte Strahlrohre gemäß Patentanspruch 1 . Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung besteht im Wesentlichen aus einem ringförmigen Mittelteil zur Aufnahme eines ersten Strahlrohres und aus einem ringförmigen Seitenteil . Beide Teile sind miteinander verbunden, beispielsweise über ein längliches Zwischenteil .
Das ringförmige Mittelteil und das ringförmige Seitenteil können dabei j eweils ein Ende eines elektrisch behei zten Strahlrohres aufnehmen . Eines der beiden Strahlrohre ist mit seinem Ende in einer Öf fnung in der Ofenwand gelagert bzw . abgestützt , das Ende des anderen Strahlrohres wird dabei nur durch die Haltvorrichtung gelagert bzw .
abgestützt . Dies hat den Vorteil , dass man nur eine Ausnehmung in der Ofenwand für die Abstützung von zwei elektrisch behei zten Strahlrohren benötigt .
Vorzugsweise weist die Haltevorrichtung auch ein Auflager für ein drittes elektrisch behei ztes Strahlrohr auf . Wobei dieses Auflager am Mittelteil auf der dem ringförmigen Seitenteil gegenüberliegenden Seite befestigt ist . Dadurch muss nur eines der beiden unteren Strahlrohre in einer Ausnehmung in der Ofenwand abgestützte werden, wobei dann über die Haltevorrichtung die anderen beiden Strahlrohre gehalten werden .
Durch die erfindungsgemäße Haltevorrichtung können bestehende Öfen, die aktuell mit fossilen Treibstof fen wie Gas behei zt werden, sehr leicht auf elektrisch behei zte Strahlrohre umgebaut werden, ohne dass dazu umfangreiche Modi fikationen der Ofenwand notwendig werden . Die herkömmlichen Öf fnungen/Auf lager in der Ofenwand können zur Abstützung der elektrischen Strahlrohre verwendet werden und es müssen dazu keine weiteren Ausnehmungen in der Ofenwand vorgesehen werden . Dadurch werden Energieverluste reduziert .
Es ist günstig, wenn die Haltevorrichtung aus Metall , insbesondere aus einem hitzebeständigen Metall , beispielsweise aus (bitte um Beispiele ) gefertigt ist .
In einem weiteren Aus führungsbeispiel ist das Mittelteil mit dem Seitenteil über ein längliches Zwischenteil verbunden, wobei es vorteilhaft ist , wenn das Zwischenteil Verstärkungsrippen aufweist .
Im Folgenden wird der Stand der Technik und die Erfindung anhand von Zeichnungen beschrieben .
Fig . 1 zeigt eine Lagerung von gasbehei zten Strahlrohren nach dem Stand der Technik .
Fig . 2 zeigt eine Lagerung von elektrisch behei zten Strahlrohren mit Hil fe der erfindungsgemäßen Halte Vorrichtung .
Fig . 3 zeigt die erfindungsgemäße Haltevorrichtung in Draufsicht .
Fig . 4 zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Halte Vorrichtung .
In Figur 1 ist eine Aus führung aus dem Stand der Technik dargestellt . Die dargestellte Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Metallbändern 6 weist eine gasbehei zte Strahlrohreinheit 1 auf , die ein Mittelrohr 2 und zwei mit dem Mittelrohr 2 in einer gemeinsamen Axialebene liegende , parallele Außenrohre 3 umfasst . Die Außenrohre 3 sind mit dem Mittelrohr 2 j eweils über endseitige Rohrbögen 4 strömungsverbunden . Die von einem an eine Verlängerung 5 des Mittelrohrs 2 angeschlossenen Brenner in das Mittelrohr 2 strömenden heißen Abgase werden somit über die beiden Außenrohre 3 teilweise im Kreislauf geführt . Mit Hil fe der von den Rohren 2 , 3 abgestrahlten Strahlungswärme wird ein strichpunktiert angedeutetes Metallband 6 erwärmt , das parallel zur gemeinsamen Axialebene der Rohre 2 , 3 geführt wird, und zwar in einer Vorschubrichtung 7 , die quer zu den Rohrachsen verläuft .
Die Strahlrohreinheit 1 nach dem Stand der Technik wird beidseits der Rohre 2 und 3 gelagert , sodass sich eine weitgehend gleichmäßige Aufteilung der Gewichtsbelastung auf die beiden seitlichen Auflager ergibt . Während das die Verlängerung 5 des Mittelrohrs 2 aufnehmende , aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellte Auflager die Strahlrohreinheit 1 axial festlegt , stützt das gegenüberliegende Auflager 8 die Strahlrohreinheit 1 axial verschiebbar ab . Zu diesem Zweck trägt die Strahlrohreinheit 1 an dem der Verlängerung 5 gegenüberliegenden Ende des Mittelrohrs 2 einen üblicherweise rohrförmigen Lagerzapfen 9 , der axial verschiebbar in einer hülsenförmigen Zapfenaufnahme 10 in der Ofenwand abgestützt ist .
Figur 2 zeigt nun eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Metallbändern 6 mit Hil fe von elektrisch behei zten Strahlrohren 15 , 16 , 17 . Das mittlere elektrisch behei zte Strahlrohr wird hier als erstes elektrisch behei ztes Stahlrohr 15 bezeichnet . Es ist mit seinem Ende in einer Ausnehmung 19 in der Ofenwand 18 gelagert . Das elektrisch behei zte Strahlrohr 15 weist im vorliegenden Beispiel an seinem Ende einen Lagerzapfen 22 auf , der in die Ausnehmung 19 ragt . Die beiden anderen elektrisch behei zten Strahlrohre 16 und 17 werden an ihrem j eweiligen Ende durch die erfindungsgemäße Haltevorrichtung 11 abgestützt bzw . gehalten .
In Figur 3 ist ein Aus führungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Haltevorrichtung 11 dargestel lt . Sie besteht aus einem ringförmigen Mittelteil 12 und einem ringförmigen Seitenteil 13 . Das Mittelteil 12 und das Seitenteil 13 sind über ein längliches Zwischenteil 14
miteinander verbunden . Im vorliegenden Beispiel weist das Zwischenteil 14 Verstärkungsrippen 20 auf . Das ringförmige Mittelteil 12 ist hierbei über das erste elektrisch behei zte Strahlrohr 15 geschoben . Dieses Strahlrohr 15 ist auch mit seinem Ende in der Ofenwand 18 abgestützt . Das ringförmige Seitenteil 13 nimmt das freie Ende des zweiten Strahlrohres 16 auf . Dieses Ende wird nur durch die Haltevorrichtung 11 gehalten und muss nicht an der Ofenwand 18 abgestützt werden . Die Haltevorrichtung 11 weist im vorliegenden Beispiel auch ein Auflager 21 zur Abstützung eines dritten elektrischen behei zten Strahlrohres 17 auf . Dieses Auflager 21 der Haltevorrichtung 11 ist mit dem ringförmigen Mittelteil 12 verbunden und befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Seitenteils 13 . Auch das Auflager 21 kann Verstärkungsrippen 20 aufweisen .
Diese Verstärkungsrippen 20 sind auch gut in Figur 4 ersichtlich .
Es ist auch denkbar, dass die Haltevorrichtung 11 für elektrisch behei zte Strahlrohreinheiten bestehend aus nur zwei Strahlrohren 15 , 16 verwendet wird . Dabei ist dann das dargestellte Auflager 21 für das dritte Strahlrohr 17 überflüssig .
Die in den Zeichnungen dargestellten Aus führungs formen stellen lediglich eine bevorzugte Aus führung der Erfindung dar . Die Erfindung umfasst auch andere Aus führungs formen, bei denen beispielsweise das untere elektrisch behei zte Strahlrohr 16 in der Ausnehmung 19 in der Ofenwand 18 gelagert ist und die Enden der beiden darüber l iegenden Strahlrohre 15 , 17 nur durch die Haltevorrichtung 11 abgestützt werden .
Bezugs Zeichen
1 gasbehei zte Strahlrohreinheit
2 Mittelrohr einer gasbehei zten Strahlrohreinheit
3 Parallele Außenrohre
4 Rohrbögen
5 Verlängerung
6 Metallband
7 Vorschubrichtung
8 Auflager
9 Lagerzapfen
10 Zapfenaufnahme
11 Haltevorrichtung
12 ringförmiges Mittelteil
13 ringförmiges Seitenteil
14 Zwischenteil
15 erstes elektrisch behei ztes Strahlrohr
16 zweites elektrisch behei ztes Strahlrohr
17 drittes elektrisch behei ztes Strahlrohr
18 Ofenwand
19 Ausnehmung in der Ofenwand 18
20 Verstärkungsrippen
21 Auflager
22 Lagerzapfen