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Die Erfindung betrifft ein Prosumersystem, eine Netzanlage, ein Gasnetz, ein Betriebsverfahren sowie ein Steuerungsverfahren.
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Erdgasleitungen sind Rohrleitungen (auch Pipelines genannt), die meist dem Transport von Erdgas und deren Verteilung auf verschiedene Konsumenten dienen. Zusammen mit den Speichern und den Regelsystemen können die Gasleitungen ein Gasnetz bilden. Grundsätzlich eignen sich Erdgasleitungen auch für den Transport anderer Gase, beispielsweise Wasserstoff.
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Damit das Gasnetz reibungslos funktioniert, ist es notwendig, den in den Leitungen herrschenden Druck zu regeln, damit das Gas abhängig vom Druck in die vorgesehene Richtung fließt. In der Regel wird zwischen Hochdruck- (Transport über lange Strecken), Mitteldruck- (Transport zum Konsumenten) und Niederdruckbereichen (Bereich beim Konsumenten) im Netz unterschieden. Ferner muss die Zusammensetzung und die Qualität des Gases kontrolliert werden, damit sichergestellt ist, dass beim Konsumenten auch das Gas in der gewünschten Zusammensetzung ankommt.
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Prinzipiell sind bei bestehenden Gasnetzen die Konsumenten lediglich Verbraucher des im Netz vorhandenen Gases. Im Zuge der Energiewende wird es jedoch attraktiver für Verbraucher, selbst zum Produzenten von grünem Gas zu werden. Strom kann bereits in das Stromnetz von einem Konsumenten eingespeist werden. Da dieser Anschluss dann sowohl produziert als auch konsumiert, wird er damit zum sogenannten "Prosumer".
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Da die Kapazitäten des Stromnetzes und elektrischer Speicher jedoch begrenzt sind und die Produktion durch erneuerbare Energien stark schwankt, kann es sinnvoll sein, die elektrische Energie chemisch, insbesondere in brennbaren Gasen, zu speichern.
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Beim Gasnetz können Konsumenten jedoch derzeit keine Einspeisung vornehmen. Daher können Prosumer allenfalls zwischenspeichern und dann selbst wieder verbrauchen. Ist der Zwischenspeicher vollständig gefüllt, müsste die Erzeugung abgeschaltet oder das überschüssige Gas an die Atmosphäre abgeführt werden. Während die erste Möglichkeit den Wirkungsgrad der Erzeugung stark reduziert, hat die zweite Möglichkeit das Potential, klimaerwärmende Gase in die Atmosphäre zu leiten.
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Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, wenigstens einen der voranstehend beschriebenen Nachteile zumindest teilweise zu überwinden. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, ein Prosumersystem, eine Netzanlage, ein Gasnetz, ein Betriebsverfahren sowie ein Steuerungsverfahren bereitzustellen, welche es ermöglichen, Gas in ein Gasnetz einzuspeisen und insbesondere das Gasnetz in einem Mischbetrieb zu betreiben.
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Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Prosumersystem, durch eine Netzanlage, durch ein Gasnetz, durch ein Betriebsverfahren sowie durch ein Steuerungsverfahren. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Prosumersystem beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Netzanlage und/oder im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Gasnetz und/oder im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Betriebsverfahren und/oder im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Steuerungsverfahren und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
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Erfindungsgemäß vorgesehen ist ein Prosumersystem für die Abgabe an ein Gasnetz und Aufnahme aus dem Gasnetz zumindest eines Gases, umfassend:
- einen Bypass, der dazu ausgeführt ist, in einem Einleitungsbetrieb das zumindest ein Gas an einem Enddruckregler vorbei in das Gasnetz zu leiten, wobei der Enddruckregler dazu ausgeführt ist, in einem Abnahmebetrieb den Druck des zumindest einen Gases von einem Netzdruck auf einen Enddruck zu verringern,
- einen Zähler, welcher dazu ausgeführt ist, im Einleitungsbetrieb die Abgabe des zumindest einen Gases an das Gasnetz zu zählen und im Abnahmebetrieb die Aufnahme des zumindest einen Gases aus dem Gasnetz zu zählen.
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Mit anderen Worten kann ein erfindungsgemäßes System zum Abnehmen und Einspeisen von Gas in ein Gasnetz sowohl einen Leitungsweg aufweisen, welcher beim Einspeisen das Gas vorbei an einer Druckregelungsanlage leiten kann, die dazu ausgeführt ist, bei der Abnahme von Gas aus dem Gasnetz das Gas auf den Verbrauchsdruck herunterzuregeln, als auch einen Zähler, welcher sowohl das Abnehmen als auch das Einspeisen messen kann.
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Ein Prosumersystem kann dazu eingerichtet sein, einem Gasnetzanschluss zu ermöglichen, Gas sowohl aus dem Gasnetz zu entnehmen als auch Gas in das Gasnetz einzuspeisen. Das Prosumersystem kann beispielsweise in einem Haushalt installierbar sein. Es ist ebenfalls denkbar, dass ein Prosumersystem zumindest in einem Unternehmen oder einer Produktionsstätte installierbar ist.
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Unter einer Abgabe an ein Gasnetz kann verstanden werden, dass Gas von dem Prosumer, insbesondere aus einem Niederdruckbereich, in das Gasnetz, insbesondere zumindest in einen Mittel- oder Hochdruckbereich, abgegeben wird. Unter einer Aufnahme aus dem Gasnetz kann verstanden werden, dass Gas aus dem Gasnetz, insbesondere zumindest aus einem Mittel- oder Hochdruckbereich, an den Prosumer, insbesondere in einen Niederdruckbereich, abgegeben wird. Es kann vorgesehen sein, dass über den Bypass Gas in eine Gasnetzleitung einspeisbar ist, aus der auch Gas bezogen wird. Bei der Gasleitung kann es sich um eine Gasleitung handeln, die zumindest für ein Gas der gleichen Zusammensetzung wie des abgebenen Gases, ein anderes Gas oder eine Mischung, insbesondere aus diesen beiden Gasen, ausgeführt ist.
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Unter dem zumindest einen Gas kann prinzipiell jedes Gas verstanden werden, welches durch das Gasnetz bereitstellbar ist. Es kann vorgesehen sein, dass das Gas zumindest als Wasserstoff oder Erdgas ausgeführt ist. Erdgas ist ein kohlenwasserstoff-haltiges Gasgemisch, dessen chemische Zusammensetzung je nach Fundstätte beträchtlich schwankt. Im Zusammenhang mit der Erfindung kann mit Erdgas jedwede brennbare kohlenwasserstoffhaltige Gaszusammensetzung gemeint sein, auch, wenn diese nicht aus einer unterirdischen, natürlichen Lagerstätte stammt. Ferner kann das Gas zumindest als Methan ausgeführt sein oder im Wesentlichen Methan und Zusatzstoffe enthalten. Die Zusatzstoffe können insbesondere zumindest Ethan, Propan, Butan, Ethen oder Pentan umfassen. Ferner kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Gas eine Mischung aus Wasserstoff und Erdgas aufweist. Dabei kann der Wasserstoffanteil der Mischung zwischen 0 % und 50 % insbesondere zwischen 0 % und 20 % betragen. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass das im Einleitungsbetrieb an das Gasnetz abgegebene Gas sich von dem im Abnahmebetrieb aufgenommenen Gas unterscheidet. Insbesondere kann das im Einleitungsbetrieb abgegebene Gas als Wasserstoff und das im Abnahmebetrieb aufgenommene Gas zumindest als Erdgas oder Mischung aus Wasserstoff und Erdgas ausgeführt sein.
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Ein Bypass kann als eine Umgehungsleitung aufgefasst werden, welche eine weitere Leitung umgeht. Erfindungsgemäß kann der Bypass also den Enddruckregler umgehen, welcher normalerweise den Druck des abgenommenen Gases aus dem Gasnetz auf den Enddruck reduziert. Es kann also vorgesehen sein, dass im Einleitungsbetrieb kein Gas durch den Enddruckregler fließt. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Enddruckregler zumindest ein Enddruckreglereinlassventil oder ein Enddruckreglerabgabeventil aufweist, welche im Einleitungsbetrieb geschlossen sein können. Der Bypass kann ebenfalls weitere Elemente aufweisen, welche im Rahmen der Beschreibung der Unteransprüche näher erläutert werden.
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Unter einem Einleitungsbetrieb und/oder einem Abnahmebetrieb kann ein Modus verstanden werden, in dem das Prosumersystem betrieben wird. Es kann vorgesehen sein, dass der Einleitungsbetrieb und/oder der Abnahmebetrieb einer vorgegebenen Stellung zumindest eines, insbesondere aller Ventile, entspricht. Die Vorgabe kann zumindest geschlossen, geöffnet oder indifferent umfassen. Im Einleitungsbetrieb kann das zumindest eine Gas an das Gasnetz, insbesondere eine Nieder- und/oder Mitteldruckleitung des Gasnetzes, abgegeben werden. Im Abnahmebetrieb kann das zumindest eine Gas vom Gasnetz, insbesondere von einer Nieder- und/oder Mitteldruckleitung des Gasnetzes, abgenommen werden. Dabei kann das Einleiten bzw. Abnehmen jeweils einer Strömungsrichtung des zumindest einen Gases zum Prosumersystem hin oder von diesem weg entsprechen.
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Mit dem Ausdruck "an einem Enddruckregler vorbei" kann im Zusammenhang mit der Erfindung so aufgefasst werden, dass das zumindest eine Gas, das zur Einleitung in das Gasnetz bestimmt ist, nicht durch den Enddruckregler fließt. Der Endregler ist dazu ausgeführt, in einem Abnahmebetrieb den Druck des zumindest einen Gases von einem Netzdruck auf einen Enddruck zu verringern. Mit anderen Worten wird der Druck des aus dem Gasnetz strömenden Gases reduziert, insbesondere auf einen Niederdruck. Dieser Niederdruck kann insbesondere zwischen 20 bis 100 mbar liegen.
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Ein Zähler kann als ein Messgerät zur Ermittlung einer durchgesetzten Gasmenge aufgefasst werden. Im Einleitungsbetrieb zählt der Zähler die Abgabe des zumindest einen Gases an das Gasnetz und im Abnahmebetrieb die Aufnahme des zumindest einen Gases aus dem Gasnetz. Ein solcher Zähler kann auch als Bidirektionalzähler bezeichnet werden. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler zumindest die Abgabe und die Aufnahme separat zählt oder eine Abgabe und Aufnahme miteinander verrechnet, sodass eine Bilanz gemessen wird. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler auf dem Messprinzip zumindest eines Balgengaszählers, Drehkolbenzählers, Turbinenradzählers, Ultraschallzählers, Wirbelgaszählers, Corioliszählers, Trommelgaszählers oder Thermoflussgaszählers beruht. Der Zähler kann ein Zählwerk umfassen, wobei insbesondere das Zählwerk eine Erfassungsvorrichtung der Stellung eines Magnetimpulsgebers und/oder gegeneinander verriegelte Zählwerke (je eines für Einspeisung und Bezug) aufweisen kann.
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Bei einem Balgengaszähler werden durch Membranen voneinander getrennte Messkammern periodisch gefüllt und entleert. Ein Gelenkgetriebe überträgt die Membranbewegung auf eine Kurbelwelle. Die Kurbelwelle treibt zwei Schieber an, die den Gasstrom steuern. Dadurch kann der Gasstrom wechselseitig durch einen Balg geleitet werden. Die Drehbewegung des Getriebes wird über eine magnetische Kupplung auf ein Zählwerk übertragen. Balgengaszähler sind relativ günstig, lassen sich eichen und kommen in vielen Haushalten vor.
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Ferner kann zumindest ein Sicherheitsabsperrvenil (SAV) oder ein Sicherheitsabblaseventil (SBV), insbesondere unabhängig von einem SAV und/oder SBV für den Gasbezug, vorgesehen sein.
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Insgesamt bietet ein Prosumersystem gemäß der Erfindung den Vorteil, dass es ermöglicht, Gas aus einem Gasnetz zu entnehmen und in ein Gasnetz einzuspeisen und insbesondere das Gasnetz in einem Mischbetrieb zu betreiben. Durch den Bypass kann der Enddruckregler umgangen werden, welcher ansonsten die Einleitung verhindern würde. Der erfindungsgemäße Zähler ermöglicht es, dass in beiden Betriebsmodi die den Zähler durchströmende Gasmenge erfasst wird, wodurch die Steuerung des Gasnetzes dahingehend ermöglicht wird, als dass bekannt ist, wieviel von welcher Gasart gerade eingespeist bzw. abgeben wird.
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Im Rahmen der Erfindung kann es von Vorteil sein, dass zumindest der Zähler dazu ausgeführt ist, für zumindest ein weiteres Gas, insbesondere Erdgas oder Wasserstoff, zumindest im Einleitungsbetrieb die Abgabe des zumindest einen weiteren Gases an das Gasnetz zu zählen oder im Abnahmebetrieb die Aufnahme des zumindest einen weiteren Gases aus dem Gasnetz zu zählen. Bei dem weiteren Gas kann es sich prinzipiell um eines der vorgenannten ersten Gase handeln, wobei sich das weitere Gas gegenüber dem zumindest einen Gas dadurch auszeichnet, dass es sich zumindest um ein anderes Gas oder eine andere Mischung handelt. Der Zähler kann insbesondere dazu ausgeführt sein, den Strom von Wasserstoff und Erdgas zu erfassen. Ferner kann der Zähler dazu ausgeführt sein zu erkennen, ob das zumindest eine Gas oder ein weiteres Gas den Zähler durchströmt, und insbesondere die Messung entsprechend anzupassen. Dadurch können durch einen einzelnen Zähler kompakt und einfach beide Gase gezählt werden. Alternativ oder in Ergänzung kann vorgesehen sein, dass der Zähler separate Zähleinheiten, auch Zählwerk genannt, für das zumindest eine und das weitere Gas aufweist, welche insbesondere gesonderte Anschlüsse aufweisen können. Dies ermöglicht eine besonders genaue Zählung. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass der Zähler dazu ausgeführt ist, das Verhältnis einer Mischung zumindest im zumindest einen Gas oder weiteren Gas zu detektieren und die Messung entsprechend anzupassen. Es kann vorgesehen sein, dass hierzu eine von Zähler separate Vorrichtung, welche insbesondere als Chromatograph ausgeführt sein kann, vorgesehen ist. Insbesondere kann der Zähler dazu ausgeführt sein, einen Wasserstoffanteil zumindest im zumindest ersten oder im weiteren Gas zu detektieren.
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Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler eine Datenübertragungseinheit aufweist. Dadurch können zumindest Zählerstände oder der Betriebsmodus des Prosumersystems übermittelt oder Steuerbefehle Empfangen werden. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler als intelligentes Messsystem (auch Smartmeter genannt), insbesondere nach § 2 Nr. 7 des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG), ausgeführt ist. Anders ausgedrückt kann der Zähler dazu eingerichtet sein, digital Daten zu senden und zu empfangen und hierzu in ein Kommunikationsnetz einbindbar ist. Die Datenübertragungseinheit kann als Smart-Meter-Gateway (SMGW), insbesondere nach § 2 Nr. 19 des Messstellenbetriebsgesetzes, ausgeführt sein, das dazu ausgeführt ist, Daten zwischen Verbraucher, Netzbetreiber und Lieferant zu übertragen.
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Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass zumindest ein Einleitungsdruckregler vorgesehen ist, welcher dazu ausgeführt ist, den Druck des zumindest einen Gases derart zu erhöhen, dass er in das Gasnetz einleitbar ist, wobei insbesondere der Bypass den Einleitungsdruckregler aufweist und/oder der Einleitungsdruckregler zumindest ein Einleitungsdruckreglereinlassventil oder ein Einleitungsdruckreglerabgabeventil aufweist. Durch den Einleitungsdruckregler kann der Druck des zumindest einen Gases auf den Druck eingestellt, insbesondere erhöht werden, welcher notwendig ist, um Gas in das Gasnetz einzuspeisen. Typischerweise wird der Druck auf ein Nieder- und/oder Mitteldruckniveau des Gasnetzes erhöht. Der Einleitungsdruckregler kann Teil des Bypasses sein. Mit anderen Worten kann dieser in der Leitung angeordnet sein, welche den Enddruckregler umgeht. Es kann vorgesehen sein, dass der Einleitungsdruckregler zumindest ein Einleitungsdruckreglereinlassventil oder ein Einleitungsdruckreglerabgabeventil aufweist. Durch die Ventile kann der Gasfluss vom und zum Einleitungsdruckregler freigegeben oder gesperrt werden. Ist der Einleitungsdruckregler Teil des Bypasses, kann durch die Ventile der Bypass insgesamt freigegeben oder gesperrt werden.
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Es kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass der Zähler als Retrofit, insbesondere für einen Balgengaszähler, ausgeführt ist. Unter Retrofit kann eine Modernisierung oder ein Ausbau einer bestehenden (meist älteren und nicht mehr produzierten) Vorrichtung verstanden werden. Mit anderen Worten kann der Zähler derart ausgeführt sein, dass er einen anderen, insbesondere älteren, Zähler zumindest teilweise ersetzt. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler als Doppelzählwerk ausgeführt ist, welches ein Einfachzählwerk eines alten Zählers ersetzt. Ferner kann vorgesehen sein, dass im Rahmen des Retrofittings eine vorhandene Rücklaufsperre im alten Zähler entfernt wird. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler als Ersatz für die Rücklaufsperre einen Platzhalter aufweist, der einen Rücklauf zulässt.
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Es ist ferner denkbar, dass ein Sensor vorgesehen ist, welcher dazu ausgeführt ist, zumindest einen Druck, eine Temperatur oder ein Volumen des zumindest einen Gases zu erfassen. Der Sensor kann als Teil des Bypasses ausgeführt sein, also ebenfalls in der Leitung angeordnet sein, die den Enddruckregler umgeht. Ferner kann vorgesehen sein, dass der Sensor Teil des Zählers ist. Ebenfalls ist es denkbar, dass der Sensor Teil eines Sensorsystems ist, welches zumindest einen zweiten Sensor umfasst, welcher zumindest einen weiteren Druck, eine weitere Temperatur oder ein weiteres Volumen erfasst. Durch den Sensor oder das Sensorsystem kann ein Zustand des Prosumersystems erfasst werden. Es kann vorgesehen sein, dass der Zustand, welcher insbesondere zumindest einen Messwert oder eine aus dem zumindest einen Messwert abgeleitete Information umfasst, über eine Kommunikationseinheit, insbesondere ausgeführt als Smart-Meter Gateway, insbesondere nach § 2 Nr. 19 des Messstellenbetriebsgesetzes, an eine Netzsteuerung übertragbar ist. Durch die Erfassung von Messwerten oder des Systemzustands kann über die Netzsteuerung sowohl in die Steuerung des Netzes als auch in die Steuerung des Prosumersystems eingegriffen werden. So lassen sich unerwünschte Zustände sicher vermeiden.
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Auch ist es denkbar, dass der Zähler, insbesondere kalorisch, geeicht ist, und/oder dass der Zähler ein Ramanspektrometer aufweist, das dazu ausgeführt ist, das zumindest eine Gas mit einem Referenzgas zu vergleichen.
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Durch die Eichung wird erreicht, dass der Zähler auch zum Abrechnen verwendet werden kann, was für den Benutzer den Vorteil bietet, dass er für eine Einspeisung eine entsprechende Vergütung geltend machen kann. Ferner wird durch die Eichung sichergestellt, dass die erfassten Messwerte in ihrer Genauigkeit im Rahmen einer gesetzlichen Norm liegen, wodurch die Netzsteuerung genauer wird.
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Ein Ramanspektrometer kann als ein Messsystem aufgefasst werden, welches auf der inelastischen Streuung von Photonen, der so genannten Raman-Streuung, beruht. Das Ramanspektrometer kann eine monochromatische Lichtquelle aufweisen, welche insbesondere als Laser zumindest im sichtbaren, nahen infraroten oder nahen ultravioletten Bereich ausgeführt sein kann. Das monochromatische Licht interagiert mit Molekülschwingungen, Phononen oder anderen Anregungen im untersuchten Gas, wodurch die Energie der eingestrahlten Photonen nach oben oder unten verschoben wird. Die Energieverschiebung gibt Aufschluss über die Schwingungsmoden im System, welche spezifisch für ein Stoff bzw. ein Element sind. Ein Ramanspektrometer bietet den Vorteil, dass zerstörungsfrei Gase, insbesondere deren Konzentration detektiert werden kann. Darüber hinaus sind Ramanspektrometer kompakt aufbaubar und benötigen keine Verbrauchsmittel (z.B. Testgase).
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Ferner kann eine kryogene Abkühlung, insbesondere auf zumindest -200 °C vorgesehen sein. Hierdurch werden unterwünschte Stoffe abgeschieden. Die kryogene Abkühlung kann zumindest vor dem Zähler oder so angeordnet sein, dass vor der Abgabe des zumindest einen Gases an das Gasnetz dieses durch die kryogene Abkühlung gereinigt wird.
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Im Rahmen der Erfindung ist es optional möglich, dass eine Odorierung vorgesehen ist, welche dazu ausgeführt ist, dem zumindest einen Gas eine geruchsintensive Substanz zuzusetzen. Die Odorierung kann als Vorrichtung aufgefasst werden, welche dazu ausgeführt ist, dem zumindest einen Gas einen Zusatz einer oder mehrerer geruchsintensiver Substanzen (Odoriermittel) beizumengen. Dies bietet den Vorteil, dass die zugefügten Substanzen als Warn- oder Alarmsignal dienen können und daher eine Gefährdung durch ein weitgehend geruchloses zumindest einen Gases vermeiden können. Die Odorierung kann als Teil des Bypasses ausgeführt sein. Alternativ oder in Ergänzung kann sie auch zumindest an einem Gasometer oder einem Erzeugungsmodul (nachfolgend beschrieben) angeordnet sein. Durch die Anordnung am Gasometer oder einem Erzeugungsmodul wird der Vorteil erreicht, dass ein vom Prosumer produziertes Gas, welches natürlicherweise keinen Geruch aufweist, direkt odoriert und damit erkennbar wird.
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Ferner kann es im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass zumindest ein Erzeugungsmodul, insbesondere umfassend einen Elektrolyseur, ausgeführt zum Erzeugen des zumindest einen Gases, eine Heizanlage, ausgeführt zum Abbrennen des zumindest einen Gases, ein Gasometer, ausgeführt zum Speichern des zumindest einen Gases, oder eine Beimischeinheit, ausgeführt zum Beimischen zumindest eines weiteren Gases zum zumindest einen Gas, vorgesehen ist.
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Ein Erzeugungsmodul kann dazu ausgeführt sein, elektrische Energie, insbesondere bereitgestellt zumindest durch eine Windkraft oder Solaranlage, in chemische Energie umzuwandeln, indem eine Stoffumwandlung durchgeführt wird, welche bei einer Rückreaktion Energie freisetzen kann. Bei der Rückreaktion muss es sich nicht zwangsläufig um die der Synthese entsprechende chemische Rückreaktion handeln. Es kann auch eine andere Reaktion vorgesehen sein, bei der Energie frei wird. Das Erzeugungsmodul kann als Elektrolyseur ausgeführt sein. Ein Elektrolyseur kann als eine Vorrichtung aufgefasst werden, die dazu ausgeführt ist, mit elektrischem Strom eine Redoxreaktion zu erzwingen. Der Elektrolyseur kann als Wasserelektrolyseur ausgeführt sein, bei dem Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt wird. Ebenfalls kann das Erzeugungsmodul als reversibel betreibbare Brennstoffzelle ausgeführt sein. Ferner können auch andere energiehaltige Stoffe, beispielsweise Ammoniak, Syngas oder Methan synthetisiert werden. Das Erzeugungsmodul bietet den Vorteil, dass das Prosumersystem zumindest ein Gas selbstständig erzeugen kann. Das Gas kann beispielsweise in ein Gasnetz eingespeist werden. Durch den erfindungsgemäßen Zähler wird die eingespeiste Gasmenge bestimmt, sodass das Gasnetz entsprechend gesteuert und der Prosumer vergütet werden kann.
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Eine Heizanlage kann als eine Vorrichtung zum Erzeugen von Wärme, insbesondere für einen Haushalt oder eine industrielle Anlage, aufgefasst werden. Die Heizanlage kann dazu ausgeführt sein, das zumindest eine Gas abzubrennen. Die Heizanlage kann ein Heizanlagenventil aufweisen, mit welchem eine Zuleitung zur Heizanlage gesperrt werden kann. Es kann ebenfalls vorgesehen sein, dass die Heizanlage eine Brennstoffzelle aufweist, welche mit dem zumindest einen Gas Strom erzeugen kann, welcher einer Wärmepumpe bereitgestellt wird, die die Wärme erzeugt. Durch die genannten Varianten kann insbesondere das durch den Prosumer selbst erzeugte Gas direkt verwendet werden. Es kann vorgesehen sein, dass die Heizanlage zumindest zum Heizen mit dem zumindest einen Gas oder zum Heizen mit einem weiteren Gas ausgeführt ist. Alternativ oder in Ergänzung kann vorgesehen sein, dass eine Zweitgasheizanlage vorgesehen ist, welche insbesondere zum Heizen mit dem weiteren Gas ausgeführt sein kann. Die Zweitgasheizanlage kann insbesondere dazu ausgeführt sein, zumindest mit Erdgas oder eine Mischung aus Erdgas und Wasserstoff Wärme bereitzustellen. Die Zweitgasheizanlage kann ein Zweitgasheizanlagenventil aufweisen, mit welchem eine Zuleitung zur Zweitgasheizanlage gesperrt werden kann. Durch ein Kombigerät können beide Gase oder Mischungen daraus genutzt werden. Durch Einzelgeräte lässt sich ein optimaler Wirkungsgrad erreichen.
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Ein Gasometer kann als eine Art Tank aufgefasst werden, der dazu ausgeführt ist, zumindest ein Gas zu speichern. Das Gasometer kann ein Gasometerventil aufweisen, welches in einer geöffneten Stellung einen Gasfluss in das Gasometer und aus dem Gasometer freigibt und in einer geschlossenen Stellung einen Gasfluss vom und zum Gasometer verhindert. Es kann vorgesehen sein, dass das Gasometer eine Füllstandsüberwachung aufweist, die dazu ausgebildet ist, zumindest den Druck, das Volumen, die Temperatur, den Zufluss, oder Abfluss des zumindest einen Gases im (bzw. zum oder vom) Gasometer zu überwachen.
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Die Beimischeinheit ist eine Vorrichtung, die dazu ausgeführt ist, dem zumindest einen Gas oder dem weiteren Gas eine Substanz zuzuführen, um eine chemische Reaktion auszulösen. Es kann vorgesehen sein, dass die Beimischeinheit als Methanisierungsanlage ausgeführt ist. Eine Methanisierungsanlage erzeugt eine chemische Reaktion, bei der zumindest Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoffdioxid (CO2) in Methan umgewandelt wird. Die Reaktion von Kohlenstoffdioxid zu Methan und Wasser wird auch als Sabatier-Prozess oder die Sabatier-Reaktion bezeichnet. Es kann vorgesehen sein, dass das zugeführte CO2, insbesondere in einer Patrone oder Flasche, in der Methanisierungsanlage bevorratet wird. Es ist denkbar, dass zur Adsorption von CO2 aus der Luft und/oder aus einem Abgasstrom zumindest einer Heizungsanlage, einer Brennstoffzelle oder einem Blockheizkraftwerk ein Adsorptionsstoff, insbesondere Zeolith, vorgesehen ist. So kann mit einer chemischen Umwandlung des CO/CO2 in molekularen (festen/pulverförmigen) Kohlenstoff der im Winter anfallende Stoffstrom in einen einfach handhabbaren und ohne großen technischen Aufwand lagerbaren Zustand gebracht werden. Der Adsoptionsstoff, insbesondere Zeolith, kann bei einem Methanisierungsprozess, welcher hohe Temperaturen erfordern kann, regeneriert werden, sodass die Freigabe des CO2 für den Reaktionsprozess zu nutzen. Weitere entstehende Abwärme kann zumindest für eine Warmwasseraufbereitung oder für Kleinsttrubineneinheiten (ähnlich Dampfturbinen oder Expansionsmaschinen) verwendet werden. Hier wird das Betriebsmedium mit (latenter) Abwärme aufgeheizt und kann so zur Stromproduktion und damit Erhöhung des Wirkungsgrads genutzt werden. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Methanisierungsanlage eine Kleinstluftzerlegeanlage aufweist, welche dazu ausgeführt ist, CO2 zu gewinnen. Die Beimischungseinheit kann zumindest ein Beimischeinheitzuspeiseventil aufweisen, mit dem eine Verbindung zumindest zum Bypass und dem Einleitungsdruckregler gesperrt werden kann, oder ein Beimischeinheitventil, mit dem die Beimischungseinheit zumindest von dem Erzeugungsmodul, dem Gasometer, der Heizanlage oder dem Bypass getrennt werden kann.
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Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch eine erfindungsgemäße Netzanlage zur Regelung eines Gasnetzes aufweisend:
- eine Separationseinheit, die dazu ausgeführt ist, zumindest ein Gas und ein weiteres Gas, die über eine Nieder- und/oder Mitteldruckleitung bereitstellbar sind, voneinander zu separieren und einer Mittel- und/oder Hochdruckleitung und einer Mischhochdruckleitung zuzuführen,
- einen Netzzähler, welcher dazu ausgeführt ist, eine Menge zumindest eines Gases zu messen, die von der Mischhochdruckleitung an die Mitteldruckleitung abgebbar ist,
- einen Hochdruckregler, welcher zwischen der Mischhochdruckleitung und der Mitteldruckleitung angeordnet und dazu ausgeführt ist, den Druck des zumindest einen Gases von einem Hochdruckbereich auf einen Mitteldruckbereich zu reduzieren.
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Damit ergeben sich in Bezug auf eine erfindungsgemäße Netzanlage die gleichen Vorteile, wie sie bereits in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Prosumersystem beschrieben worden sind.
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Eine Netzanlage kann in einem Mittel- oder Hochdruckbereich, insbesondere an einer Schnittstelle zwischen einem Mittel- und Hochdruckbereich, installierbar sein. Unter einer Regelung des Gasnetzes kann insbesondere die Regelung der Strömung des Gases, insbesondere dessen Menge und Richtung, sowie die Zusammensetzung verstanden werden.
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Eine Separationseinheit kann als Vorrichtung aufgefasst werden, welche zumindest zwei Gase bzw. eine Gasmischung zumindest teilweise in unterschiedliche Gase trennen kann. Wenn der Prosumer beispielsweise Wasserstoff in ein hauptsächlich mit Erdgas betriebenes Gasnetz einspeist, kann die Separationseinheit dazu ausgeführt sein, das in der Nieder- und/oder Mitteldruckleitung befindliche Gasgemisch (aus Erdgas und Wasserstoff) zu trennen und in separate Hochdruckleitungen abzugeben. Hierzu kann die Separationseinheit jeweils einen Gasverdichter und/oder einen Zweitgasverdichter aufweisen. Gasverdichter und/oder Zweitgasverdichter können jeweils ein Gasverdichterventil bzw. ein Zweitgasverdichterventil aufweisen, welche jeweils dazu ausgeführt sind, den Gasverdichter bzw. den Zweitgasverdichter von den jeweiligen Hochdruckleitungen zu trennen.
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Der Netzzähler kann prinzipiell so aufgebaut sein wie ein Zähler des Prosumersystems, sodass die diesbezüglichen Ausführungen auch für den Netzzähler gelten.
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Der Hochdruckregler ist dazu ausgeführt, den Druck des zumindest einen Gases, welcher von einer Hochdruckleitung bereitgestellt wird, beim Übergang auf eine Mitteldruckleitung auf den Mitteldruckbereich zu reduzieren. Der Mitteldruck kann im Bereich von 100 bis max. 1000 Millibar und/oder der Hochdruckbereich im Bereich von 1 bis 200 bar liegen.
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In Bezug auf die vorliegende Erfindung ist es vorstellbar, dass der Netzzähler eine Kommunikationsvorrichtung aufweist, welche dazu ausgeführt ist, zumindest eine Menge, eine Temperatur oder einen Druck des durch den Netzzähler erfassten zumindest einen Gases zu senden. Insbesondere kann die Kommunikationsvorrrichtung als Smart-Meter Gateway ausgeführt sein. Durch das Bereitstellen der Daten des Netzzählers kann der Vorteil erreicht werden, dass eine Netzsteuerung auch aus der Ferne zielgenau vorgenommen werden kann.
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Ferner ist es vorstellbar, dass der Hochdruckregler eine Steuerungsvorrichtung aufweist, welche dazu ausgeführt ist, zumindest ein Steuersignal zur Steuerung des Hochdruckreglers zu empfangen oder Daten zu senden. Es kann vorgesehen sein, dass das Steuersignal, einen Zieldruck umfasst, auf den der Druck reduziert werden soll. Durch die Steuervorrichtung lässt sich von einer insbesondere entfernten, Netzsteuerung direkt in die Netzanlage, insbesondere in den an der Mitteldruckleitung bereitgestellten Druck, eingreifen.
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Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein erfindungsgemäßes Gasnetz, umfassend zumindest ein erfindungsgemäßes Prosumersystem oder eine erfindungsgemäße Netzanlage, wobei insbesondere das Prosumersystem durch eine Mitteldruckleitung mit der Netzanlage verbunden ist.
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Damit ergeben sich in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Gasnetz die gleichen Vorteile, wie sie bereits in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Prosumersystem und/oder einer erfindungsgemäße Netzanlage beschrieben worden sind.
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Es kann ferner vorgesehen sein, dass das Gasnetz zumindest eine Hochdruckleitung zur Bereitstellung zumindest eines zumindest ersten Gases oder eines weiteren Gases umfasst. Es ist ebenfalls denkbar, dass die Hochdruckleitung, über eine, insbesondere erfindungsgemäße Netzanlage mit einer Mitteldruckleitung verbunden ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Mitteldruckleitung über ein Prosumersystem mit einer Niederdruckleitung verbunden ist. Die Niederdruckleitung kann insbesondere in einem Haushalt, Unternehmen oder Produktionsstätte installiert sein. Das Gasnetz kann ferner zumindest eine Gasnetzsteuerung umfassen, die dazu ausgeführt ist, Messdaten zu empfangen und entsprechend der Messdaten Steuersignale auszusenden, um insbesondere zumindest den Gasfluss, die Zusammensetzung oder den Druck innerhalb des Gasnetzes auf einem geplanten Niveau zu halten.
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Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein erfindungsgemäßes Betriebsverfahren zum Betreiben eines Prosumersystems, insbesondere eines erfindungsgemäßen Prosumersystems, das an ein Gasnetz angeschlossen ist, umfassend:
- Einleiten zumindest eines Gases durch einen Bypass an einem Enddruckregler vorbei in das Gasnetz,
- Abnehmen des zumindest einen Gases aus dem Gasnetz, wobei ein Enddruckregler den Druck des zumindest einen Gases von einem Netzdruck auf einen Enddruck verringert,
- Zählen des eingeleiteten zumindest einen Gases und des abgenommenen zumindest einen Gases durch einen Zähler.
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Das Verfahren kann als computerimplementiertes Verfahren ausgeführt sein.
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Die Verfahrensschritte können zumindest teilweise gleichzeitig und/oder zeitlich nacheinander ablaufen, wobei die Reihenfolge der Verfahrensschritte nicht durch die angegebene Reihenfolge begrenzt ist, sodass einzelne Schritte in unterschiedlicher Reihenfolge durchführbar sind. Ferner können einzelne oder sämtliche Schritte wiederholt durchgeführt werden.
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Damit ergeben sich in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Betriebsverfahren die gleichen Vorteile, wie sie bereits in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Prosumersystem und/oder eine erfindungsgemäße Netzanlage und/oder ein erfindungsgemäßes Gasnetz beschrieben worden sind.
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Beim Einleiten kann vorgesehen sein, dass das eingeleitete Gas von einem Erzeugungsmodul oder einem Gasometer bereitgestellt wird. Dabei kann vorgesehen sein, dass zumindest das Einleitungsdruckreglereinlassventil und/oder das Einleitungsdruckreglerabgabeventil geschlossen sind, sodass der Gasfluss zur Mitteldruckleitung nur über den Bypass erfolgen kann. Ferner kann ein Zweitgasheizanlagezuspeisungsventil, welches zwischen dem Bypass und dem Enddruckregler auf der einen und einer Zweitgasheizanlage auf der anderen Seite geschlossen sein, um den Gasfluss zu der Zweitgasheizanlage zu unterbinden. Die Zweitgasheizanlage kann insbesondere dazu ausgeführt sein, zumindest mit Erdgas oder einer Mischung aus Erdgas und Wasserstoff Wärme bereitzustellen.
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Alternativ oder in Ergänzung kann vorgesehen sein, dass beim Einleiten ein Anschlusshauptventil, welches den Gasanschluss des Prosumers mit der Mitteldruckleitung des Gasnetzes verbindet, ein Erzeugungsmodulventil, welches auf einer Seite mit dem Erzeugungsmodul und auf der anderen Seite zumindest mit dem Bypass verbunden ist, geöffnet ist. Ebenfalls kann zumindest das Heizanlagenventil, das Beimischeinheitventil, das Enddruckreglerabgabeventil oder das Enddruckreglereinlassventil geschlossen sein.
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Beim Abnehmen des zumindest einen Gases kann vorgesehen sein, dass zumindest das Zweitgasheizanlagenventil, das Zweitgasheizanlagezuspeisungsventil, das Enddruckreglerabgabeventil, das Enddruckreglereinlassventil, oder das Anschlusshauptventil geöffnet sind. Ebenfalls kann beim Abnehmen des zumindest einen Gases vorgesehen sein, dass zumindest das Erzeugungsmodulventil, das Heizanlagenventil, das Heizanlagezuspeisungsventil, welches zwischen dem Heizanlagenventil und dem Enddruckreglerabgabeventil angeordnet sein kann, oder das Beimischeinheitventil geschlossen ist.
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Im Rahmen der Erfindung kann es von Vorteil sein, dass zumindest ein Erzeugen zumindest eines Gases, insbesondere Wasserstoff, durch ein Erzeugungsmodul vorgesehen ist, oder beim Einleiten zumindest ein Teil des zumindest einen Gases von einem Gasometer bezogen wird.
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Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein erfindungsgemäßes Steuerungsverfahren zum Steuern einer Netzanlage, insbesondere einer erfindungsgemäßen Netzanlage, umfassend:
- Messen einer Menge des zumindest einen Gases, die von einer Mischhochdruckleitung an die Mitteldruckleitung abgegeben wird, in einem Mischbetrieb, insbesondere durch einen Netzzähler,
- Reduzieren des Drucks des zumindest einen Gases von einem Hochdruckbereich auf einen Mitteldruckbereich durch einen Hochdruckregler, welcher zwischen der Mischhochdruckleitung und der Mitteldruckleitung angeordnet ist, im Mischbetrieb, insbesondere durch einen Hochdruckregler,
- Separieren des zumindest einen Gases und eines weiteren Gases, die über eine Mitteldruckleitung bereitgestellt werden und Überführen in eine Mischhochdruckleitung und eine Hochdruckleitung in einem Separationsbetrieb, insbesondere durch eine Separationseinheit.
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Das Verfahren kann als computerimplementiertes Verfahren ausgeführt sein.
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Die Verfahrensschritte können zumindest teilweise gleichzeitig und/oder zeitlich nacheinander ablaufen, wobei die Reihenfolge der Verfahrensschritte nicht durch die angegebene Reihenfolge begrenzt ist, sodass einzelne Schritte in unterschiedlicher Reihenfolge durchführbar sind. Ferner können einzelne oder sämtliche Schritte wiederholt durchgeführt werden.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Zusammensetzung zumindest des zumindest einen Gases oder weiteren Gases überwacht wird, wobei insbesondere bei der Überschreitung eines Grenzwertes, insbesondere 20 % Wasserstoff, eine Aktivierung zumindest der Separationseinheit erfolgt. In diesem Fall ebenfalls aktiviert werden kann zumindest der Gasverdichter oder der Zweitgasverdichter. Falls vorhanden, können entsprechend zumindest das Gasverdichterventil oder das Zweitgasverdichterventil geöffnet werden. Geschlossen werden können zumindest ein Mischhochdruckleitungsventil, welches zwischen der Separationseinheit und dem Hochdruckregler angeordnet ist, oder ein Mitteldruckleitungsventil, welches zwischen dem Hochdruckregler und dem Zweitgasverdichterventil angeordnet ist. Dadurch kann vermieden werden, dass Gas, das den Grenzwert überschreitet, in die Hochdruckleitung fließt.
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Ferner kann das Steuerungsverfahren zum Steuern einer Netzanlage Teil eines Betriebsverfahren zum Betreiben eines Prosumersystems und umgekehrt sein, insbesondere im Zusammenhang mit einem erfindungsgemäßen Gasnetz, welches sowohl ein Prosumersystem als auch eine Netzanlage aufweist.
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Im Rahmen der Erfindung wird von Betriebsverfahren und Steuerungsverfahren gesprochen, allerdings dienen die Begriffe nur der besseren Abgrenzung der Verfahrensansprüche untereinander. Mit anderen Worten sollen dabei die Begriffe "Betrieb" und "Steuerung" nicht zur Abgrenzung des einen vom anderen Verfahren dienen. Diese unterscheiden sich vielmehr durch die gesteuerte bzw. betriebene Vorrichtung und die enthaltenen Schritte.
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Damit ergeben sich in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Steuerungsverfahren die gleichen Vorteile, wie sie bereits in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Prosumersystem und/oder eine erfindungsgemäße Netzanlage und/oder ein erfindungsgemäßes Gasnetz und/oder ein erfindungsgemäßes Betriebsverfahren beschrieben worden sind.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Dabei zeigt
- Fig. 1
- ein Prosumersystem in einem Einleitungsbetrieb,
- Fig. 2
- ein Prosumersystem in einem Abnahmebetrieb,
- Fig. 3
- eine Netzanlage im Mischbetrieb,
- Fig. 4
- eine Netzanlage im Separationsbetrieb,
- Fig. 5
- ein Betriebsverfahren, und
- Fig. 6
- ein Steuerungsverfahren.
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In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale, auch von unterschiedlichen Ausführungsbeispielen, die identischen Bezugszeichen verwendet.
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Die Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Prosumersystem 100 für die Abgabe an ein Gasnetz 300 und Aufnahme aus dem Gasnetz 300 zumindest eines Gases, umfassend:
- einen Bypass 110, der dazu ausgeführt ist, in einem Einleitungsbetrieb I das zumindest eine Gas an einem Enddruckregler 120 vorbei in das Gasnetz 300 zu leiten, wobei der Enddruckregler 120 dazu ausgeführt ist, in einem Abnahmebetrieb II (siehe Fig. 2) den Druck des zumindest einen Gases von einem Netzdruck auf einen Enddruck zu verringern,
- einen Zähler 130, welcher dazu ausgeführt ist, im Einleitungsbetrieb I die Abgabe des zumindest einen Gases an das Gasnetz 300 zu zählen 430 und im Abnahmebetrieb II die Aufnahme des zumindest einen Gases aus dem Gasnetz 300 zu zählen 430.
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Mit anderen Worten kann ein erfindungsgemäßes System zum Abnehmen 420 und Einspeisen von Gas in ein Gasnetz 300 sowohl einen Leitungsweg aufweisen, welcher beim Einspeisen das Gas vorbei an einer Druckregelungsanlage leiten kann, die dazu ausgeführt ist, bei der Abnahme vom Gas das Gas auf den Verbrauchsdruck herunterzuregeln, als auch einen Zähler 130, welcher sowohl das Abnehmen 420 als auch das Einspeisen messen 510 kann.
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Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die einzelnen Komponenten des Prosumersystems 100 wie in der Fig. 1 oder 2 gezeigt miteinander verbunden sind. Während Fig. 1 ein Prosumersystem 100 in einem Einleitungsbetrieb I zeigt, stellt die Fig. 2 ein Prosumersystem 100 in einem Abnahmebetrieb II dar.
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Ein Prosumersystem 100 kann dazu eingerichtet sein, einem Gasnetzanschluss zu ermöglichen, Gas sowohl aus dem Gasnetz 300 zu entnehmen (Fig. 2) als auch Gas in das Gasnetz 300 einzuspeisen (Fig. 1). Das Prosumersystem 100 kann beispielsweise in einem Haushalt installierbar sein. Es ist ebenfalls denkbar, dass ein Prosumersystem 100 zumindest in einem Unternehmen oder einer Produktionsstätte installierbar ist.
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Unter einer Abgabe an ein Gasnetz 300 kann verstanden werden, dass Gas von dem Prosumer, insbesondere aus einem Niederdruckbereich, in das Gasnetz 300, insbesondere zumindest in einen Mittel- oder Hochdruckbereich, abgegeben wird. Unter einer Aufnahme aus dem Gasnetz 300 kann verstanden werden, dass Gas aus dem Gasnetz 300, insbesondere zumindest aus einem Mittel- oder Hochdruckbereich, an den Prosumer, insbesondere in einen Niederdruckbereich, abgegeben wird.
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Unter dem zumindest einen Gas kann prinzipiell jedes Gas verstanden werden, welches durch das Gasnetz 300 bereitstellbar ist. Es kann vorgesehen sein, dass das Gas zumindest als Wasserstoff oder Erdgas ausgeführt ist. Erdgas ist ein kohlenwasserstoff-haltiges Gasgemisch, dessen chemische Zusammensetzung je nach Fundstätte beträchtlich schwankt. Im Zusammenhang mit der Erfindung kann mit Erdgas jedwede brennbare kohlenwasserstoffhaltige Gaszusammensetzung gemeint sein, auch, wenn diese nicht aus einer unterirdischen, natürlichen Lagerstätte stammt. Ferner kann das Gas zumindest als Methan ausgeführt sein oder im Wesentlichen Methan und Zusatzstoffe enthalten. Die Zusatzstoffe können insbesondere zumindest Ethan, Propan, Butan, Ethen oder Pentan umfassen. Ferner kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Gas eine Mischung aus Wasserstoff und Erdgas aufweist. Dabei kann der Wasserstoffanteil der Mischung zwischen 0 % und 50 % insbesondere zischen 0 % und 20 % betragen. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass das im Einleitungsbetrieb I an das Gasnetz 300 abgegebene Gas sich von dem im Abnahmebetrieb II aufgenommenen Gas unterscheidet. Insbesondere kann das im Einleitungsbetrieb I abgegebene Gas als Wasserstoff und das im Abnahmebetrieb II aufgenommene Gas zumindest als Erdgas oder Mischung aus Wasserstoff und Erdgas ausgeführt sein.
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Ein Bypass 110 kann als eine Umgehungsleitung aufgefasst werden, welche eine weitere Leitung umgeht. Erfindungsgemäß kann der Bypass 110 also den Enddruckregler 120 umgehen, welcher normalerweise den Druck des abgenommenen Gases aus dem Gasnetz 300 auf den Enddruck reduziert. Es kann also vorgesehen sein, dass im Einleitungsbetrieb I kein Gas durch den Enddruckregler 120 fließt. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Enddruckregler 120 zumindest ein Enddruckreglereinlassventil 122 oder ein Enddruckreglerabgabeventil 121 aufweist, welche im Einleitungsbetrieb I geschlossen sein können. Der Bypass 110 kann ebenfalls weitere Elemente aufweisen, welche im Rahmen der Beschreibung der Unteransprüche näher erläutert werden.
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Unter einem Einleitungsbetrieb I und/oder einem Abnahmebetrieb II kann ein Modus verstanden werden, in dem das Prosumersystem 100 betrieben wird. Es kann vorgesehen sein, dass der Einleitungsbetrieb I und/oder der Abnahmebetrieb II einer vorgegebenen Stellung zumindest eines, insbesondere aller Ventile, entspricht. Die Vorgabe kann zumindest geschlossen, geöffnet oder indifferent umfassen. Im Einleitungsbetrieb I kann das zumindest eine Gas an das Gasnetz 300, insbesondere eine Mitteldruckleitung 320 des Gasnetzes 300, abgegeben werden. Im Abnahmebetrieb II kann das zumindest eine Gas vom Gasnetz 300, insbesondere von einer Mitteldruckleitung 320 des Gasnetzes 300, abgenommen werden. Dabei kann das Einleiten 410 bzw. Abnehmen 420 jeweils einer Strömungsrichtung des zumindest einen Gases zum Prosumersystem 100 hin oder von diesem weg entsprechen.
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Mit dem Ausdruck "an einem Enddruckregler 120 vorbei" kann im Zusammenhang mit der Erfindung so aufgefasst werden, dass das zumindest eine Gas, das zur Einleitung in das Gasnetz 300 bestimmt ist, nicht durch den Enddruckregler 120 fließt. Der Endregler ist dazu ausgeführt, in einem Abnahmebetrieb II den Druck des zumindest einen Gases von einem Netzdruck auf einen Enddruck zu verringern. Mit anderen Worten wird der Druck des aus dem Gasnetz 300 strömenden Gases reduziert, insbesondere auf einen Niederdruck. Dieser Niederdruck kann insbesondere zwischen 20 bis 100 mbar liegen.
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Ein Zähler 130 kann als ein Messgerät zur Ermittlung einer durchgesetzten Gasmenge aufgefasst werden. Im Einleitungsbetrieb I zählt der Zähler 130 die Abgabe des zumindest einen Gases an das Gasnetz 300 und im Abnahmebetrieb II die Aufnahme des zumindest einen Gases aus dem Gasnetz 300. Ein solcher Zähler 130 kann auch als Bidirektionalzähler bezeichnet werden. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler 130 zumindest die Abgabe und die Aufnahme separat zählt oder eine Abgabe und Aufnahme miteinander verrechnet, sodass eine Bilanz gemessen wird. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler 130 auf dem Messprinzip zumindest eines Balgengaszählers, Drehkolbenzählers, Turbinenradzählers, Ultraschallzählers, Wirbelgaszählers, Corioliszählers, Trommelgaszählers oder Thermoflussgaszählers beruht. Der Zähler 130 kann ein Zählwerk umfassen, wobei insbesondere das Zählwerk eine Erfassungsvorrichtung der Stellung eines Magnetimpulsgebers und/oder gegeneinander verriegelte Zählwerke (je eines für Einspeisung und Bezug) aufweisen kann.
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Bei einem Balgengaszähler werden durch Membranen voneinander getrennte Messkammern periodisch gefüllt und entleert. Ein Gelenkgetriebe überträgt die Membranbewegung auf eine Kurbelwelle. Die Kurbelwelle treibt zwei Schieber an, die den Gasstrom steuern. Dadurch kann der Gasstrom wechselseitig durch einen Balg geleitet werden. Die Drehbewegung des Getriebes wird über eine magnetische Kupplung auf ein Zählwerk übertragen.
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Balgengaszähler sind relativ günstig, lassen sich eichen und kommen in vielen Haushalten vor.
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Insgesamt bietet ein Prosumersystem 100 gemäß der Erfindung den Vorteil, dass es ermöglicht, Gas aus einem Gasnetz 300 zu entnehmen und in ein Gasnetz 300 einzuspeisen und insbesondere das Gasnetz 300 in einem Mischbetrieb III zu betreiben. Durch dein Bypass 110 kann der Enddruckregler 120 umgangen werden, welcher ansonsten die Einleitung verhindern würde. Der erfindungsgemäße Zähler 130 ermöglicht ist, dass in beiden Betriebsmodi die den Zähler 130 durchströmende Gasmenge erfasst wird, wodurch die Steuerung des Gasnetzes 300 dahingehend ermöglicht wird, als dass bekannt ist, wieviel von welcher Gasart gerade eingespeist bzw. abgeben wird.
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Im Rahmen der Erfindung kann es von Vorteil sein, dass zumindest der Zähler 130 dazu ausgeführt ist, für zumindest ein weiteres Gas, insbesondere Erdgas oder Wasserstoff, zumindest im Einleitungsbetrieb I die Abgabe des zumindest einen weiteren Gases an das Gasnetz 300 zu zählen 430 oder im Abnahmebetrieb II die Aufnahme des zumindest einen weiteren Gases aus dem Gasnetz 300 zu zählen 430. Bei dem weiteren Gas kann es sich prinzipiell um eines der vorgenannten ersten Gase handeln, wobei sich das weitere Gas gegenüber dem zumindest einen Gas dadurch auszeichnet, dass es sich zumindest um ein anderes Gas oder eine andere Mischung handelt. Der Zähler 130 kann insbesondere dazu ausgeführt sein, den Strom von Wasserstoff und Erdgas zu erfassen. Ferner kann der Zähler 130 dazu ausgeführt sein zu erkennen, ob das zumindest eine Gas oder ein weiteres Gas den Zähler 130 durchströmt, und insbesondere die Messung entsprechend anzupassen. Dadurch können durch einen einzelnen Zähler 130 kompakt und einfach beide Gase gezählt werden. Alternativ oder in Ergänzung kann vorgesehen sein, dass der Zähler 130 separate Zähleinheiten, auch Zählwerk genannt, für das zumindest eine und das weitere Gas aufweist, welche insbesondere gesonderte Anschlüsse aufweisen können. Dies ermöglicht eine besonders genaue Zählung. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass der Zähler 130 dazu ausgeführt ist, das Verhältnis einer Mischung zumindest im zumindest einen Gas oder weiteren Gas zu detektieren und die Messung entsprechend anzupassen. Insbesondere kann der Zähler 130 dazu ausgeführt sein, einen Wasserstoffanteil zumindest im zumindest ersten oder im weiteren Gas zu detektieren.
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Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler 130 eine Datenübertragungseinheit aufweist. Dadurch können zumindest Zählerstände oder der Betriebsmodus des Prosumersystems 100 übermittelt oder Steuerbefehle Empfangen werden. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler 130 als intelligentes Messsystem (auch Smartmeter genannt), insbesondere nach § 2 Nr. 7 des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG), ausgeführt ist. Anders ausgedrückt kann der Zähler 130 dazu eingerichtet sein, digital Daten zu senden und zu empfangen und hierzu in ein Kommunikationsnetz einbindbar ist. Die Datenübertragungseinheit kann als m Smart-Meter-Gateway (SMGW), insbesondere nach § 2 Nr. 19 des Messstellenbetriebsgesetzes, ausgeführt sein, das dazu ausgeführt ist, Daten zwischen Verbraucher, Netzbetreiber und Lieferant zu übertragen.
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Im Rahmen der Erfindung ist es denkbar, dass zumindest ein Einleitungsdruckregler 111 vorgesehen ist, welcher dazu ausgeführt ist, den Druck des zumindest einen Gases derart zu erhöhen, dass er in das Gasnetz 300 einleitbar ist, wobei insbesondere der Bypass 110 den Einleitungsdruckregler 111 aufweist und/oder der Einleitungsdruckregler 111 zumindest ein Einleitungsdruckreglereinlassventil 112 oder ein Einleitungsdruckreglerabgabeventil 113 aufweist. Durch den Einleitungsdruckregler 111 kann der Druck des zumindest einen Gases auf den Druck eingestellt, welcher notwendig ist, um Gas in das Gasnetz 300 einzuspeisen. Ferner kann durch das Gasometer oder einen Verdichter der Druck auf ein Mitteldruckniveau des Gasnetzes 300 erhöht werden. Der Einleitungsdruckregler 111 kann Teil des Bypasses 110 sein. Mit anderen Worten kann dieser in der Leitung angeordnet sein, welche den Enddruckregler 120 umgeht. Es kann vorgesehen sein, dass der Einleitungsdruckregler 111 zumindest ein Einleitungsdruckreglereinlassventil 112 oder ein Einleitungsdruckreglerabgabeventil 113 aufweist. Durch die Ventile kann der Gasfluss vom und zum Einleitungsdruckregler 111 freigegeben oder gesperrt werden. Ist der Einleitungsdruckregler 111 Teil des Bypasses 110, kann durch die Ventile der Bypass 110 insgesamt freigegeben oder gesperrt werden.
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Es kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass der Zähler 130 als Retrofit, insbesondere für einen Balgengaszähler, ausgeführt ist. Unter Retrofit kann eine Modernisierung oder ein Ausbau einer bestehenden (meist älterer und nicht mehr produzierter) Vorrichtung verstanden werden. Mit anderen Worten kann der Zähler 130 derart ausgeführt sein, dass er einen anderen, insbesondere älteren, Zähler 130 zumindest teilweise ersetzt. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler 130 als Doppelzählwerk ausgeführt ist, welches ein Einfachzählwerk eines alten Zählers 130 ersetzt. Ferner kann vorgesehen sein, dass im Rahmen des Retrofittings eine vorhandene Rücklaufsperre im alten Zähler 130 entfernt wird. Es kann vorgesehen sein, dass der Zähler 130 als Ersatz für die Rücklaufsperre einen Platzhalter aufweist, der einen Rücklauf zulässt.
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Es ist ferner denkbar, dass ein Sensor 140 vorgesehen ist, welcher dazu ausgeführt ist, zumindest einen Druck, eine Temperatur oder ein Volumen des zumindest einen Gases zu erfassen. Der Sensor 140 kann als Teil des Bypasses 110 ausgeführt sein, also ebenfalls in der Leitung angeordnet sein, die den Enddruckregler 120 umgeht. Ferner kann vorgesehen sein, dass der Sensor 140 Teil des Zählers 130 ist. Ebenfalls ist es denkbar, dass der Sensor 140 Teil eines Sensorsystems ist, welches zumindest einen zweiten Sensor 140 umfasst, welcher zumindest einen weiteren Druck, eine weitere Temperatur oder ein weiteres Volumen erfasst. Durch den Sensor 140 oder das Sensorsystem kann ein Zustand des Prosumersystems 100 erfasst werden. Es kann vorgesehen sein, dass der Zustand, welcher insbesondere zumindest einen Messwert oder eine aus dem zumindest einen Messwert abgeleitete Information umfasst, über eine Kommunikationseinheit, insbesondere ausgeführt als Smart-Meter Gateway, insbesondere nach § 2 Nr. 19 des Messstellenbetriebsgesetzes, an eine Netzsteuerung übertragbar ist. Durch die Erfassung von Messwerten oder des Systemzustands kann über die Netzsteuerung sowohl in die Steuerung des Netzes als auch in die Steuerung des Prosumersystems 100 eingegriffen werden. So lassen sich unerwünschte Zustände sicher vermeiden.
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Auch ist es denkbar, dass der Zähler 130, insbesondere kalorisch, geeicht ist, und/oder dass der Zähler 130 ein Ramanspektrometer aufweist, das dazu ausgeführt ist, das zumindest eine Gas mit einem Referenzgas zu vergleichen.
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Durch die Eichung wird erreicht, dass der Zähler 130 auch zum Abrechnen verwendet werden kann, was für den Benutzer den Vorteil bietet, dass er für eine Einspeisung eine entsprechende Vergütung geltend machen kann. Ferner wird durch die Eichung sichergestellt, dass die erfassten Messwerte in ihrer Genauigkeit im Rahmen einer gesetzlichen Norm liegen, wodurch die Netzsteuerung genauer wird.
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Ein Ramanspektrometer kann als ein Messsystem aufgefasst werden, welches auf der inelastischen Streuung von Photonen, der so genannten Raman-Streuung, beruht. Das Ramanspektrometer kann eine monochromatische Lichtquelle aufweisen, welche insbesondere als Laser zumindest im sichtbaren, nahen infraroten oder nahen ultravioletten Bereich ausgeführt sein kann. Das monochromatische Licht interagiert mit Molekülschwingungen, Phononen oder anderen Anregungen im untersuchten Gas, wodurch die Energie der eingestrahlten Photonen nach oben oder unten verschoben wird. Die Energieverschiebung gibt Aufschluss über die Schwingungsmoden im System, welche spezifisch für ein Stoff bzw. ein Element sind. Ein Ramanspektrometer bietet den Vorteil, dass zerstörungsfrei Gase, insbesondere deren Konzentration detektiert werden kann. Darüber hinaus sind Ramanspektrometer kompakt aufbaubar und benötigen keine Verbrauchsmittel (z. B. Testgase).
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Ferner kann eine kryogene Abkühlung, insbesondere auf zumindest -200 °C vorgesehen sein. Hierdurch werden unterwünschte Stoffe abgeschieden. Die kryogene Abkühlung kann zumindest vor dem Zähler 130 oder so angeordnet sein, dass vor der Abgabe des zumindest einen Gases an das Gasnetz 300 dieses durch die kryogene Abkühlung gereinigt wird.
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Im Rahmen der Erfindung ist es optional möglich, dass eine Odorierung 150 vorgesehen ist, welche dazu ausgeführt ist, dem zumindest einen Gas eine geruchsintensive Substanz zuzusetzen. Die Odorierung 150 kann als Vorrichtung aufgefasst werden, welche dazu ausgeführt ist, dem zumindest einen Gas einen Zusatz einer oder mehrerer geruchsintensiver Substanzen (Odoriermittel) beizumengen. Dies bietet den Vorteil, dass die zugefügten Substanzen als Warn- oder Alarmsignal dienen können und daher eine Gefährdung durch ein weitgehend geruchloses zumindest einen Gases vermeiden können. Die Odorierung 150 kann als Teil des Bypasses 110 ausgeführt sein. Alternativ oder in Ergänzung kann sie auch zumindest an einem Gasometer 180 oder einem Erzeugungsmodul 160 (nachfolgend beschrieben) angeordnet sein. Durch die Anordnung am Gasometer 180 oder einem Erzeugungsmodul 160 wird der Vorteil erreicht, dass ein vom Prosumer produziertes Gas, welches natürlicherweise keinen Geruch aufweist, direkt odoriert und damit erkennbar wird.
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Ferner kann es im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass zumindest ein Erzeugungsmodul 160, insbesondere umfassend einen Elektrolyseur oder eine Vorrichtung zur künstlichen Photosynthese, ausgeführt zum Erzeugen des zumindest einen Gases, eine Heizanlage 172, ausgeführt zum Abbrennen des zumindest einen Gases, ein Gasometer 180, ausgeführt zum Speichern des zumindest einen Gases, oder eine Beimischeinheit 190, ausgeführt zum Beimischen zumindest eines weiteren Gases zum zumindest einen Gas, vorgesehen ist.
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Ein Erzeugungsmodul 160 kann dazu ausgeführt sein, elektrische Energie, insbesondere bereitgestellt zumindest durch eine Windkraft oder Solaranlage, in chemische Energie umzuwandeln, indem eine Stoffumwandlung durchgeführt wird, welche bei einer Rückreaktion Energie freisetzen kann. Bei der Rückreaktion muss es sich nicht zwangsläufig um die der Synthese entsprechende chemische Rückreaktion handeln. Es kann auch eine andere Reaktion vorgesehen sein, bei der Energie frei wird. Das Erzeugungsmodul 160 kann als Elektrolyseur ausgeführt sein. Ein Elektrolyseur kann als eine Vorrichtung aufgefasst werden, die dazu ausgeführt ist, mit elektrischem Strom eine Redoxreaktion zu erzwingen. Der Elektrolyseur kann als Wasserelektrolyseur ausgeführt sein, bei dem Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt wird. Ebenfalls kann das Erzeugungsmodul 160 als reversibel betreibbare Brennstoffzelle ausgeführt sein. Ferner können auch andere energiehaltige Stoffe, beispielsweise Ammoniak, Syngas oder Methan synthetisiert werden. Das Erzeugungsmodul 160 bietet den Vorteil, dass das Prosumersystem 100 zumindest ein Gas selbstständig erzeugen kann. Das Gas kann beispielsweise in ein Gasnetz 300 eingespeist werden. Durch den erfindungsgemäßen Zähler 130 wird die eingespeiste Gasmenge bestimmt, sodass das Gasnetz 300 entsprechend gesteuert und der Prosumer vergütet werden kann.
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Eine Heizanlage 172 kann als eine Vorrichtung zum Erzeugen von Wärme, insbesondere für einen Haushalt oder eine industrielle Anlage, aufgefasst werden. Die Heizanlage 172 kann dazu ausgeführt sein, das zumindest eine Gas abzubrennen. Die Heizanlage 172 kann ein Heizanlagenventil 173 aufweisen, mit welchem eine Zuleitung zur Heizanlage 172 gesperrt werden kann. Es kann ebenfalls vorgesehen sein, dass die Heizanlage 172 eine Brennstoffzelle aufweist, welche mit dem zumindest einen Gas Strom erzeugen kann, welcher einer Wärmepumpe bereitgestellt wird, die die Wärme erzeugt. Durch die genannten Varianten kann insbesondere das durch den Prosumer selbst erzeugte Gas direkt verwendet werden. Es kann vorgesehen sein, dass die Heizanlage 172 zumindest zum Heizen mit dem zumindest einen Gas oder zum Heizen mit einem weiteren Gas ausgeführt ist. Alternativ oder in Ergänzung kann vorgesehen sein, dass eine Zweitgasheizanlage 170 vorgesehen ist, welche insbesondere zum Heizen mit dem weiteren Gas ausgeführt sein kann. Die Zweitgasheizanlage 170 kann insbesondere dazu ausgeführt sein, zumindest mit Erdgas oder eine Mischung aus Erdgas und Wasserstoff Wärme bereitzustellen. Die Zweitgasheizanlage 170 kann ein Zweitgasheizanlagenventil 171 aufweisen, mit welchem eine Zuleitung zur Zweitgasheizanlage 170 gesperrt werden kann. Durch ein Kombigerät können beide Gase oder Mischungen daraus genutzt werden. Durch Einzelgeräte lässt sich ein optimaler Wirkungsgrad erreichen.
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Ein Gasometer 180 kann als eine Art Tank aufgefasst werden, der dazu ausgeführt ist, zumindest ein Gas zu speichern. Das Gasometer 180 kann ein Gasometerventil 181 aufweisen, welches in einer geöffneten Stellung einen Gasfluss in das Gasometer 180 und aus dem Gasometer 180 freigibt und in einer geschlossenen Stellung einen Gasfluss vom und zum Gasometer 180 verhindert. Es kann vorgesehen sein, dass das Gasometer 180 eine Füllstandsüberwachung aufweist, die dazu ausgebildet ist, zumindest den Druck, das Volumen, die Temperatur, den Zufluss, oder Abfluss des zumindest einen Gases im (bzw. zum oder vom) Gasometer 180 zu überwachen.
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Die Beimischeinheit 190 ist eine Vorrichtung, die dazu ausgeführt ist, dem zumindest einen Gas oder dem weiteren Gas eine Substanz zuzuführen, um eine chemische Reaktion auszulösen. Es kann vorgesehen sein, dass die Beimischeinheit 190 als Methanisierungsanlage ausgeführt ist. Eine Methanisierungsanlage erzeugt eine chemische Reaktion, bei der zumindest Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoffdioxid (CO2) in Methan umgewandelt wird. Die Reaktion von Kohlenstoffdioxid zu Methan und Wasser wird auch als Sabatier-Prozess oder die Sabatier-Reaktion bezeichnet. Es kann vorgesehen sein, dass das zugeführte CO2, insbesondere in einer Patrone oder Flasche, in der Methanisierungsanlage bevorratet wird. Es ist denkbar, dass zur Adsorption von CO2 aus der Luft und/oder aus einem Abgasstrom zumindest einer Heizungsanlage, einer Brennstoffzelle oder einem Blockheizkraftwerk ein Adsorptionsstoff, insbesondere Zeolith, vorgesehen ist. So kann mit einer chemischen Umwandlung des CO/CO2 in molekularen (festen/pulverförmigen) Kohlenstoff der im Winter anfallende Stoffstrom in einen einfach handhabbaren und ohne großen technischen Aufwand lagerbaren Zustand gebracht werden. Der Adsoptionsstoff, insbesondere Zeolith, kann bei einem Methanisierungsprozess, welcher hohe Temperaturen erfordern kann, regeneriert werden, sodass die Freigabe des CO2 für den Reaktionsprozess zu nutzen. Weitere entstehende Abwärme kann zumindest für eine Warmwasseraufbereitung oder für Kleinsttrubineneinheiten (ähnlich Dampfturbinen oder Expansionsmaschinen) verwendet werden. Hier wird das Betriebsmedium mit (latenter) Abwärme aufgeheizt und kann so zur Stromproduktion und damit Erhöhung des Wirkungsgrads genutzt werden. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Methanisierungsanlage eine Kleinstluftzerlegeanlage aufweist, welche dazu ausgeführt ist, CO2 zu gewinnen. Die Beimischungseinheit kann zumindset ein Beimischeinheitzuspeiseventil 191 aufweisen, mit dem eine Verbindung zumindest zum Bypass 110 und dem Einleitungsdruckregler 111 gesperrt werden kann, oder ein Beimischeinheitventil 192, mit dem die Beimischungseinheit zumindest von dem Erzeugungsmodul 160, dem Gasometer 180, der Heizanlage 172 oder dem Bypass 110 getrennt werden kann.
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Bezugnehmend zu den Fig. 3 und 4 wird eine erfindungsgemäße Netzanlage 200 zur Regelung eines Gasnetzes 300 vorgestellt, welche die obenstehende Aufgabe ebenfalls löst, aufweisend:
- eine Separationseinheit 210, die dazu ausgeführt ist, zumindest ein Gas und ein weiteres Gas, die über eine Mitteldruckleitung 320 bereitstellbar sind, voneinander zu separieren 530 und einer Hochdruckleitung 310 und einer Mischhochdruckleitung 320 zuzuführen,
- einen Netzzähler 220, welcher dazu ausgeführt ist, eine Menge zumindest eines Gases zu messen 510, die von der Mischhochdruckleitung 310 an die Mitteldruckleitung 320 abgebbar ist,
- einen Hochdruckregler 230, welcher zwischen der Mischhochdruckleitung 310 und der Mitteldruckleitung 320 angeordnet und dazu ausgeführt ist, den Druck des zumindest einen Gases von einem Hochdruckbereich auf einen Mitteldruckbereich zu reduzieren 520.
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Damit ergeben sich in Bezug auf eine erfindungsgemäße Netzanlage 200 die gleichen Vorteile, wie sie bereits in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Prosumersystem 100 beschrieben worden sind.
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Insbesondere kann vorgesehen ein, dass die einzelnen Komponenten der Netzanlage 200 wie in der Fig. 3 oder 4 gezeigt miteinander verbunden sind. Während Fig. 3 eine Netzanlage 200 in einem Mischbetrieb III zeigt, stellt die Fig. 4 eine Netzanlage 200 in einem Separationsbetrieb IV dar.
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Eine Netzanlage 200 kann in einem Mittel- oder Hochdruckbereich, insbesondere an einer Schnittstelle zwischen einem Mittel- und Hochdruckbereich, installierbar sein. Unter einer Regelung des Gasnetzes 300 kann insbesondere die Regelung der Strömung des Gases, insbesondere dessen Menge und Richtung, sowie die Zusammensetzung verstanden werden.
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Eine Separationseinheit 210 kann als Vorrichtung aufgefasst werden, welche zumindest zwei Gase bzw. eine Gasmischung zumindest teilweise in unterschiedliche Gase trennen kann. Wenn der Prosumer beispielsweise Wasserstoff in ein hauptsächlich mit Erdgas betriebenes Gasnetz 300 einspeist, kann die Separationseinheit 210 dazu ausgeführt sein das in der Mitteldruckleitung befindliche Gasgemisch (aus Erdgas und Wasserstoff) zu trennen und in separate Hochdruckleitungen abzugeben. Hierzu kann die Separationseinheit 210 jeweils einen Gasverdichter 242 und/oder einen Zweitgasverdichter 240 aufweisen. Gasverdichter 242 und/oder Zweitgasverdichter 240 können jeweils ein Gasverdichterventil 243 bzw. ein Zweitgasverdichterventil 241 aufweisen, welche jeweils dazu ausgeführt sind, den Gasverdichter 242 bzw. den Zweitgasverdichter 240 von den jeweiligen Hochdruckleitungen 310 zu trennen.
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Der Netzzähler 220 kann prinzipiell so aufgebaut sein wie ein Zähler 130 des Prosumersystems 100, sodass die diesbezüglichen Ausführungen auch für den Netzzähler 220 gelten.
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Der Hochdruckregler 230 ist dazu ausgeführt, den Druck des zumindest einen Gases, welcher von einer Hochdruckleitung 310 bereitgestellt wird, beim Übergang auf eine Mitteldruckleitung 320 auf den Mitteldruckbereich zu reduzieren 520. Der Mitteldruck kann im Bereich von 100 bis 1000 Millibar und/oder der Hochdruckbereich im Bereich von 1 bis 200 bar liegen.
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In Bezug auf die vorliegende Erfindung ist es vorstellbar, dass der Netzzähler 220 eine Kommunikationsvorrichtung 221 aufweist, welche dazu ausgeführt ist, zumindest eine Menge, eine Temperatur oder einen Druck des durch den Netzzähler 220 erfassten zumindest einen Gases zu senden. Insbesondere kann die Kommunikationsvorrrichtung als Smart-Meter Gaterway ausgeführt sein. Durch das Bereitstellen der Daten des Netzzählers 220 kann der Vorteil erreicht werden, dass eine Netzsteuerung auch aus der Ferne zielgenau vorgenommen werden kann.
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Die Bereitstellung der aktuellen Durchflüsse sowohl in den Anlagen als auch den ggfs. einzelnen Hausanschlüssen kann bei volatiler Einspeisung von grünen Gasen zur Berechnung des aktuellen Brennwertes eines jeden Verbrauchers und damit auch zur Steuerung von Heizungsanlagen für einen optimalen Betriebspunkt der Brenner verwendet werden. Ebenso kann eine ungewünschte Situation für Verbraucher ohne regelbare/mischgasfähige Endgeräte vermieden werden, wenn die Abnahme nicht zur Produktion passt und somit lokal ungewollte H2 Konzentrationen außerhalb des zulässigen Bereichs entstehen können
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Ferner ist es vorstellbar, dass der Hochdruckregler 230 eine Steuerungsvorrichtung 231 aufweist, welche dazu ausgeführt ist, zumindest ein Steuersignal zur Steuerung des Hochdruckreglers 230 zu empfangen oder Daten zu senden. Es kann vorgesehen sein, dass das Steuersignal, einen Zieldruck umfasst, auf den der Druck reduziert werden soll. Durch die Steuervorrichtung lässt sich von einer insbesondere entfernten, Netzsteuerung direkt in die Netzanlage 200, insbesondere in den an der Mitteldruckleitung 330 bereitgestellten Druck, eingreifen.
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Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein erfindungsgemäßes Gasnetz 300, umfassend zumindest ein erfindungsgemäßes Prosumersystem 100 oder eine erfindungsgemäße Netzanlage 200, wobei insbesondere das Prosumersystem 100 durch eine Mitteldruckleitung 320 mit der Netzanlage 200 verbunden ist. Das Gasnetz 300 ist in den Fig. 1 bis 4 dargestellt.
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Damit ergeben sich in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Gasnetz 300 die gleichen Vorteile, wie sie bereits in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Prosumersystem 100 und/oder einer erfindungsgemäße Netzanlage 200 beschrieben worden sind.
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Es kann ferner vorgesehen sein, dass das Gasnetz 300 zumindest eine Hochdruckleitung 310 zur Bereitstellung zumindest eines zumindest ersten Gases oder eines weiteren Gases umfasst. Es ist ebenfalls denkbar, dass die Hochdruckleitung 310, über eine, insbesondere erfindungsgemäße Netzanlage 200 mit einer Mitteldruckleitung 320 verbunden ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Mitteldruckleitung 320 über ein Prosumersystem 100 mit einer Niederdruckleitung verbunden ist. Die Niederdruckleitung kann insbesondere in einem Haushalt, Unternehmen oder Produktionsstätte installiert sein. Das Gasnetz 300 kann ferner zumindest eine Gasnetzsteuerung umfassen, die dazu ausgeführt ist, Messdaten zu empfangen und entsprechend der Messdaten Steuersignale auszusenden, um insbesondere zumindest den Gasfluss, die Zusammensetzung oder den Druck innerhalb des Gasnetzes 300 auf einem geplanten Niveau zu halten.
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Die Fig. 5 zeigt ein erfindungsgemäßes Betriebsverfahren 400 zum Betreiben eines Prosumersystems 100, insbesondere eines erfindungsgemäßen Prosumersystems 100, das an ein Gasnetz 300 angeschlossen ist, welches die obenstehende Aufgabe ebenfalls löst, umfassend:
- Einleiten 410 zumindest eines Gases durch einen Bypass 110 an einem Enddruckregler 120 vorbei in das Gasnetz 300,
- Abnehmen 420 des zumindest einen Gases aus dem Gasnetz 300, wobei ein Enddruckregler 120 den Druck des zumindest einen Gases von einem Netzdruck auf einen Enddruck verringert,
- Zählen 430 des eingeleiteten zumindest einen Gases und des abgenommenen zumindest einen Gases durch einen Zähler 130.
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Das Verfahren kann als computerimplementiertes Verfahren ausgeführt sein.
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Die Verfahrensschritte können zumindest teilweise gleichzeitig und/oder zeitlich nacheinander ablaufen, wobei die Reihenfolge der Verfahrensschritte nicht durch die angegebene Reihenfolge begrenzt ist, sodass einzelne Schritte in unterschiedlicher Reihenfolge durchführbar sind. Ferner können einzelne oder sämtliche Schritte wiederholt durchgeführt werden.
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Damit ergeben sich in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Betriebsverfahren 400 die gleichen Vorteile, wie sie bereits in Bezug auf ein erfindungsgemäßes Prosumersystem 100 und/oder eine erfindungsgemäße Netzanlage 200 und/oder ein erfindungsgemäßes Gasnetz 300 beschrieben worden sind.
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Beim Einleiten 410 kann vorgesehen sein, dass das eingeleitete Gas von einem Erzeugungsmodul 160 oder einem Gasometer 180 bereitgestellt wird. Dabei kann vorgesehen sein, dass zumindest das Einleitungsdruckreglereinlassventil 112 und/oder das Einleitungsdruckreglerabgabeventil 113 geschlossen sind, sodass der Gasfluss zur Mitteldruckleitung 320 nur über den Bypass 110 erfolgen kann. Ferner kann ein Zweitgasheizanlagezuspeisungsventil 124, welches zwischen dem Bypass 110 und dem Enddruckregler 120 auf der einen und einer Zweitgasheizanlage 170 auf der anderen Seite geschlossen sein, um den Gasfluss zu der Zweitgasheizanlage 170 zu unterbinden. Die Zweitgasheizanlage 170 kann insbesondere dazu ausgeführt sein, zumindest mit Erdgas oder einer Mischung aus Erdgas und Wasserstoff Wärme bereitzustellen.
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Alternativ oder in Ergänzung kann vorgesehen sein, dass beim Einleiten 410 ein Anschlusshauptventil 123, welches den Gasanschluss des Prosumers mit der Mitteldruckleitung 320 des Gasnetzes 300 verbindet, ein Erzeugungsmodulventil 161, welches auf einer Seite mit dem Erzeugungsmodul 160 und auf der anderen Seite zumindest mit dem Bypass 110 verbunden ist, geöffnet ist. Ebenfalls kann zumindest das Heizanlagenventil 173, das Beimischeinheitventil 192, das Enddruckreglerabgabeventil 121 oder das Enddruckreglereinlassventil 122 geschlossen sein.
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Beim Abnehmen 420 des zumindest einen Gases kann vorgesehen sein, dass zumindest das Zweitgasheizanlagenventil 171, das Zweitgasheizanlagezuspeisungsventil 124, das Enddruckreglerabgabeventil 121, das Enddruckreglereinlassventil 122, oder das Anschlusshauptventil 123 geöffnet sind. Ebenfalls kann beim Abnehmen 420 des zumindest einen Gases vorgesehen sein, dass zumindest das Erzeugungsmodulventil 161, das Heizanlagenventil 173, das Heizanlagezuspeisungsventil 125, welches zwischen dem Heizanlagenventil 173 und dem Enddruckreglerabgabeventil 121 angeordnet sein kann, oder das Beimischeinheitventil 192 geschlossen ist.
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Im Rahmen der Erfindung kann es von Vorteil sein, dass zumindest ein Erzeugen zumindest eines Gases, insbesondere Wasserstoff, durch ein Erzeugungsmodul 160 vorgesehen ist, oder beim Einleiten 410 zumindest ein Teil des zumindest einen Gases von einem Gasometer 180 bezogen wird.
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Die obenstehende Aufgabe wird ferner gelöst durch ein in der Fig. 6 dargestelltes erfindungsgemäßes Steuerungsverfahren 500 zum Steuern einer Netzanlage 200, insbesondere einer erfindungsgemäßen Netzanlage 200, umfassend:
- Messen 510 einer Menge des zumindest einen Gases, die von einer Mischhochdruckleitung 320 an die Mitteldruckleitung 320 abgegeben wird, in einem Mischbetrieb III, insbesondere durch einen Netzzähler 220,
- Reduzieren 520 des Drucks des zumindest einen Gases von einem Hochdruckbereich auf einen Mitteldruckbereich durch einen Hochdruckregler 230, welcher zwischen der Mischhochdruckleitung 320 und der Mitteldruckleitung 320 angeordnet ist, im Mischbetrieb III, insbesondere durch einen Hochdruckregler 230,
- Separieren 530 des zumindest einen Gases und eines weiteren Gases, die über eine Mitteldruckleitung 320 bereitgestellt werden und Überführen in eine Mischhochdruckleitung 320 und eine Hochdruckleitung 310 in einem Separationsbetrieb IV, insbesondere durch eine Separationseinheit 210.
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Das Verfahren kann als computerimplementiertes Verfahren ausgeführt sein.
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Die Verfahrensschritte können zumindest teilweise gleichzeitig und/oder zeitlich nacheinander ablaufen, wobei die Reihenfolge der Verfahrensschritte nicht durch die angegebene Reihenfolge begrenzt ist, sodass einzelne Schritte in unterschiedlicher Reihenfolge durchführbar sind. Ferner können einzelne oder sämtliche Schritte wiederholt durchgeführt werden.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Zusammensetzung zumindest des zumindest einen Gases oder weiteren Gases Überwacht wird, wobei insbesondere bei der Überschreitung eines Grenzwertes, insbesondere 20 % Wasserstoff, eine Aktivierung zumindest der Separationseinheit 210 erfolgt. In diesem Fall ebenfalls aktiviert werden kann zumindest der Gasverdichter 242 oder der Zweitgasverdichter 240. Falls vorhanden, können entsprechend zumindest das Gasverdichterventil 243 oder das Zweitgasverdichterventil 241 geöffnet werden. Geschlossen werden können zumindest ein Mitteldruckleitungsventil 322, welches zwischen der Separationseinheit 210 und dem Hochdruckregler 230 angeordnet ist, oder ein Mischhochdruckleitungsventil 321, welches zwischen dem Hochdruckregler 230 und dem Zweitgasverdichterventil 241 angeordnet ist. Dadurch kann vermieden werden, dass Gas, das den Grenzwert überschreitet, in die Hochdruckleitung 310 fließt.
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Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
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- 100
- Prosumersystem
- 110
- Bypass
- 111
- Einleitungsdruckregler
- 112
- Einleitungsdruckreglereinlassventil
- 113
- Einleitungsdruckreglerabgabeventil
- 120
- Enddruckregler
- 121
- Enddruckreglerabgabeventil
- 122
- Enddruckreglereinlassventil
- 123
- Anschlusshauptventil
- 124
- Zweitgasheizanlagezuspeisungsventil
- 125
- Heizanlagezuspeisungsventil
- 130
- Zähler
- 140
- Sensor
- 150
- Odorierung
- 160
- Erzeugungsmodul
- 161
- Erzeugungsmodulventil
- 170
- Zweitgasheizanlage
- 171
- Zweitgasheizanlagenventil
- 172
- Heizanlage
- 173
- Heizanlagenventil
- 180
- Gasometer
- 181
- Gasometerventil
- 190
- Beimischeinheit
- 191
- Beimischeinheitzuspeiseventil
- 192
- Beimischeinheitventil
- 200
- Netzanlage
- 210
- Separationseinheit
- 220
- Netzzähler
- 221
- Kommunikationsvorrichtung
- 230
- Hochdruckregler
- 231
- Steuerungsvorrichtung
- 240
- Zweitgasverdichter
- 241
- Zweitgasverdichterventil
- 242
- Gasverdichter
- 243
- Gasverdichterventil
- 300
- Gasnetz
- 310
- Hochdruckleitung
- 320
- Mitteldruckleitung
- 321
- Mischhochdruckleitungsventil
- 322
- Mitteldruckleitungsventi
- 330
- Mischhochdruckleitung
- 400
- Betriebsverfahren
- 410
- Einleiten
- 420
- Abnehmen
- 430
- Zählen
- 500
- Steuerungsverfahren
- 510
- Messen
- 520
- Reduzieren
- 530
- Separieren
- I
- Einleitungsbetrieb
- II
- Abnahmebetrieb
- III
- Mischbetrieb
- IV
- Separationsbetrieb