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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Türschließer mit einem Sperrventil, mit magnetischer Ansteuerung, ein Sperrventil, insbesondere für einen Türschließer, sowie ein magnetisch ansteuerbares Sperrventilsystem mit einem Sperrventil und einem Arbeitsventil.
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Türschließsysteme mit Türschließern sind technische Sicherheitslösungen, die in Türen integriert werden, um die automatische Schließ- oder Verriegelungsfunktion zu gewährleisten. Diese Systeme finden Anwendung in diversen Umgebungen, angefangen bei Wohngebäuden bis hin zu gewerblichen oder industriellen Einrichtungen. Im Kontext von Türschließsystemen mit Türschließern sind Türschließer als mechanische Vorrichtungen zu verstehen, die an Türen installiert sind und automatisch dafür sorgen, dass sich die Tür nach dem Öffnen wieder schließt. Diese mechanischen Komponenten variieren in ihrer Ausführung und können hydraulische, pneumatische oder elektromechanische Modelle umfassen.
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Sperrventile sind Ventile, die einen Volumenstrom eines Gases oder einer Flüssigkeit absperren können, und stellen dementsprechend Vorrichtungen zum kontrollierten Öffnen und Schließen von Durchströmungsöffnungen oder Leitungen dar. Sperrventile werden vielfach eingesetzt, beispielsweise in Luftaufbereitungsanlagen, Brennstoff-Einheiten, der Wasserindustrie oder in Türschließmechanismen.
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Ein Sperrventil in einem Türschließer ist eine mechanische Vorrichtung, die dazu dient, den Fluss von Gasen wie z. B. Luft oder hydraulischen Flüssigkeiten zu regulieren. Es befindet sich in der Regel im Inneren des Türschließers und kann mechanisch oder elektrisch betätigt werden. Wenn das Sperrventil geschlossen ist, wird der Pneumatik- oder Hydraulikfluss blockiert, was dazu führt, dass der Türschließer in Schließrichtung sperrt und die Tür in einer bestimmten Position verbleibt. Durch das Öffnen des Sperrventils kann der Türschließer wieder aktiviert werden, um die Tür zu schließen. Dieser Mechanismus ermöglicht eine flexible Steuerung der Türbewegung und ist insbesondere in Situationen nützlich, in denen eine vorübergehende Fixierung der Tür in einer bestimmten Position erforderlich ist.
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Bei manuell aktivierten Sperrventilen wird üblicherweise die Stellkraft, also die Kraft, die zur Betätigung des Ventils benötigt wird, über ein Ventil regelndes Bauteil eingeleitet. Bei manueller Betätigung hat dieses Bauteil auf der einen Seite eine Kontaktstelle mit dem Arbeitsmedium und ragt auf der anderen Seite aus dem Ventil in die Umgebung. Es durchdringt damit zwangsweise die Systemgrenze. Dies stellt hohe Anforderung an die abzudichtenden und beweglichen Bauteile und macht diese verschleißanfällig. Insbesondere an den Dichtstellen des Ventils kann es bei deren Versagen zu Leckagen kommen.
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Die einzubringende Stellkraft an dieser herkömmlichen Art von Sperrventilen ist ebenfalls deutlich erhöht. Dies bedingt eine schwergängige Betätigung und damit eine hohe Belastung der an das Sperrventil angreifenden Mechanik-Komponenten. Problematisch und aufwändig ist auch die Übertragung und Weiterleitung der Stellkraft für manuell betätigte Ventile und die Zuleitung der Energieversorgung auf das Türblatt bis zum Türschließer für elektromagnetische Ventile. Bei Türschließmechanismen können hierdurch Schäden in Form von erhöhtem Verschleiß bis hin zu einem totalen Ausfall der Mechanik entstehen. Elektronische Magnetventile lösen manche dieser Probleme, haben jedoch den Nachteil, dass eine Stromversorgung und eine elektrische Schalteinheit benötigt werden. Diese sind sowohl voluminöser als auch teurer als Dauermagnete.
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Aus diesem Grund werden bei bekannten Sperrventilen Dauermagnete verwendet. Hierbei erfolgt die Betätigung des Ventils an einem hermetisch getrennten Bauteil und minimiert dadurch Leckagen und Verschleiß. Aus
DE 40 16 040 A1 ist ein solches Sperrventil bekannt. Der Sperrkörper des Sperrventils ist mit einem Permanentmagneten verbunden. Die Belastung des Sperrkörpers wird durch einen zweiten Magneten hervorgerufen, der durch eine das fluidische Medium gegen die Atmosphäre hermetisch abschließende Trennwand hindurch mit magnetischer Abstoßungskraft auf den Magneten einwirkt. Der Magnet sitzt in einer Schiebehülse, die umsteckbar ist, so dass für Entlüftungszwecke der Sperrkörper durch magnetische Kraft vom Ventilsitz abgehoben werden kann. Die Schließkraft des Sperrkörpers ist durch Verändern des Abstands der beiden Magnete voneinander veränderbar. Durch Umstecken der Hülse kann das Ventil für Entlüftungszwecke geöffnet werden. Bei Verringerung der Magnetkraft oder gänzlichem Wegfallen des Auslösers ist dieses Sperrventil somit geöffnet und wird als "normally open" (NO) bezeichnet. Die NO-Funktion bei bekannten Sperrventilen kann jedoch im Bereich hydraulischer manueller Türschließer Probleme verursachen, da eine hohe Stellkraft erforderlich ist und nur sehr kleine Drücke damit geschaltet werden können.
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Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Türschließer mit einem Sperrventil zu schaffen, wobei das Ventil einen oder mehrere Nachteile der bekannten Sperrventile vermeidet und insbesondere in neutralem, unbeeinflusstem Zustand zuverlässig eine sperrende Stellung einnimmt.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Türschließer mit einem Mitnehmer und einem Sperrventil bereitgestellt, wobei das Sperrventil aufweist:
- ein Gehäuse mit mindestens zwei Öffnungen, durch die ein Arbeitsmedium durch das Sperrventil hindurch strömen kann,
- ein Stellglied, welches in das Gehäuse integriert ist, mit einem Abdichtungskörper, der mit dem Gehäuse um eine erste Öffnung einen Dichtsitz bilden kann, und mit einem ersten Magnetelement, und
- einen Auslöser, welcher außerhalb des Gehäuses und hermetisch getrennt von dem Stellglied angeordnet ist, ein zweites Magnetelement aufweist und mindestens zwei Zustände einnehmen kann,
- wobei mindestens eines der Magnetelemente einen Dauermagneten aufweist und das andere Magnetelement einen Dauermagneten oder einen Ferromagneten aufweist,
- wobei in einem ersten Zustand des Auslösers keine Magnetkraft oder eine erste Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt und sich das Stellglied automatisch in einer ersten Stellung befindet, in der es die erste Öffnung blockiert und einen Dichtsitz mit dem Gehäuse um diese Öffnung bildet,
- wobei in einem zweiten Zustand des Auslösers eine zweite Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt, durch die das Stellglied in eine zweite Stellung gebracht wird, in der es vom Dichtsitz abgehoben ist und die erste Öffnung freigibt,
wobei das Stellglied, wenn der Auslöser von dem zweiten Zustand in den ersten Zustand gebracht wird, automatisch wieder die erste Stellung einnimmt, auch wenn keine Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt, und - wobei der Mitnehmer mit dem Auslöser des Sperrventils verbunden ist, um diesen in den ersten oder zweiten Zustand zu bringen.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Türschließer mit einem Sperrventilsystem bereitgestellt, mit
- einem Sperrventil wie vorliegend beschrieben, welches als Steuerventil dient und
- einem Arbeitsventil mit einem Arbeitsventilgehäuse und einem Arbeitsventilstellglied, welches in das Arbeitsventilgehäuse integriert ist,
wobei das Arbeitsventilgehäuse einen Arbeitsventileinlass, einen ersten Arbeitsventilauslass und einen zweiten Arbeitsventilauslass aufweist, wobei der zweite Arbeitsventilauslass mit der zweiten Öffnung des Sperrventils verbunden ist.
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Gemäß weiteren Aspekten betrifft die vorliegende Erfindung ein Sperrventil und ein Sperrventilsystem.
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Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. Es versteht sich, dass das beanspruchte Sperrventil und das beanspruchte Sperrventilsystem ähnliche und/oder identische bevorzugte Ausführungsformen aufweisen wie der beanspruchte Türschließer, insbesondere wie in den abhängigen Ansprüchen definiert ist und wie vorliegend offenbart ist.
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Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, einen Türschließer mit einem Sperrventil oder Sperrventilsystem (nachfolgend der Einfachheit halber jeweils als "Sperrventil" bezeichnet) so auszugestalten, dass eine einfach herzustellende absolute Abdichtung zwischen dem Arbeitsraum des Sperrventils und der Umgebung geschaffen wird. Dieses Sperrventil benötigt eine niedrige Stellkraft und weist einen geringen erforderlichen Bauraum mit einer niederkomplexen Konstruktion auf. Das vorliegende Sperrventil des Türschließers ist einfach und kostengünstig herstellbar und ermöglicht eine simple Integration in verschiedenste Türschließmechanismen. Außerdem weist es eine Umkehr der eingeleiteten Stellgröße zur Reaktionswirkung im Sperrventil auf, d. h. ein Anheben des Auslösers verursacht ein Absenken des Stellglieds und umgekehrt, was die Verwendung in einem Türschließer mit einem Hebel und einer Gleitschiene erleichtert.
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Eine normally closed (NC) Ventilcharakteristik bringt den Vorteil, dass ein unbeeinflusstes Sperrventil selbständig in seiner systemtechnisch sicheren sperrenden Stellung bleibt. Des Weiteren ist die Konstruktion lageunabhängig, und für die Umsetzung ist keine externe Energieversorgung erforderlich. Ferner können große Drücke mit geringer Stellkraft geschaltet werden, wodurch niedrige Anforderungen an die Magnetkraft bestehen.
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Bevorzugt soll das magnetisch angesteuerte Sperrventil mit NC-Funktion Leckagen verhindern und bei Verringerung der Magnetkraft oder gänzlichem Wegfallen des Auslösemagneten geschlossen sein.
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Hohe anliegende Drücke im System erfordern eine Reduzierung des Durchmessers der Auslassöffnung des Sperrventils, wodurch nur ein reduzierter Volumenstrom möglich ist. Umgekehrt gilt für das Erfordernis eines hohen Volumenstroms nur ein sehr geringer Systemdruck. Um die Problematiken im Umgang mit hohen Volumenströmen oder Drücken zu beheben, wird ein Sperrventilsystem bereitgestellt, welches mit geringer Stellkraft die gewünschte Funktion eines Sperrventils sowohl bei hohen anliegenden Drücken als auch bei hohen erforderlichen Volumenströmen realisiert. Das Sperrventilsystem weist dabei ein Sperrventil und ein verbundenes Arbeitsventil auf. Grundlegend betrachtet reduziert sich somit die Anforderung auf eine praktikable Größe des Sperrventils, erlaubt es aber dennoch, über das Arbeitsventil größere Volumenströme oder Drücke zuverlässig zu steuern.
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Erfindungsgemäß weist der Türschließer ein Sperrventil und einen Mitnehmer auf. Das Sperrventil ist mit einem Gehäuse mit mindestens zwei Öffnungen, durch die ein Arbeitsmedium wie z. B. Hydraulikflüssigkeit durch das Sperrventil hindurch strömen kann, ausgestaltet. In dieses Gehäuse ist ein Stellglied integriert, mit einem Abdichtungskörper, der mit dem Gehäuse um eine erste Öffnung einen Dichtsitz bilden kann, und einem ersten Magnetelement (auch Steuer-/Stell- oder Regelelement). Außerhalb des Gehäuses ist ein Auslöser angeordnet, welcher hermetisch getrennt von dem Stellglied ausgestaltet ist, ein zweites Magnetelement aufweist und mindestens zwei Zustände einnehmen kann.
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Mindestens eines der beiden Magnetelemente weist einen Dauermagneten und das andere Magnetelement weist einen Dauermagneten oder ferromagnetisches Material auf. Dadurch kann zwischen den beiden Magnetelementen eine Magnetkraft und somit eine Anziehung oder Abstoßung wirken, je nach relativer Lage der beiden Magnetelemente zueinander.
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Der Auslöser kann dabei so ausgestaltet sein, dass in einem ersten Zustand (also beispielsweise einer ersten relativen Lage, Orientierung, Distanz, etc. zueinander) entweder keine Magnetkraft oder eine erste Magnetkraft zwischen den beiden Magnetelementen wirkt. Beispielsweise ist der Abstand zwischen den Magnetelementen dabei erhöht und deren magnetischen Anziehungskraft reduziert oder gänzlich aufgehoben. Hierbei wird das Stellglied automatisch in den Dichtsitz gedrückt und es ist in einer ersten Stellung, in der es die erste Öffnung blockiert und einen Dichtsitz mit dem Gehäuse um diese Öffnung bildet. Das Arbeitsmedium kann dadurch nicht durch das Ventil strömen und das Ventil ist geschlossenen.
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In einem zweiten Zustand des Auslösers wirkt dann eine zweite Magnetkraft zwischen den Magnetelementen. Beispielsweise ist der Abstand zwischen den Magnetelementen dabei reduziert und deren magnetischen Anziehungskraft erhöht. Diese Anziehungskraft muss größer sein als die Dichtkraft im Ventil, also die druckabhängige Anpresskraft und lageabhängige Gewichtskraft des Stellglieds. Durch die Annäherung der Magnetelemente wird das Stellglied in eine zweite Stellung gebracht, in der es vom Dichtsitz abgehoben ist und die erste Öffnung freigibt. Das Arbeitsmedium kann dadurch durch das Ventil strömen und das Ventil ist geöffnet.
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Das Stellglied ist ferner so ausgestaltet, dass es, wenn der Auslöser von dem zweiten Zustand in den ersten Zustand gebracht wird, automatisch wieder die erste Stellung einnimmt. Das Stellglied wird in den Dichtsitz gedrückt, wodurch erste Öffnung blockiert und das Arbeitsmedium am Durchströmen des Sperrventils gehindert wird. Dies trifft selbst dann zu, wenn keine Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt.
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Bei einer konstruktiven Ausgestaltung des Sperrventils kann die erste Öffnung des Gehäuses in einer dem Auslöser gegenüberliegenden Bodenfläche des Gehäuses und die zweite Öffnung in einer umlaufenden Mantelfläche des Gehäuses angeordnet sein.
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In einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass im Gehäuse ferner eine Rückstellfeder angeordnet ist. Diese übt eine Rückstellkraft auf das Stellglied in Richtung der ersten Öffnung aus und drückt das Stellglied unterstützend in den Dichtsitz, um das Sperrventil zu schließen, selbst wenn keine Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt, beispielsweise der Auslöser defekt oder entfernt ist. Die Anziehungskraft beider Magnetelemente im zweiten Zustand des Auslösers muss dadurch zusätzlich größer sein als die Federkraft, um das Stellglied in die zweite Stellung zu bringen und das Sperrventil zu öffnen. Durch die Rückstellfeder wird somit die NC-Ventilcharakteristik und ein schnelles Ansprechverhalten des Sperrventils gewährleistet.
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Bevorzugt ist die erste Öffnung als Auslass für das Arbeitsmedium zur Verbindung mit einer Arbeitsmediumabfuhr und zweite Öffnung als Einlass für das Arbeitsmedium zur Verbindung mit Arbeitsmediumzufuhr ausgestaltet ist. Die erste Öffnung fungiert somit als Auslass und zweite Öffnung fungiert somit als Einlass für das Arbeitsmedium. Bei geöffnetem Sperrventil strömt das Arbeitsmedium dadurch vom Einlass am Stellglied vorbei zum Auslass. Bevorzugt sind das Stellglied und die zweite Öffnung dabei so ausgestaltet, dass das durch die zweite Öffnung einströmende Arbeitsmedium eine Kraft auf das Stellglied in Richtung der ersten Öffnung ausübt. Dabei drückt die hydraulische Anpresskraft oder Spülwirkung des Arbeitsmediums das Stellglied in den Dichtsitz. Das Stellglied wird hierdurch automatisch in der ersten Stellung gehalten, in der es die erste Öffnung blockiert und das Ventil systemdruckabhängig geschlossen ist, selbst wenn keine Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt, beispielsweise der Auslöser defekt oder entfernt ist. Durch das Arbeitsmedium selbst wird somit die NC-Ventilcharakteristik gewährleistet. Eine in dieser Ausgestaltung vorgesehene Rückstellfeder kann somit entfallen.
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Das Stellglied und die zweite Öffnung sind bevorzugt so ausgestaltet, dass die zweite Öffnung sowohl in der ersten Stellung als auch der zweiten Stellung des Stellglieds geöffnet ist. Dadurch kann das Arbeitsmedium sowohl bei geschlossenem als auch bei geöffnetem Ventil in das Sperrventil, insbesondere einen Hohlraum um das Stellglied, einströmen und dort einen Druck aufbauen, der das Stellglied in den Dichtsitz presst. Erst bei geöffnetem Ventil kann das Arbeitsmedium das Sperrventil durchströmen.
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Das Gehäuse kann in einer weiteren Ausgestaltung in einer der ersten Öffnung gegenüberliegenden Deckfläche eine Ausnehmung aufweisen, in die der Auslöser in den zweiten Zustand eingeschoben werden kann. Dadurch werden die zwei Magnetelemente einander angenähert, wodurch eine erhöhte Magnetkraft zwischen ihnen wirkt und das Stellglied in die zweite Stellung gebracht wird.
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Der Auslöser kann unterschiedlich ausgestaltet und angeordnet sein. Beispielsweise ist der Auslöser in einer weiteren Ausgestaltung so ausgestaltet, dass er durch eine Verschiebung in einer Ebene quer zur Längsachse des Sperrventils und/oder durch eine Verschiebung in Richtung der Längsachse und/oder durch eine Rotation um die zur Längsachse senkrechte Achse zwischen dem ersten und dem zweiten Zustand hin und her wechseln kann. Das zweite Magnetelement wird dabei an das erste Magnetelement angenähert und es wirkt eine erhöhte Magnetkraft zwischen ihnen. Das Stellglied wird dadurch in die zweite Stellung gebracht und das Sperrventil geöffnet.
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In einer anderen Ausführung sind sowohl das erste Magnetelement als auch das zweite Magnetelement Dauermagnete. Diese sind so angeordnet, dass sich gegensätzliche Magnetpole gegenüberliegen und bei Annäherung des Auslösers an das Stellglied eine erhöhte Magnetkraft zwischen den beiden Magnetelementen wirkt.
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Bei einer weiteren Ausgestaltung sind in dem Auslöser zwei Magnetelemente in Form von Dauermagneten mit entgegengesetzter Magnetisierungsrichtung angeordnet. Dabei sind in jedem der beiden Zustände, die der Auslöser annimmt, jeweils einer der beiden Dauermagnete des Auslösers dem ersten Magnetelement des Stellglieds gegenüberliegend angeordnet, um entweder eine abstoßende Magnetkraft oder eine anziehende Magnetkraft auf das erste Magnetelement des Stellglieds auszuüben.
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In einer weiteren Ausführungsform ist das Sperrventil Teil eines Sperrventilsystems und dient als Steuerventil in Kombination mit einem Arbeitsventil, um größere Volumenströme oder Drücke zuverlässig zu steuern. Das Arbeitsventil weist dabei ein Arbeitsventilgehäuse und ein Arbeitsventilstellglied auf, welches in das Arbeitsventilgehäuse integriert ist. Das Arbeitsventil und das Steuerventil können sich auch ein Gehäuse teilen, beispielsweise das Türschließergehäuse. Das Arbeitsventilgehäuse weist dabei einen Arbeitsventileinlass, einen ersten Arbeitsventilauslass und einen zweiten Arbeitsventilauslass auf. Der zweite Arbeitsventilauslass ist mit der zweiten Öffnung des Sperrventils verbunden. Dadurch kann bei geschlossenem Sperrventil der Druck im Arbeitsventil nicht durch den zweiten Arbeitsventilauslass entweichen und das Arbeitsventilstellglied verschließt den Arbeitsventileinlass. Dementsprechend wird der Druck im Arbeitsventil und damit auch sein Öffnen und Schließen reguliert.
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In einer weiteren Ausführung weist das Sperrventilsystem ferner eine Arbeitsventilfeder innerhalb des Arbeitsventilgehäuses auf. Diese übt eine Federkraft auf das Arbeitsventilstellglied in Richtung des Arbeitsventileinlasses aus, drückt das Arbeitsventilstellglied in die Stellung, in der es den Arbeitsventileinlass verschließt.
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Bevorzugt weist das Arbeitsventilstellglied eine durchgängige Durchlassbohrung mittig entlang der Längsachse auf. Durch diesen Durchlass kann ein geringer Anteil des Arbeitsmediums vom Arbeitsventileinlass zum zweiten Arbeitsventilauslass und dann durch die zweite Öffnung in das Sperrventil strömen. Bei Schließung des Sperrventils wird durch den Rückstau des Arbeitsmediums das Arbeitsventilstellglied in die Stellung gebracht, in der es den Arbeitsventileinlass verschließt.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Sperrventil bereitgestellt mit:
- einem Gehäuse mit mindestens zwei Öffnungen, durch die ein Arbeitsmedium durch das Sperrventil hindurch strömen kann,
- einem Stellglied, welches in das Gehäuse integriert ist, mit einem Abdichtungskörper, der mit dem Gehäuse um eine erste Öffnung einen Dichtsitz bilden kann, und mit einem ersten Magnetelement, und
- einem Auslöser, welcher außerhalb des Gehäuses und hermetisch getrennt von dem Stellglied angeordnet ist, ein zweites Magnetelement aufweist und mindestens zwei Zustände einnehmen kann,
- wobei mindestens eines der Magnetelemente einen Dauermagneten aufweist und das andere Magnetelement einen Dauermagneten oder einen Ferromagneten aufweist,
- wobei in einem ersten Zustand des Auslösers keine Magnetkraft oder eine erste Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt und sich das Stellglied automatisch in einer ersten Stellung befindet, in der es die erste Öffnung blockiert und einen Dichtsitz mit dem Gehäuse um diese Öffnung bildet,
- wobei in einem zweiten Zustand des Auslösers eine zweite Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt, durch die das Stellglied in eine zweite Stellung gebracht wird, in der es vom Dichtsitz abgehoben ist und die erste Öffnung freigibt, und
- wobei das Stellglied, wenn der Auslöser von dem zweiten Zustand in den ersten Zustand gebracht wird, automatisch wieder die erste Stellung einnimmt, auch wenn keine Magnetkraft zwischen den Magnetelementen wirkt.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Türschließer mit einem Sperrventilsystem bereitgestellt, mit
- einem Sperrventil wie vorliegend beschrieben, welches als Steuerventil dient und
- einem Arbeitsventil mit einem Arbeitsventilgehäuse und einem Arbeitsventilstellglied, welches in das Arbeitsventilgehäuse integriert ist,
wobei das Arbeitsventilgehäuse einen Arbeitsventileinlass, einen ersten Arbeitsventilauslass und einen zweiten Arbeitsventilauslass aufweist, wobei der zweite Arbeitsventilauslass mit der zweiten Öffnung des Sperrventils verbunden ist.
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Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den nachfolgenden Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils in geschlossenem Zustand;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das in Fig. 1 gezeigte Sperrventil in geöffnetem Zustand;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils mit einer Rückstellfeder;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils mit einem verschiebbaren Auslöser und einem Dauermagneten;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils mit einem verschiebbaren Auslöser und zwei Dauermagneten;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine fünfte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils mit einem rotierbaren Auslöser und einem Dauermagneten;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine sechste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils mit einem rotierbaren Auslöser und zwei Dauermagneten;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine siebte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils mit einem rotierbaren Auslöser und drei Dauermagneten;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch ein erfindungsgemä-ßes Sperrventilsystem mit dem Sperrventil und einem Arbeitsventil in geschlossenem Zustand;
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das in Fig. 9 gezeigte Sperrventilsystem in geöffnetem Zustand;
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch einen Türschließer mit einem Sperrventil in geöffnetem Zustand;
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts des in Fig. 11 gezeigten Türschließers mit einem Sperrventil in geschlossenem Zustand;
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine zweite Ausgestaltung des Türschließers mit einem Sperrventilsystem in geöffnetem Zustand;
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine Gangflügeleinheit mit dem erfindungsgemäßen Türschließer mit einem Sperrventil; und
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf eine geöffnete zweiflügelige Tür mit einer Schließfolgeregelung.
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Bei Sperrventilen, wie sie beispielsweise bei hydraulischen, manuellen Türschließern eingesetzt werden, welche manuell aktuiert werden, muss üblicherweise die Stellkraft immer an ein Ventil regelndes Bauteil eingeleitet werden, welches zwangsweise die Systemgrenze durchdringt, auf der einen Seite eine Kontaktstelle mit dem Arbeitsmedium aufweist und auf der anderen Seite aus dem System in die Umgebung ragt.
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Wird das Ventil durch eine Kraft von außen auf das Stellglied geschlossen, baut sich im Ventil ein systembedingter Druck auf. Je nach Einsatzgebiet können die Anforderungen an die Dichtstellen des Ventils sehr hoch sein. Häufig ist das Verhältnis von Systemdruck zu bereitgestelltem Bauraum (Ventilgröße) sehr hoch. Hauptsächlich kritisch zu beurteilen ist dabei die Abdichtung durch den Ventildichtring. Dieser muss im Gegensatz zum Gehäusedichtring nicht nur statisch dicht sein, sondern hat zudem die Aufgabe, eine möglichst leichtgängige Verschiebung bei absoluter Dichtheit des Stellglieds bereitzustellen.
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Häufig ist dies der neuralgische Punkt im System. Zu hohe Drücke (Druckspitzen) lassen die Dichtung, die auf Grund des beengten Bauraums sehr klein dimensioniert ist, versagen und es kommt zu Leckage. Über die Lebensdauer des Produkts kommt es zu Alterung der Dichtungskomponenten, äußeren Einflüssen und Verschleiß, was wiederum die Dichtheit negativ beeinflusst und dazu führt, dass das abzudichtende Medium aus dem Arbeitsraum in die Umgebung austritt. Bei der Auslegung der Dichtung ist ein geeignetes kritisches Verhältnis aus eingeleiteter benötigter Stellkraft und der Dichtwirkung der Dichtungskomponenten unter Berücksichtigung der System- / Umgebungs- sowie Lebensdauereinflüsse zu definieren. Um eine ausreichend sichere Funktion zu garantieren, steigt die erforderliche Stellkraft am Sperrventil relativ stark an, da eine schwergängige Dichtung mit gestiegener Dichtwirkung einhergeht.
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Der gesamte Türschließer kann mit Hydraulikflüssigkeit wie z. B. Öl befüllt sein, welches dann als Arbeitsmedium dient. Durch Durchflussunterbrechung im Sperrventil(-system) kann eine Bewegung, wie die Schließkolbenbewegung in Schließrichtung, blockiert werden. Hydraulikflüssigkeit hat gegenüber Pneumatik (Gas) den Vorteil, dass sie inkompressibel, nicht aggressiv, weniger flüchtig, schmierend, konservierend und leichter abzudichtend ist und einen geringeren temperaturabhängigen Ausdehnungskoeffizienten aufweist. Nachfolgend wird davon ausgegangen (was aber für die Erfindung nicht zwingend ist), dass zu jeder Zeit das gesamte Sperrventil mit dem Arbeitsmedium gefüllt ist, es wird also von Strömungen gesprochen.
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Das nachfolgend anhand verschiedener Ausführungsbeispiele beschriebene erfindungsgemäße Sperrventil beseitigt oder mildert u. a. diese Problematik.
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Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils 1 in geschlossenem Zustand. Fig. 2 zeigt dieses Sperrventil 1 in geöffnetem Zustand. Das Sperrventil 1 weist ein hohles zylindrisches Gehäuse 10 mit zwei Öffnungen 11, 12, ein Stellglied 20 und einen Auslöser 30 auf und ist in einen Einbauraum 109 eingebaut. In das Gehäuse 10 ist das Stellglied 20 integriert, das einen Abdichtungskörper 22 und ein erstes Magnetelement 21 in Form eines Dauermagneten aufweist. Der Auslöser 30 weist ein ferromagnetisches zweites Magnetelement 31 auf, das alternativ auch als Dauermagnet ausgestaltet sein kann, und ist in einer Ausnehmung 17 in einer Deckfläche 15 des Gehäuses 10 angeordnet, in die es in der durch den Pfeil 110 angedeuteten Richtung hinein und heraus geschoben werden kann.
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Die erste Öffnung 11 ist in einer dem Auslöser 30 gegenüberliegenden Bodenfläche 13 angeordnet und ist mit einer Arbeitsmediumabfuhr 101 hin zur unteren Systemgrenze 105 verbunden, um ausströmendes Arbeitsmedium abzuführen. Die erste Öffnung 11 wirkt somit als Auslass. Optional ist die erste Öffnung 11 als Bohrung 51 in einem Bohrungsdeckel 50 ausgestaltet, kann aber auch direkt als Öffnung in der Bodenfläche ausgestaltet sein. Die zweite Öffnung 12 ist in einer umlaufenden Mantelfläche 14 des Gehäuses 10 angeordnet und mit einer Arbeitsmediumzufuhr 102 verbunden, um einströmendes Arbeitsmedium dem Ventil zuzuführen. Die zweite Öffnung 12 wirkt somit als Einlass.
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Das Gehäuse 10, sprich die Hydraulikflüssigkeit darin, ist gegenüber dem Einbauraum 109 durch einen Gehäusedichtring 18 abgedichtet. Der optionale Bohrungsdeckel 50 ist gegenüber dem Einbauraum 109 durch einen weiteren Dichtring 19 abgedichtet.
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Bei der gezeigten ersten Ausführungsform ist das Sperrventil 1 geschlossen. Der Abdichtungskörper 22 weist in dieser Ausgestaltung eine kugelförmige untere Spitze auf, welche mit dem Gehäuse 10 bzw. Bohrungsdeckel 50 um die erste Öffnung 11 bzw. Bohrung 51 einen Dichtsitz bildet und das Arbeitsmedium, das durch die zweite Öffnung 12 in den Hohlraum 16 des Gehäuses 10 einströmt, am Durchströmen des Sperrventils 1 und Austreten durch die erste Öffnung 11 hindert. Das durch die zweite Öffnung 12 einströmende Arbeitsmedium füllt den Hohlraum 16 des Gehäuses 10 und übt dadurch eine druck- und auslassquerschnittabhängige Kraft auf das Stellglied 20 in Richtung der ersten Öffnung 11 aus, wodurch sich das Stellglied 20 in der gezeigten ersten Stellung befindet und das Arbeitsmedium am Strömen durch diese erste Öffnung 11 hindert. Der Hohlraum 16 kann, je nach Ausgestaltung des Stellglieds 20, der beispielsweise in Form eines Kolbens gebildet ist, einen größeren Raum einnehmen oder auch nur als schmaler Spalt zwischen Stellglied 20 und Gehäuse 10 ausgestaltet sein.
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Zwischen den beiden Magnetelementen 21, 31 wirkt in dem gezeigten ersten Zustand des Auslösers 30 keine oder eine verringerte erste Magnetkraft, je nach Stellung (Lage, Orientierung, Abstand) des zweiten Magnetelements 31 in Bezug auf das erste Magnetelement 21. Diese verringerte (bzw. nicht vorhandene) erste Magnetkraft ist nicht ausreichend, um das erste Magnetelement 21 und damit das Stellglied 20 in Richtung der Deckfläche 15 anzuheben.
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Erfindungsgemäß wird somit durch die Verwendung eines oder mehrerer Magnete, im und am Ventil, die Stellgröße ohne direkte Verbindung über die obere Systemgrenze 103 hinweg an das Stellglied 20 weitergeleitet. Dies hat den Vorteil, dass zum einen der Arbeitsraum auf einfache Weise solide gegen die Umgebung 104 hermetisch abgedichtet werden kann. Zum anderen wird die Stellkraft deutlich reduziert, da die Reibung an einer bei dem erfindungsgemäßen Sperrventil 1 nicht mehr benötigten Ventildichtung entfällt.
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Wird, wie in Fig. 2 dargestellt, das ferromagnetische Magnetelement 31 des Auslösers 30 dem Magneten 21 des Stellglieds 20 angenähert, erzeugt deren Wechselwirkung (magnetische Anziehung) ein Anheben des gesamten Stellglieds 20 und somit ein Öffnen des Sperrventils 1 gegen die von dem einströmenden Arbeitsmedium ausgeübte systembedingte, hydraulische Anpresskraft, die (je nach Einbaulage des Sperrventils 1 vorhandene) lagebedingte Schwerkraft und eine eventuell vorhandene magnetische Anziehungskraft zwischen dem Magneten 21 und dem optimalen Bohrungsdeckel 50, der beispielsweise aus ferromagnetischem Material gebildet ist. Das Arbeitsmedium kann dann ungehindert vom Einlass 12 kommend durch den Hohlraum 16 des Sperrventils 1 hindurch bis zum Auslass 11 strömen.
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Wird der Abstand zwischen dem Ferromagneten 31 des Auslösers 30 und dem Dauermagneten 21 des Stellglieds 20 erhöht, reduziert sich die magnetische Anziehungskraft wieder oder hebt den Einfluss des Auslösers 30 auf den Magneten 21 auf, so dass die hydraulische Anpresskraft/Spülwirkung aufgrund des einströmenden Arbeitsmediums das Stellglied 20 wieder in den Dichtsitz drückt. Das Ventil sperrt somit systemdruckabhängig und weist eine normally closed (NC) Charakteristik auf. Wird die Wechselwirkung zwischen den Magnetelementen 21 und 31 wieder hergestellt, indem der Auslöser 30 wieder in die in Fig. 2 gezeigte Position zurückgeführt wird, reicht die Anziehungskraft aus, um das Stellglied 30 aus dem Dichtsitz zu lösen und das Ventil zu öffnen.
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Das Sperrventil 1 ist bevorzugt so ausgelegt, dass die Anziehungskraft (zwischen Auslöser 30 und im Dichtsitz befindlichem Stellglied 20) größer ist als die Dichtkraft (druckabhängige Anpresskraft plus magnetischer Anziehungskraft im Ventil und der lageabhängigen Gewichtskraft des Stellglieds 30). Die Trennschichtdicke im Ventildeckel zwischen Auslöser 30 (Umgebung) und Magnet 21 (Arbeitsraum) und der Ventilhub sollten möglichst gering sein, um eine höchstmögliche Wechselwirkung der Komponenten und somit eine zuverlässige Funktion zu gewährleisten. Der Durchmesser der Bohrung 51 im Bohrungsdeckel 50 muss einerseits ausreichend groß (Arbeitsmediummengenstrom) dimensioniert sein, andererseits aber auch möglichst klein sein, da die systembedingte eigenständig erzeugte Anpresskraft im Ventil mit diesem quadratisch abhängig ist und somit stark mit steigendem Bohrungsdurchmesser ansteigt.
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Die dargestellte konstruktive Anordnung der Ventilkomponenten mit Stellglied (mit Magnet) und Auslöser abgewandt vom Dichtsitz hat die oftmals bedienungsfreundliche Wirkungsweise, dass bei angenähertem Auslöser 30 das Ventil geöffnet ist (vgl.
Fig. 2) und bei entferntem Auslöser 30 das Sperrventil 1 sperrt (vgl.
Fig. 1). Dies bedeutet, dass die Ventilcharakteristik bei deaktiviertem Ventil den Sperrzustand selbständig einnimmt, also die NC (normally closed) Ventilcharakteristik aufweist. Das Ventil sperrt in Hydraulikflussrichtung. Diese Funktionsweise zeichnet den erfindungsgemäßen Türschließer mit Sperrventil aus und unterscheidet sich somit von bekannten Ventilen, wie sie beispielsweise aus der eingangs genannten
DE 40 16 040 A1 bekannt sind.
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Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils 1 in geöffnetem Zustand. Das zweite Magnetelement 31 ist bei dieser Ausführungsform mittels einer Auslöserhalterung 32 in die Ausnehmung 17 in der Deckfläche 15 einschiebbar und damit in den gezeigten zweiten Zustand versetzbar. Dadurch ist das in dieser Ausführungsform als Dauermagnet ausgestaltete zweite Magnetelement 31 dem ebenfalls als Dauermagnet ausgestalteten ersten Magnetelement 21 angenähert. Die beiden Dauermagnete 21, 31 sind dabei so angeordnet, dass sich gegensätzliche Magnetpole gegenüber liegen, so dass in dem gezeigten Zustand eine vergrößerte Magnetkraft zwischen den beiden Dauermagneten 21, 31 wirkt. Das Stellglied 20 wird dadurch in die gezeigte zweite Stellung gebracht, in der es vom Dichtsitz abgehoben ist und die erste Öffnung 11 freigibt. Das Sperrventil 1 ist somit geöffnet und das Arbeitsmedium kann durch das Sperrventil 1 hindurch strömen.
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Ferner ist bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform eine Rückstellfeder 40 innerhalb des Hohlraums 16 im Gehäuse 10 angeordnet. Die Rückstellfeder 40 übt eine Rückstellkraft auf das Stellglied 20 in Richtung des Bohrungsdeckels 50 und der ersten Öffnung 11 aus und drückt das Stellglied 20 bei entferntem oder aus der Ausnehmung 17 zumindest teilweise herausgeschobenem zweiten Magnetelement 31 und damit verringerter Magnetkraft zwischen den Dauermagneten 21, 31 unterstützend in den Dichtsitz. In dem in Fig. 3 gezeigten eingeschobenen Zustand des Magnetelements 31 ist die Anziehungskraft beider Magnetelemente 21, 31 dagegen größer als die druckabhängige Anpresskraft, lageabhängige Gewichtskraft, die magnetische Anziehungskraft zum Bohrungsdeckel 50 und die Rückstellkraft der Rückstellfeder 40 im Ventil, so dass das Ventil geöffnet ist.
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Grundlegend ist somit bei dieser Ausführungsform die Wirkungsweise zu den im Zusammenhang mit den Figuren 1 und 2 beschriebenen Abläufen im Wesentlichen identisch. Ist die Funktion aus der Sperrventilvariante 1 auf Grund des anliegenden Systemdrucks (Anpresskraft im Ventil steigt an) oder des erforderlichen Auslassbohrungsdurchmessers (größere Durchflussmenge erforderlich) nicht gesichert gegeben, kann anstelle des ferromagnetischen Magnetelements 31 (vgl. Figuren 1 und 2) im Auslöser 30 ein Dauermagnet eingesetzt werden (vgl. Fig. 3). Dies gilt für alle Ausführungsformen, die Ferromagneten aufweisen. Die Wechselwirkung (Anziehungskraft) im abgebildeten Zustand zweier Magnete ist deutlich höher.
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Variieren lässt sich diese Stellgröße durch die Auswahl geeigneter Magnete, insbesondere durch die Wahl der Materialien und/oder Abmessungen. Somit lassen sich deutlich höhere Lasten im Ventil sicherer schalten. Um die Konstruktion zu vereinfachen bzw. die Teilezahl zu reduzieren und den negativen Einfluss der Rückstellfeder 40, die meist aus magnetischem Material (ferromagnetisch) besteht, auf die funktionsgebende Anziehungskraft zu eliminieren, kann diese Ausführungsform, wie die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Ausführungsform, auch ohne Rückstellfeder 40 ausgestaltet sein. Das Ventil funktioniert dabei, selbst wenn es "auf dem Kopf steht" und die Gewichtskraft der im Ventil beweglichen Teile in umgekehrter Richtung wirkt. Umgekehrt kann auch die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Ausführungsform zusätzlich mit einer solchen Rückstellfeder 40, vorteilhaft aus nicht oder wenig ferromagnetischem Material, ausgestaltet sein. Dies bedingt ein besseres und schnelleres Ansprechverhalten des Ventils und ist vorteilhaft für auf dem Kopf stehend montierte Ventile. Die Gewichtskraft wirkt dann umgekehrt nicht in Dichtsitzrichtung und die magnetische Anziehung zum Bohrungsdeckel 50 wirkt nur, sollte dieser aus ferromagnetischem Material sein.
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Allgemein vorteilhaft ist, dass sowohl bei der Paarung von zwei Magneten als auch bei einer Magnet-Ferromagnet Paarung die Magnetkraft nicht linear, sondern eher exponentiell abnimmt. Dies bedeutet bei zwei Magnetpolen mit entgegengesetzter Magnetrichtung, dass bereits eine relativ kleine Entfernung der beiden Magnetelemente zu einer starken Reduzierung der Anziehungskraft führt. Umgekehrt sollten die beiden Elemente möglichst dicht aneinander gebracht werden, um eine ausreichend hohe Anziehungskraft nutzen zu können. Dafür ist eine möglichst dünnwandige, aber dennoch ausreichend stabile Wandstärke nötig.
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Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils 1 in geöffnetem Zustand. Anders als bei den in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsformen ist bei dieser Ausführungsform der Auslöser mit dem zweiten Magnetelement 31 außerhalb des Sperrventils 1 und außerhalb der oberen Systemgrenze 103 angeordnet. Der Auslöser 30 ist dabei parallel zur Deckfläche 15 in einer durch den Pfeil 120 angedeuteten Richtung radial verschiebbar, um den Abstand zwischen den Magnetelementen 21, 31 dadurch, die durch die Gehäusewand zwischen den beiden Magnetelementen 21, 31 wirkende Magnetkraft zu verändern, um so das Sperrventil 1 zu öffnen oder zu schließen. Ein Vorteil radialer Distanzerhöhung ist, dass sich zwei Magnetelemente mit entgegengesetzter Magnetisierungsrichtung deutlich leichter in horizontaler als in vertikaler Richtung voneinander entfernen lassen.
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Der Abdichtungskörper 22 weist in dieser Ausgestaltung eine zulaufende untere Spitze zum Abdichten der Bohrung 51 auf. Wie bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform ist auch hier eine Rückstellfeder 40 vorgesehen, die grundsätzlich auch entfallen kann. Das erste Magnetelement 21 ist vorliegend als Ferromagnet ausgebildet, kann aber auch als Dauermagnet ausgebildet sein, wie es bei der in Fig. 5 gezeigten vierten Ausführungsform vorgesehen ist.
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Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung einer fünften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils 1 mit einem rotierbaren Auslöser 30, der in durch den Pfeil 130 angedeuteter Rotationsrichtung gedreht werden kann. In der Auslösehalterung 32 des Auslösers 30 ist bei dieser Ausführungsform ein ferromagnetisches Magnetelement 31 angeordnet. In dem hier gezeigten zweiten Zustand des Auslösers 30 ist das zweite Magnetelement 31 dem ersten Magnetelement 21 des Stellglieds 20 möglichst nahe gegenüberliegend angeordnet, so dass zwischen den Magnetelementen 21, 31 eine erhöhte zweite Magnetkraft wirkt. Dadurch wird das Stellglied 20 in die gezeigte zweite Stellung gebracht, wodurch die Bohrung 51 des Bohrungsdeckels 50 und somit die erste Öffnung 11 freigegeben, ein Durchfluss des Arbeitsmediums möglich wird und das Sperrventil 1 geöffnet ist.
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Diese Ausführungsform bietet somit die Möglichkeit, durch Rotation des Auslösers 30 vom zweiten in den ersten Zustand zu wechseln. Dadurch wird das zweite Magnetelement 32 in eine um 90° gedrehte Lage, also parallel zur Deckfläche 15 des Gehäuses 10, gebracht, wodurch eine verringerte Magnetkraft zwischen den Magnetelementen 21, 31 wirkt. Das Stellglied 20 wird dann durch die Rückstellkraft der Rückstellfeder 40 (sofern vorhanden), die lageabhängige Gewichtskraft und die hydraulische Anpresskraft des einströmenden Arbeitsmediums in Richtung der Bohrung 51 gedrückt und in die erste Stellung gebracht, in der es einen Dichtsitz mit dem Bohrungsdeckel 50 bildet und die Bohrung 51 verschließt. Die erste Öffnung 11 ist dadurch blockiert und das Sperrventil 1 ist geschlossen.
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Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine sechste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils 1 mit einem rotierbaren Auslöser 30. Anders als bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform ist auch das zweite Magnetelement 31 als Dauermagnet ausgestaltet. Zum Öffnen des Ventils wird der Auslöser 30 in die gezeigte Stellung gedreht, in der sich gegensätzliche Magnetpole der beiden Magnetelemente 21, 31 gegenüber liegen. Zum Schließen des Ventils wird der Auslöser 30 gedreht, bevorzugt um einen Winkel im Bereich 90° bis 270°, beispielsweise um 90° oder 180°, so dass sich (bei 180°) beispielsweise gleiche Magnetpole der beiden Magnetelemente 21, 31 gegenüber liegen, wodurch das Stellglied 20 zusätzlich in Richtung des Bohrungsdeckels 50 gedrückt wird. Eine Rückstellfeder 40 kann bei dieser Ausführungsform entfallen, kann aber zusätzlich auch vorgesehen sein.
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Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine siebte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sperrventils 1 mit einem rotierbaren Auslöser 30, der in durch den Pfeil 130 angedeuteter Rotationsrichtung gedreht werden kann. In der Auslösehalterung 32 des Auslösers 30 sind, anders als bei der in Fig. 7 gezeigten Ausführungsform, zwei Magnetelemente 31, 33 in Form von Dauermagneten mit unterschiedlicher Magnetisierungsrichtung angeordnet. In dem hier gezeigten zweiten Zustand des Auslösers 30 ist das zweite Magnetelement 31 dem ersten Magnetelement 21 des Stellglieds 20 gegenüberliegend angeordnet, so dass die gegensätzlichen Magnetpole einander gegenüberliegen und zwischen den Magnetelementen 21, 31 eine erhöhte zweite Magnetkraft wirkt. Dadurch wird das Stellglied 20 in die gezeigte zweite Stellung gebracht, wodurch die Bohrung 51 des Bohrungsdeckels 50 und somit die erste Öffnung 11 freigegeben wird und das Sperrventil 1 geöffnet ist.
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Zum Schließen des Ventils wird der Auslöser 30 gedreht, vorzugsweise um 90° gegen den Uhrzeigersinn, so dass sich die gleichen Magnetpole der beiden Magnetelemente 21, 33 gegenüber liegen, wodurch das Stellglied 20 zusätzlich in Richtung des Bohrungsdeckels 50 gedrückt wird. Die erste Öffnung 11 ist dadurch blockiert und das Sperrventil 1 ist geschlossen. Eine Rückstellfeder 40 kann bei dieser Ausführungsform entfallen, kann aber zusätzlich auch vorgesehen sein. Die Ausführungsformen aus Fig. 6-8 bieten somit die Möglichkeit, durch Rotation des Auslösers 30 zwischen den beiden Zuständen zu wechseln.
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Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch ein erfindungsgemä-ßes Sperrventilsystem 3, mit dem erfindungsgemäßen Sperrventil 1, welches als Steuerventil dient, und einem Arbeitsventil 2. Das Arbeitsventil 2 weist eine Arbeitsventilaufnahme 60, ein Arbeitsventilstellglied 70 und einen Standkörper 90, welche in die Arbeitsventilaufnahme 60 integriert sind, auf. Die Arbeitsventilaufnahme 60 ist in einem Einbauraum 109 vorgesehen, welcher vorzugsweise als Sacklochbohrung ausgestaltet ist. Der Einbauraum 109 bzw. die Arbeitsventilaufnahme 60 sind im Falle der Verwendung des Sperrventilsystems 3 in einem Türschließer 300 in das Gehäuse des Türschließers 300 integriert (siehe Fig. 13). Die Arbeitsventilaufnahme 60 weist einen Arbeitsventileinlass 61, einen ersten Arbeitsventilauslass 62 und einen zweiten Arbeitsventilauslass 63 auf. Der Arbeitsventileinlass 61 ist mit einer Arbeitsmediumzufuhr 106 verbunden. Der erste Arbeitsventilauslass 62 ist mit einer ersten Arbeitsmediumabfuhr 107 verbunden und der zweite Arbeitsventilauslass 63 ist mit einer zweiten Arbeitsmediumabfuhr 102 verbunden, die gleichzeitig die Arbeitsmediumzufuhr 102 des Sperrventils 1 darstellt. Die erste Arbeitsmediumabfuhr 107 und die Arbeitsmediumabfuhr 101 münden gemeinsam in eine Arbeitsmediumabfuhr 108.
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Das Arbeitsventilstellglied 70 ist in der Arbeitsventilaufnahme 60 angeordnet und weist eine Durchgangsbohrung 71 entlang der Längsachse auf, die bei geschlossenem Arbeitsventil 2 mit dem Arbeitsventileinlass 61 verbunden ist. Diese Durchgangsbohrung 71 stellt eine Verbindung zwischen dem Arbeitsventileinlass 61 und dem zweiten Arbeitsventilauslass 63 her. Ferner ist eine Arbeitsventilfeder 80 innerhalb eines Arbeitsventilfederraumes 81 der Arbeitsventilaufnahme 60 angeordnet. Die Arbeitsventilfeder 80 übt eine Federkraft auf das Arbeitsventilstellglied 70 in Richtung des Arbeitsventileinlasses 61 aus. Die erste Gehäusedichtung 67 dichtet das Gehäuse 60 gegenüber der Arbeitsmediumzufuhr 106 und ersten Arbeitsmediumabfuhr 107 und die zweite Gehäusedichtung 68 gegenüber dem Einbauraum 109 ab. Eine weitere Gehäusedichtung 69 dient als Dichtsitz des Arbeitsventilstellglieds 70 um den Arbeitsventileinlass 61.
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Der Auslöser 30 des Sperrventils 1 befindet sich im ersten Zustand, d. h., das Sperrventil 1 ist geschlossen, da zwischen den Magnetelementen 21, 31 keine oder eine verringerte erste Magnetkraft wirkt.
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Das geschlossene Sperrventil 1 sperrt den Durchfluss über die Bypassbohrung 51. Bei Einleitung des Sperrvorgangs strömt noch Arbeitsmedium durch die Verbindung 107. Der dadurch anliegende Druckunterschied ermöglicht es der Rückstellfeder 80 das Arbeitsventilstellglied 70 in den Dichtsitz zu schieben. Der unterhalb und oberhalb des Arbeitsventilstellglieds 70 anliegende Druck ist identisch. Die Federkraft (kleine Kraft) und die von den Querschnittflächen abhängige Druckkraft (oberhalb des Arbeitsventilstellglieds 70 um ein Vielfaches größer als unterhalb des Arbeitsventilstellglieds 70) garantieren eine Abdichtung des Arbeitsventileinlasses 61 zur Verbindung 107. Es baut sich eine druck- und vor allem eine flächenabhängige Stell-/Dichtkraft durch das Arbeitsmedium auf.
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Bei Öffnung des Sperrventils 1 entsteht eine Druckdifferenz zwischen dem oberhalb und dem unterhalb des Arbeitsventilstellglieds 70 anliegenden Staudruck, die Rückstellfeder 80 wird komprimiert, das Arbeitsventil 2 öffnet den Arbeitsventileinlass 61 und das Arbeitsmedium kann durch die Verbindung 107 strömen.
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Fig. 10 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das in Fig. 9 gezeigte Sperrventilsystem 3 in geöffnetem Zustand. Der Auslöser 30 des Sperrventils 1 befindet sich nun im zweiten Zustand, so dass zwischen den Magnetelementen 21, 31 eine erhöhte zweite Magnetkraft wirkt, wodurch das Stellglied 20 in die zweite Stellung gebracht wird und das Sperrventil 1 geöffnet ist.
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Der aufgebaute Druck, den das Arbeitsmedium auf das Arbeitsventilstellglied 70 in Richtung des Arbeitsventileinlasses 61 ausgeübt hat, kann durch das geöffnete Sperrventil 1 entweichen. Insbesondere kann das Medium/Fluid durch das geöffnete Sperrventil strömen und verursacht einen Druckabfall und damit eine Reduzierung des druckbedingten Anteils der Dichtkraft. Da die Dichtkraft kleiner ist als die Staudruckkraft, öffnet sich das Arbeitsventil. Das durch den Arbeitsventileinlass 61 strömende Arbeitsmedium übt eine Flusskraft auf das Arbeitsventilstellglied 70 in Richtung der Arbeitsventilfeder 80 aus, welche höher ist als die Federkraft in die entgegengesetzte Richtung. Der dünne Kanal 71 im Kolben ist sehr viel dünner als der Einlass 61. Dies bewirkt eine Drosselwirkung und damit einer Staudruckbildung, was zu einer Öffnungskraft durch den Druckunterschied führt. Dadurch wird das Arbeitsventilstellglied 70 in eine Stellung gebracht, in der es den Arbeitsventileinlass 61 freigibt und das Arbeitsmedium vom Arbeitsventileinlass 61 zum ersten Arbeitsventilauslass 62 ausströmen kann. Das Arbeitsventil 2 ist somit geöffnet.
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Bei geschlossenem Sperrventil 1 und geschlossenem Arbeitsventil 2 liegt im Arbeitsventil 2 druckabhängig eine Stellkraft an, welche das Arbeitsventilstellglied 70 in den Dichtsitz drückt. Hydraulikdruck liegt im Arbeitsventileinlass 61 an und kann sich im Federraum des Arbeitsventils aufbauen, da dieser über die Durchgangsbohrung 71 im Arbeitsventilstellglied 70 mit dem zweiten Arbeitsventilauslass 63 verbunden ist. Bei geschlossenem Sperrventil 1 und geöffnetem Arbeitsventil 2 (Fluid strömt vom Einlass am Arbeitsventilstellglied 70 des Arbeitsventils vorbei zum Auslass) liegt somit ein Unterdruck unterhalb des Arbeitsventilstellglieds 70 an. Durch die Federkraft unterstützt, senkt sich somit das Arbeitsventilstellglied 70 ab, bis es sperrt. Bei geöffnetem Sperrventil 1 reduziert sich der Druck im Arbeitsventilfederraum 81 durch das (durch das Sperrventil 1) abströmende Fluid. Der nun höhere Druck unterhalb des Arbeitsventilstellglieds 70 verursacht eine druckabhängige Kraft auf das Arbeitsventilstellglied 70 und somit ein Anheben dessen gegen die Federkraft. Entscheidend sind die Verhältnisse der jeweils relevanten Querschnittsflächen, über die der jeweils anliegende Druck Stell-/Sperrkräfte verursacht.
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Mit einem solchen Sperrventilsystem 3 können die Einsatzmöglichkeiten eines Sperrventils 1 erweitert werden. Hohe anliegende Drücke im Sperrventilsystem erfordern eine deutliche Reduzierung des Auslassbohrungsdurchmessers des Auslasses 11 des Sperrventils 1, so dass nur ein geringer Volumenstrom möglich ist. Bei erforderlichem hohen Volumenstrom sollte der Systemdruck in den oben beschriebenen Varianten nur sehr gering ausfallen. Diese Problematik wird mit dem vorgeschlagenen Sperrventilsystem gelöst.
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Dank vergleichsweise (bezogen auf den zu regelnden Arbeitsdruck) geringer Steuerkräfte lässt sich die gewünschte Funktion bei hohen anliegenden Drücken umsetzen und ermöglicht zudem das Steuern hoher Volumenströme. Prinzipiell kann das Sperrventilsystem zweigeteilt betrachtet werden. Ein Steuerventil, bevorzugt in Form des oben beschriebenen erfindungsgemäßen Sperrventils 1, ist über eine zusätzliche Verbindung (102) mit dem zweiten Teil, dem Arbeitsventil 2 verbunden ist. Grundlegend betrachtet reduziert sich somit die Anforderung auf eine praktikable Größe im Steuerventil, erlaubt es aber dennoch, über das Arbeitsventil 2 größere Volumenströme bzw. Drücke zuverlässig zu steuern. Das zweite Magnetelement 31 im Steuerventil kann dabei vorzugsweise als Dauermagnet (wie gezeigt) oder aus ferromagnetischem Material (z. B. als Eisenkern) ausgestaltet sein.
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Wie oben beschrieben, erfolgt die Aktivierung (Steuerventil sperrt) durch Abschwächen / Aufheben der Anziehungskraft der beiden Magnetelemente 21, 31 durch Distanzvergrö-ßerung. Durch Öffnen und Schließen der Bypassbohrung 51 (sehr kleiner Bohrungsdurchmesser im Bohrungsdeckel 50 des Sperrventils 1) wird der Hauptkolben 70 im Arbeitsventil 2 gesteuert. Bei geschlossenem Steuerventil strömt die Hydraulik durch den Arbeitskolben in Richtung Rückstellfeder 80 im Arbeitsventil 2 und führt somit zum selbstständigen druckabhängigen Sperren (durch Druckaufbau, d.h., Druck oben und unten gleich, der Flächenunterschied verursacht eine Kraftdifferenz, die den Arbeitskolben absenkt). Bei geöffnetem Steuerventil reduziert sich der Druck im Federraum 81, so dass der Arbeitskolben 70 sich anhebt und der Großteil der Hydraulikflüssigkeit über den Auslass 62 (große Bohrung) und die Verbindung 107 abströmen kann.
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Die hermetische Abtrennung von Arbeitsraum und Umgebung kann dank statischer Dichtstellen zuverlässig, niederkomplex und kostenreduziert umgesetzt werden. Diese verschließenden Komponenten der Ventile (Stopfen, Deckel, etc.) können beispielsweise eingeschraubt, eingepresst, verklebt, fixiert (Sicherungselement oder Verprägung) oder verschweißt werden.
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Die Fertigungsanforderungen an die einzelnen Komponenten sind relativ gering. Dichtsitzstellen können zum einen als harter Dichtsitz (beispielsweise Kugel angeschlagen in Bohrung) formschlüssig einfach hergestellt werden oder fertigungstechnisch vereinfacht durch Zukaufteile mittels beispielsweise kostengünstigen O-Ringen (in sämtlichen Ausführungen; Dimension, Härte, Material oder Qualität, erhältlich) bedarfsgerecht realisiert werden. Baugrößen bis zu einer Magnetgröße (Stabmagneten) von Ø6 x H6 zylindrisch können konstruktiv problemlos umgesetzt werden. Eine solche Magnetpaarung bietet, bei einem systemüblichen Schaltabstand von maximal 1,5 mm zwischen den Magneten, eine mehr als ausreichende Anziehungskraft von durchschnittlich bis zu 5,4 N. Trennwandmaterialstärke und Stellweg sind theoretisch noch reduzierbar durch z. B. stabileres Material oder höhere Anziehungskräfte der Magnetelemente.
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Das erfindungsgemäße Sperrventil 1 kann in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, beispielsweise bei einem Türschließer 200 zur Steuerung der Schließbewegung, vorzugsweise zur Realisierung einer Schließfolgeregelung bei zweiflügeligen Türen oder bei Türschließern in anderen Schließsituationen. Der durch das Gehäuse eines Türschlie-ßers (hier als "Schließergehäuse 201" bezeichnet) begrenze Bauraum reicht aus, um die einzelnen Komponenten der gezeigten Sperrventilvarianten platzsparend zu implementieren. Das Schließergehäuse 201 wird durch diverse Bohrungen ergänzt und ist zugleich Ventilgehäuse. Vorteilhaft wirkt sich dabei der nicht ferromagnetische Werkstoff des Schließergehäuses 201 aus.
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Fig. 11 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch den Türschließer 200 mit dem Schließergehäuse 201 sowie mit dem Sperrventil 1, einem Schließerkolben 203 und einem Leitungssystem 204, die in dem Schließergehäuse 201 angeordnet sind. Das Sperrventil 1 ist hier in geöffnetem Zustand gezeigt. Der Mitnehmer 202 ist an der Außenseite des Schließergehäuses 201 mit dem Auslöser 30 des Sperrventils 1 wirkverbunden und kann ihn signalabhängig vom ersten in den zweiten Zustand und umgekehrt bringen. Sowohl das erste Magnetelement 21 des Stellglieds 20 als auch das zweite Magnetelement 31 des Auslösers 30 sind in dieser Ausgestaltung jeweils als Ringmagnet ausgestaltet. Grundsätzlich können die beiden Magnetelementen 21, 31 auch andere Geometrien aufweisen. Ebenso kann sich die Geometrie des ersten Magnetelements 21 von der Geometrie des zweiten Magnetelements 31 unterscheiden.
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Der Schließerkolben 203 wird im Türschließer 200, 300 analog zur Türbewegung in Richtung Schließerfeder 206 oder zurück verschoben. Das Schließergehäuse 201 ist mit Arbeitsmedium gefüllt. Beim Öffnungsvorgang strömt Arbeitsmedium aus dem Federraum durch den Schließerkolben 203 (dank eines sich darin befindlichen, öffnenden Rückschlagventils, hier nicht gezeigt) vor den Schließerkolben 203. Beim Schließvorgang sperrt das Rückschlagventil, so dass kein Arbeitsmedium durch den Schließerkolben 203 strömt und somit zwangsweise durch die Hydraulikleitung 204 abgeführt werden muss. Ist das Sperrventil 1 wie abgebildet geöffnet, kann das Arbeitsmedium hindurch zurück zum Schließerkolben 203 abströmen und eine Schließbewegung des Türflügels kann durchgeführt werden.
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Fig. 12 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts des in Fig. 11 gezeigten Türschließers 200 mit dem Sperrventil 1 in geschlossenem Zustand. Das Arbeitsmedium kann hierbei aus dem Hohlraum 205 vor dem Schließerkolben 203 nicht abströmen, wodurch der Schließerkolben 203 blockiert wird und nicht in seine Ausgangsstellung gebracht werden kann, was für das Schließen der Tür notwendig ist. Bei geschlossenem Sperrventil 1 kann das Arbeitsmedium also nicht zurück in den Federraum oder hinter die um den Schließerkolben 203 angeordnete Kolbendichtung strömen. Eine Schließbewegung des Türflügels kann nicht durchgeführt werden.
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Fig. 13 zeigt eine vergrößerte schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine zweite Ausgestaltung des Türschließers 300 mit einem Sperrventilsystem 3 mit dem erfindungsgemäßen Sperrventil 1 und dem Arbeitsventil 2 in geöffnetem Zustand. Hierbei weist das Leitungssystem 204 die Arbeitsmediumzufuhr 106, erste Arbeitsmediumabfuhr 107 und zweite Arbeitsmediumabfuhr 102 auf. Bei offenem Sperrventil 1 und dadurch auch offenem Arbeitsventil 2 kann der Schließerkolben 203 seine Ausgangsstellung einnehmen. Im Gegensatz zu dem Türschließer 200 in Fig. 11 und 12 wird das Abströmen des Arbeitsmediums in den Raum um den Schließerkolben 203 nicht über eine direkte Leitung (204) erreicht, sondern ein Arbeitsventil zwischengeschaltet. In dieser Ausgestaltung wird mittels dem Freigeben der ersten Arbeitsmediumabfuhr 107 durch das Kontrahieren der Arbeitsventilfeder 80 und das Abheben des Arbeitsventilstellglieds 70 vom Dichtsitz der Arbeitsmediumzufuhr 106 das Arbeitsmedium aus dem Hohlraum 205 in den Raum um den Schließerkolben 203 geleitet.
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Fig. 14 zeigt eine schematische Darstellung einer Gangflügeleinheit 500 mit dem erfindungsgemäßen Türschließer 200, mit dem Sperrventil 1 und einem Bowdenzug 501, wobei der Bowdenzug 501 direkt über den Mitnehmer 202 mit dem Auslöser 30 des Sperrventils 1 verbunden ist (hier beispielhaft an der Stirnfläche des Türschließers platziert). Beim Öffnen des Standflügels 610 (siehe Fig. 15) wird der Bowdenzug 501 in Richtung des Pfeils 510 und infolgedessen der Auslöser 30 in Richtung des Pfeils 520 bewegt, wodurch das Sperrventil 1 schließt. Das Sperrventil 1 wird somit von einem direkt angebundenen Bowdenzug aktiviert bzw. deaktiviert. Dies hat den Vorteil, dass durch die Verwendung des Sperrventils 1 viel geringere Ventilstellkräfte erforderlich sind, eine absolute Dichtheit vorliegt, keine Leckagen entstehen und die Kosten deutlich reduziert sind.
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Fig. 15 zeigt eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf eine geöffnete zweiflügelige Tür 600 mit einer Schließfolgeregelung. Die zweiflügelige Tür 600 weist einen Standflügel 610 mit einer Mitnehmerklappe 611 und einer Standflügeleinheit 601, einen Gangflügel 620 mit einer Gangflügeleinheit 500 mit dem erfindungsgemäßen Türschließer 200, auf.
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Beim Öffnen des Standflügels 610 wird über die Mitnehmerklappe 611 der Gangflügel 620 mit geöffnet. Gleichzeitig wird ein Signal, meist mittels Seilzug, an die Gangflügeleinheit 500 mit dem Türschließer 200 übertragen. Wie in Fig. 14 gezeigt, wird dadurch der Auslöser des Sperrventils 1 betätigt und das Ventil geschlossen. Das Sperren des Hydraulikflusses blockiert die Bewegung des Kolbens 203 in Schließrichtung und verhindert dadurch das Schließen des Gangflügels 620, bis der Standflügel 610 ausreichend geschlossen ist. Damit ist ein Schließen der zweiflügeligen Tür in der richtigen Reihenfolge gewährleistet.
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Erfindungsgemäß wird somit ein Türschließer mit einem magnetisch angesteuerten Sperrventil vorgeschlagen, welches beliebig, vorzugsweise über eine vom Schließerhebel aus eingeleitete Aktuatorikbewegung, in die beiden Sperrventilzustände geschaltet werden kann. Das Sperrventil ist vorzugsweise platzsparend im Schließergehäuse montiert.
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Dank des beschriebenen Sperrventils 1 kann eine zuverlässig arbeitende Schließfolgeregelung generiert werden, welche in der Lage ist, hohe Anforderungen, wie hohes Türflügelgewicht, hoher Abstand von Band zu abgewandter Türblattoberfläche bei Montage auf Bandgegenseite umzusetzen, die von keinem anderen bekannten System so zuverlässig und einfach, bezogen auf die Anforderung an die Stellkraft, geregelt werden können. Dies zeichnet das Sperrventil 1 in hervorzuhebender Weise aus.
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Die aufgezeigten beispielhaft konstruierten Varianten können durch verschiedenste alternative Komponenten und Konstruktionen ebenfalls funktionsidentisch realisiert werden.
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Das erfindungsgemäße Sperrventil und das erfindungsgemäße Sperrventilsystem stellen einfach und kostengünstig herzustellende Lösungen dar, die vielfach eingesetzt werden können. Insbesondere nimmt das erfindungsgemäße Sperrventil in neutralem, unbeeinflusstem Zustand zuverlässig eine sperrende Stellung ein. Vorteilhaft kann das erfindungsgemäße Sperrventil in einem Türschließer eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste | 1 | Sperrventil | 90 | Standkörper |
| 2 | Arbeitsventil | 101 | Arbeitsmediumabfuhr |
| 3 | Sperrventilsystem | 102 | Arbeitsmediumzufuhr |
| 10 | Gehäuse | 103 | Obere Systemgrenze |
| 11 | Erste Öffnung | 104 | Umgebung |
| 12 | Zweite Öffnung | 105 | Untere Systemgrenze |
| 13 | Bodenfläche | 106 | Arbeitsmediumzufuhr |
| 14 | Mantelfläche | 107 | zweite Arbeitsmediumabfuhr |
| 15 | Deckfläche | 108 | Arbeitsmediumabfuhr |
| 16 | Hohlraum | 109 | Einbauraum |
| 17 | Ausnehmung | 110 | Pfeilrichtung 1 |
| 18 | Gehäusedichtring | 120 | Pfeilrichtung 2 |
| 19 | Dichtring | 130 | Pfeilrichtung 3 |
| 20 | Stellglied | 200 | Türschließer |
| 21 | Erstes Magnetelement | 201 | Schließergehäuse |
| 22 | Abdichtungskörper | 202 | Mitnehmer |
| 30 | Auslöser | 203 | Schließerkolben |
| 31 | Zweites Magnetelement | 204 | Leitungssystem |
| 32 | Auslöserhalterung | 205 | Hohlraum |
| 33 | Drittes Magnetelement | 206 | Schließerfeder |
| 40 | Rückstellfeder | 210 | Pfeil |
| 50 | Bohrungsdeckel | 300 | Türschließer |
| 51 | Bohrung | 500 | Gangflügeleinheit |
| 60 | Arbeitsventilaufnahme | 501 | Bowdenzug |
| 61 | Arbeitsventileinlass | 510 | Pfeil |
| 62 | Erster Arbeitsventilauslass | 520 | Pfeil |
| 63 | Zweiter Arbeitsventilauslass | 600 | Zweiflügelige Tür |
| 67 | Gehäusedichtung | 601 | Standflügeleinheit |
| 68 | Gehäusedichtung | 610 | Standflügel |
| 69 | Gehäusedichtung | 611 | Mitnehmerklappe |
| 70 | Arbeitsventilstellglied | 620 | Gangflügel |
| 71 | Durchgangsbohrung | | |
| 80 | Arbeitsventilfeder | | |
| 81 | Arbeitsventilfederraum | | |